__________________________________________________________________ Title: The Holy Bible: German Luther Translation Creator(s): Anonymous Language: German Rights: Public Domain CCEL Subjects: All; Bible; Old Testament; New Testament LC Call no: BS239 LC Subjects: The Bible Modern texts and versions Other European languages __________________________________________________________________ Holy Bible German Luther Translation __________________________________________________________________ Das Alte Testament __________________________________________________________________ Genesis __________________________________________________________________ Kapitel 1 ^1Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. ^2Und die Erde war wuest und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser. ^3Und Gott sprach: Es werde Licht! und es ward Licht. ^4Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis ^5und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag. ^6Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, und die sei ein Unterschied zwischen den Wassern. ^7Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser ueber der Feste. Und es geschah also. ^8Und Gott nannte die Feste Himmel. Da ward aus Abend und Morgen der andere Tag. ^9Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an besondere Oerter, dass man das Trockene sehe. Und es geschah also. ^10Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, dass es gut war. ^11Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das sich besame, und fruchtbare Baeume, da ein jeglicher nach seiner Art Frucht trage und habe seinen eigenen Samen bei sich selbst auf Erden. Und es geschah also. ^12Und die Erde liess aufgehen Gras und Kraut, das sich besamte, ein jegliches nach seiner Art, und Baeume, die da Frucht trugen und ihren eigenen Samen bei sich selbst hatten, ein jeglicher nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. ^13Da ward aus Abend und Morgen der dritte Tag. ^14Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht und geben Zeichen, Zeiten, Tage und Jahre ^15und seien Lichter an der Feste des Himmels, dass sie scheinen auf Erden. Und es geschah also. ^16Und Gott machte zwei grosse Lichter: ein grosses Licht, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere, dazu auch Sterne. ^17Und Gott setzte sie an die Feste des Himmels, dass sie schienen auf die Erde ^18und den Tag und die Nacht regierten und schieden Licht und Finsternis. Und Gott sah, dass es gut war. ^19Da ward aus Abend und Morgen der vierte Tag. ^20Und Gott sprach: Es errege sich das Wasser mit webenden und lebendigen Tieren, und Gevoegel fliege auf Erden unter der Feste des Himmels. ^21Und Gott schuf grosse Walfische und allerlei Getier, dass da lebt und webt, davon das Wasser sich erregte, ein jegliches nach seiner Art, und allerlei gefiedertes Gevoegel, ein jegliches nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. ^22Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehrt euch und erfuellt das Wasser im Meer; und das Gefieder mehre sich auf Erden. ^23Da ward aus Abend und Morgen der fuenfte Tag. ^24Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendige Tiere, ein jegliches nach seiner Art: Vieh, Gewuerm und Tiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art. Und es geschah also. ^25Und Gott machte die Tiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art, und allerlei Gewuerm auf Erden nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. ^26Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen ueber die Fische im Meer und ueber die Voegel unter dem Himmel und ueber das Vieh und ueber die ganze Erde und ueber alles Gewuerm, das auf Erden kriecht. ^27Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie einen Mann und ein Weib. ^28Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und fuellt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht ueber die Fische im Meer und ueber die Voegel unter dem Himmel und ueber alles Getier, das auf Erden kriecht. ^29Und Gott sprach: Seht da, ich habe euch gegeben allerlei Kraut, das sich besamt, auf der ganzen Erde und allerlei fruchtbare Baeume, die sich besamen, zu eurer Speise, ^30und allem Getier auf Erden und allen Voegeln unter dem Himmel und allem Gewuerm, das da lebt auf Erden, dass sie allerlei gruenes Kraut essen. Und es geschah also. ^31Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag. __________________________________________________________________ Kapitel 2 ^1Also ward vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer. ^2Und also vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er machte. ^3Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, darum dass er an demselben geruht hatte von allen seinen Werken, die Gott schuf und machte. ^4Also ist Himmel und Erde geworden, da sie geschaffen sind, zu der Zeit, da Gott der HERR Erde und Himmel machte. ^5Und allerlei Baeume auf dem Felde waren noch nicht auf Erden, und allerlei Kraut auf dem Felde war noch nicht gewachsen; denn Gott der HERR hatte noch nicht regnen lassen auf Erden, und es war kein Mensch, der das Land baute. ^6Aber ein Nebel ging auf von der Erde und feuchtete alles Land. ^7Und Gott der HERR machte den Menschen aus einem Erdenkloss, uns blies ihm ein den lebendigen Odem in seine Nase. Und also ward der Mensch eine lebendige Seele. ^8Und Gott der HERR pflanzte einen Garten in Eden gegen Morgen und setzte den Menschen hinein, den er gemacht hatte. ^9Und Gott der HERR liess aufwachsen aus der Erde allerlei Baeume, lustig anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Boesen. ^10Und es ging aus von Eden ein Strom, zu waessern den Garten, und er teilte sich von da in vier Hauptwasser. ^11Das erste heisst Pison, das fliesst um das ganze Land Hevila; und daselbst findet man Gold. ^12Und das Gold des Landes ist koestlich; und da findet man Bedellion und den Edelstein Onyx. ^13Das andere Wasser heisst Gihon, das fliesst um um das ganze Mohrenland. ^14Das dritte Wasser heisst Hiddekel, das fliesst vor Assyrien. Das vierte Wasser ist der Euphrat. ^15Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn baute und bewahrte. ^16Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Du sollst essen von allerlei Baeumen im Garten; ^17aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Boesen sollst du nicht essen; denn welches Tages du davon isst, wirst du des Todes sterben. ^18Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei. ^19Denn als Gott der HERR gemacht hatte von der Erde allerlei Tiere auf dem Felde und allerlei Voegel unter dem Himmel, brachte er sie zu dem Menschen, dass er saehe, wie er sie nennte; denn der wie Mensch allerlei lebendige Tiere nennen wuerde, so sollten sie heissen. ^20Und der Mensch gab einem jeglichen Vieh und Vogel unter dem Himmel und Tier auf dem Felde seinen Namen; aber fuer den Menschen ward keine Gehilfin gefunden, die um ihn waere. ^21Da liess Gott der HERR einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen, und er schlief ein. Und er nahm seiner Rippen eine und schloss die Staette zu mit Fleisch. ^22Und Gott der HERR baute ein Weib aus der Rippe, die er vom Menschen nahm, und brachte sie zu ihm. ^23Da sprach der Mensch: Das ist doch Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch; man wird sie Maennin heissen, darum dass sie vom Manne genommen ist. ^24Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seinem Weibe hangen, und sie werden sein ein Fleisch. ^25Und sie waren beide nackt, der Mensch und das Weib, und schaemten sich nicht. __________________________________________________________________ Kapitel 3 ^1Und die Schlange war listiger denn alle Tiere auf dem Felde, die Gott der HERR gemacht hatte, und sprach zu dem Weibe: Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von den Fruechten der Baeume im Garten? ^2Da sprach das Weib zu der Schlange: Wir essen von den Fruechten der Baeume im Garten; ^3aber von den Fruechten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Esst nicht davon, ruehrt's auch nicht an, dass ihr nicht sterbt. ^4Da sprach die Schlange zum Weibe: Ihr werdet mitnichten des Todes sterben; ^5sondern Gott weiss, dass, welches Tages ihr davon esst, so werden eure Augen aufgetan, und werdet sein wie Gott und wissen, was gut und boese ist. ^6Und das Weib schaute an, dass von dem Baum gut zu essen waere und dass er lieblich anzusehen und ein lustiger Baum waere, weil er klug machte; und sie nahm von der Frucht und ass und gab ihrem Mann auch davon, und er ass. ^7Da wurden ihrer beiden Augen aufgetan, und sie wurden gewahr, dass sie nackt waren, und flochten Feigenblaetter zusammen und machten sich Schuerze. ^8Und sie hoerten die Stimme Gottes des HERRN, der im Garten ging, da der Tag kuehl geworden war. Und Adam versteckte sich mit seinem Weibe vor dem Angesicht Gottes des HERRN unter die Baeume im Garten. ^9Und Gott der HERR rief Adam und sprach zu ihm: Wo bist du? ^10Und er sprach: Ich hoerte deine Stimme im Garten und fuerchtete mich; denn ich bin nackt, darum versteckte ich mich. ^11Und er sprach: Wer hat dir's gesagt, dass du nackt bist? Hast du nicht gegessen von dem Baum, davon ich dir gebot, du solltest nicht davon essen? ^12Da sprach Adam: Das Weib, das du mir zugesellt hast, gab mir von von dem Baum, und ich ass. ^13Da sprach Gott der HERR zum Weibe: Warum hast du das getan? Das Weib sprach: Die Schlange betrog mich also, dass ich ass. ^14Da sprach Gott der HERR zu der Schlange: Weil du solches getan hast, seist du verflucht vor allem Vieh und vor allen Tieren auf dem Felde. Auf deinem Bauche sollst du gehen und Erde essen dein Leben lang. ^15Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Derselbe soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen. ^16Und zum Weibe sprach er: Ich will dir viel Schmerzen schaffen, wenn du schwanger wirst; du sollst mit Schmerzen Kinder gebaeren; und dein Verlangen soll nach deinem Manne sein, und er soll dein Herr sein. ^17Und zu Adam sprach er: Dieweil du hast gehorcht der Stimme deines Weibes und hast gegessen von dem Baum, davon ich dir gebot und sprach: Du sollst nicht davon essen, verflucht sei der Acker um deinetwillen, mit Kummer sollst du dich darauf naehren dein Leben lang. ^18Dornen und Disteln soll er dir tragen, und sollst das Kraut auf dem Felde essen. ^19Im Schweisse deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis dass du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden. ^20Und Adam hiess sein Weib Eva, darum dass sie eine Mutter ist aller Lebendigen. ^21Und Gott der HERR machte Adam und seinem Weibe Roecke von Fellen und kleidete sie. ^22Und Gott der HERR sprach: Siehe, Adam ist geworden wie unsereiner und weiss, was gut und boese ist. Nun aber, dass er nicht ausstrecke seine Hand und breche auch von dem Baum des Lebens und esse und lebe ewiglich! ^23Da wies ihn Gott der HERR aus dem Garten Eden, dass er das Feld baute, davon er genommen ist, ^24und trieb Adam aus und lagerte vor den Garten Eden die Cherubim mit dem blossen, hauenden Schwert, zu bewahren den Weg zu dem Baum des Lebens. __________________________________________________________________ Kapitel 4 ^1Und Adam erkannte sein Weib Eva, und sie ward schwanger und gebar den Kain und sprach: Ich habe einen Mann gewonnen mit dem HERRN. ^2Und sie fuhr fort und gebar Abel, seinen Bruder. Und Abel ward ein Schaefer; Kain aber ward ein Ackermann. ^3Es begab sich nach etlicher Zeit, dass Kain dem HERRN Opfer brachte von den Fruechten des Feldes; ^4und Abel brachte auch von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett. Und der HERR sah gnaedig an Abel und sein Opfer; ^5aber Kain und sein Opfer sah er nicht gnaedig an. Da ergrimmte Kain sehr, und seine Gebaerde verstellte sich. ^6Da sprach der HERR zu Kain: Warum ergrimmst du? und warum verstellt sich deine Gebaerde? ^7Ist's nicht also? Wenn du fromm bist, so bist du angenehm; bist du aber nicht fromm, so ruht die Suende vor der Tuer, und nach dir hat sie Verlangen; du aber herrsche ueber sie. ^8Da redete Kain mit seinem Bruder Abel. Und es begab sich, da sie auf dem Felde waren, erhob sich Kain wider seinen Bruder Abel und schlug ihn tot. ^9Da sprach der HERR zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel? Er sprach: Ich weiss nicht; soll ich meines Bruders Hueter sein? ^10Er aber sprach: Was hast du getan? Die Stimme des Bluts deines Bruders schreit zu mir von der Erde. ^11Und nun verflucht seist du auf der Erde, die ihr Maul hat aufgetan und deines Bruders Blut von deinen Haenden empfangen. ^12Wenn du den Acker bauen wirst, soll er dir hinfort sein Vermoegen nicht geben. Unstet und fluechtig sollst du sein auf Erden. ^13Kain aber sprach zu dem HERRN: Meine Suende ist groesser, denn dass sie mir vergeben werden moege. ^14Siehe, du treibst mich heute aus dem Lande, und ich muss mich vor deinem Angesicht verbergen und muss unstet und fluechtig sein auf Erden. So wird mir's gehen, dass mich totschlage, wer mich findet. ^15Aber der HERR sprach zu ihm: Nein; sondern wer Kain totschlaegt, das soll siebenfaeltig geraecht werden. Und der HERR machte ein Zeichen an Kain, dass ihn niemand erschluege, wer ihn faende. ^16Also ging Kain von dem Angesicht des HERRN und wohnte im Lande Nod, jenseit Eden, gegen Morgen. ^17Und Kain erkannte sein Weib, die ward schwanger und gebar den Henoch. Und er baute eine Stadt, die nannte er nach seines Sohnes Namen Henoch. ^18Henoch aber zeugte Irad, Irad zeugte Mahujael, Mahujael zeugte Methusael, Methusael zeugte Lamech. ^19Lamech aber nahm zwei Weiber; eine hiess Ada, die andere Zilla. ^20Und Ada gebar Jabal; von dem sind hergekommen, die in Huetten wohnten und Vieh zogen. ^21Und sein Bruder hiess Jubal; von dem sind hergekommen die Geiger und Pfeifer. ^22Die Zilla aber gebar auch, naemlich den Thubalkain, den Meister in allerlei Erz-und Eisenwerk. Und die Schwester des Thubalkain war Naema. ^23Und Lamech sprach zu seinen Weibern Ada und Zilla: Ihr Weiber Lamechs, hoert meine Rede und merkt, was ich sage: Ich habe einen Mann erschlagen fuer meine Wunde und einen Juengling fuer meine Beule; ^24Kain soll siebenmal geraecht werden, aber Lamech siebenundsiebzigmal. ^25Adam erkannte abermals sein Weib, und sie gebar einen Sohn, den hiess sie Seth; denn Gott hat mir, sprach sie, einen andern Samen gesetzt fuer Abel, den Kain erwuergt hat. ^26Und Seth zeugte auch einen Sohn und hiess ihn Enos. Zu der Zeit fing man an, zu predigen von des HERRN Namen. __________________________________________________________________ Kapitel 5 ^1Dies ist das Buch von des Menschen Geschlecht. Da Gott den Menschen schuf, machte er ihn nach dem Bilde Gottes; ^2und schuf sie einen Mann und ein Weib und segnete sie und hiess ihren Namen Mensch zur Zeit, da sie geschaffen wurden. ^3Und Adam war hundertunddreissig Jahre alt und zeugte einen Sohn, der seinem Bild aehnlich war und hiess ihn Seth ^4und lebte darnach achthundert Jahre und zeugte Soehne und Toechter; ^5dass sein ganzes Alter ward neunhundertunddreissig Jahre, und starb. ^6Seth war hundertundfuenf Jahre alt und zeugte Enos ^7und lebte darnach achthundertundsieben Jahre und zeugte Soehne und Toechter; ^8dass sein ganzes Alter ward neunhundertundzwoelf Jahre, und starb. ^9Enos war neunzig Jahre alt und zeugte Kenan ^10und lebte darnach achthundertundfuenzig Jahre und zeugte Soehne und Toechter; ^11dass sein ganzes Alter ward neunhundertundfuenf Jahre, und starb. ^12Kenan war siebzig Jahre alt und zeugte Mahalaleel ^13und lebte darnach achthundertundvierzig Jahre und zeugte Soehne und Toechter; ^14dass sein ganzes Alter ward neunhundertundzehn Jahre, und starb. ^15Mahalaleel war fuenfundsechzig Jahre und zeugte Jared ^16und lebte darnach achthundertunddreissig Jahre und zeugte Soehne und Toechter; ^17dass sein ganzes Alter ward achthundert und fuenfundneunzig Jahre, und starb. ^18Jared war hundertzweiundsechzig Jahre alt und zeugte Henoch ^19und er lebte darnach achthundert Jahre und zeugte Soehne und Toechter; ^20dass sein ganzes Alter ward neunhundert und zweiundsechzig Jahre, und starb. ^21Henoch war fuenfundsechzig Jahre alt und zeugte Methusalah. ^22Und nachdem er Methusalah gezeugt hatte, blieb er in einem goettlichen Leben dreihundert Jahre und zeugte Soehne und Toechter; ^23dass sein ganzes Alter ward dreihundertfuenfundsechzig Jahre. ^24Und dieweil er ein goettliches Leben fuehrte, nahm ihn Gott hinweg, und er ward nicht mehr gesehen. ^25Methusalah war hundertsiebenundachtzig Jahre alt und zeugte Lamech ^26und lebte darnach siebenhundert und zweiundachtzig Jahre und zeugte Soehne und Toechter; ^27dass sein ganzes Alter ward neunhundert und neunundsechzig Jahre, und starb. ^28Lamech war hundertzweiundachtzig Jahre alt und zeugte einen Sohn ^29und hiess ihn Noah und sprach: Der wird uns troesten in unsrer Muehe und Arbeit auf der Erde, die der HERR verflucht hat. ^30Darnach lebte er fuenfhundert und fuenfundneunzig Jahre und zeugte Soehne und Toechter; ^31dass sein ganzes Alter ward siebenhundert siebenundsiebzig Jahre, und starb. ^32Noah war fuenfhundert Jahre alt und zeugte Sem, Ham und Japheth. __________________________________________________________________ Kapitel 6 ^1Da sich aber die Menschen begannen zu mehren auf Erden und ihnen Toechter geboren wurden, ^2da sahen die Kinder Gottes nach den Toechtern der Menschen, wie sie schoen waren, und nahmen zu Weibern, welche sie wollten. ^3Da sprach der HERR: Die Menschen wollen sich von meinem Geist nicht mehr strafen lassen; denn sie sind Fleisch. Ich will ihnen noch Frist geben hundertundzwanzig Jahre. ^4Es waren auch zu den Zeiten Tyrannen auf Erden; denn da die Kinder Gottes zu den Toechtern der Menschen eingingen und sie ihnen Kinder gebaren, wurden daraus Gewaltige in der Welt und beruehmte Maenner. ^5Da aber der HERR sah, dass der Menschen Bosheit gross war auf Erden und alles Dichten und Trachten ihres Herzens nur boese war immerdar, ^6da reute es ihn, dass er die Menschen gemacht hatte auf Erden, und es bekuemmerte ihn in seinem Herzen, ^7und er sprach: Ich will die Menschen, die ich gemacht habe, vertilgen von der Erde, vom Menschen an bis auf das Vieh und bis auf das Gewuerm und bis auf die Voegel unter dem Himmel; denn es reut mich, dass ich sie gemacht habe. ^8Aber Noah fand Gnade vor dem HERRN. ^9Dies ist das Geschlecht Noahs. Noah war ein frommer Mann und ohne Tadel und fuehrte ein goettliches Leben zu seinen Zeiten. ^10und zeugte drei Soehne Sem, Ham und Japheth. ^11Aber die Erde war verderbt vor Gottes Augen und voll Frevels. ^12Da sah Gott auf die Erde, und siehe, sie war verderbt; denn alles Fleisch hatte seinen Weg verderbt auf Erden. ^13Da sprach Gott zu Noah: Alles Fleisches Ende ist vor mich gekommen; denn die Erde ist voll Frevels von ihnen; und siehe da, ich will sie verderben mit der Erde. ^14Mache dir einen Kasten von Tannenholz und mache Kammern darin und verpiche ihn mit Pech inwendig und auswendig. ^15Und mache ihn also: Dreihundert Ellen sei die Laenge, fuenfzig Ellen die Weite und dreissig Ellen die Hoehe. ^16Ein Fenster sollst du daran machen obenan, eine Elle gross. Die Tuer sollst du mitten in seine Seite setzen. Und er soll drei Boden haben: einen unten, den andern in der Mitte, den dritten in der Hoehe. ^17Denn siehe, ich will eine Sintflut mit Wasser kommen lassen auf Erden, zu verderben alles Fleisch, darin ein lebendiger Odem ist, unter dem Himmel. Alles, was auf Erden ist, soll untergehen. ^18Aber mit dir will ich einen Bund aufrichten; und du sollst in den Kasten gehen mit deinen Soehnen, mit deinem Weibe und mit deiner Soehne Weibern. ^19Und du sollst in den Kasten tun allerlei Tiere von allem Fleisch, je ein Paar, Maennlein und Weiblein, dass sie lebendig bleiben bei dir. ^20Von den Voegeln nach ihrer Art, von dem Vieh nach seiner Art und von allerlei Gewuerm auf Erden nach seiner Art: von den allen soll je ein Paar zu dir hineingehen, dass sie leben bleiben. ^21Und du sollst allerlei Speise zu dir nehmen, die man isst, und sollst sie bei dir sammeln, dass sie dir und ihnen zur Nahrung da sei. ^22Und Noah tat alles, was ihm Gott gebot. __________________________________________________________________ Kapitel 7 ^1Und der HERR sprach zu Noah: Gehe in den Kasten, du und dein ganzes Haus; denn ich habe dich gerecht ersehen vor mir zu dieser Zeit. ^2Aus allerlei reinem Vieh nimm zu dir je sieben und sieben, das Maennlein und sein Weiblein; von dem unreinen Vieh aber je ein Paar, das Maennlein und sein Weiblein. ^3Desgleichen von den Voegeln unter dem Himmel je sieben und sieben, das Maennlein und sein Weiblein, auf dass Same lebendig bleibe auf dem ganzen Erdboden. ^4Denn von nun an ueber sieben Tage will ich regnen lassen auf Erden vierzig Tage und vierzig Naechte und vertilgen von dem Erdboden alles, was Wesen hat, was ich gemacht habe. ^5Und Noah tat alles, was ihm der HERR gebot. ^6Er war aber sechshundert Jahre alt, da das Wasser der Sintflut auf Erden kam. ^7Und er ging in den Kasten mit seinen Soehnen, seinem Weibe und seiner Soehne Weibern vor dem Gewaesser der Sintflut. ^8Von dem reinen Vieh und von dem unreinen, von den Voegeln und von allem Gewuerm auf Erden ^9gingen zu ihm in den Kasten paarweise, je ein Maennlein und Weiblein, wie ihm Gott geboten hatte. ^10Und da die sieben Tage vergangen waren, kam das Gewaesser der Sintflut auf Erden. ^11In dem sechshundertsten Jahr des Alters Noahs, am siebzehnten Tage des zweiten Monats, das ist der Tag, da aufbrachen alle Brunnen der grossen Tiefe, und taten sich auf die Fenster des Himmels, ^12und kam ein Regen auf Erden vierzig Tage und vierzig Naechte. ^13Eben am selben Tage ging Noah in den Kasten mit Sem, Ham und Japheth, seinen Soehnen, und mit seinem Weibe und seiner Soehne drei Weibern, ^14dazu allerlei Getier nach seiner Art, allerlei Vieh nach seiner Art, allerlei Gewuerm, das auf Erden kriecht, nach seiner Art und allerlei Voegel nach ihrer Art, alles was fliegen konnte, alles, was Fittiche hatte; ^15das ging alles zu Noah in den Kasten paarweise, von allem Fleisch, darin ein lebendiger Geist war. ^16Und das waren Maennlein und Weiblein von allerlei Fleisch, und gingen hinein, wie denn Gott ihm geboten hatte. Und der HERR schloss hinter ihm zu. ^17Da kam die Sintflut vierzig Tage auf Erden, und die Wasser wuchsen und hoben den Kasten auf und trugen ihn empor ueber die Erde. ^18Also nahm das Gewaesser ueberhand und wuchs sehr auf Erden, dass der Kasten auf dem Gewaesser fuhr. ^19Und das Gewaesser nahm ueberhand und wuchs so sehr auf Erden, dass alle hohen Berge unter dem ganzen Himmel bedeckt wurden. ^20Fuenfzehn Ellen hoch ging das Gewaesser ueber die Berge, die bedeckt wurden. ^21Da ging alles Fleisch unter, das auf Erden kriecht, an Voegeln, an Vieh, an Tieren und an allem, was sich regt auf Erden, und alle Menschen. ^22Alles, was einen lebendigen Odem hatte auf dem Trockenen, das starb. ^23Also ward vertilgt alles, was auf dem Erdboden war, vom Menschen an bis auf das Vieh und das Gewuerm und auf die Voegel unter dem Himmel; das ward alles von der Erde vertilgt. Allein Noah blieb uebrig und was mit ihm in dem Kasten war. ^24Und das Gewaesser stand auf Erden hundertundfuenfzig Tage. __________________________________________________________________ Kapitel 8 ^1Da gedachte Gott an Noah und an alle Tiere und an alles Vieh, das mit ihm in dem Kasten war, und liess Wind auf Erden kommen, und die Wasser fielen; ^2und die Brunnen der Tiefe wurden verstopft samt den Fenstern des Himmels, und dem Regen vom Himmel ward gewehrt; ^3und das Gewaesser verlief sich von der Erde immer mehr und nahm ab nach hundertfuenfzig Tagen. ^4Am siebzehnten Tage des siebenten Monats liess sich der Kasten nieder auf das Gebirge Ararat. ^5Es nahm aber das Gewaesser immer mehr ab bis auf den zehnten Monat. Am ersten Tage des zehnten Monats sahen der Berge Spitzen hervor. ^6Nach vierzig Tagen tat Noah das Fenster auf an dem Kasten, das er gemacht hatte, ^7und liess einen Raben ausfliegen; der flog immer hin und wieder her, bis das Gewaesser vertrocknete auf Erden. ^8Darnach liess er eine Taube von sich ausfliegen, auf dass er erfuehre, ob das Gewaesser gefallen waere auf Erden. ^9Da aber die Taube nicht fand, da ihr Fuss ruhen konnte, kam sie wieder zu ihm in den Kasten; denn das Gewaesser war noch auf dem ganzen Erdboden. Da tat er die Hand heraus und nahm sie zu sich in den Kasten. ^10Da harrte er noch weitere sieben Tage und liess abermals eine Taube fliegen aus dem Kasten. ^11Die kam zu ihm zur Abendzeit, und siehe, ein Oelblatt hatte sie abgebrochen und trug's in ihrem Munde. Da merkte Noah, dass das Gewaesser gefallen waere auf Erden. ^12Aber er harrte noch weiter sieben Tage und liess eine Taube ausfliegen; die kam nicht wieder zu ihm. ^13Im sechshundertundersten Jahr des Alters Noahs, am ersten Tage des ersten Monats vertrocknete das Gewaesser auf Erden. Da tat Noah das Dach von dem Kasten und sah, dass der Erdboden trocken war. ^14Also ward die Erde ganz trocken am siebenundzwanzigsten Tage des zweiten Monats. ^15Da redete Gott mit Noah und sprach: ^16Gehe aus dem Kasten, du und dein Weib, deine Soehne und deiner Soehne Weiber mit dir. ^17Allerlei Getier, das bei dir ist, von allerlei Fleisch, an Voegeln, an Vieh und an allerlei Gewuerm, das auf Erden kriecht, das gehe heraus mit dir, dass sie sich regen auf Erden und fruchtbar seien und sich mehren auf Erden. ^18Also ging Noah heraus mit seinen Soehnen und seinem Weibe und seiner Soehne Weibern, ^19dazu allerlei Getier, allerlei Gewuerm, allerlei Voegel und alles, was auf Erden kriecht; das ging aus dem Kasten, ein jegliches mit seinesgleichen. ^20Noah aber baute dem HERRN einen Altar und nahm von allerlei reinem Vieh und von allerlei reinem Gefluegel und opferte Brandopfer auf dem Altar. ^21Und der HERR roch den lieblichen Geruch und sprach in seinem Herzen: Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten des menschlichen Herzens ist boese von Jugend auf. Und ich will hinfort nicht mehr schlagen alles, was da lebt, wie ich getan habe. ^22Solange die Erde steht, soll nicht aufhoeren Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht. __________________________________________________________________ Kapitel 9 ^1Und Gott segnete Noah und seine Soehne und sprach: Seid fruchtbar und mehrt euch und erfuellt die Erde. ^2Furcht und Schrecken vor euch sei ueber alle Tiere auf Erden und ueber alle Voegel unter dem Himmel, ueber alles, was auf dem Erdboden kriecht, und ueber alle Fische im Meer; in eure Haende seien sie gegeben. ^3Alles, was sich regt und lebt, das sei eure Speise; wie das gruene Kraut habe ich's euch alles gegeben. ^4Allein esst das Fleisch nicht, das noch lebt in seinem Blut. ^5Auch will ich eures Leibes Blut raechen und will's an allen Tieren raechen und will des Menschen Leben raechen an einem jeglichen Menschen als dem, der sein Bruder ist. ^6Wer Menschenblut vergiesst, des Blut soll auch durch Menschen vergossen werden; denn Gott hat den Menschen zu seinem Bilde gemacht. ^7Seid fruchtbar und mehrt euch und regt euch auf Erden, dass euer viel darauf werden. ^8Und Gott sagte zu Noah und seinen Soehnen mit ihm: ^9Siehe, ich richte mit euch einen Bund auf und mit eurem Samen nach euch ^10und mit allem lebendigen Getier bei euch, an Voegeln, an Vieh und an allen Tieren auf Erden bei euch, von allem, was aus dem Kasten gegangen ist, was fuer Tiere es sind auf Erden. ^11Und richte meinen Bund also mit euch auf, dass hinfort nicht mehr alles Fleisch verderbt werden soll mit dem Wasser der Sintflut, und soll hinfort keine Sintflut mehr kommen, die die Erde verderbe. ^12Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich gemacht habe zwischen mir und euch und allen lebendigen Seelen bei euch hinfort ewiglich: ^13Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde. ^14Und wenn es kommt, dass ich Wolken ueber die Erde fuehre, so soll man meinen Bogen sehen in den Wolken. ^15Alsdann will ich gedenken an meinen Bund zwischen mir und euch und allen lebendigen Seelen in allerlei Fleisch, dass nicht mehr hinfort eine Sintflut komme, die alles Fleisch verderbe. ^16Darum soll mein Bogen in den Wolken sein, dass ich ihn ansehe und gedenke an den ewigen Bund zwischen Gott und allen lebendigen Seelen in allem Fleisch, das auf Erden ist. ^17Und Gott sagte zu Noah: Das sei das Zeichen des Bundes, den ich aufgerichtet habe zwischen mir und allem Fleisch auf Erden. ^18Die Soehne Noahs, die aus dem Kasten gingen, sind diese: Sem, Ham und Japheth. Ham aber ist der Vater Kanaans. ^19Das sind die drei Soehne Noahs, von denen ist alles Land besetzt. ^20Noah aber fing an und ward ein Ackermann und pflanzte Weinberge. ^21Und da er von dem Wein trank, ward er trunken und lag in der Huette aufgedeckt. ^22Da nun Ham, Kanaans Vater, sah seines Vaters Bloesse, sagte er's seinen beiden Bruedern draussen. ^23Da nahmen Sem und Japheth ein Kleid und legten es auf ihrer beider Schultern und gingen ruecklings hinzu und deckten des Vaters Bloesse zu; und ihr Angesicht war abgewandt, dass sie ihres Vater Bloesse nicht sahen. ^24Als nun Noah erwachte von seinem Wein und erfuhr, was ihm sein juengster Sohn getan hatte, ^25sprach er: Verflucht sei Kanaan und sei ein Knecht aller Knechte unter seinen Bruedern! ^26und sprach weiter: Gelobt sei der HERR, der Gott Sem's; und Kanaan sei sein Knecht! ^27Gott breite Japheth aus, und lasse ihn wohnen in den Huetten des Sem; und Kanaan sei sein Knecht! ^28Noah aber lebte nach der Sintflut dreihundertfuenfzig Jahre, ^29dass sein ganzes Alter ward neunhundertundfuenfzig Jahre, und starb. __________________________________________________________________ Kapitel 10 ^1Dies ist das Geschlecht der Kinder Noahs: Sem, Ham, Japheth. Und sie zeugten Kinder nach der Sintflut. ^2Die Kinder Japheths sind diese: Gomer, Magog, Madai, Javan, Thubal, Mesech und Thiras. ^3Aber die Kinder von Gomer sind diese: Askenas, Riphath und Thorgama. ^4Die Kinder von Javan sind diese: Elisa, Tharsis, die Chittiter und die Dodaniter. ^5Von diesen sind ausgebreitet die Inseln der Heiden in ihren Laendern, jegliche nach ihren Sprachen, Geschlechtern und Leuten. ^6Die Kinder von Ham sind diese: Chus, Mizraim, Put und Kanaan. ^7Aber die Kinder von Chus sind diese: Seba, Hevila, Sabtha, Ragma und Sabthecha. Aber die Kinder von Ragma sind diese: Saba und Dedan. ^8Chus aber zeugte den Nimrod. Der fing an ein gewaltiger Herr zu sein auf Erden, ^9und war ein gewaltiger Jaeger vor dem HERRN. Daher spricht man: Das ist ein gewaltiger Jaeger vor dem HERRN wie Nimrod. ^10Und der Anfang seines Reiches war Babel, Erech, Akkad und Chalne im Lande Sinear. ^11Von dem Land ist er gekommen nach Assur und baute Ninive und Rehoboth-Ir und Kalah, ^12dazu Resen zwischen Ninive und Kalah. Dies ist die grosse Stadt. ^13Mizraim zeugte die Luditer, die Anamiter, die Lehabiter, die Naphthuhiter, ^14die Pathrusiter und die Kasluhiter (von dannen sind gekommen die Philister) und die Kaphthoriter. ^15Kanaan aber zeugte Sidon, seinen ersten Sohn, und Heth, ^16den Jebusiter, den Amoriter, den Girgasiter, ^17den Heviter, den Arkiter, den Siniter, ^18den Arvaditer, den Zemariter und den Hamathiter. Daher sind ausgebreitet die Geschlechter der Kanaaniter. ^19Und ihre Grenzen waren von Sidon an durch Gerar bis gen Gaza, bis man kommt gen Sodom, Gomorra, Adama, Zeboim und bis gen Lasa. ^20Das sind die Kinder Hams in ihren Geschlechtern, Sprachen und Leuten. ^21Sem aber, Japheths, des Aeltern, Bruder, zeugte auch Kinder, der ein Vater ist aller Kinder von Eber. ^22Und dies sind seine Kinder: Elam, Assur, Arphachsad, Lud und Aram. ^23Die Kinder von Aram sind diese: Uz, Hul, Gether und Mas. ^24Arphachsad aber zeugte Salah, Salah zeugte Eber. ^25Eber zeugte zwei Soehne. Einer hiess Peleg, darum dass zu seiner Zeit die Welt zerteilt ward; des Bruder hiess Joktan. ^26Und Joktan zeugte Almodad, Saleph, Hazarmaveth, Jarah, ^27Hadoram, Usal, Dikla, ^28Obal, Abimael, Saba, ^29Ophir, Hevila und Jobab. Das sind die Kinder von Joktan. ^30Und ihre Wohnung war von Mesa an, bis man kommt gen Sephar, an den Berg gegen Morgen. ^31Das sind die Kinder von Sem in ihren Geschlechtern, Sprachen, Laendern und Leuten. ^32Das sind die Nachkommen der Kinder Noahs in ihren Geschlechtern und Leuten. Von denen sind ausgebreitet die Leute auf Erden nach der Sintflut. __________________________________________________________________ Kapitel 11 ^1Es hatte aber alle Welt einerlei Zunge und Sprache. ^2Da sie nun zogen gen Morgen, fanden sie ein ebenes Land im Lande Sinear, und wohnten daselbst. ^3Und sie sprachen untereinander: Wohlauf, lass uns Ziegel streichen und brennen! und nahmen Ziegel zu Stein und Erdharz zu Kalk ^4und sprachen: Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, des Spitze bis an den Himmel reiche, dass wir uns einen Namen machen! denn wir werden sonst zerstreut in alle Laender. ^5Da fuhr der HERR hernieder, dass er saehe die Stadt und den Turm, die die Menschenkinder bauten. ^6Und der HERR sprach: Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen, und haben das angefangen zu tun; sie werden nicht ablassen von allem, was sie sich vorgenommen haben zu tun. ^7Wohlauf, lasst uns herniederfahren und ihre Sprache daselbst verwirren, dass keiner des andern Sprache verstehe! ^8Also zerstreute sie der HERR von dort alle Laender, dass sie mussten aufhoeren die Stadt zu bauen. ^9Daher heisst ihr Name Babel, dass der HERR daselbst verwirrt hatte aller Laender Sprache und sie zerstreut von dort in alle Laender. ^10Dies sind die Geschlechter Sems: Sem war hundert Jahre alt und zeugte Arphachsad, zwei Jahre nach der Sintflut, ^11und lebte darnach fuenfhundert Jahre und zeugte Soehne und Toechter. ^12Arphachsad war fuenfunddreissig Jahre alt und zeugte Salah ^13und lebte darnach vierhundertunddrei Jahre und zeugte Soehne und Toechter. ^14Salah war dreissig Jahre alt und zeugte Eber ^15und lebte darnach vierhundertunddrei Jahre und zeugte Soehne und Toechter. ^16Eber war vierunddreissig Jahre alt und zeugte Peleg ^17und lebte darnach vierhundertunddreissig Jahre und zeugte Soehne und Toechter. ^18Peleg war dreissig Jahre alt und zeugte Regu ^19und lebte darnach zweihundertundneun Jahre und zeugte Soehne und Toechter. ^20Regu war zweiundreissig Jahre alt und zeugte Serug ^21und lebte darnach zweihundertundsieben Jahre und zeugte Soehne und Toechter. ^22Serug war dreissig Jahre alt und zeugte Nahor ^23und lebte darnach zweihundert Jahre und zeugte Soehne und Toechter. ^24Nahor war neunundzwanzig Jahre alt und zeugte Tharah ^25und lebte darnach hundertundneunzehn Jahre und zeugte Soehne und Toechter. ^26Tharah war siebzig Jahre alt und zeugte Abram, Nahor und Haran. ^27Dies sind die Geschlechter Tharahs: Tharah zeugte Abram, Nahor und Haran. Aber Haran zeugte Lot. ^28Haran aber starb vor seinem Vater Tharah in seinem Vaterlande zu Ur in Chaldaea. ^29Da nahmen Abram und Nahor Weiber. Abrams Weib hiess Sarai, und Nahors Weib Milka, Harans Tochter, der ein Vater war der Milka und der Jiska. ^30Aber Sarai war unfruchtbar und hatte kein Kind. ^31Da nahm Tharah seinen Sohn Abram und Lot, seines Sohnes Harans Sohn, und seine Schwiegertochter Sarai, seines Sohnes Abrams Weib, und fuehrte sie aus Ur in Chaldaea, dass er ins Land Kanaan zoege; und sie kamen gen Haran und wohnten daselbst. ^32Und Tharah war zweihundertundfuenf Jahre alt und starb in Haran. __________________________________________________________________ Kapitel 12 ^1Und der HERR sprach zu Abram: Gehe aus deinem Vaterlande und von deiner Freundschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will. ^2Und ich will dich zum grossen Volk machen und will dich segnen und dir einen grossen Namen machen, und sollst ein Segen sein. ^3Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden. ^4Da zog Abram aus, wie der HERR zu ihm gesagt hatte, und Lot zog mit ihm. Abram aber ward fuenfundsiebzig Jahre alt, da er aus Haran zog. ^5Also nahm Abram sein Weib Sarai und Lot, seines Bruders Sohn, mit aller ihrer Habe, die sie gewonnen hatten, und die Seelen, die sie erworben hatten in Haran; und zogen aus, zu reisen in das Land Kanaan. Und als sie gekommen waren in dasselbe Land, ^6zog Abram durch bis an die Staette Sichem und an den Hain More; es wohnten aber zu der Zeit die Kanaaniter im Lande. ^7Da erschien der HERR dem Abram und sprach: Deinem Samen will ich dies Land geben. Und er baute daselbst einen Altar dem HERRN, der ihm erschienen war. ^8Darnach brach er auf von dort an einen Berg, der lag gegen Morgen von der Stadt Beth-El, und richtete seine Huette auf, dass er Beth-El gegen Abend und Ai gegen Morgen hatte, und baute daselbst dem HERRN einen Altar und predigte von dem Namen des HERRN. ^9Darnach zog Abram weiter und zog aus ins Mittagsland. ^10Es kam aber eine Teuerung in das Land. Da zog Abram hinab nach Aegypten, dass er sich daselbst als ein Fremdling aufhielte; denn die Teuerung war gross im Lande. ^11Und da er nahe an Aegypten kam, sprach er zu seinem Weib Sarai: Siehe, ich weiss, dass du ein schoenes Weib von Angesicht bist. ^12Wenn dich nun die Aegypter sehen werden, so werden sie sagen: Das ist sein Weib, und werden mich erwuergen, und dich leben lassen. ^13Sage doch, du seist meine Schwester, auf dass mir's wohl gehe um deinetwillen und meine Seele am Leben bleibe um deinetwillen. ^14Als nun Abram nach Aegypten kam, sahen die Aegypter das Weib, dass sie sehr schoen war. ^15Und die Fuersten des Pharao sahen sie und priesen sie vor ihm. Da ward sie in des Pharao Haus gebracht. ^16Und er tat Abram Gutes um ihretwillen. Und er hatte Schafe, Rinder, Esel, Knechte und Maegde, Eselinnen und Kamele. ^17Aber der HERR plagte den Pharao mit grossen Plagen und sein Haus um Sarais, Abrams Weibes, willen. ^18Da rief Pharao Abram zu sich und sprach zu ihm: Warum hast du mir das getan? Warum sagtest du mir's nicht, dass sie dein Weib waere? ^19Warum sprachst du denn, sie waere deine Schwester? Derhalben ich sie mir zum Weibe nehmen wollte. Und nun siehe, da hast du dein Weib; nimm sie und ziehe hin. ^20Und Pharao befahl seinen Leuten ueber ihm, dass sie ihn geleiteten und sein Weib und alles, was er hatte. __________________________________________________________________ Kapitel 13 ^1Also zog Abram herauf aus Aegypten mit seinem Weibe und mit allem, was er hatte, und Lot auch mit ihm, ins Mittagsland. ^2Abram aber war sehr reich an Vieh, Silber und Gold. ^3Und er zog immer fort von Mittag bis gen Beth-El, an die Staette, da am ersten seine Huette war, zwischen Beth-El und Ai, ^4eben an den Ort, da er zuvor den Altar gemacht hatte. Und er predigte allda den Namen des HERRN. ^5Lot aber, der mit Abram zog, der hatte auch Schafe und Rinder und Huetten. ^6Und das Land konnte es nicht ertragen, dass sie beieinander wohnten; denn ihre Habe war gross, und konnten nicht beieinander wohnen. ^7Und es war immer Zank zwischen den Hirten ueber Abrams Vieh und zwischen den Hirten ueber Lots Vieh. So wohnten auch zu der Zeit die Kanaaniter und Pheresiter im Lande. ^8Da sprach Abram zu Lot: Lass doch nicht Zank sein zwischen mir und dir und zwischen meinen und deinen Hirten; denn wir sind Gebrueder. ^9Steht dir nicht alles Land offen? Scheide dich doch von mir. Willst du zur Linken, so will ich zur Rechten; oder willst du zur Rechten, so will ich zur Linken. ^10Da hob Lot sein Augen auf und besah die ganze Gegend am Jordan. Denn ehe der HERR Sodom und Gomorra verderbte, war sie wasserreich, bis man gen Zoar kommt, als ein Garten des HERRN, gleichwie Aegyptenland. ^11Da erwaehlte sich Lot die ganze Gegend am Jordan und zog gegen Morgen. Also schied sich ein Bruder von dem andern, ^12dass Abram wohnte im Lande Kanaan und Lot in den Staedten der Jordangegend und setzte seine Huette gen Sodom. ^13Aber die Leute zu Sodom waren boese und suendigten sehr wider den HERRN. ^14Da nun Lot sich von Abram geschieden hatte, sprach der HERR zu Abram: Hebe dein Augen auf und siehe von der Staette an, da du wohnst, gegen Mittag, gegen Morgen und gegen Abend. ^15Denn alles Land, das du siehst, will ich dir geben und deinem Samen ewiglich; ^16und ich will deinen Samen machen wie den Staub auf Erden. Kann ein Mensch den Staub auf Erden zaehlen, der wird auch deinen Samen zaehlen. ^17Darum so mache dich auf und ziehe durch das Land in die Laenge und Breite; denn dir will ich's geben. ^18Also erhob Abram sein Huette, kam und wohnte im Hain Mamre, der zu Hebron ist, und baute daselbst dem HERRN einen Altar. __________________________________________________________________ Kapitel 14 ^1Und es begab sich zu der Zeit des Koenigs Amraphel von Sinear, Ariochs, des Koenigs von Ellasar, Kedor-Laomors, des Koenigs von Elam, und Thideals, des Koenigs der Heiden, ^2dass sie kriegten mit Bera, dem Koenig von Sodom, und mit Birsa, dem Koenig von Gomorra, und mit Sineab, dem Koenig von Adama, und mit Semeber, dem Koenig von Zeboim, und mit dem Koenig von Bela, das Zoar heisst. ^3Diese kamen alle zusammen in das Tal Siddim, wo nun das Salzmeer ist. ^4Denn sie waren zwoelf Jahre unter dem Koenig Kedor-Laomor gewesen, und im dreizehnten Jahr waren sie von ihm abgefallen. ^5Darum kam Kedor-Laomor und die Koenige, die mit ihm waren, im vierzehnten Jahr und schlugen die Riesen zu Astharoth-Karnaim und die Susiter zu Ham und die Emiter in dem Felde Kirjathaim ^6und die Horiter auf dem Gebirge Seir, bis El-Pharan, welches an die Wueste stoesst. ^7Darnach wandten sie um und kamen an den Born Mispat, das ist Kades, und schlugen das ganze Land der Amalekiter, dazu die Amoriter, die zu Hazezon-Thamar wohnten. ^8Da zogen aus der Koenig von Sodom, der Koenig von Gomorra, der Koenig von Adama, der Koenig von Zeboim und der Koenig von Bela, das Zoar heisst, und ruesteten sich, zu streiten im Tal Siddim ^9mit Kedor-Laomor, dem Koenig von Elam, und mit Thideal, dem Koenig der Heiden, und mit Amraphel, dem Koenig von Sinear, und mit Arioch, dem Koenig von Ellasar: vier Koenige mit fuenfen. ^10Das Tal Siddim aber hatte viel Erdharzgruben; und die Koenige von Sodom und Gomorra wurden in die Flucht geschlagen und fielen da hinein, und was uebrig blieb, floh auf das Gebirge. ^11Da nahmen sie alle Habe zu Sodom und Gomorra und alle Speise und zogen davon. ^12Sie nahmen auch mit sich Lot, Abrams Bruderssohn, und seine Habe, denn er wohnte zu Sodom, und zogen davon. ^13Da kam einer, der entronnen war, und sagte es Abram an, dem Auslaender, der da wohnte im Hain Mamres, des Amoriters, welcher ein Bruder war Eskols und Aners. Diese waren mit Abram im Bunde. ^14Als nun Abram hoerte, dass sein Bruder gefangen war, wappnete er seine Knechte, dreihundertundachtzehn, in seinem Hause geboren, und jagte ihnen nach bis gen Dan ^15und teilte sich, fiel des Nachts ueber sie mit seinen Knechten und schlug sie und jagte sie bis gen Hoba, das zur Linken der Stadt Damaskus liegt, ^16und brachte alle Habe wieder, dazu auch Lot, seinen Bruder, mit seiner Habe, auch die Weiber und das Volk. ^17Als er nun wiederkam von der Schlacht des Kedor-Laomor und der Koenige mit ihm, ging ihm entgegen der Koenig von Sodom in das Feld, das Koenigstal heisst. ^18Aber Melchisedek, der Koenig von Salem, trug Brot und Wein hervor. Und er war ein Priester Gottes des Hoechsten. ^19Und segnete ihn und sprach: Gesegnet seist du, Abram, dem hoechsten Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat; ^20und gelobt sei Gott der Hoechste, der deine Feinde in deine Hand beschlossen hat. Und demselben gab Abram den Zehnten von allem. ^21Da sprach der Koenig von Sodom zu Abram: Gib mir die Leute; die Gueter behalte dir. ^22Aber Abram sprach zu dem Koenig von Sodom: Ich hebe mein Haende auf zu dem HERRN, dem hoechsten Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat, ^23dass ich von allem, was dein ist, nicht einen Faden noch einen Schuhriemen nehmen will, dass du nicht sagst, du hast Abram reich gemacht; ^24ausgenommen, was die Juenglinge verzehrt haben; und die Maenner Aner, Eskol und Mamre, die mit mir gezogen sind, die lass ihr Teil nehmen. __________________________________________________________________ Kapitel 15 ^1Nach diesen Geschichten begab sich's, dass zu Abram geschah das Wort des HERRN im Gesicht und sprach: Fuerchte dich nicht Abram! Ich bin dein Schild und dein sehr grosser Lohn. ^2Abram sprach aber: HERR HERR, was willst du mir geben? Ich gehe dahin ohne Kinder; und dieser Elieser von Damaskus wird mein Haus besitzen. ^3Und Abram sprach weiter: Mir hast du keinen Samen gegeben; und siehe, einer von meinem Gesinde soll mein Erbe sein. ^4Und siehe, der HERR sprach zu ihm: Er soll nicht dein Erbe sein; sondern der von deinem Leib kommen wird, der soll dein Erbe sein. ^5Und er hiess ihn hinausgehen und sprach: Siehe gen Himmel und zaehle die Sterne; kannst du sie zaehlen? und sprach zu ihm: Also soll dein Same werden. ^6Abram glaubte dem HERRN, und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit. ^7Und er sprach zu ihm: Ich bin der HERR, der dich von Ur in Chaldaea ausgefuehrt hat, dass ich dir dies Land zu besitzen gebe. ^8Abram aber sprach: HERR HERR, woran soll ich merken, dass ich's besitzen werde? ^9Und er sprach zu ihm: Bringe mir eine dreijaehrige Kuh und eine dreijaehrige Ziege und einen dreijaehrigen Widder und eine Turteltaube und eine junge Taube. ^10Und er brachte ihm solches alles und zerteilte es mitten voneinander und legte einen Teil dem andern gegenueber; aber die Voegel zerteilte er nicht. ^11Und die Raubvoegel fielen auf die Aase; aber Abram scheuchte sie davon. ^12Da nun die Sonne am Untergehen war, fiel ein tiefer Schlaf auf Abram; und siehe, Schrecken und grosse Finsternis ueberfiel ihn. ^13Da sprach er zu Abram: Das sollst du wissen, dass dein Same wird fremd sein in einem Lande, das nicht sein ist; und da wird man sie zu dienen zwingen und plagen vierhundert Jahre. ^14Aber ich will richten das Volk, dem sie dienen muessen. Darnach sollen sie ausziehen mit grossem Gut. ^15Und du sollst fahren zu deinen Vaetern mit Frieden und in gutem Alter begraben werden. ^16Sie aber sollen nach vier Mannesaltern wieder hierher kommen; denn die Missetat der Amoriter ist noch nicht voll. ^17Als nun die Sonne untergegangen und es finster geworden war, siehe, da rauchte ein Ofen, und ein Feuerflamme fuhr zwischen den Stuecken hin. ^18An dem Tage machte der HERR einen Bund mit Abram und sprach: Deinem Samen will ich dies Land geben, von dem Wasser Aegyptens an bis an das grosse Wasser Euphrat: ^19die Keniter, die Kenisiter, die Kadmoniter, ^20die Hethiter, die Pheresiter, die Riesen, ^21die Amoriter, die Kanaaniter, die Girgasiter, die Jebusiter. __________________________________________________________________ Kapitel 16 ^1Sarai, Abrams Weib, gebar ihm kein Kind. Sie hatte eine aegyptische Magd, die hiess Hagar. ^2Und sie sprach zu Abram: Siehe, der HERR hat mich verschlossen, dass ich nicht gebaeren kann. Gehe doch zu meiner Magd, ob ich vielleicht aus ihr mich aufbauen moege. Und Abram gehorchte der Stimme Sarais. ^3Da nahm Sarai, Abrams Weib, ihre aegyptische Magd, Hagar, und gab sie Abram, ihrem Mann, zum Weibe, nachdem sie zehn Jahre im Lande Kanaan gewohnt hatten. ^4Und er ging zu Hagar, die ward schwanger. Als sie nun sah, dass sie schwanger war, achtete sie ihre Frau gering gegen sich. ^5Da sprach Sarai zu Abram: Du tust unrecht an mir. Ich habe meine Magd dir in die Arme gegeben; nun sie aber sieht, dass sie schwanger geworden ist, muss ich gering sein in ihren Augen. Der HERR sei Richter zwischen mir und dir. ^6Abram aber sprach zu Sarai: Siehe, deine Magd ist unter deiner Gewalt; tue mit ihr, wie dir's gefaellt. Da sie nun Sarai wollte demuetigen, floh sie von ihr. ^7Aber der Engel des HERRN fand sie bei einem Wasserbrunnen in der Wueste, naemlich bei dem Brunnen am Wege gen Sur. ^8Der sprach zu ihr: Hagar, Sarais Magd, wo kommst du her, und wo willst du hin? Sie sprach: Ich bin von meiner Frau Sarai geflohen. ^9Und der Engel des HERRN sprach zu ihr: Kehre wieder um zu deiner Frau, und demuetige dich unter ihre Hand. ^10Und der Engel des HERRN sprach zu ihr: Ich will deinen Samen also mehren, dass er vor grosser Menge nicht soll gezaehlt werden. ^11Weiter sprach der Engel des HERRN zu ihr: Siehe, du bist schwanger geworden und wirst einen Sohn gebaeren, des namen sollst du Ismael heissen, darum dass der HERR dein Elend erhoert hat. ^12Er wird ein wilder Mensch sein: seine Hand wider jedermann und jedermanns Hand wider ihn, und wird gegen alle seine Brueder wohnen. ^13Und sie hiess den Namen des HERRN, der mit ihr redete: Du Gott siehst mich. Denn sie sprach: Gewiss habe ich hier gesehen den, der mich hernach angesehen hat. ^14Darum hiess man den Brunnen einen Brunnen des Lebendigen, der mich ansieht; welcher Brunnen ist zwischen Kades und Bared. ^15Und Hagar gebar einen Sohn; und Abram hiess den Sohn, den ihm Hagar gebar, Ismael. ^16Und Abram war sechsundachtzig Jahre alt, da ihm Hagar den Ismael gebar. __________________________________________________________________ Kapitel 17 ^1Als nun Abram neunundneunzig Jahre alt war, erschien ihm der HERR und sprach zu ihm: Ich bin der allmaechtige Gott; wandle vor mir und sei fromm. ^2Und ich will meinen Bund zwischen mir und dir machen und ich will dich gar sehr mehren. ^3Da fiel Abram auf sein Angesicht. Und Gott redete weiter mit ihm und sprach: ^4Siehe, ich bin's und habe meinen Bund mit dir, und du sollst ein Vater vieler Voelker werden. ^5Darum sollst du nicht mehr Abram heissen, sondern Abraham soll dein Name sein; denn ich habe dich gemacht zum Vater vieler Voelker ^6und will dich gar sehr fruchtbar machen und will von dir Voelker machen, und sollen auch Koenige von dir kommen. ^7Und ich will aufrichten meinen Bund zwischen mir und dir und deinem Samen nach dir, bei ihren Nachkommen, dass es ein ewiger Bund sei, also dass ich dein Gott sei und deines Samens nach dir, ^8und ich will dir und deinem Samen nach dir geben das Land, darin du ein Fremdling bist, das ganze Land Kanaan, zu ewiger Besitzung, und will ihr Gott sein. ^9Und Gott sprach zu Abraham: So halte nun meinen Bund, du und dein Same nach dir, bei ihren Nachkommen. ^10Das ist aber mein Bund, den ihr halten sollt zwischen mir und euch und deinem Samen nach dir: Alles, was maennlich ist unter euch, soll beschnitten werden. ^11Ihr sollt aber die Vorhaut an eurem Fleisch beschneiden. Das soll ein Zeichen sein des Bundes zwischen mir und euch. ^12Ein jegliches Knaeblein, wenn's acht Tage alt ist, sollt ihr beschneiden bei euren Nachkommen. ^13Beschnitten werden soll alles Gesinde, das dir daheim geboren oder erkauft ist. Und also soll mein Bund an eurem Fleisch sein zum ewigen Bund. ^14Und wo ein Mannsbild nicht wird beschnitten an der Vorhaut seines Fleisches, des Seele soll ausgerottet werden aus seinem Volk, darum dass es meinen Bund unterlassen hat. ^15Und Gott sprach abermals zu Abraham: Du sollst dein Weib Sarai nicht mehr Sarai heissen, sondern Sara soll ihr Name sein. ^16Denn ich will sie segnen, und auch von ihr will ich dir einen Sohn geben; denn ich will sie segnen, und Voelker sollen aus ihr werden und Koenige ueber viele Voelker. ^17Da fiel Abraham auf sein Angesicht und lachte, und sprach in seinem Herzen: Soll mir, hundert Jahre alt, ein Kind geboren werden, und Sara, neunzig Jahre alt, gebaeren? ^18Und Abraham sprach zu Gott: Ach, dass Ismael leben sollte vor dir! ^19Da sprach Gott: Ja, Sara, dein Weib, soll dir einen Sohn gebaeren, den sollst du Isaak heissen; denn mit ihm will ich meinen ewigen Bund aufrichten und mit seinem Samen nach ihm. ^20Dazu um Ismael habe ich dich auch erhoert. Siehe, ich habe ihn gesegnet und will ihn fruchtbar machen und mehren gar sehr. Zwoelf Fuersten wird er zeugen, und ich will ihn zum grossen Volk machen. ^21Aber meinen Bund will ich aufrichten mit Isaak, den dir Sara gebaeren soll um diese Zeit im andern Jahr. ^22Und er hoerte auf, mit ihm zu reden. Und Gott fuhr auf von Abraham. ^23Da nahm Abraham seinen Sohn Ismael und alle Knechte, die daheim geboren, und alle, die erkauft, und alles, was maennlich war in seinem Hause, und beschnitt die Vorhaut an ihrem Fleisch ebendesselben Tages, wie ihm Gott gesagt hatte. ^24Und Abraham war neunundneunzig Jahre alt, da er die Vorhaut an seinem Fleisch beschnitt. ^25Ismael aber, sein Sohn, war dreizehn Jahre alt, da seines Fleisches Vorhaut beschnitten ward. ^26Eben auf einen Tag wurden sie alle beschnitten, Abraham, sein Sohn Ismael, ^27und was maennlich in seinem Hause war, daheim geboren und erkauft von Fremden; es ward alles mit ihm beschnitten. __________________________________________________________________ Kapitel 18 ^1Und der HERR erschien ihm im Hain Mamre, da sass er an der Tuer seiner Huette, da der Tag am heissesten war. ^2Und als er seine Augen aufhob und sah, siehe, da standen drei Maenner vor ihm. Und da er sie sah, lief er ihnen entgegen von der Tuer seiner Huette und bueckte sich nieder zur Erde ^3und sprach: HERR, habe ich Gnade gefunden vor deinen Augen, so gehe nicht an deinem Knecht vorueber. ^4Man soll euch ein wenig Wasser bringen und eure Fuesse waschen, und lehnt euch unter den Baum. ^5Und ich will einen Bissen Brot bringen, dass ihr euer Herz labt; darnach sollt ihr fortgehen. Denn darum seid ihr zu eurem Knecht gekommen. Sie sprachen: Tue wie du gesagt hast. ^6Abraham eilte in die Huette zu Sara und sprach: Eile und menge drei Mass Semmelmehl, knete und backe Kuchen. ^7Er aber lief zu den Rindern und holte ein zartes, gutes Kalb und gab's dem Knechte; der eilte und bereitete es zu. ^8Und er trug auf Butter und Milch und von dem Kalbe, das er zubereitet hatte, und setzte es ihnen vor und blieb stehen vor ihnen unter dem Baum, und sie assen. ^9Da sprachen sie zu ihm: Wo ist dein Weib Sara? Er antwortete: Drinnen in der Huette. ^10Da sprach er: Ich will wieder zu dir kommen ueber ein Jahr; siehe, so soll Sara, dein Weib, einen Sohn haben. Das hoerte Sara hinter ihm, hinter der Tuer der Huette. ^11Und sie waren beide, Abraham und Sara, alt und wohl betagt, also dass es Sara nicht mehr ging nach der Weiber Weise. ^12Darum lachte sie bei sich selbst und sprach: Nun ich alt bin, soll ich noch Wollust pflegen, und mein Herr ist auch alt? ^13Da sprach der HERR zu Abraham: Warum lacht Sara und spricht: Meinst du, das es wahr sei, dass ich noch gebaeren werde, so ich doch alt bin? ^14Sollte dem HERRN etwas unmoeglich sein? Um diese Zeit will ich wieder zu dir kommen ueber ein Jahr, so soll Sara einen Sohn haben. ^15Da leugnete Sara und sprach: Ich habe nicht gelacht; denn sie fuerchtete sich. Aber er sprach: Es ist nicht also; du hast gelacht. ^16Da standen die Maenner auf von dannen und wandten sich gegen Sodom; und Abraham ging mit ihnen, dass er sie geleitete. ^17Da sprach der HERR: Wie kann ich Abraham verbergen, was ich tue, ^18sintemal er ein grosses und maechtiges Volk soll werden, und alle Voelker auf Erden in ihm gesegnet werden sollen? ^19Denn ich weiss, er wird befehlen seinen Kindern und seinem Hause nach ihm, dass sie des HERRN Wege halten und tun, was recht und gut ist, auf dass der HERR auf Abraham kommen lasse, was er ihm verheissen hat. ^20Und der HERR sprach: Es ist ein Geschrei zu Sodom und Gomorra, das ist gross, und ihre Suenden sind sehr schwer. ^21Darum will ich hinabfahren und sehen, ob sie alles getan haben nach dem Geschrei, das vor mich gekommen ist, oder ob's nicht also sei, dass ich's wisse. ^22Und die Maenner wandten ihr Angesicht und gingen gen Sodom; aber Abraham blieb stehen vor dem HERRN ^23und trat zu ihm und sprach: Willst du denn den Gerechten mit dem Gottlosen umbringen? ^24Es moegen vielleicht fuenfzig Gerechte in der Stadt sein; wolltest du die umbringen und dem Ort nicht vergeben um fuenfzig Gerechter willen, die darin waeren? ^25Das sei ferne von dir, dass du das tust und toetest den Gerechten mit dem Gottlosen, dass der Gerechte sei gleich wie der Gottlose! Das sei ferne von dir, der du aller Welt Richter bist! Du wirst so nicht richten. ^26Der HERR sprach: Finde ich fuenfzig Gerechte zu Sodom in der Stadt, so will ich um ihrer willen dem ganzen Ort vergeben. ^27Abraham antwortete und sprach: Ach siehe, ich habe mich unterwunden zu reden mit dem HERRN, wie wohl ich Erde und Asche bin. ^28Es moechten vielleicht fuenf weniger den fuenfzig Gerechte darin sein; wolltest du denn die ganze Stadt verderben um der fuenf willen? Er sprach: Finde ich darin fuenfundvierzig, so will ich sie nicht verderben. ^29Und er fuhr fort mit ihm zu reden und sprach: Man moechte vielleicht vierzig darin finden. Er aber sprach: Ich will ihnen nichts tun um der vierzig willen. ^30Abraham sprach: Zuerne nicht, HERR, dass ich noch mehr rede. Man moechte vielleicht dreissig darin finden. Er aber sprach: Finde ich dreissig darin, so will ich ihnen nichts tun. ^31Und er sprach: Ach siehe, ich habe mich unterwunden mit dem HERRN zu reden. Man moechte vielleicht zwanzig darin finden. Er antwortete: Ich will sie nicht verderben um der zwanzig willen. ^32Und er sprach: Ach zuerne nicht, HERR, dass ich nur noch einmal rede. Man moechte vielleicht zehn darin finden. Er aber sprach: Ich will sie nicht verderben um der zehn willen. ^33Und der HERR ging hin, da er mit Abraham ausgeredet hatte; und Abraham kehrte wieder um an seinen Ort. __________________________________________________________________ Kapitel 19 ^1Die zwei Engel kamen gen Sodom des Abends; Lot aber sass zu Sodom unter dem Tor. Und da er sie sah, stand er auf, ihnen entgegen, und bueckte sich mit seinem Angesicht zur Erde ^2und sprach: Siehe, liebe Herren, kehrt doch ein zum Hause eures Knechtes und bleibt ueber Nacht; lasst eure Fuesse waschen, so steht ihr morgens frueh auf und zieht eure Strasse. Aber sie sprachen: Nein, sondern wir wollen ueber Nacht auf der Gasse bleiben. ^3Da noetigte er sie sehr; und sie kehrten zu ihm ein und kamen in sein Haus. Und er machte ihnen ein Mahl und buk ungesaeuerte Kuchen; und sie assen. ^4Aber ehe sie sich legten, kamen die Leute der Stadt Sodom und umgaben das ganze Haus, jung und alt, das ganze Volk aus allen Enden, ^5und forderten Lot und sprachen zu ihm: Wo sind die Maenner, die zu dir gekommen sind diese Nacht? Fuehre sie heraus zu uns, dass wir sie erkennen. ^6Lot ging heraus zu ihnen vor die Tuer und schloss die Tuer hinter sich zu ^7und sprach: Ach, liebe Brueder, tut nicht so uebel! ^8Siehe, ich habe zwei Toechter, die haben noch keinen Mann erkannt, die will ich herausgeben unter euch, und tut mit ihnen, was euch gefaellt; allein diesen Maennern tut nichts, denn darum sind sie unter den Schatten meines Daches eingegangen. ^9Sie aber sprachen: Geh hinweg! und sprachen auch: Du bist der einzige Fremdling hier und willst regieren? Wohlan, wir wollen dich uebler plagen denn jene. Und sie drangen hart auf den Mann Lot. Und da sie hinzuliefen und wollten die Tuer aufbrechen, ^10griffen die Maenner hinaus und zogen Lot hinein zu sich ins Haus und schlossen die Tuer zu. ^11Und die Maenner vor der Tuer wurden mit Blindheit geschlagen, klein und gross, bis sie muede wurden und die Tuer nicht finden konnten. ^12Und die Maenner sprachen zu Lot: Hast du noch irgend hier einen Eidam und Soehne und Toechter, und wer dir angehoert in der Stadt, den fuehre aus dieser Staette. ^13Denn wir werden diese Staette verderben, darum dass ihr Geschrei gross ist vor dem HERRN; der hat uns gesandt, sie zu verderben. ^14Da ging Lot hinaus und redete mit seinen Eidamen, die seine Toechter nehmen sollten: Macht euch auf und geht aus diesem Ort; denn der HERR wird diese Stadt verderben. Aber es war ihnen laecherlich. ^15Da nun die Morgenroete aufging, hiessen die Engel den Lot eilen und sprachen: Mache dich auf, nimm dein Weib und deine zwei Toechter, die vorhanden sind, dass du nicht auch umkommst in der Missetat dieser Stadt. ^16Da er aber verzog, ergriffen die Maenner ihn und sein Weib und seine zwei Toechter bei der Hand, darum dass der HERR ihn verschonte, und fuehrten ihn hinaus und liessen ihn draussen vor der Stadt. ^17Und als sie ihn hatten hinausgebracht, sprach er: Errette dein Seele und sieh nicht hinter dich; auch stehe nicht in dieser ganzen Gegend. Auf den Berg rette dich, dass du nicht umkommst. ^18Aber Lot sprach zu ihnen: Ach nein, Herr! ^19Siehe, dieweil dein Knecht Gnade gefunden hat vor deinen Augen, so wollest du deine Barmherzigkeit gross machen, die du an mir getan hast, dass du meine Seele am Leben erhieltest. Ich kann mich nicht auf den Berg retten; es moechte mich ein Unfall ankommen, dass ich stuerbe. ^20Siehe, da ist eine Stadt nahe, darein ich fliehen kann, und sie ist klein; dahin will ich mich retten (ist sie doch klein), dass meine Seele lebendig bleibe. ^21Da sprach er zu ihm: Siehe, ich habe auch in diesem Stueck dich angesehen, dass ich die Stadt nicht umkehre, von der du geredet hast. ^22Eile und rette dich dahin; denn ich kann nichts tun, bis dass du hineinkommst. Daher ist diese Stadt genannt Zoar. ^23Und die Sonne war aufgegangen auf Erden, da Lot nach Zoar kam. ^24Da liess der HERR Schwefel und Feuer regnen von Himmel herab auf Sodom und Gomorra ^25und kehrte die Staedte um und die ganze Gegend und alle Einwohner der Staedte und was auf dem Lande gewachsen war. ^26Und sein Weib sah hinter sich und ward zur Salzsaeule. ^27Abraham aber machte sich des Morgens frueh auf an den Ort, da er gestanden vor dem HERRN, ^28und wandte sein Angesicht gegen Sodom und Gomorra und alles Land der Gegend und schaute; und siehe, da ging Rauch auf vom Lande wie ein Rauch vom Ofen. ^29Und es geschah, da Gott die Staedte in der Gegend verderbte, gedachte er an den Abraham und geleitete Lot aus den Staedten, die er umkehrte, darin Lot wohnte. ^30Und Lot zog aus Zoar und blieb auf dem Berge mit seinen beiden Toechtern; denn er fuerchtete sich, zu Zoar zu bleiben; und blieb also in einer Hoehle mit seinen beiden Toechtern. ^31Da sprach die aeltere zu der juengeren: Unser Vater ist alt, und ist kein Mann mehr auf Erden der zu uns eingehen moege nach aller Welt Weise; ^32so komm, lass uns unserm Vater Wein zu trinken geben und bei ihm schlafen, dass wir Samen von unserm Vater erhalten. ^33Also gaben sie ihrem Vater Wein zu trinken in derselben Nacht. Und die erste ging hinein und legte sich zu ihrem Vater; und der ward's nicht gewahr, da sie sich legte noch da sie aufstand. ^34Des Morgens sprach die aeltere zu der juengeren: Siehe, ich habe gestern bei meinem Vater gelegen. Lass uns ihm diese Nacht auch Wein zu trinken geben, dass du hineingehst und legst dich zu ihm, dass wir Samen von unserm Vater erhalten. ^35Also gaben sie ihrem Vater die Nacht auch Wein zu trinken. Und die juengere machte sich auf und legte sich zu ihm; und er ward's nicht gewahr, da sie sich legte noch da sie aufstand. ^36Also wurden beide Toechter Lots schwanger von ihrem Vater. ^37Und die aeltere gebar einen Sohn, den nannte sie Moab. Von dem kommen her die Moabiter bis auf den heutigen Tag. ^38Und die juengere gebar auch einen Sohn, den hiess sie das Kind Ammi. Von dem kommen die Kinder Ammon bis auf den heutigen Tag. __________________________________________________________________ Kapitel 20 ^1Abraham aber zog von dannen ins Land gegen Mittag und wohnte zwischen Kades und Sur und ward ein Fremdling zu Gerar. ^2Er sprach aber von seinem Weibe Sara: Es ist meine Schwester. Da sandte Abimelech, der Koenig zu Gerar, nach ihr und liess sie holen. ^3Aber Gott kam zu Abimelech des Nachts im Traum und sprach zu ihm: Siehe da, du bist des Todes um des Weibes willen, das du genommen hast; denn sie ist eines Mannes Eheweib. ^4Abimelech aber hatte sie nicht beruehrt und sprach: HERR, willst du denn auch ein gerechtes Volk erwuergen? ^5Hat er nicht zu mir gesagt: Sie sei seine Schwester? Und sie hat auch gesagt: Er ist mein Bruder. Habe ich doch das getan mit einfaeltigem Herzen und unschuldigen Haenden. ^6Und Gott sprach zu ihm im Traum: Ich weiss auch, dass du mit einfaeltigem Herzen das getan hast. Darum habe ich dich auch behuetet, dass du nicht wider mich suendigtest, und habe es nicht zugegeben, dass du sie beruehrtest. ^7So gib nun dem Manne sein Weib wieder, denn er ist ein Prophet; und lass ihn fuer dich bitten, so wirst du lebendig bleiben. Wo du sie aber nicht wiedergibst, so wisse, dass du des Todes sterben musst und alles, was dein ist. ^8Da stand Abimelech des Morgens frueh auf und rief alle seine Knechte und sagte ihnen dieses alles vor ihren Ohren. Und die Leute fuerchteten sich sehr. ^9Und Abimelech rief Abraham auch und sprach zu ihm: Warum hast du uns das getan? Und was habe ich an dir gesuendigt, dass du so eine grosse Suende wolltest auf mich und mein Reich bringen? Du hast mit mir gehandelt, wie man nicht handeln soll. ^10Und Abimelech sprach weiter zu Abraham: Was hast du gesehen, dass du solches getan hast? ^11Abraham sprach: Ich dachte, vielleicht ist keine Gottesfurcht an diesem Orte, und sie werden mich um meines Weibes willen erwuergen. ^12Auch ist sie wahrhaftig meine Schwester; denn sie ist meines Vaters Tochter, aber nicht meiner Mutter Tochter, und ist mein geworden. ^13Da mich aber Gott aus meines Vaters Hause wandern hiess, sprach ich zu ihr: Die Barmherzigkeit tu an mir, dass, wo wir hinkommen, du sagst, ich sei dein Bruder. ^14Da nahm Abimelech Schafe und Rinder, Knechte und Maegde und gab sie Abraham und gab ihm wieder sein Weib Sara ^15und sprach: Siehe da, mein Land steht dir offen; wohne, wo dir's wohl gefaellt. ^16Und sprach zu Sara: Siehe da, ich habe deinem Bruder tausend Silberlinge gegeben; siehe, das soll dir eine Decke der Augen sein vor allen, die bei dir sind, und allenthalben. Und damit war ihr Recht verschafft. ^17Abraham aber betete zu Gott; da heilte Gott Abimelech und sein Weib und seine Maegde, dass sie Kinder gebaren. ^18Denn der HERR hatte zuvor hart verschlossen alle Muetter des Hauses Abimelechs um Saras, Abrahams Weibes, willen. __________________________________________________________________ Kapitel 21 ^1Und der HERR suchte heim Sara, wie er geredet hatte, und tat mit ihr, wie er geredet hatte. ^2Und Sara ward schwanger und gebar Abraham einen Sohn in seinem Alter um die Zeit, von der ihm Gott geredet hatte. ^3Und Abraham hiess seinen Sohn, der ihm geboren war, Isaak, den ihm Sara gebar, ^4und beschnitt ihn am achten Tage, wie ihm Gott geboten hatte. ^5Hundert Jahre war Abraham alt, da ihm sein Sohn Isaak geboren ward. ^6Und Sara sprach: Gott hat mir ein Lachen zugerichtet; denn wer es hoeren wird, der wird ueber mich lachen, ^7und sprach: Wer durfte von Abraham sagen, dass Sara Kinder saeuge? Denn ich habe ihm einen Sohn geboren in seinem Alter. ^8Und das Kind wuchs und ward entwoehnt; und Abraham machte ein grosses Mahl am Tage, da Isaak entwoehnt ward. ^9Und Sara sah den Sohn Hagars, der Aegyptischen, den sie Abraham geboren hatte, dass er ein Spoetter war, ^10und sprach zu Abraham: Treibe diese Magd aus mit ihrem Sohn; denn dieser Magd Sohn soll nicht erben mit meinem Sohn Isaak. ^11Das Wort gefiel Abraham sehr uebel um seines Sohnes willen. ^12Aber Gott sprach zu ihm: Lass dir's nicht uebel gefallen des Knaben und der Magd halben. Alles, was Sara dir gesagt hat, dem gehorche; denn in Isaak soll dir der Same genannt werden. ^13Auch will ich der Magd Sohn zum Volk machen, darum dass er deines Samens ist. ^14Da stand Abraham des Morgens frueh auf und nahm Brot und einen Schlauch mit Wasser und legte es Hagar auf ihre Schulter und den Knaben mit und liess sie von sich. Da zog sie hin und ging in der Wueste irre bei Beer-Seba. ^15Da nun das Wasser in dem Schlauch aus war, warf sie den Knaben unter einen Strauch ^16und ging hin und setzte sich gegenueber von fern, einen Bogenschuss weit; denn sie sprach: Ich kann nicht ansehen des Knaben Sterben. Und sie setzte sich gegenueber und hob ihre Stimme auf und weinte. ^17Da erhoerte Gott die Stimme des Knaben. Und der Engel Gottes rief vom Himmel der Hagar und sprach zu ihr: Was ist dir Hagar? Fuerchte dich nicht; denn Gott hat erhoert die Stimme des Knaben, da er liegt. ^18Steh auf, nimm den Knaben und fuehre ihn an deiner Hand; denn ich will ihn zum grossen Volk machen. ^19Und Gott tat ihr die Augen auf, dass sie einen Wasserbrunnen sah. Da ging sie hin und fuellte den Schlauch mit Wasser und traenkte den Knaben. ^20Und Gott war mit dem Knaben; der wuchs und wohnte in der Wueste und ward ein guter Schuetze. ^21Und er wohnte in der Wueste Pharan, und seine Mutter nahm ihm ein Weib aus Aegyptenland. ^22Zu der Zeit redete Abimelech und Phichol, sein Feldhauptmann, mit Abraham und sprach: Gott ist mit dir in allem, das du tust. ^23So schwoere mir nun bei Gott, dass du mir und meinen Kindern und meinen Enkeln keine Untreue erzeigen wollest, sondern die Barmherzigkeit, die ich an dir getan habe, an mir auch tust und an dem Lande, darin du ein Fremdling bist. ^24Da sprach Abraham: Ich will schwoeren. ^25Und Abraham setzte Abimelech zur Rede um des Wasserbrunnens willen, den Abimelechs Knechte hatten mit Gewalt genommen. ^26Da antwortete Abimelech: Ich habe es nicht gewusst, wer das getan hat; auch hast du mir's nicht angesagt; dazu habe ich's nicht gehoert bis heute. ^27Da nahm Abraham Schafe und Rinder und gab sie Abimelech; und sie machten beide einen Bund miteinander. ^28Und Abraham stellt sieben Laemmer besonders. ^29Da sprach Abimelech zu Abraham: Was sollen die sieben Laemmer, die du besonders gestellt hast? ^30Er antwortete: Sieben Laemmer sollst du von meiner Hand nehmen, dass sie mir zum Zeugnis seien, dass ich diesen Brunnen gegraben habe. ^31Daher heisst die Staette Beer-Seba, weil sie beide miteinander da geschworen haben. ^32Und also machten sie den Bund zu Beer-Seba. Da machten sich auf Abimelech und Phichol, sein Feldhauptmann, und zogen wieder in der Philister Land. ^33Abraham aber pflanzte Baeume zu Beer-Seba und predigte daselbst von dem Namen des HERRN, des ewigen Gottes. ^34Und er war ein Fremdling in der Philister Lande eine lange Zeit. __________________________________________________________________ Kapitel 22 ^1Nach diesen Geschichten versuchte Gott Abraham und sprach zu ihm: Abraham! Und er antwortete: Hier bin ich. ^2Und er sprach: Nimm Isaak, deinen einzigen Sohn, den du lieb hast, und gehe hin in das Land Morija und opfere ihn daselbst zum Brandopfer auf einem Berge, den ich dir sagen werde. ^3Da stand Abraham des Morgens frueh auf und guertete seinen Esel und nahm mit sich zwei Knechte und seinen Sohn Isaak und spaltete Holz zum Brandopfer, machte sich auf und ging an den Ort, davon ihm Gott gesagt hatte. ^4Am dritten Tage hob Abraham seine Augen auf und sah die Staette von ferne ^5und sprach zu seinen Knechten: Bleibt ihr hier mit dem Esel! Ich und der Knabe wollen dorthin gehen; und wenn wir angebetet haben, wollen wir wieder zu euch kommen. ^6Und Abraham nahm das Holz zum Brandopfer und legte es auf seinen Sohn Isaak; er aber nahm das Feuer und Messer in seine Hand, und gingen die beiden miteinander. ^7Da sprach Isaak zu seinem Vater Abraham: Mein Vater! Abraham antwortete: Hier bin ich mein Sohn. Und er sprach: Siehe, hier ist Feuer und Holz; wo ist aber das Schaf zum Brandopfer? ^8Abraham antwortete: Mein Sohn, Gott wird sich ersehen ein Schaf zum Brandopfer. Und gingen beide miteinander. ^9Und als sie kamen an die Staette, die ihm Gott gesagt hatte, baute Abraham daselbst einen Altar und legte das Holz darauf und band seinen Sohn Isaak, legte ihn auf den Altar oben auf das Holz ^10und reckte seine Hand aus und fasste das Messer, dass er seinen Sohn schlachtete. ^11Da rief ihm der Engel des HERRN vom Himmel und sprach: Abraham! Abraham! Er antwortete: Hier bin ich. ^12Er sprach: Lege deine Hand nicht an den Knaben und tue ihm nichts; denn nun weiss ich, dass du Gott fuerchtest und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont um meinetwillen. ^13Da hob Abraham sein Augen auf und sah einen Widder hinter sich in der Hecke mit seinen Hoernern hangen und ging hin und nahm den Widder und opferte ihn zum Brandopfer an seines Sohnes Statt. ^14Und Abraham hiess die Staette: Der HERR sieht. Daher man noch heutigestages sagt: Auf dem Berge, da der HERR sieht. ^15Und der Engel des HERRN rief Abraham abermals vom Himmel ^16und sprach: Ich habe bei mir selbst geschworen, spricht der HERR, weil du solches getan hast und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont, ^17dass ich deinen Samen segnen und mehren will wie die Sterne am Himmel und wie den Sand am Ufer des Meeres; und dein Same soll besitzen die Tore seiner Feinde; ^18und durch deinen Samen sollen alle Voelker auf Erden gesegnet werden, darum dass du meiner Stimme gehorcht hast. ^19Also kehrte Abraham wieder zu seinen Knechten; und sie machten sich auf und zogen miteinander gen Beer-Seba; und er wohnte daselbst. ^20Nach diesen Geschichten begab sich's, dass Abraham angesagt ward: Siehe, Milka hat auch Kinder geboren deinem Bruder Nahor, ^21naemlich Uz, den Erstgeborenen, und Buz, seinen Bruder, und Kemuel, von dem die Syrer kommen, ^22und Chesed und Haso und Phildas und Jedlaph und Bethuel. ^23Bethuel aber zeugte Rebekka. Diese acht gebar Milka dem Nahor, Abrahams Bruder. ^24Und sein Kebsweib, mit Namen Rehuma, gebar auch, naemlich den Tebah, Gaham, Thahas und Maacha. __________________________________________________________________ Kapitel 23 ^1Sara ward hundertsiebenundzwanzig Jahre alt ^2und starb in Kirjat-Arba, das Hebron heisst, im Lande Kanaan. Da kam Abraham, dass er sie beklagte und beweinte. ^3Darnach stand er auf von seiner Leiche und redete mit den Kindern Heth und sprach: ^4Ich bin ein Fremder und Einwohner bei euch; gebt mir ein Erbbegraebnis bei euch, dass ich meinen Toten begrabe, der vor mir liegt. ^5Da antworteten Abraham die Kinder Heth und sprachen zu ihm: ^6Hoere uns, lieber Herr! Du bist ein Fuerst Gottes unter uns, begrabe deinen Toten in unsern vornehmsten Graebern; kein Mensch soll dir unter uns wehren, dass du in seinem Grabe begrabest deinen Toten. ^7Da stand Abraham auf und bueckte sich vor dem Volk des Landes, vor den Kindern Heth. ^8Und er redete mit ihnen und sprach: Gefaellt es euch, dass ich meinen Toten, der vor mir liegt, begrabe, so hoert mich und bittet fuer mich Ephron, den Sohn Zohars, ^9dass er mir gebe seine zwiefache Hoehle, die er hat am Ende seines Ackers; er gebe sie mir um Geld, soviel sie wert ist, unter euch zum Erbbegraebnis. ^10Ephron aber sass unter den Kindern Heth. Da antwortete Ephron, der Hethiter, Abraham, dass zuhoerten die Kinder Heth, vor allen, die zu seiner Stadt Tor aus und ein gingen, und sprach: ^11Nein, mein Herr, sondern hoere mir zu! Ich schenke dir den Acker und die Hoehle darin dazu und uebergebe dir's vor den Augen der Kinder meines Volkes, zu begraben deinen Toten. ^12Da bueckte sich Abraham vor dem Volk des Landes ^13und redete mit Ephron, dass zuhoerte das Volk des Landes, und sprach: Willst du mir ihn lassen, so bitte ich, nimm von mir das Geld fuer den Acker, das ich dir gebe, so will ich meinen Toten daselbst begraben. ^14Ephron antwortete Abraham und sprach zu ihm: ^15Mein Herr, hoere doch mich! Das Feld ist vierhun dert Lot Silber wert; was ist das aber zwischen mir und dir? Begrabe nur deinen Toten! ^16Abraham gehorchte Ephron und wog ihm das Geld dar, das er gesagt hatte, dass zuhoerten die Kinder Heth, vierhundert Lot Silber, das im Kauf gang und gaebe war. ^17Also ward Ephrons Acker, darin die zwiefache Hoehle ist, Mamre gegenueber, Abraham zum eigenen Gut bestaetigt mit der Hoehle darin und mit allen Baeumen auf dem Acker umher, ^18dass die Kinder Heth zusahen und alle, die zu seiner Stadt Tor aus und ein gingen. ^19Darnach begrub Abraham Sara, sein Weib, in der Hoehle des Ackers, die zwiefach ist, Mamre gegenueber, das ist Hebron, im Lande Kanaan. ^20Also ward bestaetigt der Acker und die Hoehle darin Abraham zum Erbbegraebnis von den Kindern Heth. __________________________________________________________________ Kapitel 24 ^1Abraham ward alt und wohl betagt, und der HERR hatte ihn gesegnet allenthalben. ^2Und er sprach zu dem aeltesten Knecht seines Hauses, der allen seinen Guetern vorstand: Lege deine Hand unter meine Huefte ^3und schwoere mir bei dem HERRN, dem Gott des Himmels und der Erde, dass du meinem Sohn kein Weib nehmest von den Toechtern der Kanaaniter, unter welchen ich wohne, ^4sondern dass du ziehst in mein Vaterland und zu meiner Freundschaft und nehmest meinem Sohn Isaak ein Weib. ^5Der Knecht sprach: Wie, wenn das Weib mir nicht wollte folgen in dies Land, soll ich dann deinen Sohn wiederbringen in jenes Land, daraus du gezogen bist? ^6Abraham sprach zu ihm: Davor huete dich, dass du meinen Sohn nicht wieder dahin bringst. ^7Der HERR, der Gott des Himmels, der mich von meines Vaters Hause genommen hat und von meiner Heimat, der mir geredet hat und mir auch geschworen hat und gesagt: Dies Land will ich deinem Samen geben, der wird seine Engel vor dir her senden, dass du meinem Sohn daselbst ein Weib nehmest. ^8So aber das Weib dir nicht folgen will, so bist du dieses Eides quitt. Allein bringe meinen Sohn nicht wieder dorthin. ^9Da legte der Knecht seine Hand unter die Huefte Abrahams, seines Herrn, und schwur ihm solches. ^10Also nahm der Knecht zehn Kamele von den Kamelen seines Herrn und zog hin und hatte mit sich allerlei Gueter seines Herrn und machte sich auf und zog nach Mesopotamien zu der Stadt Nahors. ^11Da liess er die Kamele sich lagern draussen vor der Stadt bei einem Wasserbrunnen, des Abends um die Zeit, wo die Weiber pflegten herauszugehen und Wasser zu schoepfen, ^12und sprach: HERR, du Gott meines Herrn Abraham, begegne mir heute und tue Barmherzigkeit an meinem Herrn Abraham! ^13Siehe, ich stehe hier bei dem Wasserbrunnen, und der Leute Toechter in dieser Stadt werden herauskommen, Wasser zu schoepfen. ^14Wenn nun eine Dirne kommt, zu der ich spreche: Neige deinen Krug, und lass mich trinken, und sie sprechen wird: Trinke, ich will deine Kamele auch traenken: das sei die, die du deinem Diener Isaak beschert hast, und daran werde ich erkennen, dass du Barmherzigkeit an meinem Herrn getan habest. ^15Und ehe er ausgeredet hatte, siehe, da kam heraus Rebekka, Bethuels Tochter, der ein Sohn der Milka war, welche Nahors, Abrahams Bruders, Weib war, und trug einen Krug auf ihrer Achsel. ^16Und sie war eine sehr schoene Dirne von Angesicht, noch eine Jungfrau, und kein Mann hatte sie erkannt. Die stieg hinab zum Brunnen und fuellte den Krug und stieg herauf. ^17Da lief ihr der Knecht entgegen und sprach: Lass mich ein wenig Wasser aus deinem Kruge trinken. ^18Und sie sprach: Trinke, mein Herr! und eilend liess sie den Krug hernieder auf ihre Hand und gab ihm zu trinken. ^19Und da sie ihm zu trinken gegeben hatte, sprach sie: Ich will deinen Kamelen auch schoepfen, bis sie alle getrunken haben. ^20Und eilte und goss den Krug aus in die Traenke und lief abermals zum Brunnen, zu schoepfen, und schoepfte allen seinen Kamelen. ^21Der Mann aber wunderte sich ihrer und schwieg still, bis er erkennete, ob der HERR zu seiner Reise Gnade gegeben haette oder nicht. ^22Da nun die Kamele alle getrunken hatten, nahm er einen goldenen Reif, ein halbes Lot schwer, und zwei Armringe an ihre Haende, zehn Lot Goldes schwer, ^23und sprach: Wes Tochter bist du? das sage mir doch. Haben wir Raum in deines Vaters Hause, zu beherbergen? ^24Sie sprach zu ihm: Ich bin Bethuels Tochter, des Sohnes Milkas, den sie dem Nahor geboren hat, ^25und sagte weiter zu ihm: Es ist auch viel Stroh und Futter bei uns und Raum genug, zu beherbergen. ^26Da neigte sich der Mann und betete den HERRN an ^27und sprach: Gelobt sei der HERR, der Gott meines Herrn Abraham, der seine Barmherzigkeit und seine Wahrheit nicht verlassen hat an meinem Herrn; denn der HERR hat mich den Weg gefuehrt zum Hause des Bruders meines Herrn. ^28Und die Dirne lief und sagte solches alles an in ihrer Mutter Hause. ^29Und Rebekka hatte einen Bruder, der hiess Laban; und Laban lief zu dem Mann draussen bei dem Brunnen. ^30Und als er sah den Reif und die Armringe an seiner Schwester Haenden und hoerte die Worte Rebekkas, seiner Schwester, dass sie sprach: Also hat mir der Mann gesagt, kam er zu dem Mann, und siehe, er stand bei den Kamelen am Brunnen. ^31Und er sprach: Komm herein, du Gesegneter des HERRN! Warum stehst du draussen? Ich habe das Haus geraeumt und fuer die Kamele auch Raum gemacht. ^32Also fuehrte er den Mann ins Haus und zaeumte die Kamele ab und gab ihnen Stroh und Futter und Wasser, zu waschen seine Fuesse und die Fuesse der Maenner, die mit ihm waren, ^33und setzte ihnen Essen vor. Er sprach aber: Ich will nicht essen, bis dass ich zuvor meine Sache vorgebracht habe. Sie antworteten: Sage an! ^34Er sprach: Ich bin Abrahams Knecht. ^35Und der HERR hat meinen Herrn reichlich gesegnet, dass er gross geworden ist, und hat ihm Schafe und Ochsen, Silber und Gold, Knechte und Maegde, Kamele und Esel gegeben. ^36Dazu hat Sara, meines Herrn Weib, einen Sohn geboren meinem Herrn in seinem Alter; dem hat er alles gegeben, was er hat. ^37Und mein Herr hat einen Eid von mir genommen und gesagt: Du sollst meinem Sohn kein Weib nehmen von den Toechtern der Kanaaniter, in deren Land ich wohne, ^38sondern ziehe hin zu meines Vaters Hause und zu meinem Geschlecht; daselbst nimm meinem Sohn ein Weib. ^39Ich aber sprach zu meinem Herrn: Wie, wenn mir das Weib nicht folgen will? ^40Da sprach er zu mir: Der HERR, vor dem ich wandle, wird seinen Engel mit dir senden und Gnade zu deiner Reise geben, dass du meinem Sohn ein Weib nehmest von meiner Freundschaft und meines Vaters Hause. ^41Alsdann sollst du meines Eides quitt sein, wenn du zu meiner Freundschaft kommst; geben sie dir sie nicht, so bist du meines Eides quitt. ^42Also kam ich heute zum Brunnen und sprach: HERR, Gott meines Herrn Abraham, hast du Gnade zu meiner Reise gegeben, auf der ich bin, ^43siehe, so stehe ich hier bei dem Wasserbrunnen. Wenn nun eine Jungfrau herauskommt, zu schoepfen, und ich zu ihr spreche: Gib mir ein wenig Wasser zu trinken aus deinem Krug, ^44und sie wird sagen: Trinke du, ich will deinen Kamelen auch schoepfen: die sei das Weib, das der HERR meines Herrn Sohne beschert hat. ^45Ehe ich nun solche Worte ausgeredet hatte in meinem Herzen, siehe, da kommt Rebekka heraus mit einem Krug auf ihrer Achsel und geht hinab zum Brunnen und schoepft. Da sprach ich zu ihr: Gib mir zu trinken. ^46Und sie nahm eilend den Krug von ihrer Achsel und sprach: Trinke, und deine Kamele will ich auch traenken. Also trank ich, und sie traenkte die Kamele auch. ^47Und ich fragte sie und sprach: Wes Tochter bist du? Sie antwortete: Ich bin Bethuels Tochter, des Sohnes Nahors, den ihm Milka geboren hat. Da legte ich einen Reif an ihre Stirn und Armringe an ihre Haende ^48und neigte mich und betete den HERRN an und lobte den HERRN, den Gott meines Herrn Abraham, der mich den rechten Weg gefuehrt hat, dass ich seinem Sohn die Tochter nehme des Bruders meines Herrn. ^49Seid ihr nun die, so an meinem Herrn Freundschaft und Treue beweisen wollen, so sagt mir's; wo nicht, so sagt mir's auch, dass ich mich wende zur Rechten oder zur Linken. ^50Da antworteten Laban und Bethuel und sprachen: Das kommt vom HERRN; darum koennen wir nicht wider dich reden, weder Boeses noch Gutes; ^51da ist Rebekka vor dir, nimm sie und zieh hin, dass sie das Weib sei des Sohnes deines Herrn, wie der HERR geredet hat. ^52Da diese Worte hoerte Abrahams Knecht, bueckte er sich vor dem Herrn zur Erde ^53und zog hervor silberne und goldene Kleinode und Kleider und gab sie Rebekka; aber ihrem Bruder und der Mutter gab er Wuerze. ^54Da ass und trank er samt den Maennern, die mit ihm waren, und blieb ueber Nacht allda. Des Morgens aber stand er auf und sprach: Lass mich ziehen zu meinem Herrn. ^55Aber ihr Bruder und ihre Mutter sprachen: Lass doch die Dirne einen Tag oder zehn bei uns bleiben; darnach sollst du ziehen. ^56Da sprach er zu ihnen: Haltet mich nicht auf; denn der HERR hat Gnade zu meiner Reise gegeben. Lasst mich, dass ich zu meinem Herrn ziehe. ^57Da sprachen sie: Lasst uns die Dirne rufen und fragen, was sie dazu sagt. ^58Und sie riefen Rebekka und sprachen zu ihr: Willst du mit diesem Mann ziehen? Sie antwortete: Ja, ich will mit ihm. ^59Also liessen sie Rebekka, ihre Schwester, ziehen mit ihrer Amme samt Abrahams Knecht und seinen Leuten. ^60Und sie segneten Rebekka und sprachen zu ihr: Du bist unsre Schwester; wachse in vieltausendmal tausend, und dein Same besitze die Tore seiner Feinde. ^61Also machte sich Rebekka auf mit ihren Dirnen, und setzten sich auf die Kamele und zogen dem Manne nach. Und der Knecht nahm Rebekka und zog hin. ^62Isaak aber kam vom Brunnen des Lebendigen und Sehenden (denn er wohnte im Lande gegen Mittag) ^63und war ausgegangen, zu beten auf dem Felde um den Abend, und hob seine Augen auf und sah, dass Kamele daherkamen. ^64Und Rebekka hob ihre Augen auf und sah Isaak; da stieg sie eilend vom Kamel ^65und sprach zu dem Knecht: Wer ist der Mann auf dem Felde? Der Knecht sprach: Das ist mein Herr. Da nahm sie den Mantel und verhuellte sich. ^66Und der Knecht erzaehlte Isaak alle Sachen, die er ausgerichtet hatte. ^67Da fuehrte sie Isaak in die Huette seiner Mutter Sara und nahm die Rebekka und sie war sein Weib, und er gewann sie lieb. Also ward Isaak getroestet ueber seine Mutter. __________________________________________________________________ Kapitel 25 ^1Abraham nahm wieder ein Weib, die hiess Ketura. ^2Die gebar ihm Simran und Joksan, Medan und Midian, Jesbak und Suah. ^3Joksan aber zeugte Saba und Dedan. Die Kinder aber von Dedan waren: die Assuriter, die Letusiter und die Leumiter. ^4Die Kinder Midians waren: Epha, Epher, Henoch, Abida und Eldaa. Diese alle sind Kinder der Ketura. ^5Und Abraham gab all sein Gut Isaak. ^6Aber den Kindern, die er von den Kebsweibern hatte, gab er Geschenke und liess sie von seinen Sohn Isaak ziehen, dieweil er noch lebte, gegen Aufgang in das Morgenland. ^7Das aber ist Abrahams Alter, das er gelebt hat: hundertfuenfundsiebzig Jahre. ^8Und er nahm ab und starb in einem ruhigen Alter, da er alt und lebenssatt war, und ward zu seinem Volk gesammelt. ^9Und es begruben ihn die Soehne Isaak und Ismael in der zwiefachen Hoehle auf dem Acker Ephrons, des Sohnes Zohars, des Hethiters, die da liegt Mamre gegenueber, ^10in dem Felde, das Abraham von den Kindern Heth gekauft hatte. Da ist Abraham begraben mit Sara, seinem Weibe. ^11Und nach dem Tode Abrahams segnete Gott Isaak, seinen Sohn. Und er wohnte bei dem Brunnen des Lebendigen und Sehenden. ^12Dies ist das Geschlecht Ismaels, des Sohnes Abrahams, den ihm Hagar gebar, die Magd Saras aus Aegypten; ^13und das sind die Namen der Kinder Ismaels, davon ihre Geschlechter genannt sind: der erstgeborene Sohn Ismaels, Nebajoth, -Kedar, Abdeel, Mibsam, ^14Misma, Duma, Massa, ^15Hadar, Thema, Jetur, Naphis und Kedma. ^16Dies sind die Kinder Ismaels mit ihren Namen in ihren Hoefen und Zeltdoerfern, zwoelf Fuersten ueber ihre Leute. ^17Und das ist das Alter Ismaels: hundert und siebenunddreissig Jahre. Und er nahm ab und starb und ward gesammelt zu seinem Volk. ^18Und sie wohnten von Hevila an bis gen Sur vor Aegypten und bis wo man nach Assyrien geht. Er liess sich aber nieder gegen alle seine Brueder. ^19Dies ist das Geschlecht Isaaks, des Sohnes Abrahams: Abraham zeugte Isaak. ^20Isaak aber war vierzig Jahre alt, da er Rebekka zum Weibe nahm, die Tochter Bethuels, des Syrers, von Mesopotamien, Labans, des Syrers Schwester. ^21Isaak aber bat den HERRN fuer sein Weib, denn sie war unfruchtbar. Und der HERR liess sich erbitten, und Rebekka, sein Weib, ward schwanger. ^22Und die Kinder stiessen sich miteinander in ihrem Leibe. Da sprach sie: Da mir's also sollte gehen, warum bin ich schwanger geworden? und sie ging hin, den HERRN zu fragen. ^23Und der HERR sprach zu ihr: Zwei Voelker sind in deinem Leibe, und zweierlei Leute werden sich scheiden aus deinem Leibe; und ein Volk wird dem andern Ueberlegen sein, und der Aeltere wird dem Juengeren dienen. ^24Da nun die Zeit kam, dass sie gebaeren sollte, siehe, da waren Zwillinge in ihrem Leibe. ^25Der erste, der herauskam, war roetlich, ganz rauh wie ein Fell; und sie nannten ihn Esau. ^26Darnach kam heraus sein Bruder, der hielt mit seiner Hand die Ferse des Esau; und sie hiessen ihn Jakob. Sechzig Jahre alt war Isaak, da sie geboren wurden. ^27Und da nun die Knaben gross wurden, ward Esau ein Jaeger und streifte auf dem Felde, Jakob aber ein sanfter Mann und blieb in seinen Huetten. ^28Und Isaak hatte Esau lieb und ass gern von seinem Weidwerk; Rebekka aber hatte Jakob lieb. ^29Und Jakob kochte ein Gericht. Da kam Esau vom Felde und war muede ^30und sprach zu Jakob: Lass mich kosten das rote Gericht; denn ich bin muede. Daher heisst er Edom. ^31Aber Jakob sprach: Verkaufe mir heute deine Erstgeburt. ^32Esau antwortete: Siehe, ich muss doch sterben; was soll mir denn die Erstgeburt? ^33Jakob sprach: So schwoere mir heute. Und er schwur ihm und verkaufte also Jakob seine Erstgeburt. ^34Da gab ihm Jakob Brot und das Linsengericht, und er ass und trank und stand auf und ging davon. Also verachtete Esau seine Erstgeburt. __________________________________________________________________ Kapitel 26 ^1Es kam aber eine Teuerung ins Land nach der vorigen, so zu Abrahams Zeiten war. Und Isaak zog zu Abimelech, der Philister Koenig, zu Gerar. ^2Da erschien ihm der HERR und sprach: Ziehe nicht hinab nach Aegypten, sondern bleibe in dem Lande, das ich dir sage. ^3Sei ein Fremdling in diesem Lande, und ich will mit dir sein und dich segnen; denn dir und deinem Samen will ich alle diese Laender geben und will meinen Eid bestaetigen, den ich deinem Vater Abraham geschworen habe, ^4und will deinem Samen mehren wie die Sterne am Himmel und will deinem Samen alle diese Laender geben. Und durch deinen Samen sollen alle Voelker auf Erden gesegnet werden, ^5darum dass Abraham meiner Stimme gehorsam gewesen ist und hat gehalten meine Rechte, meine Gebote, meine Weise und mein Gesetz. ^6Also wohnte Isaak zu Gerar. ^7Und wenn die Leute an demselben Ort fragten nach seinem Weibe, so sprach er: Sie ist meine Schwester. Denn er fuerchtete sich zu sagen: Sie ist mein Weib; sie moechten mich erwuergen um Rebekkas willen, denn sie war schoen von Angesicht. ^8Als er nun eine Zeitlang da war, sah Abimelech, der Philister Koenig, durchs Fenster und ward gewahr, dass Isaak scherzte mit seinem Weibe Rebekka. ^9Da rief Abimelech den Isaak und sprach: Siehe, es ist dein Weib. Wie hast du denn gesagt: Sie ist meine Schwester? Isaak antwortete ihm: Ich gedachte, ich moechte vielleicht sterben muessen um ihretwillen. ^10Abimelech sprach: Warum hast du das getan? Es waere leicht geschehen, dass jemand vom Volk sich zu deinem Weibe gelegt haette, und haettest also eine Schuld auf uns gebracht. ^11Da gebot Abimelech allem Volk und sprach: Wer diesen Mann oder sein Weib antastet, der soll des Todes sterben. ^12Und Isaak saete in dem Lande und erntete desselben Jahres hundertfaeltig; denn der HERR segnete ihn. ^13Und er ward ein grosser Mann und nahm immer mehr zu, bis er sehr gross ward, ^14dass er viel Gut hatte an kleinem und grossem Vieh und ein grosses Gesinde. Darum beneideten ihn die Philister ^15und verstopften alle Brunnen, die seines Vaters Knechte gegraben hatten zur Zeit Abrahams, seines Vaters, und fuellten sie mit Erde; ^16dass auch Abimelech zu ihm sprach: Ziehe von uns, denn du bist uns zu maechtig geworden. ^17Da zog Isaak von dannen und schlug sein Gezelt auf im Grunde Gerar und wohnte allda ^18und liess die Wasserbrunnen wieder aufgraben, die sie zu Abrahams, seines Vaters, Zeiten gegraben hatten, welche die Philister verstopft hatten nach Abrahams Tod, und nannte sie mit demselben Namen mit denen sie sein Vater genannt hatte. ^19Auch gruben Isaaks Knechte im Grunde und fanden daselbst einen Brunnen lebendigen Wassers. ^20Aber die Hirten von Gerar zankten mit den Hirten Isaaks und sprachen: Das Wasser ist unser. Da hiess er den Brunnen Esek, darum dass sie ihm unrecht getan hatten. ^21Da gruben sie einen andern Brunnen. Darueber zankten sie auch, darum hiess er ihn Sitna. ^22Da machte er sich von dannen und grub einen andern Brunnen. Darueber zankten sie sich nicht; darum hiess er ihn Rehoboth und sprach: Nun hat uns der HERR Raum gemacht und uns wachsen lassen im Lande. ^23Darnach zog er von dannen gen Beer-Seba. ^24Und der HERR erschien ihm in derselben Nacht und sprach: Ich bin deines Vaters Abrahams Gott. Fuerchte dich nicht; denn ich bin mit dir und will dich segnen und deinen Samen mehren um meines Knechtes Abraham willen. ^25Da baute er einen Altar daselbst und predigte von dem Namen des HERRN und richtete daselbst seine Huette auf, und seine Knechte gruben daselbst einen Brunnen. ^26Und Abimelech ging zu ihm von Gerar, und Ahussat, sein Freund, und Phichol, sein Feldhauptmann. ^27Aber Isaak sprach zu ihnen: Warum kommt ihr zu mir? Hasst ihr mich doch und habt mich von euch getrieben. ^28Sie sprachen: Wir sehen mit sehenden Augen, dass der HERR mit dir ist. Darum sprachen wir: Es soll ein Eid zwischen uns und dir sein, und wir wollen einen Bund mit dir machen, ^29dass du uns keinen Schaden tust, gleichwie wir dir nichts denn alles Gute getan haben und dich mit Frieden haben ziehen lassen. Du aber bist nun der Gesegnete des HERRN. ^30Da machte er ihnen ein Mahl, und sie assen und tranken. ^31Und des Morgens frueh standen sie auf und schwur einer dem andern; und Isaak liess sie gehen, und sie zogen von ihm mit Frieden. ^32Desselben Tages aber kamen Isaaks Knechte und sagten ihm an von dem Brunnen, den sie gegraben hatten, und sprachen zu ihm: Wir haben Wasser gefunden. ^33Und er nannte ihn Seba; daher heisst die Stadt Beer-Seba bis auf den heutigen Tag. ^34Da Esau vierzig Jahre alt war, nahm er zum Weibe Judith, die Tochter Beeris, des Hethiters, und Basmath, die Tochter Elons, des Hethiters. ^35Die machten beide Isaak und Rebekka eitel Herzeleid. __________________________________________________________________ Kapitel 27 ^1Und es begab sich, da Isaak alt war geworden und seine Augen dunkel wurden zu sehen, rief er Esau, seinen aelteren Sohn, und sprach zu ihm: Mein Sohn! Er aber antwortete ihm: Hier bin ich. ^2Und er sprach: Siehe, ich bin alt geworden und weiss nicht, wann ich sterben soll. ^3So nimm nun dein Geraete, Koecher und Bogen, und geh aufs Feld und fange mir ein Wildbret ^4und mache mir ein Essen, wie ich's gern habe, und bringe mir's herein, dass ich esse, dass dich meine Seele segne, ehe ich sterbe. ^5Rebekka aber hoerte solche Worte, die Isaak zu seinem Sohn Esau sagte. Und Esau ging hin aufs Feld, dass er ein Wildbret jagte und heimbraechte. ^6Da sprach Rebekka zu Jakob, ihrem Sohn: Siehe, ich habe gehoert deinen Vater reden mit Esau, deinem Bruder, und sagen: ^7Bringe mir ein Wildbret und mache mir ein Essen, dass ich esse und dich segne vor dem HERRN, ehe ich sterbe. ^8So hoere nun, mein Sohn, meine Stimme, was ich dich heisse. ^9Gehe hin zur Herde und hole mir zwei gute Boecklein, dass ich deinem Vater ein Essen davon mache, wie er's gerne hat. ^10Das sollst du deinem Vater hineintragen, dass er esse, auf dass er dich segne vor seinem Tode. ^11Jakob aber sprach zu seiner Mutter Rebekka: Siehe, mein Bruder Esau ist rauh, und ich glatt; ^12so moechte vielleicht mein Vater mich betasten, und ich wuerde vor ihm geachtet, als ob ich ihn betruegen wollte, und braechte ueber mich einen Fluch und nicht einen Segen. ^13Da sprach seine Mutter zu ihm: Der Fluch sei auf mir, mein Sohn; gehorche nur meiner Stimme, gehe und hole mir. ^14Da ging er hin und holte und brachte es seiner Mutter. Da machte seine Mutter ein Essen, wie es sein Vater gern hatte, ^15und nahm Esaus, ihres aelteren Sohnes, koestliche Kleider, die sie bei sich im Hause hatte, und zog sie Jakob an, ihrem juengeren Sohn; ^16aber die Felle von den Boecklein tat sie um seine Haende, und wo er glatt war am Halse, ^17und gab also das Essen mit Brot, wie sie es gemacht hatte, in Jakobs Hand, ihres Sohnes. ^18Und er ging hinein zu seinem Vater und sprach: Mein Vater! Er antwortete: Hier bin ich. Wer bist du, mein Sohn? ^19Jakob sprach zu seinem Vater: Ich bin Esau, dein erstgeborener Sohn; ich habe getan, wie du mir gesagt hast. Steh auf, setze dich und iss von meinem Wildbret, auf dass mich deine Seele segne. ^20Isaak aber sprach zu seinem Sohn: Mein Sohn, wie hast du so bald gefunden? Er antwortete: Der HERR, dein Gott, bescherte mir's. ^21Da sprach Isaak zu Jakob: Tritt herzu, mein Sohn, dass ich dich betaste, ob du mein Sohn Esau seiest oder nicht. ^22Also trat Jakob zu seinem Vater Isaak; und da er ihn betastet hatte, sprach er: Die Stimme ist Jakobs Stimme, aber die Haende sind Esaus Haende. ^23Und er kannte ihn nicht; denn seine Haende waren rauh wie Esaus, seines Bruders, Haende. Und er segnete ihn ^24und sprach zu ihm: Bist du mein Sohn Esau? Er antwortete: Ja, ich bin's. ^25Da sprach er: So bringe mir her, mein Sohn, zu essen von deinem Wildbret, dass dich meine Seele segne. Da brachte er's ihm, und er ass, und trug ihm auch Wein hinein, und er trank. ^26Und Isaak, sein Vater, sprach zu ihm: Komm her und kuesse mich, mein Sohn. ^27Er trat hinzu und kuesste ihn. Da roch er den Geruch seiner Kleider und segnete ihn und sprach: Siehe, der Geruch meines Sohnes ist wie ein Geruch des Feldes, das der HERR gesegnet hat. ^28Gott gebe dir vom Tau des Himmels und von der Fettigkeit der Erde und Korn und Wein die Fuelle. ^29Voelker muessen dir dienen, und Leute muessen dir zu Fusse fallen. Sei ein Herr ueber deine Brueder, und deiner Mutter Kinder muessen dir zu Fusse fallen. Verflucht sei, wer dir flucht; gesegnet sei, wer dich segnet. ^30Als nun Isaak vollendet hatte den Segen ueber Jakob, und Jakob kaum hinausgegangen war von seinem Vater Isaak, da kam Esau, sein Bruder, von seiner Jagd ^31und machte auch ein Essen und trug's hinein zu seinem Vater und sprach zu ihm: Steh auf, mein Vater, und iss von dem Wildbret deines Sohnes, dass mich deine Seele segne. ^32Da antwortete ihm Isaak, sein Vater: Wer bist du? Er sprach: Ich bin Esau, dein erstgeborener Sohn. ^33Da entsetzte sich Isaak ueber die Massen sehr und sprach: Wer ist denn der Jaeger, der mir gebracht hat, und ich habe von allem gegessen, ehe du kamst, und habe ihn gesegnet? Er wird auch gesegnet bleiben. ^34Als Esau diese Rede seines Vaters hoerte, schrie er laut und ward ueber die Massen sehr betruebt und sprach zu seinem Vater: Segne mich auch, mein Vater! ^35Er aber sprach: Dein Bruder ist gekommen mit List und hat deinen Segen hinweg. ^36Da sprach er: Er heisst wohl Jakob; denn er hat mich nun zweimal ueberlistet. Meine Erstgeburt hat er dahin; und siehe, nun nimmt er auch meinen Segen. Und sprach: Hast du mir denn keinen Segen vorbehalten? ^37Isaak antwortete und sprach zu ihm: Ich habe ihn zu Herrn ueber dich gesetzt, und alle seine Brueder habe ich ihm zu Knechten gemacht, mit Korn und Wein habe ich ihn versehen; was soll ich doch dir nun tun, mein Sohn? ^38Esau sprach zu seinem Vater: Hast du denn nur einen Segen, mein Vater? Segne mich auch, mein Vater! und hob auf seine Stimme und weinte. ^39Da antwortete Isaak, sein Vater, und sprach zu ihm: Siehe da, du wirst eine Wohnung haben ohne Fettigkeit der Erde und ohne Tau des Himmels von obenher. ^40Von deinem Schwerte wirst du dich naehren und deinem Bruder dienen. Und es wird geschehen, dass du auch ein Herr sein und sein Joch von deinem Halse reissen wirst. ^41Und Esau war Jakob gram um des Segens willen, mit dem ihn sein Vater gesegnet hatte, und sprach in seinem Herzen: Es wird die Zeit bald kommen, da man um meinen Vater Leid tragen muss; dann will ich meinen Bruder Jakob erwuergen. ^42Da wurden Rebekka angesagt diese Worte ihres aelteren Sohnes Esau; und sie schickte hin und liess Jakob, ihren juengeren Sohn, rufen und sprach zu ihm: Siehe, dein Bruder Esau droht dir, dass er dich erwuergen will. ^43Und nun hoere meine Stimme, mein Sohn: Mache dich auf und fliehe zu meinem Bruder Laban gen Haran ^44und bleib eine Weile bei ihm, bis sich der Grimm deines Bruders legt ^45und bis sich sein Zorn wider dich von dir wendet und er vergisst, was du an ihm getan hast; so will ich darnach schicken und dich von dannen holen lassen. Warum sollte ich euer beider beraubt werden auf einen Tag? ^46Und Rebekka sprach zu Isaak: Mich verdriesst, zu leben vor den Toechter Heth. Wo Jakob ein Weib nimmt von den Toechter Heth wie diese, von den Toechtern des Landes, was soll mir das Leben? __________________________________________________________________ Kapitel 28 ^1Da rief Isaak seinen Sohn Jakob und segnete ihn und gebot ihm und sprach zu ihm: Nimm nicht ein Weib von den Toechtern Kanaans; ^2sondern mache dich auf und ziehe nach Mesopotamien zum Hause Bethuels, des Vaters deiner Mutter, und nimm dir ein Weib daselbst von den Toechtern Labans, des Bruders deiner Mutter. ^3Aber der allmaechtige Gott segne dich und mache dich fruchtbar und mehre dich, dass du werdest ein Haufe Voelker, ^4und gebe dir den Segen Abrahams, dir und deinem Samen mit dir, dass du besitzest das Land, darin du ein Fremdling bist, das Gott Abraham gegeben hat. ^5Also fertigte Isaak den Jakob ab, dass er nach Mesopotamien zog zu Laban, Bethuels Sohn, in Syrien, dem Bruder Rebekkas, seiner und Esaus Mutter. ^6Als nun Esau sah, dass Isaak Jakob gesegnet hatte und abgefertigt nach Mesopotamien, dass er daselbst ein Weib naehme, und dass er, indem er ihn segnete, ihm gebot und sprach: Du sollst nicht ein Weib nehmen von den Toechtern Kanaans, ^7und dass Jakob seinem Vater und seiner Mutter gehorchte und nach Mesopotamien zog, ^8sah auch, dass Isaak, sein Vater, nicht gerne sah die Toechter Kanaans: ^9ging er hin zu Ismael und nahm zu den Weibern, die er zuvor hatte, Mahalath, die Tochter Ismaels, des Sohnes Abrahams, die Schwester Nebajoths, zum Weibe. ^10Aber Jakob zog aus von Beer-Seba und reiste gen Haran ^11und kam an einen Ort, da blieb er ueber Nacht; denn die Sonne war untergegangen. Und er nahm einen Stein des Orts und legte ihn zu seinen Haeupten und legte sich an dem Ort schlafen. ^12Und ihm traeumte; und siehe, eine Leiter stand auf der Erde, die ruehrte mit der Spitze an den Himmel, und siehe, die Engel Gottes stiegen daran auf und nieder; ^13und der HERR stand obendarauf und sprach: Ich bin der HERR, Abrahams, deines Vaters, Gott und Isaaks Gott; das Land darauf du liegst, will ich dir und deinem Samen geben. ^14Und dein Same soll werden wie der Staub auf Erden, und du sollst ausgebreitet werden gegen Abend, Morgen, Mitternacht und Mittag; und durch dich und deinen Samen sollen alle Geschlechter auf Erden gesegnet werden. ^15Und siehe, ich bin mit dir und will dich behueten, wo du hin ziehst, und will dich wieder herbringen in dies Land. Denn ich will dich nicht lassen, bis dass ich tue alles, was ich dir geredet habe. ^16Da nun Jakob von seinem Schlaf aufwachte, sprach er: Gewiss ist der HERR an diesem Ort, und ich wusste es nicht; ^17und fuerchtete sich und sprach: Wie heilig ist diese Staette! Hier ist nichts anderes als Gottes Haus, und hier ist die Pforte des Himmels. ^18Und Jakob stand des Morgens frueh auf und nahm den Stein, den er zu seinen Haeupten gelegt hatte, und richtete ihn auf zu einem Mal und goss Oel obendarauf ^19und hiess die Staette Beth-El; zuvor aber hiess die Stadt Lus. ^20Und Jakob tat ein Geluebde und sprach: So Gott wird mit mir sein und mich behueten auf dem Wege, den ich reise, und mir Brot zu essen geben und Kleider anzuziehen ^21und mich in Frieden wieder heim zu meinem Vater bringen, so soll der HERR mein Gott sein; ^22und dieser Stein, den ich aufgerichtet habe zu einem Mal, soll ein Gotteshaus werden; und von allem, was du mir gibst, will ich dir den Zehnten geben. __________________________________________________________________ Kapitel 29 ^1Da hob Jakob seine Fuesse auf und ging in das Land, das gegen Morgen liegt, ^2und sah sich um, und siehe, da war ein Brunnen auf dem Felde, und siehe, drei Herden Schafe lagen dabei; denn von dem Brunnen pflegten sie die Herden zu traenken, und ein grosser Stein lag vor dem Loch des Brunnens. ^3Und sie pflegten die Herden alle daselbst zu versammeln und den Stein von dem Brunnenloch zu waelzen und die Schafe zu traenken und taten alsdann den Stein wieder vor das Loch an seine Staette. ^4Und Jakob sprach zu ihnen: Liebe Brueder, wo seid ihr her? Sie antworteten: Wir sind von Haran. ^5Er sprach zu ihnen: Kennt ihr auch Laban, den Sohn Nahors? Sie antworteten: Wir kennen ihn wohl. ^6Er sprach: Geht es ihm auch wohl? Sie antworteten: Es geht ihm wohl; und siehe, da kommt seine Tochter Rahel mit den Schafen. ^7Er sprach: Es ist noch hoher Tag und ist noch nicht Zeit das Vieh einzutreiben; traenkt doch die Schafe und geht hin und weidet sie. ^8Sie antworteten: Wir koennen nicht, bis dass alle Herden zusammengebracht werden und wir den Stein von des Brunnens Loch waelzen und also die Schafe traenken. ^9Als er noch mit ihnen redete, kam Rahel mit den Schafen ihres Vaters; denn sie huetete die Schafe. ^10Da aber Jakob sah Rahel, die Tochter Labans, des Bruders seiner Mutter, und die Schafe Labans, des Bruders seiner Mutter, trat er hinzu und waelzte den Stein von dem Loch des Brunnens und traenkte die Schafe Labans, des Bruders seiner Mutter. ^11Und er kuesste Rahel und weinte laut ^12und sagte ihr an, dass er ihres Vaters Bruder waere und Rebekkas Sohn. Da lief sie und sagte es ihrem Vater an. ^13Da aber Laban hoerte von Jakob, seiner Schwester Sohn, lief er ihm entgegen und herzte und kuesste ihn und fuehrte ihn in sein Haus. Da erzaehlte er dem Laban alle diese Sachen. ^14Da sprach Laban zu ihm: Wohlan, du bist mein Bein und mein Fleisch. Und da er einen Monat lang bei ihm gewesen war, ^15sprach Laban zu Jakob: Wiewohl du mein Bruder bist, solltest du mir darum umsonst dienen? Sage an, was soll dein Lohn sein? ^16Laban aber hatte zwei Toechter; die aeltere hiess Lea und die juengere Rahel. ^17Aber Lea hatte ein bloedes Gesicht, Rahel war huebsch und schoen. ^18Und Jakob gewann die Rahel lieb und sprach: Ich will dir sieben Jahre um Rahel, deine juengere Tochter, dienen. ^19Laban antwortete: Es ist besser, ich gebe sie dir als einem andern; bleibe bei mir. ^20Also diente Jakob um Rahel sieben Jahre, und sie deuchten ihn, als waeren's einzelne Tage, so lieb hatte er sie. ^21Und Jakob sprach zu Laban: Gib mir nun mein Weib, denn die Zeit ist hier, dass ich zu ihr gehe. ^22Da lud Laban alle Leute des Orts und machte ein Hochzeitsmahl. ^23Des Abends aber nahm er seine Tochter Lea und brachte sie zu ihm; und er ging zu ihr. ^24Und Laban gab seiner Tochter Lea seine Magd Silpa zur Magd. ^25Des Morgens aber, siehe, da war es Lea. Und er sprach zu Laban: Warum hast du mir das getan? Habe ich dir nicht um Rahel gedient? Warum hast du mich denn betrogen? ^26Laban antwortete: Es ist nicht Sitte in unserm lande, dass man die juengere ausgebe vor der aelteren. ^27Halte mit dieser die Woche aus, so will ich dir diese auch geben um den Dienst, den du bei mir noch andere sieben Jahre dienen sollst. ^28Jakob tat also und hielt die Woche aus. Da gab ihm Laban Rahel, seine Tochter, zum Weibe ^29und gab seiner Tochter Rahel seine Magd Bilha zur Magd. ^30Also ging er auch zu Rahel ein, und hatte Rahel lieber als Lea; und diente bei ihm fuerder die andern sieben Jahre. ^31Da aber der HERR sah, dass Lea unwert war, machte er sie fruchtbar; Rahel aber war unfruchtbar. ^32Und Lea ward schwanger und gebar einen Sohn; den hiess sie Ruben, und sprach: Der HERR hat angesehen mein Elend; nun wird mich mein Mann liebhaben. ^33Und ward abermals schwanger und gebar einen Sohn und sprach: Der HERR hat gehoert, dass ich unwert bin, und hat mir diesen auch gegeben. Und sie hiess ihn Simeon. ^34Abermals ward sie schwanger und gebar einen Sohn und sprach: Nun wird mein Mann mir doch zugetan sein, denn ich habe ihm drei Soehne geboren. Darum hiess sie ihn Levi. ^35Zum vierten ward sie schwanger und gebar einen Sohn und sprach: Nun will ich dem HERRN danken. Darum hiess sie ihn Juda. Und hoerte auf, Kinder zu gebaeren. __________________________________________________________________ Kapitel 30 ^1Da Rahel sah, dass sie dem Jakob kein Kind gebar, beneidete sie ihre Schwester und sprach zu Jakob: Schaffe mir Kinder, wo nicht, so sterbe ich. ^2Jakob aber ward sehr zornig auf Rahel und sprach: Bin ich doch nicht Gott, der dir deines Leibes Frucht nicht geben will. ^3Sie aber sprach: Siehe, da ist meine Magd Bilha; gehe zu ihr, dass sie auf meinen Schoss gebaere und ich doch durch sie aufgebaut werde. ^4Und sie gab ihm also Bilha, ihre Magd, zum Weibe, und Jakob ging zu ihr. ^5Also ward Bilha schwanger und gebar Jakob einen Sohn. ^6Da sprach Rahel: Gott hat meine Sache gerichtet und meine Stimme erhoert und mir einen Sohn gegeben. Darum hiess sie ihn Dan. ^7Abermals ward Bilha, Rahels Magd, schwanger und gebar Jakob den andern Sohn. ^8Da sprach Rahel: Gott hat es gewandt mit mir und meiner Schwester, und ich werde es ihr zuvortun. Und hiess ihn Naphthali. ^9Da nun Lea sah, dass sie aufgehoert hatte zu gebaeren, nahm sie ihre Magd Silpa und gab sie Jakob zum Weibe. ^10Also gebar Silpa, Leas Magd, Jakob einen Sohn. ^11Da sprach Lea: Ruestig! Und hiess ihn Gad. ^12Darnach gebar Silpa, Leas Magd, Jakob den andern Sohn. ^13Da sprach Lea: Wohl mir! denn mich werden selig preisen die Toechter. Und hiess ihn Asser. ^14Ruben ging aus zur Zeit der Weizenernte und fand Liebesaepfel auf dem Felde und brachte sie heim seiner Mutter Lea. Da sprach Rahel zu Lea: Gib mir von den Liebesaepfeln deines Sohnes einen Teil. ^15Sie antwortete: Hast du nicht genug, dass du mir meinen Mann genommen hast, und willst auch die Liebesaepfel meines Sohnes nehmen? Rahel sprach: Wohlan, lass ihn diese Nacht bei dir schlafen um die Liebesaepfel deines Sohnes. ^16Da nun Jakob des Abends vom Felde kam, ging ihm Lea hinaus entgegen und sprach: Zu mir sollst du kommen; denn ich habe dich erkauft um die Liebesaepfel meines Sohnes. Und er schlief die Nacht bei ihr. ^17Und Gott erhoerte Lea, und sie ward schwanger und gebar Jakob den fuenften Sohn ^18und sprach Gott hat mir gelohnt, dass ich meine Magd meinem Manne gegeben habe. Und hiess ihn Isaschar. ^19Abermals ward Lea schwanger und gebar Jakob den sechsten Sohn, ^20und sprach: Gott hat mich wohl beraten; nun wird mein Mann doch bei mir wohnen, denn ich habe ihm sechs Soehne geboren. Und hiess ihn Sebulon. ^21Darnach gebar sie eine Tochter, die hiess sie Dina. ^22Gott gedachte aber an Rahel und erhoerte sie und machte sie fruchtbar. ^23Da ward sie schwanger und gebar einen Sohn und sprach: Gott hat meine Schmach von mir genommen. ^24Und hiess ihn Joseph und sprach: Der HERR wolle mir noch einen Sohn dazugeben! ^25Da nun Rahel den Joseph geboren hatte, sprach Jakob zu Laban: Lass mich ziehen und reisen an meinen Ort in mein Land. ^26Gib mir meine Weiber und meine Kinder um die ich dir gedient habe, dass ich ziehe; denn du weisst, wie ich dir gedient habe. ^27Laban sprach zu ihm: Lass mich Gnade vor deinen Augen finden. Ich spuere, dass mich der HERR segnet um deinetwillen; ^28bestimme den Lohn, den ich dir geben soll. ^29Er aber sprach zu ihm: Du weisst, wie ich dir gedient habe und was du fuer Vieh hast unter mir. ^30Du hattest wenig, ehe ich her kam, nun aber ist's ausgebreitet in die Menge, und der HERR hat dich gesegnet durch meinen Fuss. Und nun, wann soll ich auch mein Haus versorgen? ^31Er aber sprach: Was soll ich dir denn geben? Jakob sprach: Du sollst mir nichts geben; sondern so du mir tun willst, was ich sage, so will ich wiederum weiden und hueten deine Schafe. ^32Ich will heute durch alle deine Herden gehen und aussondern alle gefleckten und bunten Schafe und alle schwarzen Schafe und die bunten und gefleckten Ziegen. Was nun bunt und gefleckt fallen wird, das soll mein Lohn sein. ^33So wird meine Gerechtigkeit zeugen heute oder morgen, wenn es kommt, dass ich meinen Lohn von dir nehmen soll; also dass, was nicht gefleckt oder bunt unter den Ziegen und nicht schwarz sein wird unter den Laemmern, das sei ein Diebstahl bei mir. ^34Da sprach Laban: Siehe da, es sei, wie du gesagt hast. ^35Und sonderte des Tages die sprenkligen und bunten Boecke und alle gefleckten und bunten Ziegen, wo nur was Weisses daran war, und alles, was schwarz war unter den Laemmern, und tat's unter die Hand seiner Kinder ^36und machte Raum drei Tagereisen weit zwischen sich und Jakob. Also weidete Jakob die uebrigen Herden Labans. ^37Jakob aber nahm Staebe von gruenen Pappelbaeumen, Haseln und Kastanien und schaelte weisse Streifen daran, dass an den Staeben das Weiss bloss ward, ^38und legte die Staebe, die er geschaelt hatte, in die Traenkrinnen vor die Herden, die kommen mussten, zu trinken, dass sie da empfangen sollten, wenn sie zu trinken kaemen. ^39Also empfingen die Herden ueber den Staeben und brachten Sprenklinge, Gefleckte und Bunte. ^40Da schied Jakob die Laemmer und richtete die Herde mit dem Angesicht gegen die Gefleckten und Schwarzen in der Herde Labans und machte sich eine eigene Herde, die tat er nicht zu der Herde Labans. ^41Wenn aber der Lauf der Fruehling-Herde war, legte er die Staebe in die Rinnen vor die Augen der Herde, dass sie ueber den Staeben empfingen; ^42aber in der Spaetlinge Lauf legte er sie nicht hinein. Also wurden die Spaetlinge des Laban, aber die Fruehlinge des Jakob. ^43Daher ward der Mann ueber die Massen reich, dass er viele Schafe, Maegde und Knechte, Kamele und Esel hatte. __________________________________________________________________ Kapitel 31 ^1Und es kamen vor ihn die Reden der Kinder Labans, dass sie sprachen: Jakob hat alles Gut unsers Vaters an sich gebracht, und von unsers Vaters Gut hat er solchen Reichtum zuwege gebracht. ^2Und Jakob sah an das Angesicht Labans; und siehe, es war nicht gegen ihn wie gestern und ehegestern. ^3Und der HERR sprach zu Jakob: Ziehe wieder in deiner Vaeter Land und zu deiner Freundschaft; ich will mit dir sein. ^4Da sandte Jakob hin und liess rufen Rahel und Lea aufs Feld zu seiner Herde ^5und sprach zu ihnen: Ich sehe eures Vaters Angesicht, dass es nicht gegen mich ist wie gestern und ehegestern; aber der Gott meines Vaters ist mit mir gewesen. ^6Und ihr wisst, dass ich aus allen meinen Kraeften eurem Vater gedient habe. ^7Und er hat mich getaeuscht und nun zehnmal meinen Lohn veraendert; aber Gott hat ihm nicht gestattet, dass er mir Schaden taete. ^8Wenn er sprach: Die Bunten sollen dein Lohn sein, so trug die ganze Herde Bunte. Wenn er aber sprach: Die Sprenkligen sollen dein Lohn sein, so trug die ganze Herde Sprenklinge. ^9Also hat Gott die Gueter eures Vaters ihm entwandt und mir gegeben. ^10Denn wenn die Zeit des Laufs kam, hob ich meine Augen auf und sah im Traum, und siehe, die Boecke, die auf die Herde sprangen, waren sprenklig, gefleckt und bunt. ^11Und der Engel Gottes sprach zu mir im Traum: Jakob! Und ich antwortete: Hier bin ich. ^12Er aber sprach: Hebe deine Augen, und siehe, alle Boecke, die auf die Herde springen, sind sprenklig, gefleckt und bunt; denn ich habe alles gesehen, was dir Laban tut. ^13Ich bin der Gott zu Beth-El, da du den Stein gesalbt hast und mir daselbst ein Geluebde getan. Nun mache dich auf und zieh aus diesem Land und zieh wieder in das Land deiner Freundschaft. ^14Da antworteten Rahel und Lea und sprachen zu ihm: Wir haben doch kein Teil noch Erbe mehr in unsers Vaters Hause. ^15Hat er uns doch gehalten wie die Fremden; denn er hat uns verkauft und unsern Lohn verzehrt; ^16darum hat Gott unserm Vater entwandt seinen Reichtum zu uns und unsern Kindern. Alles nun, was Gott dir gesagt hat, das tue. ^17Also machte sich Jakob auf und lud seine Kinder und Weiber auf Kamele ^18und fuehrte weg all sein Vieh und alle seine Habe, die er zu Mesopotamien erworben hatte, dass er kaeme zu Isaak, seinem Vater, ins Land Kanaan. ^19(Laban aber war gegangen sein Herde zu scheren.) Und Rahel stahl ihres Vaters Goetzen. ^20Also taeuschte Jakob den Laban zu Syrien damit, dass er ihm nicht ansagte, dass er floh. ^21Also floh er und alles, was sein war, machte sich auf und fuhr ueber den Strom und richtete sich nach dem Berge Gilead. ^22Am dritten Tage ward Laban angesagt, dass Jakob geflohen waere. ^23Und er nahm seine Brueder zu sich und jagte ihm nach sieben Tagereisen und ereilte ihn auf dem Berge Gilead. ^24Aber Gott kam zu Laban, dem Syrer, im Traum des Nachts und sprach zu ihm: Huete dich, dass du mit Jakob nicht anders redest als freundlich. ^25Und Laban nahte zu Jakob. Jakob aber hatte seine Huette aufgeschlagen auf dem Berge; und Laban mit seinen Bruedern schlug seine Huette auch auf auf dem Berge Gilead. ^26Da sprach Laban zu Jakob: Was hast du getan, dass du mich getaeuscht hast und hast meine Toechter entfuehrt, als wenn sie durchs Schwert gefangen waeren? ^27Warum bist du heimlich geflohen und hast dich weggestohlen und hast mir's nicht angesagt, dass ich dich haette geleitet mit Freuden, mit Singen mit Pauken und Harfen? ^28Und hast mich nicht lassen meine Kinder und Toechter kuessen? Nun, du hast toericht getan. ^29Und ich haette wohl so viel Macht, dass ich euch koennte Uebles tun; aber eures Vaters Gott hat gestern zu mir gesagt: Huete dich, dass du mit Jakob nicht anders als freundlich redest. ^30Und weil du denn ja wolltest ziehen und sehntest dich so sehr nach deines Vaters Hause, warum hast du mir meine Goetter gestohlen? ^31Jakob antwortete und sprach zu Laban: Ich fuerchtete mich und dachte, du wuerdest deine Toechter von mir reissen. ^32Bei welchem du aber deine Goetter findest, der sterbe hier vor unsern Bruedern. Suche das Deine bei mir und nimm's hin. Jakob wusste aber nicht, dass sie Rahel gestohlen hatte. ^33Da ging Laban in die Huetten Jakobs und Leas und der beiden Maegde, und fand nichts; und ging aus der Huette Leas in die Huette Rahels. ^34Da nahm Rahel die Goetzen und legte sie unter den Kamelsattel und setzte sich darauf. Laban aber betastete die ganze Huette und fand nichts. ^35Da sprach sie zu ihrem Vater: Mein Herr, zuerne mir nicht, denn ich kann nicht aufstehen vor dir, denn es geht mir nach der Frauen Weise. Also fand er die Goetzen nicht, wie sehr er suchte. ^36Und Jakob ward zornig und schalt Laban und sprach zu ihm: Was habe ich missgehandelt oder gesuendigt, dass du so auf mich erhitzt bist? ^37Du hast allen meinen Hausrat betastet. Was hast du von meinem Hausrat gefunden? Lege das dar vor meinen und deinen Bruedern, dass sie zwischen uns beiden richten. ^38Diese zwanzig Jahre bin ich bei dir gewesen, deine Schafe und Ziegen sind nicht unfruchtbar gewesen; die Widder deiner Herde habe ich nie gegessen; ^39was die Tiere zerrissen, brachte ich dir nicht, ich musste es bezahlen; du fordertest es von meiner Hand, es mochte mir des Tages oder des Nachts gestohlen sein. ^40Des Tages verschmachtete ich vor Hitze und des Nachts vor Frost, und kam kein Schlaf in meine Augen. ^41Also habe ich diese zwanzig Jahre in deinem Hause gedient, vierzehn um deine Toechter und sechs um deine Herde, und du hast mir meinen Lohn zehnmal veraendert. ^42Wo nicht der Gott meines Vaters, der Gott Abrahams und die Furcht Isaaks, auf meiner Seite gewesen waere, du haettest mich leer lassen ziehen. Aber Gott hat mein Elend und meine Muehe angesehen und hat dich gestern gestraft. ^43Laban antwortete und sprach zu Jakob: Die Toechter sind meine Toechter, und die Kinder sind meine Kinder, und die Herden sind meine Herden, und alles, was du siehst, ist mein. Was kann ich meinen Toechtern heute oder ihren Kindern tun, die sie geboren haben? ^44So komm nun und lass uns einen Bund machen, ich und du, der ein Zeugnis sei zwischen mir und dir. ^45Da nahm Jakob einen Stein und richtete ihn auf zu einem Mal. ^46und sprach zu seinen Bruedern: Leset Steine auf! Und sie nahmen Steine und machten einen Haufen und assen auf dem Haufen. ^47Und Laban hiess ihn Jegar-Sahadutha; Jakob aber hiess ihn Gilead. ^48Da sprach Laban: Der Haufe sei heute Zeuge zwischen mir und dir (daher heisst man ihn Gilead) ^49und sei eine Warte; denn er sprach: Der HERR sehe darein zwischen mir und dir, wenn wir voneinander kommen, ^50wo du meine Toechter bedrueckst oder andere Weiber dazunimmst ueber meine Toechter. Es ist kein Mensch hier mit uns; siehe aber, Gott ist der Zeuge zwischen mir und dir. ^51Und Laban sprach weiter zu Jakob: Siehe, das ist der Haufe, und das ist das Mal, das ich aufgerichtet habe zwischen mir und dir. ^52Derselbe Haufe sei Zeuge, und das Mal sei auch Zeuge, wenn ich herueberfahre zu dir oder du herueberfaehrst zu mir ueber diesen Haufen und dies Mal, zu beschaedigen. ^53Der Gott Abrahams und der Gott Nahors, der Gott ihres Vaters sei Richter zwischen uns. ^54Und Jakob schwur ihm bei der Furcht seines Vaters Isaak. Und Jakob opferte auf dem Berge und lud seine Brueder zum Essen. Und da sie gegessen hatten, blieben sie auf dem Berge ueber Nacht. ^55Des Morgens aber stand Laban frueh auf, kuesste seine Kinder und Toechter und segnete sie und zog hin und kam wieder an seinen Ort. __________________________________________________________________ Kapitel 32 ^1Jakob aber zog seinen Weg; und es begegneten ihm die Engel Gottes. ^2Und da er sie sah, sprach er: Es sind Gottes Heere; und hiess die Staette Mahanaim. ^3Jakob aber schickte Boten vor sich her zu seinem Bruder Esau ins Land Seir, in die Gegend Edoms, ^4und befahl ihnen und sprach: Also sagt meinem Herrn Esau: Dein Knecht Jakob laesst dir sagen: Ich bin bis daher bei Laban lange aussen gewesen ^5und habe Rinder und Esel, Schafe, Knechte und Maegde; und habe ausgesandt, dir, meinem Herrn, anzusagen, dass ich Gnade vor deinen Augen faende. ^6Die Boten kamen wieder zu Jakob und sprachen: Wir kamen zu deinem Bruder Esau; und er zieht dir auch entgegen mit vierhundert Mann. ^7Da fuerchtete sich Jakob sehr, und ihm ward bange; und teilte das Volk, das bei ihm war, und die Schafe und die Rinder und die Kamele in zwei Heere ^8und sprach: So Esau kommt auf das eine Heer und schlaegt es, so wird das uebrige entrinnen. ^9Weiter sprach Jakob: Gott meines Vaters Abraham und Gott meines Vaters Isaak, HERR, der du zu mir gesagt hast: Zieh wieder in dein Land und zu deiner Freundschaft, ich will dir wohltun! ^10ich bin zu gering aller Barmherzigkeit und aller Treue, die du an deinem Knechte getan hast; denn ich hatte nicht mehr als diesen Stab, da ich ueber den Jordan ging, und nun bin ich zwei Heere geworden. ^11Errette mich von der Hand meines Bruders, von der Hand Esaus; denn ich fuerchte mich vor ihm, dass er nicht komme und schlage mich, die Muetter samt den Kindern. ^12Du hast gesagt ich will dir wohltun und deinen Samen machen wie den Sand am Meer, den man nicht zaehlen kann vor der Menge. ^13Und er blieb die Nacht da und nahm von dem, das er vor Handen hatte, ein Geschenk fuer seinen Bruder Esau: ^14zweihundert Ziegen, zwanzig Boecke, zweihundert Schafe, zwanzig Widder ^15und dreissig saeugende Kamele mit ihren Fuellen, vierzig Kuehe und zehn Farren, zwanzig Eselinnen mit zehn Fuellen, ^16und tat sie unter die Hand seiner Knechte, je eine Herde besonders, und sprach zu ihnen: Gehet vor mir hin und lasset Raum zwischen einer Herde nach der andern; ^17und gebot dem ersten und sprach: Wenn dir mein Bruder Esau begegnet und dich fragt: Wem gehoerst du an, und wo willst du hin, und wes ist's, was du vor dir treibst? ^18sollst du sagen: Es gehoert deinem Knechte Jakob zu, der sendet Geschenk seinem Herrn Esau und zieht hinter uns her. ^19Also gebot er auch dem andern und dem dritten und allen, die den Herden nachgingen, und sprach: Wie ich euch gesagt habe, so sagt zu Esau, wenn ihr ihm begegnet; ^20und sagt ja auch: Siehe, dein Knecht Jakob ist hinter uns. Denn er gedachte: Ich will ihn versoehnen mit dem Geschenk, das vor mir her geht; darnach will ich ihn sehen, vielleicht wird er mich annehmen. ^21Also ging das Geschenk vor ihm her, aber er blieb dieselbe Nacht beim Heer ^22und stand auf in der Nacht und nahm seine zwei Weiber und die zwei Maegde und seine elf Kinder und zog an die Furt des Jabbok, ^23nahm sie und fuehrte sie ueber das Wasser, dass hinueberkam, was er hatte, ^24und blieb allein. Da rang ein Mann mit ihm, bis die Morgenroete anbrach. ^25Und da er sah, dass er ihn nicht uebermochte, ruehrte er das Gelenk seiner Huefte an; und das Gelenk der Huefte Jakobs ward ueber dem Ringen mit ihm verrenkt. ^26Und er sprach: Lass mich gehen, denn die Morgenroete bricht an. Aber er antwortete: Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn. ^27Er sprach: Wie heisst du? Er antwortete: Jakob. ^28Er sprach: Du sollst nicht mehr Jakob heissen, sondern Israel; denn du hast mit Gott und mit Menschen gekaempft und bist obgelegen. ^29Und Jakob fragte ihn und sprach: Sage doch, wie heisst du? Er aber sprach: Warum fragst du, wie ich heisse? Und er segnete ihn daselbst. ^30Und Jakob hiess die Staette Pniel; denn ich habe Gott von Angesicht gesehen, und meine Seele ist genesen. ^31Und als er an Pniel vorueberkam, ging ihm die Sonne auf; und er hinkte an seiner Huefte. ^32Daher essen die Kinder Israel keine Spannader auf dem Gelenk der Huefte bis auf den heutigen Tag, darum dass die Spannader an dem Gelenk der Huefte Jakobs angeruehrt ward. __________________________________________________________________ Kapitel 33 ^1Jakob hob seine Augen auf und sah seinen Bruder Esau kommen mit vierhundert Mann. Und er teilte seine Kinder zu Lea und Rahel und zu den beiden Maegden ^2und stellte die Maegde mit ihren Kindern vornean und Lea mit ihren Kindern hernach und Rahel mit Joseph zuletzt. ^3Und er ging vor ihnen her und neigte sich siebenmal auf die Erde, bis er zu seinem Bruder kam. ^4Esau aber lief ihm entgegen und herzte ihn und fiel ihm um den Hals und kuesste ihn; und sie weinten. ^5Und er hob seine Augen auf und sah die Weiber mit den Kindern und sprach: Wer sind diese bei dir? Er antwortete: Es sind Kinder, die Gott deinem Knecht beschert hat. ^6Und die Maegde traten herzu mit ihren Kindern und neigten sich vor ihm. ^7Lea trat auch herzu mit ihren Kindern und neigten sich vor ihm. Darnach trat Joseph und Rahel herzu und neigten sich auch vor ihm. ^8Und er sprach: Was willst du mit all dem Heere, dem ich begegnet bin? Er antwortete: Dass ich Gnade faende vor meinem Herrn. ^9Esau sprach: Ich habe genug, mein Bruder; behalte was du hast. ^10Jakob antwortete: Ach, nicht! Habe ich Gnade gefunden vor dir, so nimm mein Geschenk von meiner Hand; denn ich sah dein Angesicht, als saehe ich Gottes Angesicht; und lass dir's wohl gefallen von mir. ^11Nimm doch den Segen von mir an, den ich dir zugebracht habe; denn Gott hat mir's beschert, und ich habe alles genug. Also noetigte er ihn, dass er's nahm. ^12Und er sprach: Lass uns fortziehen und reisen, ich will mit dir ziehen. ^13Er aber sprach zu ihm: Mein Herr, du erkennest, dass ich zarte Kinder bei mir habe, dazu saeugende Schafe und Kuehe; wenn sie einen Tag uebertrieben wuerden, wuerde mir die ganze Herde sterben. ^14Mein Herr ziehe vor seinem Knechte hin. Ich will gemaechlich hintennach treiben, nach dem das Vieh und die Kinder gehen koennen, bis dass ich komme zu meinem Herrn nach Seir. ^15Esau sprach: So will ich doch etliche bei dir lassen vom Volk, das mit mir ist. Er antwortete: Was ist's vonnoeten? Lass mich nur Gnade vor meinem Herrn finden. ^16Also zog des Tages Esau wiederum seines Weges gen Seir. ^17Und Jakob zog gen Sukkoth und baute sich ein Haus und machte seinem Vieh Huetten; daher heisst die Staette Sukkoth. ^18Darnach zog Jakob mit Frieden zu der Stadt Sichems, die im Lande Kanaan liegt (nachdem er aus Mesopotamien gekommen war), und machte sein Lager vor der Stadt ^19und kaufte ein Stueck Acker von den Kindern Hemors, des Vaters Sichems, um hundert Groschen; daselbst richtete er seine Huette auf. ^20Und er richtete daselbst einen Altar zu und rief an den Namen des starken Gottes Israels. __________________________________________________________________ Kapitel 34 ^1Dina aber, Leas Tochter, die sie Jakob geboren hatte, ging heraus, die Toechter des Landes zu sehen. ^2Da die sah Sichem, Hemors Sohn, des Heviters, der des Landes Herr war, nahm er sie und lag bei ihr und schwaechte sie. ^3Und sein Herz hing an ihr, und er hatte die Dirne lieb und redete freundlich mit ihr. ^4Und Sichem sprach zu seinem Vater Hemor: Nimm mir das Maegdlein zum Weibe. ^5Und Jakob erfuhr, dass seine Tochter Dina geschaendet war; und seine Soehne waren mit dem Vieh auf dem Felde, und Jakob schwieg bis dass sie kamen. ^6Da ging Hemor, Sichems Vater, heraus zu Jakob, mit ihm zu reden. ^7Indes kamen die Soehne Jakobs vom Felde. Und da sie es hoerten, verdross es die Maenner, und sie wurden sehr zornig, dass er eine Torheit an Israel begangen und bei Jakobs Tochter gelegen hatte, denn so sollte es nicht sein. ^8Da redete Hemor mit ihnen und sprach: Meines Sohnes Sichem Herz sehnt sich nach eurer Tochter; gebt sie ihm doch zum Weibe. ^9Befreundet euch mit uns; gebt uns eure Toechter und nehmt ihr unsere Toechter ^10und wohnt bei uns. Das Land soll euch offen sein; wohnt und werbet und gewinnet darin. ^11Und Sichem sprach zu ihrem Vater und ihren Bruedern: Lasst uns Gnade bei euch finden; was ihr mir sagt, das will ich euch geben. ^12Fordert nur getrost von mir Morgengabe und Geschenk, ich will's geben, wie ihr heischt; gebt mir nur die Dirne zum Weibe. ^13Da antworteten Jakobs Soehne dem Sichem und seinem Vater Hemor betrueglich, darum dass ihre Schwester Dina geschaendet war, ^14und sprachen zu ihnen: Wir koennen das nicht tun, dass wir unsere Schwester einem unbeschnittenem Mann geben; denn das waere uns eine Schande. ^15Doch dann wollen wir euch zu Willen sein, so ihr uns gleich werdet und alles, was maennlich unter euch ist, beschnitten werde; ^16dann wollen wir unsere Toechter euch geben und eure Toechter uns nehmen und bei euch wohnen und ein Volk sein. ^17Wo ihr aber nicht darein willigen wollt, euch zu beschneiden, so wollen wir unsere Tochter nehmen und davonziehen. ^18Die Rede gefiel Hemor und seinem Sohn wohl. ^19Und der Juengling verzog nicht, solches zu tun; denn er hatte Lust zu der Tochter Jakobs. Und er war herrlich gehalten ueber alle in seines Vaters Hause. ^20Da kamen sie nun, Hemor und sein Sohn Sichem, unter der Stadt Tor und redeten mit den Buergern der Stadt und sprachen: ^21Diese Leute sind friedsam bei uns und wollen im Lande wohnen und werben; so ist nun das Land weit genug fuer sie. Wir wollen uns ihre Toechter zu Weibern nehmen und ihnen unser Toechter geben. ^22Aber dann wollen sie uns zu Willen sein, dass sie bei uns wohnen und ein Volk mit uns werden, wo wir alles, was maennlich unter uns ist, beschneiden, gleich wie sie beschnitten sind. ^23Ihr Vieh und ihre Gueter und alles, was sie haben, wird unser sein, so wir nur ihnen zu Willen werden, dass sie bei uns wohnen. ^24Und sie gehorchten dem Hemor und Sichem, seinem Sohn, alle, die zu seiner Stadt Tor aus und ein gingen, und beschnitten alles, was maennlich war, das zu dieser Stadt aus und ein ging. ^25Und am dritten Tage, da sie Schmerzen hatten, nahmen die zwei Soehne Jakobs, Simeon und Levi, der Dina Brueder, ein jeglicher sein Schwert und gingen kuehn in die Stadt und erwuergten alles, was maennlich war. ^26und erwuergten auch Hemor und seinen Sohn Sichem mit der Schaerfe des Schwerts und nahmen ihre Schwester Dina aus dem Hause Sichems und gingen davon. ^27Da kamen die Soehne Jakobs ueber die erschlagenen und pluenderten die Stadt, darum dass sie hatten ihre Schwester geschaendet. ^28Und nahmen ihre Schafe, Rinder, Esel und was in der Stadt und auf dem Felde war ^29und alle ihre Habe; alle Kinder und Weiber nahmen sie gefangen, und pluenderten alles, was in den Haeusern war. ^30Und Jakob sprach zu Simeon und Levi: Ihr habt mir Unglueck zugerichtet und mich stinkend gemacht vor den Einwohnern dieses Landes, den Kanaanitern und Pheresitern; und ich bin ein geringer Haufe. Wenn sie sich nun versammeln ueber mich, so werden sie mich schlagen. Also werde ich vertilgt samt meinem Hause. ^31Sie antworteten aber: Sollten sie denn mit unsrer Schwester wie mit einer Hure handeln? __________________________________________________________________ Kapitel 35 ^1Und Gott sprach zu Jakob: Mache dich auf und ziehe gen Beth-El und wohne daselbst und mache daselbst einen Altar dem Gott, der dir erschien, da du flohest vor deinem Bruder Esau. ^2Da sprach Jakob zu seinem Hause und zu allen, die mit ihm waren: Tut von euch fremde Goetter, so unter euch sind, und reinigt euch und aendert eure Kleider ^3und lasst uns auf sein und gen Beth-El ziehen, dass ich daselbst einen Altar mache dem Gott, der mich erhoert hat zur Zeit meiner Truebsal und ist mit mir gewesen auf dem Wege, den ich gezogen bin. ^4Da gaben sie ihm alle fremden Goetter, die unter ihren Haenden waren, und ihre Ohrenspangen; und er vergrub sie unter einer Eiche, die neben Sichem stand. ^5Und sie zogen aus. Und es kam die Furcht Gottes ueber die Staedte, die um sie her lagen, dass sie den Soehnen Jakobs nicht nachjagten. ^6Also kam Jakob gen Lus im Lande Kanaan, das da Beth-El heisst, samt all dem Volk, das mit ihm war, ^7und baute daselbst einen Altar und hiess die Staette El-Beth-El, darum dass ihm daselbst Gott offenbart war, da er floh vor seinem Bruder. ^8Da starb Debora, der Rebekka Amme, und ward begraben unterhalb Beth-El unter der Eiche; die ward genannt die Klageeiche. ^9Und Gott erschien Jakob abermals, nachdem er aus Mesopotamien gekommen war, und segnete ihn ^10und sprach zu ihm: Du heisst Jakob; aber du sollst nicht mehr Jakob heissen, sondern Israel sollst du heissen. Und also heisst man ihn Israel. ^11Und Gott sprach zu ihm: Ich bin der allmaechtige Gott; sei fruchtbar und mehre dich; Voelker und Voelkerhaufen sollen von dir kommen, und Koenige sollen aus deinen Lenden kommen; ^12und das Land, das ich Abraham und Isaak gegeben habe, will ich dir geben und will's deinem Samen nach dir geben. ^13Also fuhr Gott auf von ihm von dem Ort, da er mit ihm geredet hatte. ^14Jakob aber richtete ein steinernes Mal auf an dem Ort, da er mit ihm geredet hatte, und goss ein Trankopfer darauf und begoss es mit Oel. ^15Und Jakob hiess den Ort, da Gott mit ihm geredet hatte, Beth-El. ^16Und sie zogen von Beth-El. Und da noch ein Feld Weges war von Ephrath, da gebar Rahel. ^17Und es kam sie hart an ueber der Geburt. Da aber die Geburt so schwer ward, sprach die Wehmutter zu ihr: Fuerchte dich nicht, denn diesen Sohn wirst du auch haben. ^18Da ihr aber die Seele ausging, dass sie sterben musste, hiess sie ihn Ben-Oni; aber sein Vater hiess ihn Ben-Jamin. ^19Also starb Rahel und ward begraben an dem Wege gen Ephrath, das nun heisst Bethlehem. ^20Und Jakob richtete ein Mal auf ueber ihrem Grabe; dasselbe ist das Grabmal Rahels bis auf diesen Tag. ^21Und Israel zog aus und richtete seine Huette auf jenseit des Turms Eder. ^22Und es begab sich, da Israel im Lande wohnte, ging Ruben hin und schlief bei Bilha, seines Vaters Kebsweib; und das kam vor Israel. Es hatte aber Jakob zwoelf Soehne. ^23Die Soehne Leas waren diese: Ruben, der erstgeborene Sohn Jakobs, Simeon, Levi, Juda, Isaschar und Sebulon; ^24die Soehne Rahel waren: Joseph und Benjamin; ^25die Soehne Bilhas, Rahels Magd: Dan und Naphthali; ^26die Soehne Silpas, Leas Magd: Gad und Asser. Das sind die Soehne Jakobs, die ihm geboren sind in Mesopotamien. ^27Und Jakob kam zu seinem Vater Isaak gen Mamre zu Kirjat-Arba, das da heisst Hebron, darin Abraham und Isaak Fremdlinge gewesen sind. ^28Und Isaak ward hundertundachtzig Jahre alt ^29und nahm ab und starb und ward versammelt zu seinem Volk, alt und des Lebens satt. Und seine Soehne Esau und Jakob begruben ihn. __________________________________________________________________ Kapitel 36 ^1Das ist das Geschlecht Esaus, der da heisst Edom. ^2Esau nahm Weiber von den Toechtern Kanaans: Ada, die Tochter Elons, des Hethiters, und Oholibama, die Tochter des Ana, die Enkelin des Zibeons, des Heviters, ^3und Basmath, Ismaels Tochter, Nebajoths Schwester. ^4Und Ada gebar dem Esau Eliphas, aber Basmath gebar Reguel. ^5Oholibama gebar Jehus, Jaelam und Korah. Das sind Esaus Kinder, die ihm geboren sind im Lande Kanaan. ^6Und Esau nahm seine Weiber, Soehne und Toechter und alle Seelen seines Hauses, seine Habe und alles Vieh mit allen Guetern, so er im Lande Kanaan erworben hatte, und zog in ein ander Land, hinweg von seinem Bruder Jakob. ^7Denn ihre Habe war zu gross, dass sie nicht konnten beieinander wohnen; und das Land darin sie Fremdlinge waren, vermochte sie nicht zu ertragen vor der Menge ihres Viehs. ^8Also wohnte Esau auf dem Gebirge Seir. Und Esau ist der Edom. ^9Dies ist das Geschlecht Esaus, von dem die Edomiter herkommen, auf dem Gebirge Seir. ^10Und so heissen die Kinder Esaus: Eliphas, der Sohn Adas, Esaus Weibes; Reguel, der Sohn Basmaths, Esaus Weibes. ^11Des Eliphas Soehne aber waren diese: Theman, Omar, Zepho, Gaetham und Kenas. ^12Und Thimna war ein Kebsweib des Eliphas, Esaus Sohnes; die gebar ihm Amalek. Das sind die Kinder von Ada, Esaus Weib. ^13Die Kinder aber Reguels sind diese: Nahath, Serah, Samma, Missa. Das sind die Kinder von Basmath, Esaus Weib. ^14Die Kinder aber von Oholibama, Esaus Weib, der Tochter des Ana, der Enkelin Zibeons, sind diese, die sie dem Esau gebar: Jehus, Jaelam und Korah. ^15Das sind die Fuersten unter den Kindern Esaus. Die Kinder des Eliphas, des ersten Sohnes Esaus: der Fuerst Theman, der Fuerst Omar, der Fuerst Zepho, der Fuerst Kenas, ^16der Fuerst Korah, der Fuerst Gaetham, der Fuerst Amalek. Das sind die Fuersten von Eliphas im Lande Edom und sind Kinder der Ada. ^17Und das sind die Kinder Reguels, Esaus Sohnes: der Fuerst Nahath, der Fuerst Serah, der Fuerst Samma, der Fuerst Missa. Das sind die Fuersten von Reguel im Lande der Edomiter und sind Kinder von der Basmath, Esaus Weib. ^18Das sind die Kinder Oholibamas, Esaus Weibes: der Fuerst Jehus, der Fuerst Jaelam, der Fuerst Korah. Das sind die Fuersten von Oholibama, der Tochter des Ana, Esaus Weib. ^19Das sind die Kinder und ihre Fuersten. Er ist der Edom. ^20Die Kinder aber von Seir, dem Horiter, die im Lande wohnten, sind diese: Lotan, Sobal, Zibeon, Ana, Dison, Ezer und Disan. ^21Das sind die Fuersten der Horiter, Kinder des Seir, im Lande Edom. ^22Aber des Lotan Kinder waren diese: Hori, Heman; und Lotans Schwester hiess Thimna. ^23Die Kinder von Sobal waren diese: Alwan, Manahath, Ebal, Sepho und Onam. ^24Die Kinder von Zibeon waren diese: Aja und Ana. Das ist der Ana, der in der Wueste die warmen Quellen fand, da er seines Vaters Zibeon Esel huetete. ^25Die Kinder aber Anas waren: Dison und Oholibama, das ist die Tochter Anas. ^26Die Kinder Disons waren: Hemdan, Esban, Jethran und Cheran. ^27Die Kinder Ezers waren: Bilhan, Sawan und Akan. ^28Die Kinder Disans waren: Uz und Aran. ^29Dies sind die Fuersten der Horiter: der Fuerst Lotan, der Fuerst Sobal, der Fuerst Zibeon, der Fuerst Ana, ^30der Fuerst Dison, der Fuerst Ezer, der Fuerst Disan. Das sind die Fuersten der Horiter, die regiert haben im Lande Seir. ^31Die Koenige aber, die im Lande Edom regiert haben, ehe denn die Kinder Israel Koenige hatten, sind diese: ^32Bela war Koenig in Edom, ein Sohn Beors, und seine Stadt hiess Dinhaba. ^33Und da Bela starb, ward Koenig an seiner Statt Jobab, ein Sohn Serahs von Bozra. ^34Da Jobab starb, ward an seiner Statt Koenig Husam aus der Themaniter Lande. ^35Da Husam starb, ward Koenig an seiner Statt Hadad, ein Sohn Bedads, der die Midianiter schlug auf der Moabiter Felde; und seine Stadt hiess Awith. ^36Da Hadad starb, regierte Samla von Masrek. ^37Da Samla starb, ward Saul Koenig, von Rehoboth am Strom. ^38Da Saul starb, ward an seiner Statt Koenig Baal-Hanan, der Sohn Achbors. ^39Da Baal-Hanan, Achbors Sohn, starb, ward an seiner Statt Koenig Hadar; und seine Stadt hiess Pagu, und sein Weib Mehetabeel, eine Tochter Matreds, die Mesahabs Tochter war. ^40Also heissen die Fuersten von Esau in ihren Geschlechtern, Oertern und Namen: der Fuerst Thimna, der Fuerst Alwa, der Fuerst Jetheth, ^41der Fuerst Oholibama, der Fuerst Ela, der Fuerst Pinon, ^42der Fuerst Kenas, der Fuerst Theman, der Fuerst Mibzar, ^43der Fuerst Magdiel, der Fuerst Iram. Das sind die Fuersten in Edom, wie sie gewohnt haben in ihrem Erblande. Das ist Esau, der Vater der Edomiter. __________________________________________________________________ Kapitel 37 ^1Jakob aber wohnte im Lande, darin sein Vater ein Fremdling gewesen war, im Lande Kanaan. ^2Und dies sind die Geschlechter Jakobs: Joseph war siebzehn Jahre alt, da er ein Hirte des Viehs ward mit seinen Bruedern; und der Knabe war bei den Kinder Bilhas und Silpas, der Weiber seines Vaters, und brachte vor ihren Vater, wo ein boeses Geschrei wider sie war. ^3Israel aber hatte Joseph lieber als alle seine Kinder, darum dass er ihn im Alter gezeugt hatte; und machte ihm einen bunten Rock. ^4Da nun seine Brueder sahen, dass ihn ihr Vater lieber hatte als alle seine Brueder, waren sie ihm feind und konnten ihm kein freundlich Wort zusprechen. ^5Dazu hatte Joseph einmal einen Traum und sagte zu seinen Bruedern davon; da wurden sie ihm noch feinder. ^6Denn er sprach zu ihnen: Hoeret doch, was mir getraeumt hat: ^7Mich deuchte, wir banden Garben auf dem Felde, und meine Garbe richtete sich auf und stand, und eure Garben umher neigten sich vor meiner Garbe. ^8Da sprachen seine Brueder zu ihm: Solltest du unser Koenig werden und ueber uns herrschen? und sie wurden ihm noch feinder um seines Traumes und seiner Rede willen. ^9Und er hatte noch einen andern Traum, den erzaehlte er seinen Bruedern und sprach: Siehe, ich habe einen Traum gehabt: Mich deuchte, die Sonne und der Mond und elf Sterne neigten sich vor mir. ^10Und da das seinem Vater und seinen Bruedern gesagt ward, strafte ihn sein Vater und sprach zu ihm: Was ist das fuer ein Traum, der dir getraeumt hat? Soll ich und deine Mutter und deine Brueder kommen und vor dir niederfallen? ^11Und seine Brueder beneideten ihn. Aber sein Vater behielt diese Worte. ^12Da nun seine Brueder hingingen, zu weiden das Vieh ihres Vaters in Sichem, ^13sprach Israel zu Joseph: Hueten nicht deine Brueder das Vieh in Sichem? Komm, ich will dich zu ihnen senden. Er aber sprach: Hier bin ich. ^14Und er sprach: Gehe hin und sieh, ob's wohl stehe um deine Brueder und um das Vieh, und sage mir wieder Antwort. Und er sandte ihn aus dem Tal Hebron, dass er gen Sichem ginge. ^15Da fand ihn ein Mann, dass er irreging auf dem Felde; der fragte ihn und sprach: Wen suchst du? ^16Er antwortete: Ich suche meine Brueder; sage mir doch an, wo sie hueten. ^17Der Mann sprach: Sie sind von dannen gezogen; denn ich hoerte, dass sie sagten: Lasst uns gen Dothan gehen. Da folgte Joseph seinen Bruedern nach und fand sie zu Dothan. ^18Als sie ihn nun sahen von ferne, ehe er denn nahe zu ihnen kam machten sie einen Anschlag, dass sie ihn toeteten, ^19und sprachen untereinander: Seht, der Traeumer kommt daher. ^20So kommt nun und lasst uns ihn erwuergen und in eine Grube werfen und sagen, ein boeses Tier habe ihn gefressen, so wird man sehen, was seine Traeume sind. ^21Da das Ruben hoerte, wollte er ihn aus ihren Haenden erretten, und sprach: Lasst uns ihn nicht toeten. ^22Und weiter sprach Ruben zu ihnen: Vergiesst nicht Blut, sondern werft ihn in die Grube, die in der Wueste ist, und legt die Hand nicht an ihn. Er wollte ihn aber aus ihrer Hand erretten, dass er ihn seinem Vater wiederbraechte. ^23Als nun Joseph zu seinen Bruedern kam, zogen sie ihm seinen Rock, den bunten Rock, aus, den er anhatte, ^24und nahmen ihn und warfen ihn in die Grube; aber die Grube war leer und kein Wasser darin. ^25Und setzten sich nieder, zu essen. Indes hoben sie ihre Augen auf und sahen einen Haufen Ismaeliter kommen von Gilead mit ihren Kamelen; die trugen Wuerze, Balsam und Myrrhe und zogen hinab nach Aegypten. ^26Da sprach Juda zu seinen Bruedern: Was hilft's uns, dass wir unseren Bruder erwuergen und sein Blut verbergen? ^27Kommt, lasst uns ihn den Ismaeliten verkaufen, dass sich unsre Haende nicht an ihm vergreifen; denn er ist unser Bruder, unser Fleisch und Blut. Und sie gehorchten ihm. ^28Und da die Midianiter, die Kaufleute, vorueberreisten, zogen sie ihn heraus aus der Grube und verkauften ihn den Ismaeliten um zwanzig Silberlinge; die brachte ihn nach Aegypten. ^29Als nun Ruben wieder zur Grube kam und fand er Joseph nicht darin, zerriss er sein Kleid ^30und kam wieder zu seinen Bruedern und sprach: Der Knabe ist nicht da! Wo soll ich hin? ^31Da nahmen sie Josephs Rock und schlachteten einen Ziegenbock und tauchten den Rock ins Blut ^32und schickten den bunten Rock hin und liessen ihn ihrem Vater bringen und sagen: Diesen haben wir gefunden; sieh, ob's deines Sohnes Rock sei oder nicht. ^33Er erkannte ihn aber und sprach: Es ist meines Sohnes Rock; ein boeses Tier hat ihn gefressen, ein reissendes Tier hat Joseph zerrissen. ^34Und Jakob zerriss sein Kleider und legte einen Sack um seine Lenden und trug Leid um seinen Sohn lange Zeit. ^35Und alle seine Soehne und Toechter traten auf, dass sie ihn troesteten; aber er wollte sich nicht troesten lassen und sprach: Ich werde mit Leid hinunterfahren in die Grube zu meinem Sohn. Und sein Vater beweinte ihn. ^36Aber die Midianiter verkauften ihn in Aegypten dem Potiphar, des Pharao Kaemmerer und Hauptmann der Leibwache. __________________________________________________________________ Kapitel 38 ^1Es begab sich um dieselbe Zeit, dass Juda hinabzog von seinen Bruedern und tat sich zu einem Mann von Adullam, der hiess Hira. ^2Und Juda sah daselbst eines Kanaaniter-Mannes Tochter, der hiess Sua, und nahm sie. Und da er zu ihr einging, ^3ward sie schwanger und gebar einen Sohn, den hiess er Ger. ^4Und sie ward abermals schwanger und gebar einen Sohn, den hiess sie Onan. ^5Sie gebar abermals einen Sohn, den hiess sie Sela; und er war zu Chesib, da sie ihn gebar. ^6Und Juda gab seinem ersten Sohn, Ger, ein Weib, die hiess Thamar. ^7Aber Ger war boese vor dem HERRN; darum toetete ihn der HERR. ^8Da sprach Juda zu Onan: Gehe zu deines Bruders Weib und nimm sie zur Ehe, dass du deinem Bruder Samen erweckest. ^9Aber da Onan wusste, dass der Same nicht sein eigen sein sollte, wenn er einging zu seines Bruders Weib, liess er's auf die Erde fallen und verderbte es, auf dass er seinem Bruder nicht Samen gaebe. ^10Da gefiel dem HERRN uebel, was er tat, und er toetete ihn auch. ^11Da sprach Juda zu seiner Schwiegertochter Thamar: Bleibe eine Witwe in deines Vaters Hause, bis mein Sohn Sela gross wird. Denn er gedachte, vielleicht moechte er auch sterben wie seine Brueder. Also ging Thamar hin und blieb in ihres Vaters Hause. ^12Da nun viele Tage verlaufen waren, starb des Sua Tochter, Juda's Weib. Und nachdem Juda ausgetrauert hatte, ging er hinauf seine Schafe zu scheren, gen Thimnath mit seinem Freunde Hira von Adullam. ^13Da ward der Thamar angesagt: Siehe, dein Schwiegervater geht hinauf gen Thimnath, seine Schafe zu scheren. ^14Da legte sie die Witwenkleider von sich, die sie trug, deckte sich mit einem Mantel und verhuellte sich und setzte sich vor das Tor von Enaim an dem Wege gen Thimnath; denn sie sah, dass Sela war gross geworden, und sie ward ihm nicht zum Weibe gegeben. ^15Da sie nun Juda sah, meinte er, sie waere eine Hure; denn sie hatte ihr Angesicht verdeckt. ^16Und er machte sich zu ihr am Wege und sprach: Lass mich doch zu dir kommen; denn er wusste nicht, dass es seine Schwiegertochter waere. Sie antwortete: Was willst du mir geben, dass du zu mir kommst? ^17Er sprach: Ich will dir einen Ziegenbock von der Herde senden. Sie antwortete: So gib mir ein Pfand, bis dass du mir's sendest. ^18Er sprach: Was willst du fuer ein Pfand, das ich dir gebe? Sie antwortete: Deinen Ring und deine Schnur und deinen Stab, den du in den Haenden hast. Da gab er's ihr und kam zu ihr; und sie ward von ihm schwanger. ^19Und sie machte sich auf und ging hin und zog ihre Witwenkleider wieder an. ^20Juda aber sandte den Ziegenbock durch seinen Freund Adullam, dass er das Pfand wieder holte von dem Weibe; und er fand sie nicht. ^21Da fragte er die Leute: Wo ist die Hure, die zu Enaim am Wege sass? Sie antworteten: Es ist keine Hure da gewesen. ^22Und er kam wieder zu Juda und sprach: Ich habe sie nicht gefunden; dazu sagen die Leute des Orts, es sei keine Hure da gewesen. ^23Juda sprach: Sie mag's behalten; sie kann uns doch nicht Schande nachsagen, denn ich habe den Bock gesandt, so hast du sie nicht gefunden. ^24Ueber drei Monate ward Juda angesagt: Deine Schwiegertochter Thamar hat gehurt; dazu siehe, ist sie von der Hurerei schwanger geworden. Juda spricht: Bringt sie hervor, dass sie verbrannt werde. ^25Und da man sie hervorbrachte, schickte sie zu ihrem Schwiegervater und sprach: Von dem Mann bin ich schwanger, des dies ist. Und sprach: Kennst du auch, wes dieser Ring und diese Schnur und dieser Stab ist? ^26Juda erkannte es und sprach: Sie ist gerechter als ich; denn ich habe sie nicht gegeben meinen Sohn Sela. Doch erkannte er sie fuerder nicht mehr. ^27Und da sie gebaeren sollte, wurden Zwillinge in ihrem Leib gefunden. ^28Und als sie jetzt gebar, tat sich eine Hand heraus. Da nahm die Wehmutter einen roten Faden und band ihn darum und sprach: Der wird zuerst herauskommen. ^29Da aber der seine Hand wieder hineinzog, kam sein Bruder heraus; und sie sprach: Warum hast du um deinetwillen solchen Riss gerissen? Und man hiess ihn Perez. ^30Darnach kam sein Bruder heraus, der den roten Faden um seine Hand hatte. Und man hiess ihn Serah. __________________________________________________________________ Kapitel 39 ^1Joseph ward hinab nach Aegypten gefuehrt; und Potiphar, ein aegyptischer Mann, des Pharao Kaemmerer und Hauptmann, kaufte ihn von den Ismaeliten, die ihn hinabbrachten. ^2Und der HERR war mit Joseph, dass er ein gluecklicher Mann ward; und er war in seines Herrn, des Aegypters, Hause. ^3Und sein Herr sah, dass der HERR mit ihm war; denn alles, was er tat, dazu gab der HERR Glueck durch ihn, ^4Also dass er Gnade fand vor seinem Herrn und sein Diener ward. Der setzte ihn ueber sein Haus, und alles, was er hatte, tat er unter seine Haende. ^5Und von der Zeit an, da er ihn ueber sein Haus und alle seine Gueter gesetzt hatte, segnete der HERR des Aegypters Haus um Josephs willen; und war eitel Segen des HERRN in allem, was er hatte, zu Hause und auf dem Felde. ^6Darum liess er alles unter Josephs Haenden, was er hatte, und nahm sich keines Dinges an, solange er ihn hatte, nur dass er ass und trank. Und Joseph war schoen und huebsch von Angesicht. ^7Und es begab sich nach dieser Geschichte, dass seines Herrn Weib ihre Augen auf Joseph warf und sprach: Schlafe bei mir! ^8Er weigerte sich aber und sprach zu ihr: Siehe, mein Herr nimmt sich keines Dinges an vor mir, was im Hause ist, und alles, was er hat, das hat er unter meine Haende getan, ^9und hat nichts so Grosses in dem Hause, das er mir verhohlen habe, ausser dir, indem du sein Weib bist. Wie sollte ich denn nun ein solch gross Uebel tun und wider Gott suendigen? ^10Und sie trieb solche Worte gegen Joseph taeglich. Aber er gehorchte ihr nicht, dass er nahe bei ihr schliefe noch um sie waere. ^11Es begab sich eines Tages, dass Joseph in das Haus ging, sein Geschaeft zu tun, und war kein Mensch vom Gesinde des Hauses dabei. ^12Und sie erwischte ihn bei seinem Kleid und sprach: Schlafe bei mir! Aber er liess das Kleid in ihrer Hand und floh und lief zum Hause hinaus. ^13Da sie nun sah, dass er sein Kleid in ihrer Hand liess und hinaus entfloh, ^14rief sie das Gesinde im Hause und sprach zu ihnen: Sehet, er hat uns den hebraeischen Mann hereingebracht, dass er seinen Mutwillen mit uns treibe. Er kam zu mir herein und wollte bei mir schlafen; ich rief aber mit lauter Stimme. ^15Und da er hoerte, dass ich ein Geschrei machte und rief, da liess er sein Kleid bei mir und lief hinaus. ^16Und sie legte sein Kleid neben sich, bis der Herr heimkam, ^17und sagte zu ihm ebendieselben Worte und sprach: Der hebraeische Knecht, den du uns hereingebracht hast, kam zu mir herein und wollte seinen Mutwillen mit mir treiben. ^18Da ich aber ein Geschrei machte und rief, da liess er sein Kleid bei mir und floh hinaus. ^19Als sein Herr hoerte die Rede seines Weibes, die sie ihm sagte und sprach: Also hat mir dein Knecht getan, ward er sehr zornig. ^20Da nahm ihn sein Herr und legte ihn ins Gefaengnis, darin des Koenigs Gefangene lagen; und er lag allda im Gefaengnis. ^21Aber der HERR war mit ihm und neigte seine Huld zu ihm und liess ihn Gnade finden vor dem Amtmann ueber das Gefaengnis, ^22dass er ihm unter seine Hand befahl alle Gefangenen im Gefaengnis, auf dass alles, was da geschah, durch ihn geschehen musste. ^23Denn der Amtmann des Gefaengnisses nahm sich keines Dinges an; denn der HERR war mit Joseph, und was er tat, dazu gab der HERR Glueck. __________________________________________________________________ Kapitel 40 ^1Und es begab sich darnach, dass sich der Schenke des Koenigs in Aegypten und der Baecker versuendigten an ihrem Herrn, dem Koenig von Aegypten. ^2Und Pharao ward zornig ueber seine beiden Kaemmerer, ueber den Amtmann ueber die Schenken und ueber den Amtmann ueber die Baecker, ^3und liess sie setzen in des Hauptmanns Haus ins Gefaengnis, da Joseph lag. ^4Und der Hauptmann setzte Joseph ueber sie, dass er ihnen diente; und sie sassen etliche Tage im Gefaengnis. ^5Und es traeumte ihnen beiden, dem Schenken und dem Baecker des Koenigs von Aegypten, in einer Nacht einem jeglichen ein eigener Traum; und eines jeglichen Traum hatte seine Bedeutung. ^6Da nun des Morgens Joseph zu ihnen hereinkam und sah, dass sie traurig waren, ^7fragte er sie und sprach: Warum seid ihr heute so traurig? ^8Sie antworteten: Es hat uns getraeumt, und wir haben niemand, der es uns auslege. Joseph sprach: Auslegen gehoert Gott zu; doch erzaehlt mir's. ^9Da erzaehlte der oberste Schenke seinen Traum Joseph und sprach zu ihm: Mir hat getraeumt, dass ein Weinstock vor mir waere, ^10der hatte drei Reben, und er gruente, wuchs und bluehte, und seine Trauben wurden reif; ^11und ich hatte den Becher Pharaos in meiner Hand und nahm die Beeren und zerdrueckte sie in den Becher und gab den Becher Pharao in die Hand. ^12Joseph sprach zu ihm: Das ist seine Deutung. Drei Reben sind drei Tage. ^13Ueber drei Tage wird Pharao dein Haupt erheben und dich wieder an dein Amt stellen, dass du ihm den Becher in die Hand gebest nach der vorigen Weise, da du sein Schenke warst. ^14Aber gedenke meiner, wenn dir's wohl geht, und tue Barmherzigkeit an mir, dass du Pharao erinnerst, dass er mich aus diesem Hause fuehre. ^15Denn ich bin aus dem Lande der Hebraeer heimlich gestohlen; dazu habe ich auch allhier nichts getan, dass sie mich eingesetzt haben. ^16Da der oberste Baecker sah, dass die Deutung gut war, sprach er zu Joseph: Mir hat auch getraeumt, ich truege drei weisse Koerbe auf meinem Haupt ^17und im obersten Korbe allerlei gebackene Speise fuer den Pharao; und die Voegel assen aus dem Korbe auf meinem Haupt. ^18Joseph antwortete und sprach: Das ist seine Deutung. Drei Koerbe sind drei Tage; ^19und nach drei Tagen wird dir Pharao dein Haupt erheben und dich an den Galgen haengen, und die Voegel werden dein Fleisch von dir essen. ^20Und es geschah des dritten Tages, da beging Pharao seinen Jahrestag; und er machte eine Mahlzeit allen seinen Knechten und erhob das Haupt des obersten Schenken und das Haupt des obersten Baeckers unter den Knechten, ^21und setzte den obersten Schenken wieder in sein Schenkamt, dass er den Becher reicht in Pharaos Hand; ^22aber den obersten Baecker liess er henken, wie ihnen Joseph gedeutet hatte. ^23Aber der oberste Schenke gedachte nicht an Joseph, sondern vergass ihn. __________________________________________________________________ Kapitel 41 ^1Und nach zwei Jahren hatte Pharao einen Traum, wie er stuende am Nil ^2und saehe aus dem Wasser steigen sieben schoene, fette Kuehe; die gingen auf der Weide im Grase. ^3Nach diesen sah er andere sieben Kuehe aus dem Wasser aufsteigen; die waren haesslich und mager und traten neben die Kuehe an das Ufer am Wasser. ^4Und die haesslichen und mageren frassen die sieben schoenen, fetten Kuehe. Da erwachte Pharao. ^5Und er schlief wieder ein, und ihn traeumte abermals, und er sah, dass sieben Aehren wuchsen an einem Halm, voll und dick. ^6Darnach sah er sieben duennen Aehren aufgehen, die waren vom Ostwind versengt. ^7Und die sieben mageren Aehren verschlangen die sieben dicken und vollen Aehren. Da erwachte Pharao und merkte, dass es ein Traum war. ^8Und da es Morgen ward, war sein Geist bekuemmert; und er schickte aus und liess rufen alle Wahrsager in Aegypten und alle Weisen und erzaehlte ihnen seine Traeume. Aber da war keiner, der sie dem Pharao deuten konnte. ^9Da redete der oberste Schenke zu Pharao und sprach: Ich gedenke heute an meine Suenden. ^10Da Pharao zornig ward ueber seine Knechte, und mich mit dem obersten Baecker ins Gefaengnis legte in des Hauptmanns Hause, ^11da traeumte uns beiden in einer Nacht, einem jeglichen sein Traum, des Deutung ihn betraf. ^12Da war bei uns ein hebraeischer Juengling, des Hauptmanns Knecht, dem erzaehlten wir's. Und er deutete uns unsere Traeume, einem jeglichen seinen Traum. ^13Und wie er uns deutete, so ist's ergangen; denn ich bin wieder in mein Amt gesetzt, und jener ist gehenkt. ^14Da sandte Pharao hin und liess Joseph rufen; und sie liessen ihn eilend aus dem Gefaengnis. Und er liess sich scheren und zog andere Kleider an und kam hinein zu Pharao. ^15Da sprach Pharao zu ihm: Mir hat ein Traum getraeumt, und ist niemand, der ihn deuten kann; ich habe aber gehoert von dir sagen, wenn du einen Traum hoerst, so kannst du ihn deuten. ^16Joseph antwortete Pharao und sprach: Das steht bei mir nicht; Gott wird doch Pharao Gutes weissagen. ^17Pharao sprach zu Joseph: Mir traeumte ich stand am Ufer bei dem Wasser ^18und sah aus dem Wasser steigen sieben schoene, fette Kuehe; die gingen auf der Weide im Grase. ^19Und nach ihnen sah ich andere sieben, duerre, sehr haessliche und magere Kuehe heraussteigen. Ich habe in ganz Aegyptenland nicht so haessliche gesehen. ^20Und die sieben mageren und haesslichen Kuehe frassen auf die sieben ersten, fetten Kuehe. ^21Und da sie sie hineingefressen hatten, merkte man's nicht an ihnen, dass sie die gefressen hatten, und waren haesslich gleich wie vorhin. Da wachte ich auf. ^22Und ich sah abermals in einen Traum sieben Aehren auf einem Halm wachsen, voll und dick. ^23Darnach gingen auf sieben duerre Aehren, duenn und versengt. ^24Und die sieben duennen Aehren verschlangen die sieben dicken Aehren. Und ich habe es den Wahrsagern gesagt; aber die koennen's mir nicht deuten. ^25Joseph antwortete Pharao: Beide Traeume Pharaos sind einerlei. Gott verkuendigt Pharao, was er vorhat. ^26Die sieben schoenen Kuehe sind sieben Jahre, und die sieben guten Aehren sind auch die sieben Jahre. Es ist einerlei Traum. ^27Die sieben mageren und haesslichen Kuehe, die nach jenen aufgestiegen sind, das sind sieben Jahre; und die sieben mageren und versengten Aehren sind sieben Jahre teure Zeit. ^28Das ist nun, wie ich gesagt habe zu Pharao, dass Gott Pharao zeigt, was er vorhat. ^29Siehe, sieben reiche Jahre werden kommen in ganz Aegyptenland. ^30Und nach denselben werden sieben Jahre teure Zeit kommen, dass man vergessen wird aller solcher Fuelle in Aegyptenland; und die teure Zeit wird das Land verzehren, ^31dass man nichts wissen wird von der Fuelle im Lande vor der teuren Zeit, die hernach kommt; denn sie wird sehr schwer sein. ^32Dass aber dem Pharao zum andernmal getraeumt hat, bedeutet, dass solches Gott gewiss und eilend tun wird. ^33Nun sehe Pharao nach einem verstaendigen und weisen Mann, den er ueber Aegyptenland setze, ^34und schaffe, dass er Amtleute verordne im Lande und nehme den Fuenften in Aegyptenland in den sieben reichen Jahren ^35und sammle alle Speise der guten Jahre, die kommen werden, dass sie Getreide aufschuetten in Pharaos Kornhaeuser zum Vorrat in den Staedten und es verwahren, ^36auf dass man Speise verordnet finde dem Lande in den sieben teuren Jahren, die ueber Aegyptenland kommen werden, dass nicht das Land vor Hunger verderbe. ^37Die Rede gefiel Pharao und allen seinen Knechten wohl. ^38Und Pharao sprach zu seinen Knechten: Wie koennten wir einen solchen Mann finden, in dem der Geist Gottes sei? ^39Und sprach zu Joseph: Weil dir Gott solches alles hat kundgetan, ist keiner so verstaendig und weise wie du. ^40Du sollst ueber mein Haus sein, und deinem Wort soll all mein Volk gehorsam sein; allein um den koeniglichen Stuhl will ich hoeher sein als du. ^41Und weiter sprach Pharao zu Joseph: Siehe, ich habe dich ueber ganz Aegyptenland gesetzt. ^42Und er tat seinen Ring von seiner Hand und gab ihn Joseph an seine Hand und kleidete ihn mit koestlicher Leinwand und hing eine goldene Kette an seinen Hals ^43und liess ihn auf seinem zweiten Wagen fahren und liess vor ihm ausrufen: Der ist des Landes Vater! und setzte ihn ueber ganz Aegyptenland. ^44Und Pharao sprach zu Joseph: Ich bin Pharao; ohne deinen Willen soll niemand seine Hand und Fuss regen in ganz Aegyptenland. ^45Und nannte ihn den heimlichen Rat und gab ihm ein Weib, Asnath, die Tochter Potipheras, des Priesters zu On. Also zog Joseph aus, das Land Aegypten zu besehen. ^46Und er war dreissig Jahre alt, da er vor Pharao stand, dem Koenig in Aegypten; und fuhr aus von Pharao und zog durch ganz Aegyptenland. ^47Und das Land trug in den sieben reichen Jahren die Fuelle; ^48und sie sammelten alle Speise der sieben Jahre, so im Lande Aegypten waren, und taten sie in die Staedte. Was fuer Speise auf dem Felde einer jeglichen Stadt umher wuchs, das taten sie hinein. ^49Also schuettete Joseph das Getreide auf, ueber die Massen viel wie Sand am Meer, also dass er aufhoerte es zu zaehlen; denn man konnte es nicht zaehlen. ^50Und Joseph wurden zwei Soehne geboren, ehe denn die teure Zeit kam, welche ihm gebar Asnath, Potipheras, des Priesters zu On, Tochter. ^51Und er hiess den ersten Manasse; denn Gott, sprach er, hat mich lassen vergessen alles meines Ungluecks und all meines Vaters Hauses. ^52Den andern hiess er Ephraim; denn Gott, sprach er, hat mich lassen wachsen in dem Lande meines Elends. ^53Da nun die sieben reichen Jahre um waren in Aegypten, ^54da fingen an die sieben teuren Jahre zu kommen, davon Joseph gesagt hatte. Und es ward eine Teuerung in allen Landen; aber in ganz Aegyptenland war Brot. ^55Da nun das ganze Aegyptenland auch Hunger litt, schrie das Volk zu Pharao um Brot. Aber Pharao sprach zu allen Aegyptern: Gehet hin zu Joseph; was euch der sagt, das tut. ^56Als nun im ganzen Lande Teuerung war, tat Joseph allenthalben Kornhaeuser auf und verkaufte den Aegyptern. Denn die Teuerung ward je laenger, je groesser im Lande. ^57Und alle Lande kamen nach Aegypten, zu kaufen bei Joseph; denn die Teuerung war gross in allen Landen. __________________________________________________________________ Kapitel 42 ^1Da aber Jakob sah, dass Getreide in Aegypten feil war, sprach er zu seinen Soehnen: Was sehet ihr euch lange um? ^2Siehe, ich hoere, es sei in Aegypten Getreide feil; zieht hinab und kauft uns Getreide, dass wir leben und nicht sterben. ^3Also zogen hinab zehn Brueder Josephs, dass sie in Aegypten Getreide kauften. ^4Aber den Benjamin, Josephs Bruder, liess Jakob nicht mit seinen Bruedern ziehen; denn er sprach: Es moechte ihm ein Unfall begegnen. ^5Also kamen die Kinder Israels, Getreide zu kaufen, samt anderen, die mit ihnen zogen; denn es war im Lande Kanaan auch teuer. ^6Aber Joseph war der Regent im Lande und verkaufte Getreide allem Volk im Lande. Da nun seine Brueder kamen, fielen sie vor ihm nieder zur Erde auf ihr Antlitz. ^7Und er sah sie an und kannte sie und stellte sich fremd gegen sie und redete hart mit ihnen und sprach zu ihnen: Woher kommt ihr? Sie sprachen: Aus dem Lande Kanaan, Speise zu kaufen. ^8Aber wiewohl er sie kannte, kannten sie ihn doch nicht. ^9Und Joseph gedachte an die Traeume, die ihm von ihnen getraeumt hatten, und sprach zu ihnen: Ihr seid Kundschafter und seid gekommen zu sehen, wo das Land offen ist. ^10Sie antworteten ihm: Nein, mein Herr; deine Knechte sind gekommen Speise zu kaufen. ^11Wir sind alle eines Mannes Soehne; wir sind redlich, und deine Knechte sind nie Kundschafter gewesen. ^12Er sprach zu ihnen: Nein, sondern ihr seid gekommen, zu ersehen, wo das Land offen ist. ^13Sie antworteten ihm: Wir, deine Knechte, sind zwoelf Brueder, eines Mannes Soehne im Lande Kanaan, und der juengste ist noch bei unserm Vater; aber der eine ist nicht mehr vorhanden. ^14Joseph sprach zu ihnen: Das ist's, was ich euch gesagt habe: Kundschafter seid ihr. ^15Daran will ich euch pruefen; bei dem Leben Pharaos! ihr sollt nicht von dannen kommen, es komme denn her euer juengster Bruder. ^16Sendet einen unter euch hin, der euren Bruder hole; ihr aber sollt gefangen sein. Also will ich pruefen eure Rede, ob ihr mit Wahrheit umgeht oder nicht. Denn wo nicht, so seid ihr, bei dem Leben Pharaos! Kundschafter. ^17Und er liess sie beisammen verwahren drei Tage lang. ^18Am dritten Tage aber sprach er zu ihnen: Wollt ihr leben, so tut also; denn ich fuerchte Gott. ^19Seid ihr redlich, so lasst eurer Brueder einen gebunden liegen in eurem Gefaengnis; ihr aber zieht hin und bringet heim, was ihr gekauft habt fuer den Hunger. ^20Und bringt euren juengsten Bruder zu mir, so will ich euren Worten glauben, dass ihr nicht sterben muesst. Und sie taten also. ^21Sie aber sprachen untereinander: Das haben wir uns an unserm Bruder verschuldet, dass wir sahen die Angst seiner Seele, da er uns anflehte, und wir wollten ihn nicht erhoeren; darum kommt nun diese Truebsal ueber uns. ^22Ruben antwortete ihnen und sprach: Sagte ich's euch nicht, da ich sprach: Versuendigt euch nicht an dem Knaben, und ihr wolltet nicht hoeren? Nun wird sein Blut gefordert. ^23Sie wussten aber nicht, dass es Joseph verstand; denn er redete mit ihnen durch einen Dolmetscher. ^24Und er wandte sich von ihnen und weinte. Da er nun sich wieder zu ihnen wandte und mit ihnen redete, nahm er aus ihnen Simeon und band ihn vor ihren Augen. ^25Und Joseph tat Befehl, dass man ihre Saecke mit Getreide fuellte und ihr Geld wiedergaebe, einem jeglichen in seinen Sack, dazu auch Zehrung auf den Weg; und man tat ihnen also. ^26Und sie luden ihre Ware auf ihre Esel und zogen von dannen. ^27Da aber einer seinen Sack auftat, dass er seinem Esel Futter gaebe in der Herberge, ward er gewahr seines Geldes, das oben im Sack lag, ^28und sprach zu seinen Bruedern: Mein Geld ist mir wieder geworden; siehe, in meinem Sack ist es. Da entfiel ihnen ihr Herz, und sie erschraken untereinander und sprachen: Warum hat uns Gott das getan? ^29Da sie nun heimkamen zu ihrem Vater Jakob ins Land Kanaan, sagten sie ihm alles, was ihnen begegnet war, und sprachen: ^30Der Mann, der im Lande Herr ist, redete hart mit uns und hielt uns fuer Kundschafter des Landes. ^31Und da wir ihm antworteten: Wir sind redlich und nie Kundschafter gewesen, ^32sondern zwoelf Brueder, unsers Vaters Soehne, einer ist nicht mehr vorhanden, und der juengste ist noch bei unserm Vater im Lande Kanaan, ^33sprach der Herr des Landes zu uns: Daran will ich merken, ob ihr redlich seid: Einen eurer Brueder lasst bei mir, und nehmt die Notdurft fuer euer Haus und zieht hin, ^34und bringt euren juengsten Bruder zu mir, so merke ich, dass ihr nicht Kundschafter, sondern redlich seid; so will ich euch euren Bruder geben, und ihr moegt im Lande werben. ^35Und da sie die Saecke ausschuetteten, fand ein jeglicher sein Buendlein Geld in seinem Sack. Und da sie sahen, dass es Buendlein ihres Geldes waren, erschraken sie samt ihrem Vater. ^36Da sprach Jakob, ihr Vater, zu ihnen: Ihr beraubt mich meiner Kinder; Joseph ist nicht mehr vorhanden, Simeon ist nicht mehr vorhanden, Benjamin wollt ihr hinnehmen; es geht alles ueber mich. ^37Ruben antwortete seinem Vater und sprach: Wenn ich dir ihn nicht wiederbringe, so erwuerge meine zwei Soehne; gib ihn nur in meine Hand, ich will ihn dir wiederbringen. ^38Er sprach: Mein Sohn soll nicht mit euch hinabziehen, denn sein Bruder ist tot, und er ist allein uebriggeblieben; wenn ihm ein Unfall auf dem Wege begegnete, den ihr reiset, wuerdet ihr meine grauen Haare mit Herzeleid in die Grube bringen. __________________________________________________________________ Kapitel 43 ^1Die Teuerung aber drueckte das Land. ^2Und da es verzehrt war, was sie an Getreide aus Aegypten gebracht hatten, sprach ihr Vater zu ihnen: Zieht wieder hin und kauft uns ein wenig Speise. ^3Da antwortete ihm Juda und sprach: Der Mann band uns das hart ein und sprach: Ihr sollt mein Angesicht nicht sehen, es sei denn euer Bruder mit euch. ^4Ist's nun, dass du unsern Bruder mit uns sendest, so wollen wir hinabziehen und dir zu essen kaufen. ^5Ist's aber, dass du ihn nicht sendest, so ziehen wir nicht hinab. Denn der Mann hat gesagt zu uns: Ihr sollt mein Angesicht nicht sehen, euer Bruder sei denn mit euch. ^6Israel sprach: Warum habt ihr so uebel an mir getan, dass ihr dem Mann ansagtet, dass ihr noch einen Bruder habt? ^7Sie antworteten: Der Mann forschte so genau nach uns und unsrer Freundschaft und sprach: Lebt euer Vater noch? Habt ihr auch noch einen Bruder? Da sagten wir ihm, wie er uns fragte. Wie konnten wir wissen, dass er sagen wuerde: Bringt euren Bruder mit hernieder? ^8Da sprach Juda zu Israel, seinem Vater: Lass den Knaben mit mir ziehen, dass wir uns aufmachen und reisen, und leben und nicht sterben, wir und du und unsre Kindlein. ^9Ich will Buerge fuer ihn sein, von meinen Haenden sollst du ihn fordern. Wenn ich dir ihn nicht wiederbringe und vor deine Augen stelle, so will ich mein Leben lang die Schuld tragen. ^10Denn wo wir nicht haetten verzogen, waeren wir schon wohl zweimal wiedergekommen. ^11Da sprach Israel, ihr Vater, zu ihnen: Muss es denn ja also sein, so tut's und nehmt von des Landes besten Fruechten in eure Saecke und bringt dem Manne Geschenke hinab: ein wenig Balsam und Honig, Wuerze und Myrrhe, Datteln und Mandeln. ^12Nehmt auch anderes Geld mit euch; und das Geld, das euch oben in euren Saecken wieder geworden ist, bringt auch wieder mit euch. Vielleicht ist ein Irrtum da geschehen. ^13Dazu nehmt euren Bruder, macht euch auf und kommt wieder zu dem Manne. ^14Aber der allmaechtige Gott gebe euch Barmherzigkeit vor dem Manne, dass er euch lasse euren andern Bruder und Benjamin. Ich aber muss sein wie einer, der seiner Kinder gar beraubt ist. ^15Da nahmen sie diese Geschenke und das Geld zwiefaeltig mit sich und Benjamin, machten sich auf, zogen nach Aegypten und traten vor Joseph. ^16Da sah sie Joseph mit Benjamin und sprach zu seinem Haushalter: Fuehre diese Maenner ins Haus und schlachte und richte zu; denn sie sollen zu Mittag mit mir essen. ^17Und der Mann tat, wie ihm Joseph gesagt hatte, und fuehrte die Maenner in Josephs Haus. ^18Sie fuerchteten sich aber, dass sie in Josephs Haus gefuehrt wurden und sprachen: Wir sind hereingefuehrt um des Geldes willen, das wir in unsern Saecken das erstemal wiedergefunden haben, dass er's auf uns bringe und faelle ein Urteil ueber uns, damit er uns nehme zu eigenen Knechten samt unsern Eseln. ^19Darum traten sie zu Josephs Haushalter und redeten mit ihm vor der Haustuer ^20und sprachen: Mein Herr, wir sind das erstemal herabgezogen Speise zu kaufen, ^21und da wir in die Herberge kamen und unsere Saecke auftaten, siehe, da war eines jeglichen Geld oben in seinem Sack mit voelligem Gewicht; darum haben wir's wieder mit uns gebracht, ^22haben auch anderes Geld mit uns hergebracht, Speise zu kaufen; wir wissen aber nicht, wer uns unser Geld in unsre Saecke gesteckt hat. ^23Er aber sprach: Gehabt euch wohl, fuerchtet euch nicht. Euer Gott hat euch einen Schatz gegeben in eure Saecke. Euer Geld ist mir geworden. Und er fuehrte Simeon zu ihnen heraus ^24und fuehrte sie in Josephs Haus, gab ihnen Wasser, dass sie ihre Fuesse wuschen, und gab ihren Eseln Futter. ^25Sie aber bereiteten das Geschenk zu, bis das Joseph kam auf den Mittag; denn sie hatten gehoert, dass sie daselbst das Brot essen sollten. ^26Da nun Joseph zum Hause einging, brachten sie ihm ins Haus das Geschenk in ihren Haenden und fielen vor ihm nieder zur Erde. ^27Er aber gruesste sie freundlich und sprach: Geht es eurem Vater, dem Alten, wohl, von dem ihr mir sagtet? Lebt er noch? ^28Sie antworteten: Es geht deinem Knechte, unserm Vater, wohl, und er lebt noch. Und sie neigten sich und fielen vor ihm nieder. ^29Und er hob seine Augen auf und sah seinen Bruder Benjamin, seiner Mutter Sohn, und sprach: Ist das euer juengster Bruder, von dem ihr mir sagtet? und sprach weiter: Gott sei dir gnaedig, mein Sohn! ^30Und Joseph eilte, denn sein Herz entbrannte ihm gegen seinen Bruder, und suchte, wo er weinte, und ging in seine Kammer und weinte daselbst. ^31Und da er sein Angesicht gewaschen hatte, ging er heraus und hielt sich fest und sprach: Legt Brot auf! ^32Und man trug ihm besonders auf und jenen auch besonders und den Aegyptern, die mit ihm assen auch besonders. Denn die Aegypter duerfen nicht Brot essen mit den Hebraeern, denn es ist ein Greuel vor ihnen. ^33Und man setzte sie ihm gegenueber, den Erstgeborenen nach seiner Erstgeburt und den Juengsten nach seiner Jugend. Des verwunderten sie sich untereinander. ^34Und man trug ihnen Essen vor von seinem Tisch; aber dem Benjamin ward fuenfmal mehr denn den andern. Und sie tranken und wurden froehlich mit ihm. __________________________________________________________________ Kapitel 44 ^1Und Joseph befahl seinem Haushalter und sprach: Fuelle den Maennern ihre Saecke mit Speise, soviel sie fuehren koennen, lege jeglichem sein Geld oben in seinen Sack; ^2und meinen silbernen Becher lege oben in des Juengsten Sack mit dem Gelde fuer das Getreide. Der tat, wie ihm Joseph gesagt hatte. ^3Des Morgens, da es licht ward, liessen sie die Maenner ziehen mit ihren Eseln. ^4Da sie aber zur Stadt hinaus waren und nicht ferne gekommen, sprach Joseph zu seinem Haushalter: Auf jage den Maennern nach! und wenn du sie ereilst, so sprich zu ihnen: Warum habt ihr Gutes mit Boesem vergolten? ^5Ist's nicht das, daraus mein Herr trinkt und damit er weissagt? Ihr habt uebel getan. ^6Und als er sie ereilte, redete er mit ihnen solche Worte. ^7Sie antworteten ihm: Warum redet mein Herr solche Worte? Es sei ferne von deinen Knechten, ein solches zu tun. ^8Siehe, das Geld, das wir fanden oben in unsern Saecken, haben wir wiedergebracht zu dir aus dem Lande Kanaan. Und wie sollten wir denn aus deines Herrn Hause gestohlen haben Silber und Gold? ^9Bei welchem er gefunden wird unter deinen Knechten, der sei des Todes; dazu wollen auch wir meines Herrn Knechte sein. ^10Er sprach: Ja, es sei, wie ihr geredet habt. Bei welchem er gefunden wird, der sei mein Knecht; ihr aber sollt ledig sein. ^11Und sie eilten, und ein jeglicher legte seinen Sack ab auf die Erde, und ein jeglicher tat seinen Sack auf. ^12Und er suchte und hob am Aeltesten an bis auf den Juengsten; da fand sich der Becher in Benjamins Sack. ^13Da zerrissen sie ihre Kleider und belud ein jeglicher seinen Esel und zogen wieder in die Stadt. ^14Und Juda ging mit seinen Bruedern in Josephs Haus, denn er war noch daselbst; und sie fielen vor ihm nieder auf die Erde. ^15Joseph aber sprach zu ihnen: Wie habt ihr das tun duerfen? Wisst ihr nicht, dass ein solcher Mann, wie ich, erraten koenne? ^16Juda sprach: Was sollen wir sagen meinem Herrn, oder wie sollen wir reden, und womit koennen wir uns rechtfertigen? Gott hat die Missetat deiner Knechte gefunden. Siehe da, wir und der, bei dem der Becher gefunden ist, sind meines Herrn Knechte. ^17Er aber sprach: Das sei ferne von mir, solches zu tun! Der Mann, bei dem der Becher gefunden ist, soll mein Knecht sein; ihr aber zieht hinauf mit Frieden zu eurem Vater. ^18Da trat Juda zu ihm und sprach: Mein Herr, lass deinen Knecht ein Wort reden vor den Ohren meines Herrn, und dein Zorn ergrimme nicht ueber deinen Knecht; denn du bist wie Pharao. ^19Mein Herr fragte seine Knechte und sprach: Habt ihr auch einen Vater oder Bruder? ^20Da antworteten wir: Wir haben einen Vater, der ist alt, und einen jungen Knaben, in seinem Alter geboren; und sein Bruder ist tot, und er ist allein uebriggeblieben von seiner Mutter, und sein Vater hat ihn lieb. ^21Da sprachst du zu deinen Knechten: Bringet ihn herab zu mir; ich will ihm Gnade erzeigen. ^22Wir aber antworteten meinem Herrn: Der Knabe kann nicht von seinem Vater kommen; wo er von ihm kaeme, wuerde er sterben. ^23Da sprachst du zu deinen Knechten: Wo euer juengster Bruder nicht mit euch herkommt, sollt ihr mein Angesicht nicht mehr sehen. ^24Da zogen wir hinauf zu deinem Knecht, unserm Vater, und sagten ihm meines Herrn Rede. ^25Da sprach unser Vater: Zieht wieder hin und kauft uns ein wenig Speise. ^26Wir aber sprachen: wir koennen nicht hinabziehen, es sei denn unser juengster Bruder mit uns, so wollen wir hinabziehen; denn wir koennen des Mannes Angesicht nicht sehen, wenn unser juengster Bruder nicht mit uns ist. ^27Da sprach dein Knecht, mein Vater, zu uns: Ihr wisset, dass mir mein Weib zwei Soehne geboren hat; ^28einer ging hinaus von mir, und man sagte: Er ist zerrissen; und ich habe ihn nicht gesehen bisher. ^29Werdet ihr diesen auch von mir nehmen und widerfaehrt ihm ein Unfall, so werdet ihr meine grauen Haare mit Jammer hinunter in die Grube bringen. ^30Nun, so ich heimkaeme zu deinem Knecht, meinem Vater, und der Knabe waere nicht mit uns, an des Seele seine Seele hanget, ^31so wird's geschehen, wenn er sieht, dass der Knabe nicht da ist, dass er stirbt; so wuerden wir, deine Knechte, die grauen Haare deines Knechtes, unsers Vaters, mit Herzeleid in die Grube bringen. ^32Denn ich, dein Knecht, bin Buerge geworden fuer den Knaben gegen meinen Vater und sprach: Bringe ich ihn dir nicht wieder, so will ich mein Leben lang die Schuld tragen. ^33Darum lass deinen Knecht hier bleiben an des Knaben Statt zum Knecht meines Herrn und den Knaben mit seinen Bruedern hinaufziehen. ^34Denn wie soll ich hinaufziehen zu meinem Vater, wenn der Knabe nicht mit mir ist? Ich wuerde den Jammer sehen muessen, der meinem Vater begegnen wuerde. __________________________________________________________________ Kapitel 45 ^1Da konnte sich Joseph nicht laenger enthalten vor allen, die um ihn her standen, und er rief: Lasst jedermann von mir hinausgehen! Und kein Mensch stand bei ihm, da sich Joseph seinen Bruedern zu erkennen gab. ^2Und er weinte laut, dass es die Aegypter und das Gesinde des Pharao hoerten, ^3und sprach zu seinen Bruedern: Ich bin Joseph. Lebt mein Vater noch? und seine Brueder konnten ihm nicht antworten, so erschraken sie vor seinem Angesicht. ^4Er aber sprach zu seinen Bruedern: Tretet doch her zu mir! Und sie traten herzu. Und er sprach: Ich bin Joseph euer Bruder, den ihr nach Aegypten verkauft habt. ^5Und nun bekuemmert euch nicht und denkt nicht, dass ich darum zuerne, dass ihr mich hierher verkauft habt; denn um eures Lebens willen hat mich Gott vor euch her gesandt. ^6Denn dies sind zwei Jahre, dass es teuer im Lande ist; und sind noch fuenf Jahre, dass kein Pfluegen und Ernten sein wird. ^7Aber Gott hat mich vor euch her gesandt, dass er euch uebrig behalte auf Erden und euer Leben errette durch eine grosse Errettung. ^8Und nun, ihr habt mich nicht hergesandt, sondern Gott, der hat mich Pharao zum Vater gesetzt und zum Herrn ueber all sein Haus und zum Fuersten in ganz Aegyptenland. ^9Eilet nun und zieht hinauf zu meinem Vater und sagt ihm: Das laesst dir Joseph, dein Sohn, sagen: Gott hat mich zum Herrn in ganz Aegypten gesetzt; komm herab zu mir, saeume nicht; ^10du sollst im Lande Gosen wohnen und nahe bei mir sein, du und deine Kinder und deine Kindeskinder, dein kleines und dein grosses Vieh und alles, was du hast. ^11Ich will dich daselbst versorgen; denn es sind noch fuenf Jahre der Teuerung, auf dass du nicht verderbest mit deinem Hause und allem, was du hast. ^12Siehe, eure Augen sehen und die Augen meines Bruders Benjamin, dass ich muendlich mit euch rede. ^13Verkuendigt meinem Vater alle meine Herrlichkeit in Aegypten und alles, was ihr gesehen habt; eilt und kommt hernieder mit meinem Vater hierher. ^14Und er fiel seinem Bruder Benjamin um den Hals und weinte; und Benjamin weinte auch an seinem Halse. ^15Und er kuesste alle seine Brueder und weinte ueber ihnen. Darnach redeten seine Brueder mit ihm. ^16Und da das Geruecht kam in Pharaos Haus, dass Josephs Brueder gekommen waeren, gefiel es Pharao wohl und allen seinen Knechten. ^17Und Pharao sprach zu Joseph: Sage deinen Bruedern: Tut also, beladet eure Tiere, zieht hin; ^18und wenn ihr kommt ins Land Kanaan, so nehmt euren Vater und alle die Euren und kommt zu mir; ich will euch Gueter geben in Aegyptenland, dass ihr essen sollt das Mark im Lande; ^19und gebiete ihnen: Tut also, nehmet Wagen fuer eure Kinder und Weiber und fuehret euren Vater und kommt; ^20und sehet euren Hausrat nicht an; denn die Gueter des ganzen Landes Aegypten sollen euer sein. ^21Die Kinder Israels taten also. Und Joseph gab ihnen Wagen nach dem Befehl Pharaos und Zehrung auf den Weg ^22und gab ihnen allen, einem jeglichem, ein Feierkleid; aber Benjamin gab er dreihundert Silberlinge und fuenf Feierkleider. ^23Und seinem Vater sandte er dabei zehn Esel, mit Gut aus Aegypten beladen, und zehn Eselinnen mit Getreide und Brot und Speise seinem Vater auf den Weg. ^24Also liess er seine Brueder von sich, und sie zogen hin; und er sprach zu ihnen: Zanket nicht auf dem Wege! ^25Also zogen sie hinauf von Aegypten und kamen ins Land Kanaan zu ihrem Vater Jakob ^26und verkuendigten ihm und sprachen: Joseph lebt noch und ist Herr im ganzen Aegyptenland. Aber sein Herz dachte gar viel anders, denn er glaubte ihnen nicht. ^27Da sagten sie ihm alle Worte Josephs, die er zu ihnen gesagt hatte. Und da er sah die Wagen, die ihm Joseph gesandt hatte, ihn zu fuehren, ward der Geist Jakobs, ihres Vaters, lebendig, ^28und Israel sprach: Ich habe genug, dass mein Sohn noch lebt; ich will hin und ihn sehen, ehe ich sterbe. __________________________________________________________________ Kapitel 46 ^1Israel zog hin mit allem, was er hatte. Und da er gen Beer-Seba kam, opferte er dem Gott seines Vaters Isaak. ^2Und Gott sprach zu ihm des Nachts im Gesicht: Jakob, Jakob! Er sprach: Hier bin ich. ^3Und er sprach: Ich bin Gott, der Gott deines Vaters; fuerchte dich nicht, nach Aegypten hinabzuziehen, denn daselbst will ich dich zum grossen Volk machen. ^4Ich will mit dir hinab nach Aegypten ziehen und will dich auch wieder herauffuehren; und Joseph soll seine Haende auf deine Augen legen. ^5Da machte sich Jakob auf von Beer-Seba; und die Kinder Israels fuehrten Jakob, ihren Vater, mit ihren Kindlein und Weibern auf den Wagen, die Pharao gesandt hatte, ihn zu fuehren, ^6und nahmen ihr Vieh und ihre Habe, die sie im Lande Kanaan erworben hatten, und kamen also nach Aegypten, Jakob und all sein Same mit ihm, ^7seine Soehne und seine Kindessoehne mit ihm, seine Toechter und seine Kindestoechter und all sein Same; die brachte er mit sich nach Aegypten. ^8Dies sind die Namen der Kinder Israel, die nach Aegypten kamen: Jakob, und seine Soehne. Der erstgeborene Sohn Jakobs, Ruben. ^9Die Kinder Rubens: Henoch, Pallu, Hezron und Charmi. ^10Die Kinder Simeons: Jemuel, Jamin, Ohad, Jachin, Zohar und Saul, der Sohn von dem kanaanitischen Weibe. ^11Die Kinder Levis: Gerson, Kahath und Merari. ^12Die Kinder Juda's: Ger, Onan, Sela, Perez und Serah. Aber Ger und Onan waren gestorben im Lande Kanaan. Die Kinder aber des Perez: Hezron und Hamul. ^13Die Kinder Isaschars: Thola, Phuva, Job und Simron. ^14Die Kinder Sebulons: Sered, Elon und Jahleel. ^15Das sind die Kinder von Lea, die sie Jakob gebar in Mesopotamien mit seiner Tochter Dina. Die machen allesamt mit Soehnen und Toechtern dreiunddreissig Seelen. ^16Die Kinder Gads: Ziphjon, Haggi, Suni, Ezbon, Eri, Arodi und Areli. ^17Die Kinder Assers: Jimna, Jiswa, Jiswi, Beria und Serah, ihre Schwester. Aber die Kinder Berias: Heber und Malchiel. ^18Das sind die Kinder von Silpa, die Laban gab Lea, seiner Tochter, und sie gebar Jakob diese sechzehn Seelen. ^19Die Kinder Rahels, des Weibes Jakobs: Joseph und Benjamin. ^20Und Joseph wurden geboren in Aegyptenland Manasse und Ephraim, die ihm gebar Asnath, die Tochter Potipheras, des Priesters zu On. ^21Die Kinder Benjamins: Bela, Becher, Asbel, Gera, Naaman, Ehi, Ros, Muppim, Huppim und Ard. ^22Das sind die Kinder von Rahel, die Jakob geboren sind, allesamt vierzehn Seelen. ^23Die Kinder Dans: Husim. ^24Die Kinder Naphthalis: Jahzeel, Guni, Jezer und Sillem. ^25Das sind die Kinder Bilhas, die Laban seiner Tochter Rahel gab, und sie gebar Jakob die sieben Seelen. ^26Alle Seelen, die mit Jakob nach Aegypten kamen, die aus seinen Lenden gekommen waren (ausgenommen die Weiber seiner Kinder), sind alle zusammen sechundsechzig Seelen, ^27Und die Kinder Josephs, die in Aegypten geboren sind, waren zwei Seelen, also dass alle Seelen des Hauses Jakobs, die nach Aegypten kamen, waren siebzig. ^28Und er sandte Juda vor sich hin zu Joseph, das dieser ihn anwiese zu Gosen; und sie kamen in das Land Gosen. ^29Da spannte Joseph seinen Wagen an und zog hinauf, seinem Vater Israel entgegen, nach Gosen. Und da er ihn sah, fiel er ihm um den Hals und weinte lange an seinem Halse. ^30Da sprach Israel zu Joseph: Ich will nun gerne sterben, nachdem ich dein Angesicht gesehen habe, dass du noch lebst. ^31Joseph sprach zu seinen Bruedern und seines Vaters Hause: Ich will hinaufziehen und Pharao ansagen und zu ihm sprechen: Meine Brueder und meines Vaters Haus sind zu mir gekommen aus dem Lande Kanaan, ^32und sind Viehhirten, denn es sind Leute, die mit Vieh umgehen; Ihr kleines und grosses Vieh und alles, was sie haben, haben sie mitgebracht. ^33Wenn euch nun Pharao wird rufen und sagen: Was ist eure Nahrung? ^34so sollt ihr sagen: Deine Knechte sind Leute, die mit Vieh umgehen, von unsrer Jugend auf bis her, beide, wir und unsre Vaeter, auf dass ihr wohnen moeget im Lande Gosen. Denn was Viehhirten sind, das ist den Aegyptern ein Greuel. __________________________________________________________________ Kapitel 47 ^1Da kam Joseph und sagte es Pharao an und sprach: Mein Vater und meine Brueder, ihr kleines und grosses Vieh und alles, was sie haben, sind gekommen aus dem Lande Kanaan; und siehe sie sind im Lande Gosen. ^2Und er nahm aus allen seinen Bruedern fuenf und stellte sie vor Pharao. ^3Da sprach Pharao zu seinen Bruedern: Was ist eure Nahrung? Sie antworteten: Deine Knechte sind Viehhirten, wir und unsere Vaeter; ^4und sagten weiter zu Pharao: Wir sind gekommen, bei euch zu wohnen im Lande; denn deine Knechte haben nicht Weide fuer ihr Vieh, so hart drueckt die Teuerung das Land Kanaan; so lass doch nun deine Knechte im Lande Gosen wohnen. ^5Pharao sprach zu Joseph: Es ist dein Vater und sind deine Brueder, die sind zu dir gekommen; ^6das Land Aegypten steht dir offen, lass sie am besten Ort des Landes wohnen, lass sie im Lande Gosen wohnen; und so du weisst, dass Leute unter ihnen sind, die tuechtig sind, so setze sie ueber mein Vieh. ^7Joseph brachte auch seinen Vater Jakob hinein und stellte ihn vor Pharao. Und Jakob segnete den Pharao. ^8Pharao aber fragte Jakob: Wie alt bist du? ^9Jakob sprach: Die Zeit meiner Wallfahrt ist hundertdreissig Jahre; wenig und boese ist die Zeit meines Lebens und langt nicht an die Zeit meiner Vaeter in ihrer Wallfahrt. ^10Und Jakob segnete den Pharao und ging heraus von ihm. ^11Aber Joseph schaffte seinem Vater und seinen Bruedern Wohnung und gab ihnen Besitz in Aegyptenland, am besten Ort des Landes, im Lande Raemses, wie Pharao geboten hatte. ^12Und er versorgte seinen Vater und seine Brueder und das ganze Haus seines Vaters mit Brot, einen jeglichen, nachdem er Kinder hatte. ^13Es war aber kein Brot in allen Landen; denn die Teuerung war sehr schwer, dass das Land Aegypten und Kanaan verschmachteten vor der Teuerung. ^14Und Joseph brachte alles Geld zusammen, das in Aegypten und Kanaan gefunden ward, um das Getreide, das sie kauften; und Joseph tat alles Geld in das Haus Pharaos. ^15Da nun Geld gebrach im Lande Aegypten und Kanaan, kamen alle Aegypter zu Joseph und sprachen: Schaffe uns Brot! Warum laesst du uns vor dir sterben, darum dass wir ohne Geld sind? ^16Joseph sprach: Schafft euer Vieh her, so will ich euch um das Vieh geben, weil ihr ohne Geld seid. ^17Da brachten sie Joseph ihr Vieh; und er gab ihnen Brot um ihre Pferde, Schafe, Rinder und Esel. Also ernaehrte er sie mit Brot das Jahr um all ihr Vieh. ^18Da das Jahr um war, kamen sie zu ihm im zweiten Jahr und sprachen zu ihm: Wir wollen unserm Herrn nicht verbergen, dass nicht allein das Geld sondern auch alles Vieh dahin ist zu unserm Herrn; und ist nichts mehr uebrig vor unserm Herrn denn unsre Leiber und unser Feld. ^19Warum laesst du uns vor dir sterben und unser Feld? Kaufe uns und unser Land ums Brot, dass wir und unser Land leibeigen seien dem Pharao; gib uns Samen, dass wir leben und nicht sterben und das Feld nicht wuest werde. ^20Also kaufte Joseph dem Pharao das ganze Aegypten. Denn die Aegypter verkauften ein jeglicher seinen Acker, denn die Teuerung war zu stark ueber sie. Und ward also das Land Pharao eigen. ^21Und er teilte das Volk aus in die Staedte, von einem Ende Aegyptens bis ans andere. ^22Ausgenommen der Priester Feld. Das kaufte er nicht; denn es war von Pharao fuer die Priester verordnet, dass sie sich naehren sollten von dem Verordneten, das er ihnen gegeben hatte; darum brauchten sie ihr Feld nicht zu verkaufen. ^23Da sprach Joseph zu dem Volk: Siehe, ich habe heute gekauft euch und euer Feld dem Pharao; siehe, da habt ihr Samen und besaeet das Feld. ^24Und von dem Getreide sollt ihr den Fuenften geben; vier Teile sollen euer sein, zu besaeen das Feld und zu eurer Speise und fuer euer Haus und eure Kinder. ^25Sie sprachen: Du hast uns am Leben erhalten; lass uns nur Gnade finden vor dir, unserm Herrn, so wollen wir gerne Pharao leibeigen sein. ^26Also machte Joseph ihnen ein Gesetz bis auf diesen Tag ueber der Aegypter Feld, den Fuenften Pharao zu geben; ausgenommen der Priester Feld, das ward dem Pharao nicht eigen. ^27Also wohnte Israel in Aegypten im Lande Gosen, und hatten's inne und wuchsen und mehrten sich sehr. ^28Und Jakob lebte siebzehn Jahre in Aegyptenland, dass sein ganzes Alter ward hundertsiebenundvierzig Jahre. ^29Da nun die Zeit herbeikam, dass Israel sterben sollte, rief er seinen Sohn Joseph und sprach zu ihm: Habe ich Gnade vor dir gefunden, so lege deine Hand unter meine Huefte, dass du mir die Liebe und Treue an mir tust und begrabest mich nicht in Aegypten; ^30sondern ich will liegen bei meinen Vaetern, und du sollst mich aus Aegypten fuehren und in ihrem Begraebnis begraben. Er sprach: Ich will tun, wie du gesagt hast. ^31Er aber sprach: So schwoere mir. Und er schwur ihm. Da neigte sich Israel zu Haeupten des Bettes. __________________________________________________________________ Kapitel 48 ^1Darnach ward Joseph gesagt: Siehe, dein Vater ist krank. Und er nahm mit sich seine beiden Soehne, Manasse und Ephraim. ^2Da ward's Jakob angesagt: Siehe, dein Sohn Joseph kommt zu dir. Und Israel machte sich stark und setzte sich im Bette ^3und sprach zu Joseph: Der allmaechtige Gott erschien mir zu Lus im Lande Kanaan und segnete mich ^4und sprach zu mir: Siehe, ich will dich wachsen lassen und mehren und will dich zum Haufen Volks machen und will dies Land zu eigen geben deinem Samen nach dir ewiglich. ^5So sollen nun deine zwei Soehne, Ephraim und Manasse, die dir geboren sind in Aegyptenland, ehe ich hereingekommen bin zu dir, mein sein gleich wie Ruben und Simeon. ^6Welche du aber nach ihnen zeugest, sollen dein sein und genannt werden nach dem Namen ihrer Brueder in deren Erbteil. ^7Und da ich aus Mesopotamien kam starb mir Rahel im Lande Kanaan auf dem Weg, da noch ein Feld Weges war gen Ephrath; und ich begrub sie daselbst an dem Wege Ephraths, das nun Bethlehem heisst. ^8Und Israel sah die Soehne Josephs und sprach: Wer sind die? ^9Joseph antwortete seinem Vater: Es sind meine Soehne, die mir Gott hier gegeben hat. Er sprach: Bringe sie her zu mir, dass ich sie segne. ^10Denn die Augen Israels waren dunkel geworden vor Alter, und er konnte nicht wohl sehen. Und er brachte sie zu ihm. Er aber kuesste sie und herzte sie ^11und sprach zu Joseph: Siehe, ich habe dein Angesicht gesehen, was ich nicht gedacht haette; und siehe, Gott hat mich auch deinen Samen sehen lassen. ^12Und Joseph nahm sie von seinem Schoss und neigte sich zur Erde gegen sein Angesicht. ^13Da nahm sie Joseph beide, Ephraim in seine rechte Hand gegen Israels linke Hand und Manasse in seine Linke Hand gegen Israels rechte Hand, und brachte sie zu ihm. ^14Aber Israel streckte seine rechte Hand aus und legte sie auf Ephraims, des Juengeren, Haupt und seine linke auf Manasses Haupt und tat wissend also mit seinen Haenden, denn Manasse war der Erstgeborene. ^15Und er segnete Joseph und sprach: Der Gott, vor dem meine Vaeter, Abraham und Isaak, gewandelt haben, der Gott, der mein Hirte gewesen ist mein Leben lang bis auf diesen Tag, ^16der Engel, der mich erloest hat von allem Uebel, der segne diese Knaben, dass sie nach meiner Vaeter Abrahams und Isaaks, Namen genannt werden, dass sie wachsen und viel werden auf Erden. ^17Da aber Joseph sah, dass sein Vater die rechte Hand auf Ephraims Haupt legte, gefiel es ihm uebel, und er fasste seines Vaters Hand, dass er sie von Ephraim Haupt auf Manasses Haupt wendete, ^18und sprach zu ihm: Nicht so, mein Vater; dieser ist der Erstgeborene, lege deine rechte Hand auf sein Haupt. ^19Aber sein Vater weigerte sich und sprach: Ich weiss wohl, mein Sohn, ich weiss wohl. Dieser soll auch ein Volk werden und wird gross sein; aber sein juengerer Bruder wird groesser denn er werden, und sein Same wird ein grosses Volk werden. ^20Also segnete er sie des Tages und sprach: Wer in Israel will jemand segnen, der sage: Gott setze dich wie Ephraim und Manasse! und setzte also Ephraim Manasse vor. ^21Und Israel sprach zu Joseph: Siehe, ich sterbe; und Gott wird mit euch sein und wird euch wiederbringen in das Land eurer Vaeter. ^22Ich habe dir ein Stueck Land zu geben vor deinen Bruedern, das ich mit Schwert und Bogen aus der Amoriter Hand genommen habe. __________________________________________________________________ Kapitel 49 ^1Und Jakob berief seine Soehne und sprach: Versammelt euch, dass ich euch verkuendige, was euch begegnen wird in kuenftigen Zeiten. ^2Kommt zuhauf und hoeret zu, ihr Kinder Jakobs, und hoeret euren Vater Israel. ^3Ruben, mein erster Sohn bist du, meine Kraft, und der Erstling meiner Staerke, der Oberste in der Wuerde und der Oberste in der Macht. ^4Er fuhr leichtfertig dahin wie Wasser. Du sollst nicht der Oberste sein; denn du bist auf deines Vaters Lager gestiegen, daselbst hast du mein Bett entweiht mit dem Aufsteigen. ^5Die Brueder Simeon und Levi, ihre Schwerter sind moerderische Waffen. ^6Meine Seele komme nicht in ihren Rat, und meine Ehre sei nicht in ihrer Versammlung; denn in ihrem Zorn haben sie den Mann erwuergt, und in ihrem Mutwillen haben sie den Ochsen verlaehmt. ^7Verflucht sei ihr Zorn, dass er so heftig ist und ihr Grimm, dass er so stoerrig ist. Ich will sie zerteilen in Jakob und zerstreuen in Israel. ^8Juda, du bist's; dich werden deine Brueder loben. Deine Hand wird deinen Feinden auf dem Halse sein; vor dir werden deines Vaters Kinder sich neigen. ^9Juda ist ein junger Loewe. Du bist hoch gekommen, mein Sohn, durch grosse Siege. Er ist niedergekniet und hat sich gelagert wie ein Loewe und wie eine Loewin; wer will sich wider ihn auflehnen? ^10Es wird das Zepter von Juda nicht entwendet werden noch der Stab des Herrschers von seinen Fuessen, bis dass der Held komme; und demselben werden die Voelker anhangen. ^11Er wird sein Fuellen an den Weinstock binden und seiner Eselin Sohn an die edle Rebe. Er wird sein Kleid in Wein waschen und seinen Mantel im Weinbeerblut. ^12Seine Augen sind truebe vom Wein und seine Zaehne weiss von Milch. ^13Sebulon wird an der Anfurt des Meeres wohnen und an der Anfurt der Schiffe und reichen an Sidon. ^14Isaschar wird ein knochiger Esel sein und sich lagern zwischen den Huerden. ^15Und er sah die Ruhe, dass sie gut ist, und das Land, dass es lustig ist; da hat er seine Schultern geneigt, zu tragen, und ist ein zinsbarer Knecht geworden. ^16Dan wird Richter sein in seinem Volk wie ein ander Geschlecht in Israel. ^17Dan wird eine Schlange werden auf dem Wege und eine Otter auf dem Steige und das Pferd in die Ferse beissen, dass sein Reiter zurueckfalle. ^18HERR, ich warte auf dein Heil! ^19Gad wird gedraengt werden von Kriegshaufen, er aber draengt sie auf der Ferse. ^20Von Asser kommt sein fettes Brot, und er wird den Koenigen leckere Speise geben. ^21Naphthali ist ein schneller Hirsch und gibt schoene Rede. ^22Joseph wird wachsen, er wird wachsen wie ein Baum an der Quelle, dass die Zweige emporsteigen ueber die Mauer. ^23Und wiewohl ihn die Schuetzen erzuernen und wider ihn kriegen und ihn verfolgen, ^24so bleibt doch sein Bogen fest und die Arme seiner Haende stark durch die Haende des Maechtigen in Jakob, durch ihn, den Hirten und Stein Israels. ^25Von deines Vaters Gott ist dir geholfen, und von dem Allmaechtigen bist du gesegnet mit Segen oben vom Himmel herab, mit Segen von der Tiefe, die unten liegt, mit Segen der Brueste und des Mutterleibes. ^26Die Segen deines Vaters gehen staerker denn die Segen meiner Voreltern, nach Wunsch der Hohen in der Welt, und sollen kommen auf das Haupt Josephs und auf den Scheitel des Geweihten unter seinen Bruedern. ^27Benjamin ist ein reissender Wolf; des Morgens wird er Raub fressen, und des Abends wird er Beute austeilen. ^28Das sind die zwoelf Staemme Israels alle, und das ist's was ihr Vater mit ihnen geredet hat, da er sie segnete, einen jeglichen mit einem besonderen Segen. ^29Und er gebot ihnen und sprach zu ihnen: Ich werde versammelt zu meinem Volk; begrabt mich zu meinen Vaetern in der Hoehle auf dem Acker Ephrons, des Hethiters, ^30in der zwiefachen Hoehle, die gegenueber Mamre liegt, im Lande Kanaan, die Abraham kaufte samt dem Acker von Ephron, dem Hethiter, zum Erbbegraebnis. ^31Daselbst haben sie Abraham begraben und Sara, sein Weib. Daselbst haben sie auch Isaak begraben und Rebekka, sein Weib. Daselbst habe ich auch Lea begraben, ^32in dem Acker und der Hoehle, die von den Kindern Heth gekauft ist. ^33Und da Jakob vollendet hatte die Gebote an seine Kinder, tat er seine Fuesse zusammen aufs Bett und verschied und ward versammelt zu seinem Volk. __________________________________________________________________ Kapitel 50 ^1Da fiel Joseph auf seines Vaters Angesicht und weinte ueber ihn und kuesste ihn. ^2Und Joseph befahl seinen Knechten, den Aerzten, das sie seinen Vater salbten. Und die Aerzte salbten Israel, ^3bis dass vierzig Tage um waren; denn so lange waehren die Salbetage. Und die Aegypter beweinten ihn siebzig Tage. ^4Da nun die Leidtage aus waren, redete Joseph mit Pharaos Gesinde und sprach: Habe ich Gnade vor euch gefunden, so redet mit Pharao und sprecht: ^5Mein Vater hat einen Eid von mir genommen und gesagt: Siehe, ich sterbe; begrabe mich in meinem Grabe, das ich mir im Lande Kanaan gegraben habe. So will ich nun hinaufziehen und meinen Vater begraben und wiederkommen. ^6Pharao sprach: Zieh hinauf und begrabe deinen Vater, wie du ihm geschworen hast. ^7Also zog Joseph hinauf, seinen Vater zu begraben. Und es zogen mit ihm alle Knechte Pharaos, die Aeltesten seines Hauses und alle Aeltesten des Landes Aegypten, ^8dazu das ganze Gesinde Josephs und seine Brueder und das Gesinde seines Vaters. Allein ihre Kinder, Schafe und Ochsen liessen sie im Lande Gosen. ^9Und es zogen mit ihm hinauf Wagen und Reisige, und war ein sehr grosses Heer. ^10Da sie nun an die Tenne Atad kamen, die jenseit des Jordans liegt, da hielten sie eine gar grosse und bittere Klage; und er trug ueber seinen Vater Leid sieben Tage. ^11Und da die Leute im Lande, die Kanaaniter, die Klage bei der Tenne Atad sahen, sprachen sie: Die Aegypter halten da grosse Klage. Daher heisst man den Ort: Der Aegypter Klage, welcher liegt jenseit des Jordans. ^12Und seine Kinder taten, wie er ihnen befohlen hatte, ^13und fuehrten ihn ins Land Kanaan und begruben ihn in der zwiefachen Hoehle des Ackers, die Abraham erkauft hatte mit dem Acker zum Erbbegraebnis von Ephron, dem Hethiter, gegenueber Mamre. ^14Als sie ihn nun begraben hatten, zog Joseph wieder nach Aegypten mit seinen Bruedern und mit allen, die mit ihm hinaufgezogen waren, seinen Vater zu begraben. ^15Die Brueder aber Josephs fuerchteten sich, da ihr Vater gestorben war, und sprachen: Joseph moechte uns Gram sein und vergelten alle Bosheit, die wir an ihm getan haben. ^16Darum liessen sie ihm sagen: Dein Vater befahl vor seinem Tod und sprach: ^17Also sollt ihr Joseph sagen: Vergib doch deinen Bruedern die Missetat und ihre Suende, dass sie so uebel an dir getan haben. So vergib doch nun diese Missetat uns, den Dienern des Gottes deines Vaters. Aber Joseph weinte, da sie solches mit ihm redeten. ^18Und seine Brueder gingen hin und fielen vor ihm nieder und sprachen: Siehe, wir sind deine Knechte. ^19Joseph sprach zu ihnen: Fuerchtet euch nicht, denn ich bin unter Gott. ^20Ihr gedachtet's boese mit mir zu machen; aber Gott gedachte es gut zu machen, dass er taete, wie es jetzt am Tage ist, zu erhalten viel Volks. ^21So fuerchtet euch nun nicht; ich will euch versorgen und eure Kinder. Und er troestete sie und redete freundlich mit ihnen. ^22Also wohnte Joseph in Aegypten mit seines Vaters Hause und lebte hundertundzehn Jahre ^23und sah Ephraims Kinder bis ins dritte Glied. Auch wurden dem Machir, Manasses Sohn, Kinder geboren auf den Schoss Josephs. ^24Und Joseph sprach zu seinen Bruedern: Ich sterbe, und Gott wird euch heimsuchen und aus diesem Lande fuehren in das Land, das er Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat. ^25Darum nahm er einen Eid von den Kindern Israel und sprach: Wenn euch Gott heimsuchen wird, so fuehret meine Gebeine von dannen. ^26Also starb Joseph, da er war hundertundzehn Jahre alt. Und sie salbten ihn und legten ihn in eine Lade in Aegypten. __________________________________________________________________ Exodus __________________________________________________________________ Kapitel 1 ^1Dies sind die Namen der Kinder Israel, die mit Jakob nach Aegypten kamen; ein jeglicher kam mit seinem Hause hinein: ^2Ruben, Simeon, Levi, Juda, ^3Isaschar, Sebulon, Benjamin, ^4Dan, Naphthali, Gad, Asser. ^5Und aller Seelen, die aus den Lenden Jakobs gekommen waren, deren waren siebzig. Joseph aber war zuvor in Aegypten. ^6Da nun Joseph gestorben war und alle seine Brueder und alle, die zu der Zeit gelebt hatten, ^7wuchsen die Kinder Israel und zeugten Kinder und mehrten sich und wurden sehr viel, dass ihrer das Land voll ward. ^8Da kam ein neuer Koenig auf in Aegypten, der wusste nichts von Joseph ^9und sprach zu seinem Volk: Siehe, des Volks der Kinder Israel ist viel und mehr als wir. ^10Wohlan, wir wollen sie mit List daempfen, dass ihrer nicht so viel werden. Denn wo sich ein Krieg erhoebe, moechten sie sich auch zu unsern Feinden schlagen und wider uns streiten und zum Lande ausziehen. ^11Und man setzte Fronvoegte ueber sie, die sie mit schweren Diensten druecken sollten; denn man baute dem Pharao die Staedte Pithon und Raemses zu Vorratshaeusern. ^12Aber je mehr sie das Volk drueckten, je mehr es sich mehrte und ausbreitete. Und sie hielten die Kinder Israel wie einen Greuel. ^13Und die Aegypter zwangen die Kinder Israel zum Dienst mit Unbarmherzigkeit ^14und machten ihnen ihr Leben sauer mit schwerer Arbeit in Ton und Ziegeln und mit allerlei Froenen auf dem Felde und mit allerlei Arbeit, die sie ihnen auflegten mit Unbarmherzigkeit. ^15Und der Koenig in Aegypten sprach zu den hebraeischen Wehmuettern, deren eine hiess Siphra und die andere Pua: ^16Wenn ihr den hebraeischen Weibern helft, und auf dem Stuhl seht, dass es ein Sohn ist, so toetet ihn; ist's aber eine Tochter, so lasst sie leben. ^17Aber die Wehmuetter fuerchteten Gott und taten nicht, wie der Koenig von Aegypten ihnen gesagt hatte, sondern liessen die Kinder leben. ^18Da rief der Koenig in Aegypten die Wehmuetter und sprach zu ihnen: Warum tut ihr das, dass ihr die Kinder leben lasset? ^19Die Wehmuetter antworteten Pharao: Die hebraeischen Weiber sind nicht wie die aegyptischen, denn sie sind harte Weiber; ehe die Wehmutter zu ihnen kommt, haben sie geboren. ^20Darum tat Gott den Wehmuettern Gutes. Und das Volk mehrte sich und ward sehr viel. ^21Und weil die Wehmuetter Gott fuerchteten, baute er ihnen Haeuser. ^22Da gebot Pharao allem seinem Volk und sprach: Alle Soehne, die geboren werden, werft ins Wasser, und alle Toechter lasst leben. __________________________________________________________________ Kapitel 2 ^1Und es ging ein Mann vom Hause Levi und nahm eine Tochter Levi. ^2Und das Weib ward schwanger und gebar einen Sohn. Und da sie sah, dass es ein feines Kind war, verbarg sie ihn drei Monate. ^3Und da sie ihn nicht laenger verbergen konnte, machte sie ein Kaestlein von Rohr und verklebte es mit Erdharz und Pech und legte das Kind darein und legte ihn in das Schilf am Ufer des Wassers. ^4Aber seine Schwester stand von ferne, dass sie erfahren wollte, wie es ihm gehen wuerde. ^5Und die Tochter Pharaos ging hernieder und wollte baden im Wasser; und ihre Jungfrauen gingen an dem Rande des Wassers. Und da sie das Kaestlein im Schilf sah, sandte sie ihre Magd hin und liess es holen. ^6Und da sie es auftat, sah sie das Kind; und siehe, das Knaeblein weinte. Da jammerte es sie, und sprach: Es ist der hebraeischen Kindlein eins. ^7Da sprach seine Schwester zu der Tochter Pharaos: Soll ich hingehen und der hebraeischen Weiber eine rufen, die da saeugt, dass sie dir das Kindlein saeuge? ^8Die Tochter Pharaos sprach zu ihr: Gehe hin. Die Jungfrau ging hin und rief des Kindes Mutter. ^9Da sprach Pharaos Tochter zu ihr: Nimm hin das Kindlein und saeuge mir's; ich will dir lohnen. Das Weib nahm das Kind und saeugte es. ^10Und da das Kind gross war, brachte sie es der Tochter Pharaos, und es ward ihr Sohn, und sie hiess ihn Mose; denn sie sprach: Ich habe ihn aus dem Wasser gezogen. ^11Zu den Zeiten, da Mose war gross geworden, ging er aus zu seinen Bruedern und sah ihre Last und ward gewahr, dass ein Aegypter schlug seiner Brueder, der Hebraeischen, einen. ^12Und er wandte sich hin und her, und da er sah, dass kein Mensch da war, erschlug er den Aegypter und scharrte ihn in den Sand. ^13Auf einen andern Tag ging er auch aus und sah zwei hebraeische Maenner sich miteinander zanken und sprach zu dem Ungerechten: Warum schlaegst du deinen Naechsten? ^14Er aber sprach: Wer hat dich zum Obersten oder Richter ueber uns gesetzt? Willst du mich auch erwuergen, wie du den Aegypter erwuergt hast? Da fuerchtete sich Mose und sprach: Wie ist das laut geworden? ^15Und es kam vor Pharao; der trachtete nach Mose, dass er ihn erwuergte. Aber Mose floh vor Pharao und blieb im Lande Midian und wohnte bei einem Brunnen. ^16Der Priester aber von Midian hatte sieben Toechter; die kamen, Wasser zu schoepfen, und fuellten die Rinnen, dass sie ihres Vaters Schafe traenkten. ^17Da kamen die Hirten und stiessen sie davon. Aber Mose machte sich auf und half ihnen und traenkte ihre Schafe. ^18Und da sie zu ihrem Vater Reguel kamen, sprach er: Wie seid ihr heute so bald gekommen? ^19Sie sprachen: Ein aegyptischer Mann errettete uns von den Hirten und schoepfte uns und traenkte die Schafe. ^20Er sprach zu seinen Toechtern: Wo ist er? Warum habt ihr den Mann gelassen, dass ihr ihn nicht ludet, mit uns zu essen? ^21Und Mose willigte darein, bei dem Manne zu bleiben. Und er gab Mose seine Tochter Zippora. ^22Die gebar einen Sohn; und er hiess ihn Gersom; denn er sprach: Ich bin ein Fremdling geworden im fremden Lande. ^23Lange Zeit aber darnach starb der Koenig in Aegypten. Und die Kinder Israel seufzten ueber ihre Arbeit und schrieen, und ihr Schreien ueber ihre Arbeit kam vor Gott. ^24Und Gott erhoerte ihr Wehklagen und gedachte an seinen Bund mit Abraham, Isaak und Jakob; ^25und er sah darein und nahm sich ihrer an. __________________________________________________________________ Kapitel 3 ^1Mose aber huetete die Schafe Jethros, seines Schwiegervaters, des Priesters in Midian, und trieb die Schafe hinter die Wueste und kam an den Berg Gottes, Horeb. ^2Und der Engel des HERRN erschien ihm in einer feurigen Flamme aus dem Busch. Und er sah, dass der Busch mit Feuer brannte und ward doch nicht verzehrt; ^3und sprach: ich will dahin und beschauen dies grosse Gesicht, warum der Busch nicht verbrennt. ^4Da aber der HERR sah, dass er hinging, zu sehen, rief ihm Gott aus dem Busch und sprach: Mose, Mose! Er antwortete: Hier bin ich. ^5Er sprach: Tritt nicht herzu, zieh deine Schuhe aus von deinen Fuessen; denn der Ort, darauf du stehst, ist ein heilig Land! ^6Und sprach weiter: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Und Mose verhuellte sein Angesicht; denn er fuerchtete sich Gott anzuschauen. ^7Und der HERR sprach: Ich habe gesehen das Elend meines Volkes in Aegypten und habe ihr Geschrei gehoert ueber die, so sie draengen; ich habe ihr Leid erkannt ^8und bin herniedergefahren, dass ich sie errette von der Aegypter Hand und sie ausfuehre aus diesem Lande in ein gutes und weites Land, in ein Land, darin Milch und Honig fliesst, an den Ort der Kanaaniter, Hethiter, Amoriter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter. ^9Weil nun das Geschrei der Kinder Israel vor mich gekommen ist, und ich auch dazu ihre Angst gesehen habe, wie die Aegypter sie aengsten, ^10so gehe nun hin, ich will dich zu Pharao senden, dass du mein Volk, die Kinder Israel, aus Aegypten fuehrest. ^11Mose sprach zu Gott: Wer bin ich, dass ich zu Pharao gehe und fuehre die Kinder Israel aus Aegypten? ^12Er sprach: Ich will mit dir sein. Und das soll dir ein Zeichen sein, dass ich dich gesandt habe: Wenn du mein Volk aus Aegypten gefuehrt hast, werdet ihr Gott opfern auf diesem Berge. ^13Mose sprach zu Gott: Siehe, wenn ich zu den Kindern Israel komme und spreche zu ihnen: Der Gott eurer Vaeter hat mich zu euch gesandt, und sie mir sagen werden: Wie heisst sein Name? was soll ich ihnen sagen? ^14Gott sprach zu Mose: ICH WERDE SEIN, DER ICH SEIN WERDE. Und sprach: Also sollst du den Kindern Israel sagen: ICH WERDE SEIN hat mich zu euch gesandt. ^15Und Gott sprach weiter zu Mose: Also sollst du den Kindern Israel sagen: Der HERR, eurer Vaeter Gott, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name ewiglich, dabei soll man mein Gedenken fuer und fuer. ^16Darum so gehe hin und versammle die Aeltesten in Israel und sprich zu ihnen: Der HERR, euer Vaeter Gott, ist mir erschienen, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs, und hat gesagt: Ich habe euch heimgesucht, und gesehen, was euch in Aegypten widerfahren ist, ^17und habe gesagt: ich will euch aus dem Elend Aegyptens fuehren in das Land der Kanaaniter, Hethiter, Amoriter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter, in das Land, darin Milch und Honig fliesst. ^18Und wenn sie deine Stimme hoeren, so sollst du und die Aeltesten in Israel hineingehen zum Koenig in Aegypten und zu ihm sagen: Der HERR, der Hebraeer Gott, hat uns gerufen. So lass uns nun gehen drei Tagereisen in die Wueste, dass wir opfern unserm Gott. ^19Aber ich weiss, dass euch der Koenig in Aegypten nicht wird ziehen lassen, ausser durch eine starke Hand. ^20Denn ich werde meine Hand ausstrecken und Aegypten schlagen mit allerlei Wundern, die ich darin tun werde. Darnach wird er euch ziehen lassen. ^21Und ich will diesem Volk Gnade geben vor den Aegyptern, dass, wenn ihr auszieht, ihr nicht leer auszieht; ^22sondern ein jeglich Weib soll von ihrer Nachbarin und Hausgenossin fordern silberne und goldene Gefaesse und Kleider; die sollt ihr auf eure Soehne und Toechter legen und von den Aegyptern zur Beute nehmen. __________________________________________________________________ Kapitel 4 ^1Mose antwortete und sprach: Siehe, sie werden mir nicht glauben noch meine Stimme hoeren, sondern werden sagen: Der HERR ist dir nicht erschienen. ^2Der HERR sprach zu ihm: Was ist's, was du in deiner Hand hast? Er sprach: Ein Stab. ^3Er sprach: Wirf ihn vor dir auf die Erde. Und er warf ihn von sich; da ward er zur Schlange, und Mose floh vor ihr. ^4Aber der HERR sprach zu ihm: Strecke deine Hand aus und erhasche sie bei dem Schwanz. Da streckte er seine Hand aus und hielt sie, und sie ward zum Stab in seiner Hand. ^5Darum werden sie glauben, dass dir erschienen sei der HERR, der Gott ihrer Vaeter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs. ^6Und der HERR sprach weiter zu ihm: Stecke deine Hand in deinen Busen. Und er steckte seine Hand in seinen Busen und zog sie wieder heraus; siehe, da war aussaetzig wie Schnee. ^7Und er sprach: Tue sie wieder in deinen Busen. Und er tat sie wieder in seinen Busen und zog sie heraus; siehe, da ward sie wieder wie sein anderes Fleisch. ^8Wenn sie dir nun nicht werden glauben noch deine Stimme hoeren bei dem einen Zeichen, so werden sie doch glauben deine Stimme bei dem andern Zeichen. ^9Wenn sie aber diesen zwei Zeichen nicht glauben werden noch deine Stimme hoeren, so nimm Wasser aus dem Strom und giess es auf das trockene Land, so wird das Wasser, das du aus dem Strom genommen hast, Blut werden auf dem trockenen Lande. ^10Mose aber sprach zu dem HERRN: Ach mein HERR, ich bin je und je nicht wohl beredt gewesen, auch nicht seit der Zeit, da du mit deinem Knecht geredet hast; denn ich habe eine schwere Sprache und eine schwere Zunge. ^11Der HERR sprach zu ihm: Wer hat dem Menschen den Mund geschaffen? Oder wer hat den Stummen oder Tauben oder Sehenden oder Blinden gemacht? Habe ich's nicht getan, der HERR? ^12So geh nun hin: Ich will mit deinem Munde sein und dich lehren, was du sagen sollst. ^13Mose sprach aber: Mein HERR, sende, welchen du senden willst. ^14Da ward der HERR sehr zornig ueber Mose und sprach: Weiss ich denn nicht, dass dein Bruder Aaron aus dem Stamm Levi beredt ist? und siehe, er wird herausgehen dir entgegen; und wenn er dich sieht, wir er sich von Herzen freuen. ^15Du sollst zu ihm reden und die Worte in seinen Mund legen. Und ich will mit deinem und seinem Munde sein und euch lehren, was ihr tun sollt. ^16Und er soll fuer dich zum Volk reden; er soll dein Mund sein, und du sollst sein Gott sein. ^17Und diesen Stab nimm in deine Hand, mit dem du die Zeichen tun sollst. ^18Mose ging hin und kam wieder zu Jethro, seinem Schwiegervater, und sprach zu ihm: Lass mich doch gehen, dass ich wieder zu meinen Bruedern komme, die in Aegypten sind, und sehe, ob sie noch leben. Jethro sprach zu ihm: Gehe hin mit Frieden. ^19Auch sprach der HERR zu ihm in Midian: Gehe hin und ziehe wieder nach Aegypten; denn die Leute sind tot, die nach deinem Leben standen. ^20Also nahm Mose sein Weib und seine Soehne und fuehrte sie auf einem Esel und zog wieder nach Aegyptenland und nahm den Stab Gottes in seine Hand. ^21Und der HERR sprach zu Mose: Siehe zu, wenn du wieder nach Aegypten kommst, dass du alle Wunder tust vor Pharao, die ich dir in deine Hand gegeben habe; aber ich will sein Herz verstocken, dass er das Volk nicht lassen wird. ^22Und du sollst zu ihm sagen: So sagt der HERR: Israel ist mein erstgeborener Sohn; ^23und ich gebiete dir, dass du meinen Sohn ziehen lassest, dass er mir diene. Wirst du dich des weigern, so will ich deinen erstgeborenen Sohn erwuergen. ^24Und als er unterwegs in der Herberge war, kam ihm der HERR entgegen und wollte ihn toeten. ^25Da nahm Zippora einen Stein und beschnitt ihrem Sohn die Vorhaut und ruehrte ihm seine Fuesse an und sprach: Du bist mir ein Blutbraeutigam. ^26Da liess er von ihm ab. Sie sprach aber Blutbraeutigam um der Beschneidung willen. ^27Und der HERR sprach zu Aaron: Gehe hin Mose entgegen in die Wueste. Und er ging hin und begegnete ihm am Berge Gottes und kuesste ihn. ^28Und Mose sagte Aaron alle Worte des HERRN, der ihn gesandt hatte, und alle Zeichen, die er ihm befohlen hatte. ^29Und sie gingen hin und versammelten alle Aeltesten von den Kindern Israel. ^30Und Aaron redete alle Worte, die der HERR mit Mose geredet hatte, und er tat die Zeichen vor dem Volk. ^31Und das Volk glaubte. Und da sie hoerten, dass der HERR die Kinder Israel heimgesucht und ihr Elend angesehen haette, neigten sie sich und beteten an. __________________________________________________________________ Kapitel 5 ^1Darnach ging Mose und Aaron hinein und sprachen zu Pharao: So sagt der HERR, der Gott Israels: Lass mein Volk ziehen, dass mir's ein Fest halte in der Wueste. ^2Pharao antwortete: Wer ist der HERR, des Stimme ich hoeren muesse und Israel ziehen lassen? Ich weiss nichts von dem HERRN, will auch Israel nicht lassen ziehen. ^3Sie sprachen: Der Hebraeer Gott hat uns gerufen; so lass uns nun hinziehen drei Tagereisen in die Wueste und dem HERRN, unserm Gott, opfern, dass uns nicht widerfahre Pestilenz oder Schwert. ^4Da sprach der Koenig in Aegypten zu ihnen: Du Mose und Aaron, warum wollt ihr das Volk von seiner Arbeit frei machen? Gehet hin an eure Dienste! ^5Weiter sprach Pharao: Siehe, des Volks ist schon zuviel im Lande, und ihr wollt sie noch feiern heissen von ihrem Dienst! ^6Darum befahl Pharao desselben Tages den Voegten des Volks und ihren Amtleuten und sprach: ^7Ihr sollt dem Volk nicht mehr Stroh sammeln und geben, dass sie Ziegel machen wie bisher; lasst sie selbst hingehen, und Stroh zusammenlesen, ^8und die Zahl der Ziegel, die sie bisher gemacht haben, sollt ihr ihnen gleichwohl auflegen und nichts mindern; denn sie gehen muessig, darum schreien sie und sprechen: Wir wollen hinziehen und unserm Gott opfern. ^9Man druecke die Leute mit Arbeit, dass sie zu schaffen haben und sich nicht kehren an falsche Rede. ^10Da gingen die Voegte des Volkes und ihre Amtleute aus und sprachen zum Volk: So spricht Pharao: Man wird euch kein Stroh geben; ^11geht ihr selbst hin und sammelt euch Stroh, wo ihr's findet; aber von eurer Arbeit soll nichts gemindert werden. ^12Da zerstreute sich das Volk ins ganze Land Aegypten, dass es Stoppeln sammelte, damit sie Stroh haetten. ^13Und die Voegte trieben sie und sprachen: Erfuellet euer Tagewerk, gleich als da ihr Stroh hattet. ^14Und die Amtleute der Kinder Israel, welche die Voegte Pharaos ueber sie gesetzt hatten, wurden geschlagen, und ward zu ihnen gesagt: Warum habt ihr weder heute noch gestern euer gesetztes Tagewerk getan wie bisher? ^15Da gingen hinein die Amtleute der Kinder Israel und schrien zu Pharao: Warum willst du mit deinen Knechten also fahren? ^16Man gibt den Knechten kein Stroh, und sie sollen die Ziegel machen, die uns bestimmt sind; siehe deine Knechte werden geschlagen, und dein Volk muss schuldig sein. ^17Pharao sprach: Ihr seid muessig, muessig seid ihr; darum sprecht ihr: Wir wollen hinziehen und dem HERRN opfern. ^18So gehet nun hin und froent; Stroh soll man euch nicht geben, aber die Anzahl der Ziegel sollt ihr schaffen. ^19Da sahen die Amtleute der Kinder Israel, dass es aerger ward, weil man sagte: Ihr sollt nichts mindern von dem Tagewerk an den Ziegeln. ^20Und da sie von Pharao gingen, begegneten sie Mose und Aaron und traten ihnen entgegen ^21und sprachen zu ihnen: Der HERR sehe auf euch und richte es, dass ihr unsern Geruch habt stinkend gemacht vor Pharao und seinen Knechten und habt ihnen das Schwert in die Haende gegeben, uns zu toeten. ^22Mose aber kam wieder zu dem HERRN und sprach: HERR, warum tust du so uebel an diesem Volk? Warum hast du mich hergesandt? ^23Denn seit dem, dass ich hineingegangen bin zu Pharao, mit ihm zu reden in deinem Namen, hat er das Volk noch haerter geplagt, und du hast dein Volk nicht errettet. __________________________________________________________________ Kapitel 6 ^1Der HERR sprach zu Mose: Nun sollst du sehen, was ich Pharao tun werde; denn durch eine starke Hand muss er sie lassen ziehen, er muss sie noch durch eine starke Hand aus seinem Lande von sich treiben. ^2Und Gott redete mit Mose und sprach zu ihm: Ich bin der HERR ^3und bin erschienen Abraham, Isaak und Jakob als der allmaechtige Gott; aber mein Name HERR ist ihnen nicht offenbart worden. ^4Auch habe ich einen Bund mit ihnen aufgerichtet, dass ich ihnen geben will das Land Kanaan, das Land ihrer Wallfahrt, darin sie Fremdlinge gewesen sind. ^5Auch habe ich gehoert die Wehklage der Kinder Israel, welche die Aegypter mit Froenen beschweren, und habe an meinen Bund gedacht. ^6Darum sage den Kindern Israel: Ich bin der HERR und will euch ausfuehren von euren Lasten in Aegypten und will euch erretten von eurem Froenen und will euch erloesen durch ausgereckten Arm und grosse Gerichte ^7und will euch annehmen zum Volk und will euer Gott sein, dass ihr's erfahren sollt, dass ich der HERR bin, euer Gott, der euch ausfuehrt von der Last Aegyptens ^8und euch bringt in das Land, darueber ich habe meine Hand gehoben, dass ich's gaebe Abraham, Isaak und Jakob; das will ich euch geben zu eigen, ich, der HERR. ^9Mose sagte solches den Kindern Israel; aber sie hoerten ihn nicht vor Seufzen und Angst vor harter Arbeit. ^10Da redete der HERR mit Mose und sprach: ^11Gehe hinein und rede mit Pharao, dem Koenig in Aegypten, dass er die Kinder Israel aus seinem Lande lasse. ^12Mose aber redete vor dem HERRN und sprach: Siehe, die Kinder Israel hoeren mich nicht; wie sollte mich denn Pharao hoeren? Dazu bin ich von unbeschnittenen Lippen. ^13Also redete der HERR mit Mose und Aaron und tat ihnen Befehl an die Kinder Israel und an Pharao, den Koenig in Aegypten, dass sie die Kinder Israel aus Aegypten fuehrten. ^14Dies sind die Haeupter in ihren Vaterhaeusern. Die Kinder Rubens, des ersten Sohnes Israels, sind diese: Henoch, Pallu, Hezron, Charmi. Das sind die Geschlechter von Ruben. ^15Die Kinder Simeons sind diese: Jemuel, Jamin, Ohad, Jachin, Zohar und Saul, der Sohn des kanaanaeischen Weibes. Das sind Simeons Geschlechter. ^16Dies sind die Namen der Kinder Levis nach ihren Geschlechtern: Gerson, Kahath, Merari. Aber Levi ward hundertsiebenunddreissig Jahre alt. ^17Die Kinder Gersons sind diese: Libni und Simei nach ihren Geschlechtern. ^18Die Kinder Kahaths sind diese: Amram, Jizhar, Hebron, Usiel. Kahath aber ward hundertdreiunddreissig Jahre alt. ^19Die Kinder Merari sind diese: Maheli und Musi. Das sind die Geschlechter Levis nach ihrer Abstammung. ^20Und Amram nahm seine Muhme Jochebed zum Weibe; die gebar ihm Aaron und Mose. Aber Amram ward hundertsiebenunddreissig Jahre alt. ^21Die Kinder Jizhars sind diese: Korah, Nepheg, Sichri. ^22Die Kinder Usiels sind diese: Misael, Elzaphan, Sithri. ^23Aaron nahm zum Weibe Eliseba, die Tochter Amminadabs, Nahessons Schwester; die gebar ihm Nadab, Abihu, Eleasar, Ithamar. ^24Die Kinder Korah sind diese: Assir, Elkana, Abiasaph. Das sind die Geschlechter der Korahiter. ^25Eleasar aber, Aarons Sohn, der nahm von den Toechtern Putiels ein Weib; die gebar ihm Pinehas. Das sind die Haeupter unter den Vaetern der Leviten-Geschlechter. ^26Das ist Aaron und Mose, zu denen der HERR sprach: Fuehret die Kinder Israel aus Aegyptenland mit ihrem Heer. ^27Sie sind's die mit Pharao, dem Koenig in Aegypten, redeten, dass sie die Kinder Israel aus Aegypten fuehrten, naemlich Mose und Aaron. ^28Und des Tages redete der HERR mit Mose in Aegyptenland ^29und sprach zu Ihm: Ich bin der HERR; rede mit Pharao, dem Koenig in Aegypten, alles, was ich mit dir rede. ^30Und er antwortete vor dem HERRN: Siehe, ich bin von unbeschnittenen Lippen; wie wird mich denn Pharao hoeren? __________________________________________________________________ Kapitel 7 ^1Der HERR sprach zu Mose: Siehe, ich habe dich zu einem Gott gesetzt ueber Pharao, und Aaron, dein Bruder, soll dein Prophet sein. ^2Du sollst reden alles, was ich dir gebieten werde; aber Aaron, dein Bruder, soll's vor Pharao reden, dass er die Kinder Israel aus seinem Lande lasse. ^3Aber ich will Pharaos Herz verhaerten, dass ich meiner Zeichen und Wunder viel tue in Aegyptenland. ^4Und Pharao wird euch nicht hoeren, auf dass ich meine Hand in Aegypten beweise und fuehre mein Heer, mein Volk, die Kinder Israel, aus Aegyptenland durch grosse Gerichte. ^5Und die Aegypter sollen's innewerden, dass ich der HERR bin, wenn ich nun meine Hand ueber Aegypten ausstrecken und die Kinder Israel von ihnen wegfuehren werde. ^6Mose und Aaron taten, wie ihnen Gott geboten hatte. ^7Und Mose war achtzig Jahre alt und Aaron dreiundachtzig Jahre alt, da sie mit Pharao redeten ^8Und der HERR sprach zu Mose und Aaron: ^9Wenn Pharao zu euch sagen wird: Beweist eure Wunder, so sollst du zu Aaron sagen: Nimm deinen Stab und wirf ihn vor Pharao, dass er zur Schlange werde. ^10Da gingen Mose und Aaron hinein zu Pharao und taten, wie ihnen der HERR geboten hatte. Und Aaron warf seinen Stab vor Pharao und vor seinen Knechten, und er ward zur Schlange. ^11Da forderte Pharao die Weisen und Zauberer; und die aegyptischen Zauberer taten auch also mit ihrem Beschwoeren: ^12ein jeglicher warf seinen Stab von sich, da wurden Schlangen daraus; aber Aarons Stab verschlang ihre Staebe. ^13Also ward das Herz Pharaos verstockt, und er hoerte sie nicht, wie denn der HERR geredet hatte. ^14Und der HERR sprach zu Mose: Das Herz Pharaos ist hart; er weigert sich das Volk zu lassen. ^15Gehe hin zu Pharao morgen. Siehe, er wird ins Wasser gehen; so tritt ihm entgegen an das Ufer des Wassers und nimm den Stab in deine Hand, der zur Schlange ward, ^16und sprich zu ihm: Der HERR, der Hebraeer Gott, hat mich zu dir gesandt und lassen sagen: Lass mein Volk, dass mir's diene in der Wueste. Aber du hast bisher nicht wollen hoeren. ^17Darum spricht der HERR also: Daran sollst du erfahren, dass ich der HERR bin. Siehe, ich will mit dem Stabe, den ich in meiner Hand habe, das Wasser schlagen, das in dem Strom ist, und es soll in Blut verwandelt werden, ^18dass die Fische im Strom sterben sollen und der Strom stinken; und den Aegyptern wird ekeln, zu trinken das Wasser aus dem Strom. ^19Und der HERR sprach zu Mose: Sage Aaron: Nimm deinen Stab und recke deine Hand aus ueber die Wasser in Aegypten, ueber ihre Baeche und Stroeme und Seen und ueber alle Wassersuempfe, dass sie Blut werden; und es sei Blut in ganz Aegyptenland, in hoelzernen und in steinernen Gefaessen. ^20Mose und Aaron taten, wie ihnen der HERR geboten hatte, und er hob den Stab auf und schlug ins Wasser, das im Strom war, vor Pharao und seinen Knechten. Und alles Wasser ward in Blut verwandelt. ^21Und die Fische im Strom starben, und der Strom ward stinkend, dass die Aegypter nicht trinken konnten das Wasser aus dem Strom; und es war Blut in ganz Aegyptenland. ^22Und die aegyptischen Zauberer taten auch also mit ihrem Beschwoeren. Also ward das Herz Pharaos verstockt, und er hoerte sie nicht, wie denn der HERR geredet hatte. ^23Und Pharao wandte sich und ging heim und nahm's nicht zu Herzen. ^24Aber alle Aegypter gruben nach Wasser um den Strom her, zu trinken; denn das Wasser aus dem Strom konnten sie nicht trinken. ^25Und das waehrte sieben Tage lang, dass der HERR den Strom schlug. __________________________________________________________________ Kapitel 8 ^1Der HERR sprach zu Mose: Gehe hinein zu Pharao und sprich zu ihm: So sagt der HERR: Lass mein Volk, dass mir's diene. ^2Wo du dich weigerst, siehe, so will ich all dein Gebiet mit Froeschen plagen, ^3dass der Strom soll von Froeschen wimmeln; die sollen heraufkriechen und kommen in dein Haus, in deine Schlafkammer, auch in die Haeuser deiner Knechte, unter dein Volk, in deine Backoefen und in deine Teige; ^4und die Froesche sollen auf dich und auf dein Volk und auf alle deine Knechte kriechen. ^5Und der HERR sprach zu Mose: Sage Aaron: Recke deine Hand aus mit deinem Stabe ueber die Baeche und Stroeme und Seen und lass Froesche ueber Aegyptenland kommen. ^6Und Aaron reckte seine Hand ueber die Wasser in Aegypten, und es kamen Froesche herauf, dass Aegyptenland bedeckt ward. ^7Da taten die Zauberer auch also mit ihrem Beschwoeren und liessen Froesche ueber Aegyptenland kommen. ^8Da forderte Pharao Mose und Aaron und sprach: Bittet den HERRN fuer mich, dass er die Froesche von mir und von meinem Volk nehme, so will ich das Volk lassen, dass es dem HERRN opfere. ^9Mose sprach: Habe du die Ehre vor mir und bestimme mir, wann ich fuer dich, fuer deine Knechte und fuer dein Volk bitten soll, dass die Froesche von dir und von deinem Haus vertrieben werden und allein im Strom bleiben. ^10Er sprach: Morgen. Er sprach: Wie du gesagt hast. Auf dass du erfahrest, dass niemand ist wie der HERR, unser Gott, ^11so sollen die Froesche von dir, von deinem Hause, von deinen Knechten und von deinem Volk genommen werden und allein in Strom bleiben. ^12Also gingen Mose und Aaron von Pharao; und Mose schrie zu dem HERRN der Froesche halben, wie er Pharao hatte zugesagt. ^13Und der HERR tat, wie Mose gesagt hatte; und die Froesche starben in den Haeusern, in den Hoefen und auf dem Felde. ^14Und sie haeuften sie zusammen, hier einen Haufen und da einen Haufen, und das Land stank davon. ^15Da aber Pharao sah, dass er Luft gekriegt hatte, verhaertete er sein Herz und hoerte sie nicht, wie denn der HERR geredet hatte. ^16Und der HERR sprach zu Mose: Sage Aaron: Recke deinen Stab aus und schlage in den Staub auf der Erde, dass Stechmuecken werden in ganz Aegyptenland. ^17Sie taten also, und Aaron reckte seine Hand aus mit dem Stabe und schlug in den Staub auf der Erde. Und es wurden Muecken an den Menschen und an dem Vieh; aller Staub des Landes ward zu Muecken in ganz Aegyptenland. ^18Die Zauberer taten auch also mit ihrem Beschwoeren, dass sie Muecken herausbraechten, aber sie konnten nicht. Und die Muecken waren sowohl an den Menschen als an Vieh. ^19Da sprachen die Zauberer zu Pharao: Das ist Gottes Finger. Aber das Herz Pharaos ward verstockt, und er hoerte sie nicht, wie denn der HERR gesagt hatte. ^20Und der HERR sprach zu Mose: Mache dich morgen frueh auf und tritt vor Pharao (siehe, er wird ans Wasser gehen) und sprich zu ihm: So sagt der HERR: Lass mein Volk, dass es mir diene; ^21wo nicht, siehe, so will ich allerlei Ungeziefer lassen kommen ueber dich, deine Knechte, dein Volk und dein Haus, dass aller Aegypter Haeuser und das Feld und was darauf ist, voll Ungeziefer werden sollen. ^22Und ich will des Tages ein Besonderes tun mit dem Lande Gosen, da sich mein Volk aufhaelt, dass kein Ungeziefer da sei; auf dass du innewerdest, dass ich der HERR bin auf Erden allenthalben; ^23und will eine Erloesung setzen zwischen meinem und deinem Volk; morgen soll das Zeichen geschehen. ^24Und der HERR tat also, und es kam viel Ungeziefer in Pharaos Haus, in seiner Knechte Haeuser und ueber ganz Aegyptenland; und das Land ward verderbt von dem Ungeziefer. ^25Da forderte Pharao Mose und Aaron und sprach: Gehet hin, opfert eurem Gott hier im Lande. ^26Mose sprach: Das taugt nicht, dass wir also tun; denn wir wuerden der Aegypter Greuel opfern unserm Gott, dem HERRN; siehe, wenn wir der Aegypter Greuel vor ihren Augen opferten, wuerden sie uns nicht steinigen? ^27Drei Tagereisen wollen wir gehen in die Wueste und dem HERRN, unserm Gott, opfern, wie er uns gesagt hat. ^28Pharao sprach: Ich will euch lassen, dass ihr dem HERRN, eurem Gott, opfert in der Wueste; allein, dass ihr nicht ferner zieht; und bittet fuer mich. ^29Mose sprach: Siehe, wenn ich hinaus von dir komme, so will ich den HERRN bitten, dass dies Ungeziefer von Pharao und seinen Knechten und seinem Volk genommen werde morgen des Tages; allein taeusche mich nicht mehr, dass du das Volk nicht lassest, dem HERRN zu opfern. ^30Und Mose ging hinaus von Pharao und bat den HERRN. ^31Und der HERR tat, wie Mose gesagt hatte, und schaffte das Ungeziefer weg von Pharao, von seinen Knechten und von seinem Volk, dass nicht eines uebrigblieb. ^32Aber Pharao verhaertete sein Herz auch dieses Mal und liess das Volk nicht. __________________________________________________________________ Kapitel 9 ^1Der HERR sprach zu Mose: Gehe hinein zu Pharao und sprich zu ihm: Also sagt der HERR, der Gott der Hebraeer: Lass mein Volk, dass sie mir dienen. ^2Wo du dich des weigerst und sie weiter aufhaeltst, ^3siehe, so wird die Hand des HERRN sein ueber dein Vieh auf dem Felde, ueber Pferde, ueber Esel, ueber Kamele, ueber Ochsen, ueber Schafe, mit einer sehr schweren Pestilenz. ^4Und der HERR wird ein Besonderes tun zwischen dem Vieh der Israeliten und der Aegypter, dass nichts sterbe aus allem, was die Kinder Israel haben. ^5Und der HERR bestimmte eine Zeit und sprach: Morgen wird der HERR solches auf Erden tun. ^6Und der HERR tat solches des Morgens, und es starb allerlei Vieh der Aegypter; aber des Viehs der Kinder Israel starb nicht eins. ^7Und Pharao sandte darnach, und siehe, es war des Viehs Israels nicht eins gestorben. Aber das Herz Pharaos ward verstockt, und er liess das Volk nicht. ^8Da sprach der HERR zu Mose und Aaron: Nehmet eure Faeuste voll Russ aus dem Ofen, und Mose sprenge ihn gen Himmel vor Pharao, ^9dass es ueber ganz Aegyptenland staeube und boese schwarze Blattern auffahren an den Menschen und am Vieh in ganz Aegyptenland. ^10Und sie nahmen Russ aus dem Ofen und traten vor Pharao, und Mose sprengte ihn gen Himmel. Da fuhren auf boese schwarze Blattern an den Menschen und am Vieh, ^11also dass die Zauberer nicht konnten vor Mose stehen vor den boesen Blattern; denn es waren an den Zauberern ebensowohl boese Blattern als an allen Aegyptern. ^12Aber der HERR verstockte das Herz Pharaos, dass er sie nicht hoerte, wie denn der HERR gesagt hatte. ^13Da sprach der HERR zu Mose: Mache dich morgen frueh auf und tritt vor Pharao und sprich zu ihm: So sagt der HERR, der Hebraeer Gott: Lass mein Volk, dass mir's diene; ^14ich will sonst diesmal alle meine Plagen ueber dich selbst senden, ueber deine Knechte und ueber dein Volk, dass du innewerden sollst, dass meinesgleichen nicht ist in allen Landen. ^15Denn ich haette schon jetzt meine Hand ausgereckt und dich und dein Volk mit Pestilenz geschlagen, dass du von der Erde vertilgt wuerdest. ^16Aber darum habe ich dich erhalten, dass meine Kraft an dir erscheine und mein Name verkuendigt werde in allen Landen. ^17Du trittst mein Volk noch unter dich und willst's nicht lassen. ^18Siehe, ich will morgen um diese Zeit einen sehr grossen Hagel regnen lassen, desgleichen in Aegypten nicht gewesen ist, seitdem es gegruendet ist, bis her. ^19Und nun sende hin und verwahre dein Vieh, und alles, was du auf dem Felde hast. Denn alle Menschen und das Vieh, das auf dem Felde gefunden wird und nicht in die Haeuser versammelt ist, so der Hagel auf sie faellt, werden sterben. ^20Wer nun unter den Knechten Pharaos des HERRN Wort fuerchtete, der liess seine Knechte und sein Vieh in die Haeuser fliehen. ^21Welcher Herz aber sich nicht kehrte an des HERRN Wort, die liessen ihre Knechte und ihr Vieh auf dem Felde. ^22Da sprach der Herr zu Mose: Recke deine Hand aus gen Himmel, dass es hagle ueber ganz Aegyptenland, ueber Menschen, ueber Vieh und ueber alles Kraut auf dem Felde in Aegyptenland. ^23Also reckte Mose seinen Stab gen Himmel, und der HERR liess donnern und hageln, dass das Feuer auf die Erde schoss. Also liess der HERR Hagel regnen ueber Aegyptenland, ^24dass Hagel und Feuer untereinander fuhren, so grausam, dass desgleichen in ganz Aegyptenland nie gewesen war, seitdem Leute darin gewesen sind. ^25Und der Hagel schlug in ganz Aegyptenland alles, was auf dem Felde war, Menschen und Vieh, und schlug alles Kraut auf dem Felde und zerbrach alle Baeume auf dem Felde. ^26Allein im Lande Gosen, da die Kinder Israel wohnten, da hagelte es nicht. ^27Da schickte Pharao hin und liess Mose und Aaron rufen und sprach zu ihnen: Ich habe dasmal mich versuendigt; der HERR ist gerecht, ich aber und mein Volk sind Gottlose. ^28Bittet aber den Herrn, dass er aufhoere solch Donnern und Hageln Gottes, so will ich euch lassen, dass ihr nicht laenger hier bleibet. ^29Mose sprach: Wenn ich zur Stadt hinauskomme, so will ich meine Haende ausbreiten gegen den HERRN; so wird der Donner aufhoeren und kein Hagel mehr sein, dass du innewerdest, dass die Erde des HERRN sei. ^30Ich weiss aber, dass du und deine Knechte euch noch nicht fuerchtet vor Gott dem HERRN. ^31Also ward geschlagen der Flachs und die Gerste; denn die Gerste hatte geschosst und der Flachs Knoten gewonnen. ^32Aber der Weizen und Spelt ward nicht geschlagen, denn es war Spaetgetreide. ^33So ging nun Mose von Pharao zur Stadt hinaus und breitete seine Haende gegen den HERRN, und der Donner und Hagel hoerten auf, und der Regen troff nicht mehr auf die Erde. ^34Da aber Pharao sah, dass der Regen und Donner und Hagel aufhoerte, versuendigte er sich weiter und verhaertete sein Herz, er und seine Knechte. ^35Also ward des Pharao Herz verstockt, dass er die Kinder Israel nicht liess, wie denn der HERR geredet hatte durch Mose. __________________________________________________________________ Kapitel 10 ^1Und der HERR sprach zu Mose: Gehe hinein zu Pharao; denn ich habe sein und seiner Knechte Herz verhaertet, auf dass ich diese meine Zeichen unter ihnen tue, ^2und dass du verkuendigest vor den Ohren deiner Kinder und deiner Kindeskinder, was ich in Aegypten ausgerichtet habe und wie ich meine Zeichen unter ihnen getan habe, dass ihr wisset: Ich bin der HERR. ^3Also gingen Mose und Aaron hinein zu Pharao und sprachen zu ihm: So spricht der HERR, der Hebraeer Gott: Wie lange weigerst du dich, dich vor mir zu demuetigen, dass du mein Volk lassest, mir zu dienen? ^4Weigerst du dich, mein Volk zu lassen, siehe, so will ich morgen Heuschrecken kommen lassen an allen Orten, ^5dass sie das Land bedecken, also dass man das Land nicht sehen koenne; und sie sollen fressen, was euch uebrig und errettet ist vor dem Hagel, und sollen alle gruenenden Baeume fressen auf dem Felde ^6und sollen erfuellen dein Haus, aller deiner Knechte Haeuser und aller Aegypter Haeuser, desgleichen nicht gesehen haben deine Vaeter und deiner Vaeter Vaeter, seitdem sie auf Erden gewesen bis auf diesen Tag. Und er wandte sich und ging von Pharao hinaus. ^7Da sprachen die Knechte Pharaos zu ihm: Wie lange sollen wir mit diesem Manne geplagt sein? Lass die Leute ziehen, dass sie dem HERRN, ihrem Gott, dienen. Willst du zuvor erfahren dass Aegypten untergegangen sei? ^8Mose und Aaron wurden wieder zu Pharao gebracht; der sprach zu ihnen: Gehet hin und dienet dem HERRN, eurem Gott. Welche sind es aber, die hinziehen sollen? ^9Mose sprach: Wir wollen hinziehen mit jung und alt, mit Soehnen und Toechtern, mit Schafen und Rindern; denn wir haben ein Fest des HERRN. ^10Er sprach zu ihnen: O ja, der HERR sei mit euch! Sollte ich euch und eure Kinder dazu ziehen lassen? Sehet da, ob ihr nicht Boeses vorhabt! ^11Nicht also, sondern ihr Maenner ziehet hin und dienet dem HERRN; denn das habt ihr auch gesucht. Und man stiess sie heraus von Pharao. ^12Da sprach der HERR zu Mose: Recke deine Hand ueber Aegyptenland, dass Heuschrecken auf Aegyptenland kommen und fressen alles Kraut im Lande auf samt allem dem, was der Hagel uebriggelassen hat. ^13Mose reckte seinen Stab ueber Aegyptenland; und der HERR trieb einen Ostwind ins Land den ganzen Tag und die ganze Nacht; und des Morgens fuehrte der Ostwind die Heuschrecken her. ^14Und sie kamen ueber das ganze Aegyptenland und liessen sich nieder an allen Orten in Aegypten, so sehr viel, dass zuvor desgleichen nie gewesen ist noch hinfort sein wird. ^15Denn sie bedeckten das Land und verfinsterten es. Und sie frassen alles Kraut im Lande auf und alle Fruechte auf den Baeumen, die der Hagel uebriggelassen hatte, und liessen nichts Gruenes uebrig an den Baeumen und am Kraut auf dem Felde in ganz Aegyptenland. ^16Da forderte Pharao eilend Mose und Aaron und sprach: Ich habe mich versuendigt an dem HERRN, eurem Gott, und an euch; ^17vergebt mir meine Suende nur noch diesmal und bittet den HERRN, euren Gott, dass er doch nur diesen Tod von mir wegnehme. ^18Und er ging aus von Pharao und bat den HERRN. ^19Da wendete der HERR den Wind, also dass er sehr stark aus Westen ging und hob die Heuschrecken auf und warf sie ins Schilfmeer, dass nicht eine uebrigblieb an allen Orten Aegyptens. ^20Aber der HERR verstockte Pharaos Herz, dass er die Kinder Israel nicht liess. ^21Der HERR sprach zu Mose: Recke deine Hand gen Himmel, dass es so finster werde in Aegyptenland, dass man's greifen mag. ^22Und Mose reckte seine Hand gen Himmel; da ward eine dicke Finsternis in ganz Aegyptenland drei Tage, ^23dass niemand den andern sah noch aufstand von dem Ort, da er war, in drei Tagen. Aber bei allen Kindern Israel war es licht in ihren Wohnungen. ^24Da forderte Pharao Mose und sprach: Ziehet hin und dienet dem Herrn; allein eure Schafe und Rinder lasst hier; lasst auch eure Kindlein mit euch ziehen. ^25Mose sprach: Du musst uns auch Opfer und Brandopfer geben, die wir unserm Gott, dem HERRN, tun moegen. ^26Unser Vieh soll mit uns gehen und nicht eine Klaue dahintenbleiben; denn wir wissen nicht, womit wir dem HERRN dienen sollen, bis wir dahin kommen. ^27Aber der HERR verstockte das Herz Pharao dass er sie nicht lassen wollte. ^28Und Pharao sprach zu ihm: Gehe von mir und huete dich, dass du nicht mehr vor meine Augen kommst; denn welches Tages du vor meine Augen kommst, sollst du sterben. ^29Mose antwortete: Wie du gesagt hast; ich will nicht mehr vor deine Augen kommen. __________________________________________________________________ Kapitel 11 ^1Und der HERR sprach zu Mose: Ich will noch eine Plage ueber Pharao und Aegypten kommen lassen; darnach wird er euch von hinnen lassen und wird nicht allein alles lassen, sondern euch von hinnen treiben. ^2So sage nun vor dem Volk, dass ein jeglicher von seinem Naechsten und eine jegliche von ihrer Naechsten silberne und goldene Gefaesse fordere. ^3Und der HERR gab dem Volk Gnade vor den Aegyptern. Und Mose war ein sehr grosser Mann in Aegyptenland vor den Knechten Pharaos und vor dem Volk. ^4Und Mose sprach: So sagt der HERR: Ich will zu Mitternacht ausgehen in Aegyptenland; ^5und alle Erstgeburt in Aegyptenland soll sterben, von dem ersten Sohn Pharaos an, der auf seinem Stuhl sitzt, bis an den ersten Sohn der Magd, die hinter der Muehle ist, und alle Erstgeburt unter dem Vieh; ^6und wird ein grosses Geschrei sein in ganz Aegyptenland, desgleichen nie gewesen ist noch werden wird; ^7aber bei allen Kindern Israel soll nicht ein Hund mucken, unter Menschen sowohl als unter Vieh, auf dass ihr erfahret, wie der HERR Aegypten und Israel scheide. ^8Dann werden zu mir herabkommen alle diese deine Knechte und mir zu Fuessen fallen und sagen: Zieh aus, du und alles Volk, das unter dir ist. Darnach will ich ausziehen. Und er ging von Pharao mit grimmigem Zorn. ^9Der HERR aber sprach zu Mose: Pharao hoert euch nicht, auf dass viele Wunder geschehen in Aegyptenland. ^10Und Mose und Aaron haben diese Wunder alle getan vor Pharao; aber der HERR verstockte sein Herz, dass er die Kinder Israel nicht lassen wollte aus seinem Lande. __________________________________________________________________ Kapitel 12 ^1Der HERR aber sprach zu Mose und Aaron in Aegyptenland: ^2Dieser Monat soll bei euch der erste Monat sein, und von ihm sollt ihr die Monates des Jahres anheben. ^3Sagt der ganzen Gemeinde Israel und sprecht: Am zehnten Tage dieses Monats nehme ein jeglicher ein Lamm, wo ein Hausvater ist, je ein Lamm zu einem Haus. ^4Wo ihrer aber in einem Hause zu einem Lamm zu wenig sind, so nehme er's und sein naechster Nachbar an seinem Hause, bis ihrer so viel wird, dass sie das Lamm aufessen koennen. ^5Ihr sollt aber ein solches Lamm nehmen, daran kein Fehl ist, ein Maennlein und ein Jahr alt; von den Schafen und Ziegen sollt ihr's nehmen ^6und sollt's behalten bis auf den vierzehnten Tag des Monats. Und ein jegliches Haeuflein im ganzen Israel soll's schlachten gegen Abend. ^7Und sollt von seinem Blut nehmen und beide Pfosten der Tuer und die obere Schwelle damit bestreichen an den Haeusern, darin sie es essen. ^8Und sollt also das Fleisch essen in derselben Nacht, am Feuer gebraten, und ungesaeuertes Brot, und sollt es mit bitteren Kraeutern essen. ^9Ihr sollt's nicht roh essen noch mit Wasser gesotten, sondern am Feuer gebraten, sein Haupt mit seinen Schenkeln und Eingeweiden. ^10Und sollt nichts davon uebriglassen bis morgen; wo aber etwas uebrigbleibt bis morgen, sollt ihr's mit Feuer verbrennen. ^11Also sollt ihr's aber essen: Um eure Lenden sollt ihr geguertet sein und eure Schuhe an den Fuessen haben und Staebe in euren Haenden, und sollt's essen, als die hinwegeilen; denn es ist des HERRN Passah. ^12Denn ich will in derselben Nacht durch Aegyptenland gehen und alle Erstgeburt schlagen in Aegyptenland, unter den Menschen und unter dem Vieh, und will meine Strafe beweisen an allen Goettern der Aegypter, ich, der HERR. ^13Und das Blut soll euer Zeichen sein an den Haeusern, darin ihr seid, dass, wenn ich das Blut sehe, an euch voruebergehe und euch nicht die Plage widerfahre, die euch verderbe, wenn ich Aegyptenland schlage. ^14Ihr sollt diesen Tag haben zum Gedaechtnis und sollt ihn feiern dem HERRN zum Fest, ihr und alle eure Nachkommen, zur ewigen Weise. ^15Sieben Tage sollt ihr ungesaeuertes Brot essen; naemlich am ersten Tage sollt ihr den Sauerteig aus euren Haeusern tun. Wer gesaeuertes Brot isst vom ersten Tage an bis auf den siebenten, des Seele soll ausgerottet werden von Israel. ^16Der Tag soll heilig sein, dass ihr zusammenkommt; und der siebente soll auch heilig sein, dass ihr zusammenkommt. Keine Arbeit sollt ihr an dem tun; ausser, was zur Speise gehoert fuer allerlei Seelen, das allein moegt ihr fuer euch tun. ^17Und haltet das ungesaeuerte Brot; denn eben an demselben Tage habe ich euer Heer aus Aegyptenland gefuehrt; darum sollt ihr diesen Tag halten, ihr und alle eure Nachkommen, zur ewigen Weise. ^18Am vierzehnten Tage des ersten Monats, des Abends, sollt ihr ungesaeuertes Brot essen bis an den einundzwanzigsten Tag des Monats an dem Abend, ^19dass man sieben Tage keinen Sauerteig finde in euren Haeusern. Denn wer gesaeuertes Brot isst, des Seele soll ausgerottet werden aus der Gemeinde Israel, es sei ein Fremdling oder Einheimischer im Lande. ^20Darum so esset kein gesaeuertes Brot, sondern eitel ungesaeuertes Brot in allen euren Wohnungen. ^21Und Mose forderte alle Aeltesten in Israel und sprach zu ihnen: Leset aus und nehmet Schafe fuer euch nach euren Geschlechtern und schlachtet das Passah. ^22Und nehmet ein Bueschel Isop und taucht in das Blut in dem Becken und beruehret damit die Oberschwelle und die zwei Pfosten. Und gehe kein Mensch zu seiner Haustuer heraus bis an den Morgen. ^23Denn der HERR wird umhergehen und die Aegypter plagen. Und wenn er das Blut sehen wird an der Oberschwelle und den zwei Pfosten, wird er an der Tuer voruebergehen und den Verderber nicht in eure Haeuser kommen lassen, zu plagen. ^24Darum so halte diese Weise fuer dich und deine Kinder ewiglich. ^25Und wenn ihr in das Land kommt, das euch der HERR geben wird, wie er geredet hat, so haltet diesen Dienst. ^26Und wenn eure Kinder werden zu euch sagen: Was habt ihr da fuer einen Dienst? ^27sollt ihr sagen: Es ist das Passahopfer des HERRN, der an den Kindern Israel vorueberging in Aegypten, da er die Aegypter plagte und unsere Haeuser errettete. Da neigte sich das Volk und betete an. ^28Und die Kinder Israel gingen hin und taten, wie der HERR Mose und Aaron geboten hatte. ^29Und zur Mitternacht schlug der HERR alle Erstgeburt in Aegyptenland von dem ersten Sohn Pharaos an, der auf seinem Stuhl sass, bis auf den ersten Sohn des Gefangenen im Gefaengnis und alle Erstgeburt des Viehs. ^30Da stand Pharao auf und alle seine Knechte in derselben Nacht und alle Aegypter, und ward ein grosses Geschrei in Aegypten; denn es war kein Haus, darin nicht ein Toter war. ^31Und er forderte Moses und Aaron in der Nacht und sprach: Macht euch auf und ziehet aus von meinem Volk, ihr und die Kinder Israel; gehet hin und dienet dem HERRN, wie ihr gesagt habt. ^32Nehmet auch mit euch eure Schafe und Rinder, wie ihr gesagt habt; gehet hin und segnet mich auch. ^33Und die Aegypter draengten das Volk, dass sie es eilend aus dem Lande trieben; denn sie sprachen: Wir sind alle des Todes. ^34Und das Volk trug den rohen Teig, ehe denn er versaeuert war, zu ihrer Speise, gebunden in ihren Kleidern, auf ihren Achseln. ^35Und die Kinder Israel hatten getan, wie Mose gesagt hatte, und von den Aegyptern gefordert silberne und goldene Geraete und Kleider. ^36Dazu hatte der HERR dem Volk Gnade gegeben vor den Aegyptern, dass sie ihnen willfaehrig waren; und so nahmen sie es von den Aegyptern zur Beute. ^37Also zogen aus die Kinder Israel von Raemses gen Sukkoth, sechshunderttausend Mann zu Fuss ohne die Kinder. ^38Und es zog auch mit ihnen viel Poebelvolk und Schafe und Rinder, sehr viel Vieh. ^39Und sie buken aus dem rohen Teig, den sie aus Aegypten brachten, ungesaeuerte Kuchen; denn es war nicht gesaeuert, weil sie aus Aegypten gestossen wurden und nicht verziehen konnten und sich sonst keine Zehrung zubereitet hatten. ^40Die Zeit aber, die die Kinder Israel in Aegypten gewohnt haben, ist vierhundertunddreissig Jahre. ^41Da dieselben um waren, ging das ganze Heer des HERRN auf einen Tag aus Aegyptenland. ^42Darum wird diese Nacht dem HERRN gehalten, dass er sie aus Aegyptenland gefuehrt hat; und die Kinder Israel sollen sie dem HERRN halten, sie und ihre Nachkommen. ^43Und der HERR sprach zu Mose und Aaron: Dies ist die Weise Passah zu halten. Kein Fremder soll davon essen. ^44Aber wer ein erkaufter Knecht ist, den beschneide man, und dann esse er davon. ^45Ein Beisass und Mietling sollen nicht davon essen. ^46In einem Hause soll man's essen; ihr sollt nichts von seinem Fleisch hinaus vor das Haus tragen und sollt kein Bein an ihm zerbrechen. ^47Die ganze Gemeinde Israel soll solches tun. ^48So aber ein Fremdling bei dir wohnt und dem HERRN das Passah halten will, der beschneide alles, was maennlich ist; alsdann mache er sich herzu, dass er solches tue, und sei wie ein Einheimischer des Landes; denn kein Unbeschnittener soll davon essen. ^49Einerlei Gesetz sei dem Einheimischen und dem Fremdling, der unter euch wohnt. ^50Und alle Kinder Israel taten, wie der HERR Mose und Aaron hatte geboten. ^51Also fuehrte der HERR auf einen Tag die Kinder Israel aus Aegyptenland mit ihrem Heer. __________________________________________________________________ Kapitel 13 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Heilige mir alle Erstgeburt, die allerlei Mutter bricht bei den Kindern Israel, unter den Menschen und unter dem Vieh; denn sie sind mein. ^3Da sprach Mose zum Volk: Gedenket an diesen Tag, an dem ihr aus Aegypten, aus dem Diensthause, gegangen seid, dass der HERR euch mit maechtiger Hand von hinnen hat ausgefuehrt; darum sollst du nicht Sauerteig essen. ^4Heute seid ihr ausgegangen, in dem Monat Abib. ^5Wenn dich nun der HERR bringen wird in das Land der Kanaaniter, Hethiter, Amoriter, Heviter und Jebusiter, dass er deinen Vaetern geschworen hat dir zu geben, ein Land, darin Milch und Honig fliesst, so sollst du diesen Dienst halten in diesem Monat. ^6Sieben Tage sollst du ungesaeuertes Brot essen, und am siebenten Tage ist des HERRN Fest. ^7Darum sollst du sieben Tage ungesaeuertes Brot essen, dass bei dir kein Sauerteig noch gesaeuertes Brot gesehen werde an allen deinen Orten. ^8Ihr sollt euren Soehnen sagen an demselben Tage: Solches halten wir um deswillen, was uns der HERR getan hat, da wir aus Aegypten zogen. ^9Darum soll dir's sein ein Zeichen in deiner Hand und ein Denkmal vor deinen Augen, auf dass des HERRN Gesetz sei in deinem Munde; denn der HERR hat dich mit maechtiger Hand aus Aegypten gefuehrt. ^10Darum halte diese Weise zu seiner Zeit jaehrlich. ^11Wenn dich nun der HERR ins Land der Kanaaniter gebracht hat, wie er dir und deinen Vaetern geschworen hat und dir's gegeben, ^12so sollst du aussondern dem HERRN alles, was die Mutter bricht, und alle Erstgeburt unter dem Vieh, was ein Maennlein ist. ^13Die Erstgeburt vom Esel sollst du loesen mit einem Schaf; wo du es aber nicht loesest, so brich ihm das Genick. Aber alle erste Menschengeburt unter deinen Soehnen sollst du loesen. ^14Und wenn dich heute oder morgen dein Kind wird fragen: Was ist das? sollst du ihm sagen: Der HERR hat uns mit maechtiger Hand aus Aegypten, von dem Diensthause, gefuehrt. ^15Denn da Pharao hart war, uns loszulassen, erschlug der HERR alle Erstgeburt in Aegyptenland, von der Menschen Erstgeburt an bis an die Erstgeburt des Viehs. Darum opfre ich dem HERRN alles, was die Mutter bricht, was ein Maennlein ist, und die Erstgeburt meiner Soehne loese ich. ^16Das soll dir ein Zeichen in deiner Hand sein und ein Denkmal vor deinen Augen; denn der HERR hat uns mit maechtiger Hand aus Aegypten gefuehrt. ^17Da nun Pharao das Volk gelassen hatte, fuehrte sie Gott nicht auf der Strasse durch der Philister Land, die am naechsten war; denn Gott gedachte es moechte das Volk gereuen, wenn sie den Streit saehen, und sie moechten wieder nach Aegypten umkehren. ^18Darum fuehrte er das Volk um auf die Strasse durch die Wueste am Schilfmeer. Und die Kinder Israel zogen geruestet aus Aegyptenland. ^19Und Mose nahm mit sich die Gebeine Josephs. Denn er hatte einen Eid von den Kindern Israel genommen und gesprochen: Gott wird euch heimsuchen; so fuehrt meine Gebeine mit euch von hinnen. ^20Also zogen sie aus von Sukkoth und lagerten sich in Etham, vorn an der Wueste. ^21Und der HERR zog vor ihnen her, des Tages in einer Wolkensaeule, dass er den rechten Weg fuehrte, und des Nachts in einer Feuersaeule, dass er ihnen leuchtete, zu reisen Tag und Nacht. ^22Die Wolkensaeule wich nimmer von dem Volk des Tages noch die Feuersaeule des Nachts. __________________________________________________________________ Kapitel 14 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Rede mit den Kindern Israel und sprich, dass sie sich herumlenken und sich lagern bei Pihachiroth, zwischen Migdol und dem Meer, gegen Baal-Zephon, und daselbst gegenueber sich lagern ans Meer. ^3Denn Pharao wird sagen von den Kindern Israel: Sie sind verirrt im Lande; die Wueste hat sie eingeschlossen. ^4Und ich will sein Herz verstocken, dass er ihnen nachjage, und will an Pharao und an aller seiner Macht Ehre einlegen, und die Aegypter sollen innewerden, dass ich der HERR bin. Und sie taten also. ^5Und da es dem Koenig in Aegypten angesagt ward, dass das Volk geflohen war, ward sein Herz verwandelt und das Herz seiner Knechte gegen das Volk, und sie sprachen: Warum haben wir das getan, dass wir Israel haben gelassen, dass sie uns nicht dienten? ^6Und er spannte seinen Wagen an und nahm sein Volk mit sich ^7und nahm sechshundert auserlesene Wagen und was sonst von Wagen in Aegypten war und die Hauptleute ueber all sein Heer. ^8Denn der HERR verstockte das Herz Pharaos, des Koenigs in Aegypten, dass er den Kindern Israel nachjagte. Aber die Kinder Israel waren durch eine hohe Hand ausgezogen. ^9Und die Aegypter jagten ihnen nach und ereilten sie (da sie sich gelagert hatten am Meer) mit Rossen und Wagen und Reitern und allem Heer des Pharao bei Pihachiroth, gegen Baal-Zephon. ^10Und da Pharao zu ihnen nahe kam, hoben die Kinder Israel ihre Augen auf, und siehe, die Aegypter zogen hinter ihnen her; und sie fuerchteten sich sehr und schrieen zu dem HERRN ^11und sprachen zu Mose: Waren nicht genug Graeber in Aegypten, dass du uns musstest wegfuehren, dass wir in der Wueste sterben? Warum hast du uns das getan, dass du uns aus Aegypten gefuehrt hast? ^12Ist's nicht das, das wir dir sagten in Aegypten: Hoere auf und lass uns den Aegyptern dienen? Denn es waere uns ja besser den Aegyptern dienen als in der Wueste sterben. ^13Mose sprach zum Volk: Fuerchtet euch nicht, stehet fest und sehet zu, was fuer ein Heil der HERR heute an euch tun wird. Denn diese Aegypter, die ihr heute sehet, werdet ihr nimmermehr sehen ewiglich. ^14Der HERR wird fuer euch streiten, und ihr werdet still sein. ^15Der HERR sprach zu Mose: Was schreist du zu mir? sage den Kindern Israel, dass sie ziehen. ^16Du aber hebe deinen Stab auf und recke deine Hand aus ueber das Meer und teile es voneinander, dass die Kinder Israel hineingehen, mitten hindurch auf dem Trockenen. ^17Siehe, ich will das Herz der Aegypter verstocken, dass sie euch nachfolgen. So will ich Ehre einlegen an dem Pharao und an aller seiner Macht, an seinen Wagen und Reitern. ^18Und die Aegypter sollen innewerden, dass ich der HERR bin, wenn ich Ehre eingelegt habe an Pharao und an seinen Wagen und Reitern. ^19Da erhob sich der Engel Gottes, der vor dem Heer Israels her zog, und machte sich hinter sie; und die Wolkensaeule machte sich auch von ihrem Angesicht und trat hinter sie ^20und kam zwischen das Heer der Aegypter und das Heer Israels. Es war aber eine finstere Wolke und erleuchtete die Nacht, dass sie die ganze Nacht, diese und jene, nicht zusammenkommen konnten. ^21Da nun Mose seine Hand reckte ueber das Meer, liess es der HERR hinwegfahren durch einen starken Ostwind die ganze Nacht und machte das Meer trocken; und die Wasser teilten sich voneinander. ^22Und die Kinder Israel gingen hinein, mitten ins Meer auf dem Trockenen; und das Wasser war ihnen fuer Mauern zur Rechten und zur Linken. ^23Und die Aegypter folgten und gingen hinein ihnen nach, alle Rosse Pharaos und Wagen und Reiter, mitten ins Meer. ^24Als nun die Morgenwache kam, schaute der HERR auf der Aegypter Heer aus der Feuersaeule und Wolke und machte einen Schrecken in ihrem Heer ^25und stiess die Raeder von ihren Wagen, stuerzte sie mit Ungestuem. Da sprachen die Aegypter: Lasst uns fliehen von Israel; der HERR streitet fuer sie wider die Aegypter. ^26Aber der HERR sprach zu Mose: Recke deine Hand aus ueber das Meer, dass das Wasser wieder herfalle ueber die Aegypter, ueber ihre Wagen und Reiter. ^27Da reckte Mose seine Hand aus ueber das Meer, und das Meer kam wieder vor morgens in seinen Strom, und die Aegypter flohen ihm entgegen. Also stuerzte sie der HERR mitten ins Meer, ^28dass das Wasser wiederkam und bedeckte Wagen und Reiter und alle Macht des Pharao, die ihnen nachgefolgt waren ins Meer, dass nicht einer aus ihnen uebrigblieb. ^29Aber die Kinder Israel gingen trocken mitten durchs Meer; und das Wasser war ihnen fuer Mauern zur Rechten und zur Linken. ^30Also half der HERR Israel an dem Tage von der Aegypter Hand. Und sie sahen die Aegypter tot am Ufer des Meeres ^31und die grosse Hand, die der HERR an den Aegyptern erzeigt hatte. Und das Volk fuerchtete den HERRN, und sie glaubten ihm und seinem Knecht Mose. __________________________________________________________________ Kapitel 15 ^1Da sang Mose und die Kinder Israel dies Lied dem HERRN und sprachen: Ich will dem HERRN singen, denn er hat eine herrliche Tat getan; Ross und Mann hat er ins Meer gestuerzt. ^2Der HERR ist meine Staerke und mein Lobgesang und ist mein Heil. Das ist mein Gott, ich will ihn preisen; er ist meines Vaters Gott, ich will ihn erheben. ^3Der HERR ist der rechte Kriegsmann; HERR ist sein Name. ^4Die Wagen Pharaos und seine Macht warf er ins Meer; seine auserwaehlten Hauptleute versanken im Schilfmeer. ^5Die Tiefe hat sie bedeckt; sie fielen zu Grund wie die Steine. ^6HERR, deine rechte Hand tut grosse Wunder; HERR, deine rechte Hand hat die Feinde zerschlagen. ^7Und mit deiner grossen Herrlichkeit hast du deine Widersacher gestuerzt; denn da du deinen Grimm ausliessest, verzehrte er sie wie Stoppeln. ^8Durch dein Blasen taten sich die Wasser empor, und die Fluten standen in Haufen; die Tiefe wallte voneinander mitten im Meer. ^9Der Feind gedachte: Ich will nachjagen und erhaschen und den Raub austeilen und meinen Mut an ihnen kuehlen; ich will mein Schwert ausziehen, und meine Hand soll sie verderben. ^10Da liessest du deinen Wind blasen und das Meer bedeckte sie, und sie sanken unter wie Blei im maechtigen Wasser. ^11HERR, wer ist dir gleich unter den Goettern? Wer ist dir gleich, der so maechtig, heilig, schrecklich, loeblich und wundertaetig sei? ^12Da du deine rechte Hand ausrecktest, verschlang sie die Erde. ^13Du hast geleitet durch deine Barmherzigkeit dein Volk, das du erloest hast, und du hast sie gefuehrt durch deine Staerke zu deiner heiligen Wohnung. ^14Da das die Voelker hoerten, erbebten sie; Angst kam die Philister an; ^15da erschraken die Fuersten Edoms; Zittern kam die Gewaltigen Moabs an; alle Einwohner Kanaans wurden feig. ^16Es faellt auf sie Erschrecken und Furcht durch deinen grossen Arm, dass sie erstarren wie die Steine, bis dein Volk, HERR, hindurchkomme, das du erworben hast. ^17Du bringst sie hinein und pflanzest sie auf dem Berge deines Erbteils, den du, HERR, dir zur Wohnung gemacht hast, zu deinem Heiligtum, HERR, das deine Hand bereitet hat. ^18Der HERR wird Koenig sein immer und ewig. ^19Denn Pharao zog hinein ins Meer mit Rossen und Wagen und Reitern; und der HERR liess das Meer wieder ueber sie fallen. Aber die Kinder Israel gingen trocken mitten durchs Meer. ^20Und Mirjam, die Prophetin, Aarons Schwester, nahm eine Pauke in ihre Hand, und alle Weiber folgten ihr nach hinaus mit Pauken im Reigen. ^21Und Mirjam sang ihnen vor: Lasst uns dem HERRN singen, denn er hat eine herrliche Tat getan; Ross und Mann hat er ins Meer gestuerzt. ^22Mose liess die Kinder Israel ziehen vom Schilfmeer hinaus zur Wueste Sur. Und sie wanderten drei Tage in der Wueste, dass sie kein Wasser fanden. ^23Da kamen sie gen Mara; aber sie konnten das Wasser nicht trinken, denn es war sehr bitter. Daher hiess man den Ort Mara. ^24Da murrte das Volk wider Mose und sprach: Was sollen wir trinken? ^25Er schrie zu dem HERRN, und der HERR wies ihm einen Baum; den tat er ins Wasser, da ward es suess. Daselbst stellte er ihnen ein Gesetz und ein Recht und versuchte sie ^26und sprach: Wirst du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchen und tun, was recht ist vor ihm, und zu Ohren fassen seine Gebote und halten alle seine Gesetze, so will ich der Krankheiten keine auf dich legen, die ich auf Aegypten gelegt habe; denn ich bin der HERR, dein Arzt. ^27Und sie kamen gen Elim, da waren zwoelf Wasserbrunnen und siebzig Palmbaeume, und sie lagerten sich daselbst ans Wasser. __________________________________________________________________ Kapitel 16 ^1Von Elim zogen sie aus; und die ganze Gemeinde der Kinder Israel kam in die Wueste Sin, die da liegt zwischen Elim und Sinai, am fuenfzehnten Tage des zweiten Monats, nachdem sie aus Aegypten gezogen waren. ^2Und es murrte die ganze Gemeinde der Kinder Israel wider Mose und Aaron in der Wueste ^3und sprachen: Wollte Gott, wir waeren in Aegypten gestorben durch des HERRN Hand, da wir bei den Fleischtoepfen sassen und hatten die Fuelle Brot zu essen; denn ihr habt uns ausgefuehrt in diese Wueste, dass ihr diese ganze Gemeinde Hungers sterben lasset. ^4Da sprach der HERR zu Mose: Siehe, ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen, und das Volk soll hinausgehen und sammeln taeglich, was es des Tages bedarf, dass ich's versuche, ob's in meinen Gesetzen wandle oder nicht. ^5Des sechsten Tages aber sollen sie zurichten, was sie einbringen, und es wird zwiefaeltig soviel sein, als sie sonst taeglich sammeln. ^6Mose und Aaron sprachen zu allen Kindern Israel: Am Abend sollt ihr innewerden, dass euch der HERR aus Aegyptenland gefuehrt hat, ^7und des Morgens werdet ihr des HERRN Herrlichkeit sehen; denn er hat euer Murren wider den HERRN gehoert. Was sind wir, dass ihr wider uns murrt? ^8Weiter sprach Mose: Der HERR wird euch am Abend Fleisch zu essen geben und am Morgen Brots die Fuelle, darum dass der HERR euer Murren gehoert hat, dass ihr wider ihn gemurrt habt. Denn was sind wir? Euer Murren ist nicht wider uns, sondern wider den HERRN. ^9Und Mose sprach zu Aaron: Sage der ganzen Gemeinde der Kinder Israel: Kommt herbei vor den HERRN, denn er hat euer Murren gehoert. ^10Und da Aaron also redete zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel, wandten sie sich gegen die Wueste; und siehe, die Herrlichkeit des HERRN erschien in einer Wolke. ^11Und der HERR sprach zu Mose: ^12Ich habe der Kinder Israel Murren gehoert. Sage ihnen: Gegen Abend sollt ihr Fleisch zu essen haben und am Morgen von Brot satt werden, und innewerden, dass ich der HERR, euer Gott, bin. ^13Und am Abend kamen Wachteln herauf und bedeckten das Heer. Und am Morgen lag der Tau um das Heer her. ^14Und als der Tau weg war, siehe, da lag's in der Wueste rund und klein wie der Reif auf dem Lande. ^15Und da es die Kinder Israel sahen, sprachen sie untereinander: Man hu? (Das heisst: Was ist das?); denn sie wussten nicht was es war. Mose aber sprach zu ihnen: es ist das Brot, das euch der HERR zu essen gegeben hat. ^16Das ist's aber, was der HERR geboten hat: Ein jeglicher sammle, soviel er fuer sich essen mag, und nehme einen Gomer auf ein jeglich Haupt nach der Zahl der Seelen in seiner Huette. ^17Und die Kinder Israel taten also und sammelten, einer viel, der andere wenig. ^18Aber da man's mit dem Gomer mass, fand der nicht darueber, der viel gesammelt hatte, und der nicht darunter, der wenig gesammelt hatte; sondern ein jeglicher hatte gesammelt, soviel er fuer sich essen mochte. ^19Und Mose sprach zu ihnen: Niemand lasse etwas uebrig bis morgen. ^20Aber sie gehorchten Mose nicht. Und da etliche liessen davon uebrig bis morgen; da wuchsen Wuermer darin und es ward stinkend. Und Mose ward zornig auf sie. ^21Sie sammelten aber alle Morgen, soviel ein jeglicher fuer sich essen mochte. Wenn aber die Sonne heiss schien, zerschmolz es. ^22Und des sechsten Tages sammelten sie des Brots zwiefaeltig, je zwei Gomer fuer einen. Und alle Obersten der Gemeinde kamen hinein und verkuendigten's Mose. ^23Und er sprach zu ihnen: Das ist's, was der HERR gesagt hat: Morgen ist der Sabbat der heiligen Ruhe des HERRN; was ihr backen wollt, das backt, und was ihr kochen wollt, das kocht; was aber uebrig ist, das lasset bleiben, dass es behalten werde bis morgen. ^24Und sie liessen's bleiben bis morgen, wie Mose geboten hatte; da ward's nicht stinkend und war auch kein Wurm darin. ^25Da sprach Mose: Esset das heute, denn es ist heute der Sabbat des HERRN; ihr werdet's heute nicht finden auf dem Felde. ^26Sechs Tage sollt ihr sammeln; aber der siebente Tag ist der Sabbat, an dem wird nichts da sein. ^27Aber am siebenten Tage gingen etliche vom Volk hinaus, zu sammeln, und fanden nichts. ^28Da sprach der HERR zu Mose: Wie lange weigert ihr euch, zu halten meine Gebote und Gesetze? ^29Sehet, der HERR hat euch den Sabbat gegeben; darum gibt er euch am sechsten Tage zweier Tage Brot. So bleibe nun ein jeglicher in dem Seinen, und niemand gehe heraus von seinem Ort des siebenten Tages. ^30Also feierte das Volk am siebenten Tage. ^31Und das Haus Israel hiess es Man. Und es war wie Koriandersamen und weiss und hatte den Geschmack wie Semmel mit Honig. ^32Und Mose sprach: Das ist's, was der HERR geboten hat: Fuelle ein Gomer davon, es zu behalten auf eure Nachkommen, auf dass man sehe das Brot, damit ich euch gespeist habe in der Wueste, da ich euch aus Aegyptenland fuehrte. ^33Und Mose sprach zu Aaron: Nimm ein Krueglein und tu ein Gomer voll Man darein und lass es vor dem HERRN, dass es behalten werde auf eure Nachkommen. ^34Wie der HERR dem Mose geboten hatte, also liess es Aaron daselbst vor dem Zeugnis, dass es behalten werde. ^35Und die Kinder Israel assen Man vierzig Jahre, bis dass sie zu dem Lande kamen, da sie wohnen sollten; bis an die Grenze des Landes Kanaan assen sie Man. ^36Ein Gomer aber ist der zehnte Teil eines Epha. __________________________________________________________________ Kapitel 17 ^1Und die ganze Gemeinde der Kinder Israel zog aus der Wueste Sin ihre Tagereisen, wie ihnen der HERR befahl, und sie lagerten sich in Raphidim. Da hatte das Volk kein Wasser zu trinken. ^2Und sie zankten mit Mose und sprachen: Gebt uns Wasser, dass wir trinken. Mose sprach zu ihnen: Was zankt ihr mit mir? Warum versucht ihr den HERRN? ^3Da aber das Volk daselbst duerstete nach Wasser, murrten sie wider Mose und sprachen: Warum hast du uns lassen aus Aegypten ziehen, dass du uns, unsre Kinder und unser Vieh Durstes sterben liessest? ^4Mose schrie zum HERRN und sprach: Wie soll ich mit dem Volk tun? Es fehlt nicht viel, sie werden mich noch steinigen. ^5Der HERR sprach zu ihm: Gehe hin vor dem Volk und nimm etliche Aelteste von Israel mit dir und nimm deinen Stab in deine Hand, mit dem du den Strom schlugst, und gehe hin. ^6Siehe, ich will daselbst stehen vor dir auf einem Fels am Horeb; da sollst du den Fels schlagen, so wird Wasser herauslaufen, dass das Volk trinke. Mose tat also vor den Aeltesten von Israel. ^7Da hiess man den Ort Massa und Meriba um des Zanks willen der Kinder Israel, und dass sie den HERRN versucht und gesagt hatten: Ist der HERR unter uns oder nicht? ^8Da kam Amalek und stritt wider Israel in Raphidim. ^9Und Mose sprach zu Josua: Erwaehle uns Maenner, zieh aus und streite wider Amalek; morgen will ich auf des Huegels Spitze stehen und den Stab Gottes in meiner Hand haben. ^10Und Josua tat, wie Mose ihm sagte, dass er wider Amalek stritte. Mose aber und Aaron und Hur gingen auf die Spitze des Huegels. ^11Und wenn Mose seine Hand emporhielt, siegte Israel; wenn er aber seine Hand niederliess, siegte Amalek. ^12Aber die Haende Mose's wurden schwer; darum nahmen sie einen Stein und legten ihn unter ihn, dass er sich daraufsetzte. Aaron aber und Hur stuetzten ihm seine Haende, auf jeglicher Seite einer. Also blieben seine Haende fest, bis die Sonne unterging. ^13Und Josua daempfte den Amalek und sein Volk durch des Schwertes Schaerfe. ^14Und der HERR sprach zu Mose: Schreibe das zum Gedaechtnis in ein Buch und befiehls's in die Ohren Josuas; denn ich will den Amalek unter dem Himmel austilgen, dass man sein nicht mehr gedenke. ^15Und Mose baute einen Altar und hiess ihn: Der HERR ist mein Panier. ^16Denn er sprach: Es ist ein Malzeichen bei dem Stuhl des HERRN, dass der HERR streiten wird wider Amalek von Kind zu Kindeskind. __________________________________________________________________ Kapitel 18 ^1Und da Jethro, der Priester in Midian, Mose's Schwiegervater, hoerte alles, was Gott getan hatte mit Mose und seinem Volk Israel, dass der HERR Israel haette aus Aegypten gefuehrt, ^2nahm er Zippora, Mose's Weib, die er hatte zurueckgesandt, ^3samt ihren zwei Soehnen, deren einer hiess Gerson (denn er sprach: Ich bin ein Gast geworden in fremdem Lande) ^4und der andere Elieser (denn er sprach: Der Gott meines Vaters ist meine Hilfe gewesen und hat mich errettet von dem Schwert Pharaos). ^5Da nun Jethro, Mose's Schwiegervater, und seine Soehne und sein Weib zu ihm kamen in die Wueste, an den Berg Gottes, da er sich gelagert hatte, ^6liess er Mose sagen: Ich, Jethro, dein Schwiegervater, bin zu dir gekommen und dein Weib und ihre beiden Soehne mit ihr. ^7Da ging Mose hinaus ihm entgegen und neigte sich vor ihm und kuesste ihn. Und da sie sich untereinander gegruesst hatten, gingen sie in die Huette. ^8Da erzaehlte Mose seinem Schwiegervater alles, was der HERR dem Pharao und den Aegyptern getan hatte Israels halben, und alle die Muehsal, die ihnen auf den Wege begegnet war, und dass sie der HERR errettet haette. ^9Jethro aber freute sich all des Guten, das der HERR Israel getan hatte, dass er sie errettet hatte von der Aegypter Hand. ^10Und Jethro sprach: Gelobt sei der HERR, der euch errettet hat von der Aegypter und Pharaos Hand, der weiss sein Volk von der Aegypter Hand zu erretten. ^11Nun weiss ich, dass der HERR groesser ist denn alle Goetter, darum dass sie Hochmut an ihnen geuebt haben. ^12Und Jethro, Mose's Schwiegervater, brachte Gott ein Brandopfer mit Dankopfern. Da kamen Aaron und alle Aeltesten in Israel, mit Mose's Schwiegervater das Brot zu essen vor Gott. ^13Des andern Morgens setzte sich Mose, das Volk zu richten; und das Volk stand um Mose her von Morgen an bis zu Abend. ^14Da aber sein Schwiegervater sah alles, was er dem Volke tat, sprach er: Was ist's, das du tust mit dem Volk? Warum sitzt du allein, und alles Volk steht um dich her von Morgen an bis zu Abend? ^15Mose antwortete ihm: Das Volk kommt zu mir, Gott um Rat zu fragen. ^16Denn wo sie was zu schaffen haben, kommen sie zu mir, dass ich richte zwischen einem jeglichen und seinem Naechsten und zeige ihnen Gottes Rechte und seine Gesetze. ^17Sein Schwiegervater sprach zu ihm: Es ist nicht gut, was du tust. ^18Du machst dich zu muede, dazu das Volk auch, das mit dir ist. Das Geschaeft ist dir zu schwer; du kannst's allein nicht ausrichten. ^19Aber gehorche meiner Stimme; ich will dir raten, und Gott wird mit dir sein. Pflege du des Volks vor Gott und bringe die Geschaefte vor Gott ^20und stelle ihnen Rechte und Gesetze, dass du sie lehrst den Weg, darin sie wandeln, und die Werke, die sie tun sollen. ^21Siehe dich aber um unter allem Volk nach redlichen Leuten, die Gott fuerchten, wahrhaftig und dem Geiz feind sind; die setze ueber sie, etliche ueber tausend, ueber hundert, ueber fuenfzig und ueber zehn, ^22dass sie das Volk allezeit richten; wo aber eine grosse Sache ist, dass sie dieselbe an dich bringen, und sie alle geringen Sachen richten. So wird dir's leichter werden, und sie werden mit dir tragen. ^23Wirst du das tun, so kannst du ausrichten, was Gott dir gebietet, und all dies Volk kann mit Frieden an seinen Ort kommen. ^24Mose gehorchte seines Schwiegervaters Wort und tat alles, was er sagte, ^25und erwaehlte redliche Leute aus ganz Israel und machte sie zu Haeuptern ueber das Volk, etliche ueber tausend, ueber hundert, ueber fuenfzig und ueber zehn, ^26dass sie das Volk allezeit richteten; was aber schwere Sachen waeren, zu Mose braechten, und die kleinen Sachen selber richteten. ^27Also liess Mose seinen Schwiegervater in sein Land ziehen. __________________________________________________________________ Kapitel 19 ^1Im dritten Monat nach dem Ausgang der Kinder Israel aus Aegyptenland kamen sie dieses Tages in die Wueste Sinai. ^2Denn sie waren ausgezogen von Raphidim und wollten in die Wueste Sinai und lagerten sich in der Wueste daselbst gegenueber dem Berge. ^3Und Mose stieg hinauf zu Gott. Und der HERR rief ihm vom Berge und sprach: So sollst du sagen dem Hause Jakob und verkuendigen den Kindern Israel: ^4Ihr habt gesehen, was ich den Aegyptern getan habe, und wie ich euch getragen habe auf Adlerfluegeln und habe euch zu mir gebracht. ^5Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Voelkern; denn die ganze Erde ist mein. ^6Und ihr sollt mir ein priesterlich Koenigreich und ein heiliges Volk sein. Das sind die Worte, die du den Kindern Israel sagen sollst. ^7Mose kam und forderte die Aeltesten im Volk und legte ihnen alle diese Worte vor, die der HERR geboten hatte. ^8Und alles Volk antwortete zugleich und sprach: Alles, was der HERR geredet hat, wollen wir tun. Und Mose sagte die Rede des Volkes dem HERRN wieder. ^9Und der HERR sprach zu Mose: Siehe, ich will zu dir kommen in einer dicken Wolke, auf dass dies Volk es hoere, wenn ich mit dir rede, und glaube dir ewiglich. Und Mose verkuendigte dem HERRN die Rede des Volks. ^10Und der HERR sprach zu Mose: Gehe hin zum Volk und heilige sie heute und morgen, dass sie ihre Kleider waschen ^11und bereit seien auf den dritten Tag; denn am dritten Tage wird der HERR herabfahren auf den Berg Sinai. ^12Und mache dem Volk ein Gehege umher und sprich zu ihnen: Huetet euch, dass ihr nicht auf den Berg steiget noch sein Ende anruehrt; denn wer den Berg anruehrt, soll des Todes sterben. ^13Keine Hand soll ihn anruehren, sondern er soll gesteinigt oder mit Geschoss erschossen werden; es sei ein Tier oder ein Mensch, so soll er nicht leben. Wenn es aber lange toenen wird, dann sollen sie an den Berg gehen. ^14Mose stieg vom Berge zum Volk und heiligte sie, und sie wuschen ihre Kleider. ^15Und er sprach zu ihnen: Seid bereit auf den dritten Tag, und keiner nahe sich zum Weibe. ^16Als nun der dritte Tag kam und es Morgen war, da erhob sich ein Donnern und Blitzen und eine dicke Wolke auf dem Berge und ein Ton einer sehr starken Posaune; das ganze Volk aber, das im Lager war, erschrak. ^17Und Mose fuehrte das Volk aus dem Lager Gott entgegen, und es trat unten an den Berg. ^18Der ganze Berg Sinai aber rauchte, darum dass der HERR herab auf den Berg fuhr mit Feuer; und sein Rauch ging auf wie ein Rauch vom Ofen, dass der ganze Berg sehr bebte. ^19Und der Posaune Ton ward immer staerker. Mose redete, und Gott antwortete ihm laut. ^20Als nun der HERR herniedergekommen war auf den Berg Sinai, oben auf seine Spitze, forderte er Mose oben auf die Spitze des Berges, und Mose stieg hinauf. ^21Da sprach der HERR zu ihm: Steig hinab und bezeuge dem Volk, dass sie nicht durchbrechen zum HERRN, ihn zu sehen, und viele aus ihnen fallen. ^22Dazu die Priester, die zum HERRN nahen, sollen sich heiligen, dass sie der HERR nicht zerschmettere. ^23Mose aber sprach zum HERRN: Das Volk kann nicht auf den Berg Sinai steigen; denn du hast uns bezeugt und gesagt: Mache ein Gehege um den Berg und heilige ihn. ^24Und der HERR sprach zu ihm: Gehe hin, steige hinab! Du und Aaron mit dir sollt heraufsteigen; aber die Priester und das Volk sollen nicht durchbrechen, dass sie hinaufsteigen zu dem HERRN, dass er sie nicht zerschmettere. ^25Und Mose stieg herunter zum Volk und sagte es ihm. __________________________________________________________________ Kapitel 20 ^1Und Gott redete alle diese Worte: ^2Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Aegyptenland, aus dem Diensthause, gefuehrt habe. ^3Du sollst keine anderen Goetter neben mir haben. ^4Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des, das im Wasser unter der Erde ist. ^5Bete sie nicht an und diene ihnen nicht. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsucht der Vaeter Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied, die mich hassen; ^6und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden, die mich liebhaben und meine Gebote halten. ^7Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht. ^8Gedenke des Sabbattags, dass Du ihn heiligest. ^9Sechs Tage sollst du arbeiten und alle dein Dinge beschicken; ^10aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes; da sollst du kein Werk tun noch dein Sohn noch deine Tochter noch dein Knecht noch deine Magd noch dein Vieh noch dein Fremdling, der in deinen Toren ist. ^11Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn. ^12Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass du lange lebest in dem Lande, dass dir der HERR, dein Gott, gibt. ^13Du sollst nicht toeten. ^14Du sollst nicht ehebrechen. ^15Du sollst nicht stehlen. ^16Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Naechsten. ^17Lass dich nicht geluesten deines Naechsten Hauses. Lass dich nicht geluesten deines Naechsten Weibes, noch seines Knechtes noch seiner Magd, noch seines Ochsen noch seines Esels, noch alles, was dein Naechster hat. ^18Und alles Volk sah den Donner und Blitz und den Ton der Posaune und den Berg rauchen. Da sie aber solches sahen, flohen sie und traten von ferne ^19und sprachen zu Mose: Rede du mit uns, wir wollen gehorchen; und lass Gott nicht mit uns reden, wir moechten sonst sterben. ^20Mose aber sprach zum Volk: Fuerchtet euch nicht; denn Gott ist gekommen, dass er euch versuchte und dass seine Furcht euch vor Augen waere, dass ihr nicht suendigt. ^21Also trat das Volk von ferne; aber Mose machte sich hinzu in das Dunkel, darin Gott war. ^22Und der HERR sprach zu ihm: Also sollst du den Kindern Israel sagen: Ihr habt gesehen, dass ich mit euch vom Himmel geredet habe. ^23Darum sollt ihr nichts neben mir machen; silberne und goldene Goetter sollt ihr nicht machen. ^24Einen Altar von Erde mache mir, darauf du dein Brandopfer und Dankopfer, deine Schafe und Rinder opferst. Denn an welchem Ort ich meines Namens Gedaechtnis stiften werde, da will ich zu dir kommen und dich segnen. ^25Und so du mir einen steinernen Altar machen willst, sollst du ihn nicht von gehauenen Steinen bauen; denn wo du mit deinem Messer darueber faehrst, so wirst du ihn entweihen. ^26Du sollst auch nicht auf Stufen zu meinem Altar steigen, dass nicht deine Bloesse aufgedeckt werde vor ihm. __________________________________________________________________ Kapitel 21 ^1Dies sind die Rechte, die du ihnen sollst vorlegen: ^2So du einen hebraeischen Knecht kaufst, der soll dir sechs Jahre dienen; im siebenten Jahr soll er frei ausgehen umsonst. ^3Ist er ohne Weib gekommen, so soll er auch ohne Weib ausgehen; ist er aber mit Weib gekommen, so soll sein Weib mit ihm ausgehen. ^4Hat ihm aber sein Herr ein Weib gegeben, und er hat Soehne oder Toechter gezeugt, so soll das Weib und die Kinder seines Herrn sein, er aber soll ohne Weib ausgehen. ^5Spricht aber der Knecht: Ich habe meinen Herren lieb und mein Weib und Kind, ich will nicht frei werden, ^6so bringe ihn sein Herr vor die "Goetter" und halte ihn an die Tuer oder den Pfosten und bohre ihm mit einem Pfriem durch sein Ohr, und er sei sein Knecht ewig. ^7Verkauft jemand sein Tochter zur Magd, so soll sie nicht ausgehen wie die Knechte. ^8Gefaellt sie aber ihrem Herrn nicht und will er sie nicht zur Ehe nehmen, so soll er sie zu loesen geben. Aber unter ein fremdes Volk sie zu verkaufen hat er nicht Macht, weil er sie verschmaeht hat. ^9Vertraut er sie aber seinem Sohn, so soll er Tochterrecht an ihr tun. ^10Gibt er ihm aber noch eine andere, so soll er an ihrer Nahrung, Kleidung und Eheschuld nichts abbrechen. ^11Tut er diese drei nicht, so soll sie frei ausgehen ohne Loesegeld. ^12Wer einen Menschen schlaegt, dass er stirbt, der soll des Todes sterben. ^13Hat er ihm aber nicht nachgestellt, sondern Gott hat ihn lassen ungefaehr in seine Haende fallen, so will ich dir einen Ort bestimmen, dahin er fliehen soll. ^14Wo aber jemand seinem Naechsten frevelt und ihn mit List erwuergt, so sollst du denselben von meinem Altar nehmen, dass man ihn toete. ^15Wer Vater und Mutter schlaegt, der soll des Todes sterben. ^16Wer einen Menschen stiehlt, es sei, dass er ihn verkauft oder dass man ihn bei ihm findet, der soll des Todes sterben. ^17Wer Vater und Mutter flucht, der soll des Todes sterben. ^18Wenn Maenner mit einander hadern und einer schlaegt den andern mit einem Stein oder mit einer Faust, dass er nicht stirbt, sondern zu Bette liegt: ^19kommt er auf, dass er ausgeht an seinem Stabe, so soll, der ihn schlug, unschuldig sein, nur dass er ihm bezahle, was er versaeumt hat, und das Arztgeld gebe. ^20Wer seinen Knecht oder seine Magd schlaegt mit einem Stabe, dass sie sterben unter seinen Haenden, der soll darum gestraft werden. ^21Bleibt er aber einen oder zwei Tage am Leben, so soll er darum nicht gestraft werden; denn es ist sein Geld. ^22Wenn Maenner hadern und verletzen ein schwangeres Weib, dass ihr die Frucht abgeht, und ihr kein Schade widerfaehrt, so soll man ihn um Geld strafen, wieviel des Weibes Mann ihm auflegt, und er soll's geben nach der Schiedsrichter Erkennen. ^23Kommt ihr aber ein Schade daraus, so soll er lassen Seele um Seele, ^24Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuss um Fuss, ^25Brand um Brand, Wunde um Wunde, Beule um Beule. ^26Wenn jemand seinen Knecht oder seine Magd in ein Auge schlaegt und verderbt es, der soll sie frei loslassen um das Auge. ^27Desgleichen, wenn er seinem Knecht oder seiner Magd einen Zahn ausschlaegt, soll er sie frei loslassen um den Zahn. ^28Wenn ein Ochse einen Mann oder ein Weib stoesst, dass sie sterben, so soll man den Ochsen steinigen und sein Fleisch nicht essen; so ist der Herr des Ochsen unschuldig. ^29Ist aber der Ochse zuvor stoessig gewesen, und seinem Herrn ist's angesagt, und hat ihn nicht verwahrt, und er toetet darueber einen Mann oder ein Weib, so soll man den Ochsen steinigen, und sein Herr soll sterben. ^30Wird man aber ein Loesegeld auf ihn legen, so soll er geben, sein Leben zu loesen, was man ihm auflegt. ^31Desgleichen soll man mit ihm handeln, wenn er Sohn oder Tochter stoesst. ^32Stoesst er aber einen Knecht oder eine Magd, so soll er ihrem Herrn dreissig Silberlinge geben, und den Ochsen soll man steinigen. ^33So jemand eine Grube auftut oder graebt eine Grube und deckt sie nicht zu, und es faellt ein Ochse oder Esel hinein, ^34so soll's der Herr der Grube mit Geld dem andern wiederbezahlen; das Aas aber soll sein sein. ^35Wenn jemandes Ochse eines andern Ochsen stoesst, dass er stirbt, so sollen sie den lebendigen Ochsen verkaufen und das Geld teilen und das Aas auch teilen. ^36Ist's aber kund gewesen, dass der Ochse zuvor stoessig war, und sein Herr hat ihn nicht verwahrt, so soll er einen Ochsen fuer den andern vergelten und das Aas haben. __________________________________________________________________ Kapitel 22 ^1Wenn jemand einen Ochsen oder ein Schaf stiehlt und schlachtet's oder verkauft's, der soll fuenf Ochsen fuer einen Ochsen wiedergeben und vier Schafe fuer ein Schaf. ^2Wenn ein Dieb ergriffen wird, dass er einbricht, und wird dabei geschlagen, dass er stirbt, so soll man kein Blutgericht ueber jenen lassen gehen. ^3Ist aber die Sonne ueber ihn aufgegangen, so soll man das Blutgericht gehen lassen. Es soll aber ein Dieb wiedererstatten; hat er nichts, so verkaufe man ihn um seinen Diebstahl. ^4Findet man aber bei ihm den Diebstahl lebendig, es sei ein Ochse, Esel oder Schaf, so soll er's zwiefaeltig wiedergeben. ^5Wenn jemand einen Acker oder Weinberg beschaedigt, dass er sein Vieh laesst Schaden tun in eines andern Acker, der soll von dem Besten auf seinem Acker und Weinberg wiedererstatten. ^6Wenn ein Feuer auskommt und ergreift die Dornen und verbrennt die Garben oder Getreide, das noch steht, oder den Acker, so soll der wiedererstatten, der das Feuer angezuendet hat. ^7Wenn jemand seinem Naechsten Geld oder Geraete zu bewahren gibt, und es wird demselben aus seinem Hause gestohlen: findet man den Dieb, so soll er's zwiefaeltig wiedergeben; ^8findet man aber den Dieb nicht, so soll man den Hauswirt vor die "Goetter" bringen, ob er nicht seine Hand habe an seines Naechsten Habe gelegt. ^9Wo einer den andern beschuldigt um irgend ein Unrecht, es sei um Ochsen oder Esel oder Schaf oder Kleider oder allerlei, das verloren ist, so soll beider Sache vor die "Goetter" kommen. Welchen die "Goetter" verdammen, der soll's zwiefaeltig seinem Naechsten wiedergeben. ^10Wenn jemand seinem Naechsten einen Esel oder Ochsen oder ein Schaf oder irgend ein Vieh zu bewahren gibt, und es stirbt ihm oder wird beschaedigt oder wird ihm weggetrieben, dass es niemand sieht, ^11so soll man's unter ihnen auf einen Eid bei dem HERRN kommen lassen, ob er nicht habe seine Hand an seines Naechsten Habe gelegt; und des Gutes Herr soll's annehmen, also dass jener nicht bezahlen muesse. ^12Stiehlt's ihm aber ein Dieb, so soll er's seinem Herrn bezahlen. ^13Wird es aber zerrissen, soll er Zeugnis davon bringen und nicht bezahlen. ^14Wenn's jemand von seinem Naechsten entlehnt, und es wird beschaedigt oder stirbt, dass sein Herr nicht dabei ist, so soll er's bezahlen. ^15Ist sein Herr aber dabei, soll er's nicht bezahlen, so er's um sein Geld gedingt hat. ^16Wenn jemand eine Jungfrau beredet, die noch nicht verlobt ist, und bei ihr schlaeft, der soll ihr geben ihre Morgengabe und sie zum Weibe haben. ^17Weigert sich aber ihr Vater, sie ihm zu geben, soll er Geld darwaegen, wieviel einer Jungfrau zur Morgengabe gebuehrt. ^18Die Zauberinnen sollst du nicht leben lassen. ^19Wer bei einem Vieh liegt, der soll des Todes sterben. ^20Wer den Goettern opfert und nicht dem HERRN allein, der sei verbannt. ^21Die Fremdlinge sollst du nicht schinden noch unterdruecken; denn ihr seid auch Fremdlinge in Aegyptenland gewesen. ^22Ihr sollt keine Witwen und Waisen bedraengen. ^23Wirst du sie bedraengen, so werden sie zu mir schreien, und ich werde ihr Schreien erhoeren; ^24so wird mein Zorn ergrimmen, dass ich euch mit dem Schwert toete und eure Weiber Witwen und eure Kinder Waisen werden. ^25Wenn du Geld leihst einem aus meinem Volk, der arm ist bei dir, sollst du ihn nicht zu Schaden bringen und keinen Wucher an ihm treiben. ^26Wenn du von deinem Naechsten ein Kleid zum Pfande nimmst, sollst du es ihm wiedergeben, ehe die Sonne untergeht; ^27denn sein Kleid ist seine einzige Decke seiner Haut, darin er schlaeft. Wird er aber zu mir schreien, so werde ich ihn erhoeren; denn ich bin gnaedig. ^28Den "Goettern" sollst du nicht fluchen, und den Obersten in deinem Volk nicht laestern. ^29Deiner Frucht Fuelle und Saft sollst du nicht zurueckhalten. Deinen ersten Sohn sollst du mir geben. ^30So sollst du auch tun mit deinem Ochsen und Schafe. Sieben Tage lass es bei seiner Mutter sein, am achten Tag sollst du mir's geben. ^31Ihr sollt heilige Leute vor mir sein; darum sollt ihr kein Fleisch essen, das auf dem Felde von Tieren zerrissen ist, sondern es vor die Hunde werfen. __________________________________________________________________ Kapitel 23 ^1Du sollst falscher Anklage nicht glauben, dass du einem Gottlosen Beistand tust und ein falscher Zeuge seist. ^2Du sollst nicht folgen der Menge zum Boesen und nicht also verantworten vor Gericht, dass du der Menge nach vom Rechten weichest. ^3Du sollst den Geringen nicht beschoenigen in seiner Sache. ^4Wenn du deines Feindes Ochsen oder Esel begegnest, dass er irrt, so sollst du ihm denselben wieder zufuehren. ^5Wenn du den Esel des, der dich hasst, siehst unter seiner Last liegen, huete dich, und lass ihn nicht, sondern versaeume gerne das Deine um seinetwillen. ^6Du sollst das Recht deines Armen nicht beugen in seiner Sache. ^7Sei ferne von falschen Sachen. Den Unschuldigen und Gerechten sollst du nicht erwuergen; denn ich lasse den Gottlosen nicht Recht haben. ^8Du sollst nicht Geschenke nehmen; denn Geschenke machen die Sehenden blind und verkehren die Sachen der Gerechten. ^9Die Fremdlinge sollt ihr nicht unterdruecken; denn ihr wisset um der Fremdlinge Herz, dieweil ihr auch seid Fremdlinge in Aegyptenland gewesen. ^10Sechs Jahre sollst du dein Land besaeen und seine Fruechte einsammeln. ^11Im siebenten Jahr sollst du es ruhen und liegen lassen, dass die Armen unter deinem Volk davon essen; und was uebrigbleibt, lass das Wild auf dem Felde essen. Also sollst du auch tun mit deinem Weinberg und Oelberg. ^12Sechs Tage sollst du deine Arbeit tun; aber des siebenten Tages sollst du feiern, auf dass dein Ochs und Esel ruhen und deiner Magd Sohn und der Fremdling sich erquicken. ^13Alles, was ich euch gesagt habe, das haltet. Und anderer Goetter Namen sollt ihr nicht gedenken, und aus eurem Munde sollen sie nicht gehoert werden. ^14Dreimal sollt ihr mir Feste halten im Jahr: ^15das Fest der ungesaeuerten Brote sollst du halten, dass du sieben Tage ungesaeuertes Brot essest, wie ich dir geboten habe, um die Zeit des Monats Abib; denn in demselben bist du aus Aegypten gezogen. Erscheint aber nicht leer vor mir. ^16Und das Fest der Ernte, der Erstlinge deiner Fruechte, die du auf dem Felde gesaet hast. Und das Fest der Einsammlung im Ausgang des Jahres, wenn du deine Arbeit eingesammelt hast vom Felde. ^17Dreimal im Jahre soll erscheinen vor dem HERRN, dem Herrscher, alles, was maennlich ist unter dir. ^18Du sollst das Blut meines Opfers nicht neben dem Sauerteig opfern, und das Fett von meinem Fest soll nicht bleiben bis auf morgen. ^19Die Erstlinge von der ersten Frucht auf deinem Felde sollst du bringen in das Haus des HERRN, deines Gottes. Und sollst das Boecklein nicht kochen in seiner Mutter Milch. ^20Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, der dich behuete auf dem Wege und bringe dich an den Ort, den ich bereitet habe. ^21Darum huete dich vor seinem Angesicht und gehorche seiner Stimme und erbittere ihn nicht; denn er wird euer Uebertreten nicht vergeben, und mein Name ist in ihm. ^22Wirst du aber seiner Stimme hoeren und tun alles, was ich dir sagen werde, so will ich deiner Feinde Feind und deiner Widersacher Widersacher sein. ^23Wenn nun mein Engel vor dir her geht und dich bringt an die Amoriter, Hethiter, Pheresiter, Kanaaniter, Heviter und Jebusiter und ich sie vertilge, ^24so sollst du ihre Goetter nicht anbeten noch ihnen dienen und nicht tun, wie sie tun, sondern du sollst ihre Goetzen umreissen und zerbrechen. ^25Aber dem HERRN, eurem Gott, sollt ihr dienen, so wird er dein Brot und dein Wasser segnen, und ich will alle Krankheit von dir wenden. ^26Es soll nichts Untraechtiges noch Unfruchtbares sein in deinem Lande, und ich will dich lassen alt werden. ^27Ich will meinen Schrecken vor dir her senden und alles Volk verzagt machen, dahin du kommst, und will dir alle deine Feinde in die Flucht geben. ^28Ich will Hornissen vor dir her senden, die vor dir her ausjagen die Heviter, Kanaaniter und Hethiter. ^29Ich will sie nicht auf ein Jahr ausstossen vor dir, auf dass nicht das Land wuest werde und sich wilde Tiere wider dich mehren; ^30einzeln nacheinander will ich sie vor dir her ausstossen, bis du waechsest und das Land besitzest. ^31Und will deine Grenze setzen von dem Schilfmeer bis an das Philistermeer und von der Wueste bis an den Strom. Denn ich will dir in deine Hand geben die Einwohner des Landes, dass du sie sollst ausstossen vor dir her. ^32Du sollst mit ihnen oder mit ihren Goettern keinen Bund machen; ^33sondern lass sie nicht wohnen in deinem Lande, dass sie dich nicht verfuehren wider mich. Denn wo du ihren Goettern dienst, wird dir's zum Fall geraten. __________________________________________________________________ Kapitel 24 ^1Und zu Mose sprach er: Steig herauf zum HERRN, du und Aaron, Nadab und Abihu und siebzig von den Aeltesten Israels, und betet an von ferne. ^2Aber Mose allein nahe sich zum HERRN und lasse jene nicht herzu nahen, und das Volk komme auch nicht zu ihm herauf. ^3Mose kam und erzaehlte dem Volk alle Worte des HERRN und alle Rechte. Da antwortete alles Volk mit einer Stimme und sprachen: Alle Worte, die der HERR gesagt hat, wollen wir tun. ^4Da schrieb Mose alle Worte des HERRN und machte sich des Morgens frueh auf und baute einen Altar unten am Berge mit zwoelf Saeulen nach den zwoelf Staemmen Israels, ^5und sandte hin Juenglinge aus den Kindern Israel, dass sie Brandopfer darauf opferten und Dankopfer dem HERRN von Farren. ^6Und Mose nahm die Haelfte des Blutes und tat's in ein Becken, die andere Haelfte sprengte er auf den Altar. ^7Und nahm das Buch des Bundes und las es vor den Ohren des Volkes. Und da sie sprachen: Alles, was der HERR gesagt hat, das wollen wir tun und gehorchen, ^8da nahm Mose das Blut und besprengte das Volk damit und sprach: Sehet, das ist das Blut des Bundes, den der HERR mit euch macht ueber allen diesen Worten. ^9Da stiegen Mose und Aaron, Nadab und Abihu und siebzig von den Aeltesten Israels hinauf ^10und sahen den Gott Israels. Unter seinen Fuessen war es wie ein schoener Saphir und wie die Gestalt des Himmels, wenn's klar ist. ^11Und er reckte seine Hand nicht aus wider die Obersten in Israel. Und da sie Gott geschaut hatten, assen und tranken sie. ^12Und der HERR sprach zu Mose: Komm herauf zu mir auf den Berg und bleib daselbst, dass ich dir gebe steinerne Tafeln und Gesetze und Gebote, die ich geschrieben habe, die du sie lehren sollst. ^13Da machte sich Mose auf mit seinem Diener Josua und stieg auf den Berg Gottes ^14und sprach zu den Aeltesten: Bleibet hier, bis wir wieder zu euch kommen. Siehe, Aaron und Hur sind bei euch; hat jemand eine Sache, der komme vor dieselben. ^15Da nun Mose auf den Berg kam, bedeckte eine Wolke den Berg, ^16und die Herrlichkeit des HERRN wohnte auf dem Berge Sinai und deckte ihn mit der Wolke sechs Tage, und er rief Mose am siebenten Tage aus der Wolke. ^17Und das Ansehen der Herrlichkeit des HERRN war wie ein verzehrendes Feuer auf der Spitze des Berges vor den Kindern Israel. ^18Und Mose ging mitten in die Wolke und stieg auf den Berg und blieb auf dem Berg vierzig Tage und vierzig Naechte. __________________________________________________________________ Kapitel 25 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Sage den Kindern Israel, dass sie mir ein Hebopfer geben; und nehmt dasselbe von jedermann, der es willig gibt. ^3Das ist aber das Hebopfer, das ihr von ihnen nehmen sollt: Gold, Silber, Erz, ^4blauer und roter Purpur, Scharlach, koestliche weisse Leinwand, Ziegenhaar, ^5roetliche Widderfelle, Dachsfelle, Akazienholz, ^6Oel zur Lampe, Spezerei zur Salbe und zu gutem Raeuchwerk, ^7Onyxsteine und eingefasste Steine zum Leibrock und zum Amtschild. ^8Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, dass ich unter ihnen wohne. ^9Wie ich dir ein Vorbild der Wohnung und alles ihres Geraets zeigen werde, so sollt ihr's machen. ^10Macht eine Lade aus Akazienholz; dritthalb Ellen soll die Laenge sein, anderthalb Ellen die Breite und anderthalb Ellen die Hoehe. ^11Du sollst sie mit Gold ueberziehen inwendig und auswendig, und mache einen goldenen Kranz oben umher. ^12Und giesse vier goldene Ringe und mache sie an ihr vier Ecken, also dass zwei Ringe seien auf einer Seite und zwei auf der andern Seite. ^13Und mache Stangen von Akazienholz und ueberziehe sie mit Gold ^14und stecke sie in die Ringe an der Lade Seiten, dass man sie damit trage; ^15sie sollen in den Ringen bleiben und nicht herausgetan werden. ^16Und sollst in die Lade das Zeugnis legen, das ich dir geben werde. ^17Du sollst auch einen Gnadenstuhl machen von feinem Golde; dritthalb Ellen soll seine Laenge sein und anderthalb Ellen seine Breite. ^18Und du sollst zwei Cherubim machen von getriebenem Golde zu beiden Enden des Gnadenstuhls, ^19dass ein Cherub sei an diesem Ende, der andere an dem andern Ende, und also zwei Cherubim seien an des Gnadenstuhls Enden. ^20Und die Cherubim sollen ihr Fluegel ausbreiten von oben her, dass sie mit ihren Fluegeln den Gnadenstuhl bedecken und eines jeglichen Antlitz gegen das des andern stehe; und ihre Antlitze sollen auf den Gnadenstuhl sehen. ^21Und sollst den Gnadenstuhl oben auf die Lade tun und in die Lade das Zeugnis legen, das ich dir geben werde. ^22Von dem Ort will ich mich dir bezeugen und mit dir reden, naemlich von dem Gnadenstuhl zwischen den zwei Cherubim, der auf der Lade des Zeugnisses ist, alles, was ich dir gebieten will an die Kinder Israel. ^23Du sollst auch einen Tisch machen von Akazienholz; zwei Ellen soll seine Laenge sein und eine Elle sein Breite und anderthalb Ellen seine Hoehe. ^24Und sollst ihn ueberziehen mit feinem Gold und einen goldenen Kranz umher machen ^25und eine Leiste umher, eine Handbreit hoch, und einen goldenen Kranz um die Leiste her. ^26Und sollst vier goldene Ringe daran machen an die vier Ecken an seinen vier Fuessen. ^27Hart unter der Leiste sollen die Ringe sein, dass man Stangen darein tue und den Tisch trage. ^28Und sollst die Stangen von Akazienholz machen und sie mit Gold ueberziehen, dass der Tisch damit getragen werde. ^29Du sollst auch aus feinem Golde seine Schuesseln und Loeffel machen, seine Kannen und Schalen, darin man das Trankopfer darbringe. ^30Und sollst auf den Tisch allezeit Schaubrote legen vor mir. ^31Du sollst auch einen Leuchter von feinem, getriebenem Golde machen; daran soll der Schaft mit Roehren, Schalen, Knaeufen und Blumen sein. ^32Sechs Roehren sollen aus dem Leuchter zu den Seiten ausgehen, aus jeglicher Seite drei Roehren. ^33Eine jegliche Roehre soll drei offene Schalen mit Knaeufen und Blumen haben; so soll es sein bei den sechs Roehren aus dem Leuchter. ^34Aber der Schaft am Leuchter soll vier offene Schalen mit Knaeufen und Blumen haben ^35und je einen Knauf unter zwei von den Sechs Roehren, welche aus dem Leuchter gehen. ^36Beide, die Knaeufe und Roehren, sollen aus ihm gehen, alles getriebenes, lauteres Gold. ^37Und sollst sieben Lampen machen obenauf, dass sie nach vornehin leuchten, ^38und Lichtschneuzen und Loeschnaepfe von feinem Golde. ^39Aus einem Zentner feinen Goldes sollst du das machen mit allem diesem Geraet. ^40Und siehe zu, dass du es machst nach dem Bilde, das du auf dem Berge gesehen hast. __________________________________________________________________ Kapitel 26 ^1Die Wohnung sollst du machen von zehn Teppichen, von gezwirnter, weisser Leinwand, von blauem und rotem Purpur und von Scharlach. Cherubim sollst du daran machen von kunstreicher Arbeit. ^2Die Laenge eines Teppichs soll achtundzwanzig Ellen sein, die Breite vier Ellen, und sollen alle zehn gleich sein. ^3Und sollen je fuenf zu einem Stueck zusammengefuegt sein, einer an den andern. ^4Und sollst Schleifen machen von blauem Purpur an jegliches Stueck am Rand, wo die zwei Stuecke sollen zusammengeheftet werden; ^5fuenfzig Schleifen an jegliches Stueck, dass eine Schleife der andern gegenueberstehe. ^6Und sollst fuenfzig goldene Haken machen, womit man die Teppiche zusammenheftet, einen an den andern, auf dass es eine Wohnung werde. ^7Du sollst auch eine Decke aus Ziegenhaar machen zur Huette ueber die Wohnung von elf Teppichen. ^8Die Laenge eines Teppichs soll dreissig Ellen sein, die Breite aber vier Ellen, und sollen alle elf gleich gross sein. ^9Fuenf sollst du aneinander fuegen und sechs auch aneinander, dass du den sechsten Teppich zwiefaeltig machst vorn an der Huette. ^10Und sollst an jegliches Stueck fuenfzig Schleifen machen am Rand, wo die Stuecke sollen zusammengeheftet werden. ^11Und sollst fuenfzig eherne Haken machen und die Haken in die Schleifen tun, dass die Huette zusammengefuegt und eine Huette werde. ^12Aber vom Ueberlangen an den Teppichen der Huette sollst du einen halben Teppich lassen ueberhangen hinten an der Huette ^13und auf beiden Seiten je eine Elle, dass das Ueberlange sei an der Huette Seiten und auf beiden Seiten sie bedecke. ^14Ueber diese Decke sollst du eine Decke machen von roetlichen Widderfellen, dazu ueber sie eine Decke von Dachsfellen. ^15Du sollst auch Bretter machen zu der Wohnung von Akazienholz, die stehen sollen. ^16Zehn Ellen lang soll ein Brett sein und anderthalb Ellen breit. ^17Zwei Zapfen soll ein Brett haben, dass eins an das andere koenne gesetzt werden. Also sollst du alle Bretter der Wohnung machen. ^18Ihrer zwanzig sollen stehen gegen Mittag. ^19Die sollen vierzig silberne Fuesse unten haben, je zwei Fuesse unter einem jeglichen Brett an seinen zwei Zapfen. ^20Also auf der andern Seite gegen Mitternacht sollen auch zwanzig Bretter stehen ^21und vierzig silberne Fuesse, je zwei Fuesse unter jeglichem Brett. ^22Aber hinten an der Wohnung gegen Abend sollst du sechs Bretter machen; ^23dazu zwei Bretter hinten an die zwei Ecken der Wohnung, ^24dass ein jegliches der beiden sich mit seinem Eckbrett von untenauf geselle und oben am Haupt gleich zusammenkomme mit einer Klammer; ^25dass es acht Bretter seien mit ihren silbernen Fuessen, deren sollen sechzehn sein, je zwei unter einem Brett. ^26Und sollst Riegel machen von Akazienholz, fuenf zu den Brettern auf einer Seite der Wohnung ^27und fuenf zu den Brettern auf der andern Seite der Wohnung und fuenf zu den Brettern hinten an der Wohnung gegen Abend. ^28Und sollst den mittleren Riegel mitten an den Brettern hindurchstossen und alles zusammenfassen von einem Ende zu dem andern. ^29Und sollst die Bretter mit Gold ueberziehen und ihre Ringe von Gold machen, dass man die Riegel darein tue. ^30Und die Riegel sollst du mit Gold ueberziehen. Und also sollst du denn die Wohnung aufrichten nach der Weise, wie du gesehen hast auf dem Berge. ^31Du sollst einen Vorhang machen von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand; und sollst Cherubim daran machen von kunstreicher Arbeit. ^32Und sollst ihn haengen an vier Saeulen von Akazienholz, die mit Gold ueberzogen sind und goldene Haken und vier silberne Fuesse haben. ^33Und sollst den Vorhang haengen unter die Haken, und die Lade des Zeugnisses innen hinter den Vorhang setzen, dass er euch eine Scheidewand sei zwischen dem Heiligen und dem Allerheiligsten. ^34Und sollst den Gnadenstuhl tun auf die Lade des Zeugnisses in dem Allerheiligsten. ^35Den Tisch aber setze aussen vor den Vorhang und den Leuchter dem Tisch gegenueber, mittagswaerts in der Wohnung, dass der Tisch stehe gegen Mitternacht. ^36Und sollst ein Tuch machen in die Tuer der Huette, gewirkt von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand. ^37Und sollst dem Tuch fuenf Saeulen machen von Akazienholz, mit Gold ueberzogen, mit goldene Haken, und sollst ihnen fuenf eherne Fuesse giessen. __________________________________________________________________ Kapitel 27 ^1Du sollst einen Altar machen von Akazienholz, fuenf Ellen lang und breit, dass er gleich viereckig sei, und drei Ellen hoch. ^2Hoerner sollst du auf seinen vier Ecken machen und sollst ihn mit Erz ueberziehen. ^3Mache auch Aschentoepfe, Schaufeln, Becken, Gabeln, Kohlenpfannen; alle seine Geraete sollst du aus Erz machen. ^4Du sollst auch ein ehernes Gitter machen wie ein Netz und vier eherne Ringe an seine vier Enden. ^5Du sollst's aber von untenauf um den Altar machen, dass das Gitter reiche bis mitten an den Altar. ^6Und sollst auch Stangen machen zu dem Altar von Akazienholz, mit Erz ueberzogen. ^7Und man soll die Stangen in die Ringe tun, dass die Stangen seien an beiden Seiten des Altars, wenn man ihn traegt. ^8Und sollst ihn also von Brettern machen, dass er inwendig hohl sei, wie dir auf dem Berge gezeigt ist. ^9Du sollst auch der Wohnung einen Hof machen, einen Umhang von gezwirnter weisser Leinwand, auf einer Seite hundert Ellen lang, gegen Mittag, ^10und zwanzig Saeulen auf zwanzig ehernen Fuessen, und ihre Haken mit ihren Querstaeben von Silber. ^11Also auch gegen Mitternacht soll sein ein Umhang, hundert Ellen lang, zwanzig Saeulen auf zwanzig ehernen Fuessen, und ihre Haken mit ihren Querstaeben von Silber. ^12Aber gegen Abend soll die Breite des Hofes haben einen Umhang, fuenfzig Ellen lang, zehn Saeulen auf zehn Fuessen. ^13Gegen Morgen aber soll die Breite des Hofes haben fuenfzig Ellen, ^14also dass der Umhang habe auf einer Seite fuenfzehn Ellen, dazu drei Saeulen auf drei Fuessen, ^15und wieder fuenfzehn Ellen auf der andern Seite, dazu drei Saeulen auf drei Fuessen; ^16aber im Tor des Hofes soll ein Tuch sein, zwanzig Ellen breit, gewirkt von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand, dazu vier Saeulen auf ihren vier Fuessen. ^17Alle Saeulen um den Hof her sollen silberne Querstaebe und silberne Haken und eherne Fuesse haben. ^18Und die Laenge des Hofes soll hundert Ellen sein, die Breite fuenfzig Ellen, die Hoehe fuenf Ellen, von gezwirnter weisser Leinwand, und seine Fuesse sollen ehern sein. ^19Auch alle Geraete der Wohnung zu allerlei Amt und alle ihre Naegel und alle Naegel des Hofes sollen ehern sein. ^20Gebiete den Kindern Israel, dass sie zu dir bringen das allerreinste, lautere Oel von Oelbaeumen, gestossen, zur Leuchte, dass man taeglich Lampen aufsetze ^21in der Huette des Stifts, aussen vor dem Vorhang, der vor dem Zeugnis haengt. Und Aaron und seine Soehne sollen sie zurichten des Morgens und des Abends vor dem HERRN. Das soll euch eine ewige Weise sein auf eure Nachkommen unter den Kindern Israel. __________________________________________________________________ Kapitel 28 ^1Du sollst Aaron, deinen Bruder, und seine Soehne zu dir nehmen aus den Kindern Israel, dass er mein Priester sei, naemlich Aaron und seine Soehne Nadab, Abihu, Eleasar und Ithamar. ^2Und sollst Aaron, deinen Bruder, heilige Kleider machen, die herrlich und schoen seien. ^3Und du sollst reden mit allen, die eines weisen Herzens sind, die ich mit dem Geist der Weisheit erfuellt habe, dass sie Aaron Kleider machen zu seiner Weihe, dass er mein Priester sei. ^4Das sind aber die Kleider, die sie machen sollen: das Amtschild, den Leibrock, Purpurrock, engen Rock, Hut und Guertel. Also sollen sie heilige Kleider machen deinem Bruder Aaron und seinen Soehnen, dass er mein Priester sei. ^5Dazu sollen sie nehmen Gold, blauen und roten Purpur, Scharlach und weisse Leinwand. ^6Den Leibrock sollen sie machen von Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand, kunstreich; ^7zwei Schulterstuecke soll er haben, die zusammengehen an beiden Enden, und soll zusammengebunden werden. ^8Und sein Gurt darauf soll derselben Kunst und Arbeit sein, von Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand. ^9Und sollst zwei Onyxsteine nehmen und darauf graben die Namen der Kinder Israel, ^10Auf jeglichen sechs Namen, nach der Ordnung ihres Alters. ^11Das sollst du tun durch die Steinschneider, die da Siegel graben, also dass sie mit Gold umher gefasst werden. ^12Und sollst sie auf die Schulterstuecke des Leibrocks heften, dass es Steine seien zum Gedaechtnis fuer die Kinder Israel, dass Aaron ihre Namen auf seinen beiden Schultern trage vor dem HERRN zum Gedaechtnis. ^13Und sollst goldene Fassungen machen ^14und zwei Ketten von feinem Golde, mit zwei Enden, aber die Glieder ineinander hangend; und sollst sie an die Fassungen tun. ^15Das Amtschild sollst du machen nach der Kunst, wie den Leibrock, von Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand. ^16Viereckig soll es sein und zwiefach; eine Spanne breit soll seine Laenge sein und eine Spanne breit seine Breite. ^17Und sollst's fuellen die vier Reihen voll Steine. Die erste Reihe sei ein Sarder, Topas, Smaragd; ^18die andere ein Rubin, Saphir, Demant; ^19die dritte ein Lynkurer, Achat, Amethyst; ^20die vierte ein Tuerkis, Onyx, Jaspis. In Gold sollen sie gefasst sein in allen Reihen ^21und sollen nach den zwoelf Namen der Kinder Israel stehen, gegraben vom Steinschneider, dass auf einem jeglichen ein Namen stehe nach den zwoelf Staemmen. ^22Und sollst Ketten zu dem Schild machen mit zwei Enden, aber die Glieder ineinander hangend, von feinem Golde, ^23und zwei goldene Ringe an das Schild, also dass du die zwei Ringe heftest an zwei Ecken des Schildes, ^24und die zwei goldenen Ketten in die zwei Ringe an den beiden Ecken des Schildes tust. ^25Aber die zwei Enden der zwei Ketten sollst du an die zwei Fassungen tun und sie heften auf die Schulterstuecke am Leibrock vornehin. ^26Und sollst zwei andere goldene Ringe machen und an die zwei Ecken des Schildes heften an seinem Rand, inwendig gegen den Leibrock. ^27Und sollst abermals zwei goldene Ringe machen und sie unten an die zwei Schulterstuecke vorn am Leibrock heften, wo der Leibrock zusammengeht, oben ueber dem Gurt des Leibrocks. ^28Und man soll das Schild mit seinen Ringen mit einer blauen Schnur an die Ringe des Leibrocks knuepfen, dass es ueber dem Gurt des Leibrocks hart anliege und das Schild sich nicht vom Leibrock losmache. ^29Also soll Aaron die Namen der Kinder Israel tragen in dem Amtschild auf seinem Herzen, wenn er in das Heilige geht, zum Gedaechtnis vor dem HERRN allezeit. ^30Und sollst in das Amtschild tun Licht und Recht, dass sie auf dem Herzen Aarons seien, wenn er eingeht vor den HERRN, dass er trage das Amt der Kinder Israel auf seinem Herzen vor dem HERRN allewege. ^31Du sollst auch einen Purpurrock unter dem Leibrock machen ganz von blauem Purpur. ^32Und oben mitteninne soll ein Loch sein und eine Borte um das Loch her zusammengefaltet, dass er nicht zerreisse. ^33Und unten an seinen Saum sollst du Granataepfel machen von blauem und rotem Purpur und Scharlach um und um und zwischen dieselben goldene Schellen auch um und um, ^34dass eine goldene Schelle sei, darnach ein Granatapfel und wieder eine goldene Schelle und wieder ein Granatapfel, um und um an dem Saum des Purpurrocks. ^35Und Aaron soll ihn anhaben, wenn er dient, dass man seinen Klang hoere, wenn er aus und eingeht in das Heilige vor dem HERRN, auf dass er nicht sterbe. ^36Du sollst auch ein Stirnblatt machen von feinem Golde und darauf ausgraben, wie man die Siegel ausgraebt: Heilig dem HERRN. ^37Und sollst's heften an eine blaue Schnur vorn an den Hut, ^38auf der Stirn Aarons, dass also Aaron trage die Missetat des Heiligen, das die Kinder Israel heiligen in allen Gaben ihrer Heiligung; und es soll allewege an seiner Stirn sein, dass er sie versoehne vor dem HERRN. ^39Du sollst auch einen engen Rock machen von weisser Leinwand und einen Hut von weisser Leinwand machen und einen gestickten Guertel. ^40Und den Soehnen Aarons sollst du Roecke, Guertel und Hauben machen, die herrlich und schoen seien. ^41Und sollst sie deinem Bruder Aaron samt seinen Soehnen anziehen; und sollst sie salben und ihre Haende fuellen und sie weihen, dass sie meine Priester seien. ^42Und sollst ihnen leinene Beinkleider machen, zu bedecken die Bloesse des Fleisches von den Lenden bis an die Hueften. ^43Und Aaron und seine Soehne sollen sie anhaben, wenn sie in die Huette des Stifts gehen oder hinzutreten zum Altar, dass sie dienen in dem Heiligtum, dass sie nicht ihre Missetat tragen und sterben muessen. Das soll ihm und seinem Stamm nach ihm eine ewige Weise sein. __________________________________________________________________ Kapitel 29 ^1Das ist's auch, was du ihnen tun sollst, dass sie mir zu Priestern geweiht werden. Nimm einen jungen Farren und zwei Widder ohne Fehl, ^2ungesaeuertes Brot und ungesaeuerte Kuchen, mit Oel gemengt, und ungesaeuerte Fladen, mit Oel gesalbt; von Weizenmehl sollst du solches alles machen. ^3Und sollst es in einen Korb legen und in dem Korbe herzubringen samt dem Farren und den zwei Widdern. ^4Und sollst Aaron und seine Soehne vor die Tuer der Huette des Stifts fuehren und mit Wasser waschen ^5und die Kleider nehmen und Aaron anziehen den engen Rock und den Purpurrock und den Leibrock und das Schild zu dem Leibrock, und sollst ihn guerten mit dem Gurt des Leibrocks ^6und den Hut auf sein Haupt setzen und die heilige Krone an den Hut. ^7Und sollst nehmen das Salboel und auf sein Haupt schuetten und ihn salben. ^8Und seine Soehne sollst du auch herzufuehren und den engen Rock ihnen anziehen ^9und beide, Aaron und auch sie, mit Guerteln guerten und ihnen die Hauben aufbinden, dass sie das Priestertum haben zu ewiger Weise. Und sollst Aaron und seinen Soehnen die Haende fuellen, ^10und den Farren herzufuehren vor die Huette des Stifts; und Aaron und seine Soehne sollen ihre Haende auf des Farren Haupt legen. ^11Und du sollst den Farren schlachten vor dem HERRN, vor der Tuer der Huette des Stifts. ^12Und sollst von seinem Blut nehmen und auf des Altars Hoerner tun mit deinem Finger und alles andere Blut an des Altars Boden schuetten. ^13Und sollst alles Fett nehmen am Eingeweide und das Netz ueber der Leber und die zwei Nieren mit dem Fett, das darueber liegt, und sollst es auf dem Altar anzuenden. ^14Aber des Farren Fleisch, Fell und Mist sollst du draussen vor dem Lager verbrennen; denn es ist ein Suendopfer. ^15Aber den einen Widder sollst du nehmen, und Aaron und seine Soehne sollen ihre Haende auf sein Haupt legen. ^16Dann sollst du ihn schlachten und sein Blut nehmen und auf den Altar sprengen ringsherum. ^17Aber den Widder sollst du zerlegen in Stuecke, und seine Eingeweide und Schenkel waschen, und sollst es auf seine Stuecke und sein Haupt legen ^18und den ganzen Widder anzuenden auf dem Altar; denn es ist dem HERRN ein Brandopfer, ein suesser Geruch, ein Feuer des HERRN. ^19Den andern Widder aber sollst du nehmen, und Aaron und seine Soehne sollen ihre Haende auf sein Haupt legen; ^20und sollst ihn schlachten und von seinem Blut nehmen und Aaron und seinen Soehnen auf den rechten Ohrknorpel tun und auf ihre Daumen ihrer rechten Hand und auf die grosse Zehe ihres rechten Fusses; und sollst das Blut auf den Altar sprengen ringsherum. ^21Und sollst von dem Blut auf dem Altar nehmen und vom Salboel, und Aaron und seine Kleider, seine Soehne und ihre Kleider besprengen; so wird er und seine Kleider, seine Soehne und ihre Kleider geweiht. ^22Darnach sollst du nehmen das Fett von dem Widder, den Schwanz und das Fett am Eingeweide, das Netz ueber der Leber und die zwei Nieren mit dem Fett darueber und die rechte Schulter (denn es ist ein Widder der Fuellung), ^23und ein Brot und einen Oelkuchen und einen Fladen aus dem Korbe des ungesaeuerten Brots, der vor dem HERRN steht; ^24und lege alles auf die Haende Aarons und seiner Soehne und webe es dem HERRN. ^25Darnach nimm's von ihren Haenden und zuende es an auf dem Altar zu dem Brandopfer, zum suessen Geruch vor dem HERRN; denn das ist ein Feuer des HERRN. ^26Und sollst die Brust nehmen vom Widder der Fuellung Aarons und sollst sie dem HERRN weben. Das soll dein Teil sein. ^27Und sollst also heiligen die Webebrust und die Hebeschulter, die gewebt und gehebt sind von dem Widder der Fuellung Aarons und seiner Soehne. ^28Und das soll Aarons und seiner Soehne sein ewigerweise von den Kindern Israel; denn es ist ein Hebopfer. Und eine Hebe soll es sein, von den Kindern Israel von ihrem Dankopfern, ihre Hebe fuer den HERRN. ^29Aber die heiligen Kleider Aarons sollen seine Soehne haben nach ihm, dass sie darin gesalbt und ihre Haende gefuellt werden. ^30Welcher unter seinen Soehnen an seiner Statt Priester wird, der soll sie sieben Tage anziehen, dass er gehe in die Huette des Stifts, zu dienen im Heiligen. ^31Du sollst aber nehmen den Widder der Fuellung, und sein Fleisch an einem heiligen Ort kochen. ^32Und Aaron mit seinen Soehnen soll des Widders Fleisch essen samt dem Brot im Korbe vor der Tuer der Huette des Stifts. ^33Denn es ist zur Versoehnung damit geschehen, zu fuellen ihre Haende, dass sie geweiht werden. Kein andrer soll es essen; denn es ist heilig. ^34Wo aber etwas uebrigbleibt von dem Fleisch der Fuellung und von dem Brot bis an den Morgen, das sollst du mit Feuer verbrennen und nicht essen lassen; denn es ist heilig. ^35Und sollst also mit Aaron und seinen Soehnen tun alles, was ich dir geboten habe. Sieben Tage sollst du ihre Haende fuellen ^36und taeglich einen Farren zum Suendopfer schlachten zur Versoehnung. Und sollst den Altar entsuendigen, wenn du ihn versoehnst, und sollst ihn salben, dass er geweiht werde. ^37Sieben Tage sollst du den Altar versoehnen und ihn weihen, dass er sei ein Hochheiliges. Wer den Altar anruehren will, der ist dem Heiligtum verfallen. ^38Und das sollst du mit dem Altar tun: zwei jaehrige Laemmer sollst du allewege des Tages darauf opfern, ^39Ein Lamm des Morgens, das andere gegen Abend; ^40Und zu einem Lamm ein zehntel Semmelmehl, gemengt mit einem Viertel von einem Hin gestossenen Oels, und ein Viertel vom Hin Wein zum Trankopfer. ^41Mit dem andern Lamm gegen Abend sollst du tun wie mit dem Speisopfer und Trankopfer des Morgens, zu suessem Geruch, ein Feuer dem Herrn. ^42Das ist das taegliche Brandopfer bei euren Nachkommen vor der Tuer der Huette des Stifts, vor dem HERRN, da ich mich euch bezeugen und mit dir reden will. ^43Daselbst will ich mich den Kindern Israel bezeugen und geheiligt werden in meiner Herrlichkeit. ^44So will ich die Huette des Stifts mit dem Altar heiligen und Aaron und seine Soehne mir zu Priestern weihen. ^45Und will unter den Kindern Israel wohnen und ihr Gott sein, ^46dass sie wissen sollen, ich sei der HERR, ihr Gott, der sie aus Aegyptenland fuehrte, dass ich unter ihnen wohne, ich, der HERR, Ihr Gott. __________________________________________________________________ Kapitel 30 ^1Du sollst auch einen Raeuchaltar machen, zu raeuchern, von Akazienholz, ^2eine Elle lang und breit, gleich viereckig und zwei Ellen hoch, mit seinen Hoernern. ^3Und sollst ihn mit feinem Golde ueberziehen, sein Dach und seine Waende ringsumher und seine Hoerner. Und sollst einen Kranz von Gold machen ^4und zwei goldene Ringe unter dem Kranz zu beiden Seiten, dass man Stangen darein tue und ihn damit trage. ^5Die Stangen sollst du auch von Akazienholz machen und mit Gold ueberziehen. ^6Und sollst ihn setzen vor den Vorhang, der vor der Lade des Zeugnisses haengt, und vor dem Gnadenstuhl, der auf dem Zeugnis ist, wo ich mich dir bezeugen werde. ^7Und Aaron soll darauf raeuchern gutes Raeuchwerk alle Morgen, wenn er die Lampen zurichtet. ^8Desgleichen, wenn er die Lampen anzuendet gegen Abend, soll er solch Raeuchwerk auch raeuchern. Das soll das taegliche Raeuchopfer sein vor dem HERRN bei euren Nachkommen. ^9Ihr sollt kein fremdes Raeuchwerk darauf tun, auch kein Brandopfer noch Speisopfer und kein Trankopfer darauf opfern. ^10Und Aaron soll auf seinen Hoernern versoehnen einmal im Jahr mit dem Blut des Suendopfers zur Versoehnung. Solche Versoehnung soll jaehrlich einmal geschehen bei euren Nachkommen; denn das ist dem HERRN ein Hochheiliges. ^11Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^12Wenn du die Haeupter der Kinder Israel zaehlst, so soll ein jeglicher dem HERRN geben die Versoehnung seiner Seele, auf dass ihnen nicht eine Plage widerfahre, wenn sie gezaehlt werden. ^13Es soll aber ein jeglicher, der in der Zahl ist, einen halben Silberling geben nach dem Lot des Heiligtums (ein Lot hat zwanzig Gera). Solcher halber Silberling soll das Hebopfer des HERRN sein. ^14Wer in der Zahl ist von zwanzig Jahren und darueber, der soll solch Hebopfer dem HERRN geben. ^15Der Reiche soll nicht mehr geben und der Arme nicht weniger als den halben Silberling, den man dem HERRN zur Hebe gibt fuer die Versoehnung ihre Seelen. ^16Und du sollst solch Geld der Versoehnung nehmen von den Kindern Israel und zum Gottesdienst der Huette des Stifts geben, dass es sei den Kindern Israel ein Gedaechtnis vor dem HERRN, dass er sich Ueber ihre Seelen versoehnen lasse. ^17Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^18Du sollst auch ein ehernes Handfass machen mit einem ehernen Fuss, zum Waschen, und sollst es setzen zwischen die Huette des Stifts und den Altar, und Wasser darein tun, ^19dass Aaron und seine Soehne ihre Haende und Fuesse darin waschen, ^20wenn sie in die Huette des Stifts gehen oder zum Altar, dass sie dienen, ein Feuer anzuzuenden dem HERRN, ^21auf dass sie nicht sterben. Das soll eine ewige Weise sein ihm und seinem Samen bei ihren Nachkommen. ^22Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^23Nimm zu dir die beste Spezerei: die edelste Myrrhe, fuenfhundert Lot, und Zimt, die Haelfte soviel, zweihundertfuenfzig, und Kalmus, auch zweihundertfuenfzig, ^24und Kassia, fuenfhundert, nach dem Lot des Heiligtums, und Oel vom Oelbaum ein Hin. ^25Und mache ein heiliges Salboel nach der Kunst des Salbenbereiters. ^26Und sollst damit salben die Huette des Stifts und die Lade des Zeugnisses, ^27den Tisch mit allem seinem Geraete, den Leuchter mit seinem Geraete, den Raeucheraltar, ^28den Brandopferaltar mit allem seinem Geraete und das Handfass mit seinem Fuss. ^29Und sollst sie also weihen, dass sie hochheilig seien; denn wer sie anruehren will, der ist dem Heiligtum verfallen. ^30Aaron und seine Soehne sollst du auch salben und sie mir zu Priestern weihen. ^31Und sollst mit den Kindern Israel reden und sprechen: Dies Oel soll mir eine heilige Salbe sein bei euren Nachkommen. ^32Auf Menschenleib soll's nicht gegossen werden, sollst auch seinesgleichen nicht machen; denn es ist heilig, darum soll's euch heilig sein. ^33Wer ein solches macht oder einem andern davon gibt, der soll von seinem Volk ausgerottet werden. ^34Und der HERR sprach zu Mose: Nimm dir Spezerei; Balsam, Stakte, Galban und reinen Weihrauch, von einem so viel wie vom andern, ^35und mache Raeuchwerk daraus, nach der Kunst des Salbenbereiters gemengt, dass es rein und heilig sei. ^36Und du sollst es zu Pulver stossen und sollst davon tun vor das Zeugnis in der Huette des Stifts, wo ich mich dir bezeugen werde. Das soll euch ein Hochheiliges sein. ^37Und desgleichen Raeuchwerk sollt ihr euch nicht machen, sondern es soll dir heilig sein dem HERRN. ^38Wer ein solches machen wird, der wird ausgerottet werden von seinem Volk. __________________________________________________________________ Kapitel 31 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Siehe, ich habe mit Namen berufen Bezaleel, den Sohn Uris, des Sohnes Hur, vom Stamme Juda, ^3und habe ihn erfuellt mit dem Geist Gottes, mit Weisheit und Verstand und Erkenntnis und mit allerlei Geschicklichkeit, ^4kunstreich zu arbeiten an Gold, Silber, Erz, ^5kunstreich Steine zu schneiden und einzusetzen, und kunstreich zu zimmern am Holz, zu machen allerlei Werk. ^6Und siehe, ich habe ihm zugegeben Oholiab, den Sohn Ahisamachs, vom Stamme Dan; und habe allerlei Weisen die Weisheit ins Herz gegeben, dass sie machen sollen alles, was ich dir geboten habe: ^7die Huette des Stifts, die Lade des Zeugnisses, den Gnadenstuhl darauf und alle Geraete der Huette, ^8den Tisch und sein Geraet, den feinen Leuchter und all sein Geraet, den Raeucheraltar, ^9den Brandopferaltar mit allem seinem Geraete, das Handfass mit seinem Fuss, ^10die Amtskleider und die heiligen Kleider des Priesters Aaron und die Kleider seiner Soehne, priesterlich zu dienen, ^11das Salboel und das Raeuchwerk von Spezerei zum Heiligtum. Alles, was ich dir geboten habe, werden sie machen. ^12Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^13Sage den Kindern Israel und sprich: Haltet meinen Sabbat; denn derselbe ist ein Zeichen zwischen mir und euch auf eure Nachkommen, dass ihr wisset, dass ich der HERR bin, der euch heiligt. ^14Darum so haltet meinen Sabbat; denn er soll euch heilig sein. Wer ihn entheiligt, der soll des Todes sterben. Denn wer eine Arbeit da tut, des Seele soll ausgerottet werden von seinem Volk. ^15Sechs Tage soll man arbeiten; aber am siebenten Tag ist Sabbat, die heilige Ruhe des HERRN. Wer eine Arbeit tut am Sabbattag, der soll des Todes sterben. ^16Darum sollen die Kinder Israel den Sabbat halten, dass sie ihn auch bei ihren Nachkommen halten zum ewigen Bund. ^17Er ist ein ewiges Zeichen zwischen mir und den Kindern Israel. Denn in sechs Tagen machte der HERR Himmel und Erde; aber am siebenten Tage ruhte er und erquickte sich. ^18Und da der HERR ausgeredet hatte mit Mose auf dem Berge Sinai, gab er ihm zwei Tafeln des Zeugnisses; die waren beschrieben mit dem Finger Gottes. __________________________________________________________________ Kapitel 32 ^1Da aber das Volk sah, dass Mose verzog, von dem Berge zu kommen, sammelte sich's wider Aaron und sprach zu ihm: Auf, mache uns Goetter, die vor uns her gehen! Denn wir wissen nicht, was diesem Mann Mose widerfahren ist, der uns aus Aegyptenland gefuehrt hat. ^2Aaron sprach zu ihnen: Reisst ab die goldenen Ohrenringe an den Ohren eurer Weiber, eurer Soehne und eurer Toechter und bringet sie zu mir. ^3Da riss alles Volk seine goldenen Ohrenringe von ihren Ohren, und brachten sie zu Aaron. ^4Und er nahm sie von ihren Haenden und entwarf's mit einem Griffel und machte ein gegossenes Kalb. Und sie sprachen: Das sind deine Goetter, Israel, die dich aus Aegyptenland gefuehrt haben! ^5Da das Aaron sah, baute er einen Altar vor ihm und liess ausrufen und sprach: Morgen ist des HERRN Fest. ^6Und sie standen des Morgens frueh auf und opferten Brandopfer und brachten dazu Dankopfer. Darnach setzte sich das Volk, zu essen und zu trinken, und standen auf zu spielen. ^7Der HERR aber sprach zu Mose: Gehe, steig hinab; denn dein Volk, das du aus Aegyptenland gefuehrt hast, hat's verderbt. ^8Sie sind schnell von dem Wege getreten, den ich ihnen geboten habe. Sie haben sich ein gegossenes Kalb gemacht und haben's angebetet und ihm geopfert und gesagt: Das sind deine Goetter, Israel, die dich aus Aegyptenland gefuehrt haben. ^9Und der HERR sprach zu Mose: Ich sehe, dass es ein halsstarriges Volk ist. ^10Und nun lass mich, dass mein Zorn ueber sie ergrimme und sie vertilge; so will ich dich zum grossen Volk machen. ^11Mose aber flehte vor dem HERRN, seinem Gott, und sprach: Ach HERR, warum will dein Zorn ergrimmen ueber dein Volk, das du mit grosser Kraft und starker Hand hast aus Aegyptenland gefuehrt? ^12Warum sollen die Aegypter sagen und sprechen: Er hat sie zu ihrem Unglueck ausgefuehrt, dass er sie erwuergte im Gebirge und vertilgte vom Erdboden? Kehre dich von dem Grimm deines Zornes und lass dich gereuen des Uebels ueber dein Volk. ^13Gedenke an deine Diener Abraham, Isaak und Israel, denen du bei dir selbst geschworen und verheissen hast: Ich will euren Samen mehren wie die Sterne am Himmel, und alles Land, das ich euch verheissen habe, will ich eurem Samen geben, und sie sollen's besitzen ewiglich. ^14Also gereute den HERRN das Uebel, das er drohte seinem Volk zu tun. ^15Mose wandte sich und stieg vom Berge und hatte zwei Tafeln des Zeugnisses in seiner Hand, die waren beschrieben auf beiden Seiten. ^16Und Gott hatte sie selbst gemacht und selber die Schrift eingegraben. ^17Da nun Josua hoerte des Volks Geschrei, dass sie jauchzten, sprach er zu Mose: Es ist ein Geschrei im Lager wie im Streit. ^18Er antwortete: Es ist nicht ein Geschrei gegeneinander derer, die obliegen und unterliegen, sondern ich hoere ein Geschrei eines Singetanzes. ^19Als er aber nahe zum Lager kam und das Kalb und den Reigen sah, ergrimmte er mit Zorn und warf die Tafeln aus seiner Hand und zerbrach sie unten am Berge ^20und nahm das Kalb, das sie gemacht hatten, und zerschmelzte es mit Feuer und zermalmte es zu Pulver und staeubte es aufs Wasser und gab's den Kindern Israel zu trinken ^21und sprach zu Aaron: Was hat dir das Volk getan, dass du eine so grosse Suende ueber sie gebracht hast? ^22Aaron sprach: Mein Herr lasse seinen Zorn nicht ergrimmen. Du weisst, dass dies Volk boese ist. ^23Sie sprachen zu mir: Mache uns Goetter, die vor uns her gehen; denn wir wissen nicht, wie es diesem Manne Mose geht, der uns aus Aegyptenland gefuehrt hat. ^24Ich sprach zu ihnen: Wer Gold hat, der reiss es ab und gebe es mir. Und ich warf's ins Feuer; daraus ist das Kalb geworden. ^25Da nun Mose sah, dass das Volk zuchtlos geworden war (denn Aaron hatte sie zuchtlos gemacht, zum Geschwaetz bei ihren Widersachern), ^26trat er an das Tor des Lagers und sprach: Her zu mir, wer dem HERRN angehoert! Da sammelten sich zu ihm alle Kinder Levi. ^27Und er sprach zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Guerte ein jeglicher sein Schwert um seine Lenden und durchgehet hin und zurueck von einem Tor zum andern das Lager, und erwuerge ein jeglicher seinen Bruder, Freund und Naechsten. ^28Die Kinder Levi taten, wie ihnen Mose gesagt hatte; und fielen des Tages vom Volk dreitausend Mann. ^29Da sprach Mose: Fuellet heute eure Haende dem HERRN, ein jeglicher an seinem Sohn und Bruder, dass heute ueber euch der Segen gegeben werde. ^30Des Morgens sprach Mose zum Volk: Ihr habt eine grosse Suende getan; nun will ich hinaufsteigen zu dem HERRN, ob ich vielleicht eure Suende versoehnen moege. ^31Als nun Mose wieder zum HERRN kam, sprach er: Ach, das Volk hat eine grosse Suende getan, und sie haben sich goldene Goetter gemacht. ^32Nun vergib ihnen ihre Suende; wo nicht, so tilge mich auch aus deinem Buch, das du geschrieben hast. ^33Der HERR sprach zu Mose: Was? Ich will den aus meinem Buch tilgen, der an mir suendigt. ^34So gehe nun hin und fuehre das Volk, dahin ich dir gesagt habe. Siehe, mein Engel soll vor dir her gehen. Ich werde ihre Suende wohl heimsuchen, wenn meine Zeit kommt heimzusuchen. ^35Also strafte der HERR das Volk, dass sie das Kalb hatten gemacht, welches Aaron gemacht hatte. __________________________________________________________________ Kapitel 33 ^1Der HERR sprach zu Mose: Gehe, ziehe von dannen, du und das Volk, das du aus Aegyptenland gefuehrt hast, in das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob geschworen habe und gesagt: Deinem Samen will ich's geben; ^2und ich will vor dir her senden einen Engel und ausstossen die Kanaaniter, Amoriter, Hethiter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter, ^3dich zu bringen in das Land, darin Milch und Honig fliesst. Ich will nicht mit dir hinaufziehen, denn du bist ein halsstarriges Volk; ich moechte dich unterwegs vertilgen. ^4Da das Volk diese boese Rede hoerte, trugen sie Leid, und niemand trug seinen Schmuck an sich. ^5Und der HERR sprach zu Mose: Sage zu den Kindern Israel: Ihr seid ein halsstarriges Volk. Wo ich nur einen Augenblick mit dir hinaufzoege, wuerde ich dich vertilgen. Und nun lege deinen Schmuck von dir, dass ich wisse, was ich dir tun soll. ^6Also taten die Kinder Israel ihren Schmuck von sich vor dem Berge Horeb. ^7Mose aber nahm die Huette und schlug sie auf draussen, ferne vom Lager, und hiess sie eine Huette des Stifts. Und wer den HERRN fragen wollte, musste herausgehen zur Huette des Stifts vor das Lager. ^8Und wenn Mose ausging zur Huette so stand alles Volk auf und trat ein jeglicher in seiner Huette Tuer und sahen ihm nach, bis er in die Huette kam. ^9Und wenn Mose in die Huette kam, so kam die Wolkensaeule hernieder und stand in der Huette Tuer und redete mit Mose. ^10Und alles Volk sah die Wolkensaeule in der Huette Tuer stehen, und standen auf und neigten sich, ein jeglicher in seiner Huette Tuer. ^11Der HERR aber redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freunde redet. Und wenn er wiederkehrte zum Lager, so wich sein Diener Josua, der Sohn Nuns, der Juengling, nicht aus der Huette. ^12Und Mose sprach zu dem HERRN: Siehe, du sprichst zu mir: Fuehre das Volk hinauf! und laesst mich nicht wissen, wen du mit mir senden willst, so du doch gesagt hast: Ich kenne dich mit Namen, und du hast Gnade vor meinen Augen gefunden. ^13Habe ich denn Gnade vor deinen Augen gefunden, so lass mich deinen Weg wissen, damit ich dich kenne und Gnade vor deinen Augen finde. Und siehe doch, dass dies Volk dein Volk ist. ^14Er sprach: Mein Angesicht soll vorangehen; damit will ich dich leiten. ^15Er aber sprach zu ihm: Wo nicht dein Angesicht vorangeht, so fuehre uns nicht von dannen hinauf. ^16Denn wobei soll doch erkannt werden, dass ich und dein Volk vor deinen Augen Gnade gefunden haben, ausser wenn du mit uns gehst, auf dass ich und dein Volk geruehmt werden vor allem Volk, das auf dem Erdboden ist? ^17Der HERR sprach zu Mose: Was du jetzt geredet hast, will ich auch tun; denn du hast Gnade vor meinen Augen gefunden, und ich kenne dich mit Namen. ^18Er aber sprach: So lass mich deine Herrlichkeit sehen. ^19Und er sprach: Ich will vor deinem Angesicht alle meine Guete voruebergehen lassen und will ausrufen des HERRN Namen vor dir. Wem ich aber gnaedig bin, dem bin ich gnaedig; und wes ich mich erbarme, des erbarme ich mich. ^20Und sprach weiter: Mein Angesicht kannst du nicht sehen; denn kein Mensch wird leben, der mich sieht. ^21Und der HERR sprach weiter: Siehe, es ist ein Raum bei mir; da sollst du auf dem Fels stehen. ^22Wenn denn nun meine Herrlichkeit voruebergeht, will ich dich in der Felskluft lassen stehen und meine Hand ob dir halten, bis ich voruebergehe. ^23Und wenn ich meine Hand von dir tue, wirst du mir hintennach sehen; aber mein Angesicht kann man nicht sehen. __________________________________________________________________ Kapitel 34 ^1Und der HERR sprach zu Mose: Haue dir zwei steinerne Tafeln, wie die ersten waren, dass ich die Worte darauf schreibe, die auf den ersten Tafeln waren, welche du zerbrochen hast. ^2Und sei morgen bereit, dass du frueh auf den Berg Sinai steigest und daselbst zu mir tretest auf des Berges Spitze. ^3Und lass niemand mit dir hinaufsteigen, dass niemand gesehen werde um den ganzen Berg her; auch kein Schaf noch Rind lass weiden gegen diesen Berg hin. ^4Und Mose hieb zwei steinerne Tafeln, wie die ersten waren, und stand des Morgens frueh auf und stieg auf den Berg Sinai, wie ihm der HERR geboten hatte, und nahm die zwei steinernen Tafeln in seine Hand. ^5Da kam der HERR hernieder in einer Wolke und trat daselbst zu ihm und rief aus des HERRN Namen. ^6Und der HERR ging vor seinem Angesicht vorueber und rief: HERR, HERR, GOTT, barmherzig und gnaedig und geduldig und von grosser Gnade und Treue! ^7der da bewahrt Gnade in tausend Glieder und vergibt Missetat, Uebertretung und Suende, und vor welchem niemand unschuldig ist; der die Missetat der Vaeter heimsucht auf Kinder und Kindeskinder bis ins dritte und vierte Glied. ^8Und Mose neigte sich eilend zu der Erde und betete an ^9und sprach: Habe ich, HERR, Gnade vor deinen Augen gefunden, so gehe der HERR mit uns; denn es ist ein halstarriges Volk, dass du unsrer Missetat und Suende gnaedig seist und lassest uns dein Erbe sein. ^10Und er sprach: Siehe, ich will einen Bund machen vor allem deinem Volk und will Wunder tun, dergleichen nicht geschaffen sind in allen Landen und unter allen Voelkern, und alles Volk, darunter du bist, soll sehen des HERRN Werk; denn wunderbar soll sein, was ich bei dir tun werde. ^11Halte, was ich dir heute gebiete. Siehe, ich will vor dir her ausstossen die Amoriter, Kanaaniter, Hethiter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter. ^12Huete dich, dass du nicht einen Bund machest mit den Einwohnern des Landes, da du hineinkommst, dass sie dir nicht ein Fallstrick unter dir werden; ^13sondern ihre Altaere sollst du umstuerzen und ihre Goetzen zerbrechen und ihre Haine ausrotten; ^14denn du sollst keinen andern Gott anbeten. Denn der HERR heisst ein Eiferer; ein eifriger Gott ist er. ^15Dass du nicht einen Bund mit des Landes Einwohnern machest, und wenn sie ihren Goettern nachlaufen und opfern ihren Goettern, sie dich nicht laden und du von ihrem Opfer essest, ^16und dass du nehmest deinen Soehnen ihre Toechter zu Weibern und dieselben dann ihren Goettern nachlaufen und machen deine Soehne auch ihren Goettern nachlaufen. ^17Du sollst dir keine gegossenen Goetter machen. ^18Das Fest der ungesaeuerten Brote sollst du halten. Sieben Tage sollst du ungesaeuertes Brot essen, wie ich dir geboten habe, um die Zeit des Monats Abib; denn im Monat Abib bist du aus Aegypten gezogen. ^19Alles, was die Mutter bricht, ist mein; was maennlich sein wird in deinem Vieh, das seine Mutter bricht, es sei Ochse oder Schaf. ^20Aber den Erstling des Esels sollst du mit einem Schaf loesen. Wo du es aber nicht loesest, so brich ihm das Genick. Alle Erstgeburt unter deinen Soehnen sollst du loesen. Und dass niemand vor mir leer erscheine! ^21Sechs Tage sollst du arbeiten; am siebenten Tage sollst du feiern, mit Pfluegen und mit Ernten. ^22Das Fest der Wochen sollst du halten mit den Erstlingen der Weizenernte, und das Fest der Einsammlung, wenn das Jahr um ist. ^23Dreimal im Jahr soll alles, was maennlich ist, erscheinen vor dem Herrscher, dem HERRN und Gott Israels. ^24Wenn ich die Heiden vor dir ausstossen und deine Grenze erweitern werde, soll niemand deines Landes begehren, die weil du hinaufgehst dreimal im Jahr, zu erscheinen vor dem HERRN, deinem Gott. ^25Du sollst das Blut meines Opfers nicht opfern neben gesaeuertem Brot, und das Opfer des Osterfestes soll nicht ueber Nacht bleiben bis an den Morgen. ^26Die Erstlinge von den Fruechten deines Ackers sollst du in das Haus des HERRN, deines Gottes, bringen. Du sollst das Boecklein nicht kochen in seiner Mutter Milch. ^27Und der HERR sprach zu Mose: Schreib diese Worte: denn nach diesen Worten habe ich mit dir und mit Israel einen Bund gemacht. ^28Und er war allda bei dem HERRN vierzig Tage und vierzig Naechte und ass kein Brot und trank kein Wasser. Und er schrieb auf die Tafeln die Worte des Bundes, die Zehn Worte. ^29Da nun Mose vom Berge Sinai ging, hatte er die zwei Tafeln des Zeugnisses in seiner Hand und wusste nicht, dass die Haut seines Angesichts glaenzte davon, dass er mit ihm geredet hatte. ^30Und da Aaron und alle Kinder Israel sahen, dass die Haut seines Angesichts glaenzte, fuerchteten sie sich, zu ihm zu nahen. ^31Da rief sie Mose; und sie wandten sich zu ihm, Aaron und alle Obersten der Gemeinde; und er redete mit ihnen. ^32Darnach nahten alle Kinder Israel zu ihm. Und er gebot ihnen alles, was der HERR mit ihm geredet hatte auf dem Berge Sinai. ^33Und da er solches alles mit ihnen geredet hatte, legte er eine Decke auf sein Angesicht. ^34Und wenn er hineinging vor den HERRN, mit ihm zu reden, tat er die Decke ab, bis er wieder herausging. Und wenn er herauskam und redete mit den Kindern Israel, was ihm geboten war, ^35so sahen dann die Kinder Israel sein Angesicht an, dass die Haut seines Angesichts glaenzte; so tat er wieder die Decke auf sein Angesicht, bis er wieder hineinging, mit ihm zu reden. __________________________________________________________________ Kapitel 35 ^1Und Mose versammelte die ganze Gemeinde der Kinder Israel und sprach zu ihnen: Das ist's, was der HERR geboten hat, das ihr tun sollt: ^2Sechs Tage sollt ihr arbeiten; den siebenten Tag aber sollt ihr heilig halten als einen Sabbat der Ruhe des HERRN. Wer an dem arbeitet, soll sterben. ^3Ihr sollt kein Feuer anzuenden am Sabbattag in allen euren Wohnungen. ^4Und Mose sprach zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel: Das ist's, was der HERR geboten hat: ^5Gebt unter euch ein Hebopfer dem HERRN, also dass das Hebopfer des HERRN ein jeglicher willig bringe, Gold, Silber, Erz, ^6blauen und roten Purpur, Scharlach, weisse Leinwand und Ziegenhaar, ^7roetliche Widderfelle, Dachsfelle und Akazienholz, ^8Oel zur Lampe und Spezerei zur Salbe und zu gutem Raeuchwerk, ^9Onyxsteine und eingefasste Steine zum Leibrock und zum Amtschild. ^10Und wer unter euch verstaendig ist, der komme und mache, was der HERR geboten hat: ^11naemlich die Wohnung mit ihrer Huette und Decke, Haken, Brettern, Riegeln, Saeulen und Fuessen; ^12die Lade mit ihren Stangen, den Gnadenstuhl und Vorhang; ^13den Tisch mit seinen Stangen und allem seinem Geraete und die Schaubrote; ^14den Leuchter, zu leuchten, und sein Geraet und seine Lampen und das Oel zum Licht; ^15den Raeucheraltar mit seinen Stangen, die Salbe und Spezerei zum Raeuchwerk; das Tuch vor der Wohnung Tuer; ^16den Brandopferaltar mit seinem ehernen Gitter, Stangen und allem seinem Geraete; das Handfass mit seinem Fusse; ^17den Umhang des Vorhofs mit seinen Saeulen und Fuessen und das Tuch des Tors am Vorhof; ^18die Naegel der Wohnung und des Vorhofs mit ihren Seilen; ^19die Kleider des Amts zum Dienst im Heiligen, die heiligen Kleider Aarons, des Priesters, mit den Kleidern seiner Soehne zum Priestertum. ^20Da ging die ganze Gemeinde der Kinder Israel aus von Mose. ^21Und alle, die es gern und willig gaben, kamen und brachten das Hebopfer dem HERRN zum Werk der Huette des Stifts und zu allem ihren Dienst und zu den heiligen Kleidern. ^22Es brachten aber beide, Mann und Weib, wer's willig tat, Spangen, Ohrringe, Ringe und Geschmeide und allerlei goldenes Geraet. Dazu brachte jedermann Gold zum Webeopfer dem HERRN. ^23Und wer bei sich fand blauen und roten Purpur, Scharlach, weisse Leinwand, Ziegenhaar, roetliche Widderfelle und Dachsfelle, der brachte es. ^24Und wer Silber und Erz hob, der brachte es zur Hebe dem HERRN. Und wer Akazienholz bei sich fand, der brachte es zu allerlei Werk des Gottesdienstes. ^25Und welche verstaendige Weiber waren, die spannen mit ihren Haenden und brachten ihr Gespinnst, blauen und roten Purpur, Scharlach und weisse Leinwand. ^26Und welche Weiber solche Arbeit konnten und willig dazu waren, die spannen Ziegenhaare. ^27Die Fuersten aber brachten Onyxsteine und eingefasste Steine zum Leibrock und zum Schild ^28und Spezerei und Oel zu den Lichtern und zur Salbe und zum guten Raeuchwerk. ^29Also brachte die Kinder Israel willig, beide, Mann und Weib, zu allerlei Werk, das der HERR geboten hatte durch Mose, dass man's machen sollte. ^30Und Mose sprach zu den Kindern Israel: Sehet, der HERR hat mit Namen berufen den Bezaleel, den Sohn Uris, des Sohnes Hur, vom Stamme Juda, ^31und hat ihn erfuellt mit dem Geist Gottes, dass er weise, verstaendig, geschickt sei zu allerlei Werk, ^32kunstreich zu arbeiten an Gold, Silber und Erz, ^33Edelsteine zu schneiden und einzusetzen, Holz zu zimmern, zu machen allerlei kunstreiche Arbeit. ^34Und hat ihm ins Herz gegeben, zu unterweisen, ihm und Oholiab, dem Sohn Ahisamachs, vom Stamme Dan. ^35Er hat ihr Herz mit Weisheit erfuellt, zu machen allerlei Werk, zu schneiden, zu wirken und zu sticken mit blauem und rotem Purpur, Scharlach und weisser Leinwand, und mit Weben, dass sie machen allerlei Werk und kunstreiche Arbeit erfinden. __________________________________________________________________ Kapitel 36 ^1Da arbeiteten Bezaleel und Oholiab und alle weisen Maenner, denen der HERR Weisheit und Verstand gegeben hatte, zu wissen, wie sie allerlei Werk machen sollten zum Dienst des Heiligtums, nach allem, was der HERR geboten hatte. ^2Und Mose berief den Bezaleel und Oholiab und alle weisen Maenner, denen der HERR Weisheit gegeben hatte in ihr Herz, alle, die sich freiwillig erboten und hinzutraten, zu arbeiten an dem Werke. ^3Und sie nahmen zu sich von Mose alle Hebe, die die Kinder Israel brachten zu dem Werke des Dienstes des Heiligtums, dass es gemacht wuerde. Denn sie brachten alle Morgen ihre willige Gabe zu ihm. ^4Da kamen alle Weisen, die am Werk des Heiligtums arbeiteten, ein jeglicher von seinem Werk, das sie machten, ^5und sprachen zu Mose: Das Volk bringt zu viel, mehr denn zum Werk dieses Dienstes not ist, das der HERR zu machen geboten hat. ^6Da gebot Mose, dass man rufen liess durchs Lager: Niemand tue mehr zur Hebe des Heiligtums. Da hoerte das Volk auf zu bringen. ^7Denn des Dinges war genug zu allerlei Werk, das zu machen war, und noch uebrig. ^8Also machten alle weisen Maenner unter den Arbeitern am Werk die Wohnung, zehn Teppiche von gezwirnter weisser Leinwand, blauem und rotem Purpur und Scharlach, und Cherubim daran von kunstreicher Arbeit. ^9Die Laenge eines Teppichs war achtundzwanzig Ellen und die Breite vier Ellen, und waren alle in einem Mass. ^10Und er fuegte je fuenf Teppiche zu einem Stueck zusammen, einen an den andern. ^11Und machte blaue Schleifen an jegliches Stueck am Rande, wo die zwei Stuecke sollten zusammengeheftet werden, ^12fuenfzig Schleifen an jegliches Stueck, dass eine Schleife der anderen gegenueberstuende. ^13Und machte fuenfzig goldene Haken und heftete die Teppiche mit den Haken einen an den andern zusammen, dass es eine Wohnung wuerde. ^14Und er machte elf Teppiche von Ziegenhaaren, zur Huette ueber die Wohnung, ^15dreissig Ellen lang und vier Ellen breit, alle in einem Mass. ^16Und fuegte ihrer fuenf zusammen auf einen Teil und sechs zusammen auf den andern Teil. ^17Und machte fuenfzig Schleifen an jegliches Stueck am Rande, wo die Stuecke sollten zusammengeheftet werden. ^18Und machte je fuenfzig eherne Haken, dass die Huette damit zusammen in eins gefuegt wuerde. ^19Und machte eine Decke ueber die Huette von roetlichen Widderfellen und ueber die noch eine Decke von Dachsfellen. ^20Und machte Bretter zur Wohnung von Akazienholz, die stehen sollten, ^21ein jegliches zehn Ellen lang und anderthalb Ellen breit ^22und an jeglichem zwei Zapfen, damit eins an das andere gesetzt wuerde. Also machte er alle Bretter zur Wohnung, ^23dass der Bretter zwanzig gegen Mittag standen. ^24Und machte vierzig silberne Fuesse darunter, unter jeglich Brett zwei Fuesse an seine zwei Zapfen. ^25Also zur andern Seite der Wohnung, gegen Mitternacht, machte er auch zwanzig Bretter ^26mit vierzig silbernen Fuessen, unter jeglichem Brett zwei Fuesse. ^27Aber hinten an der Wohnung, gegen Abend, machte er sechs Bretter ^28und zwei andere hinten an den zwei Ecken der Wohnung, ^29dass ein jegliches der beiden sich mit seinem Eckbrett von untenauf gesellte und oben am Haupt zusammenkaeme mit einer Klammer, ^30dass der Bretter acht wuerden und sechzehn silberne Fuesse, unter jeglichem zwei Fuesse. ^31Und er machte Riegel von Akazienholz, fuenf zu den Brettern auf der einen Seite der Wohnung ^32und fuenf auf der andern Seite und fuenf hintenan, gegen Abend. ^33Und machte den mittleren Riegel, dass er mitten an den Brettern hindurchgestossen wuerde von einem Ende zum andern. ^34Und ueberzog die Bretter mit Gold; aber ihre Ringe machte er von Gold, dass man die Riegel darein taete, und ueberzog die Riegel mit Gold. ^35Und machte den Vorhang mit dem Cherubim daran kuenstlich von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand. ^36Und machte zu demselben vier Saeulen von Akazienholz und ueberzog sie mit Gold, und ihre Haken von Gold; und goss dazu vier silberne Fuesse. ^37Und machte ein Tuch in der Tuer der Huette von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand, gestickt, ^38und fuenf Saeulen dazu mit ihren Haken, und ueberzog ihre Koepfe und Querstaebe mit Gold und fuenf eherne Fuesse daran. __________________________________________________________________ Kapitel 37 ^1Und Bezaleel machte die Lade von Akazienholz, dritthalb Ellen lang, anderthalb Ellen breit und hoch, ^2und ueberzog sie mit feinem Golde inwendig und auswendig und machte ihr einen goldenen Kranz umher. ^3Und goss vier goldene Ringe an ihre vier Ecken, auf jeglicher Seite zwei. ^4Und machte Stangen von Akazienholz und ueberzog sie mit Gold ^5und tat sie in die Ringe an der Lade Seiten, dass man sie tragen konnte. ^6Und machte den Gnadenstuhl von feinem Golde, dritthalb Ellen lang und anderthalb Ellen breit. ^7Und machte zwei Cherubim von getriebenem Golde an die zwei Enden des Gnadenstuhls, ^8einen Cherub an diesem Ende, den andern an jenem Ende. ^9Und die Cherubim breiteten ihre Fluegel aus von obenher und deckten damit den Gnadenstuhl; und ihre Antlitze standen gegeneinander und sahen auf den Gnadenstuhl. ^10Und er machte den Tisch von Akazienholz, zwei Ellen lang, eine Elle breit und anderthalb Ellen hoch, ^11und ueberzog ihn mit feinem Golde und machte ihm einen goldenen Kranz umher. ^12Und machte ihm eine Leiste umher, eine Handbreit hoch, und machte einen goldenen Kranz um die Leiste her. ^13Und goss dazu vier goldene Ringe und tat sie an die vier Ecken an seinen vier Fuessen, ^14hart an der Leiste, dass die Stangen darin waeren, daran man den Tisch truege. ^15Und machte die Stangen von Akazienholz und ueberzog sie mit Gold, dass man den Tisch damit truege. ^16Und machte auch von feinem Golde das Geraet auf den Tisch: Schuesseln und Loeffel, Kannen und Schalen, darin man das Trankopfer darbraechte. ^17Und er machte den Leuchter von feinem, getriebenem Golde. Daran war der Schaft mit Roehren, Schalen, Knaeufen und Blumen. ^18Sechs Roehren gingen zu seinen Seiten aus, zu jeglicher Seite drei Roehren. ^19Drei Schalen waren an jeglichem Rohr mit Knaeufen und Blumen. ^20An dem Leuchter aber waren vier Schalen mit Knaeufen und Blumen, ^21je ein Knauf unter zwei von den sechs Roehren, die aus ihm gingen, ^22und die Knaeufe und Roehren gingen aus ihm, und war alles aus getriebenem, feinem Gold. ^23Und machte die sieben Lampen mit ihren Lichtschnaeuzen und Loeschnaepfen von feinem Gold. ^24Aus einem Zentner feinen Goldes machte er ihn und all sein Geraet. ^25Er machte auch den Raeucheraltar von Akazienholz, eine Elle lang und breit, gleich viereckig, und zwei Ellen hoch, mit seinen Hoernern, ^26und ueberzog ihn mit feinem Golde, sein Dach und seine Waende ringsumher und seine Hoerner, und machte ihm einen Kranz umher von Gold ^27und zwei goldene Ringe unter dem Kranz zu beiden Seiten, dass man Stangen darein taete und ihn damit truege. ^28Aber die Stangen machte er von Akazienholz und ueberzog sie mit Gold. ^29Und er machte die heilige Salbe und Raeuchwerk von reiner Spezerei nach der Kunst des Salbenbereiters. __________________________________________________________________ Kapitel 38 ^1Und er machte den Brandopferaltar von Akazienholz, fuenf Ellen lang und breit, gleich viereckig, und drei Ellen hoch. ^2Und machte vier Hoerner, die aus ihm gingen auf seinen vier Ecken, und ueberzog sie mit Erz. ^3Und machte allerlei Geraete zu dem Altar: Aschentoepfe, Schaufeln, Becken, Gabeln, Kohlenpfannen, alles aus Erz. ^4Und machte am Altar ein Gitter wie ein Netz von Erz umher, von untenauf bis an die Haelfte des Altars. ^5Und goss vier Ringe an die vier Enden des ehernen Gitters fuer die Stangen. ^6Dieselben machte er aus Akazienholz und ueberzog sie mit Erz ^7und tat sie in die Ringe an den Seiten des Altars, dass man ihn damit truege; und machte ihn inwendig hohl. ^8Und machte ein Handfass von Erz und seinen Fuss auch von Erz aus Spiegeln der Weiber, die vor der Tuer der Huette des Stifts dienten. ^9Und er machte den Vorhof: Gegen Mittag mit einem Umhang, hundert Ellen lang, von gezwirnter weisser Leinwand, ^10mit seinen zwanzig Saeulen und zwanzig Fuessen von Erz, aber ihre Haken und Querstaebe von Silber; ^11desgleichen gegen Mitternacht hundert Ellen mit zwanzig Saeulen und zwanzig Fuessen von Erz, aber ihre Haken und Querstaebe von Silber; ^12gegen Abend aber fuenfzig Ellen mit zehn Saeulen und zehn Fuessen, aber ihre Haken und Querstaebe von Silber; ^13gegen Morgen auch fuenfzig Ellen; ^14fuenfzehn Ellen auf einer Seite mit drei Saeulen und drei Fuessen, ^15und auf der andern Seite auch fuenfzehn Ellen mit drei Saeulen und drei Fuessen, dass ihrer so viele waren an der einen Seite des Tors am Vorhofe als an der andern. ^16Alle Umhaenge des Vorhofs waren von gezwirnter weisser Leinwand ^17und die Fuesse der Saeulen von Erz und ihre Haken und Querstaebe von Silber, also dass ihre Koepfe ueberzogen waren mit Silber. Und ihre Querstaebe waren silbern an allen Saeulen des Vorhofs. ^18Und das Tuch in dem Tor des Vorhofs machte er gestickt von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand, zwanzig Ellen lang und fuenf Ellen hoch, nach dem Mass der Umhaenge des Vorhofs. ^19Dazu vier Saeulen und vier Fuesse von Erz, und ihre Haken von Silber und ihre Koepfe und ihre Querstaebe ueberzogen mit Silber. ^20Und alle Naegel der Wohnung und des Vorhofs ringsherum waren von Erz. ^21Das ist nun die Summe zu der Wohnung des Zeugnisses, die gezaehlt ward, wie Mose geboten hatte, durch den Dienst der Leviten unter der Hand Ithamars, des Sohnes Aarons, des Priesters. ^22Bezaleel, der Sohn Uris, des Sohnes Hur, vom Stamme Juda, machte alles, wie der HERR dem Mose geboten hatte, ^23und mit ihm Oholiab, der Sohn Ahisamachs, vom Stamme Dan, ein Meister zu schneiden, zu wirken und zu sticken mit blauem und rotem Purpur, Scharlach und weisser Leinwand. ^24Alles Gold, das verarbeitet ist in diesem ganzen Werk des Heiligtums, das zum Webeopfer gegeben ward, ist neunundzwanzig Zentner siebenhundertunddreissig Lot nach dem Lot des Heiligtums. ^25Des Silbers aber, das von der Gemeinde kam, war hundert Zentner tausendsiebenhundertfuenfzig Lot nach dem Lot des Heiligtums: ^26so manch Haupt, so manch halbes Lot nach dem Lot des Heiligtums, von allen, die gezaehlt wurden von zwanzig Jahren an und darueber, sechshundertmaltausend dreitausend fuenfhundertundfuenfzig. ^27Aus den hundert Zentnern Silber goss man die Fuesse des Heiligtums und die Fuesse des Vorhangs, hundert Fuesse aus hundert Zentnern, je einen Zentner zum Fuss. ^28Aber aus tausend siebenhundert und fuenfundsiebzig Loten wurden gemacht der Saeulen Haken, und ihre Koepfe ueberzogen und ihre Querstaebe. ^29Das Webeopfer aber des Erzes war siebzig Zentner zweitausendvierhundert Lot. ^30Daraus wurden gemacht die Fuesse in der Tuer der Huette des Stifts und der eherne Altar und das eherne Gitter daran und alle Geraete des Altars, ^31dazu die Fuesse des Vorhofs ringsherum und die Fuesse des Tores am Vorhofe, alle Naegel der Wohnung und alle Naegel des Vorhofs ringsherum. __________________________________________________________________ Kapitel 39 ^1Aber von dem blauen und roten Purpur und dem Scharlach machten sie Aaron Amtskleider, zu dienen im Heiligtum, wie der HERR Mose geboten hatte. ^2Und er machte den Leibrock von Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand. ^3Und sie schlugen das Gold und schnitten's zu Faden, dass man's kuenstlich wirken konnte unter den blauen und roten Purpur, Scharlach und weisse Leinwand. ^4Schulterstuecke machten sie an ihm, die zusammengingen, und an beiden Enden ward er zusammengebunden. ^5Und sein Gurt war nach derselben Kunst und Arbeit von Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand, wie der HERR dem Mose geboten hatte. ^6Und sie machten zwei Onyxsteine, umher gefasst mit Gold, gegraben durch die Steinschneider mit den Namen der Kinder Israel; ^7und er heftete sie auf die Schulterstuecke des Leibrocks, dass es Steine seien zum Gedaechtnis der Kinder Israel, wie der HERR dem Mose geboten hatte. ^8Und sie machten das Schild nach der Kunst und dem Werk des Leibrocks von Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand, ^9dass es viereckig und zwiefach war, eine Spanne lang und breit. ^10Und fuellten es mit vier Reihen Steinen: die erste Reihe war ein Sarder, Topas und Smaragd; ^11die andere ein Rubin, Saphir und Demant; ^12die dritte ein Lynkurer, Achat und Amethyst; ^13die vierte ein Tuerkis, Onyx und Jaspis, umher gefasst mit Gold in allen Reihen. ^14Und die Steine standen nach den zwoelf Namen der Kinder Israel, gegraben durch die Steinschneider, dass auf einem jeglichen ein Name stand nach den zwoelf Staemmen. ^15Und sie machten am Schild Ketten mit zwei Enden von feinem Golde ^16und zwei goldene Fassungen und zwei goldene Ringe und hefteten die zwei Ringe auf die zwei Ecken des Schildes. ^17Und die zwei goldenen Ketten taten sie in die zwei Ringe auf den Ecken des Schildes. ^18Aber die zwei Enden der Ketten taten sie an die zwei Fassungen und hefteten sie auf die Schulterstuecke des Leibrocks vornehin. ^19Und machten zwei andere goldene Ringe und hefteten sie an die zwei andern Ecken des Schildes an seinen Rand, inwendig gegen den Leibrock. ^20Und sie machten zwei andere goldene Ringe, die taten sie unten an die zwei Schulterstuecke vorn am Leibrock, wo er zusammengeht, oben ueber dem Gurt des Leibrocks, ^21dass das Schild mit seinen Ringen an die Ringe des Leibrocks geknuepft wuerde mit einer blauen Schnur, dass es ueber dem Gurt des Leibrocks hart anlaege und nicht vom Leibrock los wuerde, wie der HERR dem Mose geboten hatte. ^22Und machte einen Purpurrock zum Leibrock, gewirkt, ganz von blauem Purpur, ^23und sein Loch oben mitteninne und eine Borte ums Loch her gefaltet, dass er nicht zerrisse. ^24Und sie machten an seinen Saum Granataepfel von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand. ^25Und machten Schellen von feinem Golde; die taten sie zwischen die Granataepfel ringsumher am Saum des Purpurrocks, ^26je ein Granatapfel und eine Schelle um und um am Saum, darin zu dienen, wie der HERR dem Mose geboten hatte. ^27Und sie machten auch die engen Roecke, von weisser Leinwand gewirkt, Aaron und seinen Soehnen, ^28und den Hut von weisser Leinwand und die schoenen Hauben von weisser Leinwand und Beinkleider von gezwirnter weisser Leinwand ^29und den gestickten Guertel von gezwirnter weisser Leinwand, blauem und rotem Purpur und Scharlach, wie der HERR dem Mose geboten hatte. ^30Sie machten auch das Stirnblatt, die heilige Krone, von feinem Gold, und gruben Schrift darein: Heilig dem HERRN. ^31Und banden eine blaue Schnur daran, dass sie an den Hut von obenher geheftet wuerde, wie der HERR dem Mose geboten hatte. ^32Also ward vollendet das ganze Werk der Wohnung der Huette des Stifts. Und die Kinder Israel taten alles, was der HERR dem Mose geboten hatte. ^33Und sie brachten die Wohnung zu Mose: die Huette und alle ihre Geraete, Haken, Bretter, Riegel, Saeulen, Fuesse, ^34die Decke von roetlichen Widderfellen, die Decke von Dachsfellen und den Vorhang; ^35die Lade des Zeugnisses mit ihren Stangen, den Gnadenstuhl; ^36den Tisch und alle seine Geraete und die Schaubrote; ^37den schoenen Leuchter mit den Lampen zubereitet und allem seinen Geraete und Oel zum Licht; ^38den Goldenen Altar und die Salbe und gutes Raeuchwerk; das Tuch in der Huette Tuer; ^39den ehernen Altar und sein ehernes Gitter mit seinen Stangen und allem seinem Geraete; das Handfass mit seinem Fuss; ^40die Umhaenge des Vorhofs mit seinen Saeulen und Fuessen; das Tuch im Tor des Vorhofs mit seinen Seilen und Naegeln und allem Geraet zum Dienst der Wohnung der Huette des Stifts; ^41die Amtskleider des Priesters Aaron, zu dienen im Heiligtum, und die Kleider seiner Soehne, dass sie Priesteramt taeten. ^42Alles, wie der HERR dem Mose geboten hatte, taten die Kinder Israel an allem diesem Dienst. ^43Und Mose sah an all dies Werk; und siehe, sie hatten es gemacht, wie der HERR geboten hatte. Und er segnete sie. __________________________________________________________________ Kapitel 40 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Du sollst die Wohnung der Huette des Stifts aufrichten am ersten Tage des ersten Monats. ^3und sollst darein setzen die Lade des Zeugnisses und vor die Lade den Vorhang haengen. ^4Und sollst den Tisch darbringen und ihn zubereiten und den Leuchter darstellen und die Lampen darauf setzen. ^5Und sollst den goldenen Raeucheraltar setzen vor die Lade des Zeugnisses und das Tuch in der Tuer der Wohnung aufhaengen. ^6Den Brandopferaltar aber sollst du setzen heraus vor die Tuer der Wohnung der Huette des Stifts, ^7und das Handfass zwischen die Huette des Stifts und den Altar, und Wasser darein tun, ^8und den Vorhof stellen umher, und das Tuch in der Tuer des Vorhofs aufhaengen. ^9Und sollst die Salbe nehmen, und die Wohnung und alles, was darin ist, salben; und sollst sie weihen mit allem ihrem Geraete, dass sie heilig sei. ^10Und sollst den Brandopferaltar salben mit allem seinem Geraete, und weihen, dass er hochheilig sei. ^11Sollst auch das Handfass und seinen Fuss salben und weihen. ^12Und sollst Aaron und seine Soehne vor die Tuer der Huette des Stifts fuehren und mit Wasser waschen, ^13und Aaron die heiligen Kleider anziehen und ihn salben und weihen, dass er mein Priester sei; ^14und seine Soehne auch herzufuehren und ihnen die engen Roecke anziehen, ^15und sie salben, wie du ihren Vater gesalbt hast, dass sie meine Priester seien. Und diese Salbung sollen sie haben zum ewigen Priestertum bei ihren Nachkommen. ^16Und Mose tat alles, wie ihm der HERR geboten hatte. ^17Also ward die Wohnung aufgerichtet im zweiten Jahr, am ersten Tage des ersten Monats. ^18Und da Mose sie aufrichtete, setzte er die Fuesse und die Bretter und Riegel und richtete die Saeulen auf ^19und breitete die Huette aus ueber der Wohnung und legte die Decke der Huette obendarauf, wie der HERR ihm geboten hatte, ^20und nahm das Zeugnis und legte es in die Lade und tat die Stangen an die Lade und tat den Gnadenstuhl oben auf die Lade ^21und brachte die Lade in die Wohnung und hing den Vorhang vor die Lade des Zeugnisses, wie ihm der HERR geboten hatte, ^22und setzte den Tisch in die Huette des Stifts, an die Seite der Wohnung gegen Mitternacht, aussen vor den Vorhang, ^23und richtete Brot darauf zu vor dem HERRN, wie ihm der HERR geboten hatte, ^24und setzte den Leuchter auch hinein, gegenueber dem Tisch, an die Seite der Wohnung gegen Mittag, ^25und tat Lampen darauf vor dem HERRN, wie ihm der HERR geboten hatte, ^26und setzte den goldenen Altar hinein vor den Vorhang ^27und raeucherte darauf mit gutem Raeuchwerk, wie ihm der HERR geboten hatte, ^28und hing das Tuch in die Tuer der Wohnung. ^29Aber den Brandopferaltar setzte er vor die Tuer der Wohnung der Huette des Stifts und opferte darauf Brandopfer und Speisopfer, wie ihm der HERR geboten hatte. ^30Und das Handfass setzte er zwischen die Huette des Stifts und den Altar und tat Wasser darein zum Waschen. ^31Und Mose, Aaron und seine Soehne wuschen ihre Haende und Fuesse darin. ^32Denn sie muessen sich waschen, wenn sie in die Huette des Stifts gehen oder hinzutreten zum Altar, wie ihm der HERR geboten hatte. ^33Und er richtete den Vorhof auf um die Wohnung und um den Altar her und hing den Vorhang in das Tor des Vorhofs. Also vollendete Mose das ganze Werk. ^34Da bedeckte die Wolke die Huette des Stifts, und die Herrlichkeit des HERRN fuellte die Wohnung. ^35Und Mose konnte nicht in die Huette des Stifts gehen, weil die Wolke darauf blieb und die Herrlichkeit des HERRN die Wohnung fuellte. ^36Und wenn die Wolke sich aufhob von der Wohnung, so zogen die Kinder Israel, solange sie reisten. ^37Wenn sich aber die Wolke nicht aufhob, so zogen sie nicht bis an den Tag, da sie sich aufhob. ^38Denn die Wolke des HERRN war des Tages auf der Wohnung, und des Nachts war sie feurig vor den Augen des ganzen Hauses Israel, solange sie reisten. __________________________________________________________________ Leviticus __________________________________________________________________ Kapitel 1 ^1Und der HERR rief Mose und redete mit ihm aus der Huette des Stifts und sprach: ^2Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Welcher unter euch dem HERRN ein Opfer tun will, der tue es von dem Vieh, von Rindern und Schafen. ^3Will er ein Brandopfer tun von Rindern, so opfere er ein Maennlein, das ohne Fehl sei, vor der Tuer der Huette des Stifts, dass es dem HERRN angenehm sei von ihm, ^4und lege seine Hand auf des Brandopfers Haupt, so wird es angenehm sein und ihn versoehnen. ^5Und er soll das junge Rind schlachten vor dem HERRN; und die Priester, Aarons Soehne, sollen das Blut herzubringen und auf den Altar umhersprengen, der vor der Tuer der Huette des Stifts ist. ^6Und man soll dem Brandopfer die Haut abziehen, und es soll in Stuecke zerhauen werden; ^7und die Soehne Aarons, des Priesters, sollen ein Feuer auf dem Altar machen und Holz obendarauf legen ^8und sollen die Stuecke, den Kopf und das Fett auf das Holz legen, das auf dem Feuer auf dem Altar liegt. ^9Das Eingeweide aber und die Schenkel soll man mit Wasser waschen, und der Priester soll das alles anzuenden auf dem Altar zum Brandopfer. Das ist ein Feuer zum suessen Geruch dem HERRN. ^10Will er aber von Schafen oder Ziegen ein Brandopfer tun, so opfere er ein Maennlein, das ohne Fehl sei. ^11Und soll es schlachten zur Seite des Altars gegen Mitternacht vor dem HERRN. Und die Priester, Aarons Soehne, sollen sein Blut auf den Altar umhersprengen. ^12Und man soll es in Stuecke zerhauen, und der Priester soll sie samt dem Kopf und dem Fett auf das Holz und Feuer, das auf dem Altar ist, legen. ^13Aber das Eingeweide und die Schenkel soll man mit Wasser waschen, und der Priester soll es alles opfern und anzuenden auf dem Altar zum Brandopfer. Das ist ein Feuer zum suessen Geruch dem HERRN. ^14Will er aber von Voegeln dem HERRN ein Brandopfer tun, so tue er's von Turteltauben oder von jungen Tauben. ^15Und der Priester soll's zum Altar bringen und ihm den Kopf abkneipen, dass es auf dem Altar angezuendet werde, und sein Blut ausbluten lassen an der Wand des Altars. ^16Und seinen Kropf mit seinen Federn soll man neben den Altar gegen Morgen auf den Aschenhaufen werfen; ^17und soll seine Fluegel spalten, aber nicht abbrechen. Und also soll's der Priester auf dem Altar anzuenden, auf dem Holz, auf dem Feuer zum Brandopfer. Das ist ein Feuer zum suessen Geruch dem HERRN. __________________________________________________________________ Kapitel 2 ^1Wenn eine Seele dem HERRN ein Speisopfer tun will, so soll es von Semmelmehl sein, und sie sollen Oel darauf giessen und Weihrauch darauf legen ^2und es also bringen zu den Priestern, Aarons Soehnen. Da soll der Priester seine Hand voll nehmen von dem Semmelmehl und Oel, samt dem ganzen Weihrauch und es anzuenden zum Gedaechtnis auf dem Altar. Das ist ein Feuer zum suessen Geruch dem HERRN. ^3Das uebrige aber vom Speisopfer soll Aarons und seiner Soehne sein. Das soll ein Hochheiliges sein von den Feuern des HERRN. ^4Will er aber sein Speisopfer tun vom Gebackenen im Ofen, so nehme er Kuchen von Semmelmehl, ungesaeuert, mit Oel gemengt, oder ungesaeuerte Fladen, mit Oel bestrichen. ^5Ist aber dein Speisopfer etwas vom Gebackenen in der Pfanne, so soll's von ungesaeuertem Semmelmehl mit Oel gemengt sein; ^6und sollst's in Stuecke zerteilen und Oel darauf giessen, so ist's ein Speisopfer. ^7Ist aber dein Speisopfer etwas auf dem Rost Geroestetes, so sollst du es von Semmelmehl mit Oel machen ^8und sollst das Speisopfer, das du von solcherlei machen willst dem HERRN, zu dem Priester bringen; der soll es zu dem Altar bringen ^9und des Speisopfers einen Teil abzuheben zum Gedaechtnis und anzuenden auf dem Altar. Das ist ein Feuer zum suessen Geruch dem HERRN. ^10Das uebrige aber soll Aarons und seiner Soehne sein. Das soll ein Hochheiliges sein von den Feuern des HERRN. ^11Alle Speisopfer, die ihr dem HERRN opfern wollt, sollt ihr ohne Sauerteig machen; denn kein Sauerteig noch Honig soll dem HERRN zum Feuer angezuendet werden. ^12Unter den Erstlingen sollt ihr sie dem HERRN bringen; aber auf den Altar sollen sie nicht kommen zum suessen Geruch. ^13Alle deine Speisopfer sollst du salzen, und dein Speisopfer soll nimmer ohne Salz des Bundes deines Gottes sein; denn in allem deinem Opfer sollst du Salz opfern. ^14Willst du aber ein Speisopfer dem HERRN tun von den ersten Fruechten, so sollst du Aehren, am Feuer gedoerrt, klein zerstossen und also das Speisopfer deiner ersten Fruechte opfern; ^15und sollst Oel darauf tun und Weihrauch darauf legen, so ist's ein Speisopfer. ^16Und der Priester soll einen Teil von dem Zerstossenen und vom Oel mit dem ganzen Weihrauch anzuenden zum Gedaechtnis. Das ist ein Feuer dem HERRN. __________________________________________________________________ Kapitel 3 ^1Ist aber sein Opfer ein Dankopfer von Rindern, es sei ein Ochse oder eine Kuh, soll er eins opfern vor dem HERRN, das ohne Fehl sei. ^2Und soll seine Hand auf desselben Haupt legen und es schlachten vor der Tuer der Huette des Stifts. Und die Priester, Aarons Soehne, sollen das Blut auf den Altar umhersprengen. ^3Und er soll von dem Dankopfer dem HERRN opfern, naemlich das Fett, welches die Eingeweide bedeckt, und alles Fett am Eingeweide ^4und die zwei Nieren mit dem Fett, das daran ist, an den Lenden, und das Netz um die Leber, an den Nieren abgerissen. ^5Und Aarons Soehne sollen's anzuenden auf dem Altar zum Brandopfer, auf dem Holz, das auf dem Feuer liegt. Das ist ein Feuer zum suessen Geruch dem HERRN. ^6Will er aber dem HERRN ein Dankopfer von kleinem Vieh tun, es sei ein Widder oder Schaf, so soll's ohne Fehl sein. ^7Ist's ein Laemmlein, soll er's vor den HERRN bringen ^8und soll seine Hand auf desselben Haupt legen und es schlachten vor der Huette des Stifts. Und die Soehne Aarons sollen sein Blut auf dem Altar umhersprengen. ^9Und er soll also von dem Dankopfer dem HERRN opfern zum Feuer, naemlich sein Fett, den ganzen Schwanz, von dem Ruecken abgerissen, dazu das Fett, welches das Eingeweide bedeckt, und alles Fett am Eingeweide, ^10die zwei Nieren mit dem Fett, das daran ist, an den Lenden, und das Netz um die Leber, an den Nieren abgerissen. ^11Und der Priester soll es anzuenden auf dem Altar zur Speise des Feuers dem HERRN. ^12Ist aber sein Opfer eine Ziege und er bringt es vor den HERRN, ^13soll er seine Hand auf ihr Haupt legen und sie schlachten vor der Huette des Stifts. Und die Soehne Aarons sollen das Blut auf dem Altar umhersprengen, ^14und er soll davon opfern ein Opfer dem HERRN, naemlich das Fett, welches die Eingeweide bedeckt, und alles Fett am Eingeweide, ^15die zwei Nieren mit dem Fett, das daran ist, an den Lenden, und das Netz ueber der Leber, an den Nieren abgerissen. ^16Und der Priester soll's anzuenden auf dem Altar zur Speise des Feuers zum suessen Geruch. Alles Fett ist des HERRN. ^17Das sei eine ewige Sitte bei euren Nachkommen in allen Wohnungen, dass ihr kein Fett noch Blut esset. __________________________________________________________________ Kapitel 4 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Rede mit den Kindern Israel und sprich: Wenn eine Seele suendigen wuerde aus Versehen an irgend einem Gebot des HERRN und taete, was sie nicht tun sollte: ^3naemlich so der Priester, der gesalbt ist, suendigen wuerde, dass er eine Schuld auf das Volk braechte, der soll fuer seine Suende, die er getan hat, einen jungen Farren bringen, der ohne Fehl sei, dem HERRN zum Suendopfer. ^4Und soll den Farren vor die Tuer der Huette des Stifts bringen vor den HERRN und seine Hand auf desselben Haupt legen und ihn schlachten vor dem HERRN. ^5Und der Priester, der gesalbt ist, soll von des Farren Blut nehmen und es in die Huette des Stifts bringen ^6und soll seinen Finger in das Blut tauchen und damit siebenmal sprengen vor dem HERRN, vor dem Vorhang im Heiligen. ^7Und soll von dem Blut tun auf die Hoerner des Raeucheraltars, der vor dem HERRN in der Huette des Stifts steht, und alles uebrige Blut giessen an den Boden des Brandopferaltars, der vor der Tuer der Huette des Stifts steht. ^8Und alles Fett des Suendopfers soll er abheben, naemlich das Fett, welches das Eingeweide bedeckt, und alles Fett am Eingeweide, ^9die zwei Nieren mit dem Fett, das daran ist, an den Lenden, und das Netz ueber der Leber, an den Nieren abgerissen, ^10gleichwie er's abhebt vom Ochsen im Dankopfer; und soll es anzuenden auf dem Brandopferaltar. ^11Aber das Fell des Farren mit allem Fleisch samt Kopf und Schenkeln und das Eingeweide und den Mist, ^12das soll er alles hinausfuehren aus dem Lager an eine reine Staette, da man die Asche hin schuettet, und soll's verbrennen auf dem Holz mit Feuer. ^13Wenn die ganze Gemeinde Israel etwas versehen wuerde und die Tat vor ihren Augen verborgen waere, dass sie wider irgend ein Gebot des HERRN getan haetten, was sie nicht tun sollten, und also sich verschuldeten, ^14und darnach ihrer Suende innewuerden, die sie getan haetten, sollen sie einen jungen Farren darbringen zum Suendopfer und vor die Tuer der Huette des Stifts stellen. ^15Und die Aeltesten von der Gemeinde sollen ihre Haende auf sein Haupt legen vor dem HERRN und den Farren schlachten vor dem HERRN. ^16Und der Priester, der gesalbt ist, soll Blut vom Farren in die Huette des Stifts bringen ^17und mit seinem Finger siebenmal sprengen vor dem HERRN vor dem Vorhang. ^18Und soll von dem Blut auf die Hoerner des Altars tun, der vor dem HERRN steht in der Huette des Stifts, und alles andere Blut an den Boden des Brandopferaltars giessen, der vor der Tuer der Huette des Stifts steht. ^19Alles sein Fett aber soll er abheben und auf dem Altar anzuenden. ^20Und soll mit dem Farren tun, wie er mit dem Farren des Suendopfers getan hat. Und soll also der Priester sie versoehnen, so wird's ihnen vergeben. ^21Und soll den Farren hinaus vor das Lager tragen und verbrennen, wie er den vorigen Farren verbrannt hat. Das soll das Suendopfer der Gemeinde sein. ^22Wenn aber ein Fuerst suendigt und irgend etwas wider des HERRN, seines Gottes, Gebote tut, was er nicht tun sollte, und versieht etwas, dass er verschuldet, ^23und er wird seiner Suende inne, die er getan hat, der soll zum Opfer bringen einen Ziegenbock ohne Fehl, ^24und seine Hand auf des Bockes Haupt legen und ihn schlachten an der Staette, da man die Brandopfer schlachtet vor dem HERRN. Das sei sein Suendopfer. ^25Da soll denn der Priester von dem Blut des Suendopfers nehmen mit seinem Finger und es auf die Hoerner des Brandopferaltars tun und das andere Blut an den Boden des Brandopferaltars giessen. ^26Aber alles sein Fett soll er auf dem Altar anzuenden gleich wie das Fett des Dankopfers. Und soll also der Priester seine Suende versoehnen, so wird's ihm vergeben. ^27Wenn aber eine Seele vom gemeinen Volk etwas versieht und suendigt, dass sie wider irgend eines der Gebote des HERRN tut, was sie nicht tun sollte, und sich also verschuldet, ^28und ihrer Suende innewird, die sie getan hat, die soll zum Opfer eine Ziege bringen ohne Fehl fuer die Suende, die sie getan hat, ^29und soll ihre Hand auf des Suendopfers Haupt legen und es schlachten an der Staette des Brandopfers. ^30Und der Priester soll von dem Blut mit seinem Finger nehmen und auf die Hoerner des Altars des Brandopfers tun und alles andere Blut an des Altars Boden giessen. ^31All sein Fett aber soll er abreissen, wie er das Fett des Dankopfers abgerissen hat, und soll's anzuenden auf dem Altar zum suessen Geruch dem HERRN. Und soll also der Priester sie versoehnen, so wird's ihr vergeben. ^32Wird er aber ein Schaf zum Suendopfer bringen, so bringe er ein weibliches, das ohne Fehl ist, ^33und lege seine Hand auf des Suendopfers Haupt und schlachte es zum Suendopfer an der Staette, da man die Brandopfer schlachtet. ^34Und der Priester soll von dem Blut mit seinem Finger nehmen und auf die Hoerner des Brandopferaltars tun und alles andere Blut an den Boden des Altars giessen. ^35Aber all sein Fett soll er abreissen, wie er das Fett vom Schaf des Dankopfers abgerissen hat, und soll's auf dem Altar anzuenden zum Feuer dem HERRN. Und soll also der Priester versoehnen seine Suende, die er getan hat, so wird's ihm vergeben. __________________________________________________________________ Kapitel 5 ^1Wenn jemand also suendigen wuerde, dass er den Fluch aussprechen hoert und Zeuge ist, weil er's gesehen oder erfahren hat, es aber nicht ansagt, der ist einer Missetat schuldig. ^2Oder wenn jemand etwas Unreines anruehrt, es sei ein Aas eines unreinen Tieres oder Viehs oder Gewuerms, und wuesste es nicht, der ist unrein und hat sich verschuldet. ^3Oder wenn er einen unreinen Menschen anruehrt, in was fuer Unreinigkeit der Mensch unrein werden kann, und wuesste es nicht und wird's inne, der hat sich verschuldet. ^4Oder wenn jemand schwoert, dass ihm aus dem Mund entfaehrt, Schaden oder Gutes zu tun (wie denn einem Menschen ein Schwur entfahren mag, ehe er's bedaechte), und wird's inne, der hat sich an der einem verschuldet. ^5Wenn's nun geschieht, dass er sich an einem verschuldet und bekennt, dass er daran gesuendigt hat, ^6so soll er fuer seine Schuld dieser seiner Suende, die er getan hat, dem HERRN bringen von der Herde eine Schaf-oder Ziegenmutter zum Suendopfer, so soll ihm der Priester seine Suenden versoehnen. ^7Vermag er aber nicht ein Schaf, so bringe er dem HERRN fuer seine Schuld, die er getan hat, zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben, die erste zum Suendopfer, die andere zum Brandopfer, ^8und bringe sie dem Priester. Der soll die erste zum Suendopfer machen, und ihr den Kopf abkneipen hinter dem Genick, und nicht abbrechen; ^9und sprenge mit dem Blut des Suendopfers an die Seite des Altars, und lasse das uebrige Blut ausbluten an des Altars Boden. Das ist das Suendopfer, ^10Die andere aber soll er zum Brandopfer machen, so wie es recht ist. Und soll also der Priester ihm seine Suende versoehnen, die er getan hat, so wird's ihm vergeben. ^11Vermag er aber nicht zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben, so bringe er fuer seine Suende als ein Opfer ein zehntel Epha Semmelmehl zum Suendopfer. Er soll aber kein Oel darauf legen noch Weihrauch darauf tun; denn es ist ein Suendopfer. ^12Und soll's zum Priester bringen. Der Priester aber soll eine Handvoll davon nehmen zum Gedaechtnis und anzuenden auf dem Altar zum Feuer dem HERRN. Das ist ein Suendopfer. ^13Und der Priester soll also seine Suende, die er getan hat, ihm versoehnen, so wird's ihm vergeben. Und es soll dem Priester gehoeren wie ein Speisopfer. ^14Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^15Wenn sich jemand vergreift, dass er es versieht und sich versuendigt an dem, das dem HERRN geweiht ist, soll er ein Schuldopfer dem HERRN bringen, einen Widder ohne Fehl von der Herde, der zwei Silberlinge wert sei nach dem Lot des Heiligtums, zum Schuldopfer. ^16Dazu was er gesuendigt hat an dem Geweihten, soll er wiedergeben und den fuenften Teil darueber geben, und soll's dem Priester geben; der soll ihn versoehnen mit dem Widder des Schuldopfers, so wird's ihm vergeben. ^17Wenn jemand suendigt und tut wider irgend ein Gebot des HERRN, was er nicht tun sollte, und hat's nicht gewusst, der hat sich verschuldet und ist einer Missetat schuldig ^18und soll bringen einen Widder von der Herde ohne Fehl, der eines Schuldopfers wert ist, zum Priester; der soll ihm versoehnen, was er versehen hat und wusste es nicht, so wird's ihm vergeben. ^19Das ist das Schuldopfer; verschuldet hat er sich an dem HERRN. __________________________________________________________________ Kapitel 6 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Wenn jemand suendigen wuerde und sich damit an dem Herrn vergreifen, dass er seinem Nebenmenschen ableugnet, was ihm dieser befohlen hat, oder was ihm zu treuer Hand getan ist, oder was er sich mit Gewalt genommen oder mit Unrecht an sich gebracht, ^3oder wenn er, was verloren ist, gefunden hat, und leugnet solches und tut einen falschen Eid ueber irgend etwas, darin ein Mensch wider seinen Naechsten Suende tut; ^4wenn's nun geschieht, dass er also suendigt und sich verschuldet, so soll er wiedergeben, was er mit Gewalt genommen oder mit Unrecht an sich gebracht, oder was ihm befohlen ist, oder was er gefunden hat, ^5oder worueber er den falschen Eid getan hat; das soll er alles ganz wiedergeben, dazu den fuenften Teil darueber geben dem, des es gewesen ist, des Tages, wenn er sein Schuldopfer gibt. ^6Aber fuer seine Schuld soll er dem HERRN zu dem Priester einen Widder von der Herde ohne Fehl bringen, der eines Schuldopfers wert ist. ^7So soll ihn der Priester versoehnen vor dem HERRN, so wird ihm vergeben alles, was er getan hat, darum er sich verschuldet hat. ^8Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^9Gebiete Aaron und seinen Soehnen und sprich: Dies ist das Gesetz des Brandopfers. Das Brandopfer soll brennen auf dem Herd des Altars die ganze Nacht bis an den Morgen, und es soll des Altars Feuer brennend darauf erhalten werden. ^10Und der Priester soll seinen leinenen Rock anziehen und die leinenen Beinkleider an seinen Leib und soll die Asche aufheben, die das Feuer auf dem Altar gemacht hat, und soll sie neben den Altar schuetten. ^11und soll seine Kleider darnach ausziehen und andere Kleider anziehen und die Asche hinaustragen aus dem Lager an eine reine Staette. ^12Das Feuer auf dem Altar soll brennen und nimmer verloeschen; der Priester soll alle Morgen Holz darauf anzuenden und obendarauf das Brandopfer zurichten und das Fett der Dankopfer darauf anzuenden. ^13Ewig soll das Feuer auf dem Altar brennen und nimmer verloeschen. ^14Und das ist das Gesetz des Speisopfers, das Aarons Soehne opfern sollen vor dem HERRN auf dem Altar. ^15Es soll einer abheben eine Handvoll Semmelmehl vom Speisopfer und vom Oel und den ganzen Weihrauch, der auf dem Speisopfer liegt, und soll's anzuenden auf dem Altar zum suessen Geruch, ein Gedaechtnis dem HERRN. ^16Das uebrige aber sollen Aaron und seine Soehne verzehren und sollen's ungesaeuert essen an heiliger Staette, im Vorhof der Huette des Stifts. ^17Sie sollen's nicht mit Sauerteig backen; denn es ist ihr Teil, den ich ihnen gegeben habe von meinem Opfer. Es soll ihnen ein Hochheiliges sein gleichwie das Suendopfer und Schuldopfer. ^18Was maennlich ist unter den Kindern Aarons, die sollen's essen. Das sei ein ewiges Recht euren Nachkommen an den Opfern des HERRN: es soll sie niemand anruehren, er sei den geweiht. ^19Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^20Das soll das Opfer sein Aarons und seiner Soehne, das sie dem HERRN opfern sollen am Tage der Salbung: ein zehntel Epha Semmelmehl als taegliches Speisopfer, eine Haelfte des Morgens, die andere Haelfte des Abends. ^21In der Pfanne mit Oel sollst du es machen und geroestet darbringen; und in Stuecken gebacken sollst du solches opfern zum suessen Geruch dem HERRN. ^22Und der Priester, der unter seinen Soehnen an seiner Statt gesalbt wird, soll solches tun; das ist ein ewiges Recht. Es soll dem HERRN ganz verbrannt werden; ^23denn alles Speisopfer eines Priesters soll ganz verbrannt und nicht gegessen werden. ^24Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^25Sage Aaron und seinen Soehnen und sprich: Dies ist das Gesetz des Suendopfers. An der Staette, da du das Brandopfer schlachtest, sollst du auch das Suendopfer schlachten vor dem HERRN; das ist ein Hochheiliges. ^26Der Priester, der das Suendopfer tut, soll's essen an heiliger Staette, im Vorhof der Huette des Stifts. ^27Niemand soll sein Fleisch anruehren, er sei denn geweiht. Und wer von seinem Blut ein Kleid besprengt, der soll das besprengte Stueck waschen an heiliger Staette. ^28Und den Topf, darin es gekocht ist, soll man zerbrechen. Ist's aber ein eherner Topf, so soll man ihn scheuern und mit Wasser spuelen. ^29Was maennlich ist unter den Priestern, die sollen davon essen; denn es ist ein Hochheiliges. ^30Aber all das Suendopfer, des Blut in die Huette des Stifts gebracht wird, zu versoehnen im Heiligen, soll man nicht essen, sondern mit Feuer verbrennen. __________________________________________________________________ Kapitel 7 ^1Und dies ist das Gesetz des Schuldopfers. Ein Hochheiliges ist es. ^2An der Staette, da man das Brandopfer schlachtet, soll man auch das Schuldopfer schlachten und sein Blut auf dem Altar umhersprengen. ^3Und all sein Fett soll man opfern, den Schwanz und das Fett, welches das Eingeweide bedeckt, ^4die zwei Nieren mit dem Fett, das daran ist, an den Lenden, und das Netz ueber der Leber, an den Nieren abgerissen. ^5Und der Priester soll's auf dem Altar anzuenden zum Feuer dem HERRN. Das ist ein Schuldopfer. ^6Was maennlich ist unter den Priestern, die sollen das essen an heiliger Staette; denn es ist ein Hochheiliges. ^7Wie das Suendopfer, also soll auch das Schuldopfer sein; aller beider soll einerlei Gesetz sein; und sollen dem Priester gehoeren, der dadurch versoehnt. ^8Welcher Priester jemandes Brandopfer opfert, des soll des Brandopfers Fell sein, das er geopfert hat. ^9Und alles Speisopfer, das im Ofen oder auf dem Rost oder in der Pfanne gebacken ist, soll dem Priester gehoeren, der es opfert. ^10Und alles Speisopfer, das mit Oel gemengt oder trocken ist, soll aller Kinder Aarons sein, eines wie des andern. ^11Und dies ist das Gesetz des Dankopfers, das man dem HERRN opfert. ^12Wollen sie ein Lobopfer tun, so sollen sie ungesaeuerte Kuchen opfern, mit Oel gemengt, oder ungesaeuerte Fladen, mit Oel bestrichen, oder geroestete Semmelkuchen, mit Oel gemengt. ^13Sie sollen aber solches Opfer tun auf Kuchen von gesaeuerten Brot mit ihrem Lob-und Dankopfer, ^14und sollen einen von den allen dem HERRN zur Hebe opfern, und es soll dem Priester gehoeren, der das Blut des Dankopfers sprengt. ^15Und das Fleisch ihres Lob-und Dankopfers soll desselben Tages gegessen werden, da es geopfert ist, und nichts uebriggelassen werden bis an den Morgen. ^16Ist es aber ein Geluebde oder freiwilliges Opfer, so soll es desselben Tages, da es geopfert ist, gegessen werden; so aber etwas uebrigbleibt auf den andern Tag, so soll man's doch essen. ^17Aber was vom geopferten Fleisch uebrigbleibt am dritten Tage, soll mit Feuer verbrannt werden. ^18Und wo jemand am dritten Tage wird essen von dem geopferten Fleisch seines Dankopfers, so wird er nicht angenehm sein, der es geopfert hat; es wird ihm auch nicht zugerechnet werden, sondern es wird ein Greuel sein; und welche Seele davon essen wird, die ist einer Missetat schuldig. ^19Und das Fleisch, das von etwas Unreinem beruehrt wird, soll nicht gegessen, sondern mit Feuer verbrannt werden. Wer reines Leibes ist, soll von dem Fleisch essen. ^20Und welche Seele essen wird von dem Fleisch des Dankopfers, das dem HERRN zugehoert, und hat eine Unreinigkeit an sich, die wird ausgerottet werden von ihrem Volk. ^21Und wenn eine Seele etwas Unreines anruehrt, es sei ein unreiner Mensch, ein unreines Vieh oder sonst was greulich ist, und vom Fleisch des Dankopfers isst, das dem HERRN zugehoert, die wird ausgerottet werden von ihrem Volk. ^22Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^23Rede mit den Kindern Israel und sprich: Ihr sollt kein Fett essen von Ochsen, Laemmern und Ziegen. ^24Aber das Fett vom Aas, und was vom Wild zerrissen ist, macht euch zu allerlei Nutz; aber essen sollt ihr's nicht. ^25Denn wer das Fett isst von dem Vieh, davon man dem HERRN Opfer bringt, dieselbe Seele soll ausgerottet werde von ihrem Volk. ^26Ihr sollt auch kein Blut essen, weder vom Vieh noch von Voegeln, ueberall, wo ihr wohnt. ^27Welche Seele wuerde irgend ein Blut essen, die soll ausgerottet werden von ihrem Volk. ^28Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^29Rede mit den Kindern Israel und sprich: Wer dem HERRN sein Dankopfer tun will, der soll darbringen, was vom Dankopfer dem HERRN gehoert. ^30Er soll's aber mit seiner Hand herzubringen zum Opfer des HERRN; naemlich das Fett soll er bringen samt der Brust, dass sie ein Webeopfer werden vor dem HERRN. ^31Und der Priester soll das Fett anzuenden auf dem Altar, aber die Brust soll Aarons und seiner Soehne sein. ^32Und die rechte Schulter sollen sie dem Priester geben zur Hebe von ihren Dankopfern. ^33Und welcher unter Aarons Soehnen das Blut der Dankopfer opfert und das Fett, des soll die rechte Schulter sein zu seinem Teil. ^34Denn die Webebrust und die Hebeschulter habe ich genommen von den Kindern Israel von ihren Dankopfern und habe sie dem Priester Aaron und seinen Soehnen gegeben zum ewigen Recht. ^35Dies ist die Gebuehr Aarons und seiner Soehne von den Opfern des HERRN, des Tages, da sie ueberantwortet wurden Priester zu sein dem HERRN, ^36die der HERR gebot am Tage, da er sie salbte, dass sie ihnen gegeben werden sollte von den Kindern Israel, zum ewigen Recht allen ihren Nachkommen. ^37Dies ist das Gesetz des Brandopfers, des Speisopfers, des Suendopfers, des Schuldopfers, der Fuellopfer und der Dankopfer, ^38das der HERR dem Mose gebot auf dem Berge Sinai des Tages, da er ihm gebot an die Kinder Israel, zu opfern ihre Opfer dem HERRN in der Wueste Sinai. __________________________________________________________________ Kapitel 8 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Nimm Aaron und seine Soehne mit ihm samt ihren Kleidern und das Salboel und einen Farren zum Suendopfer, zwei Widder und einen Korb mit ungesaeuertem Brot, ^3und versammle die ganze Gemeinde vor die Tuer der Huette des Stifts. ^4Mose tat, wie ihm der HERR gebot, und versammelte die Gemeinde vor die Tuer der Huette des Stifts ^5und sprach zu ihnen: Das ist's, was der HERR geboten hat zu tun. ^6Und nahm Aaron und seine Soehne und wusch sie mit Wasser ^7und legte ihnen den leinenen Rock an und guertete sie mit dem Guertel und zog ihnen den Purpurrock an und tat ihm den Leibrock an und Guertete ihn ueber den Leibrock her ^8und tat ihm das Amtschild an und das Schild Licht und Recht ^9und setzte ihm den Hut auf sein Haupt und setzte an den Hut oben an seiner Stirn das goldene Blatt der heiligen Krone, wie der HERR dem Mose geboten hatte. ^10Und Mose nahm das Salboel und salbte die Wohnung und alles, was darin war, und weihte es ^11und sprengte damit siebenmal auf den Altar und salbte den Altar mit allem seinem Geraete, das Handfass mit seinem Fuss, dass es geweiht wuerde, ^12und goss von dem Salboel auf Aarons Haupt und salbte ihn, dass er geweiht wuerde, ^13und brachte herzu Aarons Soehne und zog ihnen leinene Roecke an und guertete sie mit dem Guertel und band ihnen Hauben auf, wie ihm der HERR geboten hatte. ^14Und liess herzufuehren einen Farren zum Suendopfer. Und Aaron und seine Soehne legten ihre Haende auf sein Haupt. ^15Da schlachtete er ihn. Und Mose nahm das Blut und tat's auf die Hoerner des Altars umher mit seinem Finger und entsuendigte den Altar und goss das Blut an des Altars Boden und weihte ihn, dass er ihn versoehnte. ^16Und nahm alles Fett am Eingeweide, das Netz ueber der Leber und die zwei Nieren mit dem Fett daran, und zuendete es an auf dem Altar. ^17Aber den Farren mit seinem Fell, Fleisch und Mist verbrannte er mit Feuer draussen vor dem Lager, wie ihm der HERR geboten hatte. ^18Und brachte herzu einen Widder zum Brandopfer. Und Aaron und seine Soehne legten ihre Haende auf sein Haupt. ^19Da schlachtete er ihn. Und Mose sprengte das Blut auf den Altar umher, ^20zerhieb den Widder in Stuecke und zuendete an das Haupt, die Stuecke und das Fett ^21und wusch die Eingeweide und Schenkel mit Wasser und zuendete also den ganzen Widder an auf dem Altar. Das war ein Brandopfer zum suessen Geruch, ein Feuer dem HERRN, wie ihm der HERR geboten hatte. ^22Er brachte auch herzu den andern Widder des Fuellopfers. Und Aaron und seine Soehne legten ihre Haende auf sein Haupt. ^23Da schlachtete er ihn. Und Mose nahm von seinem Blut und tat's Aaron auf den Knorpel seines rechten Ohrs und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die grosse Zehe seines rechten Fusses. ^24Und brachte herzu Aarons Soehne und tat von dem Blut auf den Knorpel des rechten Ohrs und auf den Daumen ihrer rechten Hand und auf die grosse Zehe ihres rechten Fusses und sprengte das Blut auf den Altar umher. ^25Und nahm das Fett und den Schwanz und alles Fett am Eingeweide und das Netz ueber der Leber, die zwei Nieren mit dem Fett daran und die rechte Schulter; ^26dazu nahm er von dem Korb des ungesaeuerten Brots vor dem HERRN einen ungesaeuerten Kuchen und einen Kuchen geoelten Brots und einen Fladen und legte es auf das Fett und auf die rechte Schulter. ^27Und gab das allesamt auf die Haende Aarons und seiner Soehne und webte es zum Webeopfer vor dem HERRN. ^28Und nahm alles wieder von ihren Haenden und zuendete es an auf dem Altar oben auf dem Brandopfer. Ein Fuellopfer war es zum suessen Geruch, ein Feuer dem HERRN. ^29Und Mose nahm die Brust und webte ein Webeopfer vor dem HERRN von dem Widder des Fuellopfers; der ward Mose zu seinem Teil, wie ihm der HERR geboten hatte. ^30Und Mose nahm von dem Salboel und dem Blut auf dem Altar und sprengte es auf Aaron und seine Kleider, auf seine Soehne und ihre Kleider, und weihte also Aaron und seine Kleider, seine Soehne und ihre Kleider mit ihm. ^31Und sprach zu Aaron und seinen Soehnen: Kochet das Fleisch vor der Tuer der Huette des Stifts, und esset es daselbst, dazu auch das Brot im Korbe des Fuellopfers, wie mir geboten ist und gesagt, dass Aaron und seine Soehne es essen sollen. ^32Was aber uebrigbleibt vom Fleisch und Brot, das sollt ihr mit Feuer verbrennen. ^33Und sollt in sieben Tagen nicht ausgehen von der Tuer der Huette des Stifts bis an den Tag, da die Tage eures Fuellopfers aus sind; denn sieben Tage sind eure Haende gefuellt, ^34wie es an diesem Tage geschehen ist; der HERR hat's geboten zu tun, auf dass ihr versoehnt seid. ^35Und sollt vor der Tuer der Huette des Stifts Tag und Nacht bleiben sieben Tage lang und sollt nach dem Gebot des HERRN tun, dass ihr nicht sterbet; denn also ist mir's geboten. ^36Und Aaron und seine Soehne taten alles, was ihnen der HERR geboten hatte durch Mose. __________________________________________________________________ Kapitel 9 ^1Und am achten Tage rief Mose Aaron und seine Soehne und die Aeltesten in Israel ^2und sprach zu Aaron: Nimm zu dir ein junges Kalb zum Suendopfer und einen Widder zum Brandopfer, beide ohne Fehl, und bringe sie vor den Herrn. ^3Und rede mit den Kindern Israel und sprich: Nehmt einen Ziegenbock zum Suendopfer und ein Kalb und ein Schaf, beide ein Jahr alt und ohne Fehl, zum Brandopfer ^4und einen Ochsen und einen Widder zum Dankopfer, dass wir dem HERRN opfern, und ein Speisopfer, mit Oel gemengt. Denn heute wird euch der HERR erscheinen. ^5Und sie nahmen, was Mose geboten hatte, vor der Tuer der Huette des Stifts; und es trat herzu die ganze Gemeinde und stand vor dem HERRN. ^6Da sprach Mose: Das ist's, was der HERR geboten hat, dass ihr es tun sollt, so wird euch des HERRN Herrlichkeit erscheinen. ^7Und Mose sprach zu Aaron: Tritt zum Altar und mache dein Suendopfer und dein Brandopfer und versoehne dich und das Volk; darnach mache des Volkes Opfer und versoehne sie auch, wie der HERR geboten hat. ^8Und Aaron trat zum Altar und schlachtete das Kalb zu seinem Suendopfer. ^9Und seine Soehne brachten das Blut zu ihm, und er tauchte mit seinem Finger ins Blut und tat's auf die Hoerner des Altars und goss das Blut an des Altars Boden. ^10Aber das Fett und die Nieren und das Netz von der Leber am Suendopfer zuendete er an auf dem Altar, wie der HERR dem Mose geboten hatte. ^11Und das Fleisch und das Fell verbrannte er mit Feuer draussen vor dem Lager. ^12Darnach schlachtete er das Brandopfer; und Aarons Soehne brachten das Blut zu ihm, und er sprengte es auf den Altar umher. ^13Und sie brachten das Brandopfer zu ihm zerstueckt und den Kopf; und er zuendete es an auf dem Altar. ^14Und er wusch das Eingeweide und die Schenkel und zuendete es an oben auf dem Brandopfer auf dem Altar. ^15Darnach brachte er herzu des Volks Opfer und nahm den Bock, das Suendopfer des Volks, und schlachtete ihn und machte ein Suendopfer daraus wie das vorige. ^16Und brachte das Brandopfer herzu und tat damit, wie es recht war. ^17Und brachte herzu das Speisopfer und nahm seine Hand voll und zuendete es an auf dem Altar, ausser dem Morgenbrandopfer. ^18Darnach schlachtete er den Ochsen und den Widder zum Dankopfer des Volks; und seine Soehne brachten ihm das Blut, das sprengte er auf dem Altar umher. ^19Aber das Fett vom Ochsen und vom Widder, den Schwanz und das Fett am Eingeweide und die Nieren und das Netz ueber der Leber: ^20alles solches Fett legten sie auf die Brust; und er zuendete das Fett an auf dem Altar. ^21Aber die Brust und die rechte Schulter webte Aaron zum Webopfer vor dem HERRN, wie der HERR dem Mose geboten hatte. ^22Und Aaron hob seine Hand auf zum Volk und segnete sie; und er stieg herab, da er das Suendopfer, Brandopfer und Dankopfer gemacht hatte. ^23Und Mose und Aaron gingen in die Huette des Stifts; und da sie wieder herausgingen, segneten sie das Volk. Da erschien die Herrlichkeit des HERRN allem Volk. ^24Und ein Feuer ging aus von dem HERRN und verzehrte auf dem Altar das Brandopfer und das Fett. Da das alles Volk sah, frohlockten sie und fielen auf ihr Antlitz. __________________________________________________________________ Kapitel 10 ^1Und die Soehne Aarons Nadab und Abihu nahmen ein jeglicher seinen Napf und taten Feuer darein und legten Raeuchwerk darauf und brachten das fremde Feuer vor den HERRN, das er ihnen nicht geboten hatte. ^2Da fuhr ein Feuer aus von dem HERRN und verzehrte sie, dass sie starben vor dem HERRN. ^3Da sprach Mose zu Aaron: Das ist's, was der HERR gesagt hat: Ich erzeige mich heilig an denen, die mir nahe sind, und vor allem Volk erweise ich mich herrlich. Und Aaron schwieg still. ^4Mose aber rief Misael und Elzaphan, die Soehne Usiels, Aarons Vettern, und sprach zu ihnen: Tretet hinzu und traget eure Brueder von dem Heiligtum hinaus vor das Lager. ^5Und sie traten hinzu und trugen sie hinaus mit ihren leinenen Roecken vor das Lager, wie Mose gesagt hatte. ^6Da sprach Mose zu Aaron und seinen Soehnen Eleasar und Ithamar: Ihr sollt eure Haeupter nicht entbloessen noch eure Kleider zerreissen, dass ihr nicht sterbet und der Zorn ueber die ganze Gemeinde komme. Lasst eure Brueder, das ganze Haus Israel, weinen ueber diesen Brand, den der HERR getan hat. ^7Ihr aber sollt nicht ausgehen von der Tuer der Huette des Stifts, ihr moechtet sterben; denn das Salboel des HERRN ist auf euch. Und sie taten, wie Mose sagte. ^8Der HERR aber redete mit Aaron und sprach: ^9Du und deine Soehne mit dir sollt keinen Wein noch starkes Getraenk trinken, wenn ihr in die Huette des Stifts geht, auf dass ihr nicht sterbet. Das sei ein ewiges Recht allen euren Nachkommen, ^10auf dass ihr koennt unterscheiden, was heilig und unheilig, was rein und unrein ist, ^11und dass ihr die Kinder Israel lehret alle Rechte, die der HERR zu ihnen geredet hat durch Mose. ^12Und Mose redete mit Aaron und mit seinen noch uebrigen Soehnen, Eleasar und Ithamar: Nehmet, was uebriggeblieben ist vom Speisopfer an den Opfern des HERRN, und esset's ungesaeuert bei dem Altar; denn es ist ein Hochheiliges. ^13Ihr sollt's aber an heiliger Staette essen; denn das ist dein Recht und deiner Soehne Recht an den Opfern des HERRN; denn so ist's mir geboten. ^14Aber die Webebrust und die Hebeschulter sollst du und deine Soehne und deine Toechter mit dir essen an reiner Staette; denn solch Recht ist dir und deinen Kindern gegeben an den Dankopfern der Kinder Israel. ^15Denn die Hebeschulter und die Webebrust soll man zu den Opfern des Fetts bringen, dass sie zum Webeopfer gewebt werden vor dem HERRN; darum ist's dein und deiner Kinder zum ewigen Recht, wie der HERR geboten hat. ^16Und Mose suchte den Bock des Suendopfers, und fand ihn verbrannt, Und er ward zornig ueber Eleasar und Ithamar, Aarons Soehne, die noch uebrig waren, und sprach: ^17Warum habt ihr das Suendopfer nicht gegessen an heiliger Staette? denn es ist ein Hochheiliges, und er hat's euch gegeben, dass ihr die Missetat der Gemeinde tragen sollt, dass ihr sie versoehnet vor dem HERRN. ^18Siehe, sein Blut ist nicht gekommen in das Heilige hinein. Ihr solltet es im Heiligen gegessen haben, wie mir geboten ist. ^19Aaron aber sprach zu Mose: Siehe, heute haben sie ihr Suendopfer und ihr Brandopfer vor dem HERRN geopfert, und es ist mir also gegangen, wie du siehst; und ich sollte essen heute vom Suendopfer? Sollte das dem HERRN gefallen? ^20Da das Mose hoerte, liess er's sich gefallen. __________________________________________________________________ Kapitel 11 ^1Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach zu ihnen: ^2Redet mit den Kindern Israel und sprecht: Das sind die Tiere, die ihr essen sollt unter allen Tieren auf Erden. ^3Alles, was die Klauen spaltet und wiederkaeut unter den Tieren, das sollt ihr essen. ^4Was aber wiederkaeut und hat Klauen und spaltet sie doch nicht, wie das Kamel, das ist euch unrein, und ihr sollt's nicht essen. ^5Die Kaninchen wiederkaeuen wohl, aber sie spalten die Klauen nicht; darum sind sie unrein. ^6Der Hase wiederkaeut auch, aber er spaltet die Klauen nicht; darum ist er euch unrein. ^7Und ein Schwein spaltet wohl die Klauen, aber es wiederkaeut nicht; darum soll's euch unrein sein. ^8Von dieser Fleisch sollt ihr nicht essen noch ihr Aas anruehren; denn sie sind euch unrein. ^9Dies sollt ihr essen unter dem, was in Wassern ist: alles, was Flossfedern und Schuppen hat in Wassern, im Meer und in Baechen, sollt ihr essen. ^10Alles aber, was nicht Flossfedern und Schuppen hat im Meer und in Baechen, unter allem, was sich regt in Wassern, und allem, was lebt im Wasser, soll euch eine Scheu sein, ^11dass ihr von ihrem Fleisch nicht esst und vor ihrem Aas euch scheut. ^12Denn alles, was nicht Flossfedern und Schuppen hat in Wassern, sollt ihr scheuen. ^13Und dies sollt ihr scheuen unter den Voegeln, dass ihr's nicht esst: den Adler, den Habicht, den Fischaar, ^14den Geier, den Weih, und was seine Art ist, ^15und alle Raben mit ihrer Art, ^16den Strauss, die Nachteule, den Kuckuck, den Sperber mit seiner Art, ^17das Kaeuzlein, den Schwan, den Uhu, ^18die Fledermaus, die Rohrdommel, ^19den Storch, den Reiher, den Haeher mit seiner Art, den Wiedehopf und die Schwalbe. ^20Alles auch, was sich regt und Fluegel hat und geht auf vier Fuessen, das soll euch eine Scheu sein. ^21Doch das sollt ihr essen von allem, was sich regt und Fluegel hat und geht auf vier Fuessen: was noch zwei Beine hat, womit es auf Erden huepft; ^22von demselben moegt ihr essen die Heuschrecken, als da ist: Arbe mit seiner Art und Solam mit seiner Art und Hargol mit seiner Art und Hagab mit seiner Art. ^23Aber alles, was sonst Fluegel und vier Fuesse hat, soll euch eine Scheu sein, ^24und sollt sie unrein achten. Wer solcher Aas anruehrt, der wird unrein sein bis auf den Abend. ^25Und wer dieser Aase eines tragen wird, soll seine Kleider waschen und wird unrein sein bis auf den Abend. ^26Darum alles Getier, das Klauen hat und spaltet sie nicht und wiederkaeuet nicht, das soll euch unrein sein. ^27Und alles, was auf Tatzen geht unter den Tieren, die auf vier Fuessen gehen, soll euch unrein sein; wer ihr Aas anruehrt, wird unrein sein bis auf den Abend. ^28Und wer ihr Aas traegt, soll seine Kleider waschen und unrein sein bis auf den Abend; denn solche sind euch unrein. ^29Diese sollen euch auch unrein sein unter den Tieren, die auf Erden kriechen: das Wiesel, die Maus, die Kroete, ein jegliches mit seiner Art, ^30der Igel, der Molch, die Eidechse, die Blindschleiche und der Maulwurf; ^31die sind euch unrein unter allem, was da kriecht; wer ihr Aas anruehrt, der wird unrein sein bis auf den Abend. ^32Und alles, worauf ein solch totes Aas faellt, das wird unrein, es sei allerlei hoelzernes Gefaess oder Kleider oder Fell oder Sack; und alles Geraet, womit man etwas schafft, soll man ins Wasser tun, und es ist unrein bis auf den Abend; alsdann wird's rein. ^33Allerlei irdenes Gefaess, wo solcher Aas hineinfaellt, wird alles unrein, was darin ist; und sollt's zerbrechen. ^34Alle Speise, die man isst, so solch Wasser hineinkommt, ist unrein; und aller Trank, den man trinkt in allerlei solchem Gefaess, ist unrein. ^35Und alles, worauf solches Aas faellt, wird unrein, es sei ein Ofen oder Kessel, so soll man's zerbrechen; denn es ist unrein und soll euch unrein sein. ^36Doch die Brunnen und Gruben und Teiche bleiben rein. Wer aber ihr Aas anruehrt, ist unrein. ^37Und ob solch ein Aas fiele auf Samen, den man saet, so ist er doch rein. ^38Wenn man aber Wasser ueber den Samen goesse, und fiele darnach ein solch Aas darauf, so wuerde er euch unrein. ^39Wenn ein Tier stirbt, das ihr essen moegt: wer das Aas anruehrt, der ist unrein bis an den Abend. ^40Wer von solchem Aas isst, der soll sein Kleid waschen und wird unrein sein bis an den Abend. Also wer auch traegt ein solch Aas, soll sein Kleid waschen, und ist unrein bis an den Abend ^41Was auf Erden schleicht, das soll euch eine Scheu sein, und man soll's nicht essen. ^42Alles, was auf dem Bauch kriecht, und alles, was auf vier oder mehr Fuessen geht, unter allem, was auf Erden schleicht, sollt ihr nicht essen; denn es soll euch eine Scheu sein. ^43Macht eure Seelen nicht zum Scheusal und verunreinigt euch nicht an ihnen, dass ihr euch besudelt. ^44Denn ich bin der HERR, euer Gott. Darum sollt ihr euch heiligen, dass ihr heilig seid, denn ich bin heilig, und sollt eure Seelen nicht verunreinigen an irgend einem kriechenden Tier, das auf Erden schleicht. ^45Denn ich bin der HERR, der euch aus Aegyptenland gefuehrt hat, dass ich euer Gott sei. Darum sollt ihr heilig sein, denn ich bin heilig. ^46Dies ist das Gesetz von den Tieren und Voegeln und allerlei Tieren, die sich regen im Wasser, und allerlei Tieren, die auf Erden schleichen, ^47dass ihr unterscheiden koennt, was unrein und rein ist, und welches Tier man essen und welches man nicht essen soll. __________________________________________________________________ Kapitel 12 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Rede mit den Kindern Israel und sprich: Wenn ein Weib empfaengt und gebiert ein Knaeblein, so soll sie sieben Tage unrein sein, wie wenn sie ihre Krankheit leidet. ^3Und am achten Tage soll man das Fleisch seiner Vorhaut beschneiden. ^4Und sie soll daheimbleiben dreiunddreissig Tage im Blut ihrer Reinigung. Kein Heiliges soll sie anruehren, und zum Heiligtum soll sie nicht kommen, bis dass die Tage ihrer Reinigung aus sind. ^5Gebiert sie aber ein Maegdlein, so soll sie zwei Wochen unrein sein, wie wenn sie ihre Krankheit leidet, und soll sechsundsechzig Tage daheimbleiben in dem Blut ihrer Reinigung. ^6Und wenn die Tage ihrer Reinigung aus sind fuer den Sohn oder fuer die Tochter, soll sie ein jaehriges Lamm bringen zum Brandopfer und eine junge Taube oder Turteltaube zum Suendopfer dem Priester vor die Tuer der Huette des Stifts. ^7Der soll es opfern vor dem HERRN und sie versoehnen, so wird sie rein von ihrem Blutgang. Das ist das Gesetz fuer die, so ein Knaeblein oder Maegdlein gebiert. ^8Vermag aber ihre Hand nicht ein Schaf, so nehme sie zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben, eine zum Brandopfer, die andere zum Suendopfer; so soll sie der Priester versoehnen, dass sie rein werde. __________________________________________________________________ Kapitel 13 ^1Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach: ^2Wenn einem Menschen an der Haut seines Fleisches etwas auffaehrt oder ausschlaegt oder eiterweiss wird, als wollte ein Aussatz werden an der Haut seines Fleisches, soll man ihn zum Priester Aaron fuehren oder zu einem unter seinen Soehnen, den Priestern. ^3Und wenn der Priester das Mal an der Haut des Fleisches sieht, dass die Haare in Weiss verwandelt sind und das Ansehen an dem Ort tiefer ist denn die andere Haut seines Fleisches, so ist's gewiss der Aussatz. Darum soll ihn der Priester besehen und fuer unrein urteilen. ^4Wenn aber etwas eiterweiss ist an der Haut des Fleisches, und doch das Ansehen der Haut nicht tiefer denn die andere Haut des Fleisches und die Haare nicht in Weiss verwandelt sind, so soll der Priester ihn verschliessen sieben Tage ^5und am siebenten Tage besehen. Ist's, dass das Mal bleibt, wie er's zuvor gesehen hat, und hat nicht weitergefressen an der Haut, ^6so soll ihn der Priester abermals sieben Tage verschliessen. Und wenn er ihn zum andermal am siebenten Tage besieht und findet, dass das Mal verschwunden ist und nicht weitergefressen hat an der Haut, so soll er ihn rein urteilen; denn es ist ein Grind. Und er soll seine Kleider waschen, so ist er rein. ^7Wenn aber der Grind weiterfrisst in der Haut, nachdem er vom Priester besehen worden ist, ob er rein sei, und wird nun zum andernmal vom Priester besehen, ^8wenn dann da der Priester sieht, dass der Grind weitergefressen hat in der Haut, so soll er ihn unrein urteilen; denn es ist gewiss Aussatz. ^9Wenn ein Mal des Aussatzes an einem Menschen sein wird, den soll man zum Priester bringen. ^10Wenn derselbe sieht und findet, dass Weisses aufgefahren ist an der Haut und die Haare in Weiss verwandelt und rohes Fleisch im Geschwuer ist, ^11so ist's gewiss ein alter Aussatz in der Haut des Fleisches. Darum soll ihn der Priester unrein urteilen und nicht verschliessen; denn er ist schon unrein. ^12Wenn aber der Aussatz blueht in der Haut und bedeckt die ganze Haut, von dem Haupt bis auf die Fuesse, alles, was dem Priester vor Augen sein mag, ^13wenn dann der Priester besieht und findet, dass der Aussatz das ganze Fleisch bedeckt hat, so soll er denselben rein urteilen, dieweil es alles an ihm in Weiss verwandelt ist; denn er ist rein. ^14Ist aber rohes Fleisch da des Tages, wenn er besehen wird, so ist er unrein. ^15Und wenn der Priester das rohe Fleisch sieht, soll er ihn unrein urteilen; denn das rohe Fleisch ist unrein, und es ist gewiss Aussatz. ^16Verkehrt sich aber das rohe Fleisch wieder und verwandelt sich in Weiss, so soll er zum Priester kommen. ^17Und wenn der Priester besieht und findet, dass das Mal ist in Weiss verwandelt, soll er ihn rein urteilen; denn er ist rein. ^18Wenn jemandes Fleisch an der Haut eine Druese wird und wieder heilt, ^19darnach an demselben Ort etwas Weisses auffaehrt oder roetliches Eiterweiss wird, soll er vom Priester besehen werden. ^20Wenn dann der Priester sieht, dass das Ansehen tiefer ist denn die andere Haut und das Haar in Weiss verwandelt, so soll er ihn unrein urteilen; denn es ist gewiss ein Aussatzmal aus der Druese geworden. ^21Sieht aber der Priester und findet, dass die Haare nicht weiss sind und es ist nicht tiefer denn die andere Haut und ist verschwunden, so soll er ihn sieben Tage verschliessen. ^22Frisst es weiter in der Haut, so soll er unrein urteilen; denn es ist gewiss ein Aussatzmal. ^23Bleibt aber das Eiterweiss also stehen und frisst nicht weiter, so ist's die Narbe von der Druese, und der Priester soll ihn rein urteilen. ^24Wenn sich jemand an der Haut am Feuer brennt und das Brandmal weissroetlich oder weiss ist ^25und der Priester ihn besieht und findet das Haar in Weiss verwandelt an dem Brandmal und das Ansehen tiefer denn die andere Haut, so ist's gewiss Aussatz, aus dem Brandmal geworden. Darum soll ihn der Priester unrein urteilen; denn es ist ein Aussatzmal. ^26Sieht aber der Priester und findet, dass die Haare am Brandmal nicht in Weiss verwandelt und es nicht tiefer ist denn die andere Haut und ist dazu verschwunden, soll er ihn sieben Tage verschliessen; ^27und am siebenten Tage soll er ihn besehen. Hat's weitergefressen an der Haut, so soll er unrein urteilen; denn es ist Aussatz. ^28Ist's aber gestanden an dem Brandmal und hat nicht weitergefressen an der Haut und ist dazu verschwunden, so ist's ein Geschwuer des Brandmals. Und der Priester soll ihn rein urteilen; denn es ist die Narbe des Brandmals. ^29Wenn ein Mann oder Weib auf dem Haupt oder am Bart ein Mal hat ^30und der Priester das Mal besieht und findet, dass das Ansehen der Haut tiefer ist denn die andere Haut und das Haar daselbst golden und duenn, so soll er ihn unrein urteilen; denn es ist ein aussaetziger Grind des Hauptes oder des Bartes. ^31Sieht aber der Priester, dass der Grind nicht tiefer anzusehen ist denn die andere Haut und das Haar nicht dunkel ist, soll er denselben sieben Tage verschliessen. ^32Und wenn er am siebenten Tage besieht und findet, dass der Grind nicht weitergefressen hat und kein goldenes Haar da ist und das Ansehen des Grindes nicht tiefer ist denn die andere Haut, ^33soll er sich scheren, doch dass er den Grind nicht beschere; und soll ihn der Priester abermals sieben Tage verschliessen. ^34Und wenn er ihn am siebenten Tage besieht und findet, dass der Grind nicht weitergefressen hat in der Haut und das Ansehen ist nicht tiefer als die andere Haut, so soll er ihn rein sprechen, und er soll seine Kleider waschen; denn er ist rein. ^35Frisst aber der Grind weiter an der Haut, nachdem er rein gesprochen ist, ^36und der Priester besieht und findet, dass der Grind also weitergefressen hat an der Haut, so soll er nicht mehr darnach fragen, ob die Haare golden sind; denn er ist unrein. ^37Ist aber vor Augen der Grind stillgestanden und dunkles Haar daselbst aufgegangen, so ist der Grind heil und er rein. Darum soll ihn der Priester rein sprechen. ^38Wenn einem Mann oder Weib an der Haut ihres Fleisches etwas eiterweiss ist ^39und der Priester sieht daselbst, dass das Eiterweiss schwindet, das ist ein weisser Grind, in der Haut aufgegangen, und er ist rein. ^40Wenn einem Manne die Haupthaare ausfallen, dass er kahl wird, der ist rein. ^41Fallen sie ihm vorn am Haupt aus und wird eine Glatze, so ist er rein. ^42Wird aber an der Glatze, oder wo er kahl ist, ein weisses oder roetliches Mal, so ist ihm Aussatz an der Glatze oder am Kahlkopf aufgegangen. ^43Darum soll ihn der Priester besehen. Und wenn er findet, dass ein weisses oder roetliches Mal aufgelaufen an seiner Glatze oder am Kahlkopf, dass es sieht, wie sonst der Aussatz an der Haut, ^44so ist er aussaetzig und unrein; und der Priester soll ihn unrein sprechen solches Mals halben auf seinem Haupt. ^45Wer nun aussaetzig ist, des Kleider sollen zerrissen sein und das Haupt bloss und die Lippen verhuellt und er soll rufen: Unrein, unrein! ^46Und solange das Mal an ihm ist, soll er unrein sein, allein wohnen und seine Wohnung soll ausserhalb des Lagers sein. ^47Wenn an einem Kleid ein Aussatzmal sein wird, es sei wollen oder leinen, ^48am Aufzug oder am Eintrag, es sei wollen oder leinen, oder an einem Fell oder an allem, was aus Fellen gemacht wird, ^49und wenn das Mal gruenlich oder roetlich ist am Kleid oder am Fell oder am Aufzug oder am Eintrag oder an irgend einem Ding, das von Fellen gemacht ist, das ist gewiss ein Mal des Aussatzes; darum soll's der Priester besehen. ^50Und wenn er das Mal sieht, soll er's einschliessen sieben Tage. ^51Und wenn er am siebenten Tage sieht, dass das Mal hat weitergefressen am Kleid, am Aufzug oder am Eintrag, am Fell oder an allem, was man aus Fellen macht, so ist das Mal ein fressender Aussatz, und es ist unrein. ^52Und man soll das Kleid verbrennen oder den Aufzug oder den Eintrag, es sei wollen oder leinen oder allerlei Fellwerk, darin solch ein Mal ist; denn es ist fressender Aussatz, und man soll es mit Feuer verbrennen. ^53Wird aber der Priester sehen, dass das Mal nicht weitergefressen hat am Kleid oder am Aufzug oder am Eintrag oder an allerlei Fellwerk, ^54so soll er gebieten, dass man solches wasche, worin solches Mal ist, und soll's einschliessen andere sieben Tage. ^55Und wenn der Priester sehen wird, nachdem das Mal gewaschen ist, dass das Mal nicht verwandelt ist vor seinen Augen und auch nicht weitergefressen hat, so ist's unrein, und sollst es mit Feuer verbrennen; denn es ist tief eingefressen und hat's vorn oder hinten schaebig gemacht. ^56Wenn aber der Priester sieht, dass das Mal verschwunden ist nach seinem Waschen, so soll er's abreissen vom Kleid, vom Fell, von Aufzug oder vom Eintrag. ^57Wird's aber noch gesehen am Kleid, am Aufzug, am Eintrag oder allerlei Fellwerk, so ist's ein Aussatzmal, und sollst das mit Feuer verbrennen, worin solch Mal ist. ^58Das Kleid aber oder der Aufzug oder Eintrag oder allerlei Fellwerk, das gewaschen und von dem das Mal entfernt ist, soll man zum andernmal waschen, so ist's rein. ^59Das ist das Gesetz ueber die Male des Aussatzes an Kleidern, sie seien wollen oder leinen, am Aufzug und am Eintrag und allerlei Fellwerk, rein oder unrein zu sprechen. __________________________________________________________________ Kapitel 14 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Das ist das Gesetz ueber den Aussaetzigen, wenn er soll gereinigt werden. Er soll zum Priester kommen. ^3Und der Priester soll aus dem Lager gehen und besehen, wie das Mal des Aussatzes am Aussaetzigen heil geworden ist, ^4und soll gebieten dem, der zu reinigen ist, dass er zwei lebendige Voegel nehme, die da rein sind, und Zedernholz und scharlachfarbene Wolle und Isop. ^5Und soll gebieten, den einen Vogel zu schlachten in ein irdenes Gefaess ueber frischem Wasser. ^6Und soll den lebendigen Vogel nehmen mit dem Zedernholz, scharlachfarbener Wolle und Isop und in des Vogels Blut tauchen, der ueber dem frischen Wasser geschlachtet ist, ^7und besprengen den, der vom Aussatz zu reinigen ist, siebenmal; und reinige ihn also und lasse den lebendigen Vogel ins freie Feld fliegen. ^8Der Gereinigte aber soll seine Kleider waschen und alle seine Haare abscheren und sich mit Wasser baden, so ist er rein. Darnach gehe er ins Lager; doch soll er ausserhalb seiner Huette sieben Tage bleiben. ^9Und am siebenten Tage soll er alle seine Haare abscheren auf dem Haupt, am Bart, an den Augenbrauen, dass alle Haare abgeschoren seien, und soll seine Kleider waschen und sein Fleisch im Wasser baden, so ist er rein. ^10Und am achten Tage soll er zwei Laemmer nehmen ohne Fehl und ein jaehriges Schaf ohne Fehl und drei zehntel Semmelmehl zum Speisopfer, mit Oel gemengt, und ein Log Oel. ^11Da soll der Priester den Gereinigten und diese Dinge stellen vor den HERRN, vor der Tuer der Huette des Stifts. ^12Und soll das eine Lamm nehmen und zum Schuldopfer opfern mit dem Log Oel; und soll solches vor dem HERRN weben ^13und darnach das Lamm schlachten, wo man das Suendopfer und Brandopfer schlachtet, naemlich an heiliger Staette; denn wie das Suendopfer, also ist auch das Schuldopfer des Priesters; denn es ist ein Hochheiliges. ^14Und der Priester soll von dem Blut nehmen vom Schuldopfer und dem Gereinigten auf den Knorpel des rechten Ohrs tun und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die grosse Zehe seines rechten Fusses. ^15Darnach soll er von dem Log Oel nehmen und es in seine, des Priesters, linke Hand giessen ^16und mit seinem rechten Finger in das Oel tauchen, das in seiner linken Hand ist, und sprengen vom Oel mit seinem Finger siebenmal vor dem HERRN. ^17Vom uebrigen Oel aber in seiner Hand soll er dem Gereinigten auf den Knorpel des rechten Ohrs tun und auf den rechten Daumen und auf die grosse Zehe seines rechten Fusses, oben auf das Blut des Schuldopfers. ^18Das uebrige Oel aber in seiner Hand soll er auf des Gereinigten Haupt tun und ihn versoehnen vor dem HERRN. ^19Und soll das Suendopfer machen und den Gereinigten versoehnen seiner Unreinigkeit halben; und soll darnach das Brandopfer schlachten ^20und soll es auf dem Altar opfern samt dem Speisopfer und ihn versoehnen, so ist er rein. ^21Ist er aber arm und erwirbt mit seiner Hand nicht so viel, so nehme er ein Lamm zum Schuldopfer, zu weben, zu seiner Versoehnung und ein zehntel Semmelmehl, mit Oel gemengt, zum Speisopfer, und ein Log Oel ^22und zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben, die er mit seiner Hand erwerben kann, dass eine sei ein Suendopfer, die andere ein Brandopfer, ^23und bringe sie am achten Tage seiner Reinigung zum Priester vor die Tuer der Huette des Stifts, vor den HERRN. ^24Da soll der Priester das Lamm zum Schuldopfer nehmen und das Log Oel und soll's alles weben vor dem HERRN ^25und das Lamm des Schuldopfers schlachten und Blut nehmen von demselben Schuldopfer und es dem Gereinigten tun auf den Knorpel seines rechten Ohrs und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die grosse Zehe seines rechten Fusses, ^26und von dem Oel in seine, des Priesters, linke Hand giessen ^27und mit seinem rechten Finger vom Oel, das in seiner linken Hand ist, siebenmal sprengen vor dem HERRN. ^28Von dem uebrigen aber in seiner Hand soll er dem Gereinigten auf den Knorpel seines rechten Ohrs und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die grosse Zehe seines rechten Fusses tun, oben auf das Blut des Schuldopfers. ^29Das uebrige Oel aber in seiner Hand soll er dem Gereinigten auf das Haupt tun, ihn zu versoehnen vor dem HERRN; ^30und darnach aus der einen Turteltaube oder jungen Taube, wie seine Hand hat moegen erwerben, ^31ein Suendopfer, aus der andern ein Brandopfer machen samt dem Speisopfer. Und soll der Priester den Gereinigten also versoehnen vor dem HERRN. ^32Das sei das Gesetz fuer den Aussaetzigen, der mit seiner Hand nicht erwerben kann, was zur Reinigung gehoert. ^33Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach: ^34Wenn ihr in das Land Kanaan kommt, das ich euch zur Besitzung gebe, und ich werde irgend in einem Hause eurer Besitzung ein Aussatzmal geben, ^35so soll der kommen, des das Haus ist, es dem Priester ansagen und sprechen: Es sieht mich an, als sei ein Aussatzmal an meinem Hause. ^36Da soll der Priester heissen, dass sie das Haus ausraeumen, ehe denn der Priester hineingeht, das Mal zu besehen, auf dass nicht unrein werde alles, was im Hause ist; darnach soll der Priester hineingehen, das Haus zu besehen. ^37Wenn er nun das Mal besieht und findet, dass an der Wand des Hauses gruenliche oder roetliche Grueblein sind und ihr Ansehen tiefer denn sonst die Wand ist, ^38so soll er aus dem Hause zur Tuer herausgehen und das Haus sieben Tage verschliessen. ^39Und wenn er am siebenten Tage wiederkommt und sieht, dass das Mal weitergefressen hat an des Hauses Wand, ^40so soll er die Steine heissen ausbrechen, darin das Mal ist, und hinaus vor die Stadt an einen unreinen Ort werfen. ^41Und das Haus soll man inwendig ringsherum schaben und die abgeschabte Tuenche hinaus vor die Stadt an einen unreinen Ort schuetten ^42und andere Steine nehmen und an jener Statt tun und andern Lehm nehmen und das Haus bewerfen. ^43Wenn das Mal wiederkommt und ausbricht am Hause, nachdem man die Steine ausgerissen und das Haus anders beworfen hat, ^44so soll der Priester hineingehen. Und wenn er sieht, dass das Mal weitergefressen hat am Hause, so ist's gewiss ein fressender Aussatz am Hause, und es ist unrein. ^45Darum soll man das Haus abbrechen, Steine und Holz und alle Tuenche am Hause, und soll's hinausfuehren vor die Stadt an einen unreinen Ort. ^46Und wer in das Haus geht, solange es verschlossen ist, der ist unrein bis an den Abend. ^47Und wer darin liegt oder darin isst, der soll seine Kleider waschen. ^48Wo aber der Priester, wenn er hineingeht, sieht, dass dies Mal nicht weiter am Haus gefressen hat, nachdem das Haus beworfen ist, so soll er's rein sprechen; denn das Mal ist heil geworden. ^49Und soll zum Suendopfer fuer das Haus nehmen zwei Voegel, Zedernholz und scharlachfarbene Wolle und Isop, ^50und den einen Vogel schlachten in ein irdenes Gefaess ueber frischem Wasser. ^51Und soll nehmen das Zedernholz, die scharlachfarbene Wolle, den Isop und den lebendigen Vogel, und in des geschlachteten Vogels Blut und in das frische Wasser tauchen, und das Haus siebenmal besprengen. ^52Und soll also das Haus entsuendigen mit dem Blut des Vogels und mit dem frischen Wasser, mit dem lebendigen Vogel, mit dem Zedernholz, mit Isop und mit scharlachfarbener Wolle. ^53Und soll den lebendigen Vogel lassen hinaus vor die Stadt ins freie Feld fliegen, und das Haus versoehnen, so ist's rein. ^54Das ist das Gesetz ueber allerlei Mal des Aussatzes und Grindes, ^55ueber den Aussatz der Kleider und der Haeuser, ^56ueber Beulen, Ausschlag und Eiterweiss, ^57auf dass man wisse, wann etwas unrein oder rein ist. Das ist das Gesetz vom Aussatz. __________________________________________________________________ Kapitel 15 ^1Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach: ^2Redet mit den Kindern Israel und sprecht zu ihnen: Wenn ein Mann an seinem Fleisch einen Fluss hat, derselbe ist unrein. ^3Dann aber ist er unrein an diesem Fluss, wenn sein Fleisch eitert oder verstopft ist. ^4Alles Lager, darauf er liegt, und alles, darauf er sitzt, wird unrein werden. ^5Und wer sein Lager anruehrt, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend. ^6Und wer sich setzt, wo er gesessen hat, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend. ^7Wer sein Fleisch anruehrt, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend. ^8Wenn er seinen Speichel wirft auf den, der rein ist, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend. ^9Und der Sattel, darauf er reitet, wird unrein werden. ^10Und wer anruehrt irgend etwas, das er unter sich gehabt hat, der wird unrein sein bis auf den Abend. Und wer solches traegt, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend. ^11Und welchen er anruehrt, ehe er die Haende waescht, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend. ^12Wenn er ein irdenes Gefaess anruehrt, das soll man zerbrechen; aber das hoelzerne Gefaess soll man mit Wasser spuelen. ^13Und wenn er rein wird von seinem Fluss, so soll er sieben Tage zaehlen, nachdem er rein geworden ist, und seine Kleider waschen und sein Fleisch mit fliessendem Wasser baden, so ist er rein. ^14Und am achten Tage soll er zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben nehmen und vor den HERRN bringen vor die Tuer der Huette des Stifts und dem Priester geben. ^15Und der Priester soll aus einer ein Suendopfer, aus der andern ein Brandopfer machen und ihn versoehnen vor dem HERRN seines Flusses halben. ^16Wenn einem Mann im Schlaf der Same entgeht, der soll sein ganzes Fleisch mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend. ^17Und alles Kleid und alles Fell, das mit solchem Samen befleckt ist, soll er waschen mit Wasser und unrein sein bis auf den Abend. ^18Ein Weib, bei welchem ein solcher liegt, die soll sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend. ^19Wenn ein Weib ihres Leibes Blutfluss hat, die soll sieben Tage unrein geachtet werden; wer sie anruehrt, der wird unrein sein bis auf den Abend. ^20Und alles, worauf sie liegt, solange sie ihre Zeit hat, und worauf sie sitzt, wird unrein sein. ^21Und wer ihr Lager anruehrt, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend. ^22Und wer anruehrt irgend etwas, darauf sie gesessen hat, soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend. ^23Und wer anruehrt irgend etwas, das auf ihrem Lager gewesen ist oder da, wo sie gesessen hat soll unrein sein bis auf den Abend. ^24Und wenn ein Mann bei ihr liegt und es kommt sie ihre Zeit an bei ihm, der wird sieben Tage unrein sein, und das Lager, auf dem er gelegen hat wird unrein sein. ^25Wenn aber ein Weib den Blutfluss eine lange Zeit hat, zu ungewoehnlicher Zeit oder ueber die gewoehnliche Zeit, so wird sie unrein sein, solange sie ihn hat; wie zu ihrer gewoehnlichen Zeit, so soll sie auch da unrein sein. ^26Alles Lager, darauf sie liegt die ganze Zeit ihres Flusses, soll sein wie ihr Lager zu ihrer gewoehnlichen Zeit. Und alles, worauf sie sitzt, wird unrein sein gleich der Unreinigkeit ihrer gewoehnlichen Zeit. ^27Wer deren etwas anruehrt, der wird unrein sein und soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend. ^28Wird sie aber rein von ihrem Fluss, so soll sie sieben Tage zaehlen; darnach soll sie rein sein. ^29Und am achten Tage soll sie zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben nehmen und zum Priester bringen vor die Tuer der Huette des Stifts. ^30Und der Priester soll aus einer machen ein Suendopfer, aus der andern ein Brandopfer, und sie versoehnen vor dem HERRN ueber den Fluss ihrer Unreinigkeit. ^31So sollt ihr die Kinder Israel warnen vor ihrer Unreinigkeit, dass sie nicht sterben in ihrer Unreinigkeit, wenn sie meine Wohnung verunreinigen, die unter ihnen ist. ^32Das ist das Gesetz ueber den, der einen Fluss hat und dem der Same im Schlaf entgeht, dass er unrein davon wird, ^33und ueber die, die ihren Blutfluss hat, und wer einen Fluss hat, es sei Mann oder Weib, und wenn ein Mann bei einer Unreinen liegt. __________________________________________________________________ Kapitel 16 ^1Und der HERR redete mit Mose, nachdem die zwei Soehne Aarons gestorben waren, da sie vor dem HERRN opferten, ^2und sprach: Sage deinem Bruder Aaron, dass er nicht zu aller Zeit in das inwendige Heiligtum gehe hinter den Vorhang vor den Gnadenstuhl, der auf der Lade ist, dass er nicht sterbe; denn ich will in einer Wolke erscheinen auf dem Gnadenstuhl; ^3sondern damit soll er hineingehen: mit einem jungen Farren zum Suendopfer und mit einem Widder zum Brandopfer, ^4und soll den heiligen leinenen Rock anlegen und leinene Beinkleider an seinem Fleisch haben und sich mit einem leinenen Guertel guerten und den leinenen Hut aufhaben, denn das sind die heiligen Kleider, und soll sein Fleisch mit Wasser baden und sie anlegen. ^5Und soll von der Gemeinde der Kinder Israel zwei Ziegenboecke nehmen zum Suendopfer und einen Widder zum Brandopfer. ^6Und Aaron soll den Farren, sein Suendopfer, herzubringen, dass er sich und sein Haus versoehne, ^7und darnach die zwei Boecke nehmen und vor den HERRN stellen vor der Tuer der Huette des Stifts, ^8und soll das Los werfen ueber die zwei Boecke: ein Los dem HERRN, das andere dem Asasel. ^9Und soll den Bock, auf welchen das Los des HERRN faellt, opfern zum Suendopfer. ^10Aber den Bock, auf welchen das Los fuer Asasel faellt, soll er lebendig vor den HERRN stellen, dass er ueber ihm versoehne, und lasse den Bock fuer Asasel in die Wueste. ^11Und also soll er denn den Farren seines Suendopfers herzubringen und sich und sein Haus versoehnen und soll ihn schlachten ^12und soll einen Napf voll Glut vom Altar nehmen, der vor dem HERRN steht, und die Hand voll zerstossenen Raeuchwerks und es hinein hinter den Vorhang bringen ^13und das Raeuchwerk aufs Feuer tun vor dem HERRN, dass der Nebel vom Raeuchwerk den Gnadenstuhl bedecke, der auf dem Zeugnis ist, dass er nicht sterbe. ^14Und soll von dem Blut des Farren nehmen und es mit seinem Finger auf den Gnadenstuhl sprengen vornean; vor den Gnadenstuhl aber soll er siebenmal mit seinem Finger vom Blut sprengen. ^15Darnach soll er den Bock, des Volkes Suendopfer, schlachten und sein Blut hineinbringen hinter den Vorhang und soll mit seinem Blut tun, wie er mit des Farren Blut getan hat, und damit auch sprengen auf den Gnadenstuhl und vor den Gnadenstuhl; ^16und soll also versoehnen das Heiligtum von der Unreinigkeit der Kinder Israel und von ihrer Uebertretung in allen ihren Suenden. Also soll er auch tun der Huette des Stifts; denn sie sind unrein, die umher lagern. ^17Kein Mensch soll in der Huette des Stifts sein, wenn er hineingeht, zu versoehnen im Heiligtum, bis er herausgehe; und soll also versoehnen sich und sein Haus und die ganze Gemeinde Israel. ^18Und wenn er herausgeht zum Altar, der vor dem HERRN steht, soll er ihn versoehnen und soll vom Blut des Farren und vom Blut des Bocks nehmen und es auf des Altars Hoerner umher tun; ^19und soll mit seinem Finger vom Blut darauf sprengen siebenmal und ihn reinigen und heiligen von der Unreinigkeit der Kinder Israel. ^20Und wenn er vollbracht hat das Versoehnen des Heiligtums und der Huette des Stifts und des Altars, so soll er den lebendigen Bock herzubringen. ^21Da soll Aaron seine beiden Haende auf sein Haupt legen und bekennen auf ihn alle Missetat der Kinder Israel und alle ihre Uebertretung in allen ihren Suenden, und soll sie dem Bock auf das Haupt legen und ihn durch einen Mann, der bereit ist, in die Wueste laufen lassen, ^22dass also der Bock alle ihre Missetat auf sich in eine Wildnis trage; und er lasse ihn in die Wueste. ^23Und Aaron soll in die Huette des Stifts gehen und ausziehen die leinenen Kleider, die er anzog, da er in das Heiligtum ging, und soll sie daselbst lassen. ^24Und soll sein Fleisch mit Wasser baden an heiliger Staette und seine eigenen Kleider antun und herausgehen und sein Brandopfer und des Volkes Brandopfer machen und beide, sich und das Volk, versoehnen, ^25und das Fett vom Suendopfer auf dem Altar anzuenden. ^26Der aber den Bock fuer Asasel hat ausgefuehrt, soll seine Kleider waschen und sein Fleisch mit Wasser baden und darnach ins Lager kommen. ^27Den Farren des Suendopfers und den Bock des Suendopfers, deren Blut in das Heiligtum zu versoehnen gebracht ward, soll man hinausschaffen vor das Lager und mit Feuer verbrennen, Haut, Fleisch und Mist. ^28Und der sie verbrennt, soll seine Kleider waschen und sein Fleisch mit Wasser baden und darnach ins Lager kommen. ^29Auch soll euch das ein ewiges Recht sein: am zehnten Tage des siebenten Monats sollt ihr euren Leib kasteien und kein Werk tun, weder ein Einheimischer noch ein Fremder unter euch. ^30Denn an diesem Tage geschieht eure Versoehnung, dass ihr gereinigt werdet; von allen euren Suenden werdet ihr gereinigt vor dem HERRN. ^31Darum soll's euch ein grosser Sabbat sein, und ihr sollt euren Leib kasteien. Ein ewiges Recht sei das. ^32Es soll aber solche Versoehnung tun ein Priester, den man geweiht und des Hand man gefuellt hat zum Priester an seines Vaters Statt; und er soll die leinenen Kleider antun, die heiligen Kleider, ^33und soll also versoehnen das heiligste Heiligtum und die Huette des Stifts und den Altar und die Priester und alles Volk der Gemeinde. ^34Das soll euch ein ewiges Recht sein, dass ihr die Kinder Israel versoehnt von allen ihren Suenden, im Jahr einmal. Und Aaron tat, wie der HERR dem Mose geboten hatte. __________________________________________________________________ Kapitel 17 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Sage Aaron und seinen Soehnen und allen Kindern Israel und sprich zu ihnen: Das ist's, was der HERR geboten hat. ^3Welcher aus dem Haus Israel einen Ochsen oder Lamm oder Ziege schlachtet, in dem Lager oder draussen vor dem Lager, ^4und es nicht vor die Tuer der Huette des Stifts bringt, dass es dem HERRN zum Opfer gebracht werde vor der Wohnung des HERRN, der soll des Blutes schuldig sein als der Blut vergossen hat, und solcher Mensch soll ausgerottet werden aus seinem Volk. ^5Darum sollen die Kinder Israel ihre Schlachttiere, die sie auf dem freien Feld schlachten wollen, vor den HERRN bringen vor die Tuer der Huette des Stifts zum Priester und allda ihre Dankopfer dem HERRN opfern. ^6Und der Priester soll das Blut auf den Altar des HERRN sprengen vor der Tuer der Huette des Stifts und das Fett anzuenden zum suessen Geruch dem HERRN. ^7Und mitnichten sollen sie ihre Opfer hinfort den Feldteufeln opfern, mit denen sie Abgoetterei treiben. Das soll ihnen ein ewiges Recht sein bei ihren Nachkommen. ^8Darum sollst du zu ihnen sagen: Welcher Mensch aus dem Hause Israel oder auch ein Fremdling, der unter euch ist, ein Opfer oder Brandopfer tut ^9und bringt's nicht vor die Tuer der Huette des Stifts, dass er's dem HERRN tue, der soll ausgerottet werden von seinem Volk. ^10Und welcher Mensch, er sei vom Haus Israel oder ein Fremdling unter euch, irgend Blut isst, wider den will ich mein Antlitz setzen und will ihn mitten aus seinem Volk ausrotten. ^11Denn des Leibes Leben ist im Blut, und ich habe es euch auf den Altar gegeben, dass eure Seelen damit versoehnt werden. Denn das Blut ist die Versoehnung, weil das Leben in ihm ist. ^12Darum habe ich gesagt den Kindern Israel: Keine Seele unter euch soll Blut essen, auch kein Fremdling, der unter euch wohnt. ^13Und welcher Mensch, er sei vom Haus Israel oder ein Fremdling unter euch, ein Tier oder einen Vogel faengt auf der Jagd, das man isst, der soll desselben Blut hingiessen und mit Erde zuscharren. ^14Denn des Leibes Leben ist in seinem Blut, solange es lebt; und ich habe den Kindern Israel gesagt: Ihr sollt keines Leibes Blut essen; denn des Leibes Leben ist in seinem Blut; wer es isst, der soll ausgerottet werden. ^15Und welche Seele ein Aas oder was vom Wild zerrissen ist, isst, er sei ein Einheimischer oder Fremdling, der soll sein Kleid waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend, so wird er rein. ^16Wo er seine Kleider nicht waschen noch sich baden wird, so soll er seiner Missetat schuldig sein. __________________________________________________________________ Kapitel 18 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Ich bin der HERR, euer Gott. ^3Ihr sollt nicht tun nach den Werken des Landes Aegypten, darin ihr gewohnt habt, auch nicht nach den Werken des Landes Kanaan, darein ich euch fuehren will; ihr sollt auch nach ihrer Weise nicht halten; ^4sondern nach meinen Rechten sollt ihr tun, und meine Satzungen sollt ihr halten, dass ihr darin wandelt; denn ich bin der HERR, euer Gott. ^5Darum sollt ihr meine Satzungen halten und meine Rechte. Denn welcher Mensch dieselben tut, der wird dadurch leben; denn ich bin der HERR. ^6Niemand soll sich zu seiner naechsten Blutsfreundin tun, ihre Bloesse aufzudecken; denn ich bin der HERR. ^7Du sollst deines Vaters und deiner Mutter Bloesse nicht aufdecken; es ist deine Mutter, darum sollst du ihre Bloesse nicht aufdecken. ^8Du sollst deines Vaters Weibes Bloesse nicht aufdecken; denn sie ist deines Vaters Bloesse. ^9Du sollst deiner Schwester Bloesse, die deines Vaters oder deiner Mutter Tochter ist, daheim oder draussen geboren, nicht aufdecken. ^10Du sollst die Bloesse der Tochter deines Sohnes oder deiner Tochter nicht aufdecken; denn es ist deine Bloesse. ^11Du sollst die Bloesse der Tochter deines Vaters Weibes, die deinem Vater geboren ist und deine Schwester ist, nicht aufdecken. ^12Do sollst die Bloesse der Schwester deines Vaters nicht aufdecken; denn es ist deines Vaters naechste Blutsfreundin. ^13Du sollst deiner Mutter Schwester Bloesse nicht aufdecken; denn es ist deiner Mutter naechste Blutsfreundin. ^14Du sollst deines Vaters Bruders Bloesse nicht aufdecken, dass du sein Weib nehmest; denn sie ist deine Base. ^15Du sollst deiner Schwiegertochter Bloesse nicht aufdecken; denn es ist deines Sohnes Weib, darum sollst du ihre Bloesse nicht aufdecken. ^16Du sollst deines Bruders Weibes Bloesse nicht aufdecken; denn sie ist deines Bruders Bloesse. ^17Du sollst eines Weibes samt ihrer Tochter Bloesse nicht aufdecken noch ihres Sohnes Tochter oder ihrer Tochter Tochter nehmen, ihre Bloesse aufzudecken; denn sie sind ihre naechsten Blutsfreundinnen, und es ist ein Frevel. ^18Du sollst auch deines Weibes Schwester nicht nehmen neben ihr, ihre Bloesse aufzudecken, ihr zuwider, solange sie noch lebt. ^19Du sollst nicht zum Weibe gehen, solange sie ihre Krankheit hat, in ihrer Unreinigkeit ihre Bloesse aufzudecken. ^20Du sollst auch nicht bei deines Naechsten Weibe liegen, dadurch du dich an ihr verunreinigst. ^21Du sollst auch nicht eines deiner Kinder dahingeben, dass es dem Moloch verbrannt werde, dass du nicht entheiligst den Namen deines Gottes; denn ich bin der HERR. ^22Du sollst nicht beim Knaben liegen wie beim Weibe; denn es ist ein Greuel. ^23Du sollst auch bei keinem Tier liegen, dass du mit ihm verunreinigt werdest. Und kein Weib soll mit einem Tier zu schaffen haben; denn es ist ein Greuel. ^24Ihr sollt euch in dieser keinem verunreinigen; denn in diesem allem haben sich verunreinigt die Heiden, die ich vor euch her will ausstossen, ^25und das Land ist dadurch verunreinigt. Und ich will ihre Missetat an ihnen heimsuchen, dass das Land seine Einwohner ausspeie. ^26Darum haltet meine Satzungen und Rechte, und tut dieser Greuel keine, weder der Einheimische noch der Fremdling unter euch; ^27denn alle solche Greuel haben die Leute dieses Landes getan, die vor euch waren, und haben das Land verunreinigt; ^28auf dass euch nicht auch das Land ausspeie, wenn ihr es verunreinigt, gleich wie es die Heiden hat ausgespieen, die vor euch waren. ^29Denn welche diese Greuel tun, deren Seelen sollen ausgerottet werden von ihrem Volk. ^30Darum haltet meine Satzungen, dass ihr nicht tut nach den greulichen Sitten, die vor euch waren, dass ihr nicht damit verunreinigt werdet; denn ich bin der HERR, euer Gott. __________________________________________________________________ Kapitel 19 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Rede mit der ganzen Gemeinde der Kinder Israel und sprich zu ihnen: Ihr sollt heilig sein; denn ich bin heilig, der HERR, euer Gott. ^3Ein jeglicher fuerchte seine Mutter und seinen Vater. Haltet meine Feiertage; denn ich bin der HERR, euer Gott. ^4Ihr sollt euch nicht zu den Goetzen wenden und sollt euch keine gegossenen Goetter machen; denn ich bin der HERR, euer Gott. ^5Und wenn ihr dem HERRN wollt ein Dankopfer tun, so sollt ihr es opfern, dass es ihm gefallen koennte. ^6Ihr sollt es desselben Tages essen, da ihr's opfert, und des andern Tages; was aber auf den dritten Tag uebrigbleibt, soll man mit Feuer verbrennen. ^7Wird aber jemand am dritten Tage davon essen, so ist er ein Greuel und wird nicht angenehm sein. ^8Und der Esser wird seine Missetat tragen, darum dass er das Heiligtum des HERRN entheiligte, und solche Seele wird ausgerottet werden von ihrem Volk. ^9Wenn du dein Land einerntest, sollst du nicht alles bis an die Enden umher abschneiden, auch nicht alles genau aufsammeln. ^10Also auch sollst du deinen Weinberg nicht genau lesen noch die abgefallenen Beeren auflesen, sondern dem Armen und Fremdling sollst du es lassen; denn ich bin der HERR euer Gott. ^11Ihr sollt nicht stehlen noch luegen noch faelschlich handeln einer mit dem andern. ^12Ihr sollt nicht falsch schwoeren bei meinem Namen und entheiligen den Namen deines Gottes; denn ich bin der HERR. ^13Du sollst deinem Naechsten nicht unrecht tun noch ihn berauben. Es soll des Tageloehners Lohn nicht bei dir bleiben bis an den Morgen. ^14Du sollst dem Tauben nicht fluchen und sollst dem Blinden keinen Anstoss setzen; denn du sollst dich vor deinem Gott fuerchten, denn ich bin der HERR. ^15Ihr sollt nicht unrecht handeln im Gericht, und sollst nicht vorziehen den Geringen noch den Grossen ehren; sondern du sollst deinen Naechsten recht richten. ^16Du sollst kein Verleumder sein unter deinem Volk. Du sollst auch nicht stehen wider deines Naechsten Blut; denn ich bin der HERR. ^17Du sollst deinen Bruder nicht hassen in deinem Herzen, sondern du sollst deinen Naechsten zurechtweisen, auf dass du nicht seineshalben Schuld tragen muessest. ^18Du sollst nicht rachgierig sein noch Zorn halten gegen die Kinder deines Volks. Du sollst deinen Naechsten lieben wie dich selbst; denn ich bin der HERR. ^19Meine Satzungen sollt ihr halten, dass du dein Vieh nicht lassest mit anderlei Tier zu schaffen haben und dein Feld nicht besaeest mit mancherlei Samen und kein Kleid an dich komme, dass mit Wolle und Leinen gemengt ist. ^20Wenn ein Mann bei einem Weibe liegt, die eine leibeigene Magd und von dem Mann verschmaeht ist, doch nicht erloest noch Freiheit erlangt hat, das soll gestraft werden; aber sie sollen nicht sterben, denn sie ist nicht frei gewesen. ^21Er soll aber fuer seine Schuld dem HERRN vor die Tuer der Huette des Stifts einen Widder zum Schuldopfer bringen; ^22und der Priester soll ihn versoehnen mit dem Schuldopfer vor dem HERRN ueber die Suende, die er getan hat, so wird ihm Gott gnaedig sein ueber seine Suende, die er getan hat. ^23Wenn ihr in das Land kommt und allerlei Baeume pflanzt, davon man isst, sollt ihr mit seinen Fruechten tun wie mit einer Vorhaut. Drei Jahre sollt ihr sie unbeschnitten achten, dass ihr sie nicht esset; ^24im vierten Jahr aber sollen alle ihre Fruechte heilig sein, ein Preisopfer dem HERRN; ^25im fuenften Jahr aber sollt ihr die Fruechte essen und sie einsammeln; denn ich bin der HERR, euer Gott. ^26Ihr sollt nichts vom Blut essen. Ihr sollt nicht auf Vogelgeschrei achten noch Tage waehlen. ^27Ihr sollt euer Haar am Haupt nicht rundumher abschneiden noch euren Bart gar abscheren. ^28Ihr sollt kein Mal um eines Toten willen an eurem Leibe reissen noch Buchstaben an euch aetzen; denn ich bin der HERR. ^29Du sollst deine Tochter nicht zur Hurerei halten, dass nicht das Land Hurerei treibe und werde voll Lasters. ^30Meine Feiertage haltet, und fuerchtet euch vor meinem Heiligtum; denn ich bin der HERR. ^31Ihr sollt euch nicht wenden zu den Wahrsagern, und forscht nicht von den Zeichendeutern, dass ihr nicht an ihnen verunreinigt werdet; denn ich bin der HERR, euer Gott. ^32Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen und die Alten ehren; denn du sollst dich fuerchten vor deinem Gott, denn ich bin der HERR. ^33Wenn ein Fremdling bei dir in eurem Lande wohnen wird, den sollt ihr nicht schinden. ^34Er soll bei euch wohnen wie ein Einheimischer unter euch, und sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Aegyptenland. Ich bin der HERR, euer Gott. ^35Ihr sollt nicht unrecht handeln im Gericht mit der Elle, mit Gewicht, mit Mass. ^36Rechte Waage, rechte Pfunde, rechte Scheffel, rechte Kannen sollen bei euch sein; denn ich bin der HERR, euer Gott, der euch aus Aegyptenland gefuehrt hat, ^37dass ihr alle meine Satzungen und alle meine Rechte haltet und tut; denn ich bin der HERR. __________________________________________________________________ Kapitel 20 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Sage den Kindern Israel: Welcher unter den Kindern Israel oder ein Fremdling, der in Israel wohnt, eines seiner Kinder dem Moloch gibt, der soll des Todes sterben; das Volk im Lande soll ihn steinigen. ^3Und ich will mein Antlitz setzen wider solchen Menschen und will ihn aus seinem Volk ausrotten, dass er dem Moloch eines seiner Kinder gegeben und mein Heiligtum verunreinigt und meinen heiligen Namen entheiligt hat. ^4Und wo das Volk im Lande durch die Finger sehen wuerde dem Menschen, der eines seiner Kinder dem Moloch gegeben hat, dass es ihn nicht toetet, ^5so will doch ich mein Antlitz wider denselben Menschen setzen und wider sein Geschlecht und will ihn und alle, die mit ihm mit dem Moloch Abgoetterei getrieben haben, aus ihrem Volke ausrotten. ^6Wenn eine Seele sich zu den Wahrsagern und Zeichendeutern wenden wird, dass sie ihnen nachfolgt, so will ich mein Antlitz wider dieselbe Seele setzen und will sie aus ihrem Volk ausrotten. ^7Darum heiligt euch und seid heilig; denn ich bin der HERR, euer Gott. ^8Und haltet meine Satzungen und tut sie; denn ich bin der HERR, der euch heiligt. ^9Wer seinem Vater oder seiner Mutter flucht, der soll des Todes sterben. Sein Blut sei auf ihm, dass er seinem Vater oder seiner Mutter geflucht hat. ^10Wer die Ehe bricht mit jemandes Weibe, der soll des Todes sterben, beide, Ehebrecher und Ehebrecherin, darum dass er mit seines Naechsten Weibe die Ehe gebrochen hat. ^11Wenn jemand bei seines Vaters Weibe schlaeft, dass er seines Vater Bloesse aufgedeckt hat, die sollen beide des Todes sterben; ihr Blut sei auf ihnen. ^12Wenn jemand bei seiner Schwiegertochter schlaeft, so sollen sie beide des Todes sterben; ihr Blut sei auf ihnen. ^13Wenn jemand beim Knaben schlaeft wie beim Weibe, die haben einen Greuel getan und sollen beide des Todes sterben; ihr Blut sei auf ihnen. ^14Wenn jemand ein Weib nimmt und ihre Mutter dazu, der hat einen Frevel verwirkt; man soll ihn mit Feuer verbrennen und sie beide auch, dass kein Frevel sei unter euch. ^15Wenn jemand beim Vieh liegt, der soll des Todes sterben, und das Vieh soll man erwuergen. ^16Wenn ein Weib sich irgend zu einem Vieh tut, dass sie mit ihm zu schaffen hat, die sollst du toeten und das Vieh auch; des Todes sollen sie sterben; ihr Blut sei auf ihnen. ^17Wenn jemand seine Schwester nimmt, seines Vaters Tochter oder seiner Mutter Tochter, und ihre Bloesse schaut und sie wieder seine Bloesse, das ist Blutschande. Die sollen ausgerottet werden vor den Leuten ihres Volks; denn er hat seiner Schwester Bloesse aufgedeckt; er soll seine Missetat tragen. ^18Wenn ein Mann beim Weibe schlaeft zur Zeit ihrer Krankheit und entbloesst ihre Scham und deckt ihren Brunnen auf, und entbloesst den Brunnen ihres Bluts, die sollen beide aus ihrem Volk ausgerottet werden. ^19Deiner Mutter Schwester Bloesse und deines Vater Schwester Bloesse sollst du nicht aufdecken; denn ein solcher hat seine naechste Blutsfreundin aufgedeckt, und sie sollen ihre Missetat tragen. ^20Wenn jemand bei seines Vaters Bruders Weibe schlaeft, der hat seines Oheims Bloesse aufgedeckt. Sie sollen ihre Suende tragen; ohne Kinder sollen sie sterben. ^21Wenn jemand seines Bruders Weib nimmt, das ist eine schaendliche Tat; sie sollen ohne Kinder sein, darum dass er seines Bruders Bloesse aufgedeckt hat. ^22So haltet nun alle meine Satzungen und meine Rechte und tut darnach, auf dass euch das Land nicht ausspeie, darein ich euch fuehre, dass ihr darin wohnt. ^23Und wandelt nicht in den Satzungen der Heiden, die ich vor euch her werde ausstossen. Denn solches alles haben sie getan, und ich habe einen Greuel an ihnen gehabt. ^24Euch aber sage ich: Ihr sollt jener Land besitzen; denn ich will euch ein Land zum Erbe geben, darin Milch und Honig fliesst. Ich bin der HERR, euer Gott, der euch von allen Voelkern abgesondert hat, ^25dass ihr auch absondern sollt das reine Vieh vom unreinen und unreine Voegel von den reinen, und eure Seelen nicht verunreinigt am Vieh, an Voegeln und an allem, was auf Erden kriecht, das ich euch abgesondert habe, dass es euch unrein sei. ^26Darum sollt ihr mir heilig sein; denn ich, der HERR, bin heilig, der euch abgesondert hat von den Voelkern, dass ihr mein waeret. ^27Wenn ein Mann oder Weib ein Wahrsager oder Zeichendeuter sein wird, die sollen des Todes sterben. Man soll sie steinigen; ihr Blut sei auf ihnen. __________________________________________________________________ Kapitel 21 ^1Und der HERR sprach zu Mose: Sage den Priestern, Aarons Soehnen, und sprich zu ihnen: Ein Priester soll sich an keinem Toten seines Volkes verunreinigen, ^2ausser an seinem Blutsfreunde, der ihm am naechsten angehoert, als: an seiner Mutter, an seinem Vater, an seinem Sohne, an seiner Tochter, an seinem Bruder ^3und an seiner Schwester, die noch eine Jungfrau und noch bei ihm ist und keines Mannes Weib gewesen ist; an der mag er sich verunreinigen. ^4Sonst soll er sich nicht verunreinigen an irgend einem, der ihm zugehoert unter seinem Volk, dass er sich entheilige. ^5Sie sollen auch keine Platte machen auf ihrem Haupt noch ihren Bart abscheren und an ihrem Leib kein Mal stechen. ^6Sie sollen ihrem Gott heilig sein und nicht entheiligen den Namen ihres Gottes. Denn sie opfern des HERRN Opfer, das Brot ihres Gottes; darum sollen sie heilig sein. ^7Sie sollen keine Hure nehmen noch eine Geschwaechte oder die von ihrem Mann verstossen ist; denn er ist heilig seinem Gott. ^8Darum sollst du ihn heilig halten, denn er opfert das Brot deines Gottes; er soll dir heilig sein, denn ich bin heilig, der HERR, der euch heiligt. ^9Wenn eines Priesters Tochter anfaengt zu huren, die soll man mit Feuer verbrennen; denn sie hat ihren Vater geschaendet. ^10Wer Hoherpriester ist unter seinen Bruedern, auf dessen Haupt das Salboel gegossen und dessen Hand gefuellt ist, dass er angezogen wuerde mit den Kleidern, der soll sein Haupt nicht entbloessen und seine Kleider nicht zerreissen ^11und soll zu keinem Toten kommen und soll sich weder ueber Vater noch ueber Mutter verunreinigen. ^12Aus dem Heiligtum soll er nicht gehen, dass er nicht entheilige das Heiligtum seines Gottes; denn die Weihe des Salboels seines Gottes ist auf ihm. Ich bin der HERR. ^13Eine Jungfrau soll er zum Weibe nehmen; ^14aber keine Witwe noch Verstossene noch Geschwaechte noch Hure, sondern eine Jungfrau seines Volks soll er zum Weibe nehmen, ^15auf dass er nicht seinen Samen entheilige unter seinem Volk; denn ich bin der HERR, der ihn heiligt. ^16Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^17Rede mit Aaron und sprich: Wenn an jemand deiner Nachkommen in euren Geschlechtern ein Fehl ist, der soll nicht herzutreten, dass er das Brot seines Gottes opfere. ^18Denn keiner, an dem ein Fehl ist, soll herzutreten; er sei blind, lahm, mit einer seltsamen Nase, mit ungewoehnlichem Glied, ^19oder der an einem Fuss oder einer Hand gebrechlich ist ^20oder hoeckerig ist oder ein Fell auf dem Auge hat oder schielt oder den Grind oder Flechten hat oder der gebrochen ist. ^21Welcher nun von Aarons, des Priesters, Nachkommen einen Fehl an sich hat, der soll nicht herzutreten, zu opfern die Opfer des HERRN; denn er hat einen Fehl, darum soll er zu dem Brot seines Gottes nicht nahen, dass er es opfere. ^22Doch soll er das Brot seines Gottes essen, von dem Heiligen und vom Hochheiligen. ^23Aber zum Vorhang soll er nicht kommen noch zum Altar nahen, weil der Fehl an ihm ist, dass er nicht entheilige mein Heiligtum; denn ich bin der HERR, der sie heiligt. ^24Und Mose redete solches zu Aaron und zu seinen Soehnen und zu allen Kindern Israel. __________________________________________________________________ Kapitel 22 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Sage Aaron und seinen Soehnen, dass sie sich enthalten von dem Heiligen der Kinder Israel, welches sie mir heiligen und meinen heiligen Namen nicht entheiligen, denn ich bin der HERR. ^3So sage nun ihnen auf ihre Nachkommen: Welcher eurer Nachkommen herzutritt zum Heiligen, das die Kinder Israel dem HERRN heiligen, und hat eine Unreinheit an sich, des Seele soll ausgerottet werden von meinem Antlitz; denn ich bin der HERR. ^4Welcher der Nachkommen Aarons aussaetzig ist oder einen Fluss hat, der soll nicht essen vom Heiligen, bis er rein werde. Wer etwa einen anruehrt, der an einem Toten unrein geworden ist, oder welchem der Same entgeht im Schlaf, ^5und welcher irgend ein Gewuerm anruehrt, dadurch er unrein wird, oder einen Menschen, durch den er unrein wird, und alles, was ihn verunreinigt: ^6welcher der eins anruehrt, der ist unrein bis auf den Abend und soll von dem Heiligen nicht essen, sondern soll zuvor seinen Leib mit Wasser baden. ^7Und wenn die Sonne untergegangen und er rein geworden ist, dann mag er davon essen; denn es ist seine Nahrung. ^8Ein Aas und was von wilden Tieren zerreissen ist, soll er nicht essen, auf dass er nicht unrein daran werde; denn ich bin der HERR. ^9Darum sollen sie meine Saetze halten, dass sie nicht Suende auf sich laden und daran sterben, wenn sie sich entheiligen; denn ich bin der HERR, der sie heiligt. ^10Kein anderer soll von dem Heiligen essen noch des Priesters Beisass oder Tageloehner. ^11Wenn aber der Priester eine Seele um sein Geld kauft, die mag davon essen; und was ihm in seinem Hause geboren wird, das mag auch von seinem Brot essen. ^12Wenn aber des Priesters Tochter eines Fremden Weib wird, die soll nicht von der heiligen Hebe essen. ^13Wird sie aber eine Witwe oder ausgestossen und hat keine Kinder und kommt wieder zu ihres Vaters Hause, so soll sie essen von ihres Vaters Brot, wie da sie noch Jungfrau war. Aber kein Fremdling soll davon essen. ^14Wer sonst aus Versehen von dem Heiligen isst der soll den fuenften Teil dazutun und dem Priester geben samt dem Heiligen, ^15auf dass sie nicht entheiligen das Heilige der Kinder Israel, das sie dem HERRN heben, ^16auf dass sie nicht mit Missetat und Schuld beladen, wenn sie ihr Geheiligtes essen; denn ich bin der HERR, der sie heiligt. ^17Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^18Sage Aaron und seinen Soehnen und allen Kindern Israel: Welcher Israeliter oder Fremdling in Israel sein Opfer tun will, es sei ein Geluebde oder von freiem Willen, dass sie dem HERRN ein Brandopfer tun wollen, das ihm von euch angenehm sei, ^19das soll ein Maennlein und ohne Fehl sein, von Rindern oder Laemmern oder Ziegen. ^20Alles, was ein Fehl hat, sollt ihr nicht opfern; denn es wird von euch nicht angenehm sein. ^21Und wer ein Dankopfer dem HERRN tun will, ein besonderes Geluebde oder von freiem Willen, von Rindern oder Schafen, das soll ohne Gebrechen sein, dass es angenehm sei; es soll keinen Fehl haben. ^22Ist's blind oder gebrechlich oder geschlagen oder duerr oder raeudig oder hat es Flechten, so sollt ihr solches dem HERRN nicht opfern und davon kein Opfer geben auf den Altar des HERRN. ^23Einen Ochsen oder Schaf, die zu lange oder zu kurze Glieder haben, magst du von freiem Willen opfern; aber angenehm mag's nicht sein zum Geluebde. ^24Du sollst auch dem HERRN kein zerstossenes oder zerriebenes oder zerrissenes oder das ausgeschnitten ist, opfern, und sollt im Lande solches nicht tun. ^25Du sollst auch solcher keins von eines Fremdlings Hand als Brot eures Gottes opfern; denn es taugt nicht und hat einen Fehl; darum wird's nicht angenehm sein von euch. ^26Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^27Wenn ein Ochs oder Lamm oder Ziege geboren ist, so soll es sieben Tage bei seiner Mutter sein, und am achten Tage und darnach mag man's dem HERRN opfern, so ist's angenehm. ^28Es sei ein Ochs oder Schaf, so soll man's nicht mit seinem Jungen auf einen Tag schlachten. ^29Wenn ihr aber wollt dem HERRN ein Lobopfer tun, das von euch angenehm sei, ^30so sollt ihr's desselben Tages essen und sollt nichts uebrig bis auf den Morgen behalten; denn ich bin der HERR. ^31Darum haltet meine Gebote und tut darnach; denn ich bin der HERR. ^32Dass ihr meinen heiligen Namen nicht entheiligt, und ich geheiligt werde unter den Kindern Israel; denn ich bin der HERR, der euch heiligt, ^33der euch aus Aegyptenland gefuehrt hat, dass ich euer Gott waere, ich, der HERR. __________________________________________________________________ Kapitel 23 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Sage den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Das sind die Feste des HERRN, die ihr heilig und meine Feste heissen sollt, da ihr zusammenkommt. ^3Sechs Tage sollst du arbeiten; der siebente Tag aber ist der grosse, heilige Sabbat, da ihr zusammenkommt. Keine Arbeit sollt ihr an dem tun; denn es ist der Sabbat des HERRN in allen euren Wohnungen. ^4Dies sind aber die Feste des HERRN, die ihr die heiligen Feste heissen sollt, da ihr zusammenkommt. ^5Am vierzehnten Tage des ersten Monats gegen Abend ist des HERRN Passah. ^6Und am fuenfzehnten desselben Monats ist das Fest der ungesaeuerten Brote des HERRN; da sollt ihr sieben Tage ungesaeuertes Brot essen. ^7Der erste Tag soll heilig unter euch heissen, da ihr zusammenkommt; da sollt ihr keine Dienstarbeit tun. ^8Und sieben Tage sollt ihr dem HERRN opfern. Der siebente Tag soll auch heilig heissen, da ihr zusammenkommt; da sollt ihr auch keine Dienstarbeit tun. ^9Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^10Sage den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch geben werde, und werdet's ernten, so sollt ihr eine Garbe der Erstlinge eurer Ernte zu dem Priester bringen. ^11Da soll die Garbe gewebt werden vor dem HERRN, dass es von euch angenehm sei; solches soll aber der Priester tun des Tages nach dem Sabbat. ^12Und ihr sollt des Tages, da eure Garbe gewebt wird, ein Brandopfer dem HERRN tun von einem Lamm, das ohne Fehl und jaehrig sei, ^13samt dem Speisopfer: zwei Zehntel Semmelmehl, mit Oel gemengt, als ein Opfer dem HERRN zum suessen Geruch; dazu das Trankopfer: ein viertel Hin Wein. ^14Und sollt kein neues Brot noch geroestete oder frische Koerner zuvor essen bis auf den Tag, da ihr eurem Gott Opfer bringt. Das soll ein Recht sein euren Nachkommen in allen euren Wohnungen. ^15Darnach sollt ihr Zaehlen vom Tage nach dem Sabbat, da ihr die Webegarbe brachtet, sieben ganze Wochen; ^16bis an den Tag nach dem siebenten Sabbat, naemlich fuenfzig Tage, sollt ihr zaehlen und neues Speisopfer dem HERRN opfern, ^17und sollt's aus euren Wohnungen opfern, naemlich zwei Webebrote von zwei Zehntel Semmelmehl, gesaeuert und gebacken, zu Erstlingen dem HERRN. ^18Und sollt herzubringen neben eurem Brot sieben jaehrige Laemmer ohne Fehl und einen jungen Farren und zwei Widder, die sollen des HERRN Brandopfer sein, mit ihrem Speisopfern und Trankopfern, ein Opfer eines suessen Geruchs dem HERRN. ^19Dazu sollt ihr machen einen Ziegenbock zum Suendopfer und zwei jaehrige Laemmer zum Dankopfer. ^20Und der Priester soll's weben samt den Erstlingsbroten vor dem HERRN; die sollen samt den zwei Laemmern dem HERRN heilig sein und dem Priester gehoeren. ^21Und sollt diesen Tag ausrufen; denn er soll unter euch heilig heissen, da ihr zusammenkommt; keine Dienstarbeit sollt ihr tun. Ein ewiges Recht soll das sein bei euren Nachkommen in allen euren Wohnungen. ^22Wenn ihr aber euer Land erntet sollt ihr nicht alles bis an die Enden des Feldes abschneiden, auch nicht alles genau auflesen, sondern sollt's den Armen und Fremdlingen lassen. Ich bin der HERR, euer Gott. ^23Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^24Rede mit den Kindern Israel und sprich: Am ersten Tage des siebenten Monats sollt ihr den heiligen Sabbat des Blasens zum Gedaechtnis halten, da ihr zusammenkommt; ^25da sollt ihr keine Dienstarbeit tun und sollt dem HERRN opfern. ^26Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^27Des zehnten Tages in diesem siebenten Monat ist der Versoehnungstag. Der soll bei euch heilig heissen, dass ihr zusammenkommt; da sollt ihr euren Leib kasteien und dem HERRN opfern ^28und sollt keine Arbeit tun an diesem Tage; denn es ist der Versoehnungstag, dass ihr versoehnt werdet vor dem HERRN, eurem Gott. ^29Denn wer seinen Leib nicht kasteit an diesem Tage, der soll aus seinem Volk ausgerottet werden. ^30Und wer dieses Tages irgend eine Arbeit tut, den will ich vertilgen aus seinem Volk. ^31Darum sollt ihr keine Arbeit tun. Das soll ein ewiges Recht sein euren Nachkommen in allen ihren Wohnungen. ^32Es ist euer grosser Sabbat, dass ihr eure Leiber kasteit. Am neunten Tage des Monats zu Abend sollt ihr diesen Sabbat halten, von Abend bis wieder zu Abend. ^33Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^34Rede mit den Kindern Israel und sprich: Am fuenfzehnten Tage dieses siebenten Monats ist das Fest der Laubhuetten sieben Tage dem HERRN. ^35Der erste Tag soll heilig heissen, dass ihr zusammenkommt; keine Dienstarbeit sollt ihr tun. ^36Sieben Tage sollt ihr dem HERRN opfern. Der achte Tag soll auch heilig heissen, dass ihr zusammenkommt, und sollt eure Opfer dem HERRN tun; denn es ist der Tag der Versammlung; keine Dienstarbeit sollt ihr tun. ^37Das sind die Feste des HERRN, die ihr sollt fuer heilig halten, dass ihr zusammenkommt und dem HERRN Opfer tut: Brandopfer, Speisopfer, Trankopfer und andere Opfer, ein jegliches nach seinem Tage, ^38ausser was die Sabbate des HERRN und eure Gaben und Geluebde und freiwillige Gaben sind, die ihr dem HERRN gebt. ^39So sollt ihr nun am fuenfzehnten Tage des siebenten Monats, wenn ihr die Fruechte des Landes eingebracht habt, das Fest des HERRN halten sieben Tage lang. Am ersten Tage ist es Sabbat, und am achten Tage ist es auch Sabbat. ^40Und sollt am ersten Tage Fruechte nehmen von schoenen Baeumen, Palmenzweige und Maien von dichten Baeumen und Bachweiden und sieben Tage froehlich sein vor dem HERRN, eurem Gott. ^41Und sollt also dem HERRN das Fest halten sieben Tage des Jahres. Das soll ein ewiges Recht sein bei euren Nachkommen, dass sie im siebenten Monat also feiern. ^42Sieben Tage sollt ihr in Laubhuetten wohnen; wer einheimisch ist in Israel, der soll in Laubhuetten wohnen, ^43dass eure Nachkommen wissen, wie ich die Kinder Israel habe lassen in Huetten wohnen, da ich sie aus Aegyptenland fuehrte. Ich bin der HERR, euer Gott. ^44Und Mose sagte den Kindern Israel solche Feste des HERRN. __________________________________________________________________ Kapitel 24 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Gebiete den Kindern Israel, dass sie zu dir bringen gestossenes lauteres Baumoel zur Leuchte, dass man taeglich Lampen aufsetze ^3aussen vor dem Vorhang des Zeugnisses in der Huette des Stifts. Und Aaron soll's zurichten des Abends und des Morgens vor dem HERRN taeglich. Das sei ein ewiges Recht euren Nachkommen. ^4Er soll die Lampen auf dem feinen Leuchter zurichten vor dem HERRN taeglich. ^5Und sollst Semmelmehl nehmen und davon zwoelf Kuchen backen; zwei Zehntel soll ein Kuchen haben. ^6Und sollst sie legen je sechs auf eine Schicht auf den feinen Tisch vor dem HERRN. ^7Und sollst auf dieselben legen reinen Weihrauch, dass er sei bei den Broten zum Gedaechtnis, ein Feuer dem HERRN. ^8Alle Sabbate fuer und fuer soll er sie zurichten vor dem HERRN, von den Kindern Israel zum ewigen Bund. ^9Und sie sollen Aarons und seiner Soehne sein; die sollen sie essen an heiliger Staette; denn das ist ein Hochheiliges von den Opfern des HERRN zum ewigen Recht. ^10Es ging aber aus eines israelitischen Weibes Sohn, der eines aegyptischen Mannes Kind war, unter den Kindern Israel und zankte sich im Lager mit einem israelitischen Mann ^11und laesterte den Namen des HERRN und fluchte. Da brachten sie ihn zu Mose (seine Mutter aber hiess Selomith, eine Tochter Dibris vom Stamme Dan) ^12und legten ihn gefangen, bis ihnen klare Antwort wuerde durch den Mund des HERRN. ^13Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^14Fuehre den Flucher hinaus vor das Lager und lass alle, die es gehoert haben, ihre Haende auf sein Haupt legen und lass ihn die ganze Gemeinde steinigen. ^15Und sage den Kindern Israel: Welcher seinem Gott flucht, der soll seine Suende tragen. ^16Welcher des HERRN Namen laestert, der soll des Todes sterben; die ganze Gemeinde soll ihn steinigen. Wie der Fremdling, so soll auch der Einheimische sein; wenn er den Namen laestert, so soll er sterben. ^17Wer irgend einen Menschen erschlaegt, der soll des Todes sterben. ^18Wer aber ein Vieh erschlaegt, der soll's bezahlen, Leib um Leib. ^19Und wer seinen Naechsten verletzt, dem soll man tun, wie er getan hat, ^20Schade um Schade, Auge um Auge, Zahn um Zahn; wie er hat einen Menschen verletzt, so soll man ihm wieder tun. ^21Also dass, wer ein Vieh erschlaegt, der soll's bezahlen; wer aber einen Menschen erschlaegt, der soll sterben. ^22Es soll einerlei Recht unter euch sein, dem Fremdling wie dem Einheimischen; denn ich bin der HERR, euer Gott. ^23Mose aber sagte es den Kindern Israel; und sie fuehrten den Flucher hinaus vor das Lager und steinigten ihn. Also taten die Kinder Israel, wie der HERR dem Mose geboten hatte. __________________________________________________________________ Kapitel 25 ^1Und der HERR redete mit Mose auf dem Berge Sinai und sprach: ^2Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch geben werde, so soll das Land seinen Sabbat dem HERRN feiern, ^3dass du sechs Jahre dein Feld besaeest und sechs Jahre deinen Weinberg beschneidest und sammelst die Fruechte ein; ^4aber im siebenten Jahr soll das Land seinen grossen Sabbat dem HERRN feiern, darin du dein Feld nicht besaeen noch deinen Weinberg beschneiden sollst. ^5Was aber von selber nach deiner Ernte waechst, sollst du nicht ernten, und die Trauben, so ohne deine Arbeit wachsen, sollst du nicht lesen, dieweil es ein Sabbatjahr des Landes ist. ^6Aber was das Land waehrend seines Sabbats traegt, davon sollt ihr essen, du und dein Knecht, deine Magd, dein Tageloehner, dein Beisass, dein Fremdling bei dir, ^7dein Vieh und die Tiere in deinem Lande; alle Fruechte sollen Speise sein. ^8Und du sollst zaehlen solcher Sabbatjahre sieben, dass sieben Jahre siebenmal gezaehlt werden, und die Zeit der sieben Sabbatjahre mache neunundvierzig Jahre. ^9Da sollst du die Posaune lassen blasen durch all euer Land am zehnten Tage des siebenten Monats, eben am Tage der Versoehnung. ^10Und ihr sollt das fuenfzigste Jahr heiligen und sollt ein Freijahr ausrufen im Lande allen, die darin wohnen; denn es ist euer Halljahr. Da soll ein jeglicher bei euch wieder zu seiner Habe und zu seinem Geschlecht kommen; ^11denn das fuenfzigste Jahr ist euer Halljahr. Ihr sollt nicht saeen, auch was von selber waechst, nicht ernten, auch was ohne Arbeit waechst im Weinberge, nicht lesen; ^12denn das Halljahr soll unter euch heilig sein. Ihr sollt aber essen, was das Feld traegt. ^13Das ist das Halljahr, da jedermann wieder zu dem Seinen kommen soll. ^14Wenn du nun etwas deinem Naechsten verkaufst oder ihm etwas abkaufst, soll keiner seinen Bruder uebervorteilen, ^15sondern nach der Zahl der Jahre vom Halljahr an sollst du es von ihm kaufen; und was die Jahre hernach tragen moegen, so hoch soll er dir's verkaufen. ^16Nach der Menge der Jahre sollst du den Kauf steigern, und nach der wenigen der Jahre sollst du den Kauf verringern; denn er soll dir's, nach dem es tragen mag, verkaufen. ^17So uebervorteile nun keiner seinen Naechsten, sondern fuerchte dich vor deinem Gott; denn ich bin der HERR, euer Gott. ^18Darum tut nach meinen Satzungen und haltet meine Rechte, dass ihr darnach tut, auf dass ihr im Lande sicher wohnen moeget. ^19Denn das Land soll euch seine Fruechte geben, dass ihr zu essen genug habet und sicher darin wohnt. ^20Und ob du wuerdest sagen: Was sollen wir essen im siebenten Jahr? denn wir saeen nicht, so sammeln wir auch kein Getreide ein: ^21da will ich meinem Segen ueber euch im sechsten Jahr gebieten, das er soll dreier Jahr Getreide machen, ^22dass ihr saeet im achten Jahr und von dem alten Getreide esset bis in das neunte Jahr, dass ihr vom alten esset, bis wieder neues Getreide kommt. ^23Darum sollt ihr das Land nicht verkaufen fuer immer; denn das Land ist mein, und ihr seid Fremdlinge und Gaeste vor mir. ^24Und sollt in all eurem Lande das Land zu loesen geben. ^25Wenn dein Bruder verarmt, und verkauft dir seine Habe, und sein naechster Verwandter kommt zu ihm, dass er's loese, so soll er's loesen, was sein Bruder verkauft hat. ^26Wenn aber jemand keinen Loeser hat und kann mit seiner Hand so viel zuwege bringen, dass er's loese, ^27so soll er rechnen von dem Jahr, da er's verkauft hat, und was noch uebrig ist, dem Kaeufer wiedergeben und also wieder zu seiner Habe kommen. ^28Kann aber seine Hand nicht so viel finden, dass er's ihm wiedergebe, so soll, was er verkauft hat, in der Hand des Kaeufers bleiben bis zum Halljahr; in demselben soll es frei werden und er wieder zu seiner Habe kommen. ^29Wer ein Wohnhaus verkauft in einer Stadt mit Mauern, der hat ein ganzes Jahr Frist, dasselbe wieder zu loesen; das soll die Zeit sein, darin er es loesen kann. ^30Wo er's aber nicht loest, ehe denn das ganze Jahr um ist, so soll's der Kaeufer fuer immer behalten und seine Nachkommen, und es soll nicht frei werden im Halljahr. ^31Ist's aber ein Haus auf dem Dorfe, um das keine Mauer ist, das soll man dem Feld des Landes gleich rechnen, und es soll koennen los werden und im Halljahr frei werden. ^32Die Staedte der Leviten aber, naemlich die Haeuser in den Staedten, darin ihre Habe ist, koennen immerdar geloest werden. ^33Wer etwas von den Leviten loest, der soll's verlassen im Halljahr, es sei Haus oder Stadt, das er besessen hat; denn die Haeuser in den Staedten der Leviten sind ihre Habe unter den Kindern Israel. ^34Aber das Feld vor ihren Staedten soll man nicht verkaufen; denn das ist ihr Eigentum ewiglich. ^35Wenn dein Bruder verarmt und neben dir abnimmt, so sollst du ihn aufnehmen als einen Fremdling oder Gast, dass er lebe neben dir, ^36und sollst nicht Zinsen von ihm nehmen noch Wucher, sondern sollst dich vor deinem Gott fuerchten, auf dass dein Bruder neben dir leben koenne. ^37Denn du sollst ihm dein Geld nicht auf Zinsen leihen noch deine Speise auf Wucher austun. ^38Denn ich bin der HERR, euer Gott, der euch aus Aegyptenland gefuehrt hat, dass ich euch das Land Kanaan gaebe und euer Gott waere. ^39Wenn dein Bruder verarmt neben dir und verkauft sich dir, so sollst du ihn nicht lassen dienen als einen Leibeigenen; ^40sondern wie ein Tageloehner und Gast soll er bei dir sein und bis an das Halljahr bei dir dienen. ^41Dann soll er von dir frei ausgehen und seine Kinder mit ihm und soll wiederkommen zu seinem Geschlecht und zu seiner Vaeter Habe. ^42Denn sie sind meine Knechte, die ich aus Aegyptenland gefuehrt habe; darum soll man sie nicht auf leibeigene Weise verkaufen. ^43Und sollst nicht mit Strenge ueber sie herrschen, sondern dich fuerchten vor deinem Gott. ^44Willst du aber leibeigene Knechte und Maegde haben, so sollst du sie kaufen von den Heiden, die um euch her sind, ^45und auch von den Kindern der Gaeste, die Fremdlinge unter euch sind, und von ihren Nachkommen, die sie bei euch in eurem Land zeugen; dieselben moegt ihr zu eigen haben ^46und sollt sie besitzen und eure Kinder nach euch zum Eigentum fuer und fuer; die sollt ihr leibeigene Knechte sein lassen. Aber von euren Bruedern, den Kindern Israel, soll keiner ueber den andern herrschen mit Strenge. ^47Wenn irgend ein Fremdling oder Gast bei dir zunimmt und dein Bruder neben ihm verarmt und sich dem Fremdling oder Gast bei dir oder jemand von seinem Stamm verkauft, ^48so soll er nach seinem Verkaufen Recht haben, wieder frei zu werden, und es mag ihn jemand unter seinen Bruedern loesen, ^49oder sein Vetter oder Vetters Sohn oder sonst ein Blutsfreund seines Geschlechts; oder so seine Hand so viel erwirbt, so soll er selbst sich loesen. ^50Und soll mit seinem Kaeufer rechnen von dem Jahr an, da er sich verkauft hatte, bis aufs Halljahr; und das Geld, darum er sich verkauft hat, soll nach der Zahl der Jahre gerechnet werden, als waere er die ganze Zeit Tageloehner bei ihm gewesen. ^51Sind noch viele Jahre bis an das Halljahr, so soll er nach denselben desto mehr zu seiner Loesung wiedergeben von dem Gelde darum er gekauft ist. ^52Sind aber wenig Jahre uebrig bis ans Halljahr, so soll er auch darnach wiedergeben zu seiner Loesung. ^53Als Tageloehner soll er von Jahr zu Jahr bei ihm sein, und sollst nicht lassen mit Strenge ueber ihn herrschen vor deinen Augen. ^54Wird er aber auf diese Weise sich nicht loesen, so soll er im Halljahr frei ausgehen und seine Kinder mit ihm. ^55Denn die Kinder Israel sind meine Knechte, die ich aus Aegyptenland gefuehrt habe. Ich bin der HERR, euer Gott. __________________________________________________________________ Kapitel 26 ^1Ihr sollt keine Goetzen machen noch Bild und sollt euch keine Saeule aufrichten, auch keinen Malstein setzen in eurem Lande, dass ihr davor anbetet; denn ich bin der HERR, euer Gott. ^2Haltet meine Sabbate und fuerchtet euch vor meinem Heiligtum. Ich bin der HERR. ^3Werdet ihr in meinen Satzungen wandeln und meine Gebote halten und tun, ^4so will ich euch Regen geben zu seiner Zeit, und das Land soll sein Gewaechs geben und die Baeume auf dem Felde ihre Fruechte bringen, ^5und die Dreschzeit soll reichen bis zur Weinernte, und die Weinernte bis zur Zeit der Saat; und sollt Brots die Fuelle haben und sollt sicher in eurem Lande wohnen. ^6Ich will Frieden geben in eurem Lande, dass ihr schlafet und euch niemand schrecke. Ich will die boesen Tiere aus eurem Land tun, und soll kein Schwert durch euer Land gehen. ^7Ihr sollt eure Feinde jagen, und sie sollen vor euch her ins Schwert fallen. ^8Euer fuenf sollen hundert jagen, und euer hundert sollen zehntausend jagen; denn eure Feinde sollen vor euch her fallen ins Schwert. ^9Und ich will mich zu euch wenden und will euch wachsen und euch mehren lassen und will meinen Bund euch halten. ^10Und sollt von dem Vorjaehrigen essen, und wenn das Neue kommt, das Vorjaehrige wegtun. ^11Ich will meine Wohnung unter euch haben, und meine Seele soll euch nicht verwerfen. ^12Und will unter euch wandeln und will euer Gott sein; so sollt ihr mein Volk sein. ^13Denn ich bin der HERR, euer Gott, der euch aus Aegyptenland gefuehrt hat, dass ihr meine Knechte waeret, und habe euer Joch zerbrochen und habe euch aufgerichtet wandeln lassen. ^14Werdet ihr mir aber nicht gehorchen und nicht tun diese Gebote alle ^15und werdet meine Satzungen verachten und eure Seele wird meine Rechte verwerfen, dass ihr nicht tut alle meine Gebote, und werdet meinen Bund brechen, ^16so will ich euch auch solches tun: ich will euch heimsuchen mit Schrecken, Darre und Fieber, dass euch die Angesichter verfallen und der Leib verschmachte; ihr sollt umsonst euren Samen saeen, und eure Feinde sollen ihn essen; ^17und ich will mein Antlitz wider euch stellen, und sollt geschlagen werden vor euren Feinden; und die euch hassen, sollen ueber euch herrschen, und sollt fliehen, da euch niemand jagt. ^18So ihr aber ueber das noch nicht mir gehorcht, so will ich's noch siebenmal mehr machen, euch zu strafen um eure Suenden, ^19dass ich euren Stolz und eure Halsstarrigkeit breche; und will euren Himmel wie Eisen und eure Erde wie Erz machen. ^20Und eure Muehe und Arbeit soll verloren sein, dass euer Land sein Gewaechs nicht gebe und die Baeume des Landes ihre Fruechte nicht bringen. ^21Und wo ihr mir entgegen wandelt und mich nicht hoeren wollt, so will ich's noch siebenmal mehr machen, auf euch zu schlagen um eurer Suenden willen. ^22Und will wilde Tiere unter euch senden, die sollen eure Kinder fressen und euer Vieh zerreissen und euer weniger machen, und eure Strassen sollen wuest werden. ^23Werdet ihr euch aber damit noch nicht von mir zuechtigen lassen und mir entgegen wandeln, ^24so will ich euch auch entgegen wandeln und will euch noch siebenmal mehr schlagen um eurer Suenden willen ^25und will ein Racheschwert ueber euch bringen, das meinen Bund raechen soll. Und ob ihr euch in eure Staedte versammelt, will ich doch die Pestilenz unter euch senden und will euch in eurer Feinde Haende geben. ^26Dann will ich euch den Vorrat des Brots verderben, dass zehn Weiber sollen in einem Ofen backen, und euer Brot soll man mit Gewicht auswaegen, und wenn ihr esset, sollt ihr nicht satt werden. ^27Werdet ihr aber dadurch mir noch nicht gehorchen und mir entgegen wandeln, ^28so will ich euch im Grimm entgegen wandeln und will euch siebenmal mehr strafen um eure Suenden, ^29dass ihr sollt eurer Soehne und Toechter Fleisch essen. ^30Und will eure Hoehen vertilgen und eure Sonnensaeulen ausrotten und will eure Leichname auf eure Goetzen werfen, und meine Seele wird an euch Ekel haben. ^31Und will eure Staedte einreissen und will euren suessen Geruch nicht riechen. ^32Also will ich das Land wuest machen, dass eure Feinde, so darin wohnen, sich davor entsetzen werden. ^33Euch aber will ich unter die Heiden streuen, und das Schwert ausziehen hinter euch her, dass euer Land soll wuest sein und eure Staedte verstoert. ^34Alsdann wird das Land sich seine Sabbate gefallen lassen, solange es wuest liegt und ihr in der Feinde Land seid; ja, dann wird das Land feiern und sich seine Sabbate gefallen lassen. ^35Solange es wuest liegt, wird es feiern, darum dass es nicht feiern konnte, da ihr's solltet feiern lassen, da ihr darin wohntet. ^36Und denen, die von euch uebrigbleiben will ich ein feiges Herz machen in ihrer Feinde Land, dass sie soll ein rauschend Blatt jagen, und soll fliehen davor, als jage sie ein Schwert, und fallen, da sie niemand jagt. ^37Und soll einer ueber den andern hinfallen, gleich als vor dem Schwert, da sie doch niemand jagt; und ihr sollt euch nicht auflehnen duerfen wider eure Feinde. ^38Und ihr sollt umkommen unter den Heiden, und eurer Feinde Land soll euch fressen. ^39Welche aber von euch uebrigbleiben, die sollen in ihrer Missetat verschmachten in der Feinde Land; auch in ihrer Vaeter Missetat sollen sie mit ihnen verschmachten. ^40Da werden sie denn bekennen ihre Missetat und ihrer Vaeter Missetat, womit sie sich an mir versuendigt und mir entgegen gewandelt haben. ^41Darum will ich auch ihnen entgegen wandeln und will sie in ihrer Feinde Land wegtreiben; da wird sich ja ihr unbeschnittenes Herz demuetigen, und dann werden sie sich die Strafe ihrer Missetat gefallen lassen. ^42Und ich werde gedenken an meinen Bund mit Jakob und an meinen Bund mit Isaak und an meinen Bund mit Abraham und werde an das Land gedenken, ^43das von ihnen verlassen ist und sich seine Sabbate gefallen laesst, dieweil es wuest von ihnen liegt, und sie sich die Strafe ihrer Missetat gefallen lassen, darum dass sie meine Rechte verachtet haben und ihre Seele an meinen Satzungen Ekel gehabt hat. ^44Auch wenn sie schon in der Feinde Land sind, habe ich sie gleichwohl nicht verworfen und ekelt mich ihrer nicht also, dass es mit ihnen aus sein sollte und mein Bund mit ihnen sollte nicht mehr gelten; denn ich bin der HERR, ihr Gott. ^45Und ich will ueber sie an meinen ersten Bund gedenken, da ich sie aus Aegyptenland fuehrte vor den Augen der Heiden, dass ich ihr Gott waere, ich, der HERR. ^46Dies sind die Satzungen und Rechte und Gesetze, die der HERR zwischen ihm selbst und den Kindern Israel gestellt hat auf dem Berge Sinai durch die Hand Mose's. __________________________________________________________________ Kapitel 27 ^1Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^2Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn jemand ein besonderes Geluebde tut, also dass du seinen Leib schaetzen musst, ^3so soll dies eine Schaetzung sein: ein Mannsbild, zwanzig Jahre alt bis ins sechzigste Jahr, sollst du schaetzen auf fuenfzig Silberlinge nach dem Lot des Heiligtums, ^4ein Weibsbild auf dreissig Silberlinge. ^5Von fuenf Jahren an bis auf zwanzig Jahre sollst du ihn schaetzen auf zwanzig Silberlinge, wenn's ein Mannsbild ist, ein Weibsbild aber auf zehn Silberlinge. ^6Von einem Monat an bis auf fuenf Jahre sollst du ihn schaetzen auf fuenf Silberlinge, wenn's ein Mannsbild ist, ein Weibsbild aber auf drei Silberlinge. ^7Ist er aber sechzig Jahre alt und darueber, so sollst du ihn schaetzen auf fuenfzehn Silberlinge, wenn's ein Mannsbild ist, ein Weibsbild aber auf zehn Silberlinge. ^8Ist er aber zu arm zu solcher Schaetzung, so soll er sich vor den Priester stellen, und der Priester soll ihn schaetzen; er soll ihn aber schaetzen, nach dem die Hand des, der gelobt hat, erwerben kann. ^9Ist's aber ein Vieh, das man dem HERRN opfern kann: alles, was man davon dem HERRN gibt ist heilig. ^10Man soll's nicht wechseln noch wandeln, ein gutes um ein boeses, oder ein boeses um ein gutes. Wird's aber jemand wechseln, ein Vieh um das andere, so sollen sie beide dem HERRN heilig sein. ^11Ist aber das Tier unrein, dass man's dem HERRN nicht opfern darf, so soll man's vor den Priester stellen, ^12und der Priester soll's schaetzen, ob es gut oder boese sei; und es soll bei des Priesters Schaetzung bleiben. ^13Will's aber jemand loesen, der soll den Fuenften ueber die Schaetzung geben. ^14Wenn jemand sein Haus heiligt, dass es dem HERRN heilig sei, das soll der Priester schaetzen, ob's gut oder boese sei; und darnach es der Priester schaetzt, so soll's bleiben. ^15So es aber der, so es geheiligt hat, will loesen, so soll er den fuenften Teil des Geldes, zu dem es geschaetzt ist, draufgeben, so soll's sein werden. ^16Wenn jemand ein Stueck Acker von seinem Erbgut dem HERRN heiligt, so soll es geschaetzt werden nach der Aussaat. Ist die Aussaat ein Homer Gerste, so soll es fuenfzig Silberlinge gelten. ^17Heiligt er seinen Acker vom Halljahr an, so soll er nach seinem Wert gelten. ^18Hat er ihn aber nach dem Halljahr geheiligt, so soll der Priester das Geld berechnen nach den uebrigen Jahren zum Halljahr und ihn darnach geringer schaetzen. ^19Will aber der, so ihn geheiligt hat, den Acker loesen, so soll er den fuenften Teil des Geldes, zu dem er geschaetzt ist, draufgeben, so soll er sein werden. ^20Will er ihn aber nicht loesen, sondern verkauft ihn einem andern, so soll er ihn nicht mehr loesen koennen; ^21sondern derselbe Acker, wenn er im Halljahr frei wird, soll dem HERRN heilig sein wie ein verbannter Acker und soll des Priesters Erbgut sein. ^22Wenn aber jemand dem HERRN einen Acker heiligt, den er gekauft hat und der nicht sein Erbgut ist, ^23so soll der Priester berechnen, was er gilt bis an das Halljahr; und soll desselben Tages solche Schaetzung geben, dass sie dem HERRN heilig sei. ^24Aber im Halljahr soll er wieder gelangen an den, von dem er ihn gekauft hat, dass sein Erbgut im Lande sei. ^25Alle Schaetzung soll geschehen nach dem Lot des Heiligtums; ein Lot aber hat zwanzig Gera. ^26Die Erstgeburt unter dem Vieh, die dem HERRN sonst gebuehrt, soll niemand dem HERRN heiligen, es sei ein Ochs oder Schaf; denn es ist des HERRN. ^27Ist es aber unreines Vieh, so soll man's loesen nach seinem Werte, und daruebergeben den Fuenften. Will er's aber nicht loesen, so verkaufe man's nach seinem Werte. ^28Man soll kein Verbanntes verkaufen noch loesen, das jemand dem HERRN verbannt von allem, was sein ist, es seien Menschen, Vieh oder Erbacker; denn alles verbannte ist ein Hochheiliges dem HERRN. ^29Man soll auch keinen verbannten Menschen loesen, sondern er soll des Todes sterben. ^30Alle Zehnten im Lande von Samen des Landes und von Fruechten der Baeume sind des HERRN und sollen dem HERRN heilig sein. ^31Will aber jemand seinen Zehnten loesen, der soll den Fuenften daruebergeben. ^32Und alle Zehnten von Rindern und Schafen, von allem, was unter dem Hirtenstabe geht, das ist ein heiliger Zehnt dem HERRN. ^33Man soll nicht fragen, ob's gut oder boese sei; man soll's auch nicht wechseln. Wird's aber jemand wechseln, so soll's beides heilig sein und nicht geloest werden. ^34Dies sind die Gebote, die der HERR dem Mose gebot an die Kinder Israel auf dem Berge Sinai. __________________________________________________________________ Numbers __________________________________________________________________ Kapitel 1 ^1Und der HERR redete mit Mose in der Wueste Sinai in der Huette des Stifts am ersten Tage des zweiten Monats im zweiten Jahr, da sie aus Aegyptenland gegangen waren, und sprach: ^2Nehmet die Summe der ganzen Gemeinde der Kinder Israel nach ihren Geschlechtern und Vaterhaeusern und Namen, alles, was maennlich ist, von Haupt zu Haupt, ^3von zwanzig Jahren an und darueber, was ins Heer zu ziehen taugt in Israel; ihr sollt sie zaehlen nach ihren Heeren, du und Aaron. ^4Und sollt zu euch nehmen je vom Stamm einen Hauptmann ueber sein Vaterhaus. ^5Dies sind die Namen der Hauptleute, die neben euch stehen sollen: von Ruben sei Elizur, der Sohn Sedeurs; ^6von Simeon sei Selumiel, der Sohn Zuri-Saddais; ^7von Juda sei Nahesson, der Sohn Amminadabs; ^8von Isaschar sei Nathanael, der Sohn Zuars; ^9von Sebulon sei Eliab, der Sohn Helons; ^10von den Kindern Josephs: von Ephraim sei Elisama, der Sohn Ammihuds; von Manasse sei Gamliel, der Sohn Pedazurs; ^11von Benjamin sei Abidan, der Sohn des Gideoni; ^12von Dan sei Ahieser, der Sohn Ammi-Saddais; ^13von Asser sei Pagiel, der Sohn Ochrans; ^14von Gad sei Eljasaph, der Sohn Deguels; ^15von Naphthali sei Ahira, der Sohn Enans. ^16Das sind die Vornehmsten der Gemeinde, die Fuersten unter den Staemmen ihrer Vaeter, die da Haeupter ueber die Tausende in Israel waren. ^17Und Mose und Aaron nahmen sie zu sich, wie sie da mit Namen genannt sind, ^18und sammelten auch die ganze Gemeinde am ersten Tage des zweiten Monats und rechneten nach ihrer Geburt, nach ihren Geschlechtern und Vaterhaeusern und Namen, von zwanzig Jahren an und darueber, von Haupt zu Haupt, ^19wie der HERR dem Mose geboten hatte, und zaehlten sie in der Wueste Sinai. ^20Der Kinder Ruben, des ersten Sohnes Israels, nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhaeusern und Namen, von Haupt zu Haupt, alles, was maennlich war, von zwanzig Jahren und darueber, und ins Heer zu ziehen taugte, ^21wurden gezaehlt vom Stamme Ruben sechsundvierzigtausend und fuenfhundert. ^22Der Kinder Simeon nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhaeusern, Zahl und Namen, von Haupt zu Haupt, alles, was maennlich war, von zwanzig Jahren und darueber, und ins Heer zu ziehen taugte, ^23wurden gezaehlt zum Stamm Simeon neunundfuenfzigtausend und dreihundert. ^24Der Kinder Gad nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhaeusern und Namen, von zwanzig Jahren und darueber, und ins Heer zu ziehen taugte, ^25wurden gezaehlt zum Stamm Gad fuenfundvierzigtausend sechshundertundfuenfzig. ^26Der Kinder Juda nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhaeusern und Namen, von zwanzig Jahren und darueber, was ins Heer zu ziehen taugte, ^27wurden gezaehlt zum Stamm Juda vierundsiebzigtausend und sechshundert. ^28Der Kinder Isaschar nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhaeusern und Namen, von zwanzig Jahren und darueber, was ins Heer zu ziehen taugte, ^29wurden gezaehlt zum Stamm Isaschar vierundfuenfzigtausend und vierhundert. ^30Der Kinder Sebulon nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhaeusern und Namen, von zwanzig Jahren und darueber, was ins Heer zu ziehen taugte, ^31wurden gezaehlt zum Stamm Sebulon siebenundfuenfzigtausend und vierhundert. ^32Der Kinder Joseph von Ephraim nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhaeusern und Namen, von zwanzig Jahren und darueber, was ins Heer zu ziehen taugte, ^33wurden gezaehlt zum Stamm Ephraim vierzigtausend und fuenfhundert. ^34Der Kinder Manasse nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhaeusern und Namen, von zwanzig Jahren und darueber, was ins Heer zu ziehen taugte, ^35wurden zum Stamm Manasse gezaehlt zweiunddreissigtausend und zweihundert. ^36Der Kinder Benjamin nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhaeusern und Namen, von zwanzig Jahren und darueber, was ins Heer zu ziehen taugte, ^37wurden zum Stamm Benjamin gezaehlt fuenfunddreissigtausend und vierhundert. ^38Der Kinder Dan nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhaeusern und Namen, von zwanzig Jahren und darueber, was ins Heer zu ziehen taugte, ^39wurden gezaehlt zum Stamme Dan zweiundsechzigtausend und siebenhundert. ^40Der Kinder Asser nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhaeusern und Namen, von zwanzig Jahren und darueber, was ins Heer zu ziehen taugte, ^41wurden gezaehlt zum Stamm Asser einundvierzigtausend und fuenfhundert. ^42Der Kinder Naphthali nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhaeusern und Namen, von zwanzig Jahren und darueber, was ins Heer zu ziehen taugte, ^43wurden zum Stamm Naphthali gezaehlt dreiundfuenfzigtausend und vierhundert. ^44Dies sind, die Mose und Aaron zaehlten samt den zwoelf Fuersten Israels, deren je einer ueber ein Vaterhaus war. ^45Und die Summe der Kinder Israel nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhaeusern und Namen, von zwanzig Jahren und darueber, was ins Heer zu ziehen taugte in Israel, ^46war sechsmal hunderttausend und dreitausend fuenfhundertundfuenfzig. ^47Aber die Leviten nach ihrer Vaeter Stamm wurden nicht mit darunter gezaehlt. ^48Und der HERR redete mit Mose und sprach: ^49Den Stamm Levi sollst du nicht zaehlen noch ihre Summe nehmen unter den Kindern Israel, ^50sondern du sollst sie ordnen zur Wohnung des Zeugnisses und zu allem Geraete und allem, was dazu gehoert. Und sie sollen die Wohnung tragen und alles Geraet und sollen sein pflegen und um die Wohnung her sich lagern. ^51Und wenn man reisen soll, so sollen die Leviten die Wohnung abnehmen. Wenn aber das Heer zu lagern ist, sollen sie die Wohnung aufschlagen. Und wo ein Fremder sich dazumacht, der soll sterben. ^52Die Kinder Israel sollen sich lagern, ein jeglicher in sein Lager und zu dem Panier seiner Schar. ^53Aber die Leviten sollen sich um die Wohnung des Zeugnisses her lagern, auf dass nicht ein Zorn ueber die Gemeinde der Kinder Israel komme; darum sollen die Leviten des Dienstes warten an der Wohnung des Zeugnisses. ^54Und die Kinder Israel taten alles, wie der HERR dem Mose geboten hatte. __________________________________________________________________ Kapitel 2 ^1Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach: ^2Die Kinder Israel sollen vor der Huette des Stifts umher sich lagern, ein jeglicher unter seinem Panier und Zeichen nach ihren Vaterhaeusern. ^3Gegen Morgen sollen lagern Juda mit seinem Panier und Heer; ihr Hauptmann Nahesson, der Sohn Amminadabs, ^4und sein Heer, zusammen vierundsiebzigtausend und sechshundert. ^5Neben ihm soll sich lagern der Stamm Isaschar; ihr Hauptmann Nathanael, der Sohn Zuars, ^6und sein Heer, zusammen vierundfuenfzigtausend und vierhundert. ^7Dazu der Stamm Sebulon; ihr Hauptmann Eliab, der Sohn Helons, ^8sein Heer, zusammen siebenundfuenfzigtausend und vierhundert. ^9Dass alle, die ins Lager Juda's gehoeren, seien zusammen hundert sechsundachtzigtausend und vierhundert die zu i