__________________________________________________________________ Title: The Holy Bible: German Luther Translation Creator(s): Anonymous Language: German Rights: Public Domain CCEL Subjects: All; Bible; Old Testament; New Testament LC Call no: BS239 LC Subjects: The Bible Modern texts and versions Other European languages __________________________________________________________________ Holy Bible German Luther Translation __________________________________________________________________ Das Alte Testament __________________________________________________________________ Genesis __________________________________________________________________ Kapitel 1 ^1Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. ^2Und die Erde war wuest und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser. ^3Und Gott sprach: Es werde Licht! und es ward Licht. ^4Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis ^5und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag. ^6Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, und die sei ein Unterschied zwischen den Wassern. ^7Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser ueber der Feste. Und es geschah also. ^8Und Gott nannte die Feste Himmel. Da ward aus Abend und Morgen der andere Tag. ^9Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an besondere Oerter, dass man das Trockene sehe. Und es geschah also. ^10Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, dass es gut war. ^11Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das sich besame, und fruchtbare Baeume, da ein jeglicher nach seiner Art Frucht trage und habe seinen eigenen Samen bei sich selbst auf Erden. Und es geschah also. ^12Und die Erde liess aufgehen Gras und Kraut, das sich besamte, ein jegliches nach seiner Art, und Baeume, die da Frucht trugen und ihren eigenen Samen bei sich selbst hatten, ein jeglicher nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. ^13Da ward aus Abend und Morgen der dritte Tag. ^14Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht und geben Zeichen, Zeiten, Tage und Jahre ^15und seien Lichter an der Feste des Himmels, dass sie scheinen auf Erden. Und es geschah also. ^16Und Gott machte zwei grosse Lichter: ein grosses Licht, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere, dazu auch Sterne. ^17Und Gott setzte sie an die Feste des Himmels, dass sie schienen auf die Erde ^18und den Tag und die Nacht regierten und schieden Licht und Finsternis. Und Gott sah, dass es gut war. ^19Da ward aus Abend und Morgen der vierte Tag. ^20Und Gott sprach: Es errege sich das Wasser mit webenden und lebendigen Tieren, und Gevoegel fliege auf Erden unter der Feste des Himmels. ^21Und Gott schuf grosse Walfische und allerlei Getier, dass da lebt und webt, davon das Wasser sich erregte, ein jegliches nach seiner Art, und allerlei gefiedertes Gevoegel, ein jegliches nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. ^22Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehrt euch und erfuellt das Wasser im Meer; und das Gefieder mehre sich auf Erden. ^23Da ward aus Abend und Morgen der fuenfte Tag. ^24Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendige Tiere, ein jegliches nach seiner Art: Vieh, Gewuerm und Tiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art. Und es geschah also. ^25Und Gott machte die Tiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art, und allerlei Gewuerm auf Erden nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. ^26Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen ueber die Fische im Meer und ueber die Voegel unter dem Himmel und ueber das Vieh und ueber die ganze Erde und ueber alles Gewuerm, das auf Erden kriecht. ^27Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie einen Mann und ein Weib. ^28Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und fuellt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht ueber die Fische im Meer und ueber die Voegel unter dem Himmel und ueber alles Getier, das auf Erden kriecht. ^29Und Gott sprach: Seht da, ich habe euch gegeben allerlei Kraut, das sich besamt, auf der ganzen Erde und allerlei fruchtbare Baeume, die sich besamen, zu eurer Speise, ^30und allem Getier auf Erden und allen Voegeln unter dem Himmel und allem Gewuerm, das da lebt auf Erden, dass sie allerlei gruenes Kraut essen. Und es geschah also. ^31Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag. __________________________________________________________________ Kapitel 2 ^1Also ward vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer. ^2Und also vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er machte. ^3Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, darum dass er an demselben geruht hatte von allen seinen Werken, die Gott schuf und machte. ^4Also ist Himmel und Erde geworden, da sie geschaffen sind, zu der Zeit, da Gott der HERR Erde und Himmel machte. ^5Und allerlei Baeume auf dem Felde waren noch nicht auf Erden, und allerlei Kraut auf dem Felde war noch nicht gewachsen; denn Gott der HERR hatte noch nicht regnen lassen auf Erden, und es war kein Mensch, der das Land baute. ^6Aber ein Nebel ging auf von der Erde und feuchtete alles Land. ^7Und Gott der HERR machte den Menschen aus einem Erdenkloss, uns blies ihm ein den lebendigen Odem in seine Nase. Und also ward der Mensch eine lebendige Seele. ^8Und Gott der HERR pflanzte einen Garten in Eden gegen Morgen und setzte den Menschen hinein, den er gemacht hatte. ^9Und Gott der HERR liess aufwachsen aus der Erde allerlei Baeume, lustig anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Boesen. ^10Und es ging aus von Eden ein Strom, zu waessern den Garten, und er teilte sich von da in vier Hauptwasser. ^11Das erste heisst Pison, das fliesst um das ganze Land Hevila; und daselbst findet man Gold. ^12Und das Gold des Landes ist koestlich; und da findet man Bedellion und den Edelstein Onyx. ^13Das andere Wasser heisst Gihon, das fliesst um um das ganze Mohrenland. ^14Das dritte Wasser heisst Hiddekel, das fliesst vor Assyrien. Das vierte Wasser ist der Euphrat. ^15Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn baute und bewahrte. ^16Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Du sollst essen von allerlei Baeumen im Garten; ^17aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Boesen sollst du nicht essen; denn welches Tages du davon isst, wirst du des Todes sterben. ^18Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei. ^19Denn als Gott der HERR gemacht hatte von der Erde allerlei Tiere auf dem Felde und allerlei Voegel unter dem Himmel, brachte er sie zu dem Menschen, dass er saehe, wie er sie nennte; denn der wie Mensch allerlei lebendige Tiere nennen wuerde, so sollten sie heissen. ^20Und der Mensch gab einem jeglichen Vieh und Vogel unter dem Himmel und Tier auf dem Felde seinen Namen; aber fuer den Menschen ward keine Gehilfin gefunden, die um ihn waere. ^21Da liess Gott der HERR einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen, und er schlief ein. Und er nahm seiner Rippen eine und schloss die Staette zu mit Fleisch. ^22Und Gott der HERR baute ein Weib aus der Rippe, die er vom Menschen nahm, und brachte sie zu ihm. ^23Da sprach der Mensch: Das ist doch Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch; man wird sie Maennin heissen, darum dass sie vom Manne genommen ist. ^24Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seinem Weibe hangen, und sie werden sein ein Fleisch. ^25Und sie waren beide nackt, der Mensch und das Weib, und schaemten sich nicht. __________________________________________________________________ Kapitel 3 ^1Und die Schlange war listiger denn alle Tiere auf dem Felde, die Gott der HERR gemacht hatte, und sprach zu dem Weibe: Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von den Fruechten der Baeume im Garten? ^2Da sprach das Weib zu der Schlange: Wir essen von den Fruechten der Baeume im Garten; ^3aber von den Fruechten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Esst nicht davon, ruehrt's auch nicht an, dass ihr nicht sterbt. ^4Da sprach die Schlange zum Weibe: Ihr werdet mitnichten des Todes sterben; ^5sondern Gott weiss, dass, welches Tages ihr davon esst, so werden eure Augen aufgetan, und werdet sein wie Gott und wissen, was gut und boese ist. ^6Und das Weib schaute an, dass von dem Baum gut zu essen waere und dass er lieblich anzusehen und ein lustiger Baum waere, weil er klug machte; und sie nahm von der Frucht und ass und gab ihrem Mann auch davon, und er ass. ^7Da wurden ihrer beiden Augen aufgetan, und sie wurden gewahr, dass sie nackt waren, und flochten Feigenblaetter zusammen und machten sich Schuerze. ^8Und sie hoerten die Stimme Gottes des HERRN, der im Garten ging, da der Tag kuehl geworden war. Und Adam versteckte sich mit seinem Weibe vor dem Angesicht Gottes des HERRN unter die Baeume im Garten. ^9Und Gott der HERR rief Adam und sprach zu ihm: Wo bist du? ^10Und er sprach: Ich hoerte deine Stimme im Garten und fuerchtete mich; denn ich bin nackt, darum versteckte ich mich. ^11Und er sprach: Wer hat dir's gesagt, dass du nackt bist? Hast du nicht gegessen von dem Baum, davon ich dir gebot, du solltest nicht davon essen? ^12Da sprach Adam: Das Weib, das du mir zugesellt hast, gab mir von von dem Baum, und ich ass. ^13Da sprach Gott der HERR zum Weibe: Warum hast du das getan? Das Weib sprach: Die Schlange betrog mich also, dass ich ass. ^14Da sprach Gott der HERR zu der Schlange: Weil du solches getan hast, seist du verflucht vor allem Vieh und vor allen Tieren auf dem Felde. Auf deinem Bauche sollst du gehen und Erde essen dein Leben lang. ^15Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Derselbe soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen. ^16Und zum Weibe sprach er: Ich will dir viel Schmerzen schaffen, wenn du schwanger wirst; du sollst mit Schmerzen Kinder gebaeren; und dein Verlangen soll nach deinem Manne sein, und er soll dein Herr sein. ^17Und zu Adam sprach er: Dieweil du hast gehorcht der Stimme deines Weibes und hast gegessen von dem Baum, davon ich dir gebot und sprach: Du sollst nicht davon essen, verflucht sei der Acker um deinetwillen, mit Kummer sollst du dich darauf naehren dein Leben lang. ^18Dornen und Disteln soll er dir tragen, und sollst das Kraut auf dem Felde essen. ^19Im Schweisse deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis dass du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden. ^20Und Adam hiess sein Weib Eva, darum dass sie eine Mutter ist aller Lebendigen. ^21Und Gott der HERR machte Adam und seinem Weibe Roecke von Fellen und kleidete sie. ^22Und Gott der HERR sprach: Siehe, Adam ist geworden wie unsereiner und weiss, was gut und boese ist. Nun aber, dass er nicht ausstrecke seine Hand und breche auch von dem Baum des Lebens und esse und lebe ewiglich! ^23Da wies ihn Gott der HERR aus dem Garten Eden, dass er das Feld baute, davon er genommen ist, ^24und trieb Adam aus und lagerte vor den Garten Eden die Cherubim mit dem blossen, hauenden Schwert, zu bewahren den Weg zu dem Baum des Lebens. __________________________________________________________________ Kapitel 4 ^1Und Adam erkannte sein Weib Eva, und sie ward schwanger und gebar den Kain und sprach: Ich habe einen Mann gewonnen mit dem HERRN. ^2Und sie fuhr fort und gebar Abel, seinen Bruder. Und Abel ward ein Schaefer; Kain aber ward ein Ackermann. ^3Es begab sich nach etlicher Zeit, dass Kain dem HERRN Opfer brachte von den Fruechten des Feldes; ^4und Abel brachte auch von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett. Und der HERR sah gnaedig an Abel und sein Opfer; ^5aber Kain und sein Opfer sah er nicht gnaedig an. Da ergrimmte Kain sehr, und seine Gebaerde verstellte sich. ^6Da sprach der HERR zu Kain: Warum ergrimmst du? und warum verstellt sich deine Gebaerde? ^7Ist's nicht also? Wenn du fromm bist, so bist du angenehm; bist du aber nicht fromm, so ruht die Suende vor der Tuer, und nach dir hat sie Verlangen; du aber herrsche ueber sie. ^8Da redete Kain mit seinem Bruder Abel. Und es begab sich, da sie auf dem Felde waren, erhob sich Kain wider seinen Bruder Abel und schlug ihn tot. ^9Da sprach der HERR zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel? Er sprach: Ich weiss nicht; soll ich meines Bruders Hueter sein? ^10Er aber sprach: Was hast du getan? Die Stimme des Bluts deines Bruders schreit zu mir von der Erde. ^11Und nun verflucht seist du auf der Erde, die ihr Maul hat aufgetan und deines Bruders Blut von deinen Haenden empfangen. ^12Wenn du den Acker bauen wirst, soll er dir hinfort sein Vermoegen nicht geben. Unstet und fluechtig sollst du sein auf Erden. ^13Kain aber sprach zu dem HERRN: Meine Suende ist groesser, denn dass sie mir vergeben werden moege. ^14Siehe, du treibst mich heute aus dem Lande, und ich muss mich vor deinem Angesicht verbergen und muss unstet und fluechtig sein auf Erden. So wird mir's gehen, dass mich totschlage, wer mich findet. ^15Aber der HERR sprach zu ihm: Nein; sondern wer Kain totschlaegt, das soll siebenfaeltig geraecht werden. Und der HERR machte ein Zeichen an Kain, dass ihn niemand erschluege, wer ihn faende. ^16Also ging Kain von dem Angesicht des HERRN und wohnte im Lande Nod, jenseit Eden, gegen Morgen. ^17Und Kain erkannte sein Weib, die ward schwanger und gebar den Henoch. Und er baute eine Stadt, die nannte er nach seines Sohnes Namen Henoch. ^18Henoch aber zeugte Irad, Irad zeugte Mahujael, Mahujael zeugte Methusael, Methusael zeugte Lamech. ^19Lamech aber nahm zwei Weiber; eine hiess Ada, die andere Zilla. ^20Und Ada gebar Jabal; von dem sind hergekommen, die in Huetten wohnten und Vieh zogen. ^21Und sein Bruder hiess Jubal; von dem sind hergekommen die Geiger und Pfeifer. ^22Die Zilla aber gebar auch, naemlich den Thubalkain, den Meister in allerlei Erz-und Eisenwerk. Und die Schwester des Thubalkain war Naema. ^23Und Lamech sprach zu seinen Weibern Ada und Zilla: Ihr Weiber Lamechs, hoert meine Rede und merkt, was ich sage: Ich habe einen Mann erschlagen fuer meine Wunde und einen Juengling fuer meine Beule; ^24Kain soll siebenmal geraecht werden, aber Lamech siebenundsiebzigmal. ^25Adam erkannte abermals sein Weib, und sie gebar einen Sohn, den hiess sie Seth; denn Gott hat mir, sprach sie, einen andern Samen gesetzt fuer Abel, den Kain erwuergt hat. ^26Und Seth zeugte auch einen Sohn und hiess ihn Enos. Zu der Zeit fing man an, zu predigen von des HERRN Namen. __________________________________________________________________ Kapitel 5 ^1Dies ist das Buch von des Menschen Geschlecht. Da Gott den Menschen schuf, machte er ihn nach dem Bilde Gottes; ^2und schuf sie einen Mann und ein Weib und segnete sie und hiess ihren Namen Mensch zur Zeit, da sie geschaffen wurden. ^3Und Adam war hundertunddreissig Jahre alt und zeugte einen Sohn, der seinem Bild aehnlich war und hiess ihn Seth ^4und lebte darnach achthundert Jahre und zeugte Soehne und Toechter; ^5dass sein ganzes Alter ward neunhundertunddreissig Jahre, und starb. ^6Seth war hundertundfuenf Jahre alt und zeugte Enos ^7und lebte darnach achthundertundsieben Jahre und zeugte Soehne und Toechter; ^8dass sein ganzes Alter ward neunhundertundzwoelf Jahre, und starb. ^9Enos war neunzig Jahre alt und zeugte Kenan ^10und lebte darnach achthundertundfuenzig Jahre und zeugte Soehne und Toechter; ^11dass sein ganzes Alter ward neunhundertundfuenf Jahre, und starb. ^12Kenan war siebzig Jahre alt und zeugte Mahalaleel ^13und lebte darnach achthundertundvierzig Jahre und zeugte Soehne und Toechter; ^14dass sein ganzes Alter ward neunhundertundzehn Jahre, und starb. ^15Mahalaleel war fuenfundsechzig Jahre und zeugte Jared ^16und lebte darnach achthundertunddreissig Jahre und zeugte Soehne und Toechter; ^17dass sein ganzes Alter ward achthundert und fuenfundneunzig Jahre, und starb. ^18Jared war hundertzweiundsechzig Jahre alt und zeugte Henoch ^19und er lebte darnach achthundert Jahre und zeugte Soehne und Toechter; ^20dass sein ganzes Alter ward neunhundert und zweiundsechzig Jahre, und starb. ^21Henoch war fuenfundsechzig Jahre alt und zeugte Methusalah. ^22Und nachdem er Methusalah gezeugt hatte, blieb er in einem goettlichen Leben dreihundert Jahre und zeugte Soehne und Toechter; ^23dass sein ganzes Alter ward dreihundertfuenfundsechzig Jahre. ^24Und dieweil er ein goettliches Leben fuehrte, nahm ihn Gott hinweg, und er ward nicht mehr gesehen. ^25Methusalah war hundertsiebenundachtzig Jahre alt und zeugte Lamech ^26und lebte darnach siebenhundert und zweiundachtzig Jahre und zeugte Soehne und Toechter; ^27dass sein ganzes Alter ward neunhundert und neunundsechzig Jahre, und starb. ^28Lamech war hundertzweiundachtzig Jahre alt und zeugte einen Sohn ^29und hiess ihn Noah und sprach: Der wird uns troesten in unsrer Muehe und Arbeit auf der Erde, die der HERR verflucht hat. ^30Darnach lebte er fuenfhundert und fuenfundneunzig Jahre und zeugte Soehne und Toechter; ^31dass sein ganzes Alter ward siebenhundert siebenundsiebzig Jahre, und starb. ^32Noah war fuenfhundert Jahre alt und zeugte Sem, Ham und Japheth. __________________________________________________________________ Kapitel 6 ^1Da sich aber die Menschen begannen zu mehren auf Erden und ihnen Toechter geboren wurden, ^2da sahen die Kinder Gottes nach den Toechtern der Menschen, wie sie schoen waren, und nahmen zu Weibern, welche sie wollten. ^3Da sprach der HERR: Die Menschen wollen sich von meinem Geist nicht mehr strafen lassen; denn sie sind Fleisch. Ich will ihnen noch Frist geben hundertundzwanzig Jahre. ^4Es waren auch zu den Zeiten Tyrannen auf Erden; denn da die Kinder Gottes zu den Toechtern der Menschen eingingen und sie ihnen Kinder gebaren, wurden daraus Gewaltige in der Welt und beruehmte Maenner. ^5Da aber der HERR sah, dass der Menschen Bosheit gross war auf Erden und alles Dichten und Trachten ihres Herzens nur boese war immerdar, ^6da reute es ihn, dass er die Menschen gemacht hatte auf Erden, und es bekuemmerte ihn in seinem Herzen, ^7und er sprach: Ich will die Menschen, die ich gemacht habe, vertilgen von der Erde, vom Menschen an bis auf das Vieh und bis auf das Gewuerm und bis auf die Voegel unter dem Himmel; denn es reut mich, dass ich sie gemacht habe. ^8Aber Noah fand Gnade vor dem HERRN. ^9Dies ist das Geschlecht Noahs. Noah war ein frommer Mann und ohne Tadel und fuehrte ein goettliches Leben zu seinen Zeiten. ^10und zeugte drei Soehne Sem, Ham und Japheth. ^11Aber die Erde war verderbt vor Gottes Augen und voll Frevels. ^12Da sah Gott auf die Erde, und siehe, sie war verderbt; denn alles Fleisch hatte seinen Weg verderbt auf Erden. ^13Da sprach Gott zu Noah: Alles Fleisches Ende ist vor mich gekommen; denn die Erde ist voll Frevels von ihnen; und siehe da, ich will sie verderben mit der Erde. ^14Mache dir einen Kasten von Tannenholz und mache Kammern darin und verpiche ihn mit Pech inwendig und auswendig. ^15Und mache ihn also: Dreihundert Ellen sei die Laenge, fuenfzig Ellen die Weite und dreissig Ellen die Hoehe. ^16Ein Fenster sollst du daran machen obenan, eine Elle gross. Die Tuer sollst du mitten in seine Seite setzen. Und er soll drei Boden haben: einen unten, den andern in der Mitte, den dritten in der Hoehe. ^17Denn siehe, ich will eine Sintflut mit Wasser kommen lassen auf Erden, zu verderben alles Fleisch, darin ein lebendiger Odem ist, unter dem Himmel. Alles, was auf Erden ist, soll untergehen. ^18Aber mit dir will ich einen Bund aufrichten; und du sollst in den Kasten gehen mit deinen Soehnen, mit deinem Weibe und mit deiner Soehne Weibern. ^19Und du sollst in den Kasten tun allerlei Tiere von allem Fleisch, je ein Paar, Maennlein und Weiblein, dass sie lebendig bleiben bei dir. ^20Von den Voegeln nach ihrer Art, von dem Vieh nach seiner Art und von allerlei Gewuerm auf Erden nach seiner Art: von den allen soll je ein Paar zu dir hineingehen, dass sie leben bleiben. ^21Und du sollst allerlei Speise zu dir nehmen, die man isst, und sollst sie bei dir sammeln, dass sie dir und ihnen zur Nahrung da sei. ^22Und Noah tat alles, was ihm Gott gebot. __________________________________________________________________ Kapitel 7 ^1Und der HERR sprach zu Noah: Gehe in den Kasten, du und dein ganzes Haus; denn ich habe dich gerecht ersehen vor mir zu dieser Zeit. ^2Aus allerlei reinem Vieh nimm zu dir je sieben und sieben, das Maennlein und sein Weiblein; von dem unreinen Vieh aber je ein Paar, das Maennlein und sein Weiblein. ^3Desgleichen von den Voegeln unter dem Himmel je sieben und sieben, das Maennlein und sein Weiblein, auf dass Same lebendig bleibe auf dem ganzen Erdboden. ^4Denn von nun an ueber sieben Tage will ich regnen lassen auf Erden vierzig Tage und vierzig Naechte und vertilgen von dem Erdboden alles, was Wesen hat, was ich gemacht habe. ^5Und Noah tat alles, was ihm der HERR gebot. ^6Er war aber sechshundert Jahre alt, da das Wasser der Sintflut auf Erden kam. ^7Und er ging in den Kasten mit seinen Soehnen, seinem Weibe und seiner Soehne Weibern vor dem Gewaesser der Sintflut. ^8Von dem reinen Vieh und von dem unreinen, von den Voegeln und von allem Gewuerm auf Erden ^9gingen zu ihm in den Kasten paarweise, je ein Maennlein und Weiblein, wie ihm Gott geboten hatte. ^10Und da die sieben Tage vergangen waren, kam das Gewaesser der Sintflut auf Erden. ^11In dem sechshundertsten Jahr des Alters Noahs, am siebzehnten Tage des zweiten Monats, das ist der Tag, da aufbrachen alle Brunnen der grossen Tiefe, und taten sich auf die Fenster des Himmels, ^12und kam ein Regen auf Erden vierzig Tage und vierzig Naechte. ^13Eben am selben Tage ging Noah in den Kasten mit Sem, Ham und Japheth, seinen Soehnen, und mit seinem Weibe und seiner Soehne drei Weibern, ^14dazu allerlei Getier nach seiner Art, allerlei Vieh nach seiner Art, allerlei Gewuerm, das auf Erden kriecht, nach seiner Art und allerlei Voegel nach ihrer Art, alles was fliegen konnte, alles, was Fittiche hatte; ^15das ging alles zu Noah in den Kasten paarweise, von allem Fleisch, darin ein lebendiger Geist war. ^16Und das waren Maennlein und Weiblein von allerlei Fleisch, und gingen hinein, wie denn Gott ihm geboten hatte. Und der HERR schloss hinter ihm zu. ^17Da kam die Sintflut vierzig Tage auf Erden, und die Wasser wuchsen und hoben den Kasten auf und trugen ihn empor ueber die Erde. ^18Also nahm das Gewaesser ueberhand und wuchs sehr auf Erden, dass der Kasten auf dem Gewaesser fuhr. ^19Und das Gewaesser nahm ueberhand und wuchs so sehr auf Erden, dass alle hohen Berge unter dem ganzen Himmel bedeckt wurden. ^20Fuenfzehn Ellen hoch ging das Gewaesser ueber die Berge, die bedeckt wurden. ^21Da ging alles Fleisch unter, das auf Erden kriecht, an Voegeln, an Vieh, an Tieren und an allem, was sich regt auf Erden, und alle Menschen. ^22Alles, was einen lebendigen Odem hatte auf dem Trockenen, das starb. ^23Also ward vertilgt alles, was auf dem Erdboden war, vom Menschen an bis auf das Vieh und das Gewuerm und auf die Voegel unter dem Himmel; das ward alles von der Erde vertilgt. Allein Noah blieb uebrig und was mit ihm in dem Kasten war. ^24Und das Gewaesser stand auf Erden hundertundfuenfzig Tage. __________________________________________________________________ Kapitel 8 ^1Da gedachte Gott an Noah und an alle Tiere und an alles Vieh, das mit ihm in dem Kasten war, und liess Wind auf Erden kommen, und die Wasser fielen; ^2und die Brunnen der Tiefe wurden verstopft samt den Fenstern des Himmels, und dem Regen vom Himmel ward gewehrt; ^3und das Gewaesser verlief sich von der Erde immer mehr und nahm ab nach hundertfuenfzig Tagen. ^4Am siebzehnten Tage des siebenten Monats liess sich der Kasten nieder auf das Gebirge Ararat. ^5Es nahm aber das Gewaesser immer mehr ab bis auf den zehnten Monat. Am ersten Tage des zehnten Monats sahen der Berge Spitzen hervor. ^6Nach vierzig Tagen tat Noah das Fenster auf an dem Kasten, das er gemacht hatte, ^7und liess einen Raben ausfliegen; der flog immer hin und wieder her, bis das Gewaesser vertrocknete auf Erden. ^8Darnach liess er eine Taube von sich ausfliegen, auf dass er erfuehre, ob das Gewaesser gefallen waere auf Erden. ^9Da aber die Taube nicht fand, da ihr Fuss ruhen konnte, kam sie wieder zu ihm in den Kasten; denn das Gewaesser war noch auf dem ganzen Erdboden. Da tat er die Hand heraus und nahm sie zu sich in den Kasten. ^10Da harrte er noch weitere sieben Tage und liess abermals eine Taube fliegen aus dem Kasten. ^11Die kam zu ihm zur Abendzeit, und siehe, ein Oelblatt hatte sie abgebrochen und trug's in ihrem Munde. Da merkte Noah, dass das Gewaesser gefallen waere auf Erden. ^12Aber er harrte noch weiter sieben Tage und liess eine Taube ausfliegen; die kam nicht wieder zu ihm. ^13Im sechshundertundersten Jahr des Alters Noahs, am ersten Tage des ersten Monats vertrocknete das Gewaesser auf Erden. Da tat Noah das Dach von dem Kasten und sah, dass der Erdboden trocken war. ^14Also ward die Erde ganz trocken am siebenundzwanzigsten Tage des zweiten Monats. ^15Da redete Gott mit Noah und sprach: ^16Gehe aus dem Kasten, du und dein Weib, deine Soehne und deiner Soehne Weiber mit dir. ^17Allerlei Getier, das bei dir ist, von allerlei Fleisch, an Voegeln, an Vieh und an allerlei Gewuerm, das auf Erden kriecht, das gehe heraus mit dir, dass sie sich regen auf Erden und fruchtbar seien und sich mehren auf Erden. ^18Also ging Noah heraus mit seinen Soehnen und seinem Weibe und seiner Soehne Weibern, ^19dazu allerlei Getier, allerlei Gewuerm, allerlei Voegel und alles, was auf Erden kriecht; das ging aus dem Kasten, ein jegliches mit seinesgleichen. ^20Noah aber baute dem HERRN einen Altar und nahm von allerlei reinem Vieh und von allerlei reinem Gefluegel und opferte Brandopfer auf dem Altar. ^21Und der HERR roch den lieblichen Geruch und sprach in seinem Herzen: Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten des menschlichen Herzens ist boese von Jugend auf. Und ich will hinfort nicht mehr schlagen alles, was da lebt, wie ich getan habe. ^22Solange die Erde steht, soll nicht aufhoeren Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht. __________________________________________________________________ Kapitel 9 ^1Und Gott segnete Noah und seine Soehne und sprach: Seid fruchtbar und mehrt euch und erfuellt die Erde. ^2Furcht und Schrecken vor euch sei ueber alle Tiere auf Erden und ueber alle Voegel unter dem Himmel, ueber alles, was auf dem Erdboden kriecht, und ueber alle Fische im Meer; in eure Haende seien sie gegeben. ^3Alles, was sich regt und lebt, das sei eure Speise; wie das gruene Kraut habe ich's euch alles gegeben. ^4Allein esst das Fleisch nicht, das noch lebt in seinem Blut. ^5Auch will ich eures Leibes Blut raechen und will's an allen Tieren raechen und will des Menschen Leben raechen an einem jeglichen Menschen als dem, der sein Bruder ist. ^6Wer Menschenblut vergiesst, des Blut soll auch durch Menschen vergossen werden; denn Gott hat den Menschen zu seinem Bilde gemacht. ^7Seid fruchtbar und mehrt euch und regt euch auf Erden, dass euer viel darauf werden. ^8Und Gott sagte zu Noah und seinen Soehnen mit ihm: ^9Siehe, ich richte mit euch einen Bund auf und mit eurem Samen nach euch ^10und mit allem lebendigen Getier bei euch, an Voegeln, an Vieh und an allen Tieren auf Erden bei euch, von allem, was aus dem Kasten gegangen ist, was fuer Tiere es sind auf Erden. ^11Und richte meinen Bund also mit euch auf, dass hinfort nicht mehr alles Fleisch verderbt werden soll mit dem Wasser der Sintflut, und soll hinfort keine Sintflut mehr kommen, die die Erde verderbe. ^12Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich gemacht habe zwischen mir und euch und allen lebendigen Seelen bei euch hinfort ewiglich: ^13Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde. ^14Und wenn es kommt, dass ich Wolken ueber die Erde fuehre, so soll man meinen Bogen sehen in den Wolken. ^15Alsdann will ich gedenken an meinen Bund zwischen mir und euch und allen lebendigen Seelen in allerlei Fleisch, dass nicht mehr hinfort eine Sintflut komme, die alles Fleisch verderbe. ^16Darum soll mein Bogen in den Wolken sein, dass ich ihn ansehe und gedenke an den ewigen Bund zwischen Gott und allen lebendigen Seelen in allem Fleisch, das auf Erden ist. ^17Und Gott sagte zu Noah: Das sei das Zeichen des Bundes, den ich aufgerichtet habe zwischen mir und allem Fleisch auf Erden. ^18Die Soehne Noahs, die aus dem Kasten gingen, sind diese: Sem, Ham und Japheth. Ham aber ist der Vater Kanaans. ^19Das sind die drei Soehne Noahs, von denen ist alles Land besetzt. ^20Noah aber fing an und ward ein Ackermann und pflanzte Weinberge. ^21Und da er von dem Wein trank, ward er trunken und lag in der Huette aufgedeckt. ^22Da nun Ham, Kanaans Vater, sah seines Vaters Bloesse, sagte er's seinen beiden Bruedern draussen. ^23Da nahmen Sem und Japheth ein Kleid und legten es auf ihrer beider Schultern und gingen ruecklings hinzu und deckten des Vaters Bloesse zu; und ihr Angesicht war abgewandt, dass sie ihres Vater Bloesse nicht sahen. ^24Als nun Noah erwachte von seinem Wein und erfuhr, was ihm sein juengster Sohn getan hatte, ^25sprach er: Verflucht sei Kanaan und sei ein Knecht aller Knechte unter seinen Bruedern! ^26und sprach weiter: Gelobt sei der HERR, der Gott Sem's; und Kanaan sei sein Knecht! ^27Gott breite Japheth aus, und lasse ihn wohnen in den Huetten des Sem; und Kanaan sei sein Knecht! ^28Noah aber lebte nach der Sintflut dreihundertfuenfzig Jahre, ^29dass sein ganzes Alter ward neunhundertundfuenfzig Jahre, und starb. __________________________________________________________________ Kapitel 10 ^1Dies ist das Geschlecht der Kinder Noahs: Sem, Ham, Japheth. Und sie zeugten Kinder nach der Sintflut. ^2Die Kinder Japheths sind diese: Gomer, Magog, Madai, Javan, Thubal, Mesech und Thiras. ^3Aber die Kinder von Gomer sind diese: Askenas, Riphath und Thorgama. ^4Die Kinder von Javan sind diese: Elisa, Tharsis, die Chittiter und die Dodaniter. ^5Von diesen sind ausgebreitet die Inseln der Heiden in ihren Laendern, jegliche nach ihren Sprachen, Geschlechtern und Leuten. ^6Die Kinder von Ham sind diese: Chus, Mizraim, Put und Kanaan. ^7Aber die Kinder von Chus sind diese: Seba, Hevila, Sabtha, Ragma und Sabthecha. Aber die Kinder von Ragma sind diese: Saba und Dedan. ^8Chus aber zeugte den Nimrod. Der fing an ein gewaltiger Herr zu sein auf Erden, ^9und war ein gewaltiger Jaeger vor dem HERRN. Daher spricht man: Das ist ein gewaltiger Jaeger vor dem HERRN wie Nimrod. ^10Und der Anfang seines Reiches war Babel, Erech, Akkad und Chalne im Lande Sinear. ^11Von dem Land ist er gekommen nach Assur und baute Ninive und Rehoboth-Ir und Kalah, ^12dazu Resen zwischen Ninive und Kalah. Dies ist die grosse Stadt. ^13Mizraim zeugte die Luditer, die Anamiter, die Lehabiter, die Naphthuhiter, ^14die Pathrusiter und die Kasluhiter (von dannen sind gekommen die Philister) und die Kaphthoriter. ^15Kanaan aber zeugte Sidon, seinen ersten Sohn, und Heth, ^16den Jebusiter, den Amoriter, den Girgasiter, ^17den Heviter, den Arkiter, den Siniter, ^18den Arvaditer, den Zemariter und den Hamathiter. Daher sind ausgebreitet die Geschlechter der Kanaaniter. ^19Und ihre Grenzen waren von Sidon an durch Gerar bis gen Gaza, bis man kommt gen Sodom, Gomorra, Adama, Zeboim und bis gen Lasa. ^20Das sind die Kinder Hams in ihren Geschlechtern, Sprachen und Leuten. ^21Sem aber, Japheths, des Aeltern, Bruder, zeugte auch Kinder, der ein Vater ist aller Kinder von Eber. ^22Und dies sind seine Kinder: Elam, Assur, Arphachsad, Lud und Aram. ^23Die Kinder von Aram sind diese: Uz, Hul, Gether und Mas. ^24Arphachsad aber zeugte Salah, Salah zeugte Eber. ^25Eber zeugte zwei Soehne. Einer hiess Peleg, darum dass zu seiner Zeit die Welt zerteilt ward; des Bruder hiess Joktan. ^26Und Joktan zeugte Almodad, Saleph, Hazarmaveth, Jarah, ^27Hadoram, Usal, Dikla, ^28Obal, Abimael, Saba, ^29Ophir, Hevila und Jobab. Das sind die Kinder von Joktan. ^30Und ihre Wohnung war von Mesa an, bis man kommt gen Sephar, an den Berg gegen Morgen. ^31Das sind die Kinder von Sem in ihren Geschlechtern, Sprachen, Laendern und Leuten. ^32Das sind die Nachkommen der Kinder Noahs in ihren Geschlechtern und Leuten. Von denen sind ausgebreitet die Leute auf Erden nach der Sintflut. __________________________________________________________________ Kapitel 11 ^1Es hatte aber alle Welt einerlei Zunge und Sprache. ^2Da sie nun zogen gen Morgen, fanden sie ein ebenes Land im Lande Sinear, und wohnten daselbst. ^3Und sie sprachen untereinander: Wohlauf, lass uns Ziegel streichen und brennen! und nahmen Ziegel zu Stein und Erdharz zu Kalk ^4und sprachen: Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, des Spitze bis an den Himmel reiche, dass wir uns einen Namen machen! denn wir werden sonst zerstreut in alle Laender. ^5Da fuhr der HERR hernieder, dass er saehe die Stadt und den Turm, die die Menschenkinder bauten. ^6Und der HERR sprach: Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen, und haben das angefangen zu tun; sie werden nicht ablassen von allem, was sie sich vorgenommen haben zu tun. ^7Wohlauf, lasst uns herniederfahren und ihre Sprache daselbst verwirren, dass keiner des andern Sprache verstehe! ^8Also zerstreute sie der HERR von dort alle Laender, dass sie mussten aufhoeren die Stadt zu bauen. ^9Daher heisst ihr Name Babel, dass der HERR daselbst verwirrt hatte aller Laender Sprache und sie zerstreut von dort in alle Laender. ^10Dies sind die Geschlechter Sems: Sem war hundert Jahre alt und zeugte Arphachsad, zwei Jahre nach der Sintflut, ^11und lebte darnach fuenfhundert Jahre und zeugte Soehne und Toechter. ^12Arphachsad war fuenfunddreissig Jahre alt und zeugte Salah ^13und lebte darnach vierhundertunddrei Jahre und zeugte Soehne und Toechter. ^14Salah war dreissig Jahre alt und zeugte Eber ^15und lebte darnach vierhundertunddrei Jahre und zeugte Soehne und Toechter. ^16Eber war vierunddreissig Jahre alt und zeugte Peleg ^17und lebte darnach vierhundertunddreissig Jahre und zeugte Soehne und Toechter. ^18Peleg war dreissig Jahre alt und zeugte Regu ^19und lebte darnach zweihundertundneun Jahre und zeugte Soehne und Toechter. ^20Regu war zweiundreissig Jahre alt und zeugte Serug ^21und lebte darnach zweihundertundsieben Jahre und zeugte Soehne und Toechter. ^22Serug war dreissig Jahre alt und zeugte Nahor ^23und lebte darnach zweihundert Jahre und zeugte Soehne und Toechter. ^24Nahor war neunundzwanzig Jahre alt und zeugte Tharah ^25und lebte darnach hundertundneunzehn Jahre und zeugte Soehne und Toechter. ^26Tharah war siebzig Jahre alt und zeugte Abram, Nahor und Haran. ^27Dies sind die Geschlechter Tharahs: Tharah zeugte Abram, Nahor und Haran. Aber Haran zeugte Lot. ^28Haran aber starb vor seinem Vater Tharah in seinem Vaterlande zu Ur in Chaldaea. ^29Da nahmen Abram und Nahor Weiber. Abrams Weib hiess Sarai, und Nahors Weib Milka, Harans Tochter, der ein Vater war der Milka und der Jiska. ^30Aber Sarai war unfruchtbar und hatte kein Kind. ^31Da nahm Tharah seinen Sohn Abram und Lot, seines Sohnes Harans Sohn, und seine Schwiegertochter Sarai, seines Sohnes Abrams Weib, und fuehrte sie aus Ur in Chaldaea, dass er ins Land Kanaan zoege; und sie kamen gen Haran und wohnten daselbst. ^32Und Tharah war zweihundertundfuenf Jahre alt und starb in Haran. __________________________________________________________________ Kapitel 12 ^1Und der HERR sprach zu Abram: Gehe aus deinem Vaterlande und von deiner Freundschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will. ^2Und ich will dich zum grossen Volk machen und will dich segnen und dir einen grossen Namen machen, und sollst ein Segen sein. ^3Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden. ^4Da zog Abram aus, wie der HERR zu ihm gesagt hatte, und Lot zog mit ihm. Abram aber ward fuenfundsiebzig Jahre alt, da er aus Haran zog. ^5Also nahm Abram sein Weib Sarai und Lot, seines Bruders Sohn, mit aller ihrer Habe, die sie gewonnen hatten, und die Seelen, die sie erworben hatten in Haran; und zogen aus, zu reisen in das Land Kanaan. Und als sie gekommen waren in dasselbe Land, ^6zog Abram durch bis an die Staette Sichem und an den Hain More; es wohnten aber zu der Zeit die Kanaaniter im Lande. ^7Da erschien der HERR dem Abram und sprach: Deinem Samen will ich dies Land geben. Und er baute daselbst einen Altar dem HERRN, der ihm erschienen war. ^8Darnach brach er auf von dort an einen Berg, der lag gegen Morgen von der Stadt Beth-El, und richtete seine Huette auf, dass er Beth-El gegen Abend und Ai gegen Morgen hatte, und baute daselbst dem HERRN einen Altar und predigte von dem Namen des HERRN. ^9Darnach zog Abram weiter und zog aus ins Mittagsland. ^10Es kam aber eine Teuerung in das Land. Da zog Abram hinab nach Aegypten, dass er sich daselbst als ein Fremdling aufhielte; denn die Teuerung war gross im Lande. ^11Und da er nahe an Aegypten kam, sprach er zu seinem Weib Sarai: Siehe, ich weiss, dass du ein schoenes Weib von Angesicht bist. ^12Wenn dich nun die Aegypter sehen werden, so werden sie sagen: Das ist sein Weib, und werden mich erwuergen, und dich leben lassen. ^13Sage doch, du seist meine Schwester, auf dass mir's wohl gehe um deinetwillen und meine Seele am Leben bleibe um deinetwillen. ^14Als nun Abram nach Aegypten kam, sahen die Aegypter das Weib, dass sie sehr schoen war. ^15Und die Fuersten des Pharao sahen sie und priesen sie vor ihm. Da ward sie in des Pharao Haus gebracht. ^16Und er tat Abram Gutes um ihretwillen. Und er hatte Schafe, Rinder, Esel, Knechte und Maegde, Eselinnen und Kamele. ^17Aber der HERR plagte den Pharao mit grossen Plagen und sein Haus um Sarais, Abrams Weibes, willen. ^18Da rief Pharao Abram zu sich und sprach zu ihm: Warum hast du mir das getan? Warum sagtest du mir's nicht, dass sie dein Weib waere? ^19Warum sprachst du denn, sie waere deine Schwester? Derhalben ich sie mir zum Weibe nehmen wollte. Und nun siehe, da hast du dein Weib; nimm sie und ziehe hin. ^20Und Pharao befahl seinen Leuten ueber ihm, dass sie ihn geleiteten und sein Weib und alles, was er hatte. __________________________________________________________________ Kapitel 13 ^1Also zog Abram herauf aus Aegypten mit seinem Weibe und mit allem, was er hatte, und Lot auch mit ihm, ins Mittagsland. ^2Abram aber war sehr reich an Vieh, Silber und Gold. ^3Und er zog immer fort von Mittag bis gen Beth-El, an die Staette, da am ersten seine Huette war, zwischen Beth-El und Ai, ^4eben an den Ort, da er zuvor den Altar gemacht hatte. Und er predigte allda den Namen des HERRN. ^5Lot aber, der mit Abram zog, der hatte auch Schafe und Rinder und Huetten. ^6Und das Land konnte es nicht ertragen, dass sie beieinander wohnten; denn ihre Habe war gross, und konnten nicht beieinander wohnen. ^7Und es war immer Zank zwischen den Hirten ueber Abrams Vieh und zwischen den Hirten ueber Lots Vieh. So wohnten auch zu der Zeit die Kanaaniter und Pheresiter im Lande. ^8Da sprach Abram zu Lot: Lass doch nicht Zank sein zwischen mir und dir und zwischen meinen und deinen Hirten; denn wir sind Gebrueder. ^9Steht dir nicht alles Land offen? Scheide dich doch von mir. Willst du zur Linken, so will ich zur Rechten; oder willst du zur Rechten, so will ich zur Linken. ^10Da hob Lot sein Augen auf und besah die ganze Gegend am Jordan. Denn ehe der HERR Sodom und Gomorra verderbte, war sie wasserreich, bis man gen Zoar kommt, als ein Garten des HERRN, gleichwie Aegyptenland. ^11Da erwaehlte sich Lot die ganze Gegend am Jordan und zog gegen Morgen. Also schied sich ein Bruder von dem andern, ^12dass Abram wohnte im Lande Kanaan und Lot in den Staedten der Jordangegend und setzte seine Huette gen Sodom. ^13Aber die Leute zu Sodom waren boese und suendigten sehr wider den HERRN. ^14Da nun Lot sich von Abram geschieden hatte, sprach der HERR zu Abram: Hebe dein Augen auf und siehe von der Staette an, da du wohnst, gegen Mittag, gegen Morgen und gegen Abend. ^15Denn alles Land, das du siehst, will ich dir geben und deinem Samen ewiglich; ^16und ich will deinen Samen machen wie den Staub auf Erden. Kann ein Mensch den Staub auf Erden zaehlen, der wird auch deinen Samen zaehlen. ^17Darum so mache dich auf und ziehe durch das Land in die Laenge und Breite; denn dir will ich's geben. ^18Also erhob Abram sein Huette, kam und wohnte im Hain Mamre, der zu Hebron ist, und baute daselbst dem HERRN einen Altar. __________________________________________________________________ Kapitel 14 ^1Und es begab sich zu der Zeit des Koenigs Amraphel von Sinear, Ariochs, des Koenigs von Ellasar, Kedor-Laomors, des Koenigs von Elam, und Thideals, des Koenigs der Heiden, ^2dass sie kriegten mit Bera, dem Koenig von Sodom, und mit Birsa, dem Koenig von Gomorra, und mit Sineab, dem Koenig von Adama, und mit Semeber, dem Koenig von Zeboim, und mit dem Koenig von Bela, das Zoar heisst. ^3Diese kamen alle zusammen in das Tal Siddim, wo nun das Salzmeer ist. ^4Denn sie waren zwoelf Jahre unter dem Koenig Kedor-Laomor gewesen, und im dreizehnten Jahr waren sie von ihm abgefallen. ^5Darum kam Kedor-Laomor und die Koenige, die mit ihm waren, im vierzehnten Jahr und schlugen die Riesen zu Astharoth-Karnaim und die Susiter zu Ham und die Emiter in dem Felde Kirjathaim ^6und die Horiter auf dem Gebirge Seir, bis El-Pharan, welches an die Wueste stoesst. ^7Darnach wandten sie um und kamen an den Born Mispat, das ist Kades, und schlugen das ganze Land der Amalekiter, dazu die Amoriter, die zu Hazezon-Thamar wohnten. ^8Da zogen aus der Koenig von Sodom, der Koenig von Gomorra, der Koenig von Adama, der Koenig von Zeboim und der Koenig von Bela, das Zoar heisst, und ruesteten sich, zu streiten im Tal Siddim ^9mit Kedor-Laomor, dem Koenig von Elam, und mit Thideal, dem Koenig der Heiden, und mit Amraphel, dem Koenig von Sinear, und mit Arioch, dem Koenig von Ellasar: vier Koenige mit fuenfen. ^10Das Tal Siddim aber hatte viel Erdharzgruben; und die Koenige von Sodom und Gomorra wurden in die Flucht geschlagen und fielen da hinein, und was uebrig blieb, floh auf das Gebirge. ^11Da nahmen sie alle Habe zu Sodom und Gomorra und alle Speise und zogen davon. ^12Sie nahmen auch mit sich Lot, Abrams Bruderssohn, und seine Habe, denn er wohnte zu Sodom, und zogen davon. ^13Da kam einer, der entronnen war, und sagte es Abram an, dem Auslaender, der da wohnte im Hain Mamres, des Amoriters, welcher ein Bruder war Eskols und Aners. Diese waren mit Abram im Bunde. ^14Als nun Abram hoerte, dass sein Bruder gefangen war, wappnete er seine Knechte, dreihundertundachtzehn, in seinem Hause geboren, und jagte ihnen nach bis gen Dan ^15und teilte sich, fiel des Nachts ueber sie mit seinen Knechten und schlug sie und jagte sie bis gen Hoba, das zur Linken der Stadt Damaskus liegt, ^16und brachte alle Habe wieder, dazu auch Lot, seinen Bruder, mit seiner Habe, auch die Weiber und das Volk. ^17Als er nun wiederkam von der Schlacht des Kedor-Laomor und der Koenige mit ihm, ging ihm entgegen der Koenig von Sodom in das Feld, das Koenigstal heisst. ^18Aber Melchisedek, der Koenig von Salem, trug Brot und Wein hervor. Und er war ein Priester Gottes des Hoechsten. ^19Und segnete ihn und sprach: Gesegnet seist du, Abram, dem hoechsten Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat; ^20und gelobt sei Gott der Hoechste, der deine Feinde in deine Hand beschlossen hat. Und demselben gab Abram den Zehnten von allem. ^21Da sprach der Koenig von Sodom zu Abram: Gib mir die Leute; die Gueter behalte dir. ^22Aber Abram sprach zu dem Koenig von Sodom: Ich hebe mein Haende auf zu dem HERRN, dem hoechsten Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat, ^23dass ich von allem, was dein ist, nicht einen Faden noch einen Schuhriemen nehmen will, dass du nicht sagst, du hast Abram reich gemacht; ^24ausgenommen, was die Juenglinge verzehrt haben; und die Maenner Aner, Eskol und Mamre, die mit mir gezogen sind, die lass ihr Teil nehmen. __________________________________________________________________ Kapitel 15 ^1Nach diesen Geschichten begab sich's, dass zu Abram geschah das Wort des HERRN im Gesicht und sprach: Fuerchte dich nicht Abram! Ich bin dein Schild und dein sehr grosser Lohn. ^2Abram sprach aber: HERR HERR, was willst du mir geben? Ich gehe dahin ohne Kinder; und dieser Elieser von Damaskus wird mein Haus besitzen. ^3Und Abram sprach weiter: Mir hast du keinen Samen gegeben; und siehe, einer von meinem Gesinde soll mein Erbe sein. ^4Und siehe, der HERR sprach zu ihm: Er soll nicht dein Erbe sein; sondern der von deinem Leib kommen wird, der soll dein Erbe sein. ^5Und er hiess ihn hinausgehen und sprach: Siehe gen Himmel und zaehle die Sterne; kannst du sie zaehlen? und sprach zu ihm: Also soll dein Same werden. ^6Abram glaubte dem HERRN, und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit. ^7Und er sprach zu ihm: Ich bin der HERR, der dich von Ur in Chaldaea ausgefuehrt hat, dass ich dir dies Land zu besitzen gebe. ^8Abram aber sprach: HERR HERR, woran soll ich merken, dass ich's besitzen werde? ^9Und er sprach zu ihm: Bringe mir eine dreijaehrige Kuh und eine dreijaehrige Ziege und einen dreijaehrigen Widder und eine Turteltaube und eine junge Taube. ^10Und er brachte ihm solches alles und zerteilte es mitten voneinander und legte einen Teil dem andern gegenueber; aber die Voegel zerteilte er nicht. ^11Und die Raubvoegel fielen auf die Aase; aber Abram scheuchte sie davon. ^12Da nun die Sonne am Untergehen war, fiel ein tiefer Schlaf auf Abram; und siehe, Schrecken und grosse Finsternis ueberfiel ihn. ^13Da sprach er zu Abram: Das sollst du wissen, dass dein Same wird fremd sein in einem Lande, das nicht sein ist; und da wird man sie zu dienen zwingen und plagen vierhundert Jahre. ^14Aber ich will richten das Volk, dem sie dienen muessen. Darnach sollen sie ausziehen mit grossem Gut. ^15Und du sollst fahren zu deinen Vaetern mit Frieden und in gutem Alter begraben werden. ^16Sie aber sollen nach vier Mannesaltern wieder hierher kommen; denn die Missetat der Amoriter ist noch nicht voll. ^17Als nun die Sonne untergegangen und es finster geworden war, siehe, da rauchte ein Ofen, und ein Feuerflamme fuhr zwischen den Stuecken hin. ^18An dem Tage machte der HERR einen Bund mit Abram und sprach: Deinem Samen will ich dies Land geben, von dem Wasser Aegyptens an bis an das grosse Wasser Euphrat: ^19die Keniter, die Kenisiter, die Kadmoniter, ^20die Hethiter, die Pheresiter, die Riesen, ^21die Amoriter, die Kanaaniter, die Girgasiter, die Jebusiter. __________________________________________________________________ Kapitel 16 ^1Sarai, Abrams Weib, gebar ihm kein Kind. Sie hatte eine aegyptische Magd, die hiess Hagar. ^2Und sie sprach zu Abram: Siehe, der HERR hat mich verschlossen, dass ich nicht gebaeren kann. Gehe doch zu meiner Magd, ob ich vielleicht aus ihr mich aufbauen moege. Und Abram gehorchte der Stimme Sarais. ^3Da nahm Sarai, Abrams Weib, ihre aegyptische Magd, Hagar, und gab sie Abram, ihrem Mann, zum Weibe, nachdem sie zehn Jahre im Lande Kanaan gewohnt hatten. ^4Und er ging zu Hagar, die ward schwanger. Als sie nun sah, dass sie schwanger war, achtete sie ihre Frau gering gegen sich. ^5Da sprach Sarai zu Abram: Du tust unrecht an mir. Ich habe meine Magd dir in die Arme gegeben; nun sie aber sieht, dass sie schwanger geworden ist, muss ich gering sein in ihren Augen. Der HERR sei Richter zwischen mir und dir. ^6Abram aber sprach zu Sarai: Siehe, deine Magd ist unter deiner Gewalt; tue mit ihr, wie dir's gefaellt. Da sie nun Sarai wollte demuetigen, floh sie von ihr. ^7Aber der Engel des HERRN fand sie bei einem Wasserbrunnen in der Wueste, naemlich bei dem Brunnen am Wege gen Sur. ^8Der sprach zu ihr: Hagar, Sarais Magd, wo kommst du her, und wo willst du hin? Sie sprach: Ich bin von meiner Frau Sarai geflohen. ^9Und der Engel des HERRN sprach zu ihr: Kehre wieder um zu deiner Frau, und demuetige dich unter ihre Hand. ^10Und der Engel des HERRN sprach zu ihr: Ich will deinen Samen also mehren, dass er vor grosser Menge nicht soll gezaehlt werden. ^11Weiter sprach der Engel des HERRN zu ihr: Siehe, du bist schwanger geworden und wirst einen Sohn gebaeren, des namen sollst du Ismael heissen, darum dass der HERR dein Elend erhoert hat. ^12Er wird ein wilder Mensch sein: seine Hand wider jedermann und jedermanns Hand wider ihn, und wird gegen alle seine Brueder wohnen. ^13Und sie hiess den Namen des HERRN, der mit ihr redete: Du Gott siehst mich. Denn sie sprach: Gewiss habe ich hier gesehen den, der mich hernach angesehen hat. ^14Darum hiess man den Brunnen einen Brunnen des Lebendigen, der mich ansieht; welcher Brunnen ist zwischen Kades und Bared. ^15Und Hagar gebar einen Sohn; und Abram hiess den Sohn, den ihm Hagar gebar, Ismael. ^16Und Abram war sechsundachtzig Jahre alt, da ihm Hagar den Ismael gebar. __________________________________________________________________ Kapitel 17 ^1Als nun Abram neunundneunzig Jahre alt war, erschien ihm der HERR und sprach zu ihm: Ich bin der allmaechtige Gott; wandle vor mir und sei fromm. ^2Und ich will meinen Bund zwischen mir und dir machen und ich will dich gar sehr mehren. ^3Da fiel Abram auf sein Angesicht. Und Gott redete weiter mit ihm und sprach: ^4Siehe, ich bin's und habe meinen Bund mit dir, und du sollst ein Vater vieler Voelker werden. ^5Darum sollst du nicht mehr Abram heissen, sondern Abraham soll dein Name sein; denn ich habe dich gemacht zum Vater vieler Voelker ^6und will dich gar sehr fruchtbar machen und will von dir Voelker machen, und sollen auch Koenige von dir kommen. ^7Und ich will aufrichten meinen Bund zwischen mir und dir und deinem Samen nach dir, bei ihren Nachkommen, dass es ein ewiger Bund sei, also dass ich dein Gott sei und deines Samens nach dir, ^8und ich will dir und deinem Samen nach dir geben das Land, darin du ein Fremdling bist, das ganze Land Kanaan, zu ewiger Besitzung, und will ihr Gott sein. ^9Und Gott sprach zu Abraham: So halte nun meinen Bund, du und dein Same nach dir, bei ihren Nachkommen. ^10Das ist aber mein Bund, den ihr halten sollt zwischen mir und euch und deinem Samen nach dir: Alles, was maennlich ist unter euch, soll beschnitten werden. ^11Ihr sollt aber die Vorhaut an eurem Fleisch beschneiden. Das soll ein Zeichen sein des Bundes zwischen mir und euch. ^12Ein jegliches Knaeblein, wenn's acht Tage alt ist, sollt ihr beschneiden bei euren Nachkommen. ^13Beschnitten werden soll alles Gesinde, das dir daheim geboren oder erkauft ist. Und also soll mein Bund an eurem Fleisch sein zum ewigen Bund. ^14Und wo ein Mannsbild nicht wird beschnitten an der Vorhaut seines Fleisches, des Seele soll ausgerottet werden aus seinem Volk, darum dass es meinen Bund unterlassen hat. ^15Und Gott sprach abermals zu Abraham: Du sollst dein Weib Sarai nicht mehr Sarai heissen, sondern Sara soll ihr Name sein. ^16Denn ich will sie segnen, und auch von ihr will ich dir einen Sohn geben; denn ich will sie segnen, und Voelker sollen aus ihr werden und Koenige ueber viele Voelker. ^17Da fiel Abraham auf sein Angesicht und lachte, und sprach in seinem Herzen: Soll mir, hundert Jahre alt, ein Kind geboren werden, und Sara, neunzig Jahre alt, gebaeren? ^18Und Abraham sprach zu Gott: Ach, dass Ismael leben sollte vor dir! ^19Da sprach Gott: Ja, Sara, dein Weib, soll dir einen Sohn gebaeren, den sollst du Isaak heissen; denn mit ihm will ich meinen ewigen Bund aufrichten und mit seinem Samen nach ihm. ^20Dazu um Ismael habe ich dich auch erhoert. Siehe, ich habe ihn gesegnet und will ihn fruchtbar machen und mehren gar sehr. Zwoelf Fuersten wird er zeugen, und ich will ihn zum grossen Volk machen. ^21Aber meinen Bund will ich aufrichten mit Isaak, den dir Sara gebaeren soll um diese Zeit im andern Jahr. ^22Und er hoerte auf, mit ihm zu reden. Und Gott fuhr auf von Abraham. ^23Da nahm Abraham seinen Sohn Ismael und alle Knechte, die daheim geboren, und alle, die erkauft, und alles, was maennlich war in seinem Hause, und beschnitt die Vorhaut an ihrem Fleisch ebendesselben Tages, wie ihm Gott gesagt hatte. ^24Und Abraham war neunundneunzig Jahre alt, da er die Vorhaut an seinem Fleisch beschnitt. ^25Ismael aber, sein Sohn, war dreizehn Jahre alt, da seines Fleisches Vorhaut beschnitten ward. ^26Eben auf einen Tag wurden sie alle beschnitten, Abraham, sein Sohn Ismael, ^27und was maennlich in seinem Hause war, daheim geboren und erkauft von Fremden; es ward alles mit ihm beschnitten. __________________________________________________________________ Kapitel 18 ^1Und der HERR erschien ihm im Hain Mamre, da sass er an der Tuer seiner Huette, da der Tag am heissesten war. ^2Und als er seine Augen aufhob und sah, siehe, da standen drei Maenner vor ihm. Und da er sie sah, lief er ihnen entgegen von der Tuer seiner Huette und bueckte sich nieder zur Erde ^3und sprach: HERR, habe ich Gnade gefunden vor deinen Augen, so gehe nicht an deinem Knecht vorueber. ^4Man soll euch ein wenig Wasser bringen und eure Fuesse waschen, und lehnt euch unter den Baum. ^5Und ich will einen Bissen Brot bringen, dass ihr euer Herz labt; darnach sollt ihr fortgehen. Denn darum seid ihr zu eurem Knecht gekommen. Sie sprachen: Tue wie du gesagt hast. ^6Abraham eilte in die Huette zu Sara und sprach: Eile und menge drei Mass Semmelmehl, knete und backe Kuchen. ^7Er aber lief zu den Rindern und holte ein zartes, gutes Kalb und gab's dem Knechte; der eilte und bereitete es zu. ^8Und er trug auf Butter und Milch und von dem Kalbe, das er zubereitet hatte, und setzte es ihnen vor und blieb stehen vor ihnen unter dem Baum, und sie assen. ^9Da sprachen sie zu ihm: Wo ist dein Weib Sara? Er antwortete: Drinnen in der Huette. ^10Da sprach er: Ich will wieder zu dir kommen ueber ein Jahr; siehe, so soll Sara, dein Weib, einen Sohn haben. Das hoerte Sara hinter ihm, hinter der Tuer der Huette. ^11Und sie waren beide, Abraham und Sara, alt und wohl betagt, also dass es Sara nicht mehr ging nach der Weiber Weise. ^12Darum lachte sie bei sich selbst und sprach: Nun ich alt bin, soll ich noch Wollust pflegen, und mein Herr ist auch alt? ^13Da sprach der HERR zu Abraham: Warum lacht Sara und spricht: Meinst du, das es wahr sei, dass ich noch gebaeren werde, so ich doch alt bin? ^14Sollte dem HERRN etwas unmoeglich sein? Um diese Zeit will ich wieder zu dir kommen ueber ein Jahr, so soll Sara einen Sohn haben. ^15Da leugnete Sara und sprach: Ich habe nicht gelacht; denn sie fuerchtete sich. Aber er sprach: Es ist nicht also; du hast gelacht. ^16Da standen die Maenner auf von dannen und wandten sich gegen Sodom; und Abraham ging mit ihnen, dass er sie geleitete. ^17Da sprach der HERR: Wie kann ich Abraham verbergen, was ich tue, ^18sintemal er ein grosses und maechtiges Volk soll werden, und alle Voelker auf Erden in ihm gesegnet werden sollen? ^19Denn ich weiss, er wird befehlen seinen Kindern und seinem Hause nach ihm, dass sie des HERRN Wege halten und tun, was recht und gut ist, auf dass der HERR auf Abraham kommen lasse, was er ihm verheissen hat. ^20Und der HERR sprach: Es ist ein Geschrei zu Sodom und Gomorra, das ist gross, und ihre Suenden sind sehr schwer. ^21Darum will ich hinabfahren und sehen, ob sie alles getan haben nach dem Geschrei, das vor mich gekommen ist, oder ob's nicht also sei, dass ich's wisse. ^22Und die Maenner wandten ihr Angesicht und gingen gen Sodom; aber Abraham blieb stehen vor dem HERRN ^23und trat zu ihm und sprach: Willst du denn den Gerechten mit dem Gottlosen umbringen? ^24Es moegen vielleicht fuenfzig Gerechte in der Stadt sein; wolltest du die umbringen und dem Ort nicht vergeben um fuenfzig Gerechter willen, die darin waeren? ^25Das sei ferne von dir, dass du das tust und toetest den Gerechten mit dem Gottlosen, dass der Gerechte sei gleich wie der Gottlose! Das sei ferne von dir, der du aller Welt Richter bist! Du wirst so nicht richten. ^26Der HERR sprach: Finde ich fuenfzig Gerechte zu Sodom in der Stadt, so will ich um ihrer willen dem ganzen Ort vergeben. ^27Abraham antwortete und sprach: Ach siehe, ich habe mich unterwunden zu reden mit dem HERRN, wie wohl ich Erde und Asche bin. ^28Es moechten vielleicht fuenf weniger den fuenfzig Gerechte darin sein; wolltest du denn die ganze Stadt verderben um der fuenf willen? Er sprach: Finde ich darin fuenfundvierzig, so will ich sie nicht verderben. ^29Und er fuhr fort mit ihm zu reden und sprach: Man moechte vielleicht vierzig darin finden. Er aber sprach: Ich will ihnen nichts tun um der vierzig willen. ^30Abraham sprach: Zuerne nicht, HERR, dass ich noch mehr rede. Man moechte vielleicht dreissig darin finden. Er aber sprach: Finde ich dreissig darin, so will ich ihnen nichts tun. ^31Und er sprach: Ach siehe, ich habe mich unterwunden mit dem HERRN zu reden. Man moechte vielleicht zwanzig darin finden. Er antwortete: Ich will sie nicht verderben um der zwanzig willen. ^32Und er sprach: Ach zuerne nicht, HERR, dass ich nur noch einmal rede. Man moechte vielleicht zehn darin finden. Er aber sprach: Ich will sie nicht verderben um der zehn willen. ^33Und der HERR ging hin, da er mit Abraham ausgeredet hatte; und Abraham kehrte wieder um an seinen Ort. __________________________________________________________________ Kapitel 19 ^1Die zwei Engel kamen gen Sodom des Abends; Lot aber sass zu Sodom unter dem Tor. Und da er sie sah, stand er auf, ihnen entgegen, und bueckte sich mit seinem Angesicht zur Erde ^2und sprach: Siehe, liebe Herren, kehrt doch ein zum Hause eures Knechtes und bleibt ueber Nacht; lasst eure Fuesse waschen, so steht ihr morgens frueh auf und zieht eure Strasse. Aber sie sprachen: Nein, sondern wir wollen ueber Nacht auf der Gasse bleiben. ^3Da noetigte er sie sehr; und sie kehrten zu ihm ein und kamen in sein Haus. Und er machte ihnen ein Mahl und buk ungesaeuerte Kuchen; und sie assen. ^4Aber ehe sie sich legten, kamen die Leute der Stadt Sodom und umgaben das ganze Haus, jung und alt, das ganze Volk aus allen Enden, ^5und forderten Lot und sprachen zu ihm: Wo sind die Maenner, die zu dir gekommen sind diese Nacht? Fuehre sie heraus zu uns, dass wir sie erkennen. ^6Lot ging heraus zu ihnen vor die Tuer und schloss die Tuer hinter sich zu ^7und sprach: Ach, liebe Brueder, tut nicht so uebel! ^8Siehe, ich habe zwei Toechter, die haben noch keinen Mann erkannt, die will ich herausgeben unter euch, und tut mit ihnen, was euch gefaellt; allein diesen Maennern tut nichts, denn darum sind sie unter den Schatten meines Daches eingegangen. ^9Sie aber sprachen: Geh hinweg! und sprachen auch: Du bist der einzige Fremdling hier und willst regieren? Wohlan, wir wollen dich uebler plagen denn jene. Und sie drangen hart auf den Mann Lot. Und da sie hinzuliefen und wollten die Tuer aufbrechen, ^10griffen die Maenner hinaus und zogen Lot hinein zu sich ins Haus und schlossen die Tuer zu. ^11Und die Maenner vor der Tuer wurden mit Blindheit geschlagen, klein und gross, bis sie muede wurden und die Tuer nicht finden konnten. ^12Und die Maenner sprachen zu Lot: Hast du noch irgend hier einen Eidam und Soehne und Toechter, und wer dir angehoert in der Stadt, den fuehre aus dieser Staette. ^13Denn wir werden diese Staette verderben, darum dass ihr Geschrei gross ist vor dem HERRN; der hat uns gesandt, sie zu verderben. ^14Da ging Lot hinaus und redete mit seinen Eidamen, die seine Toechter nehmen sollten: Macht euch auf und geht aus diesem Ort; denn der HERR wird diese Stadt verderben. Aber es war ihnen laecherlich. ^15Da nun die Morgenroete aufging, hiessen die Engel den Lot eilen und sprachen: Mache dich auf, nimm dein Weib und deine zwei Toechter, die vorhanden sind, dass du nicht auch umkommst in der Missetat dieser Stadt. ^16Da er aber verzog, ergriffen die Maenner ihn und sein Weib und seine zwei Toechter bei der Hand, darum dass der HERR ihn verschonte, und fuehrten ihn hinaus und liessen ihn draussen vor der Stadt. ^17Und als sie ihn hatten hinausgebracht, sprach er: Errette dein Seele und sieh nicht hinter dich; auch stehe nicht in dieser ganzen Gegend. Auf den Berg rette dich, dass du nicht umkommst. ^18Aber Lot sprach zu ihnen: Ach nein, Herr! ^19Siehe, dieweil dein Knecht Gnade gefunden hat vor deinen Augen, so wollest du deine Barmherzigkeit gross machen, die du an mir getan hast, dass du meine Seele am Leben erhieltest. Ich kann mich nicht auf den Berg retten; es moechte mich ein Unfall ankommen, dass ich stuerbe. ^20Siehe, da ist eine Stadt nahe, darein ich fliehen kann, und sie ist klein; dahin will ich mich retten (ist sie doch klein), dass meine Seele lebendig bleibe. ^21Da sprach er zu ihm: Siehe, ich habe auch in diesem Stueck dich angesehen, dass ich die Stadt nicht umkehre, von der du geredet hast. ^22Eile und rette dich dahin; denn ich kann nichts tun, bis dass du hineinkommst. Daher ist diese Stadt genannt Zoar. ^23Und die Sonne war aufgegangen auf Erden, da Lot nach Zoar kam. ^24Da liess der HERR Schwefel und Feuer regnen von Himmel herab auf Sodom und Gomorra ^25und kehrte die Staedte um und die ganze Gegend und alle Einwohner der Staedte und was auf dem Lande gewachsen war. ^26Und sein Weib sah hinter sich und ward zur Salzsaeule. ^27Abraham aber machte sich des Morgens frueh auf an den Ort, da er gestanden vor dem HERRN, ^28und wandte sein Angesicht gegen Sodom und Gomorra und alles Land der Gegend und schaute; und siehe, da ging Rauch auf vom Lande wie ein Rauch vom Ofen. ^29Und es geschah, da Gott die Staedte in der Gegend verderbte, gedachte er an den Abraham und geleitete Lot aus den Staedten, die er umkehrte, darin Lot wohnte. ^30Und Lot zog aus Zoar und blieb auf dem Berge mit seinen beiden Toechtern; denn er fuerchtete sich, zu Zoar zu bleiben; und blieb also in einer Hoehle mit seinen beiden Toechtern. ^31Da sprach die aeltere zu der juengeren: Unser Vater ist alt, und ist kein Mann mehr auf Erden der zu uns eingehen moege nach aller Welt Weise; ^32so komm, lass uns unserm Vater Wein zu trinken geben und bei ihm schlafen, dass wir Samen von unserm Vater erhalten. ^33Also gaben sie ihrem Vater Wein zu trinken in derselben Nacht. Und die erste ging hinein und legte sich zu ihrem Vater; und der ward's nicht gewahr, da sie sich legte noch da sie aufstand. ^34Des Morgens sprach die aeltere zu der juengeren: Siehe, ich habe gestern bei meinem Vater gelegen. Lass uns ihm diese Nacht auch Wein zu trinken geben, dass du hineingehst und legst dich zu ihm, dass wir Samen von unserm Vater erhalten. ^35Also gaben sie ihrem Vater die Nacht auch Wein zu trinken. Und die juengere machte sich auf und legte sich zu ihm; und er ward's nicht gewahr, da sie sich legte noch da sie aufstand. ^36Also wurden beide Toechter Lots schwanger von ihrem Vater. ^37Und die aeltere gebar einen Sohn, den nannte sie Moab. Von dem kommen her die Moabiter bis auf den heutigen Tag. ^38Und die juengere gebar auch einen Sohn, den hiess sie das Kind Ammi. Von dem kommen die Kinder Ammon bis auf den heutigen Tag. __________________________________________________________________ Kapitel 20 ^1Abraham aber zog von dannen ins Land gegen Mittag und wohnte zwischen Kades und Sur und ward ein Fremdling zu Gerar. ^2Er sprach aber von seinem Weibe Sara: Es ist meine Schwester. Da sandte Abimelech, der Koenig zu Gerar, nach ihr und liess sie holen. ^3Aber Gott kam zu Abimelech des Nachts im Traum und sprach zu ihm: Siehe da, du bist des Todes um des Weibes willen, das du genommen hast; denn sie ist eines Mannes Eheweib. ^4Abimelech aber hatte sie nicht beruehrt und sprach: HERR, willst du denn auch ein gerechtes Volk erwuergen? ^5Hat er nicht zu mir gesagt: Sie sei seine Schwester? Und sie hat auch gesagt: Er ist mein Bruder. Habe ich doch das getan mit einfaeltigem Herzen und unschuldigen Haenden. ^6Und Gott sprach zu ihm im Traum: Ich weiss auch, dass du mit einfaeltigem Herzen das getan hast. Darum habe ich dich auch behuetet, dass du nicht wider mich suendigtest, und habe es nicht zugegeben, dass du sie beruehrtest. ^7So gib nun dem Manne sein Weib wieder, denn er ist ein Prophet; und lass ihn fuer dich bitten, so wirst du lebendig bleiben. Wo du sie aber nicht wiedergibst, so wisse, dass du des Todes sterben musst und alles, was dein ist. ^8Da stand Abimelech des Morgens frueh auf und rief alle seine Knechte und sagte ihnen dieses alles vor ihren Ohren. Und die Leute fuerchteten sich sehr. ^9Und Abimelech rief Abraham auch und sprach zu ihm: Warum hast du uns das getan? Und was habe ich an dir gesuendigt, dass du so eine grosse Suende wolltest auf mich und mein Reich bringen? Du hast mit mir gehandelt, wie man nicht handeln soll. ^10Und Abimelech sprach weiter zu Abraham: Was hast du gesehen, dass du solches getan hast? ^11Abraham sprach: Ich dachte, vielleicht ist keine Gottesfurcht an diesem Orte, und sie werden mich um meines Weibes willen erwuergen. ^12Auch ist sie wahrhaftig meine Schwester; denn sie ist meines Vaters Tochter, aber nicht meiner Mutter Tochter, und ist mein geworden. ^13Da mich aber Gott aus meines Vaters Hause wandern hiess, sprach ich zu ihr: Die Barmherzigkeit tu an mir, dass, wo wir hinkommen, du sagst, ich sei dein Bruder. ^14Da nahm Abimelech Schafe und Rinder, Knechte und Maegde und gab sie Abraham und gab ihm wieder sein Weib Sara ^15und sprach: Siehe da, mein Land steht dir offen; wohne, wo dir's wohl gefaellt. ^16Und sprach zu Sara: Siehe da, ich habe deinem Bruder tausend Silberlinge gegeben; siehe, das soll dir eine Decke der Augen sein vor allen, die bei dir sind, und allenthalben. Und damit war ihr Recht verschafft. ^17Abraham aber betete zu Gott; da heilte Gott Abimelech und sein Weib und seine Maegde, dass sie Kinder gebaren. ^18Denn der HERR hatte zuvor hart verschlossen alle Muetter des Hauses Abimelechs um Saras, Abrahams Weibes, willen. __________________________________________________________________ Kapitel 21 ^1Und der HERR suchte heim Sara, wie er geredet hatte, und tat mit ihr, wie er geredet hatte. ^2Und Sara ward schwanger und gebar Abraham einen Sohn in seinem Alter um die Zeit, von der ihm Gott geredet hatte. ^3Und Abraham hiess seinen Sohn, der ihm geboren war, Isaak, den ihm Sara gebar, ^4und beschnitt ihn am achten Tage, wie ihm Gott geboten hatte. ^5Hundert Jahre war Abraham alt, da ihm sein Sohn Isaak geboren ward. ^6Und Sara sprach: Gott hat mir ein Lachen zugerichtet; denn wer es hoeren wird, der wird ueber mich lachen, ^7und sprach: Wer durfte von Abraham sagen, dass Sara Kinder saeuge? Denn ich habe ihm einen Sohn geboren in seinem Alter. ^8Und das Kind wuchs und ward entwoehnt; und Abraham machte ein grosses Mahl am Tage, da Isaak entwoehnt ward. ^9Und Sara sah den Sohn Hagars, der Aegyptischen, den sie Abraham geboren hatte, dass er ein Spoetter war, ^10und sprach zu Abraham: Treibe diese Magd aus mit ihrem Sohn; denn dieser Magd Sohn soll nicht erben mit meinem Sohn Isaak. ^11Das Wort gefiel Abraham sehr uebel um seines Sohnes willen. ^12Aber Gott sprach zu ihm: Lass dir's nicht uebel gefallen des Knaben und der Magd halben. Alles, was Sara dir gesagt hat, dem gehorche; denn in Isaak soll dir der Same genannt werden. ^13Auch will ich der Magd Sohn zum Volk machen, darum dass er deines Samens ist. ^14Da stand Abraham des Morgens frueh auf und nahm Brot und einen Schlauch mit Wasser und legte es Hagar auf ihre Schulter und den Knaben mit und liess sie von sich. Da zog sie hin und ging in der Wueste irre bei Beer-Seba. ^15Da nun das Wasser in dem Schlauch aus war, warf sie den Knaben unter einen Strauch ^16und ging hin und setzte sich gegenueber von fern, einen Bogenschuss weit; denn sie sprach: Ich kann nicht ansehen des Knaben Sterben. Und sie setzte sich gegenueber und hob ihre Stimme auf und weinte. ^17Da erhoerte Gott die Stimme des Knaben. Und der Engel Gottes rief vom Himmel der Hagar und sprach zu ihr: Was ist dir Hagar? Fuerchte dich nicht; denn Gott hat erhoert die Stimme des Knaben, da er liegt. ^18Steh auf, nimm den Knaben und fuehre ihn an deiner Hand; denn ich will ihn zum grossen Volk machen. ^19Und Gott tat ihr die Augen auf, dass sie einen Wasserbrunnen sah. Da ging sie hin und fuellte den Schlauch mit Wasser und traenkte den Knaben. ^20Und Gott war mit dem Knaben; der wuchs und wohnte in der Wueste und ward ein guter Schuetze. ^21Und er wohnte in der Wueste Pharan, und seine Mutter nahm ihm ein Weib aus Aegyptenland. ^22Zu der Zeit redete Abimelech und Phichol, sein Feldhauptmann, mit Abraham und sprach: Gott ist mit dir in allem, das du tust. ^23So schwoere mir nun bei Gott, dass du mir und meinen Kindern und meinen Enkeln keine Untreue erzeigen wollest, sondern die Barmherzigkeit, die ich an dir getan habe, an mir auch tust und an dem Lande, darin du ein Fremdling bist. ^24Da sprach Abraham: Ich will schwoeren. ^25Und Abraham setzte Abimelech zur Rede um des Wasserbrunnens willen, den Abimelechs Knechte hatten mit Gewalt genommen. ^26Da antwortete Abimelech: Ich habe es nicht gewusst, wer das getan hat; auch hast du mir's nicht angesagt; dazu habe ich's nicht gehoert bis heute. ^27Da nahm Abraham Schafe und Rinder und gab sie Abimelech; und sie machten beide einen Bund miteinander. ^28Und Abraham stellt sieben Laemmer besonders. ^29Da sprach Abimelech zu Abraham: Was sollen die sieben Laemmer, die du besonders gestellt hast? ^30Er antwortete: Sieben Laemmer sollst du von meiner Hand nehmen, dass sie mir zum Zeugnis seien, dass ich diesen Brunnen gegraben habe. ^31Daher heisst die Staette Beer-Seba, weil sie beide miteinander da geschworen haben. ^32Und also machten sie den Bund zu Beer-Seba. Da machten sich auf Abimelech und Phichol, sein Feldhauptmann, und zogen wieder in der Philister Land. ^33Abraham aber pflanzte Baeume zu Beer-Seba und predigte daselbst von dem Namen des HERRN, des ewigen Gottes. ^34Und er war ein Fremdling in der Philister Lande eine lange Zeit. __________________________________________________________________ Kapitel 22 ^1Nach diesen Geschichten versuchte Gott Abraham und sprach zu ihm: Abraham! Und er antwortete: Hier bin ich. ^2Und er sprach: Nimm Isaak, deinen einzigen Sohn, den du lieb hast, und gehe hin in das Land Morija und opfere ihn daselbst zum Brandopfer auf einem Berge, den ich dir sagen werde. ^3Da stand Abraham des Morgens frueh auf und guertete seinen Esel und nahm mit sich zwei Knechte und seinen Sohn Isaak und spaltete Holz zum Brandopfer, machte sich auf und ging an den Ort, davon ihm Gott gesagt hatte. ^4Am dritten Tage hob Abraham seine Augen auf und sah die Staette von ferne ^5und sprach zu seinen Knechten: Bleibt ihr hier mit dem Esel! Ich und der Knabe wollen dorthin gehen; und wenn wir angebetet haben, wollen wir wieder zu euch kommen. ^6Und Abraham nahm das Holz zum Brandopfer und legte es auf seinen Sohn Isaak; er aber nahm das Feuer und Messer in seine Hand, und gingen die beiden miteinander. ^7Da sprach Isaak zu seinem Vater Abraham: Mein Vater! Abraham antwortete: Hier bin ich mein Sohn. Und er sprach: Siehe, hier ist Feuer und Holz; wo ist aber das Schaf zum Brandopfer? ^8Abraham antwortete: Mein Sohn, Gott wird sich ersehen ein Schaf zum Brandopfer. Und gingen beide miteinander. ^9Und als sie kamen an die Staette, die ihm Gott gesagt hatte, baute Abraham daselbst einen Altar und legte das Holz darauf und band seinen Sohn Isaak, legte ihn auf den Altar oben auf das Holz ^10und reckte seine Hand aus und fasste das Messer, dass er seinen Sohn schlachtete. ^11Da rief ihm der Engel des HERRN vom Himmel und sprach: Abraham! Abraham! Er antwortete: Hier bin ich. ^12Er sprach: Lege deine Hand nicht an den Knaben und tue ihm nichts; denn nun weiss ich, dass du Gott fuerchtest und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont um meinetwillen. ^13Da hob Abraham sein Augen auf und sah einen Widder hinter sich in der Hecke mit seinen Hoernern hangen und ging hin und nahm den Widder und opferte ihn zum Brandopfer an seines Sohnes Statt. ^14Und Abraham hiess die Staette: Der HERR sieht. Daher man noch heutigestages sagt: Auf dem Berge, da der HERR sieht. ^15Und der Engel des HERRN rief Abraham abermals vom Himmel ^16und sprach: Ich habe bei mir selbst geschworen, spricht der HERR, weil du solches getan hast und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont, ^17dass ich deinen Samen segnen und mehren will wie die Sterne am Himmel und wie den Sand am Ufer des Meeres; und dein Same soll besitzen die Tore seiner Feinde; ^18und durch deinen Samen sollen alle Voelker auf Erden gesegnet werden, darum dass du meiner Stimme gehorcht hast. ^19Also kehrte Abraham wieder zu seinen Knechten; und sie machten sich auf und zogen miteinander gen Beer-Seba; und er wohnte daselbst. ^20Nach diesen Geschichten begab sich's, dass Abraham angesagt ward: Siehe, Milka hat auch Kinder geboren deinem Bruder Nahor, ^21naemlich Uz, den Erstgeborenen, und Buz, seinen Bruder, und Kemuel, von dem die Syrer kommen, ^22und Chesed und Haso und Phildas und Jedlaph und Bethuel. ^23Bethuel aber zeugte Rebekka. Diese acht gebar Milka dem Nahor, Abrahams Bruder. ^24Und sein Kebsweib, mit Namen Rehuma, gebar auch, naemlich den Tebah, Gaham, Thahas und Maacha. __________________________________________________________________ Kapitel 23 ^1Sara ward hundertsiebenundzwanzig Jahre alt ^2und starb in Kirjat-Arba, das Hebron heisst, im Lande Kanaan. Da kam Abraham, dass er sie beklagte und beweinte. ^3Darnach stand er auf von seiner Leiche und redete mit den Kindern Heth und sprach: ^4Ich bin ein Fremder und Einwohner bei euch; gebt mir ein Erbbegraebnis bei euch, dass ich meinen Toten begrabe, der vor mir liegt. ^5Da antworteten Abraham die Kinder Heth und sprachen zu ihm: ^6Hoere uns, lieber Herr! Du bist ein Fuerst Gottes unter uns, begrabe deinen Toten in unsern vornehmsten Graebern; kein Mensch soll dir unter uns wehren, dass du in seinem Grabe begrabest deinen Toten. ^7Da stand Abraham auf und bueckte sich vor dem Volk des Landes, vor den Kindern Heth. ^8Und er redete mit ihnen und sprach: Gefaellt es euch, dass ich meinen Toten, der vor mir liegt, begrabe, so hoert mich und bittet fuer mich Ephron, den Sohn Zohars, ^9dass er mir gebe seine zwiefache Hoehle, die er hat am Ende seines Ackers; er gebe sie mir um Geld, soviel sie wert ist, unter euch zum Erbbegraebnis. ^10Ephron aber sass unter den Kindern Heth. Da antwortete Ephron, der Hethiter, Abraham, dass zuhoerten die Kinder Heth, vor allen, die zu seiner Stadt Tor aus und ein gingen, und sprach: ^11Nein, mein Herr, sondern hoere mir zu! Ich schenke dir den Acker und die Hoehle darin dazu und uebergebe dir's vor den Augen der Kinder meines Volkes, zu begraben deinen Toten. ^12Da bueckte sich Abraham vor dem Volk des Landes ^13und redete mit Ephron, dass zuhoerte das Volk des Landes, und sprach: Willst du mir ihn lassen, so bitte ich, nimm von mir das Geld fuer den Acker, das ich dir gebe, so will ich meinen Toten daselbst begraben. ^14Ephron antwortete Abraham und sprach zu ihm: ^15Mein Herr, hoere doch mich! Das Feld ist vierhun dert Lot Silber wert; was ist das aber zwischen mir und dir? Begrabe nur deinen Toten! ^16Abraham gehorchte Ephron und wog ihm das Geld dar, das er gesagt hatte, dass zuhoerten die Kinder Heth, vierhundert Lot Silber, das im Kauf gang und gaebe war. ^17Also ward Ephrons Acker, darin die zwiefache Hoehle ist, Mamre gegenueber, Abraham zum eigenen Gut bestaetigt mit der Hoehle darin und mit allen Baeumen auf dem Acker umher, ^18dass die Kinder Heth zusahen und alle, die zu seiner Stadt Tor aus und ein gingen. ^19Darnach begrub Abraham Sara, sein Weib, in der Hoehle des Ackers, die zwiefach ist, Mamre gegenueber, das ist Hebron, im Lande Kanaan. ^20Also ward bestaetigt der Acker und die Hoehle darin Abraham zum Erbbegraebnis von den Kindern Heth. __________________________________________________________________ Kapitel 24 ^1Abraham ward alt und wohl betagt, und der HERR hatte ihn gesegnet allenthalben. ^2Und er sprach zu dem aeltesten Knecht seines Hauses, der allen seinen Guetern vorstand: Lege deine Hand unter meine Huefte ^3und schwoere mir bei dem HERRN, dem Gott des Himmels und der Erde, dass du meinem Sohn kein Weib nehmest von den Toechtern der Kanaaniter, unter welchen ich wohne, ^4sondern dass du ziehst in mein Vaterland und zu meiner Freundschaft und nehmest meinem Sohn Isaak ein Weib. ^5Der Knecht sprach: Wie, wenn das Weib mir nicht wollte folgen in dies Land, soll ich dann deinen Sohn wiederbringen in jenes Land, daraus du gezogen bist? ^6Abraham sprach zu ihm: Davor huete dich, dass du meinen Sohn nicht wieder dahin bringst. ^7Der HERR, der Gott des Himmels, der mich von meines Vaters Hause genommen hat und von meiner Heimat, der mir geredet hat und mir auch geschworen hat und gesagt: Dies Land will ich deinem Samen geben, der wird seine Engel vor dir her senden, dass du meinem Sohn daselbst ein Weib nehmest. ^8So aber das Weib dir nicht folgen will, so bist du dieses Eides quitt. Allein bringe meinen Sohn nicht wieder dorthin. ^9Da legte der Knecht seine Hand unter die Huefte Abrahams, seines Herrn, und schwur ihm solches. ^10Also nahm der Knecht zehn Kamele von den Kamelen seines Herrn und zog hin und hatte mit sich allerlei Gueter seines Herrn und machte sich auf und zog nach Mesopotamien zu der Stadt Nahors. ^11Da liess er die Kamele sich lagern draussen vor der Stadt bei einem Wasserbrunnen, des Abends um die Zeit, wo die Weiber pflegten herauszugehen und Wasser zu schoepfen, ^12und sprach: HERR, du Gott meines Herrn Abraham, begegne mir heute und tue Barmherzigkeit an meinem Herrn Abraham! ^13Siehe, ich stehe hier bei dem Wasserbrunnen, und der Leute Toechter in dieser Stadt werden herauskommen, Wasser zu schoepfen. ^14Wenn nun eine Dirne kommt, zu der ich spreche: Neige deinen Krug, und lass mich trinken, und sie sprechen wird: Trinke, ich will deine Kamele auch traenken: das sei die, die du deinem Diener Isaak beschert hast, und daran werde ich erkennen, dass du Barmherzigkeit an meinem Herrn getan habest. ^15Und ehe er ausgeredet hatte, siehe, da kam heraus Rebekka, Bethuels Tochter, der ein Sohn der Milka war, welche Nahors, Abrahams Bruders, Weib war, und trug einen Krug auf ihrer Achsel. ^16Und sie war eine sehr schoene Dirne von Angesicht, noch eine Jungfrau, und kein Mann hatte sie erkannt. Die stieg hinab zum Brunnen und fuellte den Krug und stieg herauf. ^17Da lief ihr der Knecht entgegen und sprach: Lass mich ein wenig Wasser aus deinem Kruge trinken. ^18Und sie sprach: Trinke, mein Herr! und eilend liess sie den Krug hernieder auf ihre Hand und gab ihm zu trinken. ^19Und da sie ihm zu trinken gegeben hatte, sprach sie: Ich will deinen Kamelen auch schoepfen, bis sie alle getrunken haben. ^20Und eilte und goss den Krug aus in die Traenke und lief abermals zum Brunnen, zu schoepfen, und schoepfte allen seinen Kamelen. ^21Der Mann aber wunderte sich ihrer und schwieg still, bis er erkennete, ob der HERR zu seiner Reise Gnade gegeben haette oder nicht. ^22Da nun die Kamele alle getrunken hatten, nahm er einen goldenen Reif, ein halbes Lot schwer, und zwei Armringe an ihre Haende, zehn Lot Goldes schwer, ^23und sprach: Wes Tochter bist du? das sage mir doch. Haben wir Raum in deines Vaters Hause, zu beherbergen? ^24Sie sprach zu ihm: Ich bin Bethuels Tochter, des Sohnes Milkas, den sie dem Nahor geboren hat, ^25und sagte weiter zu ihm: Es ist auch viel Stroh und Futter bei uns und Raum genug, zu beherbergen. ^26Da neigte sich der Mann und betete den HERRN an ^27und sprach: Gelobt sei der HERR, der Gott meines Herrn Abraham, der seine Barmherzigkeit und seine Wahrheit nicht verlassen hat an meinem Herrn; denn der HERR hat mich den Weg gefuehrt zum Hause des Bruders meines Herrn. ^28Und die Dirne lief und sagte solches alles an in ihrer Mutter Hause. ^29Und Rebekka hatte einen Bruder, der hiess Laban; und Laban lief zu dem Mann draussen bei dem Brunnen. ^30Und als er sah den Reif und die Armringe an seiner Schwester Haenden und hoerte die Worte Rebekkas, seiner Schwester, dass sie sprach: Also hat mir der Mann gesagt, kam er zu dem Mann, und siehe, er stand bei den Kamelen am Brunnen. ^31Und er sprach: Komm herein, du Gesegneter des HERRN! Warum stehst du draussen? Ich habe das Haus geraeumt und fuer die Kamele auch Raum gemacht. ^32Also fuehrte er den Mann ins Haus und zaeumte die Kamele ab und gab ihnen Stroh und Futter und Wasser, zu waschen seine Fuesse und die Fuesse der Maenner, die mit ihm waren, ^33und setzte ihnen Essen vor. Er sprach aber: Ich will nicht essen, bis dass ich zuvor meine Sache vorgebracht habe. Sie antworteten: Sage an! ^34Er sprach: Ich bin Abrahams Knecht. ^35Und der HERR hat meinen Herrn reichlich gesegnet, dass er gross geworden ist, und hat ihm Schafe und Ochsen, Silber und Gold, Knechte und Maegde, Kamele und Esel gegeben. ^36Dazu hat Sara, meines Herrn Weib, einen Sohn geboren meinem Herrn in seinem Alter; dem hat er alles gegeben, was er hat. ^37Und mein Herr hat einen Eid von mir genommen und gesagt: Du sollst meinem Sohn kein Weib nehmen von den Toechtern der Kanaaniter, in deren Land ich wohne, ^38sondern ziehe hin zu meines Vaters Hause und zu meinem Geschlecht; daselbst nimm meinem Sohn ein Weib. ^39Ich aber sprach zu meinem Herrn: Wie, wenn mir das Weib nicht folgen will? ^40Da sprach er zu mir: Der HERR, vor dem ich wandle, wird seinen Engel mit dir senden und Gnade zu deiner Reise geben, dass du meinem Sohn ein Weib nehmest von meiner Freundschaft und meines Vaters Hause. ^41Alsdann sollst du meines Eides quitt sein, wenn du zu meiner Freundschaft kommst; geben sie dir sie nicht, so bist du meines Eides quitt. ^42Also kam ich heute zum Brunnen und sprach: HERR, Gott meines Herrn Abraham, hast du Gnade zu meiner Reise gegeben, auf der ich bin, ^43siehe, so stehe ich hier bei dem Wasserbrunnen. Wenn nun eine Jungfrau herauskommt, zu schoepfen, und ich zu ihr spreche: Gib mir ein wenig Wasser zu trinken aus deinem Krug, ^44und sie wird sagen: Trinke du, ich will deinen Kamelen auch schoepfen: die sei das Weib, das der HERR meines Herrn Sohne beschert hat. ^45Ehe ich nun solche Worte ausgeredet hatte in meinem Herzen, siehe, da kommt Rebekka heraus mit einem Krug auf ihrer Achsel und geht hinab zum Brunnen und schoepft. Da sprach ich zu ihr: Gib mir zu trinken. ^46Und sie nahm eilend den Krug von ihrer Achsel und sprach: Trinke, und deine Kamele will ich auch traenken. Also trank ich, und sie traenkte die Kamele auch. ^47Und ich fragte sie und sprach: Wes Tochter bist du? Sie antwortete: Ich bin Bethuels Tochter, des Sohnes Nahors, den ihm Milka geboren hat. Da legte ich einen Reif an ihre Stirn und Armringe an ihre Haende ^48und neigte mich und betete den HERRN an und lobte den HERRN, den Gott meines Herrn Abraham, der mich den rechten Weg gefuehrt hat, dass ich seinem Sohn die Tochter nehme des Bruders meines Herrn. ^49Seid ihr nun die, so an meinem Herrn Freundschaft und Treue beweisen wollen, so sagt mir's; wo nicht, so sagt mir's auch, dass ich mich wende zur Rechten oder zur Linken. ^50Da antworteten Laban und Bethuel und sprachen: Das kommt vom HERRN; darum koennen wir nicht wider dich reden, weder Boeses noch Gutes; ^51da ist Rebekka vor dir, nimm sie und zieh hin, dass sie das Weib sei des Sohnes deines Herrn, wie der HERR geredet hat. ^52Da diese Worte hoerte Abrahams Knecht, bueckte er sich vor dem Herrn zur Erde ^53und zog hervor silberne und goldene Kleinode und Kleider und gab sie Rebekka; aber ihrem Bruder und der Mutter gab er Wuerze. ^54Da ass und trank er samt den Maennern, die mit ihm waren, und blieb ueber Nacht allda. Des Morgens aber stand er auf und sprach: Lass mich ziehen zu meinem Herrn. ^55Aber ihr Bruder und ihre Mutter sprachen: Lass doch die Dirne einen Tag oder zehn bei uns bleiben; darnach sollst du ziehen. ^56Da sprach er zu ihnen: Haltet mich nicht auf; denn der HERR hat Gnade zu meiner Reise gegeben. Lasst mich, dass ich zu meinem Herrn ziehe. ^57Da sprachen sie: Lasst uns die Dirne rufen und fragen, was sie dazu sagt. ^58Und sie riefen Rebekka und sprachen zu ihr: Willst du mit diesem Mann ziehen? Sie antwortete: Ja, ich will mit ihm. ^59Also liessen sie Rebekka, ihre Schwester, ziehen mit ihrer Amme samt Abrahams Knecht und seinen Leuten. ^60Und sie segneten Rebekka und sprachen zu ihr: Du bist unsre Schwester; wachse in vieltausendmal tausend, und dein Same besitze die Tore seiner Feinde. ^61Also machte sich Rebekka auf mit ihren Dirnen, und setzten sich auf die Kamele und zogen dem Manne nach. Und der Knecht nahm Rebekka und zog hin. ^62Isaak aber kam vom Brunnen des Lebendigen und Sehenden (denn er wohnte im Lande gegen Mittag) ^63und war ausgegangen, zu beten auf dem Felde um den Abend, und hob seine Augen auf und sah, dass Kamele daherkamen. ^64Und Rebekka hob ihre Augen auf und sah Isaak; da stieg sie eilend vom Kamel ^65und sprach zu dem Knecht: Wer ist der Mann auf dem Felde? Der Knecht sprach: Das ist mein Herr. Da nahm sie den Mantel und verhuellte sich. ^66Und der Knecht erzaehlte Isaak alle Sachen, die er ausgerichtet hatte. ^67Da fuehrte sie Isaak in die Huette seiner Mutter Sara und nahm die Rebekka und sie war sein Weib, und er gewann sie lieb. Also ward Isaak getroestet ueber seine Mutter. __________________________________________________________________ Kapitel 25 ^1Abraham nahm wieder ein Weib, die hiess Ketura. ^2Die gebar ihm Simran und Joksan, Medan und Midian, Jesbak und Suah. ^3Joksan aber zeugte Saba und Dedan. Die Kinder aber von Dedan waren: die Assuriter, die Letusiter und die Leumiter. ^4Die Kinder Midians waren: Epha, Epher, Henoch, Abida und Eldaa. Diese alle sind Kinder der Ketura. ^5Und Abraham gab all sein Gut Isaak. ^6Aber den Kindern, die er von den Kebsweibern hatte, gab er Geschenke und liess sie von seinen Sohn Isaak ziehen, dieweil er noch lebte, gegen Aufgang in das Morgenland. ^7Das aber ist Abrahams Alter, das er gelebt hat: hundertfuenfundsiebzig Jahre. ^8Und er nahm ab und starb in einem ruhigen Alter, da er alt und lebenssatt war, und ward zu seinem Volk gesammelt. ^9Und es begruben ihn die Soehne Isaak und Ismael in der zwiefachen Hoehle auf dem Acker Ephrons, des Sohnes Zohars, des Hethiters, die da liegt Mamre gegenueber, ^10in dem Felde, das Abraham von den Kindern Heth gekauft hatte. Da ist Abraham begraben mit Sara, seinem Weibe. ^11Und nach dem Tode Abrahams segnete Gott Isaak, seinen Sohn. Und er wohnte bei dem Brunnen des Lebendigen und Sehenden. ^12Dies ist das Geschlecht Ismaels, des Sohnes Abrahams, den ihm Hagar gebar, die Magd Saras aus Aegypten; ^13und das sind die Namen der Kinder Ismaels, davon ihre Geschlechter genannt sind: der erstgeborene Sohn Ismaels, Nebajoth, -Kedar, Abdeel, Mibsam, ^14Misma, Duma, Massa, ^15Hadar, Thema, Jetur, Naphis und Kedma. ^16Dies sind die Kinder Ismaels mit ihren Namen in ihren Hoefen und Zeltdoerfern, zwoelf Fuersten ueber ihre Leute. ^17Und das ist das Alter Ismaels: hundert und siebenunddreissig Jahre. Und er nahm ab und starb und ward gesammelt zu seinem Volk. ^18Und sie wohnten von Hevila an bis gen Sur vor Aegypten und bis wo man nach Assyrien geht. Er liess sich aber nieder gegen alle seine Brueder. ^19Dies ist das Geschlecht Isaaks, des Sohnes Abrahams: Abraham zeugte Isaak. ^20Isaak aber war vierzig Jahre alt, da er Rebekka zum Weibe nahm, die Tochter Bethuels, des Syrers, von Mesopotamien, Labans, des Syrers Schwester. ^21Isaak aber bat den HERRN fuer sein Weib, denn sie war unfruchtbar. Und der HERR liess sich erbitten, und Rebekka, sein Weib, ward schwanger. ^22Und die Kinder stiessen sich miteinander in ihrem Leibe. Da sprach sie: Da mir's also sollte gehen, warum bin ich schwanger geworden? und sie ging hin, den HERRN zu fragen. ^23Und der HERR sprach zu ihr: Zwei Voelker sind in deinem Leibe, und zweierlei Leute werden sich scheiden aus deinem Leibe; und ein Volk wird dem andern Ueberlegen sein, und der Aeltere wird dem Juengeren dienen. ^24Da nun die Zeit kam, dass sie gebaeren sollte, siehe, da waren Zwillinge in ihrem Leibe. ^25Der erste, der herauskam, war roetlich, ganz rauh wie ein Fell; und sie nannten ihn Esau. ^26Darnach kam heraus sein Bruder, der hielt mit seiner Hand die Ferse des Esau; und sie hiessen ihn Jakob. Sechzig Jahre alt war Isaak, da sie geboren wurden. ^27Und da nun die Knaben gross wurden, ward Esau ein Jaeger und streifte auf dem Felde, Jakob aber ein sanfter Mann und blieb in seinen Huetten. ^28Und Isaak hatte Esau lieb und ass gern von seinem Weidwerk; Rebekka aber hatte Jakob lieb. ^29Und Jakob kochte ein Gericht. Da kam Esau vom Felde und war muede ^30und sprach zu Jakob: Lass mich kosten das rote Gericht; denn ich bin muede. Daher heisst er Edom. ^31Aber Jakob sprach: Verkaufe mir heute deine Erstgeburt. ^32Esau antwortete: Siehe, ich muss doch sterben; was soll mir denn die Erstgeburt? ^33Jakob sprach: So schwoere mir heute. Und er schwur ihm und verkaufte also Jakob seine Erstgeburt. ^34Da gab ihm Jakob Brot und das Linsengericht, und er ass und trank und stand auf und ging davon. Also verachtete Esau seine Erstgeburt. __________________________________________________________________ Kapitel 26 ^1Es kam aber eine Teuerung ins Land nach der vorigen, so zu Abrahams Zeiten war. Und Isaak zog zu Abimelech, der Philister Koenig, zu Gerar. ^2Da erschien ihm der HERR und sprach: Ziehe nicht hinab nach Aegypten, sondern bleibe in dem Lande, das ich dir sage. ^3Sei ein Fremdling in diesem Lande, und ich will mit dir sein und dich segnen; denn dir und deinem Samen will ich alle diese Laender geben und will meinen Eid bestaetigen, den ich deinem Vater Abraham geschworen habe, ^4und will deinem Samen mehren wie die Sterne am Himmel und will deinem Samen alle diese Laender geben. Und durch deinen Samen sollen alle Voelker auf Erden gesegnet werden, ^5darum dass Abraham meiner Stimme gehorsam gewesen ist und hat gehalten meine Rechte, meine Gebote, meine Weise und mein Gesetz. ^6Also wohnte Isaak zu Gerar. ^7Und wenn die Leute an demselben Ort fragten nach seinem Weibe, so sprach er: Sie ist meine Schwester. Denn er fuerchtete sich zu sagen: Sie ist mein Weib; sie moechten mich erwuergen um Rebekkas willen, denn sie war schoen von Angesicht. ^8Als er nun eine Zeitlang da war, sah Abimelech, der Philister Koenig, durchs Fenster und ward gewahr, dass Isaak scherzte mit seinem Weibe Rebekka. ^9Da rief Abimelech den Isaak und sprach: Siehe, es ist dein Weib. Wie hast du denn gesagt: Sie ist meine Schwester? Isaak antwortete ihm: Ich gedachte, ich moechte vielleicht sterben muessen um ihretwillen. ^10Abimelech sprach: Warum hast du das getan? Es waere leicht geschehen, dass jemand vom Volk sich zu deinem Weibe gelegt haette, und haettest also eine Schuld auf uns gebracht. ^11Da gebot Abimelech allem Volk und sprach: Wer diesen Mann oder sein Weib antastet, der soll des Todes sterben. ^12Und Isaak saete in dem Lande und erntete desselben Jahres hundertfaeltig; denn der HERR segnete ihn. ^13Und er ward ein grosser Mann und nahm immer mehr zu, bis er sehr gross ward, ^14dass er viel Gut hatte an kleinem und grossem Vieh und ein grosses Gesinde. Darum beneideten ihn die Philister ^15und verstopften alle Brunnen, die seines Vaters Knechte gegraben hatten zur Zeit Abrahams, seines Vaters, und fuellten sie mit Erde; ^16dass auch Abimelech zu ihm sprach: Ziehe von uns, denn du bist uns zu maechtig geworden. ^17Da zog Isaak von dannen und schlug sein Gezelt auf im Grunde Gerar und wohnte allda ^18und liess die Wasserbrunnen wieder aufgraben, die sie zu Abrahams, seines Vaters, Zeiten gegraben hatten, welche die Philister verstopft hatten nach Abrahams Tod, und nannte sie mit demselben Namen mit denen sie sein Vater genannt hatte. ^19Auch gruben Isaaks Knechte im Grunde und fanden daselbst einen Brunnen lebendigen Wassers. ^20Aber die Hirten von Gerar zankten mit den Hirten Isaaks und sprachen: Das Wasser ist unser. Da hiess er den Brunnen Esek, darum dass sie ihm unrecht getan hatten. ^21Da gruben sie einen andern Brunnen. Darueber zankten sie auch, darum hiess er ihn Sitna. ^22Da machte er sich von dannen und grub einen andern Brunnen. Darueber zankten sie sich nicht; darum hiess er ihn Rehoboth und sprach: Nun hat uns der HERR Raum gemacht und uns wachsen lassen im Lande. ^23Darnach zog er von dannen gen Beer-Seba. ^24Und der HERR erschien ihm in derselben Nacht und sprach: Ich bin deines Vaters Abrahams Gott. Fuerchte dich nicht; denn ich bin mit dir und will dich segnen und deinen Samen mehren um meines Knechtes Abraham willen. ^25Da baute er einen Altar daselbst und predigte von dem Namen des HERRN und richtete daselbst seine Huette auf, und seine Knechte gruben daselbst einen Brunnen. ^26Und Abimelech ging zu ihm von Gerar, und Ahussat, sein Freund, und Phichol, sein Feldhauptmann. ^27Aber Isaak sprach zu ihnen: Warum kommt ihr zu mir? Hasst ihr mich doch und habt mich von euch getrieben. ^28Sie sprachen: Wir sehen mit sehenden Augen, dass der HERR mit dir ist. Darum sprachen wir: Es soll ein Eid zwischen uns und dir sein, und wir wollen einen Bund mit dir machen, ^29dass du uns keinen Schaden tust, gleichwie wir dir nichts denn alles Gute getan haben und dich mit Frieden haben ziehen lassen. Du aber bist nun der Gesegnete des HERRN. ^30Da machte er ihnen ein Mahl, und sie assen und tranken. ^31Und des Morgens frueh standen sie auf und schwur einer dem andern; und Isaak liess sie gehen, und sie zogen von ihm mit Frieden. ^32Desselben Tages aber kamen Isaaks Knechte und sagten ihm an von dem Brunnen, den sie gegraben hatten, und sprachen zu ihm: Wir haben Wasser gefunden. ^33Und er nannte ihn Seba; daher heisst die Stadt Beer-Seba bis auf den heutigen Tag. ^34Da Esau vierzig Jahre alt war, nahm er zum Weibe Judith, die Tochter Beeris, des Hethiters, und Basmath, die Tochter Elons, des Hethiters. ^35Die machten beide Isaak und Rebekka eitel Herzeleid. __________________________________________________________________ Kapitel 27 ^1Und es begab sich, da Isaak alt war geworden und seine Augen dunkel wurden zu sehen, rief er Esau, seinen aelteren Sohn, und sprach zu ihm: Mein Sohn! Er aber antwortete ihm: Hier bin ich. ^2Und er sprach: Siehe, ich bin alt geworden und weiss nicht, wann ich sterben soll. ^3So nimm nun dein Geraete, Koecher und Bogen, und geh aufs Feld und fange mir ein Wildbret ^4und mache mir ein Essen, wie ich's gern habe, und bringe mir's herein, dass ich esse, dass dich meine Seele segne, ehe ich sterbe. ^5Rebekka aber hoerte solche Worte, die Isaak zu seinem Sohn Esau sagte. Und Esau ging hin aufs Feld, dass er ein Wildbret jagte und heimbraechte. ^6Da sprach Rebekka zu Jakob, ihrem Sohn: Siehe, ich habe gehoert deinen Vater reden mit Esau, deinem Bruder, und sagen: ^7Bringe mir ein Wildbret und mache mir ein Essen, dass ich esse und dich segne vor dem HERRN, ehe ich sterbe. ^8So hoere nun, mein Sohn, meine Stimme, was ich dich heisse. ^9Gehe hin zur Herde und hole mir zwei gute Boecklein, dass ich deinem Vater ein Essen davon mache, wie er's gerne hat. ^10Das sollst du deinem Vater hineintragen, dass er esse, auf dass er dich segne vor seinem Tode. ^11Jakob aber sprach zu seiner Mutter Rebekka: Siehe, mein Bruder Esau ist rauh, und ich glatt; ^12so moechte vielleicht mein Vater mich betasten, und ich wuerde vor ihm geachtet, als ob ich ihn betruegen wollte, und braechte ueber mich einen Fluch und nicht einen Segen. ^13Da sprach seine Mutter zu ihm: Der Fluch sei auf mir, mein Sohn; gehorche nur meiner Stimme, gehe und hole mir. ^14Da ging er hin und holte und brachte es seiner Mutter. Da machte seine Mutter ein Essen, wie es sein Vater gern hatte, ^15und nahm Esaus, ihres aelteren Sohnes, koestliche Kleider, die sie bei sich im Hause hatte, und zog sie Jakob an, ihrem juengeren Sohn; ^16aber die Felle von den Boecklein tat sie um seine Haende, und wo er glatt war am Halse, ^17und gab also das Essen mit Brot, wie sie es gemacht hatte, in Jakobs Hand, ihres Sohnes. ^18Und er ging hinein zu seinem Vater und sprach: Mein Vater! Er antwortete: Hier bin ich. Wer bist du, mein Sohn? ^19Jakob sprach zu seinem Vater: Ich bin Esau, dein erstgeborener Sohn; ich habe getan, wie du mir gesagt hast. Steh auf, setze dich und iss von meinem Wildbret, auf dass mich deine Seele segne. ^20Isaak aber sprach zu seinem Sohn: Mein Sohn, wie hast du so bald gefunden? Er antwortete: Der HERR, dein Gott, bescherte mir's. ^21Da sprach Isaak zu Jakob: Tritt herzu, mein Sohn, dass ich dich betaste, ob du mein Sohn Esau seiest oder nicht. ^22Also trat Jakob zu seinem Vater Isaak; und da er ihn betastet hatte, sprach er: Die Stimme ist Jakobs Stimme, aber die Haende sind Esaus Haende. ^23Und er kannte ihn nicht; denn seine Haende waren rauh wie Esaus, seines Bruders, Haende. Und er segnete ihn ^24und sprach zu ihm: Bist du mein Sohn Esau? Er antwortete: Ja, ich bin's. ^25Da sprach er: So bringe mir her, mein Sohn, zu essen von deinem Wildbret, dass dich meine Seele segne. Da brachte er's ihm, und er ass, und trug ihm auch Wein hinein, und er trank. ^26Und Isaak, sein Vater, sprach zu ihm: Komm her und kuesse mich, mein Sohn. ^27Er trat hinzu und kuesste ihn. Da roch er den Geruch seiner Kleider und segnete ihn und sprach: Siehe, der Geruch meines Sohnes ist wie ein Geruch des Feldes, das der HERR gesegnet hat. ^28Gott gebe dir vom Tau des Himmels und von der Fettigkeit der Erde und Korn und Wein die Fuelle. ^29Voelker muessen dir dienen, und Leute muessen dir zu Fusse fallen. Sei ein Herr ueber deine Brueder, und deiner Mutter Kinder muessen dir zu Fusse fallen. Verflucht sei, wer dir flucht; gesegnet sei, wer dich segnet. ^30Als nun Isaak vollendet hatte den Segen ueber Jakob, und Jakob kaum hinausgegangen war von seinem Vater Isaak, da kam Esau, sein Bruder, von seiner Jagd ^31und machte auch ein Essen und trug's hinein zu seinem Vater und sprach zu ihm: Steh auf, mein Vater, und iss von dem Wildbret deines Sohnes, dass mich deine Seele segne. ^32Da antwortete ihm Isaak, sein Vater: Wer bist du? Er sprach: Ich bin Esau, dein erstgeborener Sohn. ^33Da entsetzte sich Isaak ueber die Massen sehr und sprach: Wer ist denn der Jaeger, der mir gebracht hat, und ich habe von allem gegessen, ehe du kamst, und habe ihn gesegnet? Er wird auch gesegnet bleiben. ^34Als Esau diese Rede seines Vaters hoerte, schrie er laut und ward ueber die Massen sehr betruebt und sprach zu seinem Vater: Segne mich auch, mein Vater! ^35Er aber sprach: Dein Bruder ist gekommen mit List und hat deinen Segen hinweg. ^36Da sprach er: Er heisst wohl Jakob; denn er hat mich nun zweimal ueberlistet. Meine Erstgeburt hat er dahin; und siehe, nun nimmt er auch meinen Segen. Und sprach: Hast du mir denn keinen Segen vorbehalten? ^37Isaak antwortete und sprach zu ihm: Ich habe ihn zu Herrn ueber dich gesetzt, und alle seine Brueder habe ich ihm zu Knechten gemacht, mit Korn und Wein habe ich ihn versehen; was soll ich doch dir nun tun, mein Sohn? ^38Esau sprach zu seinem Vater: Hast du denn nur einen Segen, mein Vater? Segne mich auch, mein Vater! und hob auf seine Stimme und weinte. ^39Da antwortete Isaak, sein Vater, und sprach zu ihm: Siehe da, du wirst eine Wohnung haben ohne Fettigkeit der Erde und ohne Tau des Himmels von obenher. ^40Von deinem Schwerte wirst du dich naehren und deinem Bruder dienen. Und es wird geschehen, dass du auch ein Herr sein und sein Joch von deinem Halse reissen wirst. ^41Und Esau war Jakob gram um des Segens willen, mit dem ihn sein Vater gesegnet hatte, und sprach in seinem Herzen: Es wird die Zeit bald kommen, da man um meinen Vater Leid tragen muss; dann will ich meinen Bruder Jakob erwuergen. ^42Da wurden Rebekka angesagt diese Worte ihres aelteren Sohnes Esau; und sie schickte hin und liess Jakob, ihren juengeren Sohn, rufen und sprach zu ihm: Siehe, dein Bruder Esau droht dir, dass er dich erwuergen will. ^43Und nun hoere meine Stimme, mein Sohn: Mache dich auf und fliehe zu meinem Bruder Laban gen Haran ^44und bleib eine Weile bei ihm, bis sich der Grimm deines Bruders legt ^45und bis sich sein Zorn wider dich von dir wendet und er vergisst, was du an ihm getan hast; so will ich darnach schicken und dich von dannen holen lassen. Warum sollte ich euer beider beraubt werden auf einen Tag? ^46Und Rebekka sprach zu Isaak: Mich verdriesst, zu leben vor den Toechter Heth. Wo Jakob ein Weib nimmt von den Toechter Heth wie diese, von den Toechtern des Landes, was soll mir das Leben? __________________________________________________________________ Kapitel 28 ^1Da rief Isaak seinen Sohn Jakob und segnete ihn und gebot ihm und sprach zu ihm: Nimm nicht ein Weib von den Toechtern Kanaans; ^2sondern mache dich auf und ziehe nach Mesopotamien zum Hause Bethuels, des Vaters deiner Mutter, und nimm dir ein Weib daselbst von den Toechtern Labans, des Bruders deiner Mutter. ^3Aber der allmaechtige Gott segne dich und mache dich fruchtbar und mehre dich, dass du werdest ein Haufe Voelker, ^4und gebe dir den Segen Abrahams, dir und deinem Samen mit dir, dass du besitzest das Land, darin du ein Fremdling bist, das Gott Abraham gegeben hat. ^5Also fertigte Isaak den Jakob ab, dass er nach Mesopotamien zog zu Laban, Bethuels Sohn, in Syrien, dem Bruder Rebekkas, seiner und Esaus Mutter. ^6Als nun Esau sah, dass Isaak Jakob gesegnet hatte und abgefertigt nach Mesopotamien, dass er daselbst ein Weib naehme, und dass er, indem er ihn segnete, ihm gebot und sprach: Du sollst nicht ein Weib nehmen von den Toechtern Kanaans, ^7und dass Jakob seinem Vater und seiner Mutter gehorchte und nach Mesopotamien zog, ^8sah auch, dass Isaak, sein Vater, nicht gerne sah die Toechter Kanaans: ^9ging er hin zu Ismael und nahm zu den Weibern, die er zuvor hatte, Mahalath, die Tochter Ismaels, des Sohnes Abrahams, die Schwester Nebajoths, zum Weibe. ^10Aber Jakob zog aus von Beer-Seba und reiste gen Haran ^11und kam an einen Ort, da blieb er ueber Nacht; denn die Sonne war untergegangen. Und er nahm einen Stein des Orts und legte ihn zu seinen Haeupten und legte sich an dem Ort schlafen. ^12Und ihm traeumte; und siehe, eine Leiter stand auf der Erde, die ruehrte mit der Spitze an den Himmel, und siehe, die Engel Gottes stiegen daran auf und nieder; ^13und der HERR stand obendarauf und sprach: Ich bin der HERR, Abrahams, deines Vaters, Gott und Isaaks Gott; das Land darauf du liegst, will ich dir und deinem Samen geben. ^14Und dein Same soll werden wie der Staub auf Erden, und du sollst ausgebreitet werden gegen Abend, Morgen, Mitternacht und Mittag; und durch dich und deinen Samen sollen alle Geschlechter auf Erden gesegnet werden. ^15Und siehe, ich bin mit dir und will dich behueten, wo du hin ziehst, und will dich wieder herbringen in dies Land. Denn ich will dich nicht lassen, bis dass ich tue alles, was ich dir geredet habe. ^16Da nun Jakob von seinem Schlaf aufwachte, sprach er: Gewiss ist der HERR an diesem Ort, und ich wusste es nicht; ^17und fuerchtete sich und sprach: Wie heilig ist diese Staette! Hier ist nichts anderes als Gottes Haus, und hier ist die Pforte des Himmels. ^18Und Jakob stand des Morgens frueh auf und nahm den Stein, den er zu seinen Haeupten gelegt hatte, und richtete ihn auf zu einem Mal und goss Oel obendarauf ^19und hiess die Staette Beth-El; zuvor aber hiess die Stadt Lus. ^20Und Jakob tat ein Geluebde und sprach: So Gott wird mit mir sein und mich behueten auf dem Wege, den ich reise, und mir Brot zu essen geben und Kleider anzuziehen ^21und mich in Frieden wieder heim zu meinem Vater bringen, so soll der HERR mein Gott sein; ^22und dieser Stein, den ich aufgerichtet habe zu einem Mal, soll ein Gotteshaus werden; und von allem, was du mir gibst, will ich dir den Zehnten geben. __________________________________________________________________ Kapitel 29 ^1Da hob Jakob seine Fuesse auf und ging in das Land, das gegen Morgen liegt, ^2und sah sich um, und siehe, da war ein Brunnen auf dem Felde, und siehe, drei Herden Schafe lagen dabei; denn von dem Brunnen pflegten sie die Herden zu traenken, und ein grosser Stein lag vor dem Loch des Brunnens. ^3Und sie pflegten die Herden alle daselbst zu versammeln und den Stein von dem Brunnenloch zu waelzen und die Schafe zu traenken und taten alsdann den Stein wieder vor das Loch an seine Staette. ^4Und Jakob sprach zu ihnen: Liebe Brueder, wo seid ihr her? Sie antworteten: Wir sind von Haran. ^5Er sprach zu ihnen: Kennt ihr auch Laban, den Sohn Nahors? Sie antworteten: Wir kennen ihn wohl. ^6Er sprach: Geht es ihm auch wohl? Sie antworteten: Es geht ihm wohl; und siehe, da kommt seine Tochter Rahel mit den Schafen. ^7Er sprach: Es ist noch hoher Tag und ist noch nicht Zeit das Vieh einzutreiben; traenkt doch die Schafe und geht hin und weidet sie. ^8Sie antworteten: Wir koennen nicht, bis dass alle Herden zusammengebracht werden und wir den Stein von des Brunnens Loch waelzen und also die Schafe traenken. ^9Als er noch mit ihnen redete, kam Rahel mit den Schafen ihres Vaters; denn sie huetete die Schafe. ^10Da aber Jakob sah Rahel, die Tochter Labans, des Bruders seiner Mutter, und die Schafe Labans, des Bruders seiner Mutter, trat er hinzu und waelzte den Stein von dem Loch des Brunnens und traenkte die Schafe Labans, des Bruders seiner Mutter. ^11Und er kuesste Rahel und weinte laut ^12und sagte ihr an, dass er ihres Vaters Bruder waere und Rebekkas Sohn. Da lief sie und sagte es ihrem Vater an. ^13Da aber Laban hoerte von Jakob, seiner Schwester Sohn, lief er ihm entgegen und herzte und kuesste ihn und fuehrte ihn in sein Haus. Da erzaehlte er dem Laban alle diese Sachen. ^14Da sprach Laban zu ihm: Wohlan, du bist mein Bein und mein Fleisch. Und da er einen Monat lang bei ihm gewesen war, ^15sprach Laban zu Jakob: Wiewohl du mein Bruder bist, solltest du mir darum umsonst dienen? Sage an, was soll dein Lohn sein? ^16Laban aber hatte zwei Toechter; die aeltere hiess Lea und die juengere Rahel. ^17Aber Lea hatte ein bloedes Gesicht, Rahel war huebsch und schoen. ^18Und Jakob gewann die Rahel lieb und sprach: Ich will dir sieben Jahre um Rahel, deine juengere Tochter, dienen. ^19Laban antwortete: Es ist besser, ich gebe sie dir als einem andern; bleibe bei mir. ^20Also diente Jakob um Rahel sieben Jahre, und sie deuchten ihn, als waeren's einzelne Tage, so lieb hatte er sie. ^21Und Jakob sprach zu Laban: Gib mir nun mein Weib, denn die Zeit ist hier, dass ich zu ihr gehe. ^22Da lud Laban alle Leute des Orts und machte ein Hochzeitsmahl. ^23Des Abends aber nahm er seine Tochter Lea und brachte sie zu ihm; und er ging zu ihr. ^24Und Laban gab seiner Tochter Lea seine Magd Silpa zur Magd. ^25Des Morgens aber, siehe, da war es Lea. Und er sprach zu Laban: Warum hast du mir das getan? Habe ich dir nicht um Rahel gedient? Warum hast du mich denn betrogen? ^26Laban antwortete: Es ist nicht Sitte in unserm lande, dass man die juengere ausgebe vor der aelteren. ^27Halte mit dieser die Woche aus, so will ich dir diese auch geben um den Dienst, den du bei mir noch andere sieben Jahre dienen sollst. ^28Jakob tat also und hielt die Woche aus. Da gab ihm Laban Rahel, seine Tochter, zum Weibe ^29und gab seiner Tochter Rahel seine Magd Bilha zur Magd. ^30Also ging er auch zu Rahel ein, und hatte Rahel lieber als Lea; und diente bei ihm fuerder die andern sieben Jahre. ^31Da aber der HERR sah, dass Lea unwert war, machte er sie fruchtbar; Rahel aber war unfruchtbar. ^32Und Lea ward schwanger und gebar einen Sohn; den hiess sie Ruben, und sprach: Der HERR hat angesehen mein Elend; nun wird mich mein Mann liebhaben. ^33Und ward abermals schwanger und gebar einen Sohn und sprach: Der HERR hat gehoert, dass ich unwert bin, und hat mir diesen auch gegeben. Und sie hiess ihn Simeon. ^34Abermals ward sie schwanger und gebar einen Sohn und sprach: Nun wird mein Mann mir doch zugetan sein, denn ich habe ihm drei Soehne geboren. Darum hiess sie ihn Levi. ^35Zum vierten ward sie schwanger und gebar einen Sohn und sprach: Nun will ich dem HERRN danken. Darum hiess sie ihn Juda. Und hoerte auf, Kinder zu gebaeren. __________________________________________________________________ Kapitel 30 ^1Da Rahel sah, dass sie dem Jakob kein Kind gebar, beneidete sie ihre Schwester und sprach zu Jakob: Schaffe mir Kinder, wo nicht, so sterbe ich. ^2Jakob aber ward sehr zornig auf Rahel und sprach: Bin ich doch nicht Gott, der dir deines Leibes Frucht nicht geben will. ^3Sie aber sprach: Siehe, da ist meine Magd Bilha; gehe zu ihr, dass sie auf meinen Schoss gebaere und ich doch durch sie aufgebaut werde. ^4Und sie gab ihm also Bilha, ihre Magd, zum Weibe, und Jakob ging zu ihr. ^5Also ward Bilha schwanger und gebar Jakob einen Sohn. ^6Da sprach Rahel: Gott hat meine Sache gerichtet und meine Stimme erhoert und mir einen Sohn gegeben. Darum hiess sie ihn Dan. ^7Abermals ward Bilha, Rahels Magd, schwanger und gebar Jakob den andern Sohn. ^8Da sprach Rahel: Gott hat es gewandt mit mir und meiner Schwester, und ich werde es ihr zuvortun. Und hiess ihn Naphthali. ^9Da nun Lea sah, dass sie aufgehoert hatte zu gebaeren, nahm sie ihre Magd Silpa und gab sie Jakob zum Weibe. ^10Also gebar Silpa, Leas Magd, Jakob einen Sohn. ^11Da sprach Lea: Ruestig! Und hiess ihn Gad. ^12Darnach gebar Silpa, Leas Magd, Jakob den andern Sohn. ^13Da sprach Lea: Wohl mir! denn mich werden selig preisen die Toechter. Und hiess ihn Asser. ^14Ruben ging aus zur Zeit der Weizenernte und fand Liebesaepfel auf dem Felde und brachte sie heim seiner Mutter Lea. Da sprach Rahel zu Lea: Gib mir von den Liebesaepfeln deines Sohnes einen Teil. ^15Sie antwortete: Hast du nicht genug, dass du mir meinen Mann genommen hast, und willst auch die Liebesaepfel meines Sohnes nehmen? Rahel sprach: Wohlan, lass ihn diese Nacht bei dir schlafen um die Liebesaepfel deines Sohnes. ^16Da nun Jakob des Abends vom Felde kam, ging ihm Lea hinaus entgegen und sprach: Zu mir sollst du kommen; denn ich habe dich erkauft um die Liebesaepfel meines Sohnes. Und er schlief die Nacht bei ihr. ^17Und Gott erhoerte Lea, und sie ward schwanger und gebar Jakob den fuenften Sohn ^18und sprach Gott hat mir gelohnt, dass ich meine Magd meinem Manne gegeben habe. Und hiess ihn Isaschar. ^19Abermals ward Lea schwanger und gebar Jakob den sechsten Sohn, ^20und sprach: Gott hat mich wohl beraten; nun wird mein Mann doch bei mir wohnen, denn ich habe ihm sechs Soehne geboren. Und hiess ihn Sebulon. ^21Darnach gebar sie eine Tochter, die hiess sie Dina. ^22Gott gedachte aber an Rahel und erhoerte sie und machte sie fruchtbar. ^23Da ward sie schwanger und gebar einen Sohn und sprach: Gott hat meine Schmach von mir genommen. ^24Und hiess ihn Joseph und sprach: Der HERR wolle mir noch einen Sohn dazugeben! ^25Da nun Rahel den Joseph geboren hatte, sprach Jakob zu Laban: Lass mich ziehen und reisen an meinen Ort in mein Land. ^26Gib mir meine Weiber und meine Kinder um die ich dir gedient habe, dass ich ziehe; denn du weisst, wie ich dir gedient habe. ^27Laban sprach zu ihm: Lass mich Gnade vor deinen Augen finden. Ich spuere, dass mich der HERR segnet um deinetwillen; ^28bestimme den Lohn, den ich dir geben soll. ^29Er aber sprach zu ihm: Du weisst, wie ich dir gedient habe und was du fuer Vieh hast unter mir. ^30Du hattest wenig, ehe ich her kam, nun aber ist's ausgebreitet in die Menge, und der HERR hat dich gesegnet durch meinen Fuss. Und nun, wann soll ich auch mein Haus versorgen? ^31Er aber sprach: Was soll ich dir denn geben? Jakob sprach: Du sollst mir nichts geben; sondern so du mir tun willst, was ich sage, so will ich wiederum weiden und hueten deine Schafe. ^32Ich will heute durch alle deine Herden gehen und aussondern alle gefleckten und bunten Schafe und alle schwarzen Schafe und die bunten und gefleckten Ziegen. Was nun bunt und gefleckt fallen wird, das soll mein Lohn sein. ^33So wird meine Gerechtigkeit zeugen heute oder morgen, wenn es kommt, dass ich meinen Lohn von dir nehmen soll; also dass, was nicht gefleckt oder bunt unter den Ziegen und nicht schwarz sein wird unter den Laemmern, das sei ein Diebstahl bei mir. ^34Da sprach Laban: Siehe da, es sei, wie du gesagt hast. ^35Und sonderte des Tages die sprenkligen und bunten Boecke und alle gefleckten und bunten Ziegen, wo nur was Weisses daran war, und alles, was schwarz war unter den Laemmern, und tat's unter die Hand seiner Kinder ^36und machte Raum drei Tagereisen weit zwischen sich und Jakob. Also weidete Jakob die uebrigen Herden Labans. ^37Jakob aber nahm Staebe von gruenen Pappelbaeumen, Haseln und Kastanien und schaelte weisse Streifen daran, dass an den Staeben das Weiss bloss ward, ^38und legte die Staebe, die er geschaelt hatte, in die Traenkrinnen vor die Herden, die kommen mussten, zu trinken, dass sie da empfangen sollten, wenn sie zu trinken kaemen. ^39Also empfingen die Herden ueber den Staeben und brachten Sprenklinge, Gefleckte und Bunte. ^40Da schied Jakob die Laemmer und richtete die Herde mit dem Angesicht gegen die Gefleckten und Schwarzen in der Herde Labans und machte sich eine eigene Herde, die tat er nicht zu der Herde Labans. ^41Wenn aber der Lauf der Fruehling-Herde war, legte er die Staebe in die Rinnen vor die Augen der Herde, dass sie ueber den Staeben empfingen; ^42aber in der Spaetlinge Lauf legte er sie nicht hinein. Also wurden die Spaetlinge des Laban, aber die Fruehlinge des Jakob. ^43Daher ward der Mann ueber die Massen reich, dass er viele Schafe, Maegde und Knechte, Kamele und Esel hatte. __________________________________________________________________ Kapitel 31 ^1Und es kamen vor ihn die Reden der Kinder Labans, dass sie sprachen: Jakob hat alles Gut unsers Vaters an sich gebracht, und von unsers Vaters Gut hat er solchen Reichtum zuwege gebracht. ^2Und Jakob sah an das Angesicht Labans; und siehe, es war nicht gegen ihn wie gestern und ehegestern. ^3Und der HERR sprach zu Jakob: Ziehe wieder in deiner Vaeter Land und zu deiner Freundschaft; ich will mit dir sein. ^4Da sandte Jakob hin und liess rufen Rahel und Lea aufs Feld zu seiner Herde ^5und sprach zu ihnen: Ich sehe eures Vaters Angesicht, dass es nicht gegen mich ist wie gestern und ehegestern; aber der Gott meines Vaters ist mit mir gewesen. ^6Und ihr wisst, dass ich aus allen meinen Kraeften eurem Vater gedient habe. ^7Und er hat mich getaeuscht und nun zehnmal meinen Lohn veraendert; aber Gott hat ihm nicht gestattet, dass er mir Schaden taete. ^8Wenn er sprach: Die Bunten sollen dein Lohn sein, so trug die ganze Herde Bunte. Wenn er aber sprach: Die Sprenkligen sollen dein Lohn sein, so trug die ganze Herde Sprenklinge. ^9Also hat Gott die Gueter eures Vaters ihm entwandt und mir gegeben. ^10Denn wenn die Zeit des Laufs kam, hob ich meine Augen auf und sah im Traum, und siehe, die Boecke, die auf die Herde sprangen, waren sprenklig, gefleckt und bunt. ^11Und der Engel Gottes sprach zu mir im Traum: Jakob! Und ich antwortete: Hier bin ich. ^12Er aber sprach: Hebe deine Augen, und siehe, alle Boecke, die auf die Herde springen, sind sprenklig, gefleckt und bunt; denn ich habe alles gesehen, was dir Laban tut. ^13Ich bin der Gott zu Beth-El, da du den Stein gesalbt hast und mir daselbst ein Geluebde getan. Nun mache dich auf und zieh aus diesem Land und zieh wieder in das Land deiner Freundschaft. ^14Da antworteten Rahel und Lea und sprachen zu ihm: Wir haben doch kein Teil noch Erbe mehr in unsers Vaters Hause. ^15Hat er uns doch gehalten wie die Fremden; denn er hat uns verkauft und unsern Lohn verzehrt; ^16darum hat Gott unserm Vater entwandt seinen Reichtum zu uns und unsern Kindern. Alles nun, was Gott dir gesagt hat, das tue. ^17Also machte sich Jakob auf und lud seine Kinder und Weiber auf Kamele ^18und fuehrte weg all sein Vieh und alle seine Habe, die er zu Mesopotamien erworben hatte, dass er kaeme zu Isaak, seinem Vater, ins Land Kanaan. ^19(Laban aber war gegangen sein Herde zu scheren.) Und Rahel stahl ihres Vaters Goetzen. ^20Also taeuschte Jakob den Laban zu Syrien damit, dass er ihm nicht ansagte, dass er floh. ^21Also floh er und alles, was sein war, machte sich auf und fuhr ueber den Strom und richtete sich nach dem Berge Gilead. ^22Am dritten Tage ward Laban angesagt, dass Jakob geflohen waere. ^23Und er nahm seine Brueder zu sich und jagte ihm nach sieben Tagereisen und ereilte ihn auf dem Berge Gilead. ^24Aber Gott kam zu Laban, dem Syrer, im Traum des Nachts und sprach zu ihm: Huete dich, dass du mit Jakob nicht anders redest als freundlich. ^25Und Laban nahte zu Jakob. Jakob aber hatte seine Huette aufgeschlagen auf dem Berge; und Laban mit seinen Bruedern schlug seine Huette auch auf auf dem Berge Gilead. ^26Da sprach Laban zu Jakob: Was hast du getan, dass du mich getaeuscht hast und hast meine Toechter entfuehrt, als wenn sie durchs Schwert gefangen waeren? ^27Warum bist du heimlich geflohen und hast dich weggestohlen und hast mir's nicht angesagt, dass ich dich haette geleitet mit Freuden, mit Singen mit Pauken und Harfen? ^28Und hast mich nicht lassen meine Kinder und Toechter kuessen? Nun, du hast toericht getan. ^29Und ich haette wohl so viel Macht, dass ich euch koennte Uebles tun; aber eures Vaters Gott hat gestern zu mir gesagt: Huete dich, dass du mit Jakob nicht anders als freundlich redest. ^30Und weil du denn ja wolltest ziehen und sehntest dich so sehr nach deines Vaters Hause, warum hast du mir meine Goetter gestohlen? ^31Jakob antwortete und sprach zu Laban: Ich fuerchtete mich und dachte, du wuerdest deine Toechter von mir reissen. ^32Bei welchem du aber deine Goetter findest, der sterbe hier vor unsern Bruedern. Suche das Deine bei mir und nimm's hin. Jakob wusste aber nicht, dass sie Rahel gestohlen hatte. ^33Da ging Laban in die Huetten Jakobs und Leas und der beiden Maegde, und fand nichts; und ging aus der Huette Leas in die Huette Rahels. ^34Da nahm Rahel die Goetzen und legte sie unter den Kamelsattel und setzte sich darauf. Laban aber betastete die ganze Huette und fand nichts. ^35Da sprach sie zu ihrem Vater: Mein Herr, zuerne mir nicht, denn ich kann nicht aufstehen vor dir, denn es geht mir nach der Frauen Weise. Also fand er die Goetzen nicht, wie sehr er suchte. ^36Und Jakob ward zornig und schalt Laban und sprach zu ihm: Was habe ich missgehandelt oder gesuendigt, dass du so auf mich erhitzt bist? ^37Du hast allen meinen Hausrat betastet. Was hast du von meinem Hausrat gefunden? Lege das dar vor meinen und deinen Bruedern, dass sie zwischen uns beiden richten. ^38Diese zwanzig Jahre bin ich bei dir gewesen, deine Schafe und Ziegen sind nicht unfruchtbar gewesen; die Widder deiner Herde habe ich nie gegessen; ^39was die Tiere zerrissen, brachte ich dir nicht, ich musste es bezahlen; du fordertest es von meiner Hand, es mochte mir des Tages oder des Nachts gestohlen sein. ^40Des Tages verschmachtete ich vor Hitze und des Nachts vor Frost, und kam kein Schlaf in meine Augen. ^41Also habe ich diese zwanzig Jahre in deinem Hause gedient, vierzehn um deine Toechter und sechs um deine Herde, und du hast mir meinen Lohn zehnmal veraendert. ^42Wo nicht der Gott meines Vaters, der Gott Abrahams und die Furcht Isaaks, auf meiner Seite gewesen waere, du haettest mich leer lassen ziehen. Aber Gott hat mein Elend und meine Muehe angesehen und hat dich gestern gestraft. ^43Laban antwortete und sprach zu Jakob: Die Toechter sind meine Toechter, und die Kinder sind meine Kinder, und die Herden sind meine Herden, und alles, was du siehst, ist mein. Was kann ich meinen Toechtern heute oder ihren Kindern tun, die sie geboren haben? ^44So komm nun und lass uns einen Bund machen, ich und du, der ein Zeugnis sei zwischen mir und dir. ^45Da nahm Jakob einen Stein und richtete ihn auf zu einem Mal. ^46und sprach zu seinen Bruedern: Leset Steine auf! Und sie nahmen Steine und machten einen Haufen und assen auf dem Haufen. ^47Und Laban hiess ihn Jegar-Sahadutha; Jakob aber hiess ihn Gilead. ^48Da sprach Laban: Der Haufe sei heute Zeuge zwischen mir und dir (daher heisst man ihn Gilead) ^49und sei eine Warte; denn er sprach: Der HERR sehe darein zwischen mir und dir, wenn wir voneinander kommen, ^50wo du meine Toechter bedrueckst oder andere Weiber dazunimmst ueber meine Toechter. Es ist kein Mensch hier mit uns; siehe aber, Gott ist der Zeuge zwischen mir und dir. ^51Und Laban sprach weiter zu Jakob: Siehe, das ist der Haufe, und das ist das Mal, das ich aufgerichtet habe zwischen mir und dir. ^52Derselbe Haufe sei Zeuge, und das Mal sei auch Zeuge, wenn ich herueberfahre zu dir oder du herueberfaehrst zu mir ueber diesen Haufen und dies Mal, zu beschaedigen. ^53Der Gott Abrahams und der Gott Nahors, der Gott ihres Vaters sei Richter zwischen uns. ^54Und Jakob schwur ihm bei der Furcht seines Vaters Isaak. Und Jakob opferte auf dem Berge und lud seine Brueder zum Essen. Und da sie gegessen hatten, blieben sie auf dem Berge ueber Nacht. ^55Des Morgens aber stand Laban frueh auf, kuesste seine Kinder und Toechter und segnete sie und zog hin und kam wieder an seinen Ort. __________________________________________________________________ Kapitel 32 ^1Jakob aber zog seinen Weg; und es begegneten ihm die Engel Gottes. ^2Und da er sie sah, sprach er: Es sind Gottes Heere; und hiess die Staette Mahanaim. ^3Jakob aber schickte Boten vor sich her zu seinem Bruder Esau ins Land Seir, in die Gegend Edoms, ^4und befahl ihnen und sprach: Also sagt meinem Herrn Esau: Dein Knecht Jakob laesst dir sagen: Ich bin bis daher bei Laban lange aussen gewesen ^5und habe Rinder und Esel, Schafe, Knechte und Maegde; und habe ausgesandt, dir, meinem Herrn, anzusagen, dass ich Gnade vor deinen Augen faende. ^6Die Boten kamen wieder zu Jakob und sprachen: Wir kamen zu deinem Bruder Esau; und er zieht dir auch entgegen mit vierhundert Mann. ^7Da fuerchtete sich Jakob sehr, und ihm ward bange; und teilte das Volk, das bei ihm war, und die Schafe und die Rinder und die Kamele in zwei Heere ^8und sprach: So Esau kommt auf das eine Heer und schlaegt es, so wird das uebrige entrinnen. ^9Weiter sprach Jakob: Gott meines Vaters Abraham und Gott meines Vaters Isaak, HERR, der du zu mir gesagt hast: Zieh wieder in dein Land und zu deiner Freundschaft, ich will dir wohltun! ^10ich bin zu gering aller Barmherzigkeit und aller Treue, die du an deinem Knechte getan hast; denn ich hatte nicht mehr als diesen Stab, da ich ueber den Jordan ging, und nun bin ich zwei Heere geworden. ^11Errette mich von der Hand meines Bruders, von der Hand Esaus; denn ich fuerchte mich vor ihm, dass er nicht komme und schlage mich, die Muetter samt den Kindern. ^12Du hast gesagt ich will dir wohltun und deinen Samen machen wie den Sand am Meer, den man nicht zaehlen kann vor der Menge. ^13Und er blieb die Nacht da und nahm von dem, das er vor Handen hatte, ein Geschenk fuer seinen Bruder Esau: ^14zweihundert Ziegen, zwanzig Boecke, zweihundert Schafe, zwanzig Widder ^15und dreissig saeugende Kamele mit ihren Fuellen, vierzig Kuehe und zehn Farren, zwanzig Eselinnen mit zehn Fuellen, ^16und tat sie unter die Hand seiner Knechte, je eine Herde besonders, und sprach zu ihnen: Gehet vor mir hin und lasset Raum zwischen einer Herde nach der andern; ^17und gebot dem ersten und sprach: Wenn dir mein Bruder Esau begegnet und dich fragt: Wem gehoerst du an, und wo willst du hin, und wes ist's, was du vor dir treibst? ^18sollst du sagen: Es gehoert deinem Knechte Jakob zu, der sendet Geschenk seinem Herrn Esau und zieht hinter uns her. ^19Also gebot er auch dem andern und dem dritten und allen, die den Herden nachgingen, und sprach: Wie ich euch gesagt habe, so sagt zu Esau, wenn ihr ihm begegnet; ^20und sagt ja auch: Siehe, dein Knecht Jakob ist hinter uns. Denn er gedachte: Ich will ihn versoehnen mit dem Geschenk, das vor mir her geht; darnach will ich ihn sehen, vielleicht wird er mich annehmen. ^21Also ging das Geschenk vor ihm her, aber er blieb dieselbe Nacht beim Heer ^22und stand auf in der Nacht und nahm seine zwei Weiber und die zwei Maegde und seine elf Kinder und zog an die Furt des Jabbok, ^23nahm sie und fuehrte sie ueber das Wasser, dass hinueberkam, was er hatte, ^24und blieb allein. Da rang ein Mann mit ihm, bis die Morgenroete anbrach. ^25Und da er sah, dass er ihn nicht uebermochte, ruehrte er das Gelenk seiner Huefte an; und das Gelenk der Huefte Jakobs ward ueber dem Ringen mit ihm verrenkt. ^26Und er sprach: Lass mich gehen, denn die Morgenroete bricht an. Aber er antwortete: Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn. ^27Er sprach: Wie heisst du? Er antwortete: Jakob. ^28Er sprach: Du sollst nicht mehr Jakob heissen, sondern Israel; denn du hast mit Gott und mit Menschen gekaempft und bist obgelegen. ^29Und Jakob fragte ihn und sprach: Sage doch, wie heisst du? Er aber sprach: Warum fragst du, wie ich heisse? Und er segnete ihn daselbst. ^30Und Jakob hiess die Staette Pniel; denn ich habe Gott von Angesicht gesehen, und meine Seele ist genesen. ^31Und als er an Pniel vorueberkam, ging ihm die Sonne auf; und er hinkte an seiner Huefte. ^32Daher essen die Kinder Israel keine Spannader auf dem Gelenk der Huefte bis auf den heutigen Tag, darum dass die Spannader an dem Gelenk der Huefte Jakobs angeruehrt ward. __________________________________________________________________ Kapitel 33 ^1Jakob hob seine Augen auf und sah seinen Bruder Esau kommen mit vierhundert Mann. Und er teilte seine Kinder zu Lea und Rahel und zu den beiden Maegden ^2und stellte die Maegde mit ihren Kindern vornean und Lea mit ihren Kindern hernach und Rahel mit Joseph zuletzt. ^3Und er ging vor ihnen her und neigte sich siebenmal auf die Erde, bis er zu seinem Bruder kam. ^4Esau aber lief ihm entgegen und herzte ihn und fiel ihm um den Hals und kuesste ihn; und sie weinten. ^5Und er hob seine Augen auf und sah die Weiber mit den Kindern und sprach: Wer sind diese bei dir? Er antwortete: Es sind Kinder, die Gott deinem Knecht beschert hat. ^6Und die Maegde traten herzu mit ihren Kindern und neigten sich vor ihm. ^7Lea trat auch herzu mit ihren Kindern und neigten sich vor ihm. Darnach trat Joseph und Rahel herzu und neigten sich auch vor ihm. ^8Und er sprach: Was willst du mit all dem Heere, dem ich begegnet bin? Er antwortete: Dass ich Gnade faende vor meinem Herrn. ^9Esau sprach: Ich habe genug, mein Bruder; behalte was du hast. ^10Jakob antwortete: Ach, nicht! Habe ich Gnade gefunden vor dir, so nimm mein Geschenk von meiner Hand; denn ich sah dein Angesicht, als saehe ich Gottes Angesicht; und lass dir's wohl gefallen von mir. ^11Nimm doch den Segen von mir an, den ich dir zugebracht habe; denn Gott hat mir's beschert, und ich habe alles genug. Also noetigte er ihn, dass er's nahm. ^12Und er sprach: Lass uns fortziehen und reisen, ich will mit dir ziehen. ^13Er aber sprach zu ihm: Mein Herr, du erkennest, dass ich zarte Kinder bei mir habe, dazu saeugende Schafe und Kuehe; wenn sie einen Tag uebertrieben wuerden, wuerde mir die ganze Herde sterben. ^14Mein Herr ziehe vor seinem Knechte hin. Ich will gemaechlich hintennach treiben, nach dem das Vieh und die Kinder gehen koennen, bis dass ich komme zu meinem Herrn nach Seir. ^15Esau sprach: So will ich doch etliche bei dir lassen vom Volk, das mit mir ist. Er antwortete: Was ist's vonnoeten? Lass mich nur Gnade vor meinem Herrn finden. ^16Also zog des Tages Esau wiederum seines Weges gen Seir. ^17Und Jakob zog gen Sukkoth und baute sich ein Haus und machte seinem Vieh Huetten; daher heisst die Staette Sukkoth. ^18Darnach zog Jakob mit Frieden zu der Stadt Sichems, die im Lande Kanaan liegt (nachdem er aus Mesopotamien gekommen war), und machte sein Lager vor der Stadt ^19und kaufte ein Stueck Acker von den Kindern Hemors, des Vaters Sichems, um hundert Groschen; daselbst richtete er seine Huette auf. ^20Und er richtete daselbst einen Altar zu und rief an den Namen des starken Gottes Israels. __________________________________________________________________ Kapitel 34 ^1Dina aber, Leas Tochter, die sie Jakob geboren hatte, ging heraus, die Toechter des Landes zu sehen. ^2Da die sah Sichem, Hemors Sohn, des Heviters, der des Landes Herr war, nahm er sie und lag bei ihr und schwaechte sie. ^3Und sein Herz hing an ihr, und er hatte die Dirne lieb und redete freundlich mit ihr. ^4Und Sichem sprach zu seinem Vater Hemor: Nimm mir das Maegdlein zum Weibe. ^5Und Jakob erfuhr, dass seine Tochter Dina geschaendet war; und seine Soehne waren mit dem Vieh auf dem Felde, und Jakob schwieg bis dass sie kamen. ^6Da ging Hemor, Sichems Vater, heraus zu Jakob, mit ihm zu reden. ^7Indes kamen die Soehne Jakobs vom Felde. Und da sie es hoerten, verdross es die Maenner, und sie wurden sehr zornig, dass er eine Torheit an Israel begangen und bei Jakobs Tochter gelegen hatte, denn so sollte es nicht sein. ^8Da redete Hemor mit ihnen und sprach: Meines Sohnes Sichem Herz sehnt sich nach eurer Tochter; gebt sie ihm doch zum Weibe. ^9Befreundet euch mit uns; gebt uns eure Toechter und nehmt ihr unsere Toechter ^10und wohnt bei uns. Das Land soll euch offen sein; wohnt und werbet und gewinnet darin. ^11Und Sichem sprach zu ihrem Vater und ihren Bruedern: Lasst uns Gnade bei euch finden; was ihr mir sagt, das will ich euch geben. ^12Fordert nur getrost von mir Morgengabe und Geschenk, ich will's geben, wie ihr heischt; gebt mir nur die Dirne zum Weibe. ^13Da antworteten Jakobs Soehne dem Sichem und seinem Vater Hemor betrueglich, darum dass ihre Schwester Dina geschaendet war, ^14und sprachen zu ihnen: Wir koennen das nicht tun, dass wir unsere Schwester einem unbeschnittenem Mann geben; denn das waere uns eine Schande. ^15Doch dann wollen wir euch zu Willen sein, so ihr uns gleich werdet und alles, was maennlich unter euch ist, beschnitten werde; ^16dann wollen wir unsere Toechter euch geben und eure Toechter uns nehmen und bei euch wohnen und ein Volk sein. ^17Wo ihr aber nicht darein willigen wollt, euch zu beschneiden, so wollen wir unsere Tochter nehmen und davonziehen. ^18Die Rede gefiel Hemor und seinem Sohn wohl. ^19Und der Juengling verzog nicht, solches zu tun; denn er hatte Lust zu der Tochter Jakobs. Und er war herrlich gehalten ueber alle in seines Vaters Hause. ^20Da kamen sie nun, Hemor und sein Sohn Sichem, unter der Stadt Tor und redeten mit den Buergern der Stadt und sprachen: ^21Diese Leute sind friedsam bei uns und wollen im Lande wohnen und werben; so ist nun das Land weit genug fuer sie. Wir wollen uns ihre Toechter zu Weibern nehmen und ihnen unser Toechter geben. ^22Aber dann wollen sie uns zu Willen sein, dass sie bei uns wohnen und ein Volk mit uns werden, wo wir alles, was maennlich unter uns ist, beschneiden, gleich wie sie beschnitten sind. ^23Ihr Vieh und ihre Gueter und alles, was sie haben, wird unser sein, so wir nur ihnen zu Willen werden, dass sie bei uns wohnen. ^24Und sie gehorchten dem Hemor und Sichem, seinem Sohn, alle, die zu seiner Stadt Tor aus und ein gingen, und beschnitten alles, was maennlich war, das zu dieser Stadt aus und ein ging. ^25Und am dritten Tage, da sie Schmerzen hatten, nahmen die zwei Soehne Jakobs, Simeon und Levi, der Dina Brueder, ein jeglicher sein Schwert und gingen kuehn in die Stadt und erwuergten alles, was maennlich war. ^26und erwuergten auch Hemor und seinen Sohn Sichem mit der Schaerfe des Schwerts und nahmen ihre Schwester Dina aus dem Hause Sichems und gingen davon. ^27Da kamen die Soehne Jakobs ueber die erschlagenen und pluenderten die Stadt, darum dass sie hatten ihre Schwester geschaendet. ^28Und nahmen ihre Schafe, Rinder, Esel und was in der Stadt und auf dem Felde war ^29und alle ihre Habe; alle Kinder und Weiber nahmen sie gefangen, und pluenderten alles, was in den Haeusern war. ^30Und Jakob sprach zu Simeon und Levi: Ihr habt mir Unglueck zugerichtet und mich stinkend gemacht vor den Einwohnern dieses Landes, den Kanaanitern und Pheresitern; und ich bin ein geringer Haufe. Wenn sie sich nun versammeln ueber mich, so werden sie mich schlagen. Also werde ich vertilgt samt meinem Hause. ^31Sie antworteten aber: Sollten sie denn mit unsrer Schwester wie mit einer Hure handeln? __________________________________________________________________ Kapitel 35 ^1Und Gott sprach zu Jakob: Mache dich auf und ziehe gen Beth-El und wohne daselbst und mache daselbst einen Altar dem Gott, der dir erschien, da du flohest vor deinem Bruder Esau. ^2Da sprach Jakob zu seinem Hause und zu allen, die mit ihm waren: Tut von euch fremde Goetter, so unter euch sind, und reinigt euch und aendert eure Kleider ^3und lasst uns auf sein und gen Beth-El ziehen, dass ich daselbst einen Altar mache dem Gott, der mich erhoert hat zur Zeit meiner Truebsal und ist mit mir gewesen auf dem Wege, den ich gezogen bin. ^4Da gaben sie ihm alle fremden Goetter, die unter ihren Haenden waren, und ihre Ohrenspangen; und er vergrub sie unter einer Eiche, die neben Sichem stand. ^5Und sie zogen aus. Und es kam die Furcht Gottes ueber die Staedte, die um sie her lagen, dass sie den Soehnen Jakobs nicht nachjagten. ^6Also kam Jakob gen Lus im Lande Kanaan, das da Beth-El heisst, samt all dem Volk, das mit ihm war, ^7und baute daselbst einen Altar und hiess die Staette El-Beth-El, darum dass ihm daselbst Gott offenbart war, da er floh vor seinem Bruder. ^8Da starb Debora, der Rebekka Amme, und ward begraben unterhalb Beth-El unter der Eiche; die ward genannt die Klageeiche. ^9Und Gott erschien Jakob abermals, nachdem er aus Mesopotamien gekommen war, und segnete ihn ^10und sprach zu ihm: Du heisst Jakob; aber du sollst nicht mehr Jakob heissen, sondern Israel sollst du heissen. Und also heisst man ihn Israel. ^11Und Gott sprach zu ihm: Ich bin der allmaechtige Gott; sei fruchtbar und mehre dich; Voelker und Voelkerhaufen sollen von dir kommen, und Koenige sollen aus deinen Lenden kommen; ^12und das Land, das ich Abraham und Isaak gegeben habe, will ich dir geben und will's deinem Samen nach dir geben. ^13Also fuhr Gott auf von ihm von dem Ort, da er mit ihm geredet hatte. ^14Jakob aber richtete ein steinernes Mal auf an dem Ort, da er mit ihm geredet hatte, und goss ein Trankopfer darauf und begoss es mit Oel. ^15Und Jakob hiess den Ort, da Gott mit ihm geredet hatte, Beth-El. ^16Und sie zogen von Beth-El. Und da noch ein Feld Weges war von Ephrath, da gebar Rahel. ^17Und es kam sie hart an ueber der Geburt. Da aber die Geburt so schwer ward, sprach die Wehmutter zu ihr: Fuerchte dich nicht, denn diesen Sohn wirst du auch haben. ^18Da ihr aber die Seele ausging, dass sie sterben musste, hiess sie ihn Ben-Oni; aber sein Vater hiess ihn Ben-Jamin. ^19Also starb Rahel und ward begraben an dem Wege gen Ephrath, das nun heisst Bethlehem. ^20Und Jakob richtete ein Mal auf ueber ihrem Grabe; dasselbe ist das Grabmal Rahels bis auf diesen Tag. ^21Und Israel zog aus und richtete seine Huette auf jenseit des Turms Eder. ^22Und es begab sich, da Israel im Lande wohnte, ging Ruben hin und schlief bei Bilha, seines Vaters Kebsweib; und das kam vor Israel. Es hatte aber Jakob zwoelf Soehne. ^23Die Soehne Leas waren diese: Ruben, der erstgeborene Sohn Jakobs, Simeon, Levi, Juda, Isaschar und Sebulon; ^24die Soehne Rahel waren: Joseph und Benjamin; ^25die Soehne Bilhas, Rahels Magd: Dan und Naphthali; ^26die Soehne Silpas, Leas Magd: Gad und Asser. Das sind die Soehne Jakobs, die ihm geboren sind in Mesopotamien. ^27Und Jakob kam zu seinem Vater Isaak gen Mamre zu Kirjat-Arba, das da heisst Hebron, darin Abraham und Isaak Fremdlinge gewesen sind. ^28Und Isaak ward hundertundachtzig Jahre alt ^29und nahm ab und starb und ward versammelt zu seinem Volk, alt und des Lebens satt. Und seine Soehne Esau und Jakob begruben ihn. __________________________________________________________________ Kapitel 36 ^1Das ist das Geschlecht Esaus, der da heisst Edom. ^2Esau nahm Weiber von den Toechtern Kanaans: Ada, die Tochter Elons, des Hethiters, und Oholibama, die Tochter des Ana, die Enkelin des Zibeons, des Heviters, ^3und Basmath, Ismaels Tochter, Nebajoths Schwester. ^4Und Ada gebar dem Esau Eliphas, aber Basmath gebar Reguel. ^5Oholibama gebar Jehus, Jaelam und Korah. Das sind Esaus Kinder, die ihm geboren sind im Lande Kanaan. ^6Und Esau nahm seine Weiber, Soehne und Toechter und alle Seelen seines Hauses, seine Habe und alles Vieh mit allen Guetern, so er im Lande Kanaan erworben hatte, und zog in ein ander Land, hinweg von seinem Bruder Jakob. ^7Denn ihre Habe war zu gross, dass sie nicht konnten beieinander wohnen; und das Land darin sie Fremdlinge waren, vermochte sie nicht zu ertragen vor der Menge ihres Viehs. ^8Also wohnte Esau auf dem Gebirge Seir. Und Esau ist der Edom. ^9Dies ist das Geschlecht Esaus, von dem die Edomiter herkommen, auf dem Gebirge Seir. ^10Und so heissen die Kinder Esaus: Eliphas, der Sohn Adas, Esaus Weibes; Reguel, der Sohn Basmaths, Esaus Weibes. ^11Des Eliphas Soehne aber waren diese: Theman, Omar, Zepho, Gaetham und Kenas. ^12Und Thimna war ein Kebsweib des Eliphas, Esaus Sohnes; die gebar ihm Amalek. Das sind die Kinder von Ada, Esaus Weib. ^13Die Kinder aber Reguels sind diese: Nahath, Serah, Samma, Missa. Das sind die Kinder von Basmath, Esaus Weib. ^14Die Kinder aber von Oholibama, Esaus Weib, der Tochter des Ana, der Enkelin Zibeons, sind diese, die sie dem Esau gebar: Jehus, Jaelam und Korah. ^15Das sind die Fuersten unter den Kindern Esaus. Die Kinder des Eliphas, des ersten Sohnes Esaus: der Fuerst Theman, der Fuerst Omar, der Fuerst Zepho, der Fuerst Kenas, ^16der Fuerst Korah, der Fuerst Gaetham, der Fuerst Amalek. Das sind die Fuersten von Eliphas im Lande Edom und sind Kinder der Ada. ^17Und das sind die Kinder Reguels, Esaus Sohnes: der Fuerst Nahath, der Fuerst Serah, der Fuerst Samma, der Fuerst Missa. Das sind die Fuersten von Reguel im Lande der Edomiter und sind Kinder von der Basmath, Esaus Weib. ^18Das sind die Kinder Oholibamas, Esaus Weibes: der Fuerst Jehus, der Fuerst Jaelam, der Fuerst Korah. Das sind die Fuersten von Oholibama, der Tochter des Ana, Esaus Weib. ^19Das sind die Kinder und ihre Fuersten. Er ist der Edom. ^20Die Kinder aber von Seir, dem Horiter, die im Lande wohnten, sind diese: Lotan, Sobal, Zibeon, Ana, Dison, Ezer und Disan. ^21Das sind die Fuersten der Horiter, Kinder des Seir, im Lande Edom. ^22Aber des Lotan Kinder waren diese: Hori, Heman; und Lotans Schwester hiess Thimna. ^23Die Kinder von Sobal waren diese: Alwan, Manahath, Ebal, Sepho und Onam. ^24Die Kinder von Zibeon waren diese: Aja und Ana. Das ist der Ana, der in der Wueste die warmen Quellen fand, da er seines Vaters Zibeon Esel huetete. ^25Die Kinder aber Anas waren: Dison und Oholibama, das ist die Tochter Anas. ^26Die Kinder Disons waren: Hemdan, Esban, Jethran und Cheran. ^27Die Kinder Ezers waren: Bilhan, Sawan und Akan. ^28Die Kinder Disans waren: Uz und Aran. ^29Dies sind die Fuersten der Horiter: der Fuerst Lotan, der Fuerst Sobal, der Fuerst Zibeon, der Fuerst Ana, ^30der Fuerst Dison, der Fuerst Ezer, der Fuerst Disan. Das sind die Fuersten der Horiter, die regiert haben im Lande Seir. ^31Die Koenige aber, die im Lande Edom regiert haben, ehe denn die Kinder Israel Koenige hatten, sind diese: ^32Bela war Koenig in Edom, ein Sohn Beors, und seine Stadt hiess Dinhaba. ^33Und da Bela starb, ward Koenig an seiner Statt Jobab, ein Sohn Serahs von Bozra. ^34Da Jobab starb, ward an seiner Statt Koenig Husam aus der Themaniter Lande. ^35Da Husam starb, ward Koenig an seiner Statt Hadad, ein Sohn Bedads, der die Midianiter schlug auf der Moabiter Felde; und seine Stadt hiess Awith. ^36Da Hadad starb, regierte Samla von Masrek. ^37Da Samla starb, ward Saul Koenig, von Rehoboth am Strom. ^38Da Saul starb, ward an seiner Statt Koenig Baal-Hanan, der Sohn Achbors. ^39Da Baal-Hanan, Achbors Sohn, starb, ward an seiner Statt Koenig Hadar; und seine Stadt hiess Pagu, und sein Weib Mehetabeel, eine Tochter Matreds, die Mesahabs Tochter war. ^40Also heissen die Fuersten von Esau in ihren Geschlechtern, Oertern und Namen: der Fuerst Thimna, der Fuerst Alwa, der Fuerst Jetheth, ^41der Fuerst Oholibama, der Fuerst Ela, der Fuerst Pinon, ^42der Fuerst Kenas, der Fuerst Theman, der Fuerst Mibzar, ^43der Fuerst Magdiel, der Fuerst Iram. Das sind die Fuersten in Edom, wie sie gewohnt haben in ihrem Erblande. Das ist Esau, der Vater der Edomiter. __________________________________________________________________ Kapitel 37 ^1Jakob aber wohnte im Lande, darin sein Vater ein Fremdling gewesen war, im Lande Kanaan. ^2Und dies sind die Geschlechter Jakobs: Joseph war siebzehn Jahre alt, da er ein Hirte des Viehs ward mit seinen Bruedern; und der Knabe war bei den Kinder Bilhas und Silpas, der Weiber seines Vaters, und brachte vor ihren Vater, wo ein boeses Geschrei wider sie war. ^3Israel aber hatte Joseph lieber als alle seine Kinder, darum dass er ihn im Alter gezeugt hatte; und machte ihm einen bunten Rock. ^4Da nun seine Brueder sahen, dass ihn ihr Vater lieber hatte als alle seine Brueder, waren sie ihm feind und konnten ihm kein freundlich Wort zusprechen. ^5Dazu hatte Joseph einmal einen Traum und sagte zu seinen Bruedern davon; da wurden sie ihm noch feinder. ^6Denn er sprach zu ihnen: Hoeret doch, was mir getraeumt hat: ^7Mich deuchte, wir banden Garben auf dem Felde, und meine Garbe richtete sich auf und stand, und eure Garben umher neigten sich vor meiner Garbe. ^8Da sprachen seine Brueder zu ihm: Solltest du unser Koenig werden und ueber uns herrschen? und sie wurden ihm noch feinder um seines Traumes und seiner Rede willen. ^9Und er hatte noch einen andern Traum, den erzaehlte er seinen Bruedern und sprach: Siehe, ich habe einen Traum gehabt: Mich deuchte, die Sonne und der Mond und elf Sterne neigten sich vor mir. ^10Und da das seinem Vater und seinen Bruedern gesagt ward, strafte ihn sein Vater und sprach zu ihm: Was ist das fuer ein Traum, der dir getraeumt hat? Soll ich und deine Mutter und deine Brueder kommen und vor dir niederfallen? ^11Und seine Brueder beneideten ihn. Aber sein Vater behielt diese Worte. ^12Da nun seine Brueder hingingen, zu weiden das Vieh ihres Vaters in Sichem, ^13sprach Israel zu Joseph: Hueten nicht deine Brueder das Vieh in Sichem? Komm, ich will dich zu ihnen senden. Er aber sprach: Hier bin ich. ^14Und er sprach: Gehe hin und sieh, ob's wohl stehe um deine Brueder und um das Vieh, und sage mir wieder Antwort. Und er sandte ihn aus dem Tal Hebron, dass er gen Sichem ginge. ^15Da fand ihn ein Mann, dass er irreging auf dem Felde; der fragte ihn und sprach: Wen suchst du? ^16Er antwortete: Ich suche meine Brueder; sage mir doch an, wo sie hueten. ^17Der Mann sprach: Sie sind von dannen gezogen; denn ich hoerte, dass sie sagten: Lasst uns gen Dothan gehen. Da folgte Joseph seinen Bruedern nach und fand sie zu Dothan. ^18Als sie ihn nun sahen von ferne, ehe er denn nahe zu ihnen kam machten sie einen Anschlag, dass sie ihn toeteten, ^19und sprachen untereinander: Seht, der Traeumer kommt daher. ^20So kommt nun und lasst uns ihn erwuergen und in eine Grube werfen und sagen, ein boeses Tier habe ihn gefressen, so wird man sehen, was seine Traeume sind. ^21Da das Ruben hoerte, wollte er ihn aus ihren Haenden erretten, und sprach: Lasst uns ihn nicht toeten. ^22Und weiter sprach Ruben zu ihnen: Vergiesst nicht Blut, sondern werft ihn in die Grube, die in der Wueste ist, und legt die Hand nicht an ihn. Er wollte ihn aber aus ihrer Hand erretten, dass er ihn seinem Vater wiederbraechte. ^23Als nun Joseph zu seinen Bruedern kam, zogen sie ihm seinen Rock, den bunten Rock, aus, den er anhatte, ^24und nahmen ihn und warfen ihn in die Grube; aber die Grube war leer und kein Wasser darin. ^25Und setzten sich nieder, zu essen. Indes hoben sie ihre Augen auf und sahen einen Haufen Ismaeliter kommen von Gilead mit ihren Kamelen; die trugen Wuerze, Balsam und Myrrhe und zogen hinab nach Aegypten. ^26Da sprach Juda zu seinen Bruedern: Was hilft's uns, dass wir unseren Bruder erwuergen und sein Blut verbergen? ^27Kommt, lasst uns ihn den Ismaeliten verkaufen, dass sich unsre Haende nicht an ihm vergreifen; denn er ist unser Bruder, unser Fleisch und Blut. Und sie gehorchten ihm. ^28Und da die Midianiter, die Kaufleute, vorueberreisten, zogen sie ihn heraus aus der Grube und verkauften ihn den Ismaeliten um zwanzig Silberlinge; die brachte ihn nach Aegypten. ^29Als nun Ruben wieder zur Grube kam und fand er Joseph nicht darin, zerriss er sein Kleid ^30und kam wieder zu seinen Bruedern und sprach: Der Knabe ist nicht da! Wo soll ich hin? ^31Da nahmen sie Josephs Rock und schlachteten einen Ziegenbock und tauchten den Rock ins Blut ^32und schickten den bunten Rock hin und liessen ihn ihrem Vater bringen und sagen: Diesen haben wir gefunden; sieh, ob's deines Sohnes Rock sei oder nicht. ^33Er erkannte ihn aber und sprach: Es ist meines Sohnes Rock; ein boeses Tier hat ihn gefressen, ein reissendes Tier hat Joseph zerrissen. ^34Und Jakob zerriss sein Kleider und legte einen Sack um seine Lenden und trug Leid um seinen Sohn lange Zeit. ^35Und alle seine Soehne und Toechter traten auf, dass sie ihn troesteten; aber er wollte sich nicht troesten lassen und sprach: Ich werde mit Leid hinunterfahren in die Grube zu meinem Sohn. Und sein Vater beweinte ihn. ^36Aber die Midianiter verkauften ihn in Aegypten dem Potiphar, des Pharao Kaemmerer und Hauptmann der Leibwache. __________________________________________________________________ Kapitel 38 ^1Es begab sich um dieselbe Zeit, dass Juda hinabzog von seinen Bruedern und tat sich zu einem Mann von Adullam, der hiess Hira. ^2Und Juda sah daselbst eines Kanaaniter-Mannes Tochter, der hiess Sua, und nahm sie. Und da er zu ihr einging, ^3ward sie schwanger und gebar einen Sohn, den hiess er Ger. ^4Und sie ward abermals schwanger und gebar einen Sohn, den hiess sie Onan. ^5Sie gebar abermals einen Sohn, den hiess sie Sela; und er war zu Chesib, da sie ihn gebar. ^6Und Juda gab seinem ersten Sohn, Ger, ein Weib, die hiess Thamar. ^7Aber Ger war boese vor dem HERRN; darum toetete ihn der HERR. ^8Da sprach Juda zu Onan: Gehe zu deines Bruders Weib und nimm sie zur Ehe, dass du deinem Bruder Samen erweckest. ^9Aber da Onan wusste, dass der Same nicht sein eigen sein sollte, wenn er einging zu seines Bruders Weib, liess er's auf die Erde fallen und verderbte es, auf dass er seinem Bruder nicht Samen gaebe. ^10Da gefiel dem HERRN uebel, was er tat, und er toetete ihn auch. ^11Da sprach Juda zu seiner Schwiegertochter Thamar: Bleibe eine Witwe in deines Vaters Hause, bis mein Sohn Sela gross wird. Denn er gedachte, vielleicht moechte er auch sterben wie seine Brueder. Also ging Thamar hin und blieb in ihres Vaters Hause. ^12Da nun viele Tage verlaufen waren, starb des Sua Tochter, Juda's Weib. Und nachdem Juda ausgetrauert hatte, ging er hinauf seine Schafe zu scheren, gen Thimnath mit seinem Freunde Hira von Adullam. ^13Da ward der Thamar angesagt: Siehe, dein Schwiegervater geht hinauf gen Thimnath, seine Schafe zu scheren. ^14Da legte sie die Witwenkleider von sich, die sie trug, deckte sich mit einem Mantel und verhuellte sich und setzte sich vor das Tor von Enaim an dem Wege gen Thimnath; denn sie sah, dass Sela war gross geworden, und sie ward ihm nicht zum Weibe gegeben. ^15Da sie nun Juda sah, meinte er, sie waere eine Hure; denn sie hatte ihr Angesicht verdeckt. ^16Und er machte sich zu ihr am Wege und sprach: Lass mich doch zu dir kommen; denn er wusste nicht, dass es seine Schwiegertochter waere. Sie antwortete: Was willst du mir geben, dass du zu mir kommst? ^17Er sprach: Ich will dir einen Ziegenbock von der Herde senden. Sie antwortete: So gib mir ein Pfand, bis dass du mir's sendest. ^18Er sprach: Was willst du fuer ein Pfand, das ich dir gebe? Sie antwortete: Deinen Ring und deine Schnur und deinen Stab, den du in den Haenden hast. Da gab er's ihr und kam zu ihr; und sie ward von ihm schwanger. ^19Und sie machte sich auf und ging hin und zog ihre Witwenkleider wieder an. ^20Juda aber sandte den Ziegenbock durch seinen Freund Adullam, dass er das Pfand wieder holte von dem Weibe; und er fand sie nicht. ^21Da fragte er die Leute: Wo ist die Hure, die zu Enaim am Wege sass? Sie antworteten: Es ist keine Hure da gewesen. ^22Und er kam wieder zu Juda und sprach: Ich habe sie nicht gefunden; dazu sagen die Leute des Orts, es sei keine Hure da gewesen. ^23Juda sprach: Sie mag's behalten; sie kann uns doch nicht Schande nachsagen, denn ich habe den Bock gesandt, so hast du sie nicht gefunden. ^24Ueber drei Monate ward Juda angesagt: Deine Schwiegertochter Thamar hat gehurt; dazu siehe, ist sie von der Hurerei schwanger geworden. Juda spricht: Bringt sie hervor, dass sie verbrannt werde. ^25Und da man sie hervorbrachte, schickte sie zu ihrem Schwiegervater und sprach: Von dem Mann bin ich schwanger, des dies ist. Und sprach: Kennst du auch, wes dieser Ring und diese Schnur und dieser Stab ist? ^26Juda erkannte es und sprach: Sie ist gerechter als ich; denn ich habe sie nicht gegeben meinen Sohn Sela. Doch erkannte er sie fuerder nicht mehr. ^27Und da sie gebaeren sollte, wurden Zwillinge in ihrem Leib gefunden. ^28Und als sie jetzt gebar, tat sich eine Hand heraus. Da nahm die Wehmutter einen roten Faden und band ihn darum und sprach: Der wird zuerst herauskommen. ^29Da aber der seine Hand wieder hineinzog, kam sein Bruder heraus; und sie sprach: Warum hast du um deinetwillen solchen Riss gerissen? Und man hiess ihn Perez. ^30Darnach kam sein Bruder heraus, der den roten Faden um seine Hand hatte. Und man hiess ihn Serah. __________________________________________________________________ Kapitel 39 ^1Joseph ward hinab nach Aegypten gefuehrt; und Potiphar, ein aegyptischer Mann, des Pharao Kaemmerer und Hauptmann, kaufte ihn von den Ismaeliten, die ihn hinabbrachten. ^2Und der HERR war mit Joseph, dass er ein gluecklicher Mann ward; und er war in seines Herrn, des Aegypters, Hause. ^3Und sein Herr sah, dass der HERR mit ihm war; denn alles, was er tat, dazu gab der HERR Glueck durch ihn, ^4Also dass er Gnade fand vor seinem Herrn und sein Diener ward. Der setzte ihn ueber sein Haus, und alles, was er hatte, tat er unter seine Haende. ^5Und von der Zeit an, da er ihn ueber sein Haus und alle seine Gueter gesetzt hatte, segnete der HERR des Aegypters Haus um Josephs willen; und war eitel Segen des HERRN in allem, was er hatte, zu Hause und auf dem Felde. ^6Darum liess er alles unter Josephs Haenden, was er hatte, und nahm sich keines Dinges an, solange er ihn hatte, nur dass er ass und trank. Und Joseph war schoen und huebsch von Angesicht. ^7Und es begab sich nach dieser Geschichte, dass seines Herrn Weib ihre Augen auf Joseph warf und sprach: Schlafe bei mir! ^8Er weigerte sich aber und sprach zu ihr: Siehe, mein Herr nimmt sich keines Dinges an vor mir, was im Hause ist, und alles, was er hat, das hat er unter meine Haende getan, ^9und hat nichts so Grosses in dem Hause, das er mir verhohlen habe, ausser dir, indem du sein Weib bist. Wie sollte ich denn nun ein solch gross Uebel tun und wider Gott suendigen? ^10Und sie trieb solche Worte gegen Joseph taeglich. Aber er gehorchte ihr nicht, dass er nahe bei ihr schliefe noch um sie waere. ^11Es begab sich eines Tages, dass Joseph in das Haus ging, sein Geschaeft zu tun, und war kein Mensch vom Gesinde des Hauses dabei. ^12Und sie erwischte ihn bei seinem Kleid und sprach: Schlafe bei mir! Aber er liess das Kleid in ihrer Hand und floh und lief zum Hause hinaus. ^13Da sie nun sah, dass er sein Kleid in ihrer Hand liess und hinaus entfloh, ^14rief sie das Gesinde im Hause und sprach zu ihnen: Sehet, er hat uns den hebraeischen Mann hereingebracht, dass er seinen Mutwillen mit uns treibe. Er kam zu mir herein und wollte bei mir schlafen; ich rief aber mit lauter Stimme. ^15Und da er hoerte, dass ich ein Geschrei machte und rief, da liess er sein Kleid bei mir und lief hinaus. ^16Und sie legte sein Kleid neben sich, bis der Herr heimkam, ^17und sagte zu ihm ebendieselben Worte und sprach: Der hebraeische Knecht, den du uns hereingebracht hast, kam zu mir herein und wollte seinen Mutwillen mit mir treiben. ^18Da ich aber ein Geschrei machte und rief, da liess er sein Kleid bei mir und floh hinaus. ^19Als sein Herr hoerte die Rede seines Weibes, die sie ihm sagte und sprach: Also hat mir dein Knecht getan, ward er sehr zornig. ^20Da nahm ihn sein Herr und legte ihn ins Gefaengnis, darin des Koenigs Gefangene lagen; und er lag allda im Gefaengnis. ^21Aber der HERR war mit ihm und neigte seine Huld zu ihm und liess ihn Gnade finden vor dem Amtmann ueber das Gefaengnis, ^22dass er ihm unter seine Hand befahl alle Gefangenen im Gefaengnis, auf dass alles, was da geschah, durch ihn geschehen musste. ^23Denn der Amtmann des Gefaengnisses nahm sich keines Dinges an; denn der HERR war mit Joseph, und was er tat, dazu gab der HERR Glueck. __________________________________________________________________ Kapitel 40 ^1Und es begab sich darnach, dass sich der Schenke des Koenigs in Aegypten und der Baecker versuendigten an ihrem Herrn, dem Koenig von Aegypten. ^2Und Pharao ward zornig ueber seine beiden Kaemmerer, ueber den Amtmann ueber die Schenken und ueber den Amtmann ueber die Baecker, ^3und liess sie setzen in des Hauptmanns Haus ins Gefaengnis, da Joseph lag. ^4Und der Hauptmann setzte Joseph ueber sie, dass er ihnen diente; und sie sassen etliche Tage im Gefaengnis. ^5Und es traeumte ihnen beiden, dem Schenken und dem Baecker des Koenigs von Aegypten, in einer Nacht einem jeglichen ein eigener Traum; und eines jeglichen Traum hatte seine Bedeutung. ^6Da nun des Morgens Joseph zu ihnen hereinkam und sah, dass sie traurig waren, ^7fragte er sie und sprach: Warum seid ihr heute so traurig? ^8Sie antworteten: Es hat uns getraeumt, und wir haben niemand, der es uns auslege. Joseph sprach: Auslegen gehoert Gott zu; doch erzaehlt mir's. ^9Da erzaehlte der oberste Schenke seinen Traum Joseph und sprach zu ihm: Mir hat getraeumt, dass ein Weinstock vor mir waere, ^10der hatte drei Reben, und er gruente, wuchs und bluehte, und seine Trauben wurden reif; ^11und ich hatte den Becher Pharaos in meiner Hand und nahm die Beeren und zerdrueckte sie in den Becher und gab den Becher Pharao in die Hand. ^12Joseph sprach zu ihm: Das ist seine Deutung. Drei Reben sind drei Tage. ^13Ueber drei Tage wird Pharao dein Haupt erheben und dich wieder an dein Amt stellen, dass du ihm den Becher in die Hand gebest nach der vorigen Weise, da du sein Schenke warst. ^14Aber gedenke meiner, wenn dir's wohl geht, und tue Barmherzigkeit an mir, dass du Pharao erinnerst, dass er mich aus diesem Hause fuehre. ^15Denn ich bin aus dem Lande der Hebraeer heimlich gestohlen; dazu habe ich auch allhier nichts getan, dass sie mich eingesetzt haben. ^16Da der oberste Baecker sah, dass die Deutung gut war, sprach er zu Joseph: Mir hat auch getraeumt, ich truege drei weisse Koerbe auf meinem Haupt ^17und im obersten Korbe allerlei gebackene Speise fuer den Pharao; und die Voegel assen aus dem Korbe auf meinem Haupt. ^18Joseph antwortete und sprach: Das ist seine Deutung. Drei Koerbe sind drei Tage; ^19und nach drei Tagen wird dir Pharao dein Haupt erheben und dich an den Galgen haengen, und die Voegel werden dein Fleisch von dir essen. ^20Und es geschah des dritten Tages, da beging Pharao seinen Jahrestag; und er machte eine Mahlzeit allen seinen Knechten und erhob das Haupt des obersten Schenken und das Haupt des obersten Baeckers unter den Knechten, ^21und setzte den obersten Schenken wieder in sein Schenkamt, dass er den Becher reicht in Pharaos Hand; ^22aber den obersten Baecker liess er henken, wie ihnen Joseph gedeutet hatte. ^23Aber der oberste Schenke gedachte nicht an Joseph, sondern vergass ihn. __________________________________________________________________ Kapitel 41 ^1Und nach zwei Jahren hatte Pharao einen Traum, wie er stuende am Nil ^2und saehe aus dem Wasser steigen sieben schoene, fette Kuehe; die gingen auf der Weide im Grase. ^3Nach diesen sah er andere sieben Kuehe aus dem Wasser aufsteigen; die waren haesslich und mager und traten neben die Kuehe an das Ufer am Wasser. ^4Und die haesslichen und mageren frassen die sieben schoenen, fetten Kuehe. Da erwachte Pharao. ^5Und er schlief wieder ein, und ihn traeumte abermals, und er sah, dass sieben Aehren wuchsen an einem Halm, voll und dick. ^6Darnach sah er sieben duennen Aehren aufgehen, die waren vom Ostwind versengt. ^7Und die sieben mageren Aehren verschlangen die sieben dicken und vollen Aehren. Da erwachte Pharao und merkte, dass es ein Traum war. ^8Und da es Morgen ward, war sein Geist bekuemmert; und er schickte aus und liess rufen alle Wahrsager in Aegypten und alle Weisen und erzaehlte ihnen seine Traeume. Aber da war keiner, der sie dem Pharao deuten konnte. ^9Da redete der oberste Schenke zu Pharao und sprach: Ich gedenke heute an meine Suenden. ^10Da Pharao zornig ward ueber seine Knechte, und mich mit dem obersten Baecker ins Gefaengnis legte in des Hauptmanns Hause, ^11da traeumte uns beiden in einer Nacht, einem jeglichen sein Traum, des Deutung ihn betraf. ^12Da war bei uns ein hebraeischer Juengling, des Hauptmanns Knecht, dem erzaehlten wir's. Und er deutete uns unsere Traeume, einem jeglichen seinen Traum. ^13Und wie er uns deutete, so ist's ergangen; denn ich bin wieder in mein Amt gesetzt, und jener ist gehenkt. ^14Da sandte Pharao hin und liess Joseph rufen; und sie liessen ihn eilend aus dem Gefaengnis. Und er liess sich scheren und zog andere Kleider an und kam hinein zu Pharao. ^15Da sprach Pharao zu ihm: Mir hat ein Traum getraeumt, und ist niemand, der ihn deuten kann; ich habe aber gehoert von dir sagen, wenn du einen Traum hoerst, so kannst du ihn deuten. ^16Joseph antwortete Pharao und sprach: Das steht bei mir nicht; Gott wird doch Pharao Gutes weissagen. ^17Pharao sprach zu Joseph: Mir traeumte ich stand am Ufer bei dem Wasser ^18und sah aus dem Wasser steigen sieben schoene, fette Kuehe; die gingen auf der Weide im Grase. ^19Und nach ihnen sah ich andere sieben, duerre, sehr haessliche und magere Kuehe heraussteigen. Ich habe in ganz Aegyptenland nicht so haessliche gesehen. ^20Und die sieben mageren und haesslichen Kuehe frassen auf die sieben ersten, fetten Kuehe. ^21Und da sie sie hineingefressen hatten, merkte man's nicht an ihnen, dass sie die gefressen hatten, und waren haesslich gleich wie vorhin. Da wachte ich auf. ^22Und ich sah abermals in einen Traum sieben Aehren auf einem Halm wachsen, voll und dick. ^23Darnach gingen auf sieben duerre Aehren, duenn und versengt. ^24Und die sieben duennen Aehren verschlangen die sieben dicken Aehren. Und ich habe es den Wahrsagern gesagt; aber die koennen's mir nicht deuten. ^25Joseph antwortete Pharao: Beide Traeume Pharaos sind einerlei. Gott verkuendigt Pharao, was er vorhat. ^26Die sieben schoenen Kuehe sind sieben Jahre, und die sieben guten Aehren sind auch die sieben Jahre. Es ist einerlei Traum. ^27Die sieben mageren und haesslichen Kuehe, die nach jenen aufgestiegen sind, das sind sieben Jahre; und die sieben mageren und versengten Aehren sind sieben Jahre teure Zeit. ^28Das ist nun, wie ich gesagt habe zu Pharao, dass Gott Pharao zeigt, was er vorhat. ^29Siehe, sieben reiche Jahre werden kommen in ganz Aegyptenland. ^30Und nach denselben werden sieben Jahre teure Zeit kommen, dass man vergessen wird aller solcher Fuelle in Aegyptenland; und die teure Zeit wird das Land verzehren, ^31dass man nichts wissen wird von der Fuelle im Lande vor der teuren Zeit, die hernach kommt; denn sie wird sehr schwer sein. ^32Dass aber dem Pharao zum andernmal getraeumt hat, bedeutet, dass solches Gott gewiss und eilend tun wird. ^33Nun sehe Pharao nach einem verstaendigen und weisen Mann, den er ueber Aegyptenland setze, ^34und schaffe, dass er Amtleute verordne im Lande und nehme den Fuenften in Aegyptenland in den sieben reichen Jahren ^35und sammle alle Speise der guten Jahre, die kommen werden, dass sie Getreide aufschuetten in Pharaos Kornhaeuser zum Vorrat in den Staedten und es verwahren, ^36auf dass man Speise verordnet finde dem Lande in den sieben teuren Jahren, die ueber Aegyptenland kommen werden, dass nicht das Land vor Hunger verderbe. ^37Die Rede gefiel Pharao und allen seinen Knechten wohl. ^38Und Pharao sprach zu seinen Knechten: Wie koennten wir einen solchen Mann finden, in dem der Geist Gottes sei? ^39Und sprach zu Joseph: Weil dir Gott solches alles hat kundgetan, ist keiner so verstaendig und weise wie du. ^40Du sollst ueber mein Haus sein, und deinem Wort soll all mein Volk gehorsam sein; allein um den koeniglichen Stuhl will ich hoeher sein als du. ^41Und weiter sprach Pharao zu Joseph: Siehe, ich habe dich ueber ganz Aegyptenland gesetzt. ^42Und er tat seinen Ring von seiner Hand und gab ihn Joseph an seine Hand und kleidete ihn mit koestlicher Leinwand und hing eine goldene Kette an seinen Hals ^43und liess ihn auf seinem zweiten Wagen fahren und liess vor ihm ausrufen: Der ist des Landes Vater! und setzte ihn ueber ganz Aegyptenland. ^44Und Pharao sprach zu Joseph: Ich bin Pharao; ohne deinen Willen soll niemand seine Hand und Fuss regen in ganz Aegyptenland. ^45Und nannte ihn den heimlichen Rat und gab ihm ein Weib, Asnath, die Tochter Potipheras, des Priesters zu On. Also zog Joseph aus, das Land Aegypten zu besehen. ^46Und er war dreissig Jahre alt, da er vor Pharao stand, dem Koenig in Aegypten; und fuhr aus von Pharao und zog durch ganz Aegyptenland. ^47Und das Land trug in den sieben reichen Jahren die Fuelle; ^48und sie sammelten alle Speise der sieben Jahre, so im Lande Aegypten waren, und taten sie in die Staedte. Was fuer Speise auf dem Felde einer jeglichen Stadt umher wuchs, das taten sie hinein. ^49Also schuettete Joseph das Getreide auf, ueber die Massen viel wie Sand am Meer, also dass er aufhoerte es zu zaehlen; denn man konnte es nicht zaehlen. ^50Und Joseph wurden zwei Soehne geboren, ehe denn die teure Zeit kam, welche ihm gebar Asnath, Potipheras, des Priesters zu On, Tochter. ^51Und er hiess den ersten Manasse; denn Gott, sprach er, hat mich lassen vergessen alles meines Ungluecks und all meines Vaters Hauses. ^52Den andern hiess er Ephraim; denn Gott, sprach er, hat mich lassen wachsen in dem Lande meines Elends. ^53Da nun die sieben reichen Jahre um waren in Aegypten, ^54da fingen an die sieben teuren Jahre zu kommen, davon Joseph gesagt hatte. Und es ward eine Teuerung in allen Landen; aber in ganz Aegyptenland war Brot. ^55Da nun das ganze Aegyptenland auch Hunger litt, schrie das Volk zu Pharao um Brot. Aber Pharao sprach zu allen Aegyptern: Gehet hin zu Joseph; was euch der sagt, das tut. ^56Als nun im ganzen Lande Teuerung war, tat Joseph allenthalben Kornhaeuser auf und verkaufte den Aegyptern. Denn die Teuerung ward je laenger, je groesser im Lande. ^57Und alle Lande kamen nach Aegypten, zu kaufen bei Joseph; denn die Teuerung war gross in allen Landen. __________________________________________________________________ Kapitel 42 ^1Da aber Jakob sah, dass Getreide in Aegypten feil war, sprach er zu seinen Soehnen: Was sehet ihr euch lange um? ^2Siehe, ich hoere, es sei in Aegypten Getreide feil; zieht hinab und kauft uns Getreide, dass wir leben und nicht sterben. ^3Also zogen hinab zehn Brueder Josephs, dass sie in Aegypten Getreide kauften. ^4Aber den Benjamin, Josephs Bruder, liess Jakob nicht mit seinen Bruedern ziehen; denn er sprach: Es moechte ihm ein Unfall begegnen. ^5Also kamen die Kinder Israels, Getreide zu kaufen, samt anderen, die mit ihnen zogen; denn es war im Lande Kanaan auch teuer. ^6Aber Joseph war der Regent im Lande und verkaufte Getreide allem Volk im Lande. Da nun seine Brueder kamen, fielen sie vor ihm nieder zur Erde auf ihr Antlitz. ^7Und er sah sie an und kannte sie und stellte sich fremd gegen sie und redete hart mit ihnen und sprach zu ihnen: Woher kommt ihr? Sie sprachen: Aus dem Lande Kanaan, Speise zu kaufen. ^8Aber wiewohl er sie kannte, kannten sie ihn doch nicht. ^9Und Joseph gedachte an die Traeume, die ihm von ihnen getraeumt hatten, und sprach zu ihnen: Ihr seid Kundschafter und seid gekommen zu sehen, wo das Land offen ist. ^10Sie antworteten ihm: Nein, mein Herr; deine Knechte sind gekommen Speise zu kaufen. ^11Wir sind alle eines Mannes Soehne; wir sind redlich, und deine Knechte sind nie Kundschafter gewesen. ^12Er sprach zu ihnen: Nein, sondern ihr seid gekommen, zu ersehen, wo das Land offen ist. ^13Sie antworteten ihm: Wir, deine Knechte, sind zwoelf Brueder, eines Mannes Soehne im Lande Kanaan, und der juengste ist noch bei unserm Vater; aber der eine ist nicht mehr vorhanden. ^14Joseph sprach zu ihnen: Das ist's, was ich euch gesagt habe: Kundschafter seid ihr. ^15Daran will ich euch pruefen; bei dem Leben Pharaos! ihr sollt nicht von dannen kommen, es komme denn her euer juengster Bruder. ^16Sendet einen unter euch hin, der euren Bruder hole; ihr aber sollt gefangen sein. Also will ich pruefen eure Rede, ob ihr mit Wahrheit umgeht oder nicht. Denn wo nicht, so seid ihr, bei dem Leben Pharaos! Kundschafter. ^17Und er liess sie beisammen verwahren drei Tage lang. ^18Am dritten Tage aber sprach er zu ihnen: Wollt ihr leben, so tut also; denn ich fuerchte Gott. ^19Seid ihr redlich, so lasst eurer Brueder einen gebunden liegen in eurem Gefaengnis; ihr aber zieht hin und bringet heim, was ihr gekauft habt fuer den Hunger. ^20Und bringt euren juengsten Bruder zu mir, so will ich euren Worten glauben, dass ihr nicht sterben muesst. Und sie taten also. ^21Sie aber sprachen untereinander: Das haben wir uns an unserm Bruder verschuldet, dass wir sahen die Angst seiner Seele, da er uns anflehte, und wir wollten ihn nicht erhoeren; darum kommt nun diese Truebsal ueber uns. ^22Ruben antwortete ihnen und sprach: Sagte ich's euch nicht, da ich sprach: Versuendigt euch nicht an dem Knaben, und ihr wolltet nicht hoeren? Nun wird sein Blut gefordert. ^23Sie wussten aber nicht, dass es Joseph verstand; denn er redete mit ihnen durch einen Dolmetscher. ^24Und er wandte sich von ihnen und weinte. Da er nun sich wieder zu ihnen wandte und mit ihnen redete, nahm er aus ihnen Simeon und band ihn vor ihren Augen. ^25Und Joseph tat Befehl, dass man ihre Saecke mit Getreide fuellte und ihr Geld wiedergaebe, einem jeglichen in seinen Sack, dazu auch Zehrung auf den Weg; und man tat ihnen also. ^26Und sie luden ihre Ware auf ihre Esel und zogen von dannen. ^27Da aber einer seinen Sack auftat, dass er seinem Esel Futter gaebe in der Herberge, ward er gewahr seines Geldes, das oben im Sack lag, ^28und sprach zu seinen Bruedern: Mein Geld ist mir wieder geworden; siehe, in meinem Sack ist es. Da entfiel ihnen ihr Herz, und sie erschraken untereinander und sprachen: Warum hat uns Gott das getan? ^29Da sie nun heimkamen zu ihrem Vater Jakob ins Land Kanaan, sagten sie ihm alles, was ihnen begegnet war, und sprachen: ^30Der Mann, der im Lande Herr ist, redete hart mit uns und hielt uns fuer Kundschafter des Landes. ^31Und da wir ihm antworteten: Wir sind redlich und nie Kundschafter gewesen, ^32sondern zwoelf Brueder, unsers Vaters Soehne, einer ist nicht mehr vorhanden, und der juengste ist noch bei unserm Vater im Lande Kanaan, ^33sprach der Herr des Landes zu uns: Daran will ich merken, ob ihr redlich seid: Einen eurer Brueder lasst bei mir, und nehmt die Notdurft fuer euer Haus und zieht hin, ^34und bringt euren juengsten Bruder zu mir, so merke ich, dass ihr nicht Kundschafter, sondern redlich seid; so will ich euch euren Bruder geben, und ihr moegt im Lande werben. ^35Und da sie die Saecke ausschuetteten, fand ein jeglicher sein Buendlein Geld in seinem Sack. Und da sie sahen, dass es Buendlein ihres Geldes waren, erschraken sie samt ihrem Vater. ^36Da sprach Jakob, ihr Vater, zu ihnen: Ihr beraubt mich meiner Kinder; Joseph ist nicht mehr vorhanden, Simeon ist nicht mehr vorhanden, Benjamin wollt ihr hinnehmen; es geht alles ueber mich. ^37Ruben antwortete seinem Vater und sprach: Wenn ich dir ihn nicht wiederbringe, so erwuerge meine zwei Soehne; gib ihn nur in meine Hand, ich will ihn dir wiederbringen. ^38Er sprach: Mein Sohn soll nicht mit euch hinabziehen, denn sein Bruder ist tot, und er ist allein uebriggeblieben; wenn ihm ein Unfall auf dem Wege begegnete, den ihr reiset, wuerdet ihr meine grauen Haare mit Herzeleid in die Grube bringen. __________________________________________________________________ Kapitel 43 ^1Die Teuerung aber drueckte das Land. ^2Und da es verzehrt war, was sie an Getreide aus Aegypten gebracht hatten, sprach ihr Vater zu ihnen: Zieht wieder hin und kauft uns ein wenig Speise. ^3Da antwortete ihm Juda und sprach: Der Mann band uns das hart ein und sprach: Ihr sollt mein Angesicht nicht sehen, es sei denn euer Bruder mit euch. ^4Ist's nun, dass du unsern Bruder mit uns sendest, so wollen wir hinabziehen und dir zu essen kaufen. ^5Ist's aber, dass du ihn nicht sendest, so ziehen wir nicht hinab. Denn der Mann hat gesagt zu uns: Ihr sollt mein Angesicht nicht sehen, euer Bruder sei denn mit euch. ^6Israel sprach: Warum habt ihr so uebel an mir getan, dass ihr dem Mann ansagtet, dass ihr noch einen Bruder habt? ^7Sie antworteten: Der Mann forschte so genau nach uns und unsrer Freundschaft und sprach: Lebt euer Vater noch? Habt ihr auch noch einen Bruder? Da sagten wir ihm, wie er uns fragte. Wie konnten wir wissen, dass er sagen wuerde: Bringt euren Bruder mit hernieder? ^8Da sprach Juda zu Israel, seinem Vater: Lass den Knaben mit mir ziehen, dass wir uns aufmachen und reisen, und leben und nicht sterben, wir und du und unsre Kindlein. ^9Ich will Buerge fuer ihn sein, von meinen Haenden sollst du ihn fordern. Wenn ich dir ihn nicht wiederbringe und vor deine Augen stelle, so will ich mein Leben lang die Schuld tragen. ^10Denn wo wir nicht haetten verzogen, waeren wir schon wohl zweimal wiedergekommen. ^11Da sprach Israel, ihr Vater, zu ihnen: Muss es denn ja also sein, so tut's und nehmt von des Landes besten Fruechten in eure Saecke und bringt dem Manne Geschenke hinab: ein wenig Balsam und Honig, Wuerze und Myrrhe, Datteln und Mandeln. ^12Nehmt auch anderes Geld mit euch; und das Geld, das euch oben in euren Saecken wieder geworden ist, bringt auch wieder mit euch. Vielleicht ist ein Irrtum da geschehen. ^13Dazu nehmt euren Bruder, macht euch auf und kommt wieder zu dem Manne. ^14Aber der allmaechtige Gott gebe euch Barmherzigkeit vor dem Manne, dass er euch lasse euren andern Bruder und Benjamin. Ich aber muss sein wie einer, der seiner Kinder gar beraubt ist. ^15Da nahmen sie diese Geschenke und das Geld zwiefaeltig mit sich und Benjamin, machten sich auf, zogen nach Aegypten und traten vor Joseph. ^16Da sah sie Joseph mit Benjamin und sprach zu seinem Haushalter: Fuehre diese Maenner ins Haus und schlachte und richte zu; denn sie sollen zu Mittag mit mir essen. ^17Und der Mann tat, wie ihm Joseph gesagt hatte, und fuehrte die Maenner in Josephs Haus. ^18Sie fuerchteten sich aber, dass sie in Josephs Haus gefuehrt wurden und sprachen: Wir sind hereingefuehrt um des Geldes willen, das wir in unsern Saecken das erstemal wiedergefunden haben, dass er's auf uns bringe und faelle ein Urteil ueber uns, damit er uns nehme zu eigenen Knechten samt unsern Eseln. ^19Darum traten sie zu Josephs Haushalter und redeten mit ihm vor der Haustuer ^20und sprachen: Mein Herr, wir sind das erstemal herabgezogen Speise zu kaufen, ^21und da wir in die Herberge kamen und unsere Saecke auftaten, siehe, da war eines jeglichen Geld oben in seinem Sack mit voelligem Gewicht; darum haben wir's wieder mit uns gebracht, ^22haben auch anderes Geld mit uns hergebracht, Speise zu kaufen; wir wissen aber nicht, wer uns unser Geld in unsre Saecke gesteckt hat. ^23Er aber sprach: Gehabt euch wohl, fuerchtet euch nicht. Euer Gott hat euch einen Schatz gegeben in eure Saecke. Euer Geld ist mir geworden. Und er fuehrte Simeon zu ihnen heraus ^24und fuehrte sie in Josephs Haus, gab ihnen Wasser, dass sie ihre Fuesse wuschen, und gab ihren Eseln Futter. ^25Sie aber bereiteten das Geschenk zu, bis das Joseph kam auf den Mittag; denn sie hatten gehoert, dass sie daselbst das Brot essen sollten. ^26Da nun Joseph zum Hause einging, brachten sie ihm ins Haus das Geschenk in ihren Haenden und fielen vor ihm nieder zur Erde. ^27Er aber gruesste sie freundlich und sprach: Geht es eurem Vater, dem Alten, wohl, von dem ihr mir sagtet? Lebt er noch? ^28Sie antworteten: Es geht deinem Knechte, unserm Vater, wohl, und er lebt noch. Und sie neigten sich und fielen vor ihm nieder. ^29Und er hob seine Augen auf und sah seinen Bruder Benjamin, seiner Mutter Sohn, und sprach: Ist das euer juengster Bruder, von dem ihr mir sagtet? und sprach weiter: Gott sei dir gnaedig, mein Sohn! ^30Und Joseph eilte, denn sein Herz entbrannte ihm gegen seinen Bruder, und suchte, wo er weinte, und ging in seine Kammer und weinte daselbst. ^31Und da er sein Angesicht gewaschen hatte, ging er heraus und hielt sich fest und sprach: Legt Brot auf! ^32Und man trug ihm besonders auf und jenen auch besonders und den Aegyptern, die mit ihm assen auch besonders. Denn die Aegypter duerfen nicht Brot essen mit den Hebraeern, denn es ist ein Greuel vor ihnen. ^33Und man setzte sie ihm gegenueber, den Erstgeborenen nach seiner Erstgeburt und den Juengsten nach seiner Jugend. Des verwunderten sie sich untereinander. ^34Und man trug ihnen Essen vor von seinem Tisch; aber dem Benjamin ward fuenfmal mehr denn den andern. Und sie tranken und wurden froehlich mit ihm. __________________________________________________________________ Kapitel 44 ^1Und Joseph befahl seinem Haushalter und sprach: Fuelle den Maennern ihre Saecke mit Speise, soviel sie fuehren koennen, lege jeglichem sein Geld oben in seinen Sack; ^2und meinen silbernen Becher lege oben in des Juengsten Sack mit dem Gelde fuer das Getreide. Der tat, wie ihm Joseph gesagt hatte. ^3Des Morgens, da es licht ward, liessen sie die Maenner ziehen mit ihren Eseln. ^4Da sie aber zur Stadt hinaus waren und nicht ferne gekommen, sprach Joseph zu seinem Haushalter: Auf jage den Maennern nach! und wenn du sie ereilst, so sprich zu ihnen: Warum habt ihr Gutes mit Boesem vergolten? ^5Ist's nicht das, daraus mein Herr trinkt und damit er weissagt? Ihr habt uebel getan. ^6Und als er sie ereilte, redete er mit ihnen solche Worte. ^7Sie antworteten ihm: Warum redet mein Herr solche Worte? Es sei ferne von deinen Knechten, ein solches zu tun. ^8Siehe, das Geld, das wir fanden oben in unsern Saecken, haben wir wiedergebracht zu dir aus dem Lande Kanaan. Und wie sollten wir denn aus deines Herrn Hause gestohlen haben Silber und Gold? ^9Bei welchem er gefunden wird unter deinen Knechten, der sei des Todes; dazu wollen auch wir meines Herrn Knechte sein. ^10Er sprach: Ja, es sei, wie ihr geredet habt. Bei welchem er gefunden wird, der sei mein Knecht; ihr aber sollt ledig sein. ^11Und sie eilten, und ein jeglicher legte seinen Sack ab auf die Erde, und ein jeglicher tat seinen Sack auf. ^12Und er suchte und hob am Aeltesten an bis auf den Juengsten; da fand sich der Becher in Benjamins Sack. ^13Da zerrissen sie ihre Kleider und belud ein jeglicher seinen Esel und zogen wieder in die Stadt. ^14Und Juda ging mit seinen Bruedern in Josephs Haus, denn er war noch daselbst; und sie fielen vor ihm nieder auf die Erde. ^15Joseph aber sprach zu ihnen: Wie habt ihr das tun duerfen? Wisst ihr nicht, dass ein solcher Mann, wie ich, erraten koenne? ^16Juda sprach: Was sollen wir sagen meinem Herrn, oder wie sollen wir reden, und womit koennen wir uns rechtfertigen? Gott hat die Missetat deiner Knechte gefunden. Siehe da, wir und der, bei dem der Becher gefunden ist, sind meines Herrn Knechte. ^17Er aber sprach: Das sei ferne von mir, solches zu tun! Der Mann, bei dem der Becher gefunden ist, soll mein Knecht sein; ihr aber zieht hinauf mit Frieden zu eurem Vater. ^18Da trat Juda zu ihm und sprach: Mein Herr, lass deinen Knecht ein Wort reden vor den Ohren meines Herrn, und dein Zorn ergrimme nicht ueber deinen Knecht; denn du bist wie Pharao. ^19Mein Herr fragte seine Knechte und sprach: Habt ihr auch einen Vater oder Bruder? ^20Da antworteten wir: Wir haben einen Vater, der ist alt, und einen jungen Knaben, in seinem Alter geboren; und sein Bruder ist tot, und er ist allein uebriggeblieben von seiner Mutter, und sein Vater hat ihn lieb. ^21Da sprachst du zu deinen Knechten: Bringet ihn herab zu mir; ich will ihm Gnade erzeigen. ^22Wir aber antworteten meinem Herrn: Der Knabe kann nicht von seinem Vater kommen; wo er von ihm kaeme, wuerde er sterben. ^23Da sprachst du zu deinen Knechten: Wo euer juengster Bruder nicht mit euch herkommt, sollt ihr mein Angesicht nicht mehr sehen. ^24Da zogen wir hinauf zu deinem Knecht, unserm Vater, und sagten ihm meines Herrn Rede. ^25Da sprach unser Vater: Zieht wieder hin und kauft uns ein wenig Speise. ^26Wir aber sprachen: wir koennen nicht hinabziehen, es sei denn unser juengster Bruder mit uns, so wollen wir hinabziehen; denn wir koennen des Mannes Angesicht nicht sehen, wenn unser juengster Bruder nicht mit uns ist. ^27Da sprach dein Knecht, mein Vater, zu uns: Ihr wisset, dass mir mein Weib zwei Soehne geboren hat; ^28einer ging hinaus von mir, und man sagte: Er ist zerrissen; und ich habe ihn nicht gesehen bisher. ^29Werdet ihr diesen auch von mir nehmen und widerfaehrt ihm ein Unfall, so werdet ihr meine grauen Haare mit Jammer hinunter in die Grube bringen. ^30Nun, so ich heimkaeme zu deinem Knecht, meinem Vater, und der Knabe waere nicht mit uns, an des Seele seine Seele hanget, ^31so wird's geschehen, wenn er sieht, dass der Knabe nicht da ist, dass er stirbt; so wuerden wir, deine Knechte, die grauen Haare deines Knechtes, unsers Vaters, mit Herzeleid in die Grube bringen. ^32Denn ich, dein Knecht, bin Buerge geworden fuer den Knaben gegen meinen Vater und sprach: Bringe ich ihn dir nicht wieder, so will ich mein Leben lang die Schuld tragen. ^33Darum lass deinen Knecht hier bleiben an des Knaben Statt zum Knecht meines Herrn und den Knaben mit seinen Bruedern hinaufziehen. ^34Denn wie soll ich hinaufziehen zu meinem Vater, wenn der Knabe nicht mit mir ist? Ich wuerde den Jammer sehen muessen, der meinem Vater begegnen wuerde. __________________________________________________________________ Kapitel 45 ^1Da konnte sich Joseph nicht laenger enthalten vor allen, die um ihn her standen, und er rief: Lasst jedermann von mir hinausgehen! Und kein Mensch stand bei ihm, da sich Joseph seinen Bruedern zu erkennen gab. ^2Und er weinte laut, dass es die Aegypter und das Gesinde des Pharao hoerten, ^3und sprach zu seinen Bruedern: Ich bin Joseph. Lebt mein Vater noch? und seine Brueder konnten ihm nicht antworten, so erschraken sie vor seinem Angesicht. ^4Er aber sprach zu seinen Bruedern: Tretet doch her zu mir! Und sie traten herzu. Und er sprach: Ich bin Joseph euer Bruder, den ihr nach Aegypten verkauft habt. ^5Und nun bekuemmert euch nicht und denkt nicht, dass ich darum zuerne, dass ihr mich hierher verkauft habt; denn um eures Lebens willen hat mich Gott vor euch her gesandt. ^6Denn dies sind zwei Jahre, dass es teuer im Lande ist; und sind noch fuenf Jahre, dass kein Pfluegen und Ernten sein wird. ^7Aber Gott hat mich vor euch her gesandt, dass er euch uebrig behalte auf Erden und euer Leben errette durch eine grosse Errettung. ^8Und nun, ihr habt mich nicht hergesandt, sondern Gott, der hat mich Pharao zum Vater gesetzt und zum Herrn ueber all sein Haus und zum Fuersten in ganz Aegyptenland. ^9Eilet nun und zieht hinauf zu meinem Vater und sagt ihm: Das laesst dir Joseph, dein Sohn, sagen: Gott hat mich zum Herrn in ganz Aegypten gesetzt; komm herab zu mir, saeume nicht; ^10du sollst im Lande Gosen wohnen und nahe bei mir sein, du und deine Kinder und deine Kindeskinder, dein kleines und dein grosses Vieh und alles, was du hast. ^11Ich will dich daselbst versorgen; denn es sind noch fuenf Jahre der Teuerung, auf dass du nicht verderbest mit deinem Hause und allem, was du hast. ^12Siehe, eure Augen sehen und die Augen meines Bruders Benjamin, dass ich muendlich mit euch rede. ^13Verkuendigt meinem Vater alle meine Herrlichkeit in Aegypten und alles, was ihr gesehen habt; eilt und kommt hernieder mit meinem Vater hierher. ^14Und er fiel seinem Bruder Benjamin um den Hals und weinte; und Benjamin weinte auch an seinem Halse. ^15Und er kuesste alle seine Brueder und weinte ueber ihnen. Darnach redeten seine Brueder mit ihm. ^16Und da das Geruecht kam in Pharaos Haus, dass Josephs Brueder gekommen waeren, gefiel es Pharao wohl und allen seinen Knechten. ^17Und Pharao sprach zu Joseph: Sage deinen Bruedern: Tut also, beladet eure Tiere, zieht hin; ^18und wenn ihr kommt ins Land Kanaan, so nehmt euren Vater und alle die Euren und kommt zu mir; ich will euch Gueter geben in Aegyptenland, dass ihr essen sollt das Mark im Lande; ^19und gebiete ihnen: Tut also, nehmet Wagen fuer eure Kinder und Weiber und fuehret euren Vater und kommt; ^20und sehet euren Hausrat nicht an; denn die Gueter des ganzen Landes Aegypten sollen euer sein. ^21Die Kinder Israels taten also. Und Joseph gab ihnen Wagen nach dem Befehl Pharaos und Zehrung auf den Weg ^22und gab ihnen allen, einem jeglichem, ein Feierkleid; aber Benjamin gab er dreihundert Silberlinge und fuenf Feierkleider. ^23Und seinem Vater sandte er dabei zehn Esel, mit Gut aus Aegypten beladen, und zehn Eselinnen mit Getreide und Brot und Speise seinem Vater auf den Weg. ^24Also liess er seine Brueder von sich, und sie zogen hin; und er sprach zu ihnen: Zanket nicht auf dem Wege! ^25Also zogen sie hinauf von Aegypten und kamen ins Land Kanaan zu ihrem Vater Jakob ^26und verkuendigten ihm und sprachen: Joseph lebt noch und ist Herr im ganzen Aegyptenland. Aber sein Herz dachte gar viel anders, denn er glaubte ihnen nicht. ^27Da sagten sie ihm alle Worte Josephs, die er zu ihnen gesagt hatte. Und da er sah die Wagen, die ihm Joseph gesandt hatte, ihn zu fuehren, ward der Geist Jakobs, ihres Vaters, lebendig, ^28und Israel sprach: Ich habe genug, dass mein Sohn noch lebt; ich will hin und ihn sehen, ehe ich sterbe. __________________________________________________________________ Kapitel 46 ^1Israel zog hin mit allem, was er hatte. Und da er gen Beer-Seba kam, opferte er dem Gott seines Vaters Isaak. ^2Und Gott sprach zu ihm des Nachts im Gesicht: Jakob, Jakob! Er sprach: Hier bin ich. ^3Und er sprach: Ich bin Gott, der Gott deines Vaters; fuerchte dich nicht, nach Aegypten hinabzuziehen, denn daselbst will ich dich zum grossen Volk machen. ^4Ich will mit dir hinab nach Aegypten ziehen und will dich auch wieder herauffuehren; und Joseph soll seine Haende auf deine Augen legen. ^5Da machte sich Jakob auf von Beer-Seba; und die Kinder Israels fuehrten Jakob, ihren Vater, mit ihren Kindlein und Weibern auf den Wagen, die Pharao gesandt hatte, ihn zu fuehren, ^6und nahmen ihr Vieh und ihre Habe, die sie im Lande Kanaan erworben hatten, und kamen also nach Aegypten, Jakob und all sein Same mit ihm, ^7seine Soehne und seine Kindessoehne mit ihm, seine Toechter und seine Kindestoechter und all sein Same; die brachte er mit sich nach Aegypten. ^8Dies sind die Namen der Kinder Israel, die nach Aegypten kamen: Jakob, und seine Soehne. Der erstgeborene Sohn Jakobs, Ruben. ^9Die Kinder Rubens: Henoch, Pallu, Hezron und Charmi. ^10Die Kinder Simeons: Jemuel, Jamin, Ohad, Jachin, Zohar und Saul, der Sohn von dem kanaanitischen Weibe. ^11Die Kinder Levis: Gerson, Kahath und Merari. ^12Die Kinder Juda's: Ger, Onan, Sela, Perez und Serah. Aber Ger und Onan waren gestorben im Lande Kanaan. Die Kinder aber des Perez: Hezron und Hamul. ^13Die Kinder Isaschars: Thola, Phuva, Job und Simron. ^14Die Kinder Sebulons: Sered, Elon und Jahleel. ^15Das sind die Kinder von Lea, die sie Jakob gebar in Mesopotamien mit seiner Tochter Dina. Die machen allesamt mit Soehnen und Toechtern dreiunddreissig Seelen. ^16Die Kinder Gads: Ziphjon, Haggi, Suni, Ezbon, Eri, Arodi und Areli. ^17Die Kinder Assers: Jimna, Jiswa, Jiswi, Beria und Serah, ihre Schwester. Aber die Kinder Berias: Heber und Malchiel. ^18Das sind die Kinder von Silpa, die Laban gab Lea, seiner Tochter, und sie gebar Jakob diese sechzehn Seelen. ^19Die Kinder Rahels, des Weibes Jakobs: Joseph und Benjamin. ^20Und Joseph wurden geboren in Aegyptenland Manasse und Ephraim, die ihm gebar Asnath, die Tochter Potipheras, des Priesters zu On. ^21Die Kinder Benjamins: Bela, Becher, Asbel, Gera, Naaman, Ehi, Ros, Muppim, Huppim und Ard. ^22Das sind die Kinder von Rahel, die Jakob geboren sind, allesamt vierzehn Seelen. ^23Die Kinder Dans: Husim. ^24Die Kinder Naphthalis: Jahzeel, Guni, Jezer und Sillem. ^25Das sind die Kinder Bilhas, die Laban seiner Tochter Rahel gab, und sie gebar Jakob die sieben Seelen. ^26Alle Seelen, die mit Jakob nach Aegypten kamen, die aus seinen Lenden gekommen waren (ausgenommen die Weiber seiner Kinder), sind alle zusammen sechundsechzig Seelen, ^27Und die Kinder Josephs, die in Aegypten geboren sind, waren zwei Seelen, also dass alle Seelen des Hauses Jakobs, die nach Aegypten kamen, waren siebzig. ^28Und er sandte Juda vor sich hin zu Joseph, das dieser ihn anwiese zu Gosen; und sie kamen in das Land Gosen. ^29Da spannte Joseph seinen Wagen an und zog hinauf, seinem Vater Israel entgegen, nach Gosen. Und da er ihn sah, fiel er ihm um den Hals und weinte lange an seinem Halse. ^30Da sprach Israel zu Joseph: Ich will nun gerne sterben, nachdem ich dein Angesicht gesehen habe, dass du noch lebst. ^31Joseph sprach zu seinen Bruedern und seines Vaters Hause: Ich will hinaufziehen und Pharao ansagen und zu ihm sprechen: Meine Brueder und meines Vaters Haus sind zu mir gekommen aus dem Lande Kanaan, ^32und sind Viehhirten, denn es sind Leute, die mit Vieh umgehen; Ihr kleines und grosses Vieh und alles, was sie haben, haben sie mitgebracht. ^33Wenn euch nun Pharao wird rufen und sagen: Was ist eure Nahrung? ^34so sollt ihr sagen: Deine Knechte sind Leute, die mit Vieh umgehen, von unsrer Jugend auf bis her, beide, wir und unsre Vaeter, auf dass ihr wohnen moeget im Lande Gosen. Denn was Viehhirten sind, das ist den Aegyptern ein Greuel. __________________________________________________________________ Kapitel 47 ^1Da kam Joseph und sagte es Pharao an und sprach: Mein Vater und meine Brueder, ihr kleines und grosses Vieh und alles, was sie haben, sind gekommen aus dem Lande Kanaan; und siehe sie sind im Lande Gosen. ^2Und er nahm aus allen seinen Bruedern fuenf und stellte sie vor Pharao. ^3Da sprach Pharao zu seinen Bruedern: Was ist eure Nahrung? Sie antworteten: Deine Knechte sind Viehhirten, wir und unsere Vaeter; ^4und sagten weiter zu Pharao: Wir sind gekommen, bei euch zu wohnen im Lande; denn deine Knechte haben nicht Weide fuer ihr Vieh, so hart drueckt die Teuerung das Land Kanaan; so lass doch nun deine Knechte im Lande Gosen wohnen. ^5Pharao sprach zu Joseph: Es ist dein Vater und sind deine Brueder, die sind zu dir gekommen; ^6das Land Aegypten steht dir offen, lass sie am besten Ort des Landes wohnen, lass sie im Lande Gosen wohnen; und so du weisst, dass Leute unter ihnen sind, die tuechtig sind, so setze sie ueber mein Vieh. ^7Joseph brachte auch seinen Vater Jakob hinein und stellte ihn vor Pharao. Und Jakob segnete den Pharao. ^8Pharao aber fragte Jakob: Wie alt bist du? ^9Jakob sprach: Die Zeit meiner Wallfahrt ist hundertdreissig Jahre; wenig und boese ist die Zeit meines Lebens und langt nicht an die Zeit meiner Vaeter in ihrer Wallfahrt. ^10Und Jakob segnete den Pharao und ging heraus von ihm. ^11Aber Joseph schaffte seinem Vater und seinen Bruedern Wohnung und gab ihnen Besitz in Aegyptenland, am besten Ort des Landes, im Lande Raemses, wie Pharao geboten hatte. ^12Und er versorgte seinen Vater und seine Brueder und das ganze Haus seines Vaters mit Brot, einen jeglichen, nachdem er Kinder hatte. ^13Es war aber kein Brot in allen Landen; denn die Teuerung war sehr schwer, dass das Land Aegypten und Kanaan verschmachteten vor der Teuerung. ^14Und Joseph brachte alles Geld zusammen, das in Aegypten und Kanaan gefunden ward, um das Getreide, das sie kauften; und Joseph tat alles Geld in das Haus Pharaos. ^15Da nun Geld gebrach im Lande Aegypten und Kanaan, kamen alle Aegypter zu Joseph und sprachen: Schaffe uns Brot! Warum laesst du uns vor dir sterben, darum dass wir ohne Geld sind? ^16Joseph sprach: Schafft euer Vieh her, so will ich euch um das Vieh geben, weil ihr ohne Geld seid. ^17Da brachten sie Joseph ihr Vieh; und er gab ihnen Brot um ihre Pferde, Schafe, Rinder und Esel. Also ernaehrte er sie mit Brot das Jahr um all ihr Vieh. ^18Da das Jahr um war, kamen sie zu ihm im zweiten Jahr und sprachen zu ihm: Wir wollen unserm Herrn nicht verbergen, dass nicht allein das Geld sondern auch alles Vieh dahin ist zu unserm Herrn; und ist nichts mehr uebrig vor unserm Herrn denn unsre Leiber und unser Feld. ^19Warum laesst du uns vor dir sterben und unser Feld? Kaufe uns und unser Land ums Brot, dass wir und unser Land leibeigen seien dem Pharao; gib uns Samen, dass wir leben und nicht sterben und das Feld nicht wuest werde. ^20Also kaufte Joseph dem Pharao das ganze Aegypten. Denn die Aegypter verkauften ein jeglicher seinen Acker, denn die Teuerung war zu stark ueber sie. Und ward also das Land Pharao eigen. ^21Und er teilte das Volk aus in die Staedte, von einem Ende Aegyptens bis ans andere. ^22Ausgenommen der Priester Feld. Das kaufte er nicht; denn es war von Pharao fuer die Priester verordnet, dass sie sich naehren sollten von dem Verordneten, das er ihnen gegeben hatte; darum brauchten sie ihr Feld nicht zu verkaufen. ^23Da sprach Joseph zu dem Volk: Siehe, ich habe heute gekauft euch und euer Feld dem Pharao; siehe, da habt ihr Samen und besaeet das Feld. ^24Und von dem Getreide sollt ihr den Fuenften geben; vier Teile sollen euer sein, zu besaeen das Feld und zu eurer Speise und fuer euer Haus und eure Kinder. ^25Sie sprachen: Du hast uns am Leben erhalten; lass uns nur Gnade finden vor dir, unserm Herrn, so wollen wir gerne Pharao leibeigen sein. ^26Also machte Joseph ihnen ein Gesetz bis auf diesen Tag ueber der Aegypter Feld, den Fuenften Pharao zu geben; ausgenommen der Priester Feld, das ward dem Pharao nicht eigen. ^27Also wohnte Israel in Aegypten im Lande Gosen, und hatten's inne und wuchsen und mehrten sich sehr. ^28Und Jakob lebte siebzehn Jahre in Aegyptenland, dass sein ganzes Alter ward hundertsiebenundvierzig Jahre. ^29Da nun die Zeit herbeikam, dass Israel sterben sollte, rief er seinen Sohn Joseph und sprach zu ihm: Habe ich Gnade vor dir gefunden, so lege deine Hand unter meine Huefte, dass du mir die Liebe und Treue an mir tust und begrabest mich nicht in Aegypten; ^30sondern ich will liegen bei meinen Vaetern, und du sollst mich aus Aegypten fuehren und in ihrem Begraebnis begraben. Er sprach: Ich will tun, wie du gesagt hast. ^31Er aber sprach: So schwoere mir. Und er schwur ihm. Da neigte sich Israel zu Haeupten des Bettes. __________________________________________________________________ Kapitel 48 ^1Darnach ward Joseph gesagt: Siehe, dein Vater ist krank. Und er nahm mit sich seine beiden Soehne, Manasse und Ephraim. ^2Da ward's Jakob angesagt: Siehe, dein Sohn Joseph kommt zu dir. Und Israel machte sich stark und setzte sich im Bette ^3und sprach zu Joseph: Der allmaechtige Gott erschien mir zu Lus im Lande Kanaan und segnete mich ^4und sprach zu mir: Siehe, ich will dich wachsen lassen und mehren und will dich zum Haufen Volks machen und will dies Land zu eigen geben deinem Samen nach dir ewiglich. ^5So sollen nun deine zwei Soehne, Ephraim und Manasse, die dir geboren sind in Aegyptenland, ehe ich hereingekommen bin zu dir, mein sein gleich wie Ruben und Simeon. ^6Welche du aber nach ihnen zeugest, sollen dein sein und genannt werden nach dem Namen ihrer Brueder in deren Erbteil. ^7Und da ich aus Mesopotamien kam starb mir Rahel im Lande Kanaan auf dem Weg, da noch ein Feld Weges war gen Ephrath; und ich begrub sie daselbst an dem Wege Ephraths, das nun Bethlehem heisst. ^8Und Israel sah die Soehne Josephs und sprach: Wer sind die? ^9Joseph antwortete seinem Vater: Es sind meine Soehne, die mir Gott hier gegeben hat. Er sprach: Bringe sie her zu mir, dass ich sie segne. ^10Denn die Augen Israels waren dunkel geworden vor Alter, und er konnte nicht wohl sehen. Und er brachte sie zu ihm. Er aber kuesste sie und herzte sie ^11und sprach zu Joseph: Siehe, ich habe dein Angesicht gesehen, was ich nicht gedacht haette; und siehe, Gott hat mich auch deinen Samen sehen lassen. ^12Und Joseph nahm sie von seinem Schoss und neigte sich zur Erde gegen sein Angesicht. ^13Da nahm sie Joseph beide, Ephraim in seine rechte Hand gegen Israels linke Hand und Manasse in seine Linke Hand gegen Israels rechte Hand, und brachte sie zu ihm. ^14Aber Israel streckte seine rechte Hand aus und legte sie auf Ephraims, des Juengeren, Haupt und seine linke auf Manasses Haupt und tat wissend also mit seinen Haenden, denn Manasse war der Erstgeborene. ^15Und er segnete Joseph und sprach: Der Gott, vor dem meine Vaeter, Abraham und Isaak, gewandelt haben, der Gott, der mein Hirte gewesen ist mein Leben lang bis auf diesen Tag, ^16der Engel, der mich erloest hat von allem Uebel, der segne diese Knaben, dass sie nach meiner Vaeter Abrahams und Isaaks, Namen genannt werden, dass sie wachsen und viel werden auf Erden. ^17Da aber Joseph sah, dass sein Vater die rechte Hand auf Ephraims Haupt legte, gefiel es ihm uebel, und er fasste seines Vaters Hand, dass er sie von Ephraim Haupt auf Manasses Haupt wendete, ^18und sprach zu ihm: Nicht so, mein Vater; dieser ist der Erstgeborene, lege deine rechte Hand auf sein Haupt. ^19Aber sein Vater weigerte sich und sprach: Ich weiss wohl, mein Sohn, ich weiss wohl. Dieser soll auch ein Volk werden und wird gross sein; aber sein juengerer Bruder wird groesser denn er werden, und sein Same wird ein grosses Volk werden. ^20Also segnete er sie des Tages und sprach: Wer in Israel will jemand segnen, der sage: Gott setze dich wie Ephraim und Manasse! und setzte also Ephraim Manasse vor. ^21Und Israel sprach zu Joseph: Siehe, ich sterbe; und Gott wird mit euch sein und wird euch wiederbringen in das Land eurer Vaeter. ^22Ich habe dir ein Stueck Land zu geben vor deinen Bruedern, das ich mit Schwert und Bogen aus der Amoriter Hand genommen habe. __________________________________________________________________ Kapitel 49 ^1Und Jakob berief seine Soehne und sprach: Versammelt euch, dass ich euch verkuendige, was euch begegnen wird in kuenftigen Zeiten. ^2Kommt zuhauf und hoeret zu, ihr Kinder Jakobs, und hoeret euren Vater Israel. ^3Ruben, mein erster Sohn bist du, meine Kraft, und der Erstling meiner Staerke, der Oberste in der Wuerde und der Oberste in der Macht. ^4Er fuhr leichtfertig dahin wie Wasser. Du sollst nicht der Oberste sein; denn du bist auf deines Vaters Lager gestiegen, daselbst hast du mein Bett entweiht mit dem Aufsteigen. ^5Die Brueder Simeon und Levi, ihre Schwerter sind moerderische Waffen. ^6Meine Seele komme nicht in ihren Rat, und meine Ehre sei nicht in ihrer Versammlung; denn in ihrem Zorn haben sie den Mann erwuergt, und in ihrem Mutwillen haben sie den Ochsen verlaehmt. ^7Verflucht sei ihr Zorn, dass er so heftig ist und ihr Grimm, dass er so stoerrig ist. Ich will sie zerteilen in Jakob und zerstreuen in Israel. ^8Juda, du bist's; dich werden deine Brueder loben. Deine Hand wird deinen Feinden auf dem Halse sein; vor dir werden deines Vaters Kinder sich neigen. ^9Juda ist ein junger Loewe. Du bist hoch gekommen, mein Sohn, durch grosse Siege. Er ist niedergekniet und hat sich gelagert wie ein Loewe und wie eine Loewin; wer will sich wider ihn auflehnen? ^10Es wird das Zepter von Juda nicht entwendet werden noch der Stab des Herrschers von seinen Fuessen, bis dass der Held komme; und demselben werden die Voelker anhangen. ^11Er wird sein Fuellen an den Weinstock binden und seiner Eselin Sohn an die edle Rebe. Er wird sein Kleid in Wein waschen und seinen Mantel im Weinbeerblut. ^12Seine Augen sind truebe vom Wein und seine Zaehne weiss von Milch. ^13Sebulon wird an der Anfurt des Meeres wohnen und an der Anfurt der Schiffe und reichen an Sidon. ^14Isaschar wird ein knochiger Esel sein und sich lagern zwischen den Huerden. ^15Und er sah die Ruhe, dass sie gut ist, und das Land, dass es lustig ist; da hat er seine Schultern geneigt, zu tragen, und ist ein zinsbarer Knecht geworden. ^16Dan wird Richter sein in seinem Volk wie ein ander Geschlecht in Israel. ^17Dan wird eine Schlange werden auf dem Wege und eine Otter auf dem Steige und das Pferd in die Ferse beissen, dass sein Reiter zurueckfalle. ^18HERR, ich warte auf dein Heil! ^19Gad wird gedraengt werden von Kriegshaufen, er aber draengt sie auf der Ferse. ^20Von Asser kommt sein fettes Brot, und er wird den Koenigen leckere Speise geben. ^21Naphthali ist ein schneller Hirsch und gibt schoene Rede. ^22Joseph wird wachsen, er wird wachsen wie ein Baum an der Quelle, dass die Zweige emporsteigen ueber die Mauer. ^23Und wiewohl ihn die Schuetzen erzuernen und wider ihn kriegen und ihn verfolgen, ^24so bleibt doch sein Bogen fest und die Arme seiner Haende stark durch die Haende des Maechtigen in Jakob, durch ihn, den Hirten und Stein Israels. ^25Von deines Vaters Gott ist dir geholfen, und von dem Allmaechtigen bist du gesegnet mit Segen oben vom Himmel herab, mit Segen von der Tiefe, die unten liegt, mit Segen der Brueste und des Mutterleibes. ^26Die Segen deines Vaters gehen staerker denn die Segen meiner Voreltern, nach Wunsch der Hohen in der Welt, und sollen kommen auf das Haupt Josephs und auf den Scheitel des Geweihten unter seinen Bruedern. ^27Benjamin ist ein reissender Wolf; des Morgens wird er Raub fressen, und des Abends wird er Beute austeilen. ^28Das sind die zwoelf Staemme Israels alle, und das ist's was ihr Vater mit ihnen geredet hat, da er sie segnete, einen jeglichen mit einem besonderen Segen. ^29Und er gebot ihnen und sprach zu ihnen: Ich werde versammelt zu meinem Volk; begrabt mich zu meinen Vaetern in der Hoehle auf dem Acker Ephrons, des Hethiters, ^30in der zwiefachen Hoehle, die gegenueber Mamre liegt, im Lande Kanaan, die Abraham kaufte samt dem Acker von Ephron, dem Hethiter, zum Erbbegraebnis. ^31Daselbst haben sie Abraham begraben und Sara, sein Weib. Daselbst haben sie auch Isaak begraben und Rebekka, sein Weib. Daselbst habe ich auch Lea begraben, ^32in dem Acker und der Hoehle, die von den Kindern Heth gekauft ist. ^33Und da Jakob vollendet hatte die Gebote an seine Kinder, tat er seine Fuesse zusammen aufs Bett und verschied und ward versammelt zu seinem Volk. __________________________________________________________________ Kapitel 50 ^1Da fiel Joseph auf seines Vaters Angesicht und weinte ueber ihn und kuesste ihn. ^2Und Joseph befahl seinen Knechten, den Aerzten, das sie seinen Vater salbten. Und die Aerzte salbten Israel, ^3bis dass vierzig Tage um waren; denn so lange waehren die Salbetage. Und die Aegypter beweinten ihn siebzig Tage. ^4Da nun die Leidtage aus waren, redete Joseph mit Pharaos Gesinde und sprach: Habe ich Gnade vor euch gefunden, so redet mit Pharao und sprecht: ^5Mein Vater hat einen Eid von mir genommen und gesagt: Siehe, ich sterbe; begrabe mich in meinem Grabe, das ich mir im Lande Kanaan gegraben habe. So will ich nun hinaufziehen und meinen Vater begraben und wiederkommen. ^6Pharao sprach: Zieh hinauf und begrabe deinen Vater, wie du ihm geschworen hast. ^7Also zog Joseph hinauf, seinen Vater zu begraben. Und es zogen mit ihm alle Knechte Pharaos, die Aeltesten seines Hauses und alle Aeltesten des Landes Aegypten, ^8dazu das ganze Gesinde Josephs und seine Brueder und das Gesinde seines Vaters. Allein ihre Kinder, Schafe und Ochsen liessen sie im Lande Gosen. ^9Und es zogen mit ihm hinauf Wagen und Reisige, und war ein sehr grosses Heer. ^10Da sie nun an die Tenne Atad kamen, die jenseit des Jordans liegt, da hielten sie eine gar grosse und bittere Klage; und er trug ueber seinen Vater Leid sieben Tage. ^11Und da die Leute im Lande, die Kanaaniter, die Klage bei der Tenne Atad sahen, sprachen sie: Die Aegypter halten da grosse Klage. Daher heisst man den Ort: Der Aegypter Klage, welcher liegt jenseit des Jordans. ^12Und seine Kinder taten, wie er ihnen befohlen hatte, ^13und fuehrten ihn ins Land Kanaan und begruben ihn in der zwiefachen Hoehle des Ackers, die Abraham erkauft hatte mit dem Acker zum Erbbegraebnis von Ephron, dem Hethiter, gegenueber Mamre. ^14Als sie ihn nun begraben hatten, zog Joseph wieder nach Aegypten mit seinen Bruedern und mit allen, die mit ihm hinaufgezogen waren, seinen Vater zu begraben. ^15Die Brueder aber Josephs fuerchteten sich, da ihr Vater gestorben war, und sprachen: Joseph moechte uns Gram sein und vergelten alle Bosheit, die wir an ihm getan haben. ^16Darum liessen sie ihm sagen: Dein Vater befahl vor seinem Tod und sprach: ^17Also sollt ihr Joseph sagen: Vergib doch deinen Bruedern die Missetat und ihre Suende, dass sie so uebel an dir getan haben. So vergib doch nun diese Missetat uns, den Dienern des Gottes deines Vaters. Aber Joseph weinte, da sie solches mit ihm redeten. ^18Und seine Brueder gingen hin und fielen vor ihm nieder und sprachen: Siehe, wir sind deine Knechte. ^19Joseph sprach zu ihnen: Fuerchtet euch nicht, denn ich bin unter Gott. ^20Ihr gedachtet's boese mit mir zu machen; aber Gott gedachte es gut zu machen, dass er taete, wie es jetzt am Tage ist, zu erhalten viel Volks. ^21So fuerchtet euch nun nicht; ich will euch versorgen und eure Kinder. Und er troestete sie und redete freundlich mit ihnen. ^22Also wohnte Joseph in Aegypten mit seines Vaters Hause und lebte hundertundzehn Jahre ^23und sah Ephraims Kinder bis ins dritte Glied. Auch wurden dem Machir, Manasses Sohn, Kinder geboren auf den Schoss Josephs. ^24Und Joseph sprach zu seinen Bruedern: Ich sterbe, und Gott wird euch heimsuchen und aus diesem Lande fuehren in das Land, das er Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat. ^25Darum nahm er einen Eid von den Kindern Israel und sprach: Wenn euch Gott heimsuchen wird, so fuehret meine Gebeine von dannen. ^26Also starb Joseph, da er war hundertundzehn Jahre alt. Und sie salbten ihn und legten ihn in eine Lade in Aegypten. __________________________________________________________________ Exodus __________________________________________________________________ Kapitel 1 ^1Dies sind die Namen der Kinder Israel, die mit Jakob nach Aegypten kamen; ein jeglicher kam mit seinem Hause hinein: ^2Ruben, Simeon, Levi, Juda, ^3Isaschar, Sebulon, Benjamin, ^4Dan, Naphthali, Gad, Asser. ^5Und aller Seelen, die aus den Lenden Jakobs gekommen waren, deren waren siebzig. Joseph aber war zuvor in Aegypten. ^6Da nun Joseph gestorben war und alle seine Brueder und alle, die zu der Zeit gelebt hatten, ^7wuchsen die Kinder Israel und zeugten Kinder und mehrten sich und wurden sehr viel, dass ihrer das Land voll ward. ^8Da kam ein neuer Koenig auf in Aegypten, der wusste nichts von Joseph ^9und sprach zu seinem Volk: Siehe, des Volks der Kinder Israel ist viel und mehr als wir. ^10Wohlan, wir wollen sie mit List daempfen, dass ihrer nicht so viel werden. Denn wo sich ein Krieg erhoebe, moechten sie sich auch zu unsern Feinden schlagen und wider uns streiten und zum Lande ausziehen. ^11Und man setzte Fronvoegte ueber sie, die sie mit schweren Diensten druecken sollten; denn man baute dem Pharao die Staedte Pithon und Raemses zu Vorratshaeusern. ^12Aber je mehr sie das Volk drueckten, je mehr es sich mehrte und ausbreitete. Und sie hielten die Kinder Israel wie einen Greuel. ^13Und die Aegypter zwangen die Kinder Israel zum Dienst mit Unbarmherzigkeit ^14und machten ihnen ihr Leben sauer mit schwerer Arbeit in Ton und Ziegeln und mit allerlei Froenen auf dem Felde und mit allerlei Arbeit, die sie ihnen auflegten mit Unbarmherzigkeit. ^15Und der Koenig in Aegypten sprach zu den hebraeischen Wehmuettern, deren eine hiess Siphra und die andere Pua: ^16Wenn ihr den hebraeischen Weibern helft, und auf dem Stuhl seht, dass es ein Sohn ist, so toetet ihn; ist's aber eine Tochter, so lasst sie leben. ^17Aber die Wehmuetter fuerchteten Gott und taten nicht, wie der Koenig von Aegypten ihnen gesagt hatte, sondern liessen die Kinder leben. ^18Da rief der Koenig in Aegypten die Wehmuetter und sprach zu ihnen: Warum tut ihr das, dass ihr die Kinder leben lasset? ^19Die Wehmuetter antworteten Pharao: Die hebraeischen Weiber sind nicht wie die aegyptischen, denn sie sind harte Weiber; ehe die Wehmutter zu ihnen kommt, haben sie geboren. ^20Darum tat Gott den Wehmuettern Gutes. Und das Volk mehrte sich und ward sehr viel. ^21Und weil die Wehmuetter Gott fuerchteten, baute er ihnen Haeuser. ^22Da gebot Pharao allem seinem Volk und sprach: Alle Soehne, die geboren werden, werft ins Wasser, und alle Toechter lasst leben. __________________________________________________________________ Kapitel 2 ^1Und es ging ein Mann vom Hause Levi und nahm eine Tochter Levi. ^2Und das Weib ward schwanger und gebar einen Sohn. Und da sie sah, dass es ein feines Kind war, verbarg sie ihn drei Monate. ^3Und da sie ihn nicht laenger verbergen konnte, machte sie ein Kaestlein von Rohr und verklebte es mit Erdharz und Pech und legte das Kind darein und legte ihn in das Schilf am Ufer des Wassers. ^4Aber seine Schwester stand von ferne, dass sie erfahren wollte, wie es ihm gehen wuerde. ^5Und die Tochter Pharaos ging hernieder und wollte baden im Wasser; und ihre Jungfrauen gingen an dem Rande des Wassers. Und da sie das Kaestlein im Schilf sah, sandte sie ihre Magd hin und liess es holen. ^6Und da sie es auftat, sah sie das Kind; und siehe, das Knaeblein weinte. Da jammerte es sie, und sprach: Es ist der hebraeischen Kindlein eins. ^7Da sprach seine Schwester zu der Tochter Pharaos: Soll ich hingehen und der hebraeischen Weiber eine rufen, die da saeugt, dass sie dir das Kindlein saeuge? ^8Die Tochter Pharaos sprach zu ihr: Gehe hin. Die Jungfrau ging hin und rief des Kindes Mutter. ^9Da sprach Pharaos Tochter zu ihr: Nimm hin das Kindlein und saeuge mir's; ich will dir lohnen. Das Weib nahm das Kind und saeugte es. ^10Und da das Kind gross war, brachte sie es der Tochter Pharaos, und es ward ihr Sohn, und sie hiess ihn Mose; denn sie sprach: Ich habe ihn aus dem Wasser gezogen. ^11Zu den Zeiten, da Mose war gross geworden, ging er aus zu seinen Bruedern und sah ihre Last und ward gewahr, dass ein Aegypter schlug seiner Brueder, der Hebraeischen, einen. ^12Und er wandte sich hin und her, und da er sah, dass kein Mensch da war, erschlug er den Aegypter und scharrte ihn in den Sand. ^13Auf einen andern Tag ging er auch aus und sah zwei hebraeische Maenner sich miteinander zanken und sprach zu dem Ungerechten: Warum schlaegst du deinen Naechsten? ^14Er aber sprach: Wer hat dich zum Obersten oder Richter ueber uns gesetzt? Willst du mich auch erwuergen, wie du den Aegypter erwuergt hast? Da fuerchtete sich Mose und sprach: Wie ist das laut geworden? ^15Und es kam vor Pharao; der trachtete nach Mose, dass er ihn erwuergte. Aber Mose floh vor Pharao und blieb im Lande Midian und wohnte bei einem Brunnen. ^16Der Priester aber von Midian hatte sieben Toechter; die kamen, Wasser zu schoepfen, und fuellten die Rinnen, dass sie ihres Vaters Schafe traenkten. ^17Da kamen die Hirten und stiessen sie davon. Aber Mose machte sich auf und half ihnen und traenkte ihre Schafe. ^18Und da sie zu ihrem Vater Reguel kamen, sprach er: Wie seid ihr heute so bald gekommen? ^19Sie sprachen: Ein aegyptischer Mann errettete uns von den Hirten und schoepfte uns und traenkte die Schafe. ^20Er sprach zu seinen Toechtern: Wo ist er? Warum habt ihr den Mann gelassen, dass ihr ihn nicht ludet, mit uns zu essen? ^21Und Mose willigte darein, bei dem Manne zu bleiben. Und er gab Mose seine Tochter Zippora. ^22Die gebar einen Sohn; und er hiess ihn Gersom; denn er sprach: Ich bin ein Fremdling geworden im fremden Lande. ^23Lange Zeit aber darnach starb der Koenig in Aegypten. Und die Kinder Israel seufzten ueber ihre Arbeit und schrieen, und ihr Schreien ueber ihre Arbeit kam vor Gott. ^24Und Gott erhoerte ihr Wehklagen und gedachte an seinen Bund mit Abraham, Isaak und Jakob; ^25und er sah darein und nahm sich ihrer an. __________________________________________________________________ Kapitel 3 ^1Mose aber huetete die Schafe Jethros, seines Schwiegervaters, des Priesters in Midian, und trieb die Schafe hinter die Wueste und kam an den Berg Gottes, Horeb. ^2Und der Engel des HERRN erschien ihm in einer feurigen Flamme aus dem Busch. Und er sah, dass der Busch mit Feuer brannte und ward doch nicht verzehrt; ^3und sprach: ich will dahin und beschauen dies grosse Gesicht, warum der Busch nicht verbrennt. ^4Da aber der HERR sah, dass er hinging, zu sehen, rief ihm Gott aus dem Busch und sprach: Mose, Mose! Er antwortete: Hier bin ich. ^5Er sprach: Tritt nicht herzu, zieh deine Schuhe aus von deinen Fuessen; denn der Ort, darauf du stehst, ist ein heilig Land! ^6Und sprach weiter: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Und Mose verhuellte sein Angesicht; denn er fuerchtete sich Gott anzuschauen. ^7Und der HERR sprach: Ich habe gesehen das Elend meines Volkes in Aegypten und habe ihr Geschrei gehoert ueber die, so sie draengen; ich habe ihr Leid erkannt ^8und bin herniedergefahren, dass ich sie errette von der Aegypter Hand und sie ausfuehre aus diesem Lande in ein gutes und weites Land, in ein Land, darin Milch und Honig fliesst, an den Ort der Kanaaniter, Hethiter, Amoriter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter. ^9Weil nun das Geschrei der Kinder Israel vor mich gekommen ist, und ich auch dazu ihre Angst gesehen habe, wie die Aegypter sie aengsten, ^10so gehe nun hin, ich will dich zu Pharao senden, dass du mein Volk, die Kinder Israel, aus Aegypten fuehrest. ^11Mose sprach zu Gott: Wer bin ich, dass ich zu Pharao gehe und fuehre die Kinder Israel aus Aegypten? ^12Er sprach: Ich will mit dir sein. Und das soll dir ein Zeichen sein, dass ich dich gesandt habe: Wenn du mein Volk aus Aegypten gefuehrt hast, werdet ihr Gott opfern auf diesem Berge. ^13Mose sprach zu Gott: Siehe, wenn ich zu den Kindern Israel komme und spreche zu ihnen: Der Gott eurer Vaeter hat mich zu euch gesandt, und sie mir sagen werden: Wie heisst sein Name? was soll ich ihnen sagen? ^14Gott sprach zu Mose: ICH WERDE SEIN, DER ICH SEIN WERDE. Und sprach: Also sollst du den Kindern Israel sagen: ICH WERDE SEIN hat mich zu euch gesandt. ^15Und Gott sprach weiter zu Mose: Also sollst du den Kindern Israel sagen: Der HERR, eurer Vaeter Gott, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name ewiglich, dabei soll man mein Gedenken fuer und fuer. ^16Darum so gehe hin und versammle die Aeltesten in Israel und sprich zu ihnen: Der HERR, euer Vaeter Gott, ist mir erschienen, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs, und hat gesagt: Ich habe euch heimgesucht, und gesehen, was euch in Aegypten widerfahren ist, ^17und habe gesagt: ich will euch aus dem Elend Aegyptens fuehren in das Land der Kanaaniter, Hethiter, Amoriter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter, in das Land, darin Milch und Honig fliesst. ^18Und wenn sie deine Stimme hoeren, so sollst du und die Aeltesten in Israel hineingehen zum Koenig in Aegypten und zu ihm sagen: Der HERR, der Hebraeer Gott, hat uns gerufen. So lass uns nun gehen drei Tagereisen in die Wueste, dass wir opfern unserm Gott. ^19Aber ich weiss, dass euch der Koenig in Aegypten nicht wird ziehen lassen, ausser durch eine starke Hand. ^20Denn ich werde meine Hand ausstrecken und Aegypten schlagen mit allerlei Wundern, die ich darin tun werde. Darnach wird er euch ziehen lassen. ^21Und ich will diesem Volk Gnade geben vor den Aegyptern, dass, wenn ihr auszieht, ihr nicht leer auszieht; ^22sondern ein jeglich Weib soll von ihrer Nachbarin und Hausgenossin fordern silberne und goldene Gefaesse und Kleider; die sollt ihr auf eure Soehne und Toechter legen und von den Aegyptern zur Beute nehmen. __________________________________________________________________ Kapitel 4 ^1Mose antwortete und sprach: Siehe, sie werden mir nicht glauben noch meine Stimme hoeren, sondern werden sagen: Der HERR ist dir nicht erschienen. ^2Der HERR sprach zu ihm: Was ist's, was du in deiner Hand hast? Er sprach: Ein Stab. ^3Er sprach: Wirf ihn vor dir auf die Erde. Und er warf ihn von sich; da ward er zur Schlange, und Mose floh vor ihr. ^4Aber der HERR sprach zu ihm: Strecke deine Hand aus und erhasche sie bei dem Schwanz. Da streckte er seine Hand aus und hielt sie, und sie ward zum Stab in seiner Hand. ^5Darum werden sie glauben, dass dir erschienen sei der HERR, der Gott ihrer Vaeter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs. ^6Und der HERR sprach weiter zu ihm: Stecke deine Hand in deinen Busen. Und er steckte seine Hand in seinen Busen und zog sie wieder heraus; siehe, da war aussaetzig wie Schnee. ^7Und er sprach: Tue sie wieder in deinen Busen. Und er tat sie wieder in seinen Busen und zog sie heraus; siehe, da ward sie wieder wie sein anderes Fleisch. ^8Wenn sie dir nun nicht werden glauben noch deine Stimme hoeren bei dem einen Zeichen, so werden sie doch glauben deine Stimme bei dem andern Zeichen. ^9Wenn sie aber diesen zwei Zeichen nicht glauben werden noch deine Stimme hoeren, so nimm Wasser aus dem Strom und giess es auf das trockene Land, so wird das Wasser, das du aus dem Strom genommen hast, Blut werden auf dem trockenen Lande. ^10Mose aber sprach zu dem HERRN: Ach mein HERR, ich bin je und je nicht wohl beredt gewesen, auch nicht seit der Zeit, da du mit deinem Knecht geredet hast; denn ich habe eine schwere Sprache und eine schwere Zunge. ^11Der HERR sprach zu ihm: Wer hat dem Menschen den Mund geschaffen? Oder wer hat den Stummen oder Tauben oder Sehenden oder Blinden gemacht? Habe ich's nicht getan, der HERR? ^12So geh nun hin: Ich will mit deinem Munde sein und dich lehren, was du sagen sollst. ^13Mose sprach aber: Mein HERR, sende, welchen du senden willst. ^14Da ward der HERR sehr zornig ueber Mose und sprach: Weiss ich denn nicht, dass dein Bruder Aaron aus dem Stamm Levi beredt ist? und siehe, er wird herausgehen dir entgegen; und wenn er dich sieht, wir er sich von Herzen freuen. ^15Du sollst zu ihm reden und die Worte in seinen Mund legen. Und ich will mit deinem und seinem Munde sein und euch lehren, was ihr tun sollt. ^16Und er soll fuer dich zum Volk reden; er soll dein Mund sein, und du sollst sein Gott sein. ^17Und diesen Stab nimm in deine Hand, mit dem du die Zeichen tun sollst. ^18Mose ging hin und kam wieder zu Jethro, seinem Schwiegervater, und sprach zu ihm: Lass mich doch gehen, dass ich wieder zu meinen Bruedern komme, die in Aegypten sind, und sehe, ob sie noch leben. Jethro sprach zu ihm: Gehe hin mit Frieden. ^19Auch sprach der HERR zu ihm in Midian: Gehe hin und ziehe wieder nach Aegypten; denn die Leute sind tot, die nach deinem Leben standen. ^20Also nahm Mose sein Weib und seine Soehne und fuehrte sie auf einem Esel und zog wieder nach Aegyptenland und nahm den Stab Gottes in seine Hand. ^21Und der HERR sprach zu Mose: Siehe zu, wenn du wieder nach Aegypten kommst, dass du alle Wunder tust vor Pharao, die ich dir in deine Hand gegeben habe; aber ich will sein Herz verstocken, dass er das Volk nicht lassen wird. ^22Und du sollst zu ihm sagen: So sagt der HERR: Israel ist mein erstgeborener Sohn; ^23und ich gebiete dir, dass du meinen Sohn ziehen lassest, dass er mir diene. Wirst du dich des weigern, so will ich deinen erstgeborenen Sohn erwuergen. ^24Und als er unterwegs in der Herberge war, kam ihm der HERR entgegen und wollte ihn toeten. ^25Da nahm Zippora einen Stein und beschnitt ihrem Sohn die Vorhaut und ruehrte ihm seine Fuesse an und sprach: Du bist mir ein Blutbraeutigam. ^26Da liess er von ihm ab. Sie sprach aber Blutbraeutigam um der Beschneidung willen. ^27Und der HERR sprach zu Aaron: Gehe hin Mose entgegen in die Wueste. Und er ging hin und begegnete ihm am Berge Gottes und kuesste ihn. ^28Und Mose sagte Aaron alle Worte des HERRN, der ihn gesandt hatte, und alle Zeichen, die er ihm befohlen hatte. ^29Und sie gingen hin und versammelten alle Aeltesten von den Kindern Israel. ^30Und Aaron redete alle Worte, die der HERR mit Mose geredet hatte, und er tat die Zeichen vor dem Volk. ^31Und das Volk glaubte. Und da sie hoerten, dass der HERR die Kinder Israel heimgesucht und ihr Elend angesehen haette, neigten sie sich und beteten an. __________________________________________________________________ Kapitel 5 ^1Darnach ging Mose und Aaron hinein und sprachen zu Pharao: So sagt der HERR, der Gott Israels: Lass mein Volk ziehen, dass mir's ein Fest halte in der Wueste. ^2Pharao antwortete: Wer ist der HERR, des Stimme ich hoeren muesse und Israel ziehen lassen? Ich weiss nichts von dem HERRN, will auch Israel nicht lassen ziehen. ^3Sie sprachen: Der Hebraeer Gott hat uns gerufen; so lass uns nun hinziehen drei Tagereisen in die Wueste und dem HERRN, unserm Gott, opfern, dass uns nicht widerfahre Pestilenz oder Schwert. ^4Da sprach der Koenig in Aegypten zu ihnen: Du Mose und Aaron, warum wollt ihr das Volk von seiner Arbeit frei machen? Gehet hin an eure Dienste! ^5Weiter sprach Pharao: Siehe, des Volks ist schon zuviel im Lande, und ihr wollt sie noch feiern heissen von ihrem Dienst! ^6Darum befahl Pharao desselben Tages den Voegten des Volks und ihren Amtleuten und sprach: ^7Ihr sollt dem Volk nicht mehr Stroh sammeln und geben, dass sie Ziegel machen wie bisher; lasst sie selbst hingehen, und Stroh zusammenlesen, ^8und die Zahl der Ziegel, die sie bisher gemacht haben, sollt ihr ihnen gleichwohl auflegen und nichts mindern; denn sie gehen muessig, darum schreien sie und sprechen: Wir wollen hinziehen und unserm Gott opfern. ^9Man druecke die Leute mit Arbeit, dass sie zu schaffen haben und sich nicht kehren an falsche Rede. ^10Da gingen die Voegte des Volkes und ihre Amtleute aus und sprachen zum Volk: So spricht Pharao: Man wird euch kein Stroh geben; ^11geht ihr selbst hin und sammelt euch Stroh, wo ihr's findet; aber von eurer Arbeit soll nichts gemindert werden. ^12Da zerstreute sich das Volk ins ganze Land Aegypten, dass es Stoppeln sammelte, damit sie Stroh haetten. ^13Und die Voegte trieben sie und sprachen: Erfuellet euer Tagewerk, gleich als da ihr Stroh hattet. ^14Und die Amtleute der Kinder Israel, welche die Voegte Pharaos ueber sie gesetzt hatten, wurden geschlagen, und ward zu ihnen gesagt: Warum habt ihr weder heute noch gestern euer gesetztes Tagewerk getan wie bisher? ^15Da gingen hinein die Amtleute der Kinder Israel und schrien zu Pharao: Warum willst du mit deinen Knechten also fahren? ^16Man gibt den Knechten kein Stroh, und sie sollen die Ziegel machen, die uns bestimmt sind; siehe deine Knechte werden geschlagen, und dein Volk muss schuldig sein. ^17Pharao sprach: Ihr seid muessig, muessig seid ihr; darum sprecht ihr: Wir wollen hinziehen und dem HERRN opfern. ^18So gehet nun hin und froent; Stroh soll man euch nicht geben, aber die Anzahl der Ziegel sollt ihr schaffen. ^19Da sahen die Amtleute der Kinder Israel, dass es aerger ward, weil man sagte: Ihr sollt nichts mindern von dem Tagewerk an den Ziegeln. ^20Und da sie von Pharao gingen, begegneten sie Mose und Aaron und traten ihnen entgegen ^21und sprachen zu ihnen: Der HERR sehe auf euch und richte es, dass ihr unsern Geruch habt stinkend gemacht vor Pharao und seinen Knechten und habt ihnen das Schwert in die Haende gegeben, uns zu toeten. ^22Mose aber kam wieder zu dem HERRN und sprach: HERR, warum tust du so uebel an diesem Volk? Warum hast du mich hergesandt? ^23Denn seit dem, dass ich hineingegangen bin zu Pharao, mit ihm zu reden in deinem Namen, hat er das Volk noch haerter geplagt, und du hast dein Volk nicht errettet. __________________________________________________________________ Kapitel 6 ^1Der HERR sprach zu Mose: Nun sollst du sehen, was ich Pharao tun werde; denn durch eine starke Hand muss er sie lassen ziehen, er muss sie noch durch eine starke Hand aus seinem Lande von sich treiben. ^2Und Gott redete mit Mose und sprach zu ihm: Ich bin der HERR ^3und bin erschienen Abraham, Isaak und Jakob als der allmaechtige Gott; aber mein Name HERR ist ihnen nicht offenbart worden. ^4Auch habe ich einen Bund mit ihnen aufgerichtet, dass ich ihnen geben will das Land Kanaan, das Land ihrer Wallfahrt, darin sie Fremdlinge gewesen sind. ^5Auch habe ich gehoert die Wehklage der Kinder Israel, welche die Aegypter mit Froenen beschweren, und habe an meinen Bund gedacht. ^6Darum sage den Kindern Israel: Ich bin der HERR und will euch ausfuehren von euren Lasten in Aegypten und will euch erretten von eurem Froenen und will euch erloesen durch ausgereckten Arm und grosse Gerichte ^7und will euch annehmen zum Volk und will euer Gott sein, dass ihr's erfahren sollt, dass ich der HERR bin, euer Gott, der euch ausfuehrt von der Last Aegyptens ^8und euch bringt in das Land, darueber ich habe meine Hand gehoben, dass ich's gaebe Abraham, Isaak und Jakob; das will ich euch geben zu eigen, ich, der HERR. ^9Mose sagte solches den Kindern Israel; aber sie hoerten ihn nicht vor Seufzen und Angst vor harter Arbeit. ^10Da redete der HERR mit Mose und sprach: ^11Gehe hinein und rede mit Pharao, dem Koenig in Aegypten, dass er die Kinder Israel aus seinem Lande lasse. ^12Mose aber redete vor dem HERRN und sprach: Siehe, die Kinder Israel hoeren mich nicht; wie sollte mich denn Pharao hoeren? Dazu bin ich von unbeschnittenen Lippen. ^13Also redete der HERR mit Mose und Aaron und tat ihnen Befehl an die Kinder Israel und an Pharao, den Koenig in Aegypten, dass sie die Kinder Israel aus Aegypten fuehrten. ^14Dies sind die Haeupter in ihren Vaterhaeusern. Die Kinder Rubens, des ersten Sohnes Israels, sind diese: Henoch, Pallu, Hezron, Charmi. Das sind die Geschlechter von Ruben. ^15Die Kinder Simeons sind diese: Jemuel, Jamin, Ohad, Jachin, Zohar und Saul, der Sohn des kanaanaeischen Weibes. Das sind Simeons Geschlechter. ^16Dies sind die Namen der Kinder Levis nach ihren Geschlechtern: Gerson, Kahath, Merari. Aber Levi ward hundertsiebenunddreissig Jahre alt. ^17Die Kinder Gersons sind diese: Libni und Simei nach ihren Geschlechtern. ^18Die Kinder Kahaths sind diese: Amram, Jizhar, Hebron, Usiel. Kahath aber ward hundertdreiunddreissig Jahre alt. ^19Die Kinder Merari sind diese: Maheli und Musi. Das sind die Geschlechter Levis nach ihrer Abstammung. ^20Und Amram nahm seine Muhme Jochebed zum Weibe; die gebar ihm Aaron und Mose. Aber Amram ward hundertsiebenunddreissig Jahre alt. ^21Die Kinder Jizhars sind diese: Korah, Nepheg, Sichri. ^22Die Kinder Usiels sind diese: Misael, Elzaphan, Sithri. ^23Aaron nahm zum Weibe Eliseba, die Tochter Amminadabs, Nahessons Schwester; die gebar ihm Nadab, Abihu, Eleasar, Ithamar. ^24Die Kinder Korah sind diese: Assir, Elkana, Abiasaph. Das sind die Geschlechter der Korahiter. ^25Eleasar aber, Aarons Sohn, der nahm von den Toechtern Putiels ein Weib; die gebar ihm Pinehas. Das sind die Haeupter unter den Vaetern der Leviten-Geschlechter. ^26Das ist Aaron und Mose, zu denen der HERR sprach: Fuehret die Kinder Israel aus Aegyptenland mit ihrem Heer. ^27Sie sind's die mit Pharao, dem Koenig in Aegypten, redeten, dass sie die Kinder Israel aus Aegypten fuehrten, naemlich Mose und Aaron. ^28Und des Tages redete der HERR mit Mose in Aegyptenland ^29und sprach zu Ihm: Ich bin der HERR; rede mit Pharao, dem Koenig in Aegypten, alles, was ich mit dir rede. ^30Und er antwortete vor dem HERRN: Siehe, ich bin von unbeschnittenen Lippen; wie wird mich denn Pharao hoeren? __________________________________________________________________ Kapitel 7 ^1Der HERR sprach zu Mose: Siehe, ich habe dich zu einem Gott gesetzt ueber Pharao, und Aaron, dein Bruder, soll dein Prophet sein. ^2Du sollst reden alles, was ich dir gebieten werde; aber Aaron, dein Bruder, soll's vor Pharao reden, dass er die Kinder Israel aus seinem Lande lasse. ^3Aber ich will Pharaos Herz verhaerten, dass ich meiner Zeichen und Wunder viel tue in Aegyptenland. ^4Und Pharao wird euch nicht hoeren, auf dass ich meine Hand in Aegypten beweise und fuehre mein Heer, mein Volk, die Kinder Israel, aus Aegyptenland durch grosse Gerichte. ^5Und die Aegypter sollen's innewerden, dass ich der HERR bin, wenn ich nun meine Hand ueber Aegypten ausstrecken und die Kinder Israel von ihnen wegfuehren werde. ^6Mose und Aaron taten, wie ihnen Gott geboten hatte. ^7Und Mose war achtzig Jahre alt und Aaron dreiundachtzig Jahre alt, da sie mit Pharao redeten ^8Und der HERR sprach zu Mose und Aaron: ^9Wenn Pharao zu euch sagen wird: Beweist eure Wunder, so sollst du zu Aaron sagen: Nimm deinen Stab und wirf ihn vor Pharao, dass er zur Schlange werde. ^10Da gingen Mose und Aaron hinein zu Pharao und taten, wie ihnen der HERR geboten hatte. Und Aaron warf seinen Stab vor Pharao und vor seinen Knechten, und er ward zur Schlange. ^11Da forderte Pharao die Weisen und Zauberer; und die aegyptischen Zauberer taten auch also mit ihrem Beschwoeren: ^12ein jeglicher warf seinen Stab von sich, da wurden Schlangen daraus; aber Aarons Stab verschlang ihre Staebe. ^13Also ward das Herz Pharaos verstockt, und er hoerte sie nicht, wie denn der HERR geredet hatte. ^14Und der HERR sprach zu Mose: Das Herz Pharaos ist hart; er weigert sich das Volk zu lassen. ^15Gehe hin zu Pharao morgen. Siehe, er wird ins Wasser gehen; so tritt ihm entgegen an das Ufer des Wassers und nimm den Stab in deine Hand, der zur Schlange ward, ^16und sprich zu ihm: Der HERR, der Hebraeer Gott, hat mich zu dir gesandt und lassen sagen: Lass mein Volk, dass mir's diene in der Wueste. Aber du hast bisher nicht wollen hoeren. ^17Darum spricht der HERR also: Daran sollst du erfahren, dass ich der HERR bin. Siehe, ich will mit dem Stabe, den ich in meiner Hand habe, das Wasser schlagen, das in dem Strom ist, und es soll in Blut verwandelt werden, ^18dass die Fische im Strom sterben sollen und der Strom stinken; und den Aegyptern wird ekeln, zu trinken das Wasser aus dem Strom. ^19Und der HERR sprach zu Mose: Sage Aaron: Nimm deinen Stab und recke deine Hand aus ueber die Wasser in Aegypten, ueber ihre Baeche und Stroeme und Seen und ueber alle Wassersuempfe, dass sie Blut werden; und es sei Blut in ganz Aegyptenland, in hoelzernen und in steinernen Gefaessen. ^20Mose und Aaron taten, wie ihnen der HERR geboten hatte, und er hob den Stab auf und schlug ins Wasser, das im Strom war, vor Pharao und seinen Knechten. Und alles Wasser ward in Blut verwandelt. ^21Und die Fische im Strom starben, und der Strom ward stinkend, dass die Aegypter nicht trinken konnten das Wasser aus dem Strom; und es war Blut in ganz Aegyptenland. ^22Und die aegyptischen Zauberer taten auch also mit ihrem Beschwoeren. Also ward das Herz Pharaos verstockt, und er hoerte sie nicht, wie denn der HERR geredet hatte. ^23Und Pharao wandte sich und ging heim und nahm's nicht zu Herzen. ^24Aber alle Aegypter gruben nach Wasser um den Strom her, zu trinken; denn das Wasser aus dem Strom konnten sie nicht trinken. ^25Und das waehrte sieben Tage lang, dass der HERR den Strom schlug. __________________________________________________________________ Kapitel 8 ^1Der HERR sprach zu Mose: Gehe hinein zu Pharao und sprich zu ihm: So sagt der HERR: Lass mein Volk, dass mir's diene. ^2Wo du dich weigerst, siehe, so will ich all dein Gebiet mit Froeschen plagen, ^3dass der Strom soll von Froeschen wimmeln; die sollen heraufkriechen und kommen in dein Haus, in deine Schlafkammer, auch in die Haeuser deiner Knechte, unter dein Volk, in deine Backoefen und in deine Teige; ^4und die Froesche sollen auf dich und auf dein Volk und auf alle deine Knechte kriechen. ^5Und der HERR sprach zu Mose: Sage Aaron: Recke deine Hand aus mit deinem Stabe ueber die Baeche und Stroeme und Seen und lass Froesche ueber Aegyptenland kommen. ^6Und Aaron reckte seine Hand ueber die Wasser in Aegypten, und es kamen Froesche herauf, dass Aegyptenland bedeckt ward. ^7Da taten die Zauberer auch also mit ihrem Beschwoeren und liessen Froesche ueber Aegyptenland kommen. ^8Da forderte Pharao Mose und Aaron und sprach: Bittet den HERRN fuer mich, dass er die Froesche von mir und von meinem Volk nehme, so will ich das Volk lassen, dass es dem HERRN opfere. ^9Mose sprach: Habe du die Ehre vor mir und bestimme mir, wann ich fuer dich, fuer deine Knechte und fuer dein Volk bitten soll, dass die Froesche von dir und von deinem Haus vertrieben werden und allein im Strom bleiben. ^10Er sprach: Morgen. Er sprach: Wie du gesagt hast. Auf dass du erfahrest, dass niemand ist wie der HERR, unser Gott, ^11so sollen die Froesche von dir, von deinem Hause, von deinen Knechten und von deinem Volk genommen werden und allein in Strom bleiben. ^12Also gingen Mose und Aaron von Pharao; und Mose schrie zu dem HERRN der Froesche halben, wie er Pharao hatte zugesagt. ^13Und der HERR tat, wie Mose gesagt hatte; und die Froesche starben in den Haeusern, in den Hoefen und auf dem Felde. ^14Und sie haeuften sie zusammen, hier einen Haufen und da einen Haufen, und das Land stank davon. ^15Da aber Pharao sah, dass er Luft gekriegt hatte, verhaertete er sein Herz und hoerte sie nicht, wie denn der HERR geredet hatte. ^16Und der HERR sprach zu Mose: Sage Aaron: Recke deinen Stab aus und schlage in den Staub auf der Erde, dass Stechmuecken werden in ganz Aegyptenland. ^17Sie taten also, und Aaron reckte seine Hand aus mit dem Stabe und schlug in den Staub auf der Erde. Und es wurden Muecken an den Menschen und an dem Vieh; aller Staub des Landes ward zu Muecken in ganz Aegyptenland. ^18Die Zauberer taten auch also mit ihrem Beschwoeren, dass sie Muecken herausbraechten, aber sie konnten nicht. Und die Muecken waren sowohl an den Menschen als an Vieh. ^19Da sprachen die Zauberer zu Pharao: Das ist Gottes Finger. Aber das Herz Pharaos ward verstockt, und er hoerte sie nicht, wie denn der HERR gesagt hatte. ^20Und der HERR sprach zu Mose: Mache dich morgen frueh auf und tritt vor Pharao (siehe, er wird ans Wasser gehen) und sprich zu ihm: So sagt der HERR: Lass mein Volk, dass es mir diene; ^21wo nicht, siehe, so will ich allerlei Ungeziefer lassen kommen ueber dich, deine Knechte, dein Volk und dein Haus, dass aller Aegypter Haeuser und das Feld und was darauf ist, voll Ungeziefer werden sollen. ^22Und ich will des Tages ein Besonderes tun mit dem Lande Gosen, da sich mein Volk aufhaelt, dass kein Ungeziefer da sei; auf dass du innewerdest, dass ich der HERR bin auf Erden allenthalben; ^23und will eine Erloesung setzen zwischen meinem und deinem Volk; morgen soll das Zeichen geschehen. ^24Und der HERR tat also, und es kam viel Ungeziefer in Pharaos Haus, in seiner Knechte Haeuser und ueber ganz Aegyptenland; und das Land ward verderbt von dem Ungeziefer. ^25Da forderte Pharao Mose und Aaron und sprach: Gehet hin, opfert eurem Gott hier im Lande. ^26Mose sprach: Das taugt nicht, dass wir also tun; denn wir wuerden der Aegypter Greuel opfern unserm Gott, dem HERRN; siehe, wenn wir der Aegypter Greuel vor ihren Augen opferten, wuerden sie uns nicht steinigen? ^27Drei Tagereisen wollen wir gehen in die Wueste und dem HERRN, unserm Gott, opfern, wie er uns gesagt hat. ^28Pharao sprach: Ich will euch lassen, dass ihr dem HERRN, eurem Gott, opfert in der Wueste; allein, dass ihr nicht ferner zieht; und bittet fuer mich. ^29Mose sprach: Siehe, wenn ich hinaus von dir komme, so will ich den HERRN bitten, dass dies Ungeziefer von Pharao und seinen Knechten und seinem Volk genommen werde morgen des Tages; allein taeusche mich nicht mehr, dass du das Volk nicht lassest, dem HERRN zu opfern. ^30Und Mose ging hinaus von Pharao und bat den HERRN. ^31Und der HERR tat, wie Mose gesagt hatte, und schaffte das Ungeziefer weg von Pharao, von seinen Knechten und von seinem Volk, dass nicht eines uebrigblieb. ^32Aber Pharao verhaertete sein Herz auch dieses Mal und liess das Volk nicht. __________________________________________________________________ Kapitel 9 ^1Der HERR sprach zu Mose: Gehe hinein zu Pharao und sprich zu ihm: Also sagt der HERR, der Gott der Hebraeer: Lass mein Volk, dass sie mir dienen. ^2Wo du dich des weigerst und sie weiter aufhaeltst, ^3siehe, so wird die Hand des HERRN sein ueber dein Vieh auf dem Felde, ueber Pferde, ueber Esel, ueber Kamele, ueber Ochsen, ueber Schafe, mit einer sehr schweren Pestilenz. ^4Und der HERR wird ein Besonderes tun zwischen dem Vieh der Israeliten und der Aegypter, dass nichts sterbe aus allem, was die Kinder Israel haben. ^5Und der HERR bestimmte eine Zeit und sprach: Morgen wird der HERR solches auf Erden tun. ^6Und der HERR tat solches des Morgens, und es starb allerlei Vieh der Aegypter; aber des Viehs der Kinder Israel starb nicht eins. ^7Und Pharao sandte darnach, und siehe, es war des Viehs Israels nicht eins gestorben. Aber das Herz Pharaos ward verstockt, und er liess das Volk nicht. ^8Da sprach der HERR zu Mose und Aaron: Nehmet eure Faeuste voll Russ aus dem Ofen, und Mose sprenge ihn gen Himmel vor Pharao, ^9dass es ueber ganz Aegyptenland staeube und boese schwarze Blattern auffahren an den Menschen und am Vieh in ganz Aegyptenland. ^10Und sie nahmen Russ aus dem Ofen und traten vor Pharao, und Mose sprengte ihn gen Himmel. Da fuhren auf boese schwarze Blattern an den Menschen und am Vieh, ^11also dass die Zauberer nicht konnten vor Mose stehen vor den boesen Blattern; denn es waren an den Zauberern ebensowohl boese Blattern als an allen Aegyptern. ^12Aber der HERR verstockte das Herz Pharaos, dass er sie nicht hoerte, wie denn der HERR gesagt hatte. ^13Da sprach der HERR zu Mose: Mache dich morgen frueh auf und tritt vor Pharao und sprich zu ihm: So sagt der HERR, der Hebraeer Gott: Lass mein Volk, dass mir's diene; ^14ich will sonst diesmal alle meine Plagen ueber dich selbst senden, ueber deine Knechte und ueber dein Volk, dass du innewerden sollst, dass meinesgleichen nicht ist in allen Landen. ^15Denn ich haette schon jetzt meine Hand ausgereckt und dich und dein Volk mit Pestilenz geschlagen, dass du von der Erde vertilgt wuerdest. ^16Aber darum habe ich dich erhalten, dass meine Kraft an dir erscheine und mein Name verkuendigt werde in allen Landen. ^17Du trittst mein Volk noch unter dich und willst's nicht lassen. ^18Siehe, ich will morgen um diese Zeit einen sehr grossen Hagel regnen lassen, desgleichen in Aegypten nicht gewesen ist, seitdem es gegruendet ist, bis her. ^19Und nun sende hin und verwahre dein Vieh, und alles, was du auf dem Felde hast. Denn alle Menschen und das Vieh, das auf dem Felde gefunden wird und nicht in die Haeuser versammelt ist, so der Hagel auf sie faellt, werden sterben. ^20Wer nun unter den Knechten Pharaos des HERRN Wort fuerchtete, der liess seine Knechte und sein Vieh in die Haeuser fliehen. ^21Welcher Herz aber sich nicht kehrte an des HERRN Wort, die liessen ihre Knechte und ihr Vieh auf dem Felde. ^22Da sprach der Herr zu Mose: Recke deine Hand aus gen Himmel, dass es hagle ueber ganz Aegyptenland, ueber Menschen, ueber Vieh und ueber alles Kraut auf dem Felde in Aegyptenland. ^23Also reckte Mose seinen Stab gen Himmel, und der HERR liess donnern und hageln, dass das Feuer auf die Erde schoss. Also liess der HERR Hagel regnen ueber Aegyptenland, ^24dass Hagel und Feuer untereinander fuhren, so grausam, dass desgleichen in ganz Aegyptenland nie gewesen war, seitdem Leute darin gewesen sind. ^25Und der Hagel schlug in ganz Aegyptenland alles, was auf dem Felde war, Menschen und Vieh, und schlug alles Kraut auf dem Felde und zerbrach alle Baeume auf dem Felde. ^26Allein im Lande Gosen, da die Kinder Israel wohnten, da hagelte es nicht. ^27Da schickte Pharao hin und liess Mose und Aaron rufen und sprach zu ihnen: Ich habe dasmal mich versuendigt; der HERR ist gerecht, ich aber und mein Volk sind Gottlose. ^28Bittet aber den Herrn, dass er aufhoere solch Donnern und Hageln Gottes, so will ich euch lassen, dass ihr nicht laenger hier bleibet. ^29Mose sprach: Wenn ich zur Stadt hinauskomme, so will ich meine Haende ausbreiten gegen den HERRN; so wird der Donner aufhoeren und kein Hagel mehr sein, dass du innewerdest, dass die Erde des HERRN sei. ^30Ich weiss aber, dass du und deine Knechte euch noch nicht fuerchtet vor Gott dem HERRN. ^31Also ward geschlagen der Flachs und die Gerste; denn die Gerste hatte geschosst und der Flachs Knoten gewonnen. ^32Aber der Weizen und Spelt ward nicht geschlagen, denn es war Spaetgetreide. ^33So ging nun Mose von Pharao zur Stadt hinaus und breitete seine Haende gegen den HERRN, und der Donner und Hagel hoerten auf, und der Regen troff nicht mehr auf die Erde. ^34Da aber Pharao sah, dass der Regen und Donner und Hagel aufhoerte, versuendigte er sich weiter und verhaertete sein Herz, er und seine Knechte. ^35Also ward des Pharao Herz verstockt, dass er die Kinder Israel nicht liess, wie denn der HERR geredet hatte durch Mose. __________________________________________________________________ Kapitel 10 ^1Und der HERR sprach zu Mose: Gehe hinein zu Pharao; denn ich habe sein und seiner Knechte Herz verhaertet, auf dass ich diese meine Zeichen unter ihnen tue, ^2und dass du verkuendigest vor den Ohren deiner Kinder und deiner Kindeskinder, was ich in Aegypten ausgerichtet habe und wie ich meine Zeichen unter ihnen getan habe, dass ihr wisset: Ich bin der HERR. ^3Also gingen Mose und Aaron hinein zu Pharao und sprachen zu ihm: So spricht der HERR, der Hebraeer Gott: Wie lange weigerst du dich, dich vor mir zu demuetigen, dass du mein Volk lassest, mir zu dienen? ^4Weigerst du dich, mein Volk zu lassen, siehe, so will ich morgen Heuschrecken kommen lassen an allen Orten, ^5dass sie das Land bedecken, also dass man das Land nicht sehen koenne; und sie sollen fressen, was euch uebrig und errettet ist vor dem Hagel, und sollen alle gruenenden Baeume fressen auf dem Felde ^6und sollen erfuellen dein Haus, aller deiner Knechte Haeuser und aller Aegypter Haeuser, desgleichen nicht gesehen haben deine Vaeter und deiner Vaeter Vaeter, seitdem sie auf Erden gewesen bis auf diesen Tag. Und er wandte sich und ging von Pharao hinaus. ^7Da sprachen die Knechte Pharaos zu ihm: Wie lange sollen wir mit diesem Manne geplagt sein? Lass die Leute ziehen, dass sie dem HERRN, ihrem Gott, dienen. Willst du zuvor erfahren dass Aegypten untergegangen sei? ^8Mose und Aaron wurden wieder zu Pharao gebracht; der sprach zu ihnen: Gehet hin und dienet dem HERRN, eurem Gott. Welche sind es aber, die hinziehen sollen? ^9Mose sprach: Wir wollen hinziehen mit jung und alt, mit Soehnen und Toechtern, mit Schafen und Rindern; denn wir haben ein Fest des HERRN. ^10Er sprach zu ihnen: O ja, der HERR sei mit euch! Sollte ich euch und eure Kinder dazu ziehen lassen? Sehet da, ob ihr nicht Boeses vorhabt! ^11Nicht also, sondern ihr Maenner ziehet hin und dienet dem HERRN; denn das habt ihr auch gesucht. Und man stiess sie heraus von Pharao. ^12Da sprach der HERR zu Mose: Recke deine Hand ueber Aegyptenland, dass Heuschrecken auf Aegyptenland kommen und fressen alles Kraut im Lande auf samt allem dem, was der Hagel uebriggelassen hat. ^13Mose reckte seinen Stab ueber Aegyptenland; und der HERR trieb einen Ostwind ins Land den ganzen Tag und die ganze Nacht; und des Morgens fuehrte der Ostwind die Heuschrecken her. ^14Und sie kamen ueber das ganze Aegyptenland und liessen sich nieder an allen Orten in Aegypten, so sehr viel, dass zuvor desgleichen nie gewesen ist noch hinfort sein wird. ^15Denn sie bedeckten das Land und verfinsterten es. Und sie frassen alles Kraut im Lande auf und alle Fruechte auf den Baeumen, die der Hagel uebriggelassen hatte, und liessen nichts Gruenes uebrig an den Baeumen und am Kraut auf dem Felde in ganz Aegyptenland. ^16Da forderte Pharao eilend Mose und Aaron und sprach: Ich habe mich versuendigt an dem HERRN, eurem Gott, und an euch; ^17vergebt mir meine Suende nur noch diesmal und bittet den HERRN, euren Gott, dass er doch nur diesen Tod von mir wegnehme. ^18Und er ging aus von Pharao und bat den HERRN. ^19Da wendete der HERR den Wind, also dass er sehr stark aus Westen ging und hob die Heuschrecken auf und warf sie ins Schilfmeer, dass nicht eine uebrigblieb an allen Orten Aegyptens. ^20Aber der HERR verstockte Pharaos Herz, dass er die Kinder Israel nicht liess. ^21Der HERR sprach zu Mose: Recke deine Hand gen Himmel, dass es so finster werde in Aegyptenland, dass man's greifen mag. ^22Und Mose reckte seine Hand gen Himmel; da ward eine dicke Finsternis in ganz Aegyptenland drei Tage, ^23dass niemand den andern sah noch aufstand von dem Ort, da er war, in drei Tagen. Aber bei allen Kindern Israel war es licht in ihren Wohnungen. ^24Da forderte Pharao Mose und sprach: Ziehet hin und dienet dem Herrn; allein eure Schafe und Rinder lasst hier; lasst auch eure Kindlein mit euch ziehen. ^25Mose sprach: Du musst uns auch Opfer und Brandopfer geben, die wir unserm Gott, dem HERRN, tun moegen. ^26Unser Vieh soll mit uns gehen und nicht eine Klaue dahintenbleiben; denn wir wissen nicht, womit wir dem HERRN dienen sollen, bis wir dahin kommen. ^27Aber der HERR verstockte das Herz Pharao dass er sie nicht lassen wollte. ^28Und Pharao sprach zu ihm: Gehe von mir und huete dich, dass du nicht mehr vor meine Augen kommst; denn welches Tages du vor meine Augen kommst, sollst du sterben. ^29Mose antwortete: Wie du gesagt hast; ich will nicht mehr vor deine Augen kommen. __________________________________________________________________ Kapitel 11 ^1Und der HERR sprach zu Mose: Ich will noch eine Plage ueber Pharao und Aegypten kommen lassen; darnach wird er euch von hinnen lassen und wird nicht allein alles lassen, sondern euch von hinnen treiben. ^2So sage nun vor dem Volk, dass ein jeglicher von seinem Naechsten und eine jegliche von ihrer Naechsten silberne und goldene Gefaesse fordere. ^3Und der HERR gab dem Volk Gnade vor den Aegyptern. Und Mose war ein sehr grosser Mann in Aegyptenland vor den Knechten Pharaos und vor dem Volk. ^4Und Mose sprach: So sagt der HERR: Ich will zu Mitternacht ausgehen in Aegyptenland; ^5und alle Erstgeburt in Aegyptenland soll sterben, von dem ersten Sohn Pharaos an, der auf seinem Stuhl sitzt, bis an den ersten Sohn der Magd, die hinter der Muehle ist, und alle Erstgeburt unter dem Vieh; ^6und wird ein grosses Geschrei sein in ganz Aegyptenland, desgleichen nie gewesen ist noch werden wird; ^7aber bei allen Kindern Israel soll nicht ein Hund mucken, unter Menschen sowohl als unter Vieh, auf dass ihr erfahret, wie der HERR Aegypten und Israel scheide. ^8Dann werden zu mir herabkommen alle diese deine Knechte und mir zu Fuessen fallen und sagen: Zieh aus, du und alles Volk, das unter dir ist. Darnach will ich ausziehen. Und er ging von Pharao mit grimmigem Zorn. ^9Der HERR aber sprach zu Mose: Pharao hoert euch nicht, auf dass viele Wunder geschehen in Aegyptenland. ^10Und Mose und Aaron haben diese Wunder alle getan vor Pharao; aber der HERR verstockte sein Herz, dass er die Kinder Israel nicht lassen wollte aus seinem Lande. __________________________________________________________________ Kapitel 12 ^1Der HERR aber sprach zu Mose und Aaron in Aegyptenland: ^2Dieser Monat soll bei euch der erste Monat sein, und von ihm sollt ihr die Monates des Jahres anheben. ^3Sagt der ganzen Gemeinde Israel und sprecht: Am zehnten Tage dieses Monats nehme ein jeglicher ein Lamm, wo ein Hausvater ist, je ein Lamm zu einem Haus. ^4Wo ihrer aber in einem Hause zu einem Lamm zu wenig sind, so nehme er's und sein naechster Nachbar an seinem Hause, bis ihrer so viel wird, dass sie das Lamm aufessen koennen. ^5Ihr sollt aber ein solches Lamm nehmen, daran kein Fehl ist, ein Maennlein und ein Jahr alt; von den Schafen und Ziegen sollt ihr's nehmen ^6und sollt's behalten bis auf den vierzehnten Tag des Monats. Und ein jegliches Haeuflein im ganzen Israel soll's schlachten gegen Abend. ^7Und sollt von seinem Blut nehmen und beide Pfosten der Tuer und die obere Schwelle damit bestreichen an den Haeusern, darin sie es essen. ^8Und sollt also das Fleisch essen in derselben Nacht, am Feuer gebraten, und ungesaeuertes Brot, und sollt es mit bitteren Kraeutern essen. ^9Ihr sollt's nicht roh essen noch mit Wasser gesotten, sondern am Feuer gebraten, sein Haupt mit seinen Schenkeln und Eingeweiden. ^10Und sollt nichts davon uebriglassen bis morgen; wo aber etwas uebrigbleibt bis morgen, sollt ihr's mit Feuer verbrennen. ^11Also sollt ihr's aber essen: Um eure Lenden sollt ihr geguertet sein und eure Schuhe an den Fuessen haben und Staebe in euren Haenden, und sollt's essen, als die hinwegeilen; denn es ist des HERRN Passah. ^12Denn ich will in derselben Nacht durch Aegyptenland gehen und alle Erstgeburt schlagen in Aegyptenland, unter den Menschen und unter dem Vieh, und will meine Strafe beweisen an allen Goettern der Aegypter, ich, der HERR. ^13Und das Blut soll euer Zeichen sein an den Haeusern, darin ihr seid, dass, wenn ich das Blut sehe, an euch voruebergehe und euch nicht die Plage widerfahre, die euch verderbe, wenn ich Aegyptenland schlage. ^14Ihr sollt diesen Tag haben zum Gedaechtnis und sollt ihn feiern dem HERRN zum Fest, ihr und alle eure Nachkommen, zur ewigen Weise. ^15Sieben Tage sollt ihr ungesaeuertes Brot essen; naemlich am ersten Tage sollt ihr den Sauerteig aus euren Haeusern tun. Wer gesaeuertes Brot isst vom ersten Tage an bis auf den siebenten, des Seele soll ausgerottet werden von Israel. ^16Der Tag soll heilig sein, dass ihr zusammenkommt; und der siebente soll auch heilig sein, dass ihr zusammenkommt. Keine Arbeit sollt ihr an dem tun; ausser, was zur Speise gehoert fuer allerlei Seelen, das allein moegt ihr fuer euch tun. ^17Und haltet das ungesaeuerte Brot; denn eben an demselben Tage habe ich euer Heer aus Aegyptenland gefuehrt; darum sollt ihr diesen Tag halten, ihr und alle eure Nachkommen, zur ewigen Weise. ^18Am vierzehnten Tage des ersten Monats, des Abends, sollt ihr ungesaeuertes Brot essen bis an den einundzwanzigsten Tag des Monats an dem Abend, ^19dass man sieben Tage keinen Sauerteig finde in euren Haeusern. Denn wer gesaeuertes Brot isst, des Seele soll ausgerottet werden aus der Gemeinde Israel, es sei ein Fremdling oder Einheimischer im Lande. ^20Darum so esset kein gesaeuertes Brot, sondern eitel ungesaeuertes Brot in allen euren Wohnungen. ^21Und Mose forderte alle Aeltesten in Israel und sprach zu ihnen: Leset aus und nehmet Schafe fuer euch nach euren Geschlechtern und schlachtet das Passah. ^22Und nehmet ein Bueschel Isop und taucht in das Blut in dem Becken und beruehret damit die Oberschwelle und die zwei Pfosten. Und gehe kein Mensch zu seiner Haustuer heraus bis an den Morgen. ^23Denn der HERR wird umhergehen und die Aegypter plagen. Und wenn er das Blut sehen wird an der Oberschwelle und den zwei Pfosten, wird er an der Tuer voruebergehen und den Verderber nicht in eure Haeuser kommen lassen, zu plagen. ^24Darum so halte diese Weise fuer dich und deine Kinder ewiglich. ^25Und wenn ihr in das Land kommt, das euch der HERR geben wird, wie er geredet hat, so haltet diesen Dienst. ^26Und wenn eure Kinder werden zu euch sagen: Was habt ihr da fuer einen Dienst? ^27sollt ihr sagen: Es ist das Passahopfer des HERRN, der an den Kindern Israel vorueberging in Aegypten, da er die Aegypter plagte und unsere Haeuser errettete. Da neigte sich das Volk und betete an. ^28Und die Kinder Israel gingen hin und taten, wie der HERR Mose und Aaron geboten hatte. ^29Und zur Mitternacht schlug der HERR alle Erstgeburt in Aegyptenland von dem ersten Sohn Pharaos an, der auf seinem Stuhl sass, bis auf den ersten Sohn des Gefangenen im Gefaengnis und alle Erstgeburt des Viehs. ^30Da stand Pharao auf und alle seine Knechte in derselben Nacht und alle Aegypter, und ward ein grosses Geschrei in Aegypten; denn es war kein Haus, darin nicht ein Toter war. ^31Und er forderte Moses und Aaron in der Nacht und sprach: Macht euch auf und ziehet aus von meinem Volk, ihr und die Kinder Israel; gehet hin und dienet dem HERRN, wie ihr gesagt habt. ^32Nehmet auch mit euch eure Schafe und Rinder, wie ihr gesagt habt; gehet hin und segnet mich auch. ^33Und die Aegypter draengten das Volk, dass sie es eilend aus dem Lande trieben; denn sie sprachen: Wir sind alle des Todes. ^34Und das Volk trug den rohen Teig, ehe denn er versaeuert war, zu ihrer Speise, gebunden in ihren Kleidern, auf ihren Achseln. ^35Und die Kinder Israel hatten getan, wie Mose gesagt hatte, und von den Aegyptern gefordert silberne und goldene Geraete und Kleider. ^36Dazu hatte der HERR dem Volk Gnade gegeben vor den Aegyptern, dass sie ihnen willfaehrig waren; und so nahmen sie es von den Aegyptern zur Beute. ^37Also zogen aus die Kinder Israel von Raemses gen Sukkoth, sechshunderttausend Mann zu Fuss ohne die Kinder. ^38Und es zog auch mit ihnen viel Poebelvolk und Schafe und Rinder, sehr viel Vieh. ^39Und sie buken aus dem rohen Teig, den sie aus Aegypten brachten, ungesaeuerte Kuchen; denn es war nicht gesaeuert, weil sie aus Aegypten gestossen wurden und nicht verziehen konnten und sich sonst keine Zehrung zubereitet hatten. ^40Die Zeit aber, die die Kinder Israel in Aegypten gewohnt haben, ist vierhundertunddreissig Jahre. ^41Da dieselben um waren, ging das ganze Heer des HERRN auf einen Tag aus Aegyptenland. ^42Darum wird diese Nacht dem HERRN gehalten, dass er sie aus Aegyptenland gefuehrt hat; und die Kinder Israel sollen sie dem HERRN halten, sie und ihre Nachkommen. ^43Und der HERR sprach zu Mose und Aaron: Dies ist die Weise Passah zu halten. Kein Fremder soll davon essen. ^44Aber wer ein erkaufter Knecht ist, den beschneide man, und dann esse er davon. ^45Ein Beisass und Mietling sollen nicht davon essen. ^46In einem Hause soll man's essen; ihr sollt nichts von seinem Fleisch hinaus vor das Haus tragen und sollt kein Bein an ihm zerbrechen. ^47Die ganze Gemeinde Israel soll solches tun. ^48So aber ein Fremdling bei dir wohnt und dem HERRN das Passah halten will, der beschneide alles, was maennlich ist; alsdann mache er sich herzu, dass er solches tue, und sei wie ein Einheimischer des Landes; denn kein Unbeschnittener soll davon essen. ^49Einerlei Gesetz sei dem Einheimischen und dem Fremdling, der unter euch wohnt. ^50Und alle Kinder Israel taten, wie der HERR Mose und Aaron hatte geboten. ^51Also fuehrte der HERR auf einen Tag die Kinder Israel aus Aegyptenland mit ihrem Heer. __________________________________________________________________ Kapitel 13 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Heilige mir alle Erstgeburt, die allerlei Mutter bricht bei den Kindern Israel, unter den Menschen und unter dem Vieh; denn sie sind mein. ^3Da sprach Mose zum Volk: Gedenket an diesen Tag, an dem ihr aus Aegypten, aus dem Diensthause, gegangen seid, dass der HERR euch mit maechtiger Hand von hinnen hat ausgefuehrt; darum sollst du nicht Sauerteig essen. ^4Heute seid ihr ausgegangen, in dem Monat Abib. ^5Wenn dich nun der HERR bringen wird in das Land der Kanaaniter, Hethiter, Amoriter, Heviter und Jebusiter, dass er deinen Vaetern geschworen hat dir zu geben, ein Land, darin Milch und Honig fliesst, so sollst du diesen Dienst halten in diesem Monat. ^6Sieben Tage sollst du ungesaeuertes Brot essen, und am siebenten Tage ist des HERRN Fest. ^7Darum sollst du sieben Tage ungesaeuertes Brot essen, dass bei dir kein Sauerteig noch gesaeuertes Brot gesehen werde an allen deinen Orten. ^8Ihr sollt euren Soehnen sagen an demselben Tage: Solches halten wir um deswillen, was uns der HERR getan hat, da wir aus Aegypten zogen. ^9Darum soll dir's sein ein Zeichen in deiner Hand und ein Denkmal vor deinen Augen, auf dass des HERRN Gesetz sei in deinem Munde; denn der HERR hat dich mit maechtiger Hand aus Aegypten gefuehrt. ^10Darum halte diese Weise zu seiner Zeit jaehrlich. ^11Wenn dich nun der HERR ins Land der Kanaaniter gebracht hat, wie er dir und deinen Vaetern geschworen hat und dir's gegeben, ^12so sollst du aussondern dem HERRN alles, was die Mutter bricht, und alle Erstgeburt unter dem Vieh, was ein Maennlein ist. ^13Die Erstgeburt vom Esel sollst du loesen mit einem Schaf; wo du es aber nicht loesest, so brich ihm das Genick. Aber alle erste Menschengeburt unter deinen Soehnen sollst du loesen. ^14Und wenn dich heute oder morgen dein Kind wird fragen: Was ist das? sollst du ihm sagen: Der HERR hat uns mit maechtiger Hand aus Aegypten, von dem Diensthause, gefuehrt. ^15Denn da Pharao hart war, uns loszulassen, erschlug der HERR alle Erstgeburt in Aegyptenland, von der Menschen Erstgeburt an bis an die Erstgeburt des Viehs. Darum opfre ich dem HERRN alles, was die Mutter bricht, was ein Maennlein ist, und die Erstgeburt meiner Soehne loese ich. ^16Das soll dir ein Zeichen in deiner Hand sein und ein Denkmal vor deinen Augen; denn der HERR hat uns mit maechtiger Hand aus Aegypten gefuehrt. ^17Da nun Pharao das Volk gelassen hatte, fuehrte sie Gott nicht auf der Strasse durch der Philister Land, die am naechsten war; denn Gott gedachte es moechte das Volk gereuen, wenn sie den Streit saehen, und sie moechten wieder nach Aegypten umkehren. ^18Darum fuehrte er das Volk um auf die Strasse durch die Wueste am Schilfmeer. Und die Kinder Israel zogen geruestet aus Aegyptenland. ^19Und Mose nahm mit sich die Gebeine Josephs. Denn er hatte einen Eid von den Kindern Israel genommen und gesprochen: Gott wird euch heimsuchen; so fuehrt meine Gebeine mit euch von hinnen. ^20Also zogen sie aus von Sukkoth und lagerten sich in Etham, vorn an der Wueste. ^21Und der HERR zog vor ihnen her, des Tages in einer Wolkensaeule, dass er den rechten Weg fuehrte, und des Nachts in einer Feuersaeule, dass er ihnen leuchtete, zu reisen Tag und Nacht. ^22Die Wolkensaeule wich nimmer von dem Volk des Tages noch die Feuersaeule des Nachts. __________________________________________________________________ Kapitel 14 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Rede mit den Kindern Israel und sprich, dass sie sich herumlenken und sich lagern bei Pihachiroth, zwischen Migdol und dem Meer, gegen Baal-Zephon, und daselbst gegenueber sich lagern ans Meer. ^3Denn Pharao wird sagen von den Kindern Israel: Sie sind verirrt im Lande; die Wueste hat sie eingeschlossen. ^4Und ich will sein Herz verstocken, dass er ihnen nachjage, und will an Pharao und an aller seiner Macht Ehre einlegen, und die Aegypter sollen innewerden, dass ich der HERR bin. Und sie taten also. ^5Und da es dem Koenig in Aegypten angesagt ward, dass das Volk geflohen war, ward sein Herz verwandelt und das Herz seiner Knechte gegen das Volk, und sie sprachen: Warum haben wir das getan, dass wir Israel haben gelassen, dass sie uns nicht dienten? ^6Und er spannte seinen Wagen an und nahm sein Volk mit sich ^7und nahm sechshundert auserlesene Wagen und was sonst von Wagen in Aegypten war und die Hauptleute ueber all sein Heer. ^8Denn der HERR verstockte das Herz Pharaos, des Koenigs in Aegypten, dass er den Kindern Israel nachjagte. Aber die Kinder Israel waren durch eine hohe Hand ausgezogen. ^9Und die Aegypter jagten ihnen nach und ereilten sie (da sie sich gelagert hatten am Meer) mit Rossen und Wagen und Reitern und allem Heer des Pharao bei Pihachiroth, gegen Baal-Zephon. ^10Und da Pharao zu ihnen nahe kam, hoben die Kinder Israel ihre Augen auf, und siehe, die Aegypter zogen hinter ihnen her; und sie fuerchteten sich sehr und schrieen zu dem HERRN ^11und sprachen zu Mose: Waren nicht genug Graeber in Aegypten, dass du uns musstest wegfuehren, dass wir in der Wueste sterben? Warum hast du uns das getan, dass du uns aus Aegypten gefuehrt hast? ^12Ist's nicht das, das wir dir sagten in Aegypten: Hoere auf und lass uns den Aegyptern dienen? Denn es waere uns ja besser den Aegyptern dienen als in der Wueste sterben. ^13Mose sprach zum Volk: Fuerchtet euch nicht, stehet fest und sehet zu, was fuer ein Heil der HERR heute an euch tun wird. Denn diese Aegypter, die ihr heute sehet, werdet ihr nimmermehr sehen ewiglich. ^14Der HERR wird fuer euch streiten, und ihr werdet still sein. ^15Der HERR sprach zu Mose: Was schreist du zu mir? sage den Kindern Israel, dass sie ziehen. ^16Du aber hebe deinen Stab auf und recke deine Hand aus ueber das Meer und teile es voneinander, dass die Kinder Israel hineingehen, mitten hindurch auf dem Trockenen. ^17Siehe, ich will das Herz der Aegypter verstocken, dass sie euch nachfolgen. So will ich Ehre einlegen an dem Pharao und an aller seiner Macht, an seinen Wagen und Reitern. ^18Und die Aegypter sollen innewerden, dass ich der HERR bin, wenn ich Ehre eingelegt habe an Pharao und an seinen Wagen und Reitern. ^19Da erhob sich der Engel Gottes, der vor dem Heer Israels her zog, und machte sich hinter sie; und die Wolkensaeule machte sich auch von ihrem Angesicht und trat hinter sie ^20und kam zwischen das Heer der Aegypter und das Heer Israels. Es war aber eine finstere Wolke und erleuchtete die Nacht, dass sie die ganze Nacht, diese und jene, nicht zusammenkommen konnten. ^21Da nun Mose seine Hand reckte ueber das Meer, liess es der HERR hinwegfahren durch einen starken Ostwind die ganze Nacht und machte das Meer trocken; und die Wasser teilten sich voneinander. ^22Und die Kinder Israel gingen hinein, mitten ins Meer auf dem Trockenen; und das Wasser war ihnen fuer Mauern zur Rechten und zur Linken. ^23Und die Aegypter folgten und gingen hinein ihnen nach, alle Rosse Pharaos und Wagen und Reiter, mitten ins Meer. ^24Als nun die Morgenwache kam, schaute der HERR auf der Aegypter Heer aus der Feuersaeule und Wolke und machte einen Schrecken in ihrem Heer ^25und stiess die Raeder von ihren Wagen, stuerzte sie mit Ungestuem. Da sprachen die Aegypter: Lasst uns fliehen von Israel; der HERR streitet fuer sie wider die Aegypter. ^26Aber der HERR sprach zu Mose: Recke deine Hand aus ueber das Meer, dass das Wasser wieder herfalle ueber die Aegypter, ueber ihre Wagen und Reiter. ^27Da reckte Mose seine Hand aus ueber das Meer, und das Meer kam wieder vor morgens in seinen Strom, und die Aegypter flohen ihm entgegen. Also stuerzte sie der HERR mitten ins Meer, ^28dass das Wasser wiederkam und bedeckte Wagen und Reiter und alle Macht des Pharao, die ihnen nachgefolgt waren ins Meer, dass nicht einer aus ihnen uebrigblieb. ^29Aber die Kinder Israel gingen trocken mitten durchs Meer; und das Wasser war ihnen fuer Mauern zur Rechten und zur Linken. ^30Also half der HERR Israel an dem Tage von der Aegypter Hand. Und sie sahen die Aegypter tot am Ufer des Meeres ^31und die grosse Hand, die der HERR an den Aegyptern erzeigt hatte. Und das Volk fuerchtete den HERRN, und sie glaubten ihm und seinem Knecht Mose. __________________________________________________________________ Kapitel 15 ^1Da sang Mose und die Kinder Israel dies Lied dem HERRN und sprachen: Ich will dem HERRN singen, denn er hat eine herrliche Tat getan; Ross und Mann hat er ins Meer gestuerzt. ^2Der HERR ist meine Staerke und mein Lobgesang und ist mein Heil. Das ist mein Gott, ich will ihn preisen; er ist meines Vaters Gott, ich will ihn erheben. ^3Der HERR ist der rechte Kriegsmann; HERR ist sein Name. ^4Die Wagen Pharaos und seine Macht warf er ins Meer; seine auserwaehlten Hauptleute versanken im Schilfmeer. ^5Die Tiefe hat sie bedeckt; sie fielen zu Grund wie die Steine. ^6HERR, deine rechte Hand tut grosse Wunder; HERR, deine rechte Hand hat die Feinde zerschlagen. ^7Und mit deiner grossen Herrlichkeit hast du deine Widersacher gestuerzt; denn da du deinen Grimm ausliessest, verzehrte er sie wie Stoppeln. ^8Durch dein Blasen taten sich die Wasser empor, und die Fluten standen in Haufen; die Tiefe wallte voneinander mitten im Meer. ^9Der Feind gedachte: Ich will nachjagen und erhaschen und den Raub austeilen und meinen Mut an ihnen kuehlen; ich will mein Schwert ausziehen, und meine Hand soll sie verderben. ^10Da liessest du deinen Wind blasen und das Meer bedeckte sie, und sie sanken unter wie Blei im maechtigen Wasser. ^11HERR, wer ist dir gleich unter den Goettern? Wer ist dir gleich, der so maechtig, heilig, schrecklich, loeblich und wundertaetig sei? ^12Da du deine rechte Hand ausrecktest, verschlang sie die Erde. ^13Du hast geleitet durch deine Barmherzigkeit dein Volk, das du erloest hast, und du hast sie gefuehrt durch deine Staerke zu deiner heiligen Wohnung. ^14Da das die Voelker hoerten, erbebten sie; Angst kam die Philister an; ^15da erschraken die Fuersten Edoms; Zittern kam die Gewaltigen Moabs an; alle Einwohner Kanaans wurden feig. ^16Es faellt auf sie Erschrecken und Furcht durch deinen grossen Arm, dass sie erstarren wie die Steine, bis dein Volk, HERR, hindurchkomme, das du erworben hast. ^17Du bringst sie hinein und pflanzest sie auf dem Berge deines Erbteils, den du, HERR, dir zur Wohnung gemacht hast, zu deinem Heiligtum, HERR, das deine Hand bereitet hat. ^18Der HERR wird Koenig sein immer und ewig. ^19Denn Pharao zog hinein ins Meer mit Rossen und Wagen und Reitern; und der HERR liess das Meer wieder ueber sie fallen. Aber die Kinder Israel gingen trocken mitten durchs Meer. ^20Und Mirjam, die Prophetin, Aarons Schwester, nahm eine Pauke in ihre Hand, und alle Weiber folgten ihr nach hinaus mit Pauken im Reigen. ^21Und Mirjam sang ihnen vor: Lasst uns dem HERRN singen, denn er hat eine herrliche Tat getan; Ross und Mann hat er ins Meer gestuerzt. ^22Mose liess die Kinder Israel ziehen vom Schilfmeer hinaus zur Wueste Sur. Und sie wanderten drei Tage in der Wueste, dass sie kein Wasser fanden. ^23Da kamen sie gen Mara; aber sie konnten das Wasser nicht trinken, denn es war sehr bitter. Daher hiess man den Ort Mara. ^24Da murrte das Volk wider Mose und sprach: Was sollen wir trinken? ^25Er schrie zu dem HERRN, und der HERR wies ihm einen Baum; den tat er ins Wasser, da ward es suess. Daselbst stellte er ihnen ein Gesetz und ein Recht und versuchte sie ^26und sprach: Wirst du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchen und tun, was recht ist vor ihm, und zu Ohren fassen seine Gebote und halten alle seine Gesetze, so will ich der Krankheiten keine auf dich legen, die ich auf Aegypten gelegt habe; denn ich bin der HERR, dein Arzt. ^27Und sie kamen gen Elim, da waren zwoelf Wasserbrunnen und siebzig Palmbaeume, und sie lagerten sich daselbst ans Wasser. __________________________________________________________________ Kapitel 16 ^1Von Elim zogen sie aus; und die ganze Gemeinde der Kinder Israel kam in die Wueste Sin, die da liegt zwischen Elim und Sinai, am fuenfzehnten Tage des zweiten Monats, nachdem sie aus Aegypten gezogen waren. ^2Und es murrte die ganze Gemeinde der Kinder Israel wider Mose und Aaron in der Wueste ^3und sprachen: Wollte Gott, wir waeren in Aegypten gestorben durch des HERRN Hand, da wir bei den Fleischtoepfen sassen und hatten die Fuelle Brot zu essen; denn ihr habt uns ausgefuehrt in diese Wueste, dass ihr diese ganze Gemeinde Hungers sterben lasset. ^4Da sprach der HERR zu Mose: Siehe, ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen, und das Volk soll hinausgehen und sammeln taeglich, was es des Tages bedarf, dass ich's versuche, ob's in meinen Gesetzen wandle oder nicht. ^5Des sechsten Tages aber sollen sie zurichten, was sie einbringen, und es wird zwiefaeltig soviel sein, als sie sonst taeglich sammeln. ^6Mose und Aaron sprachen zu allen Kindern Israel: Am Abend sollt ihr innewerden, dass euch der HERR aus Aegyptenland gefuehrt hat, ^7und des Morgens werdet ihr des HERRN Herrlichkeit sehen; denn er hat euer Murren wider den HERRN gehoert. Was sind wir, dass ihr wider uns murrt? ^8Weiter sprach Mose: Der HERR wird euch am Abend Fleisch zu essen geben und am Morgen Brots die Fuelle, darum dass der HERR euer Murren gehoert hat, dass ihr wider ihn gemurrt habt. Denn was sind wir? Euer Murren ist nicht wider uns, sondern wider den HERRN. ^9Und Mose sprach zu Aaron: Sage der ganzen Gemeinde der Kinder Israel: Kommt herbei vor den HERRN, denn er hat euer Murren gehoert. ^10Und da Aaron also redete zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel, wandten sie sich gegen die Wueste; und siehe, die Herrlichkeit des HERRN erschien in einer Wolke. ^11Und der HERR sprach zu Mose: ^12Ich habe der Kinder Israel Murren gehoert. Sage ihnen: Gegen Abend sollt ihr Fleisch zu essen haben und am Morgen von Brot satt werden, und innewerden, dass ich der HERR, euer Gott, bin. ^13Und am Abend kamen Wachteln herauf und bedeckten das Heer. Und am Morgen lag der Tau um das Heer her. ^14Und als der Tau weg war, siehe, da lag's in der Wueste rund und klein wie der Reif auf dem Lande. ^15Und da es die Kinder Israel sahen, sprachen sie untereinander: Man hu? (Das heisst: Was ist das?); denn sie wussten nicht was es war. Mose aber sprach zu ihnen: es ist das Brot, das euch der HERR zu essen gegeben hat. ^16Das ist's aber, was der HERR geboten hat: Ein jeglicher sammle, soviel er fuer sich essen mag, und nehme einen Gomer auf ein jeglich Haupt nach der Zahl der Seelen in seiner Huette. ^17Und die Kinder Israel taten also und sammelten, einer viel, der andere wenig. ^18Aber da man's mit dem Gomer mass, fand der nicht darueber, der viel gesammelt hatte, und der nicht darunter, der wenig gesammelt hatte; sondern ein jeglicher hatte gesammelt, soviel er fuer sich essen mochte. ^19Und Mose sprach zu ihnen: Niemand lasse etwas uebrig bis morgen. ^20Aber sie gehorchten Mose nicht. Und da etliche liessen davon uebrig bis morgen; da wuchsen Wuermer darin und es ward stinkend. Und Mose ward zornig auf sie. ^21Sie sammelten aber alle Morgen, soviel ein jeglicher fuer sich essen mochte. Wenn aber die Sonne heiss schien, zerschmolz es. ^22Und des sechsten Tages sammelten sie des Brots zwiefaeltig, je zwei Gomer fuer einen. Und alle Obersten der Gemeinde kamen hinein und verkuendigten's Mose. ^23Und er sprach zu ihnen: Das ist's, was der HERR gesagt hat: Morgen ist der Sabbat der heiligen Ruhe des HERRN; was ihr backen wollt, das backt, und was ihr kochen wollt, das kocht; was aber uebrig ist, das lasset bleiben, dass es behalten werde bis morgen. ^24Und sie liessen's bleiben bis morgen, wie Mose geboten hatte; da ward's nicht stinkend und war auch kein Wurm darin. ^25Da sprach Mose: Esset das heute, denn es ist heute der Sabbat des HERRN; ihr werdet's heute nicht finden auf dem Felde. ^26Sechs Tage sollt ihr sammeln; aber der siebente Tag ist der Sabbat, an dem wird nichts da sein. ^27Aber am siebenten Tage gingen etliche vom Volk hinaus, zu sammeln, und fanden nichts. ^28Da sprach der HERR zu Mose: Wie lange weigert ihr euch, zu halten meine Gebote und Gesetze? ^29Sehet, der HERR hat euch den Sabbat gegeben; darum gibt er euch am sechsten Tage zweier Tage Brot. So bleibe nun ein jeglicher in dem Seinen, und niemand gehe heraus von seinem Ort des siebenten Tages. ^30Also feierte das Volk am siebenten Tage. ^31Und das Haus Israel hiess es Man. Und es war wie Koriandersamen und weiss und hatte den Geschmack wie Semmel mit Honig. ^32Und Mose sprach: Das ist's, was der HERR geboten hat: Fuelle ein Gomer davon, es zu behalten auf eure Nachkommen, auf dass man sehe das Brot, damit ich euch gespeist habe in der Wueste, da ich euch aus Aegyptenland fuehrte. ^33Und Mose sprach zu Aaron: Nimm ein Krueglein und tu ein Gomer voll Man darein und lass es vor dem HERRN, dass es behalten werde auf eure Nachkommen. ^34Wie der HERR dem Mose geboten hatte, also liess es Aaron daselbst vor dem Zeugnis, dass es behalten werde. ^35Und die Kinder Israel assen Man vierzig Jahre, bis dass sie zu dem Lande kamen, da sie wohnen sollten; bis an die Grenze des Landes Kanaan assen sie Man. ^36Ein Gomer aber ist der zehnte Teil eines Epha. __________________________________________________________________ Kapitel 17 ^1Und die ganze Gemeinde der Kinder Israel zog aus der Wueste Sin ihre Tagereisen, wie ihnen der HERR befahl, und sie lagerten sich in Raphidim. Da hatte das Volk kein Wasser zu trinken. ^2Und sie zankten mit Mose und sprachen: Gebt uns Wasser, dass wir trinken. Mose sprach zu ihnen: Was zankt ihr mit mir? Warum versucht ihr den HERRN? ^3Da aber das Volk daselbst duerstete nach Wasser, murrten sie wider Mose und sprachen: Warum hast du uns lassen aus Aegypten ziehen, dass du uns, unsre Kinder und unser Vieh Durstes sterben liessest? ^4Mose schrie zum HERRN und sprach: Wie soll ich mit dem Volk tun? Es fehlt nicht viel, sie werden mich noch steinigen. ^5Der HERR sprach zu ihm: Gehe hin vor dem Volk und nimm etliche Aelteste von Israel mit dir und nimm deinen Stab in deine Hand, mit dem du den Strom schlugst, und gehe hin. ^6Siehe, ich will daselbst stehen vor dir auf einem Fels am Horeb; da sollst du den Fels schlagen, so wird Wasser herauslaufen, dass das Volk trinke. Mose tat also vor den Aeltesten von Israel. ^7Da hiess man den Ort Massa und Meriba um des Zanks willen der Kinder Israel, und dass sie den HERRN versucht und gesagt hatten: Ist der HERR unter uns oder nicht? ^8Da kam Amalek und stritt wider Israel in Raphidim. ^9Und Mose sprach zu Josua: Erwaehle uns Maenner, zieh aus und streite wider Amalek; morgen will ich auf des Huegels Spitze stehen und den Stab Gottes in meiner Hand haben. ^10Und Josua tat, wie Mose ihm sagte, dass er wider Amalek stritte. Mose aber und Aaron und Hur gingen auf die Spitze des Huegels. ^11Und wenn Mose seine Hand emporhielt, siegte Israel; wenn er aber seine Hand niederliess, siegte Amalek. ^12Aber die Haende Mose's wurden schwer; darum nahmen sie einen Stein und legten ihn unter ihn, dass er sich daraufsetzte. Aaron aber und Hur stuetzten ihm seine Haende, auf jeglicher Seite einer. Also blieben seine Haende fest, bis die Sonne unterging. ^13Und Josua daempfte den Amalek und sein Volk durch des Schwertes Schaerfe. ^14Und der HERR sprach zu Mose: Schreibe das zum Gedaechtnis in ein Buch und befiehls's in die Ohren Josuas; denn ich will den Amalek unter dem Himmel austilgen, dass man sein nicht mehr gedenke. ^15Und Mose baute einen Altar und hiess ihn: Der HERR ist mein Panier. ^16Denn er sprach: Es ist ein Malzeichen bei dem Stuhl des HERRN, dass der HERR streiten wird wider Amalek von Kind zu Kindeskind. __________________________________________________________________ Kapitel 18 ^1Und da Jethro, der Priester in Midian, Mose's Schwiegervater, hoerte alles, was Gott getan hatte mit Mose und seinem Volk Israel, dass der HERR Israel haette aus Aegypten gefuehrt, ^2nahm er Zippora, Mose's Weib, die er hatte zurueckgesandt, ^3samt ihren zwei Soehnen, deren einer hiess Gerson (denn er sprach: Ich bin ein Gast geworden in fremdem Lande) ^4und der andere Elieser (denn er sprach: Der Gott meines Vaters ist meine Hilfe gewesen und hat mich errettet von dem Schwert Pharaos). ^5Da nun Jethro, Mose's Schwiegervater, und seine Soehne und sein Weib zu ihm kamen in die Wueste, an den Berg Gottes, da er sich gelagert hatte, ^6liess er Mose sagen: Ich, Jethro, dein Schwiegervater, bin zu dir gekommen und dein Weib und ihre beiden Soehne mit ihr. ^7Da ging Mose hinaus ihm entgegen und neigte sich vor ihm und kuesste ihn. Und da sie sich untereinander gegruesst hatten, gingen sie in die Huette. ^8Da erzaehlte Mose seinem Schwiegervater alles, was der HERR dem Pharao und den Aegyptern getan hatte Israels halben, und alle die Muehsal, die ihnen auf den Wege begegnet war, und dass sie der HERR errettet haette. ^9Jethro aber freute sich all des Guten, das der HERR Israel getan hatte, dass er sie errettet hatte von der Aegypter Hand. ^10Und Jethro sprach: Gelobt sei der HERR, der euch errettet hat von der Aegypter und Pharaos Hand, der weiss sein Volk von der Aegypter Hand zu erretten. ^11Nun weiss ich, dass der HERR groesser ist denn alle Goetter, darum dass sie Hochmut an ihnen geuebt haben. ^12Und Jethro, Mose's Schwiegervater, brachte Gott ein Brandopfer mit Dankopfern. Da kamen Aaron und alle Aeltesten in Israel, mit Mose's Schwiegervater das Brot zu essen vor Gott. ^13Des andern Morgens setzte sich Mose, das Volk zu richten; und das Volk stand um Mose her von Morgen an bis zu Abend. ^14Da aber sein Schwiegervater sah alles, was er dem Volke tat, sprach er: Was ist's, das du tust mit dem Volk? Warum sitzt du allein, und alles Volk steht um dich her von Morgen an bis zu Abend? ^15Mose antwortete ihm: Das Volk kommt zu mir, Gott um Rat zu fragen. ^16Denn wo sie was zu schaffen haben, kommen sie zu mir, dass ich richte zwischen einem jeglichen und seinem Naechsten und zeige ihnen Gottes Rechte und seine Gesetze. ^17Sein Schwiegervater sprach zu ihm: Es ist nicht gut, was du tust. ^18Du machst dich zu muede, dazu das Volk auch, das mit dir ist. Das Geschaeft ist dir zu schwer; du kannst's allein nicht ausrichten. ^19Aber gehorche meiner Stimme; ich will dir raten, und Gott wird mit dir sein. Pflege du des Volks vor Gott und bringe die Geschaefte vor Gott ^20und stelle ihnen Rechte und Gesetze, dass du sie lehrst den Weg, darin sie wandeln, und die Werke, die sie tun sollen. ^21Siehe dich aber um unter allem Volk nach redlichen Leuten, die Gott fuerchten, wahrhaftig und dem Geiz feind sind; die setze ueber sie, etliche ueber tausend, ueber hundert, ueber fuenfzig und ueber zehn, ^22dass sie das Volk allezeit richten; wo aber eine grosse Sache ist, dass sie dieselbe an dich bringen, und sie alle geringen Sachen richten. So wird dir's leichter werden, und sie werden mit dir tragen. ^23Wirst du das tun, so kannst du ausrichten, was Gott dir gebietet, und all dies Volk kann mit Frieden an seinen Ort kommen. ^24Mose gehorchte seines Schwiegervaters Wort und tat alles, was er sagte, ^25und erwaehlte redliche Leute aus ganz Israel und machte sie zu Haeuptern ueber das Volk, etliche ueber tausend, ueber hundert, ueber fuenfzig und ueber zehn, ^26dass sie das Volk allezeit richteten; was aber schwere Sachen waeren, zu Mose braechten, und die kleinen Sachen selber richteten. ^27Also liess Mose seinen Schwiegervater in sein Land ziehen. __________________________________________________________________ Kapitel 19 ^1Im dritten Monat nach dem Ausgang der Kinder Israel aus Aegyptenland kamen sie dieses Tages in die Wueste Sinai. ^2Denn sie waren ausgezogen von Raphidim und wollten in die Wueste Sinai und lagerten sich in der Wueste daselbst gegenueber dem Berge. ^3Und Mose stieg hinauf zu Gott. Und der HERR rief ihm vom Berge und sprach: So sollst du sagen dem Hause Jakob und verkuendigen den Kindern Israel: ^4Ihr habt gesehen, was ich den Aegyptern getan habe, und wie ich euch getragen habe auf Adlerfluegeln und habe euch zu mir gebracht. ^5Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Voelkern; denn die ganze Erde ist mein. ^6Und ihr sollt mir ein priesterlich Koenigreich und ein heiliges Volk sein. Das sind die Worte, die du den Kindern Israel sagen sollst. ^7Mose kam und forderte die Aeltesten im Volk und legte ihnen alle diese Worte vor, die der HERR geboten hatte. ^8Und alles Volk antwortete zugleich und sprach: Alles, was der HERR geredet hat, wollen wir tun. Und Mose sagte die Rede des Volkes dem HERRN wieder. ^9Und der HERR sprach zu Mose: Siehe, ich will zu dir kommen in einer dicken Wolke, auf dass dies Volk es hoere, wenn ich mit dir rede, und glaube dir ewiglich. Und Mose verkuendigte dem HERRN die Rede des Volks. ^10Und der HERR sprach zu Mose: Gehe hin zum Volk und heilige sie heute und morgen, dass sie ihre Kleider waschen ^11und bereit seien auf den dritten Tag; denn am dritten Tage wird der HERR herabfahren auf den Berg Sinai. ^12Und mache dem Volk ein Gehege umher und sprich zu ihnen: Huetet euch, dass ihr nicht auf den Berg steiget noch sein Ende anruehrt; denn wer den Berg anruehrt, soll des Todes sterben. ^13Keine Hand soll ihn anruehren, sondern er soll gesteinigt oder mit Geschoss erschossen werden; es sei ein Tier oder ein Mensch, so soll er nicht leben. Wenn es aber lange toenen wird, dann sollen sie an den Berg gehen. ^14Mose stieg vom Berge zum Volk und heiligte sie, und sie wuschen ihre Kleider. ^15Und er sprach zu ihnen: Seid bereit auf den dritten Tag, und keiner nahe sich zum Weibe. ^16Als nun der dritte Tag kam und es Morgen war, da erhob sich ein Donnern und Blitzen und eine dicke Wolke auf dem Berge und ein Ton einer sehr starken Posaune; das ganze Volk aber, das im Lager war, erschrak. ^17Und Mose fuehrte das Volk aus dem Lager Gott entgegen, und es trat unten an den Berg. ^18Der ganze Berg Sinai aber rauchte, darum dass der HERR herab auf den Berg fuhr mit Feuer; und sein Rauch ging auf wie ein Rauch vom Ofen, dass der ganze Berg sehr bebte. ^19Und der Posaune Ton ward immer staerker. Mose redete, und Gott antwortete ihm laut. ^20Als nun der HERR herniedergekommen war auf den Berg Sinai, oben auf seine Spitze, forderte er Mose oben auf die Spitze des Berges, und Mose stieg hinauf. ^21Da sprach der HERR zu ihm: Steig hinab und bezeuge dem Volk, dass sie nicht durchbrechen zum HERRN, ihn zu sehen, und viele aus ihnen fallen. ^22Dazu die Priester, die zum HERRN nahen, sollen sich heiligen, dass sie der HERR nicht zerschmettere. ^23Mose aber sprach zum HERRN: Das Volk kann nicht auf den Berg Sinai steigen; denn du hast uns bezeugt und gesagt: Mache ein Gehege um den Berg und heilige ihn. ^24Und der HERR sprach zu ihm: Gehe hin, steige hinab! Du und Aaron mit dir sollt heraufsteigen; aber die Priester und das Volk sollen nicht durchbrechen, dass sie hinaufsteigen zu dem HERRN, dass er sie nicht zerschmettere. ^25Und Mose stieg herunter zum Volk und sagte es ihm. __________________________________________________________________ Kapitel 20 ^1Und Gott redete alle diese Worte: ^2Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Aegyptenland, aus dem Diensthause, gefuehrt habe. ^3Du sollst keine anderen Goetter neben mir haben. ^4Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des, das im Wasser unter der Erde ist. ^5Bete sie nicht an und diene ihnen nicht. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsucht der Vaeter Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied, die mich hassen; ^6und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden, die mich liebhaben und meine Gebote halten. ^7Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht. ^8Gedenke des Sabbattags, dass Du ihn heiligest. ^9Sechs Tage sollst du arbeiten und alle dein Dinge beschicken; ^10aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes; da sollst du kein Werk tun noch dein Sohn noch deine Tochter noch dein Knecht noch deine Magd noch dein Vieh noch dein Fremdling, der in deinen Toren ist. ^11Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn. ^12Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass du lange lebest in dem Lande, dass dir der HERR, dein Gott, gibt. ^13Du sollst nicht toeten. ^14Du sollst nicht ehebrechen. ^15Du sollst nicht stehlen. ^16Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Naechsten. ^17Lass dich nicht geluesten deines Naechsten Hauses. Lass dich nicht geluesten deines Naechsten Weibes, noch seines Knechtes noch seiner Magd, noch seines Ochsen noch seines Esels, noch alles, was dein Naechster hat. ^18Und alles Volk sah den Donner und Blitz und den Ton der Posaune und den Berg rauchen. Da sie aber solches sahen, flohen sie und traten von ferne ^19und sprachen zu Mose: Rede du mit uns, wir wollen gehorchen; und lass Gott nicht mit uns reden, wir moechten sonst sterben. ^20Mose aber sprach zum Volk: Fuerchtet euch nicht; denn Gott ist gekommen, dass er euch versuchte und dass seine Furcht euch vor Augen waere, dass ihr nicht suendigt. ^21Also trat das Volk von ferne; aber Mose machte sich hinzu in das Dunkel, darin Gott war. ^22Und der HERR sprach zu ihm: Also sollst du den Kindern Israel sagen: Ihr habt gesehen, dass ich mit euch vom Himmel geredet habe. ^23Darum sollt ihr nichts neben mir machen; silberne und goldene Goetter sollt ihr nicht machen. ^24Einen Altar von Erde mache mir, darauf du dein Brandopfer und Dankopfer, deine Schafe und Rinder opferst. Denn an welchem Ort ich meines Namens Gedaechtnis stiften werde, da will ich zu dir kommen und dich segnen. ^25Und so du mir einen steinernen Altar machen willst, sollst du ihn nicht von gehauenen Steinen bauen; denn wo du mit deinem Messer darueber faehrst, so wirst du ihn entweihen. ^26Du sollst auch nicht auf Stufen zu meinem Altar steigen, dass nicht deine Bloesse aufgedeckt werde vor ihm. __________________________________________________________________ Kapitel 21 ^1Dies sind die Rechte, die du ihnen sollst vorlegen: ^2So du einen hebraeischen Knecht kaufst, der soll dir sechs Jahre dienen; im siebenten Jahr soll er frei ausgehen umsonst. ^3Ist er ohne Weib gekommen, so soll er auch ohne Weib ausgehen; ist er aber mit Weib gekommen, so soll sein Weib mit ihm ausgehen. ^4Hat ihm aber sein Herr ein Weib gegeben, und er hat Soehne oder Toechter gezeugt, so soll das Weib und die Kinder seines Herrn sein, er aber soll ohne Weib ausgehen. ^5Spricht aber der Knecht: Ich habe meinen Herren lieb und mein Weib und Kind, ich will nicht frei werden, ^6so bringe ihn sein Herr vor die "Goetter" und halte ihn an die Tuer oder den Pfosten und bohre ihm mit einem Pfriem durch sein Ohr, und er sei sein Knecht ewig. ^7Verkauft jemand sein Tochter zur Magd, so soll sie nicht ausgehen wie die Knechte. ^8Gefaellt sie aber ihrem Herrn nicht und will er sie nicht zur Ehe nehmen, so soll er sie zu loesen geben. Aber unter ein fremdes Volk sie zu verkaufen hat er nicht Macht, weil er sie verschmaeht hat. ^9Vertraut er sie aber seinem Sohn, so soll er Tochterrecht an ihr tun. ^10Gibt er ihm aber noch eine andere, so soll er an ihrer Nahrung, Kleidung und Eheschuld nichts abbrechen. ^11Tut er diese drei nicht, so soll sie frei ausgehen ohne Loesegeld. ^12Wer einen Menschen schlaegt, dass er stirbt, der soll des Todes sterben. ^13Hat er ihm aber nicht nachgestellt, sondern Gott hat ihn lassen ungefaehr in seine Haende fallen, so will ich dir einen Ort bestimmen, dahin er fliehen soll. ^14Wo aber jemand seinem Naechsten frevelt und ihn mit List erwuergt, so sollst du denselben von meinem Altar nehmen, dass man ihn toete. ^15Wer Vater und Mutter schlaegt, der soll des Todes sterben. ^16Wer einen Menschen stiehlt, es sei, dass er ihn verkauft oder dass man ihn bei ihm findet, der soll des Todes sterben. ^17Wer Vater und Mutter flucht, der soll des Todes sterben. ^18Wenn Maenner mit einander hadern und einer schlaegt den andern mit einem Stein oder mit einer Faust, dass er nicht stirbt, sondern zu Bette liegt: ^19kommt er auf, dass er ausgeht an seinem Stabe, so soll, der ihn schlug, unschuldig sein, nur dass er ihm bezahle, was er versaeumt hat, und das Arztgeld gebe. ^20Wer seinen Knecht oder seine Magd schlaegt mit einem Stabe, dass sie sterben unter seinen Haenden, der soll darum gestraft werden. ^21Bleibt er aber einen oder zwei Tage am Leben, so soll er darum nicht gestraft werden; denn es ist sein Geld. ^22Wenn Maenner hadern und verletzen ein schwangeres Weib, dass ihr die Frucht abgeht, und ihr kein Schade widerfaehrt, so soll man ihn um Geld strafen, wieviel des Weibes Mann ihm auflegt, und er soll's geben nach der Schiedsrichter Erkennen. ^23Kommt ihr aber ein Schade daraus, so soll er lassen Seele um Seele, ^24Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuss um Fuss, ^25Brand um Brand, Wunde um Wunde, Beule um Beule. ^26Wenn jemand seinen Knecht oder seine Magd in ein Auge schlaegt und verderbt es, der soll sie frei loslassen um das Auge. ^27Desgleichen, wenn er seinem Knecht oder seiner Magd einen Zahn ausschlaegt, soll er sie frei loslassen um den Zahn. ^28Wenn ein Ochse einen Mann oder ein Weib stoesst, dass sie sterben, so soll man den Ochsen steinigen und sein Fleisch nicht essen; so ist der Herr des Ochsen unschuldig. ^29Ist aber der Ochse zuvor stoessig gewesen, und seinem Herrn ist's angesagt, und hat ihn nicht verwahrt, und er toetet darueber einen Mann oder ein Weib, so soll man den Ochsen steinigen, und sein Herr soll sterben. ^30Wird man aber ein Loesegeld auf ihn legen, so soll er geben, sein Leben zu loesen, was man ihm auflegt. ^31Desgleichen soll man mit ihm handeln, wenn er Sohn oder Tochter stoesst. ^32Stoesst er aber einen Knecht oder eine Magd, so soll er ihrem Herrn dreissig Silberlinge geben, und den Ochsen soll man steinigen. ^33So jemand eine Grube auftut oder graebt eine Grube und deckt sie nicht zu, und es faellt ein Ochse oder Esel hinein, ^34so soll's der Herr der Grube mit Geld dem andern wiederbezahlen; das Aas aber soll sein sein. ^35Wenn jemandes Ochse eines andern Ochsen stoesst, dass er stirbt, so sollen sie den lebendigen Ochsen verkaufen und das Geld teilen und das Aas auch teilen. ^36Ist's aber kund gewesen, dass der Ochse zuvor stoessig war, und sein Herr hat ihn nicht verwahrt, so soll er einen Ochsen fuer den andern vergelten und das Aas haben. __________________________________________________________________ Kapitel 22 ^1Wenn jemand einen Ochsen oder ein Schaf stiehlt und schlachtet's oder verkauft's, der soll fuenf Ochsen fuer einen Ochsen wiedergeben und vier Schafe fuer ein Schaf. ^2Wenn ein Dieb ergriffen wird, dass er einbricht, und wird dabei geschlagen, dass er stirbt, so soll man kein Blutgericht ueber jenen lassen gehen. ^3Ist aber die Sonne ueber ihn aufgegangen, so soll man das Blutgericht gehen lassen. Es soll aber ein Dieb wiedererstatten; hat er nichts, so verkaufe man ihn um seinen Diebstahl. ^4Findet man aber bei ihm den Diebstahl lebendig, es sei ein Ochse, Esel oder Schaf, so soll er's zwiefaeltig wiedergeben. ^5Wenn jemand einen Acker oder Weinberg beschaedigt, dass er sein Vieh laesst Schaden tun in eines andern Acker, der soll von dem Besten auf seinem Acker und Weinberg wiedererstatten. ^6Wenn ein Feuer auskommt und ergreift die Dornen und verbrennt die Garben oder Getreide, das noch steht, oder den Acker, so soll der wiedererstatten, der das Feuer angezuendet hat. ^7Wenn jemand seinem Naechsten Geld oder Geraete zu bewahren gibt, und es wird demselben aus seinem Hause gestohlen: findet man den Dieb, so soll er's zwiefaeltig wiedergeben; ^8findet man aber den Dieb nicht, so soll man den Hauswirt vor die "Goetter" bringen, ob er nicht seine Hand habe an seines Naechsten Habe gelegt. ^9Wo einer den andern beschuldigt um irgend ein Unrecht, es sei um Ochsen oder Esel oder Schaf oder Kleider oder allerlei, das verloren ist, so soll beider Sache vor die "Goetter" kommen. Welchen die "Goetter" verdammen, der soll's zwiefaeltig seinem Naechsten wiedergeben. ^10Wenn jemand seinem Naechsten einen Esel oder Ochsen oder ein Schaf oder irgend ein Vieh zu bewahren gibt, und es stirbt ihm oder wird beschaedigt oder wird ihm weggetrieben, dass es niemand sieht, ^11so soll man's unter ihnen auf einen Eid bei dem HERRN kommen lassen, ob er nicht habe seine Hand an seines Naechsten Habe gelegt; und des Gutes Herr soll's annehmen, also dass jener nicht bezahlen muesse. ^12Stiehlt's ihm aber ein Dieb, so soll er's seinem Herrn bezahlen. ^13Wird es aber zerrissen, soll er Zeugnis davon bringen und nicht bezahlen. ^14Wenn's jemand von seinem Naechsten entlehnt, und es wird beschaedigt oder stirbt, dass sein Herr nicht dabei ist, so soll er's bezahlen. ^15Ist sein Herr aber dabei, soll er's nicht bezahlen, so er's um sein Geld gedingt hat. ^16Wenn jemand eine Jungfrau beredet, die noch nicht verlobt ist, und bei ihr schlaeft, der soll ihr geben ihre Morgengabe und sie zum Weibe haben. ^17Weigert sich aber ihr Vater, sie ihm zu geben, soll er Geld darwaegen, wieviel einer Jungfrau zur Morgengabe gebuehrt. ^18Die Zauberinnen sollst du nicht leben lassen. ^19Wer bei einem Vieh liegt, der soll des Todes sterben. ^20Wer den Goettern opfert und nicht dem HERRN allein, der sei verbannt. ^21Die Fremdlinge sollst du nicht schinden noch unterdruecken; denn ihr seid auch Fremdlinge in Aegyptenland gewesen. ^22Ihr sollt keine Witwen und Waisen bedraengen. ^23Wirst du sie bedraengen, so werden sie zu mir schreien, und ich werde ihr Schreien erhoeren; ^24so wird mein Zorn ergrimmen, dass ich euch mit dem Schwert toete und eure Weiber Witwen und eure Kinder Waisen werden. ^25Wenn du Geld leihst einem aus meinem Volk, der arm ist bei dir, sollst du ihn nicht zu Schaden bringen und keinen Wucher an ihm treiben. ^26Wenn du von deinem Naechsten ein Kleid zum Pfande nimmst, sollst du es ihm wiedergeben, ehe die Sonne untergeht; ^27denn sein Kleid ist seine einzige Decke seiner Haut, darin er schlaeft. Wird er aber zu mir schreien, so werde ich ihn erhoeren; denn ich bin gnaedig. ^28Den "Goettern" sollst du nicht fluchen, und den Obersten in deinem Volk nicht laestern. ^29Deiner Frucht Fuelle und Saft sollst du nicht zurueckhalten. Deinen ersten Sohn sollst du mir geben. ^30So sollst du auch tun mit deinem Ochsen und Schafe. Sieben Tage lass es bei seiner Mutter sein, am achten Tag sollst du mir's geben. ^31Ihr sollt heilige Leute vor mir sein; darum sollt ihr kein Fleisch essen, das auf dem Felde von Tieren zerrissen ist, sondern es vor die Hunde werfen. __________________________________________________________________ Kapitel 23 ^1Du sollst falscher Anklage nicht glauben, dass du einem Gottlosen Beistand tust und ein falscher Zeuge seist. ^2Du sollst nicht folgen der Menge zum Boesen und nicht also verantworten vor Gericht, dass du der Menge nach vom Rechten weichest. ^3Du sollst den Geringen nicht beschoenigen in seiner Sache. ^4Wenn du deines Feindes Ochsen oder Esel begegnest, dass er irrt, so sollst du ihm denselben wieder zufuehren. ^5Wenn du den Esel des, der dich hasst, siehst unter seiner Last liegen, huete dich, und lass ihn nicht, sondern versaeume gerne das Deine um seinetwillen. ^6Du sollst das Recht deines Armen nicht beugen in seiner Sache. ^7Sei ferne von falschen Sachen. Den Unschuldigen und Gerechten sollst du nicht erwuergen; denn ich lasse den Gottlosen nicht Recht haben. ^8Du sollst nicht Geschenke nehmen; denn Geschenke machen die Sehenden blind und verkehren die Sachen der Gerechten. ^9Die Fremdlinge sollt ihr nicht unterdruecken; denn ihr wisset um der Fremdlinge Herz, dieweil ihr auch seid Fremdlinge in Aegyptenland gewesen. ^10Sechs Jahre sollst du dein Land besaeen und seine Fruechte einsammeln. ^11Im siebenten Jahr sollst du es ruhen und liegen lassen, dass die Armen unter deinem Volk davon essen; und was uebrigbleibt, lass das Wild auf dem Felde essen. Also sollst du auch tun mit deinem Weinberg und Oelberg. ^12Sechs Tage sollst du deine Arbeit tun; aber des siebenten Tages sollst du feiern, auf dass dein Ochs und Esel ruhen und deiner Magd Sohn und der Fremdling sich erquicken. ^13Alles, was ich euch gesagt habe, das haltet. Und anderer Goetter Namen sollt ihr nicht gedenken, und aus eurem Munde sollen sie nicht gehoert werden. ^14Dreimal sollt ihr mir Feste halten im Jahr: ^15das Fest der ungesaeuerten Brote sollst du halten, dass du sieben Tage ungesaeuertes Brot essest, wie ich dir geboten habe, um die Zeit des Monats Abib; denn in demselben bist du aus Aegypten gezogen. Erscheint aber nicht leer vor mir. ^16Und das Fest der Ernte, der Erstlinge deiner Fruechte, die du auf dem Felde gesaet hast. Und das Fest der Einsammlung im Ausgang des Jahres, wenn du deine Arbeit eingesammelt hast vom Felde. ^17Dreimal im Jahre soll erscheinen vor dem HERRN, dem Herrscher, alles, was maennlich ist unter dir. ^18Du sollst das Blut meines Opfers nicht neben dem Sauerteig opfern, und das Fett von meinem Fest soll nicht bleiben bis auf morgen. ^19Die Erstlinge von der ersten Frucht auf deinem Felde sollst du bringen in das Haus des HERRN, deines Gottes. Und sollst das Boecklein nicht kochen in seiner Mutter Milch. ^20Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, der dich behuete auf dem Wege und bringe dich an den Ort, den ich bereitet habe. ^21Darum huete dich vor seinem Angesicht und gehorche seiner Stimme und erbittere ihn nicht; denn er wird euer Uebertreten nicht vergeben, und mein Name ist in ihm. ^22Wirst du aber seiner Stimme hoeren und tun alles, was ich dir sagen werde, so will ich deiner Feinde Feind und deiner Widersacher Widersacher sein. ^23Wenn nun mein Engel vor dir her geht und dich bringt an die Amoriter, Hethiter, Pheresiter, Kanaaniter, Heviter und Jebusiter und ich sie vertilge, ^24so sollst du ihre Goetter nicht anbeten noch ihnen dienen und nicht tun, wie sie tun, sondern du sollst ihre Goetzen umreissen und zerbrechen. ^25Aber dem HERRN, eurem Gott, sollt ihr dienen, so wird er dein Brot und dein Wasser segnen, und ich will alle Krankheit von dir wenden. ^26Es soll nichts Untraechtiges noch Unfruchtbares sein in deinem Lande, und ich will dich lassen alt werden. ^27Ich will meinen Schrecken vor dir her senden und alles Volk verzagt machen, dahin du kommst, und will dir alle deine Feinde in die Flucht geben. ^28Ich will Hornissen vor dir her senden, die vor dir her ausjagen die Heviter, Kanaaniter und Hethiter. ^29Ich will sie nicht auf ein Jahr ausstossen vor dir, auf dass nicht das Land wuest werde und sich wilde Tiere wider dich mehren; ^30einzeln nacheinander will ich sie vor dir her ausstossen, bis du waechsest und das Land besitzest. ^31Und will deine Grenze setzen von dem Schilfmeer bis an das Philistermeer und von der Wueste bis an den Strom. Denn ich will dir in deine Hand geben die Einwohner des Landes, dass du sie sollst ausstossen vor dir her. ^32Du sollst mit ihnen oder mit ihren Goettern keinen Bund machen; ^33sondern lass sie nicht wohnen in deinem Lande, dass sie dich nicht verfuehren wider mich. Denn wo du ihren Goettern dienst, wird dir's zum Fall geraten. __________________________________________________________________ Kapitel 24 ^1Und zu Mose sprach er: Steig herauf zum HERRN, du und Aaron, Nadab und Abihu und siebzig von den Aeltesten Israels, und betet an von ferne. ^2Aber Mose allein nahe sich zum HERRN und lasse jene nicht herzu nahen, und das Volk komme auch nicht zu ihm herauf. ^3Mose kam und erzaehlte dem Volk alle Worte des HERRN und alle Rechte. Da antwortete alles Volk mit einer Stimme und sprachen: Alle Worte, die der HERR gesagt hat, wollen wir tun. ^4Da schrieb Mose alle Worte des HERRN und machte sich des Morgens frueh auf und baute einen Altar unten am Berge mit zwoelf Saeulen nach den zwoelf Staemmen Israels, ^5und sandte hin Juenglinge aus den Kindern Israel, dass sie Brandopfer darauf opferten und Dankopfer dem HERRN von Farren. ^6Und Mose nahm die Haelfte des Blutes und tat's in ein Becken, die andere Haelfte sprengte er auf den Altar. ^7Und nahm das Buch des Bundes und las es vor den Ohren des Volkes. Und da sie sprachen: Alles, was der HERR gesagt hat, das wollen wir tun und gehorchen, ^8da nahm Mose das Blut und besprengte das Volk damit und sprach: Sehet, das ist das Blut des Bundes, den der HERR mit euch macht ueber allen diesen Worten. ^9Da stiegen Mose und Aaron, Nadab und Abihu und siebzig von den Aeltesten Israels hinauf ^10und sahen den Gott Israels. Unter seinen Fuessen war es wie ein schoener Saphir und wie die Gestalt des Himmels, wenn's klar ist. ^11Und er reckte seine Hand nicht aus wider die Obersten in Israel. Und da sie Gott geschaut hatten, assen und tranken sie. ^12Und der HERR sprach zu Mose: Komm herauf zu mir auf den Berg und bleib daselbst, dass ich dir gebe steinerne Tafeln und Gesetze und Gebote, die ich geschrieben habe, die du sie lehren sollst. ^13Da machte sich Mose auf mit seinem Diener Josua und stieg auf den Berg Gottes ^14und sprach zu den Aeltesten: Bleibet hier, bis wir wieder zu euch kommen. Siehe, Aaron und Hur sind bei euch; hat jemand eine Sache, der komme vor dieselben. ^15Da nun Mose auf den Berg kam, bedeckte eine Wolke den Berg, ^16und die Herrlichkeit des HERRN wohnte auf dem Berge Sinai und deckte ihn mit der Wolke sechs Tage, und er rief Mose am siebenten Tage aus der Wolke. ^17Und das Ansehen der Herrlichkeit des HERRN war wie ein verzehrendes Feuer auf der Spitze des Berges vor den Kindern Israel. ^18Und Mose ging mitten in die Wolke und stieg auf den Berg und blieb auf dem Berg vierzig Tage und vierzig Naechte. __________________________________________________________________ Kapitel 25 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Sage den Kindern Israel, dass sie mir ein Hebopfer geben; und nehmt dasselbe von jedermann, der es willig gibt. ^3Das ist aber das Hebopfer, das ihr von ihnen nehmen sollt: Gold, Silber, Erz, ^4blauer und roter Purpur, Scharlach, koestliche weisse Leinwand, Ziegenhaar, ^5roetliche Widderfelle, Dachsfelle, Akazienholz, ^6Oel zur Lampe, Spezerei zur Salbe und zu gutem Raeuchwerk, ^7Onyxsteine und eingefasste Steine zum Leibrock und zum Amtschild. ^8Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, dass ich unter ihnen wohne. ^9Wie ich dir ein Vorbild der Wohnung und alles ihres Geraets zeigen werde, so sollt ihr's machen. ^10Macht eine Lade aus Akazienholz; dritthalb Ellen soll die Laenge sein, anderthalb Ellen die Breite und anderthalb Ellen die Hoehe. ^11Du sollst sie mit Gold ueberziehen inwendig und auswendig, und mache einen goldenen Kranz oben umher. ^12Und giesse vier goldene Ringe und mache sie an ihr vier Ecken, also dass zwei Ringe seien auf einer Seite und zwei auf der andern Seite. ^13Und mache Stangen von Akazienholz und ueberziehe sie mit Gold ^14und stecke sie in die Ringe an der Lade Seiten, dass man sie damit trage; ^15sie sollen in den Ringen bleiben und nicht herausgetan werden. ^16Und sollst in die Lade das Zeugnis legen, das ich dir geben werde. ^17Du sollst auch einen Gnadenstuhl machen von feinem Golde; dritthalb Ellen soll seine Laenge sein und anderthalb Ellen seine Breite. ^18Und du sollst zwei Cherubim machen von getriebenem Golde zu beiden Enden des Gnadenstuhls, ^19dass ein Cherub sei an diesem Ende, der andere an dem andern Ende, und also zwei Cherubim seien an des Gnadenstuhls Enden. ^20Und die Cherubim sollen ihr Fluegel ausbreiten von oben her, dass sie mit ihren Fluegeln den Gnadenstuhl bedecken und eines jeglichen Antlitz gegen das des andern stehe; und ihre Antlitze sollen auf den Gnadenstuhl sehen. ^21Und sollst den Gnadenstuhl oben auf die Lade tun und in die Lade das Zeugnis legen, das ich dir geben werde. ^22Von dem Ort will ich mich dir bezeugen und mit dir reden, naemlich von dem Gnadenstuhl zwischen den zwei Cherubim, der auf der Lade des Zeugnisses ist, alles, was ich dir gebieten will an die Kinder Israel. ^23Du sollst auch einen Tisch machen von Akazienholz; zwei Ellen soll seine Laenge sein und eine Elle sein Breite und anderthalb Ellen seine Hoehe. ^24Und sollst ihn ueberziehen mit feinem Gold und einen goldenen Kranz umher machen ^25und eine Leiste umher, eine Handbreit hoch, und einen goldenen Kranz um die Leiste her. ^26Und sollst vier goldene Ringe daran machen an die vier Ecken an seinen vier Fuessen. ^27Hart unter der Leiste sollen die Ringe sein, dass man Stangen darein tue und den Tisch trage. ^28Und sollst die Stangen von Akazienholz machen und sie mit Gold ueberziehen, dass der Tisch damit getragen werde. ^29Du sollst auch aus feinem Golde seine Schuesseln und Loeffel machen, seine Kannen und Schalen, darin man das Trankopfer darbringe. ^30Und sollst auf den Tisch allezeit Schaubrote legen vor mir. ^31Du sollst auch einen Leuchter von feinem, getriebenem Golde machen; daran soll der Schaft mit Roehren, Schalen, Knaeufen und Blumen sein. ^32Sechs Roehren sollen aus dem Leuchter zu den Seiten ausgehen, aus jeglicher Seite drei Roehren. ^33Eine jegliche Roehre soll drei offene Schalen mit Knaeufen und Blumen haben; so soll es sein bei den sechs Roehren aus dem Leuchter. ^34Aber der Schaft am Leuchter soll vier offene Schalen mit Knaeufen und Blumen haben ^35und je einen Knauf unter zwei von den Sechs Roehren, welche aus dem Leuchter gehen. ^36Beide, die Knaeufe und Roehren, sollen aus ihm gehen, alles getriebenes, lauteres Gold. ^37Und sollst sieben Lampen machen obenauf, dass sie nach vornehin leuchten, ^38und Lichtschneuzen und Loeschnaepfe von feinem Golde. ^39Aus einem Zentner feinen Goldes sollst du das machen mit allem diesem Geraet. ^40Und siehe zu, dass du es machst nach dem Bilde, das du auf dem Berge gesehen hast. __________________________________________________________________ Kapitel 26 ^1Die Wohnung sollst du machen von zehn Teppichen, von gezwirnter, weisser Leinwand, von blauem und rotem Purpur und von Scharlach. Cherubim sollst du daran machen von kunstreicher Arbeit. ^2Die Laenge eines Teppichs soll achtundzwanzig Ellen sein, die Breite vier Ellen, und sollen alle zehn gleich sein. ^3Und sollen je fuenf zu einem Stueck zusammengefuegt sein, einer an den andern. ^4Und sollst Schleifen machen von blauem Purpur an jegliches Stueck am Rand, wo die zwei Stuecke sollen zusammengeheftet werden; ^5fuenfzig Schleifen an jegliches Stueck, dass eine Schleife der andern gegenueberstehe. ^6Und sollst fuenfzig goldene Haken machen, womit man die Teppiche zusammenheftet, einen an den andern, auf dass es eine Wohnung werde. ^7Du sollst auch eine Decke aus Ziegenhaar machen zur Huette ueber die Wohnung von elf Teppichen. ^8Die Laenge eines Teppichs soll dreissig Ellen sein, die Breite aber vier Ellen, und sollen alle elf gleich gross sein. ^9Fuenf sollst du aneinander fuegen und sechs auch aneinander, dass du den sechsten Teppich zwiefaeltig machst vorn an der Huette. ^10Und sollst an jegliches Stueck fuenfzig Schleifen machen am Rand, wo die Stuecke sollen zusammengeheftet werden. ^11Und sollst fuenfzig eherne Haken machen und die Haken in die Schleifen tun, dass die Huette zusammengefuegt und eine Huette werde. ^12Aber vom Ueberlangen an den Teppichen der Huette sollst du einen halben Teppich lassen ueberhangen hinten an der Huette ^13und auf beiden Seiten je eine Elle, dass das Ueberlange sei an der Huette Seiten und auf beiden Seiten sie bedecke. ^14Ueber diese Decke sollst du eine Decke machen von roetlichen Widderfellen, dazu ueber sie eine Decke von Dachsfellen. ^15Du sollst auch Bretter machen zu der Wohnung von Akazienholz, die stehen sollen. ^16Zehn Ellen lang soll ein Brett sein und anderthalb Ellen breit. ^17Zwei Zapfen soll ein Brett haben, dass eins an das andere koenne gesetzt werden. Also sollst du alle Bretter der Wohnung machen. ^18Ihrer zwanzig sollen stehen gegen Mittag. ^19Die sollen vierzig silberne Fuesse unten haben, je zwei Fuesse unter einem jeglichen Brett an seinen zwei Zapfen. ^20Also auf der andern Seite gegen Mitternacht sollen auch zwanzig Bretter stehen ^21und vierzig silberne Fuesse, je zwei Fuesse unter jeglichem Brett. ^22Aber hinten an der Wohnung gegen Abend sollst du sechs Bretter machen; ^23dazu zwei Bretter hinten an die zwei Ecken der Wohnung, ^24dass ein jegliches der beiden sich mit seinem Eckbrett von untenauf geselle und oben am Haupt gleich zusammenkomme mit einer Klammer; ^25dass es acht Bretter seien mit ihren silbernen Fuessen, deren sollen sechzehn sein, je zwei unter einem Brett. ^26Und sollst Riegel machen von Akazienholz, fuenf zu den Brettern auf einer Seite der Wohnung ^27und fuenf zu den Brettern auf der andern Seite der Wohnung und fuenf zu den Brettern hinten an der Wohnung gegen Abend. ^28Und sollst den mittleren Riegel mitten an den Brettern hindurchstossen und alles zusammenfassen von einem Ende zu dem andern. ^29Und sollst die Bretter mit Gold ueberziehen und ihre Ringe von Gold machen, dass man die Riegel darein tue. ^30Und die Riegel sollst du mit Gold ueberziehen. Und also sollst du denn die Wohnung aufrichten nach der Weise, wie du gesehen hast auf dem Berge. ^31Du sollst einen Vorhang machen von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand; und sollst Cherubim daran machen von kunstreicher Arbeit. ^32Und sollst ihn haengen an vier Saeulen von Akazienholz, die mit Gold ueberzogen sind und goldene Haken und vier silberne Fuesse haben. ^33Und sollst den Vorhang haengen unter die Haken, und die Lade des Zeugnisses innen hinter den Vorhang setzen, dass er euch eine Scheidewand sei zwischen dem Heiligen und dem Allerheiligsten. ^34Und sollst den Gnadenstuhl tun auf die Lade des Zeugnisses in dem Allerheiligsten. ^35Den Tisch aber setze aussen vor den Vorhang und den Leuchter dem Tisch gegenueber, mittagswaerts in der Wohnung, dass der Tisch stehe gegen Mitternacht. ^36Und sollst ein Tuch machen in die Tuer der Huette, gewirkt von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand. ^37Und sollst dem Tuch fuenf Saeulen machen von Akazienholz, mit Gold ueberzogen, mit goldene Haken, und sollst ihnen fuenf eherne Fuesse giessen. __________________________________________________________________ Kapitel 27 ^1Du sollst einen Altar machen von Akazienholz, fuenf Ellen lang und breit, dass er gleich viereckig sei, und drei Ellen hoch. ^2Hoerner sollst du auf seinen vier Ecken machen und sollst ihn mit Erz ueberziehen. ^3Mache auch Aschentoepfe, Schaufeln, Becken, Gabeln, Kohlenpfannen; alle seine Geraete sollst du aus Erz machen. ^4Du sollst auch ein ehernes Gitter machen wie ein Netz und vier eherne Ringe an seine vier Enden. ^5Du sollst's aber von untenauf um den Altar machen, dass das Gitter reiche bis mitten an den Altar. ^6Und sollst auch Stangen machen zu dem Altar von Akazienholz, mit Erz ueberzogen. ^7Und man soll die Stangen in die Ringe tun, dass die Stangen seien an beiden Seiten des Altars, wenn man ihn traegt. ^8Und sollst ihn also von Brettern machen, dass er inwendig hohl sei, wie dir auf dem Berge gezeigt ist. ^9Du sollst auch der Wohnung einen Hof machen, einen Umhang von gezwirnter weisser Leinwand, auf einer Seite hundert Ellen lang, gegen Mittag, ^10und zwanzig Saeulen auf zwanzig ehernen Fuessen, und ihre Haken mit ihren Querstaeben von Silber. ^11Also auch gegen Mitternacht soll sein ein Umhang, hundert Ellen lang, zwanzig Saeulen auf zwanzig ehernen Fuessen, und ihre Haken mit ihren Querstaeben von Silber. ^12Aber gegen Abend soll die Breite des Hofes haben einen Umhang, fuenfzig Ellen lang, zehn Saeulen auf zehn Fuessen. ^13Gegen Morgen aber soll die Breite des Hofes haben fuenfzig Ellen, ^14also dass der Umhang habe auf einer Seite fuenfzehn Ellen, dazu drei Saeulen auf drei Fuessen, ^15und wieder fuenfzehn Ellen auf der andern Seite, dazu drei Saeulen auf drei Fuessen; ^16aber im Tor des Hofes soll ein Tuch sein, zwanzig Ellen breit, gewirkt von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand, dazu vier Saeulen auf ihren vier Fuessen. ^17Alle Saeulen um den Hof her sollen silberne Querstaebe und silberne Haken und eherne Fuesse haben. ^18Und die Laenge des Hofes soll hundert Ellen sein, die Breite fuenfzig Ellen, die Hoehe fuenf Ellen, von gezwirnter weisser Leinwand, und seine Fuesse sollen ehern sein. ^19Auch alle Geraete der Wohnung zu allerlei Amt und alle ihre Naegel und alle Naegel des Hofes sollen ehern sein. ^20Gebiete den Kindern Israel, dass sie zu dir bringen das allerreinste, lautere Oel von Oelbaeumen, gestossen, zur Leuchte, dass man taeglich Lampen aufsetze ^21in der Huette des Stifts, aussen vor dem Vorhang, der vor dem Zeugnis haengt. Und Aaron und seine Soehne sollen sie zurichten des Morgens und des Abends vor dem HERRN. Das soll euch eine ewige Weise sein auf eure Nachkommen unter den Kindern Israel. __________________________________________________________________ Kapitel 28 ^1Du sollst Aaron, deinen Bruder, und seine Soehne zu dir nehmen aus den Kindern Israel, dass er mein Priester sei, naemlich Aaron und seine Soehne Nadab, Abihu, Eleasar und Ithamar. ^2Und sollst Aaron, deinen Bruder, heilige Kleider machen, die herrlich und schoen seien. ^3Und du sollst reden mit allen, die eines weisen Herzens sind, die ich mit dem Geist der Weisheit erfuellt habe, dass sie Aaron Kleider machen zu seiner Weihe, dass er mein Priester sei. ^4Das sind aber die Kleider, die sie machen sollen: das Amtschild, den Leibrock, Purpurrock, engen Rock, Hut und Guertel. Also sollen sie heilige Kleider machen deinem Bruder Aaron und seinen Soehnen, dass er mein Priester sei. ^5Dazu sollen sie nehmen Gold, blauen und roten Purpur, Scharlach und weisse Leinwand. ^6Den Leibrock sollen sie machen von Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand, kunstreich; ^7zwei Schulterstuecke soll er haben, die zusammengehen an beiden Enden, und soll zusammengebunden werden. ^8Und sein Gurt darauf soll derselben Kunst und Arbeit sein, von Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand. ^9Und sollst zwei Onyxsteine nehmen und darauf graben die Namen der Kinder Israel, ^10Auf jeglichen sechs Namen, nach der Ordnung ihres Alters. ^11Das sollst du tun durch die Steinschneider, die da Siegel graben, also dass sie mit Gold umher gefasst werden. ^12Und sollst sie auf die Schulterstuecke des Leibrocks heften, dass es Steine seien zum Gedaechtnis fuer die Kinder Israel, dass Aaron ihre Namen auf seinen beiden Schultern trage vor dem HERRN zum Gedaechtnis. ^13Und sollst goldene Fassungen machen ^14und zwei Ketten von feinem Golde, mit zwei Enden, aber die Glieder ineinander hangend; und sollst sie an die Fassungen tun. ^15Das Amtschild sollst du machen nach der Kunst, wie den Leibrock, von Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand. ^16Viereckig soll es sein und zwiefach; eine Spanne breit soll seine Laenge sein und eine Spanne breit seine Breite. ^17Und sollst's fuellen die vier Reihen voll Steine. Die erste Reihe sei ein Sarder, Topas, Smaragd; ^18die andere ein Rubin, Saphir, Demant; ^19die dritte ein Lynkurer, Achat, Amethyst; ^20die vierte ein Tuerkis, Onyx, Jaspis. In Gold sollen sie gefasst sein in allen Reihen ^21und sollen nach den zwoelf Namen der Kinder Israel stehen, gegraben vom Steinschneider, dass auf einem jeglichen ein Namen stehe nach den zwoelf Staemmen. ^22Und sollst Ketten zu dem Schild machen mit zwei Enden, aber die Glieder ineinander hangend, von feinem Golde, ^23und zwei goldene Ringe an das Schild, also dass du die zwei Ringe heftest an zwei Ecken des Schildes, ^24und die zwei goldenen Ketten in die zwei Ringe an den beiden Ecken des Schildes tust. ^25Aber die zwei Enden der zwei Ketten sollst du an die zwei Fassungen tun und sie heften auf die Schulterstuecke am Leibrock vornehin. ^26Und sollst zwei andere goldene Ringe machen und an die zwei Ecken des Schildes heften an seinem Rand, inwendig gegen den Leibrock. ^27Und sollst abermals zwei goldene Ringe machen und sie unten an die zwei Schulterstuecke vorn am Leibrock heften, wo der Leibrock zusammengeht, oben ueber dem Gurt des Leibrocks. ^28Und man soll das Schild mit seinen Ringen mit einer blauen Schnur an die Ringe des Leibrocks knuepfen, dass es ueber dem Gurt des Leibrocks hart anliege und das Schild sich nicht vom Leibrock losmache. ^29Also soll Aaron die Namen der Kinder Israel tragen in dem Amtschild auf seinem Herzen, wenn er in das Heilige geht, zum Gedaechtnis vor dem HERRN allezeit. ^30Und sollst in das Amtschild tun Licht und Recht, dass sie auf dem Herzen Aarons seien, wenn er eingeht vor den HERRN, dass er trage das Amt der Kinder Israel auf seinem Herzen vor dem HERRN allewege. ^31Du sollst auch einen Purpurrock unter dem Leibrock machen ganz von blauem Purpur. ^32Und oben mitteninne soll ein Loch sein und eine Borte um das Loch her zusammengefaltet, dass er nicht zerreisse. ^33Und unten an seinen Saum sollst du Granataepfel machen von blauem und rotem Purpur und Scharlach um und um und zwischen dieselben goldene Schellen auch um und um, ^34dass eine goldene Schelle sei, darnach ein Granatapfel und wieder eine goldene Schelle und wieder ein Granatapfel, um und um an dem Saum des Purpurrocks. ^35Und Aaron soll ihn anhaben, wenn er dient, dass man seinen Klang hoere, wenn er aus und eingeht in das Heilige vor dem HERRN, auf dass er nicht sterbe. ^36Du sollst auch ein Stirnblatt machen von feinem Golde und darauf ausgraben, wie man die Siegel ausgraebt: Heilig dem HERRN. ^37Und sollst's heften an eine blaue Schnur vorn an den Hut, ^38auf der Stirn Aarons, dass also Aaron trage die Missetat des Heiligen, das die Kinder Israel heiligen in allen Gaben ihrer Heiligung; und es soll allewege an seiner Stirn sein, dass er sie versoehne vor dem HERRN. ^39Du sollst auch einen engen Rock machen von weisser Leinwand und einen Hut von weisser Leinwand machen und einen gestickten Guertel. ^40Und den Soehnen Aarons sollst du Roecke, Guertel und Hauben machen, die herrlich und schoen seien. ^41Und sollst sie deinem Bruder Aaron samt seinen Soehnen anziehen; und sollst sie salben und ihre Haende fuellen und sie weihen, dass sie meine Priester seien. ^42Und sollst ihnen leinene Beinkleider machen, zu bedecken die Bloesse des Fleisches von den Lenden bis an die Hueften. ^43Und Aaron und seine Soehne sollen sie anhaben, wenn sie in die Huette des Stifts gehen oder hinzutreten zum Altar, dass sie dienen in dem Heiligtum, dass sie nicht ihre Missetat tragen und sterben muessen. Das soll ihm und seinem Stamm nach ihm eine ewige Weise sein. __________________________________________________________________ Kapitel 29 ^1Das ist's auch, was du ihnen tun sollst, dass sie mir zu Priestern geweiht werden. Nimm einen jungen Farren und zwei Widder ohne Fehl, ^2ungesaeuertes Brot und ungesaeuerte Kuchen, mit Oel gemengt, und ungesaeuerte Fladen, mit Oel gesalbt; von Weizenmehl sollst du solches alles machen. ^3Und sollst es in einen Korb legen und in dem Korbe herzubringen samt dem Farren und den zwei Widdern. ^4Und sollst Aaron und seine Soehne vor die Tuer der Huette des Stifts fuehren und mit Wasser waschen ^5und die Kleider nehmen und Aaron anziehen den engen Rock und den Purpurrock und den Leibrock und das Schild zu dem Leibrock, und sollst ihn guerten mit dem Gurt des Leibrocks ^6und den Hut auf sein Haupt setzen und die heilige Krone an den Hut. ^7Und sollst nehmen das Salboel und auf sein Haupt schuetten und ihn salben. ^8Und seine Soehne sollst du auch herzufuehren und den engen Rock ihnen anziehen ^9und beide, Aaron und auch sie, mit Guerteln guerten und ihnen die Hauben aufbinden, dass sie das Priestertum haben zu ewiger Weise. Und sollst Aaron und seinen Soehnen die Haende fuellen, ^10und den Farren herzufuehren vor die Huette des Stifts; und Aaron und seine Soehne sollen ihre Haende auf des Farren Haupt legen. ^11Und du sollst den Farren schlachten vor dem HERRN, vor der Tuer der Huette des Stifts. ^12Und sollst von seinem Blut nehmen und auf des Altars Hoerner tun mit deinem Finger und alles andere Blut an des Altars Boden schuetten. ^13Und sollst alles Fett nehmen am Eingeweide und das Netz ueber der Leber und die zwei Nieren mit dem Fett, das darueber liegt, und sollst es auf dem Altar anzuenden. ^14Aber des Farren Fleisch, Fell und Mist sollst du draussen vor dem Lager verbrennen; denn es ist ein Suendopfer. ^15Aber den einen Widder sollst du nehmen, und Aaron und seine Soehne sollen ihre Haende auf sein Haupt legen. ^16Dann sollst du ihn schlachten und sein Blut nehmen und auf den Altar sprengen ringsherum. ^17Aber den Widder sollst du zerlegen in Stuecke, und seine Eingeweide und Schenkel waschen, und sollst es auf seine Stuecke und sein Haupt legen ^18und den ganzen Widder anzuenden auf dem Altar; denn es ist dem HERRN ein Brandopfer, ein suesser Geruch, ein Feuer des HERRN. ^19Den andern Widder aber sollst du nehmen, und Aaron und seine Soehne sollen ihre Haende auf sein Haupt legen; ^20und sollst ihn schlachten und von seinem Blut nehmen und Aaron und seinen Soehnen auf den rechten Ohrknorpel tun und auf ihre Daumen ihrer rechten Hand und auf die grosse Zehe ihres rechten Fusses; und sollst das Blut auf den Altar sprengen ringsherum. ^21Und sollst von dem Blut auf dem Altar nehmen und vom Salboel, und Aaron und seine Kleider, seine Soehne und ihre Kleider besprengen; so wird er und seine Kleider, seine Soehne und ihre Kleider geweiht. ^22Darnach sollst du nehmen das Fett von dem Widder, den Schwanz und das Fett am Eingeweide, das Netz ueber der Leber und die zwei Nieren mit dem Fett darueber und die rechte Schulter (denn es ist ein Widder der Fuellung), ^23und ein Brot und einen Oelkuchen und einen Fladen aus dem Korbe des ungesaeuerten Brots, der vor dem HERRN steht; ^24und lege alles auf die Haende Aarons und seiner Soehne und webe es dem HERRN. ^25Darnach nimm's von ihren Haenden und zuende es an auf dem Altar zu dem Brandopfer, zum suessen Geruch vor dem HERRN; denn das ist ein Feuer des HERRN. ^26Und sollst die Brust nehmen vom Widder der Fuellung Aarons und sollst sie dem HERRN weben. Das soll dein Teil sein. ^27Und sollst also heiligen die Webebrust und die Hebeschulter, die gewebt und gehebt sind von dem Widder der Fuellung Aarons und seiner Soehne. ^28Und das soll Aarons und seiner Soehne sein ewigerweise von den Kindern Israel; denn es ist ein Hebopfer. Und eine Hebe soll es sein, von den Kindern Israel von ihrem Dankopfern, ihre Hebe fuer den HERRN. ^29Aber die heiligen Kleider Aarons sollen seine Soehne haben nach ihm, dass sie darin gesalbt und ihre Haende gefuellt werden. ^30Welcher unter seinen Soehnen an seiner Statt Priester wird, der soll sie sieben Tage anziehen, dass er gehe in die Huette des Stifts, zu dienen im Heiligen. ^31Du sollst aber nehmen den Widder der Fuellung, und sein Fleisch an einem heiligen Ort kochen. ^32Und Aaron mit seinen Soehnen soll des Widders Fleisch essen samt dem Brot im Korbe vor der Tuer der Huette des Stifts. ^33Denn es ist zur Versoehnung damit geschehen, zu fuellen ihre Haende, dass sie geweiht werden. Kein andrer soll es essen; denn es ist heilig. ^34Wo aber etwas uebrigbleibt von dem Fleisch der Fuellung und von dem Brot bis an den Morgen, das sollst du mit Feuer verbrennen und nicht essen lassen; denn es ist heilig. ^35Und sollst also mit Aaron und seinen Soehnen tun alles, was ich dir geboten habe. Sieben Tage sollst du ihre Haende fuellen ^36und taeglich einen Farren zum Suendopfer schlachten zur Versoehnung. Und sollst den Altar entsuendigen, wenn du ihn versoehnst, und sollst ihn salben, dass er geweiht werde. ^37Sieben Tage sollst du den Altar versoehnen und ihn weihen, dass er sei ein Hochheiliges. Wer den Altar anruehren will, der ist dem Heiligtum verfallen. ^38Und das sollst du mit dem Altar tun: zwei jaehrige Laemmer sollst du allewege des Tages darauf opfern, ^39Ein Lamm des Morgens, das andere gegen Abend; ^40Und zu einem Lamm ein zehntel Semmelmehl, gemengt mit einem Viertel von einem Hin gestossenen Oels, und ein Viertel vom Hin Wein zum Trankopfer. ^41Mit dem andern Lamm gegen Abend sollst du tun wie mit dem Speisopfer und Trankopfer des Morgens, zu suessem Geruch, ein Feuer dem Herrn. ^42Das ist das taegliche Brandopfer bei euren Nachkommen vor der Tuer der Huette des Stifts, vor dem HERRN, da ich mich euch bezeugen und mit dir reden will. ^43Daselbst will ich mich den Kindern Israel bezeugen und geheiligt werden in meiner Herrlichkeit. ^44So will ich die Huette des Stifts mit dem Altar heiligen und Aaron und seine Soehne mir zu Priestern weihen. ^45Und will unter den Kindern Israel wohnen und ihr Gott sein, ^46dass sie wissen sollen, ich sei der HERR, ihr Gott, der sie aus Aegyptenland fuehrte, dass ich unter ihnen wohne, ich, der HERR, Ihr Gott. __________________________________________________________________ Kapitel 30 ^1Du sollst auch einen Raeuchaltar machen, zu raeuchern, von Akazienholz, ^2eine Elle lang und breit, gleich viereckig und zwei Ellen hoch, mit seinen Hoernern. ^3Und sollst ihn mit feinem Golde ueberziehen, sein Dach und seine Waende ringsumher und seine Hoerner. Und sollst einen Kranz von Gold machen ^4und zwei goldene Ringe unter dem Kranz zu beiden Seiten, dass man Stangen darein tue und ihn damit trage. ^5Die Stangen sollst du auch von Akazienholz machen und mit Gold ueberziehen. ^6Und sollst ihn setzen vor den Vorhang, der vor der Lade des Zeugnisses haengt, und vor dem Gnadenstuhl, der auf dem Zeugnis ist, wo ich mich dir bezeugen werde. ^7Und Aaron soll darauf raeuchern gutes Raeuchwerk alle Morgen, wenn er die Lampen zurichtet. ^8Desgleichen, wenn er die Lampen anzuendet gegen Abend, soll er solch Raeuchwerk auch raeuchern. Das soll das taegliche Raeuchopfer sein vor dem HERRN bei euren Nachkommen. ^9Ihr sollt kein fremdes Raeuchwerk darauf tun, auch kein Brandopfer noch Speisopfer und kein Trankopfer darauf opfern. ^10Und Aaron soll auf seinen Hoernern versoehnen einmal im Jahr mit dem Blut des Suendopfers zur Versoehnung. Solche Versoehnung soll jaehrlich einmal geschehen bei euren Nachkommen; denn das ist dem HERRN ein Hochheiliges. ^11Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^12Wenn du die Haeupter der Kinder Israel zaehlst, so soll ein jeglicher dem HERRN geben die Versoehnung seiner Seele, auf dass ihnen nicht eine Plage widerfahre, wenn sie gezaehlt werden. ^13Es soll aber ein jeglicher, der in der Zahl ist, einen halben Silberling geben nach dem Lot des Heiligtums (ein Lot hat zwanzig Gera). Solcher halber Silberling soll das Hebopfer des HERRN sein. ^14Wer in der Zahl ist von zwanzig Jahren und darueber, der soll solch Hebopfer dem HERRN geben. ^15Der Reiche soll nicht mehr geben und der Arme nicht weniger als den halben Silberling, den man dem HERRN zur Hebe gibt fuer die Versoehnung ihre Seelen. ^16Und du sollst solch Geld der Versoehnung nehmen von den Kindern Israel und zum Gottesdienst der Huette des Stifts geben, dass es sei den Kindern Israel ein Gedaechtnis vor dem HERRN, dass er sich Ueber ihre Seelen versoehnen lasse. ^17Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^18Du sollst auch ein ehernes Handfass machen mit einem ehernen Fuss, zum Waschen, und sollst es setzen zwischen die Huette des Stifts und den Altar, und Wasser darein tun, ^19dass Aaron und seine Soehne ihre Haende und Fuesse darin waschen, ^20wenn sie in die Huette des Stifts gehen oder zum Altar, dass sie dienen, ein Feuer anzuzuenden dem HERRN, ^21auf dass sie nicht sterben. Das soll eine ewige Weise sein ihm und seinem Samen bei ihren Nachkommen. ^22Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^23Nimm zu dir die beste Spezerei: die edelste Myrrhe, fuenfhundert Lot, und Zimt, die Haelfte soviel, zweihundertfuenfzig, und Kalmus, auch zweihundertfuenfzig, ^24und Kassia, fuenfhundert, nach dem Lot des Heiligtums, und Oel vom Oelbaum ein Hin. ^25Und mache ein heiliges Salboel nach der Kunst des Salbenbereiters. ^26Und sollst damit salben die Huette des Stifts und die Lade des Zeugnisses, ^27den Tisch mit allem seinem Geraete, den Leuchter mit seinem Geraete, den Raeucheraltar, ^28den Brandopferaltar mit allem seinem Geraete und das Handfass mit seinem Fuss. ^29Und sollst sie also weihen, dass sie hochheilig seien; denn wer sie anruehren will, der ist dem Heiligtum verfallen. ^30Aaron und seine Soehne sollst du auch salben und sie mir zu Priestern weihen. ^31Und sollst mit den Kindern Israel reden und sprechen: Dies Oel soll mir eine heilige Salbe sein bei euren Nachkommen. ^32Auf Menschenleib soll's nicht gegossen werden, sollst auch seinesgleichen nicht machen; denn es ist heilig, darum soll's euch heilig sein. ^33Wer ein solches macht oder einem andern davon gibt, der soll von seinem Volk ausgerottet werden. ^34Und der HERR sprach zu Mose: Nimm dir Spezerei; Balsam, Stakte, Galban und reinen Weihrauch, von einem so viel wie vom andern, ^35und mache Raeuchwerk daraus, nach der Kunst des Salbenbereiters gemengt, dass es rein und heilig sei. ^36Und du sollst es zu Pulver stossen und sollst davon tun vor das Zeugnis in der Huette des Stifts, wo ich mich dir bezeugen werde. Das soll euch ein Hochheiliges sein. ^37Und desgleichen Raeuchwerk sollt ihr euch nicht machen, sondern es soll dir heilig sein dem HERRN. ^38Wer ein solches machen wird, der wird ausgerottet werden von seinem Volk. __________________________________________________________________ Kapitel 31 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Siehe, ich habe mit Namen berufen Bezaleel, den Sohn Uris, des Sohnes Hur, vom Stamme Juda, ^3und habe ihn erfuellt mit dem Geist Gottes, mit Weisheit und Verstand und Erkenntnis und mit allerlei Geschicklichkeit, ^4kunstreich zu arbeiten an Gold, Silber, Erz, ^5kunstreich Steine zu schneiden und einzusetzen, und kunstreich zu zimmern am Holz, zu machen allerlei Werk. ^6Und siehe, ich habe ihm zugegeben Oholiab, den Sohn Ahisamachs, vom Stamme Dan; und habe allerlei Weisen die Weisheit ins Herz gegeben, dass sie machen sollen alles, was ich dir geboten habe: ^7die Huette des Stifts, die Lade des Zeugnisses, den Gnadenstuhl darauf und alle Geraete der Huette, ^8den Tisch und sein Geraet, den feinen Leuchter und all sein Geraet, den Raeucheraltar, ^9den Brandopferaltar mit allem seinem Geraete, das Handfass mit seinem Fuss, ^10die Amtskleider und die heiligen Kleider des Priesters Aaron und die Kleider seiner Soehne, priesterlich zu dienen, ^11das Salboel und das Raeuchwerk von Spezerei zum Heiligtum. Alles, was ich dir geboten habe, werden sie machen. ^12Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^13Sage den Kindern Israel und sprich: Haltet meinen Sabbat; denn derselbe ist ein Zeichen zwischen mir und euch auf eure Nachkommen, dass ihr wisset, dass ich der HERR bin, der euch heiligt. ^14Darum so haltet meinen Sabbat; denn er soll euch heilig sein. Wer ihn entheiligt, der soll des Todes sterben. Denn wer eine Arbeit da tut, des Seele soll ausgerottet werden von seinem Volk. ^15Sechs Tage soll man arbeiten; aber am siebenten Tag ist Sabbat, die heilige Ruhe des HERRN. Wer eine Arbeit tut am Sabbattag, der soll des Todes sterben. ^16Darum sollen die Kinder Israel den Sabbat halten, dass sie ihn auch bei ihren Nachkommen halten zum ewigen Bund. ^17Er ist ein ewiges Zeichen zwischen mir und den Kindern Israel. Denn in sechs Tagen machte der HERR Himmel und Erde; aber am siebenten Tage ruhte er und erquickte sich. ^18Und da der HERR ausgeredet hatte mit Mose auf dem Berge Sinai, gab er ihm zwei Tafeln des Zeugnisses; die waren beschrieben mit dem Finger Gottes. __________________________________________________________________ Kapitel 32 ^1Da aber das Volk sah, dass Mose verzog, von dem Berge zu kommen, sammelte sich's wider Aaron und sprach zu ihm: Auf, mache uns Goetter, die vor uns her gehen! Denn wir wissen nicht, was diesem Mann Mose widerfahren ist, der uns aus Aegyptenland gefuehrt hat. ^2Aaron sprach zu ihnen: Reisst ab die goldenen Ohrenringe an den Ohren eurer Weiber, eurer Soehne und eurer Toechter und bringet sie zu mir. ^3Da riss alles Volk seine goldenen Ohrenringe von ihren Ohren, und brachten sie zu Aaron. ^4Und er nahm sie von ihren Haenden und entwarf's mit einem Griffel und machte ein gegossenes Kalb. Und sie sprachen: Das sind deine Goetter, Israel, die dich aus Aegyptenland gefuehrt haben! ^5Da das Aaron sah, baute er einen Altar vor ihm und liess ausrufen und sprach: Morgen ist des HERRN Fest. ^6Und sie standen des Morgens frueh auf und opferten Brandopfer und brachten dazu Dankopfer. Darnach setzte sich das Volk, zu essen und zu trinken, und standen auf zu spielen. ^7Der HERR aber sprach zu Mose: Gehe, steig hinab; denn dein Volk, das du aus Aegyptenland gefuehrt hast, hat's verderbt. ^8Sie sind schnell von dem Wege getreten, den ich ihnen geboten habe. Sie haben sich ein gegossenes Kalb gemacht und haben's angebetet und ihm geopfert und gesagt: Das sind deine Goetter, Israel, die dich aus Aegyptenland gefuehrt haben. ^9Und der HERR sprach zu Mose: Ich sehe, dass es ein halsstarriges Volk ist. ^10Und nun lass mich, dass mein Zorn ueber sie ergrimme und sie vertilge; so will ich dich zum grossen Volk machen. ^11Mose aber flehte vor dem HERRN, seinem Gott, und sprach: Ach HERR, warum will dein Zorn ergrimmen ueber dein Volk, das du mit grosser Kraft und starker Hand hast aus Aegyptenland gefuehrt? ^12Warum sollen die Aegypter sagen und sprechen: Er hat sie zu ihrem Unglueck ausgefuehrt, dass er sie erwuergte im Gebirge und vertilgte vom Erdboden? Kehre dich von dem Grimm deines Zornes und lass dich gereuen des Uebels ueber dein Volk. ^13Gedenke an deine Diener Abraham, Isaak und Israel, denen du bei dir selbst geschworen und verheissen hast: Ich will euren Samen mehren wie die Sterne am Himmel, und alles Land, das ich euch verheissen habe, will ich eurem Samen geben, und sie sollen's besitzen ewiglich. ^14Also gereute den HERRN das Uebel, das er drohte seinem Volk zu tun. ^15Mose wandte sich und stieg vom Berge und hatte zwei Tafeln des Zeugnisses in seiner Hand, die waren beschrieben auf beiden Seiten. ^16Und Gott hatte sie selbst gemacht und selber die Schrift eingegraben. ^17Da nun Josua hoerte des Volks Geschrei, dass sie jauchzten, sprach er zu Mose: Es ist ein Geschrei im Lager wie im Streit. ^18Er antwortete: Es ist nicht ein Geschrei gegeneinander derer, die obliegen und unterliegen, sondern ich hoere ein Geschrei eines Singetanzes. ^19Als er aber nahe zum Lager kam und das Kalb und den Reigen sah, ergrimmte er mit Zorn und warf die Tafeln aus seiner Hand und zerbrach sie unten am Berge ^20und nahm das Kalb, das sie gemacht hatten, und zerschmelzte es mit Feuer und zermalmte es zu Pulver und staeubte es aufs Wasser und gab's den Kindern Israel zu trinken ^21und sprach zu Aaron: Was hat dir das Volk getan, dass du eine so grosse Suende ueber sie gebracht hast? ^22Aaron sprach: Mein Herr lasse seinen Zorn nicht ergrimmen. Du weisst, dass dies Volk boese ist. ^23Sie sprachen zu mir: Mache uns Goetter, die vor uns her gehen; denn wir wissen nicht, wie es diesem Manne Mose geht, der uns aus Aegyptenland gefuehrt hat. ^24Ich sprach zu ihnen: Wer Gold hat, der reiss es ab und gebe es mir. Und ich warf's ins Feuer; daraus ist das Kalb geworden. ^25Da nun Mose sah, dass das Volk zuchtlos geworden war (denn Aaron hatte sie zuchtlos gemacht, zum Geschwaetz bei ihren Widersachern), ^26trat er an das Tor des Lagers und sprach: Her zu mir, wer dem HERRN angehoert! Da sammelten sich zu ihm alle Kinder Levi. ^27Und er sprach zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Guerte ein jeglicher sein Schwert um seine Lenden und durchgehet hin und zurueck von einem Tor zum andern das Lager, und erwuerge ein jeglicher seinen Bruder, Freund und Naechsten. ^28Die Kinder Levi taten, wie ihnen Mose gesagt hatte; und fielen des Tages vom Volk dreitausend Mann. ^29Da sprach Mose: Fuellet heute eure Haende dem HERRN, ein jeglicher an seinem Sohn und Bruder, dass heute ueber euch der Segen gegeben werde. ^30Des Morgens sprach Mose zum Volk: Ihr habt eine grosse Suende getan; nun will ich hinaufsteigen zu dem HERRN, ob ich vielleicht eure Suende versoehnen moege. ^31Als nun Mose wieder zum HERRN kam, sprach er: Ach, das Volk hat eine grosse Suende getan, und sie haben sich goldene Goetter gemacht. ^32Nun vergib ihnen ihre Suende; wo nicht, so tilge mich auch aus deinem Buch, das du geschrieben hast. ^33Der HERR sprach zu Mose: Was? Ich will den aus meinem Buch tilgen, der an mir suendigt. ^34So gehe nun hin und fuehre das Volk, dahin ich dir gesagt habe. Siehe, mein Engel soll vor dir her gehen. Ich werde ihre Suende wohl heimsuchen, wenn meine Zeit kommt heimzusuchen. ^35Also strafte der HERR das Volk, dass sie das Kalb hatten gemacht, welches Aaron gemacht hatte. __________________________________________________________________ Kapitel 33 ^1Der HERR sprach zu Mose: Gehe, ziehe von dannen, du und das Volk, das du aus Aegyptenland gefuehrt hast, in das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob geschworen habe und gesagt: Deinem Samen will ich's geben; ^2und ich will vor dir her senden einen Engel und ausstossen die Kanaaniter, Amoriter, Hethiter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter, ^3dich zu bringen in das Land, darin Milch und Honig fliesst. Ich will nicht mit dir hinaufziehen, denn du bist ein halsstarriges Volk; ich moechte dich unterwegs vertilgen. ^4Da das Volk diese boese Rede hoerte, trugen sie Leid, und niemand trug seinen Schmuck an sich. ^5Und der HERR sprach zu Mose: Sage zu den Kindern Israel: Ihr seid ein halsstarriges Volk. Wo ich nur einen Augenblick mit dir hinaufzoege, wuerde ich dich vertilgen. Und nun lege deinen Schmuck von dir, dass ich wisse, was ich dir tun soll. ^6Also taten die Kinder Israel ihren Schmuck von sich vor dem Berge Horeb. ^7Mose aber nahm die Huette und schlug sie auf draussen, ferne vom Lager, und hiess sie eine Huette des Stifts. Und wer den HERRN fragen wollte, musste herausgehen zur Huette des Stifts vor das Lager. ^8Und wenn Mose ausging zur Huette so stand alles Volk auf und trat ein jeglicher in seiner Huette Tuer und sahen ihm nach, bis er in die Huette kam. ^9Und wenn Mose in die Huette kam, so kam die Wolkensaeule hernieder und stand in der Huette Tuer und redete mit Mose. ^10Und alles Volk sah die Wolkensaeule in der Huette Tuer stehen, und standen auf und neigten sich, ein jeglicher in seiner Huette Tuer. ^11Der HERR aber redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freunde redet. Und wenn er wiederkehrte zum Lager, so wich sein Diener Josua, der Sohn Nuns, der Juengling, nicht aus der Huette. ^12Und Mose sprach zu dem HERRN: Siehe, du sprichst zu mir: Fuehre das Volk hinauf! und laesst mich nicht wissen, wen du mit mir senden willst, so du doch gesagt hast: Ich kenne dich mit Namen, und du hast Gnade vor meinen Augen gefunden. ^13Habe ich denn Gnade vor deinen Augen gefunden, so lass mich deinen Weg wissen, damit ich dich kenne und Gnade vor deinen Augen finde. Und siehe doch, dass dies Volk dein Volk ist. ^14Er sprach: Mein Angesicht soll vorangehen; damit will ich dich leiten. ^15Er aber sprach zu ihm: Wo nicht dein Angesicht vorangeht, so fuehre uns nicht von dannen hinauf. ^16Denn wobei soll doch erkannt werden, dass ich und dein Volk vor deinen Augen Gnade gefunden haben, ausser wenn du mit uns gehst, auf dass ich und dein Volk geruehmt werden vor allem Volk, das auf dem Erdboden ist? ^17Der HERR sprach zu Mose: Was du jetzt geredet hast, will ich auch tun; denn du hast Gnade vor meinen Augen gefunden, und ich kenne dich mit Namen. ^18Er aber sprach: So lass mich deine Herrlichkeit sehen. ^19Und er sprach: Ich will vor deinem Angesicht alle meine Guete voruebergehen lassen und will ausrufen des HERRN Namen vor dir. Wem ich aber gnaedig bin, dem bin ich gnaedig; und wes ich mich erbarme, des erbarme ich mich. ^20Und sprach weiter: Mein Angesicht kannst du nicht sehen; denn kein Mensch wird leben, der mich sieht. ^21Und der HERR sprach weiter: Siehe, es ist ein Raum bei mir; da sollst du auf dem Fels stehen. ^22Wenn denn nun meine Herrlichkeit voruebergeht, will ich dich in der Felskluft lassen stehen und meine Hand ob dir halten, bis ich voruebergehe. ^23Und wenn ich meine Hand von dir tue, wirst du mir hintennach sehen; aber mein Angesicht kann man nicht sehen. __________________________________________________________________ Kapitel 34 ^1Und der HERR sprach zu Mose: Haue dir zwei steinerne Tafeln, wie die ersten waren, dass ich die Worte darauf schreibe, die auf den ersten Tafeln waren, welche du zerbrochen hast. ^2Und sei morgen bereit, dass du frueh auf den Berg Sinai steigest und daselbst zu mir tretest auf des Berges Spitze. ^3Und lass niemand mit dir hinaufsteigen, dass niemand gesehen werde um den ganzen Berg her; auch kein Schaf noch Rind lass weiden gegen diesen Berg hin. ^4Und Mose hieb zwei steinerne Tafeln, wie die ersten waren, und stand des Morgens frueh auf und stieg auf den Berg Sinai, wie ihm der HERR geboten hatte, und nahm die zwei steinernen Tafeln in seine Hand. ^5Da kam der HERR hernieder in einer Wolke und trat daselbst zu ihm und rief aus des HERRN Namen. ^6Und der HERR ging vor seinem Angesicht vorueber und rief: HERR, HERR, GOTT, barmherzig und gnaedig und geduldig und von grosser Gnade und Treue! ^7der da bewahrt Gnade in tausend Glieder und vergibt Missetat, Uebertretung und Suende, und vor welchem niemand unschuldig ist; der die Missetat der Vaeter heimsucht auf Kinder und Kindeskinder bis ins dritte und vierte Glied. ^8Und Mose neigte sich eilend zu der Erde und betete an ^9und sprach: Habe ich, HERR, Gnade vor deinen Augen gefunden, so gehe der HERR mit uns; denn es ist ein halstarriges Volk, dass du unsrer Missetat und Suende gnaedig seist und lassest uns dein Erbe sein. ^10Und er sprach: Siehe, ich will einen Bund machen vor allem deinem Volk und will Wunder tun, dergleichen nicht geschaffen sind in allen Landen und unter allen Voelkern, und alles Volk, darunter du bist, soll sehen des HERRN Werk; denn wunderbar soll sein, was ich bei dir tun werde. ^11Halte, was ich dir heute gebiete. Siehe, ich will vor dir her ausstossen die Amoriter, Kanaaniter, Hethiter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter. ^12Huete dich, dass du nicht einen Bund machest mit den Einwohnern des Landes, da du hineinkommst, dass sie dir nicht ein Fallstrick unter dir werden; ^13sondern ihre Altaere sollst du umstuerzen und ihre Goetzen zerbrechen und ihre Haine ausrotten; ^14denn du sollst keinen andern Gott anbeten. Denn der HERR heisst ein Eiferer; ein eifriger Gott ist er. ^15Dass du nicht einen Bund mit des Landes Einwohnern machest, und wenn sie ihren Goettern nachlaufen und opfern ihren Goettern, sie dich nicht laden und du von ihrem Opfer essest, ^16und dass du nehmest deinen Soehnen ihre Toechter zu Weibern und dieselben dann ihren Goettern nachlaufen und machen deine Soehne auch ihren Goettern nachlaufen. ^17Du sollst dir keine gegossenen Goetter machen. ^18Das Fest der ungesaeuerten Brote sollst du halten. Sieben Tage sollst du ungesaeuertes Brot essen, wie ich dir geboten habe, um die Zeit des Monats Abib; denn im Monat Abib bist du aus Aegypten gezogen. ^19Alles, was die Mutter bricht, ist mein; was maennlich sein wird in deinem Vieh, das seine Mutter bricht, es sei Ochse oder Schaf. ^20Aber den Erstling des Esels sollst du mit einem Schaf loesen. Wo du es aber nicht loesest, so brich ihm das Genick. Alle Erstgeburt unter deinen Soehnen sollst du loesen. Und dass niemand vor mir leer erscheine! ^21Sechs Tage sollst du arbeiten; am siebenten Tage sollst du feiern, mit Pfluegen und mit Ernten. ^22Das Fest der Wochen sollst du halten mit den Erstlingen der Weizenernte, und das Fest der Einsammlung, wenn das Jahr um ist. ^23Dreimal im Jahr soll alles, was maennlich ist, erscheinen vor dem Herrscher, dem HERRN und Gott Israels. ^24Wenn ich die Heiden vor dir ausstossen und deine Grenze erweitern werde, soll niemand deines Landes begehren, die weil du hinaufgehst dreimal im Jahr, zu erscheinen vor dem HERRN, deinem Gott. ^25Du sollst das Blut meines Opfers nicht opfern neben gesaeuertem Brot, und das Opfer des Osterfestes soll nicht ueber Nacht bleiben bis an den Morgen. ^26Die Erstlinge von den Fruechten deines Ackers sollst du in das Haus des HERRN, deines Gottes, bringen. Du sollst das Boecklein nicht kochen in seiner Mutter Milch. ^27Und der HERR sprach zu Mose: Schreib diese Worte: denn nach diesen Worten habe ich mit dir und mit Israel einen Bund gemacht. ^28Und er war allda bei dem HERRN vierzig Tage und vierzig Naechte und ass kein Brot und trank kein Wasser. Und er schrieb auf die Tafeln die Worte des Bundes, die Zehn Worte. ^29Da nun Mose vom Berge Sinai ging, hatte er die zwei Tafeln des Zeugnisses in seiner Hand und wusste nicht, dass die Haut seines Angesichts glaenzte davon, dass er mit ihm geredet hatte. ^30Und da Aaron und alle Kinder Israel sahen, dass die Haut seines Angesichts glaenzte, fuerchteten sie sich, zu ihm zu nahen. ^31Da rief sie Mose; und sie wandten sich zu ihm, Aaron und alle Obersten der Gemeinde; und er redete mit ihnen. ^32Darnach nahten alle Kinder Israel zu ihm. Und er gebot ihnen alles, was der HERR mit ihm geredet hatte auf dem Berge Sinai. ^33Und da er solches alles mit ihnen geredet hatte, legte er eine Decke auf sein Angesicht. ^34Und wenn er hineinging vor den HERRN, mit ihm zu reden, tat er die Decke ab, bis er wieder herausging. Und wenn er herauskam und redete mit den Kindern Israel, was ihm geboten war, ^35so sahen dann die Kinder Israel sein Angesicht an, dass die Haut seines Angesichts glaenzte; so tat er wieder die Decke auf sein Angesicht, bis er wieder hineinging, mit ihm zu reden. __________________________________________________________________ Kapitel 35 ^1Und Mose versammelte die ganze Gemeinde der Kinder Israel und sprach zu ihnen: Das ist's, was der HERR geboten hat, das ihr tun sollt: ^2Sechs Tage sollt ihr arbeiten; den siebenten Tag aber sollt ihr heilig halten als einen Sabbat der Ruhe des HERRN. Wer an dem arbeitet, soll sterben. ^3Ihr sollt kein Feuer anzuenden am Sabbattag in allen euren Wohnungen. ^4Und Mose sprach zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel: Das ist's, was der HERR geboten hat: ^5Gebt unter euch ein Hebopfer dem HERRN, also dass das Hebopfer des HERRN ein jeglicher willig bringe, Gold, Silber, Erz, ^6blauen und roten Purpur, Scharlach, weisse Leinwand und Ziegenhaar, ^7roetliche Widderfelle, Dachsfelle und Akazienholz, ^8Oel zur Lampe und Spezerei zur Salbe und zu gutem Raeuchwerk, ^9Onyxsteine und eingefasste Steine zum Leibrock und zum Amtschild. ^10Und wer unter euch verstaendig ist, der komme und mache, was der HERR geboten hat: ^11naemlich die Wohnung mit ihrer Huette und Decke, Haken, Brettern, Riegeln, Saeulen und Fuessen; ^12die Lade mit ihren Stangen, den Gnadenstuhl und Vorhang; ^13den Tisch mit seinen Stangen und allem seinem Geraete und die Schaubrote; ^14den Leuchter, zu leuchten, und sein Geraet und seine Lampen und das Oel zum Licht; ^15den Raeucheraltar mit seinen Stangen, die Salbe und Spezerei zum Raeuchwerk; das Tuch vor der Wohnung Tuer; ^16den Brandopferaltar mit seinem ehernen Gitter, Stangen und allem seinem Geraete; das Handfass mit seinem Fusse; ^17den Umhang des Vorhofs mit seinen Saeulen und Fuessen und das Tuch des Tors am Vorhof; ^18die Naegel der Wohnung und des Vorhofs mit ihren Seilen; ^19die Kleider des Amts zum Dienst im Heiligen, die heiligen Kleider Aarons, des Priesters, mit den Kleidern seiner Soehne zum Priestertum. ^20Da ging die ganze Gemeinde der Kinder Israel aus von Mose. ^21Und alle, die es gern und willig gaben, kamen und brachten das Hebopfer dem HERRN zum Werk der Huette des Stifts und zu allem ihren Dienst und zu den heiligen Kleidern. ^22Es brachten aber beide, Mann und Weib, wer's willig tat, Spangen, Ohrringe, Ringe und Geschmeide und allerlei goldenes Geraet. Dazu brachte jedermann Gold zum Webeopfer dem HERRN. ^23Und wer bei sich fand blauen und roten Purpur, Scharlach, weisse Leinwand, Ziegenhaar, roetliche Widderfelle und Dachsfelle, der brachte es. ^24Und wer Silber und Erz hob, der brachte es zur Hebe dem HERRN. Und wer Akazienholz bei sich fand, der brachte es zu allerlei Werk des Gottesdienstes. ^25Und welche verstaendige Weiber waren, die spannen mit ihren Haenden und brachten ihr Gespinnst, blauen und roten Purpur, Scharlach und weisse Leinwand. ^26Und welche Weiber solche Arbeit konnten und willig dazu waren, die spannen Ziegenhaare. ^27Die Fuersten aber brachten Onyxsteine und eingefasste Steine zum Leibrock und zum Schild ^28und Spezerei und Oel zu den Lichtern und zur Salbe und zum guten Raeuchwerk. ^29Also brachte die Kinder Israel willig, beide, Mann und Weib, zu allerlei Werk, das der HERR geboten hatte durch Mose, dass man's machen sollte. ^30Und Mose sprach zu den Kindern Israel: Sehet, der HERR hat mit Namen berufen den Bezaleel, den Sohn Uris, des Sohnes Hur, vom Stamme Juda, ^31und hat ihn erfuellt mit dem Geist Gottes, dass er weise, verstaendig, geschickt sei zu allerlei Werk, ^32kunstreich zu arbeiten an Gold, Silber und Erz, ^33Edelsteine zu schneiden und einzusetzen, Holz zu zimmern, zu machen allerlei kunstreiche Arbeit. ^34Und hat ihm ins Herz gegeben, zu unterweisen, ihm und Oholiab, dem Sohn Ahisamachs, vom Stamme Dan. ^35Er hat ihr Herz mit Weisheit erfuellt, zu machen allerlei Werk, zu schneiden, zu wirken und zu sticken mit blauem und rotem Purpur, Scharlach und weisser Leinwand, und mit Weben, dass sie machen allerlei Werk und kunstreiche Arbeit erfinden. __________________________________________________________________ Kapitel 36 ^1Da arbeiteten Bezaleel und Oholiab und alle weisen Maenner, denen der HERR Weisheit und Verstand gegeben hatte, zu wissen, wie sie allerlei Werk machen sollten zum Dienst des Heiligtums, nach allem, was der HERR geboten hatte. ^2Und Mose berief den Bezaleel und Oholiab und alle weisen Maenner, denen der HERR Weisheit gegeben hatte in ihr Herz, alle, die sich freiwillig erboten und hinzutraten, zu arbeiten an dem Werke. ^3Und sie nahmen zu sich von Mose alle Hebe, die die Kinder Israel brachten zu dem Werke des Dienstes des Heiligtums, dass es gemacht wuerde. Denn sie brachten alle Morgen ihre willige Gabe zu ihm. ^4Da kamen alle Weisen, die am Werk des Heiligtums arbeiteten, ein jeglicher von seinem Werk, das sie machten, ^5und sprachen zu Mose: Das Volk bringt zu viel, mehr denn zum Werk dieses Dienstes not ist, das der HERR zu machen geboten hat. ^6Da gebot Mose, dass man rufen liess durchs Lager: Niemand tue mehr zur Hebe des Heiligtums. Da hoerte das Volk auf zu bringen. ^7Denn des Dinges war genug zu allerlei Werk, das zu machen war, und noch uebrig. ^8Also machten alle weisen Maenner unter den Arbeitern am Werk die Wohnung, zehn Teppiche von gezwirnter weisser Leinwand, blauem und rotem Purpur und Scharlach, und Cherubim daran von kunstreicher Arbeit. ^9Die Laenge eines Teppichs war achtundzwanzig Ellen und die Breite vier Ellen, und waren alle in einem Mass. ^10Und er fuegte je fuenf Teppiche zu einem Stueck zusammen, einen an den andern. ^11Und machte blaue Schleifen an jegliches Stueck am Rande, wo die zwei Stuecke sollten zusammengeheftet werden, ^12fuenfzig Schleifen an jegliches Stueck, dass eine Schleife der anderen gegenueberstuende. ^13Und machte fuenfzig goldene Haken und heftete die Teppiche mit den Haken einen an den andern zusammen, dass es eine Wohnung wuerde. ^14Und er machte elf Teppiche von Ziegenhaaren, zur Huette ueber die Wohnung, ^15dreissig Ellen lang und vier Ellen breit, alle in einem Mass. ^16Und fuegte ihrer fuenf zusammen auf einen Teil und sechs zusammen auf den andern Teil. ^17Und machte fuenfzig Schleifen an jegliches Stueck am Rande, wo die Stuecke sollten zusammengeheftet werden. ^18Und machte je fuenfzig eherne Haken, dass die Huette damit zusammen in eins gefuegt wuerde. ^19Und machte eine Decke ueber die Huette von roetlichen Widderfellen und ueber die noch eine Decke von Dachsfellen. ^20Und machte Bretter zur Wohnung von Akazienholz, die stehen sollten, ^21ein jegliches zehn Ellen lang und anderthalb Ellen breit ^22und an jeglichem zwei Zapfen, damit eins an das andere gesetzt wuerde. Also machte er alle Bretter zur Wohnung, ^23dass der Bretter zwanzig gegen Mittag standen. ^24Und machte vierzig silberne Fuesse darunter, unter jeglich Brett zwei Fuesse an seine zwei Zapfen. ^25Also zur andern Seite der Wohnung, gegen Mitternacht, machte er auch zwanzig Bretter ^26mit vierzig silbernen Fuessen, unter jeglichem Brett zwei Fuesse. ^27Aber hinten an der Wohnung, gegen Abend, machte er sechs Bretter ^28und zwei andere hinten an den zwei Ecken der Wohnung, ^29dass ein jegliches der beiden sich mit seinem Eckbrett von untenauf gesellte und oben am Haupt zusammenkaeme mit einer Klammer, ^30dass der Bretter acht wuerden und sechzehn silberne Fuesse, unter jeglichem zwei Fuesse. ^31Und er machte Riegel von Akazienholz, fuenf zu den Brettern auf der einen Seite der Wohnung ^32und fuenf auf der andern Seite und fuenf hintenan, gegen Abend. ^33Und machte den mittleren Riegel, dass er mitten an den Brettern hindurchgestossen wuerde von einem Ende zum andern. ^34Und ueberzog die Bretter mit Gold; aber ihre Ringe machte er von Gold, dass man die Riegel darein taete, und ueberzog die Riegel mit Gold. ^35Und machte den Vorhang mit dem Cherubim daran kuenstlich von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand. ^36Und machte zu demselben vier Saeulen von Akazienholz und ueberzog sie mit Gold, und ihre Haken von Gold; und goss dazu vier silberne Fuesse. ^37Und machte ein Tuch in der Tuer der Huette von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand, gestickt, ^38und fuenf Saeulen dazu mit ihren Haken, und ueberzog ihre Koepfe und Querstaebe mit Gold und fuenf eherne Fuesse daran. __________________________________________________________________ Kapitel 37 ^1Und Bezaleel machte die Lade von Akazienholz, dritthalb Ellen lang, anderthalb Ellen breit und hoch, ^2und ueberzog sie mit feinem Golde inwendig und auswendig und machte ihr einen goldenen Kranz umher. ^3Und goss vier goldene Ringe an ihre vier Ecken, auf jeglicher Seite zwei. ^4Und machte Stangen von Akazienholz und ueberzog sie mit Gold ^5und tat sie in die Ringe an der Lade Seiten, dass man sie tragen konnte. ^6Und machte den Gnadenstuhl von feinem Golde, dritthalb Ellen lang und anderthalb Ellen breit. ^7Und machte zwei Cherubim von getriebenem Golde an die zwei Enden des Gnadenstuhls, ^8einen Cherub an diesem Ende, den andern an jenem Ende. ^9Und die Cherubim breiteten ihre Fluegel aus von obenher und deckten damit den Gnadenstuhl; und ihre Antlitze standen gegeneinander und sahen auf den Gnadenstuhl. ^10Und er machte den Tisch von Akazienholz, zwei Ellen lang, eine Elle breit und anderthalb Ellen hoch, ^11und ueberzog ihn mit feinem Golde und machte ihm einen goldenen Kranz umher. ^12Und machte ihm eine Leiste umher, eine Handbreit hoch, und machte einen goldenen Kranz um die Leiste her. ^13Und goss dazu vier goldene Ringe und tat sie an die vier Ecken an seinen vier Fuessen, ^14hart an der Leiste, dass die Stangen darin waeren, daran man den Tisch truege. ^15Und machte die Stangen von Akazienholz und ueberzog sie mit Gold, dass man den Tisch damit truege. ^16Und machte auch von feinem Golde das Geraet auf den Tisch: Schuesseln und Loeffel, Kannen und Schalen, darin man das Trankopfer darbraechte. ^17Und er machte den Leuchter von feinem, getriebenem Golde. Daran war der Schaft mit Roehren, Schalen, Knaeufen und Blumen. ^18Sechs Roehren gingen zu seinen Seiten aus, zu jeglicher Seite drei Roehren. ^19Drei Schalen waren an jeglichem Rohr mit Knaeufen und Blumen. ^20An dem Leuchter aber waren vier Schalen mit Knaeufen und Blumen, ^21je ein Knauf unter zwei von den sechs Roehren, die aus ihm gingen, ^22und die Knaeufe und Roehren gingen aus ihm, und war alles aus getriebenem, feinem Gold. ^23Und machte die sieben Lampen mit ihren Lichtschnaeuzen und Loeschnaepfen von feinem Gold. ^24Aus einem Zentner feinen Goldes machte er ihn und all sein Geraet. ^25Er machte auch den Raeucheraltar von Akazienholz, eine Elle lang und breit, gleich viereckig, und zwei Ellen hoch, mit seinen Hoernern, ^26und ueberzog ihn mit feinem Golde, sein Dach und seine Waende ringsumher und seine Hoerner, und machte ihm einen Kranz umher von Gold ^27und zwei goldene Ringe unter dem Kranz zu beiden Seiten, dass man Stangen darein taete und ihn damit truege. ^28Aber die Stangen machte er von Akazienholz und ueberzog sie mit Gold. ^29Und er machte die heilige Salbe und Raeuchwerk von reiner Spezerei nach der Kunst des Salbenbereiters. __________________________________________________________________ Kapitel 38 ^1Und er machte den Brandopferaltar von Akazienholz, fuenf Ellen lang und breit, gleich viereckig, und drei Ellen hoch. ^2Und machte vier Hoerner, die aus ihm gingen auf seinen vier Ecken, und ueberzog sie mit Erz. ^3Und machte allerlei Geraete zu dem Altar: Aschentoepfe, Schaufeln, Becken, Gabeln, Kohlenpfannen, alles aus Erz. ^4Und machte am Altar ein Gitter wie ein Netz von Erz umher, von untenauf bis an die Haelfte des Altars. ^5Und goss vier Ringe an die vier Enden des ehernen Gitters fuer die Stangen. ^6Dieselben machte er aus Akazienholz und ueberzog sie mit Erz ^7und tat sie in die Ringe an den Seiten des Altars, dass man ihn damit truege; und machte ihn inwendig hohl. ^8Und machte ein Handfass von Erz und seinen Fuss auch von Erz aus Spiegeln der Weiber, die vor der Tuer der Huette des Stifts dienten. ^9Und er machte den Vorhof: Gegen Mittag mit einem Umhang, hundert Ellen lang, von gezwirnter weisser Leinwand, ^10mit seinen zwanzig Saeulen und zwanzig Fuessen von Erz, aber ihre Haken und Querstaebe von Silber; ^11desgleichen gegen Mitternacht hundert Ellen mit zwanzig Saeulen und zwanzig Fuessen von Erz, aber ihre Haken und Querstaebe von Silber; ^12gegen Abend aber fuenfzig Ellen mit zehn Saeulen und zehn Fuessen, aber ihre Haken und Querstaebe von Silber; ^13gegen Morgen auch fuenfzig Ellen; ^14fuenfzehn Ellen auf einer Seite mit drei Saeulen und drei Fuessen, ^15und auf der andern Seite auch fuenfzehn Ellen mit drei Saeulen und drei Fuessen, dass ihrer so viele waren an der einen Seite des Tors am Vorhofe als an der andern. ^16Alle Umhaenge des Vorhofs waren von gezwirnter weisser Leinwand ^17und die Fuesse der Saeulen von Erz und ihre Haken und Querstaebe von Silber, also dass ihre Koepfe ueberzogen waren mit Silber. Und ihre Querstaebe waren silbern an allen Saeulen des Vorhofs. ^18Und das Tuch in dem Tor des Vorhofs machte er gestickt von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand, zwanzig Ellen lang und fuenf Ellen hoch, nach dem Mass der Umhaenge des Vorhofs. ^19Dazu vier Saeulen und vier Fuesse von Erz, und ihre Haken von Silber und ihre Koepfe und ihre Querstaebe ueberzogen mit Silber. ^20Und alle Naegel der Wohnung und des Vorhofs ringsherum waren von Erz. ^21Das ist nun die Summe zu der Wohnung des Zeugnisses, die gezaehlt ward, wie Mose geboten hatte, durch den Dienst der Leviten unter der Hand Ithamars, des Sohnes Aarons, des Priesters. ^22Bezaleel, der Sohn Uris, des Sohnes Hur, vom Stamme Juda, machte alles, wie der HERR dem Mose geboten hatte, ^23und mit ihm Oholiab, der Sohn Ahisamachs, vom Stamme Dan, ein Meister zu schneiden, zu wirken und zu sticken mit blauem und rotem Purpur, Scharlach und weisser Leinwand. ^24Alles Gold, das verarbeitet ist in diesem ganzen Werk des Heiligtums, das zum Webeopfer gegeben ward, ist neunundzwanzig Zentner siebenhundertunddreissig Lot nach dem Lot des Heiligtums. ^25Des Silbers aber, das von der Gemeinde kam, war hundert Zentner tausendsiebenhundertfuenfzig Lot nach dem Lot des Heiligtums: ^26so manch Haupt, so manch halbes Lot nach dem Lot des Heiligtums, von allen, die gezaehlt wurden von zwanzig Jahren an und darueber, sechshundertmaltausend dreitausend fuenfhundertundfuenfzig. ^27Aus den hundert Zentnern Silber goss man die Fuesse des Heiligtums und die Fuesse des Vorhangs, hundert Fuesse aus hundert Zentnern, je einen Zentner zum Fuss. ^28Aber aus tausend siebenhundert und fuenfundsiebzig Loten wurden gemacht der Saeulen Haken, und ihre Koepfe ueberzogen und ihre Querstaebe. ^29Das Webeopfer aber des Erzes war siebzig Zentner zweitausendvierhundert Lot. ^30Daraus wurden gemacht die Fuesse in der Tuer der Huette des Stifts und der eherne Altar und das eherne Gitter daran und alle Geraete des Altars, ^31dazu die Fuesse des Vorhofs ringsherum und die Fuesse des Tores am Vorhofe, alle Naegel der Wohnung und alle Naegel des Vorhofs ringsherum. __________________________________________________________________ Kapitel 39 ^1Aber von dem blauen und roten Purpur und dem Scharlach machten sie Aaron Amtskleider, zu dienen im Heiligtum, wie der HERR Mose geboten hatte. ^2Und er machte den Leibrock von Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand. ^3Und sie schlugen das Gold und schnitten's zu Faden, dass man's kuenstlich wirken konnte unter den blauen und roten Purpur, Scharlach und weisse Leinwand. ^4Schulterstuecke machten sie an ihm, die zusammengingen, und an beiden Enden ward er zusammengebunden. ^5Und sein Gurt war nach derselben Kunst und Arbeit von Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand, wie der HERR dem Mose geboten hatte. ^6Und sie machten zwei Onyxsteine, umher gefasst mit Gold, gegraben durch die Steinschneider mit den Namen der Kinder Israel; ^7und er heftete sie auf die Schulterstuecke des Leibrocks, dass es Steine seien zum Gedaechtnis der Kinder Israel, wie der HERR dem Mose geboten hatte. ^8Und sie machten das Schild nach der Kunst und dem Werk des Leibrocks von Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand, ^9dass es viereckig und zwiefach war, eine Spanne lang und breit. ^10Und fuellten es mit vier Reihen Steinen: die erste Reihe war ein Sarder, Topas und Smaragd; ^11die andere ein Rubin, Saphir und Demant; ^12die dritte ein Lynkurer, Achat und Amethyst; ^13die vierte ein Tuerkis, Onyx und Jaspis, umher gefasst mit Gold in allen Reihen. ^14Und die Steine standen nach den zwoelf Namen der Kinder Israel, gegraben durch die Steinschneider, dass auf einem jeglichen ein Name stand nach den zwoelf Staemmen. ^15Und sie machten am Schild Ketten mit zwei Enden von feinem Golde ^16und zwei goldene Fassungen und zwei goldene Ringe und hefteten die zwei Ringe auf die zwei Ecken des Schildes. ^17Und die zwei goldenen Ketten taten sie in die zwei Ringe auf den Ecken des Schildes. ^18Aber die zwei Enden der Ketten taten sie an die zwei Fassungen und hefteten sie auf die Schulterstuecke des Leibrocks vornehin. ^19Und machten zwei andere goldene Ringe und hefteten sie an die zwei andern Ecken des Schildes an seinen Rand, inwendig gegen den Leibrock. ^20Und sie machten zwei andere goldene Ringe, die taten sie unten an die zwei Schulterstuecke vorn am Leibrock, wo er zusammengeht, oben ueber dem Gurt des Leibrocks, ^21dass das Schild mit seinen Ringen an die Ringe des Leibrocks geknuepft wuerde mit einer blauen Schnur, dass es ueber dem Gurt des Leibrocks hart anlaege und nicht vom Leibrock los wuerde, wie der HERR dem Mose geboten hatte. ^22Und machte einen Purpurrock zum Leibrock, gewirkt, ganz von blauem Purpur, ^23und sein Loch oben mitteninne und eine Borte ums Loch her gefaltet, dass er nicht zerrisse. ^24Und sie machten an seinen Saum Granataepfel von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand. ^25Und machten Schellen von feinem Golde; die taten sie zwischen die Granataepfel ringsumher am Saum des Purpurrocks, ^26je ein Granatapfel und eine Schelle um und um am Saum, darin zu dienen, wie der HERR dem Mose geboten hatte. ^27Und sie machten auch die engen Roecke, von weisser Leinwand gewirkt, Aaron und seinen Soehnen, ^28und den Hut von weisser Leinwand und die schoenen Hauben von weisser Leinwand und Beinkleider von gezwirnter weisser Leinwand ^29und den gestickten Guertel von gezwirnter weisser Leinwand, blauem und rotem Purpur und Scharlach, wie der HERR dem Mose geboten hatte. ^30Sie machten auch das Stirnblatt, die heilige Krone, von feinem Gold, und gruben Schrift darein: Heilig dem HERRN. ^31Und banden eine blaue Schnur daran, dass sie an den Hut von obenher geheftet wuerde, wie der HERR dem Mose geboten hatte. ^32Also ward vollendet das ganze Werk der Wohnung der Huette des Stifts. Und die Kinder Israel taten alles, was der HERR dem Mose geboten hatte. ^33Und sie brachten die Wohnung zu Mose: die Huette und alle ihre Geraete, Haken, Bretter, Riegel, Saeulen, Fuesse, ^34die Decke von roetlichen Widderfellen, die Decke von Dachsfellen und den Vorhang; ^35die Lade des Zeugnisses mit ihren Stangen, den Gnadenstuhl; ^36den Tisch und alle seine Geraete und die Schaubrote; ^37den schoenen Leuchter mit den Lampen zubereitet und allem seinen Geraete und Oel zum Licht; ^38den Goldenen Altar und die Salbe und gutes Raeuchwerk; das Tuch in der Huette Tuer; ^39den ehernen Altar und sein ehernes Gitter mit seinen Stangen und allem seinem Geraete; das Handfass mit seinem Fuss; ^40die Umhaenge des Vorhofs mit seinen Saeulen und Fuessen; das Tuch im Tor des Vorhofs mit seinen Seilen und Naegeln und allem Geraet zum Dienst der Wohnung der Huette des Stifts; ^41die Amtskleider des Priesters Aaron, zu dienen im Heiligtum, und die Kleider seiner Soehne, dass sie Priesteramt taeten. ^42Alles, wie der HERR dem Mose geboten hatte, taten die Kinder Israel an allem diesem Dienst. ^43Und Mose sah an all dies Werk; und siehe, sie hatten es gemacht, wie der HERR geboten hatte. Und er segnete sie. __________________________________________________________________ Kapitel 40 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Du sollst die Wohnung der Huette des Stifts aufrichten am ersten Tage des ersten Monats. ^3und sollst darein setzen die Lade des Zeugnisses und vor die Lade den Vorhang haengen. ^4Und sollst den Tisch darbringen und ihn zubereiten und den Leuchter darstellen und die Lampen darauf setzen. ^5Und sollst den goldenen Raeucheraltar setzen vor die Lade des Zeugnisses und das Tuch in der Tuer der Wohnung aufhaengen. ^6Den Brandopferaltar aber sollst du setzen heraus vor die Tuer der Wohnung der Huette des Stifts, ^7und das Handfass zwischen die Huette des Stifts und den Altar, und Wasser darein tun, ^8und den Vorhof stellen umher, und das Tuch in der Tuer des Vorhofs aufhaengen. ^9Und sollst die Salbe nehmen, und die Wohnung und alles, was darin ist, salben; und sollst sie weihen mit allem ihrem Geraete, dass sie heilig sei. ^10Und sollst den Brandopferaltar salben mit allem seinem Geraete, und weihen, dass er hochheilig sei. ^11Sollst auch das Handfass und seinen Fuss salben und weihen. ^12Und sollst Aaron und seine Soehne vor die Tuer der Huette des Stifts fuehren und mit Wasser waschen, ^13und Aaron die heiligen Kleider anziehen und ihn salben und weihen, dass er mein Priester sei; ^14und seine Soehne auch herzufuehren und ihnen die engen Roecke anziehen, ^15und sie salben, wie du ihren Vater gesalbt hast, dass sie meine Priester seien. Und diese Salbung sollen sie haben zum ewigen Priestertum bei ihren Nachkommen. ^16Und Mose tat alles, wie ihm der HERR geboten hatte. ^17Also ward die Wohnung aufgerichtet im zweiten Jahr, am ersten Tage des ersten Monats. ^18Und da Mose sie aufrichtete, setzte er die Fuesse und die Bretter und Riegel und richtete die Saeulen auf ^19und breitete die Huette aus ueber der Wohnung und legte die Decke der Huette obendarauf, wie der HERR ihm geboten hatte, ^20und nahm das Zeugnis und legte es in die Lade und tat die Stangen an die Lade und tat den Gnadenstuhl oben auf die Lade ^21und brachte die Lade in die Wohnung und hing den Vorhang vor die Lade des Zeugnisses, wie ihm der HERR geboten hatte, ^22und setzte den Tisch in die Huette des Stifts, an die Seite der Wohnung gegen Mitternacht, aussen vor den Vorhang, ^23und richtete Brot darauf zu vor dem HERRN, wie ihm der HERR geboten hatte, ^24und setzte den Leuchter auch hinein, gegenueber dem Tisch, an die Seite der Wohnung gegen Mittag, ^25und tat Lampen darauf vor dem HERRN, wie ihm der HERR geboten hatte, ^26und setzte den goldenen Altar hinein vor den Vorhang ^27und raeucherte darauf mit gutem Raeuchwerk, wie ihm der HERR geboten hatte, ^28und hing das Tuch in die Tuer der Wohnung. ^29Aber den Brandopferaltar setzte er vor die Tuer der Wohnung der Huette des Stifts und opferte darauf Brandopfer und Speisopfer, wie ihm der HERR geboten hatte. ^30Und das Handfass setzte er zwischen die Huette des Stifts und den Altar und tat Wasser darein zum Waschen. ^31Und Mose, Aaron und seine Soehne wuschen ihre Haende und Fuesse darin. ^32Denn sie muessen sich waschen, wenn sie in die Huette des Stifts gehen oder hinzutreten zum Altar, wie ihm der HERR geboten hatte. ^33Und er richtete den Vorhof auf um die Wohnung und um den Altar her und hing den Vorhang in das Tor des Vorhofs. Also vollendete Mose das ganze Werk. ^34Da bedeckte die Wolke die Huette des Stifts, und die Herrlichkeit des HERRN fuellte die Wohnung. ^35Und Mose konnte nicht in die Huette des Stifts gehen, weil die Wolke darauf blieb und die Herrlichkeit des HERRN die Wohnung fuellte. ^36Und wenn die Wolke sich aufhob von der Wohnung, so zogen die Kinder Israel, solange sie reisten. ^37Wenn sich aber die Wolke nicht aufhob, so zogen sie nicht bis an den Tag, da sie sich aufhob. ^38Denn die Wolke des HERRN war des Tages auf der Wohnung, und des Nachts war sie feurig vor den Augen des ganzen Hauses Israel, solange sie reisten. __________________________________________________________________ Leviticus __________________________________________________________________ Kapitel 1 ^1Und der HERR rief Mose und redete mit ihm aus der Huette des Stifts und sprach: ^2Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Welcher unter euch dem HERRN ein Opfer tun will, der tue es von dem Vieh, von Rindern und Schafen. ^3Will er ein Brandopfer tun von Rindern, so opfere er ein Maennlein, das ohne Fehl sei, vor der Tuer der Huette des Stifts, dass es dem HERRN angenehm sei von ihm, ^4und lege seine Hand auf des Brandopfers Haupt, so wird es angenehm sein und ihn versoehnen. ^5Und er soll das junge Rind schlachten vor dem HERRN; und die Priester, Aarons Soehne, sollen das Blut herzubringen und auf den Altar umhersprengen, der vor der Tuer der Huette des Stifts ist. ^6Und man soll dem Brandopfer die Haut abziehen, und es soll in Stuecke zerhauen werden; ^7und die Soehne Aarons, des Priesters, sollen ein Feuer auf dem Altar machen und Holz obendarauf legen ^8und sollen die Stuecke, den Kopf und das Fett auf das Holz legen, das auf dem Feuer auf dem Altar liegt. ^9Das Eingeweide aber und die Schenkel soll man mit Wasser waschen, und der Priester soll das alles anzuenden auf dem Altar zum Brandopfer. Das ist ein Feuer zum suessen Geruch dem HERRN. ^10Will er aber von Schafen oder Ziegen ein Brandopfer tun, so opfere er ein Maennlein, das ohne Fehl sei. ^11Und soll es schlachten zur Seite des Altars gegen Mitternacht vor dem HERRN. Und die Priester, Aarons Soehne, sollen sein Blut auf den Altar umhersprengen. ^12Und man soll es in Stuecke zerhauen, und der Priester soll sie samt dem Kopf und dem Fett auf das Holz und Feuer, das auf dem Altar ist, legen. ^13Aber das Eingeweide und die Schenkel soll man mit Wasser waschen, und der Priester soll es alles opfern und anzuenden auf dem Altar zum Brandopfer. Das ist ein Feuer zum suessen Geruch dem HERRN. ^14Will er aber von Voegeln dem HERRN ein Brandopfer tun, so tue er's von Turteltauben oder von jungen Tauben. ^15Und der Priester soll's zum Altar bringen und ihm den Kopf abkneipen, dass es auf dem Altar angezuendet werde, und sein Blut ausbluten lassen an der Wand des Altars. ^16Und seinen Kropf mit seinen Federn soll man neben den Altar gegen Morgen auf den Aschenhaufen werfen; ^17und soll seine Fluegel spalten, aber nicht abbrechen. Und also soll's der Priester auf dem Altar anzuenden, auf dem Holz, auf dem Feuer zum Brandopfer. Das ist ein Feuer zum suessen Geruch dem HERRN. __________________________________________________________________ Kapitel 2 ^1Wenn eine Seele dem HERRN ein Speisopfer tun will, so soll es von Semmelmehl sein, und sie sollen Oel darauf giessen und Weihrauch darauf legen ^2und es also bringen zu den Priestern, Aarons Soehnen. Da soll der Priester seine Hand voll nehmen von dem Semmelmehl und Oel, samt dem ganzen Weihrauch und es anzuenden zum Gedaechtnis auf dem Altar. Das ist ein Feuer zum suessen Geruch dem HERRN. ^3Das uebrige aber vom Speisopfer soll Aarons und seiner Soehne sein. Das soll ein Hochheiliges sein von den Feuern des HERRN. ^4Will er aber sein Speisopfer tun vom Gebackenen im Ofen, so nehme er Kuchen von Semmelmehl, ungesaeuert, mit Oel gemengt, oder ungesaeuerte Fladen, mit Oel bestrichen. ^5Ist aber dein Speisopfer etwas vom Gebackenen in der Pfanne, so soll's von ungesaeuertem Semmelmehl mit Oel gemengt sein; ^6und sollst's in Stuecke zerteilen und Oel darauf giessen, so ist's ein Speisopfer. ^7Ist aber dein Speisopfer etwas auf dem Rost Geroestetes, so sollst du es von Semmelmehl mit Oel machen ^8und sollst das Speisopfer, das du von solcherlei machen willst dem HERRN, zu dem Priester bringen; der soll es zu dem Altar bringen ^9und des Speisopfers einen Teil abzuheben zum Gedaechtnis und anzuenden auf dem Altar. Das ist ein Feuer zum suessen Geruch dem HERRN. ^10Das uebrige aber soll Aarons und seiner Soehne sein. Das soll ein Hochheiliges sein von den Feuern des HERRN. ^11Alle Speisopfer, die ihr dem HERRN opfern wollt, sollt ihr ohne Sauerteig machen; denn kein Sauerteig noch Honig soll dem HERRN zum Feuer angezuendet werden. ^12Unter den Erstlingen sollt ihr sie dem HERRN bringen; aber auf den Altar sollen sie nicht kommen zum suessen Geruch. ^13Alle deine Speisopfer sollst du salzen, und dein Speisopfer soll nimmer ohne Salz des Bundes deines Gottes sein; denn in allem deinem Opfer sollst du Salz opfern. ^14Willst du aber ein Speisopfer dem HERRN tun von den ersten Fruechten, so sollst du Aehren, am Feuer gedoerrt, klein zerstossen und also das Speisopfer deiner ersten Fruechte opfern; ^15und sollst Oel darauf tun und Weihrauch darauf legen, so ist's ein Speisopfer. ^16Und der Priester soll einen Teil von dem Zerstossenen und vom Oel mit dem ganzen Weihrauch anzuenden zum Gedaechtnis. Das ist ein Feuer dem HERRN. __________________________________________________________________ Kapitel 3 ^1Ist aber sein Opfer ein Dankopfer von Rindern, es sei ein Ochse oder eine Kuh, soll er eins opfern vor dem HERRN, das ohne Fehl sei. ^2Und soll seine Hand auf desselben Haupt legen und es schlachten vor der Tuer der Huette des Stifts. Und die Priester, Aarons Soehne, sollen das Blut auf den Altar umhersprengen. ^3Und er soll von dem Dankopfer dem HERRN opfern, naemlich das Fett, welches die Eingeweide bedeckt, und alles Fett am Eingeweide ^4und die zwei Nieren mit dem Fett, das daran ist, an den Lenden, und das Netz um die Leber, an den Nieren abgerissen. ^5Und Aarons Soehne sollen's anzuenden auf dem Altar zum Brandopfer, auf dem Holz, das auf dem Feuer liegt. Das ist ein Feuer zum suessen Geruch dem HERRN. ^6Will er aber dem HERRN ein Dankopfer von kleinem Vieh tun, es sei ein Widder oder Schaf, so soll's ohne Fehl sein. ^7Ist's ein Laemmlein, soll er's vor den HERRN bringen ^8und soll seine Hand auf desselben Haupt legen und es schlachten vor der Huette des Stifts. Und die Soehne Aarons sollen sein Blut auf dem Altar umhersprengen. ^9Und er soll also von dem Dankopfer dem HERRN opfern zum Feuer, naemlich sein Fett, den ganzen Schwanz, von dem Ruecken abgerissen, dazu das Fett, welches das Eingeweide bedeckt, und alles Fett am Eingeweide, ^10die zwei Nieren mit dem Fett, das daran ist, an den Lenden, und das Netz um die Leber, an den Nieren abgerissen. ^11Und der Priester soll es anzuenden auf dem Altar zur Speise des Feuers dem HERRN. ^12Ist aber sein Opfer eine Ziege und er bringt es vor den HERRN, ^13soll er seine Hand auf ihr Haupt legen und sie schlachten vor der Huette des Stifts. Und die Soehne Aarons sollen das Blut auf dem Altar umhersprengen, ^14und er soll davon opfern ein Opfer dem HERRN, naemlich das Fett, welches die Eingeweide bedeckt, und alles Fett am Eingeweide, ^15die zwei Nieren mit dem Fett, das daran ist, an den Lenden, und das Netz ueber der Leber, an den Nieren abgerissen. ^16Und der Priester soll's anzuenden auf dem Altar zur Speise des Feuers zum suessen Geruch. Alles Fett ist des HERRN. ^17Das sei eine ewige Sitte bei euren Nachkommen in allen Wohnungen, dass ihr kein Fett noch Blut esset. __________________________________________________________________ Kapitel 4 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Rede mit den Kindern Israel und sprich: Wenn eine Seele suendigen wuerde aus Versehen an irgend einem Gebot des HERRN und taete, was sie nicht tun sollte: ^3naemlich so der Priester, der gesalbt ist, suendigen wuerde, dass er eine Schuld auf das Volk braechte, der soll fuer seine Suende, die er getan hat, einen jungen Farren bringen, der ohne Fehl sei, dem HERRN zum Suendopfer. ^4Und soll den Farren vor die Tuer der Huette des Stifts bringen vor den HERRN und seine Hand auf desselben Haupt legen und ihn schlachten vor dem HERRN. ^5Und der Priester, der gesalbt ist, soll von des Farren Blut nehmen und es in die Huette des Stifts bringen ^6und soll seinen Finger in das Blut tauchen und damit siebenmal sprengen vor dem HERRN, vor dem Vorhang im Heiligen. ^7Und soll von dem Blut tun auf die Hoerner des Raeucheraltars, der vor dem HERRN in der Huette des Stifts steht, und alles uebrige Blut giessen an den Boden des Brandopferaltars, der vor der Tuer der Huette des Stifts steht. ^8Und alles Fett des Suendopfers soll er abheben, naemlich das Fett, welches das Eingeweide bedeckt, und alles Fett am Eingeweide, ^9die zwei Nieren mit dem Fett, das daran ist, an den Lenden, und das Netz ueber der Leber, an den Nieren abgerissen, ^10gleichwie er's abhebt vom Ochsen im Dankopfer; und soll es anzuenden auf dem Brandopferaltar. ^11Aber das Fell des Farren mit allem Fleisch samt Kopf und Schenkeln und das Eingeweide und den Mist, ^12das soll er alles hinausfuehren aus dem Lager an eine reine Staette, da man die Asche hin schuettet, und soll's verbrennen auf dem Holz mit Feuer. ^13Wenn die ganze Gemeinde Israel etwas versehen wuerde und die Tat vor ihren Augen verborgen waere, dass sie wider irgend ein Gebot des HERRN getan haetten, was sie nicht tun sollten, und also sich verschuldeten, ^14und darnach ihrer Suende innewuerden, die sie getan haetten, sollen sie einen jungen Farren darbringen zum Suendopfer und vor die Tuer der Huette des Stifts stellen. ^15Und die Aeltesten von der Gemeinde sollen ihre Haende auf sein Haupt legen vor dem HERRN und den Farren schlachten vor dem HERRN. ^16Und der Priester, der gesalbt ist, soll Blut vom Farren in die Huette des Stifts bringen ^17und mit seinem Finger siebenmal sprengen vor dem HERRN vor dem Vorhang. ^18Und soll von dem Blut auf die Hoerner des Altars tun, der vor dem HERRN steht in der Huette des Stifts, und alles andere Blut an den Boden des Brandopferaltars giessen, der vor der Tuer der Huette des Stifts steht. ^19Alles sein Fett aber soll er abheben und auf dem Altar anzuenden. ^20Und soll mit dem Farren tun, wie er mit dem Farren des Suendopfers getan hat. Und soll also der Priester sie versoehnen, so wird's ihnen vergeben. ^21Und soll den Farren hinaus vor das Lager tragen und verbrennen, wie er den vorigen Farren verbrannt hat. Das soll das Suendopfer der Gemeinde sein. ^22Wenn aber ein Fuerst suendigt und irgend etwas wider des HERRN, seines Gottes, Gebote tut, was er nicht tun sollte, und versieht etwas, dass er verschuldet, ^23und er wird seiner Suende inne, die er getan hat, der soll zum Opfer bringen einen Ziegenbock ohne Fehl, ^24und seine Hand auf des Bockes Haupt legen und ihn schlachten an der Staette, da man die Brandopfer schlachtet vor dem HERRN. Das sei sein Suendopfer. ^25Da soll denn der Priester von dem Blut des Suendopfers nehmen mit seinem Finger und es auf die Hoerner des Brandopferaltars tun und das andere Blut an den Boden des Brandopferaltars giessen. ^26Aber alles sein Fett soll er auf dem Altar anzuenden gleich wie das Fett des Dankopfers. Und soll also der Priester seine Suende versoehnen, so wird's ihm vergeben. ^27Wenn aber eine Seele vom gemeinen Volk etwas versieht und suendigt, dass sie wider irgend eines der Gebote des HERRN tut, was sie nicht tun sollte, und sich also verschuldet, ^28und ihrer Suende innewird, die sie getan hat, die soll zum Opfer eine Ziege bringen ohne Fehl fuer die Suende, die sie getan hat, ^29und soll ihre Hand auf des Suendopfers Haupt legen und es schlachten an der Staette des Brandopfers. ^30Und der Priester soll von dem Blut mit seinem Finger nehmen und auf die Hoerner des Altars des Brandopfers tun und alles andere Blut an des Altars Boden giessen. ^31All sein Fett aber soll er abreissen, wie er das Fett des Dankopfers abgerissen hat, und soll's anzuenden auf dem Altar zum suessen Geruch dem HERRN. Und soll also der Priester sie versoehnen, so wird's ihr vergeben. ^32Wird er aber ein Schaf zum Suendopfer bringen, so bringe er ein weibliches, das ohne Fehl ist, ^33und lege seine Hand auf des Suendopfers Haupt und schlachte es zum Suendopfer an der Staette, da man die Brandopfer schlachtet. ^34Und der Priester soll von dem Blut mit seinem Finger nehmen und auf die Hoerner des Brandopferaltars tun und alles andere Blut an den Boden des Altars giessen. ^35Aber all sein Fett soll er abreissen, wie er das Fett vom Schaf des Dankopfers abgerissen hat, und soll's auf dem Altar anzuenden zum Feuer dem HERRN. Und soll also der Priester versoehnen seine Suende, die er getan hat, so wird's ihm vergeben. __________________________________________________________________ Kapitel 5 ^1Wenn jemand also suendigen wuerde, dass er den Fluch aussprechen hoert und Zeuge ist, weil er's gesehen oder erfahren hat, es aber nicht ansagt, der ist einer Missetat schuldig. ^2Oder wenn jemand etwas Unreines anruehrt, es sei ein Aas eines unreinen Tieres oder Viehs oder Gewuerms, und wuesste es nicht, der ist unrein und hat sich verschuldet. ^3Oder wenn er einen unreinen Menschen anruehrt, in was fuer Unreinigkeit der Mensch unrein werden kann, und wuesste es nicht und wird's inne, der hat sich verschuldet. ^4Oder wenn jemand schwoert, dass ihm aus dem Mund entfaehrt, Schaden oder Gutes zu tun (wie denn einem Menschen ein Schwur entfahren mag, ehe er's bedaechte), und wird's inne, der hat sich an der einem verschuldet. ^5Wenn's nun geschieht, dass er sich an einem verschuldet und bekennt, dass er daran gesuendigt hat, ^6so soll er fuer seine Schuld dieser seiner Suende, die er getan hat, dem HERRN bringen von der Herde eine Schaf-oder Ziegenmutter zum Suendopfer, so soll ihm der Priester seine Suenden versoehnen. ^7Vermag er aber nicht ein Schaf, so bringe er dem HERRN fuer seine Schuld, die er getan hat, zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben, die erste zum Suendopfer, die andere zum Brandopfer, ^8und bringe sie dem Priester. Der soll die erste zum Suendopfer machen, und ihr den Kopf abkneipen hinter dem Genick, und nicht abbrechen; ^9und sprenge mit dem Blut des Suendopfers an die Seite des Altars, und lasse das uebrige Blut ausbluten an des Altars Boden. Das ist das Suendopfer, ^10Die andere aber soll er zum Brandopfer machen, so wie es recht ist. Und soll also der Priester ihm seine Suende versoehnen, die er getan hat, so wird's ihm vergeben. ^11Vermag er aber nicht zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben, so bringe er fuer seine Suende als ein Opfer ein zehntel Epha Semmelmehl zum Suendopfer. Er soll aber kein Oel darauf legen noch Weihrauch darauf tun; denn es ist ein Suendopfer. ^12Und soll's zum Priester bringen. Der Priester aber soll eine Handvoll davon nehmen zum Gedaechtnis und anzuenden auf dem Altar zum Feuer dem HERRN. Das ist ein Suendopfer. ^13Und der Priester soll also seine Suende, die er getan hat, ihm versoehnen, so wird's ihm vergeben. Und es soll dem Priester gehoeren wie ein Speisopfer. ^14Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^15Wenn sich jemand vergreift, dass er es versieht und sich versuendigt an dem, das dem HERRN geweiht ist, soll er ein Schuldopfer dem HERRN bringen, einen Widder ohne Fehl von der Herde, der zwei Silberlinge wert sei nach dem Lot des Heiligtums, zum Schuldopfer. ^16Dazu was er gesuendigt hat an dem Geweihten, soll er wiedergeben und den fuenften Teil darueber geben, und soll's dem Priester geben; der soll ihn versoehnen mit dem Widder des Schuldopfers, so wird's ihm vergeben. ^17Wenn jemand suendigt und tut wider irgend ein Gebot des HERRN, was er nicht tun sollte, und hat's nicht gewusst, der hat sich verschuldet und ist einer Missetat schuldig ^18und soll bringen einen Widder von der Herde ohne Fehl, der eines Schuldopfers wert ist, zum Priester; der soll ihm versoehnen, was er versehen hat und wusste es nicht, so wird's ihm vergeben. ^19Das ist das Schuldopfer; verschuldet hat er sich an dem HERRN. __________________________________________________________________ Kapitel 6 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Wenn jemand suendigen wuerde und sich damit an dem Herrn vergreifen, dass er seinem Nebenmenschen ableugnet, was ihm dieser befohlen hat, oder was ihm zu treuer Hand getan ist, oder was er sich mit Gewalt genommen oder mit Unrecht an sich gebracht, ^3oder wenn er, was verloren ist, gefunden hat, und leugnet solches und tut einen falschen Eid ueber irgend etwas, darin ein Mensch wider seinen Naechsten Suende tut; ^4wenn's nun geschieht, dass er also suendigt und sich verschuldet, so soll er wiedergeben, was er mit Gewalt genommen oder mit Unrecht an sich gebracht, oder was ihm befohlen ist, oder was er gefunden hat, ^5oder worueber er den falschen Eid getan hat; das soll er alles ganz wiedergeben, dazu den fuenften Teil darueber geben dem, des es gewesen ist, des Tages, wenn er sein Schuldopfer gibt. ^6Aber fuer seine Schuld soll er dem HERRN zu dem Priester einen Widder von der Herde ohne Fehl bringen, der eines Schuldopfers wert ist. ^7So soll ihn der Priester versoehnen vor dem HERRN, so wird ihm vergeben alles, was er getan hat, darum er sich verschuldet hat. ^8Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^9Gebiete Aaron und seinen Soehnen und sprich: Dies ist das Gesetz des Brandopfers. Das Brandopfer soll brennen auf dem Herd des Altars die ganze Nacht bis an den Morgen, und es soll des Altars Feuer brennend darauf erhalten werden. ^10Und der Priester soll seinen leinenen Rock anziehen und die leinenen Beinkleider an seinen Leib und soll die Asche aufheben, die das Feuer auf dem Altar gemacht hat, und soll sie neben den Altar schuetten. ^11und soll seine Kleider darnach ausziehen und andere Kleider anziehen und die Asche hinaustragen aus dem Lager an eine reine Staette. ^12Das Feuer auf dem Altar soll brennen und nimmer verloeschen; der Priester soll alle Morgen Holz darauf anzuenden und obendarauf das Brandopfer zurichten und das Fett der Dankopfer darauf anzuenden. ^13Ewig soll das Feuer auf dem Altar brennen und nimmer verloeschen. ^14Und das ist das Gesetz des Speisopfers, das Aarons Soehne opfern sollen vor dem HERRN auf dem Altar. ^15Es soll einer abheben eine Handvoll Semmelmehl vom Speisopfer und vom Oel und den ganzen Weihrauch, der auf dem Speisopfer liegt, und soll's anzuenden auf dem Altar zum suessen Geruch, ein Gedaechtnis dem HERRN. ^16Das uebrige aber sollen Aaron und seine Soehne verzehren und sollen's ungesaeuert essen an heiliger Staette, im Vorhof der Huette des Stifts. ^17Sie sollen's nicht mit Sauerteig backen; denn es ist ihr Teil, den ich ihnen gegeben habe von meinem Opfer. Es soll ihnen ein Hochheiliges sein gleichwie das Suendopfer und Schuldopfer. ^18Was maennlich ist unter den Kindern Aarons, die sollen's essen. Das sei ein ewiges Recht euren Nachkommen an den Opfern des HERRN: es soll sie niemand anruehren, er sei den geweiht. ^19Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^20Das soll das Opfer sein Aarons und seiner Soehne, das sie dem HERRN opfern sollen am Tage der Salbung: ein zehntel Epha Semmelmehl als taegliches Speisopfer, eine Haelfte des Morgens, die andere Haelfte des Abends. ^21In der Pfanne mit Oel sollst du es machen und geroestet darbringen; und in Stuecken gebacken sollst du solches opfern zum suessen Geruch dem HERRN. ^22Und der Priester, der unter seinen Soehnen an seiner Statt gesalbt wird, soll solches tun; das ist ein ewiges Recht. Es soll dem HERRN ganz verbrannt werden; ^23denn alles Speisopfer eines Priesters soll ganz verbrannt und nicht gegessen werden. ^24Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^25Sage Aaron und seinen Soehnen und sprich: Dies ist das Gesetz des Suendopfers. An der Staette, da du das Brandopfer schlachtest, sollst du auch das Suendopfer schlachten vor dem HERRN; das ist ein Hochheiliges. ^26Der Priester, der das Suendopfer tut, soll's essen an heiliger Staette, im Vorhof der Huette des Stifts. ^27Niemand soll sein Fleisch anruehren, er sei denn geweiht. Und wer von seinem Blut ein Kleid besprengt, der soll das besprengte Stueck waschen an heiliger Staette. ^28Und den Topf, darin es gekocht ist, soll man zerbrechen. Ist's aber ein eherner Topf, so soll man ihn scheuern und mit Wasser spuelen. ^29Was maennlich ist unter den Priestern, die sollen davon essen; denn es ist ein Hochheiliges. ^30Aber all das Suendopfer, des Blut in die Huette des Stifts gebracht wird, zu versoehnen im Heiligen, soll man nicht essen, sondern mit Feuer verbrennen. __________________________________________________________________ Kapitel 7 ^1Und dies ist das Gesetz des Schuldopfers. Ein Hochheiliges ist es. ^2An der Staette, da man das Brandopfer schlachtet, soll man auch das Schuldopfer schlachten und sein Blut auf dem Altar umhersprengen. ^3Und all sein Fett soll man opfern, den Schwanz und das Fett, welches das Eingeweide bedeckt, ^4die zwei Nieren mit dem Fett, das daran ist, an den Lenden, und das Netz ueber der Leber, an den Nieren abgerissen. ^5Und der Priester soll's auf dem Altar anzuenden zum Feuer dem HERRN. Das ist ein Schuldopfer. ^6Was maennlich ist unter den Priestern, die sollen das essen an heiliger Staette; denn es ist ein Hochheiliges. ^7Wie das Suendopfer, also soll auch das Schuldopfer sein; aller beider soll einerlei Gesetz sein; und sollen dem Priester gehoeren, der dadurch versoehnt. ^8Welcher Priester jemandes Brandopfer opfert, des soll des Brandopfers Fell sein, das er geopfert hat. ^9Und alles Speisopfer, das im Ofen oder auf dem Rost oder in der Pfanne gebacken ist, soll dem Priester gehoeren, der es opfert. ^10Und alles Speisopfer, das mit Oel gemengt oder trocken ist, soll aller Kinder Aarons sein, eines wie des andern. ^11Und dies ist das Gesetz des Dankopfers, das man dem HERRN opfert. ^12Wollen sie ein Lobopfer tun, so sollen sie ungesaeuerte Kuchen opfern, mit Oel gemengt, oder ungesaeuerte Fladen, mit Oel bestrichen, oder geroestete Semmelkuchen, mit Oel gemengt. ^13Sie sollen aber solches Opfer tun auf Kuchen von gesaeuerten Brot mit ihrem Lob-und Dankopfer, ^14und sollen einen von den allen dem HERRN zur Hebe opfern, und es soll dem Priester gehoeren, der das Blut des Dankopfers sprengt. ^15Und das Fleisch ihres Lob-und Dankopfers soll desselben Tages gegessen werden, da es geopfert ist, und nichts uebriggelassen werden bis an den Morgen. ^16Ist es aber ein Geluebde oder freiwilliges Opfer, so soll es desselben Tages, da es geopfert ist, gegessen werden; so aber etwas uebrigbleibt auf den andern Tag, so soll man's doch essen. ^17Aber was vom geopferten Fleisch uebrigbleibt am dritten Tage, soll mit Feuer verbrannt werden. ^18Und wo jemand am dritten Tage wird essen von dem geopferten Fleisch seines Dankopfers, so wird er nicht angenehm sein, der es geopfert hat; es wird ihm auch nicht zugerechnet werden, sondern es wird ein Greuel sein; und welche Seele davon essen wird, die ist einer Missetat schuldig. ^19Und das Fleisch, das von etwas Unreinem beruehrt wird, soll nicht gegessen, sondern mit Feuer verbrannt werden. Wer reines Leibes ist, soll von dem Fleisch essen. ^20Und welche Seele essen wird von dem Fleisch des Dankopfers, das dem HERRN zugehoert, und hat eine Unreinigkeit an sich, die wird ausgerottet werden von ihrem Volk. ^21Und wenn eine Seele etwas Unreines anruehrt, es sei ein unreiner Mensch, ein unreines Vieh oder sonst was greulich ist, und vom Fleisch des Dankopfers isst, das dem HERRN zugehoert, die wird ausgerottet werden von ihrem Volk. ^22Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^23Rede mit den Kindern Israel und sprich: Ihr sollt kein Fett essen von Ochsen, Laemmern und Ziegen. ^24Aber das Fett vom Aas, und was vom Wild zerrissen ist, macht euch zu allerlei Nutz; aber essen sollt ihr's nicht. ^25Denn wer das Fett isst von dem Vieh, davon man dem HERRN Opfer bringt, dieselbe Seele soll ausgerottet werde von ihrem Volk. ^26Ihr sollt auch kein Blut essen, weder vom Vieh noch von Voegeln, ueberall, wo ihr wohnt. ^27Welche Seele wuerde irgend ein Blut essen, die soll ausgerottet werden von ihrem Volk. ^28Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^29Rede mit den Kindern Israel und sprich: Wer dem HERRN sein Dankopfer tun will, der soll darbringen, was vom Dankopfer dem HERRN gehoert. ^30Er soll's aber mit seiner Hand herzubringen zum Opfer des HERRN; naemlich das Fett soll er bringen samt der Brust, dass sie ein Webeopfer werden vor dem HERRN. ^31Und der Priester soll das Fett anzuenden auf dem Altar, aber die Brust soll Aarons und seiner Soehne sein. ^32Und die rechte Schulter sollen sie dem Priester geben zur Hebe von ihren Dankopfern. ^33Und welcher unter Aarons Soehnen das Blut der Dankopfer opfert und das Fett, des soll die rechte Schulter sein zu seinem Teil. ^34Denn die Webebrust und die Hebeschulter habe ich genommen von den Kindern Israel von ihren Dankopfern und habe sie dem Priester Aaron und seinen Soehnen gegeben zum ewigen Recht. ^35Dies ist die Gebuehr Aarons und seiner Soehne von den Opfern des HERRN, des Tages, da sie ueberantwortet wurden Priester zu sein dem HERRN, ^36die der HERR gebot am Tage, da er sie salbte, dass sie ihnen gegeben werden sollte von den Kindern Israel, zum ewigen Recht allen ihren Nachkommen. ^37Dies ist das Gesetz des Brandopfers, des Speisopfers, des Suendopfers, des Schuldopfers, der Fuellopfer und der Dankopfer, ^38das der HERR dem Mose gebot auf dem Berge Sinai des Tages, da er ihm gebot an die Kinder Israel, zu opfern ihre Opfer dem HERRN in der Wueste Sinai. __________________________________________________________________ Kapitel 8 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Nimm Aaron und seine Soehne mit ihm samt ihren Kleidern und das Salboel und einen Farren zum Suendopfer, zwei Widder und einen Korb mit ungesaeuertem Brot, ^3und versammle die ganze Gemeinde vor die Tuer der Huette des Stifts. ^4Mose tat, wie ihm der HERR gebot, und versammelte die Gemeinde vor die Tuer der Huette des Stifts ^5und sprach zu ihnen: Das ist's, was der HERR geboten hat zu tun. ^6Und nahm Aaron und seine Soehne und wusch sie mit Wasser ^7und legte ihnen den leinenen Rock an und guertete sie mit dem Guertel und zog ihnen den Purpurrock an und tat ihm den Leibrock an und Guertete ihn ueber den Leibrock her ^8und tat ihm das Amtschild an und das Schild Licht und Recht ^9und setzte ihm den Hut auf sein Haupt und setzte an den Hut oben an seiner Stirn das goldene Blatt der heiligen Krone, wie der HERR dem Mose geboten hatte. ^10Und Mose nahm das Salboel und salbte die Wohnung und alles, was darin war, und weihte es ^11und sprengte damit siebenmal auf den Altar und salbte den Altar mit allem seinem Geraete, das Handfass mit seinem Fuss, dass es geweiht wuerde, ^12und goss von dem Salboel auf Aarons Haupt und salbte ihn, dass er geweiht wuerde, ^13und brachte herzu Aarons Soehne und zog ihnen leinene Roecke an und guertete sie mit dem Guertel und band ihnen Hauben auf, wie ihm der HERR geboten hatte. ^14Und liess herzufuehren einen Farren zum Suendopfer. Und Aaron und seine Soehne legten ihre Haende auf sein Haupt. ^15Da schlachtete er ihn. Und Mose nahm das Blut und tat's auf die Hoerner des Altars umher mit seinem Finger und entsuendigte den Altar und goss das Blut an des Altars Boden und weihte ihn, dass er ihn versoehnte. ^16Und nahm alles Fett am Eingeweide, das Netz ueber der Leber und die zwei Nieren mit dem Fett daran, und zuendete es an auf dem Altar. ^17Aber den Farren mit seinem Fell, Fleisch und Mist verbrannte er mit Feuer draussen vor dem Lager, wie ihm der HERR geboten hatte. ^18Und brachte herzu einen Widder zum Brandopfer. Und Aaron und seine Soehne legten ihre Haende auf sein Haupt. ^19Da schlachtete er ihn. Und Mose sprengte das Blut auf den Altar umher, ^20zerhieb den Widder in Stuecke und zuendete an das Haupt, die Stuecke und das Fett ^21und wusch die Eingeweide und Schenkel mit Wasser und zuendete also den ganzen Widder an auf dem Altar. Das war ein Brandopfer zum suessen Geruch, ein Feuer dem HERRN, wie ihm der HERR geboten hatte. ^22Er brachte auch herzu den andern Widder des Fuellopfers. Und Aaron und seine Soehne legten ihre Haende auf sein Haupt. ^23Da schlachtete er ihn. Und Mose nahm von seinem Blut und tat's Aaron auf den Knorpel seines rechten Ohrs und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die grosse Zehe seines rechten Fusses. ^24Und brachte herzu Aarons Soehne und tat von dem Blut auf den Knorpel des rechten Ohrs und auf den Daumen ihrer rechten Hand und auf die grosse Zehe ihres rechten Fusses und sprengte das Blut auf den Altar umher. ^25Und nahm das Fett und den Schwanz und alles Fett am Eingeweide und das Netz ueber der Leber, die zwei Nieren mit dem Fett daran und die rechte Schulter; ^26dazu nahm er von dem Korb des ungesaeuerten Brots vor dem HERRN einen ungesaeuerten Kuchen und einen Kuchen geoelten Brots und einen Fladen und legte es auf das Fett und auf die rechte Schulter. ^27Und gab das allesamt auf die Haende Aarons und seiner Soehne und webte es zum Webeopfer vor dem HERRN. ^28Und nahm alles wieder von ihren Haenden und zuendete es an auf dem Altar oben auf dem Brandopfer. Ein Fuellopfer war es zum suessen Geruch, ein Feuer dem HERRN. ^29Und Mose nahm die Brust und webte ein Webeopfer vor dem HERRN von dem Widder des Fuellopfers; der ward Mose zu seinem Teil, wie ihm der HERR geboten hatte. ^30Und Mose nahm von dem Salboel und dem Blut auf dem Altar und sprengte es auf Aaron und seine Kleider, auf seine Soehne und ihre Kleider, und weihte also Aaron und seine Kleider, seine Soehne und ihre Kleider mit ihm. ^31Und sprach zu Aaron und seinen Soehnen: Kochet das Fleisch vor der Tuer der Huette des Stifts, und esset es daselbst, dazu auch das Brot im Korbe des Fuellopfers, wie mir geboten ist und gesagt, dass Aaron und seine Soehne es essen sollen. ^32Was aber uebrigbleibt vom Fleisch und Brot, das sollt ihr mit Feuer verbrennen. ^33Und sollt in sieben Tagen nicht ausgehen von der Tuer der Huette des Stifts bis an den Tag, da die Tage eures Fuellopfers aus sind; denn sieben Tage sind eure Haende gefuellt, ^34wie es an diesem Tage geschehen ist; der HERR hat's geboten zu tun, auf dass ihr versoehnt seid. ^35Und sollt vor der Tuer der Huette des Stifts Tag und Nacht bleiben sieben Tage lang und sollt nach dem Gebot des HERRN tun, dass ihr nicht sterbet; denn also ist mir's geboten. ^36Und Aaron und seine Soehne taten alles, was ihnen der HERR geboten hatte durch Mose. __________________________________________________________________ Kapitel 9 ^1Und am achten Tage rief Mose Aaron und seine Soehne und die Aeltesten in Israel ^2und sprach zu Aaron: Nimm zu dir ein junges Kalb zum Suendopfer und einen Widder zum Brandopfer, beide ohne Fehl, und bringe sie vor den Herrn. ^3Und rede mit den Kindern Israel und sprich: Nehmt einen Ziegenbock zum Suendopfer und ein Kalb und ein Schaf, beide ein Jahr alt und ohne Fehl, zum Brandopfer ^4und einen Ochsen und einen Widder zum Dankopfer, dass wir dem HERRN opfern, und ein Speisopfer, mit Oel gemengt. Denn heute wird euch der HERR erscheinen. ^5Und sie nahmen, was Mose geboten hatte, vor der Tuer der Huette des Stifts; und es trat herzu die ganze Gemeinde und stand vor dem HERRN. ^6Da sprach Mose: Das ist's, was der HERR geboten hat, dass ihr es tun sollt, so wird euch des HERRN Herrlichkeit erscheinen. ^7Und Mose sprach zu Aaron: Tritt zum Altar und mache dein Suendopfer und dein Brandopfer und versoehne dich und das Volk; darnach mache des Volkes Opfer und versoehne sie auch, wie der HERR geboten hat. ^8Und Aaron trat zum Altar und schlachtete das Kalb zu seinem Suendopfer. ^9Und seine Soehne brachten das Blut zu ihm, und er tauchte mit seinem Finger ins Blut und tat's auf die Hoerner des Altars und goss das Blut an des Altars Boden. ^10Aber das Fett und die Nieren und das Netz von der Leber am Suendopfer zuendete er an auf dem Altar, wie der HERR dem Mose geboten hatte. ^11Und das Fleisch und das Fell verbrannte er mit Feuer draussen vor dem Lager. ^12Darnach schlachtete er das Brandopfer; und Aarons Soehne brachten das Blut zu ihm, und er sprengte es auf den Altar umher. ^13Und sie brachten das Brandopfer zu ihm zerstueckt und den Kopf; und er zuendete es an auf dem Altar. ^14Und er wusch das Eingeweide und die Schenkel und zuendete es an oben auf dem Brandopfer auf dem Altar. ^15Darnach brachte er herzu des Volks Opfer und nahm den Bock, das Suendopfer des Volks, und schlachtete ihn und machte ein Suendopfer daraus wie das vorige. ^16Und brachte das Brandopfer herzu und tat damit, wie es recht war. ^17Und brachte herzu das Speisopfer und nahm seine Hand voll und zuendete es an auf dem Altar, ausser dem Morgenbrandopfer. ^18Darnach schlachtete er den Ochsen und den Widder zum Dankopfer des Volks; und seine Soehne brachten ihm das Blut, das sprengte er auf dem Altar umher. ^19Aber das Fett vom Ochsen und vom Widder, den Schwanz und das Fett am Eingeweide und die Nieren und das Netz ueber der Leber: ^20alles solches Fett legten sie auf die Brust; und er zuendete das Fett an auf dem Altar. ^21Aber die Brust und die rechte Schulter webte Aaron zum Webopfer vor dem HERRN, wie der HERR dem Mose geboten hatte. ^22Und Aaron hob seine Hand auf zum Volk und segnete sie; und er stieg herab, da er das Suendopfer, Brandopfer und Dankopfer gemacht hatte. ^23Und Mose und Aaron gingen in die Huette des Stifts; und da sie wieder herausgingen, segneten sie das Volk. Da erschien die Herrlichkeit des HERRN allem Volk. ^24Und ein Feuer ging aus von dem HERRN und verzehrte auf dem Altar das Brandopfer und das Fett. Da das alles Volk sah, frohlockten sie und fielen auf ihr Antlitz. __________________________________________________________________ Kapitel 10 ^1Und die Soehne Aarons Nadab und Abihu nahmen ein jeglicher seinen Napf und taten Feuer darein und legten Raeuchwerk darauf und brachten das fremde Feuer vor den HERRN, das er ihnen nicht geboten hatte. ^2Da fuhr ein Feuer aus von dem HERRN und verzehrte sie, dass sie starben vor dem HERRN. ^3Da sprach Mose zu Aaron: Das ist's, was der HERR gesagt hat: Ich erzeige mich heilig an denen, die mir nahe sind, und vor allem Volk erweise ich mich herrlich. Und Aaron schwieg still. ^4Mose aber rief Misael und Elzaphan, die Soehne Usiels, Aarons Vettern, und sprach zu ihnen: Tretet hinzu und traget eure Brueder von dem Heiligtum hinaus vor das Lager. ^5Und sie traten hinzu und trugen sie hinaus mit ihren leinenen Roecken vor das Lager, wie Mose gesagt hatte. ^6Da sprach Mose zu Aaron und seinen Soehnen Eleasar und Ithamar: Ihr sollt eure Haeupter nicht entbloessen noch eure Kleider zerreissen, dass ihr nicht sterbet und der Zorn ueber die ganze Gemeinde komme. Lasst eure Brueder, das ganze Haus Israel, weinen ueber diesen Brand, den der HERR getan hat. ^7Ihr aber sollt nicht ausgehen von der Tuer der Huette des Stifts, ihr moechtet sterben; denn das Salboel des HERRN ist auf euch. Und sie taten, wie Mose sagte. ^8Der HERR aber redete mit Aaron und sprach: ^9Du und deine Soehne mit dir sollt keinen Wein noch starkes Getraenk trinken, wenn ihr in die Huette des Stifts geht, auf dass ihr nicht sterbet. Das sei ein ewiges Recht allen euren Nachkommen, ^10auf dass ihr koennt unterscheiden, was heilig und unheilig, was rein und unrein ist, ^11und dass ihr die Kinder Israel lehret alle Rechte, die der HERR zu ihnen geredet hat durch Mose. ^12Und Mose redete mit Aaron und mit seinen noch uebrigen Soehnen, Eleasar und Ithamar: Nehmet, was uebriggeblieben ist vom Speisopfer an den Opfern des HERRN, und esset's ungesaeuert bei dem Altar; denn es ist ein Hochheiliges. ^13Ihr sollt's aber an heiliger Staette essen; denn das ist dein Recht und deiner Soehne Recht an den Opfern des HERRN; denn so ist's mir geboten. ^14Aber die Webebrust und die Hebeschulter sollst du und deine Soehne und deine Toechter mit dir essen an reiner Staette; denn solch Recht ist dir und deinen Kindern gegeben an den Dankopfern der Kinder Israel. ^15Denn die Hebeschulter und die Webebrust soll man zu den Opfern des Fetts bringen, dass sie zum Webeopfer gewebt werden vor dem HERRN; darum ist's dein und deiner Kinder zum ewigen Recht, wie der HERR geboten hat. ^16Und Mose suchte den Bock des Suendopfers, und fand ihn verbrannt, Und er ward zornig ueber Eleasar und Ithamar, Aarons Soehne, die noch uebrig waren, und sprach: ^17Warum habt ihr das Suendopfer nicht gegessen an heiliger Staette? denn es ist ein Hochheiliges, und er hat's euch gegeben, dass ihr die Missetat der Gemeinde tragen sollt, dass ihr sie versoehnet vor dem HERRN. ^18Siehe, sein Blut ist nicht gekommen in das Heilige hinein. Ihr solltet es im Heiligen gegessen haben, wie mir geboten ist. ^19Aaron aber sprach zu Mose: Siehe, heute haben sie ihr Suendopfer und ihr Brandopfer vor dem HERRN geopfert, und es ist mir also gegangen, wie du siehst; und ich sollte essen heute vom Suendopfer? Sollte das dem HERRN gefallen? ^20Da das Mose hoerte, liess er's sich gefallen. __________________________________________________________________ Kapitel 11 ^1Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach zu ihnen: ^2Redet mit den Kindern Israel und sprecht: Das sind die Tiere, die ihr essen sollt unter allen Tieren auf Erden. ^3Alles, was die Klauen spaltet und wiederkaeut unter den Tieren, das sollt ihr essen. ^4Was aber wiederkaeut und hat Klauen und spaltet sie doch nicht, wie das Kamel, das ist euch unrein, und ihr sollt's nicht essen. ^5Die Kaninchen wiederkaeuen wohl, aber sie spalten die Klauen nicht; darum sind sie unrein. ^6Der Hase wiederkaeut auch, aber er spaltet die Klauen nicht; darum ist er euch unrein. ^7Und ein Schwein spaltet wohl die Klauen, aber es wiederkaeut nicht; darum soll's euch unrein sein. ^8Von dieser Fleisch sollt ihr nicht essen noch ihr Aas anruehren; denn sie sind euch unrein. ^9Dies sollt ihr essen unter dem, was in Wassern ist: alles, was Flossfedern und Schuppen hat in Wassern, im Meer und in Baechen, sollt ihr essen. ^10Alles aber, was nicht Flossfedern und Schuppen hat im Meer und in Baechen, unter allem, was sich regt in Wassern, und allem, was lebt im Wasser, soll euch eine Scheu sein, ^11dass ihr von ihrem Fleisch nicht esst und vor ihrem Aas euch scheut. ^12Denn alles, was nicht Flossfedern und Schuppen hat in Wassern, sollt ihr scheuen. ^13Und dies sollt ihr scheuen unter den Voegeln, dass ihr's nicht esst: den Adler, den Habicht, den Fischaar, ^14den Geier, den Weih, und was seine Art ist, ^15und alle Raben mit ihrer Art, ^16den Strauss, die Nachteule, den Kuckuck, den Sperber mit seiner Art, ^17das Kaeuzlein, den Schwan, den Uhu, ^18die Fledermaus, die Rohrdommel, ^19den Storch, den Reiher, den Haeher mit seiner Art, den Wiedehopf und die Schwalbe. ^20Alles auch, was sich regt und Fluegel hat und geht auf vier Fuessen, das soll euch eine Scheu sein. ^21Doch das sollt ihr essen von allem, was sich regt und Fluegel hat und geht auf vier Fuessen: was noch zwei Beine hat, womit es auf Erden huepft; ^22von demselben moegt ihr essen die Heuschrecken, als da ist: Arbe mit seiner Art und Solam mit seiner Art und Hargol mit seiner Art und Hagab mit seiner Art. ^23Aber alles, was sonst Fluegel und vier Fuesse hat, soll euch eine Scheu sein, ^24und sollt sie unrein achten. Wer solcher Aas anruehrt, der wird unrein sein bis auf den Abend. ^25Und wer dieser Aase eines tragen wird, soll seine Kleider waschen und wird unrein sein bis auf den Abend. ^26Darum alles Getier, das Klauen hat und spaltet sie nicht und wiederkaeuet nicht, das soll euch unrein sein. ^27Und alles, was auf Tatzen geht unter den Tieren, die auf vier Fuessen gehen, soll euch unrein sein; wer ihr Aas anruehrt, wird unrein sein bis auf den Abend. ^28Und wer ihr Aas traegt, soll seine Kleider waschen und unrein sein bis auf den Abend; denn solche sind euch unrein. ^29Diese sollen euch auch unrein sein unter den Tieren, die auf Erden kriechen: das Wiesel, die Maus, die Kroete, ein jegliches mit seiner Art, ^30der Igel, der Molch, die Eidechse, die Blindschleiche und der Maulwurf; ^31die sind euch unrein unter allem, was da kriecht; wer ihr Aas anruehrt, der wird unrein sein bis auf den Abend. ^32Und alles, worauf ein solch totes Aas faellt, das wird unrein, es sei allerlei hoelzernes Gefaess oder Kleider oder Fell oder Sack; und alles Geraet, womit man etwas schafft, soll man ins Wasser tun, und es ist unrein bis auf den Abend; alsdann wird's rein. ^33Allerlei irdenes Gefaess, wo solcher Aas hineinfaellt, wird alles unrein, was darin ist; und sollt's zerbrechen. ^34Alle Speise, die man isst, so solch Wasser hineinkommt, ist unrein; und aller Trank, den man trinkt in allerlei solchem Gefaess, ist unrein. ^35Und alles, worauf solches Aas faellt, wird unrein, es sei ein Ofen oder Kessel, so soll man's zerbrechen; denn es ist unrein und soll euch unrein sein. ^36Doch die Brunnen und Gruben und Teiche bleiben rein. Wer aber ihr Aas anruehrt, ist unrein. ^37Und ob solch ein Aas fiele auf Samen, den man saet, so ist er doch rein. ^38Wenn man aber Wasser ueber den Samen goesse, und fiele darnach ein solch Aas darauf, so wuerde er euch unrein. ^39Wenn ein Tier stirbt, das ihr essen moegt: wer das Aas anruehrt, der ist unrein bis an den Abend. ^40Wer von solchem Aas isst, der soll sein Kleid waschen und wird unrein sein bis an den Abend. Also wer auch traegt ein solch Aas, soll sein Kleid waschen, und ist unrein bis an den Abend ^41Was auf Erden schleicht, das soll euch eine Scheu sein, und man soll's nicht essen. ^42Alles, was auf dem Bauch kriecht, und alles, was auf vier oder mehr Fuessen geht, unter allem, was auf Erden schleicht, sollt ihr nicht essen; denn es soll euch eine Scheu sein. ^43Macht eure Seelen nicht zum Scheusal und verunreinigt euch nicht an ihnen, dass ihr euch besudelt. ^44Denn ich bin der HERR, euer Gott. Darum sollt ihr euch heiligen, dass ihr heilig seid, denn ich bin heilig, und sollt eure Seelen nicht verunreinigen an irgend einem kriechenden Tier, das auf Erden schleicht. ^45Denn ich bin der HERR, der euch aus Aegyptenland gefuehrt hat, dass ich euer Gott sei. Darum sollt ihr heilig sein, denn ich bin heilig. ^46Dies ist das Gesetz von den Tieren und Voegeln und allerlei Tieren, die sich regen im Wasser, und allerlei Tieren, die auf Erden schleichen, ^47dass ihr unterscheiden koennt, was unrein und rein ist, und welches Tier man essen und welches man nicht essen soll. __________________________________________________________________ Kapitel 12 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Rede mit den Kindern Israel und sprich: Wenn ein Weib empfaengt und gebiert ein Knaeblein, so soll sie sieben Tage unrein sein, wie wenn sie ihre Krankheit leidet. ^3Und am achten Tage soll man das Fleisch seiner Vorhaut beschneiden. ^4Und sie soll daheimbleiben dreiunddreissig Tage im Blut ihrer Reinigung. Kein Heiliges soll sie anruehren, und zum Heiligtum soll sie nicht kommen, bis dass die Tage ihrer Reinigung aus sind. ^5Gebiert sie aber ein Maegdlein, so soll sie zwei Wochen unrein sein, wie wenn sie ihre Krankheit leidet, und soll sechsundsechzig Tage daheimbleiben in dem Blut ihrer Reinigung. ^6Und wenn die Tage ihrer Reinigung aus sind fuer den Sohn oder fuer die Tochter, soll sie ein jaehriges Lamm bringen zum Brandopfer und eine junge Taube oder Turteltaube zum Suendopfer dem Priester vor die Tuer der Huette des Stifts. ^7Der soll es opfern vor dem HERRN und sie versoehnen, so wird sie rein von ihrem Blutgang. Das ist das Gesetz fuer die, so ein Knaeblein oder Maegdlein gebiert. ^8Vermag aber ihre Hand nicht ein Schaf, so nehme sie zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben, eine zum Brandopfer, die andere zum Suendopfer; so soll sie der Priester versoehnen, dass sie rein werde. __________________________________________________________________ Kapitel 13 ^1Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach: ^2Wenn einem Menschen an der Haut seines Fleisches etwas auffaehrt oder ausschlaegt oder eiterweiss wird, als wollte ein Aussatz werden an der Haut seines Fleisches, soll man ihn zum Priester Aaron fuehren oder zu einem unter seinen Soehnen, den Priestern. ^3Und wenn der Priester das Mal an der Haut des Fleisches sieht, dass die Haare in Weiss verwandelt sind und das Ansehen an dem Ort tiefer ist denn die andere Haut seines Fleisches, so ist's gewiss der Aussatz. Darum soll ihn der Priester besehen und fuer unrein urteilen. ^4Wenn aber etwas eiterweiss ist an der Haut des Fleisches, und doch das Ansehen der Haut nicht tiefer denn die andere Haut des Fleisches und die Haare nicht in Weiss verwandelt sind, so soll der Priester ihn verschliessen sieben Tage ^5und am siebenten Tage besehen. Ist's, dass das Mal bleibt, wie er's zuvor gesehen hat, und hat nicht weitergefressen an der Haut, ^6so soll ihn der Priester abermals sieben Tage verschliessen. Und wenn er ihn zum andermal am siebenten Tage besieht und findet, dass das Mal verschwunden ist und nicht weitergefressen hat an der Haut, so soll er ihn rein urteilen; denn es ist ein Grind. Und er soll seine Kleider waschen, so ist er rein. ^7Wenn aber der Grind weiterfrisst in der Haut, nachdem er vom Priester besehen worden ist, ob er rein sei, und wird nun zum andernmal vom Priester besehen, ^8wenn dann da der Priester sieht, dass der Grind weitergefressen hat in der Haut, so soll er ihn unrein urteilen; denn es ist gewiss Aussatz. ^9Wenn ein Mal des Aussatzes an einem Menschen sein wird, den soll man zum Priester bringen. ^10Wenn derselbe sieht und findet, dass Weisses aufgefahren ist an der Haut und die Haare in Weiss verwandelt und rohes Fleisch im Geschwuer ist, ^11so ist's gewiss ein alter Aussatz in der Haut des Fleisches. Darum soll ihn der Priester unrein urteilen und nicht verschliessen; denn er ist schon unrein. ^12Wenn aber der Aussatz blueht in der Haut und bedeckt die ganze Haut, von dem Haupt bis auf die Fuesse, alles, was dem Priester vor Augen sein mag, ^13wenn dann der Priester besieht und findet, dass der Aussatz das ganze Fleisch bedeckt hat, so soll er denselben rein urteilen, dieweil es alles an ihm in Weiss verwandelt ist; denn er ist rein. ^14Ist aber rohes Fleisch da des Tages, wenn er besehen wird, so ist er unrein. ^15Und wenn der Priester das rohe Fleisch sieht, soll er ihn unrein urteilen; denn das rohe Fleisch ist unrein, und es ist gewiss Aussatz. ^16Verkehrt sich aber das rohe Fleisch wieder und verwandelt sich in Weiss, so soll er zum Priester kommen. ^17Und wenn der Priester besieht und findet, dass das Mal ist in Weiss verwandelt, soll er ihn rein urteilen; denn er ist rein. ^18Wenn jemandes Fleisch an der Haut eine Druese wird und wieder heilt, ^19darnach an demselben Ort etwas Weisses auffaehrt oder roetliches Eiterweiss wird, soll er vom Priester besehen werden. ^20Wenn dann der Priester sieht, dass das Ansehen tiefer ist denn die andere Haut und das Haar in Weiss verwandelt, so soll er ihn unrein urteilen; denn es ist gewiss ein Aussatzmal aus der Druese geworden. ^21Sieht aber der Priester und findet, dass die Haare nicht weiss sind und es ist nicht tiefer denn die andere Haut und ist verschwunden, so soll er ihn sieben Tage verschliessen. ^22Frisst es weiter in der Haut, so soll er unrein urteilen; denn es ist gewiss ein Aussatzmal. ^23Bleibt aber das Eiterweiss also stehen und frisst nicht weiter, so ist's die Narbe von der Druese, und der Priester soll ihn rein urteilen. ^24Wenn sich jemand an der Haut am Feuer brennt und das Brandmal weissroetlich oder weiss ist ^25und der Priester ihn besieht und findet das Haar in Weiss verwandelt an dem Brandmal und das Ansehen tiefer denn die andere Haut, so ist's gewiss Aussatz, aus dem Brandmal geworden. Darum soll ihn der Priester unrein urteilen; denn es ist ein Aussatzmal. ^26Sieht aber der Priester und findet, dass die Haare am Brandmal nicht in Weiss verwandelt und es nicht tiefer ist denn die andere Haut und ist dazu verschwunden, soll er ihn sieben Tage verschliessen; ^27und am siebenten Tage soll er ihn besehen. Hat's weitergefressen an der Haut, so soll er unrein urteilen; denn es ist Aussatz. ^28Ist's aber gestanden an dem Brandmal und hat nicht weitergefressen an der Haut und ist dazu verschwunden, so ist's ein Geschwuer des Brandmals. Und der Priester soll ihn rein urteilen; denn es ist die Narbe des Brandmals. ^29Wenn ein Mann oder Weib auf dem Haupt oder am Bart ein Mal hat ^30und der Priester das Mal besieht und findet, dass das Ansehen der Haut tiefer ist denn die andere Haut und das Haar daselbst golden und duenn, so soll er ihn unrein urteilen; denn es ist ein aussaetziger Grind des Hauptes oder des Bartes. ^31Sieht aber der Priester, dass der Grind nicht tiefer anzusehen ist denn die andere Haut und das Haar nicht dunkel ist, soll er denselben sieben Tage verschliessen. ^32Und wenn er am siebenten Tage besieht und findet, dass der Grind nicht weitergefressen hat und kein goldenes Haar da ist und das Ansehen des Grindes nicht tiefer ist denn die andere Haut, ^33soll er sich scheren, doch dass er den Grind nicht beschere; und soll ihn der Priester abermals sieben Tage verschliessen. ^34Und wenn er ihn am siebenten Tage besieht und findet, dass der Grind nicht weitergefressen hat in der Haut und das Ansehen ist nicht tiefer als die andere Haut, so soll er ihn rein sprechen, und er soll seine Kleider waschen; denn er ist rein. ^35Frisst aber der Grind weiter an der Haut, nachdem er rein gesprochen ist, ^36und der Priester besieht und findet, dass der Grind also weitergefressen hat an der Haut, so soll er nicht mehr darnach fragen, ob die Haare golden sind; denn er ist unrein. ^37Ist aber vor Augen der Grind stillgestanden und dunkles Haar daselbst aufgegangen, so ist der Grind heil und er rein. Darum soll ihn der Priester rein sprechen. ^38Wenn einem Mann oder Weib an der Haut ihres Fleisches etwas eiterweiss ist ^39und der Priester sieht daselbst, dass das Eiterweiss schwindet, das ist ein weisser Grind, in der Haut aufgegangen, und er ist rein. ^40Wenn einem Manne die Haupthaare ausfallen, dass er kahl wird, der ist rein. ^41Fallen sie ihm vorn am Haupt aus und wird eine Glatze, so ist er rein. ^42Wird aber an der Glatze, oder wo er kahl ist, ein weisses oder roetliches Mal, so ist ihm Aussatz an der Glatze oder am Kahlkopf aufgegangen. ^43Darum soll ihn der Priester besehen. Und wenn er findet, dass ein weisses oder roetliches Mal aufgelaufen an seiner Glatze oder am Kahlkopf, dass es sieht, wie sonst der Aussatz an der Haut, ^44so ist er aussaetzig und unrein; und der Priester soll ihn unrein sprechen solches Mals halben auf seinem Haupt. ^45Wer nun aussaetzig ist, des Kleider sollen zerrissen sein und das Haupt bloss und die Lippen verhuellt und er soll rufen: Unrein, unrein! ^46Und solange das Mal an ihm ist, soll er unrein sein, allein wohnen und seine Wohnung soll ausserhalb des Lagers sein. ^47Wenn an einem Kleid ein Aussatzmal sein wird, es sei wollen oder leinen, ^48am Aufzug oder am Eintrag, es sei wollen oder leinen, oder an einem Fell oder an allem, was aus Fellen gemacht wird, ^49und wenn das Mal gruenlich oder roetlich ist am Kleid oder am Fell oder am Aufzug oder am Eintrag oder an irgend einem Ding, das von Fellen gemacht ist, das ist gewiss ein Mal des Aussatzes; darum soll's der Priester besehen. ^50Und wenn er das Mal sieht, soll er's einschliessen sieben Tage. ^51Und wenn er am siebenten Tage sieht, dass das Mal hat weitergefressen am Kleid, am Aufzug oder am Eintrag, am Fell oder an allem, was man aus Fellen macht, so ist das Mal ein fressender Aussatz, und es ist unrein. ^52Und man soll das Kleid verbrennen oder den Aufzug oder den Eintrag, es sei wollen oder leinen oder allerlei Fellwerk, darin solch ein Mal ist; denn es ist fressender Aussatz, und man soll es mit Feuer verbrennen. ^53Wird aber der Priester sehen, dass das Mal nicht weitergefressen hat am Kleid oder am Aufzug oder am Eintrag oder an allerlei Fellwerk, ^54so soll er gebieten, dass man solches wasche, worin solches Mal ist, und soll's einschliessen andere sieben Tage. ^55Und wenn der Priester sehen wird, nachdem das Mal gewaschen ist, dass das Mal nicht verwandelt ist vor seinen Augen und auch nicht weitergefressen hat, so ist's unrein, und sollst es mit Feuer verbrennen; denn es ist tief eingefressen und hat's vorn oder hinten schaebig gemacht. ^56Wenn aber der Priester sieht, dass das Mal verschwunden ist nach seinem Waschen, so soll er's abreissen vom Kleid, vom Fell, von Aufzug oder vom Eintrag. ^57Wird's aber noch gesehen am Kleid, am Aufzug, am Eintrag oder allerlei Fellwerk, so ist's ein Aussatzmal, und sollst das mit Feuer verbrennen, worin solch Mal ist. ^58Das Kleid aber oder der Aufzug oder Eintrag oder allerlei Fellwerk, das gewaschen und von dem das Mal entfernt ist, soll man zum andernmal waschen, so ist's rein. ^59Das ist das Gesetz ueber die Male des Aussatzes an Kleidern, sie seien wollen oder leinen, am Aufzug und am Eintrag und allerlei Fellwerk, rein oder unrein zu sprechen. __________________________________________________________________ Kapitel 14 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Das ist das Gesetz ueber den Aussaetzigen, wenn er soll gereinigt werden. Er soll zum Priester kommen. ^3Und der Priester soll aus dem Lager gehen und besehen, wie das Mal des Aussatzes am Aussaetzigen heil geworden ist, ^4und soll gebieten dem, der zu reinigen ist, dass er zwei lebendige Voegel nehme, die da rein sind, und Zedernholz und scharlachfarbene Wolle und Isop. ^5Und soll gebieten, den einen Vogel zu schlachten in ein irdenes Gefaess ueber frischem Wasser. ^6Und soll den lebendigen Vogel nehmen mit dem Zedernholz, scharlachfarbener Wolle und Isop und in des Vogels Blut tauchen, der ueber dem frischen Wasser geschlachtet ist, ^7und besprengen den, der vom Aussatz zu reinigen ist, siebenmal; und reinige ihn also und lasse den lebendigen Vogel ins freie Feld fliegen. ^8Der Gereinigte aber soll seine Kleider waschen und alle seine Haare abscheren und sich mit Wasser baden, so ist er rein. Darnach gehe er ins Lager; doch soll er ausserhalb seiner Huette sieben Tage bleiben. ^9Und am siebenten Tage soll er alle seine Haare abscheren auf dem Haupt, am Bart, an den Augenbrauen, dass alle Haare abgeschoren seien, und soll seine Kleider waschen und sein Fleisch im Wasser baden, so ist er rein. ^10Und am achten Tage soll er zwei Laemmer nehmen ohne Fehl und ein jaehriges Schaf ohne Fehl und drei zehntel Semmelmehl zum Speisopfer, mit Oel gemengt, und ein Log Oel. ^11Da soll der Priester den Gereinigten und diese Dinge stellen vor den HERRN, vor der Tuer der Huette des Stifts. ^12Und soll das eine Lamm nehmen und zum Schuldopfer opfern mit dem Log Oel; und soll solches vor dem HERRN weben ^13und darnach das Lamm schlachten, wo man das Suendopfer und Brandopfer schlachtet, naemlich an heiliger Staette; denn wie das Suendopfer, also ist auch das Schuldopfer des Priesters; denn es ist ein Hochheiliges. ^14Und der Priester soll von dem Blut nehmen vom Schuldopfer und dem Gereinigten auf den Knorpel des rechten Ohrs tun und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die grosse Zehe seines rechten Fusses. ^15Darnach soll er von dem Log Oel nehmen und es in seine, des Priesters, linke Hand giessen ^16und mit seinem rechten Finger in das Oel tauchen, das in seiner linken Hand ist, und sprengen vom Oel mit seinem Finger siebenmal vor dem HERRN. ^17Vom uebrigen Oel aber in seiner Hand soll er dem Gereinigten auf den Knorpel des rechten Ohrs tun und auf den rechten Daumen und auf die grosse Zehe seines rechten Fusses, oben auf das Blut des Schuldopfers. ^18Das uebrige Oel aber in seiner Hand soll er auf des Gereinigten Haupt tun und ihn versoehnen vor dem HERRN. ^19Und soll das Suendopfer machen und den Gereinigten versoehnen seiner Unreinigkeit halben; und soll darnach das Brandopfer schlachten ^20und soll es auf dem Altar opfern samt dem Speisopfer und ihn versoehnen, so ist er rein. ^21Ist er aber arm und erwirbt mit seiner Hand nicht so viel, so nehme er ein Lamm zum Schuldopfer, zu weben, zu seiner Versoehnung und ein zehntel Semmelmehl, mit Oel gemengt, zum Speisopfer, und ein Log Oel ^22und zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben, die er mit seiner Hand erwerben kann, dass eine sei ein Suendopfer, die andere ein Brandopfer, ^23und bringe sie am achten Tage seiner Reinigung zum Priester vor die Tuer der Huette des Stifts, vor den HERRN. ^24Da soll der Priester das Lamm zum Schuldopfer nehmen und das Log Oel und soll's alles weben vor dem HERRN ^25und das Lamm des Schuldopfers schlachten und Blut nehmen von demselben Schuldopfer und es dem Gereinigten tun auf den Knorpel seines rechten Ohrs und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die grosse Zehe seines rechten Fusses, ^26und von dem Oel in seine, des Priesters, linke Hand giessen ^27und mit seinem rechten Finger vom Oel, das in seiner linken Hand ist, siebenmal sprengen vor dem HERRN. ^28Von dem uebrigen aber in seiner Hand soll er dem Gereinigten auf den Knorpel seines rechten Ohrs und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die grosse Zehe seines rechten Fusses tun, oben auf das Blut des Schuldopfers. ^29Das uebrige Oel aber in seiner Hand soll er dem Gereinigten auf das Haupt tun, ihn zu versoehnen vor dem HERRN; ^30und darnach aus der einen Turteltaube oder jungen Taube, wie seine Hand hat moegen erwerben, ^31ein Suendopfer, aus der andern ein Brandopfer machen samt dem Speisopfer. Und soll der Priester den Gereinigten also versoehnen vor dem HERRN. ^32Das sei das Gesetz fuer den Aussaetzigen, der mit seiner Hand nicht erwerben kann, was zur Reinigung gehoert. ^33Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach: ^34Wenn ihr in das Land Kanaan kommt, das ich euch zur Besitzung gebe, und ich werde irgend in einem Hause eurer Besitzung ein Aussatzmal geben, ^35so soll der kommen, des das Haus ist, es dem Priester ansagen und sprechen: Es sieht mich an, als sei ein Aussatzmal an meinem Hause. ^36Da soll der Priester heissen, dass sie das Haus ausraeumen, ehe denn der Priester hineingeht, das Mal zu besehen, auf dass nicht unrein werde alles, was im Hause ist; darnach soll der Priester hineingehen, das Haus zu besehen. ^37Wenn er nun das Mal besieht und findet, dass an der Wand des Hauses gruenliche oder roetliche Grueblein sind und ihr Ansehen tiefer denn sonst die Wand ist, ^38so soll er aus dem Hause zur Tuer herausgehen und das Haus sieben Tage verschliessen. ^39Und wenn er am siebenten Tage wiederkommt und sieht, dass das Mal weitergefressen hat an des Hauses Wand, ^40so soll er die Steine heissen ausbrechen, darin das Mal ist, und hinaus vor die Stadt an einen unreinen Ort werfen. ^41Und das Haus soll man inwendig ringsherum schaben und die abgeschabte Tuenche hinaus vor die Stadt an einen unreinen Ort schuetten ^42und andere Steine nehmen und an jener Statt tun und andern Lehm nehmen und das Haus bewerfen. ^43Wenn das Mal wiederkommt und ausbricht am Hause, nachdem man die Steine ausgerissen und das Haus anders beworfen hat, ^44so soll der Priester hineingehen. Und wenn er sieht, dass das Mal weitergefressen hat am Hause, so ist's gewiss ein fressender Aussatz am Hause, und es ist unrein. ^45Darum soll man das Haus abbrechen, Steine und Holz und alle Tuenche am Hause, und soll's hinausfuehren vor die Stadt an einen unreinen Ort. ^46Und wer in das Haus geht, solange es verschlossen ist, der ist unrein bis an den Abend. ^47Und wer darin liegt oder darin isst, der soll seine Kleider waschen. ^48Wo aber der Priester, wenn er hineingeht, sieht, dass dies Mal nicht weiter am Haus gefressen hat, nachdem das Haus beworfen ist, so soll er's rein sprechen; denn das Mal ist heil geworden. ^49Und soll zum Suendopfer fuer das Haus nehmen zwei Voegel, Zedernholz und scharlachfarbene Wolle und Isop, ^50und den einen Vogel schlachten in ein irdenes Gefaess ueber frischem Wasser. ^51Und soll nehmen das Zedernholz, die scharlachfarbene Wolle, den Isop und den lebendigen Vogel, und in des geschlachteten Vogels Blut und in das frische Wasser tauchen, und das Haus siebenmal besprengen. ^52Und soll also das Haus entsuendigen mit dem Blut des Vogels und mit dem frischen Wasser, mit dem lebendigen Vogel, mit dem Zedernholz, mit Isop und mit scharlachfarbener Wolle. ^53Und soll den lebendigen Vogel lassen hinaus vor die Stadt ins freie Feld fliegen, und das Haus versoehnen, so ist's rein. ^54Das ist das Gesetz ueber allerlei Mal des Aussatzes und Grindes, ^55ueber den Aussatz der Kleider und der Haeuser, ^56ueber Beulen, Ausschlag und Eiterweiss, ^57auf dass man wisse, wann etwas unrein oder rein ist. Das ist das Gesetz vom Aussatz. __________________________________________________________________ Kapitel 15 ^1Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach: ^2Redet mit den Kindern Israel und sprecht zu ihnen: Wenn ein Mann an seinem Fleisch einen Fluss hat, derselbe ist unrein. ^3Dann aber ist er unrein an diesem Fluss, wenn sein Fleisch eitert oder verstopft ist. ^4Alles Lager, darauf er liegt, und alles, darauf er sitzt, wird unrein werden. ^5Und wer sein Lager anruehrt, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend. ^6Und wer sich setzt, wo er gesessen hat, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend. ^7Wer sein Fleisch anruehrt, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend. ^8Wenn er seinen Speichel wirft auf den, der rein ist, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend. ^9Und der Sattel, darauf er reitet, wird unrein werden. ^10Und wer anruehrt irgend etwas, das er unter sich gehabt hat, der wird unrein sein bis auf den Abend. Und wer solches traegt, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend. ^11Und welchen er anruehrt, ehe er die Haende waescht, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend. ^12Wenn er ein irdenes Gefaess anruehrt, das soll man zerbrechen; aber das hoelzerne Gefaess soll man mit Wasser spuelen. ^13Und wenn er rein wird von seinem Fluss, so soll er sieben Tage zaehlen, nachdem er rein geworden ist, und seine Kleider waschen und sein Fleisch mit fliessendem Wasser baden, so ist er rein. ^14Und am achten Tage soll er zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben nehmen und vor den HERRN bringen vor die Tuer der Huette des Stifts und dem Priester geben. ^15Und der Priester soll aus einer ein Suendopfer, aus der andern ein Brandopfer machen und ihn versoehnen vor dem HERRN seines Flusses halben. ^16Wenn einem Mann im Schlaf der Same entgeht, der soll sein ganzes Fleisch mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend. ^17Und alles Kleid und alles Fell, das mit solchem Samen befleckt ist, soll er waschen mit Wasser und unrein sein bis auf den Abend. ^18Ein Weib, bei welchem ein solcher liegt, die soll sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend. ^19Wenn ein Weib ihres Leibes Blutfluss hat, die soll sieben Tage unrein geachtet werden; wer sie anruehrt, der wird unrein sein bis auf den Abend. ^20Und alles, worauf sie liegt, solange sie ihre Zeit hat, und worauf sie sitzt, wird unrein sein. ^21Und wer ihr Lager anruehrt, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend. ^22Und wer anruehrt irgend etwas, darauf sie gesessen hat, soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend. ^23Und wer anruehrt irgend etwas, das auf ihrem Lager gewesen ist oder da, wo sie gesessen hat soll unrein sein bis auf den Abend. ^24Und wenn ein Mann bei ihr liegt und es kommt sie ihre Zeit an bei ihm, der wird sieben Tage unrein sein, und das Lager, auf dem er gelegen hat wird unrein sein. ^25Wenn aber ein Weib den Blutfluss eine lange Zeit hat, zu ungewoehnlicher Zeit oder ueber die gewoehnliche Zeit, so wird sie unrein sein, solange sie ihn hat; wie zu ihrer gewoehnlichen Zeit, so soll sie auch da unrein sein. ^26Alles Lager, darauf sie liegt die ganze Zeit ihres Flusses, soll sein wie ihr Lager zu ihrer gewoehnlichen Zeit. Und alles, worauf sie sitzt, wird unrein sein gleich der Unreinigkeit ihrer gewoehnlichen Zeit. ^27Wer deren etwas anruehrt, der wird unrein sein und soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend. ^28Wird sie aber rein von ihrem Fluss, so soll sie sieben Tage zaehlen; darnach soll sie rein sein. ^29Und am achten Tage soll sie zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben nehmen und zum Priester bringen vor die Tuer der Huette des Stifts. ^30Und der Priester soll aus einer machen ein Suendopfer, aus der andern ein Brandopfer, und sie versoehnen vor dem HERRN ueber den Fluss ihrer Unreinigkeit. ^31So sollt ihr die Kinder Israel warnen vor ihrer Unreinigkeit, dass sie nicht sterben in ihrer Unreinigkeit, wenn sie meine Wohnung verunreinigen, die unter ihnen ist. ^32Das ist das Gesetz ueber den, der einen Fluss hat und dem der Same im Schlaf entgeht, dass er unrein davon wird, ^33und ueber die, die ihren Blutfluss hat, und wer einen Fluss hat, es sei Mann oder Weib, und wenn ein Mann bei einer Unreinen liegt. __________________________________________________________________ Kapitel 16 ^1Und der HERR redete mit Mose, nachdem die zwei Soehne Aarons gestorben waren, da sie vor dem HERRN opferten, ^2und sprach: Sage deinem Bruder Aaron, dass er nicht zu aller Zeit in das inwendige Heiligtum gehe hinter den Vorhang vor den Gnadenstuhl, der auf der Lade ist, dass er nicht sterbe; denn ich will in einer Wolke erscheinen auf dem Gnadenstuhl; ^3sondern damit soll er hineingehen: mit einem jungen Farren zum Suendopfer und mit einem Widder zum Brandopfer, ^4und soll den heiligen leinenen Rock anlegen und leinene Beinkleider an seinem Fleisch haben und sich mit einem leinenen Guertel guerten und den leinenen Hut aufhaben, denn das sind die heiligen Kleider, und soll sein Fleisch mit Wasser baden und sie anlegen. ^5Und soll von der Gemeinde der Kinder Israel zwei Ziegenboecke nehmen zum Suendopfer und einen Widder zum Brandopfer. ^6Und Aaron soll den Farren, sein Suendopfer, herzubringen, dass er sich und sein Haus versoehne, ^7und darnach die zwei Boecke nehmen und vor den HERRN stellen vor der Tuer der Huette des Stifts, ^8und soll das Los werfen ueber die zwei Boecke: ein Los dem HERRN, das andere dem Asasel. ^9Und soll den Bock, auf welchen das Los des HERRN faellt, opfern zum Suendopfer. ^10Aber den Bock, auf welchen das Los fuer Asasel faellt, soll er lebendig vor den HERRN stellen, dass er ueber ihm versoehne, und lasse den Bock fuer Asasel in die Wueste. ^11Und also soll er denn den Farren seines Suendopfers herzubringen und sich und sein Haus versoehnen und soll ihn schlachten ^12und soll einen Napf voll Glut vom Altar nehmen, der vor dem HERRN steht, und die Hand voll zerstossenen Raeuchwerks und es hinein hinter den Vorhang bringen ^13und das Raeuchwerk aufs Feuer tun vor dem HERRN, dass der Nebel vom Raeuchwerk den Gnadenstuhl bedecke, der auf dem Zeugnis ist, dass er nicht sterbe. ^14Und soll von dem Blut des Farren nehmen und es mit seinem Finger auf den Gnadenstuhl sprengen vornean; vor den Gnadenstuhl aber soll er siebenmal mit seinem Finger vom Blut sprengen. ^15Darnach soll er den Bock, des Volkes Suendopfer, schlachten und sein Blut hineinbringen hinter den Vorhang und soll mit seinem Blut tun, wie er mit des Farren Blut getan hat, und damit auch sprengen auf den Gnadenstuhl und vor den Gnadenstuhl; ^16und soll also versoehnen das Heiligtum von der Unreinigkeit der Kinder Israel und von ihrer Uebertretung in allen ihren Suenden. Also soll er auch tun der Huette des Stifts; denn sie sind unrein, die umher lagern. ^17Kein Mensch soll in der Huette des Stifts sein, wenn er hineingeht, zu versoehnen im Heiligtum, bis er herausgehe; und soll also versoehnen sich und sein Haus und die ganze Gemeinde Israel. ^18Und wenn er herausgeht zum Altar, der vor dem HERRN steht, soll er ihn versoehnen und soll vom Blut des Farren und vom Blut des Bocks nehmen und es auf des Altars Hoerner umher tun; ^19und soll mit seinem Finger vom Blut darauf sprengen siebenmal und ihn reinigen und heiligen von der Unreinigkeit der Kinder Israel. ^20Und wenn er vollbracht hat das Versoehnen des Heiligtums und der Huette des Stifts und des Altars, so soll er den lebendigen Bock herzubringen. ^21Da soll Aaron seine beiden Haende auf sein Haupt legen und bekennen auf ihn alle Missetat der Kinder Israel und alle ihre Uebertretung in allen ihren Suenden, und soll sie dem Bock auf das Haupt legen und ihn durch einen Mann, der bereit ist, in die Wueste laufen lassen, ^22dass also der Bock alle ihre Missetat auf sich in eine Wildnis trage; und er lasse ihn in die Wueste. ^23Und Aaron soll in die Huette des Stifts gehen und ausziehen die leinenen Kleider, die er anzog, da er in das Heiligtum ging, und soll sie daselbst lassen. ^24Und soll sein Fleisch mit Wasser baden an heiliger Staette und seine eigenen Kleider antun und herausgehen und sein Brandopfer und des Volkes Brandopfer machen und beide, sich und das Volk, versoehnen, ^25und das Fett vom Suendopfer auf dem Altar anzuenden. ^26Der aber den Bock fuer Asasel hat ausgefuehrt, soll seine Kleider waschen und sein Fleisch mit Wasser baden und darnach ins Lager kommen. ^27Den Farren des Suendopfers und den Bock des Suendopfers, deren Blut in das Heiligtum zu versoehnen gebracht ward, soll man hinausschaffen vor das Lager und mit Feuer verbrennen, Haut, Fleisch und Mist. ^28Und der sie verbrennt, soll seine Kleider waschen und sein Fleisch mit Wasser baden und darnach ins Lager kommen. ^29Auch soll euch das ein ewiges Recht sein: am zehnten Tage des siebenten Monats sollt ihr euren Leib kasteien und kein Werk tun, weder ein Einheimischer noch ein Fremder unter euch. ^30Denn an diesem Tage geschieht eure Versoehnung, dass ihr gereinigt werdet; von allen euren Suenden werdet ihr gereinigt vor dem HERRN. ^31Darum soll's euch ein grosser Sabbat sein, und ihr sollt euren Leib kasteien. Ein ewiges Recht sei das. ^32Es soll aber solche Versoehnung tun ein Priester, den man geweiht und des Hand man gefuellt hat zum Priester an seines Vaters Statt; und er soll die leinenen Kleider antun, die heiligen Kleider, ^33und soll also versoehnen das heiligste Heiligtum und die Huette des Stifts und den Altar und die Priester und alles Volk der Gemeinde. ^34Das soll euch ein ewiges Recht sein, dass ihr die Kinder Israel versoehnt von allen ihren Suenden, im Jahr einmal. Und Aaron tat, wie der HERR dem Mose geboten hatte. __________________________________________________________________ Kapitel 17 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Sage Aaron und seinen Soehnen und allen Kindern Israel und sprich zu ihnen: Das ist's, was der HERR geboten hat. ^3Welcher aus dem Haus Israel einen Ochsen oder Lamm oder Ziege schlachtet, in dem Lager oder draussen vor dem Lager, ^4und es nicht vor die Tuer der Huette des Stifts bringt, dass es dem HERRN zum Opfer gebracht werde vor der Wohnung des HERRN, der soll des Blutes schuldig sein als der Blut vergossen hat, und solcher Mensch soll ausgerottet werden aus seinem Volk. ^5Darum sollen die Kinder Israel ihre Schlachttiere, die sie auf dem freien Feld schlachten wollen, vor den HERRN bringen vor die Tuer der Huette des Stifts zum Priester und allda ihre Dankopfer dem HERRN opfern. ^6Und der Priester soll das Blut auf den Altar des HERRN sprengen vor der Tuer der Huette des Stifts und das Fett anzuenden zum suessen Geruch dem HERRN. ^7Und mitnichten sollen sie ihre Opfer hinfort den Feldteufeln opfern, mit denen sie Abgoetterei treiben. Das soll ihnen ein ewiges Recht sein bei ihren Nachkommen. ^8Darum sollst du zu ihnen sagen: Welcher Mensch aus dem Hause Israel oder auch ein Fremdling, der unter euch ist, ein Opfer oder Brandopfer tut ^9und bringt's nicht vor die Tuer der Huette des Stifts, dass er's dem HERRN tue, der soll ausgerottet werden von seinem Volk. ^10Und welcher Mensch, er sei vom Haus Israel oder ein Fremdling unter euch, irgend Blut isst, wider den will ich mein Antlitz setzen und will ihn mitten aus seinem Volk ausrotten. ^11Denn des Leibes Leben ist im Blut, und ich habe es euch auf den Altar gegeben, dass eure Seelen damit versoehnt werden. Denn das Blut ist die Versoehnung, weil das Leben in ihm ist. ^12Darum habe ich gesagt den Kindern Israel: Keine Seele unter euch soll Blut essen, auch kein Fremdling, der unter euch wohnt. ^13Und welcher Mensch, er sei vom Haus Israel oder ein Fremdling unter euch, ein Tier oder einen Vogel faengt auf der Jagd, das man isst, der soll desselben Blut hingiessen und mit Erde zuscharren. ^14Denn des Leibes Leben ist in seinem Blut, solange es lebt; und ich habe den Kindern Israel gesagt: Ihr sollt keines Leibes Blut essen; denn des Leibes Leben ist in seinem Blut; wer es isst, der soll ausgerottet werden. ^15Und welche Seele ein Aas oder was vom Wild zerrissen ist, isst, er sei ein Einheimischer oder Fremdling, der soll sein Kleid waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend, so wird er rein. ^16Wo er seine Kleider nicht waschen noch sich baden wird, so soll er seiner Missetat schuldig sein. __________________________________________________________________ Kapitel 18 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Ich bin der HERR, euer Gott. ^3Ihr sollt nicht tun nach den Werken des Landes Aegypten, darin ihr gewohnt habt, auch nicht nach den Werken des Landes Kanaan, darein ich euch fuehren will; ihr sollt auch nach ihrer Weise nicht halten; ^4sondern nach meinen Rechten sollt ihr tun, und meine Satzungen sollt ihr halten, dass ihr darin wandelt; denn ich bin der HERR, euer Gott. ^5Darum sollt ihr meine Satzungen halten und meine Rechte. Denn welcher Mensch dieselben tut, der wird dadurch leben; denn ich bin der HERR. ^6Niemand soll sich zu seiner naechsten Blutsfreundin tun, ihre Bloesse aufzudecken; denn ich bin der HERR. ^7Du sollst deines Vaters und deiner Mutter Bloesse nicht aufdecken; es ist deine Mutter, darum sollst du ihre Bloesse nicht aufdecken. ^8Du sollst deines Vaters Weibes Bloesse nicht aufdecken; denn sie ist deines Vaters Bloesse. ^9Du sollst deiner Schwester Bloesse, die deines Vaters oder deiner Mutter Tochter ist, daheim oder draussen geboren, nicht aufdecken. ^10Du sollst die Bloesse der Tochter deines Sohnes oder deiner Tochter nicht aufdecken; denn es ist deine Bloesse. ^11Du sollst die Bloesse der Tochter deines Vaters Weibes, die deinem Vater geboren ist und deine Schwester ist, nicht aufdecken. ^12Do sollst die Bloesse der Schwester deines Vaters nicht aufdecken; denn es ist deines Vaters naechste Blutsfreundin. ^13Du sollst deiner Mutter Schwester Bloesse nicht aufdecken; denn es ist deiner Mutter naechste Blutsfreundin. ^14Du sollst deines Vaters Bruders Bloesse nicht aufdecken, dass du sein Weib nehmest; denn sie ist deine Base. ^15Du sollst deiner Schwiegertochter Bloesse nicht aufdecken; denn es ist deines Sohnes Weib, darum sollst du ihre Bloesse nicht aufdecken. ^16Du sollst deines Bruders Weibes Bloesse nicht aufdecken; denn sie ist deines Bruders Bloesse. ^17Du sollst eines Weibes samt ihrer Tochter Bloesse nicht aufdecken noch ihres Sohnes Tochter oder ihrer Tochter Tochter nehmen, ihre Bloesse aufzudecken; denn sie sind ihre naechsten Blutsfreundinnen, und es ist ein Frevel. ^18Du sollst auch deines Weibes Schwester nicht nehmen neben ihr, ihre Bloesse aufzudecken, ihr zuwider, solange sie noch lebt. ^19Du sollst nicht zum Weibe gehen, solange sie ihre Krankheit hat, in ihrer Unreinigkeit ihre Bloesse aufzudecken. ^20Du sollst auch nicht bei deines Naechsten Weibe liegen, dadurch du dich an ihr verunreinigst. ^21Du sollst auch nicht eines deiner Kinder dahingeben, dass es dem Moloch verbrannt werde, dass du nicht entheiligst den Namen deines Gottes; denn ich bin der HERR. ^22Du sollst nicht beim Knaben liegen wie beim Weibe; denn es ist ein Greuel. ^23Du sollst auch bei keinem Tier liegen, dass du mit ihm verunreinigt werdest. Und kein Weib soll mit einem Tier zu schaffen haben; denn es ist ein Greuel. ^24Ihr sollt euch in dieser keinem verunreinigen; denn in diesem allem haben sich verunreinigt die Heiden, die ich vor euch her will ausstossen, ^25und das Land ist dadurch verunreinigt. Und ich will ihre Missetat an ihnen heimsuchen, dass das Land seine Einwohner ausspeie. ^26Darum haltet meine Satzungen und Rechte, und tut dieser Greuel keine, weder der Einheimische noch der Fremdling unter euch; ^27denn alle solche Greuel haben die Leute dieses Landes getan, die vor euch waren, und haben das Land verunreinigt; ^28auf dass euch nicht auch das Land ausspeie, wenn ihr es verunreinigt, gleich wie es die Heiden hat ausgespieen, die vor euch waren. ^29Denn welche diese Greuel tun, deren Seelen sollen ausgerottet werden von ihrem Volk. ^30Darum haltet meine Satzungen, dass ihr nicht tut nach den greulichen Sitten, die vor euch waren, dass ihr nicht damit verunreinigt werdet; denn ich bin der HERR, euer Gott. __________________________________________________________________ Kapitel 19 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Rede mit der ganzen Gemeinde der Kinder Israel und sprich zu ihnen: Ihr sollt heilig sein; denn ich bin heilig, der HERR, euer Gott. ^3Ein jeglicher fuerchte seine Mutter und seinen Vater. Haltet meine Feiertage; denn ich bin der HERR, euer Gott. ^4Ihr sollt euch nicht zu den Goetzen wenden und sollt euch keine gegossenen Goetter machen; denn ich bin der HERR, euer Gott. ^5Und wenn ihr dem HERRN wollt ein Dankopfer tun, so sollt ihr es opfern, dass es ihm gefallen koennte. ^6Ihr sollt es desselben Tages essen, da ihr's opfert, und des andern Tages; was aber auf den dritten Tag uebrigbleibt, soll man mit Feuer verbrennen. ^7Wird aber jemand am dritten Tage davon essen, so ist er ein Greuel und wird nicht angenehm sein. ^8Und der Esser wird seine Missetat tragen, darum dass er das Heiligtum des HERRN entheiligte, und solche Seele wird ausgerottet werden von ihrem Volk. ^9Wenn du dein Land einerntest, sollst du nicht alles bis an die Enden umher abschneiden, auch nicht alles genau aufsammeln. ^10Also auch sollst du deinen Weinberg nicht genau lesen noch die abgefallenen Beeren auflesen, sondern dem Armen und Fremdling sollst du es lassen; denn ich bin der HERR euer Gott. ^11Ihr sollt nicht stehlen noch luegen noch faelschlich handeln einer mit dem andern. ^12Ihr sollt nicht falsch schwoeren bei meinem Namen und entheiligen den Namen deines Gottes; denn ich bin der HERR. ^13Du sollst deinem Naechsten nicht unrecht tun noch ihn berauben. Es soll des Tageloehners Lohn nicht bei dir bleiben bis an den Morgen. ^14Du sollst dem Tauben nicht fluchen und sollst dem Blinden keinen Anstoss setzen; denn du sollst dich vor deinem Gott fuerchten, denn ich bin der HERR. ^15Ihr sollt nicht unrecht handeln im Gericht, und sollst nicht vorziehen den Geringen noch den Grossen ehren; sondern du sollst deinen Naechsten recht richten. ^16Du sollst kein Verleumder sein unter deinem Volk. Du sollst auch nicht stehen wider deines Naechsten Blut; denn ich bin der HERR. ^17Du sollst deinen Bruder nicht hassen in deinem Herzen, sondern du sollst deinen Naechsten zurechtweisen, auf dass du nicht seineshalben Schuld tragen muessest. ^18Du sollst nicht rachgierig sein noch Zorn halten gegen die Kinder deines Volks. Du sollst deinen Naechsten lieben wie dich selbst; denn ich bin der HERR. ^19Meine Satzungen sollt ihr halten, dass du dein Vieh nicht lassest mit anderlei Tier zu schaffen haben und dein Feld nicht besaeest mit mancherlei Samen und kein Kleid an dich komme, dass mit Wolle und Leinen gemengt ist. ^20Wenn ein Mann bei einem Weibe liegt, die eine leibeigene Magd und von dem Mann verschmaeht ist, doch nicht erloest noch Freiheit erlangt hat, das soll gestraft werden; aber sie sollen nicht sterben, denn sie ist nicht frei gewesen. ^21Er soll aber fuer seine Schuld dem HERRN vor die Tuer der Huette des Stifts einen Widder zum Schuldopfer bringen; ^22und der Priester soll ihn versoehnen mit dem Schuldopfer vor dem HERRN ueber die Suende, die er getan hat, so wird ihm Gott gnaedig sein ueber seine Suende, die er getan hat. ^23Wenn ihr in das Land kommt und allerlei Baeume pflanzt, davon man isst, sollt ihr mit seinen Fruechten tun wie mit einer Vorhaut. Drei Jahre sollt ihr sie unbeschnitten achten, dass ihr sie nicht esset; ^24im vierten Jahr aber sollen alle ihre Fruechte heilig sein, ein Preisopfer dem HERRN; ^25im fuenften Jahr aber sollt ihr die Fruechte essen und sie einsammeln; denn ich bin der HERR, euer Gott. ^26Ihr sollt nichts vom Blut essen. Ihr sollt nicht auf Vogelgeschrei achten noch Tage waehlen. ^27Ihr sollt euer Haar am Haupt nicht rundumher abschneiden noch euren Bart gar abscheren. ^28Ihr sollt kein Mal um eines Toten willen an eurem Leibe reissen noch Buchstaben an euch aetzen; denn ich bin der HERR. ^29Du sollst deine Tochter nicht zur Hurerei halten, dass nicht das Land Hurerei treibe und werde voll Lasters. ^30Meine Feiertage haltet, und fuerchtet euch vor meinem Heiligtum; denn ich bin der HERR. ^31Ihr sollt euch nicht wenden zu den Wahrsagern, und forscht nicht von den Zeichendeutern, dass ihr nicht an ihnen verunreinigt werdet; denn ich bin der HERR, euer Gott. ^32Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen und die Alten ehren; denn du sollst dich fuerchten vor deinem Gott, denn ich bin der HERR. ^33Wenn ein Fremdling bei dir in eurem Lande wohnen wird, den sollt ihr nicht schinden. ^34Er soll bei euch wohnen wie ein Einheimischer unter euch, und sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Aegyptenland. Ich bin der HERR, euer Gott. ^35Ihr sollt nicht unrecht handeln im Gericht mit der Elle, mit Gewicht, mit Mass. ^36Rechte Waage, rechte Pfunde, rechte Scheffel, rechte Kannen sollen bei euch sein; denn ich bin der HERR, euer Gott, der euch aus Aegyptenland gefuehrt hat, ^37dass ihr alle meine Satzungen und alle meine Rechte haltet und tut; denn ich bin der HERR. __________________________________________________________________ Kapitel 20 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Sage den Kindern Israel: Welcher unter den Kindern Israel oder ein Fremdling, der in Israel wohnt, eines seiner Kinder dem Moloch gibt, der soll des Todes sterben; das Volk im Lande soll ihn steinigen. ^3Und ich will mein Antlitz setzen wider solchen Menschen und will ihn aus seinem Volk ausrotten, dass er dem Moloch eines seiner Kinder gegeben und mein Heiligtum verunreinigt und meinen heiligen Namen entheiligt hat. ^4Und wo das Volk im Lande durch die Finger sehen wuerde dem Menschen, der eines seiner Kinder dem Moloch gegeben hat, dass es ihn nicht toetet, ^5so will doch ich mein Antlitz wider denselben Menschen setzen und wider sein Geschlecht und will ihn und alle, die mit ihm mit dem Moloch Abgoetterei getrieben haben, aus ihrem Volke ausrotten. ^6Wenn eine Seele sich zu den Wahrsagern und Zeichendeutern wenden wird, dass sie ihnen nachfolgt, so will ich mein Antlitz wider dieselbe Seele setzen und will sie aus ihrem Volk ausrotten. ^7Darum heiligt euch und seid heilig; denn ich bin der HERR, euer Gott. ^8Und haltet meine Satzungen und tut sie; denn ich bin der HERR, der euch heiligt. ^9Wer seinem Vater oder seiner Mutter flucht, der soll des Todes sterben. Sein Blut sei auf ihm, dass er seinem Vater oder seiner Mutter geflucht hat. ^10Wer die Ehe bricht mit jemandes Weibe, der soll des Todes sterben, beide, Ehebrecher und Ehebrecherin, darum dass er mit seines Naechsten Weibe die Ehe gebrochen hat. ^11Wenn jemand bei seines Vaters Weibe schlaeft, dass er seines Vater Bloesse aufgedeckt hat, die sollen beide des Todes sterben; ihr Blut sei auf ihnen. ^12Wenn jemand bei seiner Schwiegertochter schlaeft, so sollen sie beide des Todes sterben; ihr Blut sei auf ihnen. ^13Wenn jemand beim Knaben schlaeft wie beim Weibe, die haben einen Greuel getan und sollen beide des Todes sterben; ihr Blut sei auf ihnen. ^14Wenn jemand ein Weib nimmt und ihre Mutter dazu, der hat einen Frevel verwirkt; man soll ihn mit Feuer verbrennen und sie beide auch, dass kein Frevel sei unter euch. ^15Wenn jemand beim Vieh liegt, der soll des Todes sterben, und das Vieh soll man erwuergen. ^16Wenn ein Weib sich irgend zu einem Vieh tut, dass sie mit ihm zu schaffen hat, die sollst du toeten und das Vieh auch; des Todes sollen sie sterben; ihr Blut sei auf ihnen. ^17Wenn jemand seine Schwester nimmt, seines Vaters Tochter oder seiner Mutter Tochter, und ihre Bloesse schaut und sie wieder seine Bloesse, das ist Blutschande. Die sollen ausgerottet werden vor den Leuten ihres Volks; denn er hat seiner Schwester Bloesse aufgedeckt; er soll seine Missetat tragen. ^18Wenn ein Mann beim Weibe schlaeft zur Zeit ihrer Krankheit und entbloesst ihre Scham und deckt ihren Brunnen auf, und entbloesst den Brunnen ihres Bluts, die sollen beide aus ihrem Volk ausgerottet werden. ^19Deiner Mutter Schwester Bloesse und deines Vater Schwester Bloesse sollst du nicht aufdecken; denn ein solcher hat seine naechste Blutsfreundin aufgedeckt, und sie sollen ihre Missetat tragen. ^20Wenn jemand bei seines Vaters Bruders Weibe schlaeft, der hat seines Oheims Bloesse aufgedeckt. Sie sollen ihre Suende tragen; ohne Kinder sollen sie sterben. ^21Wenn jemand seines Bruders Weib nimmt, das ist eine schaendliche Tat; sie sollen ohne Kinder sein, darum dass er seines Bruders Bloesse aufgedeckt hat. ^22So haltet nun alle meine Satzungen und meine Rechte und tut darnach, auf dass euch das Land nicht ausspeie, darein ich euch fuehre, dass ihr darin wohnt. ^23Und wandelt nicht in den Satzungen der Heiden, die ich vor euch her werde ausstossen. Denn solches alles haben sie getan, und ich habe einen Greuel an ihnen gehabt. ^24Euch aber sage ich: Ihr sollt jener Land besitzen; denn ich will euch ein Land zum Erbe geben, darin Milch und Honig fliesst. Ich bin der HERR, euer Gott, der euch von allen Voelkern abgesondert hat, ^25dass ihr auch absondern sollt das reine Vieh vom unreinen und unreine Voegel von den reinen, und eure Seelen nicht verunreinigt am Vieh, an Voegeln und an allem, was auf Erden kriecht, das ich euch abgesondert habe, dass es euch unrein sei. ^26Darum sollt ihr mir heilig sein; denn ich, der HERR, bin heilig, der euch abgesondert hat von den Voelkern, dass ihr mein waeret. ^27Wenn ein Mann oder Weib ein Wahrsager oder Zeichendeuter sein wird, die sollen des Todes sterben. Man soll sie steinigen; ihr Blut sei auf ihnen. __________________________________________________________________ Kapitel 21 ^1Und der HERR sprach zu Mose: Sage den Priestern, Aarons Soehnen, und sprich zu ihnen: Ein Priester soll sich an keinem Toten seines Volkes verunreinigen, ^2ausser an seinem Blutsfreunde, der ihm am naechsten angehoert, als: an seiner Mutter, an seinem Vater, an seinem Sohne, an seiner Tochter, an seinem Bruder ^3und an seiner Schwester, die noch eine Jungfrau und noch bei ihm ist und keines Mannes Weib gewesen ist; an der mag er sich verunreinigen. ^4Sonst soll er sich nicht verunreinigen an irgend einem, der ihm zugehoert unter seinem Volk, dass er sich entheilige. ^5Sie sollen auch keine Platte machen auf ihrem Haupt noch ihren Bart abscheren und an ihrem Leib kein Mal stechen. ^6Sie sollen ihrem Gott heilig sein und nicht entheiligen den Namen ihres Gottes. Denn sie opfern des HERRN Opfer, das Brot ihres Gottes; darum sollen sie heilig sein. ^7Sie sollen keine Hure nehmen noch eine Geschwaechte oder die von ihrem Mann verstossen ist; denn er ist heilig seinem Gott. ^8Darum sollst du ihn heilig halten, denn er opfert das Brot deines Gottes; er soll dir heilig sein, denn ich bin heilig, der HERR, der euch heiligt. ^9Wenn eines Priesters Tochter anfaengt zu huren, die soll man mit Feuer verbrennen; denn sie hat ihren Vater geschaendet. ^10Wer Hoherpriester ist unter seinen Bruedern, auf dessen Haupt das Salboel gegossen und dessen Hand gefuellt ist, dass er angezogen wuerde mit den Kleidern, der soll sein Haupt nicht entbloessen und seine Kleider nicht zerreissen ^11und soll zu keinem Toten kommen und soll sich weder ueber Vater noch ueber Mutter verunreinigen. ^12Aus dem Heiligtum soll er nicht gehen, dass er nicht entheilige das Heiligtum seines Gottes; denn die Weihe des Salboels seines Gottes ist auf ihm. Ich bin der HERR. ^13Eine Jungfrau soll er zum Weibe nehmen; ^14aber keine Witwe noch Verstossene noch Geschwaechte noch Hure, sondern eine Jungfrau seines Volks soll er zum Weibe nehmen, ^15auf dass er nicht seinen Samen entheilige unter seinem Volk; denn ich bin der HERR, der ihn heiligt. ^16Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^17Rede mit Aaron und sprich: Wenn an jemand deiner Nachkommen in euren Geschlechtern ein Fehl ist, der soll nicht herzutreten, dass er das Brot seines Gottes opfere. ^18Denn keiner, an dem ein Fehl ist, soll herzutreten; er sei blind, lahm, mit einer seltsamen Nase, mit ungewoehnlichem Glied, ^19oder der an einem Fuss oder einer Hand gebrechlich ist ^20oder hoeckerig ist oder ein Fell auf dem Auge hat oder schielt oder den Grind oder Flechten hat oder der gebrochen ist. ^21Welcher nun von Aarons, des Priesters, Nachkommen einen Fehl an sich hat, der soll nicht herzutreten, zu opfern die Opfer des HERRN; denn er hat einen Fehl, darum soll er zu dem Brot seines Gottes nicht nahen, dass er es opfere. ^22Doch soll er das Brot seines Gottes essen, von dem Heiligen und vom Hochheiligen. ^23Aber zum Vorhang soll er nicht kommen noch zum Altar nahen, weil der Fehl an ihm ist, dass er nicht entheilige mein Heiligtum; denn ich bin der HERR, der sie heiligt. ^24Und Mose redete solches zu Aaron und zu seinen Soehnen und zu allen Kindern Israel. __________________________________________________________________ Kapitel 22 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Sage Aaron und seinen Soehnen, dass sie sich enthalten von dem Heiligen der Kinder Israel, welches sie mir heiligen und meinen heiligen Namen nicht entheiligen, denn ich bin der HERR. ^3So sage nun ihnen auf ihre Nachkommen: Welcher eurer Nachkommen herzutritt zum Heiligen, das die Kinder Israel dem HERRN heiligen, und hat eine Unreinheit an sich, des Seele soll ausgerottet werden von meinem Antlitz; denn ich bin der HERR. ^4Welcher der Nachkommen Aarons aussaetzig ist oder einen Fluss hat, der soll nicht essen vom Heiligen, bis er rein werde. Wer etwa einen anruehrt, der an einem Toten unrein geworden ist, oder welchem der Same entgeht im Schlaf, ^5und welcher irgend ein Gewuerm anruehrt, dadurch er unrein wird, oder einen Menschen, durch den er unrein wird, und alles, was ihn verunreinigt: ^6welcher der eins anruehrt, der ist unrein bis auf den Abend und soll von dem Heiligen nicht essen, sondern soll zuvor seinen Leib mit Wasser baden. ^7Und wenn die Sonne untergegangen und er rein geworden ist, dann mag er davon essen; denn es ist seine Nahrung. ^8Ein Aas und was von wilden Tieren zerreissen ist, soll er nicht essen, auf dass er nicht unrein daran werde; denn ich bin der HERR. ^9Darum sollen sie meine Saetze halten, dass sie nicht Suende auf sich laden und daran sterben, wenn sie sich entheiligen; denn ich bin der HERR, der sie heiligt. ^10Kein anderer soll von dem Heiligen essen noch des Priesters Beisass oder Tageloehner. ^11Wenn aber der Priester eine Seele um sein Geld kauft, die mag davon essen; und was ihm in seinem Hause geboren wird, das mag auch von seinem Brot essen. ^12Wenn aber des Priesters Tochter eines Fremden Weib wird, die soll nicht von der heiligen Hebe essen. ^13Wird sie aber eine Witwe oder ausgestossen und hat keine Kinder und kommt wieder zu ihres Vaters Hause, so soll sie essen von ihres Vaters Brot, wie da sie noch Jungfrau war. Aber kein Fremdling soll davon essen. ^14Wer sonst aus Versehen von dem Heiligen isst der soll den fuenften Teil dazutun und dem Priester geben samt dem Heiligen, ^15auf dass sie nicht entheiligen das Heilige der Kinder Israel, das sie dem HERRN heben, ^16auf dass sie nicht mit Missetat und Schuld beladen, wenn sie ihr Geheiligtes essen; denn ich bin der HERR, der sie heiligt. ^17Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^18Sage Aaron und seinen Soehnen und allen Kindern Israel: Welcher Israeliter oder Fremdling in Israel sein Opfer tun will, es sei ein Geluebde oder von freiem Willen, dass sie dem HERRN ein Brandopfer tun wollen, das ihm von euch angenehm sei, ^19das soll ein Maennlein und ohne Fehl sein, von Rindern oder Laemmern oder Ziegen. ^20Alles, was ein Fehl hat, sollt ihr nicht opfern; denn es wird von euch nicht angenehm sein. ^21Und wer ein Dankopfer dem HERRN tun will, ein besonderes Geluebde oder von freiem Willen, von Rindern oder Schafen, das soll ohne Gebrechen sein, dass es angenehm sei; es soll keinen Fehl haben. ^22Ist's blind oder gebrechlich oder geschlagen oder duerr oder raeudig oder hat es Flechten, so sollt ihr solches dem HERRN nicht opfern und davon kein Opfer geben auf den Altar des HERRN. ^23Einen Ochsen oder Schaf, die zu lange oder zu kurze Glieder haben, magst du von freiem Willen opfern; aber angenehm mag's nicht sein zum Geluebde. ^24Du sollst auch dem HERRN kein zerstossenes oder zerriebenes oder zerrissenes oder das ausgeschnitten ist, opfern, und sollt im Lande solches nicht tun. ^25Du sollst auch solcher keins von eines Fremdlings Hand als Brot eures Gottes opfern; denn es taugt nicht und hat einen Fehl; darum wird's nicht angenehm sein von euch. ^26Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^27Wenn ein Ochs oder Lamm oder Ziege geboren ist, so soll es sieben Tage bei seiner Mutter sein, und am achten Tage und darnach mag man's dem HERRN opfern, so ist's angenehm. ^28Es sei ein Ochs oder Schaf, so soll man's nicht mit seinem Jungen auf einen Tag schlachten. ^29Wenn ihr aber wollt dem HERRN ein Lobopfer tun, das von euch angenehm sei, ^30so sollt ihr's desselben Tages essen und sollt nichts uebrig bis auf den Morgen behalten; denn ich bin der HERR. ^31Darum haltet meine Gebote und tut darnach; denn ich bin der HERR. ^32Dass ihr meinen heiligen Namen nicht entheiligt, und ich geheiligt werde unter den Kindern Israel; denn ich bin der HERR, der euch heiligt, ^33der euch aus Aegyptenland gefuehrt hat, dass ich euer Gott waere, ich, der HERR. __________________________________________________________________ Kapitel 23 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Sage den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Das sind die Feste des HERRN, die ihr heilig und meine Feste heissen sollt, da ihr zusammenkommt. ^3Sechs Tage sollst du arbeiten; der siebente Tag aber ist der grosse, heilige Sabbat, da ihr zusammenkommt. Keine Arbeit sollt ihr an dem tun; denn es ist der Sabbat des HERRN in allen euren Wohnungen. ^4Dies sind aber die Feste des HERRN, die ihr die heiligen Feste heissen sollt, da ihr zusammenkommt. ^5Am vierzehnten Tage des ersten Monats gegen Abend ist des HERRN Passah. ^6Und am fuenfzehnten desselben Monats ist das Fest der ungesaeuerten Brote des HERRN; da sollt ihr sieben Tage ungesaeuertes Brot essen. ^7Der erste Tag soll heilig unter euch heissen, da ihr zusammenkommt; da sollt ihr keine Dienstarbeit tun. ^8Und sieben Tage sollt ihr dem HERRN opfern. Der siebente Tag soll auch heilig heissen, da ihr zusammenkommt; da sollt ihr auch keine Dienstarbeit tun. ^9Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^10Sage den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch geben werde, und werdet's ernten, so sollt ihr eine Garbe der Erstlinge eurer Ernte zu dem Priester bringen. ^11Da soll die Garbe gewebt werden vor dem HERRN, dass es von euch angenehm sei; solches soll aber der Priester tun des Tages nach dem Sabbat. ^12Und ihr sollt des Tages, da eure Garbe gewebt wird, ein Brandopfer dem HERRN tun von einem Lamm, das ohne Fehl und jaehrig sei, ^13samt dem Speisopfer: zwei Zehntel Semmelmehl, mit Oel gemengt, als ein Opfer dem HERRN zum suessen Geruch; dazu das Trankopfer: ein viertel Hin Wein. ^14Und sollt kein neues Brot noch geroestete oder frische Koerner zuvor essen bis auf den Tag, da ihr eurem Gott Opfer bringt. Das soll ein Recht sein euren Nachkommen in allen euren Wohnungen. ^15Darnach sollt ihr Zaehlen vom Tage nach dem Sabbat, da ihr die Webegarbe brachtet, sieben ganze Wochen; ^16bis an den Tag nach dem siebenten Sabbat, naemlich fuenfzig Tage, sollt ihr zaehlen und neues Speisopfer dem HERRN opfern, ^17und sollt's aus euren Wohnungen opfern, naemlich zwei Webebrote von zwei Zehntel Semmelmehl, gesaeuert und gebacken, zu Erstlingen dem HERRN. ^18Und sollt herzubringen neben eurem Brot sieben jaehrige Laemmer ohne Fehl und einen jungen Farren und zwei Widder, die sollen des HERRN Brandopfer sein, mit ihrem Speisopfern und Trankopfern, ein Opfer eines suessen Geruchs dem HERRN. ^19Dazu sollt ihr machen einen Ziegenbock zum Suendopfer und zwei jaehrige Laemmer zum Dankopfer. ^20Und der Priester soll's weben samt den Erstlingsbroten vor dem HERRN; die sollen samt den zwei Laemmern dem HERRN heilig sein und dem Priester gehoeren. ^21Und sollt diesen Tag ausrufen; denn er soll unter euch heilig heissen, da ihr zusammenkommt; keine Dienstarbeit sollt ihr tun. Ein ewiges Recht soll das sein bei euren Nachkommen in allen euren Wohnungen. ^22Wenn ihr aber euer Land erntet sollt ihr nicht alles bis an die Enden des Feldes abschneiden, auch nicht alles genau auflesen, sondern sollt's den Armen und Fremdlingen lassen. Ich bin der HERR, euer Gott. ^23Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^24Rede mit den Kindern Israel und sprich: Am ersten Tage des siebenten Monats sollt ihr den heiligen Sabbat des Blasens zum Gedaechtnis halten, da ihr zusammenkommt; ^25da sollt ihr keine Dienstarbeit tun und sollt dem HERRN opfern. ^26Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^27Des zehnten Tages in diesem siebenten Monat ist der Versoehnungstag. Der soll bei euch heilig heissen, dass ihr zusammenkommt; da sollt ihr euren Leib kasteien und dem HERRN opfern ^28und sollt keine Arbeit tun an diesem Tage; denn es ist der Versoehnungstag, dass ihr versoehnt werdet vor dem HERRN, eurem Gott. ^29Denn wer seinen Leib nicht kasteit an diesem Tage, der soll aus seinem Volk ausgerottet werden. ^30Und wer dieses Tages irgend eine Arbeit tut, den will ich vertilgen aus seinem Volk. ^31Darum sollt ihr keine Arbeit tun. Das soll ein ewiges Recht sein euren Nachkommen in allen ihren Wohnungen. ^32Es ist euer grosser Sabbat, dass ihr eure Leiber kasteit. Am neunten Tage des Monats zu Abend sollt ihr diesen Sabbat halten, von Abend bis wieder zu Abend. ^33Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^34Rede mit den Kindern Israel und sprich: Am fuenfzehnten Tage dieses siebenten Monats ist das Fest der Laubhuetten sieben Tage dem HERRN. ^35Der erste Tag soll heilig heissen, dass ihr zusammenkommt; keine Dienstarbeit sollt ihr tun. ^36Sieben Tage sollt ihr dem HERRN opfern. Der achte Tag soll auch heilig heissen, dass ihr zusammenkommt, und sollt eure Opfer dem HERRN tun; denn es ist der Tag der Versammlung; keine Dienstarbeit sollt ihr tun. ^37Das sind die Feste des HERRN, die ihr sollt fuer heilig halten, dass ihr zusammenkommt und dem HERRN Opfer tut: Brandopfer, Speisopfer, Trankopfer und andere Opfer, ein jegliches nach seinem Tage, ^38ausser was die Sabbate des HERRN und eure Gaben und Geluebde und freiwillige Gaben sind, die ihr dem HERRN gebt. ^39So sollt ihr nun am fuenfzehnten Tage des siebenten Monats, wenn ihr die Fruechte des Landes eingebracht habt, das Fest des HERRN halten sieben Tage lang. Am ersten Tage ist es Sabbat, und am achten Tage ist es auch Sabbat. ^40Und sollt am ersten Tage Fruechte nehmen von schoenen Baeumen, Palmenzweige und Maien von dichten Baeumen und Bachweiden und sieben Tage froehlich sein vor dem HERRN, eurem Gott. ^41Und sollt also dem HERRN das Fest halten sieben Tage des Jahres. Das soll ein ewiges Recht sein bei euren Nachkommen, dass sie im siebenten Monat also feiern. ^42Sieben Tage sollt ihr in Laubhuetten wohnen; wer einheimisch ist in Israel, der soll in Laubhuetten wohnen, ^43dass eure Nachkommen wissen, wie ich die Kinder Israel habe lassen in Huetten wohnen, da ich sie aus Aegyptenland fuehrte. Ich bin der HERR, euer Gott. ^44Und Mose sagte den Kindern Israel solche Feste des HERRN. __________________________________________________________________ Kapitel 24 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Gebiete den Kindern Israel, dass sie zu dir bringen gestossenes lauteres Baumoel zur Leuchte, dass man taeglich Lampen aufsetze ^3aussen vor dem Vorhang des Zeugnisses in der Huette des Stifts. Und Aaron soll's zurichten des Abends und des Morgens vor dem HERRN taeglich. Das sei ein ewiges Recht euren Nachkommen. ^4Er soll die Lampen auf dem feinen Leuchter zurichten vor dem HERRN taeglich. ^5Und sollst Semmelmehl nehmen und davon zwoelf Kuchen backen; zwei Zehntel soll ein Kuchen haben. ^6Und sollst sie legen je sechs auf eine Schicht auf den feinen Tisch vor dem HERRN. ^7Und sollst auf dieselben legen reinen Weihrauch, dass er sei bei den Broten zum Gedaechtnis, ein Feuer dem HERRN. ^8Alle Sabbate fuer und fuer soll er sie zurichten vor dem HERRN, von den Kindern Israel zum ewigen Bund. ^9Und sie sollen Aarons und seiner Soehne sein; die sollen sie essen an heiliger Staette; denn das ist ein Hochheiliges von den Opfern des HERRN zum ewigen Recht. ^10Es ging aber aus eines israelitischen Weibes Sohn, der eines aegyptischen Mannes Kind war, unter den Kindern Israel und zankte sich im Lager mit einem israelitischen Mann ^11und laesterte den Namen des HERRN und fluchte. Da brachten sie ihn zu Mose (seine Mutter aber hiess Selomith, eine Tochter Dibris vom Stamme Dan) ^12und legten ihn gefangen, bis ihnen klare Antwort wuerde durch den Mund des HERRN. ^13Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^14Fuehre den Flucher hinaus vor das Lager und lass alle, die es gehoert haben, ihre Haende auf sein Haupt legen und lass ihn die ganze Gemeinde steinigen. ^15Und sage den Kindern Israel: Welcher seinem Gott flucht, der soll seine Suende tragen. ^16Welcher des HERRN Namen laestert, der soll des Todes sterben; die ganze Gemeinde soll ihn steinigen. Wie der Fremdling, so soll auch der Einheimische sein; wenn er den Namen laestert, so soll er sterben. ^17Wer irgend einen Menschen erschlaegt, der soll des Todes sterben. ^18Wer aber ein Vieh erschlaegt, der soll's bezahlen, Leib um Leib. ^19Und wer seinen Naechsten verletzt, dem soll man tun, wie er getan hat, ^20Schade um Schade, Auge um Auge, Zahn um Zahn; wie er hat einen Menschen verletzt, so soll man ihm wieder tun. ^21Also dass, wer ein Vieh erschlaegt, der soll's bezahlen; wer aber einen Menschen erschlaegt, der soll sterben. ^22Es soll einerlei Recht unter euch sein, dem Fremdling wie dem Einheimischen; denn ich bin der HERR, euer Gott. ^23Mose aber sagte es den Kindern Israel; und sie fuehrten den Flucher hinaus vor das Lager und steinigten ihn. Also taten die Kinder Israel, wie der HERR dem Mose geboten hatte. __________________________________________________________________ Kapitel 25 ^1Und der HERR redete mit Mose auf dem Berge Sinai und sprach: ^2Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch geben werde, so soll das Land seinen Sabbat dem HERRN feiern, ^3dass du sechs Jahre dein Feld besaeest und sechs Jahre deinen Weinberg beschneidest und sammelst die Fruechte ein; ^4aber im siebenten Jahr soll das Land seinen grossen Sabbat dem HERRN feiern, darin du dein Feld nicht besaeen noch deinen Weinberg beschneiden sollst. ^5Was aber von selber nach deiner Ernte waechst, sollst du nicht ernten, und die Trauben, so ohne deine Arbeit wachsen, sollst du nicht lesen, dieweil es ein Sabbatjahr des Landes ist. ^6Aber was das Land waehrend seines Sabbats traegt, davon sollt ihr essen, du und dein Knecht, deine Magd, dein Tageloehner, dein Beisass, dein Fremdling bei dir, ^7dein Vieh und die Tiere in deinem Lande; alle Fruechte sollen Speise sein. ^8Und du sollst zaehlen solcher Sabbatjahre sieben, dass sieben Jahre siebenmal gezaehlt werden, und die Zeit der sieben Sabbatjahre mache neunundvierzig Jahre. ^9Da sollst du die Posaune lassen blasen durch all euer Land am zehnten Tage des siebenten Monats, eben am Tage der Versoehnung. ^10Und ihr sollt das fuenfzigste Jahr heiligen und sollt ein Freijahr ausrufen im Lande allen, die darin wohnen; denn es ist euer Halljahr. Da soll ein jeglicher bei euch wieder zu seiner Habe und zu seinem Geschlecht kommen; ^11denn das fuenfzigste Jahr ist euer Halljahr. Ihr sollt nicht saeen, auch was von selber waechst, nicht ernten, auch was ohne Arbeit waechst im Weinberge, nicht lesen; ^12denn das Halljahr soll unter euch heilig sein. Ihr sollt aber essen, was das Feld traegt. ^13Das ist das Halljahr, da jedermann wieder zu dem Seinen kommen soll. ^14Wenn du nun etwas deinem Naechsten verkaufst oder ihm etwas abkaufst, soll keiner seinen Bruder uebervorteilen, ^15sondern nach der Zahl der Jahre vom Halljahr an sollst du es von ihm kaufen; und was die Jahre hernach tragen moegen, so hoch soll er dir's verkaufen. ^16Nach der Menge der Jahre sollst du den Kauf steigern, und nach der wenigen der Jahre sollst du den Kauf verringern; denn er soll dir's, nach dem es tragen mag, verkaufen. ^17So uebervorteile nun keiner seinen Naechsten, sondern fuerchte dich vor deinem Gott; denn ich bin der HERR, euer Gott. ^18Darum tut nach meinen Satzungen und haltet meine Rechte, dass ihr darnach tut, auf dass ihr im Lande sicher wohnen moeget. ^19Denn das Land soll euch seine Fruechte geben, dass ihr zu essen genug habet und sicher darin wohnt. ^20Und ob du wuerdest sagen: Was sollen wir essen im siebenten Jahr? denn wir saeen nicht, so sammeln wir auch kein Getreide ein: ^21da will ich meinem Segen ueber euch im sechsten Jahr gebieten, das er soll dreier Jahr Getreide machen, ^22dass ihr saeet im achten Jahr und von dem alten Getreide esset bis in das neunte Jahr, dass ihr vom alten esset, bis wieder neues Getreide kommt. ^23Darum sollt ihr das Land nicht verkaufen fuer immer; denn das Land ist mein, und ihr seid Fremdlinge und Gaeste vor mir. ^24Und sollt in all eurem Lande das Land zu loesen geben. ^25Wenn dein Bruder verarmt, und verkauft dir seine Habe, und sein naechster Verwandter kommt zu ihm, dass er's loese, so soll er's loesen, was sein Bruder verkauft hat. ^26Wenn aber jemand keinen Loeser hat und kann mit seiner Hand so viel zuwege bringen, dass er's loese, ^27so soll er rechnen von dem Jahr, da er's verkauft hat, und was noch uebrig ist, dem Kaeufer wiedergeben und also wieder zu seiner Habe kommen. ^28Kann aber seine Hand nicht so viel finden, dass er's ihm wiedergebe, so soll, was er verkauft hat, in der Hand des Kaeufers bleiben bis zum Halljahr; in demselben soll es frei werden und er wieder zu seiner Habe kommen. ^29Wer ein Wohnhaus verkauft in einer Stadt mit Mauern, der hat ein ganzes Jahr Frist, dasselbe wieder zu loesen; das soll die Zeit sein, darin er es loesen kann. ^30Wo er's aber nicht loest, ehe denn das ganze Jahr um ist, so soll's der Kaeufer fuer immer behalten und seine Nachkommen, und es soll nicht frei werden im Halljahr. ^31Ist's aber ein Haus auf dem Dorfe, um das keine Mauer ist, das soll man dem Feld des Landes gleich rechnen, und es soll koennen los werden und im Halljahr frei werden. ^32Die Staedte der Leviten aber, naemlich die Haeuser in den Staedten, darin ihre Habe ist, koennen immerdar geloest werden. ^33Wer etwas von den Leviten loest, der soll's verlassen im Halljahr, es sei Haus oder Stadt, das er besessen hat; denn die Haeuser in den Staedten der Leviten sind ihre Habe unter den Kindern Israel. ^34Aber das Feld vor ihren Staedten soll man nicht verkaufen; denn das ist ihr Eigentum ewiglich. ^35Wenn dein Bruder verarmt und neben dir abnimmt, so sollst du ihn aufnehmen als einen Fremdling oder Gast, dass er lebe neben dir, ^36und sollst nicht Zinsen von ihm nehmen noch Wucher, sondern sollst dich vor deinem Gott fuerchten, auf dass dein Bruder neben dir leben koenne. ^37Denn du sollst ihm dein Geld nicht auf Zinsen leihen noch deine Speise auf Wucher austun. ^38Denn ich bin der HERR, euer Gott, der euch aus Aegyptenland gefuehrt hat, dass ich euch das Land Kanaan gaebe und euer Gott waere. ^39Wenn dein Bruder verarmt neben dir und verkauft sich dir, so sollst du ihn nicht lassen dienen als einen Leibeigenen; ^40sondern wie ein Tageloehner und Gast soll er bei dir sein und bis an das Halljahr bei dir dienen. ^41Dann soll er von dir frei ausgehen und seine Kinder mit ihm und soll wiederkommen zu seinem Geschlecht und zu seiner Vaeter Habe. ^42Denn sie sind meine Knechte, die ich aus Aegyptenland gefuehrt habe; darum soll man sie nicht auf leibeigene Weise verkaufen. ^43Und sollst nicht mit Strenge ueber sie herrschen, sondern dich fuerchten vor deinem Gott. ^44Willst du aber leibeigene Knechte und Maegde haben, so sollst du sie kaufen von den Heiden, die um euch her sind, ^45und auch von den Kindern der Gaeste, die Fremdlinge unter euch sind, und von ihren Nachkommen, die sie bei euch in eurem Land zeugen; dieselben moegt ihr zu eigen haben ^46und sollt sie besitzen und eure Kinder nach euch zum Eigentum fuer und fuer; die sollt ihr leibeigene Knechte sein lassen. Aber von euren Bruedern, den Kindern Israel, soll keiner ueber den andern herrschen mit Strenge. ^47Wenn irgend ein Fremdling oder Gast bei dir zunimmt und dein Bruder neben ihm verarmt und sich dem Fremdling oder Gast bei dir oder jemand von seinem Stamm verkauft, ^48so soll er nach seinem Verkaufen Recht haben, wieder frei zu werden, und es mag ihn jemand unter seinen Bruedern loesen, ^49oder sein Vetter oder Vetters Sohn oder sonst ein Blutsfreund seines Geschlechts; oder so seine Hand so viel erwirbt, so soll er selbst sich loesen. ^50Und soll mit seinem Kaeufer rechnen von dem Jahr an, da er sich verkauft hatte, bis aufs Halljahr; und das Geld, darum er sich verkauft hat, soll nach der Zahl der Jahre gerechnet werden, als waere er die ganze Zeit Tageloehner bei ihm gewesen. ^51Sind noch viele Jahre bis an das Halljahr, so soll er nach denselben desto mehr zu seiner Loesung wiedergeben von dem Gelde darum er gekauft ist. ^52Sind aber wenig Jahre uebrig bis ans Halljahr, so soll er auch darnach wiedergeben zu seiner Loesung. ^53Als Tageloehner soll er von Jahr zu Jahr bei ihm sein, und sollst nicht lassen mit Strenge ueber ihn herrschen vor deinen Augen. ^54Wird er aber auf diese Weise sich nicht loesen, so soll er im Halljahr frei ausgehen und seine Kinder mit ihm. ^55Denn die Kinder Israel sind meine Knechte, die ich aus Aegyptenland gefuehrt habe. Ich bin der HERR, euer Gott. __________________________________________________________________ Kapitel 26 ^1Ihr sollt keine Goetzen machen noch Bild und sollt euch keine Saeule aufrichten, auch keinen Malstein setzen in eurem Lande, dass ihr davor anbetet; denn ich bin der HERR, euer Gott. ^2Haltet meine Sabbate und fuerchtet euch vor meinem Heiligtum. Ich bin der HERR. ^3Werdet ihr in meinen Satzungen wandeln und meine Gebote halten und tun, ^4so will ich euch Regen geben zu seiner Zeit, und das Land soll sein Gewaechs geben und die Baeume auf dem Felde ihre Fruechte bringen, ^5und die Dreschzeit soll reichen bis zur Weinernte, und die Weinernte bis zur Zeit der Saat; und sollt Brots die Fuelle haben und sollt sicher in eurem Lande wohnen. ^6Ich will Frieden geben in eurem Lande, dass ihr schlafet und euch niemand schrecke. Ich will die boesen Tiere aus eurem Land tun, und soll kein Schwert durch euer Land gehen. ^7Ihr sollt eure Feinde jagen, und sie sollen vor euch her ins Schwert fallen. ^8Euer fuenf sollen hundert jagen, und euer hundert sollen zehntausend jagen; denn eure Feinde sollen vor euch her fallen ins Schwert. ^9Und ich will mich zu euch wenden und will euch wachsen und euch mehren lassen und will meinen Bund euch halten. ^10Und sollt von dem Vorjaehrigen essen, und wenn das Neue kommt, das Vorjaehrige wegtun. ^11Ich will meine Wohnung unter euch haben, und meine Seele soll euch nicht verwerfen. ^12Und will unter euch wandeln und will euer Gott sein; so sollt ihr mein Volk sein. ^13Denn ich bin der HERR, euer Gott, der euch aus Aegyptenland gefuehrt hat, dass ihr meine Knechte waeret, und habe euer Joch zerbrochen und habe euch aufgerichtet wandeln lassen. ^14Werdet ihr mir aber nicht gehorchen und nicht tun diese Gebote alle ^15und werdet meine Satzungen verachten und eure Seele wird meine Rechte verwerfen, dass ihr nicht tut alle meine Gebote, und werdet meinen Bund brechen, ^16so will ich euch auch solches tun: ich will euch heimsuchen mit Schrecken, Darre und Fieber, dass euch die Angesichter verfallen und der Leib verschmachte; ihr sollt umsonst euren Samen saeen, und eure Feinde sollen ihn essen; ^17und ich will mein Antlitz wider euch stellen, und sollt geschlagen werden vor euren Feinden; und die euch hassen, sollen ueber euch herrschen, und sollt fliehen, da euch niemand jagt. ^18So ihr aber ueber das noch nicht mir gehorcht, so will ich's noch siebenmal mehr machen, euch zu strafen um eure Suenden, ^19dass ich euren Stolz und eure Halsstarrigkeit breche; und will euren Himmel wie Eisen und eure Erde wie Erz machen. ^20Und eure Muehe und Arbeit soll verloren sein, dass euer Land sein Gewaechs nicht gebe und die Baeume des Landes ihre Fruechte nicht bringen. ^21Und wo ihr mir entgegen wandelt und mich nicht hoeren wollt, so will ich's noch siebenmal mehr machen, auf euch zu schlagen um eurer Suenden willen. ^22Und will wilde Tiere unter euch senden, die sollen eure Kinder fressen und euer Vieh zerreissen und euer weniger machen, und eure Strassen sollen wuest werden. ^23Werdet ihr euch aber damit noch nicht von mir zuechtigen lassen und mir entgegen wandeln, ^24so will ich euch auch entgegen wandeln und will euch noch siebenmal mehr schlagen um eurer Suenden willen ^25und will ein Racheschwert ueber euch bringen, das meinen Bund raechen soll. Und ob ihr euch in eure Staedte versammelt, will ich doch die Pestilenz unter euch senden und will euch in eurer Feinde Haende geben. ^26Dann will ich euch den Vorrat des Brots verderben, dass zehn Weiber sollen in einem Ofen backen, und euer Brot soll man mit Gewicht auswaegen, und wenn ihr esset, sollt ihr nicht satt werden. ^27Werdet ihr aber dadurch mir noch nicht gehorchen und mir entgegen wandeln, ^28so will ich euch im Grimm entgegen wandeln und will euch siebenmal mehr strafen um eure Suenden, ^29dass ihr sollt eurer Soehne und Toechter Fleisch essen. ^30Und will eure Hoehen vertilgen und eure Sonnensaeulen ausrotten und will eure Leichname auf eure Goetzen werfen, und meine Seele wird an euch Ekel haben. ^31Und will eure Staedte einreissen und will euren suessen Geruch nicht riechen. ^32Also will ich das Land wuest machen, dass eure Feinde, so darin wohnen, sich davor entsetzen werden. ^33Euch aber will ich unter die Heiden streuen, und das Schwert ausziehen hinter euch her, dass euer Land soll wuest sein und eure Staedte verstoert. ^34Alsdann wird das Land sich seine Sabbate gefallen lassen, solange es wuest liegt und ihr in der Feinde Land seid; ja, dann wird das Land feiern und sich seine Sabbate gefallen lassen. ^35Solange es wuest liegt, wird es feiern, darum dass es nicht feiern konnte, da ihr's solltet feiern lassen, da ihr darin wohntet. ^36Und denen, die von euch uebrigbleiben will ich ein feiges Herz machen in ihrer Feinde Land, dass sie soll ein rauschend Blatt jagen, und soll fliehen davor, als jage sie ein Schwert, und fallen, da sie niemand jagt. ^37Und soll einer ueber den andern hinfallen, gleich als vor dem Schwert, da sie doch niemand jagt; und ihr sollt euch nicht auflehnen duerfen wider eure Feinde. ^38Und ihr sollt umkommen unter den Heiden, und eurer Feinde Land soll euch fressen. ^39Welche aber von euch uebrigbleiben, die sollen in ihrer Missetat verschmachten in der Feinde Land; auch in ihrer Vaeter Missetat sollen sie mit ihnen verschmachten. ^40Da werden sie denn bekennen ihre Missetat und ihrer Vaeter Missetat, womit sie sich an mir versuendigt und mir entgegen gewandelt haben. ^41Darum will ich auch ihnen entgegen wandeln und will sie in ihrer Feinde Land wegtreiben; da wird sich ja ihr unbeschnittenes Herz demuetigen, und dann werden sie sich die Strafe ihrer Missetat gefallen lassen. ^42Und ich werde gedenken an meinen Bund mit Jakob und an meinen Bund mit Isaak und an meinen Bund mit Abraham und werde an das Land gedenken, ^43das von ihnen verlassen ist und sich seine Sabbate gefallen laesst, dieweil es wuest von ihnen liegt, und sie sich die Strafe ihrer Missetat gefallen lassen, darum dass sie meine Rechte verachtet haben und ihre Seele an meinen Satzungen Ekel gehabt hat. ^44Auch wenn sie schon in der Feinde Land sind, habe ich sie gleichwohl nicht verworfen und ekelt mich ihrer nicht also, dass es mit ihnen aus sein sollte und mein Bund mit ihnen sollte nicht mehr gelten; denn ich bin der HERR, ihr Gott. ^45Und ich will ueber sie an meinen ersten Bund gedenken, da ich sie aus Aegyptenland fuehrte vor den Augen der Heiden, dass ich ihr Gott waere, ich, der HERR. ^46Dies sind die Satzungen und Rechte und Gesetze, die der HERR zwischen ihm selbst und den Kindern Israel gestellt hat auf dem Berge Sinai durch die Hand Mose's. __________________________________________________________________ Kapitel 27 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn jemand ein besonderes Geluebde tut, also dass du seinen Leib schaetzen musst, ^3so soll dies eine Schaetzung sein: ein Mannsbild, zwanzig Jahre alt bis ins sechzigste Jahr, sollst du schaetzen auf fuenfzig Silberlinge nach dem Lot des Heiligtums, ^4ein Weibsbild auf dreissig Silberlinge. ^5Von fuenf Jahren an bis auf zwanzig Jahre sollst du ihn schaetzen auf zwanzig Silberlinge, wenn's ein Mannsbild ist, ein Weibsbild aber auf zehn Silberlinge. ^6Von einem Monat an bis auf fuenf Jahre sollst du ihn schaetzen auf fuenf Silberlinge, wenn's ein Mannsbild ist, ein Weibsbild aber auf drei Silberlinge. ^7Ist er aber sechzig Jahre alt und darueber, so sollst du ihn schaetzen auf fuenfzehn Silberlinge, wenn's ein Mannsbild ist, ein Weibsbild aber auf zehn Silberlinge. ^8Ist er aber zu arm zu solcher Schaetzung, so soll er sich vor den Priester stellen, und der Priester soll ihn schaetzen; er soll ihn aber schaetzen, nach dem die Hand des, der gelobt hat, erwerben kann. ^9Ist's aber ein Vieh, das man dem HERRN opfern kann: alles, was man davon dem HERRN gibt ist heilig. ^10Man soll's nicht wechseln noch wandeln, ein gutes um ein boeses, oder ein boeses um ein gutes. Wird's aber jemand wechseln, ein Vieh um das andere, so sollen sie beide dem HERRN heilig sein. ^11Ist aber das Tier unrein, dass man's dem HERRN nicht opfern darf, so soll man's vor den Priester stellen, ^12und der Priester soll's schaetzen, ob es gut oder boese sei; und es soll bei des Priesters Schaetzung bleiben. ^13Will's aber jemand loesen, der soll den Fuenften ueber die Schaetzung geben. ^14Wenn jemand sein Haus heiligt, dass es dem HERRN heilig sei, das soll der Priester schaetzen, ob's gut oder boese sei; und darnach es der Priester schaetzt, so soll's bleiben. ^15So es aber der, so es geheiligt hat, will loesen, so soll er den fuenften Teil des Geldes, zu dem es geschaetzt ist, draufgeben, so soll's sein werden. ^16Wenn jemand ein Stueck Acker von seinem Erbgut dem HERRN heiligt, so soll es geschaetzt werden nach der Aussaat. Ist die Aussaat ein Homer Gerste, so soll es fuenfzig Silberlinge gelten. ^17Heiligt er seinen Acker vom Halljahr an, so soll er nach seinem Wert gelten. ^18Hat er ihn aber nach dem Halljahr geheiligt, so soll der Priester das Geld berechnen nach den uebrigen Jahren zum Halljahr und ihn darnach geringer schaetzen. ^19Will aber der, so ihn geheiligt hat, den Acker loesen, so soll er den fuenften Teil des Geldes, zu dem er geschaetzt ist, draufgeben, so soll er sein werden. ^20Will er ihn aber nicht loesen, sondern verkauft ihn einem andern, so soll er ihn nicht mehr loesen koennen; ^21sondern derselbe Acker, wenn er im Halljahr frei wird, soll dem HERRN heilig sein wie ein verbannter Acker und soll des Priesters Erbgut sein. ^22Wenn aber jemand dem HERRN einen Acker heiligt, den er gekauft hat und der nicht sein Erbgut ist, ^23so soll der Priester berechnen, was er gilt bis an das Halljahr; und soll desselben Tages solche Schaetzung geben, dass sie dem HERRN heilig sei. ^24Aber im Halljahr soll er wieder gelangen an den, von dem er ihn gekauft hat, dass sein Erbgut im Lande sei. ^25Alle Schaetzung soll geschehen nach dem Lot des Heiligtums; ein Lot aber hat zwanzig Gera. ^26Die Erstgeburt unter dem Vieh, die dem HERRN sonst gebuehrt, soll niemand dem HERRN heiligen, es sei ein Ochs oder Schaf; denn es ist des HERRN. ^27Ist es aber unreines Vieh, so soll man's loesen nach seinem Werte, und daruebergeben den Fuenften. Will er's aber nicht loesen, so verkaufe man's nach seinem Werte. ^28Man soll kein Verbanntes verkaufen noch loesen, das jemand dem HERRN verbannt von allem, was sein ist, es seien Menschen, Vieh oder Erbacker; denn alles verbannte ist ein Hochheiliges dem HERRN. ^29Man soll auch keinen verbannten Menschen loesen, sondern er soll des Todes sterben. ^30Alle Zehnten im Lande von Samen des Landes und von Fruechten der Baeume sind des HERRN und sollen dem HERRN heilig sein. ^31Will aber jemand seinen Zehnten loesen, der soll den Fuenften daruebergeben. ^32Und alle Zehnten von Rindern und Schafen, von allem, was unter dem Hirtenstabe geht, das ist ein heiliger Zehnt dem HERRN. ^33Man soll nicht fragen, ob's gut oder boese sei; man soll's auch nicht wechseln. Wird's aber jemand wechseln, so soll's beides heilig sein und nicht geloest werden. ^34Dies sind die Gebote, die der HERR dem Mose gebot an die Kinder Israel auf dem Berge Sinai. __________________________________________________________________ Numbers __________________________________________________________________ Kapitel 1 ^1Und der HERR redete mit Mose in der Wueste Sinai in der Huette des Stifts am ersten Tage des zweiten Monats im zweiten Jahr, da sie aus Aegyptenland gegangen waren, und sprach: ^2Nehmet die Summe der ganzen Gemeinde der Kinder Israel nach ihren Geschlechtern und Vaterhaeusern und Namen, alles, was maennlich ist, von Haupt zu Haupt, ^3von zwanzig Jahren an und darueber, was ins Heer zu ziehen taugt in Israel; ihr sollt sie zaehlen nach ihren Heeren, du und Aaron. ^4Und sollt zu euch nehmen je vom Stamm einen Hauptmann ueber sein Vaterhaus. ^5Dies sind die Namen der Hauptleute, die neben euch stehen sollen: von Ruben sei Elizur, der Sohn Sedeurs; ^6von Simeon sei Selumiel, der Sohn Zuri-Saddais; ^7von Juda sei Nahesson, der Sohn Amminadabs; ^8von Isaschar sei Nathanael, der Sohn Zuars; ^9von Sebulon sei Eliab, der Sohn Helons; ^10von den Kindern Josephs: von Ephraim sei Elisama, der Sohn Ammihuds; von Manasse sei Gamliel, der Sohn Pedazurs; ^11von Benjamin sei Abidan, der Sohn des Gideoni; ^12von Dan sei Ahieser, der Sohn Ammi-Saddais; ^13von Asser sei Pagiel, der Sohn Ochrans; ^14von Gad sei Eljasaph, der Sohn Deguels; ^15von Naphthali sei Ahira, der Sohn Enans. ^16Das sind die Vornehmsten der Gemeinde, die Fuersten unter den Staemmen ihrer Vaeter, die da Haeupter ueber die Tausende in Israel waren. ^17Und Mose und Aaron nahmen sie zu sich, wie sie da mit Namen genannt sind, ^18und sammelten auch die ganze Gemeinde am ersten Tage des zweiten Monats und rechneten nach ihrer Geburt, nach ihren Geschlechtern und Vaterhaeusern und Namen, von zwanzig Jahren an und darueber, von Haupt zu Haupt, ^19wie der HERR dem Mose geboten hatte, und zaehlten sie in der Wueste Sinai. ^20Der Kinder Ruben, des ersten Sohnes Israels, nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhaeusern und Namen, von Haupt zu Haupt, alles, was maennlich war, von zwanzig Jahren und darueber, und ins Heer zu ziehen taugte, ^21wurden gezaehlt vom Stamme Ruben sechsundvierzigtausend und fuenfhundert. ^22Der Kinder Simeon nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhaeusern, Zahl und Namen, von Haupt zu Haupt, alles, was maennlich war, von zwanzig Jahren und darueber, und ins Heer zu ziehen taugte, ^23wurden gezaehlt zum Stamm Simeon neunundfuenfzigtausend und dreihundert. ^24Der Kinder Gad nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhaeusern und Namen, von zwanzig Jahren und darueber, und ins Heer zu ziehen taugte, ^25wurden gezaehlt zum Stamm Gad fuenfundvierzigtausend sechshundertundfuenfzig. ^26Der Kinder Juda nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhaeusern und Namen, von zwanzig Jahren und darueber, was ins Heer zu ziehen taugte, ^27wurden gezaehlt zum Stamm Juda vierundsiebzigtausend und sechshundert. ^28Der Kinder Isaschar nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhaeusern und Namen, von zwanzig Jahren und darueber, was ins Heer zu ziehen taugte, ^29wurden gezaehlt zum Stamm Isaschar vierundfuenfzigtausend und vierhundert. ^30Der Kinder Sebulon nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhaeusern und Namen, von zwanzig Jahren und darueber, was ins Heer zu ziehen taugte, ^31wurden gezaehlt zum Stamm Sebulon siebenundfuenfzigtausend und vierhundert. ^32Der Kinder Joseph von Ephraim nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhaeusern und Namen, von zwanzig Jahren und darueber, was ins Heer zu ziehen taugte, ^33wurden gezaehlt zum Stamm Ephraim vierzigtausend und fuenfhundert. ^34Der Kinder Manasse nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhaeusern und Namen, von zwanzig Jahren und darueber, was ins Heer zu ziehen taugte, ^35wurden zum Stamm Manasse gezaehlt zweiunddreissigtausend und zweihundert. ^36Der Kinder Benjamin nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhaeusern und Namen, von zwanzig Jahren und darueber, was ins Heer zu ziehen taugte, ^37wurden zum Stamm Benjamin gezaehlt fuenfunddreissigtausend und vierhundert. ^38Der Kinder Dan nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhaeusern und Namen, von zwanzig Jahren und darueber, was ins Heer zu ziehen taugte, ^39wurden gezaehlt zum Stamme Dan zweiundsechzigtausend und siebenhundert. ^40Der Kinder Asser nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhaeusern und Namen, von zwanzig Jahren und darueber, was ins Heer zu ziehen taugte, ^41wurden gezaehlt zum Stamm Asser einundvierzigtausend und fuenfhundert. ^42Der Kinder Naphthali nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhaeusern und Namen, von zwanzig Jahren und darueber, was ins Heer zu ziehen taugte, ^43wurden zum Stamm Naphthali gezaehlt dreiundfuenfzigtausend und vierhundert. ^44Dies sind, die Mose und Aaron zaehlten samt den zwoelf Fuersten Israels, deren je einer ueber ein Vaterhaus war. ^45Und die Summe der Kinder Israel nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhaeusern und Namen, von zwanzig Jahren und darueber, was ins Heer zu ziehen taugte in Israel, ^46war sechsmal hunderttausend und dreitausend fuenfhundertundfuenfzig. ^47Aber die Leviten nach ihrer Vaeter Stamm wurden nicht mit darunter gezaehlt. ^48Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^49Den Stamm Levi sollst du nicht zaehlen noch ihre Summe nehmen unter den Kindern Israel, ^50sondern du sollst sie ordnen zur Wohnung des Zeugnisses und zu allem Geraete und allem, was dazu gehoert. Und sie sollen die Wohnung tragen und alles Geraet und sollen sein pflegen und um die Wohnung her sich lagern. ^51Und wenn man reisen soll, so sollen die Leviten die Wohnung abnehmen. Wenn aber das Heer zu lagern ist, sollen sie die Wohnung aufschlagen. Und wo ein Fremder sich dazumacht, der soll sterben. ^52Die Kinder Israel sollen sich lagern, ein jeglicher in sein Lager und zu dem Panier seiner Schar. ^53Aber die Leviten sollen sich um die Wohnung des Zeugnisses her lagern, auf dass nicht ein Zorn ueber die Gemeinde der Kinder Israel komme; darum sollen die Leviten des Dienstes warten an der Wohnung des Zeugnisses. ^54Und die Kinder Israel taten alles, wie der HERR dem Mose geboten hatte. __________________________________________________________________ Kapitel 2 ^1Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach: ^2Die Kinder Israel sollen vor der Huette des Stifts umher sich lagern, ein jeglicher unter seinem Panier und Zeichen nach ihren Vaterhaeusern. ^3Gegen Morgen sollen lagern Juda mit seinem Panier und Heer; ihr Hauptmann Nahesson, der Sohn Amminadabs, ^4und sein Heer, zusammen vierundsiebzigtausend und sechshundert. ^5Neben ihm soll sich lagern der Stamm Isaschar; ihr Hauptmann Nathanael, der Sohn Zuars, ^6und sein Heer, zusammen vierundfuenfzigtausend und vierhundert. ^7Dazu der Stamm Sebulon; ihr Hauptmann Eliab, der Sohn Helons, ^8sein Heer, zusammen siebenundfuenfzigtausend und vierhundert. ^9Dass alle, die ins Lager Juda's gehoeren, seien zusammen hundert sechsundachtzigtausend und vierhundert die zu ihrem Heer gehoeren; und sie sollen vornean ziehen. ^10Gegen Mittag soll liegen das Gezelt und Panier Rubens mit ihrem Heer; ihr Hauptmann Elizur, der Sohn Sedeurs, ^11und sein Heer, zusammen sechsundvierzigtausend fuenfhundert. ^12Neben ihm soll sich lagern der Stamm Simeon; ihr Hauptmann Selumiel, der Sohn Zuri-Saddais, ^13und sein Heer, zusammen neunundfuenfzigtausend dreihundert. ^14Dazu der Stamm Gad; ihr Hauptmann Eljasaph, der Sohn Reguels, ^15und sein Heer, zusammen fuenfundvierzigtausend sechshundertfuenfzig. ^16Dass alle, die ins Lager Rubens gehoeren, seien zusammen hunderteinundfuenfzigtausend vierhundertfuenfzig, die zu ihrem Heer gehoeren; sie sollen die zweiten im Ausziehen sein. ^17Darnach soll die Huette des Stifts ziehen mit dem Lager der Leviten, mitten unter den Lagern; und wie sie sich lagern, so sollen sie auch ziehen, ein jeglicher an seinem Ort unter seinem Panier. ^18Gegen Abend soll liegen das Gezelt und Panier Ephraims mit ihrem Heer; ihr Hauptmann soll sein Elisama, der Sohn Ammihuds, ^19und sein Heer, zusammen vierzigtausend und fuenfhundert. ^20Neben ihm soll sich lagern der Stamm Manasse; ihr Hauptmann Gamliel, der Sohn Pedazurs, ^21und sein Heer, zusammen zweiunddreissigtausend und zweihundert. ^22Dazu der Stamm Benjamin; ihr Hauptmann Abidan, der Sohn des Gideoni, ^23und sein Heer, zusammen fuenfunddreissigtausend und vierhundert. ^24Dass alle, die ins Lager Ephraims gehoeren, seien zusammen hundertundachttausend und einhundert, die zu seinem Heer gehoeren; und sie sollen die dritten im Ausziehen sein. ^25Gegen Mitternacht soll liegen das Gezelt und Panier Dans mit ihrem Heer; ihr Hauptmann Ahieser, der Sohn Ammi-Saddais, ^26und sein Heer, zusammen zweiundsechzigtausend und siebenhundert. ^27Neben ihm soll sich lagern der Stamm Asser; ihr Hauptmann Pagiel, der Sohn Ochrans, ^28und sein Heer, zusammen einundvierzigtausend und fuenfhundert. ^29Dazu der Stamm Naphthali; ihr Hauptmann Ahira, der Sohn Enans, ^30und sein Heer, zusammen dreiundfuenfzigtausend und vierhundert. ^31Dass alle, die ins Lager Dans gehoeren, seien zusammen hundertsiebenundfuenfzigtausend und sechshundert; und sie sollen die letzten sein im Ausziehen mit ihrem Panier. ^32Dies ist die Summe der Kinder Israel nach ihren Vaterhaeusern und Lagern mit ihren Heeren: sechshunderttausend und dreitausend fuenfhundertfuenfzig. ^33Aber die Leviten wurden nicht in die Summe unter die Kinder Israel gezaehlt, wie der HERR dem Mose geboten hatte. ^34Und die Kinder Israel taten alles, wie der HERR dem Mose geboten hatte, und lagerten sich unter ihre Paniere und zogen aus, ein jeglicher in seinem Geschlecht nach seinem Vaterhaus. __________________________________________________________________ Kapitel 3 ^1Dies ist das Geschlecht Aarons und Mose's zu der Zeit, da der HERR mit Mose redete auf dem Berge Sinai. ^2Und dies sind die Namen der Soehne Aarons: der Erstgeborene Nadab, darnach Abihu, Eleasar und Ithamar. ^3Das sind die Namen der Soehne Aarons, die zu Priestern gesalbt waren und deren Haende gefuellt wurden zum Priestertum. ^4Aber Nadab und Abihu starben vor dem HERRN, da sie fremdes Feuer opferten vor dem HERRN in der Wueste Sinai, und hatten keine Soehne. Eleasar aber und Ithamar pflegten des Priesteramtes unter ihrem Vater Aaron. ^5Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^6Bringe den Stamm Levi herzu und stelle sie vor den Priester Aaron, dass sie ihm dienen ^7und seiner und der ganzen Gemeinde Hut warten vor der Huette des Stifts und dienen am Dienst der Wohnung ^8und warten alles Geraetes der Huette des Stifts und der Hut der Kinder Israel, zu dienen am Dienst der Wohnung. ^9Und sollst die Leviten Aaron und seinen Soehnen zuordnen zum Geschenk von den Kindern Israel. ^10Aaron aber und seine Soehne sollst du setzen, dass sie ihres Priestertums warten. Wo ein Fremder sich herzutut, der soll sterben. ^11Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^12Siehe, ich habe die Leviten genommen unter den Kindern Israel fuer alle Erstgeburt, welche die Mutter bricht, unter den Kindern Israel, also dass die Leviten sollen mein sein. ^13Denn die Erstgeburten sind mein seit der Zeit, da ich alle Erstgeburt schlug in Aegyptenland; da heiligte ich mir alle Erstgeburt in Israel, vom Menschen an bis auf das Vieh, dass sie mein sein sollen, ich, der HERR. ^14Und der HERR redete mit Mose in der Wueste Sinai und sprach: ^15Zaehle die Kinder Levi nach ihren Vaterhaeusern und Geschlechtern, alles, was maennlich ist, einen Monat alt und darueber. ^16Also zaehlte sie Mose nach dem Wort des HERRN, wie er geboten hatte. ^17Und dies waren die Kinder Levis mit Namen: Gerson, Kahath, Merari. ^18Die Namen aber der Kinder Gersons nach ihren Geschlechtern waren: Libni und Simei. ^19Die Kinder Kahaths nach ihren Geschlechtern waren: Amram, Jizhar, Hebron und Usiel. ^20Die Kinder Meraris nach ihren Geschlechtern waren; Maheli und Musi. Dies sind die Geschlechter Levis nach ihren Vaterhaeusern. ^21Dies sind die Geschlechter von Gerson: die Libniter und Simeiter. ^22Deren Summe war an der Zahl gefunden siebentausendundfuenfhundert, alles, was maennlich war, einen Monat alt und darueber. ^23Und dieselben Geschlechter der Gersoniter sollen sich lagern hinter der Wohnung gegen Abend. ^24Ihr Oberster sei Eljasaph, der Sohn Laels. ^25Und sie sollen an der Huette des Stifts warten der Wohnung und der Huette und ihrer Decken und des Tuches in der Tuer der Huette des Stifts, ^26des Umhangs am Vorhof und des Tuches in der Tuer des Vorhofs, welcher um die Wohnung und um den Altar her geht, und ihre Seile und alles dessen, was zu ihrem Dienst gehoert. ^27Dies sind die Geschlechter von Kahath: die Amramiten, die Jizhariten, die Hebroniten und die Usieliten, ^28was maennlich war, einen Monat alt und darueber, an der Zahl achttausendsechshundert, die der Sorge fuer das Heiligtum warten. ^29und sie sollen sich lagern an die Seite der Wohnung gegen Mittag. ^30Ihr Oberster sei Elizaphan, der Sohn Usiels. ^31Und sie sollen warten der Lade, des Tisches, des Leuchters, der Altaere und alles Geraetes des Heiligtums, daran sie dienen und des Tuches und was sonst zu ihrem Dienst gehoert. ^32Aber der Oberste ueber alle Obersten der Leviten soll Eleasar sein, Aarons Sohn, des Priesters, ueber die, so verordnet sind, zu warten der Sorge fuer das Heiligtum. ^33Dies sind die Geschlechter Meraris: die Maheliter und Musiter, ^34die an der Zahl waren sechstausendundzweihundert, alles was maennlich war, einen Monat alt und darueber. ^35Ihr Oberster sei Zuriel, der Sohn Abihails. Und sollen sich lagern an die Seite der Wohnung gegen Mitternacht. ^36Und ihr Amt soll sein, zu warten der Bretter und Riegel und Saeulen und Fuesse der Wohnung und alles ihres Geraetes und ihres Dienstes, ^37dazu der Saeulen um den Vorhof her mit den Fuessen und Naegeln und Seilen. ^38Aber vor der Wohnung und vor der Huette des Stifts gegen Morgen sollen sich lagern Mose und Aaron und seine Soehne, dass sie des Heiligtums warten fuer die Kinder Israel. Wenn sich ein Fremder herzutut, der soll sterben. ^39Alle Leviten zusammen, die Mose und Aaron zaehlten nach ihren Geschlechtern nach dem Wort des HERRN eitel Mannsbilder einen Monat alt und darueber, waren zweiundzwanzigtausend. ^40Und der HERR sprach zu Mose: Zaehle alle Erstgeburt, was maennlich ist unter den Kindern Israel, einen Monat und darueber, und nimm die Zahl ihrer Namen. ^41Und sollst die Leviten mir, dem HERRN, aussondern fuer alle Erstgeburt der Kinder Israel und der Leviten Vieh fuer alle Erstgeburt unter dem Vieh der Kinder Israel. ^42Und Mose zaehlte, wie ihm der HERR geboten hatte, alle Erstgeburt unter den Kindern Israel; ^43und fand sich die Zahl der Namen aller Erstgeburt, was maennlich war, einen Monat alt und darueber, in ihrer Summe zweiundzwanzigtausend zweihundertdreiundsiebzig. ^44Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^45Nimm die Leviten fuer alle Erstgeburt unter den Kindern Israel und das Vieh der Leviten fuer ihr Vieh, dass die Leviten mein, des HERRN, seien. ^46Aber als Loesegeld von den zweihundertdreiundsiebzig Erstgeburten der Kinder Israel, die ueber der Leviten Zahl sind, ^47sollst du je fuenf Silberlinge nehmen von Haupt zu Haupt nach dem Lot des Heiligtums (zwanzig Gera hat ein Lot) ^48und sollst das Geld fuer die, so ueberzaehlig sind unter ihnen, geben Aaron und seinen Soehnen. ^49Da nahm Mose das Loesegeld von denen, die ueber der Leviten Zahl waren, ^50von den Erstgeburten der Kinder Israel, tausenddreihundert und fuenfundsechzig Silberlinge nach dem Lot des Heiligtums, ^51und gab's Aaron und seinen Soehnen nach dem Worte des HERRN, wie der HERR dem Mose geboten hatte. __________________________________________________________________ Kapitel 4 ^1Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach: ^2Nimm die Summe der Kinder Kahath aus den Kindern Levi nach ihren Geschlechtern und Vaterhaeusern, ^3von dreissig Jahren an bis ins fuenfzigste Jahr, alle, die zum Dienst taugen, dass sie tun die Werke in der Huette des Stifts. ^4Das soll aber das Amt der Kinder Kahath in der Huette des Stifts sein; was das Hochheilige ist. ^5Wenn das Heer aufbricht, so sollen Aaron und seine Soehne hineingehen und den Vorhang abnehmen und die Lade des Zeugnisses darein winden ^6und darauf tun die Decke von Dachsfellen und obendrauf eine ganz blaue Decke breiten und ihre Stangen daran legen ^7und ueber den Schaubrottisch auch eine blaue Decke breiten und darauf legen die Schuesseln, Loeffel, die Schalen und Kannen zum Trankopfer, und das bestaendige Brot soll darauf liegen. ^8Und sollen darueber breiten eine scharlachrote Decke und dieselbe bedecken mit einer Decke von Dachsfellen und seine Stangen daran legen. ^9Und sollen eine blaue Decke nehmen und darein winden den Leuchter des Lichts und seine Lampen mit seinen Schneuzen und Naepfen und alle Oelgefaesse, die zum Amt gehoeren. ^10Und sollen um das alles tun eine Decke von Dachsfellen und sollen es auf die Stangen legen. ^11Also sollen sie auch ueber den goldenen Altar eine blaue Decke breiten und sie bedecken mit der Decke von Dachsfellen und seine Stangen daran tun. ^12Alle Geraet, womit sie schaffen im Heiligtum, sollen sie nehmen und blaue Decken darueber tun und mit einer Decke von Dachsfellen bedecken und auf Stangen legen. ^13Sie sollen auch die Asche vom Altar fegen und eine Decke von rotem Purpur ueber ihn breiten ^14und alle seine Geraete darauf schaffen, Kohlenpfannen, Gabeln, Schaufeln, Becken mit allem Geraet des Altars; und sollen darueber breiten eine Decke von Dachsfellen und seine Stangen daran tun. ^15Wenn nun Aaron und seine Soehne solches ausgerichtet und das Heiligtum und all sein Geraet bedeckt haben, wenn das Heer aufbricht, darnach sollen die Kinder Kahath hineingehen, dass sie es tragen; und sollen das Heiligtum nicht anruehren, dass sie nicht sterben. Dies sind die Lasten der Kinder Kahath an der Huette des Stifts. ^16Und Eleasar, Aarons, des Priesters, Sohn, soll das Amt haben, dass er ordne das Oel zum Licht und die Spezerei zum Raeuchwerk und das taegliche Speisopfer und das Salboel, dass er beschicke die ganze Wohnung und alles, was darin ist, im Heiligtum und seinem Geraete. ^17Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach: ^18Ihr sollt den Stamm der Geschlechter der Kahathiter nicht lassen sich verderben unter den Leviten; ^19sondern das sollt ihr mit ihnen tun, dass sie leben und nicht sterben, wo sie werden anruehren das Hochheilige: Aaron und seine Soehne sollen hineingehen und einen jeglichen stellen zu seinem Amt und seiner Last. ^20Sie sollen aber nicht hineingehen, zu schauen das Heiligtum auch nur einen Augenblick, dass sie nicht sterben. ^21Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^22Nimm die Summe der Kinder Gerson auch nach ihren Vaterhaeusern und Geschlechtern, ^23von dreissig Jahren an und darueber bis ins fuenfzigste Jahr, und ordne sie alle, die da zum Dienst tuechtig sind, dass sie ein Amt haben in der Huette des Stifts. ^24Das soll aber der Geschlechter der Gersoniter Amt sein, das sie schaffen und tragen: ^25sie sollen die Teppiche der Wohnung und der Huette des Stifts tragen und ihre Decke und die Decke von Dachsfellen, die obendrueber ist, und das Tuch in der Huette des Stifts ^26und die Umhaenge des Vorhofs und das Tuch in der Tuer des Tores am Vorhof, welcher um die Wohnung und den Altar her geht, und ihre Seile und alle Geraete ihres Amtes und alles, was zu ihrem Amt gehoert. ^27Nach dem Wort Aarons und seiner Soehne soll alles Amt der Kinder Gerson geschehen, alles, was sie tragen und schaffen sollen, und ihr sollt zusehen, dass sie aller ihrer Last warten. ^28Das soll das Amt der Geschlechter der Kinder der Gersoniter sein in der Huette des Stifts; und ihr Dienst soll unter der Hand Ithamars sein, des Sohnes Aarons, des Priesters. ^29Die Kinder Merari nach ihren Geschlechtern und Vaterhaeusern sollst du auch ordnen, ^30von dreissig Jahren an und darueber bis ins fuenfzigste Jahr, alle, die zum Dienst taugen, dass sie ein Amt haben in der Huette des Stifts. ^31Dieser Last aber sollen sie warten nach allem ihrem Amt in der Huette des Stifts, das sie tragen die Bretter der Wohnung und Riegel und Saeulen und Fuesse, ^32dazu die Saeulen des Vorhofs umher und Fuesse und Naegel und Seile mit allem ihrem Geraete, nach allem ihrem Amt; einem jeglichen sollt ihr seinen Teil der Last am Geraete zu warten verordnen. ^33Das sei das Amt der Geschlechter der Kinder Merari, alles, was sie schaffen sollen in der Huette des Stifts unter der Hand Ithamars, des Priesters, des Sohnes Aarons. ^34Und Mose und Aaron samt den Hauptleuten der Gemeinde zaehlten die Kinder der Kahathiter nach ihren Geschlechtern und Vaterhaeusern, ^35von dreissig Jahren an und darueber bis ins fuenfzigste Jahr, alle, die zum Dienst taugten, dass sie Amt in der Huette des Stifts haetten. ^36Und die Summe war zweitausend siebenhundertfuenfzig. ^37Das ist die Summe der Geschlechter der Kahathiter, die alle zu schaffen hatten in der Huette des Stifts, die Mose und Aaron zaehlten nach dem Wort des HERRN durch Mose. ^38Die Kinder Gerson wurden auch gezaehlt in ihren Geschlechtern und Vaterhaeusern, ^39von dreissig Jahren an und darueber bis ins fuenfzigste, alle, die zum Dienst taugten, dass sie Amt in der Huette des Stifts haetten. ^40Und die Summe war zweitausend sechshundertdreissig. ^41Das ist die Summe der Geschlechter der Kinder Gerson, die alle zu schaffen hatten in der Huette des Stifts, welche Mose und Aaron zaehlten nach dem Wort des HERRN. ^42Die Kinder Merari wurden auch gezaehlt nach ihren Geschlechtern und Vaterhaeusern, ^43von dreissig Jahren an und darueber bis ins fuenfzigste, alle, die zum Dienst taugten, dass sie Amt in der Huette des Stifts haetten. ^44Und die Summe war dreitausendzweihundert. ^45Das ist die Summe der Geschlechter der Kinder Merari, die Mose und Aaron zaehlten nach dem Wort des HERRN durch Mose. ^46Die Summe aller Leviten, die Mose und Aaron samt den Hauptleuten Israels zaehlten nach ihren Geschlechtern und Vaterhaeusern, ^47von dreissig Jahren und darueber bis ins fuenfzigste, aller, die eingingen, zu schaffen ein jeglicher sein Amt und zu tragen die Last der Huette des Stifts, ^48war achttausend fuenfhundertachtzig, ^49die gezaehlt wurden nach dem Wort des HERRN durch Mose, ein jeglicher zu seinem Amt und seiner Last, wie der HERR dem Mose geboten hatte. __________________________________________________________________ Kapitel 5 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Gebiete den Kindern Israel, dass sie aus dem Lager tun alle Aussaetzigen und alle, die Eiterfluesse haben, und die an Toten unrein geworden sind. ^3Beide, Mann und Weib, sollt ihr hinaustun vor das Lager, dass sie nicht ihr Lager verunreinigen, darin ich unter ihnen wohne. ^4Und die Kinder Israel taten also und taten sie hinaus vor das Lager, wie der HERR zu Mose geredet hatte. ^5Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^6Sage den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ein Mann oder Weib irgend eine Suende wider einen Menschen tut und sich an dem HERRN damit versuendigt, so hat die Seele eine Schuld auf sich; ^7und sie sollen ihre Suende bekennen, die sie getan haben, und sollen ihre Schuld versoehnen mit der Hauptsumme und darueber den fuenften Teil dazutun und dem geben, an dem sie sich versuendigt haben. ^8Ist aber niemand da, dem man's bezahlen sollte, so soll man es dem HERRN geben fuer den Priester ausser dem Widder der Versoehnung, dadurch er versoehnt wird. ^9Desgleichen soll alle Hebe von allem, was die Kinder Israel heiligen und dem Priester opfern, sein sein. ^10Und wer etwas heiligt, das soll auch sein sein; und wer etwas dem Priester gibt, das soll auch sein sein. ^11Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^12Sage den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn irgend eines Mannes Weib untreu wuerde und sich an ihm versuendigte ^13und jemand bei ihr liegt, und es wuerde doch dem Manne verborgen vor seinen Augen und wuerde entdeckt, dass sie unrein geworden ist, und er kann sie nicht ueberfuehren, denn sie ist nicht dabei ergriffen, ^14und der Eifergeist entzuendet ihn, dass er um sein Weib eifert, sie sei unrein oder nicht unrein, ^15so soll er sie zum Priester bringen und ein Opfer ueber sie bringen, ein zehntel Epha Gerstenmehl, und soll kein Oel darauf giessen noch Weihrauch darauf tun. Denn es ist ein Eiferopfer und Ruegeopfer, das Missetat ruegt. ^16Da soll der Priester sie herzufuehren und vor den HERRN stellen ^17und heiliges Wasser nehmen in ein irdenes Gefaess und Staub vom Boden der Wohnung ins Wasser tun. ^18Und soll das Weib vor den HERRN stellen und ihr Haupt entbloessen und das Ruegeopfer, das ein Eiferopfer ist, auf ihre Hand legen; und der Priester soll in seiner Hand bitteres verfluchtes Wasser haben ^19und soll das Weib beschwoeren und zu ihr sagen: Hat kein Mann bei dir gelegen, und bist du deinem Mann nicht untreu geworden, dass du dich verunreinigt hast, so sollen dir diese bittern verfluchten Wasser nicht schaden. ^20Wo du aber deinem Mann untreu geworden bist, dass du unrein wurdest, und hat jemand bei dir gelegen ausser deinem Mann, ^21so soll der Priester das Weib beschwoeren mit solchem Fluch und soll zu ihr sagen: Der HERR setze dich zum Fluch und zum Schwur unter deinem Volk, dass der HERR deine Huefte schwinden und deinen Bauch schwellen lasse! ^22So gehe nun das verfluchte Wasser in deinen Leib, dass dein Bauch schwelle und deine Huefte schwinde! Und das Weib soll sagen: Amen, amen. ^23Also soll der Priester diese Flueche auf einen Zettel schreiben und mit dem bittern Wasser abwaschen ^24und soll dem Weibe von dem bittern Wasser zu trinken geben, dass das verfluchte bittere Wasser in sie gehe. ^25Es soll aber der Priester von ihrer Hand das Eiferopfer nehmen und zum Speisopfer vor dem HERRN weben und auf dem Altar opfern, naemlich: ^26er soll eine Handvoll des Speisopfers nehmen und auf dem Altar anzuenden zum Gedaechtnis und darnach dem Weibe das Wasser zu trinken geben. ^27Und wenn sie das Wasser getrunken hat: ist sie unrein und hat sich an ihrem Mann versuendigt, so wird das verfluchte Wasser in sie gehen und ihr bitter sein, dass ihr der Bauch schwellen und die Huefte schwinden wird, und wird das Weib ein Fluch sein unter ihrem Volk; ^28ist aber ein solch Weib nicht verunreinigt, sondern rein, so wird's ihr nicht schaden, dass sie kann schwanger werden. ^29Dies ist das Eifergesetz, wenn ein Weib ihrem Mann untreu ist und unrein wird, ^30oder wenn einen Mann der Eifergeist entzuendet, dass er um sein Weib eifert, dass er's stelle vor den HERRN und der Priester mit ihr tue alles nach diesem Gesetz. ^31Und der Mann soll unschuldig sein an der Missetat; aber das Weib soll ihre Missetat tragen. __________________________________________________________________ Kapitel 6 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Sage den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ein Mann oder Weib ein besonderes Geluebde tut, dem HERRN sich zu enthalten, ^3der soll sich Weins und starken Getraenks enthalten; Weinessig oder Essig von starkem Getraenk soll er auch nicht trinken, auch nichts, das aus Weinbeeren gemacht wird; er soll weder frische noch duerre Weinbeeren essen. ^4Solange solch ein Geluebde waehrt, soll er nichts essen, das man vom Weinstock macht, vom Weinkern bis zu den Huelsen. ^5Solange die Zeit solches seines Geluebdes waehrt, soll kein Schermesser ueber sein Haupt fahren, bis das die Zeit aus sei, die er dem HERRN gelobt hat; denn er ist heilig und soll das Haar auf seinem Haupt lassen frei wachsen. ^6Die ganze Zeit ueber, die er dem HERRN gelobt hat, soll er zu keinem Toten gehen. ^7Er soll sich auch nicht verunreinigen an dem Tod seines Vaters, seiner Mutter, seines Bruders oder seiner Schwester; denn das Geluebde seines Gottes ist auf seinem Haupt. ^8Die ganze Zeit seines Geluebdes soll er dem HERRN heilig sein. ^9Und wo jemand vor ihm unversehens ploetzlich stirbt, da wird das Haupt seines Geluebdes verunreinigt; darum soll er sein Haupt scheren am Tage seiner Reinigung, das ist am siebenten Tage. ^10Und am achten Tage soll er zwei Turteltauben bringen oder zwei junge Tauben zum Priester vor die Tuer der Huette des Stifts. ^11Und der Priester soll eine zum Suendopfer und die andere zum Brandopfer machen und ihn versoehnen, darum dass er sich an einem Toten versuendigt hat, und also sein Haupt desselben Tages heiligen, ^12dass er dem HERRN die Zeit seines Geluebdes aushalte. Und soll ein jaehriges Lamm bringen zum Schuldopfer. Aber die vorigen Tage sollen umsonst sein, darum dass sein Geluebde verunreinigt ist. ^13Dies ist das Gesetz des Gottgeweihten: wenn die Zeit seines Geluebdes aus ist, so soll man ihn bringen vor die Tuer der Huette des Stifts. ^14Und er soll bringen sein Opfer dem HERRN, ein jaehriges Lamm ohne Fehl zum Brandopfer und ein jaehriges Schaf ohne Fehl zum Suendopfer und einen Widder ohne Fehl zum Dankopfer ^15und einen Korb mit ungesaeuerten Kuchen von Semmelmehl, mit Oel gemengt, und ungesaeuerte Fladen, mit Oel bestrichen, und ihre Speisopfer und Trankopfer. ^16Und der Priester soll's vor den HERRN bringen und soll sein Suendopfer und sein Brandopfer machen. ^17Und den Widder soll er zum Dankopfer machen dem HERRN samt dem Korbe mit den ungesaeuerten Brot; und soll auch sein Speisopfer und sein Trankopfer machen. ^18Und der Geweihte soll das Haupt seines Geluebdes scheren vor der Tuer der Huette des Stifts und soll das Haupthaar seines Geluebdes nehmen und aufs Feuer werfen, das unter dem Dankopfer ist. ^19Und der Priester soll den gekochten Bug nehmen von dem Widder und einen ungesaeuerten Kuchen aus dem Korbe und einen ungesaeuerten Fladen und soll's dem Geweihten auf sein Haende legen, nachdem er sein Geluebde abgeschoren hat, ^20und der Priester soll's vor dem HERRN weben. Das ist heilig dem Priester samt der Webebrust und der Hebeschulter. Darnach mag der Geweihte Wein trinken. ^21Das ist das Gesetz des Gottgeweihten, der sein Opfer dem HERRN gelobt wegen seines Geluebdes, ausser dem, was er sonst vermag; wie er gelobt hat, soll er tun nach dem Gesetz seines Geluebdes. ^22Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^23Sage Aaron und seinen Soehnen und sprich: Also sollt ihr sagen zu den Kindern Israel, wenn ihr sie segnet: ^24Der HERR segne dich und behuete dich; ^25der HERR lasse sein Angesicht leuchten ueber dir und sei dir gnaedig; ^26der HERR hebe sein Angesicht ueber dich und gebe dir Frieden. ^27Denn ihr sollt meinen Namen auf die Kinder Israel legen, dass ich sie segne. __________________________________________________________________ Kapitel 7 ^1Und da Mose die Wohnung aufgerichtet hatte und sie gesalbt und geheiligt allem ihrem Geraete, dazu auch den Altar mit allem seinem Geraete gesalbt und geheiligt, ^2da opferten die Fuersten Israels, die Haeupter waren in ihren Vaterhaeusern; denn sie waren die Obersten unter den Staemmen und standen obenan unter denen, die gezaehlt waren. ^3Und sie brachten Opfer vor den HERRN, sechs bedeckte Wagen und zwoelf Rinder, je einen Wagen fuer zwei Fuersten und einen Ochsen fuer einen, und brachten sie vor die Wohnung. ^4Und der HERR sprach zu Mose: ^5Nimm's von ihnen, dass es diene zum Dienst der Huette des Stifts, und gib's den Leviten, einem jeglichen nach seinem Amt. ^6Da nahm Mose die Wagen und die Rinder und gab sie den Leviten. ^7Zwei Wagen und vier Rinder gab er den Kindern Gerson nach ihrem Amt; ^8und vier Wagen und acht Ochsen gab er den Kindern Merari nach ihrem Amt unter der Hand Ithamars, des Sohnes Aarons, des Priesters; ^9den Kinder Kahath aber gab er nichts, darum dass sie ein heiliges Amt auf sich hatten und auf ihren Achseln tragen mussten. ^10Und die Fuersten opferten zur Einweihung das Altars an dem Tage, da er gesalbt ward, und opferten ihre Gabe vor dem Altar. ^11Und der HERR sprach zu Mose: Lass einen jeglichen Fuersten an seinem Tage sein Opfer bringen zur Einweihung des Altars. ^12Am ersten Tage opferte seine Gabe Nahesson, der Sohn Amminadabs, des Stammes Juda. ^13Und seine Gabe war eine silberne Schuessel, hundertdreissig Lot schwer, eine silbern Schale siebzig Lot schwer nach dem Lot des Heiligtums, beide voll Semmelmehl, mit Oel gemengt, zum Speisopfer; ^14dazu einen goldenen Loeffel, zehn Lot schwer, voll Raeuchwerk, ^15einen jungen Farren, einen Widder, ein jaehriges Lamm zum Brandopfer; ^16einen Ziegenbock zum Suendopfer; ^17und zum Dankopfer zwei Rinder, fuenf Widder und fuenf jaehrige Laemmer. Das ist die Gabe Nahessons, des Sohnes Amminadabs. ^18Am zweiten Tage opferte Nathanael, der Sohn Zuars, der Fuerst Isaschars. ^19Seine Gabe war eine silberne Schuessel, hundertdreissig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Lot des Heiligtums, beide voll Semmelmehl, mit Oel gemengt, zum Speisopfer; ^20dazu einen goldenen Loeffel, zehn Lot schwer, voll Raeuchwerk, ^21einen jungen Farren, einen Widder, ein jaehriges Lamm zum Brandopfer; ^22einen Ziegenbock zum Suendopfer; ^23und zum Dankopfer zwei Rinder, fuenf Widder und fuenf jaehrige Laemmer. Das ist die Gabe Nathanaels, des Sohnes Zuars. ^24Am dritten Tage der Fuerst der Kinder Sebulon, Eliab, der Sohn Helons. ^25Seine Gabe war eine silberne Schuessel, hundertdreissig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Lot des Heiligtums, beide voll Semmelmehl, mit Oel gemengt, zum Speisopfer; ^26dazu einen goldenen Loeffel, zehn Lot schwer, voll Raeuchwerk, ^27einen jungen Farren, einen Widder, ein jaehriges Lamm zum Brandopfer; ^28einen Ziegenbock zum Suendopfer; ^29und zum Dankopfer zwei Rinder, fuenf Widder und fuenf jaehrige Laemmer. Das ist die Gabe Eliabs, des Sohnes Helons. ^30Am vierten Tage der Fuerst der Kinder Ruben, Elizur, der Sohn Sedeurs. ^31Seine Gabe war eine silberne Schuessel, hundertdreissig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Lot des Heiligtums, beide voll Semmelmehl, mit Oel gemengt, zum Speisopfer; ^32dazu einen goldenen Loeffel, zehn Lot schwer, voll Raeuchwerk, ^33einen jungen Farren, einen Widder, ein jaehriges Lamm zum Brandopfer; ^34einen Ziegenbock zum Suendopfer; ^35und zum Dankopfer zwei Rinder, fuenf Widder und fuenf jaehrige Laemmer. Das ist die Gabe Elizurs, des Sohnes Sedeurs. ^36Am fuenften Tage der Fuerst der Kinder Simeon, Selumiel, der Sohn Zuri-Saddais. ^37Seine Gabe war eine silberne Schuessel, hundertdreissig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Lot des Heiligtums, beide voll Semmelmehl, mit Oel gemengt, zum Speisopfer; ^38dazu einen goldenen Loeffel, zehn Lot schwer, voll Raeuchwerk, ^39einen jungen Farren, einen Widder, ein jaehriges Lamm zum Brandopfer; ^40einen Ziegenbock zum Suendopfer; ^41und zum Dankopfer zwei Rinder, fuenf Widder und fuenf jaehrige Laemmer. Das ist die Gabe Selumiels, des Sohnes Zuri-Saddais. ^42Am sechsten Tage der Fuerst der Kinder Gad, Eljasaph, der Sohn Deguels. ^43Seine Gabe war eine silberne Schuessel, hundertdreissig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Lot des Heiligtums, beide voll Semmelmehl, mit Oel gemengt, zum Speisopfer; ^44dazu einen goldenen Loeffel, zehn Lot schwer, voll Raeuchwerk, ^45einen jungen Farren, einen Widder, ein jaehriges Lamm zum Brandopfer; ^46einen Ziegenbock zum Suendopfer; ^47und zum Dankopfer zwei Rinder, fuenf Widder und fuenf jaehrige Laemmer. Das ist die Gabe Eljasaphs, des Sohnes Deguels. ^48Am siebenten Tage der Fuerst der Kinder Ephraim, Elisama, der Sohn Ammihuds. ^49Seine Gabe war eine silberne Schuessel, hundertdreissig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Lot des Heiligtums, beide voll Semmelmehl, mit Oel gemengt, zum Speisopfer; ^50dazu einen goldenen Loeffel, zehn Lot schwer, voll Raeuchwerk, ^51einen jungen Farren, einen Widder, ein jaehriges Lamm zum Brandopfer; ^52einen Ziegenbock zum Suendopfer; ^53und zum Dankopfer zwei Rinder, fuenf Widder und fuenf jaehrige Laemmer. Das ist die Gabe Elisamas, des Sohnes Ammihuds. ^54Am achten Tage der Fuerst der Kinder Manasses, Gamliel, der Sohn Pedazurs. ^55Seine Gabe war eine silberne Schuessel, hundertdreissig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Lot des Heiligtums, beide voll Semmelmehl, mit Oel gemengt, zum Speisopfer; ^56dazu einen goldenen Loeffel, zehn Lot schwer, voll Raeuchwerk, ^57einen jungen Farren, einen Widder, ein jaehriges Lamm zum Brandopfer; ^58einen Ziegenbock zum Suendopfer; ^59und zum Dankopfer zwei Rinder, fuenf Widder und fuenf jaehrige Laemmer. Das ist die Gabe Gamliels, des Sohnes Pedazurs. ^60Am neunten Tage der Fuerst der Kinder Benjamin, Abidan, der Sohn des Gideoni. ^61Seine Gabe war eine silberne Schuessel, hundertdreissig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Lot des Heiligtums, beide voll Semmelmehl, mit Oel gemengt, zum Speisopfer; ^62dazu einen goldenen Loeffel, zehn Lot schwer, voll Raeuchwerk, ^63einen jungen Farren, einen Widder, ein jaehriges Lamm zum Brandopfer; ^64einen Ziegenbock zum Suendopfer; ^65und zum Dankopfer zwei Rinder, fuenf Widder und fuenf jaehrige Laemmer. Das ist die Gabe Abidans, des Sohn's Gideonis. ^66Am zehnten Tage der Fuerst der Kinder Dan, Ahi-Eser, der Sohn Ammi-Saddais. ^67Seine Gabe war eine silberne Schuessel, hundertdreissig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Lot des Heiligtums, beide voll Semmelmehl, mit Oel gemengt, zum Speisopfer; ^68dazu einen goldenen Loeffel, zehn Lot schwer, voll Raeuchwerk, ^69einen jungen Farren, einen Widder, ein jaehriges Lamm zum Brandopfer; ^70einen Ziegenbock zum Suendopfer; ^71und zum Dankopfer zwei Rinder, fuenf Widder und fuenf jaehrige Laemmer. Das ist die Gabe Ahi-Esers, des Sohnes Ammi-Saddais. ^72Am elften Tage der Fuerst der Kinder Asser, Pagiel, der Sohn Ochrans. ^73Seine Gabe war eine silberne Schuessel, hundertdreissig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Lot des Heiligtums, beide voll Semmelmehl, mit Oel gemengt, zum Speisopfer; ^74dazu einen goldenen Loeffel, zehn Lot schwer, voll Raeuchwerk, ^75einen jungen Farren, einen Widder, ein jaehriges Lamm zum Brandopfer; ^76einen Ziegenbock zum Suendopfer; ^77und zum Dankopfer zwei Rinder, fuenf Widder und fuenf jaehrige Laemmer. Das ist die Gabe Pagiels, des Sohnes Ochrans. ^78Am zwoelften Tage der Fuerst der Kinder Naphthali, Ahira, der Sohn Enans. ^79Seine Gabe war eine silberne Schuessel, hundertdreissig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Lot des Heiligtums, beide voll Semmelmehl, mit Oel gemengt, zum Speisopfer; ^80dazu einen goldenen Loeffel, zehn Lot schwer, voll Raeuchwerk, ^81einen jungen Farren, einen Widder, ein jaehriges Lamm zum Brandopfer; ^82einen Ziegenbock zum Suendopfer; ^83und zum Dankopfer zwei Rinder, fuenf Widder und fuenf jaehrige Laemmer. Das ist die Gabe Ahiras, des Sohnes Enans. ^84Das ist die Einweihung des Altars zur Zeit, da er gesalbt ward, dazu die Fuersten Israels opferten diese zwoelf silbernen Schuesseln, zwoelf silberne Schalen, zwoelf goldene Loeffel, ^85also dass je eine Schuessel hundertdreissig Lot Silber und je eine Schale siebzig Lot hatte, dass die Summe alles Silbers am Gefaess betrug zweitausendvierhundert Lot nach dem Lot des Heiligtums. ^86Und der zwoelf goldenen Loeffel voll Raeuchwerk hatte je einer zehn Lot nach dem Lot des Heiligtums, dass die Summe Goldes an den Loeffeln betrug hundertzwanzig Lot. ^87Die Summe der Rinder zum Brandopfer waren zwoelf Farren, zwoelf Widder, zwoelf jahrige Laemmer samt ihrem Speisopfer und zwoelf Ziegenboecke zum Suendopfer. ^88Und die Summe der Rinder zum Dankopfer war vierundzwanzig Farren, sechzig Widder, sechzig Boecke, sechzig jaehrige Laemmer. Das ist die Einweihung des Altars, da er gesalbt ward. ^89Und wenn Mose in die Huette des Stifts ging, dass mit ihm geredet wuerde, so hoerte er die Stimme mit ihm reden von dem Gnadenstuhl, der auf der Lade des Zeugnisses war, dort ward mit ihm geredet. __________________________________________________________________ Kapitel 8 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Rede mit Aaron und sprich zu ihm: Wenn du Lampen aufsetzt, sollst du sie also setzen, dass alle sieben vorwaerts von dem Leuchter scheinen. ^3Und Aaron tat also und setzte die Lampen auf, vorwaerts von dem Leuchter zu scheinen, wie der HERR dem Mose geboten hatte. ^4Der Leuchter aber war getriebenes Gold, beide, sein Schaft und seine Blumen; nach dem Gesicht, das der HERR dem Mose gezeigt hatte, also machte er den Leuchter. ^5Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^6Nimm die Leviten aus den Kindern Israel und reinige sie. ^7Also sollst du aber mit ihnen tun, dass du sie reinigst: du sollst Suendwasser auf sie sprengen, und sie sollen alle ihre Haare rein abscheren und ihre Kleider waschen, so sind sie rein. ^8Dann sollen sie nehmen einen jungen Farren und sein Speisopfer, Semmelmehl, mit Oel gemengt; und einen andern jungen Farren sollst du zum Suendopfer nehmen. ^9Und sollst die Leviten vor die Huette des Stifts bringen und die ganze Gemeinde der Kinder Israel versammeln ^10und die Leviten vor den HERRN bringen; und die Kinder Israel sollen ihre Haende auf die Leviten legen, ^11und Aaron soll die Leviten vor dem HERRN weben als Webeopfer von den Kindern Israel, auf dass sie dienen moegen in dem Amt des HERRN. ^12Und die Leviten sollen ihre Haende aufs Haupt der Farren legen, und einer soll zum Suendopfer, der andere zum Brandopfer dem HERRN gemacht werden, die Leviten zu versoehnen. ^13Und sollst die Leviten vor Aaron und seine Soehne stellen und vor dem HERRN weben, ^14und sollst sie also aussondern von den Kindern Israel, dass sie mein seien. ^15Darnach sollen sie hineingehen, dass sie dienen in der Huette des Stifts. Also sollst du sie reinigen und weben; ^16denn sie sind mein Geschenk von den Kindern Israel, und ich habe sie mir genommen fuer alles, was die Mutter bricht, naemlich fuer die Erstgeburt aller Kinder Israel. ^17Denn alle Erstgeburt unter den Kindern Israel ist mein, der Menschen und des Viehes, seit der Zeit ich alle Erstgeburt in Aegyptenland schlug und heiligte sie mir ^18und nahm die Leviten an fuer alle Erstgeburt unter den Kindern Israel ^19und gab sie zum Geschenk Aaron und seinen Soehnen aus den Kindern Israel, dass sie dienen im Amt der Kinder Israel in der Huette des Stifts, die Kinder Israel zu versoehnen, auf dass nicht unter den Kindern Israel sei eine Plage, so sie sich nahen wollten zum Heiligtum. ^20Und Mose mit Aaron samt der ganzen Gemeinde der Kinder Israel taten mit den Leviten alles, wie der HERR dem Mose geboten hatte. ^21Und die Leviten entsuendigten sich und wuschen ihre Kleider, und Aaron webte sie vor dem HERRN und versoehnte sie, dass sie rein wurden. ^22Darnach gingen sie hinein, dass sie ihr Amt taeten in der Huette des Stifts vor Aaron und seinen Soehnen. Wie der HERR dem Mose geboten hatte ueber die Leviten, also taten sie mit ihnen. ^23Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^24Das ist's, was den Leviten gebuehrt: von fuenfundzwanzig Jahren und darueber taugen sie zum Amt und Dienst in der Huette des Stifts; ^25aber von dem fuenfzigsten Jahr an sollen sie ledig sein vom Amt des Dienstes und sollen nicht mehr dienen, ^26sondern ihren Bruedern helfen des Dienstes warten an der Huette des Stifts; des Amts aber sollen sie nicht pflegen. Also sollst du mit den Leviten tun, dass ein jeglicher seines Dienstes warte. __________________________________________________________________ Kapitel 9 ^1Und der HERR redete mit Mose in der Wueste Sinai im zweiten Jahr, nachdem sie aus Aegyptenland gezogen waren, im ersten Monat, und sprach: ^2Lass die Kinder Israel Passah halten zu seiner Zeit, ^3am vierzehnten Tage dieses Monats gegen Abend; zu seiner Zeit sollen sie es halten nach aller seiner Satzung und seinem Recht. ^4Und Mose redete mit den Kindern Israel, dass sie das Passah hielten. ^5Und sie hielten Passah am vierzehnten Tage des ersten Monats gegen Abend in der Wueste Sinai; alles, wie der HERR dem Mose geboten hatte, so taten die Kinder Israel. ^6Da waren etliche Maenner unrein geworden an einem toten Menschen, dass sie nicht konnten Passah halten des Tages. Die traten vor Mose und Aaron desselben Tages ^7und sprachen zu ihm: Wir sind unrein geworden an einem toten Menschen; warum sollen wir geringer sein, dass wir unsere Gabe dem HERRN nicht bringen duerfen zu seiner Zeit unter den Kindern Israel? ^8Mose sprach zu ihnen: Harret, ich will hoeren, was euch der HERR gebietet. ^9Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^10Sage den Kinder Israel und sprich: Wenn jemand unrein an einem Toten oder ferne ueber Feld ist, unter euch oder unter euren Nachkommen, der soll dennoch dem HERRN Passah halten, ^11aber im zweiten Monat, am vierzehnten Tage gegen Abend, und soll's neben ungesaeuertem Brot und bitteren Kraeutern essen, ^12und sie sollen nichts davon uebriglassen, bis morgen, auch kein Bein daran zerbrechen und sollen's nach aller Weise des Passah halten. ^13Wer aber rein und nicht ueber Feld ist und laesst es anstehen, das Passah zu halten, des Seele soll ausgerottet werden von seinem Volk, darum dass er seine Gabe dem HERRN nicht gebracht hat zu seiner Zeit; er soll seine Suende tragen. ^14Und wenn ein Fremdling bei euch wohnt und auch dem HERRN Passah haelt, der soll's halten nach der Satzung und dem Recht des Passah. Diese Satzung soll euch gleich sein, dem Fremden wie des Landes Einheimischen. ^15Und des Tages, da die Wohnung aufgerichtet ward, bedeckte sie eine Wolke auf der Huette des Zeugnisses; und des Abends bis an den Morgen war ueber der Wohnung eine Gestalt des Feuers. ^16Also geschah's immerdar, dass die Wolke sie bedeckte, und des Nachts die Gestalt des Feuers. ^17Und so oft sich die Wolke aufhob von der Huette, so zogen die Kinder Israel; und an welchem Ort die Wolke blieb, da lagerten sich die Kinder Israel. ^18Nach dem Wort des HERRN zogen die Kinder Israel, und nach seinem Wort lagerten sie sich. Solange die Wolke auf der Wohnung blieb, so lange lagen sie still. ^19Und wenn die Wolke viele Tage verzog auf der Wohnung, so taten die Kinder Israel nach dem Gebot des HERRN und zogen nicht. ^20Und wenn's war, dass die Wolke auf der Wohnung nur etliche Tage blieb, so lagerten sie sich nach dem Wort des HERRN und zogen nach dem Wort des HERRN. ^21Wenn die Wolke da war von Abend bis an den Morgen und sich dann erhob, so zogen sie; oder wenn sie sich des Tages oder des Nachts erhob, so zogen sie auch. ^22Wenn sie aber zwei Tage oder einen Monat oder laenger auf der Wohnung blieb, so lagen die Kinder Israel und zogen nicht; und wenn sie sich dann erhob, so zogen sie. ^23Denn nach des HERRN Mund lagen sie, und nach des HERRN Mund zogen sie, dass sie taeten, wie der HERR gebot, nach des HERRN Wort durch Mose. __________________________________________________________________ Kapitel 10 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Mache dir zwei Drommeten von getriebenem Silber, dass du sie brauchst, die Gemeinde zu berufen und wenn das Heer aufbrechen soll. ^3Wenn man mit beiden schlicht blaest, soll sich zu dir versammeln die ganze Gemeinde vor die Tuer der Huette des Stifts. ^4Wenn man nur mit einer schlicht blaest, so sollen sich zu dir versammeln die Fuersten, die Obersten ueber die Tausende in Israel. ^5Wenn ihr aber drommetet, so sollen die Lager aufbrechen, die gegen Morgen liegen. ^6Und wenn ihr zum andernmal drommetet, so sollen die Lager aufbrechen, die gegen Mittag liegen. Denn wenn sie reisen sollen, so sollt ihr drommeten. ^7Wenn aber die Gemeinde zu versammeln ist, sollt ihr schlicht blasen und nicht drommeten. ^8Es sollen aber solch Blasen mit den Drommeten die Soehne Aarons, die Priester, tun; und das soll euer Recht sein ewiglich bei euren Nachkommen. ^9Wenn ihr in einen Streit ziehet in eurem Lande wider eure Feinde, die euch bedraengen, so sollt ihr drommeten mit den Drommeten, dass euer gedacht werde vor dem HERRN, eurem Gott, und ihr erloest werdet von euren Feinden. ^10Desgleichen, wenn ihr froehlich seid, und an euren Festen und an euren Neumonden sollt ihr mit den Drommeten blasen ueber eure Brandopfer und Dankopfer, dass es euch sei zum Gedaechtnis vor eurem Gott. Ich bin der HERR, euer Gott. ^11Am zwanzigsten Tage im zweiten Monat des zweiten Jahres erhob sich die Wolke von der Wohnung des Zeugnisses. ^12Und die Kinder Israel brachen auf und zogen aus der Wueste Sinai, und die Wolke blieb in der Wueste Pharan. ^13Es brachen aber auf die ersten nach dem Wort des HERRN durch Mose; ^14naemlich das Panier des Lagers der Kinder Juda zog am ersten mit ihrem Heer, und ueber ihr Heer war Nahesson, der Sohn Amminadabs; ^15und ueber das Heer des Stammes der Kinder Isaschar war Nathanael, der Sohn Zuars; ^16und ueber das Heer des Stammes der Kinder Sebulon war Eliab, der Sohn Helons. ^17Da zerlegte man die Wohnung, und zogen die Kinder Gerson und Merari und trugen die Wohnung. ^18Darnach zog das Panier des Lagers Rubens mit ihrem Heer, und ueber ihr Heer war Elizur, der Sohn Sedeurs; ^19und ueber das Heer des Stammes der Kinder Simeon war Selumiel, der Sohn Zuri-Saddais; ^20und Eljasaph, der Sohn Deguels, ueber das Heer des Stammes der Kinder Gad. ^21Da zogen auch die Kahathiten und trugen das Heiligtum; und jene richteten die Wohnung auf, bis diese nachkamen. ^22Darnach zog das Panier des Lagers der Kinder Ephraim mit ihrem Heer, und ueber ihr Heer war Elisama, der Sohn Ammihuds; ^23und Gamliel, der Sohn Pedazurs, ueber das Heer des Stammes der Kinder Manasse; ^24und Abidan, der Sohn des Gideoni, ueber das Heer des Stammes der Kinder Benjamin. ^25Darnach zog das Panier des Lagers der Kinder Dan mit ihrem Heer; und so waren die Lager alle auf. Und Ahi-Eser, der Sohn Ammi-Saddais, war ueber ihr Heer; ^26und Pagiel, der Sohn Ochrans, ueber das Heer des Stammes der Kinder Asser; ^27und Ahira, der Sohn Enans, ueber das Heer des Stammes der Kinder Naphthali. ^28So zogen die Kinder Israel mit ihrem Heer. ^29Und Mose sprach zu seinem Schwager Hobab, dem Sohn Reguels, aus Midian: Wir ziehen dahin an die Staette, davon der HERR gesagt hat: Ich will sie euch geben; so komm nun mit uns, so wollen wir das Beste an dir tun; denn der HERR hat Israel Gutes zugesagt. ^30Er aber antwortete: Ich will nicht mit euch, sondern in mein Land zu meiner Freundschaft ziehen. ^31Er sprach: Verlass uns doch nicht; denn du weisst, wo wir in der Wueste uns lagern sollen, und sollst unser Auge sein. ^32Und wenn du mit uns ziehst: was der HERR Gutes an uns tut, das wollen wir an dir tun. ^33Also zogen sie von dem Berge des HERRN drei Tagereisen, und die Lade des Bundes des HERRN zog vor ihnen her die drei Tagereisen, ihnen zu weisen, wo sie ruhen sollten. ^34Und die Wolke des Herrn war des Tages ueber ihnen, wenn sie aus dem Lager zogen. ^35Und wenn die Lade zog, so sprach Mose: HERR, stehe auf! lass deine Feinde zerstreut und die dich hassen, fluechtig werden vor dir! ^36Und wenn sie ruhte, so sprach er: Komm wieder, HERR, zu der Menge der Tausende Israels! __________________________________________________________________ Kapitel 11 ^1Und da sich das Volk ungeduldig machte, gefiel es uebel vor den Ohren des HERRN. Und als es der HERR hoerte, ergrimmte sein Zorn, und zuendete das Feuer des HERRN unter ihnen an; das verzehrte die aeussersten Lager. ^2Da schrie das Volk zu Mose, und Mose bat den HERRN; da verschwand das Feuer. ^3Und man hiess die Staette Thabeera, darum dass sich unter ihnen des HERRN Feuer angezuendet hatte. ^4Das Poebelvolk aber unter ihnen war luestern geworden, und sie sassen und weinten samt den Kindern Israel und sprachen: Wer will uns Fleisch zu essen geben? ^5Wir gedenken der Fische, die wir in Aegypten umsonst assen, und der Kuerbisse, der Melonen, des Lauchs, der Zwiebeln und des Knoblauchs. ^6Nun aber ist unsere Seele matt; denn unsere Augen sehen nichts als das Man. ^7Es war aber das Man wie Koriandersamen und anzusehen wie Bedellion. ^8Und das Volk lief hin und her und sammelte und zerrieb es mit Muehlen und stiess es in Moersern und kochte es in Toepfen und machte sich Aschenkuchen daraus; und es hatte einen Geschmack wie ein Oelkuchen. ^9Und wenn des Nachts der Tau ueber die Lager fiel, so fiel das Man mit darauf. ^10Da nun Mose das Volk hoerte weinen unter ihren Geschlechtern, einen jeglichen in seiner Huette Tuer, da ergrimmte der Zorn des HERRN sehr, und Mose ward auch bange. ^11Und Mose sprach zu dem HERRN: Warum bekuemmerst du deinen Knecht? und warum finde ich nicht Gnade vor deinen Augen, dass du die Last dieses ganzen Volks auf mich legst? ^12Habe ich nun all das Volk empfangen oder geboren, dass du zu mir sagen magst: Trag es in deinen Armen, wie eine Amme ein Kind traegt, in das Land, das du ihren Vaetern geschworen hast? ^13Woher soll ich Fleisch nehmen, dass ich allem diesem Volk gebe? Sie weinen vor mir und sprechen: Gib uns Fleisch, dass wir essen. ^14Ich vermag alles das Volk nicht allein zu ertragen; denn es ist mir zu schwer. ^15Und willst du also mit mir tun, so erwuerge ich mich lieber, habe ich anders Gnade vor deinen Augen gefunden, dass ich nicht mein Unglueck so sehen muesse. ^16Und der HERR sprach zu Mose: Sammle mir siebzig Maenner unter den Aeltesten Israels, von denen du weisst, dass sie Aelteste im Volk und seine Amtleute sind, und nimm sie vor die Huette des Stifts und stelle sie daselbst vor dich, ^17so will ich herniederkommen und mit dir daselbst reden und von deinem Geist, der auf dir ist, nehmen und auf sie legen, dass sie mit dir die Last des Volkes tragen, dass du nicht allein tragest. ^18Und zum Volk sollst du sagen: Heiliget euch auf morgen, dass ihr Fleisch esset; denn euer Weinen ist vor die Ohren des HERRN gekommen, die ihr sprecht: Wer gibt uns Fleisch zu essen? denn es ging uns wohl in Aegypten. Darum wird euch der HERR Fleisch geben, dass ihr esset, ^19nicht einen Tag, nicht zwei, nicht fuenf, nicht zehn, nicht zwanzig Tage lang, ^20sondern einen Monat lang, bis dass es euch zur Nase ausgehe und euch ein Ekel sei; darum dass ihr den HERRN verworfen habt, der unter euch ist, und vor ihm geweint und gesagt: Warum sind wir aus Aegypten gegangen? ^21Und Mose sprach: Sechshunderttausend Mann Fussvolk ist es, darunter ich bin, und du sprichst Ich will euch Fleisch geben, dass ihr esset einen Monat lang! ^22Soll man Schafe und Rinder schlachten, dass es ihnen genug sei? Oder werden sich alle Fische des Meeres herzu versammeln, dass es ihnen genug sei? ^23Der HERR aber sprach zu Mose: Ist denn die Hand des HERRN verkuerzt? Aber du sollst jetzt sehen, ob meine Worte koennen dir etwas gelten oder nicht. ^24Und Mose ging heraus und sagte dem Volk des HERRN Worte und versammelte siebzig Maenner unter den Aeltesten des Volks und stellte sie um die Huette her. ^25Da kam der HERR hernieder in der Wolke und redete mit ihm und nahm von dem Geist, der auf ihm war, und legte ihn auf die siebzig aeltesten Maenner. Und da der Geist auf ihnen ruhte, weissagten sie und hoerten nicht auf. ^26Es waren aber noch zwei Maenner im Lager geblieben; der eine hiess Eldad, der andere Medad, und der Geist ruhte auf ihnen; denn sie waren auch angeschrieben und doch nicht hinausgegangen zu der Huette, und sie weissagten im Lager. ^27Da lief ein Knabe hin und sagte es Mose an und sprach: Eldad und Medad weissagen im Lager. ^28Da antwortete Josua, der Sohn Nuns, Mose's Diener, den er erwaehlt hatte, und sprach: Mein Herr Mose, wehre ihnen. ^29Aber Mose sprach zu ihm: Bist du der Eiferer fuer mich? Wollte Gott, dass all das Volk des HERRN weissagte und der HERR seinen Geist ueber sie gaebe! ^30Also sammelte sich Mose zum Lager mit den Aeltesten Israels. ^31Da fuhr aus der Wind von dem HERRN und liess Wachteln kommen vom Meer und streute sie ueber das Lager, hier eine Tagereise lang, da eine Tagereise lang um das Lager her, zwei Ellen hoch ueber der Erde. ^32Da machte sich das Volk auf denselben ganzen Tag und die ganze Nacht und den ganzen andern Tag und sammelten Wachteln; und welcher am wenigsten sammelte, der sammelte zehn Homer. Uns sie haengten sie auf um das Lager her. ^33Da aber das Fleisch noch unter ihren Zaehnen war und ehe es aufgezehrt war, da ergrimmte der Zorn des HERRN unter dem Volk, und schlug sie mit einer sehr grossen Plage. ^34Daher heisst diese Staette Lustgraeber, darum dass man daselbst begrub das luesterne Volk. ^35Von den Lustgraebern aber zog das Volk aus gen Hazeroth, und sie blieben zu Hazeroth. __________________________________________________________________ Kapitel 12 ^1Und Mirjam und Aaron redeten wider Mose um seines Weibes willen, der Mohrin, die er genommen hatte, darum dass er eine Mohrin zum Weibe genommen hatte, ^2und sprachen: Redet denn der HERR allein durch Mose? Redet er nicht auch durch uns? Und der HERR hoerte es. ^3Aber Mose war ein sehr geplagter Mensch ueber alle Menschen auf Erden. ^4Und ploetzlich sprach der HERR zu Mose und zu Aaron und zu Mirjam: Geht heraus, ihr drei, zu der Huette des Stifts. Und sie gingen alle drei heraus. ^5Da kam der HERR hernieder in der Wolkensaeule und trat in der Huette Tuer und rief Aaron und Mirjam; und die beiden gingen hinaus. ^6Und er sprach: Hoeret meine Worte: Ist jemand unter euch ein Prophet des HERRN, dem will ich mich kundmachen in einem Gesicht oder will mit ihm reden in einem Traum. ^7Aber nicht also mein Knecht Mose, der in meinem ganzen Hause treu ist. ^8Muendlich rede ich mit ihm, und er sieht den HERRN in seiner Gestalt, nicht durch dunkle Worte oder Gleichnisse. Warum habt ihr euch denn nicht gefuerchtet, wider meinen Knecht Mose zu reden? ^9Und der Zorn des HERRN ergrimmte ueber sie, und er wandte sich weg; ^10dazu die Wolke wich auch von der Huette. Und siehe da war Mirjam aussaetzig wie der Schnee. Und Aaron wandte sich zu Mirjam und wird gewahr, dass sie aussaetzig ist, ^11Und sprach zu Mose: Ach, mein Herr, lass die Suende nicht auf uns bleiben, mit der wir toericht getan und uns versuendigt haben, ^12dass diese nicht sei wie ein Totes, das von seiner Mutter Leibe kommt und ist schon die Haelfte seines Fleisches gefressen. ^13Mose aber schrie zu dem HERRN und sprach: Ach Gott, heile sie! ^14Der HERR sprach zu Mose: Wenn ihr Vater ihr ins Angesicht gespieen haette, sollte sie sich nicht sieben Tage schaemen? Lass sie verschliessen sieben Tage ausserhalb des Lagers; darnach lass sie wieder aufnehmen. ^15Also ward Mirjam sieben Tage verschlossen ausserhalb des Lagers. Und das Volk zog nicht weiter, bis Mirjam aufgenommen ward. ^16Darnach zog das Volk von Hazeroth und lagerte sich in die Wueste Pharan. __________________________________________________________________ Kapitel 13 ^1Und der HERR redet mit Mose und sprach: ^2Sende Maenner aus, die das Land Kanaan erkunden, das ich den Kindern Israel geben will, aus jeglichem Stamm ihrer Vaeter einen vornehmen Mann. ^3Mose, der sandte sie aus der Wueste Pharan nach dem Wort des HERRN, die alle vornehme Maenner waren unter den Kindern Israel. ^4Und hiessen also: Sammua, der Sohn Sakkurs, des Stammes Ruben; ^5Saphat, der Sohn Horis, des Stammes Simeon; ^6Kaleb, der Sohn Jephunnes, des Stammes Juda; ^7Jigeal, der Sohn Josephs, des Stammes Isaschar; ^8Hosea, der Sohn Nuns, des Stammes Ephraim; ^9Palti, der Sohn Raphus, des Stammes Benjamin; ^10Gaddiel, der Sohn Sodis, des Stammes Sebulon; ^11Gaddi, der Sohn Susis, des Stammes Joseph von Manasse; ^12Ammiel, der Sohn Gemallis, des Stammes Dan; ^13Sethur, der Sohn Michaels, des Stammes Asser; ^14Nahebi, der Sohn Vaphsis, des Stammes Naphthali; ^15Guel, der Sohn Machis, des Stammes Gad. ^16Das sind die Namen der Maenner, die Mose aussandte, zu erkunden das Land. Aber Hosea, den Sohn Nuns, nannte Mose Josua. ^17Da sie nun Mose sandte, das Land Kanaan zu erkunden, sprach er zu ihnen: Ziehet hinauf ins Mittagsland und geht auf das Gebirge ^18und besehet das Land, wie es ist, und das Volk, das darin wohnt, ob's stark oder schwach, wenig oder viel ist; ^19und was es fuer ein Land ist, darin sie wohnen, ob's gut oder boese sei; und was fuer Staedte sind, darin sie wohnen, ob sie in Gezelten oder Festungen wohnen; ^20und was es fuer Land sei, ob's fett oder mager sei und ob Baeume darin sind oder nicht. Seid getrost und nehmet die Fruechte des Landes. Es war aber eben um die Zeit der ersten Weintrauben. ^21Sie gingen hinauf und erkundeten das Land von der Wueste Zin bis gen Rehob, da man gen Hamath geht. ^22Sie gingen auch hinauf ins Mittagsland und kamen bis gen Hebron; da waren Ahiman, Sesai und Thalmai, die Kinder Enaks. Hebron aber war sieben Jahre gebaut vor Zoan in Aegypten. ^23Und sie kamen bis an den Bach Eskol und schnitten daselbst eine Rebe ab mit einer Weintraube und liessen sie zwei auf einem Stecken tragen, dazu auch Granataepfel und Feigen. ^24Der Ort heisst Bach Eskol um der Traube willen, die die Kinder Israel daselbst abschnitten. ^25Und sie kehrten um, als sie das Land erkundet hatten, nach vierzig Tagen, ^26gingen hin und kamen zu Mose und Aaron und zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel in die Wueste Pharan gen Kades und sagten ihnen wieder und der ganzen Gemeinde, wie es staende, und liessen sie die Fruechte des Landes sehen. ^27Und erzaehlten ihnen und sprachen: Wir sind in das Land gekommen, dahin ihr uns sandtet, darin Milch und Honig fliesst, und dies ist seine Frucht; ^28nur, dass starkes Volk darin wohnt und sehr grosse und feste Staedte sind; und wir sahen auch Enaks Kinder daselbst. ^29So wohnen die Amalekiter im Lande gegen Mittag, die Hethiter und Jebusiter und Amoriter wohnen auf dem Gebirge, die Kanaaniter aber wohnen am Meer und um den Jordan. ^30Kaleb aber stillte das Volk gegen Mose und sprach: Lasst uns hinaufziehen und das Land einnehmen; denn wir koennen es ueberwaeltigen. ^31Aber die Maenner, die mit ihm waren hinaufgezogen, sprachen: Wir vermoegen nicht hinaufzuziehen gegen das Volk; denn sie sind uns zu stark, ^32und machten dem Lande, das sie erkundet hatten, ein boeses Geschrei unter den Kindern Israel und sprachen: Das Land, dadurch wir gegangen sind, es zu erkunden, frisst seine Einwohner, und alles Volk, das wir darin sahen, sind Leute von grosser Laenge. ^33Wir sahen auch Riesen daselbst, Enaks Kinder von den Riesen; und wir waren vor unsern Augen wie Heuschrecken, und also waren wir auch vor ihren Augen. __________________________________________________________________ Kapitel 14 ^1Da fuhr die ganze Gemeinde auf und schrie, und das Volk weinte die Nacht. ^2Und alle Kinder Israel murrten wider Mose und Aaron, und die ganze Gemeinde sprach zu ihnen: Ach, dass wir in Aegyptenland gestorben waeren oder noch stuerben in dieser Wueste! ^3Warum fuehrt uns der HERR in dies Land, dass wir durchs Schwert fallen und unsere Weiber und unsere Kinder ein Raub werden? Ist's nicht besser, wir ziehen wieder nach Aegypten? ^4Und einer sprach zu dem andern: Lasst uns einen Hauptmann aufwerfen und wieder nach Aegypten ziehen! ^5Mose aber und Aaron fielen auf ihr Angesicht vor der ganzen Versammlung der Gemeinde der Kinder Israel. ^6Und Josua, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jephunnes, die auch das Land erkundet hatten, zerrissen ihre Kleider ^7und sprachen zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel: Das Land, das wir durchwandelt haben, es zu erkunden, ist sehr gut. ^8Wenn der HERR uns gnaedig ist, so wird er uns in das Land bringen und es uns geben, ein Land, darin Milch und Honig fliesst. ^9Fallt nur nicht ab vom HERRN und fuerchtet euch vor dem Volk dieses Landes nicht; denn wir wollen sie wie Brot fressen. Es ist ihr Schutz von ihnen gewichen; der HERR aber ist mit uns. Fuerchtet euch nicht vor ihnen. ^10Da sprach das ganze Volk, man sollte sie steinigen. Da erschien die Herrlichkeit des HERRN in der Huette des Stifts allen Kindern Israel. ^11Und der HERR sprach zu Mose: Wie lange laestert mich dies Volk? und wie lange wollen sie nicht an mich glauben durch allerlei Zeichen, die ich unter ihnen getan habe? ^12So will ich sie mit Pestilenz schlagen und vertilgen und dich zu einem groesseren und maechtigeren Volk machen, denn dies ist. ^13Mose aber sprach zu dem HERRN: So werden's die Aegypter hoeren; denn du hast dies Volk mit deiner Kraft mitten aus ihnen gefuehrt. ^14Und man wird es sagen zu den Einwohnern dieses Landes, die da gehoert haben, dass du, HERR, unter diesem Volk seist, dass du von Angesicht gesehen werdest und deine Wolke stehe ueber ihnen und du, HERR, gehest vor ihnen her in der Wolkensaeule des Tages und Feuersaeule des Nachts. ^15Wuerdest du nun dies Volk toeten, wie einen Mann, so wuerden die Heiden sagen, die solch Geruecht von dir hoeren, und sprechen: ^16Der HERR konnte mitnichten dies Volk in das Land bringen, das er ihnen geschworen hatte; darum hat er sie geschlachtet in der Wueste. ^17So lass nun die Kraft des HERRN gross werden, wie du gesagt hast und gesprochen: ^18Der HERR ist geduldig und von grosser Barmherzigkeit und vergibt Missetat und Uebertretung und laesst niemand ungestraft sondern sucht heim die Missetat der Vaeter ueber die Kinder ins dritte und vierte Glied. ^19So sei nun gnaedig der Missetat dieses Volks nach deiner grossen Barmherzigkeit, wie du auch vergeben hast diesem Volk aus Aegypten bis hierher. ^20Und der HERR sprach: Ich habe es vergeben, wie du gesagt hast. ^21Aber so wahr als ich lebe, so soll alle Herrlichkeit des HERRN voll werden. ^22Denn alle die Maenner, die meine Herrlichkeit und meine Zeichen gesehen haben, die ich getan habe in Aegypten und in der Wueste, und mich nun zehnmal versucht und meiner Stimme nicht gehorcht haben, ^23deren soll keiner das Land sehen, das ich ihren Vaetern geschworen habe; auch keiner soll es sehen, der mich verlaestert hat. ^24Aber meinen Knecht Kaleb, darum dass ein anderer Geist mit ihm ist und er mir treulich nachgefolgt ist, den will ich in das Land bringen, darein er gekommen ist, und sein Same soll es einnehmen, ^25dazu die Amalekiter und Kanaaniter, die im Tale wohnen. Morgen wendet euch und ziehet in die Wueste auf dem Wege zum Schilfmeer. ^26Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach: ^27Wie lange murrt diese boese Gemeinde wider mich? Denn ich habe das Murren der Kinder Israel, das sie wider mich gemurrt haben, gehoert. ^28Darum sprich zu ihnen: So wahr ich lebe, spricht der HERR, ich will euch tun, wie ihr vor meinen Ohren gesagt habt. ^29Eure Leiber sollen in dieser Wueste verfallen; und alle, die ihr gezaehlt seid von zwanzig Jahren und darueber, die ihr wider mich gemurrt habt, ^30sollt nicht in das Land kommen, darueber ich meine Hand gehoben habe, dass ich euch darin wohnen liesse, ausser Kaleb, dem Sohn Jephunnes, und Josua, dem Sohn Nuns. ^31Eure Kinder, von denen ihr sagtet: Sie werden ein Raub sein, die will ich hineinbringen, dass sie erkennen sollen das Land, das ihr verwerft. ^32Aber ihr samt euren Leibern sollt in dieser Wueste verfallen. ^33Und eure Kinder sollen Hirten sein in dieser Wueste vierzig Jahre und eure Untreue tragen, bis dass eure Leiber aufgerieben werden in der Wueste, ^34Nach der Zahl der vierzig Tage, darin ihr das Land erkundet habt; je ein Tag soll ein Jahr gelten, dass ihr vierzig Jahre eure Missetaten tragt; auf dass ihr innewerdet, was es sei, wenn ich die Hand abziehe. ^35Ich, der HERR, habe es gesagt; das will ich auch tun aller dieser boesen Gemeinde, die sich wider mich empoert hat. In dieser Wueste sollen sie aufgerieben werden und daselbst sterben. ^36Also starben durch die Plage vor dem HERRN alle die Maenner, die Mose gesandt hatte, das Land zu erkunden, und wiedergekommen waren und wider ihn murren machten die ganze Gemeinde, ^37damit dass sie dem Lande ein Geschrei machten, dass es boese waere. ^38Aber Josua, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jephunnes, blieben lebendig aus den Maennern, die gegangen waren, das Land zu erkunden. ^39Und Mose redete diese Worte zu allen Kindern Israel. Da trauerte das Volk sehr, ^40und sie machten sich des Morgens frueh auf und zogen auf die Hoehe des Gebirges und sprachen: Hier sind wir und wollen hinaufziehen an die Staette, davon der HERR gesagt hat; denn wir haben gesuendigt. ^41Mose aber sprach: Warum uebertretet ihr also das Wort des HERRN? Es wird euch nicht gelingen. ^42Ziehet nicht hinauf, denn der HERR ist nicht unter Euch, dass ihr nicht geschlagen werdet vor euren Feinden. ^43Denn die Amalekiter und Kanaaniter sind vor euch daselbst, und ihr werdet durchs Schwert fallen, darum dass ihr euch vom HERRN gekehrt habt, und der HERR wird nicht mit euch sein. ^44Aber sie waren stoerrig, hinaufzuziehen auf die Hoehe des Gebirges; aber die Lade des Bundes des HERRN und Mose kamen nicht aus dem Lager. ^45Da kamen die Amalekiter und Kanaaniter, die auf dem Gebirge wohnten, herab und schlugen und zersprengten sie bis gen Horma. __________________________________________________________________ Kapitel 15 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land eurer Wohnung kommt, das ich euch geben werde, ^3und wollt dem HERRN Opfer tun, es sei ein Brandopfer oder ein Opfer zum besonderen Geluebde oder ein freiwilliges Opfer oder euer Festopfer, auf dass ihr dem HERRN einen suessen Geruch machet von Rindern oder von Schafen: ^4wer nun seine Gabe dem HERRN opfern will, der soll das Speisopfer tun, ein Zehntel Semmelmehl, mit einem viertel Hin Oel; ^5und Wein zum Trankopfer, auch ein viertel Hin, zu dem Brandopfer oder sonst zu dem Opfer, da ein Lamm geopfert wird. ^6Wenn aber ein Widder geopfert wird, sollst du das Speisopfer machen aus zwei Zehntel Semmelmehl, mit einem drittel Hin Oel gemengt, ^7und Wein zum Trankopfer, auch ein drittel Hin; das sollst du dem HERRN zum suessen Geruch opfern. ^8Willst du aber ein Rind zum Brandopfer oder zum besonderen Geluebdeopfer oder zum Dankopfer dem HERRN machen, ^9so sollst du zu dem Rind ein Speisopfer tun, drei Zehntel Semmelmehl, mit einem halben Hin Oel gemengt, ^10und Wein zum Trankopfer, auch ein halbes Hin; das ist ein Opfer dem HERRN zum suessen Geruch. ^11Also sollst du tun mit einem Ochsen, mit einem Widder, mit einem Schaf oder mit einer Ziege. ^12Darnach die Zahl dieser Opfer ist, darnach soll auch die Zahl der Speisopfer und Trankopfer sein. ^13Wer ein Einheimischer ist, der soll solches tun, dass er dem HERRN opfere ein Opfer zum suessen Geruch. ^14Und wenn ein Fremdling bei euch wohnt oder unter euch bei euren Nachkommen ist, und will dem HERRN ein Opfer zum suessen Geruch tun, der soll tun, wie ihr tut. ^15Der ganzen Gemeinde sei eine Satzung, euch sowohl als den Fremdlingen; eine ewige Satzung soll das sein euren Nachkommen, dass vor dem HERRN der Fremdling sei wie ihr. ^16Ein Gesetz, ein Recht soll euch und dem Fremdling sein, der bei euch wohnt. ^17Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^18Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, darein ich euch bringen werde, ^19dass ihr esset von dem Brot im Lande, sollt ihr dem HERRN eine Hebe geben: ^20als eures Teiges Erstling sollt ihr einen Kuchen zur Hebe geben; wie die Hebe von der Scheune, ^21also sollt ihr auch dem HERRN eures Teiges Erstling zur Hebe geben bei euren Nachkommen. ^22Und wenn ihr aus Versehen dieser Gebote irgend eins nicht tut, die der HERR zu Mose geredet hat, ^23alles, was der HERR euch durch Mose geboten hat, von dem Tage an, da er anfing zu gebieten auf eure Nachkommen; ^24wenn nun ohne Wissen der Gemeinde etwas versehen wuerde, so soll die ganze Gemeinde einen jungen Farren aus den Rindern zum Brandopfer machen, zum suessen Geruch dem HERRN, samt seinem Speisopfer, wie es recht ist, und einen Ziegenbock zum Suendopfer. ^25Und der Priester soll also die ganze Gemeinde der Kinder Israel versoehnen, so wird's ihnen vergeben sein; denn es ist ein Versehen. Und sie sollen bringen solch ihre Gabe zum Opfer dem HERRN und ihr Suendopfer vor dem HERRN ueber ihr Versehen, ^26so wird's vergeben der ganzen Gemeinde der Kinder Israel, dazu auch dem Fremdling, der unter euch wohnt, weil das ganze Volk an solchem versehen teilhat. ^27Wenn aber eine Seele aus Versehen suendigen wird, die soll eine jaehrige Ziege zum Suendopfer bringen. ^28Und der Priester soll versoehnen solche Seele, die aus Versehen gesuendigt hat, vor dem HERRN, dass er sie versoehne und ihr vergeben werde. ^29Und es soll ein Gesetz sein fuer die, so ein Versehen begehen, fuer den Einheimischen unter den Kindern Israel und fuer den Fremdling, der unter ihnen wohnt. ^30Wenn aber eine Seele aus Frevel etwas tut, es sei ein Einheimischer oder Fremdling, der hat den HERRN geschmaeht. Solche Seele soll ausgerottet werden aus ihrem Volk; ^31denn sie hat des HERRN Wort verachtet und sein Gebot lassen fahren. Ja, sie soll ausgerottet werden; die Schuld sei ihr. ^32Als nun die Kinder Israel in der Wueste waren, fanden sie einen Mann Holz lesen am Sabbattage. ^33Und die ihn darob gefunden hatten, da er das Holz las, brachten sie ihn zu Mose und Aaron und vor die ganze Gemeinde. ^34Und sie legten ihn gefangen; denn es war nicht klar ausgedrueckt, was man mit ihm tun sollte. ^35Der HERR aber sprach zu Mose: Der Mann soll des Todes sterben; die ganze Gemeinde soll ihn steinigen draussen vor dem Lager. ^36Da fuehrte die ganze Gemeinde ihn hinaus vor das Lager und steinigten ihn, dass er starb, wie der HERR dem Mose geboten hatte. ^37Und der HERR sprach zu Mose: ^38Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen, dass sie sich Quasten machen an den Zipfeln ihrer Kleider samt allen ihren Nachkommen, und blaue Schnuere auf die Quasten an die Zipfel tun; ^39und sollen euch die Quasten dazu dienen, dass ihr sie ansehet und gedenket aller Gebote des HERRN und tut sie, dass ihr nicht von eures Herzens Duenken noch von euren Augen euch umtreiben lasset und abgoettisch werdet. ^40Darum sollt ihr gedenken und tun alle meine Gebote und heilig sein eurem Gott. ^41Ich bin der HERR, euer Gott, der euch aus Aegyptenland gefuehrt hat, dass ich euer Gott waere, ich, der HERR, euer Gott. __________________________________________________________________ Kapitel 16 ^1Und Korah, der Sohn Jizhars, des Sohnes Kahaths, des Sohnes Levis, samt Dathan und Abiram, den Soehnen Eliabs, und On, dem Sohn Peleths, den Soehnen Rubens, ^2die empoerten sich wider Mose samt etlichen Maennern unter den Kindern Israel, zweihundertundfuenfzig, Vornehmste in der Gemeinde, Ratsherren und namhafte Leute. ^3Und sie versammelten sich wider Mose und Aaron und sprachen zu ihnen: Ihr macht's zu viel. Denn die ganze Gemeinde ist ueberall heilig, und der HERR ist unter ihnen; warum erhebt ihr euch ueber die Gemeinde des HERRN? ^4Da das Mose hoerte, fiel er auf sein Angesicht ^5und sprach zu Korah und zu seiner ganzen Rotte: Morgen wird der HERR kundtun, wer sein sei, wer heilig sei und zu ihm nahen soll; welchen er erwaehlt, der soll zu ihm nahen. ^6Das tut: nehmet euch Pfannen, Korah und seine ganze Rotte, ^7und legt Feuer darein und tut Raeuchwerk darauf vor dem HERRN morgen. Welchen der HERR erwaehlt, der sei heilig. Ihr macht es zu viel, ihr Kinder Levi. ^8Und Mose sprach zu Korah: Hoeret doch, ihr Kinder Levi! ^9Ist's euch zu wenig, dass euch der Gott Israels ausgesondert hat von der Gemeinde Israel, dass ihr zu ihm nahen sollt, dass ihr dienet im Amt der Wohnung des HERRN und vor die Gemeinde tretet, ihr zu dienen? ^10Er hat dich und alle deine Brueder, die Kinder Levi, samt dir zu sich genommen; und ihr sucht nun auch das Priestertum? ^11Du und deine ganze Rotte macht einen Aufruhr wider den HERRN. Was ist Aaron, dass ihr wider ihn murrt? ^12Und Mose schickte hin und liess Dathan und Abiram rufen, die Soehne Eliabs. Sie aber sprachen: Wir kommen nicht hinauf. ^13Ist's zu wenig, dass du uns aus dem Lande gefuehrt hast, darin Milch und Honig fliesst, dass du uns toetest in der Wueste? Du musst auch noch ueber uns herrschen? ^14Wie fein hast du uns gebracht in ein Land, darin Milch und Honig fliesst, und hast uns Aecker und Weinberge zum Erbteil gegeben! Willst du den Leuten auch die Augen ausreissen? Wir kommen nicht hinauf. ^15Da ergrimmte Mose sehr und sprach zu dem HERRN: Wende dich nicht zu ihrem Speisopfer! Ich habe nicht einen Esel von ihnen genommen und habe ihrer keinem nie ein Leid getan. ^16Und er sprach zu Korah: Du und deine Rotte sollt morgen vor dem HERRN sein; du, sie auch und Aaron. ^17Und ein jeglicher nehme seine Pfanne und lege Raeuchwerk darauf, und tretet herzu vor den HERRN, ein jeglicher mit seiner Pfanne, das sind zweihundertundfuenfzig Pfannen; auch Du Aaron, ein jeglicher mit seiner Pfanne. ^18Und ein jeglicher nahm seine Pfanne und legte Feuer und Raeuchwerk darauf; und sie traten vor die Tuer der Huette des Stifts, und Mose und Aaron auch. ^19Und Korah versammelte wider sie die ganze Gemeinde vor der Tuer der Huette des Stifts. Aber die Herrlichkeit des HERRN erschien vor der ganzen Gemeinde. ^20Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach: ^21Scheidet euch von dieser Gemeinde, dass ich sie ploetzlich vertilge. ^22Sie fielen aber auf ihr Angesicht und sprachen: Ach Gott, der du bist ein Gott der Geister alles Fleisches, wenn ein Mann gesuendigt hat, willst du darum ueber die ganze Gemeinde wueten? ^23Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^24Sage der Gemeinde und sprich: Weicht ringsherum von der Wohnung Korahs und Dathans und Abirams. ^25Und Mose stand auf und ging zu Dathan und Abiram, und die Aeltesten Israels folgten ihm nach, ^26und er redete mit der Gemeinde und sprach: Weichet von den Huetten dieser gottlosen Menschen und ruehrt nichts an, was ihr ist, dass ihr nicht vielleicht umkommt in irgend einer ihrer Suenden. ^27Und sie gingen hinweg von der Huette Korahs, Dathans und Abirams. Dathan aber und Abiram gingen heraus und traten an die Tuer ihrer Huetten mit ihren Weibern und Soehnen und Kindern. ^28Und Mose sprach: Dabei sollt ihr merken, dass mich der HERR gesandt hat, dass ich alle diese Werke taete, und nicht aus meinem Herzen: ^29werden sie sterben, wie alle Menschen sterben, oder heimgesucht, wie alle Menschen heimgesucht werden, so hat mich der HERR nicht gesandt; ^30wird aber der HERR etwas Neues schaffen, dass die Erde ihren Mund auftut und verschlingt sie mit allem, was sie haben, dass sie lebendig hinunter in die Hoelle fahren, so werdet ihr erkennen, dass diese Leute den HERRN gelaestert haben. ^31Und als er diese Worte hatte alle ausgeredet, zerriss die Erde unter ihnen ^32und tat ihren Mund auf und verschlang sie mit ihren Haeusern, mit allen Menschen, die bei Korah waren, und mit aller ihrer Habe; ^33und sie fuhren hinunter lebendig in die Hoelle mit allem, was sie hatten, und die Erde deckte sie zu, und kamen um aus der Gemeinde. ^34Und ganz Israel, das um sie her war, floh vor ihrem Geschrei; denn sie sprachen: dass uns die Erde nicht auch verschlinge! ^35Dazu fuhr das Feuer aus von dem HERRN und frass die zweihundertundfuenfzig Maenner, die das Raeuchwerk opferten. ^36Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^37Sage Eleasar, dem Sohn Aarons, des Priesters, dass er die Pfannen aufhebe aus dem Brand und streue das Feuer hin und her; ^38denn die Pfannen solcher Suender sind dem Heiligtum verfallen durch ihre Seelen. Man schlage sie zu breiten Blechen, dass man den Altar damit ueberziehe; denn sie sind geopfert vor dem HERRN und geheiligt und sollen den Kindern Israel zum Zeichen sein. ^39Und Eleasar, der Priester, nahm die ehernen Pfannen, die die Verbrannten geopfert hatten und schlug sie zu Blechen, den Altar zu ueberziehen, ^40zum Gedaechtnis der Kinder Israel, dass nicht jemand Fremdes sich herzumache, der nicht ist des Samens Aarons, zu opfern Raeuchwerk vor dem HERRN, auf dass es ihm nicht gehe wie Korah und seiner Rotte, wie der HERR ihm geredet hatte durch Mose. ^41Des andern Morgens aber murrte die ganze Gemeinde der Kinder Israel wider Mose und Aaron, und sprachen: Ihr habt des HERRN Volk getoetet. ^42Und da sich die Gemeinde versammelte wider Mose und Aaron, wandten sie sich zu der Huette des Stifts. Und siehe, da bedeckte es die Wolke, und die Herrlichkeit des HERRN erschien. ^43Und Mose und Aaron gingen herzu vor die Huette des Stifts. ^44Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^45Hebt euch aus dieser Gemeinde; ich will sie ploetzlich vertilgen! Und sie fielen auf ihr Angesicht. ^46Und Mose sprach zu Aaron: Nimm die Pfanne und tue Feuer darein vom Altar und lege Raeuchwerk darauf und gehe eilend zu der Gemeinde und versoehne sie; denn das Wueten ist von dem HERRN ausgegangen, und die Plage ist angegangen. ^47Und Aaron nahm wie ihm Mose gesagt hatte, und lief mitten unter die Gemeinde (und siehe, die Plage war angegangen unter dem Volk) und raeucherte und versoehnte das Volk ^48und stand zwischen den Toten und den Lebendigen. Da ward der Plage gewehrt. ^49Derer aber, die an der Plage gestorben waren, waren vierzehntausend und siebenhundert, ohne die, so mit Korah starben. ^50Und Aaron kam wieder zu Mose vor die Tuer der Huette des Stifts, und der Plage ward gewehrt. __________________________________________________________________ Kapitel 17 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Sage den Kindern Israel und nimm von ihnen zwoelf Stecken, von Jeglichem Fuersten seines Vaterhauses einen, und schreib eines jeglichen Namen auf seinen Stecken. ^3Aber den Namen Aarons sollst du schreiben auf den Stecken Levis. Denn je fuer ein Haupt ihrer Vaterhaeuser soll ein Stecken sein. ^4Und lege sie in die Huette des Stifts vor dem Zeugnis, da ich mich euch bezeuge. ^5Und welchen ich erwaehlen werde, des Stecken wird gruenen, dass ich das Murren der Kinder Israel, das sie wider euch murren, stille. ^6Mose redete mit den Kindern Israel, und alle ihre Fuersten gaben ihm zwoelf Stecken, ein jeglicher Fuerst einen Stecken, nach ihren Vaterhaeusern; und der Stecken Aarons war auch unter ihren Stecken. ^7Und Mose legte die Stecken vor den HERRN in der Huette des Zeugnisses. ^8Des Morgens aber, da Mose in die Huette des Zeugnisses ging, fand er den Stecken Aarons des Hauses Levi gruenen und die Bluete aufgegangen und Mandeln tragen. ^9Und Mose trug die Stecken alle heraus von dem HERRN vor alle Kinder Israel, dass sie es sahen; und ein jeglicher nahm seinen Stecken. ^10Der HERR sprach aber zu Mose: Trage den Stecken Aarons wieder vor das Zeugnis, dass er verwahrt werde zum Zeichen den ungehorsamen Kindern, dass ihr Murren von mir aufhoere, dass sie nicht sterben. ^11Mose tat wie ihm der HERR geboten hatte. ^12Und die Kinder Israel sprachen zu Mose: Siehe, wir verderben und kommen um; wir werden alle vertilgt und kommen um. ^13Wer sich naht zur Wohnung des HERRN, der stirbt. Sollen wir denn ganz und gar untergehen? __________________________________________________________________ Kapitel 18 ^1Und der HERR sprach zu Aaron: Du und deine Soehne und deines Vaters Haus mit dir sollt die Missetat des Heiligtums tragen; und du und deine Soehne mit dir sollt die Missetat eures Priestertums tragen. ^2Aber deine Brueder des Stammes Levis, deines Vaters, sollst du zu dir nehmen, dass sie bei dir seien und dir dienen; du aber und deine Soehne mit dir vor der Huette des Zeugnisses. ^3Und sie sollen deines Dienstes und des Dienstes der ganzen Huette warten. Doch zu dem Geraet des Heiligtums und zu dem Altar sollen sie nicht nahen, dass nicht beide, sie und ihr, sterbet; ^4sondern sie sollen bei dir sein, dass sie des Dienstes warten an der Huette des Stifts in allem Amt der Huette; und kein Fremder soll sich zu euch tun. ^5So wartet nun des Dienstes des Heiligtums und des Dienstes des Altars, dass hinfort nicht mehr ein Wueten komme ueber die Kinder Israel. ^6Denn siehe, ich habe die Leviten, eure Brueder, genommen aus den Kindern Israel, dem HERRN zum Geschenk, und euch gegeben, dass sie des Amts pflegen an der Huette des Stifts. ^7Du aber und deine Soehne mit dir sollt eures Priestertums warten, dass ihr dienet in allerlei Geschaeft des Altars und inwendig hinter dem Vorhang; denn euer Priestertum gebe ich euch zum Amt, zum Geschenk. Wenn ein Fremder sich herzutut, der soll sterben. ^8Und der HERR sagte zu Aaron: Siehe, ich habe dir gegeben meine Hebopfer von allem, was die Kinder Israel heiligen, als Gebuehr dir und deinen Soehnen zum ewigen Recht. ^9Das sollst du haben von dem Hochheiligen: Was nicht angezuendet wird von allen ihren Gaben an allen ihren Speisopfern und an allen ihren Suendopfern und an allen ihren Schuldopfern, die sie mir geben, das soll dir und deinen Soehnen ein Hochheiliges sein. ^10An einem heiligen Ort sollst du es essen. Was maennlich ist, soll davon essen; denn es soll dir heilig sein. ^11Ich habe auch das Hebopfer ihrer Gabe an allen Webeopfern der Kinder Israel dir gegeben und deinen Soehnen und Toechtern samt dir zum ewigen Recht; wer rein ist in deinem Hause, soll davon essen. ^12Alles beste Oel und alles Beste vom Most und Korn, naemlich ihre Erstlinge, die sie dem HERRN geben, habe ich dir gegeben. ^13Die erste Frucht, die sie dem HERRN bringen von allem, was in ihrem Lande ist, soll dein sein; wer rein ist in deinem Hause, soll davon essen. ^14Alles Verbannte in Israel soll dein sein. ^15Alles, was die Mutter bricht unter allem Fleisch, das sie dem HERRN bringen, es sei ein Mensch oder Vieh, soll dein sein; doch dass du die erste Menschenfrucht loesen lassest und die erste Frucht eines unreinen Viehs auch loesen lassest. ^16Sie sollen's aber loesen, wenn's einen Monat alt ist; und sollst es zu loesen geben um Geld, um fuenf Silberlinge nach dem Lot des Heiligtums, das hat zwanzig Gera. ^17Aber die erste Frucht eines Rindes oder Schafes oder einer Ziege sollst du nicht zu loesen geben, denn sie sind heilig; ihr Blut sollst du sprengen auf den Altar, und ihr Fett sollst du anzuenden zum Opfer des suessen Geruchs dem HERRN. ^18Ihr Fleisch soll dein sein, wie auch die Webebrust und die rechte Schulter dein ist. ^19Alle Hebeopfer, die die Kinder Israel heiligen dem HERRN, habe ich dir gegeben und deinen Soehnen und deinen Toechtern samt dir zum ewigen Recht. Das soll ein unverweslicher Bund sein ewig vor dem HERRN, dir und deinem Samen samt dir. ^20Und der HERR sprach zu Aaron: Du sollst in ihrem Lande nichts besitzen, auch kein Teil unter ihnen haben; denn ich bin dein Teil und dein Erbgut unter den Kindern Israel. ^21Den Kindern Levi aber habe ich alle Zehnten gegeben in Israel zum Erbgut fuer ihr Amt, das sie mir tun an der Huette des Stifts. ^22Dass hinfort die Kinder Israel nicht zur Huette des Stifts sich tun, Suende auf sich zu laden, und sterben; ^23sondern die Leviten sollen des Amts pflegen an der Huette des Stifts, und sie sollen jener Missetat tragen zu ewigem Recht bei euren Nachkommen. Und sie sollen unter den Kindern Israel kein Erbgut besitzen; ^24Denn den Zehnten der Kinder Israel, den sie dem HERRN heben, habe ich den Leviten zum Erbgut gegeben. Darum habe ich zu ihnen gesagt, dass sie unter den Kindern Israel kein Erbgut besitzen sollen. ^25Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^26Sage den Leviten und sprich zu ihnen: Wenn ihr den Zehnten nehmt von den Kindern Israel, den ich euch von ihnen gegeben habe zu eurem Erbgut, so sollt ihr davon ein Hebeopfer dem HERRN tun, je den Zehnten von dem Zehnten; ^27und sollt solch euer Hebeopfer achten, als gaebet ihr Korn aus der Scheune und Fuelle aus der Kelter. ^28Also sollt auch ihr das Hebeopfer dem HERRN geben von allen euren Zehnten, die ihr nehmt von den Kindern Israel, dass ihr solches Hebopfer des HERRN dem Priester Aaron gebet. ^29Von allem, was euch gegeben wird, sollt ihr dem HERRN allerlei Hebopfer geben, von allem Besten das, was davon geheiligt wird. ^30Und sprich zu ihnen: Wenn ihr also das Beste davon hebt, so soll's den Leviten gerechnet werden wie ein Einkommen der Scheune und wie ein Einkommen der Kelter. ^31Ihr moeget's essen an allen Staetten, ihr und eure Kinder; denn es ist euer Lohn fuer euer Amt in der Huette des Stifts. ^32So werdet ihr nicht Suende auf euch laden an demselben, wenn ihr das Beste davon hebt, und nicht entweihen das Geheiligte der Kinder Israel und nicht sterben. __________________________________________________________________ Kapitel 19 ^1Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach: ^2Diese Weise soll ein Gesetz sein, das der HERR geboten hat und gesagt: Sage den Kindern Israel, dass sie zu dir fuehren ein roetliche Kuh ohne Gebrechen, an der kein Fehl sei und auf die noch nie ein Joch gekommen ist. ^3Und gebt sie dem Priester Eleasar; der soll sie hinaus vor das Lager fuehren und daselbst vor ihm schlachten lassen. ^4Und Eleasar, der Priester, soll von ihrem Blut mit seinem Finger nehmen und stracks gegen die Huette des Stifts siebenmal sprengen ^5und die Kuh vor ihm verbrennen lassen, beides, ihr Fell und ihr Fleisch, dazu ihr Blut samt ihrem Mist. ^6Und der Priester soll Zedernholz und Isop und scharlachrote Wolle nehmen und auf die brennende Kuh werfen ^7und soll seine Kleider waschen und seinen Leib mit Wasser baden und darnach ins Lager gehen und unrein sein bis an den Abend. ^8Und der sie verbrannt hat, soll auch seine Kleider mit Wasser waschen und seinen Leib in Wasser baden und unrein sein bis an den Abend. ^9Und ein reiner Mann soll die Asche von der Kuh aufraffen und sie schuetten draussen vor dem Lager an eine reine Staette, dass sie daselbst verwahrt werde fuer die Gemeinde der Kinder Israel zum Sprengwasser; denn es ist ein Suendopfer. ^10Und derselbe, der die Asche der Kuh aufgerafft hat, soll seine Kleider waschen und unrein sein bis an den Abend. Dies soll ein ewiges Recht sein den Kindern Israel und den Fremdlingen, die unter euch wohnen. ^11Wer nun irgend einen toten Menschen anruehrt, der wird sieben Tage unrein sein. ^12Der soll sich hiermit entsuendigen am dritten Tage und am siebenten Tage, so wird er rein; und wo er sich nicht am dritten Tage und am siebenten Tage entsuendigt, so wird er nicht rein werden. ^13Wenn aber jemand irgend einen toten Menschen anruehrt und sich nicht entsuendigen wollte, der verunreinigt die Wohnung des HERRN, und solche Seele soll ausgerottet werden aus Israel. Darum dass das Sprengwasser nicht ueber ihn gesprengt ist, so ist er unrein; seine Unreinigkeit bleibt an ihm. ^14Das ist das Gesetz: Wenn ein Mensch in der Huette stirbt, soll jeder, der in die Huette geht und wer in der Huette ist, unrein sein sieben Tage. ^15Und alles offene Geraet, das keinen Deckel noch Band hat, ist unrein. ^16Auch wer anruehrt auf dem Felde einen, der erschlagen ist mit dem Schwert, oder einen Toten oder eines Menschen Gebein oder ein Grab, der ist unrein sieben Tage. ^17So sollen sie nun fuer den Unreinen nehmen Asche von diesem verbrannten Suendopfer und fliessendes Wasser darauf tun in ein Gefaess. ^18Und ein reiner Mann soll Isop nehmen und ins Wasser tauchen und die Huette besprengen und alle Geraete und alle Seelen, die darin sind; also auch den, der eines Toten Gebein oder einen Erschlagenen oder Toten oder ein Grab angeruehrt hat. ^19Es soll aber der Reine den Unreinen am dritten Tage und am siebenten Tage entsuendigen; und er soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden, so wird er am Abend rein. ^20Welcher aber unrein sein wird und sich nicht entsuendigen will, des Seele soll ausgerottet werden aus der Gemeinde; denn er hat das Heiligtum des HERRN verunreinigt und ist mit Sprengwasser nicht besprengt; darum ist er unrein. ^21Und dies soll ihnen ein ewiges Recht sein. Und der auch, der mit dem Sprengwasser gesprengt hat, soll seine Kleider waschen; und wer das Sprengwasser anruehrt, der soll unrein sein bis an den Abend. ^22Und alles, was der Unreine anruehrt, wird unrein werden; und welche Seele ihn anruehren wird, soll unrein sein bis an den Abend. __________________________________________________________________ Kapitel 20 ^1Und die Kinder Israel kamen mit der ganzen Gemeinde in die Wueste Zin im ersten Monat, und das Volk lag zu Kades. Und Mirjam starb daselbst und ward daselbst begraben. ^2Und die Gemeinde hatte kein Wasser, und sie versammelten sich wider Mose und Aaron. ^3Und das Volk haderte mit Mose und sprach: Ach, dass wir umgekommen waeren, da unsere Brueder umkamen vor dem HERRN! ^4Warum habt ihr die Gemeinde des HERRN in diese Wueste gebracht, dass wir hier sterben mit unserm Vieh? ^5Und warum habt ihr uns aus Aegypten gefuehrt an diesen boesen Ort, da man nicht saeen kann, da weder Feigen noch Weinstoecke noch Granataepfel sind und dazu kein Wasser zu trinken? ^6Mose und Aaron gingen vor der Gemeinde zur Tuer der Huette des Stifts und fielen auf ihr Angesicht, und die Herrlichkeit des HERRN erschien ihnen. ^7Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^8Nimm den Stab und versammle die Gemeinde, du und dein Bruder Aaron, und redet mit dem Fels vor ihren Augen; der wird sein Wasser geben. Also sollst du ihnen Wasser aus dem Fels bringen und die Gemeinde traenken und ihr Vieh. ^9Da nahm Mose den Stab vor dem HERRN, wie er ihm geboten hatte. ^10Und Mose und Aaron versammelten die Gemeinde vor den Fels, und er sprach zu ihnen: Hoeret, ihr Ungehorsamen, werden wir euch Wasser bringen aus jenem Fels? ^11Und Mose hob seine Hand auf und schlug den Fels mit dem Stab zweimal. Da ging viel Wasser heraus, dass die Gemeinde trank und ihr Vieh. ^12Der HERR aber sprach zu Mose und Aaron: Darum dass ihr nicht an mich geglaubt habt, mich zu heiligen vor den Kindern Israel, sollt ihr diese Gemeinde nicht in das Land bringen, das ich ihnen geben werde. ^13Das ist das Haderwasser, darueber die Kinder Israel mit dem HERRN haderten und er geheiligt ward an ihnen. ^14Und Mose sandte Botschaft aus Kades zu dem Koenig der Edomiter: Also laesst dir dein Bruder Israel sagen: Du weisst alle die Muehsal, die uns betroffen hat, ^15dass unsre Vaeter nach Aegypten hinabgezogen sind und wir lange Zeit in Aegypten gewohnt haben, und die Aegypter behandelten uns und unsre Vaeter uebel. ^16Und wir schrieen zu dem HERRN; der hat unsre Stimme erhoert und einen Engel gesandt und uns aus Aegypten gefuehrt. Und siehe, wir sind zu Kades, in der Stadt an deinen Grenzen. ^17Lass uns durch dein Land ziehen. Wir wollen nicht durch Aecker noch Weinberge gehen, auch nicht Wasser aus den Brunnen trinken; die Landstrasse wollen wir ziehen, weder zur Rechten noch zur Linken weichen, bis wir durch deine Grenze kommen. ^18Edom aber sprach zu ihnen: Du sollst nicht durch mich ziehen, oder ich will dir mit dem Schwert entgegenziehen. ^19Die Kinder Israel sprachen zu ihm: Wir wollen auf der gebahnten Strasse ziehen, und so wir von deinem Wasser trinken, wir und unser Vieh, so wollen wir's bezahlen; wir wollen nichts denn nur zu Fusse hindurchziehen. ^20Er aber sprach: Du sollst nicht herdurchziehen. Und die Edomiter zogen aus, ihnen entgegen, mit maechtigem Volk und starker Hand. ^21Also weigerten sich die Edomiter, Israel zu vergoennen, durch ihr Gebiet zu ziehen. Und Israel wich von ihnen. ^22Und die Kinder Israel brachen auf von Kades und kamen mit der ganzen Gemeinde an den Berg Hor. ^23Und der HERR redete mit Mose und Aaron am Berge Hor, an den Grenzen des Landes der Edomiter, und sprach: ^24Lass sich Aaron sammeln zu seinem Volk; denn er soll nicht in das Land kommen, das ich den Kindern Israel gegeben habe, darum dass ihr meinem Munde ungehorsam gewesen seid bei dem Haderwasser. ^25Nimm aber Aaron und seinen Sohn Eleasar und fuehre sie auf den Berg Hor ^26und zieh Aaron seine Kleider aus und ziehe sie Eleasar an, seinem Sohne. Und Aaron soll sich daselbst sammeln und sterben. ^27Da tat Mose, wie ihm der HERR geboten hatte, und sie stiegen auf den Berg Hor vor der ganzen Gemeinde. ^28Und Mose zog Aaron seine Kleider aus und zog sie Eleasar an, seinem Sohne. ^29Und Aaron starb daselbst oben auf dem Berge. Mose aber und Eleasar stiegen herab vom Berge. __________________________________________________________________ Kapitel 21 ^1Und da die Kanaaniter, der Koenig von Arad, der gegen Mittag wohnte, hoerte, dass Israel hereinkommt durch den Weg der Kundschafter, stritt er wider Israel und fuehrte etliche gefangen. ^2Da gelobte Israel dem HERRN ein Geluebde und sprach: Wenn du dies Volk unter Meine Hand gibst, so will ich ihre Staedte verbannen. ^3Und der HERR erhoerte die Stimme Israels und gab die Kanaaniter, und sie verbannten sie samt ihren Staedten und hiessen die Staette Horma. ^4Da zogen sie von dem Berge Hor auf dem Wege gegen das Schilfmeer, dass sie um der Edomiter Land hinzoegen. Und das Volk ward verdrossen auf dem Wege ^5und redete wider Gott und wider Mose: Warum hast du uns aus Aegypten gefuehrt, dass wir sterben in der Wueste? Denn es ist kein Brot noch Wasser hier, und unsre Seele ekelt vor dieser mageren Speise. ^6Da sandte der HERR feurige Schlangen unter das Volk; die bissen das Volk, dass viel Volks in Israel starb. ^7Da kamen sie zu Mose und sprachen: Wir haben gesuendigt, dass wir wider dich geredet haben; bitte den HERRN, dass er die Schlangen von uns nehme. Mose bat fuer das Volk. ^8Da sprach der HERR zu Mose: Mache dir eine eherne Schlange und richte sie zum Zeichen auf; wer gebissen ist und sieht sie an, der soll leben. ^9Da machte Mose eine eherne Schlange und richtete sie auf zum Zeichen; und wenn jemanden eine Schlange biss, so sah er die eherne Schlange an und blieb leben. ^10Und die Kinder Israel zogen aus und lagerten sich in Oboth. ^11Und von Oboth zogen sie aus und lagerten sich in Ije-Abarim, in der Wueste Moab, gegenueber gegen der Sonne Aufgang. ^12Und von da zogen sie und lagerten sich am Bach Sered. ^13Von da zogen sie und lagerten sich diesseits am Arnon, der in der Wueste ist und herauskommt von der Grenze der Amoriter; denn der Arnon ist die Grenze Moabs zwischen Moab und den Amoritern. ^14Daher heisst es in dem Buch von den Kriegen des HERRN: "Das Vaheb in Supha und die Baeche Arnon ^15und die Quelle der Baeche, welche reicht hinan bis zur Stadt Ar und lenkt sich und ist die Grenze Moabs." ^16Und von da zogen sie zum Brunnen. Das ist der Brunnen, davon der HERR zu Mose sagte: Sammle das Volk, ich will ihnen Wasser geben. ^17Da sang Israel das Lied: "Brunnen, steige auf! Singet von ihm! ^18Das ist der Brunnen, den die Fuersten gegraben haben; die Edlen im Volk haben ihn gegraben mit dem Zepter, mit ihren Staeben." Und von dieser Wueste zogen sie gen Matthana; ^19und von Matthana gen Nahaliel; und von Nahaliel gen Bamoth; ^20und von Bamoth in das Tal, das im Felde Moabs liegt, zu dem hohen Berge Pisgas, der gegen die Wueste sieht. ^21Und Israel sandte Boten zu Sihon, dem Koenig der Amoriter, und liess ihm sagen: ^22Lass mich durch dein Land ziehen. Wir wollen nicht weichen in die Aecker noch in die Weingaerten, wollen auch Brunnenwasser nicht trinken; die Landstrasse wollen wir ziehen, bis wir durch deine Grenze kommen. ^23Aber Sihon gestattete den Kindern Israel nicht den Zug durch sein Gebiet, sondern sammelte all sein Volk und zog aus, Israel entgegen in die Wueste; und als er gen Jahza kam, stritt er wider Israel. ^24Israel aber schlug ihn mit der Schaerfe des Schwerts und nahm sein Land ein vom Arnon an bis an den Jabbok und bis an die Kinder Ammon; denn die Grenzen der Kinder Ammon waren fest. ^25Also nahm Israel alle diese Staedte und wohnte in allen Staedten der Amoriter, zu Hesbon und in allen seinen Ortschaften. ^26Denn Hesbon war die Stadt Sihons, des Koenigs der Amoriter, und er hatte zuvor mit dem Koenig der Moabiter gestritten und ihm all sein Land abgewonnen bis zum Arnon. ^27Daher sagt man im Lied: "Kommt gen Hesbon, dass man die Stadt Sihons baue und aufrichte; ^28denn Feuer ist aus Hesbon gefahren, eine Flamme von der Stadt Sihons, die hat gefressen Ar der Moabiter und die Buerger der Hoehen am Arnon. ^29Weh dir, Moab! Du Volk des Kamos bist verloren; man hat seine Soehne in die Flucht geschlagen und seine Toechter gefangen gefuehrt Sihon, dem Koenig der Amoriter. ^30Ihre Herrlichkeit ist zunichte worden von Hesbon bis gen Dibon; sie ist verstoert bis gen Nophah, die da langt bis gen Medeba." ^31Also wohnte Israel im Lande der Amoriter. ^32Und Mose sandte aus Kundschafter gen Jaser, und sie gewannen seine Ortschaften und nahmen die Amoriter ein, die darin waren, ^33und wandten sich und zogen hinauf den Weg nach Basan. Da zog aus, ihnen entgegen, Og, der Koenig von Basan, mit allem seinem Volk, zu streiten in Edrei. ^34Und der HERR sprach zu Mose: Fuerchte dich nicht vor ihm; denn ich habe ihn in deine Hand gegeben mit Land und Leuten, und du sollst mit ihm tun, wie du mit Sihon, dem Koenig der Amoriter, getan hast, der zu Hesbon wohnte. ^35Und sie schlugen ihn und seine Soehne und all sein Volk, bis dass keiner uebrigblieb, und nahmen das Land ein. __________________________________________________________________ Kapitel 22 ^1Darnach zogen die Kinder Israel und lagerten sich in das Gefilde Moab jenseit des Jordans, gegenueber Jericho. ^2Und Balak, der Sohn Zippors, sah alles, was Israel getan hatte den Amoritern; ^3und die Moabiter fuerchteten sich sehr vor dem Volk, das so gross war, und den Moabitern graute vor den Kindern Israel; ^4und sie sprachen zu den Aeltesten der Midianiter: Nun wird dieser Haufe auffressen, was um uns ist, wie ein Ochse Kraut auf dem Felde auffrisst. Balak aber, der Sohn Zippors, war zu der Zeit Koenig der Moabiter. ^5Und er sandte Boten aus zu Bileam, dem Sohn Beors, gen Pethor, der wohnte an dem Strom im Lande der Kinder seines Volks, dass sie ihn forderten, und liess ihm sagen: Siehe, es ist ein Volk aus Aegypten gezogen, das bedeckt das Angesicht der Erde und liegt mir gegenueber. ^6So komm nun und verfluche mir das Volk (denn es ist mir zu maechtig), ob ich's schlagen moechte und aus dem Lande vertreiben; denn ich weiss, dass, welchen du segnest, der ist gesegnet, und welchen du verfluchst, der ist verflucht. ^7Und die Aeltesten der Moabiter gingen hin mit den Aeltesten der Midianiter und hatten den Lohn des Wahrsagers in ihren Haenden und kamen zu Bileam und sagten ihm die Worte Balaks. ^8Und er sprach zu ihnen: Bleibt hier ueber Nacht, so will ich euch wieder sagen, wie mir der HERR sagen wird. Also blieben die Fuersten der Moabiter bei Bileam. ^9Und Gott kam zu Bileam und sprach: Wer sind die Leute, die bei dir sind? ^10Bileam sprach zu Gott: Balak, der Sohn Zippors, der Moabiter Koenig, hat zu mir gesandt: ^11Siehe, ein Volk ist aus Aegypten gezogen und bedeckt das Angesicht der Erde; so komm nun und fluche ihm, ob ich mit ihm streiten moege und sie vertreiben. ^12Gott aber sprach zu Bileam: Gehe nicht mit ihnen, verfluche das Volk auch nicht; denn es ist gesegnet. ^13Da stand Bileam des Morgens auf und sprach zu den Fuersten Balaks: Gehet hin in euer Land; denn der HERR will's nicht gestatten, dass ich mit euch ziehe. ^14Und die Fuersten der Moabiter machten sich auf, kamen zu Balak und sprachen: Bileam weigert sich, mit uns zu ziehen. ^15Da sandte Balak noch groessere und herrlichere Fuersten, denn jene waren. ^16Da die zu Bileam kamen, sprachen sie zu ihm: Also laesst dir sagen Balak, der Sohn Zippors: Wehre dich doch nicht, zu mir zu ziehen; ^17denn ich will dich hoch ehren, und was du mir sagst, das will ich tun; komm doch und fluche mir diesem Volk. ^18Bileam antwortete und sprach zu den Dienern Balaks: Wenn mir Balak sein Haus voll Silber und Gold gaebe, so koennte ich doch nicht uebertreten das Wort des HERRN, meines Gottes, Kleines oder Grosses zu tun. ^19So bleibt doch nur hier auch ihr diese Nacht, dass ich erfahre, was der HERR weiter mit mir reden werde. ^20Da kam Gott des Nachts zu Bileam und sprach zu ihm: Sind die Maenner gekommen, dich zu rufen, so mache dich auf und zieh mit ihnen; doch was ich dir sagen werde, das sollst du tun. ^21Da stand Bileam des Morgens auf und sattelte seine Eselin und zog mit den Fuersten der Moabiter. ^22Aber der Zorn Gottes ergrimmte, dass er hinzog. Und der Engel des HERRN trat ihm in den Weg, dass er ihm widerstuende. Er aber ritt auf seiner Eselin, und zwei Knechte waren mit ihm. ^23Und die Eselin sah den Engel des HERRN im Wege stehen und ein blosses Schwert in seiner Hand. Und die Eselin wich aus dem Wege und ging auf dem Felde; Bileam aber schlug sie, dass sie in den Weg sollte gehen. ^24Da trat der Engel des HERRN in den Pfad bei den Weinbergen, da auf beiden Seiten Waende waren. ^25Und da die Eselin den Engel des HERRN sah, draengte sie sich an die Wand und klemmte Bileam den Fuss an der Wand; und er schlug sie noch mehr. ^26Da ging der Engel des HERRN weiter und trat an einen engen Ort, da kein Weg war zu weichen, weder zur Rechten noch zur Linken. ^27Und da die Eselin den Engel des HERRN sah, fiel sie auf ihre Knie unter Bileam. Da ergrimmte der Zorn Bileams, und er schlug die Eselin mit dem Stabe. ^28Da tat der HERR der Eselin den Mund auf, und sie sprach zu Bileam: Was habe ich dir getan, dass du mich geschlagen hast nun dreimal? ^29Bileam sprach zur Eselin: Dass du mich hoehnest! ach, dass ich jetzt ein Schwert in der Hand haette, ich wollte dich erwuergen! ^30Die Eselin sprach zu Bileam: Bin ich nicht deine Eselin, darauf du geritten bist zu deiner Zeit bis auf diesen Tag? Habe ich auch je gepflegt, dir also zu tun? Er sprach: Nein. ^31Da oeffnete der HERR dem Bileam die Augen, dass er den Engel des HERRN sah im Wege stehen und ein blosses Schwert in seiner Hand, und er neigte und bueckte sich mit seinem Angesicht. ^32Und der Engel des HERRN sprach zu ihm: Warum hast du deine Eselin geschlagen nun dreimal? Siehe, ich bin ausgegangen, dass ich dir widerstehe; denn dein Weg ist vor mir verkehrt. ^33Und die Eselin hat mich gesehen und ist dreimal ausgewichen; sonst, wo sie nicht vor mir gewichen waere, so wollte ich dich auch jetzt erwuergt und die Eselin lebendig erhalten haben. ^34Da sprach Bileam zu dem Engel des HERRN: Ich habe gesuendigt; denn ich habe es nicht gewusst, dass du mir entgegenstandest im Wege. Und nun, so dir's nicht gefaellt, will ich wieder umkehren. ^35Der Engel des HERRN sprach zu ihm: Zieh hin mit den Maennern; aber nichts anderes, denn was ich dir sagen werde, sollst du reden. Also zog Bileam mit den Fuersten Balaks. ^36Da Balak hoerte, dass Bileam kam, zog er aus ihm entgegen in die Stadt der Moabiter, die da liegt an der Grenze des Arnon, welcher ist an der aeussersten Grenze, ^37und sprach zu ihm: Habe ich nicht zu dir gesandt und dich fordern lassen? Warum bist du denn nicht zu mir gekommen? Meinst du ich koennte dich nicht ehren? ^38Bileam antwortete ihm: Siehe, ich bin gekommen zu dir; aber wie kann ich etwas anderes reden, als was mir Gott in den Mund gibt? Das muss ich reden. ^39Also zog Bileam mit Balak, und sie kamen in die Gassenstadt. ^40Und Balak opferte Rinder und Schafe und sandte davon an Bileam und an die Fuersten, die bei ihm waren. ^41Und des Morgens nahm Balak den Bileam und fuehrte ihn hin auf die Hoehe Baals, dass er von da sehen konnte das Ende des Volks. __________________________________________________________________ Kapitel 23 ^1Und Bileam sprach zu Balak: Baue mir hier sieben Altaere und schaffe mir her sieben Farren und sieben Widder. ^2Balak tat, wie ihm Bileam sagte; und beide, Balak und Bileam, opferten je auf einem Altar einen Farren und einen Widder. ^3Und Bileam sprach zu Balak: Tritt zu deinem Brandopfer; ich will hingehen, ob vielleicht mir der HERR begegne, dass ich dir ansage, was er mir zeigt. Und ging hin eilend. ^4Und Gott begegnete Bileam; er aber sprach zu ihm: Sieben Altaere habe ich zugerichtet und je auf einem Altar einen Farren und einen Widder geopfert. ^5Der HERR aber gab das Wort dem Bileam in den Mund und sprach: Gehe wieder zu Balak und rede also. ^6Und da er wieder zu ihm kam, siehe, da stand er bei dem Brandopfer samt allen Fuersten der Moabiter. ^7Da hob er an seinen Spruch und sprach: Aus Syrien hat mich Balak, der Moabiter Koenig, holen lassen von dem Gebirge gegen Aufgang: Komm, verfluche mir Jakob! komm schilt Israel! ^8Wie soll ich fluchen, dem Gott nicht flucht? Wie soll ich schelten, den der HERR nicht schilt? ^9Denn von der Hoehe der Felsen sehe ich ihn wohl, und von den Huegeln schaue ich ihn. Siehe, das Volk wird besonders wohnen und nicht unter die Heiden gerechnet werden. ^10Wer kann zaehlen den Staub Jakobs und die Zahl des vierten Teils Israels? Meine Seele muesse sterben des Todes der Gerechten, und mein Ende werde wie dieser Ende! ^11Da sprach Balak zu Bileam: Was tust du an mir? Ich habe dich holen lassen, zu fluchen meinen Feinden; und siehe, du segnest. ^12Er antwortete und sprach: Muss ich das nicht halten und reden, was mir der HERR in den Mund gibt? ^13Balak sprach zu ihm: Komm doch mit mir an einen andern Ort, von wo du nur sein Ende sehest und es nicht ganz sehest, und fluche mir ihm daselbst. ^14Und er fuehrte ihn auf einen freien Platz auf der Hoehe Pisga und baute sieben Altaere und opferte je auf einem Altar einen Farren und einen Widder. ^15Und (Bileam) sprach zu Balak: Tritt her zu deinem Brandopfer; ich will dort warten. ^16Und der HERR begegnete Bileam und gab ihm das Wort in seinen Mund und sprach: Gehe wieder zu Balak und rede also. ^17Und da er wieder zu ihm kam, siehe, da stand er bei seinem Brandopfer samt den Fuersten der Moabiter. Und Balak sprach zu ihm: Was hat der HERR gesagt? ^18Und er hob an seinen Spruch und sprach: Stehe auf, Balak, und hoere! nimm zu Ohren was ich sage, du Sohn Zippors! ^19Gott ist nicht ein Mensch, dass er luege, noch ein Menschenkind, dass ihn etwas gereue. Sollte er etwas sagen und nicht tun? Sollte er etwas reden und nicht halten? ^20Siehe, zu segnen bin ich hergebracht; er segnet, und ich kann's nicht wenden. ^21Man sieht keine Muehe in Jakob und keine Arbeit in Israel. Der HERR, sein Gott, ist bei ihm und das Drommeten des Koenigs unter ihm. ^22Gott hat sie aus Aegypten gefuehrt; seine Freudigkeit ist wie eines Einhorns. ^23Denn es ist kein Zauberer in Jakob und kein Wahrsager in Israel. Zu seiner Zeit wird Jakob gesagt und Israel, was Gott tut. ^24Siehe, das Volk wird aufstehen, wie ein junger Loewe und wird sich erheben wie ein Loewe; es wird sich nicht legen, bis es den Raub fresse und das Blut der Erschlagenen saufe. ^25Da sprach Balak zu Bileam: Du sollst ihm weder fluchen noch es segnen. ^26Bileam antwortete und sprach zu Balak: Habe ich dir nicht gesagt, alles, was der HERR reden wuerde, das wuerde ich tun? ^27Balak sprach zu ihm: Komm doch, ich will dich an einen Ort fuehren, ob's vielleicht Gott gefalle, dass du daselbst mir sie verfluchst. ^28Und er fuehrte ihn auf die Hoehe des Berges Peor, welcher gegen die Wueste sieht. ^29Und Bileam sprach zu Balak: Baue mir hier sieben Altaere und schaffe mir sieben Farren und sieben Widder. ^30Balak tat, wie ihm Bileam sagte, und opferte je auf einem Altar einen Farren und einen Widder. __________________________________________________________________ Kapitel 24 ^1Da nun Bileam sah, dass es dem HERRN gefiel, dass er Israel segnete, ging er nicht aus, wie vormals, nach Zauberei, sondern richtete sein Angesicht stracks zu der Wueste, ^2hob seine Augen auf und sah Israel, wie sie lagen nach ihren Staemmen. Und der Geist Gottes kam auf ihn, ^3und er hob an seinen Spruch und sprach: Es sagt Bileam, der Sohn Beors, es sagt der Mann, dem die Augen geoeffnet sind, ^4es sagt der Hoerer goettlicher Rede, der des Allmaechtigen Offenbarung sieht, dem die Augen geoeffnet werden, wenn er niederkniet: ^5Wie fein sind deine Huetten, Jakob, und deine Wohnungen, Israel! ^6Wie die Taeler, die sich ausbreiten, wie die Gaerten an den Wassern, wie die Aloebaeume, die der HERR pflanzt, wie die Zedern an den Wassern. ^7Es wird Wasser aus seinem Eimer fliessen, und sein Same wird ein grosses Wasser werden; sein Koenig wird hoeher werden denn Agag, und sein Reich wird sich erheben. ^8Gott hat ihn aus Aegypten gefuehrt; seine Freudigkeit ist wie eines Einhorns. Er wird die Heiden, seine Verfolger, fressen und ihre Gebeine zermalmen und mit seinen Pfeilen zerschmettern. ^9Er hat sich niedergelegt wie ein Loewe und wie ein junger Loewe; wer will sich gegen ihn auflehnen? Gesegnet sei, der dich segnet, und verflucht, der dir flucht! ^10Da ergrimmte Balak im Zorn wider Bileam und schlug die Haende zusammen und sprach zu ihm: Ich habe dich gefordert, dass du meinen Feinden fluchen solltest; und siehe, du hast sie nun dreimal gesegnet. ^11Und nun hebe dich an deinen Ort! Ich gedachte, ich wollte dich ehren; aber der HERR hat dir die Ehre verwehrt. ^12Bileam antwortete ihm: Habe ich nicht auch zu deinen Boten gesagt, die du zu mir sandtest, und gesprochen: ^13Wenn mir Balak sein Haus voll Silber und Gold gaebe, so koennte ich doch an des HERRN Wort nicht vorueber, Boeses oder Gutes zu tun nach meinem Herzen; sondern was der HERR reden wuerde, das wuerde ich auch reden? ^14Und nun siehe, ich ziehe zu meinem Volk. So komm, ich will dir verkuendigen, was dies Volk deinem Volk tun wird zur letzten Zeit. ^15Und er hob an seinen Spruch und sprach: es sagt Bileam, der Sohn Beors, es sagt der Mann, dem die Augen geoeffnet sind, ^16es sagt der Hoerer goettlicher Rede und der die Erkenntnis hat des Hoechsten, der die Offenbarung des Allmaechtigen sieht und dem die Augen geoeffnet werden, wenn er niederkniet. ^17Ich sehe ihn, aber nicht jetzt; ich schaue ihn aber nicht von nahe. Es wird ein Stern aus Jakob aufgehen und ein Zepter aus Israel aufkommen und wird zerschmettern die Fuersten der Moabiter und verstoeren alle Kinder des Getuemmels. ^18Edom wird er einnehmen, und Seir wird seinen Feinden unterworfen sein; Israel aber wird den Sieg haben. ^19Aus Jakob wird der Herrscher kommen und umbringen, was uebrig ist von den Staedten. ^20Und da er sah die Amalekiter, hob er an seinen Spruch und sprach: Amalek, die Ersten unter den Heiden; aber zuletzt wirst du gar umkommen. ^21Und da er die Keniter sah, hob er an seinen Spruch und sprach: Fest ist deine Wohnung, und hast dein Nest in einen Felsen gelegt. ^22Aber, o Kain, du wirst verbrannt werden, wenn Assur dich gefangen wegfuehren wird. ^23Und er hob abermals an seinen Spruch und sprach: Ach, wer wird leben, wenn Gott solches tun wird? ^24Und Schiffe aus Chittim werden verderben den Assur und Eber; er aber wird auch umkommen. ^25Und Bileam machte sich auf und zog hin und kam wieder an seinen Ort, und Balak zog seinen Weg. __________________________________________________________________ Kapitel 25 ^1Und Israel wohnte in Sittim. Und das Volk hob an zu huren mit der Moabiter Toechtern, ^2welche luden das Volk zum Opfer ihrer Goetter. Und das Volk ass und betete ihre Goetter an. ^3Und Israel haengte sich an den Baal-Peor. Da ergrimmte des HERRN Zorn ueber Israel, ^4und er sprach zu Mose: nimm alle Obersten des Volks und haenge sie dem HERRN auf an der Sonne, auf dass der grimmige Zorn des HERRN von Israel gewandt werde. ^5Und Mose sprach zu den Richtern Israels: Erwuerge ein jeglicher seine Leute, die sich an den Baal-Peor gehaengt haben. ^6Und siehe, ein Mann aus den Kindern Israel kam und brachte unter seine Brueder eine Midianitin vor den Augen Mose's und der ganzen Gemeinde der Kinder Israel, die da weinten vor der Tuer der Huette des Stifts. ^7Da das sah Pinehas, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, des Priesters, stand er auf aus der Gemeinde und nahm einen Spiess in seine Hand ^8und ging dem israelitischen Mann nach hinein in die Kammer und durchstach sie beide, den israelitischen Mann und das Weib, durch ihren Bauch. Da hoerte die Plage auf von den Kindern Israel. ^9Und es wurden getoetet in der Plage vierundzwanzigtausend. ^10Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^11Pinehas, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, des Priesters, hat meinen Grimm von den Kindern Israel gewendet durch seinen Eifer um mich, dass ich nicht in meinem Eifer die Kinder Israel vertilgte. ^12Darum sage: Siehe, ich gebe ihm meinen Bund des Friedens; ^13und er soll haben und sein Same nach ihm den Bund eines ewigen Priestertums, darum dass er fuer seinen Gott geeifert und die Kinder Israel versoehnt hat. ^14Der israelitische Mann aber, der erschlagen ward mit der Midianitin, hiess Simri, der Sohn Salus, der Fuerst eines Vaterhauses der Simeoniter. ^15Das midianitische Weib, das auch erschlagen ward, hiess Kosbi, eine Tochter Zurs, der ein Fuerst war seines Geschlechts unter den Midianitern. ^16Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^17Tut den Midianitern Schaden und schlagt sie; ^18denn sie haben euch Schaden getan mit ihrer List, die sie wider euch geuebt haben durch den Peor und durch ihre Schwester Kosbi, die Tochter des Fuersten der Midianiter, die erschlagen ist am Tag der Plage um des Peor willen. __________________________________________________________________ Kapitel 26 ^1Und es geschah, nach der Plage sprach der HERR zu Mose und Eleasar, dem Sohn des Priesters Aaron: ^2Nehmt die Summe der ganzen Gemeinde der Kinder Israel, von zwanzig Jahren und darueber, nach ihren Vaterhaeusern, alle, die ins Heer zu ziehen taugen in Israel. ^3Und Mose redete mit ihnen samt Eleasar, dem Priester, in dem Gefilde der Moabiter, an dem Jordan gegenueber Jericho, ^4die zwanzig Jahre alt waren und darueber, wie der HERR dem Mose geboten hatte und den Kindern Israel, die aus Aegypten gezogen waren. ^5Ruben, der Erstgeborene Israels. Die Kinder Rubens aber waren: Henoch, von dem das Geschlecht der Henochiter kommt; Pallu, von dem das Geschlecht der Palluiter kommt; ^6Hezron, von dem das Geschlecht der Hezroniter kommt; Charmi, von dem das Geschlecht der Charmiter kommt. ^7Das sind die Geschlechter von Ruben, und ihre Zahl war dreiundvierzigtausend siebenhundertdreissig. ^8Aber die Kinder Pallus waren: Eliab. ^9Und die Kinder Eliabs waren: Nemuel und Dathan und Abiram, die Vornehmen in der Gemeinde, die sich wider Mose und Aaron auflehnten in der Rotte Korahs, die sich wider den HERRN auflehnten ^10und die Erde ihren Mund auftat und sie verschlang mit Korah, da die Rotte starb, da das Feuer zweihundertfuenfzig Maenner frass und sie ein Zeichen wurden. ^11Aber die Kinder Korahs starben nicht. ^12Die Kinder Simeons in ihren Geschlechtern waren: Nemuel, daher kommt das Geschlecht der Nemueliter; Jamin, daher kommt das Geschlecht der Jaminiter; Jachin, daher das Geschlecht der Jachiniter kommt; ^13Serah, daher das Geschlecht der Serahiter kommt; Saul, daher das Geschlecht der Sauliter kommt. ^14Das sind die Geschlechter Simeon, zweiundzwanzigtausend und zweihundert. ^15Die Kinder Gads in ihren Geschlechtern waren: Ziphon, daher das Geschlecht der Ziphoniter kommt; Haggi, daher das Geschlecht der Haggiter kommt; Suni, daher das Geschlecht der Suniter kommt; ^16Osni, daher das Geschlecht der Osniter kommt; Eri, daher das Geschlecht der Eriter kommt; ^17Arod, daher das Geschlecht der Aroditer kommt; Ariel, daher das Geschlecht der Arieliter kommt. ^18Das sind die Geschlechter der Kinder Gads, an ihrer Zahl vierzigtausend und fuenfhundert ^19Die Kinder Juda's: Ger und Onan, welche beide starben im Lande Kanaan. ^20Es waren aber die Kinder Juda's in ihren Geschlechtern: Sela, daher das Geschlecht der Selaniter kommt; Perez, daher das Geschlecht der Pereziter kommt; Serah, daher das Geschlecht der Serahiter kommt. ^21Aber die Kinder des Perez waren: Hezron, daher das Geschlecht der Hezroniter kommt; Hamul, daher das Geschlecht der Hamuliter kommt. ^22Das sind die Geschlechter Juda's, an ihrer Zahl sechsundsiebzigtausend und fuenfhundert. ^23Die Kinder Isaschars in ihren Geschlechtern waren: Thola, daher das Geschlecht der Tholaiter kommt; Phuva, daher das Geschlecht der Phuvaniter kommt; ^24Jasub, daher das Geschlecht der Jasubiter kommt; Simron, daher das Geschlecht der Simroniter kommt. ^25Das sind die Geschlechter Isaschars, an der Zahl vierundsechzigtausend und dreihundert. ^26Die Kinder Sebulons in ihren Geschlechtern waren: Sered, daher das Geschlecht der Serediter kommt; Elon, daher das Geschlecht der Eloniter kommt; Jahleel, daher das Geschlecht der Jahleeliter kommt. ^27Das sind die Geschlechter Sebulons, an ihrer Zahl sechzigtausend und fuenfhundert. ^28Die Kinder Josephs in ihren Geschlechtern waren: Manasse und Ephraim. ^29Die Kinder aber Manasses waren: Machir, daher kommt das Geschlecht der Machiriter; Machir aber zeugte Gilead, daher kommt das Geschlecht der Gileaditer. ^30Dies sind aber die Kinder Gileads: Hieser, daher kommt das Geschlecht der Hieseriter; Helek, daher kommt das Geschlecht der Helekiter; ^31Asriel, daher kommt das Geschlecht der Asrieliter; Sichem, daher kommt das Geschlecht der Sichemiter; ^32Semida, daher kommt das Geschlecht der Semiditer; Hepher, daher kommt das Geschlecht der Hepheriter. ^33Zelophehad aber war Hephers Sohn und hatte keine Soehne sondern Toechter; die hiessen Mahela, Noa, Hogla, Milka und Thirza. ^34Das sind die Geschlechter Manasses, an ihrer Zahl zweiundfuenfzigtausend und siebenhundert. ^35Die Kinder Ephraims in ihren Geschlechtern waren: Suthelah, daher kommt das Geschlecht der Suthelahiter; Becher, daher kommt das Geschlecht der Becheriter; Thahan, daher kommt das Geschlecht der Thahaniter. ^36Die Kinder Suthelahs waren: Eran, daher kommt das Geschlecht der Eraniter. ^37Das sind die Geschlechter der Kinder Ephraims, an ihrer Zahl zweiunddreissigtausend und fuenfhundert. Das sind die Kinder Josephs in ihren Geschlechtern. ^38Die Kinder Benjamins in ihren Geschlechtern waren: Bela, daher kommt das Geschlecht der Belaiter; Asbel, daher kommt das Geschlecht der Asbeliter; Ahiram, daher kommt das Geschlecht der Ahiramiter; ^39Supham, daher kommt das Geschlecht der Suphamiter; Hupham, daher kommt das Geschlecht der Huphamiter. ^40Die Kinder aber Belas waren: Ard und Naeman, daher kommt das Geschlecht der Arditer und Naemaniter. ^41Das sind die Kinder Benjamins in ihren Geschlechtern, an der Zahl fuenfundvierzigtausend und sechshundert. ^42Die Kinder Dans in ihren Geschlechtern waren: Suham, daher kommt das Geschlecht der Suhamiter ^43Das sind die Geschlechter Dans in ihren Geschlechtern, allesamt an der Zahl vierundsechzigtausend und vierhundert. ^44Die Kinder Asser in ihren Geschlechtern waren: Jimna, daher kommt das Geschlecht der Jimniter; Jiswi, daher kommt das Geschlecht der Jiswiter; Beria, daher kommt das Geschlecht der Beriiter. ^45Aber die Kinder Berias waren: Heber, daher kommt das Geschlecht der Hebriter; Melchiel, daher kommt das Geschlecht der Melchieliter. ^46Und die Tochter Assers hiess Sarah. ^47Das sind die Geschlechter der Kinder Assers, an ihrer Zahl dreiundfuenfzigtausend und vierhundert. ^48Die Kinder Naphthalis in ihren Geschlechtern waren: Jahzeel, daher kommt das Geschlecht der Jahzeeliter; Guni, daher kommt das Geschlecht der Guniter; ^49Jezer, daher kommt das Geschlecht der Jezeriter; Sillem, daher kommt das Geschlecht der Sillemiter. ^50Das sind die Geschlechter von Naphthali, an ihrer Zahl fuenfundvierzigtausend und vierhundert. ^51Das ist die Summe der Kinder Israel sechsmal hunderttausend eintausend siebenhundertdreissig. ^52Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^53Diesen sollst du das Land austeilen zum Erbe nach der Zahl der Namen. ^54Vielen sollst du viel zum Erbe geben, und wenigen wenig; jeglichen soll man geben nach ihrer Zahl. ^55Doch man soll das Land durchs Los teilen; nach dem Namen der Staemme ihrer Vaeter sollen sie Erbe nehmen. ^56Denn nach dem Los sollst du ihr Erbe austeilen zwischen den vielen und den wenigen. ^57Und das ist die Summe der Leviten in ihren Geschlechtern: Gerson, daher kommt das Geschlecht der Gersoniter; Kahath, daher kommt das Geschlecht der Kahathiter; Merari, daher das Geschlecht der Merariter. ^58Dies sind die Geschlechter Levis: das Geschlecht der Libniter, das Geschlecht der Hebroniter, das Geschlecht der Maheliter, das Geschlecht der Musiter, das Geschlecht der Korahiter. Kahath zeugte Amram. ^59Und Amrams Weib hiess Jochebed, eine Tochter Levis, die ihm geboren ward in Aegypten; und sie gebar dem Amram Aaron und Mose und ihre Schwester Mirjam. ^60Dem Aaron aber ward geboren: Nadab, Abihu, Eleasar und Ithamar. ^61Nadab aber und Abihu starben, da sie fremdes Feuer opferten vor dem HERRN. ^62Und ihre Summe war dreiundzwanzigtausend, alles Mannsbilder, von einem Monat und darueber. Denn sie wurden nicht gezaehlt unter die Kinder Israel; denn man gab ihnen kein Erbe unter den Kindern Israel. ^63Das ist die Summe der Kinder Israel, die Mose und Eleasar, der Priester, zaehlten im Gefilde der Moabiter, an dem Jordan gegenueber Jericho; ^64unter welchen war keiner aus der Summe, da Mose und Aaron, der Priester, die Kinder Israel zaehlten in der Wueste Sinai. ^65Denn der HERR hatte ihnen gesagt, sie sollten des Todes sterben in der Wueste. Und blieb keiner uebrig als Kaleb, der Sohn Jephunnes, und Josua, der Sohn Nuns. __________________________________________________________________ Kapitel 27 ^1Und die Toechter Zelophehads, des Sohnes Hephers, des Sohnes Gileads, des Sohnes Machirs, des Sohnes Manasses, unter den Geschlechtern Manasses, des Sohnes Josephs, mit Namen Mahela, Noa, Hogla, Milka und Thirza, kamen herzu ^2und traten vor Mose und vor Eleasar, den Priester, und vor die Fuersten und die ganze Gemeinde vor der Tuer der Huette des Stifts und sprachen: ^3Unser Vater ist gestorben in der Wueste und war nicht mit unter der Gemeinde, die sich wider den HERRN empoerte in der Rotte Korahs, sondern ist an seiner Suende gestorben, und hatte keine Soehne. ^4Warum soll denn unsers Vaters Name unter seinem Geschlecht untergehen, weil er keinen Sohn hat? Gebt uns auch ein Gut unter unsers Vaters Bruedern! ^5Mose brachte ihre Sache vor den HERRN. ^6Und der HERR sprach zu ihm: ^7Die Toechter Zelophehads haben recht geredet; du sollst ihnen ein Erbgut unter ihres Vaters Bruedern geben und sollst ihres Vaters Erbe ihnen zuwenden. ^8Und sage den Kindern Israel: Wenn jemand stirbt und hat nicht Soehne, so sollt ihr sein Erbe seiner Tochter zuwenden. ^9Hat er keine Tochter, sollt ihr's seinen Bruedern geben. ^10Hat er keine Brueder, sollt ihr's seines Vaters Bruedern geben. ^11Hat er nicht Vatersbrueder, sollt ihr's seinen naechsten Blutsfreunden geben, die ihm angehoeren in seinem Geschlecht, dass sie es einnehmen. Das soll den Kindern Israel ein Gesetz und Recht sein, wie der HERR dem Mose geboten hat. ^12Und der HERR sprach zu Mose: Steig auf dies Gebirge Abarim und besiehe das Land, das ich den Kindern Israel gebe werde. ^13Und wenn du es gesehen hast, sollst du dich sammeln zu deinem Volk, wie dein Bruder Aaron versammelt ist, ^14dieweil ihr meinem Wort ungehorsam gewesen seid in der Wueste Zin bei dem Hader der Gemeinde, da ihr mich heiligen solltet durch das Wasser vor ihnen. Das ist das Haderwasser zu Kades in der Wueste Zin. ^15Und Mose redete mit dem HERRN und sprach: ^16Der HERR, der Gott der Geister alles Fleisches, wolle einen Mann setzen ueber die Gemeinde, ^17der vor ihnen her aus und ein gehe und sie aus und ein fuehre, dass die Gemeinde des HERRN nicht sei wie die Schafe ohne Hirten. ^18Und der HERR sprach zu Mose: Nimm Josua zu dir, den Sohn Nuns, einen Mann, in dem der Geist ist, und lege deine Haende auf ihn ^19und stelle ihn vor den Priester Eleasar und vor die ganze Gemeinde und gebiete ihm vor ihren Augen, ^20und lege von deiner Herrlichkeit auf ihn, dass ihm gehorche die ganze Gemeinde der Kinder Israel. ^21Und er soll treten vor den Priester Eleasar, der soll fuer ihn ratfragen durch die Weise des Lichts vor dem HERRN. Nach desselben Mund sollen aus und einziehen er und alle Kinder Israel mit ihm und die ganze Gemeinde. ^22Mose tat, wie ihm der HERR geboten hatte, und nahm Josua und stellte ihn vor den Priester Eleasar und vor die ganze Gemeinde ^23und legte seine Hand auf ihn und gebot ihm, wie der HERR mit Mose geredet hatte. __________________________________________________________________ Kapitel 28 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Gebiete den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Die Opfer meines Brots, welches mein Opfer des suessen Geruchs ist, sollt ihr halten zu seiner Zeit, dass ihr mir's opfert. ^3Und sprich zu ihnen: Das sind die Opfer, die ihr dem HERRN opfern sollt: jaehrige Laemmer, die ohne Fehl sind, taeglich zwei zum taeglichen Brandopfer, ^4Ein Lamm des Morgens, das andere gegen Abend; ^5dazu ein zehntel Epha Semmelmehl zum Speisopfer, mit Oel gemengt, das gestossen ist, ein viertel Hin. ^6Das ist das taegliche Brandopfer, das ihr am Berge Sinai opfertet, zum suessen Geruch ein Feuer dem HERRN. ^7Dazu ein Trankopfer je zu einem Lamm ein viertel Hin. Im Heiligtum soll man den Wein des Trankopfers opfern dem HERRN. ^8Das andere Lamm sollst du gegen Abend zurichten; mit dem Speisopfer wie am Morgen und mit einem Trankopfer sollst du es machen zum Opfer des suessen Geruchs dem HERRN. ^9Am Sabbattag aber zwei jaehrige Laemmer ohne Fehl und zwei Zehntel Semmelmehl zum Speisopfer, mit Oel gemengt, und sein Trankopfer. ^10Das ist das Brandopfer eines jeglichen Sabbats ausser dem taeglichen Brandopfer samt seinem Trankopfer. ^11Aber des ersten Tages eurer Monate sollt ihr dem HERRN ein Brandopfer opfern: Zwei junge Farren, einen Widder, sieben jaehrige Laemmer ohne Fehl; ^12und je drei Zehntel Semmelmehl zum Speisopfer, mit Oel gemengt, zu einem Farren; zwei Zehntel Semmelmehl zum Speisopfer, mit Oel gemengt, zu einem Widder; ^13und je ein Zehntel Semmelmehl zum Speisopfer, mit Oel gemengt, zu einem Lamm. Das ist das Brandopfer des suessen Geruchs, ein Opfer dem HERRN. ^14Und ihr Trankopfer soll sein ein halbes Hin Wein zum Farren, ein drittel Hin zum Widder, ein viertel Hin zum Lamm. Das ist das Brandopfer eines jeglichen Monats im Jahr. ^15Dazu soll man einen Ziegenbock zum Suendopfer dem HERRN machen ausser dem taeglichen Brandopfer und seinem Trankopfer. ^16Aber am vierzehnten Tage des ersten Monats ist das Passah des HERRN. ^17Und am fuenfzehnten Tage desselben Monats ist Fest. Sieben Tage soll man ungesaeuertes Brot essen. ^18Der erste Tag soll heilig heissen, dass ihr zusammenkommt; keine Dienstarbeit sollt ihr an ihm tun ^19und sollt dem HERRN Brandopfer tun: Zwei junge Farren, einen Widder, sieben jaehrige Laemmer ohne Fehl; ^20samt ihren Speisopfern: Drei Zehntel Semmelmehl, mit Oel gemengt, zu einem Farren, und zwei Zehntel zu dem Widder, ^21und je ein Zehntel auf ein Lamm unter den sieben Laemmern; ^22dazu einen Bock zum Suendopfer, dass ihr versoehnt werdet. ^23Und sollt solches tun ausser dem Brandopfer am Morgen, welche das taegliche Brandopfer ist. ^24Nach dieser Weise sollt ihr alle Tage, die sieben Tage lang, das Brot opfern zum Opfer des suessen Geruchs dem HERRN ausser dem taeglichen Brandopfer, dazu sein Trankopfer. ^25Und der siebente Tag soll bei euch heilig heissen, dass ihr zusammenkommt; keine Dienstarbeit sollt ihr da tun. ^26Und der Tag der Erstlinge, wenn ihr opfert das neue Speisopfer dem HERRN, wenn eure Wochen um sind, soll heilig heissen, dass ihr zusammenkommt; keine Dienstarbeit sollt ihr da tun ^27und sollt dem HERRN Brandopfer tun zum suessen Geruch: zwei junge Farren, einen Widder, sieben jaehrige Laemmer; ^28samt ihrem Speisopfer: drei Zehntel Semmelmehl, mit Oel gemengt, zu einem Farren, zwei Zehntel zu dem Widder, ^29und je ein Zehntel zu einem Lamm der sieben Laemmer; ^30und einen Ziegenbock, euch zu versoehnen. ^31Dies sollt ihr tun ausser dem taeglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer. Ohne Fehl soll's sein, dazu ihre Trankopfer. __________________________________________________________________ Kapitel 29 ^1Und der erste Tag des siebenten Monats soll bei euch heilig heissen, dass ihr zusammenkommt; keine Dienstarbeit sollt ihr da tun-es ist euer Drommetentag- ^2und sollt Brandopfer tun zum suessen Geruch dem HERRN: einen jungen Farren, einen Widder, sieben jaehrige Laemmer ohne Fehl; ^3dazu ihr Speisopfer: drei Zehntel Semmelmehl, mit Oel gemengt, zu dem Farren, zwei Zehntel zu dem Widder, ^4und ein Zehntel auf ein jegliches Lamm der sieben Laemmer; ^5auch einen Ziegenbock zum Suendopfer, euch zu versoehnen- ^6ausser dem Brandopfer des Monats und seinem Speisopfer und ausser dem taeglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit seinem Trankopfer, wie es recht ist-,zum suessen Geruch. Das ist ein Opfer dem HERRN. ^7Der zehnte Tag des siebenten Monats soll bei euch auch heilig heissen, dass ihr zusammenkommt; und sollt eure Leiber kasteien und keine Arbeit da tun, ^8sondern Brandopfer dem HERRN zum suessen Geruch opfern: einen jungen Farren, einen Widder, sieben jaehrige Laemmer ohne Fehl; ^9mit ihren Speisopfern: drei Zehntel Semmelmehl, mit Oel gemengt, zu dem Farren, zwei Zehntel zu dem Widder, ^10und ein Zehntel je zu einem Lamm der sieben Laemmer; ^11dazu einen Ziegenbock zum Suendopfer, ausser dem Suendopfer der Versoehnung und dem taeglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihrem Trankopfer. ^12Der fuenfzehnte Tag des siebenten Monats soll bei euch heilig heissen, dass ihr zusammenkommt; keine Dienstarbeit sollt ihr an dem tun und sollt dem HERRN sieben Tage feiern ^13und sollt dem HERRN Brandopfer tun zum Opfer des suessen Geruchs dem HERRN: dreizehn junge Farren, zwei Widder; vierzehn jaehrige Laemmer ohne Fehl; ^14samt ihrem Speisopfer: drei Zehntel Semmelmehl, mit Oel gemengt, je zu einem der dreizehn Farren, zwei Zehntel je zu einem Widder, ^15und ein Zehntel je zu einem der vierzehn Laemmer; ^16dazu einen Ziegenbock zum Suendopfer, -ausser dem taeglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und seinem Trankopfer. ^17Am zweiten Tage: zwoelf junge Farren, zwei Widder, vierzehn jaehrige Laemmer ohne Fehl; ^18mit ihrem Speisopfer und Trankopfer zu den Farren, zu den Widdern und zu den Laemmern in ihrer Zahl, wie es recht ist; ^19dazu einen Ziegenbock zum Suendopfer, ausser dem taeglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihrem Trankopfer. ^20Am dritten Tage: elf Farren, zwei Widder, vierzehn jaehrige Laemmer ohne Fehl; ^21mit ihrem Speisopfer und Trankopfer zu den Farren, zu den Widdern und zu den Laemmern in ihrer Zahl, wie es recht ist; ^22dazu einen Ziegenbock zum Suendopfer, ausser dem taeglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihrem Trankopfer. ^23Am vierten Tage: Zehn Farren, zwei Widder, vierzehn jaehrige Laemmer ohne Fehl; ^24samt ihren Speisopfern und Trankopfern zu den Farren, zu den Widdern und zu den Laemmern in ihrer Zahl, wie es recht ist; ^25dazu einen Ziegenbock zum Suendopfer, ausser dem taeglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihrem Trankopfer. ^26Am fuenften Tage: neun Farren, zwei Widder, vierzehn jaehrige Laemmer ohne Fehl; ^27samt ihren Speisopfern und Trankopfern zu den Farren, zu den Widdern und zu den Laemmern in ihrer Zahl, wie es recht ist; ^28dazu einen Ziegenbock zum Suendopfer, ausser dem taeglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihrem Trankopfer. ^29Am sechsten Tage: acht Farren, zwei Widder, vierzehn jaehrige Laemmer ohne Fehl; ^30samt ihren Speisopfern und Trankopfern zu den Farren, zu den Widdern und zu den Laemmern in ihrer Zahl, wie es recht ist; ^31dazu einen Ziegenbock zum Suendopfer, ausser dem taeglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihrem Trankopfer. ^32Am siebenten Tage: sieben Farren, zwei Widder, vierzehn jaehrige Laemmer ohne Fehl; ^33samt ihren Speisopfern und Trankopfern zu den Farren, zu den Widdern und zu den Laemmern in ihrer Zahl, wie es recht ist; ^34dazu einen Ziegenbock zum Suendopfer, ausser dem taeglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihrem Trankopfer. ^35Am achten soll der Tag der Versammlung sein; keine Dienstarbeit sollt ihr da tun ^36und sollt Brandopfer opfern zum Opfer des suessen Geruchs dem HERRN: einen Farren, einen Widder, sieben jaehrige Laemmer ohne Fehl; ^37samt ihren Speisopfern und Trankopfern zu den Farren, zu den Widdern und zu den Laemmern in ihrer Zahl, wie es recht ist; ^38dazu einen Bock zum Suendopfer, ausser dem taeglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihrem Trankopfer. ^39Solches sollt ihr dem HERRN tun auf eure Feste, ausserdem, was ihr gelobt und freiwillig gebt zu Brandopfern, Speisopfern, Trankopfern und Dankopfern. ^40Und Mose sagte den Kindern Israel alles, was ihm der HERR geboten hatte. __________________________________________________________________ Kapitel 30 ^1Und Mose redete mit den Fuersten der Staemme der Kinder Israel und sprach: das ist's, was der HERR geboten hat: ^2Wenn jemand dem HERRN ein Geluebde tut oder einen Eid schwoert, dass er seine Seele verbindet, der soll sein Wort nicht aufheben, sondern alles tun, wie es zu seinem Munde ist ausgegangen. ^3Wenn ein Weib dem HERRN ein Geluebde tut und sich verbindet, solange sie in ihres Vaters Hause und ledig ist, ^4und ihr Geluebde und Verbuendnis, das sie nimmt auf ihre Seele, kommt vor ihren Vater, und er schweigt dazu, so gilt all ihr Geluebde und all ihr Verbuendnis, das sie ihrer Seele aufgelegt hat. ^5Wo aber ihr Vater ihr wehrt des Tages, wenn er's hoert, so gilt kein Geluebde noch Verbuendnis, das sie auf ihre Seele gelegt hat; und der HERR wird ihr gnaedig sein, weil ihr Vater ihr gewehrt hat. ^6Wird sie aber eines Mannes und hat ein Geluebde auf sich oder ist ihr aus ihren Lippen ein Verbuendnis entfahren ueber ihre Seele, ^7und der Mann hoert es, und schweigt desselben Tages, wenn er's hoert, so gilt ihr Geluebde und Verbuendnis, das sie auf ihre Seele genommen hat. ^8Wo aber ihr Mann ihr wehrt des Tages, wenn er's hoert, so ist ihr Geluebde los, das sie auf sich hat, und das Verbuendnis, das ihr aus den Lippen entfahren ist ueber ihre Seele; und der HERR wird ihr gnaedig sein. ^9Das Geluebde einer Witwe und Verstossenen, alles Verbuendnis, das sie nimmt auf ihre Seele, das gilt auf ihr. ^10Wenn eine in ihres Mannes Hause gelobt oder sich mit einem Eide verbindet ueber ihre Seele, ^11und ihr Mann hoert es, und schweigt dazu und wehrt es nicht, so gilt all dasselbe Geluebde und alles Verbuendnis, das sie auflegt ihrer Seele. ^12Macht's aber ihr Mann des Tages los, wenn er's hoert, so gilt das nichts, was aus ihren Lippen gegangen ist, was sie gelobt oder wozu sie sich verbunden hat ueber ihre Seele; denn ihr Mann hat's losgemacht, und der HERR wird ihr gnaedig sein. ^13Alle Geluebde und Eide, die verbinden den Leib zu kasteien, mag ihr Mann bekraeftigen oder aufheben also: ^14wenn er dazu schweigt von einem Tag zum andern, so bekraeftigt er alle ihre Geluebde und Verbuendnisse, die sie auf sich hat, darum dass er geschwiegen hat des Tages, da er's hoerte; ^15wird er's aber aufheben, nachdem er's gehoert hat, so soll er ihre Missetat tragen. ^16Das sind die Satzungen, die der HERR dem Mose geboten hat zwischen Mann und Weib, zwischen Vater und Tochter, solange sie noch ledig ist in ihres Vaters Hause. __________________________________________________________________ Kapitel 31 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Raeche die Kinder Israel an den Midianitern, dass du darnach dich sammelst zu deinem Volk. ^3Da redete Mose mit dem Volk und sprach: Ruestet unter euch Leute zum Heer wider die Midianiter, dass sie den HERRN raechen an den Midianitern, ^4aus jeglichem Stamm tausend, dass ihr aus allen Staemmen Israels in das Heer schickt. ^5Und sie nahmen aus den Tausenden Israels je tausend eines Stammes, zwoelftausend geruestet zum Heer. ^6Und Mose schickte sie mit Pinehas, dem Sohn Eleasars, des Priesters, ins Heer und die heiligen Geraete und die Halldrommeten in seiner Hand. ^7Und sie fuehrten das Heer wider die Midianiter, wie der HERR dem Mose geboten hatte, und erwuergten alles, was maennlich war. ^8Dazu die Koenige der Midianiter erwuergten sie samt ihren Erschlagenen, naemlich Evi, Rekem, Zur, Hur und Reba, die fuenf Koenige der Midianiter. Bileam, den Sohn Beors, erwuergten sie auch mit dem Schwert. ^9Und die Kinder Israel nahmen gefangen die Weiber der Midianiter und ihre Kinder; all ihr Vieh, alle ihre Habe und alle ihre Gueter raubten sie, ^10und verbrannten mit Feuer alle ihre Staedte ihrer Wohnungen und alle Zeltdoerfer. ^11Und nahmen allen Raub und alles, was zu nehmen war, Menschen und Vieh, ^12und brachten's zu Mose und zu Eleasar, dem Priester, und zu der Gemeinde der Kinder Israel, naemlich die Gefangenen und das genommene Vieh und das geraubte Gut ins Lager auf der Moabiter Gefilde, das am Jordan liegt gegenueber Jericho. ^13Und Mose und Eleasar, der Priester, und alle Fuersten der Gemeinde gingen ihnen entgegen, hinaus vor das Lager. ^14Und Mose ward zornig ueber die Hauptleute des Heeres, die Hauptleute ueber tausend und ueber hundert waren, die aus dem Heer und Streit kamen, ^15und sprach zu ihnen: Warum habt ihr alle Weiber leben lassen? ^16Siehe, haben nicht dieselben die Kinder Israel durch Bileams Rat abwendig gemacht, dass sie sich versuendigten am HERRN ueber dem Peor und eine Plage der Gemeinde des HERRN widerfuhr? ^17So erwuerget nun alles, was maennlich ist unter den Kindern, und alle Weiber, die Maenner erkannt und beigelegen haben; ^18aber alle Kinder, die weiblich sind und nicht Maenner erkannt haben, die lasst fuer euch leben. ^19Und lagert euch draussen vor dem Lager sieben Tage, alle, die jemand erwuergt oder Erschlagene angeruehrt haben, dass ihr euch entsuendigt am dritten und am siebenten Tage, samt denen, die ihr gefangen genommen habt. ^20Und alle Kleider und alles Geraet von Fellen und alles Pelzwerk und alles hoelzerne Gefaess sollt ihr entsuendigen. ^21Und Eleasar, der Priester, sprach zu dem Kriegsvolk, das in den Streit gezogen war: Das ist das Gesetz, welches der HERR dem Mose geboten hat: ^22Gold, Silber, Erz, Eisen, Zinn und Blei ^23und alles was das Feuer leidet, sollt ihr durchs Feuer lassen gehen und reinigen; nur dass es mit dem Sprengwasser entsuendigt werde. Aber alles, was das Feuer nicht leidet, sollt ihr durchs Wasser gehen lassen. ^24Und sollt eure Kleider waschen am siebenten Tage, so werdet ihr rein; darnach sollt ihr ins Lager kommen. ^25Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^26Nimm die Summe des Raubes der Gefangenen, an Menschen und an Vieh, du und Eleasar, der Priester, und die obersten Vaeter der Gemeinde; ^27und gib die Haelfte denen, die ins Heer gezogen sind und die Schlacht getan haben, und die andere Haelfte der Gemeinde. ^28Du sollst aber dem HERRN heben von den Kriegsleuten, die ins Heer gezogen sind, je fuenf Hunderten eine Seele, an Menschen, Rindern, Eseln und Schafen. ^29Von ihrer Haelfte sollst du es nehmen und dem Priester Eleasar geben zur Hebe dem HERRN. ^30Aber von der Haelfte der Kinder Israel sollst du je ein Stueck von fuenfzigen nehmen, an Menschen, Rindern, Eseln und Schafen und von allem Vieh, und sollst es den Leviten geben, die des Dienstes warten an der Wohnung des HERRN. ^31Und Mose und Eleasar, der Priester, taten, wie der HERR dem Mose geboten hatte. ^32Und es war die uebrige Ausbeute, die das Kriegsvolk geraubt hatte, sechsmal hundert und fuenfundsiebzigtausend Schafe, ^33zweiundsiebzigtausend Rinder, ^34einundsechzigtausend Esel ^35und der Maedchen, die nicht Maenner erkannt hatten, zweiunddreissigtausend Seelen. ^36Und die Haelfte, die denen, so ins Heer gezogen waren, gehoerte, war an der Zahl dreihundertmal und siebenunddreissigtausend und fuenfhundert Schafe; ^37davon wurden dem HERRN sechshundertfuenfundsiebzig Schafe. ^38Desgleichen sechsunddreissigtausend Rinder; davon wurden dem HERRN zweiundsiebzig. ^39Desgleichen dreissigtausend und fuenfhundert Esel; davon wurden dem HERRN einundsechzig. ^40Desgleichen Menschenseelen, sechzehntausend Seelen; davon wurden dem HERRN zweiunddreissig Seelen. ^41Und Mose gab solche Hebe des HERRN dem Priester Eleasar, wie ihm der HERR geboten hatte. ^42Aber die andere Haelfte, die Mose den Kindern Israel zuteilte von den Kriegsleuten, ^43naemlich die Haelfte, der Gemeinde zustaendig, war auch dreihundertmal und siebenunddreissigtausend fuenfhundert Schafe, ^44sechsunddreissigtausend Rinder, ^45dreissigtausend und fuenfhundert Esel ^46und sechzehntausend Menschenseelen. ^47Und Mose nahm von dieser Haelfte der Kinder Israel je ein Stueck von fuenfzigen, sowohl des Viehs als der Menschen, und gab's den Leviten, die des Dienstes warteten an der Wohnung des HERRN, wie der HERR dem Mose geboten hatte. ^48Und es traten herzu die Hauptleute ueber die Tausende des Kriegsvolks, naemlich die ueber tausend und ueber hundert waren, zu Mose ^49und sprachen zu ihm: Deine Knechte haben die Summe genommen der Kriegsleute, die unter unsern Haenden gewesen sind, und fehlt nicht einer. ^50Darum bringen wir dem HERRN Geschenke, was ein jeglicher gefunden hat von goldenem Geraete, Ketten, Armgeschmeide, Ringe, Ohrenringe und Spangen, dass unsere Seelen versoehnt werden vor dem HERRN. ^51Und Mose samt dem Priester Eleasar nahm von ihnen das Gold von allerlei Geraete. ^52Und alles Goldes Hebe, das sie dem HERRN hoben, war sechzehntausend und siebenhundertfuenfzig Lot von den Hauptleuten ueber tausend und hundert. ^53Denn die Kriegsleute hatten geraubt ein jeglicher fuer sich. ^54Und Mose mit Eleasar, dem Priester, nahm das Gold von den Hauptleuten ueber tausend und hundert, und brachten es in die Huette des Stifts zum Gedaechtnis der Kinder Israel vor dem HERRN. __________________________________________________________________ Kapitel 32 ^1Die Kinder Ruben und die Kinder Gad hatten sehr viel Vieh und sahen das Land Jaser und Gilead an als gute Staette fuer ihr Vieh ^2und kamen und sprachen zu Mose und zu dem Priester Eleasar und zu den Fuersten der Gemeinde: ^3Das Land Ataroth, Dibon, Jaser, Nimra, Hesbon, Eleale, Sebam, Nebo und Beon, ^4das der HERR geschlagen hat vor der Gemeinde Israel, ist gut zur Weide; und wir, deine Knechte, haben Vieh. ^5Und sprachen weiter: Haben wir Gnade vor dir gefunden, so gib dies Land deinen Knechten zu eigen, so wollen wir nicht ueber den Jordan ziehen. ^6Mose sprach zu ihnen: Eure Brueder sollen in den Streit ziehen, und ihr wollt hier bleiben? ^7Warum macht ihr der Kinder Israel Herzen abwendig, dass sie nicht hinueberziehen in das Land, das ihnen der HERR geben wird? ^8Also taten auch eure Vaeter, da ich sie aussandte von Kades-Barnea, das Land zu schauen; ^9und da sie hinaufgekommen waren bis an den Bach Eskol und sahen das Land, machten sie das Herz der Kinder Israel abwendig, dass sie nicht in das Land wollten, das ihnen der HERR geben wollte. ^10Und des HERRN Zorn ergrimmte zur selben Zeit, und er schwur und sprach: ^11Diese Leute, die aus Aegypten gezogen sind, von zwanzig Jahren und darueber sollen wahrlich das Land nicht sehen, das ich Abraham, Isaak und Jakob geschworen habe, darum dass sie mir nicht treulich nachgefolgt sind; ^12ausgenommen Kaleb, den Sohn Jephunnes, des Kenisiters, und Josua, den Sohn Nuns; denn sie sind dem HERRN treulich nachgefolgt. ^13Also ergrimmte des HERRN Zorn ueber Israel, und er liess sie hin und her in der Wueste ziehen vierzig Jahre, bis dass ein Ende ward all des Geschlechts, das uebel getan hatte vor dem HERRN. ^14Und siehe, ihr seid aufgetreten an eurer Vaeter Statt, dass der Suender desto mehr seien und ihr auch den Zorn und Grimm des HERRN noch mehr macht wider Israel. ^15Denn wo ihr euch von ihm wendet, so wird er auch noch laenger sie lassen in der Wueste, und ihr werdet dies Volk alles verderben. ^16Da traten sie herzu und sprachen: Wir wollen nur Schafhuerden hier bauen fuer unser Vieh und Staedte fuer unsere Kinder; ^17wir aber wollen uns ruesten vornan vor den Kindern Israel her, bis dass wir sie bringen an ihren Ort. Unsre Kinder sollen in den verschlossenen Staedten bleiben um der Einwohner willen des Landes. ^18Wir wollen nicht heimkehren, bis die Kinder Israel einnehmen ein jeglicher sein Erbe. ^19Denn wir wollen nicht mit ihnen erben jenseit des Jordans, sondern unser Erbe soll uns diesseit des Jordan gegen Morgen gefallen sein. ^20Mose sprach zu Ihnen: Wenn ihr das tun wollt, dass ihr euch ruestet zum Streit vor dem HERRN, ^21so zieht ueber den Jordan vor dem HERRN, wer unter euch geruestet ist, bis dass er seine Feinde austreibe von seinem Angesicht ^22und das Land untertan werde dem HERRN; darnach sollt ihr umwenden und unschuldig sein vor dem HERRN und vor Israel und sollt dies Land also haben zu eigen vor dem HERRN. ^23Wo ihr aber nicht also tun wollt, siehe, so werdet ihr euch an dem HERRN versuendigen und werdet eurer Suende innewerden, wenn sie euch finden wird. ^24So bauet nun Staedte fuer eure Kinder und Huerden fuer euer Vieh und tut, was ihr geredet habt. ^25Die Kinder Gad und die Kinder Ruben sprachen zu Mose: Deine Knechte sollen tun, wie mein Herr geboten hat. ^26Unsre Kinder, Weiber, Habe und all unser Vieh sollen in den Staedten Gileads sein; ^27wir aber, deine Knechte, wollen alle geruestet zum Heer in den Streit ziehen vor dem HERRN, wie mein Herr geredet hat. ^28Da gebot Mose ihrethalben dem Priester Eleasar und Josua, dem Sohn Nuns, und den obersten Vaetern der Staemme der Kinder Israel ^29und sprach zu ihnen: Wenn die Kinder Gad und die Kinder Ruben mit euch ueber den Jordan ziehen, alle geruestet zum Streit vor dem HERRN, und das Land euch untertan ist, so gebet ihnen das Land Gilead zu eigen; ^30ziehen sie aber nicht mit euch geruestet, so sollen sie unter euch erben im Lande Kanaan. ^31Die Kinder Gad und die Kinder Ruben antworteten und sprachen: Wie der Herr redete zu seinen Knechten, so wollen wir tun. ^32Wir wollen geruestet ziehen vor dem HERRN ins Land Kanaan und unser Erbgut besitzen diesseit des Jordans. ^33Also gab Mose den Kindern Gad und den Kindern Ruben und dem halben Stamm Manasses, des Sohnes Josephs, das Koenigreich Sihons, des Koenigs der Amoriter, und das Koenigreich Ogs, des Koenigs von Basan, das Land samt den Staedten in dem ganzen Gebiete umher. ^34Da bauten die Kinder Gad Dibon, Ataroth, Aroer, ^35Atroth-Sophan, Jaser, Jogbeha, ^36Beth-Nimra und Beth-Haran, verschlossene Staedte und Schafhuerden. ^37Die Kinder Ruben bauten Hesbon, Eleale, Kirjathaim, ^38Nebo, Baal-Meon, und aenderten die Namen, und Sibma, und gaben den Staedten Namen, die sie bauten. ^39Und die Kinder Machirs, des Sohnes Manasses, gingen nach Gilead und gewannen's und vertrieben die Amoriter, die darin waren. ^40Da gab Mose dem Machir, dem Sohn Manasses, Gilead; und er wohnte darin. ^41Jair aber, der Sohn Manasses, ging hin und gewann ihre Doerfer und hiess sie Doerfer Jairs. ^42Nobah ging hin und gewann Knath mit seinen Ortschaften und hiess sie Nobah nach seinem Namen. __________________________________________________________________ Kapitel 33 ^1Das sind die Reisen der Kinder Israel, da sie aus Aegyptenland gezogen sind mit ihrem Heer durch Mose und Aaron. ^2Und Mose beschrieb ihren Auszug, wie sie zogen nach dem Befehl des HERRN, und dies sind die Reisen ihres Zuges. ^3Sie zogen aus von Raemses am fuenfzehnten Tag des ersten Monats, dem zweiten Tage der Ostern, durch eine hohe Hand, dass es alle Aegypter sahen, ^4als sie eben die Erstgeburt begruben, die der HERR unter ihnen geschlagen hatte; denn der HERR hatte auch an ihren Goettern Gericht geuebt. ^5Als sie nun von Raemses auszogen, lagerten sie sich in Sukkoth. ^6Und zogen aus von Sukkoth und lagerten sich in Etham, welches liegt an dem Ende der Wueste. ^7Von Etham zogen sie aus und blieben in Pihachiroth, welches liegt gegen Baal-Zephon, und lagerten sich gegen Migdol. ^8Von Hachiroth zogen sie aus und gingen mitten durchs Meer in die Wueste und reisten drei Tagereisen in der Wueste Etham und lagerten sich in Mara. ^9Von Mara zogen sie aus und kamen gen Elim; da waren zwoelf Wasserbrunnen und siebzig Palmen; und lagerten sich daselbst. ^10Von Elim zogen sie aus und lagerten sich an das Schilfmeer. ^11Von dem Schilfmeer zogen sie aus und lagerten sich in der Wueste Sin. ^12Von der Wueste Sin zogen sie aus und lagerten sich in Dophka. ^13Von Dophka zogen sie aus und lagerten sich in Alus. ^14Von Alus zogen sie aus und lagerten sich in Raphidim, daselbst hatte das Volk kein Wasser zu trinken. ^15Von Raphidim zogen sie aus und lagerten sich in der Wueste Sinai. ^16Von Sinai zogen sie aus und lagerten sich bei den Lustgraebern. ^17Von den Lustgraebern zogen sie aus und lagerten sich in Hazeroth. ^18Von Hazeroth zogen sie aus und lagerten sich in Rithma. ^19Von Rithma zogen sie aus und lagerten sich in Rimmon-Perez. ^20Von Rimmon-Perez zogen sie aus und lagerten sich in Libna. ^21Von Libna zogen sie aus und lagerten sich in Rissa. ^22Von Rissa zogen sie aus und lagerten sich in Kehelatha. ^23Von Kehelatha zogen sie aus und lagerten sich im Gebirge Sepher. ^24Vom Gebirge Sepher zogen sie aus und lagerten sich in Harada. ^25Von Harada zogen sie aus und lagerten sich in Makheloth. ^26Von Makheloth zogen sie aus und lagerten sich in Thahath. ^27Von Thahath zogen sie aus und lagerten sich in Tharah. ^28Von Tharah zogen sie aus und lagerten sich in Mithka. ^29Von Mithka zogen sie aus und lagerten sich in Hasmona. ^30Von Hasmona zogen sie aus und lagerten sich in Moseroth. ^31Von Moseroth zogen sie aus und lagerten sich in Bne-Jaakan. ^32Von Bne-Jaakan zogen sie aus und lagerten sich in Horgidgad. ^33Von Horgidgad zogen sie aus und lagerten sich in Jotbatha. ^34Von Jotbatha zogen sie aus und lagerten sich in Abrona. ^35Von Abrona zogen sie aus und lagerten sich in Ezeon-Geber. ^36Von Ezeon-Geber zogen sie aus und lagerten sich in der Wueste Zin, das ist Kades. ^37Von Kades zogen sie aus und lagerten sich an dem Berge Hor, an der Grenze des Landes Edom. ^38Da ging der Priester Aaron auf den Berg Hor nach dem Befehl des HERRN und starb daselbst im vierzigsten Jahr des Auszugs der Kinder Israel aus Aegyptenland am ersten Tage des fuenften Monats, ^39da er hundertunddreiundzwanzig Jahre alt war. ^40Und der Koenig der Kanaaniter zu Arad, der da wohnte gegen Mittag des Landes Kanaan, hoerte, dass die Kinder Israel kamen. ^41Und von dem Berge Hor zogen sie aus und lagerten sich in Zalmona. ^42Von Zalmona zogen sie aus und lagerten sich in Phunon. ^43Von Phunon zogen sie aus und lagerten sich in Oboth. ^44Von Oboth zogen sie aus und lagerten sich in Ije-Abarim, in der Moabiter Gebiet. ^45Von Ijim zogen sie aus und lagerten sich in Dibon-Gad. ^46Von Dibon-Gad zogen sie aus und lagerten sich in Almon-Diblathaim. ^47Von Almon-Diblathaim zogen sie aus und lagerten sich in dem Gebirge Abarim vor dem Nebo. ^48Von dem Gebirge Abarim zogen sie aus und lagerten sich in das Gefilde der Moabiter an dem Jordan gegenueber Jericho. ^49Sie lagerten sich aber am Jordan von Beth-Jesimoth an bis an Abel-Sittim, im Gefilde der Moabiter. ^50Und der HERR redete mit Mose in dem Gefilde der Moabiter an dem Jordan gegenueber Jericho und sprach: ^51Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr ueber den Jordan gegangen seid in das Land Kanaan, ^52so sollt ihr alle Einwohner vertreiben vor eurem Angesicht und alle ihre Saeulen und alle ihre gegossenen Bilder zerstoeren und alle ihre Hoehen vertilgen, ^53dass ihr also das Land einnehmet und darin wohnet; denn euch habe ich das Land gegeben, dass ihr's einnehmet. ^54Und sollt das Land austeilen durchs Los unter eure Geschlechter. Denen, deren viele sind, sollt ihr desto mehr zuteilen, und denen, deren wenige sind, sollt ihr desto weniger zuteilen. Wie das Los einem jeglichen daselbst faellt, so soll er's haben; nach den Staemmen eurer Vaeter sollt ihr's austeilen. ^55Werdet ihr aber die Einwohner des Landes nicht vertreiben vor eurem Angesicht, so werden euch die, so ihr ueberbleiben lasst, zu Dornen werden in euren Augen und zu Stacheln in euren Seiten und werden euch draengen in dem Lande darin ihr wohnet. ^56So wird's dann gehen, dass ich euch gleich tun werde, wie ich gedachte ihnen zu tun. __________________________________________________________________ Kapitel 34 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Gebiete den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr ins Land Kanaan kommt, so soll dies das Land sein, das euch zum Erbteil faellt, das Land Kanaan nach seinen Grenzen. ^3Die Ecke gegen Mittag soll anfangen an der Wueste Zin bei Edom, dass eure Grenze gegen Mittag sei vom Ende des Salzmeeres, das gegen Morgen liegt, ^4und das die Grenze sich lenke mittagwaerts von der Steige Akrabbim und gehe durch Zin, und ihr Ausgang sei mittagwaerts von Kades-Barnea und gelange zum Dorf Adar und gehe durch Azmon ^5und lenke sich von Azmon an den Bach Aegyptens, und ihr Ende sei an dem Meer. ^6Aber die Grenze gegen Abend soll diese sein, naemlich das grosse Meer. Das sei eure Grenze gegen Abend. ^7Die Grenze gegen Mitternacht soll diese sein: ihr sollt messen von dem grossen Meer bis an den Berg Hor, ^8und von dem Berg Hor messen, bis man kommt gen Hamath, das der Ausgang der Grenze sei gen Zedad ^9und die Grenze ausgehe gen Siphron und ihr Ende sei am Dorf Enan. Das sei eure Grenze gegen Mitternacht. ^10Und sollt messen die Grenze gegen Morgen vom Dorf Enan gen Sepham, ^11und die Grenze gehe herab von Sepham gen Ribla morgenwaerts von Ain; darnach gehe sie herab und lenke sich an die Seite des Meers Kinneret gegen Morgen ^12und komme herab an den Jordan, dass ihr Ende sei das Salzmeer. Das sei euer Land mit seiner Grenze umher. ^13Und Mose gebot den Kindern Israel und sprach: Das ist das Land, das ihr durchs Los unter euch teilen sollt, das der HERR geboten hat den neun Staemmen und dem halben Stamm zu geben. ^14Denn der Stamm der Kinder Ruben nach ihren Vaterhaeusern und der halbe Stamm Manasse haben ihr Teil genommen. ^15Also haben zwei Staemme und der halbe Stamm ihr Erbteil dahin, diesseit des Jordans gegenueber Jericho gegen Morgen. ^16Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^17Das sind die Namen der Maenner, die das Land unter euch teilen sollen: der Priester Eleasar und Josua, der Sohn Nuns. ^18Dazu sollt ihr nehmen von einem jeglichen Stamm einen Fuersten, das Land auszuteilen. ^19Und das sind der Maenner Namen: Kaleb, der Sohn Jephunnes, des Stammes Juda; ^20Samuel, der Sohn Ammihuds, des Stammes Simeon; ^21Elidad, der Sohn Chislons, des Stammes Benjamin; ^22Bukki, der Sohn Joglis, Fuerst des Stammes der Kinder Dan; ^23Hanniel, der Sohn Ephods, Fuerst des Stammes der Kinder Manasse, von den Kindern Joseph; ^24Kemuel, der Sohn Siphtans, Fuerst des Stammes der Kinder Ephraim; ^25Elizaphan, der Sohn Parnachs, Fuerst des Stammes der Kinder Sebulon; ^26Paltiel, der Sohn Assans, der Fuerst des Stammes der Kinder Isaschar; ^27Ahihud, der Sohn Selomis, Fuerst des Stammes der Kinder Asser; ^28Pedahel, der Sohn Ammihuds, Fuerst des Stammes der Kinder Naphthali. ^29Dies sind die, denen der HERR gebot, dass sie den Kindern Israel Erbe austeilten im Lande Kanaan. __________________________________________________________________ Kapitel 35 ^1Und der HERR redete mit Mose auf den Gefilde der Moabiter am Jordan gegenueber Jericho und sprach: ^2Gebiete den Kindern Israel, dass sie den Leviten Staedte geben von ihren Erbguetern zur Wohnung; ^3dazu Vorstaedte um die Staedte her sollt ihr den Leviten auch geben, dass sie in den Staedten wohnen und in den Vorstaedten ihr Vieh und Gut und allerlei Tiere haben. ^4Die Weite aber der Vorstaedte, die ihr den Leviten gebt, soll tausend Ellen draussen vor der Stadtmauer umher haben. ^5So sollt ihr nun messen aussen an der Stadt von der Ecke gegen Morgen zweitausend Ellen und von der Ecke gegen Mittag zweitausend Ellen und von der Ecke gegen Abend zweitausend Ellen und von der Ecke gegen Mitternacht zweitausend Ellen, dass die Stadt in der Mitte sei. Das sollen ihre Vorstaedte sein. ^6Und unter den Staedten, die ihr den Leviten geben werdet, sollt ihr sechs Freistaedte geben, dass dahinein fliehe, wer einen Totschlag getan hat. Ueber dieselben sollt ihr noch zweiundvierzig Staedte geben, ^7dass alle Staedte, die ihr den Leviten gebt, seien achtundvierzig mit ihren Vorstaedten. ^8Und sollt derselben desto mehr geben von denen, die viel besitzen unter den Kindern Israel, und desto weniger von denen, die wenig besitzen; ein jeglicher nach seinem Erbteil, das ihm zugeteilt wird, soll Staedte den Leviten geben. ^9Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^10Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr ueber den Jordan ins Land Kanaan kommt, ^11sollt ihr Staedte auswaehlen, dass sie Freistaedte seien, wohin fliehe, wer einen Totschlag unversehens tut. ^12Und sollen unter euch solche Freistaedte sein vor dem Blutraecher, dass der nicht sterben muesse, der einen Totschlag getan hat, bis dass er vor der Gemeinde vor Gericht gestanden sei. ^13Und der Staedte, die ihr geben werdet zu Freistaedten, sollen sechs sein. ^14Drei sollt ihr geben diesseit des Jordans und drei im Lande Kanaan. ^15Das sind die sechs Freistaedte, den Kindern Israel und den Fremdlingen und den Beisassen unter euch, dass dahin fliehe, wer einen Totschlag getan hat unversehens. ^16Wer jemand mit einem Eisen schlaegt, dass er stirbt, der ist ein Totschlaeger und soll des Todes sterben. ^17Wirft er ihn mit einem Stein, mit dem jemand mag getoetet werden, dass er davon stirbt, so ist er ein Totschlaeger und soll des Todes sterben. ^18Schlaegt er ihn aber mit einem Holz, mit dem jemand mag totgeschlagen werden, dass er stirbt, so ist er ein Totschlaeger und soll des Todes sterben. ^19Der Raecher des Bluts soll den Totschlaeger zum Tode bringen; wo er ihm begegnet, soll er ihn toeten. ^20Stoesst er ihn aus Hass oder wirft etwas auf ihn aus List, dass er stirbt, ^21oder schlaegt ihn aus Feindschaft mit seiner Hand, dass er stirbt, so soll er des Todes sterben, der ihn geschlagen hat; denn er ist ein Totschlaeger. Der Raecher des Bluts soll ihn zum Tode bringen, wo er ihm begegnet. ^22Wenn er ihn aber ungefaehr stoesst, ohne Feindschaft, oder wirft irgend etwas auf ihn unversehens ^23oder wirft irgend einen Stein auf ihn, davon man sterben mag, und er hat's nicht gesehen, also dass er stirbt, und er ist nicht sein Feind, hat ihm auch kein Uebles gewollt, ^24so soll die Gemeinde richten zwischen dem, der geschlagen hat, und dem Raecher des Bluts nach diesen Rechten. ^25Und die Gemeinde soll den Totschlaeger erretten von der Hand des Blutraechers und soll ihn wiederkommen lassen zu der Freistadt, dahin er geflohen war; und er soll daselbst bleiben, bis dass der Hohepriester sterbe, den man mit dem heiligen Oel gesalbt hat. ^26Wird aber der Totschlaeger aus seiner Freistadt Grenze gehen, dahin er geflohen ist, ^27und der Blutraecher findet ihn ausserhalb der Grenze seiner Freistadt und schlaegt ihn tot, so soll er des Bluts nicht schuldig sein. ^28Denn er sollte in seiner Freistadt bleiben bis an den Tod des Hohenpriesters, und nach des Hohenpriesters Tod wieder zum Lande seines Erbguts kommen. ^29Das soll euch ein Recht sein bei euren Nachkommen, ueberall, wo ihr wohnt. ^30Den Totschlaeger soll man toeten nach dem Mund zweier Zeugen. Ein Zeuge soll nicht aussagen ueber eine Seele zum Tode. ^31Und ihr sollt keine Versuehnung nehmen fuer die Seele eines Totschlaegers; denn er ist des Todes schuldig, und er soll des Todes sterben. ^32Und sollt keine Versuehnung nehmen fuer den, der zur Freistadt geflohen ist, dass er wiederkomme, zu wohnen im Lande, bis der Priester sterbe. ^33Und schaendet das Land nicht, darin ihr wohnet; denn wer blutschuldig ist, der schaendet das Land, und das Land kann vom Blut nicht versoehnt werden, das darin vergossen wird, ausser durch das Blut des, der es vergossen hat. ^34Verunreinigt das Land nicht, darin ihr wohnet, darin ich auch wohne; denn ich bin der HERR, der unter den Kindern Israel wohnt. __________________________________________________________________ Kapitel 36 ^1Und die obersten Vaeter des Geschlechts der Kinder Gileads, des Sohnes Machirs, der Manasses Sohn war, von den Geschlechtern der Kinder Joseph, traten herzu und redeten vor Mose und vor den Fuersten, den obersten Vaetern der Kinder Israel, ^2und sprachen: Meinem Herrn hat der HERR geboten, dass man das Land zum Erbteil geben sollte durchs Los den Kindern Israel; auch ward meinem Herrn geboten von dem HERRN, dass man das Erbteil Zelophehads, unsers Bruders, seinen Toechtern geben soll. ^3Wenn sie jemand aus den Staemmen der Kinder Israel zu Weibern nimmt, so wird unserer Vaeter Erbteil weniger werden, und so viel sie haben, wird zu dem Erbteil kommen des Stammes, dahin sie kommen; also wird das Los unseres Erbteils verringert. ^4Wenn nun das Halljahr der Kinder Israel kommt, so wird ihr Erbteil zu dem Erbteil des Stammes kommen, da sie sind; also wird das Erbteil des Stammes unserer Vaeter verringert, so viel sie haben. ^5Mose gebot den Kindern Israel nach dem Befehl des Herrn und sprach: Der Stamm der Kinder Joseph hat recht geredet. ^6Das ist's, was der HERR gebietet den Toechtern Zelophehads und spricht: Lass sie freien, wie es ihnen gefaellt; allein dass sie freien unter dem Geschlecht des Stammes ihres Vaters, ^7auf dass nicht die Erbteile der Kinder Israel fallen von einen Stamm zum andern; denn ein jeglicher unter den Kindern Israel soll anhangen an dem Erbe des Stammes seiner Vaeter. ^8Und alle Toechter, die Erbteil besitzen unter den Staemmen der Kinder Israel, sollen freien einen von dem Geschlecht des Stammes ihres Vaters, auf dass ein jeglicher unter den Kindern Israel seiner Vaeter Erbe behalte ^9und nicht ein Erbteil von einem Stamm falle auf den andern, sondern ein jeglicher hange an seinem Erbe unter den Staemmen der Kinder Israel. ^10Wie der HERR dem Mose geboten hatte, so taten die Toechter Zelophehads, ^11Mahela, Thirza, Hogla, Milka und Noa, und freiten die Kinder ihrer Vettern, ^12des Geschlechts der Kinder Manasses, des Sohnes Josephs. Also blieb ihr Erbteil an dem Stamm des Geschlechts ihres Vaters. ^13Das sind die Gebote und Rechte, die der HERR gebot durch Mose den Kindern Israel auf dem Gefilde der Moabiter am Jordan gegenueber Jericho. __________________________________________________________________ Deuteronomy __________________________________________________________________ Kapitel 1 ^1Das sind die Worte die Mose redete zum ganzen Israel jenseit des Jordans in der Wueste, auf dem Gefilde gegen das Schilfmeer, zwischen Pharan und Tophel, Laban Hazeroth und Disahab. ^2Elf Tagereisen von Horeb, durch den Weg des Gebirges Seir, bis gen Kades-Barnea. ^3Und es geschah im vierzigsten Jahr, am ersten Tage des elften Monats, da redete Mose mit den Kindern Israel alles, wie ihm der HERR an sie geboten hatte, ^4nachdem er Sihon, den Koenig der Amoriter, geschlagen hatte, der zu Hesbon wohnte, dazu Og, den Koenig von Basan, der zu Astharoth und zu Edrei wohnte. ^5Jenseit des Jordans, im Lande der Moabiter, fing an Mose auszulegen dies Gesetz und sprach: ^6Der HERR, unser Gott, redete mit uns am Berge Horeb und sprach: Ihr seid lang genug an diesem Berge gewesen; ^7wendet euch und ziehet hin, dass ihr zu dem Gebirge der Amoriter kommt und zu allen ihren Nachbarn im Gefilde, auf Bergen und in Gruenden, gegen Mittag und gegen die Anfurt des Meers, ins Land Kanaan und zum Berge Libanon, bis an das grosse Wasser Euphrat. ^8Siehe da, ich habe euch das Land, das vor euch liegt, gegeben; gehet hinein und nehmet es ein, das der HERR euren Vaetern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat, dass er's ihnen und ihrem Samen nach ihnen geben wollte. ^9Da sprach ich zu derselben Zeit zu euch: Ich kann nicht allein ertragen; ^10denn der HERR, euer Gott, hat euch gemehrt, dass ihr heutigestages seid wie die Menge der Sterne am Himmel. ^11Der HERR, euer Vaeter Gott, mache euer noch viel tausend mehr und segne euch, wie er euch verheissen hat! ^12Wie kann ich allein solche Muehe und Last und Hader von euch ertragen? ^13Schafft her weise, verstaendige und erfahrene Leute unter euren Staemmen, die will ich ueber euch zu Haeuptern setzen. ^14Da antwortetet ihr mir und spracht: Das ist ein gut Ding, davon du sagst, dass du tun willst. ^15Da nahm ich die Haeupter eurer Staemme, weise und erfahrene Maenner, und setzte sie ueber euch zu Haeuptern ueber tausend, ueber hundert, ueber fuenfzig und ueber zehn, und zu Amtleuten unter euren Staemmen, ^16und gebot euren Richtern zur selben Zeit und sprach: Verhoert eure Brueder und richtet recht zwischen jedermann und seinem Bruder und dem Fremdlinge. ^17Keine Person sollt ihr im Gericht ansehen, sondern sollt den Kleinen hoeren wie den Grossen, und vor niemandes Person euch scheuen; denn das Gerichtamt ist Gottes. Wird aber euch eine Sache zu hart sein, die lasset an mich gelangen, dass ich sie hoere. ^18Also gebot ich euch zu der Zeit alles, was ihr tun sollt. ^19Da zogen wir aus von Horeb und wandelten durch die ganze Wueste, die gross und grausam ist, wie ihr gesehen habt, auf der Strasse zum Gebirge der Amoriter, wie uns der HERR, unser Gott, geboten hatte, und kamen bis gen Kades-Barnea. ^20Da sprach ich zu euch: Ihr seid an das Gebirge der Amoriter gekommen, das uns der HERR, unser Gott, geben wird. ^21Siehe da das Land vor dir, das der HERR, dein Gott, dir gegeben hat; zieh hinauf und nimm's ein, wie der HERR, deiner Vaeter Gott, dir verheissen hat. Fuerchte dich nicht und lass dir nicht grauen. ^22Da kamt ihr alle zu mir und spracht: Lasst uns Maenner vor uns hin senden, die uns das Land erkunden und uns wieder sagen, durch welchen Weg wir hineinziehen sollen und die Staedte, da wir hineinkommen sollen. ^23Das gefiel mir wohl, und ich nahm aus euch zwoelf Maenner, von jeglichem Stamm einen. ^24Da diese weggingen und hinaufzogen auf das Gebirge und an den Bach Eskol kamen, da besahen sie es ^25und nahmen Fruechte des Landes mit sich und brachten sie herab zu uns und sagten uns wieder und sprachen: Das Land ist gut, das der HERR, unser Gott, uns gegeben hat. ^26Aber ihr wolltet nicht hinaufziehen und wurdet ungehorsam dem Munde des HERRN, eures Gottes, ^27und murrtet in euren Huetten und spracht: Der HERR ist uns gram; darum hat er uns aus Aegyptenland gefuehrt, dass er uns in der Amoriter Haende gebe, uns zu vertilgen. ^28Wo sollen wir hinauf? Unsre Brueder haben unser Herz verzagt gemacht und gesagt, das Volk sei groesser und hoeher denn wir; die Staedte seien gross und bis an den Himmel vermauert; dazu haben wir Enakiter daselbst gesehen. ^29Ich sprach aber zu euch: Entsetzet euch nicht und fuerchtet euch nicht vor ihnen. ^30Der HERR, euer Gott, zieht vor euch hin und wird fuer euch streiten, wie er mit euch getan hat in Aegypten vor euren Augen ^31und in der Wueste, da du gesehen hast, wie dich der HERR, dein Gott, getragen hat, wie ein Mann seinen Sohn traegt, durch allen Weg, daher ihr gewandelt seid, bis ihr an diesen Ort kamt. ^32Aber das gilt nichts bei euch, dass ihr an den HERRN, euren Gott, haettet geglaubt, ^33der vor euch her ging, euch die Staette zu weisen, wo ihr euch lagern solltet, des Nachts im Feuer, dass er euch den Weg zeigte, darin ihr gehen solltet, und des Tages in der Wolke. ^34Als aber der HERR euer Geschrei hoerte, ward er zornig und schwur und sprach: ^35Es soll keiner dieses boesen Geschlechts das gute Land sehen, das ich ihren Vaetern zu geben geschworen habe; ^36ausser Kaleb, dem Sohn Jephunnes, der soll es sehen, und ihm will ich geben das Land, darauf er getreten ist, und seinen Kindern, darum dass er treulich dem HERRN gefolgt ist. ^37Auch ward der HERR ueber mich zornig um euretwillen und sprach: Du sollst auch nicht hineinkommen. ^38Aber Josua, der Sohn Nuns, der dein Diener ist, der soll hineinkommen. Denselben staerke; denn er soll Israel das Erbe austeilen. ^39Und eure Kinder, davon ihr sagtet, sie wuerden ein Raub werden, und eure Soehne, die heutigestages weder Gutes noch Boeses verstehen, die sollen hineinkommen; denselben will ich's geben, und sie sollen's einnehmen. ^40Ihr aber wendet euch und ziehet nach der Wueste den Weg zum Schilfmeer. ^41Da antwortetet ihr und spracht zu mir: Wir haben an dem HERRN gesuendigt; wir wollen hinauf und streiten, wie uns der HERR, unser Gott, geboten hat. Da ihr euch nun ruestetet, ein jeglicher mit seinen Waffen, und wart an dem, dass ihr hinaufzoeget aufs Gebirge, ^42sprach der HERR zu mir: Sage ihnen, dass sie nicht hinaufziehen, auch nicht streiten, denn ich bin nicht unter euch, auf dass ihr nicht geschlagen werdet von euren Feinden. ^43Da ich euch das sagte, gehorchtet ihr nicht und wurdet ungehorsam dem Munde des HERRN und wart vermessen und zoget hinauf aufs Gebirge. ^44Da zogen die Amoriter aus, die auf dem Gebirge wohnten, euch entgegen, und jagten euch, wie die Bienen tun, und schlugen euch zu Seir bis gen Horma. ^45Da ihr nun wiederkamt und weintet vor dem HERRN, wollte der HERR eure Stimme nicht hoeren und neigte seine Ohren nicht zu euch. ^46Also bliebet ihr in Kades eine lange Zeit. __________________________________________________________________ Kapitel 2 ^1Da wandten wir uns und zogen aus zur Wueste auf der Strasse zum Schilfmeer, wie der HERR zu mir sagte, und umzogen das Gebirge Seir eine lange Zeit. ^2Und der HERR sprach zu mir: ^3Ihr habt dies Gebirge nun genug umzogen; wendet euch gegen Mitternacht. ^4Und gebiete dem Volk und sprich: ihr werdet durch das Land eurer Brueder, der Kinder Esau, ziehen, die zu Seir wohnen; und sie werden sich vor euch fuerchten. Aber verwahrt euch mit Fleiss, ^5dass ihr sie nicht bekrieget; denn ich werde euch ihres Landes nicht einen Fussbreit geben; denn das Gebirge Seir habe ich den Kindern Esau zu besitzen gegeben. ^6Speise sollt ihr um Geld von ihnen kaufen, dass ihr esset, und Wasser sollt ihr um Geld von ihnen kaufen, dass ihr trinket. ^7Denn der HERR, dein Gott, hat dich gesegnet in allen Werken deiner Haende. Er hat dein Reisen durch diese grosse Wueste zu Herzen genommen, und vierzig Jahre ist der HERR, dein Gott, bei dir gewesen, dass dir nichts gemangelt hat. ^8Da wir nun vor unsern Bruedern, den Kindern Esau, weitergezogen waren, die auf dem Gebirge Seir wohnten, auf dem Wege des Gefildes von Elath und Ezeon-Geber, wandten wir uns und gingen durch den Weg der Wueste der Moabiter. ^9Da sprach der HERR zu mir: Du sollst den Moabitern nicht Schaden tun noch sie bekriegen; denn ich will dir ihres Landes nichts zu besitzen geben; denn ich habe Ar den Kindern Lot zu besitzen gegeben. ^10(Die Emiter haben vorzeiten darin gewohnt; das war ein grosses, starkes und hohes Volk wie die Enakiter. ^11Man hielt sie auch fuer Riesen gleich wie die Enakiter; und die Moabiter heissen sie Emiter. ^12Auch wohnten vorzeiten in Seir die Horiter; und die Kinder Esau vertrieben und vertilgten sie vor sich her und wohnten an ihrer Statt, gleich wie Israel dem Lande seiner Besitzung tat, das ihnen der HERR gab.) ^13So macht euch nun auf und ziehet durch den Bach Sered! und wir zogen hindurch. ^14Die Zeit aber, die wir von Kades-Barnea zogen, bis wir durch den Bach Sered kamen, war achtunddreissig Jahre, bis alle die Kriegsleute gestorben waren im lager, wie der HERR ihnen geschworen hatte. ^15Dazu war auch die Hand des HERRN wider sie, dass sie umkaemen aus dem Lager, bis dass ihrer ein Ende wuerde. ^16Und da aller der Kriegsleute ein Ende war und sie gestorben waren unter dem Volk, ^17redete der HERR mit mir und sprach: ^18Du wirst heute durch das Gebiet der Moabiter ziehen bei Ar ^19und wirst nahe kommen gegen die Kinder Ammon. Denen sollst du nicht Schaden tun noch sie bekriegen; denn ich will dir des Landes der Kinder Ammon nichts zu besitzen geben; denn ich habe es den Kindern Lot zu besitzen gegeben. ^20(Es ist auch gehalten fuer der Riesen Land, und haben vorzeiten Riesen darin gewohnt, und die Ammoniter hiessen sie Samsummiter. ^21Das war ein grosses, starkes hohes Volk wie die Enakiter; und der HERR vertilgte sie vor ihnen und liess sie ihr Land besitzen, dass sie an ihrer Statt da wohnten, ^22gleichwie er getan hat mit den Kindern Esau, die auf dem Gebirge Seir wohnen, da er die Horiter vor ihnen vertilgte und liess sie ihr Land besitzen, dass sie da an ihrer Statt wohnten bis auf diesen Tag. ^23Und die Kaphthoriter zogen aus Kaphthor und vertilgten die Avviter, die in Doerfern wohnten bis gen Gaza, und wohnten an ihrer Statt daselbst.) ^24Macht euch auf und ziehet aus und gehet ueber den Bach Arnon. Siehe, ich habe Sihon, den Koenig der Amoriter zu Hesbon, in deine Haende gegeben mit seinem Lande. Hebe an einzunehmen, und streite wider ihn. ^25Heutigestages will ich anheben, dass sich vor dir fuerchten und erschrecken sollen alle Voelker unter dem ganzen Himmel, dass, wenn sie von dir hoeren, ihnen bange und wehe werden soll vor dir. ^26Da sandte ich Boten aus der Wueste von Kedemoth zu Sihon, dem Koenig zu Hesbon, mit friedlichen Worten und liess ihm sagen: ^27Ich will durch dein Land ziehen, und wo die Strasse geht, will ich gehen; ich will weder zur Rechten noch zur Linken ausweichen. ^28Speise sollst du mir um Geld verkaufen, dass ich esse, und Wasser sollst du mir um Geld geben, dass ich trinke. Ich will nur zu Fuss hindurchgehen, ^29wie mir die Kinder Esau getan haben, die zu Seir wohnen, und die Moabiter, die zu Ar wohnen, bis dass ich komme ueber den Jordan, in das Land, das uns der HERR, unser Gott, geben wird. ^30Aber Sihon, der Koenig zu Hesbon, wollte uns nicht durchziehen lassen; denn der HERR, dein Gott, verhaertete seinen Mut und verstockte ihm sein Herz, auf dass er ihn in deine Haende gaebe, wie es heutigestages ist. ^31Und der HERR sprach zu mir: Siehe, ich habe angefangen, dahinzugeben vor dir Sihon mit seinem Lande; hebt an, einzunehmen und zu besitzen sein Land. ^32Und Sihon zog aus, uns entgegen, mit allem seinem Volk zum Streit gen Jahza. ^33Aber der HERR, unser Gott, gab ihn dahin vor uns, dass wir ihn schlugen mit seinen Kindern und seinem ganzen Volk. ^34Da gewannen wir zu der Zeit alle seine Staedte und verbannten alle Staedte, Maenner, Weiber und Kinder und liessen niemand uebrigbleiben. ^35Allein das Vieh raubten wir fuer uns und die Ausbeute der Staedte, die wir gewannen. ^36Von Aroer an, das am Ufer des Bachs Arnon liegt, und von der Stadt am Bach gen Gilead war keine Stadt, die sich vor uns schuetzen konnte; der HERR, unser Gott, gab alles dahin vor uns. ^37Allein zu dem Lande der Kinder Ammon kamst du nicht, weder zu allem, was am Bach Jabbok war, noch zu den Staedten auf dem Gebirge noch zu allem, das uns der HERR, unser Gott, verboten hatte. __________________________________________________________________ Kapitel 3 ^1Und wir wandten uns und zogen hinauf den Weg nach Basan. Und Og, der Koenig von Basan, zog aus uns entgegen, mit allem seinem Volk, zu streiten bei Edrei. ^2Aber der HERR sprach zu mir: Fuerchte dich nicht vor ihm; denn ich habe ihn und all sein Volk mit seinem Lande in deine Haende gegeben; und du sollst mit ihm tun, wie du mit Sihon, dem Koenig der Amoriter, getan hast, der zu Hesbon sass. ^3Also gab der HERR, unser Gott, auch den Koenig Og von Basan in unsre Haende mit allem seinem Volk, dass wir ihn schlugen, bis dass ihm nichts uebrigblieb. ^4Da gewannen wir zu der Zeit alle seine Staedte (und war keine Stadt, die wir ihm nicht nahmen): sechzig Staedte, die ganze Gegend Argob, das Koenigreich Ogs von Basan. ^5Alle diese Staedte waren fest mit hohen Mauern, Toren und Riegeln, ausser sehr vielen anderen Flecken ohne Mauern. ^6Und wir verbannten sie, gleich wie wir mit Sihon, dem Koenig zu Hesbon, taten. Alle Staedte verbannten wir, mit Maennern, Weibern und Kindern. ^7Aber alles Vieh und den Raub der Staedte raubten wir fuer uns. ^8Also nahmen wir zu der Zeit das Land aus der Hand der zwei Koenige der Amoriter, jenseit des Jordans, von dem Bach Arnon an bis an den Berg Hermon ^9(welchen die Sidoniter Sirjon heissen, aber die Amoriter heissen ihn Senir), ^10alle Staedte auf der Ebene und das ganze Gilead und das ganze Basan bis gen Salcha und Edrei, die Staedte des Koenigreichs Ogs von Basan. ^11(Denn allein der Koenig Og von Basan war noch uebrig von den Riesen. Siehe, sein eisernes Bett ist zu Rabba der Kinder Ammon, neun Ellen lang und vier Ellen breit nach eines Mannes Ellenbogen.) ^12Solches Land nahmen wir ein zu derselben Zeit. Von Aroer an, das am Bach Arnon liegt, gab ich's den Rubeniter und Gaditern samt dem halben Gebirge Gilead mit seinen Staedten. ^13Aber das uebrige Gilead und das ganze Basan, das Koenigreich Ogs, gab ich dem halben Stamm Manasse, die ganze Gegend Argob (dieses ganze Basan heisst der Riesen Land). ^14Jair, der Sohn Manasses, nahm die ganze Gegend Argob bis an die Grenze der Gessuriter und Maachathiter und hiess das Basan nach seinem Namen Doerfer Jairs bis auf den heutigen Tag. ^15Machir aber gab ich Gilead. ^16Und den Rubenitern und Gaditern gab ich des Gileads einen Teil bis an den Bach Arnon, die Mitte des Bachs, der die Grenze ist, und bis an den Bach Jabbok, der die Grenze ist der Kinder Ammon; ^17dazu das Gefilde und den Jordan, der die Grenze ist, von Kinnereth an bis an das Meer am Gefilde, das Salzmeer, unten am Berge Pisga gegen Morgen. ^18Und ich gebot euch zu der Zeit und sprach: Der HERR, euer Gott, hat euch dies Land gegeben einzunehmen; so ziehet nun geruestet vor euren Brueder, den Kindern Israel, her, was streitbar ist, ^19allein eure Weiber und Kinder und das Vieh (denn ich weiss, dass ihr viel Vieh habt) lasst in euren Staedten belieben, die ich euch gegeben habe, ^20bis dass der HERR eure Brueder auch zu Ruhe bringe wie euch, dass sie auch das Land einnehmen, das ihnen der HERR, euer Gott, geben wird jenseit des Jordans; so sollt ihr dann wiederkehren zu eurer Besitzung, die ich euch gegeben habe. ^21Und Josua gebot ihnen zu derselben Zeit und sprach: Deine Augen haben gesehen alles, was der HERR, euer Gott, diesen Koenigen getan hat. Also wird der HERR auch allen Koenigreichen tun, da du hin ziehst. ^22Fuerchtet euch nicht vor ihnen; denn der HERR, euer Gott, streitet fuer euch. ^23Und ich bat den HERRN zu derselben Zeit und sprach: ^24HERR HERR, du hast angehoben, zu erzeigen deinem Knecht deine Herrlichkeit und deine starke Hand. Denn wo ist ein Gott im Himmel und auf Erden, der es deinen Werken und deiner Macht koennte nachtun? ^25Lass mich hinuebergehen und sehen das gute Land jenseit des Jordans, dies gute Gebirge und den Libanon. ^26Aber der HERR war erzuernt auf mich um euretwillen und erhoerte mich nicht, sondern sprach: Lass es genug sein! rede mir davon nicht mehr! ^27Steige auf die Hoehe des Berges Pisga, und hebe deine Augen auf gegen Abend und gegen Mitternacht und gegen Mittag und gegen Morgen, und siehe es mit deinen Augen; denn du wirst nicht ueber diesen Jordan gehen. ^28Und gebiete dem Josua, dass er getrost und unverzagt sei; denn er soll ueber den Jordan ziehen vor dem Volk her und soll ihnen das Land austeilen, das du sehen wirst. ^29Also blieben wir im Tal gegenueber Beth-Peor. __________________________________________________________________ Kapitel 4 ^1Und nun hoere, Israel, die Gebote und Rechte, die ich euch lehre, dass ihr sie tun sollt, auf dass ihr lebt und hineinkommet und das Land einnehmet, das euch der HERR, eurer Vaeter Gott, gibt. ^2Ihr sollt nichts dazutun zu dem, was ich euch gebiete, und sollt auch nichts davontun, auf dass ihr bewahren moeget die Gebote des HERRN, eures Gottes, die ich euch gebiete. ^3Eure Augen haben gesehen, was der HERR getan hat wider den Baal-Peor; denn alle, die dem Baal-Peor folgten, hat der HERR, dein Gott, vertilgt unter euch. ^4Aber ihr, die ihr dem HERRN, eurem Gott, anhinget, lebt alle heutigestages. ^5Siehe, ich habe euch gelehrt Gebote und Rechte, wie mir der HERR, mein Gott, geboten hat, dass ihr also tun sollt in dem Lande, darein ihr kommen werdet, dass ihr's einnehmet. ^6So behaltet's nun und tut es. Denn das wird eure Weisheit und Verstand sein bei allen Voelkern, wenn sie hoeren werden alle diese Gebote, dass sie muessen sagen: Ei, welch weise und verstaendige Leute sind das und ein herrlich Volk! ^7Denn wo ist so ein herrlich Volk, zu dem Goetter also nahe sich tun als der HERR, unser Gott, so oft wir ihn anrufen? ^8Und wo ist so ein herrlich Volk, das so gerechte Sitten und Gebote habe wie all dies Gesetz, dass ich euch heutigestages vorlege? ^9Huete dich nur und bewahre deine Seele wohl, dass du nicht vergessest der Geschichten, die deine Augen gesehen haben, und dass sie nicht aus deinem Herzen kommen all dein Leben lang. Und sollst deinen Kindern und Kindeskindern kundtun ^10den Tag, da du vor dem HERRN, deinem Gott, standest am Berge Horeb, da der HERR zu mir sagte: Versammle mir das Volk, dass sie meine Worte hoeren und lernen mich fuerchten alle ihre Lebtage auf Erden und lehren ihre Kinder. ^11Und ihr tratet herzu und standet unten an dem Berge; der Berg brannte aber bis mitten an den Himmel, und war da Finsternis, Wolken und Dunkel. ^12Und der HERR redete mit euch mitten aus dem Feuer. Die Stimme seiner Worte hoertet ihr; aber keine Gestalt saht ihr ausser der Stimme. ^13Und er verkuendigte euch seinen Bund, den er euch gebot zu tun, naemlich die Zehn Worte, und schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln. ^14Und der HERR gebot mir zur selben Zeit, dass ich euch lehren sollte Gebote und Rechte, dass ihr darnach taetet in dem Lande, darein ihr ziehet, dass ihr's einnehmet. ^15So bewahret nun eure Seelen wohl, denn ihr habt keine Gestalt gesehen des Tages, da der HERR mit euch redete aus dem Feuer auf dem Berge Horeb, ^16auf dass ihr nicht verderbet und machet euch irgend ein Bild, das gleich sei einem Mann oder Weib ^17oder Vieh auf Erden oder Vogel unter dem Himmel ^18oder Gewuerm auf dem Lande oder Fisch im Wasser unter der Erde, ^19dass du auch nicht deine Augen aufhebest gen Himmel und sehest die Sonne und den Mond und die Sterne, das ganze Heer des Himmels, und fallest ab und betest sie an und dienest ihnen, welche der HERR, dein Gott, verordnet hat allen Voelkern unter dem ganzen Himmel. ^20Euch aber hat der HERR angenommen und aus dem eisernen Ofen, naemlich aus Aegypten, gefuehrt, dass ihr sein Erbvolk sollt sein, wie es ist an diesem Tag. ^21Und der HERR war so erzuernt ueber mich um eures Tuns willen, dass er schwur, ich sollte nicht ueber den Jordan gehen noch in das gute Land kommen, das dir der HERR, dein Gott, zum Erbteil geben wird, ^22sondern ich muss in diesem Lande sterben und werde nicht ueber den Jordan gehen; ihr aber werdet hinuebergehen und solch gutes Land einnehmen. ^23So huetet euch nun, dass ihr des Bundes des HERRN, eures Gottes, nicht vergesset, den er mit euch gemacht hat, und nicht Bilder machet irgend einer Gestalt, wie der HERR, dein Gott, geboten hat. ^24Denn der HERR, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer und ein eifriger Gott. ^25Wenn ihr nun aber Kinder zeuget und Kindeskinder und im Lande wohnet und verderbt euch und machet euch Bilder irgend einer Gestalt, dass ihr uebel tut vor dem HERRN, eurem Gott, und ihr ihn erzuernet: ^26so rufe ich heutigestages ueber euch zu Zeugen Himmel und Erde, dass ihr werdet bald umkommen von dem Lande, in welches ihr gehet ueber den Jordan, dass ihr's einnehmet; ihr werdet nicht lange darin bleiben, sondern werdet vertilgt werden. ^27Und der HERR wird euch zerstreuen unter die Voelker, und wird euer ein geringer Haufe uebrig sein unter den Heiden, dahin euch der HERR treiben wird. ^28Daselbst wirst du dienen den Goettern, die Menschenhaende Werk sind, Holz und Stein, die weder sehen noch hoeren noch essen noch riechen. ^29Wenn du aber daselbst den HERRN, deinen Gott, suchen wirst, so wirst du ihn finden, wenn du ihn wirst von ganzem Herzen und von ganzer Seele suchen. ^30Wenn du geaengstet sein wirst und dich treffen werden alle diese Dinge in den letzten Tage, so wirst du dich bekehren zu dem HERRN, deinem Gott, und seiner Stimme gehorchen. ^31Denn der HERR, dein Gott, ist ein barmherziger Gott; er wird dich nicht lassen noch verderben, wird auch nicht vergessen des Bundes, den er deinen Vaetern geschworen hat. ^32Denn frage nach den vorigen Zeiten, die vor dir gewesen sind, von dem Tage an, da Gott den Menschen auf Erden geschaffen hat, von einem Ende des Himmels zum andern, ob je solch grosses Ding geschehen oder desgleichen je gehoert sei, ^33dass ein Volk Gottes Stimme gehoert habe aus dem Feuer reden, wie du gehoert hast, und dennoch lebest? ^34oder ob Gott versucht habe hineinzugehen und sich ein Volk mitten aus einem Volk zu nehmen durch Versuchungen, durch Zeichen, durch Wunder, durch Streit und durch eine maechtige Hand und durch einen ausgestreckten Arm und durch sehr schreckliche Taten, wie das alles der HERR, euer Gott, fuer euch getan hat in Aegypten vor deinen Augen? ^35Du hast's gesehen, auf dass du wissest, dass der HERR allein Gott ist und keiner mehr. ^36Vom Himmel hat er dich seine Stimme hoeren lassen, dass er dich zuechtigte; und auf Erden hat er dir gezeigt sein grosses Feuer, und seine Worte hast du aus dem Feuer gehoert. ^37Darum dass er deine Vaeter geliebt und ihren Samen nach ihnen erwaehlt hat, hat er dich ausgefuehrt mit seinem Angesicht durch sein grosse Kraft aus Aegypten, ^38dass er vertriebe vor dir her grosse Voelker und staerkere, denn du bist, und dich hineinbraechte, dass er dir ihr Land gaebe zum Erbteil, wie es heutigestages steht. ^39So sollst du nun heutigestages wissen und zu Herzen nehmen, dass der HERR Gott ist oben im Himmel und unten auf Erden und keiner mehr; ^40dass du haltest seine Rechte und Gebote, die ich dir heute gebiete: so wird dir's und deinen Kindern nach dir wohl gehen, dass dein Leben lange waehre in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, gibt ewiglich. ^41Da sonderte Mose drei Staedte aus jenseit des Jordans, gegen der Sonne Aufgang, ^42dass dahin floehe, wer seinen Naechsten totschlaegt unversehens und ihm zuvor nicht Feind gewesen ist; der soll in der Staedte eine fliehen, dass er lebendig bleibe: ^43Bezer in der Wueste im ebnen Lande unter den Rubenitern und Ramoth in Gilead unter den Gaditern und Golan in Basan unter den Manassitern. ^44Das ist das Gesetz, das Mose den Kindern Israel vorlegte. ^45Das sind die Zeugnisse und Gebote und Rechte, die Mose den Kindern Israel sagte, da sie aus Aegypten gezogen waren, ^46jenseit des Jordans, im Tal gegenueber Beth-Peor, im Lande Sihons, des Koenigs der Amoriter, der zu Hesbon sass, den Mose und die Kinder Israel schlugen, da sie aus Aegypten gezogen waren, ^47und nahmen sein Land ein, dazu das Land Ogs, des Koenigs von Basan, der zwei Koenige der Amoriter, die jenseit des Jordans waren, gegen der Sonne Aufgang, ^48von Aroer an, welches am Ufer liegt des Baches Arnon, bis an den Berg Sion, das ist der Hermon, ^49und alles Blachfeld jenseit des Jordans, gegen Aufgang der Sonne, bis an das Meer im Blachfelde, unten am Berge Pisga. __________________________________________________________________ Kapitel 5 ^1Und Mose rief das ganze Israel und sprach zu ihnen: Hoere, Israel, die Gebote und Rechte, die ich heute vor euren Ohren rede, und lernt sie und behaltet sie, dass ihr darnach tut! ^2Der HERR, unser Gott, hat einen Bund mit uns gemacht am Horeb ^3und hat nicht mit unsern Vaetern diesen Bund gemacht, sondern mit uns, die wir hier sind heutigestages und alle leben. ^4Er hat von Angesicht zu Angesicht mit euch aus dem Feuer auf dem Berge geredet. ^5Ich stand zu derselben Zeit zwischen dem HERRN und euch, dass ich euch ansagte des HERRN Wort; denn ihr fuerchtetet euch vor dem Feuer und ginget nicht auf den Berg. Und er sprach: ^6Ich bin der HERR, dein Gott, der dich aus Aegyptenland gefuehrt hat, aus dem Diensthause. ^7Du sollst keine andern Goetter haben vor mir. ^8Du sollst dir kein Bildnis machen, keinerlei Gleichnis, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, noch des, das im Wasser unter der Erde ist. ^9Du sollst sie nicht anbeten noch ihnen dienen. Denn ich bin der HERR, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der die Missetat der Vaeter heimsucht ueber die Kinder ins dritte und vierte Glied, die mich hassen; ^10und Barmherzigkeit erzeige in viel tausend, die mich lieben und meine Gebote halten. ^11Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht. ^12Den Sabbattag sollst du halten, dass du ihn heiligest, wie dir der HERR, dein Gott, geboten hat. ^13Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. ^14Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun noch dein Sohn noch deine Tochter noch dein Knecht noch deine Magd noch dein Ochse noch dein Esel noch all dein Vieh noch dein Fremdling, der in deinen Toren ist, auf dass dein Knecht und deine Magd ruhe wie du. ^15Denn du sollst gedenken, dass du auch Knecht in Aegyptenland warst und der HERR, dein Gott, dich von dort ausgefuehrt hat mit einer maechtigen Hand und mit ausgerecktem Arm. Darum hat dir der HERR, dein Gott, geboten, dass du den Sabbattag halten sollst. ^16Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, wie dir der HERR, dein Gott, geboten hat, auf dass du lange lebest und dass dir's wohl gehe in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird. ^17Du sollst nicht toeten. ^18Du sollst nicht ehebrechen. ^19Du sollst nicht stehlen. ^20Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Naechsten. ^21Lass dich nicht geluesten deines Naechsten Weibes. Du sollst nicht begehren deines Naechsten Haus, Acker, Knecht, Magd, Ochsen, Esel noch alles, was sein ist. ^22Das sind die Worte, die der HERR redete zu eurer ganzen Gemeinde auf dem Berge, aus dem Feuer und der Wolke und dem Dunkel, mit grosser Stimme, und tat nichts dazu und schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln und gab sie mir. ^23Da ihr aber die Stimme aus der Finsternis hoertet und den Berg mit Feuer brennen saht, tratet ihr zu mir, alle Obersten unter euren Staemmen und eure Aeltesten, ^24und spracht: Siehe, der HERR, unser Gott, hat uns lassen sehen sein Herrlichkeit und seine Majestaet; und wir haben sein Stimme aus dem Feuer gehoert. Heutigestages haben wir gesehen, dass Gott mit Menschen redet, und sie lebendig bleiben. ^25Und nun, warum sollen wir sterben, dass uns dies grosse Feuer verzehre? Wenn wir des HERRN, unsers Gottes, Stimme weiter hoeren, so muessen wir sterben. ^26Denn was ist alles Fleisch, dass es hoeren moege die Stimme des lebendigen Gottes aus dem Feuer reden wie wir, und lebendig bleibe? ^27Tritt nun hinzu und hoere alles, was der HERR, unser Gott, sagt, und sage es uns. Alles, was der HERR, unser Gott, mit dir reden wird, das wollen wir hoeren und tun. ^28Da aber der HERR eure Worte hoerte, die ihr mit mir redetet, sprach er zu mir: Ich habe gehoert die Worte dieses Volks, die sie dir geredet haben; es ist alles gut, was sie geredet haben. ^29Ach dass sie ein solch Herz haetten, mich zu fuerchten, und zu halten alle meine Gebote ihr Leben lang, auf dass es ihnen wohl ginge und ihren Kindern ewiglich! ^30Gehe hin und sage ihnen: Gehet heim in eure Huetten. ^31Du aber sollst hier vor mir stehen, dass ich mit dir rede alle Gesetze und Gebote und Rechte, die du sie lehren sollst, dass sie darnach tun in dem Lande, das ich ihnen geben werde einzunehmen. ^32So habt nun acht, dass ihr tut, wie euch der HERR, euer Gott, geboten hat, und weicht nicht, weder zur Rechten noch zur Linken, ^33sondern wandelt in allen Wegen, die euch der HERR, euer Gott geboten hat, auf dass ihr leben moeget und es euch wohl gehe und ihr lange lebt in dem Lande, das ihr einnehmen werdet. __________________________________________________________________ Kapitel 6 ^1Dies sind aber die Gesetze und Gebote und Rechte, die euch der HERR, euer Gott, geboten hat, dass ihr sie lernen und tun sollt in dem Lande, dahin ihr ziehet, es einzunehmen, ^2dass du den HERRN, deinen Gott, fuerchtest und haltest alle seine Rechte und Gebote, die ich dir gebiete, du und deine Kinder und deine Kindeskinder, alle eure Lebtage, auf dass ihr lange lebt. ^3Israel, du sollst hoeren und behalten, dass du es tust, dass dir's wohl gehe und du sehr vermehrt werdest, wie der HERR, deiner Vaeter Gott, dir verheissen hat ein Land, darin Milch und Honig fliesst. ^4Hoere, Israel, der HERR, unser Gott, ist ein einiger HERR. ^5Und du sollst den HERRN, deinen Gott, liebhaben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allem Vermoegen. ^6Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen ^7und sollst sie deinen Kindern einschaerfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzest oder auf dem Wege gehst, wenn du dich niederlegst oder aufstehst, ^8und sollst sie binden zum Zeichen auf deine Hand, und sollen dir ein Denkmal vor deinen Augen sein, ^9und sollst sie ueber deines Hauses Pfosten schreiben und an die Tore. ^10Wenn dich nun der HERR, dein Gott, in das Land bringen wird, das er deinen Vaetern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat dir zu geben, grosse und feine Staedte, die du nicht gebaut hast, ^11und Haeuser, alles Guts voll, die du nicht gefuellt hast und ausgehauene Brunnen, die du nicht ausgehauen hast, und Weinberge und Oelberge, die du nicht gepflanzt hast, dass du essest und satt werdest; ^12so huete dich, dass du nicht des HERRN vergessest, der dich aus Aegyptenland, aus dem Diensthaus, gefuehrt hat; ^13sondern du den HERRN, deinen Gott, fuerchten und ihm dienen und bei seinem Namen schwoeren. ^14Und sollst nicht andern Goettern nachfolgen der Voelker, die um euch her sind ^15denn der HERR, dein Gott, ist ein eifriger Gott unter dir, dass nicht der Zorn des HERRN, deines Gottes, ueber dich ergrimme und vertilge dich von der Erde. ^16Ihr sollt den HERRN, euren Gott, nicht versuchen, wie ihr ihn versuchtet zu Massa, ^17sondern sollt halten die Gebote des HERRN, eures Gottes, und seine Zeugnisse und Rechte, die er geboten hat, ^18dass du tust, was recht und gut ist vor den Augen des HERRN, auf dass dir's wohl gehe und du hineinkommest und einnehmest das gute Land, das der HERR geschworen hat deinen Vaetern, ^19dass er verjage alle deine Feinde vor dir, wie der HERR geredet hat. ^20Wenn dich aber dein Sohn heute oder morgen fragen wird und sagen: Was sind das fuer Zeugnisse, Gebote und Rechte, die euch der HERR, unser Gott, geboten hat? ^21so sollst du deinem Sohn sagen: Wir waren Knechte des Pharao in Aegypten, und der HERR fuehrte uns aus Aegypten mit maechtiger Hand, ^22und der HERR tat grosse und boese Zeichen und Wunder an Aegypten und Pharao und allem seinem Hause vor unsern Augen ^23und fuehrte uns von dannen, auf dass er uns einfuehrte und gaebe uns das Land, das er unsern Vaetern geschworen hatte; ^24und der HERR hat uns geboten, zu tun nach allen diesen Rechten, dass wir den HERRN, unsern Gott, fuerchten, auf dass es uns wohl gehe alle unsre Lebtage, wie es geht heutigestages; ^25und es wird unsre Gerechtigkeit sein vor dem HERRN, unserm Gott, so wir tun und halten alle diese Gebote, wie er uns geboten hat. __________________________________________________________________ Kapitel 7 ^1Wenn dich der HERR, dein Gott, in das Land bringt, darein du kommen wirst, es einzunehmen, und ausgerottet viele Voelker vor dir her, die Hethiter, Girgasiter, Amoriter, Kanaaniter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter, sieben Voelker, die groesser und staerker sind denn du, ^2und wenn sie der HERR, dein Gott, vor dir dahingibt, dass du sie schlaegst, so sollt ihr sie verbannen, dass du keinen Bund mit ihnen machest noch ihnen Gunst erzeigest. ^3Und sollst dich mit ihnen nicht befreunden: eure Toechter sollt ihr nicht geben ihren Soehnen, und ihre Toechter sollt ihr nicht nehmen euren Soehnen. ^4Denn sie werden eure Soehne mir abfaellig machen, dass sie andern Goettern dienen; so wird dann des HERRN Zorn ergrimmen ueber euch und euch bald vertilgen. ^5Sondern also sollt ihr mit ihnen tun: ihre Altaere sollt ihr zerreissen, ihre Saeulen zerbrechen, ihre Haine abhauen und ihre Goetzen mit Feuer verbrennen. ^6Denn du bist ein heiliges Volk dem HERRN, deinem Gott, Dich hat der HERR, dein Gott erwaehlt zum Volk des Eigentums aus allen Voelkern, die auf Erden sind. ^7Nicht hat euch der HERR angenommen und euch erwaehlt, darum dass euer mehr waere als alle Voelker, denn du bist das kleinste unter allen Voelkern; ^8sondern darum, dass er euch geliebt hat und dass er seinen Eid hielte, den er euren Vaetern geschworen hat, hat er euch ausgefuehrt mit maechtiger Hand und hat dich erloest vom Hause des Dienstes, aus der Hand Pharaos, des Koenigs in Aegypten. ^9So sollst du nun wissen, dass der HERR, dein Gott, ein Gott ist, ein treuer Gott, der den Bund und die Barmherzigkeit haelt denen, die ihn lieben und seine Gebote halten, in tausend Glieder, ^10und vergilt denen, die ihn hassen, ins Angesicht, dass er sie umbringe, und saeumt sie nicht, dass er denen vergelte ins Angesicht, die ihn hassen. ^11So halte nun die Gebote und Gesetze und Rechte, die ich dir heute gebiete, dass du darnach tust. ^12Und wenn ihr diese Rede hoert und haltet sie und darnach tut, so wird der HERR, dein Gott, auch halten den Bund und die Barmherzigkeit, die er deinen Vaeter geschworen hat, ^13und wird dich lieben und segnen und mehren und wird die Frucht deines Leibes segnen und die Frucht deines Landes, dein Getreide, Most und Oel, die Fruechte deiner Kuehe und die Fruechte deiner Schafe in dem Lande, das er deinen Vaetern geschworen hat dir zu geben. ^14Gesegnet wirst du sein ueber alle Voelker. Es wird niemand unter dir unfruchtbar sein noch unter deinem Vieh. ^15Der HERR wird von dir tun alle Krankheit und wird keine boese Seuche der Aegypter dir auflegen, die du erfahren hast, und wir sie allen deinen Hassern auflegen. ^16Du wirst alle Voelker verzehren, die der HERR, dein Gott, dir geben wird. Du sollst ihrer nicht schonen und ihren Goettern nicht dienen; denn das wuerde dir ein Strick sein. ^17Wirst du aber in deinem Herzen sagen: Dieses Volk ist mehr, denn ich bin; wie kann ich sie vertreiben? ^18so fuerchte dich nicht vor ihnen. Gedenke, was der HERR, dein Gott, Pharao und allen Aegyptern getan hat ^19durch grosse Versuchungen, die du mit Augen gesehen hast, und durch Zeichen und Wunder, durch maechtige Hand und ausgereckten Arm, womit dich der HERR, dein Gott, ausfuehrte. Also wird der HERR, dein Gott, allen Voelkern tun, vor denen du dich fuerchtest. ^20Dazu wird der HERR, dein Gott, Hornissen unter sie senden, bis umgebracht werde, was uebrig ist und sich verbirgt vor dir. ^21Lass dir nicht grauen vor ihnen; denn der HERR, dein Gott, ist unter dir, der grosse und schreckliche Gott. ^22Er, der HERR, dein Gott, wird diese Leute ausrotten vor dir, einzeln nacheinander. Du kannst sie nicht eilend vertilgen, auf dass sich nicht wider dich mehren die Tiere auf dem Felde. ^23Der HERR, dein Gott, wird sie vor dir dahingeben und wird sie mit grosser Schlacht erschlagen, bis er sie vertilge, ^24und wird dir ihre Koenige in deine Haende geben, und du sollst ihren Namen umbringen unter dem Himmel. Es wird dir niemand widerstehen, bis du sie vertilgst. ^25Die Bilder ihrer Goetter sollst du mit Feuer verbrennen, und sollst nicht begehren des Silbers oder Goldes, das daran ist, oder es zu dir nehmen, dass du dich nicht darin verstrickst; denn solches ist dem HERRN, deinem Gott, ein Greuel. ^26Darum sollst du nicht in dein Haus den Greuel bringen, dass du nicht wie dasselbe verbannt werdest; sondern du sollst einen Ekel und Greuel daran haben, denn es ist verbannt. __________________________________________________________________ Kapitel 8 ^1Alle Gebote, die ich dir heute gebiete, sollt ihr halten dass ihr darnach tut, auf dass ihr lebt und gemehrt werdet und hineinkommt und einnehmet das Land, das der HERR euren Vaetern geschworen hat. ^2Und gedenke alles des Weges, durch den dich der HERR, dein Gott, geleitet hat diese vierzig Jahre in der Wueste, auf dass er dich demuetigte und versuchte, dass kund wuerde, was in deinem Herzen waere, ob du seine Gebote halten wuerdest oder nicht. ^3Er demuetigte dich und liess dich hungern und speiste dich mit Man, das du und deine Vaeter nie gekannt hattet; auf dass er dir kundtaete, dass der Mensch nicht lebt vom Brot allein, sondern von allem, was aus dem Mund des HERRN geht. ^4Deine Kleider sind nicht veraltet an dir, und deine Fuesse sind nicht geschwollen diese vierzig Jahre. ^5So erkennst du ja in deinem Herzen, dass der HERR, dein Gott, dich gezogen hat, wie eine Mann seinen Sohn zieht. ^6So halte nun die Gebote des HERRN, deines Gottes, dass du in seinen Wegen wandelst und fuerchtest ihn. ^7Denn der HERR, dein Gott, fuehrt dich in ein gutes Land, ein Land, darin Baeche und Brunnen und Seen sind, die an den Bergen und in den Auen fliessen; ^8ein Land, darin Weizen, Gerste, Weinstoecke, Feigenbaeume und Granataepfel sind; ein Land darin Oelbaeume und Honig wachsen; ^9ein Land, da du Brot genug zu essen hast, da dir nichts mangelt; ein Land, des Steine Eisen sind, da du Erz aus den Bergen hauest. ^10Und wenn du gegessen hast und satt bist, sollst du den HERRN, deinen Gott, loben fuer das gute Land, das er dir gegeben hat. ^11So huete dich nun, dass du des HERRN, deines Gottes, nicht vergessest, damit dass du seine Gebote und seine Gesetze und Rechte, die ich dir heute gebiete, nicht haeltst; ^12dass, wenn du nun gegessen hast und satt bist und schoene Haeuser erbaust und darin wohnst ^13und du deine Rinder und Schafe und Silber und Gold und alles, was du hast, sich mehrt, ^14dass dann dein Herz sich nicht ueberhebe und du vergessest des HERRN, deines Gottes, der dich aus Aegyptenland gefuehrt hat, aus dem Diensthause, ^15und dich geleitet hat durch die grosse und grausame Wueste, da feurige Schlangen und Skorpione und eitel Duerre und kein Wasser war, und liess dir Wasser aus dem harten Felsen gehen ^16und speiste dich mit Man in der Wueste, von welchem deine Vaeter nichts gewusst haben, auf dass er dich demuetigte und versuchte, dass er dir hernach wohltaete. ^17Du moechtest sonst sagen in deinem Herzen: Meine Kraefte und meiner Haende Staerke haben mir dies Vermoegen ausgerichtet. ^18Sondern gedenke an den HERRN, deinen Gott; denn er ist's, der dir Kraefte gibt, solch maechtige Taten zu tun, auf dass er hielte seinen Bund, den er deinen Vaetern geschworen hat, wie es geht heutigestages. ^19Wirst du aber des HERRN, deines Gottes, vergessen und andern Goettern nachfolgen und ihnen dienen und sie anbeten, so bezeuge ich heute ueber euch, dass ihr umkommen werdet; ^20eben wie die Heiden, die der HERR umbringt vor eurem Angesicht, so werdet ihr auch umkommen, darum dass ihr nicht gehorsam seid der Stimme des HERRN, eures Gottes. __________________________________________________________________ Kapitel 9 ^1Hoere, Israel, du wirst heute ueber den Jordan gehen, dass du hineinkommest, einzunehmen das Land der Voelker, die groesser und staerker sind denn du, grosse Staedte vermauert bis in den Himmel, ^2ein grosses, hohes Volk, die Enakiter, die du kennst, von denen du auch gehoert hast: Wer kann wider die Kinder Enak bestehen? ^3So sollst du wissen heute, dass der HERR, dein Gott, vor dir her geht, ein verzehrendes Feuer. Er wird sie vertilgen und wird sie unterwerfen vor dir her, und du wirst sie vertreiben und umbringen bald, wie dir der HERR geredet hat. ^4Wenn nun der HERR, dein Gott, sie ausgestossen hat vor dir her, so sprich nicht in deinem Herzen: Der HERR hat mich hereingefuehrt, dies Land einzunehmen, um meiner Gerechtigkeit willen, so doch der HERR diese Heiden vertreibt vor dir her um ihres gottlosen Wesens willen. ^5Denn du kommst nicht herein, ihr Land einzunehmen, um deiner Gerechtigkeit und deines aufrichtigen Herzens willen; sondern der HERR, dein Gott, vertreibt diese Heiden um ihres gottlosen Wesens willen, dass er das Wort halte, das der HERR geschworen hat deinen Vaetern Abraham, Isaak und Jakob. ^6So wisse nun, dass der HERR, dein Gott, dir nicht um deiner Gerechtigkeit willen dies gute Land gibt einzunehmen, sintemal du ein halsstarriges Volk bist. ^7Gedenke, und vergiss nicht, wie du den HERRN, deinen Gott, erzuerntest in der Wueste. Von dem Tage an, da du aus Aegyptenland zogst, bis ihr gekommen seid an diesen Ort, seid ihr ungehorsam gewesen dem HERRN. ^8Denn am Horeb erzuerntet ihr den HERRN also, dass er vor Zorn euch vertilgen wollte, ^9da ich auf den Berg gegangen war, die steinernen Tafeln zu empfangen, die Tafeln des Bundes, den der HERR mit euch machte, und ich vierzig Tage und vierzig Naechte auf dem Berge blieb und kein Brot ass und kein Wasser trank ^10und mir der HERR die zwei steinernen Tafeln gab, mit dem Finger Gottes beschrieben, und darauf alle Worte, die der HERR mit euch aus dem Feuer auf dem Berge geredet hatte am Tage der Versammlung. ^11Und nach den vierzig Tagen und vierzig Naechten gab mir der HERR die zwei steinernen Tafeln des Bundes ^12und sprach zu mir: Mache dich auf, gehe eilend hinab von hinnen; denn dein Volk, das du aus Aegypten gefuehrt hast, hat's verderbt. Sie sind schnell getreten von dem Wege, den ich ihnen geboten habe: sie haben sich ein gegossenes Bild gemacht. ^13Und der HERR sprach zu mir: Ich sehe, dass dies Volk ein halsstarriges Volk ist. ^14Lass ab von mir, dass ich sie vertilge und ihren Namen austilge unter dem Himmel; ich will aus dir ein staerkeres uns groesseres Volk machen, denn dieses ist. ^15Und als ich mich wandte und von dem Berge ging, der mit Feuer brannte, und die zwei Tafeln des Bundes auf meinen Haenden hatte, ^16da sah ich, und siehe, da hattet ihr euch an dem HERRN, eurem Gott, versuendigt, dass ihr euch ein gegossenes Kalb gemacht hattet und schnell von dem Wege getreten wart, den euch der HERR geboten hatte. ^17Da fasste ich beide Tafeln und warf sie aus meinen Haenden und zerbrach sie vor euren Augen ^18und fiel nieder vor dem HERRN, wie zuerst, vierzig Tage und vierzig Naechte, und ass kein Brot und trank kein Wasser um all eurer Suenden willen, die ihr getan hattet, da ihr solches Uebel tatet vor dem HERRN, ihn zu erzuernen. ^19Denn ich fuerchtete mich vor dem Zorn und Grimm, mit dem der HERR ueber euch erzuernt war, dass er euch vertilgen wollte. Aber der HERR erhoerte mich auch damals. ^20Auch war der HERR sehr zornig ueber Aaron, also dass er ihn vertilgen wollte; aber ich bat auch fuer Aaron zur selbigen Zeit. ^21Aber eure Suende, das Kalb, das ihr gemacht hattet, nahm ich und zerschmelzte es mit Feuer und zerschlug es und zermalmte es, bis es Staub ward und warf den Staub in den Bach, der vom Berge fliesst. ^22So erzuerntet ihr den HERRN auch zu Thabeera und zu Massa und bei den Lustgraebern. ^23Und da er euch aus Kades-Barnea sandte und sprach: Gehet hinauf und nehmet das Land ein, das ich euch gegeben habe! wart ihr ungehorsam dem Mund des HERRN, eures Gottes, und glaubtet an ihn nicht und gehorchtet seiner Stimme nicht. ^24Denn ihr seid ungehorsam dem HERRN gewesen, solange ich euch gekannt habe. ^25Also fiel ich nieder vor dem HERRN die vierzig Tage und vierzig Naechte, die ich dalag; denn der HERR sprach, er wollte euch vertilgen. ^26Ich aber bat den HERRN und sprach: HERR HERR, verderbe dein Volk und dein Erbteil nicht, das du durch deine grosse Kraft erloest und mit maechtiger Hand aus Aegypten gefuehrt hast! ^27Gedenke an deine Knechte Abraham, Isaak und Jakob! Sieh nicht an die Haertigkeit und das gottlose Wesen und Suende dieses Volks, ^28dass nicht das Land sage, daraus du uns gefuehrt hast: Der HERR konnte sie nicht ins Land bringen, das er ihnen verheissen hatte, und hat sie darum ausgefuehrt, dass er ihnen gram war, dass er sie toetete in der Wueste! ^29Denn sie sind dein Volk und dein Erbteil, das du mit deinen grossen Kraeften und mit deinem ausgerecktem Arm hast ausgefuehrt. __________________________________________________________________ Kapitel 10 ^1Zu derselben Zeit sprach der HERR zu mir: Haue dir zwei steinerne Tafeln wie die ersten und komm zu mir auf den Berg und mache dir eine hoelzerne Lade, ^2so will ich auf die Tafeln schreiben die Worte, die auf den ersten waren, die du zerbrochen hast; und du sollst sie in die Lade legen. ^3Also machte ich die Lade von Akazienholz und hieb zwei steinerne Tafeln, wie die ersten waren, und ging auf den Berg und hatte die zwei Tafeln in meinen Haenden. ^4Da schrieb er auf die Tafeln, wie die erste Schrift war, die zehn Worte, die der HERR zu euch redete aus dem Feuer auf dem Berge zur Zeit der Versammlung; und der HERR gab sie mir. ^5Und ich wandte mich und ging vom Berge und legte die Tafeln in die Lade, die ich gemacht hatte, dass sie daselbst waeren, wie mir der HERR geboten hatte. ^6Und die Kinder Israel zogen aus von Beeroth-Bne-Jaakan gen Moser. Daselbst starb Aaron, und ist daselbst begraben; und sein Sohn Eleasar ward fuer ihn Priester. ^7Von da zogen sie aus gen Gudegoda, von Gugegoda gen Jotbatha, ein Land, da Baeche sind. ^8Zur selben Zeit sonderte der HERR den Stamm Levi aus, die Lade des Bundes des HERRN zu tragen und zu stehen vor dem HERRN, ihm zu dienen und in seinem Namen zu segnen bis auf diesen Tag. ^9Darum sollten die Leviten kein Teil noch Erbe haben mit ihren Bruedern; denn der HERR ist ihr Erbe, wie der HERR, dein Gott, ihnen geredet hat. ^10Ich aber stand auf dem Berge, wie das erstemal, vierzig Tage und vierzig Naechte; und der HERR erhoerte mich auch diesmal und wollte dich nicht verderben. ^11Er sprach aber zu mir: Mache dich auf und gehe hin, dass du vor dem Volk her ziehst, dass sie hineinkommen und das Land einnehmen, das ich ihren Vaetern geschworen habe ihnen zu geben. ^12Nun, Israel, was fordert der HERR, dein Gott, von dir, denn dass du den HERRN, deinen Gott, fuerchtest, dass du in allen seinen Wegen wandelst und liebst ihn und dienest dem HERRN, deinem Gott, von ganzem Herzen und von ganzer Seele, ^13dass du die Gebote des HERRN haltest und seine Rechte, die ich dir heute gebiete, auf dass dir's wohl gehe? ^14Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel und die Erde und alles, was darinnen ist, das ist des HERRN, deines Gottes. ^15dennoch hat er allein zu deinen Vaetern Lust gehabt, dass er sie liebte, und hat ihren Samen erwaehlt nach ihnen, euch, aus allen Voelkern, wie es heutigestages steht. ^16So beschneidet nun eure Herzen und seid fuerder nicht halsstarrig. ^17Denn der HERR, euer Gott, ist ein Gott aller Goetter und HERR ueber alle Herren, ein grosser Gott, maechtig und schrecklich, der keine Person achtet und kein Geschenk nimmt ^18und schafft Recht den Waisen und Witwen und hat die Fremdlinge lieb, dass er ihnen Speise und Kleider gebe. ^19Darum sollt ihr auch die Fremdlinge lieben; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Aegyptenland. ^20Den HERRN, deinen Gott, sollst du fuerchten, ihm sollst du dienen, ihm sollst du anhangen und bei seinem Namen schwoeren. ^21Er ist dein Ruhm und dein Gott, der bei dir solche grosse und schreckliche Dinge getan hat, die deine Augen gesehen haben. ^22Deine Vaeter zogen hinab nach Aegypten mit siebzig Seelen; aber nun hat dich der HERR, dein Gott, gemehrt wie die Sterne am Himmel. __________________________________________________________________ Kapitel 11 ^1So sollst du nun den HERRN, deinen Gott, lieben und sein Gesetz, seine Weise, seine Rechte halten dein Leben lang. ^2Und erkennet heute, was eure Kinder nicht wissen noch gesehen haben, naemlich die Zuechtigung des HERRN, eures Gottes, seine Herrlichkeit, dazu seine maechtige Hand und ausgereckten Arm ^3und seine Zeichen und Werke, die er getan hat unter den Aegyptern, an Pharao, dem Koenig in Aegypten, und am allem seinem Lande; ^4und was er an der Macht der Aegypter getan hat, an ihren Rossen und Wagen, da er das Wasser des Schilfmeers ueber sie fuehrte, da sie euch nachjagten und sie der HERR umbrachte bis auf diesen Tag; ^5und was er euch getan hat in der Wueste, bis ihr an diesen Ort gekommen seid; ^6was er Dathan und Abiram getan hat, den Kindern Eliabs, des Sohnes Rubens, wie die Erde ihren Mund auftat und verschlang sie mit Gesinde und Huetten und allem ihrem Gut, das sie erworben hatten, mitten unter dem ganzen Israel. ^7Denn eure Augen haben die grossen Werke des HERRN gesehen, die er getan hat. ^8Darum sollt ihr alle die Gebote halten, die ich dir heute gebiete, auf dass ihr gestaerkt werdet, hineinzukommen und das Land einzunehmen, dahin ihr ziehet, dass ihr's einnehmet; ^9und dass du lange lebest in dem Lande, das der HERR euren Vaetern geschworen hat ihnen zu geben und ihrem Samen, ein Land, darin Milch und Honig fliesst. ^10Denn das Land, da du hin kommst, ist nicht wie Aegyptenland, davon ihr ausgezogen seid, da du deinen Samen saeen und selbst traenken musstest wie einen Kohlgarten; ^11sondern es hat Berge und Auen, die der Regen vom Himmel traenkt, ^12auf welch Land der HERR, dein Gott, acht hat und die Augen des HERRN, deines Gottes, immerdar sehen, von Anfang des Jahres bis ans Ende. ^13Werdet ihr nun meine Gebote hoeren, die ich euch gebiete, dass ihr den HERRN, euren Gott, liebet und ihm dienet von ganzem Herzen und von ganzer Seele, ^14so will ich eurem Land Regen geben zu seiner Zeit, Fruehregen und Spaetregen, dass du einsammelst dein Getreide, deinen Most und dein Oel, ^15und will deinem Vieh Gras geben auf deinem Felde, dass ihr esset und satt werdet. ^16Huetet euch aber, dass sich euer Herz nicht ueberreden lasse, dass ihr abweichet und dienet andern Goettern und betet sie an, ^17und dass dann der Zorn des HERRN ergrimme ueber euch und schliesse den Himmel zu, dass kein Regen komme und die Erde ihr Gewaechs nicht gebe und ihr bald umkommt von dem guten Lande, das euch der HERR gegeben hat. ^18So fasset nun diese Worte zu Herzen und in eure Seele und bindet sie zum Zeichen auf eure Hand, dass sie ein Denkmal vor euren Augen seien. ^19Und lehret sie eure Kinder, dass du davon redest, wenn du in deinem Hause sitzest oder auf dem Wege gehst, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst; ^20und schreibe sie an die Pfosten deines Hauses und an die Tore, ^21dass du und deine Kinder lange leben in dem Lande, das der HERR deinen Vaetern geschworen hat ihnen zu geben, solange die Tage vom Himmel auf Erden waehren. ^22Denn wo ihr diese Gebote alle werdet halten, die ich euch gebiete, dass ihr darnach tut, dass ihr den HERRN, euren Gott, liebet und wandelt in allen seinen Wegen und ihm anhanget, ^23so wir der HERR alle diese Voelker vor euch her ausstossen, dass ihr groessere und staerkere Voelker vertreibt, denn ihr seid. ^24Alle Orte, darauf eure Fusssohle tritt, sollen euer sein; von der Wueste an und von dem Berge Libanon und von dem Wasser Euphrat bis ans Meer gegen Abend soll eure Grenze sein. ^25Niemand wird euch widerstehen koennen. Furcht und Schrecken vor euch wird der HERR ueber alles Land kommen lassen, darauf ihr tretet, wie er euch verheissen hat. ^26Siehe, ich lege euch heute vor den Segen und den Fluch: ^27den Segen so ihr gehorchet den Geboten des Herrn, eures Gottes, die ich euch heute gebiete; ^28den Fluch aber, so ihr nicht gehorchen werdet den Geboten des HERRN, eures Gottes, und abweichet von dem Wege, den ich euch heute gebiete, dass ihr andern Goettern nachwandelt, die ihr nicht kennt. ^29Wenn dich der HERR, dein Gott, in das Land bringt, da du hineinkommst, dass du es einnehmest, so sollst du den Segen sprechen lassen auf dem Berge Garizim und den Fluch auf dem Berge Ebal, ^30welche sind jenseit des Jordans, der Strasse nach gegen der Sonne Niedergang, im Lande der Kanaaniter, die auf dem Blachfelde wohnen, Gilgal gegenueber, bei dem Hain More. ^31Denn ihr werdet ueber den Jordan gehen, dass ihr hineinkommet, das Land einzunehmen, das euch der HERR, euer Gott, gegeben hat, dass ihr's einnehmet und darin wohnet. ^32So haltet nun, dass ihr tut nach allen Geboten und Rechten, die ich euch heute vorlege. __________________________________________________________________ Kapitel 12 ^1Das sind die Gebote und Rechte, die ihr halten sollt, dass ihr darnach tut in dem Lande, das der HERR, deiner Vaeter Gott, dir gegeben hat einzunehmen, solange ihr auf Erden lebt. ^2Verstoert alle Orte, da die Heiden, die ihr vertreiben werdet, ihren Goettern gedient haben, es sei auf hohen Bergen, auf Huegeln oder unter gruenen Baeumen, ^3und reisst um ihre Altaere und zerbrecht ihre Saeulen und verbrennt mit Feuer ihre Haine, und die Bilder ihrer Goetter zerschlagt, und vertilgt ihren Namen aus demselben Ort. ^4Ihr sollt dem HERRN, eurem Gott, nicht also tun; ^5sondern den Ort, den der HERR, euer Gott, erwaehlen wird aus allen euren Staemmen, dass er seinen Namen daselbst laesst wohnen, sollt ihr aufsuchen und dahin kommen ^6und eure Brandopfer und eure andern Opfer und eure Zehnten und eurer Haende Hebe und euer Geluebde und eure freiwilligen Opfer und die Erstgeburt eurer Rinder und Schafe dahin bringen. ^7Und sollt daselbst vor dem HERRN, eurem Gott, essen und froehlich sein, ihr und euer Haus, ueber alles, was eure Hand vor sich bringt, darin dich der HERR, dein Gott, gesegnet hat. ^8Ihr sollt der keins tun, das wir heute allhier tun, ein jeglicher, was ihn recht duenkt. ^9Denn ihr seid bisher noch nicht zur Ruhe gekommen noch zu dem Erbteil, das dir der HERR, dein Gott, geben wird. ^10Ihr werdet aber ueber den Jordan gehen und in dem Lande wohnen, das euch der HERR, euer Gott, wird zum Erbe austeilen, und er wird euch Ruhe geben von allen euren Feinden um euch her, und ihr werdet sicher wohnen. ^11Wenn nun der HERR, dein Gott, einen Ort erwaehlt, dass sein Name daselbst wohne, sollt ihr dahin bringen alles, was ich euch gebiete: eure Brandopfer, eure andern Opfer, eure Zehnten, eurer Haende Hebe und eure freien Geluebde, die ihr dem HERRN geloben werdet. ^12und sollt froehlich sein vor dem HERRN, eurem Gott, ihr und eure Soehne und eure Toechter und eure Knechte und eure Maegde und die Leviten, die in euren Toren sind; denn sie haben kein Teil noch Erbe mit euch. ^13Huete dich, dass du nicht deine Brandopfer opferst an allen Orten, die du siehst; ^14sondern an dem Ort, den der HERR erwaehlt in irgend einem deiner Staemme, da sollst du dein Brandopfer opfern und tun alles, was ich dir gebiete. ^15Doch magst du schlachten und Fleisch essen in allen deinen Toren, nach aller Lust deiner Seele, nach dem Segen des HERRN, deines Gottes, den er dir gegeben hat; beide, der Reine und der Unreine, moegen's essen, wie man Reh oder Hirsch isst. ^16Nur das Blut sollst du nicht essen, sondern auf die Erde giessen wie Wasser. ^17Du darfst aber nicht essen in deinen Toren vom Zehnten deines Getreides, deines Mostes, deines Oels noch von der Erstgeburt deiner Rinder, deiner Schafe, oder von irgend einem deiner Geluebde, die du gelobt hast, oder von deinem freiwilligen Opfer, oder von der Hebe deiner Hand; ^18sondern vor dem HERRN, deinem Gott, sollst du solches essen an dem Ort, den der HERR, dein Gott, erwaehlt, du und deine Soehne, deine Toechter, deine Knechte, deine Maegde und der Levit, der in deinem Tor ist, und sollst froehlich sein vor dem HERRN, deinem Gott, ueber alles, was deine Hand vor sich bringt. ^19Und huete dich, dass du den Leviten nicht verlaesst, solange du in deinem Lande lebst. ^20Wenn aber der HERR, dein Gott, deine Grenze erweitern wird, wie er dir verheissen hat, und du sprichst: Ich will Fleisch essen, weil deine Seele Fleisch zu essen geluestet, so iss Fleisch nach aller Lust deiner Seele. ^21Ist aber die Staette fern von dir, die der HERR, dein Gott, erwaehlt hat, dass er seinen Namen daselbst wohnen lasse, so schlachte von deinen Rindern oder Schafen, die dir der HERR gegeben hat, wie ich dir geboten habe, und iss es in deinen Toren nach aller Lust deiner Seele. ^22Wie man Reh oder Hirsch isst, magst du es essen; beide, der Reine und der Unreine, moegen es zugleich essen. ^23Allein merke, dass du das Blut nicht essest, denn das Blut ist die Seele; darum sollst du die Seele nicht mit dem Fleisch essen, ^24sondern sollst es auf die Erde giessen wie Wasser. ^25Und sollst es darum nicht essen, dass dir's wohl gehe und deinen Kindern nach dir, weil du getan hast, was recht ist vor dem HERRN. ^26Aber wenn du etwas heiligen willst von dem Deinen oder geloben, so sollst du es aufladen und bringen an den Ort, den der HERR erwaehlt hat, ^27und dein Brandopfer mit Fleisch und Blut tun auf dem Altar des HERRN, deines Gottes. Das Blut deiner andern Opfer soll gegossen werden auf den Altar des HERRN, deines Gottes, und das Fleisch sollst du essen. ^28Sieh zu, und hoere alle diese Worte, die ich dir gebiete, auf dass dir's wohl gehe und deinen Kindern nach dir ewiglich, weil du getan hast, was recht und gefaellig ist vor dem HERRN, deinem Gott. ^29Wenn der HERR, dein Gott, vor dir her die Heiden ausrottet, dass du hinkommst, ihr Land einzunehmen, und es eingenommen hast und darin wohnst, ^30so huete dich, dass du nicht in den Strick fallest ihnen nach, nachdem sie vertilgt sind vor dir, und nicht fragst nach ihren Goettern und sprichst: Wie diese Voelker haben ihren Goettern gedient, also will ich auch tun. ^31Du sollst nicht also dem HERRN, deinem Gott, tun; denn sie haben ihren Goettern getan alles, was dem HERRN ein Greuel ist und was er hasst, denn sie haben auch ihre Soehne und Toechter mit Feuer verbrannt ihren Goettern. ^32Alles, was ich euch gebiete, das sollt ihr halten, dass ihr darnach tut. Ihr sollt nichts dazutun noch davontun. __________________________________________________________________ Kapitel 13 ^1Wenn ein Prophet oder Traeumer unter euch wird aufstehen und gibt dir ein Zeichen oder Wunder, ^2und das Zeichen oder Wunder kommt, davon er dir gesagt hat, und er spricht: Lass uns andern Goettern folgen, die ihr nicht kennt, und ihnen dienen; ^3so sollst du nicht gehorchen den Worten des Propheten oder Traeumers; denn der HERR, euer Gott, versucht euch, dass er erfahre, ob ihr ihn von ganzem Herzen liebhabt. ^4Denn ihr sollt dem HERRN, eurem Gott, folgen und ihn fuerchten und seine Gebote halten und seiner Stimme gehorchen und ihm dienen und ihm anhangen. ^5Der Prophet aber oder der Traeumer soll sterben, darum dass er euch von dem HERRN, eurem Gott, der euch aus Aegyptenland gefuehrt und dich von dem Diensthause erloest hat, abzufallen gelehrt und dich aus dem Wege verfuehrt hat, den der HERR, dein Gott, geboten hat, darin zu wandeln, auf dass du das Boese von dir tust. ^6Wenn dich dein Bruder, deiner Mutter Sohn, oder dein Sohn oder deine Tochter oder das Weib in deinen Armen oder dein Freund, der dir ist wie dein Herz, heimlich ueberreden wuerde und sagen: Lass uns gehen und andern Goettern dienen! -die du nicht kennst noch deine Vaeter, ^7von den Goettern der Voelker, die um euch her sind, sie seien dir nahe oder ferne, von einem Ende der Erde bis an das andere, ^8so willige nicht darein und gehorche ihm nicht. Auch soll dein Auge seiner nicht schonen, und sollst dich seiner nicht erbarmen noch ihn verbergen, ^9sondern sollst ihn erwuergen. Deine Hand soll die erste ueber ihm sein, dass man ihn toete, und darnach die Hand des ganzen Volks. ^10Man soll ihn zu Tode steinigen, denn er hat dich wollen verfuehren von dem HERRN, deinem Gott, der dich aus Aegyptenland, aus dem Diensthaus, gefuehrt hat, ^11auf dass ganz Israel hoere und fuerchte sich und man nicht mehr solch Uebel vornehme unter euch. ^12Wenn du hoerst von irgend einer Stadt, die dir der HERR, dein Gott, gegeben hat, darin zu wohnen, dass man sagt: ^13Es sind etliche heillose Leute ausgegangen unter dir und haben die Buerger ihrer Stadt verfuehrt und gesagt: Lasst uns gehen und andern Goettern dienen! -die ihr nicht kennt- ^14so sollst du sie fleissig suchen, forschen und fragen. Und so sich findet die Wahrheit, dass es gewiss also ist, dass der Greuel unter euch geschehen ist, ^15so sollst du die Buerger derselben Stadt schlagen mit des Schwertes Schaerfe und sie verbannen mit allem, was darin ist, und ihr Vieh mit der Schaerfe des Schwerts. ^16Und allen ihren Raub sollst du sammeln mitten auf die Gasse und mit Feuer verbrennen, die Stadt und allen ihren Raub miteinander, dem HERRN, deinem Gott, dass sie auf einem Haufen liege ewiglich und nie wieder gebaut werde. ^17Und lass nichts von dem Bann an deiner Hand hangen, auf dass der HERR von dem Grimm seines Zorns abgewendet werde und gebe dir Barmherzigkeit und erbarme sich deiner und mehre dich, wie er den Vaetern geschworen hat; ^18darum dass du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorcht hast, zu halten alle seine Gebote, die ich dir heute gebiete, dass du tust, was recht ist vor den Augen des HERRN, deines Gottes. __________________________________________________________________ Kapitel 14 ^1Ihr seid die Kinder des HERRN, eures Gottes; ihr sollt euch nicht Male stechen noch kahl scheren ueber den Augen ueber einem Toten. ^2Denn du bist ein heiliges Volk dem HERRN, deinem Gott; und der HERR hat dich erwaehlt, dass du sein Eigentum seist, aus allen Voelkern, die auf Erden sind. ^3Du sollst keine Greuel essen. ^4Das sind aber die Tiere, die ihr essen sollt: Ochs, Schaf, Ziege, ^5Hirsch, Reh, Bueffel, Steinbock, Gemse, Auerochs und Elen; ^6und alles Tier, das seine Klauen spaltet und wiederkaeut, sollt ihr essen. ^7Das sollt ihr aber nicht essen von dem, das wiederkaeut, und von dem, das die Klauen spaltet: das Kamel, der Hase und Kaninchen, die wiederkaeuen und doch ihre Klauen nicht spalten, sollen euch unrein sein; ^8das Schwein, ob es wohl die Klauen spaltet, so wiederkaeut es doch nicht: es soll euch unrein sein. Ihr Fleisch sollt ihr nicht essen, und ihr Aas sollt ihr nicht anruehren, ^9Das ist, was ihr essen sollt von allem, das in Wassern ist: alles, was Flossfedern und Schuppen hat, sollt ihr essen. ^10Was aber keine Flossfedern noch Schuppen hat, sollt ihr nicht essen; denn es ist euch unrein. ^11Alle reinen Voegel esset. ^12Das sind aber die ihr nicht essen sollt: der Adler, der Habicht, der Fischaar, ^13der Taucher, der Weih, der Geier mit seiner Art ^14und alle Raben mit ihrer Art, ^15der Strauss, die Nachteule, der Kuckuck, der Sperber mit seiner Art, ^16das Kaeuzlein, der Uhu, die Fledermaus, ^17die Rohrdommel, der Storch, der Schwan, ^18der Reiher, der Haeher mit seiner Art, der Wiedehopf, die Schwalbe. ^19Und alles was Fluegel hat und kriecht, soll euch unrein sein, und sollt es nicht essen. ^20Die reinen Voegel sollt ihr essen. ^21Ihr sollt kein Aas essen-dem Fremdling in deinem Tor magst du es geben, dass er's esse oder dass er's verkaufe einem Auslaender; denn du bist ein heiliges Volk dem HERRN, deinem Gott. Du sollst das Boecklein nicht kochen in der Milch seiner Mutter. ^22Du sollst alle Jahre den Zehnten absondern alles Ertrages deiner Saat, der aus deinem Acker kommt, ^23und sollst davon essen vor dem HERRN, deinem Gott, an dem Ort, den er erwaehlt, dass sein Name daselbst wohne, naemlich vom Zehnten deines Getreides, deines Mostes, deines Oels und von der Erstgeburt deiner Rinder und deiner Schafe, auf dass du lernst fuerchten den HERRN, deinen Gott, dein Leben lang. ^24Wenn aber des Weges dir zu viel ist, dass du solches hintragen kannst, darum dass der Ort dir zu ferne ist, den der HERR, dein Gott, erwaehlt hat, dass er seinen Namen daselbst wohnen lasse (denn der HERR, dein Gott, hat dich gesegnet): ^25so gib's hin um Geld und fasse das Geld in deine Hand und gehe an den Ort, den der HERR, dein Gott, erwaehlt hat, ^26und gib das Geld um alles, was deiner Seele geluestet, es sei um Rinder, Schafe, Wein, starken Trank oder um alles, das deine Seele wuenscht, und iss daselbst vor dem HERRN, deinem Gott, und sei froehlich, du und dein Haus ^27und der Levit, der in deinem Tor ist (den sollst du nicht verlassen, denn er hat kein Teil noch Erbe mit dir). ^28Alle drei Jahre sollst du aussondern den Zehnten deines Ertrages desselben Jahrs und sollst's lassen in deinem Tor. ^29So soll kommen der Levit (der kein Teil noch Erbe mit dir hat) und der Fremdling und der Waise und die Witwe, die in deinem Tor sind, und essen und sich saettigen, auf dass dich der HERR, dein Gott, segne in allen Werken deiner Hand, die du tust. __________________________________________________________________ Kapitel 15 ^1Alle sieben Jahre sollst du ein Erlassjahr halten. ^2Also soll's aber zugehen mit dem Erlassjahr: wenn einer seinem Naechsten etwas borgte, der soll's ihm erlassen und soll's nicht einmahnen von seinem Naechsten oder von seinem Bruder; denn es heisst das Erlassjahr des HERRN. ^3Von einem Fremden magst du es einmahnen; aber dem, der dein Bruder ist, sollst du es erlassen. ^4Es sollte allerdinge kein Armer unter euch sein; denn der HERR wird dich segnen in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird zum Erbe einzunehmen, ^5allein, dass du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchest und haltest alle diese Gebote, die ich dir heute gebiete, dass du darnach tust. ^6Denn der HERR, dein Gott, wird dich segnen, wie er dir verheissen hat; so wirst du vielen Voelkern leihen, und du wirst von niemanden borgen; du wirst ueber viele Voelker herrschen, und ueber dich wird niemand herrschen. ^7Wenn deiner Brueder irgend einer arm ist in irgend einer Stadt in deinem Lande, das der HERR, dein Gott, dir geben wird, so sollst du dein Herz nicht verhaerten noch deine Hand zuhalten gegen deinen armen Bruder, ^8sondern sollst sie ihm auftun und ihm leihen, nach dem er Mangel hat. ^9Huete dich, dass nicht in deinem Herzen eine boese Tuecke sei, dass du sprichst: Es naht herzu das siebente Jahr, das Erlassjahr, und siehst einen armen Bruder unfreundlich an und gebest ihm nicht; so wird er ueber dich zu dem HERRN rufen, und es wird dir eine Suende sein. ^10Sondern du sollst ihm geben und dein Herz nicht verdriessen lassen, dass du ihm gibst; denn um solches willen wird dich der HERR, dein Gott, segnen in allen deinen Werken und in allem, was du vornimmst. ^11Es werden allezeit Arme sein im Lande; darum gebiete ich dir und sage, dass du deine Hand auftust deinem Bruder, der bedraengt und arm ist in deinem Lande. ^12Wenn sich dein Bruder, ein Hebraeer oder eine Hebraeerin, dir verkauft, so soll er dir sechs Jahre dienen; im siebenten Jahr sollst du ihn frei losgeben. ^13Und wenn du ihn frei losgibst, sollst du ihn nicht leer von dir gehen lassen, ^14sondern sollst ihm auflegen von deinen Schafen, von deiner Tenne von deiner Kelter, dass du gebest von dem, das dir der HERR, dein Gott, gesegnet hat. ^15Und gedenke, dass du auch Knecht warst in Aegyptenland und der HERR, dein Gott, dich erloest hat; darum gebiete ich dir solches heute. ^16Wird er aber zu dir sprechen: Ich will nicht ausziehen von dir; denn ich habe dich und dein Haus lieb (weil ihm wohl bei dir ist), ^17so nimm einen Pfriemen und bohre ihm durch sein Ohr an der Tuer und lass ihn ewiglich dein Knecht sein. Mit deiner Magd sollst du auch also tun. ^18Und lass dich's nicht schwer duenken, dass du ihn frei losgibst, denn er hat dir als zwiefaeltiger Tageloehner sechs Jahre gedient; so wird der HERR, dein Gott, dich segnen in allem, was du tust. ^19Alle Erstgeburt, die unter deinen Rindern und Schafen geboren wird, was ein Maennlein ist, sollst du dem HERRN, deinem Gott, heiligen. Du sollst nicht ackern mit dem Erstling deiner Ochsen und nicht scheren die Erstlinge deiner Schafe. ^20Vor dem HERRN, deinem Gott, sollst du sie essen jaehrlich an der Staette, die der HERR erwaehlt, du und dein Haus. ^21Wenn's aber einen Fehl hat, dass es hinkt oder blind ist, oder sonst irgend einen boesen Fehl, so sollst du es nicht opfern dem HERRN, deinem Gott; ^22sondern in deinem Tor sollst du es essen, du seist unrein oder rein, wie man Reh und Hirsch isst. ^23Allein dass du sein Blut nicht essest, sondern auf die Erde giessest wie Wasser. __________________________________________________________________ Kapitel 16 ^1Halte den Monat Abib, dass du Passah haltest dem HERRN, deinem Gott; denn im Monat Abib hat dich der HERR, dein Gott, aus Aegypten gefuehrt bei der Nacht. ^2Und sollst dem HERRN, deinem Gott, das Passah schlachten, Schafe und Rinder, an der Staette, die der HERR erwaehlen wird, dass sein Name daselbst wohne. ^3Du sollst kein Gesaeuertes auf das Fest essen, denn mit Furcht bist du aus Aegyptenland gezogen, auf dass du des Tages deines Auszugs aus Aegyptenland gedenkest dein Leben lang. ^4Es soll in sieben Tagen kein Sauerteig gesehen werden in allen deinen Grenzen und soll auch nichts vom Fleisch, das des Abends am ersten Tage geschlachtet ist, ueber Nacht bleiben bis an den Morgen. ^5Du darfst nicht Passah schlachten in irgend deiner Tore einem, die dir der HERR, dein Gott gegeben hat; ^6sondern an der Staette, die der HERR, dein Gott erwaehlen wird, dass sein Name daselbst wohne, da sollst du das Passah schlachten des Abends, wenn die Sonne ist untergegangen, zu der Zeit, als du aus Aegypten zogst. ^7Und sollst kochen und essen an der Staette, die der HERR, dein Gott, erwaehlen wird, und darnach dich wenden des Morgens und heimgehen in deine Huetten. ^8Sechs Tage sollst du ungesaeuertes essen, und am siebenten Tag ist die Versammlung des HERRN, deines Gottes; da sollst du keine Arbeit tun. ^9Sieben Wochen sollst du dir zaehlen, und anheben zu zaehlen, wenn man anfaengt mit der Sichel in der Saat. ^10Und sollst halten das Fest der Wochen dem HERRN, deinem Gott, dass du eine freiwillige Gabe deiner Hand gebest, nach dem dich der HERR, dein Gott, gesegnet hat; ^11und sollst froehlich sein vor dem HERRN, deinem Gott, du und dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd und der Levit, der in deinem Tor ist, der Fremdling, der Waise, und die Witwe, die unter dir sind, an der Staette, die der HERR, dein Gott, erwaehlen wird, dass sein Name da wohne. ^12Und gedenke, dass du Knecht in Aegypten gewesen bist, dass du haltest und tust nach diesen Geboten. ^13Das Fest der Laubhuetten sollst du halten sieben Tage, wenn du hast eingesammelt von deiner Tenne und von deiner Kelter, ^14und sollst froehlich sein auf deinem Fest, du und dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, der Levit, der Fremdling, der Waise und die Witwe, die in deinem Tor sind. ^15Sieben Tage sollst du dem HERRN, deinem Gott, das Fest halten an der Staette, die der HERR erwaehlen wird. Denn der HERR, dein Gott, wird dich segnen in allem deinem Einkommen und in allen Werken deiner Haende; darum sollst du froehlich sein. ^16Dreimal des Jahres soll alles, was maennlich ist unter dir, vor dem HERR, deinem Gott, erscheinen, an der Staette, die der HERR erwaehlen wird: aufs Fest der ungesaeuerten Brote, aufs Fest der Wochen und aufs Fest der Laubhuetten; sie sollen aber nicht leer vor dem HERRN erscheinen, ^17ein jeglicher nach der Gabe seiner Hand, nach dem Segen, den dir der HERR, dein Gott, gegeben hat. ^18Richter und Amtleute sollst du dir setzen in allen deinen Toren, die dir der HERR, dein Gott, geben wird unter deinen Staemmen, dass sie das Volk richten mit rechtem Gericht. ^19Du sollst das Recht nicht beugen und sollst auch keine Person ansehen noch Geschenke nehmen; denn die Geschenke machen die Weisen blind und verkehren die Sachen der Gerechten. ^20Was recht ist, dem sollst du nachjagen, auf dass du leben und einehmen moegest das Land, das dir der HERR, dein Gott, geben wird. ^21Du sollst keinen Hain von Baeumen pflanzen bei dem Altar des HERRN, deines Gottes, den du dir machst. ^22Du sollst keine Saeule aufrichten, welche der HERR, dein Gott, hasst. __________________________________________________________________ Kapitel 17 ^1Du sollst dem HERRN, deinem Gott, keinen Ochsen oder Schaf opfern, das einen Fehl oder irgend etwas Boeses an sich hat; denn es ist dem HERRN, deinem Gott, ein Greuel. ^2Wenn unter dir in der Tore einem, die dir der HERR, geben wird, jemand gefunden wird, Mann oder Weib, der da uebel tut vor den Augen des HERRN, deines Gottes, dass er seinen Bund uebertritt ^3und hingeht und dient andern Goettern und betet sie an, es sei Sonne oder Mond oder allerlei Heer des Himmels, was ich nicht geboten habe, ^4und es wird dir angesagt, und du hoerst es, so sollst du wohl darnach fragen. Und wenn du findest, das es gewiss wahr ist, dass solcher Greuel in Israel geschehen ist, ^5so sollst du den Mann oder das Weib ausfuehren, die solches Uebel getan haben, zu deinem Tor und sollst sie zu Tode steinigen. ^6Auf zweier oder dreier Zeugen Mund soll sterben, wer des Todes wert ist; aber auf eines Zeugen soll er nicht sterben. ^7Die Hand der Zeugen soll die erste sein, ihn zu toeten, und darnach die Hand alles Volks, dass du das Boese von dir tust. ^8Wenn eine Sache vor Gericht dir zu schwer sein wird, zwischen Blut und Blut, zwischen Handel und Handel, zwischen Schaden und Schaden, und was Streitsachen sind in deinen Toren, so sollst du dich aufmachen und hingehen zu der Staette, die der HERR, dein Gott, erwaehlen wird, ^9und zu den Priestern, den Leviten, und zu dem Richter, der zur Zeit sein wird, kommen und fragen; die sollen dir das Urteil sprechen. ^10Und du sollst tun nach dem, was sie dir sagen an der Staette, die der HERR erwaehlen wird, und sollst es halten, dass du tust nach allem, was sie dich lehren werden. ^11Nach dem Gesetz, das sie dich lehren, und nach dem Recht, das sie dir sagen, sollst du dich halten, dass du davon nicht abweichest, weder zur Rechten noch zur Linken. ^12Und wo jemand vermessen handeln wuerde, dass er dem Priester nicht gehorchte, der daselbst in des HERRN, deines Gottes, Amt steht, oder dem Richter, der soll sterben, und sollst das Boese aus Israel tun, ^13dass es alles Volk hoere und sich fuerchte und nicht mehr vermessen sei. ^14Wenn du in das Land kommst, das dir der HERR, dein Gott, geben wird, und nimmst es ein und wohnst darin und wirst sagen: Ich will einen Koenig ueber mich setzen, wie alle Voelker um mich her haben, ^15so sollst du den zum Koenig ueber dich setzen, den der HERR, dein Gott, erwaehlen wird. Du sollst aber aus deinen Bruedern einen zum Koenig ueber dich setzen. Du darfst nicht irgend einen Fremdem, der nicht dein Bruder ist, ueber dich setzen. ^16Allein dass er nicht viele Rosse halte und fuehre das Volk nicht wieder nach Aegypten um der Menge der Rosse willen; weil der HERR euch gesagt hat, dass ihr hinfort nicht wieder diesen Weg kommen sollt. ^17Er soll auch nicht viele Weiber nehmen, dass sein Herz nicht abgewandt werde, und soll auch nicht viel Silber und Gold sammeln. ^18Und wenn er nun sitzen wird auf dem Stuhl seines Koenigreichs, soll er dies andere Gesetz von den Priestern, den Leviten, nehmen und in ein Buch schreiben lassen. ^19Das soll bei ihm sein, und er soll darin lesen sein Leben lang, auf dass er lerne fuerchten den HERRN, seinen Gott, dass er halte alle Worte dieses Gesetzes und diese Rechte, dass er darnach tue. ^20Er soll sein Herz nicht erheben ueber seine Brueder und soll nicht weichen von dem Gebot, weder zur Rechten noch zur Linken, auf dass er seine Tage verlaengere in seinem Koenigreich, er und seine Kinder in Israel. __________________________________________________________________ Kapitel 18 ^1Die Priester, die Leviten des ganzen Stammes Levi, sollen nicht Teil noch Erbe haben mit Israel. Die Opfer des HERRN und sein Erbteil sollen sie essen. ^2Darum sollen sie kein Erbe unter ihren Bruedern haben, dass der HERR ihr Erbe ist, wie er ihnen geredet hat. ^3Das soll aber das Recht der Priester sein an dem Volk, an denen, die da opfern, es sei Ochse oder Schaf, dass man dem Priester gebe den Arm und beide Kinnbacken und den Wanst ^4und die Erstlinge deines Korns, deines Mostes und deines Oels und die Erstlinge von der Schur deiner Schafe. ^5Denn der HERR, dein Gott, hat ihn erwaehlt aus allen deinen Staemmen, dass er stehe am Dienst im Namen des HERRN, er und seine Soehne ewiglich. ^6Wenn ein Levit kommt aus irgend einem deiner Tore oder sonst irgend aus ganz Israel, da er Gast ist, und kommt nach aller Lust seiner Seele an den Ort, den der HERR erwaehlen wird, ^7dass er diene im Namen des HERRN, seines Gottes, wie alle seine Brueder, die Leviten, die daselbst vor dem HERR stehen: ^8die sollen gleichen Teil zu essen haben, ohne was einer hat von dem verkauften Gut seiner Vaeter. ^9Wenn du in das Land kommst, das dir der HERR, dein Gott, geben wird, so sollst du nicht lernen tun die Greuel dieser Voelker, ^10dass nicht jemand unter dir gefunden werde, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lasse, oder ein Weissager oder Tagewaehler oder der auf Vogelgeschrei achte oder ein Zauberer ^11oder Beschwoerer oder Wahrsager oder Zeichendeuter oder der die Toten frage. ^12Denn wer solches tut, der ist dem HERRN ein Greuel, und um solcher Greuel willen vertreibt sie der HERR, dein Gott, vor dir her. ^13Du aber sollst rechtschaffen sein mit dem HERRN, deinem Gott. ^14Denn diese Voelker, deren Land du einnehmen wirst, gehorchen den Tagewaehlern und Weissagern; aber du sollst dich nicht also halten gegen den HERRN, deinen Gott. ^15Einen Propheten wie mich wird der HERR, dein Gott, dir erwecken aus dir und aus deinen Bruedern; dem sollt ihr gehorchen. ^16Wie du denn von dem HERRN, deinem Gott, gebeten hast am Horeb am Tage der Versammlung und sprachst: Ich will hinfort nicht mehr hoeren die Stimme des HERRN, meines Gottes, und das sehr grosse Feuer nicht mehr sehen, dass ich nicht sterbe. ^17Und der HERR sprach zu mir: Sie haben wohl geredet. ^18Ich will ihnen einen Propheten, wie du bist, erwecken aus ihren Bruedern und meine Worte in seinen Mund geben; der soll zu ihnen reden alles, was ich ihm gebieten werde. ^19Und wer meine Worte nicht hoeren wird, die er in meinem Namen reden wird, von dem will ich's fordern. ^20Doch wenn ein Prophet vermessen ist, zu reden in meinem Namen, was ich ihm nicht geboten habe zu reden, und wenn einer redet in dem Namen anderer Goetter, derselbe Prophet soll sterben. ^21Ob du aber in deinem Herzen sagen wuerdest: Wie kann ich merken, welches Wort der HERR nicht geredet hat? ^22Wenn der Prophet redet in dem Namen des HERRN, und es wird nichts daraus und es kommt nicht, das ist das Wort, das der HERR nicht geredet hat, darum scheue dich nicht vor ihm. __________________________________________________________________ Kapitel 19 ^1Wenn der HERR, dein Gott, die Voelker ausgerottet hat, welcher Land dir der HERR, dein Gott, geben wird, dass du es einnehmest und in ihren Staedten und Haeusern wohnst, ^2sollst du dir drei Staedte aussondern in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird einzunehmen. ^3Und sollst den Weg dahin zurichten und das Gebiet deines Landes, das dir der HERR, dein Gott, austeilen wird, in drei Kreise scheiden, dass dahin fliehe, wer einen Totschlag getan hat. ^4Und also soll's sein mit der Sache des Totschlaegers, der dahin flieht, dass er lebendig bleibe: wenn jemand seinen Naechsten schlaegt, nicht vorsaetzlich, und hat zuvor keinen Hass auf ihn gehabt, ^5sondern als wenn jemand mit seinem Naechsten in den Wald ginge, Holz zu hauen, und seine Hand holte mit der Axt aus, das Holz abzuhauen, und das Eisen fuehre vom Stiel und traefe seinen Naechsten, dass er stuerbe: der soll in dieser Staedte eine fliehen, dass er lebendig bleibe, ^6auf dass nicht der Blutraecher dem Totschlaeger nachjage, weil sein Herz erhitzt ist, und ergreife ihn, weil der Weg so ferne ist, und schlage ihn tot, so er doch nicht des Todes schuldig ist, weil er keinen Hass gegen ihn getragen hat. ^7Darum gebiete ich dir, dass du drei Staedte aussonderst. ^8Und so der HERR, dein Gott, deine Grenzen erweitern wird, wie er deinen Vaetern geschworen hat, und gibt dir alles Land, das er geredet hat deinen Vaetern zu geben ^9(so du anders alle diese Gebote halten wirst, dass du darnach tust, die ich dir heute gebiete, dass du den HERRN, deinen Gott, liebst und in seinen Wegen wandelst dein Leben lang), so sollst du noch drei Staedte tun zu diesen dreien, ^10auf dass nicht unschuldig Blut in deinem Land vergossen werde, das dir der HERR, dein Gott, zum Erbe gibt, und Blutschulden auf dich kommen. ^11Wenn aber jemand Hass traegt wider seinen Naechsten und lauert auf ihn und macht sich ueber ihn und schlaegt ihn tot und flieht in dieser Staedte eine, ^12so sollen die Aeltesten in seiner Stadt hinschicken und ihn von da holen lassen und ihn in die Haende des Blutraechers geben, dass er sterbe. ^13Deine Augen sollen ihn nicht verschonen, und du sollst das unschuldige Blut aus Israel tun, dass dir's wohl gehe. ^14Du sollst deines Naechsten Grenze nicht zuruecktreiben, die die Vorfahren gesetzt haben in deinem Erbteil, das du erbest in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, gegeben hat einzunehmen. ^15Es soll kein einzelner Zeuge wider jemand auftreten ueber irgend eine Missetat oder Suende, es sei welcherlei Suende es sei, die man tun kann, sondern in dem Mund zweier oder dreier Zeugen soll die Sache bestehen. ^16Wenn ein frevler Zeuge wider jemand auftritt, ueber ihn zu bezeugen eine Uebertretung, ^17so sollen die beiden Maenner, die eine Sache miteinander haben, vor dem HERRN, vor den Priestern und Richtern stehen, die zur selben Zeit sein werden; ^18und die Richter sollen wohl forschen. Und wenn der falsche Zeuge hat ein falsches Zeugnis wider seinen Bruder gegeben, ^19so sollt ihr ihm tun, wie er gedachte seinem Bruder zu tun, dass du das Boese von dir wegtust, ^20auf dass es die andern hoeren, sich fuerchten und nicht mehr solche boese Stuecke vornehmen zu tun unter dir. ^21Dein Auge soll sie nicht schonen; Seele um Seele, Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuss um Fuss. __________________________________________________________________ Kapitel 20 ^1Wenn du in einen Krieg ziehst wider deine Feinde und siehst Rosse und Wagen eines Volks, das groesser ist als du, so fuerchte dich nicht vor ihnen; denn der HER, dein Gott, der dich aus Aegyptenland gefuehrt hat, ist mit dir. ^2Wenn ihr nun hinzukommt zum Streit, so soll der Priester herzutreten und mit dem Volk reden ^3und zu ihnen sprechen: Israel, hoere zu! Ihr geht heute in den Streit wider eure Feinde; euer Herz verzage nicht, fuerchtet euch nicht und erschreckt nicht und lasst euch nicht grauen vor ihnen; ^4denn der HERR, euer Gott, geht mit euch, dass er fuer euch streite mit euren Feinden, euch zu helfen. ^5Aber die Amtleute sollen mit dem Volk reden und sagen: Welcher ein neues Haus gebaut hat und hat's noch nicht eingeweiht, der gehe hin und bleibe in seinem Hause, auf dass er nicht sterbe im Krieg und ein anderer weihe es ein. ^6Welcher einen Weinberg gepflanzt hat und hat seine Fruechte noch nicht genossen, der gehe hin und bleibe daheim, dass er nicht im Kriege sterbe und ein anderer geniesse seine Fruechte. ^7Welcher ein Weib sich verlobt hat und hat sie noch nicht heimgeholt, der gehe hin und bleibe daheim, dass er nicht im Kriege sterbe und ein anderer hole sie heim. ^8Und die Amtleute sollen weiter mit dem Volk reden und sprechen: Welcher sich fuerchtet und ein verzagtes Herz hat, der gehe hin und bleibe daheim, auf dass er nicht auch seiner Brueder Herz feige mache, wie sein Herz ist. ^9Und wenn die Amtleute ausgeredet haben mit dem Volk, so sollen sie die Hauptleute vor das Volk an die Spitze stellen. ^10Wenn du vor eine Stadt ziehst, sie zu bestreiten, so sollst du ihr den Frieden anbieten. ^11Antwortet sie dir friedlich und tut dir auf, so soll das Volk, das darin gefunden wird dir zinsbar und untertan sein. ^12Will sie aber nicht friedlich mit dir handeln und will mit dir kriegen, so belagere sie. ^13Und wenn sie der HERR, dein Gott, dir in die Hand gibt, so sollst du alles, was maennlich darin ist, mit des Schwertes Schaerfe schlagen. ^14Allein die Weiber, die Kinder und das Vieh und alles, was in der Stadt ist, und allen Raub sollst du unter dich austeilen und sollst essen von der Ausbeute deiner Feinde, die dir der HERR, dein Gott, gegeben hat. ^15Also sollst du allen Staedten tun, die sehr ferne von dir liegen und nicht von den Staedten dieser Voelker hier sind. ^16Aber in den Staedten dieser Voelker, die dir der HERR, dein Gott, zum Erbe geben wird, sollst du nichts leben lassen, was Odem hat, ^17sondern sollst sie verbannen, naemlich die Hethiter, Amoriter, Kanaaniter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter, wie dir der HERR, dein Gott, geboten hat, ^18auf dass sie euch nicht lehren tun alle die Greuel, die sie ihren Goettern tun, und ihr euch versuendigt an dem HERR, eurem Gott. ^19Wenn du vor einer Stadt lange Zeit liegen musst, wider die du streitest, sie zu erobern, so sollst die Baeume nicht verderben, dass du mit Aexten dran faehrst; denn du kannst davon essen, darum sollst du sie nicht ausrotten. Ist's doch Holz auf dem Felde und nicht ein Mensch, dass es vor dir ein Bollwerk sein koennte. ^20Welches aber Baeume sind, von denen du weisst, dass man nicht davon isst, die sollst du verderben und ausrotten und Bollwerk daraus bauen wider die Stadt, die mit dir kriegt, bis du ihrer maechtig werdest. __________________________________________________________________ Kapitel 21 ^1Wenn man einen Erschlagenen findet in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird einzunehmen, und er liegt im Felde und man weiss nicht, wer ihn erschlagen hat, ^2so sollen deine Aeltesten und Richter hinausgehen und von dem Erschlagenen messen bis an die Staedte, die umher liegen. ^3Welche Stadt die naechste ist, deren Aelteste sollen eine junge Kuh von den Rindern nehmen, mit der man nicht gearbeitet und die noch nicht am Joch gezogen hat, ^4und sollen sie hinabfuehren in einen kiesigen Grund, der weder bearbeitet noch besaet ist, und daselbst im Grund ihr den Hals brechen. ^5Da sollen herzukommen die Priester, die Kinder Levi; denn der HERR, dein Gott, hat sie erwaehlt, dass sie ihm dienen und in seinem Namen segnen, und nach ihrem Mund sollen alle Sachen und alle Schaeden gerichtet werden. ^6Und alle Aeltesten der Stadt sollen herzutreten zu dem Erschlagenen und ihre Haende waschen ueber die junge Kuh, der im Grunde der Hals gebrochen ist, ^7und sollen antworten und sagen: Unsre Haende haben dies Blut nicht vergossen, so haben's auch unsre Augen nicht gesehen. ^8Sei gnaedig deinem Volk Israel, das du, HERR, erloest hast; lege nicht das unschuldige Blut auf dein Volk Israel! So werden sie ueber dem Blut versoehnt sein. ^9Also sollst du das unschuldige Blut von dir tun, dass du tust, was recht ist vor den Augen des HERRN. ^10Wenn du in einen Streit ziehst wider deine Feinde, und der HERR, dein Gott, gibt sie dir in deine Haende, dass du ihre Gefangenen wegfuehrst, ^11und siehst unter den Gefangenen ein schoenes Weib und hast Lust zu ihr, dass du sie zum Weibe nehmest, ^12so fuehre sie in dein Haus und lass sie ihr Haar abscheren und ihre Naegel beschneiden ^13und die Kleider ablegen, darin sie gefangen ist, und lass sie sitzen in deinem Hause und beweinen einen Monat lang ihren Vater und ihre Mutter; darnach gehe zu ihr und nimm sie zur Ehe und lass sie dein Weib sein. ^14Wenn du aber nicht mehr Lust zu ihr hast, so sollst du sie gehen lassen, wohin sie will, und nicht um Geld verkaufen noch versetzen, darum dass du sie gedemuetigt hast. ^15Wenn jemand zwei Weiber hat, eine, die er liebhat, und eine, die er hasst, und sie ihm Kinder gebaeren, beide, die liebe und die unwerte, dass der Erstgeborene von der unwerten ist, ^16und die Zeit kommt, dass er seinen Kindern das Erbe austeile, so kann er nicht den Sohn der liebsten zum erstgeborenen Sohn machen fuer den erstgeborenen Sohn der unwerten, ^17sondern er soll den Sohn der unwerten fuer den ersten Sohn erkennen, dass er ihm zwiefaeltig gebe von allem, was vorhanden ist; denn derselbe ist der Erstling seiner Kraft, und der Erstgeburt Recht ist sein. ^18Wenn jemand einen eigenwilligen und ungehorsamen Sohn hat, der seines Vaters und seiner Mutter Stimme nicht gehorcht und, wenn sie ihn zuechtigen, ihnen nicht gehorchen will, ^19so sollen ihn Vater und Mutter greifen und zu den Aeltesten der Stadt fuehren und zu dem Tor des Orts, ^20und zu den Aeltesten der Stadt sagen: Dieser unser Sohn ist eigenwillig und ungehorsam und gehorcht unsrer Stimme nicht und ist ein Schlemmer und ein Trunkenbold. ^21So sollen ihn steinigen alle Leute der Stadt, dass er sterbe, und sollst also das Boese von dir tun, dass es ganz Israel hoere und sich fuerchte. ^22Wenn jemand eine Suende getan hat, die des Todes wuerdig ist, und wird getoetet, und man haengt ihn an ein Holz, ^23so soll sein Leichnam nicht ueber Nacht an dem Holz bleiben, sondern du sollst ihn desselben Tages begraben, denn ein Gehenkter ist verflucht bei Gott, auf dass du dein Land nicht verunreinigst, das dir der HERR, dein Gott, gibt zum Erbe. __________________________________________________________________ Kapitel 22 ^1Wenn du deines Bruders Ochsen oder Schaf siehst irregehen, so sollst du dich nicht entziehen von ihnen, sondern sollst sie wieder zu deinem Bruder fuehren. ^2Wenn aber dein Bruder dir nicht nahe ist und du kennst ihn nicht, so sollst du sie in dein Haus nehmen, dass sie bei dir seien, bis sie dein Bruder suche, und sollst sie ihm dann wiedergeben. ^3Also sollst du tun mit seinem Esel, mit seinem Kleid und mit allem Verlorenen, das dein Bruder verliert und du findest; du kannst dich nicht entziehen. ^4Wenn du deines Bruders Esel oder Ochsen siehst fallen auf dem Wege, so sollst du dich nicht von ihm entziehen, sondern sollst ihm aufhelfen. ^5Ein Weib soll nicht Mannsgewand tragen, und ein Mann soll nicht Weiberkleider antun; denn wer solches tut, der ist dem HERRN, deinem Gott, ein Greuel. ^6Wenn du auf dem Wege findest ein Vogelnest auf einem Baum oder auf der Erde, mit Jungen oder mit Eiern, und dass die Mutter auf den Jungen oder auf den Eiern sitzt, so sollst du nicht die Mutter mit den Jungen nehmen, ^7sondern sollst die Mutter fliegen lassen und die Jungen nehmen, auf dass dir's wohl gehe und du lange lebest. ^8Wenn du ein neues Haus baust, so mache eine Lehne darum auf deinem Dache, auf dass du nicht Blut auf dein Haus ladest, wenn jemand herabfiele. ^9Du sollst deinen Weinberg nicht mit mancherlei besaeen, dass nicht dem Heiligtum verfalle die Fuelle, der Same, den du gesaet hast, samt dem Ertrage des Weinbergs. ^10Du sollst nicht ackern zugleich mit einem Ochsen und Esel. ^11Du sollst nicht anziehen ein gemengtes Kleid, von Wolle und Leinen zugleich. ^12Du sollst dir Quasten machen an den Zipfeln deines Mantels mit dem du dich bedeckst. ^13Wenn jemand ein Weib nimmt und wird ihr gram, wenn er zu ihr gegangen ist, ^14und legt ihr etwas Schaendliches auf und bringt ein boeses Geschrei ueber sie aus und spricht: Das Weib habe ich genommen, und da ich mich zu ihr tat, fand ich sie nicht Jungfrau, ^15so sollen Vater und Mutter der Dirne sie nehmen und vor die Aeltesten der Stadt in dem Tor hervorbringen der Dirne Jungfrauschaft. ^16Und der Dirne Vater soll sagen: Ich habe diesem Mann meine Tochter zum Weibe gegeben; nun ist er ihr gram geworden ^17und legt ein schaendlich Ding auf sie und spricht: Ich habe deine Tochter nicht Jungfrau gefunden; hier ist die Jungfrauschaft meiner Tochter. Und sollen das Kleid vor den Aeltesten der Stadt ausbreiten. ^18So sollen die Aeltesten der Stadt den Mann nehmen und zuechtigen ^19und um hundert Silberlinge buessen und dieselben der Dirne Vater geben, darum dass er eine Jungfrau in Israel beruechtigt hat; und er soll sie zum Weibe haben, dass er sie sein Leben lang nicht lassen moege. ^20Ist's aber Wahrheit, dass die Dirne nicht ist Jungfrau gefunden, ^21so soll man sie heraus vor die Tuer ihres Vaters Hauses fuehren, und die Leute der Stadt sollen sie zu Tode steinigen, darum dass sie eine Torheit in Israel begangen und in ihres Vaters Hause gehurt hat; und sollst das Boese von dir tun. ^22Wenn jemand gefunden wird, der bei einem Weibe schlaeft, die einen Ehemann hat, so sollen sie beide sterben, der Mann und das Weib, bei dem er geschlafen hat; und sollst das Boese von Israel tun. ^23Wenn eine Dirne jemand verlobt ist, und ein Mann kriegt sie in der Stadt und schlaeft bei ihr, ^24so sollt ihr sie alle beide zu der Stadt Tor ausfuehren und sollt sie steinigen, dass sie sterben; die Dirne darum, dass sie nicht geschrieen hat, da sie doch in der Stadt war; den Mann darum, dass er seines Naechsten Weib geschaendet hat; und sollst das Boese von dir tun. ^25Wenn aber jemand eine verlobte Dirne auf dem Felde kriegt und ergreift sie und schlaeft bei ihr, so soll der Mann allein sterben, der bei ihr geschlafen hat, ^26und der Dirne sollst du nichts tun; denn sie hat keine Suende des Todes wert getan, sondern gleich wie jemand sich wider seinen Naechsten erhoebe und schluege ihn tot, so ist dies auch. ^27Denn er fand sie auf dem Felde, und die verlobte Dirne schrie, und war niemand, der ihr half. ^28Wenn jemand an eine Jungfrau kommt, die nicht verlobt ist, und ergreift sie und schlaeft bei ihr, und es findet sich also, ^29so soll, der bei ihr geschlafen hat, ihrem Vater fuenfzig Silberlinge geben und soll sie zum Weibe haben, darum dass er sie geschwaecht hat; er kann sie nicht lassen sein Leben lang. ^30Niemand soll seines Vaters Weib nehmen und nicht aufdecken seines Vaters Decke. __________________________________________________________________ Kapitel 23 ^1Es soll kein Zerstossener noch Verschnittener in die Gemeinde des HERRN kommen. ^2Es soll auch kein Hurenkind in die Gemeinde des HERRN kommen, auch nach dem zehnten Glied, sondern soll allewege nicht in die Gemeinde des HERRN kommen. ^3Die Ammoniter und Moabiter sollen nicht in die Gemeinde des HERRN kommen, auch nach dem zehnten Glied; sondern sie sollen nimmermehr hineinkommen, ^4darum dass sie euch nicht entgegenkamen mit Brot und Wasser auf dem Wege, da ihr aus Aegypten zoget, vielmehr wider euch dingten den Bileam, den Sohn Beors von Pethor aus Mesopotamien, dass er dich verfluchen sollte. ^5Aber der HERR, dein Gott, wollte Bileam nicht hoeren und wandelte dir den Fluch in den Segen, darum, dass dich der HERR, dein Gott, liebhatte. ^6Du sollst nicht ihren Frieden noch ihr Bestes suchen dein Leben lang ewiglich. ^7Den Edomiter sollst du nicht fuer eine Greuel halten; er ist dein Bruder. Den Aegypter sollst du auch nicht fuer einen Greuel halten; denn du bist ein Fremdling in seinem Lande gewesen. ^8Die Kinder, die sie im dritten Glied zeugen, sollen in die Gemeinde des HERRN kommen. ^9Wenn du ausziehst wider deine Feinde und ein Lager aufschlaegst, so huete dich vor allem Boesen. ^10Wenn jemand unter dir ist, der nicht rein ist, dass ihm des Nachts etwas widerfahren ist, der soll hinaus vor das Lager gehen und nicht wieder hineinkommen, ^11bis er vor abends sich mit Wasser bade; und wenn die Sonne untergegangen ist, soll er wieder ins Lager gehen. ^12Und du sollst draussen vor dem Lager einen Ort haben, dahin du zur Not hinausgehst. ^13Und sollst eine Schaufel haben, und wenn du dich draussen setzen willst, sollst du damit graben; und wenn du gesessen hast, sollst du zuscharren, was von dir gegangen ist. ^14Denn der HERR, dein Gott, wandelt unter deinem Lager, dass er dich errette und gebe deine Feinde vor dir dahin. Darum soll dein Lager heilig sein, dass nichts Schaendliches unter dir gesehen werde und er sich von dir wende. ^15Du sollst den Knecht nicht seinem Herrn ueberantworten, der von ihm zu dir sich entwandt hat. ^16Er soll bei dir bleiben an dem Ort, den er erwaehlt in deiner Tore einem, wo es ihm gefaellt; und sollst ihn nicht schinden. ^17Es soll keine Hure sein unter den Toechtern Israels und kein Hurer unter den Soehnen Israels. ^18Du sollst keinen Hurenlohn noch Hundegeld in das Haus des HERRN, deines Gottes, bringen aus irgend einem Geluebde; denn das ist dem HERRN, deinem Gott, beides ein Greuel. ^19Du sollst von deinem Bruder nicht Zinsen nehmen, weder Geld noch mit Speise noch mit allem, womit man wuchern kann. ^20Von den Fremden magst du Zinsen nehmen, aber nicht von deinem Bruder, auf dass dich der HERR, dein Gott, segne in allem, was du vornimmst in dem Lande, dahin du kommst, es einzunehmen. ^21Wenn du dem HERRN ein Geluebde tust, so sollst du es nicht verziehen zu halten; denn der HERR, dein Gott, wird's von dir fordern, und es wird dir Suende sein. ^22Wenn du das Geloben unterwegs laesst, so ist dir's keine Suende. ^23Aber was zu deinen Lippen ausgegangen ist, sollst du halten und darnach tun, wie du dem HERRN, deinem Gott, freiwillig gelobt hast, was du mit deinem Munde geredet hast. ^24Wenn du in deines Naechsten Weinberg gehst, so magst du Trauben essen nach deinem Willen, bis du satt hast; aber du sollst nichts in dein Gefaess tun ^25Wenn du in die Saat deines Naechsten gehst, so magst du mit der Hand Aehren abrupfen; aber mit der Sichel sollst du nicht darin hin und her fahren. __________________________________________________________________ Kapitel 24 ^1Wenn jemand ein Weib nimmt und ehelicht sie, und sie nicht Gnade findet vor seinen Augen, weil er etwas schaendliches an ihr gefunden hat, so soll er einen Scheidebrief schreiben und ihr in die Hand geben und sie aus seinem Haus entlassen. ^2Wenn sie dann aus seinem Hause gegangen ist und hingeht und wird eines andern Weib, ^3und der andere ihr auch gram wird und einen Scheidebrief schreibt und ihr in die Hand gibt und sie aus seinem Hause laesst, oder so der andere Mann stirbt, der sie zum Weibe genommen hatte: ^4so kann sie ihr erster Mann, der sie entliess, nicht wiederum nehmen, dass sie sein Weib sei, nachdem sie unrein ist, den solches ist ein Greuel vor dem HERRN, auf dass du nicht eine Suende ueber das Land bringst, das dir der HERR, dein Gott, zum Erbe gegeben hat. ^5Wenn jemand kurz zuvor ein Weib genommen hat, der soll nicht in die Heerfahrt ziehen, und man soll ihm nichts auflegen. Er soll frei in seinem Hause sein ein Jahr lang, dass er froehlich sei mit seinem Weibe, das er genommen hat. ^6Du sollst nicht zum Pfande nehmen den unteren und den oberen Muehlstein; denn damit haettest du das Leben zum Pfand genommen. ^7Wenn jemand gefunden wird, der aus seinen Bruedern, aus den Kindern Israel, eine Seele stiehlt, und versetzt oder verkauft sie: solcher Dieb soll sterben, dass du das Boese von dir tust. ^8Huete dich bei der Plage des Aussatzes, dass du mit Fleiss haltest und tust alles, was dich die Priester, die Leviten, lehren; wie ich ihnen geboten habe, so sollt ihr's halten und darnach tun. ^9Bedenke, was der HERR, dein Gott, tat mit Mirjam auf dem Wege, da ihr aus Aegypten zoget. ^10Wenn du deinem Naechsten irgend eine Schuld borgst, so sollst du nicht in sein Haus gehen und ihm ein Pfand nehmen, ^11sondern du sollst aussen stehen, und er, dem du borgst, soll sein Pfand zu dir herausbringen. ^12Ist er aber ein Duerftiger, so sollst du dich nicht schlafen legen ueber seinem Pfand, ^13sondern sollst ihm sein Pfand wiedergeben, wenn die Sonne untergeht, dass er in seinem Kleide schlafe und segne dich. Das wird dir vor dem HERRN, deinem Gott, eine Gerechtigkeit sein. ^14Du sollst dem Duerftigen und Armen seinen Lohn nicht vorenthalten, er sei von deinen Bruedern oder den Fremdlingen, die in deinem Lande und in deinen Toren sind, ^15sondern sollst ihm seinen Lohn des Tages geben, dass die Sonne nicht darueber untergehe (denn er ist duerftig und erhaelt seine Seele damit), auf dass er nicht wider dich den HERRN anrufe und es dir Suende sei. ^16Die Vaeter sollen nicht fuer die Kinder noch die Kinder fuer die Vaeter sterben, sondern ein jeglicher soll fuer seine Suende sterben. ^17Du sollst das Recht des Fremdlings und des Waisen nicht beugen und sollst der Witwe nicht das Kleid zum Pfand nehmen. ^18Denn du sollst gedenken, dass du Knecht in Aegypten gewesen bist und der HERR, dein Gott, dich von dort erloest hat; darum gebiete ich dir, dass du solches tust. ^19Wenn du auf deinem Acker geerntet und eine Garbe vergessen hast auf dem Acker, so sollst du nicht umkehren, dieselbe zu holen, sondern sie soll des Fremdlings, des Waisen und der Witwe sein, auf dass dich der HERR, dein Gott, segne in allen Werken deiner Haende. ^20Wenn du deine Oelbaeume hast geschuettelt, so sollst du nicht nachschuetteln; es soll des Fremdlings, des Waisen und der Witwe sein. ^21Wenn du deinen Weinberg gelesen hast, so sollst du nicht nachlesen; es soll des Fremdlings, des Waisen und der Witwe sein. ^22Und sollst gedenken, dass du Knecht in Aegyptenland gewesen bist; darum gebiete ich dir, dass du solches tust. __________________________________________________________________ Kapitel 25 ^1Wenn ein Hader ist zwischen Maennern, so soll man sie vor Gericht bringen und sie richten und den Gerechten gerecht sprechen und den Gottlosen verdammen. ^2Und so der Gottlose Schlaege verdient hat, soll ihn doch der Richter heissen niederfallen, und man soll ihm vor dem Richter eine Zahl Schlaege geben nach dem Mass seiner Missetat. ^3Wenn man ihm vierzig Schlaege gegeben hat, soll man ihn nicht mehr schlagen, auf dass nicht, so man mehr Schlaege gibt, er zuviel geschlagen werde und dein Bruder veraechtlich vor deinen Augen sei. ^4Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden. ^5Wenn Brueder beieinander wohnen und einer stirbt ohne Kinder, so soll des Verstorbenen Weib nicht einen fremden Mann draussen nehmen; sondern ihr Schwager soll sich zu ihr tun und sie zum Weibe nehmen und sie ehelichen. ^6Und den ersten Sohn, den sie gebiert, soll er bestaetigen nach dem Namen seines verstorbenen Bruders, dass sein Name nicht vertilgt werde aus Israel. ^7Gefaellt es aber dem Mann nicht, dass er sein Schwaegerin nehme, so soll sie, seine Schwaegerin hinaufgehen unter das Tor vor die Aeltesten und sagen: Mein Schwager weigert sich, seinem Bruder einen Namen zu erwecken in Israel, und will mich nicht ehelichen. ^8So sollen ihn die Aeltesten der Stadt fordern und mit ihm reden. Wenn er dann darauf besteht und spricht: Es gefaellt mir nicht, sie zu nehmen, ^9so soll seine Schwaegerin zu ihm treten vor den Aeltesten und ihm einen Schuh ausziehen von seinen Fuessen und ihn anspeien und soll antworten und sprechen: Also soll man tun einem jeden Mann, der seines Bruders Haus nicht erbauen will! ^10Und sein Namen soll in Israel heissen "des Barfuessers Haus". ^11Wenn zwei Maenner miteinander hadern und des einen Weib laeuft zu, dass sie ihren Mann errette von der Hand dessen, der ihn schlaegt, und streckt ihre Hand aus und ergreift ihn bei seiner Scham, ^12so sollst du ihr die Hand abhauen, und dein Auge soll sie nicht verschonen. ^13Du sollst nicht zweierlei Gewicht in deinem Sack, gross und klein, haben; ^14und in deinem Hause soll nicht zweierlei Scheffel, gross und klein, sein. ^15Du sollst ein voellig und recht Gewicht und einen voelligen und rechten Scheffel haben, auf dass dein Leben lange waehre in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird. ^16Denn wer solches tut, der ist dem HERRN, deinem Gott, ein Greuel wie alle, die uebel tun. ^17Gedenke was dir die Amalekiter taten auf dem Wege, da ihr aus Aegypten zoget, ^18wie sie dich angriffen auf dem Wege und schlugen die letzten deines Heeres, alle die Schwachen, die dir hinten nachzogen, da du muede und matt warst, und fuerchteten Gott nicht. ^19Wenn nun der HERR, dein Gott, dich zur Ruhe bringt von allen deinen Feinden umher im Lande, das dir der HERR, dein Gott, gibt zum Erbe einzunehmen, so sollst du das Gedaechtnis der Amalekiter austilgen unter dem Himmel. Das vergiss nicht! __________________________________________________________________ Kapitel 26 ^1Wenn du in das Land kommst, das dir der HERR, dein Gott, zum Erbe geben wird, und nimmst es ein und wohnst darin, ^2so sollst du nehmen allerlei erste Fruechte des Landes, die aus der Erde kommen, die der HERR, dein Gott dir gibt, und sollst sie in einen Korb legen und hingehen an den Ort, den der HERR, dein Gott, erwaehlen wird, dass sein Name daselbst wohne, ^3und sollst zu dem Priester kommen, der zu der Zeit da ist, und zu ihm sagen: Ich bekenne heute dem HERRN, deinem Gott, dass ich gekommen bin in das Land, das der HERR unsern Vaetern geschworen hat uns zu geben. ^4Und der Priester soll den Korb nehmen von deiner Hand und vor dem Altar des HERRN, deines Gottes, niedersetzen. ^5Da sollst du antworten und sagen vor dem HERRN, deinem Gott: Mein Vater war ein Syrer und nahe dem Umkommen und zog hinab nach Aegypten und war daselbst ein Fremdling mit geringem Volk und ward daselbst ein grosses, starkes und zahlreiches Volk. ^6Aber die Aegypter behandelten uns uebel und zwangen uns und legten einen harten Dienst auf uns. ^7Da schrieen wir zu dem HERRN, dem Gott unsrer Vaeter; und der HERR erhoerte unser Schreien und sah unser Elend, unsre Angst und Not ^8und fuehrte uns aus Aegypten mit maechtiger Hand und ausgerecktem Arm und mit grossem Schrecken, durch Zeichen und Wunder ^9und brachte uns an diesen Ort und gab uns dies Land, darin Milch und Honig fliesst. ^10Nun bringe ich die ersten Fruechte des Landes, die du, HERR, mir gegeben hast. Und sollst sie lassen vor dem HERRN, deinem Gott, und anbeten vor dem HERRN, deinem Gott, ^11und froehlich sein ueber allem Gut, das dir der HERR, dein Gott, gegeben hat und deinem Hause, du und der Levit und der Fremdling, der bei dir ist. ^12Wenn du alle Zehnten deines Einkommens zusammengebracht hast im dritten Jahr, das ist das Zehnten-Jahr, so sollst du dem Leviten, dem Fremdling, dem Waisen und der Witwe geben, dass sie essen in deinem Tor und satt werden. ^13Und sollst sprechen vor dem HERRN, deinem Gott: Ich habe gebracht, was geheiligt ist, aus meinem Hause und habe es gegeben den Leviten, den Fremdlingen, den Waisen und den Witwen nach all deinem Gebot, das du mir geboten hast; ich habe deine Gebote nicht uebertreten noch vergessen; ^14ich habe nichts davon gegessen in meinem Leide und habe nichts davongetan in Unreinigkeit; ich habe nicht zu den Toten davon gegeben; ich bin der Stimme des HERRN, meines Gottes, gehorsam gewesen und habe getan alles, wie du mir geboten hast. ^15Siehe herab von deiner heiligen Wohnung, vom Himmel, und segne dein Volk Israel und das Land, das du uns gegeben hast, wie du unsern Vaetern geschworen hast, ein Land, darin Milch und Honig fliesst. ^16Heutigestages gebietet dir der HERR, dein Gott, dass du tust nach allen diesen Geboten und Rechten, dass du sie haeltst und darnach tust von ganzem Herzen und von ganzer Seele. ^17Dem HERRN hast du heute zugesagt, dass er dein Gott, sei, dass du wollest in allen seinen Wegen wandeln und halten seine Gesetze, Gebote und Rechte und seiner Stimme gehorchen. ^18Und der HERR hat dir heute zugesagt, dass du sein eigen Volk sein sollst, wie er dir verheissen hat, so du alle seine Gebote haeltst ^19und dass er dich zum hoechsten machen werde und du geruehmt, gepriesen und geehrt werdest ueber alle Voelker, die er gemacht hat, dass du dem HERRN, deinem Gott, ein heiliges Volk seist, wie er geredet hat. __________________________________________________________________ Kapitel 27 ^1Und Mose gebot samt den Aeltesten Israels dem Volk und sprach: Haltet alle Gebote, die ich euch heute gebiete. ^2Und zu der Zeit, wenn ihr ueber den Jordan geht in das Land, das dir der HERR, dein Gott, geben wird, sollst du grosse Steine aufrichten und sie mit Kalk tuenchen ^3und darauf schreiben alle Worte dieses Gesetzes, wenn du hinueberkommst, auf dass du kommst in das Land, das der HERR, dein Gott, dir geben wird, ein Land darin Milch und Honig fliesst, wie der HERR, deiner Vaeter Gott, dir verheissen hat. ^4Wenn ihr nun ueber den Jordan geht, so sollt ihr solche Steine aufrichten (davon ich euch heute gebiete) auf dem Berge Ebal und mit Kalk tuenchen. ^5Und sollst daselbst dem HERRN, deinem Gott, einen steinernen Altar bauen, darueber kein Eisen faehrt. ^6Von ganzen Steinen sollst du diesen Altar dem HERRN, deinem Gott, bauen und Brandopfer darauf opfern dem HERRN, deinem Gott. ^7Und sollst Dankopfer opfern und daselbst essen und froehlich sein vor dem HERRN, deinem Gott. ^8Und sollst auf die Steine alle Worte dieses Gesetzes schreiben, klar und deutlich. ^9Und Mose und die Priester, die Leviten, redeten mit ganz Israel und sprachen: Merke und hoere zu, Israel! Heute, dieses Tages, bist du ein Volk des HERRN, deines Gottes, geworden, ^10dass du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorsam seist und tust nach seinen Geboten und Rechten, die ich dir heute gebiete. ^11Und Mose gebot dem Volk desselben Tages und sprach: ^12Diese sollen stehen auf dem Berge Garizim, zu segnen das Volk, wenn ihr ueber den Jordan gegangen seid; Simeon, Levi, Juda, Isaschar, Joseph und Benjamin. ^13Und diese sollen stehen auf dem Berge Ebal, zu fluchen Ruben, Gad, Asser, Sebulon, Dan und Naphthali. ^14Und die Leviten sollen anheben und sagen zu jedermann von Israel mit lauter Stimme: ^15Verflucht sei, wer einen Goetzen oder ein gegossenes Bild macht, einen Greuel des HERRN, ein Werk von den Haenden der Werkmeister, und stellt es verborgen auf! Und alles Volk soll antworten und sagen: Amen. ^16Verflucht sei, wer seinen Vater oder seine Mutter unehrt! Und alles Volk soll sagen: Amen. ^17Verflucht sei wer seines Naechsten Grenze verengert! Und alles Volk soll sagen: Amen. ^18Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege! Und alles Volk soll sagen: Amen. ^19Verflucht sei, wer das Recht des Fremdlings, des Waisen und der Witwe beugt! Und alles Volk soll sagen: Amen. ^20Verflucht sei, wer bei seines Vaters Weibe liegt, dass er aufdecke die Decke seines Vaters! und alles Volk soll sagen: Amen. ^21Verflucht sei wer irgend bei einem Vieh liegt! Und alles Volk soll sagen: Amen. ^22Verflucht sei, wer bei seiner Schwester liegt, die seines Vaters oder seiner Mutter Tochter ist! Und alles Volk soll sagen: Amen. ^23Verflucht sei, wer bei seiner Schwiegermutter liegt! Und alles Volk soll sagen: Amen. ^24Verflucht sei, wer seinen Naechsten heimlich erschlaegt! Und alles Volk soll sagen: Amen. ^25Verflucht sei, wer Geschenke nimmt, dass er unschuldiges Blut vergiesst! Und alles Volk soll sagen: Amen. ^26Verflucht sei, wer nicht alle Worte dieses Gesetzes erfuellt, dass er darnach tue! Und alles Volk soll sagen: Amen. __________________________________________________________________ Kapitel 28 ^1Und wenn du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchen wirst, dass du haeltst und tust alle seine Gebote, die ich dir heute gebiete, so wird dich der HERR, dein Gott, zum hoechsten machen ueber alle Voelker auf Erden, ^2und werden ueber dich kommen alle diese Segen und werden dich treffen, darum dass du der Stimme des HERRN, deines Gottes, bist gehorsam gewesen. ^3Gesegnet wirst du sein in der Stadt, gesegnet auf dem Acker. ^4Gesegnet wird sein die Frucht deines Leibes, die Frucht deines Landes und die Frucht deines Viehs, die Fruechte deiner Rinder und die Fruechte deiner Schafe. ^5Gesegnet wird sein dein Korb und dein Backtrog. ^6Gesegnet wirst du sein, wenn du eingehst, gesegnet, wenn du ausgehst. ^7Und der HERR wird deine Feinde, die sich wider dich auflehnen, vor dir schlagen; durch einen Weg sollen sie ausziehen wider dich, und durch sieben Wege vor dir fliehen. ^8Der HERR wird gebieten dem Segen, dass er mit dir sei in deinem Keller und in allem, was du vornimmst, und wird dich segnen in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, gegeben hat. ^9Der HERR wird dich ihm zum heiligen Volk aufrichten, wie er dir geschworen hat, darum dass du die Gebote des HERRN, deines Gottes, haeltst und wandelst in seinen Wegen, ^10dass alle Voelker auf Erden werden sehen, dass du nach dem Namen des HERRN genannt bist, und werden sich vor dir fuerchten. ^11Und der HERR wird machen, dass du Ueberfluss an Guetern haben wirst, an der Frucht deines Leibes, an der Frucht deines Viehs, an der Frucht deines Ackers, in dem Lande, das der HERR deinen Vaetern geschworen hat dir zu geben. ^12Und der HERR wird dir seinen guten Schatz auftun, den Himmel, dass er deinem Land Regen gebe zu seiner Zeit und dass er segne alle Werke deiner Haende. Und du wirst vielen Voelkern leihen; du aber wirst von niemand borgen. ^13Und der HERR wird dich zum Haupt machen und nicht zum Schwanz, und du wirst oben schweben und nicht unten liegen, darum dass du gehorsam bist den Geboten des HERRN, deines Gottes, die ich dir heute gebiete zu halten und zu tun, ^14und nicht weichst von irgend einem Wort, das ich euch heute gebiete, weder zur Rechten noch zur Linken, damit du andern Goettern nachwandelst, ihnen zu dienen. ^15Wenn du aber nicht gehorchen wirst der Stimme des HERRN, deines Gottes, dass du haeltst und tust alle seine Gebote und Rechte, die ich dir heute gebiete, so werden alle Flueche ueber dich kommen und dich treffen. ^16Verflucht wirst du sein in der Stadt, verflucht auf dem Acker. ^17Verflucht wird sein dein Korb und dein Backtrog. ^18Verflucht wird sein die Frucht deines Leibes, die Frucht deines Landes, die Frucht deiner Rinder und die Frucht deiner Schafe. ^19Verflucht wirst du sein, wenn du eingehst, verflucht, wenn du ausgehst. ^20Der HERR wird unter dich senden Unfall, Unruhe und Unglueck in allem, was du vor die Hand nimmst, was du tust, bis du vertilgt werdest und bald untergehst um deines boesen Wesens willen, darum dass du mich verlassen hast. ^21Der HERR wird dir die Pestilenz anhaengen, bis dass er dich vertilge in dem Lande, dahin du kommst, es einzunehmen. ^22Der HERR wird dich schlagen mit Darre, Fieber, Hitze, Brand, Duerre, giftiger Luft und Gelbsucht und wird dich verfolgen, bis er dich umbringe. ^23Dein Himmel, der ueber deinem Haupt ist, wird ehern sein und die Erde unter dir eisern. ^24Der HERR wird deinem Lande Staub und Asche fuer Regen geben vom Himmel auf dich, bis du vertilgt werdest. ^25Der HERR wird dich vor deinen Feinden schlagen; durch einen Weg wirst du zu ihnen ausziehen, und durch sieben Wege wirst du vor ihnen fliehen und wirst zerstreut werden unter alle Reiche auf Erden. ^26Dein Leichnam wird eine Speise sein allen Voegeln des Himmels und allen Tieren auf Erden, und niemand wird sein, der sie scheucht. ^27Der HERR wird dich schlagen mit Druesen Aegyptens, mit Feigwarzen, mit Grind und Kraetze, dass du nicht kannst heil werden. ^28Der HERR wird dich schlagen mit Wahnsinn, Blindheit und Rasen des Herzens; ^29und wirst tappen am Mittag, wie ein Blinder tappt im Dunkeln; und wirst auf deinem Wege kein Glueck haben; und wirst Gewalt und Unrecht leiden muessen dein Leben lang, und niemand wird dir helfen. ^30Ein Weib wirst du dir vertrauen lassen; aber ein anderer wird bei ihr schlafen. Ein Haus wirst du bauen; aber du wirst nicht darin wohnen. Einen Weinberg wirst du pflanzen; aber du wirst seine Fruechte nicht geniessen. ^31Dein Ochse wird vor deinen Augen geschlachtet werden; aber du wirst nicht davon essen. Dein Esel wird vor deinem Angesicht mit Gewalt genommen und dir nicht wiedergegeben werden. Dein Schaf wird deinen Feinden gegeben werden, und niemand wird dir helfen. ^32Deine Soehne und Toechter werden einem andern Volk gegeben werden, dass deine Augen zusehen und verschmachten ueber ihnen taeglich; und wird keine Staerke in deinen Haenden sein. ^33Die Fruechte deines Landes und alle deine Arbeit wird ein Volk verzehren, das du nicht kennst, und wirst Unrecht leiden und zerstossen werden dein Leben lang ^34und wirst unsinnig werden vor dem, das deine Augen sehen muessen. ^35Der HERR wird dich schlagen mit boesen Druesen an den Knieen und Waden, dass du nicht kannst geheilt werden, von den Fusssohlen an bis auf den Scheitel. ^36Der HERR wird dich und deinen Koenig, den du ueber dich gesetzt hast, treiben unter ein Volk, das du nicht kennst noch deine Vaeter; und wirst daselbst dienen andern Goettern: Holz und Steinen. ^37Und wirst ein Scheusal und ein Sprichwort und Spott sein unter allen Voelkern, dahin dich der HERR getrieben hat. ^38Du wirst viel Samen ausfuehren auf das Feld, und wenig einsammeln; denn die Heuschrecken werden's abfressen. ^39Weinberge wirst du pflanzen und bauen, aber keinen Wein trinken noch lesen; denn die Wuermer werden's verzehren. ^40Oelbaeume wirst du haben in allen deinen Grenzen; aber du wirst dich nicht salben mit Oel, denn dein Oelbaum wird ausgerissen werden. ^41Soehne und Toechter wirst du zeugen, und doch nicht haben; denn sie werden gefangen weggefuehrt werden. ^42Alle deine Baeume und Fruechte deines Landes wird das Ungeziefer fressen. ^43Der Fremdling, der bei dir ist, wird ueber dich steigen und immer oben schweben; du aber wirst heruntersteigen und immer unterliegen. ^44Er wird dir leihen, du aber wirst ihm nicht leihen; er wird das Haupt sein, und du wirst der Schwanz sein. ^45Und alle diese Flueche werden ueber dich kommen und dich verfolgen und treffen, bis du vertilgt werdest, darum dass du der Stimme des HERRN, deines Gottes, nicht gehorcht hast, dass du seine Gebote und Rechte hieltest, die er dir geboten hat. ^46Darum werden Zeichen und Wunder an dir sein und an deinem Samen ewiglich, ^47dass du dem HERRN, deinem Gott, nicht gedient hast mit Freude und Lust deines Herzens, da du allerlei genug hattest, ^48Und du wirst deinem Feinde, den dir der HERR zuschicken wird, dienen in Hunger und Durst, in Bloesse und allerlei Mangel; und er wird ein eisernes Joch auf deinen Hals legen, bis dass er dich vertilge. ^49Der HERR wird ein Volk ueber dich schicken von ferne, von der Welt Ende, wie ein Adler fliegt, des Sprache du nicht verstehst, ^50ein freches Volk, das nicht ansieht die Person des Alten noch schont der Juenglinge. ^51Es wird verzehren die Frucht deines Viehs und die Frucht deines Landes, bis du vertilgt werdest; und wird dir nichts uebriglassen an Korn, Most, Oel, an Fruechten der Rinder und Schafe, bis dass dich's umbringe; ^52und wird dich aengsten in allen deinen Toren, bis dass es niederwerfe deine hohen und festen Mauern, darauf du dich verlaesst, in allem deinem Lande; und wirst geaengstet werden in allen deinen Toren, in deinem ganzen Lande, das dir der HERR, dein Gott, gegeben hat. ^53Du wirst die Frucht deines Leibes essen, das Fleisch deiner Soehne und Toechter, die dir der HERR, dein Gott, gegeben hat, in der Angst und Not, womit dich dein Feind bedraengen wird, ^54dass ein Mann, der zuvor sehr zaertlich und in Ueppigkeit gelebt hat unter euch, wird seinem Bruder und dem Weibe in seinen Armen und dem Sohne, der noch uebrig ist von seinen Soehnen, nicht goennen, ^55zu geben jemand unter ihnen von dem Fleisch seiner Soehne, das er isst, sintemal ihm nichts uebrig ist von allem Gut in der Angst und Not, womit dich dein Feind bedraengen wird in allen deinen Toren. ^56Ein Weib unter euch, das zuvor zaertlich und in Ueppigkeit gelebt hat, dass sie nicht versucht hat, ihre Fusssohle auf die Erde zu setzen, vor Zaertlichkeit und Wohlleben, die wird ihrem Manne in ihren Armen und ihrem Sohne und ihrer Tochter nicht goennen ^57die Nachgeburt, die zwischen ihren eigenen Beinen ist ausgegangen, dazu ihre Soehne, die sie geboren hat; denn sie werden vor Mangel an allem heimlich essen in der Angst und Not, womit dich dein Feind bedraengen wird in deinen Toren. ^58Wo du nicht wirst halten, dass du tust alle Worte dieses Gesetzes, die in diesem Buch geschrieben sind, dass du fuerchtest diesen herrlichen und schrecklichen Namen, den HERRN, deinen Gott, ^59so wird der HERR erschrecklich mit dir umgehen, mit Plagen auf dich und deinen Samen, mit grossen und langwierigen Plagen, mit boesen und langwierigen Krankheiten, ^60und wird dir zuwenden alle Seuchen Aegyptens, davor du dich fuerchtest, und sie werden dir anhangen; ^61dazu alle Krankheiten und alle Plagen, die nicht geschrieben sind in dem Buch dieses Gesetzes, wird der HERR ueber dich kommen lassen, bis du vertilgt werdest. ^62Und wird euer ein geringer Haufe uebrigbleiben, die ihr zuvor gewesen seid wie Sterne am Himmel nach der Menge, darum dass du nicht gehorcht hast der Stimme des HERRN, deines Gottes. ^63Und wie sich der HERR ueber euch zuvor freute, dass er euch Gutes taete und mehrte euch, also wird er sich ueber euch freuen, dass er euch umbringe und vertilge; und werdet verstoert werden von dem Lande, in das du jetzt einziehst, es einzunehmen. ^64Denn der HERR wird dich zerstreuen unter alle Voelker von einem Ende der Welt bis ans andere; und wirst daselbst andern Goettern dienen, die du nicht kennst noch deine Vaeter: Holz und Steinen. ^65Dazu wirst du unter denselben Voelkern kein bleibend Wesen haben, und deine Fusssohlen werden keine Ruhe haben. Denn der HERR wird dir daselbst ein bebendes Herz geben und verschmachtete Augen und eine verdorrte Seele, ^66dass dein Leben wird vor dir schweben. Nacht und Tag wirst du dich fuerchten und deines Lebens nicht sicher sein. ^67Des Morgens wirst du sagen: Ach, dass es Abend waere! des Abends wirst du sagen: Ach, das es Morgen waere! vor Furcht deines Herzens, die dich schrecken wird, und vor dem, was du mit deinen Augen sehen wirst. ^68Und der HERR wird dich mit Schiffen wieder nach Aegypten fuehren, den Weg, davon ich gesagt habe: Du sollst ihn nicht mehr sehen. Und ihr werdet daselbst euren Feinden zu Knechten und Maegden verkauft werden, und wird kein Kaeufer dasein. __________________________________________________________________ Kapitel 29 ^1Dies sind die Worte des Bundes, den der HERR dem Mose geboten hat zu machen mit den Kindern Israel in der Moabiter Lande, zum andernmal, nachdem er denselben mit ihnen gemacht hatte am Horeb. ^2Und Mose rief das ganze Israel und sprach zu ihnen; Ihr habt gesehen alles, was der HERR getan hat in Aegypten vor euren Augen dem Pharao mit allen seinen Knechten und seinem ganzen Lande, ^3die grossen Versuchungen, die deine Augen gesehen haben, dass es grosse Zeichen und Wunder waren. ^4Und der HERR hat euch bis auf diesen heutigen Tag noch nicht gegeben ein Herz, das verstaendig waere, Augen, die da saehen, und Ohren, die da hoerten. ^5Er hat euch vierzig Jahre in der Wueste lassen wandeln: eure Kleider sind an euch nicht veraltet, und dein Schuh ist nicht veraltet an deinen Fuessen; ^6ihr habt kein Brot gegessen und keinen Wein getrunken noch starkes Getraenk, auf dass du wissest, dass ich der HERR, euer Gott, bin. ^7Und da ihr kamt an diesen Ort, zog aus der Koenig Sihon zu Hesbon und der Koenig Og von Basan uns entgegen, mit uns zu streiten; und wir haben sie geschlagen ^8und ihr Land eingenommen und zum Erbteil gegeben den Rubenitern und Gaditern und dem halben Stamm der Manassiter. ^9So haltet nun die Worte dieses Bundes und tut darnach, auf dass ihr weise handeln moeget in allem eurem Tun. ^10Ihr stehet heute alle vor dem HERRN, eurem Gott, die Obersten eurer Staemme, eure Aeltesten, eure Amtleute, ein jeder Mann in Israel, ^11eure Kinder, eure Weiber, dein Fremdling, der in deinem Lager ist (beide, dein Holzhauer und dein Wasserschoepfer), ^12dass du tretest in den Bund des HERRN, deines Gottes, und in den Eid, den der HERR, dein Gott, heute mit dir macht, ^13auf dass er dich heute ihm zum Volk aufrichte und er dein Gott sei, wie er dir verheissen hat und wie er deinen Vaetern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat. ^14denn ich mache diesen Bund und diesen Eid nicht mit euch allein, ^15sondern sowohl mit euch, die ihr heute hier seid und mit uns stehet vor dem HERRN, unserm Gott, als auch mit denen, die heute nicht mit uns sind. ^16Denn ihr wisst, wie wir in Aegyptenland gewohnt haben und mitten durch die Heiden gezogen sind, durch welche ihr zoget, ^17und saht ihre Greuel und ihre Goetzen, Holz und Stein, Silber und Gold, die bei ihnen waren. ^18Dass nicht vielleicht ein Mann oder ein Weib oder ein Geschlecht oder ein Stamm unter euch sei, des Herz heute sich von dem HERRN, unserm Gott, gewandt habe, dass er hingehe und diene den Goettern dieser Voelker und werde vielleicht eine Wurzel unter euch, die da Galle und Wermut trage, ^19und ob er schon hoere die Worte dieses Fluches, dennoch sich segne in seinem Herzen und spreche: Es geht mir wohl, dieweil ich wandle, wie es mein Herz duenkt, auf dass die Trunkenen mit den Durstigen dahinfahren! ^20Da wird der HERR dem nicht gnaedig sein; sondern dann wird sein Zorn und Eifer rauchen ueber solchen Mann und werden sich auf ihn legen alle Flueche, die in diesem Buch geschrieben sind; und der HERR wird seinen Namen austilgen unter dem Himmel ^21und wird ihn absondern zum Unglueck aus allen Staemmen Israels, laut aller Flueche des Bundes, der in dem Buch dieses Gesetzes geschrieben ist. ^22So werden dann sagen die Nachkommen eurer Kinder, die nach euch aufkommen werden, und die Fremden, die aus fernen Landen kommen, wenn sie die Plagen dieses Landes sehen und die Krankheiten, womit sie der HERR beladen hat ^23(dass er all ihr Land mit Schwefel und Salz verbrannt hat, dass es nicht besaet werden kann noch etwas waechst noch Kraut darin aufgeht, gleich wie Sodom und Gomorra, Adama und Zeboim umgekehrt sind, die der HERR in seinem Zorn und Grimm umgekehrt hat), ^24so werden alle Voelker sagen: Warum hat der HERR diesem Lande also getan? Was ist das fuer ein so grosser und grimmiger Zorn? ^25So wird man sagen: Darum dass sie den Bund des HERRN, des Gottes ihrer Vaeter, verlassen haben, den er mit ihnen machte, da er sie aus Aegyptenland fuehrte, ^26und sind hingegangen und haben andern Goettern gedient und sie angebetet (solche Goetter, die sie nicht kennen und die er ihnen nicht verordnet hat), ^27darum ist des HERRN Zorn ergrimmt ueber dies Land, dass er ueber sie hat kommen lassen alle Flueche, die in diesem Buch geschrieben stehen; ^28und der HERR hat sie aus ihrem Lande gestossen mit grossem Zorn, Grimm und Ungnade und hat sie in ein ander Land geworfen, wie es steht heutigestages. ^29Das Geheimnis ist des HERRN, unsers Gottes; was aber offenbart ist, das ist unser und unserer Kinder ewiglich, dass wir tun sollen alle Worte dieses Gesetzes. __________________________________________________________________ Kapitel 30 ^1Wenn nun ueber dich kommt dies alles, es sei der Segen oder der Fluch, die ich dir vorgelegt habe, und du in dein Herz gehst, wo du unter den Heiden bist, dahin dich der HERR, dein Gott, verstossen hat, ^2und bekehrst dich zu dem HERRN, deinem Gott, dass du seiner Stimme gehorchest, du und deine Kinder, von ganzem Herzen und von ganzer Seele, in allem, was ich dir heute gebiete, ^3so wird der HERR, dein Gott, dein Gefaengnis wenden und sich deiner erbarmen und wird dich wieder versammeln aus allen Voelkern, dahin dich der HERR, dein Gott, verstreut hat. ^4Wenn du bis an der Himmel Ende verstossen waerest, so wird dich doch der HERR, dein Gott, von dort sammeln und dich von dort holen ^5und wird dich in das Land bringen, das deine Vaeter besessen haben, und wirst es einnehmen, und er wird dir Gutes tun und dich mehren ueber deine Vaeter. ^6Und der HERR, dein Gott, wird dein Herz beschneiden und das Herz deiner Nachkommen, dass du den HERRN, deinen Gott, liebst von ganzem Herzen und von ganzer Seele, auf dass du leben moegest. ^7Aber diese Flueche wird der HERR, dein Gott, alle auf deine Feinde legen und auf die, so dich hassen und verfolgen; ^8du aber wirst dich bekehren und der Stimme des HERRN gehorchen, dass du tust alle seine Gebote, die ich dir heute gebiete. ^9Und der HERR, dein Gott, wird dir Glueck geben in allen Werken deiner Haende, an der Frucht deines Leibes, an der Frucht deines Viehs, an der Frucht deines Landes, dass dir's zugut komme. Denn der HERR wird sich wenden, dass er sich ueber dich freue, dir zugut, wie er sich ueber deine Vaeter gefreut hat, ^10darum dass du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchest, zu halten seine Gebote und Rechte, die geschrieben stehen im Buch dieses Gesetzes, so du dich wirst bekehren zu dem HERRN, deinem Gott, von ganzem Herzen und von ganzer Seele. ^11Denn das Gebot, das ich dir heute gebiete, ist dir nicht verborgen noch zu ferne ^12noch im Himmel, dass du moechtest sagen: Wer will uns in den Himmel fahren und es uns holen, dass wir's hoeren und tun? ^13Es ist auch nicht jenseit des Meers, dass du moechtest sagen: Wer will uns ueber das Meer fahren und es uns holen, dass wir's hoeren und tun? ^14Denn es ist das Wort gar nahe bei dir, in deinem Munde und in deinem Herzen, dass du es tust. ^15Siehe ich habe dir heute vorgelegt das Leben und das Gute, den Tod und das Boese, ^16der ich dir heute gebiete, dass du den HERRN, deinen Gott, liebst und wandelst in seinen Wegen und seine Gebote, Gesetze und Rechte haltest und leben moegest und gemehrt werdest und dich der HERR, dein Gott, segne in dem Lande, in das du einziehst, es einzunehmen. ^17Wendest du aber dein Herz und gehorchst nicht, sondern laesst dich verfuehren, dass du andere Goetter anbetest und ihnen dienest, ^18so verkuendige ich euch heute, dass ihr umkommen und nicht lange in dem Lande bleiben werdet, dahin du einziehst ueber den Jordan, es einzunehmen. ^19Ich nehme Himmel und Erde heute ueber euch zu Zeugen: ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt, dass du das Leben erwaehlest und du und dein Same leben moegt, ^20dass ihr den HERRN, euren Gott, liebet und seiner Stimme gehorchet und ihm anhanget. Denn das ist dein Leben und dein langes Alter, dass du in dem Lande wohnst, das der HERR deinen Vaetern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat ihnen zu geben. __________________________________________________________________ Kapitel 31 ^1Und Mose ging hin und redete diese Worte mit dem ganzen Israel ^2und sprach zu ihnen: Ich bin heute hundertundzwanzig Jahre alt; ich kann nicht mehr aus noch ein gehen; dazu hat der HERR zu mir gesagt: Du sollst nicht ueber diesen Jordan gehen. ^3Der HERR, dein Gott, wird selber vor dir her gehen; er wird selber diese Voelker vor dir her vertilgen, dass du ihr Land einnehmest. Josua, der soll vor dir hinuebergehen, wie der HERR geredet hat. ^4Und der HERR wird ihnen tun, wie er getan hat Sihon und Og, den Koenigen der Amoriter, und ihrem Lande, welche er vertilgt hat. ^5Wenn sie nun der HERR vor euch dahingeben wird, so sollt ihr ihnen tun nach allem Gebot, das ich euch geboten habe. ^6Seid getrost und unverzagt, fuerchtet euch nicht und lasst euch nicht vor ihnen grauen; denn der HERR, dein Gott, wird selber mit dir wandeln und wird die Hand nicht abtun noch dich verlassen. ^7Und Mose rief zu Josua und sprach zu ihm vor den Augen des ganzen Israel: Sei getrost und unverzagt; denn du wirst dies Volk in das Land bringen, das der HERR ihren Vaetern geschworen hat ihnen zu geben, und du wirst es unter sie austeilen. ^8Der HERR aber, der selber vor euch her geht, der wird mit dir sein und wird die Hand nicht abtun noch dich verlassen. Fuerchte dich nicht und erschrick nicht. ^9Und Mose schrieb dies Gesetz und gab's den Priestern, den Kindern Levi, die die Lade des Bundes trugen, und allen Aeltesten Israels ^10und gebot ihnen und sprach: Je nach sieben Jahren, zur Zeit des Erlassjahrs, am Fest der Laubhuetten, ^11wenn das ganze Israel kommt, zu erscheinen vor dem HERRN, deinem Gott, an dem Ort, den er erwaehlen wird, sollst du dieses Gesetz vor dem ganzen Israel ausrufen lassen vor ihren Ohren, ^12naemlich vor der Versammlung des Volks (der Maenner, Weiber und Kinder und deines Fremdlings, der in deinem Tor ist), auf dass sie es hoeren und lernen den HERRN, euren Gott, fuerchten und es zu halten, dass sie tun alle Worte dieses Gesetzes, ^13und dass ihre Kinder, die es nicht wissen, es auch hoeren und lernen den HERRN, euren Gott, fuerchten alle Tage, die ihr in dem Lande lebt, darein ihr gehet ueber den Jordan, es einzunehmen. ^14Und der HERR sprach zu Mose: Siehe, deine Zeit ist herbeigekommen, dass du stirbst. Rufe Josua und tretet in die Huette des Stifts, dass ich ihm Befehl tue. Mose ging hin mit Josua, und sie traten in die Huette des Stifts. ^15Der HERR aber erschien in der Huette in einer Wolkensaeule, und die Wolkensaeule stand in der Huette Tuer. ^16Und der HERR sprach zu Mose: Siehe, du wirst schlafen mit deinen Vaetern; und dies Volk wird aufkommen und wird abfallen zu fremden Goettern des Landes, darein sie kommen, und wird mich verlassen und den Bund fahren lassen, den ich mit ihm gemacht habe. ^17So wird mein Zorn ergrimmen ueber sie zur selben Zeit, und ich werde sie verlassen und mein Antlitz vor ihnen verbergen, dass sie verzehrt werden. Und wenn sie dann viel Unglueck und Angst treffen wird, werden sie sagen: Hat mich nicht dies Uebel alles betreten, weil mein Gott nicht mit mir ist? ^18Ich aber werde mein Antlitz verbergen zu der Zeit um alles Boesen willen, das sie getan haben, dass sie sich zu andern Goettern gewandt haben. ^19So schreibt euch nun dies Lied und lehret es die Kinder Israel und legt es in ihren Mund, dass mir das Lied ein Zeuge sei unter den Kindern Israel. ^20Denn ich will sie in das Land bringen, das ich ihren Vaetern geschworen habe, darin Milch und Honig fliesst. Und wenn sie essen und satt und fett werden, so werden sie sich wenden zu andern Goettern und ihnen dienen und mich laestern und meinen Bund fahren lassen. ^21Und wenn sie dann viel Unglueck und Angst betreten wird, so soll dieses Lied ihnen antworten zum Zeugnis; denn es soll nicht vergessen werden aus dem Mund ihrer Nachkommen. Denn ich weiss ihre Gedanken, mit denen sie schon jetzt umgehen, ehe ich sie in das Land bringe, das ich geschworen habe. ^22Also schrieb Mose dieses Lied zur selben Zeit und lehrte es die Kinder Israel. ^23Und befahl Josua, dem Sohn Nuns, und sprach: Sei getrost und unverzagt; denn du sollst die Kinder Israel in das Land fuehren, das ich ihnen geschworen habe, und ich will mit dir sein. ^24Da nun Mose die Worte dieses Gesetzes ganz ausgeschrieben hatte in ein Buch, ^25gebot er den Leviten, die die Lade des Zeugnisses des HERRN trugen, und sprach: ^26Nehmt das Buch dieses Gesetzes und legt es an die Seite der Lade des Bundes des HERRN, eures Gottes, dass es daselbst ein Zeuge sei wider dich. ^27Denn ich kenne deinen Ungehorsam und deine Halsstarrigkeit. Siehe, wo ich noch heute mit euch lebe, seid ihr ungehorsam gewesen wider den HERRN; wie viel mehr nach meinem Tode! ^28So versammelt nun vor mich alle Aeltesten eurer Staemme und eure Amtleute, dass ich diese Worte vor ihren Ohren rede und Himmel und Erde wider sie zu Zeugen nehme. ^29Denn ich weiss, dass ihr's nach meinem Tode verderben werdet und aus dem Wege treten, den ich euch geboten habe. So wird euch dann Unglueck begegnen hernach, darum dass ihr uebel getan habt vor den Augen des HERRN, dass ihr ihn erzuerntet durch eurer Haende Werk. ^30Also redete Mose die Worte dieses Liedes ganz aus vor den Ohren der ganzen Gemeinde Israel: __________________________________________________________________ Kapitel 32 ^1Merkt auf, ihr Himmel, ich will reden, und die Erde hoere die Rede meines Mundes. ^2Meine Lehre triefe wie der Regen, und meine Rede fliesse wie Tau, wie der Regen auf das Gras und wie die Tropfen auf das Kraut. ^3Denn ich will den Namen des HERRN preisen. Gebt unserm Gott allein die Ehre! ^4Er ist ein Fels. Seine Werke sind unstraeflich; denn alles, was er tut, das ist recht. Treu ist Gott und kein Boeses an ihm; gerecht und fromm ist er. ^5Die verkehrte und boese Art faellt von ihm ab; sie sind Schandflecken und nicht seine Kinder. ^6Dankest du also dem HERRN, deinem Gott, du toll und toericht Volk? Ist er nicht dein Vater und dein HERR? Ist's nicht er allein, der dich gemacht und bereitet hat? ^7Gedenke der vorigen Zeit bis daher und betrachte, was er getan hat an den alten Vaetern. Frage deinen Vater, der wird dir's verkuendigen, deine Aeltesten, die werden dir's sagen. ^8Da der Allerhoechste die Voelker zerteilte und zerstreute der Menschen Kinder, da setzte er die Grenzen der Voelker nach der Zahl der Kinder Israel. ^9Denn des HERRN teil ist sein Volk, Jakob ist sein Erbe. ^10Er fand ihn in der Wueste, in der duerren Einoede, da es heult. Er umfing ihn und hatte acht auf ihn; er behuetete ihn wie seinen Augapfel. ^11Wie ein Adler ausfuehrt seine Jungen und ueber ihnen schwebt, breitete er seine Fittiche aus und nahm ihn und trug ihn auf seinen Fluegeln. ^12Der HERR allein leitete ihn, und kein fremder Gott war mit ihm. ^13Er liess ihn hoch herfahren auf Erden und naehrte ihn mit den Fruechten des Feldes und liess ihn Honig saugen aus den Felsen und Oel aus den harten Steinen, ^14Butter von den Kuehen und Milch von den Schafen samt dem Fetten von den Laemmern und feiste Widder und Boecke mit fetten Nieren und Weizen und traenkte ihn mit gutem Traubenblut. ^15Da aber Jesurun fett ward, ward er uebermuetig. Er ist fett und dick und stark geworden und hat den Gott fahren lassen, der ihn gemacht hat. Er hat den Fels seines Heils gering geachtet ^16und hat ihn zum Eifer gereizt durch fremde Goetter; durch Greuel hat er ihn erzuernt. ^17Sie haben den Teufeln geopfert und nicht ihrem Gott, den Goettern, die sie nicht kannten, den neuen, die zuvor nicht gewesen sind, die ihre Vaeter nicht geehrt haben. ^18Deinen Fels, der dich gezeugt hat, hast du aus der Acht gelassen und hast vergessen Gottes, der dich gemacht hat. ^19Und da es der HERR sah, ward er zornig ueber seine Soehne und Toechter, ^20und er sprach: Ich will mein Antlitz vor ihnen verbergen, will sehen, was ihnen zuletzt widerfahren wird; denn es ist eine verkehrte Art, es sind untreue Kinder. ^21Sie haben mich gereizt an dem, das nicht Gott ist; mit ihrer Abgoetterei haben sie mich erzuernt. Und ich will sie wieder reizen an dem, das nicht ein Volk ist; an einem toerichten Volk will ich sie erzuernen. ^22Denn ein Feuer ist angegangen durch meinen Zorn und wird brennen bis in die unterste Hoelle und wird verzehren das Land mit seinem Gewaechs und wird anzuenden die Grundfesten der Berge. ^23Ich will alles Unglueck ueber sie haeufen, ich will meine Pfeile in sie schiessen. ^24Vor Hunger sollen sie verschmachten und verzehrt werden vom Fieber und von jaehem Tod. Ich will der Tiere Zaehne unter sie schicken und der Schlangen Gift. ^25Auswendig wird sie das Schwert berauben und inwendig der Schrecken, beide, Juenglinge und Jungfrauen, die Saeuglinge mit dem grauen Mann. ^26Ich wollte sagen: "Wo sind sie? ich werde ihr Gedaechtnis aufheben unter den Menschen", ^27wenn ich nicht den Zorn der Feinde scheute, dass nicht ihre Feinde stolz wuerden und moechten sagen: Unsre Macht ist hoch, und der HERR hat nicht solches alles getan. ^28Denn es ist ein Volk, darin kein Rat ist, und ist kein Verstand in ihnen. ^29O, dass sie weise waeren und vernaehmen solches, dass sie verstuenden, was ihnen hernach begegnen wird! ^30Wie gehet es zu, dass einer wird ihrer tausend jagen, und zwei werden zehntausend fluechtig machen? Ist es nicht also, dass sie ihr Fels verkauft hat und der HERR sie uebergeben hat? ^31Denn unser Fels ist nicht wie ihr Fels, des sind unsre Feinde selbst Richter. ^32Denn ihr Weinstock ist vom Weinstock zu Sodom und von dem Acker Gomorras; ihre Trauben sind Galle, sie haben bittere Beeren; ^33ihr Wein ist Drachengift und wuetiger Ottern Galle. ^34Ist solches nicht bei mir verborgen und versiegelt in meinen Schaetzen? ^35Die Rache ist mein; ich will vergelten. Zu seiner Zeit soll ihr Fuss gleiten; denn die Zeit ihres Ungluecks ist nahe, und was ueber sie kommen soll, eilt herzu. ^36Denn der HERR wird sein Volk richten, und ueber seine Knechte wird er sich erbarmen. Denn er wird ansehen, dass ihre Macht dahin ist und beides, das Verschlossene und Verlassene, weg ist. ^37Und man wird sagen: Wo sind ihre Goetter, ihr Fels, auf den sie trauten? ^38Welche das Fett ihrer Opfer assen und tranken den Wein ihrer Trankopfer, lasst sie aufstehen und euch helfen und schuetzen! ^39Seht ihr nun, dass ich's allein bin und ist kein Gott neben Mir! Ich kann toeten und lebendig machen, ich kann schlagen und heilen, und ist niemand, der aus meiner Hand errette. ^40Denn ich will meine Hand in den Himmel heben und will sagen: Ich lebe ewiglich. ^41Wenn ich den Blitz meines Schwerts wetzen werde und meine Hand zur Strafe greifen wird, so will ich mich wieder raechen an meinen Feinden und denen, die mich hassen, vergelten. ^42Ich will meine Pfeile mit Blut trunken machen, und mein Schwert soll Fleisch fressen, mit dem Blut der Erschlagenen und Gefangenen, von dem entbloessten Haupt des Feindes. ^43Jauchzet alle, die ihr sein Volk seid; denn er wird das Blut seiner Knechte raechen und wird sich an seinen Feinden raechen und gnaedig sein dem Lande seines Volkes. ^44Und Mose kam und redete alle Worte dieses Liedes vor den Ohren des Volks, er und Josua, der Sohn Nuns. ^45Da nun Mose solches alles ausgeredet hatte zum ganzen Israel, ^46sprach er zu ihnen: Nehmet zu Herzen alle Worte, die ich euch heute bezeuge, dass ihr euren Kindern befehlt, dass sie halten und tun alle Worte dieses Gesetzes. ^47Denn es ist nicht ein vergebliches Wort an euch, sondern es ist euer Leben; und solches Wort wird euer Leben verlaengern in dem Lande, da ihr hin gehet ueber den Jordan, dass ihr es einnehmet. ^48Und der HERR redete mit Mose desselben Tages und sprach: ^49Gehe auf das Gebirge Abarim, auf den Berg Nebo, der da liegt im Moabiterland, gegenueber Jericho, und schaue das Land Kanaan, das ich den Kindern Israel zum Eigentum geben werde, ^50und stirb auf dem Berge, wenn du hinaufgekommen bist, und versammle dich zu deinem Volk, gleich wie dein Bruder Aaron starb auf dem Berge Hor und sich zu seinem Volk versammelte, ^51darum dass ihr euch an mir versuendigt habt unter den Kindern Israel bei dem Haderwasser zu Kades in der Wueste Zin, dass ihr mich nicht heiligtet unter den Kindern Israel; ^52denn du sollst das Land vor dir sehen, dass ich den Kindern Israel gebe, aber du sollst nicht hineinkommen. __________________________________________________________________ Kapitel 33 ^1Dies ist der Segen, damit Mose, der Mann Gottes, die Kinder Israel vor seinem Tode segnete. ^2Und er sprach: Der Herr ist vom Sinai gekommen und ist ihnen aufgegangen von Seir; er ist hervorgebrochen von dem Berge Pharan und ist gekommen mit viel tausend Heiligen; zu seiner rechten Hand ist ein feuriges Gesetz an sie. ^3Wie hat er die Leute so lieb! Alle seine Heiligen sind in deiner Hand; sie werden sich setzen zu deinen Fuessen und werden lernen von deinen Worten. ^4Mose hat uns das Gesetz geboten, das Erbe der Gemeinde Jakobs. ^5Und Er ward Koenig ueber Jesurun, als sich versammelten die Haeupter des Volks samt den Staemmen Israels. ^6Ruben lebe, und sterbe nicht, und er sei ein geringer Haufe. ^7Dies ist der Segen Juda's. Und er sprach: HERR, erhoere die Stimme Juda's und mache ihn zum Regenten in seinem Volk und lass seine Macht gross werden, und ihm muesse wider seine Feinde geholfen werden. ^8Und zu Levi sprach er: Deine Macht und dein Licht bleibe bei deinem heiligen Mann, den du versucht hast zu Massa, da ihr hadertet am Haderwasser. ^9Wer von seinem Vater und von seiner Mutter spricht: Ich sehe ihn nicht, und von seinem Bruder: Ich kenne ihn nicht, und von seinem Sohn: Ich weiss nicht, die halten deine Rede und bewahren deinen Bund; ^10die werden Jakob deine Rechte lehren und Israel dein Gesetz; die werden Raeuchwerk vor deine Nase legen und ganze Opfer auf deinen Altar. ^11HERR, segne sein Vermoegen und lass dir gefallen die Werke seiner Haende; zerschlage den Ruecken derer, die sich wider ihn auflehnen, und derer, die ihn hassen, dass sie nicht aufkommen. ^12Und zu Benjamin sprach er: der Geliebte des HERRN wird sicher wohnen; allezeit wird er ueber ihm halten und wird zwischen seinen Schultern wohnen. ^13Und zu Joseph sprach er: Sein Land liegt im Segen des HERRN: da sind edle Fruechte vom Himmel, vom Tau und von der Tiefe, die unten liegt; ^14da sind edle Fruechte von der Sonne, und edle, reife Fruechte der Monde, ^15und von den hohen Bergen von alters her und von den Huegeln fuer und fuer ^16und edle Fruechte von der Erde und dem, was darinnen ist. Die Gnade des, der in dem Busch wohnte, komme auf das Haupt Josephs und auf den Scheitel des Geweihten unter seinen Bruedern. ^17Seine Herrlichkeit ist wie eines erstgeborenen Stieres, und seine Hoerner sind wie Einhornshoerner; mit denselben wird er die Voelker stossen zuhauf bis an des Landes Enden. Das sind die Zehntausende Ephraims und die Tausende Manasses. ^18Und zu Sebulon sprach er: Sebulon freue dich deines Auszugs; aber Isaschar, freue dich deiner Huetten. ^19Sie werden die Voelker auf den Berg rufen und daselbst opfern Opfer der Gerechtigkeit. Denn sie werden die Menge des Meers saugen und die versenkten Schaetze im Sande. ^20Und zu Gad sprach er: Gelobt sei, der Gad Raum macht! Er liegt wie ein Loewe und raubt den Arm und den Scheitel, ^21und er ersah sich das Erbe, denn daselbst war ihm eines Fuersten Teil aufgehoben, und er kam mit den Obersten des Volks und vollfuehrte die Gerechtigkeit des HERRN und seine Rechte an Israel. ^22Und zu Dan sprach er: Dan ein junger Loewe, der herausspringt von Basan. ^23Und zu Naphthali sprach er: Naphthali wird genug haben, was er begehrt, und wird voll Segens des HERRN sein; gegen Abend und Mittag wird sein Besitz sein. ^24Und zu Asser sprach er: Asser sei gesegnet unter den Soehnen und tauche seinen Fuss in Oel. ^25Eisen und Erz sei dein Riegel; dein Alter sei wie die Jugend. ^26Es ist kein Gott wie der Gott Jesuruns. Der im Himmel sitzt, der sei deine Hilfe, und des Herrlichkeit in Wolken ist. ^27Zuflucht ist bei dem alten Gott und unter den ewigen Armen. Und er wird vor dir her deinen Feind austreiben und sagen: Sei vertilgt! ^28Israel wird sicher allein wohnen; der Brunnen Jakobs wird sein in dem Lande, da Korn und Most ist, dazu sein Himmel wird mit Tau triefen. ^29Wohl dir, Israel! Wer ist dir gleich? O Volk, das du durch den HERRN selig wirst, der deiner Hilfe Schild und das Schwert deines Sieges ist! Deinen Feinden wird's fehlen; aber du wirst auf ihren Hoehen einhertreten. __________________________________________________________________ Kapitel 34 ^1Und Mose ging von dem Gefilde der Moabiter auf den Berg Nebo, auf die Spitze des Gebirges Pisga, gegenueber Jericho. Und der HERR zeigte ihm das ganze Land Gilead bis gen Dan ^2und das ganze Naphthali und das Land Ephraim und Manasse und das ganze Land Juda bis an das Meer gegen Abend ^3und das Mittagsland und die Gegend der Ebene Jerichos, der Palmenstadt, bis gen Zoar. ^4Und der HERR sprach zu ihm: Dies ist das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob geschworen habe und gesagt: Ich will es deinem Samen geben. Du hast es mit deinen Augen gesehen; aber du sollst nicht hinuebergehen. ^5Also starb Mose, der Knecht des HERRN, daselbst im Lande der Moabiter nach dem Wort des HERRN. ^6Und er begrub ihn im Tal im Lande der Moabiter gegenueber Beth-Peor. Und niemand hat sein Grab erfahren bis auf diesen heutigen Tag. ^7Und Mose war hundertundzwanzig Jahre alt, da er starb. Seine Augen waren nicht dunkel geworden, und seine Kraft war nicht verfallen. ^8Und die Kinder Israel beweinten Mose im Gefilde der Moabiter dreissig Tage; und es wurden vollendet die Tage des Weinens und Klagens ueber Mose. ^9Josua aber, der Sohn Nuns, ward erfuellt mit dem Geist der Weisheit; denn Mose hatte seine Haende auf ihn gelegt. Und die Kinder Israel gehorchten ihm und taten, wie der HERR dem Mose geboten hatte. ^10Und es stand hinfort kein Prophet in Israel auf wie Mose, den der HERR erkannt haette von Angesicht zu Angesicht, ^11zu allerlei Zeichen und Wundern, dazu ihn der HERR sandte, dass er sie taete in Aegyptenland an Pharao und an allen seinen Knechten und an allem seinem Lande ^12und zu aller dieser maechtigen Hand und den schrecklichen Taten, die Mose tat vor den Augen des ganzen Israels. __________________________________________________________________ Joshua __________________________________________________________________ Kapitel 1 ^1Nach dem Tode Mose's, des Knechts des HERRN, sprach der HERR zu Josua, dem Sohn Nuns, Mose's Diener: ^2Mein Knecht Mose ist gestorben; so mache dich nun auf und zieh ueber den Jordan, du und dies ganze Volk, in das Land, das ich ihnen, den Kindern Israel, gegeben habe. ^3Alle Staetten, darauf eure Fusssohlen treten werden, habe ich euch gegeben, wie ich Mose geredet habe. ^4Von der Wueste an und diesem Libanon bis an das grosse Wasser Euphrat, das ganze Land der Hethiter, bis an das grosse Meer gegen Abend sollen eure Grenzen sein. ^5Es soll dir niemand widerstehen dein Leben lang. Wie ich mit Mose gewesen bin, also will ich auch mit dir sein. Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen. ^6Sei getrost und unverzagt; denn du sollst diesem Volk das Land austeilen, das ich ihren Vaetern geschworen habe, dass ich's ihnen geben wollte. ^7Sei nur getrost und sehr freudig, dass du haltest und tust allerdinge nach dem Gesetz, das dir Mose, mein Knecht, geboten hat. Weiche nicht davon, weder zur Rechten noch zur Linken, auf dass du weise handeln moegest in allem, was du tun sollst. ^8Und lass dieses Buch des Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern betrachte es Tag und Nacht, auf dass du haltest und tust allerdinge nach dem, was darin geschrieben steht. Alsdann wird es dir gelingen in allem, was du tust, und wirst weise handeln koennen. ^9Siehe, ich habe dir geboten, dass du getrost und freudig seist. Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst. ^10Da gebot Josua den Hauptleuten des Volks und sprach: ^11Geht durch das Lager und gebietet dem Volk und sprecht: Schafft euch Vorrat; denn ueber drei Tage werdet ihr ueber diesen Jordan gehen, dass ihr hineinkommt und das Land einnehmt, dass euch der HERR, euer Gott, geben wird. ^12Und zu den Rubenitern, Gaditern und dem halben Stamm Manasse sprach Josua: ^13Gedenket an das Wort, das euch Mose, der Knecht des HERRN, sagte und sprach: Der HERR, euer Gott, hat euch zur Ruhe gebracht und dies Land gegeben. ^14Eure Weiber und Kinder und Vieh lasst in dem Lande bleiben, das euch Mose gegeben hat, diesseit des Jordans; ihr aber sollt vor euren Bruedern her ziehen geruestet, was streitbare Maenner sind, und ihnen helfen, ^15bis dass der HERR eure Brueder auch zur Ruhe bringt wie euch, dass sie auch einnehmen das Land, das ihnen der HERR, euer Gott, geben wird. Alsdann sollt ihr wieder umkehren in euer Land, das euch Mose, der Knecht des HERRN, gegeben hat zu besitzen diesseit des Jordans, gegen der Sonne Aufgang. ^16Und sie antworteten Josua und sprachen: Alles, was du uns geboten hast, das wollen wir tun; und wo du uns hinsendest, da wollen wir hin gehen. ^17Wie wir Mose gehorsam sind gewesen, so wollen wir dir auch gehorsam sein; allein, dass der HERR, dein Gott, nur mit dir sei, wie er mit Mose war. ^18Wer deinem Mund ungehorsam ist und nicht gehorcht deinen Worten in allem, was du uns gebietest, der soll sterben. Sei nur getrost und unverzagt! __________________________________________________________________ Kapitel 2 ^1Josua aber, der Sohn Nuns, hatte zwei Kundschafter heimlich ausgesandt von Sittim und ihnen gesagt: Geht hin, beseht das Land und Jericho. Die gingen hin und kamen in das Haus einer Hure, die hiess Rahab, und kehrten zu ihr ein. ^2Da ward dem Koenig von Jericho gesagt: Siehe, es sind in dieser Nacht Maenner hereingekommen von den Kindern Israel, das Land zu erkunden. ^3Da sandte der Koenig zu Jericho zu Rahab und liess ihr sagen: Gib die Maenner heraus, die zu dir in dein Haus gekommen sind; denn sie sind gekommen, das ganze Land zu erkunden. ^4Aber das Weib verbarg die zwei Maenner und sprach also: Es sind ja Maenner zu mir hereingekommen; aber ich wusste nicht, woher sie waren. ^5Und da man die Tore wollte zuschliessen, da es finster war, gingen sie hinaus, dass ich nicht weiss, wo sie hingegangen sind. Jagt ihnen eilend nach, denn ihr werdet sie ergreifen. ^6Sie aber liess sie auf das Dach steigen und verdeckte sie unter die Flachsstengel, die sie auf dem Dache ausgebreitet hatte. ^7Aber die Maenner jagten ihnen nach auf dem Wege zum Jordan bis an die Furt; und man schloss das Tor zu, da die hinaus waren, die ihnen nachjagten. ^8Und ehe denn die Maenner sich schlafen legten, stieg sie zu ihnen hinauf auf das Dach ^9und sprach zu ihnen: Ich weiss, dass der HERR euch das Land gegeben hat; denn ein Schrecken ist ueber uns gefallen vor euch, und alle Einwohner des Landes sind feig geworden. ^10Denn wir haben gehoert, wie der HERR hat das Wasser im Schilfmeer ausgetrocknet vor euch her, da ihr aus Aegypten zoget, und was ihr den zwei Koenigen der Amoriter, Sihon und Og, jenseit des Jordans getan habt, wie ihr sie verbannt habt. ^11Und seit wir solches gehoert haben, ist unser Herz verzagt und ist kein Mut mehr in jemand vor euch; denn der HERR, euer Gott, ist Gott oben im Himmel und unten auf Erden. ^12So schwoert mir nun bei dem HERRN, dass, weil ich an euch Barmherzigkeit getan habe, ihr auch an meines Vaters Hause Barmherzigkeit tut; und gebt mir ein gewisses Zeichen, ^13dass ihr leben lasset meinen Vater, meine Mutter, meine Brueder und meine Schwestern und alles, was sie haben, und errettet unsere Seelen vom Tode. ^14Die Maenner sprachen zu ihr: Tun wir nicht Barmherzigkeit und Treue an dir, wenn uns der HERR das Land gibt, so soll unsere Seele fuer euch des Todes sein, sofern du unser Geschaeft nicht verraetst. ^15Da liess sie dieselben am Seil durchs Fenster hernieder; denn ihr Haus war an der Stadtmauer, und sie wohnte auch auf der Mauer. ^16Und sie sprach zu ihnen: Geht auf das Gebirge, dass euch nicht begegnen, die euch nachjagen, und verbergt euch daselbst drei Tage, bis dass sie wiederkommen, die euch nachjagen; darnach geht eure Strasse. ^17Die Maenner aber sprachen zu ihr: Wir wollen aber des Eides los sein, den du von uns genommen hast, ^18wenn wir kommen ins Land und du nicht dies rote Seil in das Fenster knuepfst, womit du uns herniedergelassen hast, und zu dir ins Haus versammelst deinen Vater, deine Mutter, deine Brueder und deines Vaters ganzes Haus. ^19Und wer zu Tuer deines Hauses herausgeht, des Blut sei auf seinem Haupt, und wir unschuldig; aber aller, die in deinem Hause sind, so eine Hand an sie gelegt wird, so soll ihr Blut auf unserm Haupt sein. ^20Und so du etwas von diesem unserm Geschaeft wirst aussagen, so wollen wir des Eides los sein, den du von uns genommen hast. ^21Sie sprach: Es sei, wie ihr sagt, und liess sie gehen. Und sie gingen hin. Und sie knuepfte das rote Seil ins Fenster. ^22Sie aber gingen hin und kamen aufs Gebirge und blieben drei Tage daselbst, bis dass die wiederkamen, die ihnen nachjagten. Denn sie hatten sie gesucht auf allen Strassen, und doch nicht gefunden. ^23Also kehrten die zwei Maenner wieder und gingen vom Gebirge und fuhren ueber und kamen zu Josua, dem Sohn Nuns, und erzaehlten ihm alles, wie sie es gefunden hatten, ^24und sprachen zu Josua: Der HERR hat uns alles Land in unsre Haende gegeben; so sind auch alle Einwohner des Landes feig vor uns. __________________________________________________________________ Kapitel 3 ^1Und Josua machte sich frueh auf, und sie zogen aus Sittim und kamen an den Jordan, er und alle Kinder Israel, und blieben daselbst ueber Nacht, ehe sie hinueberzogen. ^2Nach drei Tagen aber gingen die Hauptleute durchs Lager ^3und geboten dem Volk und sprachen: Wenn ihr sehen werdet die Lade des Bundes des HERRN, eures Gottes, und die Priester aus den Leviten sie tragen, so ziehet aus von eurem Ort und folgt ihr nach. ^4Doch dass zwischen euch und ihr Raum sei bei zweitausend Ellen. Ihr sollt nicht zu ihr nahen, auf dass ihr wisset, auf welchem Weg ihr gehen sollt; denn ihr seid den Weg bisher nicht gegangen. ^5Und Josua sprach zu dem Volk: Heiligt euch; denn morgen wir der HERR ein Wunder unter euch tun. ^6Und zu den Priestern sprach er: Tragt die Lade des Bundes und geht vor dem Volk her. Da trugen sie die Lade des Bundes und gingen vor dem Volk her. ^7Und der HERR sprach zu Josua: Heute will ich anfangen, dich gross zu machen vor dem ganzen Israel, dass sie wissen, wie ich mit Mose gewesen bin, also sei ich auch mit dir. ^8Und du gebiete den Priestern, die die Lade des Bunde tragen, und sprich: Wenn ihr kommt vorn ins Wasser des Jordans, so steht still. ^9Und Josua sprach zu den Kindern Israel: Herzu! und Hoert die Worte des HERRN, eures Gottes! ^10Und sprach: Dabei sollt ihr merken, dass ein lebendiger Gott unter euch ist, und dass er vor euch austreiben wird die Kanaaniter, Hethiter, Heviter, Pheresiter, Girgasiter, Amoriter und Jebusiter. ^11Siehe, die Lade des Bundes des Herrschers ueber alle Welt wird vor euch her gehen in den Jordan. ^12So nehmt nun zwoelf aus den Staemmen Israels, aus jeglichem Stamm einen. ^13Wenn dann die Fusssohlen der Priester, die des HERRN Lade, des Herrschers ueber alle Welt, tragen, in des Jordans Wasser sich lassen, so wird das Wasser, das von oben herabfliesst im Jordan, abreissen, dass es auf einem Haufen stehen bleibe. ^14Da nun das Volk auszog aus seinen Huetten, dass sie ueber den Jordan gingen, und die Priester die Lade des Bundes vor dem Volk her trugen ^15und an den Jordan kamen und ihre Fuesse vorn ins Wasser tauchten (der Jordan aber war voll an allen seinen Ufern die ganze Zeit der Ernte), ^16da stand das Wasser, das von oben herniederkam, aufgerichtet auf einem Haufen, sehr ferne, bei der Stadt Adam, die zur Seite Zarthans liegt; aber das Wasser das zum Meer hinunterlief, zum Salzmeer, das nahm ab und verfloss. Also ging das Volk hinueber, Jericho gegenueber. ^17Und die Priester, die die Lade des Bundes des HERRN trugen, standen still im Trockenen mitten im Jordan. Und ganz Israel ging trocken durch, bis das ganze Volk alles ueber den Jordan kam. __________________________________________________________________ Kapitel 4 ^1Da nun das Volk ganz ueber den Jordan gegangen war, sprach der HERR zu Josua: ^2Nehmt euch zwoelf Maenner, aus jeglichem Stamm einen, ^3und gebietet ihnen und sprecht: Hebt auf aus dem Jordan zwoelf Steine von dem Ort, da die Fuesse der Priester stillgestanden sind, und bringt sie mit euch hinueber, dass ihr sie in der Herberge lasst, da ihr diese Nacht herbergen werdet. ^4Da rief Josua die zwoelf Maenner, die er verordnet hatte aus den Kindern Israel, aus jeglichem Stamm einen, ^5und sprach zu ihnen: Geht hinueber vor die Lade des HERRN, eures Gottes, mitten in den Jordan und hebe ein jeglicher einen Stein auf seine Achsel, nach der Zahl der Staemme der Kinder Israel, ^6dass sie ein Zeichen seien unter euch. Wenn eure Kinder hernach ihre Vaeter fragen werden und sprechen: Was tun diese Steine da? ^7so sollt ihr ihnen sagen: Weil das Wasser des Jordans abgerissen ist vor der Lade des Bundes des HERRN, da sie durch den Jordan ging, sollen diese Steine den Kindern Israels ein ewiges Gedaechtnis sein. ^8Da taten die Kinder Israel, wie ihnen Josua geboten hatte, und trugen zwoelf Steine mitten aus dem Jordan, wie der HERR zu Josua gesagt hatte, nach der Zahl der Staemme der Kinder Israel, und brachten sie mit sich hinueber in die Herberge und liessen sie daselbst. ^9Und Josua richtete zwoelf Steine auf mitten im Jordan, da die Fuesse der Priester gestanden waren, die die Lade des Bundes trugen; die sind noch daselbst bis auf diesen Tag. ^10Denn die Priester, die die Lade trugen, standen mitten im Jordan, bis dass alles ausgerichtet ward, was der HERR dem Josua geboten hatte. Und das Volk eilte und ging hinueber. ^11Da nun das Volk ganz hinuebergegangen war, da ging die Lade des HERRN auch hinueber und die Priester vor dem Volk her. ^12Und die Rubeniter und Gaditer und der halbe Stamm Manasse gingen geruestet vor den Kindern Israel her, wie Mose zu ihnen geredet hatte. ^13Bei vierzigtausend Geruestete zum Heer gingen vor dem HERRN zum Streit auf das Gefilde Jerichos. ^14An dem Tage machte der HERR den Josua gross vor dem ganzen Israel; und sie fuerchteten ihn, wie sie Mose fuerchteten, sein Leben lang. ^15Und der HERR sprach zu Josua: ^16Gebiete den Priestern, die die Lade des Zeugnisses tragen, dass sie aus dem Jordan heraufsteigen. ^17Also gebot Josua den Priestern und sprach: Steigt herauf aus dem Jordan! ^18Und da die Priester, die die Lade des HERRN trugen, aus dem Jordan heraufstiegen und mit ihren Fusssohlen aufs Trockene traten, kam das Wasser des Jordans wieder an seine Staette und floss wie zuvor an allen seinen Ufern. ^19Es war aber der zehnte Tag des ersten Monats, da das Volk aus dem Jordan heraufstieg; und lagerten sich in Gilgal, gegen Morgen vor der Stadt Jericho. ^20Und die zwoelf Steine, die sie aus dem Jordan genommen hatten, richtete Josua auf zu Gilgal ^21und sprach zu den Kinder Israel: Wenn eure Kinder hernach ihre Vaeter fragen werden und sagen: Was sollen diese Steine? ^22So sollt ihr's ihnen kundtun und sagen: Israel ging trocken durch den Jordan, ^23da der HERR, euer Gott, das Wasser des Jordans austrocknete vor euch, bis ihr hinueberginget, gleichwie der HERR, euer Gott, tat in dem Schilfmeer, das er vor uns austrocknete, bis wir hindurchgingen, ^24auf dass alle Voelker auf Erden die Hand des HERRN erkennen, wie maechtig sie ist, dass ihr den HERRN, euren Gott, fuerchtet allezeit. __________________________________________________________________ Kapitel 5 ^1Da nun alle Koenige der Amoriter, die jenseit des Jordans gegen Abend wohnten, und alle Koenige der Kanaaniter am Meer hoerten, wie der HERR das Wasser des Jordans hatte ausgetrocknet vor den Kindern Israel, bis sie hinuebergingen, verzagte ihr Herz, und war kein Mut mehr in ihnen vor den Kindern Israel. ^2Zu der Zeit sprach der HERR zu Josua: Mach dir steinerne Messer und beschneide die Kinder Israel zum andernmal. ^3Da machte sich Josua steinerne Messer und beschnitt die Kinder Israel auf dem Huegel Araloth. ^4Und das ist die Sache, darum Josua sie beschnitt: Alles Volk, das aus Aegypten gezogen war, die Maenner, alle Kriegsleute, waren gestorben in der Wueste auf dem Wege, da sie aus Aegypten zogen. ^5Denn alles Volk, das auszog war beschnitten; aber alles Volk, das in der Wueste geboren war, auf dem Wege, da sie aus Aegypten zogen, das war nicht beschnitten. ^6Denn die Kinder Israel wandelten vierzig Jahre in der Wueste, bis dass das ganze Volk der Kriegsmaenner, die aus Aegypten gezogen waren, umkamen, darum dass sie der Stimme des HERRN nicht gehorcht hatten; wie denn der HERR ihnen geschworen hatte uns zu geben, ein Land, darin Milch und Honig fliesst. ^7Deren Kinder, die an ihrer Statt waren aufgekommen, beschnitt Josua; denn sie hatten Vorhaut und waren auf dem Wege nicht beschnitten. ^8Und da das ganze Volk beschnitten war, blieben sie an ihrem Ort im Lager, bis sie heil wurden. ^9Und der HERR sprach zu Josua: Heute habe ich die Schande Aegyptens von euch gewendet. Und diese Staette ward Gilgal genannt bis auf diesen Tag. ^10Und als die Kinder Israel also in Gilgal das Lager hatten, hielten sie Passah am vierzehnten Tage des Monats am Abend auf dem Gefilde Jerichos ^11und assen vom Getreide des Landes am Tag nach dem Passah, naemlich ungesaeuertes Brot und geroestete Koerner, ebendesselben Tages. ^12Und das Man hoerte auf des andern Tages, da sie des Landes Getreide assen, dass die Kinder Israel kein Man mehr hatten, sondern assen vom Getreide des Landes Kanaan in demselben Jahr. ^13Und es begab sich, da Josua bei Jericho war, dass er seine Augen aufhob und ward gewahr, dass ein Mann ihm gegenueberstand und hatte sein blosses Schwert in seiner Hand. Und Josua ging zu ihm und sprach zu ihm: Gehoerst du uns an oder unsern Feinden? ^14Er sprach: Nein, sondern ich bin ein Fuerst ueber das Heer des HERRN und bin jetzt gekommen. Da fiel Josua auf sein Angesicht zur Erde und betete an und sprach zu ihm: Was sagt mein HERR seinem Knecht? ^15Und der Fuerst ueber das Heer des HERRN sprach zu Josua: Zieh deine Schuhe aus von deinen Fuessen; denn die Staette, darauf du stehst, ist heilig. Und Josua tat also. __________________________________________________________________ Kapitel 6 ^1Jericho aber war verschlossen und verwahrt vor den Kindern Israel, dass niemand aus oder ein kommen konnte, ^2Aber der HERR sprach zu Josua: Siehe da, ich habe Jericho samt seinem Koenig und seinen Kriegsleuten in deine Haende gegeben. ^3Lass alle Kriegsmaenner rings um die Stadt her gehen einmal, und tue sechs Tage also. ^4Und lass sieben Priester sieben Posaunen des Halljahrs tragen vor der Lade her, und am siebenten Tage geht siebenmal um die Stadt, und lass die Priester die Posaunen blasen. ^5Und wenn man das Halljahrshorn blaest und es lange toent, dass ihr die Posaune hoert, so soll das ganze Volk ein grosses Feldgeschrei machen, so werden der Stadt Mauern umfallen, und das Volk soll hineinsteigen, ein jeglicher stracks vor sich. ^6Da rief Josua, der Sohn Nuns, die Priester und sprach zu ihnen: Tragt die Lade des Bundes, und sieben Priester lasst sieben Halljahrsposaunen tragen vor der Lade des HERRN. ^7Zieht hin und geht um die Stadt; wer geruestet ist, gehe vor der Lade des HERRN her. ^8Da Josua solches dem Volk gesagt hatte, trugen die sieben Priester sieben Halljahrsposaunen vor der Lade des HERRN her und gingen und bliesen die Posaunen; und die Lade des Bundes des HERRN folgt ihnen nach. ^9Und wer geruestet war, ging vor den Priestern her, die die Posaunen bliesen; und der Haufe folgte der Lade nach, und man blies Posaunen. ^10Josua aber gebot dem Volk und sprach: Ihr sollt kein Feldgeschrei machen noch eure Stimme hoeren lassen, noch soll ein Wort aus eurem Munde gehen bis auf den Tag, da ich zu euch sagen werde: Macht ein Feldgeschrei! so macht dann ein Feldgeschrei. ^11Also ging die Lade des HERRN rings um die Stadt einmal, und sie kamen in das Lager und blieben darin ueber Nacht. ^12Und Josua machte sich des Morgens frueh auf, und die Priester trugen die Lade des HERRN. ^13So trugen die sieben Priester die sieben Halljahrsposaunen vor der Lade des HERRN her und gingen und bliesen Posaunen; und wer geruestet war, ging vor ihnen her, und der Haufe folgte der Lade des HERRN, und man blies Posaunen. ^14Des andern Tages gingen sie auch einmal um die Stadt und kamen wieder ins Lager. Also taten sie sechs Tage. ^15Am siebenten Tage aber, da die Morgenroete aufging, machten sie sich frueh auf und gingen nach derselben Weise siebenmal um die Stadt, dass sie desselben einen Tages siebenmal um die Stadt kamen. ^16Und beim siebentenmal, da die Priester die Posaunen bliesen, sprach Josua zum Volk: Macht ein Feldgeschrei; denn der HERR hat euch die Stadt gegeben. ^17Aber diese Stadt und alles, was darin ist, soll dem HERRN verbannt sein. Allein die Hure Rahab soll leben bleiben und alle, die mit ihr im Hause sind; denn sie hat die Boten verborgen, die wir aussandten. ^18Allein huetet euch von dem Verbannten, dass ihr euch nicht verbannt, so ihr des Verbannten etwas nehmt, und macht das Lager Israel verbannt und bringt's in Unglueck. ^19Aber alles Silber und Gold samt dem ehernen Geraete soll dem HERRN geheiligt sein, dass es zu des HERRN Schatz komme. ^20Da machte das Volk ein Feldgeschrei, und man blies die Posaunen. Denn als das Volk den Hall der Posaunen hoerte, machte es ein grosses Feldgeschrei. Und die Mauer fielen um, und das Volk erstieg die Stadt, ein jeglicher stracks vor sich. Also gewannen sie die Stadt ^21und verbannten alles, was in der Stadt war, mit der Schaerfe des Schwerts: Mann und Weib, jung und alt, Ochsen, Schafe und Esel. ^22Aber Josua sprach zu den zwei Maennern, die das Land ausgekundschaftet hatten: Geht in das Haus der Hure und fuehrt das Weib von dort heraus mit allem, was sie hat, wie ihr versprochen habt. ^23Da gingen die Juenglinge, die Kundschafter, hinein und fuehrten Rahab heraus samt Vater und Mutter und Bruedern und alles, was sie hatte, und alle ihre Geschlechter und liess sie draussen, ausserhalb des Lagers Israels. ^24Aber die Stadt verbrannten sie mit Feuer und alles, was darin war. Allein das Silber und Gold und eherne und eiserne Geraete taten sie zum Schatz in das Haus des HERRN. ^25Rahab aber, die Hure, samt dem Hause ihres Vaters und alles, was sie hatte, liess Josua leben. Und sie wohnt in Israel bis auf diesen Tag, darum dass sie die Boten verborgen hatte, die Josua auszukundschaften gesandt hatte gen Jericho. ^26Zu der Zeit schwur Josua und sprach: Verflucht sei der Mann vor dem HERRN, der sich aufmacht und diese Stadt Jericho wieder baut! Wenn er einen Grund legt, das koste ihn den ersten Sohn; wenn er ihre Tore setzt, das koste ihn seinen juengsten Sohn! ^27Also war der HERR mit Josua, dass man von ihm sagte in allen Landen. __________________________________________________________________ Kapitel 7 ^1Aber die Kinder Israel vergriffen sich an dem Verbannten; denn Achan, der Sohn Charmis, des Sohnes Sabdis, des Sohnes Serahs, vom Stamm Juda nahm des Verbannten etwas. Da ergrimmte der Zorn des HERRN ueber die Kinder Israel. ^2Und Josua sandte Maenner aus von Jericho gen Ai, das bei Beth-Aven liegt, gegen Morgen vor Beth-El, und sprach zu ihnen: Geht hinauf und erkundet das Land! Und da sie hinaufgegangen waren und Ai erkundet hatten, ^3kamen sie wieder zu Josua und sprachen zu ihm: Lass nicht das ganze Volk hinaufziehen, sondern bei zwei-oder dreitausend Mann, dass sie hinaufziehen und schlagen Ai, dass nicht das ganze Volk sich daselbst bemuehe; denn ihrer ist wenig. ^4Also zogen hinauf des Volks bei dreitausend Mann, und sie flohen vor den Maennern zu Ai. ^5Und die von Ai schlugen ihrer bei sechsunddreissig Mann und jagten sie vor dem Tor bis gen Sabarim und schlugen sie den Weg herab. Da ward dem Volk das Herz verzagt und ward zu Wasser. ^6Josua aber zerriss seine Kleider und fiel auf sein Angesicht zur Erde vor der Lade des HERRN bis auf den Abend samt den Aeltesten Israels, und sie warfen Staub auf ihre Haeupter. ^7Und Josua sprach: Ach HERR HERR, warum hast du dies Volk ueber den Jordan gefuehrt, dass du uns in die Haende der Amoriter gaebest, uns umzubringen? O, dass wir's uns haetten gefallen lassen, jenseit des Jordans zu bleiben! ^8Ach, mein HERR, was soll ich sagen, weil Israel seinen Feinden den Ruecken kehrt? ^9Wenn das die Kanaaniter und alle Einwohner des Landes hoeren, so werden sie uns umbringen und auch unsern Namen ausrotten von der Erde. Was willst du denn fuer deinen grossen Namen tun? ^10Da sprach der HERR zu Josua: Stehe auf! Warum liegst du also auf deinem Angesicht? ^11Israel hat sich versuendigt, sie haben meinen Bund uebertreten, den ich ihnen angeboten habe, und haben des Verbannten etwas genommen und gestohlen und es verleugnet und unter eure Geraete gelegt. ^12Die Kinder Israel koennen nicht stehen vor ihren Feinden, sondern muessen ihren Feinden den Ruecken kehren; denn sie sind im Bann. Ich werde hinfort nicht mit euch sein, wo ihr nicht den Bann aus euch vertilgt. ^13Stehe auf und heilige das Volk und sprich: Heiligt euch auf morgen. Denn also sagte der HERR, der Gott Israels: Es ist ein Bann unter dir Israel; darum kannst du nicht stehen vor deinen Feinden, bis dass ihr den Bann von euch tut. ^14Und sollt euch frueh herzumachen, ein Stamm nach dem andern; und welchen Stamm der HERR treffen wird, der soll sich herzumachen, ein Geschlecht nach dem andern; und welch Geschlecht der HERR treffen wird, das soll sich herzumachen, ein Haus nach dem andern; und welch Haus der HERR treffen wird, das soll sich herzumachen, ein Hauswirt nach dem andern. ^15Und welcher gefunden wird im Bann, den soll man mit Feuer verbrennen mit allem, was er hat, darum dass er den Bund des HERRN uebertreten und eine Torheit in Israel begangen hat. ^16Da machte sich Josua des Morgens frueh auf und brachte Israel herzu, einen Stamm nach dem andern; und es ward getroffen der Stamm Juda. ^17Und da er die Geschlechter in Juda herzubrachte, ward getroffen das Geschlecht der Serahiter. Und da er das Geschlecht der Serahiter herzubrachte, einen Hauswirt nach dem andern, ward Sabdi getroffen. ^18Und da er sein Haus herzubrachte, einen Wirt nach dem andern, ward getroffen Achan, der Sohn Charmis, des Sohnes Sabdis, des Sohnes Serahs, aus dem Stamm Juda. ^19Und Josua sprach zu Achan: Mein Sohn, gib dem HERRN, dem Gott Israels, die Ehre und gib ihm das Lob und sage mir an: Was hast du getan? und leugne mir nichts. ^20Da antwortete Achan Josua und sprach: Wahrlich, ich habe mich versuendigt an dem HERRN, dem Gott Israels. Also und also habe ich getan: ^21ich sah unter dem Raub einen koestlichen babylonischen Mantel und zweihundert Silberlinge und eine goldene Stange, fuenfzig Lot am Gewicht; des geluestete mich, und ich nahm es. Und siehe es ist verscharrt in die Erde in meiner Huette und das Silber darunter. ^22Da sandte Josua Boten hin, die liefen zur Huette; und siehe, es war verscharrt in seiner Huette und das Silber darunter. ^23Und sie nahmen's aus der Huette und brachten's zu Josua und zu allen Kindern Israel und schuetteten es vor den HERRN. ^24Da nahm Josua und das ganze Israel mit ihm Achan, den Sohn Serahs, samt dem Silber, Mantel und der goldenen Stange, seine Soehne und Toechter, seine Ochsen und Esel und Schafe, seine Huette und alles, was er hatte, und fuehrten sie hinauf ins Tal Achor. ^25Und Josua sprach: Weil du uns betruebt hast, so betruebe dich der HERR an diesem Tage. Und das ganze Israel steinigte ihn und verbrannte sie mit Feuer. Und da sie sie gesteinigt hatten, ^26machten sie ueber sie einen grossen Steinhaufen, der bleibt bis auf diesen Tag. Also kehrte sich der HERR von dem Grimm seines Zorns, Daher heisst derselbe Ort das Tal Achor bis auf diesen Tag. __________________________________________________________________ Kapitel 8 ^1Und der HERR sprach zu Josua: Fuerchte dich nicht und zage nicht! Nimm mit dir alles Kriegsvolk und mache dich auf und zieh hinauf gen Ai! Siehe da, ich habe den Koenig zu Ai samt seinem Volk, seiner Stadt, und seinem Lande in deine Haende gegeben. ^2Du sollst mit Ai und seinem Koenig tun, wie du mit Jericho und seinem Koenig getan hast, nur dass ihr ihren Raub und ihr Vieh unter euch teilen sollt. Aber stelle einen Hinterhalt hinter der Stadt. ^3Da machte sich Josua auf und alles Kriegsvolk, hinaufzuziehen gen Ai. Und Josua erwaehlte dreissigtausend streitbare Maenner und sandte sie aus bei der Nacht ^4und gebot ihnen und sprach: Seht zu, ihr sollt der Hinterhalt sein hinter der Stadt; macht euch aber nicht allzu ferne von der Stadt und seid allesamt bereit! ^5Ich aber und das Volk, das mit mir ist, wollen uns zu der Stadt machen. Und wenn sie uns entgegen herausfahren wie das erstemal, so wollen wir vor ihnen fliehen, ^6dass sie uns nachfolgen heraus, bis dass wir sie von der Stadt hinwegreissen. Denn sie werden gedenken, wir fliehen vor ihnen wie das erstemal. Und wenn wir vor ihnen fliehen, ^7sollt ihr euch aufmachen aus dem Hinterhalt und die Stadt einnehmen; denn der HERR, euer Gott, wird sie in eure Haende geben. ^8Wenn ihr aber die Stadt eingenommen habt, so steckt sie an mit Feuer und tut nach dem Wort des HERRN. Seht, ich habe es euch geboten. ^9Also sandte sie Josua hin; und sie gingen hin auf den Hinterhalt und hielten zwischen Beth-El und Ai abendwaerts von Ai. Josua aber blieb die Nacht unter dem Volk ^10und machte sich des Morgens frueh auf und ordnete das Volk und zog hinauf mit den Aeltesten Israels vor dem Volk her gen Ai. ^11Und alles Kriegsvolk, das bei ihm war, zog hinauf, und sie traten herzu und kamen gegen die Stadt und lagerten sich gegen Mitternacht vor Ai, dass nur ein Tal war zwischen ihnen und Ai. ^12Er hatte aber bei fuenftausend Mann genommen und auf den Hinterhalt gestellt zwischen Beth-El und Ai abendwaerts von der Stadt. ^13Und sie stellten das Volk des ganzen Lagers, das gegen Mitternacht vor der Stadt war, also, dass sein letztes reichte bis gegen den Abend von der Stadt. Und Josua ging hin in derselben Nacht mitten in das Tal. ^14Als aber der Koenig zu Ai das sah, eilten die Maenner der Stadt und machten sich frueh auf und zogen heraus, Israel zu begegnen im Streit, er mit allem seinem Volk, an einem bestimmten Ort vor dem Gefilde. Denn er wusste nicht, dass ihm ein Hinterhalt gelegt war hinter der Stadt. ^15Josua aber und ganz Israel stellten sich, als wuerden sie geschlagen vor ihnen und flohen auf dem Weg zur Wueste. ^16Da ward das ganze Volk in der Stadt zuhauf gerufen, dass es ihnen sollte nachjagen. ^17Und sie jagten Josua nach und wurden von der Stadt hinweggerissen, dass nicht ein Mann uebrigblieb in Ai und Beth-El, der nicht ausgezogen waere, Israel nachzujagen; und liessen die Stadt offen stehen, dass sie Israel nachjagten. ^18Da sprach der HERR zu Josua: Recke aus die Lanze in deiner Hand gegen Ai; denn ich will sie in deine Hand geben. Und da Josua die Lanze in seiner Hand gegen die Stadt ausreckte, ^19da brach der Hinterhalt eilends auf aus seinem Ort, und liefen, nachdem er seine Hand ausreckte und kamen in die Stadt und gewannen sie und eilten und steckten sie mit Feuer an. ^20Und die Maenner von Ai wandten sich und sahen hinter sich und sahen den Rauch der Stadt aufgehen gen Himmel und hatten nicht Raum zu fliehen, weder hin noch her. Und das Volk, das zur Wueste floh, kehrte sich um gegen die, so ihnen nachjagten. ^21Denn da Josua und das ganze Israel sah, dass der Hinterhalt die Stadt gewonnen hatte, weil der Stadt Rauch aufging, kehrten sie wieder um und schlugen die Maenner von Ai. ^22Und die in der Stadt kamen auch heraus ihnen entgegen, dass sie mitten unter Israel kamen, von dorther und von hierher; und schlugen sie, bis dass niemand unter ihnen uebrigblieb noch entrinnen konnte, ^23und griffen den Koenig zu Ai lebendig und brachten ihn zu Josua. ^24Und da Israel alle Einwohner zu Ai erwuergt hatte auf dem Felde und in der Wueste, die ihnen nachgejagt hatten, und alle durch die Schaerfe des Schwertes fielen, bis dass sie alle umkamen, da kehrte sich ganz Israel gegen Ai und schlugen es mit der Schaerfe des Schwerts. ^25Und alle, die des Tages fielen, beide Maenner und Weiber, der waren zwoelftausend, alles Leute von Ai. ^26Josua aber zog nicht wieder zurueck seine Hand, mit der er die Lanze ausgereckt hatte, bis dass verbannt wurden alle Einwohner Ais. ^27Nur das Vieh und den Raub der Stadt teilte Israel aus unter sich nach dem Wort des HERRN, das er Josua geboten hatte. ^28Und Josua brannte Ai aus und machte einen Haufen daraus ewiglich, der noch heute daliegt, ^29und liess den Koenig zu Ai an einen Baum haengen bis an den Abend. Da aber die Sonne war untergegangen, gebot er, dass man seinen Leichnam vom Baum taete, und sie warfen ihn unter der Stadt Tor und machten einen grossen Steinhaufen auf ihn, der bis auf diesen Tag da ist. ^30Da baute Josua dem HERRN, dem Gott Israels, einen Altar auf dem Berge Ebal ^31(wie Mose der Knecht des HERRN, geboten hatte den Kindern Israel, wie geschrieben steht im Gesetzbuch Mose's: einen Altar von ganzen Steinen, die mit keinem Eisen behauen waren) und opferte dem HERRN darauf Brandopfer und Dankopfer ^32und schrieb daselbst auf die Steine das andere Gesetz, das Mose den Kindern Israel vorgeschrieben hatte. ^33Und das ganze Israel mit seinen Aeltesten und Amtleuten und Richtern standen zu beiden Seiten der Lade, gegenueber den Priestern aus Levi, die die Lade des Bundes des HERRN trugen, die Fremdlinge sowohl wie die Einheimischen, eine Haelfte neben dem Berge Garizim und die andere Haelfte neben dem Berge Ebal, wie Mose, der Knecht des HERRN, vormals geboten hatte zu segnen das Volk Israel. ^34Darnach liess er ausrufen alle Worte des Gesetzes vom Segen und Fluch, wie es geschrieben steht im Gesetzbuch. ^35Es war kein Wort, das Mose geboten hatte, das Josua nicht haette lassen ausrufen vor der ganzen Gemeinde Israel und vor den Weibern und Kindern und Fremdlingen, die unter ihnen wandelten. __________________________________________________________________ Kapitel 9 ^1Da nun das hoerten alle Koenige, die jenseit des Jordans waren auf den Gebirgen und in den Gruenden und an allen Anfurten des grossen Meers, auch die neben dem Berge Libanon waren, naemlich die Hethiter, Amoriter, Kanaaniter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter, ^2sammelten sie sich eintraechtig zuhauf, dass sie wider Josua und wider Israel stritten. ^3Aber die Buerger zu Gibeon, da sie hoerten, was Josua mit Jericho und Ai gemacht hatte, erdachten sie eine List, ^4gingen hin und versahen sich mit Speise und nahmen alte Saecke auf ihre Esel. ^5und alte, zerrissene, geflickte Weinschlaeuche und alte, geflickte Schuhe an ihre Fuesse und zogen alte Kleider an, und alles Brot, das sie nahmen, war hart und schimmlig. ^6Und gingen zu Josua ins Lager gen Gilgal und sprachen zu ihm und zum ganzen Israel: Wir kommen aus fernen Landen; so macht einen Bund mit uns. ^7Da sprach das ganze Israel zu dem Heviter: Vielleicht moechtest du unter uns wohnend werden; wie koennte ich dann einen Bund mit dir machen? ^8Sie aber sprachen zu Josua: Wir sind deine Knechte. Josua sprach zu ihnen: Was seid ihr, und woher kommt ihr? ^9Sie sprachen: Deine Knechte sind aus sehr fernen Landen gekommen um des Namens willen des HERRN, deines Gottes; denn wir haben sein Geruecht gehoert und alles, was er in Aegypten getan hat, ^10und alles, was er den zwei Koenigen der Amoriter jenseit des Jordans getan hat: Sihon, dem Koenig zu Hesbon, und Og, dem Koenig von Basan, der zu Astharoth wohnte. ^11Darum sprachen unsere Aeltesten und alle Einwohner unsers Landes: Nehmt Speise mit euch auf die Reise und geht hin, ihnen entgegen, und sprecht zu ihnen: Wir sind eure Knechte. So macht nun einen Bund mit uns. ^12Dies unser Brot, das wir aus unsern Haeusern zu unsrer Speise nahmen, war noch frisch, da wir auszogen zu euch, nun aber, siehe, es ist hart und schimmlig; ^13und diese Weinschlaeuche fuellten wir neu, und siehe, sie sind zerrissen; und diese unsre Kleider und Schuhe sind alt geworden ueber der sehr langen Reise. ^14Da nahmen die Hauptleute ihre Speise an und fragten den Mund des HERRN nicht. ^15Und Josua machte Frieden mit ihnen und richtete einen Bund mit ihnen auf, dass sie leben bleiben sollten. Und die Obersten der Gemeinde schwuren ihnen. ^16Aber ueber drei Tage, nachdem sie mit ihnen einen Bund gemacht hatten, kam es vor sie, dass jene nahe bei ihnen waren und wuerden unter ihnen wohnen. ^17Denn da die Kinder Israel fortzogen, kamen sie des dritten Tages zu ihren Staedten, die hiessen Gibeon, Kaphira, Beeroth und Kirjath-Jearim, ^18und schlugen sie nicht, darum dass ihnen die Obersten der Gemeinde geschworen hatten bei dem HERRN, dem Gott Israels. Da aber die ganze Gemeinde wider die Obersten murrte, ^19sprachen alle Obersten zu der ganzen Gemeinde: Wir haben ihnen geschworen bei dem HERRN, dem Gott Israels; darum koennen wir sie nicht antasten. ^20Aber das wollen wir tun: lasst sie leben, dass nicht ein Zorn ueber uns komme um des Eides willen, den wir ihnen getan haben. ^21Und die Obersten sprachen zu ihnen: Lasst sie leben, dass sie Holzhauer und Wassertraeger seien der ganzen Gemeinde, wie ihnen die Obersten gesagt haben. ^22Da rief sie Josua und redete mit ihnen und sprach: Warum habt ihr uns betrogen und gesagt, ihr seid sehr ferne von uns, so ihr doch unter uns wohnet? ^23Darum sollt ihr verflucht sein, dass unter euch nicht aufhoeren Knechte, die Holz hauen und Wasser tragen zum Hause meines Gottes. ^24Sie antworteten Josua und sprachen: Es ist deinen Knechten angesagt, dass der HERR, dein Gott, Mose, seinem Knecht, geboten habe, dass er euch das ganze Land geben und vor euch her alle Einwohner des Landes vertilgen wolle. Da fuerchteten wir fuer unser Leben vor euch sehr und haben solches getan. ^25Nun aber, siehe, wir sind in deinen Haenden; was dich gut duenkt uns zu tun, das tue. ^26Und er tat ihnen also und errettete sie von der Kinder Israel Hand, dass sie sie nicht erwuergten. ^27Also machte sie Josua desselben Tages zu Holzhauern und Wassertraegern fuer die Gemeinde und den Altar des HERRN bis auf diesen Tag, an dem Ort, den er erwaehlen wuerde. __________________________________________________________________ Kapitel 10 ^1Da aber Adoni-Zedek, der Koenig zu Jerusalem, hoerte dass Josua Ai gewonnen und es verbannt hatte und Ai samt seinem Koenig getan hatte, gleich wie er Jericho und seinem Koenig getan hatte, und dass die zu Gibeon Frieden mit Israel gemacht hatten und unter sie gekommen waren, ^2fuerchteten sie sich sehr; denn Gibeon war eine grosse Stadt wie eine koenigliche Stadt und groesser als Ai, und alle seine Buerger streitbar. ^3Und er sandte zu Hoham, dem Koenig zu Hebron, und zu Piream, dem Koenig zu Jarmuth, und zu Japhia, dem Koenig zu Eglon, und liess ihnen sagen: ^4Kommt herauf zu mir und helft mir, dass wir Gibeon schlagen; denn es hat mit Josua und den Kindern Israel Frieden gemacht. ^5Da kamen zuhauf und zogen hinauf die fuenf Koenige der Amoriter, der Koenig zu Jerusalem, der Koenig zu Hebron, der Koenig zu Jarmuth, der Koenig zu Lachis, der Koenig zu Eglon, mit allem ihrem Heerlager und belagerten Gibeon und stritten dawider. ^6Aber die zu Gibeon sandten zu Josua ins Lager gen Gilgal und liessen ihm sagen: Zieh deine Hand nicht ab von deinen Knechten; komm zu uns herauf eilend, rette uns und hilf uns! denn es haben sich wider uns versammelt alle Koenige der Amoriter, die auf dem Gebirge wohnen. ^7Josua zog hinauf von Gilgal und alles Kriegsvolk mit ihm und alle streitbaren Maenner. ^8Und der HERR sprach zu Josua: Fuerchte dich nicht vor ihnen, denn ich habe sie in deine Haende gegeben; niemand unter ihnen wird vor dir stehen koennen. ^9Also kam Josua ploetzlich ueber sie; denn die ganze Nacht zog er herauf von Gilgal. ^10Aber der HERR schreckte sie vor Israel, dass sie eine grosse Schlacht schlugen zu Gibeon und jagten ihnen nach den Weg hinan zu Beth-Horon und schlugen sie bis gen Aseka und Makkeda. ^11Und da sie vor Israel flohen den Weg zu Beth-Horon, liess der HERR einen grossen Hagel vom Himmel auf sie fallen bis gen Aseka, dass sie starben. Und viel mehr starben ihrer von dem Hagel, als die Kinder Israel mit dem Schwert erwuergten. ^12Da redete Josua mit dem HERRN des Tages, da der HERR die Amoriter dahingab vor den Kindern Israel, und sprach vor dem gegenwaertigen Israel: Sonne, stehe still zu Gibeon, und Mond, im Tal Ajalon! ^13da stand die Sonne und der Mond still, bis dass sich das Volk an ihren Feinden raechte. Ist dies nicht geschrieben im Buch des Frommen? Also stand die Sonne mitten am Himmel und verzog unterzugehen beinahe einen ganzen Tag. ^14Und war kein Tag diesem gleich, weder zuvor noch darnach, da der HERR der Stimme eines Mannes gehorchte; denn der HERR stritt fuer Israel. ^15Josua aber zog wieder ins Lager gen Gilgal und das ganze Israel mit ihm. ^16Aber diese fuenf Koenige waren geflohen und hatten sich versteckt in die Hoehle zu Makkeda. ^17Da ward Josua angesagt: Wir haben die fuenf Koenige gefunden, verborgen in der Hoehle zu Makkeda. ^18Josua sprach: So waelzt grosse Steine vor das Loch der Hoehle und bestellt Maenner davor, die sie hueten. ^19Ihr aber steht nicht still, sondern jagt euren Feinde nach und schlagt ihre Nachzuegler und lasst sie nicht in ihre Staedte kommen; denn der HERR, euer Gott, hat sie in eure Haende gegeben. ^20Und da Josua und die Kinder Israel vollendet hatten diese sehr grosse Schlacht an ihnen und sie ganz geschlagen, und was uebrigblieb von ihnen, in die festen Staedte gekommen war, ^21da kam alles Volk wieder ins Lager zu Josua gen Makkeda mit Frieden, und wagte niemand vor den Kindern Israel seine Zunge zu regen. ^22Josua aber sprach: Macht auf das Loch der Hoehle und bringt hervor die fuenf Koenige zu mir! ^23Sie taten also und brachten die fuenf Koenige zu ihm aus der Hoehle: den Koenig zu Jerusalem, den Koenig zu Hebron, den Koenig zu Jarmuth, den Koenig zu Lachis, den Koenig zu Eglon. ^24Da aber die fuenf Koenige zu ihm herausgebracht waren, rief Josua das ganze Israel und sprach zu den Obersten des Kriegsvolks, die mit ihm zogen: Kommt herzu und setzt eure Fuesse auf die Haelse dieser Koenige. Und sie kamen herzu und setzten ihre Fuesse auf ihre Haelse. ^25Und Josua sprach zu ihnen: Fuerchtet euch nicht und erschreckt nicht, seid getrost und unverzagt; denn also wird der HERR allen euren Feinden tun, wider die ihr streitet. ^26Und Josua schlug sie darnach und toetete sie und hing sie an fuenf Baeume; und sie hingen an den Baeumen bis zum Abend. ^27Da aber die Sonne war untergegangen, gebot er, dass man sie von den Baeumen naehme und wuerfe sie in die Hoehle darin sie sich verkrochen hatten. Und sie legten grosse Steine vor der Hoehle Loch; die sind noch da bis auf diesen Tag. ^28Desselben Tages aber gewann Josua auch Makkeda und schlug es mit der Schaerfe des Schwerts, dazu seinen Koenig, und verbannte es und alle Seelen, die darin waren, und liess niemand uebrigbleiben und tat dem Koenig zu Makkeda, wie er dem Koenig zu Jericho getan hatte. ^29Da zog Josua und das ganze Israel mit ihm von Makkeda gen Libna und stritt dawider. ^30Und der HERR gab dieses auch in die Hand Israels mit seinem Koenig; und er schlug es mit der Schaerfe des Schwerts und alle Seelen, die darin waren, und liess niemand uebrigbleiben und tat seinem Koenig, wie er dem Koenig zu Jericho getan hatte. ^31Darnach zog Josua und das ganze Israel mit ihm von Libna nach Lachis und belagerten und bestritten es. ^32Und der HERR gab Lachis auch in die Haende Israels, dass sie des andern Tages gewannen und schlugen es mit der Schaerfe des Schwerts und alle Seelen, die darin waren, allerdinge wie sie Libna getan hatten. ^33Zu derselben Zeit zog Horam, der Koenig der Geser, hinauf, Lachis zu helfen; aber Josua schlug ihn mit allem seinem Volk, bis dass niemand uebrigblieb. ^34Und Josua zog von Lachis samt dem ganzen Israel gen Eglon und belagerte und bestritt es ^35und gewann es desselben Tages und schlug es mit der Schaerfe des Schwerts und verbannte alle Seelen, die darin waren, desselben Tages, allerdinge wie er Lachis getan hatte. ^36Darnach zog Josua hinauf samt dem ganzen Israel von Eglon gen Hebron und bestritt es ^37und gewann es und schlug es mit der Schaerfe des Schwerts und seinen Koenig mit allen seinen Staedten und allen Seelen, die darin waren, und liess niemand uebrigbleiben, allerdinge wie er Eglon getan hatte, und verbannte es und alle Seelen, die darin waren. ^38Da kehrte Josua wieder um samt dem ganzen Israel gen Debir und bestritt es ^39und gewann es samt seinem Koenig und alle seine Staedte; und schlugen es mit der Schaerfe des Schwerts und verbannten alle Seelen, die darin waren, und liess niemand uebrigbleiben. Wie er Hebron getan hatte, so tat er auch Debir und seinem Koenig, und wie er Libna und seinem Koenig getan hatte. ^40Also schlug Josua alles Land auf dem Gebirge und gegen Mittag und in den Gruenden und an den Abhaengen mit allen ihren Koenigen und liess niemand uebrigbleiben und verbannte alles, was Odem hatte, wie der HERR, der Gott Israels, geboten hatte. ^41Und schlug sie von Kades-Barnea an bis gen Gaza und das ganze Land Gosen bis gen Gibeon ^42und gewann alle diese Koenige mit ihrem Lande auf einmal; denn der HERR, der Gott Israels, stritt fuer Israel. ^43Und Josua zog wieder ins Lager gen Gilgal mit dem ganzen Israel. __________________________________________________________________ Kapitel 11 ^1Da aber Jabin, der Koenig zu Hazor, solches hoerte, sandte er zu Jobab, dem Koenig zu Madon, und zum Koenig zu Simron und zum Koenig zu Achsaph ^2und zu den Koenigen, die gegen Mitternacht auf dem Gebirge und auf dem Gefilde gegen Mittag von Kinneroth und in den Gruenden und in Naphoth-Dor am Meer wohnten, ^3zu den Kanaanitern gegen Morgen und Abend, Hethitern, Pheresitern und Jebusitern, auf dem Gebirge, dazu den Hevitern unten am Berge Hermon im Lande Mizpa. ^4Diese zogen aus mit allem ihrem Heer, ein grosses Volk, so viel als des Sandes am Meer, und sehr viel Rosse und Wagen. ^5Alle diese Koenige versammelten sich und kamen und lagerten sich zuhauf an das Wasser Merom, zu streiten mit Israel. ^6Und der HERR sprach zu Josua: Fuerchte dich nicht vor ihnen! denn morgen um diese Zeit will ich sie alle erschlagen geben vor den Kindern Israel; ihre Rosse sollst du Laehmen und ihre Wagen mit Feuer verbrennen. ^7Und Josua kam ploetzlich ueber sie und alles Kriegsvolk mit ihm am Wasser Merom, und ueberfielen sie. ^8Und der HERR gab sie in die Haende Israels, und schlugen sie und jagten sie bis gen Gross-Sidon und bis an die warmen Wasser und bis an die Ebene Mizpa gegen Morgen und schlugen sie, bis dass niemand unter ihnen uebrigblieb. ^9Da tat ihnen Josua, wie der HERR ihm gesagt hatte, und laehmte ihre Rosse und verbrannte ihre Wagen ^10und kehrte um zu derselben Zeit und gewann Hazor und schlug seinen Koenig mit dem Schwert; denn Hazor war vormals die Hauptstadt aller dieser Koenigreiche. ^11Und sie schlugen alle Seelen, die darin waren, mit der Schaerfe des Schwerts und verbannten sie, und er liess nichts uebrigbleiben, das Odem hatte, und verbrannte Hazor mit Feuer. ^12Dazu gewann Josua alle Staedte dieser Koenige mit ihren Koenigen und schlug sie mit der Schaerfe des Schwerts und verbannte sie, wie Mose, der Knecht des HERRN, geboten hatte. ^13Doch verbrannten die Kinder Israel keine Staedte, die auf Huegeln standen, sondern Hazor allein verbrannte Josua. ^14Und allen Raub dieser Staedte und das Vieh teilten die Kinder Israel unter sich; aber alle Menschen schlugen sie mit der Schaerfe des Schwerts, bis sie die vertilgten, und liessen nichts uebrigbleiben, das Odem hatte. ^15Wie der HERR dem Mose, seinem Knecht, und Mose Josua geboten hatte, so tat Josua, dass nichts fehlte an allem, was der HERR dem Mose geboten hatte. ^16Also nahm Josua alles dies Land ein, das Gebirge und alles, was gegen Mittag liegt, und das Land Gosen und die Gruende und das Gefilde und das Gebirge Israel mit seinen Gruenden, ^17von dem kahlen Gebirge an, das aufsteigt gen Seir, bis gen Baal-Gad in der Ebene beim Berge Libanon, unten am Berge Hermon. Alle ihre Koenige gewann er und schlug sie und toetete sie. ^18Er stritt aber eine lange Zeit mit diesen Koenigen. ^19Es war aber keine Stadt, die sich mit Frieden ergab den Kindern Israel, ausgenommen die Heviter, die zu Gibeon wohnten; sondern sie gewannen sie alle im Streit. ^20Und das alles geschah also von dem HERRN, dass ihr Herz verstockt wuerde, mit Streit zu begegnen den Kindern Israel, auf dass sie verbannt wuerden und ihnen keine Gnade widerfuehre, sondern vertilgt wuerden, wie der HERR dem Mose geboten hatte. ^21Zu der Zeit kam Josua und rottete aus die Enakiter von dem Gebirge, von Hebron, von Debir, von Anab und von allem Gebirge Juda und von allem Gebirge Israel und verbannte sie mit ihren Staedten ^22und liess keine Enakiter uebrigbleiben im Lande der Kinder Israel; ausser zu Gaza, zu Gath, zu Asdod, da blieben ihrer uebrig. ^23Also nahm Josua alles Land ein, allerdinge wie der HERR zu Mose geredet hatte, und gab es Israel zum Erbe, einem jeglichen Stamm seinen Teil. Und der Krieg hoerte auf im Lande. __________________________________________________________________ Kapitel 12 ^1Dies sind die Koenige des Landes, die die Kinder Israel schlugen und nahmen ihr Land ein jenseit des Jordans gegen der Sonne Aufgang von dem Bach Arnon an bis an den Berg Hermon und das ganze Gefilde gegen Morgen: ^2Sihon, der Koenig der Amoriter, der zu Hesbon wohnte und herrschte von Aroer an, das am Ufer liegt des Bachs Arnon, und von der Mitte des Tals an und ueber das halbe Gilead bis an den Bach Jabbok, der die Grenze ist der Kinder Ammon, ^3und ueber das Gefilde bis an das Meer Kinneroth gegen Morgen und bis an das Meer im Gefilde, naemlich das Salzmeer, gegen Morgen, des Weges gen Beth-Jesimoth, und gegen Mittag unten an den Abhaengen des Gebirges Pisga. ^4Dazu das Gebiet des Koenigs Og von Basan, der noch von den Riesen uebrig war und wohnte zu Astharoth und Edrei ^5und herrschte ueber den Berg Hermon, ueber Salcha und ueber ganz Basan bis an die Grenze der Gessuriter und Maachathiter und ueber das halbe Gilead, da die Grenze war Sihons, des Koenigs zu Hesbon. ^6Mose, der Knecht des HERRN, und die Kinder Israel schlugen sie. Und Mose, der Knecht des HERRN, gab ihr Land einzunehmen den Rubenitern, Gaditer und dem halben Stamm Manasse. ^7Dies sind die Koenige des Landes, die Josua schlug und die Kinder Israel, diesseit des Jordans gegen Abend, von Baal-Gad an auf der Ebene beim Berge Libanon bis an das kahle Gebirge, das aufsteigt gen Seir (und Josua gab das Land den Staemmen Israels einzunehmen, einem jeglichen sein Teil, ^8was auf den Gebirgen, in den Gruenden, Gefilden, an den Abhaengen, in der Wueste und gegen Mittag war: die Hethiter, Amoriter, Kanaaniter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter): ^9der Koenig zu Jericho, der Koenig zu Ai, das zur Seite an Beth-el liegt, ^10der Koenig zu Jerusalem, der Koenig zu Hebron, ^11der Koenig zu Jarmuth, der Koenig zu Lachis, ^12der Koenig zu Eglon, der Koenig zu Geser, ^13der Koenig zu Debir, der Koenig zu Geder, ^14der Koenig zu Horma, der Koenig zu Arad, ^15der Koenig zu Libna, der Koenig zu Adullam, ^16der Koenig zu Makkeda, der Koenig zu Beth-El, ^17der Koenig zu Thappuah, der Koenig zu Hepher, ^18der Koenig zu Aphek, der Koenig zu Lasaron, ^19der Koenig zu Madon, der Koenig zu Hazor, ^20der Koenig zu Simron-Meron, der Koenig zu Achsaph, ^21der Koenig zu Thaanach, der Koenig zu Megiddo, ^22der Koenig zu Kedes, der Koenig zu Jokneam am Karmel, ^23der Koenig zu Naphoth-Dor, der Koenig der Heiden zu Gilgal, ^24der Koenig zu Thirza. Das sind einunddreissig Koenige. __________________________________________________________________ Kapitel 13 ^1Da nun Josua alt war und wohl betagt, sprach der HERR zu ihm: Du bist alt geworden und wohl betagt, und des Landes ist noch sehr viel uebrig einzunehmen, ^2naemlich alle Kreise der Philister und ganz Gessur, ^3vom Sihor an, der vor Aegypten fliesst bis an die Grenze Ekrons gegen Mitternacht, die den Kanaanitern zugerechnet wird, fuenf Herren der Philister, naemlich der Gaziter, der Asdoditer, der Askaloniter, der Gathiter der Ekroniter, und die Avviter; ^4vom Mittag an aber das ganze Land der Kanaaniter und Meara der Sidonier bis gen Aphek, bis an die Grenze der Amoriter; ^5dazu das Land der Gebaliter und der ganze Libanon gegen der Sonne Aufgang, von Baal-Gad an unter dem Berge Hermon, bis man kommt gen Hamath. ^6Alle, die auf dem Gebirge wohnen, vom Libanon an bis an die warmen Wasser, alle Sidonier: ich will sie vertreiben vor den Kindern Israel; lose nur darum, sie auszuteilen unter Israel, wie ich dir geboten habe. ^7So teile nun dies Land zum Erbe unter die neun Staemme und unter den halben Stamm Manasse. ^8Denn die Rubeniter und Gaditer haben mit dem andern halben Manasse ihr Erbteil empfangen, das ihnen Mose gab jenseit des Jordans, gegen Aufgang, wie ihnen dasselbe Mose, der Knecht des HERRN, gegeben hat, ^9von Aroer an, das am Ufer des Bachs Arnon liegt, und von der Stadt mitten im Tal und die ganze Ebene Medeba bis gen Dibon ^10und alle Staedte Sihons, des Koenigs der Amoriter, der zu Hesbon sass, bis an die Grenze der Kinder Ammon, ^11dazu Gilead und das Gebiet von Gessur und Maacha und den ganzen Berg Hermon und das ganze Basan bis gen Salcha ^12(das ganze Reich Ogs von Basan, der zu Astharoth und Edrei sass, welcher noch uebrig war von den Riesen. Mose aber schlug sie und vertrieb sie. ^13Die Kinder Israel vertrieben aber die zu Gessur und zu Maacha nicht, sondern es wohnten beide, Gessur und Maacha, unter den Kindern Israel bis auf diesen Tag). ^14Aber dem Stamm der Leviten gab er kein Ertbteil; denn das Opfer des HERRN, des Gottes Israels, ist ihr Erbteil, wie er ihnen geredet hat. ^15Also gab Mose dem Stamm der Kinder Ruben nach ihren Geschlechtern, ^16dass ihr Gebiet war von Aroer an, das am Ufer des Bachs Arnon liegt, und von der Stadt mitten im Tal mit allem ebenen Felde bis gen Medeba, ^17Hesbon und alle seine Staedte, die im ebenen Felde liegen, Dibon, Bamoth-Baal und Beth-Baal-Meon, ^18Jahza, Kedemoth, Mephaath, ^19Kirjathaim, Sibma, Zereth-Sahar auf dem Berge im Tal, ^20Beth-Peor, die Abhaenge am Pisga und Beth-Jesimoth ^21und alle Staedte auf der Ebene und das ganze Reich Sihons, des Koenigs der Amoriter, der zu Hesbon sass, den Mose schlug samt den Fuersten Midians, Evi, Rekem, Zur, Hur und Reba, den Gewaltigen des Koenigs Sihon, die im Lande wohnten. ^22Auch Bileam, der Sohn Beors, den Weissager erwuergten die Kinder Israel mit dem Schwert samt den Erschlagenen. ^23Und die Grenze der Kinder Ruben war der Jordan. Das ist das Erbteil der Kinder Ruben nach ihren Geschlechtern, die Staedte und ihre Doerfer. ^24Dem Stamm der Kinder Gad nach ihrem Geschlecht gab Mose, ^25dass ihr Gebiet war Jaser und alle Staedte in Gilead und das halbe Land der Kinder Ammon bis gen Aroer, welches liegt vor Rabba, ^26und von Hesbon bis gen Ramath-Mizpe und Betonim, und von Mahanaim bis an die Grenze Debirs, ^27im Tal aber Beth-Haran, Beth-Nimra, Sukkoth und Zaphon, was uebrig war von dem Reich Sihons, des Koenigs zu Hesbon, dass der Jordan die Grenze war bis ans Ende des Meeres Kinnereth, jenseit des Jordans gegen Aufgang. ^28Das ist das Erbteil der Kinder Gad nach ihren Geschlechtern, die Staedte und ihre Doerfer. ^29Dem halben Stamm der Kinder Manasse nach ihren Geschlechtern gab Mose, ^30dass ihr Gebiet war von Mahanaim an: das ganze Basan, das ganze Reich Ogs, des Koenigs von Basan, und alle Flecken Jairs, die in Basan liegen, naemlich Staedte. ^31Und das halbe Gilead, Astharoth, Edrei, die Staedte des Koenigreichs Ogs von Basan, gab er den Kindern Machirs, des Sohnes Manasses, das ist die Haelfte der Kinder Machirs, nach ihren Geschlechtern. ^32Das ist es, was Mose ausgeteilt hat in dem Gefilde Moabs, jenseit des Jordans vor Jericho gegen Aufgang. ^33Aber dem Stamm Levi gab Mose kein Erbteil; denn der HERR, der Gott Israels, ist ihr Erbteil, wie er ihnen geredet hat. __________________________________________________________________ Kapitel 14 ^1Dies ist es aber, was die Kinder Israel eingenommen haben im Lande Kanaan, das unter sie ausgeteilt haben der Priester Eleasar und Josua, der Sohn Nuns, und die obersten Vaeter unter den Staemmen der Kinder Israel. ^2Sie teilten es aber durchs Los unter sie, wie der HERR durch Mose geboten hatte, zu geben den zehnthalb Staemmen. ^3Denn den zwei Staemmen und dem halben Stamm hatte Mose Erbteil gegeben jenseit des Jordans; den Leviten aber hatte er kein Erbteil unter ihnen gegeben. ^4Denn die Kinder Josephs wurden zwei Staemme, Manasse und Ephraim; den Leviten aber gaben sie kein Teil im Lande, sondern Staedte, darin zu wohnen, und Vorstaedte fuer ihr Vieh und ihre Habe. ^5Wie der HERR dem Mose geboten hatte, so taten die Kinder Israel und teilten das Land. ^6Da traten herzu die Kinder Juda zu Josua zu Gilgal, und Kaleb, der Sohn Jephunnes, der Kenisiter, sprach zu ihm: Du weisst, was der Herr zu Mose, dem Manne Gottes, sagte meinet-und deinetwegen in Kades-Barnea. ^7Ich war vierzig Jahre alt, da mich Mose, der Knecht des HERRN, aussandte von Kades-Barnea, das Land zu erkunden, und ich ihm Bericht gab nach meinem Gewissen. ^8Aber meine Brueder, die mit mir hinaufgegangen waren, machten dem Volk das Herz verzagt; ich aber folgte dem HERRN, meinem Gott, treulich. ^9Da schwur Mose desselben Tages und sprach: Das Land, darauf du mit deinem Fuss getreten hast, soll dein und deiner Kinder Erbteil sein ewiglich, darum dass du dem HERRN, meinem Gott, treulich gefolgt bist. ^10Und nun siehe, der HERR hat mich leben lassen, wie er geredet hat. Es sind nun fuenfundvierzig Jahre, dass der HERR solches zu Mose sagte, die Israel in der Wueste gewandelt ist. Und nun siehe, ich bin heut fuenfundachtzig Jahre alt ^11und bin noch heutigestages so stark, als ich war des Tages, da mich Mose aussandte; wie meine Kraft war dazumal, also ist sie auch jetzt, zu streiten und aus und ein zu gehen. ^12So gib mir nun dies Gebirge, davon der HERR geredet hat an jenem Tage; denn du hast's gehoert am selben Tage. Denn es wohnen die Enakiter droben, und sind grosse feste Staedte. Ob der HERR mit mir sein wollte, dass ich sie vertriebe, wie der HERR geredet hat. ^13Da segnete ihn Josua und gab also Hebron Kaleb, dem Sohn Jephunnes, zum Erbteil. ^14Daher ward Hebron Kalebs, des Sohnes Jephunnes, des Kenisiters, Erbteil bis auf diesen Tag, darum dass er dem HERRN, dem Gott Israels, treulich gefolgt war. ^15Aber Hebron hiess vorzeiten Stadt des Arba, der ein grosser Mensch war unter den Enakiter. Und der Krieg hatte aufgehoert im Lande. __________________________________________________________________ Kapitel 15 ^1Das Los des Stammes der Kinder Juda nach ihren Geschlechtern war an der Grenze Edoms bei der Wueste Zin, mittagwaerts, am Ende des Landes gegen Mittag, ^2dass ihre Mittagsgrenze war von der Ecke an dem Salzmeer, das ist, von der Zunge, die mittagswaerts geht, ^3und geht aus mittagswaerts von der Steige Akrabbim und geht durch Zin und geht hinauf im Mittag von Kades-Barnea und geht durch Hezron und geht hinauf gen Adar und lenkt sich um gen Karkaa ^4und geht durch Azmon und kommt hinaus an den Bach Aegyptens, dass das Ende der Grenze das Meer wird. Das sei eure Grenze gegen Mittag. ^5Aber die Morgengrenze ist das Salzmeer bis an des Jordans Ende. Die Grenze gegen Mitternacht ist von der Zunge des Meers, die am Ende des Jordans ist, ^6und geht herauf gen Beth-Hogla und zieht sich mitternachtswaerts von Beth-Araba und kommt herauf zum Stein Bohans, des Sohnes Rubens, ^7und geht herauf gen Debir vom Tal Achor und wendet sich mitternachtwaerts gen Gilgal, welches liegt gegenueber der Steige Adummim, die mittagwaerts vom Wasser liegt; darnach geht sie zu dem Wasser En-Semes und kommt hinaus zum Brunnen Rogel; ^8darnach geht sie herauf zum Tal des Sohnes Hinnoms an der Mittagseite des Jebusiters, das ist Jerusalem, und kommt herauf an die Spitze des Berges, der vor dem Tal Hinnom liegt abendwaerts, welcher stoesst an die Ecke des Tals Rephaim gegen Mitternacht zu; ^9darnach kommt sie von des Berges Spitze zu dem Wasserbrunnen Nephthoa und kommt heraus zu den Staedten des Gebirges Ephron und neigt sich gen Baala, das ist Kirjath-Jearim, ^10und lenkt sich herum von Baala gegen Abend zum Gebirge Seir und geht an der Mitternachtseite des Gebirges Jearim, das ist Chesalon, und kommt herab gen Beth-Semes und geht durch Thimna ^11und bricht heraus an der Seite Ekrons her mitternachtwaerts und zieht sich gen Sichron und geht ueber den Berg Baala und kommt heraus gen Jabneel, dass ihr Ende ist das Meer. ^12Die Grenze aber gegen Abend ist das grosse Meer. Das ist die Grenze der Kinder Juda umher nach ihren Geschlechtern. ^13Kaleb aber, dem Sohn Jephunnes, ward sein Teil gegeben unter den Kindern Juda, wie der HERR dem Josua befahl, naemlich die Stadt des Arba, des Vaters Enaks, das ist Hebron. ^14Und Kaleb vertrieb von da die drei Soehne Enaks: Sesai, Ahiman und Thalmai, geboren von Enak, ^15und zog von dort hinauf zu den Einwohnern Debirs. Debir aber hiess vorzeiten Kirjath-Sepher. ^16Und Kaleb sprach: Wer Kirjath-Sepher schlaegt und gewinnt, dem will ich meine Tochter Achsa zum Weibe geben. ^17Da gewann es Othniel, der Sohn des Kenas, der Bruder Kalebs; und er gab ihm seine Tochter Achsa zum Weibe. ^18Und es begab sich, da sie einzog, beredete sie ihn, einen Acker zu fordern von ihrem Vater. Und sie stieg vom Esel; da sprach Kaleb zu ihr: Was ist dir? ^19Sie sprach: Gib mir einen Segen! Denn du hast mir ein Mittagsland gegeben; gib mir auch Wasserquellen! Da gab er ihr die Quellen von oben und unten. ^20Dies ist das Erbteil des Stammes der Kinder Juda nach ihren Geschlechtern. ^21Und die Staedte des Stammes der Kinder Juda von einer Ecke zu der andern, an der Grenze der Edomiter gegen Mittag, waren diese: Kabzeel, Eder, Jagur, ^22Kina, Dimona, Ad-Ada, ^23Kedes, Hazor, Ithnan, ^24Siph, Telem, Bealoth, ^25Hazor-Hadatta, Karioth-Hezron, das ist Hazor, ^26Amam, Sema, Molada, ^27Hazar-Gadda, Hesmon, Beth-Pelet, ^28Hazar-Sual, Beer-Seba, Bisjothja, ^29Baala, Ijim, Ezem, ^30Eltholad, Chesil, Horma, ^31Ziklag, Madmanna, Sansanna, ^32Lebaoth, Silhim, Ain, Rimmon. Das sind neunundzwanzig Staedte und ihre Doerfer. ^33In den Gruenden aber war Esthaol, Zora, Asna, ^34Sanoah, En-Gannim, Tappuah, Enam, ^35Jarmuth, Adullam, Socho, Aseka, ^36Saaraim, Adithaim, Gedera, Gederothaim. Das sind vierzehn Staedte und ihre Doerfer. ^37Zenan, Hadasa, Migdal-Gad, ^38Dilean, Mizpe, Joktheel, ^39Lachis, Bozkath, Eglon, ^40Chabbon, Lahmas, Kithlis, ^41Gederoth, Beth-Dagon, Naema, Makkeda. Das sind sechzehn Staedte und ihre Doerfer. ^42Libna, Ether, Asan, ^43Jephthah, Asna, Nezib, ^44Kegila, Achsib, Maresa. Das sind neun Staedte und ihre Doerfer. ^45Ekron mit seinen Ortschaften und Doerfern. ^46Von Ekron und ans Meer, alles, was an Asdod und seine Doerfer reicht: ^47Asdod mit seinen Ortschaften und Doerfern, Gaza mit seinen Ortschaften und Doerfern bis an das Wasser Aegyptens; und das grosse Meer ist seine Grenze. ^48Auf dem Gebirge aber war Samir, Jatthir, Socho, ^49Danna, Kirjath-Sanna, das ist Debir, ^50Anab, Esthemo, Anim, ^51Gosen, Holon, Gilo. Das sind elf Staedte und ihre Doerfer. ^52Arab, Duma, Esean, ^53Janum, Beth-Thappuah, Apheka, ^54Humta, Kirjath-Arba, das ist Hebron, Zior. Das sind neun Staedte und ihre Doerfer. ^55Maon, Karmel, Siph, Jutta, ^56Jesreel, Jokdeam, Sanoah, ^57Hakain, Gibea, Thimna. Das sind zehn Staedte und ihre Doerfer. ^58Halhul, Beth-Zur, Gedor, ^59Maarath, Beth-Anoth, Elthekon. Das sind sechs Staedte und ihre Doerfer. ^60Kirjath-Baal, das ist Kirjath-Jearim, Harabba; zwei Staedte und ihre Doerfer. ^61In der Wueste aber war Beth-Araba, Middin, Sechacha, ^62Nibsan und die Salzstadt und Engedi. Das sind sechs Staedte und ihre Doerfer. ^63Die Jebusiter aber wohnten zu Jerusalem, und die Kinder Juda konnten sie nicht vertreiben; also blieben die Jebusiter mit den Kindern Juda zu Jerusalem bis auf diesen Tag. __________________________________________________________________ Kapitel 16 ^1Und das Los fiel den Kindern Joseph aufgangwaerts vom Jordan gegenueber Jericho bis zum Wasser bei Jericho, und die Wueste, die heraufgeht von Jericho durch das Gebirge gen Beth-El; ^2und kommt von Beth-El heraus gen Lus und geht durch zur Grenze des Arachiters gen Ataroth ^3und zieht sich hernieder abendwaerts zu der Grenze des Japhletiters bis an die Grenze des niederen Beth-Horon und bis gen Geser; und das Ende ist am Meer. ^4Das haben zum Erbteil genommen die Kinder Josephs, Manasse und Ephraim. ^5Die Grenze der Kinder Ephraim nach ihren Geschlechtern, die Grenze ihres Erbteils aufgangwaerts, war Ataroth-Adar bis zum obern Beth-Horon ^6und geht aus gegen Abend bei Michmethath, das gegen Mitternacht liegt; daselbst lenkt sie sich herum gegen Aufgang gen Thaanath-Silo und geht da durch aufgangwaerts gen Janoha ^7und kommt herab von Janoha gen Ataroth und Naarath und stoesst an Jericho und geht aus am Jordan; ^8von Thappuah geht sie abendwaerts zum Bach Kana; und ihr Ende ist am Meer. Das ist das Erbteil des Stammes der Kinder Ephraim nach ihren Geschlechtern. ^9dazu alle Staedte mit ihren Doerfern, welche fuer die Kinder Ephraim ausgesondert waren unter dem Erbteil der Kinder Manasse. ^10Und sie vertrieben die Kanaaniter nicht, die zu Geser wohnten; also blieben die Kanaaniter unter Ephraim bis auf diesen Tag und wurden zinsbar. __________________________________________________________________ Kapitel 17 ^1Und das Los fiel dem Stamm Manasse, denn er ist Josephs erster Sohn, und fiel auf Machir, den ersten Sohn Manasses, den Vater Gileads, denn er war ein streitbarer Mann; darum ward ihm Gilead und Basan. ^2Den andern Kindern aber Manasses nach ihren Geschlechtern fiel es auch, naemlich den Kindern Abiesers, den Kindern Heleks, den Kindern Asriels, den Kindern Sichems, den Kindern Hephers und den Kindern Semidas. Das sind die Kinder Manasses, des Sohnes Josephs, die Maenner, nach ihren Geschlechtern. ^3Aber Zelophehad, der Sohn Hephers, des Sohnes Gilead, des Sohnes Machir, des Sohnes Manasses, hatte keine Soehne, sondern Toechter, und ihre Namen sind diese: Mahela, Noa, Hogla, Milka, Thirza; ^4und sie traten vor den Priester Eleasar und vor Josua, den Sohn Nuns, und vor die Obersten und sprachen: Der HERR hat Mose geboten, dass er uns solle Erbteil geben unter unsern Bruedern. Und man gab ihnen Erbteil unter den Bruedern ihres Vaters nach dem Befehl des HERRN. ^5Es fielen aber auf Manasse zehn Messschnuere, ausser dem Lande Gilead und Basan, das jenseit des Jordans liegt; ^6denn die Toechter Manasse nahmen Erbteil unter seinen Soehnen, und das Land Gilead war den andern Kindern Manasses. ^7Und die Grenze Manasses war von Asser gen Michmethath, das vor Sichem liegt, und reicht zur Rechten an die von En-Thappuah; ^8denn das Land Thappuah ward dem Manasse; aber Thappuah an der Grenze Manasses ward den Kindern Ephraim; ^9darnach kommt sie herab zum Bach Kana zur Mittagsseite des Bachs, die Staedte daselbst sind Ephraims unter den Staedten Manasses; die Grenze Manasses aber geht weiter an der Mitternachtseite des Baches und endet am Meer. ^10Dem Ephraim ward's gegen Mittag und dem Manasse gegen Mitternacht, und das Meer ist seine Grenze; und sie sollen stossen an Asser von Mitternacht und an Isaschar von Morgen. ^11So hatte nun Manasse unter Isaschar und Asser: Beth-Sean und seine Ortschaften, Jibleam und seine Ortschaften und die zu Dor und seine Ortschaften und die zu Endor und seine Ortschaften und die zu Thaanach und seine Ortschaften und die zu Megiddo und seine Ortschaften und den dritten Teil Nepheths. ^12Und die Kinder Manasse konnten diese Staedte nicht einnehmen; sondern die Kanaaniter blieben wohnen in dem Lande. ^13Da aber die Kinder Israel maechtig wurden, machten sie die Kanaaniter zinsbar und vertrieben sie nicht. ^14Da redeten die Kinder Joseph mit Josua und sprachen: Warum hast du mir nur ein Los und eine Schnur des Erbteils gegeben? Und ich bin doch ein grosses Volk, wie mich der HERR so gesegnet hat. ^15Da sprach Josua zu ihnen: Weil du ein grosses Volk bist, so gehe hinauf in den Wald und haue um daselbst im Lande die Pheresiter und Riesen, weil dir das Gebirge Ephraim zu enge ist. ^16Da sprachen die Kinder Joseph: Das Gebirge wird nicht Raum genug fuer uns sein, und es sind eiserne Wagen bei allen Kanaanitern, die im Tal des Landes wohnen: bei denen zu Beth-Sean und seinen zugehoerigen Orten und bei denen im Tal Jesreel. ^17Josua sprach zum Hause Josephs, zu Ephraim und Manasse: Du bist ein grosses Volk; und weil du so gross bist, sollst du nicht nur ein Los haben, ^18sondern das Gebirge soll dein sein, da der Wald ist, den haue um; und er wird dein sein bis an seine Enden, wenn du die Kanaaniter vertreibst, die eiserne Wagen haben und maechtig sind. __________________________________________________________________ Kapitel 18 ^1Und es versammelte sich die ganze Gemeinde der Kinder Israel gen Silo und richteten daselbst auf die Huette des Stifts, und das Land war ihnen unterworfen. ^2Und es waren noch sieben Staemme der Kinder Israel, denen sie ihr Erbteil nicht ausgeteilt hatten. ^3Und Josua sprach zu den Kinder Israel: Wie lange seid ihr so lass, dass ihr nicht hingeht, das Land einzunehmen, das euch der HERR, euer Vaeter Gott, gegeben hat? ^4Schafft euch aus jeglichem Stamm drei Maenner, dass ich sie sende und sie sich aufmachen und durchs Land gehen und es aufschreiben nach ihren Erbteilen und zu mir kommen. ^5Teilt das Land in sieben Teile. Juda soll bleiben auf seiner Grenze von Mittag her, und das Haus Josephs soll bleiben auf seiner Grenze von Mitternacht her. ^6Ihr aber schreibt die sieben Teile der Lande auf und bringt sie zu mir hierher, so will ich euch das Los werfen hier vor dem HERRN, unserm Gott. ^7Denn die Leviten haben kein Teil unter euch, sondern das Priestertum des HERRN ist ihr Erbteil. Gad aber und Ruben und der halbe Stamm Manasse haben ihr Teil genommen jenseit des Jordans, gegen Morgen, das ihnen Mose, der Knecht Gottes, gegeben hat. ^8Da machten sich die Maenner auf, dass sie hingingen; und Josua gebot ihnen, da sie hin wollten gehen, das Land aufzuschreiben, und sprach: Gehet hin und durchwandelt das Land und schreibt es auf und kommt wieder zu mir, dass ich euch hier das Los werfe vor dem HERRN zu Silo. ^9Also gingen die Maenner hin und durchzogen das Land und schrieben es auf in einen Brief nach den Staedten in sieben Teile und kamen zu Josua ins Lager gen Silo. ^10Da warf Josua das Los ueber sie zu Silo vor dem HERRN und teilte daselbst das Land aus unter die Kinder Israel, einem jeglichen sein Teil. ^11Und das Los des Stammes der Kinder Benjamin fiel nach ihren Geschlechtern, und die Grenze ihres Loses ging aus zwischen den Kindern Juda und den Kindern Joseph. ^12Und ihre Grenze war an der Seite gegen Mitternacht vom Jordan an und geht herauf an der Mitternachtseite Jerichos und kommt aufs Gebirge abendwaerts und geht aus nach der Wueste Beth-Aven ^13und geht von da gen Lus, an der Seite her an Lus mittagwaerts, das ist Beth-El, und kommt hinab gen Ataroth-Adar an den Berg, der gegen Mittag liegt von dem niederen Beth-Horon. ^14Darnach neigt sie sich und lenkt sich um zur Seite des Abends gegen Mittag von dem Berge an, der vor Beth-Horon mittagswaerts liegt, und endet an Kirjath-Baal, das ist Kirjath-Jearim, die Stadt der Kinder Juda. Das ist die Seite gegen Abend. ^15Aber die Seite gegen Mittag ist von Kirjath-Jearim an und geht aus gegen Abend und kommt hinaus zum Wasserbrunnen Nephthoa ^16und geht herab an des Berges Ende, der vor dem Tal des Sohnes Hinnoms liegt, am Grunde Rephaim gegen Mitternacht, und geht durchs Tal Hinnom an der Mittagseite des Jebusiters und kommt hinab zum Brunnen Rogel ^17und zieht sich mitternachtwaerts und kommt hinaus gen En-Semes und kommt hinaus gen Geliloth, das gegenueber der Steige Adummim liegt, und kommt herab zum Stein Bohans, des Sohnes Rubens, ^18und geht zur Seite hin neben dem Gefilde, das gegen Mitternacht liegt, und kommt hinab aufs Gefilde ^19und geht an der Seite Beth-Hoglas, das gegen Mitternacht liegt, und ihr Ende ist an der Zunge des Salzmeers gegen Mitternacht, an dem Ende des Jordans gegen Mittag. Das ist die Mittagsgrenze. ^20Aber die Seite gegen Morgen soll der Jordan enden. Das ist das Erbteil der Kinder Benjamin in ihren Grenzen umher nach ihren Geschlechtern. ^21Die Staedte aber des Stammes der Kinder Benjamin nach ihren Geschlechtern sind diese: Jericho, Beth-Hogla, Emek-Keziz, ^22Beth-Araba, Zemaraim, Beth-El, ^23Avvim, Happara, Ophra, ^24Kaphar-Ammonai, Ophni, Geba. Das sind zwoelf Staedte und ihre Doerfer. ^25Gibeon Rama, Beeroth, ^26Mizpe, Kaphira, Moza, ^27Rekem, Jerpeel, Thareala, ^28Zela, Eleph und die Jebusiter, das ist Jerusalem, Gibeath, Kirjath. Vierzehn Staedte und ihre Doerfer. Das ist das Erbteil der Kinder Benjamin nach ihren Geschlechtern. __________________________________________________________________ Kapitel 19 ^1Darnach fiel das zweite Los auf den Stamm der Kinder Simeon nach ihren Geschlechtern; und ihr Erbteil war unter dem Erbteil der Kinder Juda. ^2Und es ward ihnen zum Erbteil Beer-Seba, Seba, Molada, ^3Hazar-Sual, Bala, Ezem, ^4Eltholad, Bethul, Horma, ^5Ziklag, Beth-Markaboth, Hazar-Susa, ^6Beth-Lebaoth, Saruhen. Das sind dreizehn Staedte und ihre Doerfer. ^7Ain, Rimmon, Ehter, Asan. Das sind vier Staedte und ihre Doerfer. ^8Dazu alle Doerfer, die um diese Staedte liegen, bis gen Baalath-Beer-Ramath gegen Mittag. Das ist das Erbteil des Stammes der Kinder Simeon nach ihren Geschlechtern. ^9Denn der Kinder Simeon Erbteil ist unter dem Erbteil der Kinder Juda. Weil das Erbteil der Kinder Juda ihnen zu gross war, darum erbten die Kinder Simeon unter ihrem Erbteil. ^10Das dritte Los fiel auf die Kinder Sebulon nach ihren Geschlechtern; und die Grenze ihres Erbteils war bis gen Sarid ^11und geht hinauf abendwaerts gen Mareala und stoesst an Dabbeseth und stoesst an den Bach, der vor Jokneam fliesst, ^12und wendet sich von Sarid gegen der Sonne Aufgang bis an die Grenze Kisloth-Thabor und kommt hinaus gen Dabrath und reicht hinauf gen Japhia, ^13und von da geht sie gegen Aufgang durch Gath-Hepher, Eth-Kazin und kommt hinaus gen Rimmon, Mithoar und Nea ^14und lenkt sich herum mitternachtwaerts gen Hannathon und endet im Tal Jephthah-El, ^15und Kattath, Nahalal, Simron, Jedeala und Bethlehem. Das sind zwoelf Staedte und ihre Doerfer. ^16Das ist das Erbteil der Kinder Sebulon nach ihren Geschlechtern; das sind ihre Staedte und Doerfer. ^17Das vierte Los fiel auf die Kinder Isaschar nach ihren Geschlechtern. ^18Und ihr Gebiet war Jesreel, Chesulloth, Sunem, ^19Hapharaim, Sion, Anaharath, ^20Rabbith, Kisjon, Ebez, ^21Remeth, En-Gannim, En-Hadda, Beth-Pazez, ^22und die Grenze stoesst an Thabor, Sahazima, Beth-Semes, und ihr Ende ist am Jordan. Sechzehn Staedte und ihre Doerfer. ^23Das ist das Erbteil des Stammes der Kinder Isaschar nach ihren Geschlechtern, die Staedte und ihre Doerfer. ^24Das fuenfte Los fiel auf den Stamm der Kinder Asser nach ihren Geschlechtern. ^25Und ihr Gebiet war Helkath, Hali, Beten, Achsaph, ^26Allammelech, Amead, Miseal, und die Grenze stoesst an den Karmel am Meer und an Sihor-Libnath ^27und wendet sich gegen der Sonne Aufgang gen Beth-Dagon und stoesst an Sebulon und an das Tal Jephthah-El mitternachtwaerts, Beth-Emek, Negiel und kommt hinaus gen Kabul zur Linken, ^28Ebron, Rehob, Hammon, Kana bis an Gross-Sidon ^29und wendet sich gen Rama bis zu der festen Stadt Tyrus und wendet sich gen Hosa und endet am Meer in der Gegend von Achsib ^30und schliesst ein Umma, Aphek, Rehob. Zweiundzwanzig Staedte und ihre Doerfer. ^31Das ist das Erbteil des Stammes der Kinder Asser nach ihren Geschlechtern, die Staedte und ihre Doerfer. ^32Das sechste Los fiel auf die Kinder Naphthali nach ihren Geschlechtern. ^33Und ihre Grenze war von Heleph, von den Eichen bei Zaanannim an, Adami-Nebek, Jabneel, bis gen Lakkum und endet am Jordan, ^34und die Grenze wendet sich zum Abend gen Asnoth-Thabor und kommt von da hinaus gen Hukkok und stoesst an Sebulon gegen Mittag und an Asser gegen Abend und an Juda am Jordan gegen der Sonne Aufgang; ^35und feste Staedte sind: Ziddim, Zer, Hammath, Rakkath, Kinnereth, ^36Adama, Rama, Hazor, ^37Kedes, Edrei, En-Hazor, ^38Jereon, Migdal-El, Horem, Beth-Anath, Beth-Semes. Neunzehn Staedte und ihre Doerfer. ^39Das ist das Erbteil des Stammes der Kinder Naphthali nach ihren Geschlechtern, die Staedte und ihre Doerfer. ^40Das siebente Los fiel auf den Stamm der Kinder Dan nach ihren Geschlechtern. ^41Und das Gebiet ihres Erbteils waren Zora, Esthaol, Ir-Semes, ^42Saalabbin, Ajalon, Jethla, ^43Elon, Thimnatha, Ekron, ^44Eltheke, Gibbethon, Baalath, ^45Jehud, Bne-Barak, Gath-Rimmon, ^46Me-Jarkon, Rakkon mit den Grenzen gegen Japho. ^47Und an demselben endet das Gebiet der Kinder Dan. Und die Kinder Dan zogen hinauf und stritten wider Lesem und gewannen und schlugen es mit der Schaerfe des Schwerts und nahmen es ein und wohnten darin und nannten es Dan nach ihres Vaters Namen. ^48Das ist das Erbteil des Stammes der Kinder Dan nach ihren Geschlechtern, die Staedte und ihre Doerfer. ^49Und da sie das Ganze Land ausgeteilt hatten nach seinen Grenzen, gaben die Kinder Israel Josua, dem Sohn Nuns, ein Erbteil unter ihnen ^50und gaben ihm nach dem Befehl des HERRN die Stadt, die er forderte, naemlich Thimnath-Serah auf dem Gebirge Ephraim. Da baute er die Stadt und wohnte darin. ^51Das sind die Erbteile, die Eleasar, der Priester, und Josua, der Sohn Nuns, und die Obersten der Vaterhaeuser unter den Staemmen durchs Los den Kindern Israel austeilten zu Silo vor dem HERRN, vor der Tuer der Huette des Stifts; und vollendeten also das Austeilen des Landes. __________________________________________________________________ Kapitel 20 ^1Und der HERR redete mit Josua und sprach: ^2Sage den Kindern Israel: Gebt unter euch Freistaedte, davon ich durch Mose euch gesagt habe, ^3dahin fliehen moege ein Totschlaeger, der eine Seele unversehens und unwissend schlaegt, dass sie unter euch frei seien von dem Blutraecher. ^4Und der da flieht zu der Staedte einer, soll stehen draussen vor der Stadt Tor und vor den Aeltesten der Stadt seine Sache ansagen; so sollen sie ihn zu sich in die Stadt nehmen und ihm Raum geben, dass er bei ihnen wohne. ^5Und wenn der Blutraecher ihm nachjagt, sollen sie den Totschlaeger nicht in seine Haende uebergeben, weil er unwissend seinen Naechsten geschlagen hat und ist ihm zuvor nicht feind gewesen. ^6So soll er in der Stadt wohnen, bis dass er stehe vor der Gemeinde vor Gericht, und bis dass der Hohepriester sterbe, der zur selben Zeit sein wird. Alsdann soll der Totschlaeger wiederkommen in seine Stadt und in sein Haus, zur Stadt, davon er geflohen ist. ^7Da heiligten sie Kedes in Galilaea, auf dem Gebirge Naphthali, und Sichem auf dem Gebirge Ephraim und Kirjath-Arba, das ist Hebron, auf dem Gebirge Juda; ^8und jenseit des Jordans, da Jericho liegt, gegen Aufgang, gaben sie Bezer in der Wueste auf der Ebene aus dem Stamm Ruben und Ramoth in Gilead aus dem Stamm Gad und Golan in Basan aus dem Stamm Manasse. ^9Das waren die Staedte, bestimmt allen Kindern Israel und den Fremdlingen, die unter ihnen wohnten, dass dahin fliehe, wer eine Seele unversehens schlaegt, dass er nicht sterbe durch den Blutraecher, bis dass er vor der Gemeinde gestanden sei. __________________________________________________________________ Kapitel 21 ^1Da traten herzu die obersten Vaeter unter den Leviten zu dem Priester Eleasar und Josua, dem Sohn Nuns, und zu den obersten Vaetern unter den Staemmen der Kinder Israel ^2und redeten mit ihnen zu Silo im Lande Kanaan und sprachen: Der HERR hat uns geboten durch Mose, dass man uns Staedte geben solle, zu wohnen, und ihre Vorstaedte zu unserm Vieh. ^3Da gaben die Kinder Israel den Leviten von ihren Erbteilen nach dem Befehl des HERRN diese Staedte und ihre Vorstaedte. ^4Und das Los fiel auf die Geschlechter der Kahathiter, und wurden den Kindern Aarons, des Priesters, aus den Leviten durchs Los dreizehn Staedte von dem Stamm Juda, von dem Stamm Simeon und von dem Stamm Benjamin. ^5Den andern Kindern Kahaths aber wurden durchs Los zehn Staedte von den Geschlechtern des Stammes Ephraim, von dem Stamme Dan und von dem halben Stamm Manasse. ^6Aber den Kindern Gersons wurden durchs Los dreizehn Staedte von den Geschlechtern des Stammes Isaschar, von dem Stamm Asser und von dem Stamm Naphthali und von dem halben Stamm Manasse in Basan. ^7Den Kindern Meraris nach ihren Geschlechtern wurden zwoelf Staedte von dem Stamm Ruben, von dem Stamm Gad und von dem Stamm Sebulon. ^8Also gaben die Kinder Israel den Leviten durchs Los diese Staedte und Vorstaedte, wie der HERR durch Mose geboten hatte. ^9Von dem Stamm der Kinder Juda und von dem Stamm der Kinder Simeon gaben sie diese Staedte, die sie mit ihren Namen nannten, ^10den Kindern Aarons, vom Geschlecht der Kahathiter, aus den Kindern Levi; denn das erste Los ward ihnen. ^11So geben sie ihnen die Stadt des Arba, des Vaters Enaks, das ist Hebron auf dem Gebirge Juda und ihre Vorstaedte um sie her. ^12Aber den Acker der Stadt und ihre Doerfer gaben sie Kaleb, dem Sohn Jephunnes, zu seinem Erbe. ^13Also gaben sie den Kindern Aarons, des Priesters, die Freistadt der Totschlaeger, Hebron, und seine Vorstaedte, Libna und sein Vorstaedte, ^14Jatthir und seine Vorstaedte, Esthemoa und sein Vorstaedte, ^15Holon und seine Vorstaedte, Debir und seine Vorstaedte, ^16Ain und seine Vorstaedte, Jutta und seine Vorstaedte, Beth-Semes und seine Vorstaedte, neun Staedte von diesen zwei Staemmen; ^17von dem Stamm Benjamin aber gaben sie vier Staedte: Gibeon und seine Vorstaedte, Geba und seine Vorstaedte, ^18Anathoth und seine Vorstaedte, Almon und seine Vorstaedte, ^19dass alle Staedte der Kinder Aarons, der Priester, waren dreizehn mit ihren Vorstaedten. ^20Den Geschlechtern aber der andern Kinder Kahath, den Leviten, wurden durch ihr Los vier Staedte von dem Stamm Ephraim; ^21sie gaben ihnen die Freistadt der Totschlaeger, Sichem und seine Vorstaedte auf dem Gebirge Ephraim, Geser und seine Vorstaedte, ^22Kibzaim und seine Vorstaedte, Beth-Horon und seine Vorstaedte. ^23Von dem Stamme Dan vier Staedte: Eltheke und seine Vorstaedte, Gibbethon und seine Vorstaedte, ^24Ajalon und seine Vorstaedte, Gath-Rimmon und seine Vorstaedte. ^25Von dem halben Stamm Manasse zwei Staedte: Thaanach und seine Vorstaedte, Gath-Rimmon und seine Vorstaedte, ^26dass alle Staedte der Geschlechter der andern Kinder Kahath waren zehn mit ihren Vorstaedten. ^27Den Kindern aber Gerson aus den Geschlechtern der Leviten wurden gegeben von dem halben Stamm Manasse zwei Staedte: die Freistadt fuer die Totschlaeger, Golan in Basan, und sein Vorstaedte, Beesthra und seine Vorstaedte. ^28Von dem Stamme Isaschar vier Staedte: Kisjon und seine Vorstaedte, Dabrath und seine Vorstaedte, ^29Jarmuth und seine Vorstaedte, En-Gannim und seine Vorstaedte. ^30Von dem Stamm Asser vier Staedte: Miseal und seine Vorstaedte, Abdon und seine Vorstaedte, ^31Helkath und seine Vorstaedte, Rehob und seine Vorstaedte. ^32Von dem Stamm Naphthali drei Staedte: die Freistadt fuer die Totschlaeger, Kedes in Galilaea, und seine Vorstaedte, Hammoth-Dor und seine Vorstaedte, Karthan und seine Vorstaedte, ^33dass alle Staedte des Geschlechts der Gersoniter waren dreizehn mit ihren Vorstaedten. ^34Den Geschlechtern aber der Kinder Merari, den andern Leviten, wurden gegeben von dem Stamm Sebulon vier Staedte: Jokneam und seine Vorstaedte, Kartha und seine Vorstaedte, ^35Dimna und seine Vorstaedte, Nahalal und seine Vorstaedte. ^36Von dem Stamm Ruben vier Staedte: Bezer und seine Vorstaedte, Jahza und seine Vorstaedte, ^37Kedemoth und seine Vorstaedte, Mephaath und seine Vorstaedte. ^38Von dem Stamme Gad vier Staedte: die Freistadt fuer die Totschlaeger, Ramoth in Gilead, und seine Vorstaedte, ^39Mahanaim und seine Vorstaedte, Hesbon und seine Vorstaedte, Jaser und seine Vorstaedte, ^40dass alle Staedte der Kinder Merari nach ihren Geschlechtern, der andern Leviten, nach ihrem Los waren zwoelf. ^41Alle Staedte der Leviten unter dem Erbe der Kinder Israel waren achtundvierzig mit ihren Vorstaedten. ^42Und eine jegliche dieser Staedte hatte ihre Vorstadt um sich her, eine wie die andere. ^43Also gab der HERR Israel alles Land, das er geschworen hatte ihren Vaetern zu geben, und sie nahmen es ein und wohnten darin. ^44Und der HERR gab ihnen Ruhe von allen umher, wie er ihren Vaetern geschworen hatte, und stand ihrer Feinde keiner wider sie, sondern alle ihre Feinde gab er in ihre Haende. ^45Und es fehlte nichts an allem Guten, das der HERR dem Hause Israel verheissen hatte. Es kam alles. __________________________________________________________________ Kapitel 22 ^1Da rief Josua die Rubeniter und Gaditer und den halben Stamm Manasse ^2und sprach zu ihnen: Ihr habt alles gehalten, was euch Mose, der Knecht des HERRN, geboten hat, und gehorcht meiner Stimme in allem, was ich euch geboten habe. ^3Ihr habt eure Brueder nicht verlassen eine lange Zeit her bis auf diesen Tag und habt gehalten an dem Gebot des HERRN, eures Gottes. ^4Weil nun der HERR, euer Gott, hat eure Brueder zur Ruhe gebracht, wie er ihnen geredet hat, so wendet euch nun und ziehet hin in eure Huetten im Lande eures Erbes, das euch Mose, der Knecht des HERRN, gegeben hat jenseit des Jordans. ^5Haltet aber nur an mit Fleiss, dass ihr tut nach dem Gebot und Gesetz, das euch Mose, der Knecht des HERRN, geboten hat, dass ihr den HERRN, euren Gott, liebt und wandelt auf allen seinen Wegen und seine Gebote haltet und ihm anhanget und ihm dient von ganzem Herzen und von ganzer Seele. ^6Also segnete sie Josua und liess sie gehen; und sie gingen zu ihren Huetten. ^7Dem halben Stamm Manasse hatte Mose gegeben in Basan; der andern Haelfte gab Josua unter ihren Bruedern diesseit des Jordans gegen Abend. Und da er sie gesegnet hatte, ^8sprach er zu ihnen: Ihr kommt wieder heim mit grossem Gut zu euren Huetten, mit sehr viel Vieh, Silber, Gold, Erz, Eisen und Kleidern; so teilt nun den Raub eurer Feinde mit euren Bruedern. ^9Also kehrten um die Rubeniter, Gaditer und der halbe Stamm Manasse und gingen von den Kindern Israel aus Silo, das im Lande Kanaan liegt, dass sie ins Land Gilead zoegen zum Lande ihres Erbes, das sie erbten nach Befehl des HERRN durch Mose. ^10Und da sie kamen in die Kreise am Jordan, die im Lande Kanaan liegen, bauten die Rubeniter, Gaditer und der halbe Stamm Manasse daselbst am Jordan einen grossen, schoenen Altar. ^11Da aber die Kinder Israel hoerten sagen: Siehe, die Kinder Ruben, die Kinder Gad und der halbe Stamm Manasse haben einen Altar gebaut gegenueber dem Land Kanaan, in den Kreisen am Jordan, diesseit der Kinder Israel, ^12da versammelten sie sich mit der ganzen Gemeinde zu Silo, dass sie wider sie hinaufzoegen mit einem Heer. ^13Und sandten zu ihnen ins Land Gilead Pinehas, den Sohn Eleasars, des Priesters, ^14und mit ihm zehn oberste Fuersten unter ihren Vaterhaeusern, aus jeglichem Stamm Israels einen. ^15Und da sie zu ihnen kamen ins Land Gilead, redeten sie mit ihnen und sprachen: ^16So laesst euch sagen die ganze Gemeinde des HERRN: Wie versuendigt ihr euch also an dem Gott Israels, dass ihr euch heute kehrt von dem HERRN damit, dass ihr euch einen Altar baut, dass ihr abfallt von dem HERRN? ^17Ist's uns zu wenig an der Missetat ueber dem Peor, von welcher wir noch auf diesen Tag nicht gereinigt sind und kam eine Plage unter die Gemeinde des HERRN? ^18Und ihr wendet euch heute von dem HERRN weg und seid heute abtruennig geworden von dem HERRN, auf dass er heute oder morgen ueber die ganze Gemeinde Israel erzuerne. ^19Duenkt euch das Land eures Erbes unrein, so kommt herueber in das Land, das der HERR hat, da die Wohnung des HERRN steht, und macht euch ansaessig unter uns; und werdet nicht abtruennig von dem Herrn und von uns, dass ihr euch einen Altar baut ausser dem Altar des HERRN, unsers Gottes. ^20Versuendigte sich nicht Achan, der Sohn Serahs, am Verbannten? und der Zorn kam ueber die ganze Gemeinde Israel, und er ging nicht allein unter ueber seiner Missetat. ^21Da antworteten die Kinder Ruben und die Kinder Gad und der halbe Stamm Manasse und sagten zu den Haeuptern ueber die Tausende Israels: ^22Der starke Gott, der HERR, weiss es; so wisse es Israel auch: fallen wir ab oder suendigen wider den HERRN, so helfe er uns heute nicht! ^23Und so wir darum den Altar gebaut haben, dass wir uns von dem HERRN wenden wollten, Brandopfer und Speisopfer darauf opfern oder Dankopfer darauf tun, so fordere es der HERR. ^24Und so wir's nicht vielmehr aus Sorge darum getan haben, dass wir sprachen: Heut oder morgen moechten eure Kinder zu unsern Kindern sagen: Was geht euch der HERR, der Gott Israels, an? ^25Der HERR hat den Jordan zur Grenze gesetzt zwischen uns und euch Kindern Ruben und Gad; ihr habt keinen Teil am HERRN." Damit wuerden eure Kinder unsre Kinder von der Furcht des HERRN weisen. ^26Darum sprachen wir: Lasst uns einen Altar bauen, nicht zum Brandopfer noch zu andern Opfern, ^27sondern dass er ein Zeuge sei zwischen uns und euch und unsern Nachkommen, dass wir dem HERRN Dienst tun moegen vor ihm mit unsern Brandopfern, Dankopfern und andern Opfern und eure Kinder heut oder morgen nicht sagen duerfen zu unsern Kindern: Ihr habt keinen Teil an dem HERRN. ^28Wenn sie aber also zu uns sagen wuerden oder zu unsern Nachkommen heut oder morgen, so koennten wir sagen: Seht das Gleichnis des Altars des HERRN, den unsere Vaeter gemacht haben, nicht zum Brandopfer noch zu andern Opfern, sondern zum Zeugen zwischen uns und euch. ^29Das sei ferne von uns, dass wir abtruennig werden von dem HERRN, dass wir uns heute wollten von ihm wenden und einen Altar bauen zum Brandopfer und andern Opfern, ausser dem Altar des HERRN, unsers Gottes, der vor seiner Wohnung steht. ^30Da aber Pinehas, der Priester, und die Obersten der Gemeinde, die Haeupter ueber die Tausende Israels, die mit ihm waren, hoerten diese Worte, die die Kinder Ruben, Gad und Manasse sagten, gefielen sie ihnen wohl. ^31Und Pinehas, der Sohn Eleasars, des Priesters, sprach zu den Kindern Ruben, Gad und Manasse: Heute erkennen wir, dass der HERR unter uns ist, dass ihr euch nicht an dem HERRN versuendigt habt in dieser Tat. Nun habt ihr die Kinder Israel errettet aus der Hand des HERRN. ^32Da zogen Pinehas, der Sohn Eleasars, des Priesters, und die Obersten aus dem Lande Gilead von den Kindern Ruben und Gad wieder ins Land Kanaan zu den Kindern Israel und sagten's ihnen an. ^33Das gefiel den Kindern Israel wohl, und lobten den Gott der Kinder Israel und sagten nicht mehr, dass sie hinauf wollten ziehen mit einem Heer wider sie, zu verderben das Land, darin die Kinder Ruben und Gad wohnten. ^34Und die Kinder Ruben und Gad hiessen den Altar: Dass er Zeuge sei zwischen uns, dass der HERR Gott sei. __________________________________________________________________ Kapitel 23 ^1Und nach langer Zeit, da der HERR hatte Israel zur Ruhe gebracht vor allen ihren Feinden umher und Josua nun alt und wohl betagt war, ^2berief er das ganze Israel, ihre Aeltesten, Haeupter, Richter und Amtleute, und sprach zu ihnen: Ich bin alt und wohl betagt, ^3und ihr habt gesehen alles, was der HERR, euer Gott, getan hat an allen diesen Voelkern vor euch her; denn der HERR, euer Gott, hat selber fuer euch gestritten. ^4Seht, ich habe euch diese noch uebrigen Voelker durchs Los zugeteilt, einem jeglichen Stamm sein Erbteil, vom Jordan an, und alle Voelker, die ich ausgerottet habe, und am grossen Meer gegen der Sonne Untergang. ^5Und der HERR, euer Gott, wird sie ausstossen vor euch und von euch vertreiben, dass ihr ihr Land einnehmt, wie euch der HERR, euer Gott, geredet hat. ^6So seid nun sehr getrost, dass ihr haltet und tut alles, was geschrieben steht im Gesetzbuch Mose's, dass ihr nicht davon weicht, weder zur Rechten noch zur Linken, ^7auf dass ihr nicht unter diese uebrigen Voelker kommt, die bei euch sind, und nicht gedenkt noch schwoert bei dem Namen ihrer Goetter noch ihnen dient noch sie anbetet, ^8sondern dem HERRN, eurem Gott, anhangt, wie ihr bis auf diesen Tag getan habt. ^9Der HERR hat vor euch vertrieben grosse und maechtige Voelker, und niemand hat euch widerstanden bis auf diesen Tag. ^10Euer einer jagt tausend; denn der HERR, euer Gott, streitet fuer euch, wie er euch geredet hat. ^11Darum so behuetet aufs fleissigste eure Seelen, dass ihr dem HERRN, euren Gott, liebhabt. ^12Denn wo ihr euch umwendet und diesen Voelkern anhangt und euch mit ihnen verheiratet, dass ihr unter sie und sie unter euch kommen: ^13so wisset, dass der HERR, euer Gott, wird nicht mehr alle diese Voelker vor euch vertreiben; sondern sie werden euch zum Strick und Netz und zur Geissel in euren Seiten werden und zum Stachel in eure Augen, bis dass er euch umbringe hinweg von dem guten Lande, das euch der HERR, euer Gott, gegeben hat. ^14Siehe, ich gehe heute dahin wie alle Welt; und ihr sollt wissen von ganzem Herzen und von ganzer Seele, dass nicht ein Wort gefehlt hat an all dem Guten, das der HERR, euer Gott, euch verheissen hat. Es ist alles gekommen und keins ausgeblieben. ^15Gleichwie nun alles Gute gekommen ist, das der HERR, euer Gott, euch verheissen hat, also wird der HERR auch ueber euch kommen lassen alles Boese, bis er euch vertilge von diesem guten Land, das euch der HERR, euer Gott, gegeben hat, ^16wenn ihr uebertretet den Bund des HERRN, eures Gottes, den er euch geboten hat, und hingeht und andern Goettern dient und sie anbetet, dass der Zorn des HERRN ueber euch ergrimmt und euch bald umbringt hinweg von dem guten Land, das er euch gegeben hat. __________________________________________________________________ Kapitel 24 ^1Josua versammelte alle Staemme Israels gen Sichem und berief die Aeltesten von Israel, die Haeupter, Richter und Amtleute. Und da sie vor Gott getreten waren, ^2sprach er zum ganzen Volk: So sagt der HERR, der Gott Israels: Eure Vaeter wohnten vorzeiten jenseit des Stroms, Tharah, Abrahams und Nahors Vater, und dienten andern Goettern. ^3Da nahm ich euren Vater Abraham jenseit des Stroms und liess ihn wandern im ganzen Land Kanaan und mehrte ihm seinen Samen und gab ihm Isaak. ^4Und Isaak gab ich Jakob und Esau und gab Esau das Gebirge Seir zu besitzen. Jakob aber und seine Kinder zogen hinab nach Aegypten. ^5Da sandte ich Mose und Aaron und plagte Aegypten, wie ich unter ihnen getan habe. ^6Darnach fuehrte ich euch und eure Vaeter aus Aegypten. Und da ihr an das Meer kamt und die Aegypter euren Vaetern nachjagten mit Wagen und Reitern ans Schilfmeer, ^7da schrieen sie zum HERRN; der setzte eine Finsternis zwischen euch und die Aegypter und fuehrte das Meer ueber sie, und es bedeckte sie. Und eure Augen haben gesehen, was ich an den Aegyptern getan habe. Und ihr habt gewohnt in der Wueste eine lange Zeit. ^8Und ich habe euch gebracht in das Land der Amoriter, die jenseit des Jordans wohnten; und da sie wider euch stritten, gab ich sie in eure Haende, dass ihr ihr Land besasset, und vertilgte sie vor euch her. ^9Da machte sich auf Balak, der Sohn Zippors, der Moabiter Koenig, und stritt wider Israel und sandte hin und liess rufen Bileam, den Sohn Beors, dass er euch verfluchte. ^10Aber ich wollte ihn nicht hoeren. Und er segnete euch und ich errettete euch aus seinen Haenden. ^11Und da ihr ueber den Jordan gingt und gen Jericho kamt, stritten wider euch die Buerger von Jericho, die Amoriter, Pheresiter, Kanaaniter, Hethiter, Girgasiter, Heviter und Jebusiter; aber ich gab sie in eure Haende. ^12Und sandte Hornissen vor euch her; die trieben sie aus vor euch her, die zwei Koenige der Amoriter, nicht durch dein Schwert noch durch deinen Bogen. ^13Und ich habe euch ein Land gegeben, daran ihr nicht gearbeitet habt, und Staedte, die ihr nicht gebaut habt, dass ihr darin wohnt und esst von Weinbergen und Oelbaeumen, die ihr nicht gepflanzt habt. ^14So fuerchtet nun den HERRN und dient ihm treulich und rechtschaffen und lasst fahren die Goetter, denen eure Vaeter gedient haben jenseit des Stroms und in Aegypten, und dient dem HERRN. ^15Gefaellt es euch aber nicht, dass ihr dem HERRN dient, so erwaehlt euch heute, wem ihr dienen wollt: den Goettern, denen eure Vaeter gedient haben jenseit des Stroms, oder den Goettern der Amoriter, in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus wollen dem HERRN dienen. ^16Da antwortete das Volk und sprach: Das sei ferne von uns, dass wir den HERRN verlassen und andern Goettern dienen! ^17Denn der HERR, unser Gott, hat uns und unsre Vaeter aus Aegyptenland gefuehrt, aus dem Diensthause, und hat vor unsern Augen solche grosse Zeichen getan und uns behuetet auf dem ganzen Weg, den wir gezogen sind, und unter allen Voelkern, durch welche wir gezogen sind, ^18und hat ausgestossen vor uns her alle Voelker der Amoriter, die im Land wohnten. Darum wollen wir auch dem HERRN dienen; denn er ist unser Gott. ^19Josua sprach zu dem Volk: Ihr koennt dem HERRN nicht dienen; denn er ist ein heiliger Gott, ein eifriger Gott, der eurer Uebertretungen und Suenden nicht schonen wird. ^20Wenn ihr aber den HERRN verlasst und fremden Goettern dient, so wird er sich wenden und euch plagen und euch umbringen, nachdem er euch Gutes getan hat. ^21Das Volk aber sprach zu Josua: Nicht also, sondern wir wollen dem HERRN dienen. ^22Da sprach Josua zum Volk: Ihr seid Zeugen ueber euch, dass ihr den HERRN euch erwaehlt habt, dass ihr ihm dient. Und sie sprachen: Ja. ^23So tut nun von euch die fremden Goetter, die unter euch sind, und neigt euer Herz zu dem HERRN, dem Gott Israels. ^24Und das Volk sprach zu Josua: Wir wollen dem HERRN, unserm Gott, dienen und seiner Stimme gehorchen. ^25Also machte Josua desselben Tages einen Bund mit dem Volk und legte ihnen Gesetze und Rechte vor zu Sichem. ^26Und Josua schrieb dies alles ins Gesetzbuch Gottes und nahm einen grossen Stein und richtete ihn auf daselbst unter einer Eiche, die bei dem Heiligtum des HERRN war, ^27und sprach zum ganzen Volk: Siehe, dieser Stein soll Zeuge sein ueber uns, denn er hat gehoert alle Rede des HERRN, die er uns geredet hat; und soll ein Zeuge ueber euch sein, dass ihr euren Gott nicht verleugnet. ^28Also liess Josua das Volk gehen, einen jeglichen in sein Erbteil. ^29Und es begab sich nach dieser Geschichte, dass Josua, der Sohn Nuns, der Knecht des HERRN, starb, da er hundertundzehn Jahre alt war. ^30Und man begrub ihn in der Grenze seines Erbteils zu Thimnath-Serah, das auf dem Gebirge Ephraim liegt mitternachtwaerts vom Berge Gaas. ^31Und Israel diente dem Herrn, solange Josua lebte und die Aeltesten, welche noch lange Zeit lebten nach Josua, die alle die Werke des HERRN wussten, die er an Israel getan hatte. ^32Die Gebeine Josephs, welche die Kinder Israel hatten aus Aegypten gebracht, begruben sie zu Sichem in dem Stueck Feld, das Jakob kaufte von den Kindern Hemors, des Vaters Sichems, um hundert Groschen und das der Kinder Josephs Erbteil ward. ^33Eleasar, der Sohn Aarons, starb auch, und sie begruben ihn zu Gibea, der Stadt seines Sohnes Pinehas, die ihm gegeben war auf dem Gebirge Ephraim. __________________________________________________________________ Judges __________________________________________________________________ Kapitel 1 ^1Nach dem Tod Josuas fragten die Kinder Israel den HERRN und sprachen: Wer soll unter uns zuerst hinaufziehen, Krieg zu fuehren wider die Kanaaniter? ^2Der HERR sprach: Juda soll hinaufziehen. Siehe, ich habe das Land in seine Hand gegeben. ^3Da sprach Juda zu seinem Bruder Simeon: Zieh mit mir hinauf in mein Los und lass uns wider die Kanaaniter streiten, so will ich wieder mit dir ziehen in dein Los. Also zog Simeon mit ihm. ^4Da nun Juda hinaufzog, gab der HERR die Kanaaniter und Pheresiter in ihre Haende, und sie schlugen zu Besek zehntausend Mann. ^5Und fanden den Adoni-Besek zu Besek und stritten wider ihn und schlugen die Kanaaniter und Pheresiter. ^6Aber Adoni-Besek floh, und sie jagten ihm nach; und da sie ihn ergriffen, hieben sie ihm die Daumen ab an seinen Haenden und Fuessen. ^7Da sprach Adoni-Besek: Siebzig Koenige mit abgehauenen Daumen ihrer Haende und Fuesse lasen auf unter meinem Tisch. Wie ich nun getan habe, so hat mir Gott wieder vergolten. Und man brachte ihn gen Jerusalem; daselbst starb er. ^8Aber die Kinder Juda stritten wider Jerusalem und gewannen es und schlugen es mit der Schaerfe des Schwerts und zuendeten die Stadt an. ^9Darnach zogen die Kinder Juda herab, zu streiten wider die Kanaaniter, die auf dem Gebirge und gegen Mittag und in den Gruenden wohnten. ^10Und Juda zog hin wider die Kanaaniter, die zu Hebron wohnten (Hebron aber hiess vorzeiten Kirjath-Arba), und sie schlugen den Sesai und Ahiman und Thalmai. ^11Und zogen von da wider die Einwohner zu Debir (Debir aber hiess vorzeiten Kirjath-Sepher). ^12Und Kaleb sprach: Wer Kirjath-Sepher schlaegt und gewinnt, dem will ich meine Tochter Achsa zum Weibe geben. ^13Da gewann es Othniel, der Sohn des Kenas, Kalebs juengerer Bruder. Und er gab ihm sein Tochter Achsa zum Weibe. ^14Und es begab sich, da sie einzog, beredete sie ihn, einen Acker zu fordern von ihrem Vater. Und sie stieg vom Esel; da sprach Kaleb zu ihr: Was ist dir? ^15Sie sprach: Gib mir einen Segen! Denn du hast mir ein Mittagsland gegeben; gib mir auch Wasserquellen! Da gab er ihr die Quellen oben und unten. ^16Und die Kinder des Keniters, Mose's Schwagers, zogen herauf aus der Palmenstadt mit den Kindern Juda in die Wueste Juda, die da liegt gegen Mittag der Stadt Arad, und gingen hin und wohnten unter dem Volk. ^17Und Juda zog hin mit seinem Bruder Simeon, und schlugen die Kanaaniter zu Zephath und verbannten sie und nannten die Stadt Horma. ^18Dazu gewann Juda Gaza mit seinem Zugehoer und Askalon mit seinem Zugehoer und Ekron mit seinem Zugehoer. ^19Und der HERR war mit Juda, dass er das Gebirge einnahm; denn er konnte die Einwohner im Grunde nicht vertreiben, darum dass sie eiserne Wagen hatten. ^20Und sie gaben dem Kaleb Hebron, wie Mose gesagt hatte; und er vertrieb daraus die drei Soehne des Enak. ^21Aber die Kinder Benjamin vertrieben die Jebusiter nicht, die zu Jerusalem wohnten; sondern die Jebusiter wohnten bei den Kindern Benjamin zu Jerusalem bis auf diesen Tag. ^22Desgleichen zogen auch die Kinder Joseph hinauf gen Beth-El, und der HERR war mit ihnen. ^23Und das Haus Josephs liess auskundschaften Beth-El, das vorzeiten Lus hiess. ^24Und die Waechter sahen einen Mann aus der Stadt gehen und sprachen zu ihm: Weise uns, wo wir in die Stadt kommen, so wollen wir Barmherzigkeit an dir tun. ^25Und da er ihnen zeigte, wo sie in die Stadt kaemen, schlugen sie die Stadt mit der Schaerfe des Schwerts; aber den Mann und all sein Geschlecht liessen sie gehen. ^26Da zog derselbe Mann ins Land der Hethiter und baute eine Stadt und hiess sie Lus; die heisst noch heutigestages also. ^27Und Manasse vertrieb nicht Beth-Sean mit den zugehoerigen Orten noch Thaanach mit den zugehoerigen Orten noch die Einwohner zu Dor mit den zugehoerigen Orten noch die Einwohner zu Jibleam mit den zugehoerigen Orten noch die Einwohner zu Megiddo mit den zugehoerigen Orten; und die Kanaaniter blieben wohnen im Land. ^28Da aber Israel maechtig war, machte es die Kanaaniter zinsbar und vertrieb sie nicht. ^29Desgleichen vertrieb auch Ephraim die Kanaaniter nicht, die zu Geser wohnten, sondern die Kanaaniter wohnten unter ihnen zu Geser. ^30Sebulon vertrieb auch nicht die Einwohner von Kitron und Nahalol; sondern die Kanaaniter wohnten unter ihnen und waren zinsbar. ^31Asser vertrieb die Einwohner zu Akko nicht noch die Einwohner zu Sidon, zu Ahelab, zu Achsib, zu Helba, zu Aphik und zu Rehob; ^32sondern die Asseriter wohnten unter den Kanaanitern, die im Lande wohnten, denn sie vertrieben sie nicht. ^33Naphthali vertrieb die Einwohner nicht zu Beth-Semes noch zu Beth-Anath, sondern wohnte unter den Kanaanitern, die im Lande wohnten. Aber die zu Beth-Semes und zu Beth-Anath wurden zinsbar. ^34Und die Amoriter draengten die Kinder Dan aufs Gebirge und liessen nicht zu, dass sie herunter in den Grund kaemen. ^35Und die Amoriter blieben wohnen auf dem Gebirge Heres, zu Ajalon und Saalbim. Doch ward ihnen die Hand des Hauses Joseph zu schwer, und wurden zinsbar. ^36Und die Grenze der Amoriter war, da man nach Akrabbim hinaufgeht, von dem Fels an und weiter hinauf. __________________________________________________________________ Kapitel 2 ^1Es kam aber der Engel des HERRN herauf von Gilgal gen Bochim und sprach: Ich habe euch aus Aegypten heraufgefuehrt und in das Land gebracht, das ich euren Vaetern geschworen habe, und sprach, ich wollte meinen Bund mit euch nicht brechen ewiglich; ^2ihr aber solltet keinen Bund machen mit den Einwohnern dieses Landes und ihre Altaere zerbrechen. Aber ihr habt meiner Stimme nicht gehorcht. Warum habt ihr das getan? ^3Da sprach ich auch: Ich will sie nicht vertreiben vor euch, dass sie euch zum Strick werden und ihre Goetter zum Netz. ^4Und da der Engel des HERRN solche Worte geredet hatte zu allen Kinder Israel, hob das Volk seine Stimme auf und weinte, ^5und hiessen die Staette Bochim und opferten daselbst dem HERRN. ^6Als Josua das Volk von sich gelassen hatte und die Kinder Israel hingezogen waren, ein jeglicher in sein Erbteil, das Land einzunehmen, ^7diente das Volk dem HERRN, solange Josua lebte und die Aeltesten, die noch lange nach Josua lebten und alle die grossen Werke des HERRN gesehen hatten, die er getan hatte. ^8Da nun Josua, der Sohn Nuns, gestorben war, der Knecht des HERRN, als er hundertundzehn Jahre alt war, ^9begruben sie ihn in den Grenzen seines Erbteile zu Thimnath-Heres auf dem Gebirge Ephraim, mitternachtwaerts vom Berge Gaas. ^10Da auch alle, die zu der Zeit gelebt hatten, zu ihren Vaetern versammelt wurden, kam nach ihnen ein andres Geschlecht auf, das den HERRN nicht kannte noch sein Werke, die er an Israel getan hatte. ^11Da taten die Kinder Israel uebel vor dem HERRN und dienten den Baalim ^12und verliessen den HERRN, ihrer Vaeter Gott, der sie aus Aegyptenland gefuehrt hatte, und folgten andern Goettern nach von den Goettern der Voelker, die um sie her wohnten, und beteten sie an und erzuernten den HERRN; ^13denn sie verliessen je und je den HERRN und dienten Baal und den Astharoth. ^14So ergrimmte der Zorn des HERRN ueber Israel und gab sie in die Hand der Raeuber, dass diese sie beraubten, und verkaufte sie in die Haende ihrer Feinde umher. Und sie konnten nicht mehr ihren Feinden widerstehen; ^15sondern wo sie hinaus wollten, da war des HERRN Hand wider sie zum Unglueck, wie denn der HERR ihnen gesagt und geschworen hatte. Und sie wurden hart gedraengt. ^16Wenn dann der HERR Richter auferweckte, die ihnen halfen aus der Raeuber Hand, ^17so gehorchten sie den Richtern auch nicht, sondern liefen andern Goettern nach und beteten sie an und wichen bald von dem Weg, darauf ihre Vaeter gegangen waren, des HERRN Geboten zu gehorchen, und taten nicht wie dieselben. ^18Wenn aber der HERR ihnen Richter erweckte, so war der HERR mit dem Richter und half ihnen aus ihrer Feinde Hand, solange der Richter lebte. Denn es jammerte den HERRN ihr Wehklagen ueber die, so sie zwangen und draengten. ^19Wenn aber der Richter starb, so wandten sie sich und verderbten es mehr denn ihre Vaeter, dass sie andern Goettern folgten, ihnen zu dienen und sie anzubeten; sie liessen nicht von ihrem Vornehmen noch von ihrem halsstarrigen Wesen. ^20Darum ergrimmte denn des HERRN Zorn ueber Israel, dass er sprach: Weil dies Volk meinen Bund uebertreten hat, den ich ihren Vaetern geboten habe, und gehorchen meiner Stimme nicht, ^21so will ich auch hinfort die Heiden nicht vertreiben, die Josua hat gelassen, da er starb, ^22dass ich Israel durch sie versuche, ob sie auf dem Wege des HERRN bleiben, dass sie darin wandeln, wie ihre Vaeter geblieben sind, oder nicht. ^23Also liess der HERR diese Heiden, dass er sie nicht bald vertrieb, die er nicht hatte in Josuas Hand uebergeben. __________________________________________________________________ Kapitel 3 ^1Dies sind die Heiden, die der HERR liess bleiben, dass er durch sie Israel versuchte, alle, die nicht wussten um die Kriege Kanaans, ^2und dass die Geschlechter der Kinder Israel wuessten und lernten streiten, die zuvor nichts darum wussten, ^3naemlich die fuenf Fuersten der Philister und alle Kanaaniter und Sidonier und Heviter, die am Berg Libanon wohnten, von dem Berg Baal-Hermon an, bis wo man kommt gen Hamath. ^4Dieselben blieben, Israel durch sie zu versuchen, dass es kund wuerde, ob sie den Geboten des HERRN gehorchten, die er ihren Vaetern geboten hatte durch Mose. ^5Da nun die Kinder Israel also wohnten unter den Kanaanitern, Hethitern, Amoritern, Pheresitern, Hevitern und Jebusitern, ^6nahmen sie jener Toechter zu Weibern und gaben ihre Toechter jener Soehnen und dienten jener Goettern. ^7Und die Kinder Israel taten uebel vor dem HERRN und vergassen des HERRN, ihres Gottes, und dienten den Baalim und den Ascheroth. ^8Da ergrimmte der Zorn des HERRN ueber Israel, und er verkaufte sie unter die Hand Kusan-Risathaims, des Koenigs von Mesopotamien; und dienten also die Kinder Israel dem Kusan-Risathaim acht Jahre. ^9Da schrieen die Kinder Israel zu dem HERRN; und der HERR erweckte ihnen einen Heiland, der sie erloeste; Othniel, den Sohn Kenas, Kalebs juengsten Bruder. ^10Und der Geist des HERRN kam auf ihn, und er ward Richter in Israel und zog aus zum Streit. Und der HERR gab den Koenig von Mesopotamien, Kusan-Risathaim, in seine Hand, dass seine Hand ueber ihn zu stark ward. ^11Da ward das Land still vierzig Jahre. Und Othniel, der Sohn Kenas, starb. ^12Aber die Kinder Israel taten fuerder uebel vor dem HERRN. Da staerkte der HERR den Eglon, den Koenig der Moabiter, wider Israel, darum dass sie uebel taten vor dem HERRN. ^13Und er sammelte zu sich die Kinder Ammon und die Amalekiter und zog hin und schlug Israel und nahm ein die Palmenstadt. ^14Und die Kinder Israel dienten Eglon, dem Koenig der Moabiter, achtzehn Jahre. ^15Da schrieen sie zu dem HERRN; und der HERR erweckte ihnen einen Heiland: Ehud, den Sohn Geras, den Benjaminiten, der war links. Und da die Kinder Israel durch ihn Geschenk sandten Eglon, dem Koenig der Moabiter, ^16machte sich Ehud ein zweischneidig Schwert, eine Elle lang, und guertete es unter sein Kleid auf seine rechte Huefte ^17und brachte das Geschenk dem Eglon, dem Koenig der Moabiter. Eglon aber war ein sehr fetter Mann. ^18Und da er das Geschenk hatte ueberantwortet, liess er das Volk von sich, die das Geschenk getragen hatten, ^19und kehrte um von den Goetzen zu Gilgal und liess ansagen: Ich habe, o Koenig, dir was Heimliches zu sagen. Er aber hiess schweigen, und gingen aus von ihm alle, die um ihn standen. ^20Und Ehud kam zu ihm hinein. Er aber sass oben in der Sommerlaube, die fuer ihn allein war. Und Ehud sprach: Ich habe Gottes Wort an dich. Da stand er auf vom Stuhl. ^21Ehud aber reckte seine linke Hand aus und nahm das Schwert von seiner rechten Huefte und stiess es ihm in seinen Bauch, ^22dass auch das Heft der Schneide nach hineinfuhr und das Fett das Heft verschloss; denn er zog das Schwert nicht aus seinem Bauch. ^23Aber Ehud ging zum Saal hinaus und tat die Tuer der Sommerlaube hinter sich zu und verschloss sie. ^24Da er nun hinaus war, kamen seine Knechte und sahen, dass die Tuer verschlossen war, und sprachen: Er ist vielleicht zu Stuhl gegangen in der Kammer an der Sommerlaube. ^25Da sie aber so lange harrten, bis sie sich schaemten (denn niemand tat die Tuer der Laube auf), nahmen sie den Schluessel und schlossen auf; siehe, da lag ihr Herr auf der Erde tot. ^26Ehud aber war entronnen, dieweil sie verzogen, und ging an den Goetzen vorueber und entrann bis gen Seira. ^27Und da er hineinkam, blies er die Posaune auf dem Gebirge Ephraim. Und die Kinder Israel zogen mit ihm vom Gebirge und er vor ihnen her, ^28und sprach zu ihnen: Jagt mir nach; denn der HERR hat euch die Moabiter, eure Feinde, in eure Haende gegeben! Und sie jagten ihm nach und gewannen die Furten am Jordan, die gen Moab gehen, und liessen niemand hinueber ^29und schlugen die Moabiter zu der Zeit, bei zehntausend Mann, allzumal die besten und streitbare Maenner, dass nicht einer entrann. ^30Also wurden die Moabiter zu der Zeit unter die Hand der Kinder Israel gedaempft. Und das Land war still achtzig Jahre. ^31Darnach war Samgar, der Sohn Anaths; der schlug sechshundert Philister mit einem Ochsenstecken, und auch er erloeste Israel. __________________________________________________________________ Kapitel 4 ^1Aber die Kinder Israel taten fuerder uebel vor dem HERRN, da Ehud gestorben war. ^2Und der HERR verkaufte sie in die Hand Jabins, des Koenigs der Kanaaniter, der zu Hazor sass; und sein Feldhauptmann war Sisera, und er wohnte zu Haroseth der Heiden. ^3Und die Kinder Israel schrieen zum HERRN; denn er hatte neunhundert eiserne Wagen und zwang die Kinder Israel mit Gewalt zwanzig Jahre. ^4Zu der Zeit war Richterin in Israel die Prophetin Debora, das Weib Lapidoths. ^5Und sie wohnte unter der Palme Deboras zwischen Rama und Beth-El auf dem Gebirge Ephraim. Und die Kinder Israel kamen zu ihr hinauf vor Gericht. ^6Diese sandte hin und liess rufen Barak, den Sohn Abinoams von Kedes-Naphthali, und liess ihm sagen: Hat dir nicht der HERR, der Gott Israels, geboten: Gehe hin und zieh auf den Berg Thabor und nimm zehntausend Mann mit dir von den Kindern Naphthali und Sebulon? ^7Denn ich will Sisera, den Feldhauptmann Jabins, zu dir ziehen an das Wasser Kison mit seinen Wagen und mit seiner Menge und will ihn in deine Haende geben. ^8Barak sprach zu ihr: Wenn du mit mir ziehst, so will ich ziehen; ziehst du aber nicht mit mir, so will ich nicht ziehen. ^9Sie sprach: Ich will mit dir ziehen, aber der Preis wird nicht dein sein auf dieser Reise, die du tust, sondern der HERR wird Sisera in eines Weibes Hand uebergeben. Also machte sich Debora auf und zog mit Barak gen Kedes. ^10Da rief Barak Sebulon und Naphthali gen Kedes, und es zogen hinauf ihm nach zehntausend Mann. Debora zog auch mit ihm. ^11(Heber aber, der Keniter, war von den Kenitern, von den Kindern Hobabs, Mose's Schwagers, weggezogen und hatte seine Huette aufgeschlagen bei den Eichen zu Zaanannim neben Kedes.) ^12Da ward Sisera angesagt, dass Barak, der Sohn Abinoams, auf den Berg Thabor gezogen waere. ^13Und er rief alle seine Wagen zusammen, neunhundert eiserne Wagen, und alles Volk, das mit ihm war, von Haroseth der Heiden an das Wasser Kison. ^14Debora aber sprach zu Barak: Auf! das ist der Tag, da dir der HERR den Sisera hat in deine Hand gegeben; denn der HERR wird vor dir her ausziehen. Also zog Barak von dem Berge Thabor herab und die zehntausend Mann ihm nach. ^15Aber der HERR erschreckte den Sisera samt allen seinen Wagen und ganzem Heer vor der Schaerfe des Schwertes Baraks, dass Sisera von seinem Wagen sprang und floh zu Fuss. ^16Barak aber jagte nach den Wagen und dem Heer bis gen Haroseth der Heiden. Und alles Heer Siseras fiel vor der Schaerfe des Schwerts, dass nicht einer uebrigblieb. ^17Sisera aber floh zu Fuss in die Huette Jaels, des Weibes Hebers, des Keniters. Denn der Koenig Jabin zu Hazor und das Haus Hebers, des Keniters, standen miteinander im Frieden. ^18Jael aber ging heraus, Sisera entgegen, und sprach zu ihm: Weiche, mein Herr, weiche zu mir und fuerchte dich nicht! Und er wich zu ihr in die Huette, und sie deckte ihn zu mit einer Decke. ^19Er aber sprach zu ihr: Gib mir doch ein wenig Wasser zu trinken, denn mich duerstet. Da tat sie auf einen Milchtopf und gab ihm zu trinken und deckte ihn zu. ^20Und er sprach zu ihr: Tritt in der Huette Tuer, und wenn jemand kommt und fragt, ob jemand hier sei, so sprich: Niemand. ^21Da nahm Jael, das Weib Hebers, einen Nagel von der Huette und einen Hammer in ihre Hand und ging leise zu ihm hinein und schlug ihm den Nagel durch seine Schlaefe, dass er in die Erde drang. Er aber war entschlummert, ward ohnmaechtig und starb. ^22Da aber Barak Sisera nachjagte, ging Jael heraus, ihm entgegen, und sprach zu ihm: Gehe her! ich will dir den Mann zeigen, den du suchst. Und da er zu ihr hineinkam, lag Sisera tot, und der Nagel steckte in seiner Schlaefe. ^23Also daempfte Gott zu der Zeit Jabin, der Kanaaniter Koenig, vor den Kindern Israel. ^24Und die Hand der Kinder Israel ward immer staerker wider Jabin, der Kanaaniter Koenig, bis sie ihn ausrotteten. __________________________________________________________________ Kapitel 5 ^1Da sang Debora und Barak, der Sohn Abinoams, zu der Zeit und sprachen: ^2Lobet den HERRN, dass Israel wieder frei geworden ist und das Volk willig dazu gewesen ist. ^3Hoeret zu, ihr Koenige, und merket auf, ihr Fuersten! Ich will, dem HERRN will ich singen; dem HERRN, dem Gott Israels, will ich spielen. ^4HERR, da du von Seir auszogst und einhergingst vom Felde Edoms, da erzitterte die Erde, der Himmel troff, und die Wolken troffen von Wasser. ^5Die Berge ergossen sich vor dem HERRN, der Sinai vor dem HERRN, dem Gott Israels. ^6Zu den Zeiten Samgars, des Sohnes Anaths, zu den Zeiten Jaels waren verlassen die Wege; und die da auf Strassen gehen sollten, die wandelten durch krumme Wege. ^7Es gebrach, an Regiment gebrach's in Israel, bis dass ich, Debora, aufkam, bis ich aufkam, eine Mutter in Israel. ^8Ein Neues hat Gott erwaehlt, er hat die Tore bestritten. Es war kein Schild noch Speer unter vierzigtausend in Israel zu sehen. ^9Mein Herz ist mit den Gebietern Israels, mit denen, die willig waren unter dem Volk. Lobet den HERRN! ^10Die ihr auf schoenen Eselinnen reitet, die ihr auf Teppichen sitzet, und die ihr auf dem Wege gehet: singet! ^11Da die Schuetzen schreien zwischen den Schoepf-Rinnen, da sage man von der Gerechtigkeit des HERRN, von der Gerechtigkeit seines Regiments in Israel. Da zog des HERRN Volk herab zu den Toren. ^12Wohlauf, wohlauf, Debora! Wohlauf, wohlauf, und singe ein Lied! Mache dich auf, Barak, und fange deine Faenger, du Sohn Abinoams! ^13Da zog herab, was uebrig war von Herrlichen im Volk; der HERR zog mit mir herab unter den Helden. ^14Aus Ephraim die, so ihre Wurzel haben in Amalek, und nach dir Benjamin in deinem Volk; von Machir zogen Gebieter herab und von Sebulon, die den Fuehrerstab hielten. ^15Und Fuersten zu Isaschar waren mit Debora. Und Isaschar war wie Barak, in den Grund gesandt ihm nach. Ruben hielt hoch von sich und sonderte sich von uns. ^16Warum bleibst du zwischen den Huerden, zu hoeren das Bloeken der Herden, und haeltst gross von dir und sonderst dich von uns? ^17Gilead blieb jenseit des Jordans. Und warum wohnt Dan unter den Schiffen? Asser sass an der Anfurt des Meers und blieb an seinen zerrissenen Ufern. ^18Sebulons Volk aber wagte seinen Seele in den Tod, Naphthali auch auf der Hoehe des Gefildes. ^19Die Koenige kamen und stritten; da stritten die Koenige der Kanaaniter zu Thaanach am Wasser Megiddos; aber sie brachten keinen Gewinn davon. ^20Vom Himmel ward wider sie gestritten; die Sterne in ihren Bahnen stritten wider Sisera. ^21Der Bach Kison waelzte sie, der Bach Kedumin, der Bach Kison. Tritt, meine Seele, auf die Starken! ^22Da rasselten der Pferde Fuesse von dem Jagen ihrer maechtigen Reiter. ^23Fluchet der Stadt Meros, sprach der Engel des HERRN; fluchet ihren Buergern, dass sie nicht kamen dem HERRN zu Hilfe, zu Hilfe dem HERRN unter den Helden! ^24Gesegnet sei unter den Weibern Jael, das Weib Hebers, des Keniters; gesegnet sei sie in der Huette unter den Weibern! ^25Milch gab sie, da er Wasser forderte, und Butter brachte sie dar in einer herrlichen Schale. ^26Sie griff mit ihrer Hand den Nagel und mit ihrer Rechten den Schmiedhammer und schlug Sisera durch sein Haupt und zerquetschte und durchbohrte seine Schlaefe. ^27Zu ihren Fuessen kruemmte er sich, fiel nieder und legte sich; er kruemmte sich, fiel nieder zu ihren Fuessen; wie er sich kruemmte, so lag er verderbt. ^28Die Mutter Siseras sah zum Fenster hinaus und heulte durchs Gitter: Warum verzieht sein Wagen, dass er nicht kommt? Wie bleiben die Raeder seiner Wagen so dahinten? ^29Die weisesten unter ihren Frauen antworteten, da sie ihre Klageworte immer wiederholte: ^30Sollen sie denn nicht finden und austeilen den Raub, einem jeglichen Mann eine Dirne oder zwei zur Ausbeute und Sisera bunte gestickte Kleider zur Ausbeute, gestickte bunte Kleider um dem Hals zur Ausbeute? ^31Also muessen umkommen, HERR, alle deine Feinde! Die ihn aber liebhaben, muessen sein, wie die Sonne aufgeht in ihrer Macht! -Und das Land war still vierzig Jahre. __________________________________________________________________ Kapitel 6 ^1Und da die Kinder Israel uebel taten vor dem HERRN, gab sie der HERR unter die Hand der Midianiter sieben Jahre. ^2Und da der Midianiter Hand zu stark ward ueber Israel, machten die Kinder Israel fuer sich Kluefte in den Gebirgen und Hoehlen und Festungen. ^3Und wenn Israel etwas saete, so kamen die Midianiter und Amalekiter und die aus dem Morgenlande herauf ueber sie ^4und lagerten sich wider sie und verderbten das Gewaechs auf dem Lande bis hinan gen Gaza und liessen nichts uebrig von Nahrung in Israel, weder Schafe noch Ochsen noch Esel. ^5Denn sie kamen herauf mit ihrem Vieh und Huetten wie eine grosse Menge Heuschrecken, dass weder sie noch ihre Kamele zu zaehlen waren, und fielen ins Land, dass sie es verderbten. ^6Also war Israel sehr gering vor den Midianitern. Da schrieen die Kinder Israel zu dem HERRN. ^7Als sie aber zu dem HERRN schrieen um der Midianiter willen, ^8sandte der HERR einen Propheten zu ihnen, der sprach zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Ich habe euch aus Aegypten gefuehrt und aus dem Diensthause gebracht ^9und habe euch errettet von der Aegypter Hand und von der Hand aller, die euch draengten, und habe sie vor euch her ausgestossen und ihr Land euch gegeben ^10und sprach zu euch: Ich bin der HERR, euer Gott; fuerchtet nicht der Amoriter Goetter, in deren Lande ihr wohnt. Und ihr habt meiner Stimme nicht gehorcht. ^11Und der Engel des HERRN kam und setzte sich unter eine Eiche zu Ophra, die war des Joas, des Abiesriters; und sein Sohn Gideon drosch Weizen in der Kelter, dass er ihn baerge vor den Midianitern. ^12Da erschien ihm der Engel des HERRN und sprach zu ihm: Der HERR mit dir, du streitbarer Held! ^13Gideon aber sprach zu ihm: Mein Herr, ist der HERR mit uns, warum ist uns denn solches alles widerfahren? Und wo sind alle die Wunder, die uns unsre Vaeter erzaehlten und sprachen: Der HERR hat uns aus Aegypten gefuehrt? Nun aber hat uns der HERR verlassen und unter der Midianiter Haende gegeben. ^14Der HERR aber wandte sich zu ihm und sprach: Gehe hin in dieser deiner Kraft; du sollst Israel erloesen aus der Midianiter Haenden. Siehe, ich habe dich gesandt. ^15Er aber sprach zu ihm: Mein Herr, womit soll ich Israel erloesen? Siehe, meine Freundschaft ist die geringste in Manasse, und ich bin der Kleinste in meines Vaters Hause. ^16der HERR aber sprach zu ihm: Ich will mit dir sein, dass du die Midianiter schlagen sollst wie einen einzelnen Mann. ^17Er aber sprach zu ihm: Habe ich Gnade vor dir gefunden, so mache mir doch ein Zeichen, dass du es seist, der mit mir redet; ^18weiche nicht, bis ich zu dir komme und bringe mein Speisopfer und es vor dir hinlege. Er sprach: Ich will bleiben bis dass du wiederkommst. ^19Und Gideon kam und richtete zu ein Ziegenboecklein und ein Epha ungesaeuerten Mehls und legte das Fleisch in einen Korb und tat die Bruehe in einen Topf und brachte es zu ihm heraus unter die Eiche und trat herzu. ^20Aber der Engel Gottes sprach zu ihm: Nimm das Fleisch und das Ungesaeuerte und lege es hin auf den Fels, der hier ist, und giess die Bruehe aus. Und er tat also. ^21Da reckte der Engel des HERRN den Stecken aus, den er in der Hand hatte, und ruehrte mit der Spitze das Fleisch und das Ungesaeuerte an. Und das Feuer fuhr aus dem Fels und verzehrte das Fleisch und das Ungesaeuerte. Und der Engel des HERRN verschwand aus seinen Augen. ^22Da nun Gideon sah, dass es der Engel des HERRN war, sprach er: Ach HERR HERR! habe ich also den Engel des HERRN von Angesicht gesehen? ^23Aber der HERR sprach zu ihm: Friede sei mit dir! Fuerchte dich nicht; du wirst nicht sterben. ^24Da baute Gideon daselbst dem HERRN einen Altar und hiess ihn: Der HERR ist der Friede. Der steht noch bis auf diesen heutigen Tag zu Ophra, der Stadt der Abiesriter. ^25Und in derselben Nacht sprach der HERR zu ihm: Nimm einen Farren unter den Ochsen, die deines Vaters sind, und einen andern Farren, der siebenjaehrig ist, und zerbrich den Altar Baals, der deines Vaters ist, und haue um das Ascherabild, das dabei steht, ^26und baue dem HERRN, deinem Gott, oben auf der Hoehe dieses Felsens einen Altar und rueste ihn zu und nimm den andern Farren und opfere ein Brandopfer mit dem Holz des Ascherabildes, das du abgehauen hast. ^27Da nahm Gideon zehn Maenner aus seinen Knechten und tat, wie ihm der HERR gesagt hatte. Aber er fuerchtete sich, solches zu tun des Tages, vor seines Vaters Haus und den Leuten in der Stadt, und tat's bei der Nacht. ^28Da nun die Leute in der Stadt des Morgens frueh aufstanden, siehe, da war der Altar Baals zerbrochen und das Ascherabild dabei abgehauen und der andere Farre ein Brandopfer auf dem Altar, der gebaut war. ^29Und einer sprach zu dem andern: Wer hat das getan? Und da sie suchten und nachfragten, ward gesagt: Gideon, der Sohn des Joas, hat das getan. ^30Da sprachen die Leute der Stadt zu Joas: Gib deinen Sohn heraus; er muss sterben, dass er den Altar Baals zerbrochen und das Ascherabild dabei abgehauen hat. ^31Joas aber sprach zu allen, die bei ihm standen: Wollt ihr um Baal hadern? Wollt ihr ihm helfen? Wer um ihn hadert, der soll dieses Morgens sterben. Ist er Gott, so rechte er um sich selbst, dass sein Altar zerbrochen ist. ^32Von dem Tag an hiess man ihn Jerubbaal und sprach: Baal rechte mit ihm, dass er seinen Altar zerbrochen hat. ^33Da nun alle Midianiter und Amalekiter und die aus dem Morgenland sich zuhauf versammelt hatten und zogen herueber und lagerten sich im Grunde Jesreel, ^34erfuellte der Geist des HERRN den Gideon; und er liess die Posaune blasen und rief die Abiesriter, dass sie ihm folgten, ^35und sandte Botschaft zu ganz Manasse und rief sie an, dass sie ihm auch nachfolgten. Er sandte auch Botschaft zu Asser und Sebulon und Naphthali; die kamen herauf, ihm entgegen. ^36Und Gideon sprach zu Gott: Willst du Israel durch meine Hand erloesen, wie du geredet hast, ^37so will ich ein Fell mit der Wolle auf die Tenne legen. Wird der Tau auf dem Fell allein sein und die ganze Erde umher trocken, so will ich merken, dass du Israel erloesen wirst durch meine Hand, wie du geredet hast. ^38Und es geschah also. Und da er des andern Morgens frueh aufstand, drueckte er den Tau aus vom Fell und fuellte eine Schale voll des Wassers. ^39Und Gideon sprach zu Gott: Dein Zorn ergrimme nicht wider mich, dass ich noch einmal rede. Ich will's nur noch einmal versuchen mit dem Fell. Es sei allein auf dem Fell trocken und der Tau auf der ganzen Erde. ^40Und Gott tat also dieselbe Nacht, dass es trocken war allein auf dem Fell und Tau auf der ganzen Erde. __________________________________________________________________ Kapitel 7 ^1Da machte sich Jerubbaal, das ist Gideon, frueh auf und alles Volk, das mit ihm war, und lagerten sich an den Brunnen Harod, dass er das Heer der Midianiter hatte gegen Mitternacht vom dem Huegel More im Grund. ^2Der HERR aber sprach zu Gideon: Des Volks ist zu viel, das mit dir ist, dass ich sollte Midian in ihre Haende geben; Israel moechte sich ruehmen wider mich und sagen: Meine Hand hat mich erloest. ^3So lass nun ausrufen vor den Ohren des Volks und sagen: Wer bloede und verzagt ist, der kehre um und hebe sich alsbald vom Gebirge Gilead. Da kehrten des Volks um bei zweiundzwanzigtausend, dass nur zehntausend uebrigblieben. ^4Und der HERR sprach zu Gideon: Des Volks ist noch zu viel. Fuehre sie sie hinab ans Wasser, daselbst will ich sie dir pruefen. Und von welchem ich dir sagen werde, dass er mit dir ziehen soll, der soll mit dir ziehen; von welchem aber ich sagen werde, dass er nicht mit dir ziehen soll, der soll nicht ziehen. ^5Und er fuehrte das Volk hinab ans Wasser. Und der HERR sprach zu Gideon: Wer mit seiner Zunge Wasser leckt, wie ein Hund leckt, den stelle besonders; des gleichen wer auf seine Kniee faellt, zu trinken. ^6Da war die Zahl derer, die geleckt hatten aus der Hand zum Mund, dreihundert Mann; das andere Volk alles hatte knieend getrunken. ^7Und der HERR sprach zu Gideon: Durch die dreihundert Mann, die geleckt haben, will ich euch erloesen und die Midianiter in deine Haende geben; aber das andere Volk lass alles gehen an seinen Ort. ^8Und sie nahmen Zehrung fuer das Volk mit sich und ihre Posaunen. Aber die andern Israeliten liess er alle gehen, einen jeglichen in seine Huette; die dreihundert Mann aber behielt er. Und das Heer der Midianiter lag unten vor ihm im Grunde. ^9Und der HERR sprach in derselben Nacht zu ihm: Stehe auf und gehe hinab zum Lager; denn ich habe es in deine Haende gegeben. ^10Fuerchtest du dich aber hinabzugehen, so lass deinen Diener Pura mit dir hinabgehen zum Lager, ^11dass du hoerst, was sie reden. Darnach werden deine Haende stark sein, und du wirst hinabziehen zum Lager. Da ging Gideon mit seinem Diener Pura hinab vorn an den Ort der Schildwaechter, die im Lager waren. ^12Und die Midianiter und Amalekiter und alle aus dem Morgenland hatten sich niedergelegt im Grunde wie eine grosse Menge Heuschrecken; und ihre Kamele waren nicht zu zaehlen vor der Menge wie der Sand am Ufer des Meers. ^13Da nun Gideon kam, siehe, da erzaehlte einer einem andern einen Traum und sprach: Siehe, mir hat getraeumt: mich deuchte, ein geroestetes Gerstenbrot waelzte sich zum Heer der Midianiter; und da es kam an die Gezelte, schlug es dieselben und warf sie nieder und kehrte sie um, das Oberste zu unterst, dass das Gezelt lag. ^14Da antwortete der andere: Das ist nichts anderes denn das Schwert Gideons, des Sohnes Joas, des Israeliten. Gott hat die Midianiter in seine Haende gegeben mit dem ganzen Heer. ^15Da Gideon den hoerte solchen Traum erzaehlen und seine Auslegung, betete er an und kam wieder ins Heer Israels und sprach: Macht euch auf, denn der HERR hat das Heer der Midianiter in eure Haende gegeben. ^16und er teilte die dreihundert Mann in drei Haufen und gab einem jeglichen eine Posaune in seine Hand und leere Kruege mit Fackeln darin ^17und sprach zu ihnen: Seht auf mich und tut auch also; und siehe, wenn ich vor das Lager komme, wie ich tue so tut ihr auch. ^18Wenn ich die Posaune blase und alle, die mit mir sind, so sollt ihr auch die Posaune blasen ums ganze Heer und sprechen: Hie HERR und Gideon! ^19Also kam Gideon und hundert Mann mit ihm vor das Lager, zu Anfang der mittelsten Nachtwache, da sie eben die Waechter aufgestellt hatten, und bliesen mit Posaunen und zerschlugen die Kruege in ihren Haenden. ^20Also bliesen alle drei Haufen mit Posaunen und zerbrachen die Kruege. Sie hielten aber die Fackeln in ihrer linken Hand und die Posaunen in ihrer rechten Hand, dass sie bliesen und riefen: Hie Schwert des HERRN und Gideons! ^21Und ein jeglicher stand auf seinem Ort um das Lager her. Da ward das ganze Heer laufend, und schrieen und flohen. ^22Und indem die dreihundert Mann bliesen die Posaunen, schaffte der HERR, dass sie im ganzen Heer eines jeglichen Schwert wider den andern war. Und das Heer floh bis Beth-Sitta gen Zereda, bis an die Grenze von Abel-Mehola bei Tabbath. ^23Und die Maenner Israels von Naphthali, von Asser und vom ganzen Manasse wurden zuhauf gerufen und jagten den Midianitern nach. ^24Und Gideon sandte Botschaft auf das ganze Gebirge Ephraim und liess sagen: Kommt herab, den Midanitern entgegen, und gewinnt das Wasser vor ihnen bis gen Beth-Bara und auch den Jordan. Da eilten zusammen alle, die von Ephraim waren, und gewannen das Wasser vor ihnen bis gen Beth-Bara und den Jordan ^25und fingen zwei Fuersten der Midianiter, Oreb und Seeb, und erwuergten Oreb auf dem Fels Oreb und Seeb in der Kelter Seeb, und jagten die Midianiter und brachten die Haeupter Orebs und Seebs zu Gideon ueber den Jordan. __________________________________________________________________ Kapitel 8 ^1Und die Maenner von Ephraim sprachen zu ihm: Warum hast du uns das getan, dass du uns nicht riefst, da du in den Streit zogst wider die Midianiter? Und zankten mit ihm heftig. ^2Er aber sprach zu ihnen: Was habe ich jetzt getan, das eurer Tat gleich sei? Ist nicht die Nachlese Ephraims besser denn die ganze Weinernte Abiesers? ^3Gott hat die Fuersten der Midianiter, Oreb und Seeb, in eure Haende gegeben. Wie haette ich koennen das tun, was ihr getan habt? Da er solches redete, liess ihr Zorn von ihm ab. ^4Da nun Gideon an den Jordan kam, ging er hinueber mit den dreihundert Mann, die bei ihm waren; die waren muede und jagten nach. ^5Und er sprach zu den Leuten von Sukkoth: Gebt doch dem Volk, das unter mir ist, etliche Brote; denn sie sind muede, dass ich nachjagte den Koenigen der Mididaniter, Sebah und Zalmuna. ^6Aber die Obersten zu Sukkoth sprachen: Sind die Faeuste Sebahs und Zalmunas schon in deinen Haenden, dass wir deinem Heer sollen Brot geben? ^7Gideon sprach: Wohlan, wenn der HERR Sebah und Zalmuna in meine Hand gibt, will ich euer Fleisch mit Dornen aus der Wueste und mit Hecken zerdreschen. ^8Und er zog von da hinauf gen Pnuel und redete auch also zu ihnen. Und die Leute zu Pnuel antworteten ihm gleich wie die zu Sukkoth. ^9Und er sprach auch zu den Leuten zu Pnuel: Komme ich mit Frieden wieder, so will ich diesen Turm zerbrechen. ^10Sebah aber und Zalmuna waren zu Karkor und ihr Heer mit ihnen, bei fuenfzehntausend, alle, die uebriggeblieben waren vom ganzen Heer derer aus Morgenland; denn hundertzwanzigtausend waren gefallen, die das Schwert ausziehen konnten. ^11Und Gideon zog hinauf auf der Strasse derer, die in Huetten wohnten, gegen Morgen von Nobah und Jogbeha, und schlug das Heer, denn das Heer war sicher. ^12Und Sebah und Zalmuna flohen; aber er jagte ihnen nach und fing die zwei Koenige der Midianiter, Sebah und Zalmuna, und schreckte das ganze Heer. ^13Da nun Gideon, der Sohn Joas, wiederkam vom Streit, ehe die Sonne heraufgekommen war, ^14fing er einen Knaben aus den Leuten zu Sukkoth und fragte ihn; der schrieb ihm auf die Obersten zu Sukkoth und ihre Aeltesten, siebenundsiebzig Mann. ^15Und er kam zu den Leuten zu Sukkoth und sprach: Siehe, hier ist Sebah und Zalmuna, ueber welchen ihr mein spottetet und spracht: Ist denn Sebahs und Zalmunas Faust schon in deinen Haenden, dass wir deinen Leuten, die muede sind, Brot geben sollen? ^16Und er nahm die Aeltesten der Stadt und Dornen aus der Wueste und Hecken und liess es die Leute zu Sukkoth fuehlen. ^17Und den Turm Pnuels zerbrach er und erwuergte die Leute der Stadt. ^18Und er sprach zu Sebah und Zalmuna: Wie waren die Maenner, die ihr erwuergtet zu Thabor? Sie sprachen: Sie waren wie du und ein jeglicher schoen wie eines Koenigs Kinder. ^19Er aber sprach: Es sind meine Brueder, meiner Mutter Soehne, gewesen. So wahr der HERR lebt, wo ihr sie haettet leben lassen, wollte ich euch nicht erwuergen. ^20Und er sprach zu seinem erstgeborenen Sohn, Jether: Stehe auf und erwuerge sie! Aber der Knabe zog sein Schwert nicht; denn er fuerchtete sich, weil er noch ein Knabe war. ^21Sebah aber und Zalmuna sprachen: Stehe du auf und mache dich an uns; denn darnach der Mann ist, ist auch seine Kraft. Also stand Gideon auf und erwuergte Sebah und Zalmuna und nahm die Spangen, die an ihrer Kamele Haelsen waren. ^22Da sprachen zu Gideon etliche in Israel: Sei Herr ueber uns, du und dein Sohn und deines Sohnes Sohn, weil du uns von der Midianiter Hand erloest hast. ^23Aber Gideon sprach zu ihnen: Ich will nicht Herr sein ueber euch, und auch mein Sohn soll nicht Herr ueber euch sein, sondern der HERR soll Herr ueber euch sein. ^24Gideon aber sprach zu Ihnen: Eins begehre ich von euch: ein jeglicher gebe mir die Stirnbaender, die er geraubt hat. (Denn weil es Ismaeliter waren, hatten sie goldene Stirnbaender.) ^25Sie sprachen: Die wollen wir geben; und breiteten ein Kleid aus, und ein jeglicher warf die Stirnbaender darauf, die er geraubt hatte. ^26Und die goldenen Stirnbaender, die er forderte, machten am Gewicht tausendsiebenhundert Lot Gold, ohne die Spangen und Ketten und Purpurkleider, die der Midianiter Koenige tragen, und ohne die Halsbaender ihrer Kamele. ^27Und Gideon machte einen Leibrock daraus und setzte ihn in seine Stadt zu Ophra. Und ganz Israel trieb damit Abgoetterei daselbst, und er geriet Gideon und seinem Hause zum Fall. ^28Also wurden die Midianiter gedemuetigt vor den Kindern Israel und hoben ihren Kopf nicht mehr empor. Und das Land war still vierzig Jahre, solange Gideon lebte. ^29Und Jerubbaal, der Sohn des Joas, ging hin und wohnte in seinem Hause. ^30Und Gideon hatte siebzig Soehne, die aus seiner Huefte gekommen waren; denn er hatte viele Weiber. ^31Und sein Kebsweib, das er zu Sichem hatte, gebar ihm auch einen Sohn; den nannte er Abimelech. ^32Und Gideon, der Sohn des Joas, starb in gutem Alter und ward begraben in seines Vaters Joas Grab zu Ophra, der Stadt der Abiesriter. ^33Da aber Gideon gestorben war, kehrten sich die Kinder Israel um und liefen dem Baalim nach und machten sich Baal-Berith zum Gott. ^34Und die Kinder Israel gedachten nicht an den HERRN, ihren Gott, der sie errettet hatte von der Hand aller ihrer Feinde umher, ^35und taten nicht Barmherzigkeit an dem Hause des Jerubbaal Gideon, wie er alles Gute an Israel getan hatte. __________________________________________________________________ Kapitel 9 ^1Abimelech aber, der Sohn Jerubbaals, ging hin zu Sichem zu den Bruedern seiner Mutter und redete mit ihnen und mit dem ganzen Geschlecht des Vaterhauses seiner Mutter und sprach: ^2Redet doch vor den Ohren aller Maenner zu Sichem: was ist euch besser, dass siebzig Maenner, alle Kinder Jerubbaals, ueber euch Herren seien, oder dass ein Mann ueber euch Herr sei? Gedenkt auch dabei, dass ich euer Gebein und Fleisch bin. ^3Da redeten die Brueder seiner Mutter von ihm alle diese Worte vor den Ohren aller Maenner zu Sichem. Und ihr Herz neigte sich Abimelech nach; denn sie gedachten: Er ist unser Bruder. ^4Und sie gaben ihm siebzig Silberlinge aus dem Haus Baal-Beriths. Und Abimelech dingte damit lose, leichtfertige Maenner, die ihm nachfolgten. ^5Und er kam in seines Vaters Haus gen Ophra und erwuergte seine Brueder, die Kinder Jerubbaals, siebzig Mann, auf einem Stein. Es blieb aber uebrig Jotham, der juengste Sohn Jerubbaals; denn er war versteckt. ^6Und es versammelten sich alle Maenner von Sichem und das ganze Haus Millo, gingen hin und machten Abimelech zum Koenig bei der hohen Eiche, die zu Sichem steht. ^7Da das angesagt ward dem Jotham, ging er hin und trat auf die Hoehe des Berges Garizim und hob auf seine Stimme, rief und sprach zu ihnen: Hoert mich, ihr Maenner zu Sichem, dass euch Gott auch hoere! ^8Die Baeume gingen hin, dass sie einen Koenig ueber sich salbten, und sprachen zu dem Oelbaum: Sei unser Koenig! ^9Aber der Oelbaum antwortete ihnen: Soll ich meine Fettigkeit lassen, die beide, Goetter und Menschen, an mir preisen, und hingehen, dass ich schwebe ueber den Baeumen? ^10Da sprachen die Baeume zum Feigenbaum: Komm du und sei unser Koenig! ^11Aber der Feigenbaum sprach zu ihnen: Soll ich meine Suessigkeit und meine gute Frucht lassen und hingehen, dass ich ueber den Baeumen schwebe? ^12Da sprachen die Baeume zum Weinstock: Komm du und sei unser Koenig! ^13Aber der Weinstock sprach zu ihnen: Soll ich meinen Most lassen, der Goetter und Menschen froehlich macht, und hingehen, dass ich ueber den Baeumen schwebe? ^14Da sprachen die Baeume zum Dornbusch: Komm du und sei unser Koenig! ^15Und der Dornbusch sprach zu den Baeumen: Ist's wahr, dass ihr mich zum Koenig salbt ueber euch, so kommt und vertraut euch unter meinen Schatten; wo nicht, so gehe Feuer aus dem Dornbusch und verzehre die Zedern Libanons. ^16Habt ihr nun recht und redlich getan, dass ihr Abimelech zum Koenig gemacht habt; und habt ihr wohl getan an Jerubbaal und an seinem Hause und habt ihm getan, wie er um euch verdient hat ^17(denn mein Vater hat gestritten um euretwillen und seine Seele dahingeworfen von sich, dass er euch errettete von der Midianiter Hand; ^18und ihr lehnt euch auf heute wider meines Vaters Haus und erwuergt seine Kinder, siebzig Mann, auf einem Stein und macht euch Abimelech, seiner Magd Sohn, zum Koenig ueber die Maenner zu Sichem, weil er euer Bruder ist); ^19und habt ihr nun recht und redlich gehandelt an Jerubbaal und an seinem Hause an diesem Tage: so seid froehlich ueber Abimelech und er sei froehlich ueber euch; ^20wo nicht, so gehe Feuer aus von Abimelech und verzehre die Maenner zu Sichem und das Haus Millo, und gehe auch Feuer aus von den Maennern zu Sichem und vom Haus Millo und verzehre Abimelech. ^21Und Jotham floh vor seinem Bruder Abimelech und entwich und ging gen Beer und wohnte daselbst. ^22Als nun Abimelech drei Jahre ueber Israel geherrscht hatte, ^23sandte Gott einen boesen Willen zwischen Abimelech und den Maennern zu Sichem. Und die Maenner zu Sichem wurden Abimelech untreu, ^24auf dass der Frevel, an den siebzig Soehnen Jerubbaals begangen, und ihr Blut kaeme auf Abimelech, ihren Bruder, der sie erwuergt hatte, und auf die Maenner zu Sichem, die ihm seine Hand dazu gestaerkt hatten, dass er seine Brueder erwuergte. ^25Und die Maenner zu Sichem stellten einen Hinterhalt auf den Spitzen der Berge und beraubten alle, die auf der Strasse zu ihnen wandelten. Und es ward Abimelech angesagt. ^26Es kam aber Gaal, der Sohn Ebeds, und seine Brueder und zogen zu Sichem ein. Und die Maenner von Sichem verliessen sich auf ihn ^27und zogen heraus aufs Feld und lasen ab ihre Weinberge und kelterten und machten einen Tanz und gingen in ihres Gottes Haus und assen und tranken und fluchten dem Abimelech. ^28Und Gaal, der Sohn Ebeds, sprach: Wer ist Abimelech, und was ist Sichem, dass wir ihm dienen sollten? Ist er nicht Jerubbaals Sohn und hat Sebul, seinen Knecht, hergesetzt? Dienet den Leuten Hemors, des Vaters Sichems! Warum sollten wir jenen dienen? ^29Wollte Gott, das Volk waere unter meiner Hand, dass ich Abimelech vertriebe! Und es ward Abimelech gesagt: Mehre dein Heer und zieh aus! ^30Denn Sebul, der Oberste in der Stadt, da er die Worte Gaals, des Sohnes Ebeds, hoerte, ergrimmte er in seinem Zorn ^31und sandte Botschaft zu Abimelech heimlich und liess ihm sagen: Siehe, Gaal, der Sohn Ebeds, und seine Brueder sind gen Sichem gekommen und machen dir die Stadt aufruehrerisch. ^32So mache dich nun auf bei der Nacht, du und dein Volk, das bei dir ist, und mache einen Hinterhalt auf sie im Felde. ^33Und des Morgens, wenn die Sonne aufgeht, so mache dich frueh auf und ueberfalle die Stadt. Und wo er und das Volk, das bei ihm ist, zu dir hinauszieht, so tue mit ihm, wie es deine Hand findet. ^34Abimelech stand auf bei der Nacht und alles Volk, das bei ihm war, und hielt auf Sichem mit vier Haufen. ^35Und Gaal, der Sohn Ebeds, zog heraus und trat vor die Tuer an der Stadt Tor. Aber Abimelech machte sich auf aus dem Hinterhalt samt dem Volk, das mit ihm war. ^36Da nun Gaal das Volk sah, sprach er zu Sebul: Siehe, da kommt ein Volk von der Hoehe des Gebirges hernieder. Sebul aber sprach zu Ihm: Du siehst die Schatten der Berge fuer Leute an. ^37Gaal redete noch mehr und sprach: Siehe, ein Volk kommt hernieder aus der Mitte des Landes, und ein Haufe kommt auf dem Wege zur Zaubereiche. ^38Da sprach Sebul zu ihm: Wo ist nun hier dein Maul, das da sagte: Wer ist Abimelech, dass wir ihm dienen sollten? Ist das nicht das Volk, das du verachtet hast? Zieh nun aus und streite mit ihm! ^39Gaal zog aus vor den Maennern zu Sichem her und stritt mit Abimelech. ^40Aber Abimelech jagte ihn, dass er floh vor ihm; und fielen viel Erschlagene bis an die Tuer des Tors. ^41Und Abimelech blieb zu Aruma. Sebul aber verjagte den Gaal und seine Brueder, die zu Sichem nicht durften bleiben. ^42Am Morgen aber ging das Volk heraus aufs Feld. Da das Abimelech ward angesagt, ^43nahm er das Kriegsvolk und teilte es in drei Haufen und machte einen Hinterhalt auf sie im Felde. Als er nun sah, dass das Volk aus der Stadt ging, erhob er sich ueber sie und schlug sie. ^44Abimelech aber und die Haufen, die bei ihm waren, ueberfielen sie und traten an die Tuer des Stadttors; und zwei der Haufen ueberfielen alle, die auf dem Felde waren, und schlugen sie. ^45Da stritt Abimelech wider die Stadt denselben Tag und gewann sie und erwuergte das Volk, das darin war, und zerbrach die Stadt und saete Salz darauf. ^46Da das hoerten alle Maenner des Turms zu Sichem, gingen sie in die Festung des Hauses des Gottes Berith. ^47Da das Abimelech hoerte, dass sich alle Maenner des Turms zu Sichem versammelt hatten, ^48ging er auf den Berg Zalmon mit allem seinem Volk, das bei ihm war und nahm eine Axt in seine Hand und hieb einen Ast von den Baeumen und legte ihn auf seine Achsel und sprach zu allem Volk, das mit ihm war: Was ihr gesehen habt, dass ich tue, das tut auch ihr eilend wie ich. ^49Da hieb alles Volk ein jeglicher einen Ast ab und folgten Abimelech nach und legten sie an die Festung und steckten's an mit Feuer, dass auch alle Maenner des Turms zu Sichem starben, bei tausend Mann und Weib. ^50Abimelech aber zog gen Thebez und belagerte es und gewann es. ^51Es war aber ein starker Turm mitten in der Stadt. Auf den flohen alle Maenner und Weiber und alle Buerger der Stadt und schlossen hinter sich zu und stiegen auf das Dach des Turms. ^52Da kam Abimelech zum Turm und stritt dawider und nahte sich zur Tuer des Turms, dass er ihn mit Feuer verbrannte. ^53Aber ein Weib warf einen Muehlstein Abimelech auf den Kopf und zerbrach ihm den Schaedel. ^54Da rief Abimelech eilend dem Diener, der seine Waffen trug, und sprach zu ihm: Zieh dein Schwert aus und toete mich, dass man nicht von mir sage: Ein Weib hat ihn erwuergt. Da durchstach ihn sein Diener, und er starb. ^55Da aber die Israeliten, die mit ihm waren, sahen, dass Abimelech tot war, ging ein jeglicher an seinen Ort. ^56Also bezahlte Gott Abimelech das Uebel, das er an seinem Vater getan hatte, da er seine siebzig Brueder erwuergte; ^57desgleichen alles Uebel der Maenner Sichems vergalt ihnen Gott auf ihren Kopf, und es kam ueber sie der Fluch Jothams, des Sohnes Serubbaals. __________________________________________________________________ Kapitel 10 ^1Nach Abimelech machte sich auf, zu helfen Israel, Thola, ein Mann von Isaschar, ein Sohn Phuas, des Sohnes Dodos. Und er wohnte zu Samir auf dem Gebirge Ephraim ^2und richtete Israel dreiundzwanzig Jahre und starb und wurde begraben zu Samir. ^3Nach ihm machte sich auf Jair, ein Gileaditer, und richtete Israel zweiundzwanzig Jahre. ^4Der hatte dreissig Soehne auf dreissig Eselsfuellen reiten; und sie hatten dreissig Staedte, die hiessen Doerfer Jairs bis auf diesen Tag und liegen in Gilead. ^5Und Jair starb und ward begraben zu Kamon. ^6Aber die Kinder Israel taten fuerder uebel vor dem HERRN und dienten den Baalim und den Astharoth und den Goettern von Syrien und den Goettern von Sidon und den Goettern Moabs und den Goettern der Kinder Ammon und den Goettern der Philister und verliessen den HERRN und dienten ihm nicht. ^7Da ergrimmte der Zorn des HERRN ueber Israel, und er verkaufte sie unter die Hand der Philister und der Kinder Ammon. ^8Und sie zertraten und zerschlugen die Kinder Israel von dem Jahr an wohl achtzehn Jahre, naemlich alle Kinder Israel jenseit des Jordans, im Lande der Amoriter, das in Gilead liegt. ^9Dazu zogen die Kinder Ammon ueber den Jordan und stritten wider Juda, Benjamin und das Haus Ephraim, also dass Israel sehr geaengstet ward. ^10Da schrieen die Kinder Israel zu dem HERRN und sprachen: Wir haben an dir gesuendigt; denn wir haben unsern Gott verlassen und den Baalim gedient. ^11Aber der HERR sprach zu den Kindern Israel: Haben euch nicht auch gezwungen die Aegypter, die Amoriter, die Kinder Ammon, die Philister, ^12die Sidonier, die Amalekiter und Maoniter, und ich half euch aus ihren Haenden, da ihr zu mir schrieet? ^13Und doch habt ihr mich verlassen und andern Goettern gedient; darum will ich euch nicht mehr helfen. ^14Geht hin und schreit die Goetter an, die ihr erwaehlt habt; lasst euch dieselben helfen zur Zeit eurer Truebsal. ^15Aber die Kinder Israel sprachen zu dem HERRN: Wir haben gesuendigt, mache es nur du mit uns, wie es dir gefaellt; allein errette uns zu dieser Zeit. ^16Und sie taten von sich die fremden Goetter und dienten dem HERRN. Und es jammerte ihn, dass Israel so geplagt ward. ^17Und die Kinder Ammon kamen zuhauf und lagerten sich in Gilead; aber die Kinder Israel versammelten sich und lagerten sich zu Mizpa. ^18Und die Obersten des Volks zu Gilead sprachen untereinander: Welcher anfaengt zu streiten wider die Kinder Ammon, der soll das Haupt sein ueber alle, die in Gilead wohnen. __________________________________________________________________ Kapitel 11 ^1Jephthah, ein Gileaditer, war ein streibarer Held, aber ein Hurenkind. Gilead aber hatte Jephthah gezeugt. ^2Da aber das Weib Gileads ihm Kinder gebar und des Weibes Kinder gross wurden, stiessen sie Jephthah aus und sprachen zu ihm: Du sollst nicht erben in unsers Vaters Haus; denn du bist eines andern Weibes Sohn. ^3Da floh er vor seinen Bruedern und wohnte im Lande Tob. Und es sammelten sich zu ihm lose Leute und zogen aus mit ihm. ^4Und ueber etliche Zeit hernach stritten die Kinder Ammon mit Israel. ^5Da nun die Kinder Ammon also stritten mit Israel, gingen die Aeltesten von Gilead hin, dass sie Jephthah holten aus dem Lande Tob, ^6und sprachen zu ihm: Komm und sei unser Hauptmann, dass wir streiten wider die Kinder Ammon. ^7Aber Jephthah sprach zu den Aeltesten von Gilead: Seid ihr es nicht, die mich hassen und aus meines Vaters Haus gestossen haben? Und nun kommt ihr zu mir, weil ihr in Truebsal seid? ^8Die Aeltesten von Gilead sprachen zu Jephthah: Darum kommen wir nun wieder zu dir, dass du mit uns ziehst und hilfst uns streiten wider die Kinder Ammon und seist unser Haupt ueber alle, die in Gilead wohnen. ^9Jephthah sprach zu den Aeltesten von Gilead: So ihr mich wieder holet, zu streiten wider die Kinder Ammon, und der HERR sie vor mir dahingeben wird, soll ich dann euer Haupt sein? ^10Die Aeltesten von Gilead sprachen zu Jephthah: Der HERR sei Zuhoerer zwischen uns, wo wir nicht tun, wie du gesagt hast. ^11Also ging Jephthah mit den Aeltesten von Gilead; und das Volk setzte ihn zum Haupt und Obersten ueber sich. Und Jephthah redete solches alles vor dem HERRN zu Mizpa. ^12Da sandte Jephthah Botschaft zum Koenig der Kinder Ammon und liess ihm sagen: Was hast du mit mir zu schaffen, dass du kommst zu mir, wider mein Land zu streiten? ^13Der Koenig der Kinder Ammon antwortete den Boten Jephthahs: Darum dass Israel mein Land genommen hat, da sie aus Aegypten zogen, vom Arnon an bis an den Jabbok und wieder bis zum Jordan; so gib mir's nun wieder mit Frieden. ^14Jephthah aber sandte noch mehr Boten zum Koenig der Kinder Ammon, ^15die sprachen zu ihm: So spricht Jephthah: Israel hat kein Land genommen, weder den Moabitern noch den Kindern Ammon. ^16Denn da sie aus Aegypten zogen, wandelte Israel durch die Wueste bis ans Schilfmeer und kam gen Kades ^17und sandte Boten zum Koenig der Edomiter und sprach: Lass mich durch dein Land ziehen. Aber der Edomiter Koenig erhoerte sie nicht. Auch sandten sie zum Koenig der Moabiter; der wollte auch nicht. Also blieb Israel in Kades ^18und wandelte in der Wueste. Und sie umzogen das Land der Edomiter und Moabiter und kamen von der Sonne Aufgang an der Moabiter Land und lagerten sich jenseit des Arnon und kamen nicht in die Grenze der Moabiter; denn der Arnon ist der Moabiter Grenze. ^19Und Israel sandte Boten zu Sihon, dem Koenig der Amoriter zu Hesbon, und liess ihm sagen: Lass uns durch dein Land ziehen bis an meinen Ort. ^20Aber Sihon vertraute Israel nicht, durch sein Gebiet zu ziehen, sondern versammelte all sein Volk und lagerte sich zu Jahza und stritt mit Israel. ^21Der HERR aber, der Gott Israels, gab den Sihon mit all seinem Volk in die Haende Israels, dass sie sie schlugen. Also nahm Israel ein alles Land der Amoriter, die in demselben Lande wohnten. ^22Und sie nahmen alles Gebiet der Amoriter ein vom Arnon an bis an den Jabbok und von der Wueste an bis an den Jordan. ^23So hat nun der HERR, der Gott Israels, die Amoriter vertrieben vor seinem Volk Israel; und du willst ihr Land einnehmen? ^24Du solltest deren Land einnehmen, die dein Gott Kamos vertriebe, und uns lassen einnehmen das Land aller, die der HERR, unser Gott, vor uns vertrieben hat. ^25Meinst du, dass du besser recht habest denn Balak, der Sohn Zippors, der Moabiter Koenig? Hat derselbe auch je gerechtet 518eeft oder gestritten wider Israel? ^26Dieweil nun Israel dreihundert Jahre gewohnt hat in Hesbon und in Aroer und ihren Ortschaften und allen Staedten, die am Arnon liegen, warum errettetet ihr's nicht in dieser Zeit? ^27Ich habe nichts an dir gesuendigt, und du tust so uebel an mir, dass du wider mich streitest. Der HERR, der da Richter ist, richte heute zwischen Israel und den Kindern Ammon. ^28Aber der Koenig der Kinder Ammon erhoerte die Rede Jephthahs nicht, die er zu ihm sandte. ^29Da kam der Geist des HERRN auf Jephthah, und er zog durch Gilead und Manasse und durch Mizpe, das in Gilead liegt, und von Mizpe, das in Gilead liegt auf die Kinder Ammon. ^30Und Jephthah gelobte dem HERRN ein Geluebde und sprach: Gibst du die Kinder Ammon in meine Hand: ^31was zu meiner Haustuer heraus mir entgegengeht, wenn ich mit Frieden wiederkomme von den Kindern Ammon, das soll des HERRN sein, und ich will's zum Brandopfer opfern. ^32Also zog Jephthah auf die Kinder Ammon, wider sie zu streiten. Und der HERR gab sie in seine Haende. ^33Und er schlug sie von Aroer an, bis wo man kommt gen Minnith, zwanzig Staedte, und bis an den Plan der Weinberge, eine sehr grosse Schlacht. Und wurden also die Kinder Ammon gedemuetigt vor den Kindern Israel. ^34Da nun Jephthah kam gen Mizpa zu seinem Hause, siehe, da geht seine Tochter heraus ihm entgegen mit Pauken und Reigen; und sie war sein einziges Kind, und er hatte sonst keinen Sohn noch Tochter. ^35Und da er sie sah, zerriss er seine Kleider und sprach: Ach, meine Tochter, wie beugst du mich und betruebst mich! Denn ich habe meinen Mund aufgetan gegen den HERRN und kann's nicht widerrufen. ^36Sie aber sprach: Mein Vater, hast du deinen Mund aufgetan gegen den HERRN, so tue mir, wie es aus deinem Mund gegangen ist, nachdem der HERR dich geraecht hat an deinen Feinden, den Kindern Ammon. ^37Und sie sprach zu ihrem Vater: Du wollest mir das tun, dass du mir lassest zwei Monate, dass ich von hinnen hinabgehe auf die Berge und meine Jungfrauschaft beweine mit meinen Gespielen. ^38Er sprach: Gehe hin! und liess sie zwei Monate gehen. Da ging sie hin mit ihren Gespielen und beweinte ihre Jungfrauschaft auf den Bergen. ^39Und nach zwei Monaten kam sie wieder zu ihrem Vater. Und er tat ihr, wie er gelobt hatte; und sie war nie eines Mannes schuldig geworden. Und es ward eine Gewohnheit in Israel, ^40dass die Toechter Israel jaehrlich hingehen, zu klagen um die Tochter Jephthahs, des Gileaditers, des Jahres vier Tage. __________________________________________________________________ Kapitel 12 ^1Und die von Ephraim kamen zuhauf und gingen mitternachtwaerts und sprachen zu Jephthah: Warum bist du in den Streit gezogen wider die Kinder Ammon und hast uns nicht gerufen, dass wir mit dir zoegen? Wir wollen dein Haus samt dir mit Feuer verbrennen. ^2Jephthah sprach zu ihnen: ich und mein Volk hatten eine grosse Sache mit den Kindern Ammon, und ich schrie euch an, aber ihr halft mir nicht aus ihren Haenden. ^3Da ich nun sah, dass ihr nicht helfen wolltet, stellte ich meine Seele in meine Hand und zog hin wider die Kinder Ammon, und der HERR gab sie in meine Hand. Warum kommt ihr nun zu mir herauf, wider mich zu streiten? ^4Und Jephthah sammelte alle Maenner in Gilead und stritt wider Ephraim. Und die Maenner in Gilead schlugen Ephraim, darum dass sie sagten: Seid doch ihr Gileaditer unter Ephraim und Manasse als die Fluechtigen Ephraims. ^5Und die Gileaditer nahmen ein die Furten des Jordans vor Ephraim. Wenn nun die Fluechtigen Ephraims sprachen: Lass mich hinuebergehen! so sprachen die Maenner von Gilead zu Ihm: Bist du ein Ephraimiter? Wenn er dann antwortete: Nein! ^6hiessen sie ihn sprechen: Schiboleth; so sprach er Siboleth und konnte es nicht recht reden; alsdann griffen sie ihn schlugen ihn an den Furten des Jordans, dass zu der Zeit von Ephraim fielen zweiundvierzigtausend. ^7Jephthah aber richtete Israel sechs Jahre. Und Jephthah, der Gileaditer, starb und ward begraben in den Staedten zu Gilead. ^8Nach diesem richtete Israel Ebzan von Bethlehem. ^9Der hatte dreissig Soehne, und dreissig Toechter gab er hinaus, und dreissig Toechter nahm er von aussen seinen Soehnen; er richtete Israel sieben Jahre ^10und starb und ward begraben zu Bethlehem. ^11Nach diesem richtete Israel Elon, ein Sebuloniter; er richtete Israel zehn Jahre ^12und starb und ward begraben zu Ajalon im Lande Sebulon. ^13Nach diesem richtete Israel Abdon, ein Sohn Hillels, ein Pirathoniter. ^14der hatte vierzig Soehne und dreissig Enkel, die auf siebzig Eselsfuellen ritten; er richtete Israel acht Jahre ^15und starb und ward begraben zu Pirathon im Lande Ephraim auf dem Gebirge der Amalekiter. __________________________________________________________________ Kapitel 13 ^1Und die Kinder Israel taten fuerder uebel vor dem HERRN; und der HERR gab sie in die Haende der Philister vierzig Jahre. ^2Es war aber ein Mann zu Zora von einem Geschlecht der Daniter, mit Namen Manoah; und sein Weib war unfruchtbar und gebar nicht. ^3Und der Engel des HERRN erschien dem Weibe und sprach zu ihr: Siehe, du bist unfruchtbar und gebierst nicht; aber du wirst schwanger werden und einen Sohn gebaeren. ^4So huete dich nun, dass du nicht Wein noch starkes Getraenk trinkst und nichts Unreines essest; ^5Denn du wirst schwanger werden und einen Sohn gebaeren, dem kein Schermesser soll aufs Haupt kommen. Denn der Knabe wird ein Geweihter Gottes sein von Mutterleibe an; und er wird anfangen, Israel zu erloesen aus der Philister Hand. ^6Da kam das Weib und sagte es ihrem Mann an und sprach: Es kam ein Mann Gottes zu mir, und seine Gestalt war anzusehen wie ein Engel Gottes, gar erschrecklich, dass ich ihn nicht fragte, woher oder wohin; und er sagte mir nicht, wie er hiesse. ^7Er sprach aber zu mir: Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebaeren. So trinke nun keinen Wein noch starkes Getraenk und iss nichts Unreines; denn der Knabe soll ein Geweihter Gottes sein von Mutterleibe an bis an seinen Tod. ^8Da bat Manoah den HERRN und sprach: Ach HERR, lass den Mann Gottes wieder zu uns kommen, den du gesandt hast, dass er uns lehre, was wir mit dem Knaben tun sollen, der geboren soll werden. ^9Und Gott erhoerte die Stimme Manoahs; und der Engel Gottes kam wieder zum Weibe. Sie sass aber auf dem Felde, und ihr Mann Manoah war nicht bei ihr. ^10Da lief sie eilend und sagte es ihrem Mann an und sprach zu ihm: Siehe, der Mann ist mir erschienen, der jenes Tages zu mir kam. ^11Manoah machte sich auf und ging seinem Weibe nach und kam zu dem Mann und sprach zu ihm: Bist du der Mann, der mit dem Weibe geredet hat? Er sprach: Ja. ^12Und Manoah sprach: Wenn nun kommen wird, was du geredet hast, welches soll des Knaben Weise und Werk sein? ^13Der Engel des HERRN sprach zu Manoah: Vor allem, was ich dem Weibe gesagt habe, soll sie sich hueten. ^14Sie soll nicht essen was aus dem Weinstock kommt, und soll keinen Wein noch starkes Getraenk trinken und nichts Unreines essen; alles, was ich ihr geboten habe, soll sie halten. ^15Manoah sprach zu dem Engel des HERRN: Lass dich doch halten; wir wollen dir ein Ziegenboecklein zurichten. ^16Aber der Engel des HERRN antwortete Manoah: Wenn du gleich mich hier haeltst, so esse ich doch von deiner Speise nicht. Willst du aber dem HERRN ein Brandopfer tun, so magst du es opfern. Denn Manoah wusste nicht, dass es der Engel des HERRN war. ^17Und Manoah sprach zum Engel des HERRN: Wie heissest du? dass wir dich preisen, wenn nun kommt, was du geredet hast. ^18Aber der Engel des HERRN sprach zu ihm: Warum fragst du nach meinem Namen, der doch wundersam ist? ^19Da nahm Manoah ein Ziegenboecklein und Speisopfer und opferte es auf einem Fels dem HERRN. Und Er tat Wunderbares-Manoah aber und sein Weib sahen zu; ^20denn da die Lohe auffuhr vom Altar gen Himmel, fuhr der Engel des HERRN in der Lohe des Altars mit hinauf. Da das Manoah und sein Weib sahen, fielen sie zur Erde auf ihr Angesicht. ^21Und der Engel des HERRN erschien nicht mehr Manoah und seinem Weibe. Da erkannte Manoah, dass es der Engel des HERRN war, ^22und sprach zu seinem Weibe: Wir muessen des Todes sterben, dass wir Gott gesehen haben. ^23Aber sein Weib antwortete ihm: Wenn der HERR Lust haette, uns zu toeten, so haette er das Brandopfer und Speisopfer nicht genommen von unsern Haenden; er haette uns auch nicht alles solches erzeigt noch uns solches hoeren lassen, wie jetzt geschehen ist. ^24Und das Weib gebar einen Sohn und hiess ihn Simson. Und der Knabe wuchs, und der HERR segnete ihn. ^25Und der Geist des HERRN fing an, ihn zu treiben im Lager Dan zwischen Zora und Esthaol. __________________________________________________________________ Kapitel 14 ^1Simson ging gen Thimnath und sah ein Weib zu Thimnath unter den Toechtern der Philister. ^2Und da er heraufkam, sagte er's an seinem Vater und seiner Mutter und sprach: Ich habe ein Weib gesehen zu Thimnath unter den Toechtern der Philister; gebt mir nun diese zum Weibe. ^3Sein Vater und sein Mutter sprachen zu ihm: Ist denn nun kein Weib unter den Toechtern deiner Brueder und in allem deinem Volk, dass du hingehst und nimmst ein Weib bei den Philistern, die unbeschnitten sind? Simson sprach zu seinem Vater: Gib mir diese; denn sie gefaellt meinen Augen. ^4Aber sein Vater und seine Mutter wussten nicht, dass es von dem HERRN waere; denn er suchte Ursache wider die Philister. Die Philister aber herrschten zu der Zeit ueber Israel. ^5Also ging Simson hinab mit seinem Vater und seiner Mutter gen Thimnath. Und als sie kamen an die Weinberge zu Thimnath, siehe, da kam ein junger Loewe bruellend ihm entgegen. ^6Und der Geist des HERRN geriet ueber ihn, und er zerriss ihn, wie man ein Boecklein zerreisst, und hatte doch gar nichts in seiner Hand. Und sagte es nicht an seinem Vater noch seiner Mutter, was er getan hatte. ^7Da er nun hinabkam redete er mit dem Weibe, und sie gefiel Simson in seinen Augen. ^8Und nach etlichen Tagen kam er wieder, dass er sie naehme; und trat aus dem Wege, dass er das Aas des Loewen besaehe. Siehe, da war ein Bienenschwarm in dem Leibe des Loewen und Honig. ^9Und er nahm ihn in seine Hand und ass davon unterwegs und ging zu seinem Vater und zu seiner Mutter und gab ihnen, dass sie auch assen. Er sagte ihnen aber nicht an, dass er den Honig aus des Loewen Leibe genommen hatte. ^10Und da sein Vater hinabkam zu dem Weibe, machte Simson daselbst eine Hochzeit, wie die Juenglinge zu tun pflegen. ^11Und da sie ihn sahen, gaben sie ihm dreissig Gesellen zu, die bei ihm sein sollten. ^12Simson aber sprach zu ihnen: Ich will euch ein Raetsel aufgeben. Wenn ihr mir das erratet und trefft diese sieben Tage der Hochzeit, so will ich euch dreissig Hemden geben und dreissig Feierkleider. ^13Koennt ihrs aber nicht erraten, so sollt ihr mir dreissig Hemden und dreissig Feierkleider geben. Und sie sprachen zu ihm: Gib dein Raetsel auf; lass uns hoeren! ^14Er sprach zu ihnen: Speise ging von dem Fresser und Suessigkeit von dem Starken. Und sie konnten in drei Tagen das Raetsel nicht erraten. ^15Am siebenten Tage sprachen sie zu Simsons Weibe: Ueberrede deinen Mann, dass er uns sage das Raetsel, oder wir werden dich und deines Vaters Haus mit Feuer verbrennen. Habt ihr uns hierher geladen, dass ihr uns arm macht? Oder nicht? ^16Da weinte Simsons Weib vor ihm und sprach: Du bist mir gram und hast mich nicht lieb. Du hast den Kindern meines Volkes ein Raetsel aufgegeben und hast mir's nicht gesagt. Er aber sprach zu ihr: Siehe, ich habe es meinem Vater und meiner Mutter nicht gesagt und sollte dir's sagen? ^17Und sie weinte die sieben Tage vor ihm, da sie Hochzeit hatten; aber am siebenten Tage sagte er's ihr, denn sie draengte ihn. Und sie sagte das Raetsel ihres Volkes Kindern. ^18Da sprachen die Maenner der Stadt zu ihm am siebenten Tage, ehe die Sonne unterging: Was ist suesser den Honig? Was ist staerker denn der Loewe? Aber er sprach zu ihnen: Wenn ihr nicht haettet mit meinem Kalb gepfluegt, ihr haettet mein Raetsel nicht getroffen. ^19Und der Geist des HERRN geriet ueber ihn, und er ging hinab gen Askalon und schlug dreissig Mann unter ihnen und nahm ihr Gewand und gab Feierkleider denen, die das Raetsel erraten hatten. Und ergrimmte in seinem Zorn und ging herauf in seines Vaters Haus. ^20Aber Simsons Weib ward einem seiner Gesellen gegeben, der ihm zugehoerte. __________________________________________________________________ Kapitel 15 ^1Es begab sich aber nach etlichen Tagen, um die Weizenernte, dass Simson sein Weib besuchte mit einem Ziegenboecklein. Und als er gedachte: Ich will zu meinem Weibe gehen in die Kammer, wollte ihn der Vater nicht hinein lassen ^2und sprach: Ich meinte, du waerest ihr gram geworden, und habe sie deinem Freunde gegeben. Sie hat aber eine juengere Schwester, die ist schoener denn sie; die lass dein sein fuer diese. ^3Da sprach Simson zu ihnen: Ich habe einmal eine gerechte Sache wider die Philister; ich will euch Schaden tun. ^4Und Simson ging hin und fing dreihundert Fuechse und nahm Braende und kehrte je einen Schwanz zum andern und tat einen Brand je zwischen zwei Schwaenze ^5und zuendete die Braende an mit Feuer und liess sie unter das Korn der Philister und zuendete also an die Garben samt dem stehenden Korn und Weinberge und Oelbaeume. ^6Da sprachen die Philister: Wer hat das getan? Da sagte man: Simson, der Eidam des Thimniters; darum dass er ihm sein Weib genommen und seinem Freunde gegeben hat. Da zogen die Philister hinauf und verbrannten sie samt ihrem Vater mit Feuer. ^7Simson aber sprach zu ihnen: Wenn ihr solches tut, so will ich mich an euch raechen und darnach aufhoeren, ^8und schlug sie hart, an Schultern und an Lenden. Und zog hinab und wohnte in der Steinkluft zu Etam. ^9Da zogen die Philister hinauf und lagerten sich in Juda und liessen sich nieder zu Lehi. ^10Aber die von Juda sprachen: Warum seid ihr wider uns heraufgezogen? Sie antworteten: Wir sind heraufgekommen, Simson zu binden, dass wir mit ihm tun, wie er uns getan hat. ^11Da zogen dreitausend Mann von Juda hinab in die Steinkluft zu Etam und sprachen zu Simson: Weisst du nicht, dass die Philister ueber uns herrschen? Warum hast du denn das an uns getan? Er sprach zu ihnen: Wie sie mir getan haben, so habe ich ihnen wieder getan. ^12Sie sprachen zu ihm: Wir sind herabgekommen, dich zu binden und in der Philister Haende zu geben. Simson sprach zu ihnen: So schwoert mir, dass ihr mir kein Leid tun wollt. ^13Sie antworteten ihm: Wir wollen dir kein Leid tun, sondern wollen dich nur Binden und in ihre Haende geben und wollen dich nicht toeten. Und sie banden ihn mit zwei neuen Stricken und fuehrten ihn herauf vom Fels. ^14Und da er kam bis gen Lehi, jauchzten die Philister ihm entgegen. Aber der Geist Gottes geriet ueber ihn, und die Stricke an seinen Armen wurden wie Faeden, die das Feuer versengt hat, dass die Bande an seinen Haenden zerschmolzen. ^15Und er fand einen frischen Eselskinnbacken; da reckte er seine Hand aus und nahm ihn und schlug damit tausend Mann. ^16Und Simson sprach: Da liegen sie bei Haufen; durch eines Esels Kinnbacken habe ich tausend Mann geschlagen. ^17Und da er das ausgeredet hatte, warf er den Kinnbacken aus seiner Hand und hiess die Staette Ramath-Lehi (das ist Kinnbackenhoehe). ^18Da ihn aber sehr duerstete, rief er den HERRN an und sprach: Du hast solch grosses Heil gegeben durch die Hand deines Knechtes; nun aber muss ich Durstes sterben und in der Unbeschnittenen Haende fallen. ^19Da spaltete Gott die Hoehlung in Lehi, das Wasser herausging; und als er trank, kam der Geist wieder, und er ward erquickt. Darum heisst er noch heutigestages "des Anrufers Brunnen", der in Lehi ist. ^20Und er richtete Israel zu der Philister Zeit zwanzig Jahre. __________________________________________________________________ Kapitel 16 ^1Simson ging hin gen Gaza und sah daselbst eine Hure und kam zu ihr. ^2Da ward den Gazitern gesagt: Simson ist hereingekommen. Und sie umgaben ihn und liessen auf ihn lauern die ganze Nacht in der Stadt Tor und waren die ganze Nacht still und sprachen: Harre; morgen, wenn's licht wird, wollen wir ihn erwuergen. ^3Simson aber lag bis Mitternacht. Da stand er auf zu Mitternacht und ergriff beide Tueren an der Stadt Tor samt den Pfosten und hob sie aus mit den Riegeln und legte sie auf seine Schultern und trug sie hinauf auf die Hoehe des Berges vor Hebron. ^4Darnach gewann er ein Weib lieb am Bach Sorek, die hiess Delila. ^5Zu der kamen der Philister Fuersten hinauf und sprachen zu ihr: Ueberrede ihn und siehe, worin er solche grosse Kraft hat und womit wir ihn uebermoegen, dass wir ihn binden und zwingen, so wollen wir dir geben ein jeglicher tausendundhundert Silberlinge. ^6Und Delila sprach zu Simson: Sage mir doch, worin deine grosse Kraft sei und womit man dich binden moege, dass man dich zwinge? ^7Simson sprach zu ihr: Wenn man mich baende mit sieben Seilen von frischem Bast, die noch nicht verdorrt sind, so wuerde ich schwach und waere wie ein anderer Mensch. ^8Da brachten der Philister Fuersten zu ihr hinauf sieben Seile von frischem Bast, die noch nicht verdorrt waren; und sie band ihn damit. ^9(Man lauerte ihm aber auf bei ihr in der Kammer.) Und sie sprach zu ihm: Die Philister ueber dir, Simson! Er aber zerriss die Seile, wie eine flaechsene Schnur zerreisst, wenn sie ans Feuer riecht; und es ward nicht kund, wo seine Kraft waere. ^10Da sprach Delila zu Simson: Siehe, du hast mich getaeuscht und mir gelogen; nun, so sage mir doch, womit kann man dich binden? ^11Er antwortete ihr: Wenn sie mich baenden mit neuen Stricken, damit nie eine Arbeit geschehen ist, so wuerde ich schwach und wie ein anderer Mensch. ^12Da nahm Delila neue Stricke und band ihn damit und sprach: Philister ueber dir, Simson! (Man lauerte ihm aber auf in der Kammer.) Und er zerriss sie von seinen Armen herab wie einen Faden. ^13Delila aber sprach zu ihm: Bisher hast du mich getaeuscht und mir gelogen. Sage mir doch, womit kann man dich binden? Er antwortete ihr: Wenn du mir die sieben Locken meines Hauptes zusammenfloechtest mit einem Gewebe und heftetest sie mit dem Nagel ein. ^14Und sie sprach zu ihm: Philister ueber dir, Simson! Er aber wachte auf von seinem Schlaf und zog die geflochtenen Locken mit Nagel und Gewebe heraus. ^15Da sprach sie zu ihm: Wie kannst du sagen, du habest mich lieb, so dein Herz doch nicht mit mir ist? Dreimal hast du mich getaeuscht und mir nicht gesagt, worin deine grosse Kraft sei. ^16Da sie ihn aber draengte mit ihren Worten alle Tage und ihn zerplagte, ward seine Seele matt bis an den Tod, ^17und er sagte ihr sein ganzes Herz und sprach zu ihr: Es ist nie ein Schermesser auf mein Haupt gekommen; denn ich bin ein Geweihter Gottes von Mutterleibe an. Wenn man mich schoere, so wiche meine Kraft von mir, dass ich schwach wuerde und wie alle anderen Menschen. ^18Da nun Delila sah, dass er ihr all sein Herz offenbart hatte, sandte sie hin und liess der Philister Fuersten rufen und sagen: Kommt noch einmal herauf; denn er hat mir all sein Herz offenbart. Da kamen der Philister Fuersten zu ihr herauf und brachten das Geld mit sich in ihrer Hand. ^19Und sie liess ihn entschlafen auf ihrem Schoss und rief einem, der ihm die sieben Locken seines Hauptes abschoere. Und sie fing an ihn zu zwingen; da war seine Kraft von ihm gewichen. ^20Und sie sprach zu ihm: Philister ueber dir, Simson! Da er nun aus seinem Schlaf erwachte, gedachte er: Ich will ausgehen, wie ich mehrmals getan habe, ich will mich losreissen; und wusste nicht, dass der HERR von ihm gewichen war. ^21Aber die Philister griffen ihn und stachen ihm die Augen aus und fuehrten ihn hinab gen Gaza und banden ihn mit zwei ehernen Ketten, und er musste mahlen im Gefaengnis. ^22Aber das Haar seines Hauptes fing an, wieder zu wachsen, wo es geschoren war. ^23Da aber der Philister Fuersten sich versammelten, ihrem Gott Dagon ein grosses Opfer zu tun und sich zu freuen, sprachen sie: Unser Gott hat uns unsern Feind Simson in unsre Haende gegeben. ^24Desgleichen, als ihn das Volk sah, lobten sie ihren Gott; denn sie sprachen: Unser Gott hat uns unsern Feind in unsre Haende gegeben, der unser Land verderbte und unsrer viele erschlug. ^25Da nun ihr Herz guter Dinge war, sprachen sie: Lasst Simson holen, dass er vor uns spiele. Da holten sie Simson aus dem Gefaengnis, und er spielte vor ihnen, und sie stellten ihn zwischen die Saeulen. ^26Simson aber sprach zu dem Knabe, der ihn bei der Hand leitete: Lass mich, das ich die Saeulen taste, auf welchen das Haus steht, dass ich mich dranlehne. ^27Da Haus aber war voll Maenner und Weiber. Es waren der Philister Fuersten alle da und auf dem Dach bei dreitausend, Mann und Weib, die zusahen, wie Simson spielte. ^28Simson aber rief den HERRN an und sprach: HERR HERR, gedenke mein und staerke mich doch, Gott, diesmal, dass ich fuer meine beiden Augen mich einmal raeche an den Philistern! ^29Und er fasste die zwei Mittelsaeulen, auf welche das Haus gesetzt war und darauf es sich hielt, eine in seine rechte und die andere in seine linke Hand, ^30und sprach: Meine Seele sterbe mit den Philistern! und neigte sich kraeftig. Da fiel das Haus auf die Fuersten und auf alles Volk, das darin war, dass der Toten mehr waren, die in seinem Tod starben, denn die bei seinem Leben starben. ^31Da kamen sein Brueder hernieder und seines Vaters ganzes Haus und hoben ihn auf und trugen ihn hinauf und begruben ihn in seines Vaters Manoahs Grab, zwischen Zora und Esthaol. Er richtete aber Israel zwanzig Jahre. __________________________________________________________________ Kapitel 17 ^1Es war ein Mann auf dem Gebirge Ephraim, mit Namen Micha. ^2Der sprach zu seiner Mutter: Die tausendundhundert Silberlinge, die dir genommen worden sind und derenthalben du den Fluch gesprochen und auch vor meinen Ohren gesagt hast, sieh, das Geld ist bei mir; ich habe es genommen. Da sprach sein Mutter: Gesegnet sei mein Sohn dem HERRN! ^3Also gab er seiner Mutter die tausendundhundert Silberlinge wieder. Und seine Mutter sprach: Ich habe das Geld dem HERRN geheiligt von meiner Hand fuer meinen Sohn, dass man ein Bildnis und einen Abgott machen soll; darum so gebe ich's dir nun wieder. ^4Aber er gab seiner Mutter das Geld wieder. Da nahm seine Mutter zweihundert Silberlinge und tat sie zu dem Goldschmied; der machte ihr ein Bild und einen Abgott, das war darnach im Hause Michas. ^5Und der Mann Micha hatte also ein Gotteshaus; und machte einen Leibrock und Hausgoetzen und fuellte seiner Soehne einem die Hand, dass er sein Priester ward. ^6Zu der Zeit war kein Koenig in Israel, und ein jeglicher tat, was ihn recht deuchte. ^7Es war aber ein Juengling von Bethlehem-Juda unter dem Geschlecht Juda's, und er war ein Levit und war fremd daselbst. ^8Er zog aus der Stadt Bethlehem-Juda, zu wandern, wo er hin konnte. Und da er aufs Gebirge Ephraim kam zum Hause Michas, dass er seinen Weg ginge, ^9fragte ihn Micha: Wo kommst du her? Er antwortete ihm: Ich bin ein Levit von Bethlehem-Juda und wandere, wo ich hin kann. ^10Micha aber sprach zu ihm: Bleibe bei mir, du sollst mein Vater und mein Priester sein; ich will dir jaehrlich zehn Silberlinge und deine Kleidung und Nahrung geben. Und der Levit ging hin. ^11Der Levit trat an, zu bleiben bei dem Mann; und er hielt den Juengling gleich wie einen Sohn. ^12Und Micha fuellte dem Leviten die Hand, dass er sein Priester ward, und war also im Haus Michas. ^13Und Micha sprach: Nun weiss ich, dass mir der HERR wird wohltun, weil ich einen Leviten zum Priester habe. __________________________________________________________________ Kapitel 18 ^1Zu der Zeit war kein Koenig in Israel. Und der Stamm der Daniter suchte sich ein Erbteil, da sie wohnen moechten; denn es war bis auf den Tag noch kein Erbe auf sie gefallen unter den Staemmen Israels. ^2Und die Kinder Dan sandten aus ihren Geschlechtern von ihren Enden fuenf streitbare Maenner von Zora und Esthaol, das Land zu erkunden und zu erforschen, und sprachen zu ihnen: Ziehet hin und erforschet das Land. Und sie kamen auf das Gebirge Ephraim ans Haus Michas und blieben ueber Nacht daselbst. ^3Und da sie bei dem Gesinde Michas waren, erkannten sie die Stimme des Juenglings, des Leviten; und sie wichen von ihrem Weg dahin und sprachen zu ihm: Wer hat dich hierhergebracht? Was machst du da? Und was hast du hier? ^4Er antwortete ihnen: So und so hat Micha an mir getan und hat mich gedingt, dass ich sein Priester sei. ^5Sie sprachen zu ihm: Frage doch Gott, dass wir erfahren, ob unser Weg, den wir wandeln, auch wohl geraten werde. ^6Der Priester antwortete ihnen: Ziehet hin mit Frieden; euer Weg, den ihr ziehet, ist recht vor dem HERRN. ^7Da gingen die fuenf Maenner hin und kamen gen Lais und sahen das Volk, das darin war, sicher wohnen auf die Weise wie die Sidonier, still und sicher; und war niemand, der ihnen Leid taete im Land oder Herr ueber sie waere, und waren ferne von den Sidoniern und hatten nichts mit Leuten zu tun. ^8Und sie kamen zu ihren Bruedern gen Zora und Esthaol; und ihre Brueder sprachen zu ihnen: Wie steht's mit euch? ^9Sie sprachen: Auf, lasst uns zu ihnen hinaufziehen! denn wir haben das Land besehen, das ist sehr gut. Darum eilt und seid nicht faul zu ziehen, dass ihr kommt, das Land einzunehmen. ^10Wenn ihr kommt, werdet ihr zu einem sichern Volke kommen, und das Land ist weit und breit; denn Gott hat's in eure Haende gegeben, einen solchen Ort, da nichts gebricht an alle dem, was auf Erden ist. ^11Da zogen von da aus den Geschlechtern Dan von Zora und Esthaol sechshundert Mann, geruestet mit ihren Waffen zum Streit, ^12und zogen hinauf und lagerten sich zu Kirjath-Jearim in Juda. Daher nannten sie die Staette das Lager Dan bis auf diesen Tag, das hinter Kirjath-Jearim liegt. ^13Und von da gingen sie auf das Gebirge Ephraim und kamen zum Hause Michas. ^14Da antworteten die fuenf Maenner, die ausgegangen waren, das Land Lais zu erkunden, und sprachen zu ihren Bruedern: Wisst ihr auch, dass in diesen Haeusern ein Leibrock, Hausgoetzen, Bildnis und Abgott sind? Nun moeget ihr denken, was euch zu tun ist. ^15Sie kehrten da ein und kamen an das Haus des Juenglings, des Leviten, in Michas Haus und gruessten ihn freundlich. ^16Aber die sechshundert Geruesteten mit ihren Waffen, die von den Kindern Dan waren, standen vor dem Tor. ^17Und die fuenf Maenner, die das Land zu erkunden ausgezogen waren, gingen hinauf und kamen dahin und nahmen das Bild, den Leibrock, die Hausgoetzen und den Abgott. Dieweil stand der Priester vor dem Tor bei den sechshundert Geruesteten mit ihren Waffen. ^18Als nun jene ins Haus Michas gekommen waren und nahmen das Bild, den Leibrock, die Hausgoetzen und den Abgott, sprach der Priester zu ihnen: Was macht ihr? ^19Sie antworteten ihm: Schweige und halte das Maul zu und ziehe mit uns, dass du unser Vater und Priester seist. Ist dir's besser, dass du in des einen Mannes Haus Priester seist oder unter einem ganzen Stamm und Geschlecht in Israel? ^20Das gefiel dem Priester wohl, und er nahm den Leibrock, die Hausgoetzen und das Bild und kam mit unter das Volk. ^21Und da sie sich wandten und hinzogen, schickten sie die Kindlein und das Vieh und was sie Koestliches hatten, vor sich her. ^22Da sie nun fern von Michas Haus kamen, wurden die Maenner zuhauf gerufen, die in den Haeusern waren bei Michas Haus, und folgten den Kindern Dan nach und riefen den Kindern Dan. ^23Sie aber wandten ihr Antlitz um und sprachen zu Micha: was ist dir, dass du also zuhauf kommst? ^24Er antwortete: Ihr habt meine Goetter genommen, die ich gemacht hatte, und den Priester und ziehet hin; und was habe ich nun mehr? Und ihr fragt noch, was mir fehle? ^25Aber die Kinder Dan sprachen zu ihm: Lass deine Stimme nicht hoeren bei uns, dass nicht auf dich stossen zornige Leute und deine Seele und deines Hauses Seele nicht hingerafft werde! ^26Also gingen die Kinder Dan ihres Weges. Und Micha, da er sah, dass sie ihm zu stark waren, wandte er sich um und kam wieder zu seinem Hause. ^27Sie aber nahmen, was Micha gemacht hatte, und den Priester, den er hatte, und kamen an Lais, an ein stilles, sicheres Volk, und schlugen es mit der Schaerfe des Schwerts und verbrannten die Stadt mit Feuer. ^28Und war niemand, der sie errettete; denn sie lag fern von Sidon, und sie hatten mit den Leuten nichts zu schaffen; und sie lag im Grunde, welcher an Beth-Rehob liegt. Da bauten sie die Stadt und wohnten darin ^29und nannten sie Dan nach dem Namen ihres Vaters Dan, der Israel geboren war. (Und die Stadt hiess vorzeiten Lais.) ^30Und die Kinder Dan richteten fuer sich auf das Bild. Und Jonathan, der Sohn Gersons, des Sohnes Manasses, und seine Soehne waren Priester unter dem Stamm der Daniter bis an die Zeit, da sie aus dem Lande gefangen gefuehrt wurden. ^31Also setzten sie unter sich das Bild Michas, das er gemacht hatte, so lange, als das Haus Gottes war zu Silo. __________________________________________________________________ Kapitel 19 ^1Zu der Zeit war kein Koenig in Israel. Und ein levitischer Mann war Fremdling an der Seite des Gebirges Ephraim und hatte sich ein Kebsweib genommen von Bethlehem-Juda. ^2Und da sie hatte neben ihm gehurt, lief sie von ihm zu ihres Vaters Haus gen Bethlehem-Juda und war daselbst vier Monate lang. ^3Und ihr Mann machte sich auf und zog ihr nach, dass er freundlich mit ihr redete und sie wieder zu sich holte; und hatte einen Knecht und ein Paar Esel mit sich. Und sie fuehrte ihn in ihres Vaters Haus. Da ihn aber der Vater der Dirne sah, ward er froh und empfing ihn. ^4Und sein Schwiegervater, der Dirne Vater, hielt ihn, dass er drei Tage bei ihm blieb; sie assen und tranken und blieben des Nachts da. ^5Des vierten Tages erhoben sie sich des Morgens frueh, und er machte sich auf und wollte ziehen. Da sprach der Dirne Vater zu seinem Eidam: Labe dein Herz zuvor mit einem Bissen Brot, darnach sollt ihr ziehen. ^6Und sie setzten sich und assen beide miteinander und tranken. Da sprach der Dirne Vater zu dem Mann: Bleib doch ueber Nacht und lass dein Herz guter Dinge sein. ^7Da aber der Mann aufstand und wollte ziehen, noetigte ihn sein Schwiegervater, dass er ueber Nacht dablieb. ^8Des Morgens am fuenften Tage machte er sich frueh auf und wollte ziehen. Da sprach der Dirne Vater: Labe doch dein Herz und lass uns verziehen, bis sich der Tag neigt. Und assen also die beiden miteinander. ^9Und der Mann machte sich auf und wollte ziehen mit seinem Kebsweib und mit seinem Knechte. Aber sein Schwiegervater, der Dirne Vater, sprach zu ihm: Siehe, der Tag hat sich geneigt, und es will Abend werden; bleib ueber Nacht. Siehe, hier ist Herberge noch diesen Tag; bleibe hier ueber Nacht und lass dein Herz guter Dinge sein. Morgen steht ihr frueh auf und zieht eures Weges zu deiner Huette. ^10Aber der Mann wollte nicht ueber Nacht bleiben, sondern machte sich auf und zog hin und kam bis vor Jebus, das ist Jerusalem, und sein Paar Esel beladen und sein Kebsweib mit ihm. ^11Da sie nun nahe bei Jebus kamen, sank der Tag sehr dahin. Und der Knecht sprach zu seinem Herrn: Komm doch und lass uns in diese Stadt der Jebusiter einkehren und ueber Nacht darin bleiben. ^12Aber sein Herr sprach zu ihm: Wir wollen nicht in der Fremden Stadt einkehren, die nicht sind von den Kindern Israel, sondern wollen hinueber gen Gibea. ^13Und sprach zu seinem Knecht: Gehe weiter, dass wir hinzukommen an einen Ort und ueber Nacht zu Gibea oder zu Rama bleiben. ^14Und sie zogen weiter und wandelten, und die Sonne ging ihnen unter, hart bei Gibea, das liegt in Benjamin. ^15Und sie kehrten daselbst ein, dass sie hineinkaemen und ueber Nacht zu Gibea blieben. Da er aber hineinkam, setzte er sich in der Stadt Gasse; denn es war niemand, der sie bei Nacht im Hause herbergen wollte. ^16Und siehe, da kam ein alter Mann von seiner Arbeit vom Felde am Abend, und er war auch vom Gebirge Ephraim und ein Fremdling zu Gibea; aber die Leute des Orts waren Benjaminiter. ^17Und da er seine Augen aufhob und sah den Gast auf der Gasse, sprach er zu ihm: Wo willst du hin? und wo kommst du her? ^18Er aber antwortete ihm: Wir reisen von Bethlehem-Juda, bis wir kommen an die Seite des Gebirges Ephraim, daher ich bin; und bin gen Bethlehem-Juda gezogen und ziehe jetzt zum Hause des HERRN, und niemand will mich beherbergen. ^19Wir haben Stroh und Futter fuer unsre Esel und Brot und Wein fuer mich und deine Magd und fuer den Knecht, der mit deinem Diener ist, dass uns nichts gebricht. ^20Der alte Mann sprach: Friede sei mit dir! Alles was dir mangelt findest du bei mir; bleibe nur nicht ueber Nacht auf der Gasse. ^21Und fuehrte ihn in sein Haus und gab den Eseln Futter, und sie wuschen ihre Fuesse und assen und tranken. ^22Und da ihr Herz nun guter Dinge war, siehe, da kamen die Leute der Stadt, boese Buben, und umgaben das Haus und pochten an die Tuer und sprachen zu dem alten Mann, dem Hauswirt: Bringe den Mann heraus, der in dein Haus gekommen ist, dass wir ihn erkennen. ^23Aber der Mann, der Hauswirt, ging zu ihnen heraus und sprach zu ihnen: Nicht, meine Brueder, tut nicht so uebel; nachdem dieser Mann in mein Haus gekommen ist, tut nicht eine solche Torheit! ^24Siehe, ich habe eine Tochter, noch eine Jungfrau, und dieser ein Kebsweib; die will ich herausbringen. Die moegt ihr zu Schanden machen, und tut mit ihr, was euch gefaellt; aber an diesen Mann tut nicht solche Torheit. ^25Aber die Leute wollten ihm nicht gehorchen. Da fasste der Mann sein Kebsweib und brachte sie zu ihnen hinaus. Die erkannten sie und trieben ihren Mutwillen an ihr die ganze Nacht bis an den Morgen; und da die Morgenroete anbrach, liessen sie sie gehen. ^26Da kam das Weib hart vor morgens und fiel nieder vor der Tuer am Hause des Mannes, darin ihr Herr war, und lag da, bis es licht ward. ^27Da nun ihr Herr des Morgens aufstand und die Tuer auftat am Hause und herausging, dass er seines Weges zoege, siehe, da lag sein Kebsweib vor der Tuer des Hauses und ihre Haende auf der Schwelle. ^28Er aber sprach zu ihr: Stehe auf, lass uns ziehen! Aber sie antwortete nicht. Da nahm er sie auf den Esel, machte sich auf und zog an seinen Ort. ^29Als er nun heimkam, nahm er ein Messer und fasste sein Kebsweib und zerstueckte sie mit Gebein und mit allem in zwoelf Stuecke und sandte sie in alle Grenzen Israels. ^30Wer das sah, der sprach: Solches ist nicht geschehen noch gesehen, seit der Zeit die Kinder Israel aus Aegyptenland gezogen sind, bis auf diesen Tag. Nun bedenkt euch ueber dem, gebt Rat und sagt an! __________________________________________________________________ Kapitel 20 ^1Da zogen die Kinder Israel aus und versammelten sich zuhauf wie ein Mann, von Dan bis gen Beer-Seba und vom Lande Gilead zu dem HERRN gen Mizpa; ^2und traten zuhauf die Obersten des ganzen Volks aller Staemme Israels in der Gemeinde Gottes, vierhundertausend Mann zu Fuss, die das Schwert auszogen. ^3Aber die Kinder Benjamin hoerten, dass die Kinder Israel hinauf gen Mizpa gezogen waren. Und die Kinder Israel sprachen: Sagt, wie ist das Uebel zugegangen? ^4Da antwortete der Levit, des Weibes Mann, die erwuergt war, und sprach: Ich kam gen Gibea in Benjamin mit meinem Kebsweibe, ueber Nacht dazubleiben. ^5Da machten sich wider mich auf die Buerger zu Gibea und umgaben mich im Hause des Nachts und gedachten, mich zu erwuergen; und haben mein Kebsweib geschaendet, dass sie gestorben ist. ^6Da fasste ich mein Kebsweib und zerstueckte es und sandte es in alle Felder des Erbes Israels; denn sie haben einen Mutwillen und eine Torheit getan in Israel. ^7Siehe, da seid ihr Kinder Israel alle; schafft euch Rat und tut hierzu! ^8Da machte sich alles Volk auf wie ein Mann und sprach: Es soll niemand in seine Huette gehen noch in sein Haus kehren; ^9sondern das wollen wir jetzt tun wider Gibea: ^10lasst uns losen und nehmen zehn Mann von hundert, und hundert von tausend, und tausend von zehntausend aus allen Staemmen Israels, dass sie Speise nehmen fuer das Volk, dass es komme und tue mit Gibea-Benjamin nach all seiner Torheit, die es in Israel getan hat. ^11Also versammelten sich zu der Stadt alle Maenner Israels, wie ein Mann verbunden. ^12Und die Staemme Israels sandten Maenner zu allen Geschlechtern Benjamins und liessen ihnen sagen: Was ist das fuer eine Bosheit, die bei euch geschehen ist? ^13So gebt nun her die Maenner, die boesen Buben zu Gibea, dass wir sie toeten und das Uebel aus Israel tun! Aber die Kinder Benjamin wollten nicht gehorchen der Stimme ihrer Brueder, der Kinder Israel; ^14sondern versammelten sich aus den Staedten gen Gibea, auszuziehen in den Streit wider die Kinder Israel. ^15Und wurden des Tages gezaehlt der Kinder Benjamin aus den Staedten sechsundzwanzigtausend Mann, die das Schwert auszogen, ohne die Buerger zu Gibea, deren wurden siebenhundert gezaehlt, auserlesene Maenner. ^16Und unter allem diesem Volk waren siebenhundert Mann auserlesen, die links waren und konnten mit der Schleuder ein Haar treffen, dass sie nicht fehlten. ^17Aber derer von Israel (ohne die von Benjamin) wurden gezaehlt vierhunderttausend Mann, die das Schwert fuehrten, und alle streitbare Maenner. ^18Die machten sich auf und zogen hinauf gen Beth-el und fragten Gott und sprachen: Wer soll vor uns hina