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2) Kommentare renommierter Naturwissenschaftler und Theologen

Huxley hat einmal gesagt: Wenn der Mensch genaue Kenntnis aller Naturgesetze gehabt hätte, noch bevor die Pflanzen und Tiere auf der Erde erschienen, dann hätte er nicht nur die geografischen Umrisse und das Klima einer bestimmten Umgebung, sondern auch die Flora und Fauna, die darauf erscheinen würde, voraussagen können. Er selbst dachte freilich, dass das Leben spontan aus toter Materie entstand. Während wir seine Ansicht über die Entstehung des Lebens nicht teilen, zeigt uns das doch, dass unser Gedanke vom vorgeordneten Universum, was die Gesetze der Natur anbelangt, auch von einem großen Wissenschaftler geteilt wird. Ich habe einmal an einer Diskussionsrunde von Dr. H. N. Russel teilgenommen. Dr. Russel ist Vorsitzender der astronomischen Fakultät an der Universität Princeton. Er ist einer der ganz großen Astronomen unserer Zeit. Er erklärte, dass ohne den Einfluss denkender Wesen dieses Universum vollkommen durch die Naturgesetze vorherbestimmt wäre. Dr. Charles Hodge:

»Die Konstanz der Naturgesetze ist die gleichbleibende Offenbarung der Unveränderlichkeit Gottes. Sie sind, was sie sind, schon von Beginn der Zeit an und sie sind die gleichen im ganzen Universum.«

An einer anderen Stelle sagt er:

»So wie in diesen niedereren Regionen seines Werks handelt Gott entsprechend eines genau vorbedachten Plans. Man sollte nicht denken, er ließe in den höheren Regionen seiner Schöpfung, etwa beim Schicksal der Menschheit, die Dinge dem Zufall, indem er sie einen nicht festgesetzten Verlauf hin auf ein unbestimmtes Ende nehmen lässt. Ganz dementsprechend sehen wir die Bibel bestätigen, dass Gott nicht nur Anfang der Gnadenzeitalter sieht, sondern auch deren Ende, da er alle Dinge wirkt gemäß dem Ratschluss seines Willens oder nach seiner ewigen Absicht.«237237     Charles Hodge, Systematic Theology, Bd. 1., S. 539; Bd 2., S. 314.

Dr . Abraham Kuyper, einer der großen Theologen des vergangenen Jahrhunderts, sagte:

»Es ist eine Tatsache, dass die mehr und mehr sich entwickelnde Wissenschaft unserer Zeit fast unisono zu Gunsten des Calvinismus stimmt, wenn es um die Antithese zwischen Einheit und Stabilität von Gottes Beschluss geht, auf den der Calvinismus hinweist, im Gegensatz zu der Oberflächlichkeit und Ungewissheit, die der Arminianismus bevorzugt.«

Er sagt weiter, dass diese Systeme

»klar zeigen, dass die Entwicklung der Wissenschaft unserer Zeit einen Kosmos voraussetzt, der nirgends Raub des Zufalls wird, sondern aus dem Prinzip einer feststehenden Ordnung heraus sich entwickelt, die einen ganz bestimmten Plan verfolgt. Dieser Anspruch widerspricht dem Arminianismus diametral, steht aber in Harmonie mit dem calvinistischen Glauben, dass der souveräne Gott, die Ursache aller existierenden Dinge, diese Dinge genauen Ordnungen unterworfen hat und sie nach einem vorher gefassten Plan lenkt.«

Und noch einmal weist er darauf, dass die Lehre von der Vorherbestimmung nichts anderes bedeutet, als dass

»der gesamte Kosmos nicht Spielball des Zufalls ist, sondern nach genauen Gesetzen und Ordnungen funktioniert; dass da ein Wille waltet, der den Lauf nicht nur der Natur, sondern auch der Geschichte lenkt.«238238     Abraham Kuyper, Lectures on Calvinism, S. 149f.


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